In dieser Folge von „Der Ersehnte“ ermutigt Christopher Kramp die Zuhörer, sich furchtlos zu Jesus zu bekennen. Anhand von Lukas 12 und Matthäus 10 betont er den unermesslichen Wert jedes Menschen in Gottes Augen, der sogar die Haare auf unserem Haupt zählt. Er erklärt, wie Jesus sich vor den Engeln Gottes zu denen bekennt, die ihn vor den Menschen bekennen, und ruft zur öffentlichen Hingabe auf, inspiriert durch das Beispiel des Petrus.
Der Ersehnte: 258. „vor den Engeln Gottes“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid zu einer weiteren Folge. Wir möchten das Leben von Jesus, seine Worte, seine Gedanken studieren und immer besser kennenlernen. Er ist unser Erlöser, ist unser Freund. Und mir persönlich ist es in den letzten Jahren so gegangen, je mehr ich das Leben von Jesus studiert habe, desto mehr habe ich einfach ihn gern gehabt und lieb gewonnen. Und ich hoffe, das geht euch ganz genauso. Wollen heute ein paar Worte von ihm studieren, die wirklich von großer Bedeutung sind für uns, für uns persönlich, für unseren Alltag, aber auch für die Endzeit. Wir sind in Lukas 12 und wollen dort weiterlesen ab Vers 6. Bevor wir das machen, möchten wir aber in guter Gewohnheit mit einem Gebet starten. Und wenn es dir möglich ist, dann lade ich dich auch ein, gerne zu Hause niederzuknien für dieses Anfangsgebet.
[1:33] Lieber Vater im Himmel, danke, dass deine Treue so groß ist, größer als alles, was wir uns vorstellen können. Herr, wir kommen jetzt einfach im Glauben zu dir, bitten dich, dass du uns echten, wahren Glauben schenkst, dass wir die Worte, die wir lesen, nicht einfach nur so an uns vorbeiziehen, dass wir sie wirklich in unser Herz aufnehmen können. Wir möchten dich bitten, dass du deine Worte in unser Herz hineinschreibst, dass wir sie verinnerlichen, dass das, was du uns sagst, unser Leben verändert. Ich möchte dir danke sagen für deine Kraft, danke sagen für deine Herrlichkeit und deine Güte, für deine Liebe, für deine Vergebung. Wir möchten dich jetzt bitten, dass du unser Lehrer bist. Du hast es versprochen. Wir wollen es in Anspruch nehmen und hab Dank dafür. Segne uns und stärke uns durch dein Wort und ermutige uns, fest bei dir zu bleiben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:39] Lukas Kapitel 12 und dort ab Vers 6. In den Versen vorher haben wir gesehen, wie Jesus seine Jünger gewarnt hatte. Er hatte sie in Vers 1 vor der Heuchelei der Pharisäer gewarnt: "Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer." Er hatte ja vorher in Kapitel 11 mit einer Reihe von Pharisäern zusammen gegessen und ihnen sehr deutlich gezeigt, dass sie einen ganz dramatischen, falschen Weg gehen und mit schlimmen Konsequenzen rechnen müssen, wenn sie sich nicht bekehren.
[3:16] Jesus hat seinen Jüngern deutlich gemacht, dass die Pharisäer zwar äußerlich sehr fromm erschienen, aber innerlich keine Bekehrung hatten und da warnte er sie vor der Heuchelei. Wir haben auch gesehen, wie er dann in Vers 4 und 5 seine Jünger als Freunde bezeichnet und, weil sie seine Freunde sind, ihnen folgenden wichtigen Rat gibt: "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten können." Jesus wusste, dass diejenigen, zu denen die Jünger jetzt noch aufschauten als religiöse Führer, als bedeutende Männer, als große Theologen, er wusste, dass die früher oder später auch die Jünger verfolgen würden. Er wusste, dass nur noch wenige Wochen sind, bis sie ihn verfolgen würden bis zum Tod.
[4:02] Und auch die Jünger würden dann im Laufe der weiteren Ausbreitung des Evangeliums immer wieder mit diesen Schriftgelehrten, dem Sanhedrin und den Pharisäern in Konflikt geraten. Und Jesus wusste, dass seine Jünger, so begeistert die von ihm waren, durchaus in der Gefahr waren, unter Druck einzuknicken. Die Geschichte von Petrus beweist das.
[4:24] Und so gibt er ihnen diesen Rat, dass sie nicht zuerst auf Menschen schauen sollen, sondern zuerst auf Gott, dass sie Gott fürchten sollen, vor dem sie keine Angst haben brauchen, aber der ihr ewiges Leben in der Hand hat. Menschen können allenfalls dieses irdische Leben nehmen, aber das ewige Leben nicht wegnehmen.
