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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


Christopher Kramp führt in dieser Folge der Serie „Der Ersehnte“ das Studium des Lukasevangeliums fort und konzentriert sich auf Jesu Kernaussage zum Gebet: „Denn jeder, der bittet, empfängt.“ Er beleuchtet biblische Bedingungen für wirksames Gebet, darunter Glauben, das Erforschen von Gottes Willen und Gehorsam gegenüber seinen Geboten. Kramp ermutigt die Zuhörer, Gott ohne Zweifel um Weisheit und Hilfe zu bitten, da Gott gerne und ohne Vorwurf gibt, warnt aber auch vor Gebeten aus falscher Absicht, die Gottes Geschenke pervertieren könnten.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:19] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar der Ersehnte. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt hier auf www.joelmedia.de. Wir wollen weiter studieren nach kurzer Pause, kurzer Ferienpause im Lukasevangelium. Wir sind gerade in Lukas Kapitel 11 bei dem Gleichnis, das uns zu einem beharrlichen Gebet ermutigen soll. Das Gleichnis von dem Freund, der um Mitternacht um drei Brote bittet. Wir haben letztes Mal uns dieses Gleichnis angeschaut und wollen heute ein bisschen tiefer hineintauchen in das, was die Bibel zu der Kernaussage Jesu hier in Vers 9 und 10 zu sagen hat. Es geht um das Gebet und es gibt nichts Besseres, was wir tun können am Anfang, um Gott einzuladen, im Gebet uns zu zeigen, was er uns heute sagen möchte. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, dass wir gemeinsam dazu hinknien.

[1:32] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir zu dir kommen dürfen, wie wir sind und dich bitten dürfen. Dank, dass du uns versprochen hast, dass, wenn wir dich von Herzen bitten, du uns antworten wirst; dass, wenn wir dich von Herzen suchen, wir dich finden können; dass, wenn wir wirklich von ganzem Herzen anklopfen, uns aufgetan wird. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir dir jetzt im Studium deines Wortes begegnen, dass wir erfrischt werden, gestärkt werden, auferbaut, geistlich genährt und ermutigt, dich zu bitten in deinem Namen und in deinem Geist, Herr. Wir möchten dich bitten, dass du uns heute zeigst, was ich und was jeder von uns heute lernen soll. Hab Dank dafür. Hab Dank für die Freude, die dein Wort schenkt im Namen Jesu. Amen.

[2:47] Lukas Kapitel 11. Nachdem Jesus dieses Gleichnis erzählt hat, kommt er in Vers 9 und 10 zur Kernaussage. Wie wir das letzte Mal schon gesagt haben, sind das Sätze, die er schon in der Bergpredigt in Matthäus Kapitel 7 so gesagt hatte. Und so wie das Vaterunser hier in Lukas 11 wiederholt wird, wird auch dieser Gedanke wiederholt, um deutlich zu machen, wie wichtig er ist, aber auch um deutlich zu machen, dass das eine Konstante ist, auf die wir uns immer verlassen können. Jesus hat das nicht einmal nur gesagt, sondern es ist ein Grundprinzip, auf das er immer wieder zurückgekommen ist. Wir dürfen natürlich wissen, dass alle Dinge, die Jesus sagt, immer gelten. Aber die Wiederholung macht diesen Punkt für uns besonders deutlich.

[3:51] Es heißt in Lukas 11 und dort Vers 9: "Und ich sage euch, bittet, so wird euch gegeben. Sucht, so werdet ihr finden. Klopft an, so wird euch aufgetan." Und um den Punkt noch mal zu betonen, sagt er in Vers 10: "Denn jeder, der bittet, empfängt und wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird aufgetan."

[4:18] In Vers 9 haben wir ein Gebot. Ich glaube, das haben wir das letzte Mal auch schon angesprochen. In Vers 10 haben wir eine Verheißung. In Vers 9 sagt er: bittet, sucht und klopft an. Und in Vers 10 kommt die Begründung und Verheißung: Denn jeder, der bittet, empfängt. Weil wir wissen dürfen, dass jeder, der sucht, auch finden wird; dass jeder, der anklopft, dem auch aufgetan wird; dass jeder, der bittet, dem gegeben wird, weil wir das wissen. Deswegen können wir bitten und suchen. Es macht einen Unterschied, ob ich bitte und denke, na ja, vielleicht könnte es ja etwas bringen, wenn ich einfach so ins Blaue suche und sag, ja, mal sehen, was passiert, oder ob ich bitte, weil ich weiß, mir wird gegeben. Ob ich suche, weil ich weiß, dass ich finden werde. Ob ich anklopfe, weil ich weiß, mir wird jemand aufmachen. Jesus lehrt uns so zu beten, zu bitten, weil wir wissen, dass uns das gegeben wird, was das Beste für uns ist.

[5:52] Schauen wir uns einige Bibeltexte an über das Bitten und das Empfangen. Psalm 50 Vers 15 ist uns vermutlich vielen gut vertraut. Früher hat man das, ich weiß nicht, ob man das heute noch macht, die Telefonnummer Gottes genannt. So haben wir es als Kinder gelernt: 50 15, die Telefonnummer Gottes. Psalm 50 Vers 15: "Und rufe mich an am Tag der Not. So will ich dich erretten und du sollst mich ehren." Gott sagt hier, dass, wenn wir in Not geraten, wenn uns Schwierigkeiten überwältigen, er sagt: "Rufe mich an und ich werde dich erretten." Und weil Gott mich errettet am Tag der Not, soll ich ihn ehren. Die dreifache Engelsbotschaft sagt in Offenbarung 14, Vers 7: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Das kann man nur machen, wenn man erlebt hat, dass er mich gerettet hat. Aber das erlebe ich hier nach diesem Vers, wenn ich ihn darum bitte, wenn ich ihn anrufe.

