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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp Jesu Worte aus Lukas 12:4-5, die seine Jünger ermutigen, sich nicht vor menschlicher Verfolgung zu fürchten, sondern Gott allein. Er erklärt, dass wahre Gottesfurcht kein Gefühl der Angst ist, sondern tiefes Vertrauen und eine Freundschaft, die sich in Gehorsam und der Bereitschaft zeigt, für die göttliche Wahrheit einzustehen. Anhand biblischer Beispiele wie Abraham, Daniel und Paulus wird verdeutlicht, dass diese Freundschaft die Macht hat, selbst den größten Widerstand zu überwinden und ewiges Leben zu sichern. Die Botschaft ist eine universelle Einladung Jesu, seine Freunde zu sein.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid, eingeschaltet habt zu einer weiteren Folge, in der wir das Leben, das Wirken und die Worte unseres Erlösers, unseres Freundes, unseres Königs Jesus Christus gemeinsam unter die Lupe nehmen wollen, studieren wollen. Und heute sind wir wieder in Lukas 12, wollen einige weitere Verse anschauen von dem, was Jesus dort so Wichtiges für uns gesagt hat. Bevor wir damit beginnen, möchten wir nach guter Gewohnheit ein Gebet sprechen. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, lade ich dich auch dazu ein.

[1:20] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns lieb hast, dass du für uns da bist und dass wir jetzt aus deinem Wort lernen dürfen und dir zuhören dürfen. Wir möchten bitten, möchten dich bitten, dass du die Kraft deines Heiligen Geistes unser Herz erreichst, dass du zu uns sprichst, dass du uns ermutigst und stärkst, dass die Worte, die wir lesen, die Kraft entfalten, die du in sie hineingelegt hast. Herr, gib, dass wir uns gedanklich ganz auf dich konzentrieren können und dass wir neuen Mut und neue Hoffnung schöpfen dürfen. Danke, dass du uns bis hierhin geführt hast und dass du uns heute erneut zeigen möchtest, wie sehr du dich um uns kümmerst.

[2:17] Herr, sei du jetzt unser Lehrer. Hab Dank dafür. Amen.

[2:25] Wir sind in Lukas Kapitel 12 und wir lesen ab Vers 4. Lukas 12 und dort Vers 4. Jesus sagt: "Ich sage aber euch, meinen Freunden, fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts Weiteres tun können."

[2:46] Jesus nennt sie seine Freunde. Wir haben in Vers 1 gelesen, dass er begann, zu seinen Jüngern zu sprechen. Jesus hatte zuvor, das haben wir uns einige Wochen angeschaut, in Lukas 11 am Ende ein Gespräch mit den, wenn man es Gespräch nennen kann, mit den Pharisäern und den Schriftgelehrten. Als dann das Volk zu Tausenden sich gesammelt hatte, hatte Jesus danach zu den Jüngern gesprochen und sie gewarnt vor dem Sauerteig der Heuchelei, dem Sauerteig der Pharisäer. Er spricht jetzt weiter zu ihnen und offensichtlich sind viele Menschen da, die das hören. Er sagt: "Ich sage aber zu euch, meinen Freunden."

[3:35] Jesus sehnt sich nach Freunden. Menschen, die nicht einfach ihn ausfragen, abfragen, auflauern, dass er irgendetwas Falsches sagt, so wie es die Pharisäer waren, die ihn nicht ins Kreuzverhör nehmen und irgendwie versuchen, ihm etwas nachzuweisen, was man gegen ihn verwenden könnte. Er sehnt sich nach Freunden.

[4:03] Schon im Alten Testament lernen wir, dass Menschen, die Gott sehr nahe gewesen sind, von ihm als Freunde bezeichnet worden sind. In Jesaja 41 und dort Vers 8 heißt es in Jesaja 41, Vers 8: "Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, mein Auserwählter, du Same Abrahams, meines Freundes."

[4:33] Die Idee, dass Gott Freundschaft mit Menschen schließen möchte, ist keine neutestamentliche Idee, die Jesus hier neu erfindet. Es ist eine zutiefst göttliche Idee, die schon immer in der Bibel aktuell ist. Die Bibel nennt Abraham einen Freund Gottes. Im Neuen Testament wird das bestätigt in Jakobus Kapitel 2 und dort Vers 23. Und so erfüllte sich die Schrift, die spricht: "Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet, und er wurde ein Freund Gottes genannt."

[5:09] Was bedeutet es, ein Freund Gottes sein zu können? Können du und ich, können wir Freunde Gottes sein?