[4:43] Und in diesem Kontext macht Jesus uns erneut Mut. Erneut deswegen, weil die Worte, die er hier sagt, eine Wiederholung eines Gedankens ist, den er schon in Matthäus 10 gesagt hat. Aber dazu kommen wir jetzt gleich. Lesen wir erst einmal, was er hier in Lukas 12 sagt.
[5:04] Er stellt die Frage: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei Groschen? Und nicht ein einziger von ihnen ist vor Gott vergessen."
[5:15] "Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht, ihr seid mehr wert als viele Sperlinge." Das war eine besondere Botschaft.
[5:30] Gott sieht in uns einen großen Wert. Aber schauen wir uns genau an, was Jesus hier im Detail sagt. Und es lohnt sich, zu vergleichen mit Matthäus Kapitel 10 und dort ab Vers 29. Auch dort spricht Jesus in dem gleichen Kontext von der Verfolgung, vom Bekennen angesichts der Verfolgung.
[5:54] Er sagt auch dort in Vers 28: "Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen." Und dann stellt er hier in Vers 29 die Frage: "Verkauft man nicht zwei Sperlinge um einen Groschen?" Also, wir haben in Kapitel 10, Vers 29 von Matthäus zwei Sperlinge für einen Groschen. In Lukas 12 allerdings fünf Sperlinge für zwei Groschen. Und das macht uns deutlich, dass Jesus hier nicht einfach nur ganz mechanisch etwas wiederholt hat, sondern er hat denselben Gedanken mit neuen Worten ein bisschen anders formuliert. Es zeigt uns, dass Jesus diesen Gedanken für sehr wichtig erachtete, aber dass jede Wiederholung auch ihm sozusagen, ja, dass er sie individuell gestaltet hat. Er hat nicht einfach nur mechanisch Dinge wiederholt, sondern immer wieder dieselben Gedanken leicht abgewandelt präsentiert.
[6:51] Fünf Sperlinge um zwei Groschen, das ist ungefähr genauso viel wie zwei Sperlinge für einen Groschen. Entweder gibt es vielleicht ab und zu ein Sonderangebot für den fünften Groschen oder es gab auch Preisschwankungen. Zwischen den beiden Kapiteln liegt über ein Jahr. Also, das muss uns nicht weiter irritieren. Es zeigt auf jeden Fall, dass hier zwei verschiedene Aussagen von Jesus vorliegen. Manchmal gibt es ja Theologen, die der Meinung sind, dass diese Aussagen einfach nur von den Evangelisten an verschiedene Orte gestellt worden sind und sie alle dann irgendwie konfus waren, was die Chronologie betrifft. Aber solche Details zeigen uns, Jesus hat viele Dinge mehrmals gesagt und wir haben schon gelernt, dass in seinem Dienst hier in Peräa im Ostjordanland in den Monaten vor der Kreuzigung er viele Dinge wiederholt hat, die er zuvor schon in Galiläa ein Jahr zuvor gesagt hat. Und das macht ja auch Sinn, dass wenn Jesus eine wichtige Botschaft hat, er egal wo er hinkommt, dieselben Dinge auch sagt, sicherlich manchmal etwas anders formuliert, aber dieselben Inhalte präsentiert.
[7:57] Die Botschaft von Jesus verändert sich nicht. Sie ist immer gleich, auch wenn er im Detail vielleicht waren ja auch die Preise in Peräa anders als in Galiläa, das können wir nicht genau sagen. Im Detail mag sich die Botschaft in der Wortwahl manchmal anders anhören, aber sie ist immer dieselbe Botschaft.
[8:15] Zwei Groschen sind nicht wahnsinnig viel. Es ist immer schwierig, die genaue Umrechnung in die heutige Kaufkraft vorzunehmen, aber man könnte ungefähr so von vielleicht etwa 10 € sprechen. Fünf Sperlinge für 10 €.
[8:39] Das ist nicht viel. Da kostet der Sperling so ungefähr 2 €. Und Jesus macht also deutlich: In menschlichen Augen ist der Sperling nicht besonders viel wert. Schon 3 € wären für einen Käufer wahrscheinlich zu viel. Der würde so viel gar nicht ausgeben für einen Sperling.
[9:03] Und doch sagt Jesus hier: "Und nicht ein einziger von ihnen ist vor Gott vergessen." Am Thron Gottes gedenkt man an jeden Sperling, an den Menschen vielleicht achtlos vorbeigehen und denken, das ist ja gar nichts wert.