[7:10] Im Kontext geht es darum, dass Menschen dachten, dass es die Opfer sind, die sie vor Gott gerecht machen. Wir lesen ab Vers 7: "Höre mein Volk, so will ich reden. Israel, ich lege gegen dich Zeugnis ab. Ich bin Gott, dein Gott. Deiner Opfer wegen will ich dich nicht tadeln. Sind doch deine Brandopfer stets vor mir. Ich will keinen Stier aus deinem Haus nehmen, keine Böcke aus deinen Hürden, denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. Ich kenne alle Vögel auf den Bergen und was sich auf dem Feld regt. Wenn ich Hunger hätte, so würde ich es dir nicht sagen, denn mir gehört der Erdkreis und was ihn erfüllt. Sollte ich etwa Stierfleisch essen oder Blut von Böcken trinken?" Die Heiden dachten, dass man mit den Opfern die Götter am Leben erhält. Die Babylonier hatten sogar in ihrer Sintflutgeschichte die Sache so verzerrt, dass sie dachten, dadurch, dass die Menschen alle umgekommen sind und niemand mehr opferte, wären die Götter hungrig geworden und wären dann ganz froh gewesen, dass noch einer überlebt hat, der mit Opfern sie wieder ernähren konnte. Das ist eine Pervertierung. Gott sagt ganz deutlich, ich brauche die Opfer nicht. Ich bin nicht von euren Opfern abhängig.

[8:20] Er sagt in Vers 14, was er sich eigentlich wünscht: "Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde und rufe mich an am Tag der Not: So will ich dich erretten und du sollst mich ehren." Gott wünscht sich nicht, dass wir Opfer bringen, um ihn irgendwie zufriedenzustellen. Die Opfer sollten ja ohnehin zeigen im Alten Testament, dass Jesus das Opfer für uns bringen würde. Gott wünscht sich, dass wir dankbar sind, dass das, was wir versprochen haben, wir auch halten, dass wir ihn anrufen, wenn wir Not haben und seine Rettung annehmen und ihm dann danken. Er wünscht sich, dass wir ihn um Hilfe bitten.

[9:08] Im Psalm 118 und dort Vers 5 finden wir ein Zeugnis dafür, dass das auch tatsächlich genauso funktioniert. Der Psalmist sagt hier in Psalm 118 Vers 5: "Ich rief zum Herrn in meiner Not, der Herr antwortete mir und befreite mich." Wir haben also nicht nur die Aufforderung: "Rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich retten." Wir haben auch einen Psalmtext, wo jemand als Zeugnis sagt, das habe ich gemacht und es hat funktioniert. Hast du schon Gott am Tag der Not angerufen? Hast du in deinem Leben die Erfahrung gemacht, dass, wenn Schwierigkeiten kommen, Gott dir hilft? Ich habe das in meinem Leben schon so oft erlebt. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich ihn noch viel öfter anrufen sollen.

[9:57] Eine weitere Verheißung in Jeremia 33 und dort Vers 3: "Rufe mich an, so will ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt." Wenn wir Gott anrufen, wenn wir ihn bitten, dann zeigt er uns Dinge, über die wir uns vorher keine Gedanken gemacht haben. Dann zeigt er uns Dinge, von denen wir nicht einmal wussten, dass es sie gibt. Wenn wir mit Gott kommunizieren, wenn wir ihn bitten, zu uns zu sprechen, dann zeigt er uns Dinge, von denen wir keine Ahnung hatten. Das habe ich auch schon oft in meinem Leben erlebt.

[10:44] Johannes 4, da zeigt uns Jesus, wie wichtig das Bitten ist. Hier ist eine Frau und sie steht vor dem Erlöser der Welt. Sie wäre an ihm vorbeigelaufen und hätte ihn nicht beachtet, geschweige denn angesprochen, wenn er nicht die Initiative ergriffen hätte. So sind wir Menschen. Wenn Gott nicht die Initiative ergreifen würde, wir würden achtlos an ihm vorbeilaufen. Wir würden nicht einmal merken, dass die Erlösung in greifbarer Nähe gewesen wäre. Johannes 4, Vers 10. Jesus antwortete und sprach zu ihr: "Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken, so würdest du ihn bitten und er gäbe dir lebendiges Wasser." Wann gibt Jesus das lebendige Wasser? Jesus sagt es ganz einfach: "Du bekommst es, wenn du darum bittest." Das Problem ist nur, du weißt gar nicht, dass es hier zu finden ist und deswegen bittest du noch nicht. Aber wenn du wüsstest, wer das ist, der mit dir spricht, dann würdest du bitten und du würdest es bekommen. Kann es sein, dass wir so oft die Verheißung Gottes in unserem Leben nicht erleben, weil wir gar nicht wissen, wer uns das eigentlich angeboten hat? Weil wir Gott gar nicht so gut kennen? Wenn wir Gott besser kennen würden, wenn wir verstehen würden, wer er ist und wie er ist, dann würden wir bitten und er würde uns geben. Deswegen sagt Jesus: "Bittet und es wird euch gegeben. Klopft an und es wird euch aufgetan. Sucht, ihr werdet finden." Kann es sein, dass wir so wenig bitten, weil wir Jesus so schlecht kennen?

