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In dieser Folge der „Christ Study Hour“ taucht Daniel Moser tief in Kolosser 3 ein, um das Thema „Mit Christus leben“ zu beleuchten. Er erklärt, wie Gläubige eine neue, himmlische Identität in Christus erhalten, die sie dazu befähigt, alte Gewohnheiten abzulegen und stattdessen Eigenschaften wie Barmherzigkeit, Freundlichkeit und Liebe anzuziehen. Das Video ermutigt dazu, Gottes Wort im Alltag wirken zu lassen und durch bewusstes Handeln und Denken ein Zeugnis seiner verwandelnden Kraft zu sein. Entdecke, wie ein Leben mit Christus wahre Freiheit, Hoffnung und inneren Frieden schenkt.


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Serie: CSH 2026 Q1: Die Briefe von Paulus an die Philipper & Kolosser

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Transkript

[0:34] Hallo und ein herzliches Willkommen zu unserer Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Es ist wunderbar, dass ihr wieder dabei seid, wenn wir in die 11. Folge unserer CSH-Serie "Die Briefe von Paulus an die Philipper und Kolosser" eintauchen. Heute wollen wir uns auf das Bibelstudium am 14. März vorbereiten. Das Thema ist besonders herausfordernd und zugleich auch ermutigend: "Mit Christus leben". Dieses Thema berührt unser ganzes Leben, unser Denken, unsere Beziehungen und unser Handeln im Alltag. Lasst uns gemeinsam in Gottes Wort studieren, es lesen, hören und bewahren, was darin geschrieben steht, denn die Zeit ist nahe.

[1:21] Doch bevor wir das tun, möchten wir Gott einladen, dass er uns seinen Heiligen Geist schenkt und uns führt und uns in alle Wahrheit leitet. Lasst uns gemeinsam beten.

[1:35] Herr unser Gott, wir loben und preisen dich. Wir danken dir von Herzen für diese Möglichkeit, die du uns auch heute wieder schenkst, in deinem Wort zu studieren. Wir möchten dich jetzt ganz besonders bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass du uns führst und leitest, Herr, dass du unsere Augen öffnest, dass du unseren Geist, Herr, öffnest, damit dein Geist, Herr, in uns wirken kann. Sprich, Herr, du jetzt durch mich. Lass mich gebrauchen und lass uns erkennen, was du zu sagen hast, und lass uns dies umsetzen, auf dass du, Herr, bald und schnell wiederkommen kannst, auf dass wir dann dort sein können, wo du bist, in der Ewigkeit mit dir. In deinem Namen danken wir es dir. Amen.

[2:21] Im Zweiten Weltkrieg wurde der lutherische Pfarrer Dietrich Bonhoeffer wegen seines Widerstandes gegen das NS-Regime verhaftet und schließlich in das Konzentrationslager Flossenbürg gebracht. Die Bedingungen dort waren unmenschlich. Hoffnung schien für viele Gefangene kaum noch zu existieren. Doch Mitgefangene berichten später, dass Bonhoeffer selbst im Lager eine erstaunliche innere Ruhe ausstrahlte. Er teilte sein knappes Brot, hörte anderen zu, betete mit ihnen und sprach Worte, die Mut machten. Ein britischer Mitgefangener erzählte nach dem Krieg: "Bonhoeffer habe nie den Eindruck vermittelt, innerlich gebrochen zu sein, obwohl er wusste, dass er wahrscheinlich nicht überleben würde." Am Morgen seiner Hinrichtung kniete Bonhoeffer noch einmal nieder und betete ruhig. Der Lagerarzt, der diesen Moment miterlebte, sagte später: "In den fast 50 Jahren meines Arbeitslebens habe ich kaum einen Menschen so hingegeben an den Willen Gottes sterben sehen." Äußerlich war Bonhoeffer ein Gefangener ohne jede Freiheit. Innerlich jedoch lebte er aus einer Wirklichkeit, die ihm niemand nehmen konnte.

[3:48] Diese Geschichte stellt uns eine entscheidende Frage: Woraus lebt ein Mensch, wenn alles Äußerliche wegbricht? Paulus spricht im Kolosserbrief genau von dieser inneren Wirklichkeit. Er schreibt nicht an Menschen in sicheren Verhältnissen, sondern an Christen, die unter Druck standen, angegriffen wurden und Orientierung suchten. Paulus beschreibt ein Leben, das nicht von Umständen bestimmt wird, sondern von einer tieferen Verbindung mit Christus. Er nennt dieses Leben ein Leben, das "verborgen mit Christus in Gott" ist. Genau diesen Weg wollen wir nun gemeinsam gehen, Schritt für Schritt, unter dem großen Thema "Mit Christus leben".

[4:34] Wir kommen zum Thema 1: Himmlisch gesinnt. Wir lesen dazu Kolosser 3,1-4: "Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist, denn ihr seid gestorben und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit."