[5:22] Hier in Vers 23 von Jakobus 2 wird deutlich, wie es dazu kam, dass man Abraham einen Freund Gottes nannte, dass Gott selbst ihn seinen Freund nannte. Erstens lesen wir in Vers 23: "Er glaubte Gott." Das ist ein Zitat aus 1. Mose Kapitel 15, Vers 6. "Er glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet." Er hatte einen rettenden Glauben, einen Glauben, durch den die Gerechtigkeit Gottes sein Leben bedecken konnte, indem Gott ihm seine Gerechtigkeit zurechnete und verlieh. Er hatte einen Glauben an Gott, der rettend war.

[5:55] Wer das Evangelium annimmt, wer Gott glaubt, Gottes Gerechtigkeit für sich akzeptiert und nicht auf seine eigenen Werke und seine eigene Gerechtigkeit vertraut, der wird ein Freund Gottes. Menschen, die Gott beim Wort nehmen, die ihm glauben, auch wenn er Dinge sagt, die uns menschlich zu groß sind, um sie verstehen zu können. "Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet, und er wurde ein Freund Gottes genannt."

[6:25] In Vers 23 geht es aber los mit: "Und so erfüllte sich die Schrift, die spricht." Das heißt, diese Aussage, dass Abraham glaubte, die wird jetzt durch eine Handlung bewiesen, die vorher beschrieben wird in Vers 21 und 22. "Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbot? Siehst du, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde?"

[6:54] Abraham hat nicht nur gesagt, dass er glaubt, er hat wirklich geglaubt, sodass auch sein Handeln, sein Tun vom Glauben geprägt war. Seine Werke, wie hier in 1. Mose 22, als er – Verzeihung – als er Isaak auf den Altar legte, seine Werke waren Ausdruck seines Glaubens. Die Werke bewiesen, dass er echten Glauben hat. Es gibt viele Menschen, die sagen, dass sie an Gott glauben, aber sie handeln nicht so. Sie glauben Gott nicht, wenn er Dinge sagt, die ihnen vielleicht ins Herz schneiden, Dinge, die ihnen unangenehm sind. Gott spricht ja manchmal Dinge, die wir nicht verstehen können, Dinge, die uns zu hoch erscheinen, Dinge, die wir nicht einordnen können. Wenn wir Gott trotzdem vertrauen, dann beweist das, dass wir echten Glauben haben.

[7:47] Abraham war ein Freund Gottes, nicht weil er ein Bekenntnis ablegte, sondern weil er selbst in den größten Krisenmomenten Gott an die erste Stelle setzte.

[8:04] 1. Mose 22, in der Geschichte, die hier von Jakobus angesprochen wird, heißt es in Vers 12: "Als Gott dann dem Abraham Einhalt gebietet, dass er seinen Sohn nicht wirklich opfern soll, da heißt es in Vers 11: 'Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu und sprach: Abraham, Abraham!' Und er antwortete: 'Hier bin ich.' Er sprach: 'Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast, um meinetwillen.'"

[8:38] Wir lernen, dass Abraham ein Freund Gottes war. Wir lernen in Jakobus 2, dass er ein Freund Gottes war, weil er Gott geglaubt hat und ihm das zur Gerechtigkeit gerechnet wurde. Und wir lernen in Jakobus 2, dass sich das erfüllte, als er sogar bereit war im Glauben, diese Tat zu tun, seinen Sohn Isaak bereit war zu geben, als er bereit war zu gehen und anzubeten, wie es in Vers 5 heißt. Diese Werke bewiesen seinen Glauben. Und in 1. Mose 22, Vers 12 heißt es dann, als sich hier in 1. Mose 22 sein Glaube in Werken beweist, als er sozusagen Freund Gottes in Aktion ist, da heißt es: "Denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest."

[9:30] Wäre es zu weit gedacht zu sagen, dass diese Geschichte beweist, dass Gott zu fürchten bedeutet, wirklich sein bester Freund zu sein, ihn an die erste Stelle zu setzen? Wenn wir im ewigen Evangelium in Offenbarung 14, Vers 6 und 7 gleich zu Beginn lesen: "Fürchtet Gott!", dann ist das eigentlich eine Freundschaftsanfrage.

[10:00] Und so verstehen wir, wie Jesus in Johannes Kapitel 15 seinen Jüngern erklärt, woran man echte Freunde Gottes erkennt. Echte Freunde Jesu. Johannes 15, Vers 14: "Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete." Nein, das meint nicht, dass wir durch unseren Gehorsam irgendwie seine Zuneigung erobern könnten, denn sie ist schon längst da. Gottes Liebe hat er bewiesen, als Jesus am Kreuz starb, als wir noch Sünder waren, als wir noch Feinde waren. Wir können durch Gehorsam nicht Liebe in dem Herzen von Jesus erwecken. Die Liebe ist schon da. Es ist eine ewige Liebe, die an uns zieht. Jeremia 31, Vers 3. Aber echte Freundschaft beweist sich ja nicht in den Worten, sondern im Tun. Echte Freundschaft beweist sich in dem, was man macht.