[9:19] Gott denkt an jeden Sperling, an jeden Vogel, an jedes Tier, an jede Raupe, an jeden Schmetterling. Er kennt sie alle. Niemand, nichts in seiner Schöpfung ist ihm egal. In der Parallelformulierung in Matthäus Kapitel 10 heißt es etwas anders. Vers 29: "Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater." Es heißt nicht, dass Gott der Vater alle Sperlinge vor allem beschützt.
[9:47] Auch Sperlingen passieren schlimme Dinge im Leben. Auch Sperlinge sind Teil dieses großen Kampfes. Sie sind auf dieser sündenbeladenen Erde, aber Gott kennt sie alle. Und es passiert niemals, dass ein Sperling irgendwo zur Erde fällt und Gott es gar nicht mitbekommen hat. Gott vergisst nicht einen einzigen Spatz.
[10:12] Und dann sagt Jesus in Vers 7: "Aber die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht, ihr seid mehr wert als viele Sperlinge." Ich weiß nicht, wie viel Haare du auf dem Kopf hast. Ich weiß es nicht. Wenn ich anfangen würde, sie zu zählen, ich glaube, ich würde mich bald verzählen. Es würde einfach mir nicht gelingen. Aber Gott schätzt nicht ungefähr anhand unseres Volumens und an unserer Kopfgröße, wie viel Haare da wohl ungefähr sein würden. Er weiß die genaue Anzahl unserer Haare. Damit möchte Jesus etwas deutlich machen: Gott kennt uns besser als wir uns selbst. Wir haben oft das Problem, dass wir meinen, uns gut zu kennen und dann erwarten, dass Gott bestimmte Dinge für uns tut, wie wir meinen, dass es gut für uns wäre. Aber Jesus sagt: "Gott kennt mich besser als ich mich selbst." Er kennt jedes einzelne Haar auf meinem Haupt.
[11:15] Und wenn die Probleme auf mich zukommen, wenn die Verfolgung auf mich anrückt, wenn mir vielleicht sogar mit dem Tod gedroht wird, wie es in Vers 4 angedeutet wird, dann darf ich nicht vergessen: Jesus, Gott der Vater – Jesus sagt, Gott der Vater kennt jedes einzelne Haar auf meinem Haupt. Kein einzelnes Haar meines Hauptes fällt zur Erde, ohne dass es Jesus und der Vater merken.
[11:48] Dieses Bild vom Haar, das zur Erde fällt, das kennen wir aus dem Alten Testament, 1. Samuel Kapitel 14 und dort Vers 45. "Aber das Volk sprach zu Saul: 'Sollte Jonathan sterben, der Israel diese große, diese große Rettung verschafft hat, das sei ferne.' So wahr der Herr lebt, es soll kein Haar von seinem Haupt auf die Erde fallen, denn er hat an diesem Tag mit Gott gewirkt. So erlöste das Volk den Jonathan, dass er nicht sterben musste." Wir haben gerade gesehen, Gott merkt, wenn ein Sperling fällt.
[12:17] Wenn Gott die Sperlinge kennt und weiß, dass ein Sperling gefallen ist, wird er dann auch bemerken, wenn uns ein Haar gekrümmt wird. Es gibt keinen Widerstand, keine Verfolgung, keine Schwierigkeit, die uns im Leben ereilt, die Gott nicht wüsste.
[13:14] Und deswegen sagt Jesus: "Fürchtet euch nicht." Gott macht keine Fehler. Ja, er sagt darum: "Fürchtet euch nicht, ihr seid mehr wert als viele Sperlinge."
[13:31] Gott liebt seine ganze Schöpfung und doch sind wir Menschen etwas Besonderes. Er hat die Sperlinge gemacht, die Krokodile gemacht, die Zebras, die Libellen, Sonne, Mond und Sterne und doch sind nur wir Menschen im Bild Gottes gemacht. Nicht ein einziger – er sagt, ihr seid viel mehr wert als viele Sperlinge.
[14:04] Wie viel, wie groß dein Wert vor Gott ist? Jesaja 43. Dort heißt es mehrmals, dass wir uns nicht fürchten sollen. Vers 1: "Und nun, so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein." Vers 5: "Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen von Osten herführen und dich vom Westen her sammeln."
[14:34] Warum sollen wir uns nicht fürchten? Jesaja 43, Vers 4 gibt die Antwort: "Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wert geachtet und ich dich lieb habe. So gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben." Wir dürfen wissen, weil wir wichtig sind für Gott, kämpft er für uns. Weil wir in seinen Augen kostbar sind, müssen wir uns nicht fürchten. Selbst wenn uns jemand das Leben nehmen sollte, wird Gott uns das ewige Leben geben. Wir müssen keine Angst haben, dass uns das Entscheidende verloren geht. Gott kennt jedes Haar auf meinem Haupt. Er weiß, wer ich bin. Was er bittet, ist, dass wir ihm vertrauen.