[5:12] Paulus setzt hier voraus, dass die Gläubigen, die Christen, durch den Glauben mit Christus auferweckt wurden und damit an seinem neuen Leben teilhaben. Auf dieser Grundlage fordert er sie auf, ihr Denken bewusst auf das auszurichten, was droben ist. Andere Übersetzungen sagen: "was oben ist". "Oben" beschreibt den Bereich, in dem Christus zur Rechten Gottes sitzt und Herrschaft ausübt. Paulus stellt diesen himmlischen Bereich den irdischen Dingen gegenüber, die nicht mehr die bestimmende Kraft im Leben der Gläubigen sein sollen. Er beschreibt auch weiter das Leben der Gläubigen als "verborgen mit Christus in Gott" und betont damit ihre neue Stellung vor Gott. Der Blick richtet sich schließlich auf die Zukunft, in der Christus offenbar wird und die Gläubigen mit ihm herrschen werden. Der Text lädt den Hörer ein, sein Denken neu von der Wirklichkeit Christi her prägen zu lassen.

[6:24] Vielleicht spürst auch du in deinem Inneren eine Unruhe, wenn dein Alltag so viel von dir fordert und du dich fragst, wer du eigentlich wirklich bist. Gott möchte dir heute zusprechen, dass dein wahres Leben nicht von Leistungen, Anerkennungen oder Versagen abhängt, sondern bei Christus seinen sicheren Halt findet. Auch wenn du Fehler gemacht hast oder dich schwach fühlst, bist du in seinen Augen nicht abgeschrieben, sondern geliebt und angenommen. Deine Vergangenheit darf dich nicht länger gefangen halten, denn in der Nähe Jesu beginnt etwas Neues in dir zu wachsen.

[7:13] Vielleicht, wer weiß, vielleicht sieht niemand, was sich in deinem Herzen bewegt. Doch Gott sieht dein Ringen, deine Tränen und dein leises Verlangen nach Veränderung. Du darfst lernen, deine Gedanken bewusst auf das auszurichten, was oben kommt, weil dort die Quelle von Hoffnung, Frieden und echter Identität liegt. Je mehr du dich Christus anvertraust, desto mehr wirst du merken, dass dein Herz ruhiger wird. Selbst wenn die Umstände sich nicht sofort ändern, dein Glaube mag unscheinbar erscheinen. Doch Gott formt dich in der Tiefe Schritt für Schritt und vor allem geduldig und treu. Halte daran fest, auch wenn Zweifel oder alte Muster sich melden, denn das, was heute im Vertrauen wächst, trägt eine ewige Bedeutung. Darum darfst du heute mutig weitergehen, denn dein Leben ist nicht vergeblich, sondern sicher bewahrt bei dem, der dich liebt und der dein stilles Vertrauen einmal mit ewiger Freude erfüllen wird.

[8:32] Wo spüre ich in meinem Alltag, dass mein Denken eher auf das Vergängliche als auf Christus ausgerichtet ist? Welche kleinen Entscheidungen könnte ich heute bewusst aus der Sicht von Christus treffen, um innerlich neu ausgerichtet zu leben?

[8:55] Wenn Christus wirklich der neue Mittelpunkt unseres Denkens ist, dann bleibt das nicht ohne Folgen für unser Verhalten. Eine himmlische Ausrichtung führt zwangsläufig dazu, dass das Alte keinen Platz mehr behalten kann. Und das ist genau der nächste Punkt, den wir jetzt anschauen werden: Schluss mit der Weltlichkeit.

[22:47] Wir lesen dazu Kolosser 3,5-6 einmal. Dort heißt es, da schreibt Paulus: "Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist. Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams." Ein weiterer Text in Römer 6,1-7: "Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hineingetauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm eins gemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. Wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodass wir der Sünde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen."

[23:36] Paulus zieht aus der neuen Stellung der Gläubigen in Christus konkrete Konsequenzen für das praktische Leben. Er fordert sie auf, alles zu töten, was zu ihrem früheren, irdisch bestimmten Leben gehört. Dabei nennt er ausdrücklich Verhaltensweisen und innere Haltungen, die das alte Leben geprägt haben. Dazu zählen, wie wir es vorher gehört haben, Unmoral, Unreinheit, Leidenschaften, böse Begierden und Habsucht. Interessant ist hier: Habsucht bezeichnet Paulus als Götzendienst, weil sie etwas Geschaffenes an die Stelle Gottes setzt. Diese Lebensweise steht nach Paulus unter dem Zorn Gottes, da sie dem Wesen Gottes widerspricht. Der Apostel erinnert daran, dass auch die Gläubigen einst in diesen Dingen lebten, bevor sie Christus begegneten. Im Römerbrief, den wir vorher auch gelesen haben, erklärt Paulus die Grundlage dieser Aufforderungen, indem er zeigt, dass die Gläubigen mit Christus gestorben sind. Durch die Taufe wird dieses Sterben und Begrabenwerden mit Christus sichtbar gemacht. Ziel ist ein neues Leben, in dem die Sünde nicht mehr herrscht und der Mensch Gott dient.