[10:50] Dass Abraham ein Freund Gottes war, beweist sich, dass er bereit war, sogar in 1. Mose 22 das Liebste, was er hat, auf den Altar zu legen. Ein Freund Gottes. Und so sagt Jesus: "Echte Freunde, die werden bereit sein, auch seinen Worten so zu glauben, dass sie das auch tun, was er gebietet."

[11:15] Jesus spricht zu seinen Freunden, zu denen, die ihm glauben, denen, die alles zurückgelassen haben, als er sie gerufen hat am See Genezareth, seine Freunde, die an ihm festhalten, auch wenn sie vieles nicht verstehen können. Seine Freunde, die ihn mögen, die ihre Kraft und Energie einsetzen für die Verbreitung seiner Botschaft.

[11:41] Er sagt in Lukas 12, Vers 4: "Ich sage aber euch, meinen Freunden." Jesus hat eine Botschaft an alle, die ihm als Freunde dienen und seine Freunde sind.

[11:58] Er sagt: "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts Weiteres tun können." Er hatte ja schon in Vers 1 sie gewarnt vor dem Sauerteig der Pharisäer. Er hatte ihnen versucht deutlich zu machen: Selbst jetzt zu diesem Zeitpunkt glaubten auch seine Jünger immer noch, dass die Pharisäer letztlich doch eine ganz große, wichtige Gruppe seien, die doch theologisch letztlich auch zu berücksichtigen sei. Jesus versucht ihnen deutlich zu machen, dass das nur äußere Fassade ist. Die Strafrede gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten hat das ja deutlich gemacht.

[13:20] Jesus bereitet sie in gewisser Weise. Er bereitet sie auf die schweren Verfolgungen vor. Er selbst steht vor der größten überhaupt. Und das ist eine Parallele zu dem, was wir in Matthäus Kapitel 10 haben. Als Jesus über ein Jahr zuvor seine Jünger zum ersten Mal alleine ausgesandt hatte, zu zweit auf diese erste große Missionsreise, und er sie ausgebildet hat, ihnen Ratschläge mitgegeben hatte, da hat er auch von der kommenden Verfolgung gesprochen und seine Jünger aufgefordert, sich nicht zu fürchten.

[14:08] In Matthäus 10 und dort ab Vers 26 lesen wir: "So fürchtet euch nun nicht vor ihnen, denn es ist nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und nichts verborgen, dass man nicht erfahren wird." Und wir merken, das ist genau das, was wir in Lukas Kapitel 12, Vers 2 gehabt haben. In Vers 1 war die Warnung vor den Pharisäern, ihrer Heuchelei. Und dann kam genau dieser Gedanke: "Es ist nichts verborgen, was nicht aufgedeckt wird, nichts, was nicht auch erfahren wird." Und dann Vers 27, wir haben letztes Mal darauf hingewiesen, dass hier ebenfalls eine große Parallele besteht zwischen Lukas 12, Vers 3 und Matthäus 10, Vers 27. Auch wenn die Nuance ein bisschen anders ist: "Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht, und was ihr ins Ohr hört, das verkündigt auf den Dächern." Ohne Frage ist Jesus in Lukas 12 jetzt dabei, diese Gedanken hier aus Matthäus 10 zu wiederholen.

[15:06] Was in Matthäus 10 schon dabei stand, was bisher in Lukas 12, Vers 2 und 3 nicht stand, das ist das, was wir am Anfang von Matthäus 10, Vers 26 lesen: "So fürchtet euch nun nicht vor ihnen." Alles das, was hier in Vers 26 und 27 gesagt ist, was also auch in Lukas 12, Vers 2 und 3 gedacht wird, steht unter diesem Generalmotto: "Fürchtet euch nicht vor ihnen."

[15:31] Habt keine übermäßige Angst vor den Pharisäern und den Schriftgelehrten, dem Sanhedrin, all denen, die Verfolgung auslösen können, die einen enormen Druck ausüben können. Und die Wahrheit ist, wir alle haben in unserem Leben schon erlebt, dass es Situationen gibt, wo Menschen in Machtposition, sei es in der Politik oder sei es in der Gemeinde, Druck ausüben können und man sich die Frage stellt: "Soll ich jetzt etwas sagen oder habe ich dann Probleme? Soll ich lieber ruhig sein?" Aber Jesus ermutigt seine Jünger, für die Wahrheit einzustehen, das Evangelium zu bekennen, selbst wenn die Predigt des Evangeliums – wohlgemerkt, nicht irgendwelche Spezialtheorien – sondern selbst wenn die Predigt des Evangeliums zur Verfolgung führt, er sagt: "Fürchtet euch nicht. Maximal können sie euer irdisches Leben nehmen."