[12:46] Manchmal ist das ganz tief in uns drin, dass wir unsicher sind, ob Gott uns eigentlich hören möchte. Wir bitten und wir fragen uns aber: Wird er jetzt wirklich hören? Hat er vielleicht überhaupt Zeit dafür? Ist ihm das wichtig? In Jakobus Kapitel 1, Vers 5 merken wir, dass die Bibel uns diese Zweifel nehmen möchte. In Jakobus 1 und dort Vers 5 sagt Jakobus: "Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, und ich denke, das betrifft uns alle, so erbitte er sie von Gott, der allen – und jetzt kommt's – der allen gern und ohne Vorwurf gibt. So wird's ihm gegeben werden." Wenn wir zu Gott kommen, sagt er nicht: "Ja, wieso kommst du denn erst jetzt?" Er sagt nicht: "Wieso kommst du denn damit?" Das ist doch total klar. Er sagt nicht, das hatte ich dir schon mal gegeben, jetzt will ich es nicht ein zweites Mal geben. Er gibt gerne und ohne Vorwurf. Wenn Gott einen Vorwurf macht, dann der, dass wir nicht bitten, dass wir unser Leben alleine in die Hand nehmen, dass wir ihn nicht um Hilfe fragen, dass wir so tun, als könnten wir ohne ihn überleben. Wenn wir zu ihm kommen mit einem aufrichtigen Herzen und bitten, dann gibt er gerne. Er freut sich, wenn er uns auftun kann. Er freut sich, wenn wir finden können. Er freut sich, wenn er uns geben kann. Ich glaube, der Grund, warum so wenig Christen und so wenig im Volk Gottes in der Bibel Dinge entdecken, liegt daran, dass wir so wenig bitten, so wenig suchen, weil wir gar nicht glauben, dass ich auch etwas finden könnte, dass Gott mir Weisheit geben kann. Wir verlassen uns auf die Weisheit von XY, der auf YouTube einen Kanal hat oder unser Pastor ist oder uns Bibelstunde gibt. Wir verlassen uns auf die Weisheit eines anderen, weil wir gar nicht glauben, dass Gott mir Weisheit geben möchte und zwar gerne und zwar ohne Vorwurf und nicht sagt: "Wieso weißt du das noch nicht?" Lieber Freund, liebe Freundin, weißt du, dass Gott dir gerne ohne einen Vorwurf zu machen Weisheit geben möchte?

[14:58] Mangelt es dir an Weisheit, dann bitte Gott um Weisheit. Hier steht aber nicht, wenn es aber manchen mangelt. Hier steht, wenn es jemandem mangelt, das bezieht sich letztlich auf jedermann. Wer immer es ist, dem Weisheit mangelt, bitte Gott, er gibt sie gerne. Es heißt aber in Vers 6: "Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht, denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin und her geworfen wird." Ich komme von der Ostsee. Wellen können durchaus herausfordernd sein. Na, die Wellen an der Ostsee sind nicht ganz so dramatisch wie vielleicht an anderen Ozeanen, aber eine Welle kann einen ziemlich abtreiben lassen. Vor allem der Unterstrom, wenn die Welle dann wieder zurück ins Meer geht. Wer von einer Welle erwischt wird, der bleibt nicht stehen, wo er ist. Der wird hin und her geworfen. Wenn wir mit Zweifel beten, dann kann uns Gott das nicht geben, was er uns geben möchte. Heute höre ich oft: "Ah, der Zweifel wäre so wichtig, es wäre so entscheidend, dass wir auch mal den Zweifel zulassen", und wir ahnen gar nicht, wie sehr wir uns selbst behindern dadurch. Ja, wir dürfen kommen, wir dürfen unsere Fragen stellen, die wir haben. Wir dürfen eine Liebe zur Wahrheit haben. Wir dürfen Dinge hinterfragen, den Sachen auf den Grund gehen wollen. Aber wenn ich Gott bitte und dann gleichzeitig zweifle, ob er es mir überhaupt geben wird, dann ziehe ich mir selbst das Fundament unter den Füßen weg.

[16:43] Denn es heißt, er bitte aber im Glauben. Wenn wir glauben, dass Gott es tut, kann er das auch tun. Dann wird er das auch tun. Der Gerechte wird durch seinen Glauben leben, nicht durch Zweifel, durch seinen Glauben. Glauben und Zweifel gehören eben nicht zusammen. Und wenn wir einmal doch Schwierigkeiten haben zu glauben, dann können wir das tun, was der Vater des mondsüchtigen Jungen tat, der zu den Füßen Jesu fiel und sagte: "Hilf mir loszukommen von meinem Unglauben." Vielleicht sind da Zweifel, die sich angehäuft haben, Zweifel, die andere uns hineingeflüstert haben, die wir nicht so einfach wegwischen können. Dann dürfen wir diese Zweifel zu Jesus bringen. Wir dürfen sie ihm abgeben. Wir dürfen sie ihm sagen. Aber wenn wir sie für uns behalten, dann machen sie unseren Glauben, unser Glaubensleben kaputt.

[17:42] Jakobus Kapitel 5 und dort Vers 15: "Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden." Wir müssen im Glauben beten. Wenn Jesus sagt: "Bittet, so wird euch gegeben", dann ist es natürlich eine sehr knappe und auf den Punkt gebrachte Formulierung, aber sie hebt nicht auf, was sonst in der Bibel über das Bitten gesagt wird. Wir müssen im Glauben bitten. Es gibt noch mehr solche entscheidende Bedingungen, die erfüllt sein müssen.