[26:14] Vielleicht merkst du immer wieder, dass alte Gewohnheiten, Gedanken oder Gefühle dich zurückhalten, selbst wenn du es anders willst. Manchmal glaubst du, dass du das schon längst abgelegt hast, doch im Alltag schleichen sich alte Muster unbemerkt wieder ein. Paulus lädt dich ein, diese Muster nicht zu ignorieren – das ist das schlechteste, was man machen kann – sondern mutig anzuschauen. Ehrlich zu dir selbst sein, ist der erste Schritt zur Freiheit. Es geht nicht darum, perfekt zu werden, sondern bewusst zu erkennen, was dir schadet und deinem Leben im Wege steht. Indem du Gedanken, Worte oder Handlungen bewusst loslässt, die nicht mit Christus übereinstimmen, schaffst du Raum für das Neue in deinem Leben. Alte Bindungen an Ärger, Angst, Schuld oder Gier werden sichtbar, wenn du ehrlich hinsiehst. Genau dort darfst du Christus einladen, Heilung zu schenken. Schritt für Schritt kannst du lernen, dich von dem zu trennen, was dich gefangen hält und dich auf das auszurichten, was Gott dir geben möchte. Vertraue darauf, dass du diesen Prozess nicht alleine gehen musst. Christus begleitet dich, stärkt dich und gibt dir die Kraft für jeden kleinen Schritt. Wenn du dich heute entscheidest, bewusst alte Muster loszulassen, setzt du einen Samen der Freiheit, der sich in deinem Denken, Handeln und Beziehungen zeigen wird. Wage diesen Schritt mutig. Das möchte ich dir nur ans Herz legen. Jeder bewusste Akt des Loslassens bringt dich näher zu einem Leben, das von Klarheit, innerer Freiheit und Gottes Liebe geprägt ist.

[37:21] Welche alten Muster, die ich noch in mir trage, hindern mich daran, frei in Christus zu leben? Wo kann ich bewusst beginnen, den alten Menschen loszulassen, statt weiter an ihm festzuhalten?

[46:33] Nachdem Paulus jetzt gezeigt hat, wovon sich das neue Leben trennt, wendet er sich nun der Frage zu, wer der Mensch in Christus eigentlich geworden ist. Und das ist der nächste Punkt, den wir lesen in Kolosser 3,9-11: "Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebten. Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerungen, hässliche Redensarten aus eurem Mund. Lügt einander nicht an, da ihr den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat, wo nicht Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, noch Barbar, Skythe, Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus."

[46:38] Paulus greift erneut das Thema des Gerichtes Gottes auf und knüpft damit an die vorherigen Verse an. Er erinnert die Gläubigen daran, dass auch sie früher in diesen Verhaltensweisen lebten. Nun sollten sie jedoch weitere Handlungen wie Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung oder schädliches Reden – das sollten sie alles ablegen. Paulus verbindet diese Aufforderung mit dem Bild vom Ablegen des alten Menschen samt Handlungen. Gleichzeitig beschreibt er das Anziehen des neuen Menschen, der fortwährend erneuert wird zur Erkenntnis. Diese Erneuerung geschieht nach dem Bild des Schöpfers und hebt trennende Unterschiede zwischen Menschen auf. Der Text lädt den Hörer ein, seine Identität nicht mehr aus der Vergangenheit, sondern aus der neuen Wirklichkeit in Christus zu verstehen.

[47:03] Lesen wir noch zwei weitere Texte und stellen uns da auch die Frage, was Paulus mit dem alten Menschen im Gegensatz zum neuen Menschen meint. Römer 6,6, da heißt es: "Wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodass wir der Sünde nicht mehr dienen." Epheser 4,22-24: "Dass ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte, dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit."

[48:23] Paulus beschreibt hier auch den alten Menschen als die frühere innere Haltung, die von Sünde, Fehlverhalten und falscher Orientierung geprägt war. Kolosser 3,6-11 haben wir gerade gelesen. Römer 6,6 verdeutlicht, dass dieser alte Mensch mit Christus gekreuzigt wurde, wodurch seine Macht über das Leben gebrochen ist. Epheser 4,22-24 ergänzt, dass dieser alte Mensch abgelegt werden soll, um den neuen Menschen nach Gottes Bild anzuziehen, der geistlich erneuert ist. Der neue Mensch ist keine Verbesserung des Alten, also eine Ausbesserung, so ein bisschen Feinheiten. Nein, sondern eine radikale Erneuerung, die innere Denkweise, Handlungen und Haltung betrifft. Für den Hörer bedeutet dies konkret: Wer den alten Menschen bewusst loslässt und den neuen Menschen annimmt, kann Entscheidungen und Beziehungen aus einer gottesorientierten Identität leben.