[16:29] Vers 28 in Matthäus 10: "Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen. Fürchtet viel mehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle."

[16:42] Jesus hatte diese Gedanken, wie gesagt, schon in Matthäus 10 gesagt, jetzt kommen sie in Lukas 12 noch einmal. Er sagt in Vers 4: "Ich sage aber euch, meinen Freunden, fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts Weiteres tun können."

[17:02] Immer wieder finden wir in der Bibel Gottes Ermutigung an seine Boten, die in schwieriger Zeit göttliche Wahrheit ohne Kompromisse predigen sollen. Wir finden immer wieder die Ermutigung, sich nicht einschüchtern zu lassen. Denken wir an den Propheten Jeremia, der als junger Mann, vielleicht als Jugendlicher, einen Auftrag erhält, der wirklich sehr einschüchternd hätte wirken können, nämlich dem Volk Gottes entgegenzutreten und dessen Sünden und Abfall zu tadeln. In Jeremia 1, Vers 8 lesen wir, wie Gott ihn gleich am Anfang ermutigt: "Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin mit dir, um dich zu erretten, spricht der Herr." Jeremia soll keine Angst haben vor der Opposition.

[17:50] Das Gleiche finden wir auch im Fall von Hesekiel, der dann in Babylon zum Propheten berufen wird in Hesekiel Kapitel 2 und dort Vers 6: "Du aber, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen und fürchte dich auch nicht vor ihren Worten, wenn sie auch wie Disteln und Dornen gegen dich sind und du unter Skorpionen wohnst." Disteln und Dornen sind ein Bild für die Sünde, seit 1. Mose Kapitel 3. "Fürchte dich nicht vor ihren Worten und erschrick nicht vor ihrem Angesicht." Hesekiel soll nicht die Menschen fürchten. Er soll nicht ihre Worte fürchten. Er soll nicht mal ihre Blicke fürchten, denn sie sind ein widerspenstiges Haus, sagt hier Gott zu Hesekiel.

[18:29] Gott weiß ganz genau, dass wenn er spezielle Botschaften in diese Welt bringt, dass die Widerstand erleiden werden. Er weiß es. Es war schon immer so. Seit den Tagen von Abel wird der Wahrheit Widerstand entgegengebracht. Es wird auch in unserer Zeit so sein.

[18:51] Jeremia, Hesekiel sind nur zwei Beispiele und sie zeigen, dass das, was Jesus in Lukas 12 sagt, dass das etwas ist, was Gott schon durch die gesamte Bibel hindurch sagt. Jesus wiederholt im Grunde genommen eine alttestamentliche Verheißung.

[19:23] Paulus hat dieses Prinzip, sich nicht zu fürchten, verinnerlicht. In Apostelgeschichte 20 und dort Vers 24, da sagt er den Ältesten von Ephesus: "Aber auf all das nehme ich keine Rücksicht. Mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen."

[19:54] Paulus sagt: "Mir ist die Verkündigung des Evangeliums wichtiger als mein eigenes Leben, denn die, die mir das Leben nehmen wollen, so wie Jesus es sagt, können mir vielleicht das Leben nehmen, aber dann ist ihre Macht vorbei." Aber der, dem ich diene, dessen Botschaft ich in die Welt trage, der kann mir ewiges Leben geben.

[20:20] Das Gleiche hat ja schon Abraham geglaubt, dass Gott den Isaak wieder auferwecken kann. Wer Gott zum Freund hat und für Gott spricht, der weiß, dass Gott für ihn sorgen wird.

[20:42] Wir spüren etwas von diesem Geist, von diesem Gedanken in der Antwort, die die drei Freunde Daniels in Daniel 3 geben. Sie sagen dem erzürnten König Nebukadnezzar dem Zweiten – Nebukadnezzar – sie sagen ihm in Vers 16 und 17 von Kapitel 3: "Schadrach, Meschach und Abed-Nego antworteten und sprachen zum König Nebukadnezzar: 'Wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern. Wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, oh König. Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisst, oh König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast.'"

[21:25] Nebukadnezzar hatte mit Angst gearbeitet: "Wenn ihr das nicht tut, was ich sage, werdet ihr sterben." Aber hier waren drei, die zwar die Worte von Jesus aus Lukas 12 in diesem Wortlaut noch nicht gehört hatten, aber dieses Prinzip kannten, die es aus dem Alten Testament kannten und die glaubten, dass das Schlimmste, was ihnen passieren kann, das irdische Leben zu verlieren, aber Nebukadnezzar kann ihnen nicht mehr antun. Das ewige Leben kann er ihnen nicht nehmen.