[18:18] 1. Johannes 5 und dort Vers 14 und 15: "Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten." Und das ist ganz entscheidend: wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. "Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene von ihm haben." Wenn ich um einen roten Ferrari bete, dann kann es sein, dass ich ihn nie bekomme. Die Bibel sagt ganz deutlich, dass, wenn wir nach Gottes Willen beten, wir wissen können – nicht hoffen können im Sinne, hoffentlich wird's mal was –, sondern wissen können, dass Gott uns das Erbetene gibt. Das heißt, wer betet, muss den Willen Gottes erforschen. Beten bedeutet nicht, eine lange Liste an Wünschen mitzubringen und dann sie alle vorzulegen und zu sagen: "Mal sehen, vielleicht kriege ich ja was davon." So wie wir manchmal vielleicht als Kinder eine lange Wunschliste zu Weihnachten und zum Geburtstag geschrieben haben und gehofft haben, dass ein paar Sachen uns dann geschenkt werden. Beten bedeutet nach diesem Konzept, den Willen Gottes erforschen und dann vielleicht herauszufinden, dass manche Dinge, die ich mir wünsche, gar nicht Gottes Wille sind und dann zu wissen und zu erleben und zu erfahren, dass Gottes Wille besser ist als mein eigener Wille.

[19:53] Wir müssen Gottes willensgemäß bitten. Noch mehr. 1. Johannes 3 Vers 22. Und was immer wir können, auf Vers 21 lesen wir: "Geliebte, wenn unser Herz uns nicht verurteilt, dann haben wir Freimütigkeit zu Gott. Und was immer wir bitten, das empfangen wir von ihm, weil – und weil es ist eine Begründung – weil wir seine Gebote halten und tun, was vor ihm wohlgefällig ist." Durch den Glauben werden wir gerecht gesprochen und in die Lage versetzt, auch gerecht zu leben. Dadurch werden wir in eine enge Beziehung mit Gott gebracht. Wir erkennen immer besser seinen Willen. Und weil wir auch tun, was er sich wünscht, was ja nichts anderes ist als das Beste für uns, wenn wir das tun, dann werden wir Gebetserfahrung nach Gebetserfahrung erleben.

[21:02] Ist es nicht interessant, dass der Zusammenhang zwischen Gebetserfahrung und Gehorsam schon im Alten Testament als ein besonderes Missionskonzept in 5. Mose 4 uns gegeben ist? In 5. Mose 4 und dort ab Vers 5 heißt es: "Siehe, ich habe euch Satzungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie es mir der Herr, mein Gott, geboten hat, damit ihr nach ihnen handelt in dem Land, in das ihr kommen werdet, um es in Besitz zu nehmen. So bewahrt sie nun und tut sie, denn darin besteht eure Weisheit und euer Verstand vor den Augen der Völker. Wenn sie alle diese Gebote hören, werden sie sagen: Wie ist doch dieses große Volk ein so weises und verständiges Volk, denn wo ist ein so großes Volk, zu dem sich die Götter so nahen, wie der Herr unser Gott es tut, so oft wir ihn anrufen? Und wo ist ein so großes Volk, das so gerechte Satzungen und Rechtsbestimmungen hätte, wie dieses ganze Gesetz, dass ich heute vorlege." Als Gott die Zehn Gebote den Israeliten gibt und Mose sie hier jetzt nach Jahrzehnten wiederholt, sagt er: "Schaut mal, wenn wir diese Gebote halten, wenn wir sie tun, dann werden die Heiden merken, wie viele Gebetserfahrungen wir haben." Sie werden sagen: "Wo ist ein so großes Volk, zu dem sich die Götter so nahen, wie der Herr unser Gott es tut? So oft, also so oft wir ihn anrufen." Also das werden dann Israel sagen.

[22:27] Ihr Lieben, Gebetserfahrungen hängen mit Gehorsam zusammen. Man kann das Gebet nicht vom Gesetz trennen. Wir müssen dem Willen Gottes gemäß beten. Die Zehn Gebote sind Ausdruck seines Willens. Und wenn wir Gott aus Liebe und Glauben – nicht aus eigener Anstrengung, um Gott irgendwie etwas zu beweisen – aus Liebe und aus Glauben durch den Heiligen Geist gehorsam sind, dann kann er uns das Erbetene geben. Warum kann er es uns sonst nicht immer geben?

[23:04] Jakobus 4 und dort Vers 3: "Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden." Wer in Sünde lebt und an Sünde festhält, der kann nicht erwarten, dass Gott ihm seine Gebetsanliegen alle erfüllt, weil Gott uns das Beste für uns gibt. Aber die Sünde macht aus den Geschenken Gottes wieder Böses. Die Sünde pervertiert Gottes Geschenke und wir würden uns immer weiter in der Sünde verstricken.

[23:40] Nun, Gott segnet auch die Gottlosen. Er sendet ihnen den Sonnenschein und den Regen. Gott behandelt uns besser, als wir es verdient haben. Das ist keine Frage. Und er gibt uns auch viele Segnungen, um die wir nicht gebeten haben, weil wir gar nicht wussten, dass wir sie brauchen und uns gar nicht bewusst sind, wie viel er uns segnet. Es ist ja nicht so, dass Gott uns nur dann überhaupt etwas Gutes tut, wenn wir mal darum bitten. Nein, nein, nein, nein, nein. Gott tut viel mehr. Wir werden im Himmel sehen, wie viel Gott vor uns getan hat, worum wir nie gebeten haben. Aber dennoch haben wir Gebetsanliegen und wenn wir Gott nicht gehorsam sind, kann er uns zwar trotzdem viele Segnungen geben, um uns auf den richtigen Weg wieder zu leiten, aber er kann uns nicht das alles geben, worum wir beten. Manches kann er uns nicht geben, weil wir es missbrauchen würden.