[49:37] Ihr Lieben, das ist doch was Wunderbares, wenn man so was hört aus der Schrift und einen Gott hat, der so was schenken möchte. Du bist nicht einfach derselbe Mensch, der du früher warst. In Christus bist du grundlegend erneuert und bekommst eine neue Identität. Du darfst einen Neuanfang machen. Dein Wert, deine Würde und dein inneres Leben sind jetzt nicht mehr von Fehlern, Versagen oder alten Mustern abhängig, sondern von der Treue Gottes zu dir. Der neue Mensch, von Paulus beschrieben, ist eine tiefgehende innere Wirklichkeit, die dein Denken, Fühlen und Handeln prägt. Du bist eingeladen, diese Identität bewusst anzunehmen und dich nicht länger von Selbstzweifeln oder alten inneren Stimmen definieren zu lassen. Und diese Erneuerung ist ein Geschenk, ein Geschenk des Himmels. Du musst sie nicht erarbeiten oder dir verdienen, besondere Leistung bringen, erst einen Preis bezahlen, sondern darfst sie täglich erkennen und leben. Die einzige Voraussetzung ist: Du musst es glauben.

Wenn du dir immer wieder bewusst machst, wer du in Christus bist – und das sollten wir täglich tun, mindestens eine Stunde am Tag sollten wir darüber nachdenken –, wird deine Perspektive auf dich selbst, andere und dein Leben tiefgreifend verändern. Deine Beziehungen, Entscheidungen und Reaktionen bekommen eine neue Grundlage: nicht Angst oder Schuld oder Unsicherheit, sondern Gottes Bild in dir. Das bedeutet, dass du innerlich frei sein kannst und bleiben darfst, auch wenn äußerlich noch Herausforderungen, Konflikte oder Versuchungen bestehen. Wir haben es ja auch vorher gelesen von Dietrich Bonhoeffer. Äußerlich hat er auch Herausforderungen gehabt im Konzentrationslager, aber innerlich hat er diesen Frieden gehabt, weil er mit Christus ging. Dein Leben wird nicht von der Vergangenheit bestimmt, sondern von der Wirklichkeit dessen, der dich neu geschaffen hat. Du bist in Christus geliebt und angenommen. Und eines Tages, wenn Christus wiederkommt, wird offenbar werden, dass all dein Treusein, dein Ausharren und deine Hingabe an ihn nicht vergeblich waren, sondern in seiner Herrlichkeit bestätigt und für immer vollendet werden.

Welche inneren Überzeugungen oder welches Selbstbild bestimmen heute noch mein Denken, obwohl Christus mich erneuert hat? Wie kann ich bewusst den neuen Menschen anziehen und meine Entscheidungen, Worte und Handlungen daraus ableiten?

Nachdem wir verstanden haben, wer der Mensch in Christus ist und wie der alte Mensch abgelegt wird, zeigt Paulus nun, wie sich dieses neue Leben im Charakter und im Miteinander ausdrückt. Es geht darum, welche inneren Eigenschaften das neue Leben sichtbar machen und Beziehungen prägen. Wir lesen dazu Kolosser 3,12-15: "So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut, ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat. Gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist. Und der Friede Gottes rege in eurem Herzen. Dazu seid ihr ja auch berufen in einem Leib und seid dankbar."

Paulus beginnt mit der Zusage, dass die Gläubigen von Gott erwählt, geheiligt – also abgesondert – und vor allem geliebt sind. Diese Identität bildet die Grundlage für das neue Leben, das sie nun führen sollen. Er fordert die Gläubigen auf, die neuen Eigenschaften anzuziehen. Vorher mussten sie die alten, den alten Menschen, die alten Eigenschaften sozusagen ausziehen. Jetzt durch den neuen Menschen, die neuen Eigenschaften anziehen, die den Charakter Christi widerspiegeln. Dazu zählen Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld. Vergebung wird besonders hervorgehoben, weil sie Beziehungen heilt und den Zusammenhalt stärkt, auch das Vertrauen. Die Liebe ist das Band, das das alles zusammenhält und zur Vollkommenheit ermöglicht. Ist wunderbar. „Zieht die Liebe an“, hat Paulus am Ende gesagt. Wir wissen auch durch den Johannesbrief, Kapitel 4, dass es heißt: „Gott ist die Liebe.“ So könnte man auch jetzt hier anstatt der Stelle von Liebe einfach sagen: „Und zieht Gott an, zieht Christus an, zieht ihn an“, was wir tun sollen. Die Liebe ist das Band, das das alles zusammenhält und zur Vollkommenheit ermöglicht. Für den Hörer, für dich und für mich bedeutet dies konkret: Diese Eigenschaften – Demut, Langmut, Liebe und so weiter, was wir vorher gehört haben – bewusst kultiviert, kann das Zusammenleben mit anderen harmonisch gestalten.