[21:59] Und als besonderen Lohn für ihren Glauben treffen sie im Feuer denjenigen, der später, Jahrhunderte später, seinen Jüngern sagen wird: "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten können. Fürchtet euch nicht." Die drei Freunde von Daniel haben diesen Glauben exemplarisch ausgelebt.

[22:19] Das Neue Testament zeigt, dass es nicht nur auf einzelne Glaubenshelden, die mit Namen bekannt sind, beschränkt ist. Paulus ermutigt die Gläubigen in Philipper Kapitel 1 und dort Vers 28: "Und euch in keiner Weise einschüchtern lasst von den Widersachern, was für sie ein Anzeichen des Verderbens, für euch aber der Errettung ist, und zwar von Gott." Lasst euch nicht einschüchtern.

[22:47] Das hat nichts damit zu tun, dass man einfach nur ein mutiger Typ ist, sondern dass man Gott kennt. Jesus spricht zu seinen Freunden. Wer aus eigener Kraft das Evangelium weitergeben möchte, der wird überwältigt werden vom Widerstand. Wer in eigener Kraft losrennt, in eigener Kraft Gott gefallen will, der wird überwältigt sein von den Hindernissen, die der Satan auf den Weg aufstellt.

[23:21] Wer in eigener Kraft losgeht, der hat nur sein eigenes Leben. Aber wer in der Kraft Gottes geht, der hat nicht nur sein eigenes Leben, der hat das ewige Leben, das ihm verheißen ist. Und er kann auch sein eigenes Leben auf den Altar legen. Wer in der Kraft Gottes geht als ein Freund Gottes, hat mehr als sein eigenes Leben.

[23:50] Und der Druckmechanismus, den der Satan anwendet, um Menschen auf Linie zu bringen für sich – "Ich nehme dir dein Leben" – der verliert seine Kraft. Wahrer Mut, wahrer christlicher Mut, für die Wahrheit einzustehen, ist nur möglich, oder ist nur dann gegeben, wenn man ein echter Freund Gottes ist.

[24:18] 1. Petrus Kapitel 3 und dort Vers 14. 1. Petrus 3, Vers 14: "Doch wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr. Ihr Drohen aber fürchtet nicht und lasst euch nicht beunruhigen." Die Bibel sagt nicht, dass wir nicht Widerstand erleiden. Jeremia wurde angegriffen. Hesekiel hat Widerstand erlebt. Jesus wurde verfolgt. Die Jünger wurden gejagt. Die drei Freunde von Daniel ins Feuer geworfen. Aber sie alle bezeugen, dass Gott sie hindurchgetragen hat, dass sie nicht dem Druck nachgeben mussten.

[25:01] "Fürchtet euch nicht. Lasst euch nicht beunruhigen." Petrus geht so weit und sagt: "Wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen" – ja, nicht weil wir uns irgendwie so widerspenstig verhalten, sondern wegen der Gerechtigkeit – "wenn ihr auch leiden solltet", er sagt: "Glückselig seid ihr."

[25:20] Jesus spricht zu seinen Freunden. Und so finden wir in der Offenbarung besonders bei der Gemeinde, oder den sieben Sendschreiben, die in besonderer Weise Verfolgung erlebt wie keine andere, die Gemeinde Smyrna, wo das das große Thema in diesen Versen ist, die ihr gewidmet sind. Offenbarung 2 und dort Vers 10. Dort finden wir genau denselben Gedanken: "Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod. Ja, es kann sein, dass man als Gläubiger sogar sein Leben verliert, aber sei getreu bis in den Tod. So werde ich dir die Krone des Lebens geben."

[26:12] Wer sein Leben verliert für Christus, der wird es gewinnen.

[26:22] Zurück zu Lukas Kapitel 12. Jesus hatte gesagt zu seinen Freunden: "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts Weiteres tun können. Ich will euch aber zeigen", sagt er jetzt in Vers 5, "Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt. Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen." "Ja, ich sage euch, den fürchtet."

[26:58] In Vers 4 sagt Jesus, wen wir nicht fürchten sollen. In Vers 5 sagt uns Jesus, er sagt es seinen Freunden, wen wir fürchten sollen. Es gibt eine Aufforderung. Wir sollen jemanden fürchten.