[24:39] Dinge, die verstehen wir momentan nicht. Dazu lesen wir in 2. Korinther 12 und dort Vers 8 und 9. Da heißt es hier wegen dieser Schwierigkeit, die Paulus hatte, den Pfahl im Fleisch, wie es

[25:02] Pfahl im Fleisch, wie er es nannte, Engel Satans – vermutlich sein Augenleiden. Die Meinungen gehen ein bisschen durcheinander, aber ich denke, es wird sein Augenleiden sein. Aber das gilt ja auch für viele andere Fälle in unserem Leben. Es heißt in Vers 8: „Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, dass er von mir ablassen soll.“ Und er hat zu mir gesagt: „Lass dir an meiner Gnade genügen. Wörtlich: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen. Darum will ich mich am liebsten viel mehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne.“

[25:52] Es gibt Dinge, es gibt Anliegen, die wir haben, die beantwortet Gott nicht gleich. Wenn es hier wirklich um das Augenleiden von Paulus geht, dann dürfen wir wissen, dass er auf der neuen Erde dieses Augenleiden nicht mehr haben wird. Es wird irgendwann beantwortet werden, aber nicht jetzt, weil Gott in seiner Weisheit sieht, dass Paulus im Glauben besser erwachsen wird mit dem Augenleiden – wenn es das gewesen ist – als ohne das. Und Paulus wird einmal in der Ewigkeit zurückschauen und sehen, wie ihn dieses Leiden immer wieder in die Abhängigkeit zu Gott gebracht hat. Und er wird dann sehen und verstehen, dass er vielleicht ohne das Leiden andere Entscheidungen getroffen hätte. Und er wird dankbar sein, dass Gott ihn so geführt hat, wie er es in dem Moment intellektuell nicht verstehen konnte.

[26:56] Ich glaube, das ist die Erfahrung von Jesus in Gethsemane gewesen, als er sich wünschte, dass der Kelch an ihm vorübergeht, bittet dann dieses unfassbar tiefe Gebet: „Nicht mein Wille geschehe, sondern dein Wille.“ Dein Wille, weil er wusste, es kommt der Zeitpunkt, dass er wieder klar sehen wird und sehen wird, dass Gottes Wille eigentlich das ist, was er auch wollte, was er nur in dem, in der Situation, dem Druck und all dem, was jetzt auf ihn einstürmte, nicht mehr so klar sehen konnte.

[27:40] Manchmal müssen wir mit unseren Gebetsanliegen auch einfach Gott vertrauen. Mose hat sich so sehr gewünscht, einmal das gelobte Land zu betreten, und Gott hat es ihm nicht erlaubt, aber er hat ihn dafür in das gelobte Land im Himmel gebracht und 1500 Jahre später ihn auf die Erde zurückgesandt mit Elia, um den Erlöser der Welt bei der Verklärung zu stärken. Und jetzt durfte Mose 1500 Jahre ungefähr nach seinem Gebet die buchstäbliche Erfüllung erleben. Er hat den Berg berührt, hat das Land. Er war im Land Kanaan. Und ich bin mir sicher, wenn Mose das schon 1500 Jahre vorher gewusst hätte, wäre alles klar gewesen. Wir werden einmal merken, dass Gott nur das Beste für uns wollte. Er wollte nur das Beste.

[28:49] Es gibt übrigens Gebetsanliegen wie das von Elia. Die sind nie erfüllt worden, weil Gott das Beste für uns will. Elia stand – der lag da einen Tag kurz nach dem Berg Karmel, völlig deprimiert, weil am nächsten Tag die Isebel sein Leben forderte, und er bittet mehrmals – er geht ja auch noch dann mehrere Wochen später zum – also braucht mehrere Wochen, bis er zum Sinai geht. Er geht ja dann zum Sinai. Er bittet mehrfach darum, dass Gott ihm das Leben nimmt. Er möchte sterben. Und das Interessante ist: Gott hat dieses Gebet nie beantwortet. Elia ist nie gestorben. Er wird auch nicht sterben. Ein Gebet, das Gott nie beantwortet hat, weil er das Beste für Elia wollte.

[29:42] Wir dürfen alle unsere Gebetsanliegen bringen. Wir sollen beim Beten Gottes Willen erforschen: Was ist nach Gottes Willen? Wir sollen im Glauben beten, dass Gott das Beste für uns möchte. Wir sollen dem, was wir schon wissen, folgen aus Liebe und durch Gottes Heiligen Geist gehorsam sein. Und dann müssen wir akzeptieren, dass es manchmal Dinge gibt, die wir jetzt nicht verstehen können. Mit diesen Rahmenbedingungen dürfen wir wissen: Gott gibt uns das, was wir brauchen.

[30:23] Wenn wir suchen, werden wir finden. Wenn wir bitten, wird uns gegeben. Was heißt es zu suchen? Schauen wir uns ganz kurz ein paar Bibeltexte zum Suchen an. Psalm 27 und dort Vers 4. Psalm 27 und dort Vers 4: „Eines erbitte ich von dem Herrn. Nach diesem will ich trachten.“ Ich weiß nicht, was dein Anliegen ist, wenn du eine Möglichkeit hättest, so eine Liste von Wünschen an Gott zu stellen. Der Psalmist hier, es ist David, der sagt, es gibt eine Sache, die ich bitte. Eine Sache ist mir wichtig. „Eines bitte ich von dem Herrn. Nach diesem will ich trachten, dass ich bleiben darf im Haus des Herrn mein ganzes Leben lang, um die Lieblichkeit des Herrn zu schauen und ihn zu suchen in seinem Tempel.“ Das Nummer eins, die Priorität, das Nummer eins Anliegen von David war, bei Gott zu bleiben, in seiner Nähe, seine Nähe zu suchen, in seinem Heiligtum, näher bei Gott zu sein und dort zu bleiben. Nicht nur so ein Bergerlebnis, wo man so auf einer Konferenz mal so die besondere Nähe Gottes gespürt hat. Nein, bei Gott zu bleiben, ist doch dein Wunsch. Suchst du die Nähe Gottes oder suchst du nur eine Lösung für ein temporäres Problem? Manchmal ist Gott für uns wie ein Automat, wo wir ein Problem haben. Wir kommen zu Gott und wollen das gelöst bekommen. Aber suchen wir die Nähe Gottes? Ist unser Wunsch, dass wir so nah wie möglich bei Gott bleiben, da wo er ist?