Ihr Lieben, wisst ihr, was das bedeutet? Wir können dafür sorgen, dass Menschen, die Christus vielleicht ein falsches Bild von Christus haben oder ihn gar nicht kennen, wir können dafür sorgen, dass diese Menschen von seiner Liebe berührt werden, weil sie seinen Charakter in uns sehen. Das ist eine wunderbare Botschaft, die wir haben dürfen. Es sind wunderbare, ich möchte mal so sagen, wunderbare Werkzeuge für die Hände Gottes, die er gebrauchen möchte, um Menschen zu retten. Lasst uns gebrauchen.

Vielleicht merkst auch du, dass es dir oft schwerfällt, freundlich, vor allem auch geduldig oder barmherzig zu sein. Besonders wenn andere dich enttäuschen oder verletzen, und vor allen Dingen, wenn es Menschen sind, die dir sehr nahestehen, dann wird es oft besonders schwer. Paulus lädt ein, diese Eigenschaften Christi anzuziehen, weil sie nicht nur eine äußere Hülle sind, sondern Ausdruck deines inneren Lebens mit Gott. Du musst nicht warten, bis alles in dir perfekt ist. Das macht Gott in dir. Jeder kleine Versuch, freundlich oder demütig oder auch sanft zu handeln, ist ein Schritt hin zu Gottes Leben in dir. Vergebung ist kein leeres Gebot, sondern ein Weg, dein Herz zu heilen und alte Verletzungen loszulassen, damit du frei wirst für echte Beziehungen. Liebe ist das Band, das all diese Eigenschaften zusammenhält, so wie ich vorher gesagt habe, und sie lässt dein Handeln tiefgründig, wirksam und dauerhaft werden.

Und zum Schluss hat Paulus auch erwähnt, kam die Dankbarkeit. Dankbarkeit verändert deine Wahrnehmung. Wenn du bewusst die guten Wirkungen Gottes in deinem Alltag siehst, wächst Freude und innerer Friede. Und Dankbarkeit hat auch viel mit Gesundheit zu tun. Viele Menschen sind körperlich und gesundheitlich krank, weil sie meistens auch undankbar sind, Groll in sich tragen, Trauer, Angst, Sorge. Das alles belastet auch den Körper und vor allem die Gesundheit, und man wird dadurch richtig krank, nicht nur psychisch, sondern auch körperlich. Und Dankbarkeit ist auch gut. Da streut man auch Dopamin und Endorphine aus, und es tut richtig gut, diese Glückshormone, und das tut dem Körper wirklich gut. Darum, ihr Lieben, lasst uns dankbar sein. Und wer sich vielleicht noch als kleines Kind erinnern kann, gab es ja das wunderschöne Lied: „Hast du heute schon Danke gesagt?“ Es ist zwar ein Kinderlied, aber genauso auch für uns Erwachsene ein wichtiges Lied, es niemals zu vergessen.

Und auch Schritt für Schritt wirst du dann auch merken, dass sich Konflikte anders lösen lassen. Du bist nicht mehr bedacht, immer recht zu haben, sondern du gibst auch nach und siehst den anderen vor allem mit Jesu Augen, mit seinen liebenden Augen, und sorgst dafür, dass eine Harmonie wächst und auch, dass Geduld und Barmherzigkeit nicht schwach, sondern stark und befreiend wirken. In deinem Alltag, in Begegnungen mit Menschen, mit Freunden, Verwandten, Arbeitskollegen, darfst du bewusst wählen, wie du reagierst: nicht nach alten Mustern, so wie du sonst immer reagiert hättest, sondern aus dem neuen Leben heraus mit Christus. Dein treues Handeln, deine kleinen Schritte im Alltag – sie müssen nicht groß sein. Viele kleine Schritte sind besser, als wenn du einen großen gehst und dabei ausrutschst. Deine Bemühungen um Liebe, Geduld und Vergebung. All das hinterlässt Spuren, die Gottes Kraft sichtbar machen. Und diese Spuren sehen die Menschen, schauen genau drauf, welchen Weg du gehst. Und du darfst darauf vertrauen: Wenn Christus dein Leben regiert, wenn die Liebe dein Leben regiert, wird dieser Friede, diese Liebe und diese Dankbarkeit ein Vorgeschmack auf die ewige Herrlichkeit sein, die er für dich bereithält. Ein Leben voller Ruhe und Frieden, das niemals vergeht. Das ist ein kleiner Vorgeschmack, den Gott uns hier schon schenken möchte auf die Ewigkeit mit ihm, auf das neue Jerusalem, auf der neuen Erde. Das möchte er uns jetzt hier schon schenken.