[15:28] Dass wir ihm glauben, dass wir in seinen Augen sehr wertvoll sind. Ich glaube, es macht einen Unterschied in unserem Leben, wenn wir anfangen, drüber nachzudenken, wie wertvoll wir in Gottes Augen sind. Wir sind so wertvoll, dass Jesus, der die Sünde hasst wie die Pest – es heißt in Hebräer 1 und dort in Vers 9: "Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst." Er hasst die Sünde, aber weil er unbedingt dich und mich bei sich haben will, weil er bereit war, das, was er am meisten hasst, auf sich selbst zu nehmen.
[16:33] Das heißt der Petrus in 1. Petrus Kapitel 2, Vers 24: "Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir den Sünden gestorben der Gerechtigkeit leben mögen. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden."
[17:08] Warum hat er das getan? Hebräer 12 Vers 2: "Indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat." Er hat das alles erduldet wegen der vor ihm liegenden Freude. Was ist diese Freude? Er, der die Sünde hasst wie die Pest, hat sich mit der Sünde identifiziert, weil er mich und dich bei sich haben möchte, weil wir so wertvoll sind in seinen Augen. Wir können wissen, dass was immer uns passiert, passiert niemals, weil Gott irgendwie vergessen hat, auf uns zu achten. Es passiert nie, weil Gott sich plötzlich anderen Dingen zugewandt hat und keine Zeit für uns hat. Es passiert niemals, weil Gott irgendwie seine Macht verloren hätte, sondern was immer uns passiert, wir können wissen, wenn wir an Jesus festhalten, selbst wenn uns Menschen das Leben nehmen.
[18:13] Gott hat jedes Haar auf unserem Kopf gezählt. Wir sind so wertvoll für ihn, dass wir einmal die ganze Ewigkeit mit ihm verbringen werden.
[18:26] Und weil das so ist, weil wir einen solchen unfassbaren Wert in Gottes Augen haben, weit mehr als Sperlinge, obwohl Gott sich sogar um jeden Sperling kümmert. Deswegen ist es nur richtig, wenn wir uns zu diesem Gott bekennen, wenn wir uns zu diesem Jesus bekennen, der so viel für uns gegeben hat. Jesus sagt in Lukas 12, Vers 8 und 9: "Ich sage euch aber, jeder, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes." "Wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes."
[19:12] Auch diese Verse sind eine Wiederholung dessen, was Jesus in Matthäus 10 damals bei der Aussendung seiner Jünger auf die erste Missionsreise gesagt hat. Matthäus Kapitel 10 und dort ab Vers 32: "Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel." Wir sehen, das ist derselbe Gedanke, dieselbe Argumentation und doch sind die Formulierungen etwas anders.
[19:50] Die Version von Matthäus 10, Vers 32, 33 ist mir persönlich ganz nahe. Sind die Verse, die mein Taufprediger ausgesucht hat für mich, für die Taufe. "Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel." Sind wir bereit für Jesus einzustehen?
[20:19] Wenn es jemanden gibt, der sich schämen müsste in diesem Kontext, dann müsste es doch Jesus sein, der sich zu uns bekennt, oder? Aber Jesus schämt sich nicht, mich und dich Bruder und Schwester zu nennen. Hebräer Kapitel 2 sagt, dass vor dem gesamten Universum, vor den sündlosen Engeln, den ungefallenen Wesen, vor Gott dem Vater, er sich nicht schämt.
[20:51] Hebräer 2, Vers 11: "Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. Aus diesem Grund schämt er sich auch nicht, die Brüder zu nennen." Jesus bekennt sich zu uns. Wir, die wir sündig sind, die wir schwach sind, die wir oft im Glauben wanken, er bekennt sich zu uns. Und weil er sich zu uns bekennt, dürfen wir uns, sollen wir uns zu ihm bekennen.
[21:23] Auch dann, wenn das Schwierigkeiten mit sich bringt, auch dann, wenn wir unter Druck geraten. Auch dann, wenn uns vielleicht sogar der Tod angedroht wird. Jesus ermutigt seine Freunde, bei ihm zu bleiben, koste es, was es wolle, denn nur er kann ihnen ewiges Leben geben. Nur der Vater kann für das sorgen, was sie wirklich brauchen. Jesus weiß, das Kreuz wirft seinen Schatten voraus. Er weiß, wie wankelmütig seine Jünger sind und er weiß, wie wankelmütig auch wir sind.
[22:09] Und Jesus lädt uns ein, zu ihm zu stehen. Interessant ist die Formulierung hier, denn während in Matthäus 10 gesagt wird, dass er uns bekennen wird vor seinem Vater im Himmel, haben wir jetzt in Lukas 12 die neue Formulierung oder die weitere Formulierung, dass sich der Sohn des Menschen zu uns bekennen wird vor den Engeln Gottes.