[27:21] Das Wort "zeigen", das hier verwendet wird, meint, dass man etwas sozusagen so zeigt, dass es unter den Augen der Zuhörer, Zuschauer sozusagen anschaulich wird, so als wenn man quasi als Lehrer seinen Schülern etwas zeigen will und sagt: "Kommt mal alle nach vorne, schaut euch mal das hier an, schaut da mal drauf hin." Und während die Schüler alle sich dann um den Lehrer postieren und hinschauen, der Lehrer jetzt etwas erklärt, etwas ganz deutlich macht. So sagt Jesus: "Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt. Fürchtet euch nicht vor denen, vor den Pharisäern, den Sadduzäern, den Schriftgelehrten, den hohen Autoritäten, dem Sanhedrin. Fürchtet euch nicht vor ihnen, selbst wenn sie euch mit dem Tod bedrohen. Kommt her, ich will euch zeigen, meine Freunde. Kommt her, ich will euch zeigen, wen ihr wirklich fürchten sollt."

[28:18] Er sagt: "Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen."

[28:29] Das ewige Evangelium beginnt genau mit dieser Aufforderung von Jesus, Gott zu fürchten. "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Man kann also mit aller Berechtigung sagen, Jesus predigt hier direkt wörtlich die erste Engelsbotschaft: "Fürchtet ihn."

[28:55] Was ist mit dieser Furcht gemeint, von der Jesus seinen eigenen Freunden sagt, dass sie die haben sollten? Er sagt: "Ihr fürchtet ihn." Sprüche Kapitel 14 und dort Vers 26.

[29:12] Sprüche 14, Vers 26: "In der Furcht des Herrn liegt starkes Vertrauen. Er wird auch seinen Kindern eine Zuflucht sein." Diejenigen, die Gott fürchten, haben eine starke, feste Zuversicht. Die drei Freunde von Daniel sind das beste Beispiel dafür und ein gutes Beispiel dafür. Weil sie Gott gefürchtet haben, scheuen sie sich nicht einmal vor den Flammen Babylons.

[29:40] Wer Gott fürchtet, hat vor dem Druck und den Systemen dieser Welt keine Angst mehr. Denn in der Furcht Gottes liegt starkes Vertrauen. Paulus konnte sagen: "Egal wohin ich komme, egal was mir passiert, mein Leben selbst ist mir nicht teuer. Ich habe zuversichtlich gehe ich nach Rom, zuversichtlich gehe ich dorthin, hierhin. Ich weiß, Gott wird für mich kämpfen."

[30:10] In der Furcht des Herrn liegt starkes Vertrauen.

[30:19] Jeremia Kapitel 10 und dort Vers 7. Da finden wir eine interessante Frage. In Jeremia 10, Vers 7 wird gefragt: "Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker?" Hier wird ganz deutlich, das ist keine Sache, die auf Israel, auf Judäa beschränkt ist. Gott ist der König der Völker, denn dir gebührt dies unter allen Weisen der Völker, und in allen ihren Königreichen ist ja keiner wie du.

[30:50] Die Botschaft, dass Gott zu fürchten ist, ist eine universale Botschaft. Das geht so weit, dass in Jeremia Kapitel 10 sogar extra in dieses hebräische Kapitel ein aramäischer Satz eingefügt wird, mittendrin in Vers 11, nämlich wo den Israeliten, die jetzt in Babylon zerstreut sind, gesagt wird, wie sie den Menschen, wo sie jetzt leben, diesen Gedanken deutlich machen sollen. In Vers 11: "So sollt ihr nun zu ihnen sagen: Die Götter, welche weder Himmel noch Erde erschaffen haben, sie werden von der Erde und auch unter dem Himmel verschwinden."

[31:31] Das ganze Kapitel enthält diesen Gedanken, dass Gott zu fürchten etwas ist, das alle Menschen betrifft, das weltweit verkündigt werden soll. Das Volk Gottes soll diesen Gedanken in der Sprache, die damals überall gesprochen wurde, in Aramäisch weitergeben. Es ist kein Zufall, dass es in Offenbarung 14, Vers 6 heißt, dass dieses Evangelium allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen gepredigt werden soll: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre."

[32:02] Diese Frage von Jeremia 10, Vers 7: "Wer sollte dich nicht fürchten, du Gott der Völker, du König der Völker?" – Verzeihung – die wird aufgegriffen in Offenbarung 15 und dort Vers 4: "Wer sollte dich nicht fürchten, oh Herr, und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig. Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten, denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden." Alle Völker werden eingeladen, Gott zu fürchten.

[32:37] Und ganz am Ende hier in Offenbarung 15 werden auch alle Völker das verstehen. Wenn also diese Botschaft, eine Botschaft an die Freunde Jesu ist, "Fürchtet Gott!", wenn diese Botschaft "Fürchtet Gott!" an alle Nationen geht, dann wird deutlich, dass Jesus sich danach sehnt, in allen Nationen, Stämmen und Sprachen Freunde zu haben.