Welche der Eigenschaften Christi – Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut oder Geduld – fehlt mir am meisten in meiner Beziehung? Und warum? Bring es vor Gott im Gebet. Er hilft dir. Er gibt dir seine Liebe. Er gibt dir seine Eigenschaften. Er möchte dich verwandeln. Sag es ihm. Du darfst ihm vertrauen. Wo könnte ich heute bewusst eine dieser Eigenschaften in einer konkreten Begegnung mit anderen leben? Bete auch da jeden Morgen darüber. Leg es vor Gott hin. Sag, du möchtest eine dieser Eigenschaften heute konkret mit anderen in Begegnung leben. Auf der Arbeit oder zu Hause mit der Ehefrau, mit dem Ehemann, mit den Kindern, vor allem da. Das ist am wichtigsten.

Und jetzt, nachdem die inneren Eigenschaften, das neue Leben, klar sind, fragt Paulus im nächsten Abschnitt, wie diese neue Identität konkret im Alltag gelebt werden kann. Es geht darum, wie Glaube, Worte, Handlungen und Dankbarkeit sichtbar werden, wenn Christus dein Leben prägt. Wir kommen zum fünften und zum letzten Punkt: Das neue Leben leben.

Wir lesen dazu Kolosser 3,16-17: "Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit. Lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen. Was immer ihr tut in Wort oder in Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott dem Vater durch ihn."

Paulus fordert, dass das Wort Christi reichlich unter den Gläubigen wohnen soll. Reichlich das Wort Christi unter den Gläubigen wohnen. Dieses Wort soll Denken, Reden und Handeln prägen und das Leben gemeinsam gestalten. Lehre, Ermahnungen und gegenseitige Ermutigungen werden als Mittel genannt, um Glauben praktisch zu leben. Das ist auch wichtig. Wir brauchen die Lehre in Gottes Wort. Wir brauchen auch die Ermahnung, dass uns immer wieder jemand korrigiert und vor allem diese gegenseitigen Ermutigungen. Deswegen ist auch, ihr Lieben, die Gemeinschaft sehr wichtig, die wir haben sollten untereinander als Geschwister und Gläubige, dass wir uns gegenseitig ermutigen und uns ja Mut machen, durchzuhalten und zu sagen: "Gott ist mit uns, er wird es schon machen." Psalmen, Loblieder oder geistliche Lieder, wo Paulus jetzt auch vorher genannt hat, werden als Ausdruck der Dankbarkeit und Verwurzelung im Wort Gottes beschrieben. Also immer wenn du, ich weiß nicht, wie dein Leben mit Christus aussieht und deine Andachten, wenn du vielleicht morgens aufstehst oder zu Bett gehst, sei es alleine oder mit Familie, sing Psalmen, sing Loblieder und lies das Wort Gottes in Kombination zusammen. Es wird viel harmonischer und viel schöner sein. Und du wirst merken, der Segen, den du eigentlich anderen geben möchtest, kommt doppelt zu dir zurück.

Paulus betont auch, dass jedes Wort und jede Tat, egal was wir tun, was wir sagen, unser Handeln, alles, wie wir uns verhalten, im Namen Jesu geschehen soll. Dass alles, was ich tue, ich bin praktisch ein Vertreter Jesu Christi, könnte man sagen. Ich trete im Namen des Herrn gerade auf und verhalte mich so in seinem Namen und rede so in seinem Namen. So wird auch deutlich, dass Christus die konkrete Herrschaft über alle Bereiche in meinem Leben hat. Denn er ist mein Herr. Ich darf sein Diener sein. Ich darf der sein, sein Bote, der seine Liebe und seinen Charakter, sein Wort an andere Menschen weitergeben darf. Und für den Hörer, für dich und für mich bedeutet das: Wer sein Reden, Handeln oder Denken bewusst unter Christus stellt, unter Jesus Christus stellt, kann das neue Leben täglich praktisch auch umsetzen.