[22:39] Wir haben den Sohn des Menschen und wir haben die Engel Gottes. Und beides verweist uns interessanterweise auf Daniel Kapitel 7. Denn in Daniel Kapitel 7 sehen wir den Menschensohn, der – so können wir aus anderen Bibelstellen schlussfolgern – sich für das Volk Gottes einsetzt. In Daniel Kapitel 7 und dort Vers 13 heißt es: "Ich sah in Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels gleich einem Sohn des Menschen und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und ein Hochbetagter sich setzte und wurde vor ihn gebracht." Jesus kommt als der Sohn des Menschen. Der Sohn des Menschen bekennt sich jetzt zu den Menschen, die ihm vertrauen. Denn dort vor dem Hochbetagten findet das Gericht statt.
[23:22] Vers 9: "Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden. Ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen, dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausend mal Tausende dienten ihm und Zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet." Dort wird das Buch des Lebens geöffnet, wo Namen geschrieben stehen von Menschen, die durch Bekehrung und Taufe sich zu Jesus bekannt haben. Und die Bücher werden geöffnet, in denen unsere Werke verzeichnet sind, in denen sichtbar wird, ob wir nur ein Lippenbekenntnis abgelegt haben oder ob wir wirklich in unserem Leben Christus bezeugt haben, wo sichtbar wird, ob wir nur anderen einen Gefallen getan haben oder nur gut dastehen wollten oder ob wir wirklich in unserem Herzen Jesus haben wohnen lassen. Es wird im Gericht geprüft und zwar vor Tausend mal Tausend und Zehntausend mal Zehntausend.
[24:17] Und die Offenbarung sagt uns in Offenbarung 5 und dort Vers 11: "Und ich sah und ich hörte eine Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die lebendigen Wesen und die Ältesten und ihre Zahl war Zehntausend mal Zehntausend und Tausend mal Tausend." Das sind die Engel. Jesus sagt: "Wer sich bekennt zu mir vor den Menschen, zu dem werde er sich bekennen als Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes." Jesus verweist hier auf das Untersuchungsgericht, auf die Zeit, von der wir glauben, dass sie angebrochen ist, seit 1844, wie uns Daniel 8 und 9 berichten.
[24:48] Und wenn wir in die Welt gehen und verkündigen: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen", dann geht es nicht nur darum zu sagen, ja, wir wissen, wo wir prophetisch sind. Das geht nicht nur darum zu sagen, okay, die Wiederkunft ist bald da. Es geht darum, jetzt sind wir in der Zeit, wo Jesus im Gericht zu uns steht.
[25:08] Sind wir bereit, in den Anfechtungen dieser Welt zu ihm zu stehen? Ist es nicht erstaunlich, dass Jesus, der König des Universums, vor sündlosen Engeln, vor dem Vater, vor den ungefallenen Welten zu mir, dem sündigen Christopher, zu mir sich bekennt und dass wir so oft uns schämen vor anderen sündigen Menschen, uns zu Jesus zu bekennen?
[25:40] Die Offenbarung macht uns deutlich, dass das Bekenntnis zu Jesus eine entscheidende Sache ist. Das ist nicht fakultativ, nicht etwas, was man noch oben drauf haben kann, wenn man möchte. In Offenbarung 12, Vers 11 heißt es: "Und sie haben ihn überwunden, den Satan, um des Blutes des Lammes, also um des Todes Jesu willen und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod." Hier haben wir genau diesen Gedanken, den Jesus angesprochen hat, dass wir bereit sein sollen, bis zum Tod zu ihm zu stehen.
[26:07] Petrus hat diese Worte gehört, aber noch nicht in sein Herz gelassen. Als er plötzlich dort am Kohlenfeuer sitzt und sich wärmt und plötzlich realisiert, dass ein Bekenntnis zu Jesus ihm das Leben kosten könnte, ist er eingeknickt, der vorher noch so feurig gesprochen hat. Kann es sein, dass wir manchmal denken, dass wir ganz begeistert sind für Jesus, aber gar nicht wissen, wie wankelmütig wir eigentlich wirklich sind?
[26:38] Erlöst werden diejenigen, die sich zum Blut des Lammes öffentlich bekennen. So wie die Israeliten, die das Blut des Lammes an die Türpfosten gestrichen haben. Es hat nicht gereicht, das Blut einfach für sich zu Hause irgendwo zu haben. Wir müssen uns öffentlich dazu bekennen.
[26:50] Stehst du zu Jesus, so wie Jesus zu dir steht?