[33:17] Jesus sagt in Lukas 12: "Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen."

[33:26] Die Hölle, die Jesus hier meint, bezieht sich auf das Gericht Gottes. Das haben wir gerade in Offenbarung 15 gesehen. Wenn die Gerichte Gottes, die Plagen, dann fallen, in diesem Kontext wird davon gesprochen: "Wer sollte dich nicht fürchten?"

[33:45] Dass Jesus mit der Hölle das Endgericht meint, im Zusammenhang mit der Wiederkunft und dann nach den 1000 Jahren, wird deutlich in Matthäus Kapitel 25. Dort heißt es nämlich ab Vers 31: "Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet." Dann Vers 41, dann nach der Wiederkunft, dann wird er auch denen zur Linken sagen: "Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist." Die Ungläubigen kommen in das Feuer dann nach der Wiederkunft.

[34:38] Die Bibel beschreibt das in Offenbarung 20. Die beschreibt, wie in Offenbarung 20 die Ungläubigen auferstehen werden durch die Stimme Jesu in Vers 7 – Offenbarung 20, Vers 7. Und wenn die 1000 – ich lese ab Vers 6: "Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung. Über dieser hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1000 Jahre. Und wenn die 1000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden. Er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie Sand am Meer ist. Und sie zogen herauf auf die Fläche des Landes und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie."

[35:28] Feuer vom Himmel. Die Hölle, die Jesus meint in Lukas 12, ist keine jetzt brennende Hölle irgendwo im Universum, sondern das Feuer, das von Gott aus dem Himmel auf die Ungläubigen nach den 1000 Jahren fällt. Das ist das, was in Matthäus 25 gemeint ist, was in Offenbarung 20 beschrieben wird, was an anderen Stellen der Bibel ausgeführt wird und was Jesus in Lukas 12 vor Augen hat, wenn er sagt: "Fürchtet den, der die Macht hat, in die Hölle zu werfen."

[35:57] Menschen können uns damit bedrohen, unser Leben zu nehmen. Aber wenn wir gegen Gott sündigen und gegen ihn rebellieren, verlieren wir unser ewiges Leben. Und Jesus sagt: "Meine Freunde, hört mir zu. Habt keine Angst vor denen, die Druck machen, die euch versuchen, in die Enge zu treiben, die euch versuchen zu manipulieren und die versuchen, euch mit Angst und Schrecken zum Sündigen zu bringen. Habt keine Angst vor ihnen. Fürchtet viel mehr den, der euch das ewige Leben verwehren kann, wenn ihr gegen ihn rebelliert. Fürchtet den, der eure Existenz auslöschen kann und wird, wenn ihr in der Sünde verharrt."

[36:43] Und so betont er noch einmal hier in Vers 5: "Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt. Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, den fürchtet." Man kann es nicht deutlicher machen. Jesus versucht seinen Jüngern als seinen Freunden zu sagen: "Ich bitte euch, fürchtet Gott."

[37:02] Es war so keine Selbstverständlichkeit, dass wenn man ein Jünger Jesu ist, ja natürlich irgendwie Gott fürchtet. Jesus sagt ihnen hier kurz vor der Kreuzigung, er sagt ihnen: "Ich bitte euch, ich zeige es euch. Glaubt mir, hört mir zu." Er sagt es ja mehrmals: "Fürchtet Gott."

[37:24] Wir haben schon gesehen, das ist in 1. Mose 22. Wir lesen vielleicht noch einmal. Jesus selbst in Vers 12 sagt: "Er sprach: 'Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest.'"

[37:43] Abraham stand dort nicht zitternd vor Gott und hatte Angst und war sich unsicher, was Gott jetzt tun würde. Die Furcht Gottes bestand im Leben Abrahams darin, Gott so sehr zu glauben, dass er bereit war, seine eigenen Gefühle, seine Pläne, im Grunde genommen sein Leben, das Leben seines geliebten Sohnes, auf den Altar zu legen, im Vertrauen darauf, dass Gott ihm niemals schaden möchte.

[38:21] Als Ausdruck einer Freundschaft, die so tief geht, dass sie menschliche Berechnung und Emotionen weit übersteigt.

[38:46] Gott wünscht sich solche Freunde. Jesus bittet seine Jünger, dass sie die Freundschaft zu Gott so vertiefen, dass auch der größte Druck von außen sie nicht dazu bringt, von Gott abzufallen. Es ist ja eine Sache, wenn man einem populären Evangelisten, einem Lehrer, ja jemandem folgt und oh, das ist so interessant, so begeisternd. Wenn man plötzlich alleine steht, wenn man plötzlich unter Druck gerät, wenn man plötzlich dafür angegriffen wird, dann zeigt sich, wie tief die Freundschaft zu Gott wirklich gewesen ist.