Vielleicht merkst auch du manchmal, dass dein Glaube im Alltag kaum sichtbar wird zwischen Arbeit, Familie, Pflichten oder vielleicht auch Sorgen. Fühlt er sich klein oder unsichtbar an. Und Paulus lädt dich hier wieder ein – das ist so schön, wie Paulus das jedes Mal beschreibt. Man merkt, dass er ein inspirierter Mann Gottes war. Das ist nicht menschlich, das ist göttlich, was hier geschrieben steht. Er lädt dich ein, das Wort Christi reichlich in dir wohnen zu lassen. Dass man das überhaupt kann, muss man das Wort täglich aufnehmen. In der Bibel heißt es: "Dein Wort war meine Speise, sooft ich aß." Das ist so ein wunderbares Bild. Wir sollten täglich das Wort Gottes essen, damit auch jede Entscheidung, was wir am Tag treffen, oder jedes Wort oder jede Handlung, dass sie davon geprägt ist. Du musst nicht warten, bis alles wieder ja vollkommen gut ist oder perfekt erstmal ist, dass du erstmal ein Level erreichst, damit du es machen kannst. Nein, sondern schon ein bewusst gewähltes Wort, eine ermutigende Handlung oder ein Lob kann Christus Raum geben. Deswegen ist es umso wichtiger, ihr Lieben, wie wir im Alltag mit anderen Menschen oder auch mit uns selbst, wenn wir uns vielleicht im Spiegel anschauen, es ist auch wichtig, was wir bei uns denken, wer wir sind. Viele Menschen finden sich nicht schön. Ich möchte jetzt hier nicht irgendwie egoistisch oder prahlerisch sein oder Selbstverliebtheit oder so was. Das meine ich nicht. Aber wenn wir nach dem Ebenbilde Gottes erschaffen worden sind, wer sind wir, dass wir sagen, dass wir nicht schön aussehen? Wir sind dankbar, weil Gott uns so gemacht hat, und wir sind froh darüber, und wir sind etwas Besonderes. Wir sind einzigartig. Gott hat den Menschen am Schluss bei der Schöpfung erschaffen. Er war die Krönung der Schöpfung, nicht der Anfang. Er hat uns auch nicht vor den Tieren erschaffen, sondern zum Schluss. Das sollte uns zu denken geben. Es gibt ja das Sprichwort: "Das Beste kommt zum Schluss." War bei der Schöpfung so und bei der Wiederkunft wird es auch so sein.

Und auch dann hier lass dich von Psalmen, Lobgesängen oder schönen Liedern, geistlichen Liedern tragen, die dein Herz öffnen und deinen Geist auf Gott ausrichten, selbst in schwierigen Momenten. Ich habe oft gelesen, die Reformatoren, die schwer verfolgt worden sind, sei es Zwingli, Calvin, Hus, Hieronymus, Wycliff, sucht euch jemand aus, auch Luther, Martin Luther. Sie haben immer Psalmen gesungen, sie haben Loblieder gesungen in der Bedrängnis. Sie haben Loblieder gesungen. Warum? Weil das auch was mit unserem Denken macht. Es macht was mit unserer Haltung. Es macht was mit unserer Ausrichtung. Wenn ich Loblieder singe, wenn ich Gott zur Ehre singe, ihn preise und lobe, erhebt sich mein Haupt automatisch, weil ich den anschauen möchte, der für mich gestorben ist und der mich erlöst hat und der wiederkommen wird, um mich zu sich zu holen. Wenn ich das nicht mache, wenn ich nur murre, nur klage oder nur traurig bin, dann senkt sich mein Kopf, meine Haltung, und ich werde depressiv und werde krank. Deswegen ist es umso wichtiger, ihr Lieben, ich kann es euch nur ans Herz legen, dass auch ihr viele Lieder aus unseren Liederbüchern – es gibt ja verschiedene, "Singt uns Gott" oder das internationale Liederbuch – sind sehr schöne Lieder drin, Lieder raussucht, die ihr vielleicht mögt und dann auswendig lernt und dann auf der Arbeit oder unterwegs beim Spazieren oder wenn ihr gerade seht, es staut sich wieder ein Problem auf, dass ihr dann diese Lieder singt. Ein sehr schönes Lied und ein sehr bekanntes Lied ist, eins meiner Lieblingslieder ist: "Ein Blasposaune, die laut ist, erklingt, Jesus kommt bald noch einmal." Das ist ein sehr schönes Lied, kann ich euch nur ermutigen. Es ist einfach zu lernen. Lernt es auswendig.