[27:03] 1. Samuel Kapitel 2, Vers 30 wird deutlich, dass Gott seine Verheißung an uns nur wahrmacht, wenn wir auch mit ihm kooperieren. 1. Samuel Kapitel 2 und dort Vers 30: "Darum spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe allerdings gesagt, dein Haus und das Haus deines Vaters sollen ewiglich von mir aus und eingehen." Aber nun – also hier ist die Verheißung. Gott sagt, ich habe eine Verheißung für dich gegeben. Das gilt hier dem Eli und seinem Haus. Es gibt eine Verheißung für ihn, die er im Glauben hätte annehmen können. Aber Gott sagt: "Aber nun, so spricht der Herr, das sei ferne von mir, sondern wer mich ehrt, den will ich wieder ehren. Wer mich aber verachtet, der soll auch verachtet werden." Wir nehmen gerne die Verheißung Gottes in Anspruch.
[27:44] Aber die Bibel macht ganz deutlich, wenn wir die Verheißung in Anspruch nehmen wollen, aber Gott gleichzeitig verachten, können wir nicht erwarten, geehrt zu werden. Und deswegen ruft uns das ewige Evangelium auf: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Hier steht: "Wer mich ehrt, den will ich wieder ehren." "Wer mich verachtet, der soll auch verachtet werden." Und wie können wir Gott ehren? Wie können wir uns zu ihm bekennen?
[28:15] 1. Korinther Kapitel 10 Vers 31: "Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes." Sich zu Jesus zu bekennen bedeutet nicht einfach ein Namensschild zu tragen: "Ich bin Christ." Es bedeutet, im Leben deutlich zu machen, dass Jesus in unserem Herzen wohnen darf.
[28:40] Uns wird gesagt von Ellen White, dass durch ein heiliges Leben und eine gottesfürchtige Kommunikation, also Worte, gottesfürchtige Worte, wir Jesus bekennen. "Niemand kann Christus bekennen, es sei denn, er hat das Denken und den Geist von Christus." Er kann nicht weitergeben, was er selbst nicht besitzt. Wenn wir Christus bekennen, dann sollen wir etwas weitergeben von dem, was wir mit Christus erlebt haben. Wenn wir nie etwas mit Christus persönlich erlebt haben, dann geben wir nur Theorien weiter, die wir irgendwo auswendig gelernt haben und jetzt weitergeben. Aber Christus zu bekennen bedeutet das, was wir erlebt haben mit ihm, was Christus unserem Leben getan hat, dazu zu stehen, auch wenn es bedeutet, dass wir damit den Zorn, die Verachtung, vielleicht sogar die Drohung anderer auf uns ziehen.
[29:45] "Das tägliche Leben muss ein Ausdruck der heiligenden Kraft der Wahrheit sein und beweisen, dass Christus durch den Glauben in der Seele lebt."
[29:57] Und ich möchte mich heute neu entscheiden, dass Christus durch den Glauben in meiner Seele leben darf. Denn nur dann, wenn Christus in uns lebt, wenn die Wahrheit uns heiligt und verändert, können wir auch Christus bekennen. Können wir wirklich zu Christus stehen in dieser Welt. Und dann müssen wir uns nicht fürchten, selbst vor hoher Macht und großer Gefahr. Der Paulus sagt, nee, in den Psalmen steht Psalm 119 und dort Vers 46. Dort heißt es: "Ja, ich will vor Königen von deinen Zeugnissen reden und mich nicht schämen." Paulus hat diesen Gedanken aufgegriffen, als er im Römerbrief sagt in Kapitel 1, Vers 15: "Darum bin ich bereit, so viel an mir liegt, auch euch in Rom, in der Hauptstadt des römischen Imperiums, bei den Kaisern, um euch auch in Rom das Evangelium zu verkündigen, denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht." Warum? "Denn es ist Gottes Kraft zur Errettung."
[31:08] Wer das Evangelium nur als eine Theorie betrachtet, der wird am Ende einknicken. Das, was uns am Ende in der Endzeit hilft, treu zu Gott zu stehen, ein standhaftes Ausharren zu haben, den Glauben Jesu und die Gebote Gottes hochzuhalten, das ist die Erfahrung, dass Gott Kraft hat. Und ich habe in meinem Leben erlebt, dass Gott wirklich Kraft hat. Er verändert wirklich und er schenkt Kraft, wenn wir schwach sind.
[31:37] Wenn wir uns an ihn klammern, dann trägt er uns durch jede Krise hindurch. "Es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen, denn es wird daran geoffenbart, die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben." Wer wirklich aus Glauben lebt, erfährt die Kraft Gottes.