[39:21] Im Leben von Jesus sehen wir selbst, wie Menschen manchmal ihm folgten, ihn dann aber wieder verließen, so wie die öffentliche Meinung sich plötzlich wendete. Aber es gab Menschen, die sind bei ihm geblieben. Johannes, Petrus, Jakobus, Freunde, Freunde Gottes, Freunde Jesu.

[39:45] Gott sucht solche Freunde. 2. Mose 20. Als Gott seine zehn Gebote dem Volk Israel sagt. Da lesen wir, bevor wir 2. Mose 20 lesen, noch schnell 5. Mose Kapitel 5 und dort Vers 4. Da heißt es hier in Vers 2: "Der Herr, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen. Nicht mit unseren Vätern hat er diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind." Vers 4: "Von Angesicht zu Angesicht hat der Herr auf dem Berg mit euch geredet, mitten aus dem Feuer."

[40:19] Nun sagt 5. Mose Kapitel 4, dass sie keine Gestalt gesehen haben. Sie haben das Angesicht Gottes nicht wirklich gesehen. Warum heißt es also, dass sie mit Gott von Angesicht zu Angesicht gesprochen haben, dass Gott zu ihnen geredet hat von Angesicht zu Angesicht? Das hat eine ganz tiefe Bedeutung. 2. Mose 33 erklärt diese Redewendung. 2. Mose 33, Vers 11: "Und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet."

[40:56] Gott hat die Freundschaft der Israeliten gesucht am Berg Sinai. Und so lesen wir in 2. Mose 20 jetzt Vers 20. Als das Volk sich dann fürchtet – sie fürchten nicht Gott, sie fürchten sich vor Gott, als sie Angst haben und nicht mehr hören wollen – dann sagt Mose zu ihnen, Achtung, 2. Mose 20, Vers 20: "Mose aber sprach zum Volk: 'Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, und damit die Furcht vor ihm, also die Gottesfurcht, euch vor Augen sei.' Warum? Damit ihr nicht sündigt."

[41:36] Gottes Freunde leben aus dem Glauben. Gottes Freunde erhalten Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben. Und Gottes Freunde werden mit Gotteskraft die Sünde überwinden. Denn ihm Gehorsam aus Glauben beweist sich die Freundschaft.

[41:59] Jesus sagt: "Ich sage euch, meinen Freunden, fürchtet Gott." Und wir haben die große Aufgabe, allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen diese Freundschaftseinladung Jesu weiterzuleiten und sie einzuladen und zu sagen: "Fürchtet Gott."

[42:25] Gott möchte, dass wir in seiner Kraft durch Freundschaft mit ihm, im Glauben an ihn, indem wir im Glauben das tun, was er uns sagt, in seiner Kraft die Sünde überwinden, die Bindung zu Satan aufgeben und einen echten Freundschaftsbund mit Gott schließen.

[42:51] Ist Gott dein Freund? Ist Jesus dein Freund? Ist es uns, ist es dir und mir wichtiger, dass wir Gott gehorchen, als Menschen zu Liebe leben?

[43:13] Lass uns heute drüber nachdenken, wie tief unsere Freundschaft zu Gott ist, dass wir bereit sind, auch Spott, Verachtung, Ausgrenzung, Verfolgung zu erleiden, damit wir die Freundschaft mit Gott nicht aufgeben.

[43:39] Niemand wünscht sich Verfolgung. Aber ist unser Wunsch nach Freundschaft mit Gott so stark, dass selbst Verfolgung ihn nicht kaputt machen kann? Wollen wir gemeinsam darum beten, dass Gott in uns diesen Wunsch stärkt, seine Freunde zu sein? Lass uns gemeinsam beten.

[44:06] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort heute zu uns gesprochen hast. Herr, du möchtest so gerne, dass wir deine Freunde sind, und Herr, wir reden zwar oft über dich, aber haben dich auch schon oft enttäuscht, uns nicht wie Freunde verhalten. Lass uns lernen, was es bedeutet, deine echten Freunde zu sein. Herr, das möchte ich dich für mich bitten und für jeden einzelnen, der dieses Video sieht, dass die Welt erkennt, dass es Freunde Gottes gibt, die sich von niemandem einschüchtern lassen, wenn es um die Wahrheit des Evangeliums geht. Herr, schenk uns die Bereitschaft, auch unsere Pläne aufzugeben, so wie Abraham es gehabt hat, durch den Glauben, dass du das Beste für uns willst. Und er wurde Freund Gottes genannt. Das wollen wir in Anspruch nehmen für uns. Hab Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.


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