[31:50] So wie auch bei dem „Rufe mich an“ in den Psalm, Psalm 50 Vers 15, haben wir auch hier mit diesem Suchen eine Erfahrung, ein Zeugnis, dass das genauso funktioniert. Aber wir lesen erst noch in Vers 8: „Mein Herz hält dir vor, dein Wort sucht mein Angesicht, dein Angesicht, oh Herr, will ich suchen.“ David sagt, ich suche die Nähe Gottes. Ich suche sein Angesicht. Ich möchte ihn sehen. Ich möchte, dass er sich über mich freuen kann. Ich wünsche mir, dass er auf mich blicken möge mit Wohlgefallen.

[32:36] Und David ist es auch, der uns das Zeugnis gibt in Psalm 34, dass er das selbst erlebt hat. Psalm 37, Verzeihung, Psalm 34 und dort Vers 5. Er sagt: „Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und rettete mich aus allen meinen Ängsten.“ Wir sehen hier, das Bitten und das Suchen sind letztlich Synonyme für denselben – die Synonyme für denselben Vorgang, dass wir Gott um Hilfe bitten, dass wir uns an ihn klammern, ihn in unser Leben einladen. Vers 11: „Junge Löwen leiden Not und Hunger, aber die den Herrn suchen, müssen nichts Gutes entbehren.“ Selbst junge Löwen leiden Not und Hunger. Aber wer Gott sucht, der muss auf nichts Gutes verzichten.“ Manchmal glauben Christen, dass wenn sie Jesus wirklich ganz nachfolgen, müssen sie auf viele Dinge verzichten. Aber die Wahrheit ist: wenn es etwas gibt, auf das wir verzichten müssen, weil wir Jesus nachfolgen, dann nur, weil es nicht gut ist oder weil Gott etwas Besseres für uns hat.

[33:46] Mose hätte Pharao werden können von Ägypten. Das war doch das Beste, was es gibt, oder? Nein, er wurde der Führer des Volkes Gottes, ein Typus auf Jesus und weitaus berühmter als die allermeisten Pharaonen seiner Zeit. Es gibt mehr Menschen, die kennen heute noch den Namen Mose, als Tutmosis den Dritten oder Hatschepsut oder wie alle die Pharaonen und Pharaoninnen damals hießen. Gott hatte was Besseres für ihn gehabt: das ewige Leben. Und zwar nicht als vage Hoffnung, die sich nicht erfüllen wird in einer Pyramide, wo man hofft, dann irgendwie in den Himmel zu kommen, sondern als Gewissheit. Mose wurde sogar tatsächlich nach seinem Tod von Jesus auferweckt und in den Himmel gebracht. Das, was sich alle Pharaonen gewünscht haben, wofür sie manchmal ihr gesamtes Lebenswerk investiert haben, all ihren Reichtum, um Pyramiden zu bauen, damit sie da irgendwie ihre Seele in den Himmel geschossen wird. Nein, das war alles umsonst. Mose hat das bekommen, was wirklich gut war.

[35:04] Psalm 105 und dort Vers 3 und 4. Psalm 105 Vers 3 und 4: „Rühmt euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen.“ Gott zu suchen ist eine freudige Sache. Es kann auch Betrübnis erzeugen, wenn wir merken, wie sündig wir sind, wenn wir merken, wie unwürdig wir eigentlich sind. Aber trotzdem wird niemand dauerhaft irgendwie von Trauer überwältigt sein, wer den Herrn sucht. Wir dürfen uns freuen. Vers 4: „Fragt nach dem Herrn und nach seiner Macht! Sucht sein Angesicht allezeit!“ Nicht nur jeden siebten Tag im Gottesdienst. Sucht ihn allezeit. Fragt nach ihm. Fragt nach seiner Macht. Lieber Freund, liebe Freundin, wie oft fragen wir im Alltag nach Gott? Nach Gott: „Wo bist du? Hilf mir. Ich brauche deine Macht. Ich brauche deine Weisheit. Ich brauche deine Hilfe jetzt hier in dieser Alltagssituation.“ Und eine halbe Stunde später: „Ich brauche deine Hilfe jetzt hier. Hilf mir. Ich suche dein Angesicht. Ich suche deine Macht.“

[36:06] Lieber Freund, wenn wir Gott von Herzen suchen,

[36:15] Gott ist nicht wie Kinder, die beim Verstecken spielen, vielleicht irgendwie schummeln und es irgendwie noch extra schwer machen. Nein, nein, nein, nein, nein. Gott möchte doch, dass wir ihn finden. Jesaja 45 und dort Vers 19. Jesaja 45, Vers 19. Gott sagt: „Ich habe nicht im Verborgenen geredet, in einem dunklen Winkel der Erde. Ich habe zu dem Samen Jakobs nicht gesagt: ‚Sucht mich vergeblich!‘ Ich, der Herr, rede, was recht ist und verkündige, was richtig ist.“ Die Bibel sagt: „Sucht und ihr werdet finden.“ Er hat nicht gesagt: „Sucht mich vergeblich.“ Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der aufrichtig nach Gott gesucht hat und ihn nicht gefunden hätte.