[32:00] Schauen wir gemeinsam noch kurz zu 2. Timotheus Kapitel 2 und dort Vers 12. "Wenn wir standhaft ausharren" – da haben wir das aus Offenbarung 14, Vers 12 – "wenn wir standhaft ausharren, so werden wir mitherrschen. Wenn wir verleugnen..." Und es bedeutet nicht unbedingt, dass ich mit Worten Jesus verleugne. Das kann auch mit meinen Taten sein, dass ich zwar mich zu Christus bekenne, aber mein Leben überhaupt nichts von Christus offenbart und so Menschen sogar in die Irre geleitet werden, weil sie glauben, so könnte ein Christ sein.
[32:30] "Wenn wir verleugnen, so wird er uns auch verleugnen." Aber jetzt kommt eine interessante Begründung. Vers 13: "Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu." Er kann sich selbst nicht verleugnen. Es ist nicht so, dass Jesus irgendwann kein Interesse mehr an uns hat, dass Jesus uns nicht mehr liebt, dass Jesus irgendwie untreu wird. Er bleibt treu. Wenn er uns am Ende im Gericht verleugnen muss, dann deswegen, weil wir ihn verleugnet haben.
[32:58] Seine Liebe ist ewig, seine Treue ist ewig. Er bietet uns einen ewigen Bund an. Er ist dafür gestorben und er trägt die Male bis in alle Ewigkeit. Diese Male trägt er für die Sünden aller Menschen.
[33:18] Das heißt, wenn wir ihn verleugnen, wird er trotzdem bis in alle Ewigkeit die Wundmale tragen, die bezeugen, dass er auch meine Sünden getragen hat, dafür gezahlt hat. Und der einzige Grund, warum er sich nicht zu mir bekennen konnte im Gericht ist, weil ich mich nicht zu ihm bekannt habe und er im Gericht auch bestätigt. Denn obwohl Gott uns liebt über alles und alles gegeben hat, was er konnte, wird er niemals die Wahrheit biegen, um uns in den Himmel zu bringen. Offenbarung 3 sagt uns, dass Jesus, unser mitfühlender Erlöser, unser Hohepriester, der alles gegeben hat für uns, dass er ein treuer und wahrhaftiger Zeuge ist. Er wird nicht lügen. Er wird nicht behaupten, dass wir mit ihm gelebt haben, wenn wir das nicht getan haben. Und deswegen ist die große Frage: Bekennen wir uns zu Jesus?
[34:18] Lukas Kapitel 9 macht deutlich, dass es dabei auch um sein Wort geht. In Lukas 9 und dort Vers 26: "Manchmal gibt es Menschen, die trennen die Person Jesus von der biblischen Lehre, als ob das eine wichtig und das andere nicht so wichtig wäre. Aber Jesus sagt in Lukas Kapitel 9 Vers 26: 'Wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel.'" Hier sehen wir sogar die Wiederkunft am Horizont dessen, was Jesus sagt. Das Untersuchungsgericht führt ja dann direkt in die Wiederkunft hinein.
[34:54] Schämen wir uns der Worte Jesu? In einer Welt, die immer weniger Achtung vor dem Wort Gottes hat, sind wir bereit, zum Wort Gottes zu stehen? Sei es populär oder unpopulär. Wir wollen weise und mit Liebe und mit Taktgefühl auftreten, aber wir wollen zum Wort Gottes stehen und zwar zu allem, was geschrieben steht.
[35:20] Eine traurige Geschichte wird in der Apostelgeschichte 3 angeführt. Apostelgeschichte 3 und dort Vers 13 und 14: "Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht. Ihn habt ihr ausgeliefert und habt ihn verleugnet vor Pilatus, als dieser ihn freisprechen wollte. Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, dass euch ein Mörder geschenkt werde." Als Jesus gefangen genommen worden ist und vor Gericht gestellt worden ist, ist er von Petrus verleugnet worden und von den obersten Priestern.
[36:10] Aber Petrus steht jetzt hier und wirft ihnen das vor und sagt: "Ihr habt ihn verleugnet."
[36:17] Wenn Petrus nicht sicher gewesen wäre, dass Gott ihm vergeben hat, dass er selbst Jesus verleugnet hatte, er könnte hier nicht stehen und sagen: "Ihr habt ihn verleugnet."
[36:29] Aber Petrus wusste, er hat zwar Jesus verleugnet, aber er hat um Vergebung gebeten. Es hat ihm von Herzen leidgetan. Er hat die Gnade Gottes, er hat den Blick Jesu angenommen. Er hat sich bekehrt. Er hat sich umgedreht. Er wollte nicht mehr ihn weiter verleugnen, als Jesus ihn angeschaut hat.