[37:01] Es gibt auf dieser Welt keinen Menschen, der aufrichtig nach Gott gesucht hat und ihn nicht gefunden hätte. Gott sagt: „Sucht und ihr werdet finden, denn jeder, der sucht, findet auch.“ Es liegt nur daran, dass wir oft einfach nicht suchen, dass wir einfach uns mit dem Status quo zufrieden geben, dass wir einfach bleiben wollen, wie wir sind, wo wir sind, was wir sind und kein Verlangen verspüren nach dem Besseren, was Gott uns geben möchte.

[37:39] Niemand sucht Gott vergeblich, der von Herzen sucht. Deswegen sagt Jeremia 29 in

[37:46] dieser berühmten Passage, Jeremia 29 Vers 12 bis 14. Und ihr lesen Vers 11. Gott sagt: „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe.“ Das ist die Grundlage. „Spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ Gott weiß ja, was er möchte. Er möchte, dass es uns gut geht. Er möchte, dass wir eine Hoffnung haben, dass wir eine Zukunft haben, dass wir Frieden haben. Und er sagt: „Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören.“ Und dann sagt er das ganz deutlich: „Ja, ihr werdet mich suchen und finden.“ Und jetzt kommt die Bedingung: „Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet, und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der Herr, und ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen ich euch verstoßen habe“, spricht der Herr, „und ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem ich euch weggeführt habe.“ Gott hat versprochen: Wenn wir ihn suchen von ganzem Herzen, lässt er sich finden.

[38:50] Warum? Weil er ohnehin das Beste für uns will.

[38:58] Gott ist nicht so verärgert, dass, wenn wir ihn finden möchten, er sagt: „Ich will mich gar nicht finden lassen.“ Gott hofft, dass wir ihn finden. Er macht es uns so einfach wie möglich. Deswegen kann Paulus in Apostelgeschichte 17 folgendes sagen. Er sagt in Apostelgeschichte 17 und dort in Vers 26 und 27: „Und er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen und hat ihnen voraus verordnete Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt, damit sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl umhertastend wahrnehmen und finden möchten. Und doch ist er ja jedem Einzelnen von uns nicht ferne.“ Weiß nicht, ob du das Kinderspiel Topfschlagen kennst, das man früher bei Kindergeburtstagen gespielt hat, wo einer dann so die Augen verbunden bekommt und dann muss er mit so einer Kelle blind umherschlagen, bis er irgendwo den Topf gefunden hat.

[40:05] Und bei Kindergeburtstagen, da kann man schon manchmal Gemeinheiten erleben, dann wird der Topf vielleicht irgendwo in der letzten Ecke unter einem Bett versteckt oder so, wo man in 100 Jahren nicht hinkommen würde. Aber so ist Gott nicht. Gott versteckt sich nicht in der letzten Ecke und denkt sich: „Na ja, mal sehen, ob irgendeiner die Ausdauer hat, nach 30 Stunden Klopfen mich jetzt irgendwann mal hier zu finden oder nach 300 Jahren.“

[40:34] Er sagt jetzt mit meinen Worten, dass der Topf ganz nah ist. Wir müssten einfach nur die Kelle nehmen und mal ernsthaft um uns herum mal wirklich schlagen. Wir würden ihn schnell finden.

[40:45] Lieber Freund, liebe Freunde, wenn du wirklich von Herzen nach einer Beziehung zu Jesus dich sehnst, klopf einfach mal. Klopf und sag: „Herr, wo bist du? Ich möchte dich kennenlernen. Nimm mal die Bibel und lies mal nicht einfach nur aus Pflichtgefühl, sondern um wirklich zu suchen. Such mal Gott. Such ihn in den Psalmen, in Jeremia, in Offenbarung, in den Evangelien, wo auch immer, such ihn, und er wird sich dir offenbaren. Nicht erst nach 30 Jahren Studium, sondern sehr bald. Sehr bald. Diese Erfahrung habe ich gemacht, und ich wünschte mir, mehr würden diese Erfahrung machen, sie einfach mal klopfen und suchen und finden und nicht immer nur darauf sich verlassen, was andere gesagt haben und andere erklärt haben, sondern dass sie selbst Gott finden. Und das kann ich nicht für dich tun, lieber Freund, liebe Freundin. Und das kannst du nicht erleben, indem du einfach ein Video anschaust. Das kannst du nur erleben, indem du von Herzen Gott suchst und sagst: „Herr, ich möchte dich kennenlernen, möchte wissen, wie du bist.“ Und ja, ein Video kann helfen, das ist keine Frage, aber wir wollen selbst suchen und selbst wissen, was er gesprochen hat und wollen zuhören, uns interessieren, und dann werden wir merken, wie er durch seinen Heiligen Geist zu meinem und zu deinem Herzen spricht.

[42:04] Lasst uns das jetzt tun, solange noch die Gelegenheit dazu besteht. So fordert uns Jesaja auf. Jesaja 55, Vers 6 und 7: „Sucht den Herrn, solange er zu finden ist! Ruft ihn an, während er nah ist!“ Solange der Topf noch da ist. Schlag zu, such, finde ihn! Es kommt die Zeit, wenn die Gnadenzeit vorbei ist, wo Gott nicht mehr in dieser Form zu finden ist. „Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken, und der kehre um zu dem Herrn. So wird er sich über ihn erbarmen und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“ Vielleicht denkst du: „Ich bin nicht gut genug.“ Nein, komm zu Gott. Vielleicht denkst du: „Ich muss jetzt lassen, das ändern.“ Nein, komm zu Gott. Verlass einfach deinen Weg. Verlass deine Gedanken. Komm zu Gott. Er wird dir vergeben. Und wenn du denkst: „Mir kann nicht vergeben werden“, höre auf den nächsten Vers. Vers 8: „Denn meine Gedanken“, sagt Gott, „sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege.“ Wenn du denkst: „Dir kann nicht vergeben werden“, wisse, sagt Gott: „Ich habe andere Wege, die du nicht kennst.“ Vers 9: „Sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Wenn du denkst: „Ist alles vorbei“, fängt Gott erst an. Wenn du denkst: „Das ist nichts mehr möglich“, dann beginnt Gott erst richtig loszulegen, weil Gott dir helfen will.

[43:36] Er will es. Glaub es ihm einfach. Suche ihn. Klopfe, taste. Du wirst ihn finden, und du wirst wissen, dass dieses Buch kein Märchenbuch ist, sondern die Stimme Gottes zu deinem Herzen spricht.

[44:23] Amos 5, Vers 4 bis 6. „Denn so spricht der Herr zum Haus Israel: ‚Sucht mich, so werdet ihr leben! Und sucht nicht Betel auf und geht nicht nach Gilgal und zieht nicht hinüber nach Beerscheba, denn Gilgal wird in die Gefangenschaft wandern, und Betel wird zum Unheilshaus werden. Sucht den Herrn, so werdet ihr leben!‘“ Gott sagt ganz deutlich: „Mach nicht weiter so mit dem Götzendienst, mit den Kompromissen, mit dem halbherzigen Gottesdienst, so wie es die Israeliten getan haben, die so eine Mischung aus Wahrheit und Irrtum praktiziert haben – immer mehr Irrtum als Wahrheit – und dachten, das würde Gott gefallen.“ Er sagt: „Geht nicht mehr dahin zu den goldenen Kälbern. Geht nicht mehr dorthin, wo ihr immer hingeht, sondern geht zu Gott. Sucht Gott selbst, und ihr werdet leben.“

[45:28] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du anklopfst, öffnet Gott dir die Tür. Wenn du ihn bittest um Vergebung deiner Sünden, um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, wenn du ihn bittest um Buße, dass es überhaupt erstmal leidtut, er wird es dir geben, denn es ist sein Wunsch, dass du Buße hast. Es ist sein Wunsch, dass dir vergeben wird. Es ist sein Wunsch, dass du erfüllt bist mit dem Heiligen Geist. Wenn du um Kraft bittest, gehorsam zu sein, dann ist es doch sein Wunsch.

[46:04] Wenn wir Gottes Willen erkennen und darum bitten, wird er uns das geben. Wenn wir ihn suchen von Herzen, dann werden wir ihn finden. Und weil er das Leben ist, werden auch wir leben. Weil er das Licht des Lebens für uns ist. Weil er für uns gestorben ist und auferstanden ist und ewig lebt, um für uns einzutreten, werden wir leben. Lieber Freund, liebe Freundin, lass dieses Video nicht vorbeigehen, ohne die Entscheidung zu fällen. Wenn du es noch nicht getan hast oder es lange her ist und es in Vergessenheit geraten ist, triff heute die Entscheidung: „Ich möchte Gott suchen von meinem ganzen Herzen. Ich möchte wissen, dass er mein Erlöser ist, dass meine Sünde vergeben ist, dass er mich als ein Kind adoptiert hat, dass ich zu ihm gehöre. Ich möchte wissen, dass er mir die Kraft schenkt, seinen Willen zu tun, dass er das Beste für mich möchte. Ich möchte wissen, dass ich das ewige Leben habe im Glauben an Jesus, der für mich gestorben ist.“ Ist das dein Wunsch, dann klopfe heute an, denn jeder, der anklopft, dem wird aufgetan, und jeder, der sucht, wird finden, und jeder, der bittet, wird empfangen. Auch du. Wir wollen noch gemeinsam beten. Lass uns gemeinsam niederknien.

[48:04] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass du mich und uns neu ermutigt hast, herausgefordert hast, aufgefordert hast, wirklich von Herzen zu suchen und zu bitten. Und Herr, das wollen wir heute tun, was immer unser Anliegen ist. Sei es, dass wir um Vergebung der Sünden bitten, dass wir vielleicht erst einmal überhaupt bitten, dass es uns leidtut, dass wir um Erfüllung mit dem Heiligen Geist bitten, dass wir wissen dürfen, was immer wir bitten in deinem Namen. In dem Glauben, dass du deine Verheißung wahr machst, dürfen wir wissen, dass wir es haben. Wir müssen nicht einfach nur hoffen, dass es hoffentlich eventuell so sein würde, sondern wir dürfen wissen, dass, wenn wir aufrichtig um Vergebung bitten, wir diese Vergebung jetzt haben, denn du hast sie am Kreuz schon möglich gemacht und wendest sie so gerne auf uns jetzt an, denn deine Wege sind höher als unsere Wege. Deine Gedanken sind höher als unsere Gedanken. Und wenn wir denken, uns kann nicht geholfen werden, dann bist du noch lange nicht am Ende. Du fängst gerade an, uns die unfassbaren Wunder deiner Gnade zu zeigen. Herr, ich möchte von Herzen danken, dass ich das in meinem Leben so oft erleben durfte und dass du heute auch zu uns gesprochen hast.

[49:33] durfte und dass du heute auch zu Menschen sprichst, auch in den letzten Minuten.

[49:38] Und dass wir, wenn wir heute diese Entscheidung fällen, wissen dürfen, dass wir deine Kinder sind.

[49:45] Das bitten wir im Namen Jesu, der für uns eintritt jetzt.

[49:50] Amen.


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