[36:49] Und aus dem verleugnenden Petrus wird der bekennende Petrus. Aus dem, der auf eigene Kraft vertraut und einknickt unter Druck, wird derjenige, der in der Kraft des Heiligen Geistes vor denen – vor denen er vorher Angst hatte und noch vor hatte, nur vor dieser Macht Angst, vor ein paar Soldaten – jetzt vor der gesamten, vor der gesamten großen Menge.
[37:12] Er hat keine Angst mehr. Gottes Gnade hat ihn verändert. Lieber Freund, liebe Freundin, hast du schon einmal Jesus in deinem Leben verleugnet? Hast du einmal durch Taten, Worte, vielleicht sogar buchstäblich ihn verleugnet? Dann darfst du wissen mit Petrus, es gibt Gnade im himmlischen Heiligtum, wo Jesus zu dir stehen möchte, wenn du umdrehst, wenn du dich wieder zu ihm bekennst, wenn du seine Kraft in Anspruch nimmst, auch wenn wir ihn alle schon in unserem Leben verleugnet haben. Ich habe ihn schon verleugnet, aber durch Gottes Gnade, durch seine Kraft können wir wieder zu ihm stehen.
[37:45] Und wenn wir zu ihm stehen, obwohl wir ihn verleugnet haben, wenn wir wieder zu ihm stehen und uns zu dem Blut bekennen, das auf Golgatha für uns vergossen ist, das jetzt im himmlischen Heiligtum für uns spricht, wenn wir uns zu ihm bekennen, dann wird er sich zu uns bekennen.
[38:06] Jesus hat sich vor den Engeln, vor dem Vater zu Petrus bekannt. Er hatte schon für ihn gebetet, bevor er ihn verleugnet hatte und hat ihn danach wieder in den Dienst eingesetzt.
[38:26] Und als sein Name im Gericht aufkam – ich weiß noch, kann ja nicht genau sagen, aber ich gehe im Grunde genommen davon aus, dass der Fall von Petrus schon behandelt worden ist – da wusste natürlich jeder im Himmel, dass Petrus Jesus verleugnet hat.
[38:45] Aber als das Buch des Lebens geöffnet worden ist, da stand der Name Petrus und dann die Bücher aufgetan worden sind, wo all die Worte und Taten und Gedanken und Motive und Pläne von Petrus verzeichnet waren, da konnte man dort, wo die Leugnung stand, das Blut von Jesus sehen.
[39:13] Und diese Sünden wurden nicht nur vergeben, sie wurden jetzt ausgetilgt. Was übrig bleibt, ist das, was bei Petrus durch den Heiligen Geist gewirkt worden ist, ein Bekenntnis zu ihm. So hat sich Jesus im himmlischen Heiligtum zu Petrus bekannt.
[39:34] Lieber Freund, liebe Freundin, so dürfen wir uns zu Jesus bekennen, damit er sich zu uns im Gericht bekennt. Letzter Vers für heute. 1. Johannes Kapitel 2, Vers 23.
[39:50] 1. Johannes 2, Vers 23: "Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater." Wenn wir uns zu Jesus bekennen, dann haben wir eine direkte Verbindung zu Gott.
[40:05] Jesus sagt uns heute: "Jeder, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes." "Wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes."
[40:18] Die Frage ist, wie lieb habe ich Jesus? Wie lieb hast du Jesus? Sind wir bereit für all das, was er für uns getan hat, uns zu ihm zu bekennen? Koste es, was es wolle. Ich möchte von meinem ganzen Herzen zu Jesus stehen. Du auch? Dann lass uns gemeinsam beten.
[40:44] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du zu uns gesprochen hast. Und Herr, wir sind alle wie Petrus gewesen. Wir haben dich alle schon verleugnet, aber du bist so gut, dass du uns anschaust, zur Buße rufst und dass du uns gerne vergibst, dass du uns reinigst, wiederherstellst und uns mit dem Heiligen Geist erfüllst, so dass wir zu dir stehen können, koste es, was es wolle.
[41:18] Herr, gib, dass wir wie Petrus bereit sind umzukehren. Lass uns nicht sein wie die obersten Priester, die in ihrer Verleugnung verharrt haben, bis sie am Ende völlig verloren gegangen sind. Lass uns sein wie Petrus.
[41:33] Herr, wir verstehen, dass es bei dem Bekenntnis nicht darum geht, dass wir mit viel Mut einfach aus eigener Kraft zu dir stehen, sondern dass wir uns erfüllen lassen vom Heiligen Geist, der uns zu mutigen Bekennern macht. Herr, darum bitte ich dich für mich und für jeden einzelnen von uns. Hab Dank dafür.
[41:57] Wir möchten den Bund mit dir erneuern, den du uns anbietest. Du sollst unser Gott sein und wir wollen deine Kinder sein im Namen Jesu. Amen.
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