Jeder Schritt, jede Handlung im Namen Jesu ist eine Gelegenheit, auch deinen Glauben sichtbar zu leben und Gottes Herrschaft über dein Leben zu zeigen. Du kannst bewusst jetzt auch wieder wählen, wie du reagierst in Beziehungen. Da kannst du immer entscheiden. Jetzt vorher beim alten Menschen konntest du das nicht, da warst du immer negativ. Aber jetzt kannst du entscheiden in Beziehungen, in Konflikten, wenn man Streit hat, wie entscheide ich, möchte ich jetzt recht haben oder sorge ich dafür, dass erstmal Frieden herrscht und wir vernünftig darüber kommunizieren und diskutieren oder auch in alltäglichen Entscheidungen und so deine Verantwortung für dein Herz und dein Handeln wahrnehmen. Dein treues Handeln, dein bewusstes Reden, Danken und Ermutigen wird nicht unbemerkt bleiben. Es hinterlässt Spuren in deinem Umfeld und in deinem eigenen Leben. Es heilt dein Leben und vor allen Dingen du kannst da oder Christus kann durch dich durch diese Haltung kann auch andere Menschen heilen und sie umkehren lassen zu ihm zurück. Wir können Medizin für die kranken Menschen da draußen sein, die den großen Arzt Jesus Christus bitter nötig haben. Und diese täglichen Entscheidungen sind Teil eines größeren ewigen Planes, der Gottes Kraft und Liebe durch dich in die Welt sichtbar macht. Schritt für Schritt ist auch jetzt hier wieder das Wichtigste. Da wirst du auch merken, wie dein Leben in Wort und in Tat und auch in der Musik – es kommt auch drauf an, was für eine Musik du dann auch hörst. Menschen, die den alten Menschen anhatten, haben, sage ich mal, weltliche Musik gehört. Da gibt's ja eine ganze Bandbreite davon, was gar nicht zu Gottes Ehre nützt. Jetzt aber durch den neuen Menschen hörst du auch einmal neue andere Musik an. Musik des Lobes, Musik der Ermutigung, der Erbauung oder auch Musik zur Beruhigung gibt's sehr schöne klassische Lieder. Wer gern Klassisch hört, dem kann ich auch nur empfehlen, darf gerne mal Joseph Haydn anhören. Habe ich jetzt neulich kennengelernt. Wunderbarer Komponist, sehr schöne Lieder hat er gemacht und ein Leben in Wort, Tat und Musik. Sie sind auch Ausdruck der Herrschaft Christi und diese Herrschaft Christi in dir wird dich leiten und stärken und du darfst darauf vertrauen. Dafür gibt Gott sein Siegel darauf. Das ist ein Versprechen. Wenn Christus wiederkommen wird, wenn er wiederkommt, wird offenbar werden, dass alles, was du heute bewusst in seinem Namen lebst, einen bleibenden Wert hat, ewig Früchte trägt und dich in seiner Herrlichkeit verwandelt. Ein Leben, das niemals ausgeht. Das ist die Belohnung für dich, wenn du Christus vertraust, mit ihm lebst täglich. "Mit Christus leben" ist dieses Thema. Wenn wir das täglich tun, werden wir diese Früchte, die in Ewigkeit nicht verloren gehen, sondern stetig wachsen und in seiner Herrlichkeit widerspiegeln. Ein Leben, das niemals vergeht.

Wir haben jetzt heute einiges gehört. Wir könnten auch noch weiter studieren. Dieses Studium könnte lange sein. Doch nun liegt es an jedem von uns selbst. Wir haben gesehen, was es bedeutet, himmlisch gesinnt zu leben, das Alte abzulegen, den neuen Menschen anzuziehen, den Charakter Christi im Alltag zu zeigen und das Wort Gottes in Denken, Reden und auch Handeln wirken zu lassen. Es ist ein Leben, das Freiheit, Hoffnung und tiefe Sicherheit schenkt, aber auch Mut erfordert, den Mut, vor allem alte Muster loszulassen, sich bewusst auf Christus auszurichten und Verantwortung für das eigene Herz zu übernehmen. Dieser Schritt ist nicht einmalig, sondern ein täglicher Entschluss, ein mutiges Ja zu Christus, egal welche Ängste, Zweifel und alte Gewohnheiten noch da sind. Ich möchte dich ermutigen heute, hier und jetzt, wage diesen Schritt heute, wenn du ihn noch nicht getan hast. Vertraue darauf, dass Christus dich trägt und erlebe, wie dein Denken, deine Beziehungen und dein Alltag von innen heraus verwandelt werden. Lass dich nicht von der Größe der Veränderung einschüchtern. Jeder kleine Schritt in Richtung Christus ist ein Sieg über das Alte und ein Aufblühen des Neuen. Eine Blume wächst auch nicht von heute auf morgen. Sie braucht Zeit, sie braucht Sonnenlicht, sie braucht Wasser, der Boden muss gedüngt werden, der Boden muss gerichtet werden. Es braucht alles Zeit. Schritt für Schritt wächst sie dann und wird zu einer wunderbaren Blume heranwachsen. Erlaube Jesus Christus in deinem Herzen die Führung zu übernehmen und zwar die vollkommene Führung und lass sein Licht in deinem Leben sichtbar werden. Entscheide dich mutig dafür, dein Leben nicht länger von der Welt oder von alten Gewohnheiten bestimmen zu lassen, sondern von ihm, der alles und auch dich erneuert.

Möge Gott dich dabei segnen, dich behüten und begleiten, auf dass du dieses Licht wirst, dieser neue Mensch, von dem Paulus hier gesprochen hat, wovon die Bibel spricht, auf dass du erneuert wirst, neue Gesinnung hast und auch ein Licht für die Menschen da draußen sein kannst, die Jesus Christus entweder falsch kennen oder gar nicht kennen, auf dass sie eines Tages, wenn er wiederkommt in seiner Kraft und Herrlichkeit, auf dass sie auch mit uns zusammen, mit dir und mit mir zusammen sagen können: „Das ist der, auf den wir gewartet haben!“ und sich freuen dürfen, bei ihm zu sein, weil sie deinen Charakter in deinem Leben erkannt haben und er sichtbar geworden ist und in ihr Leben übergesprungen ist. Lasst uns da Gott bitten, dass er uns die Kraft schenkt und Gott segne uns dabei alle. Amen.

Lasst uns noch gemeinsam den liebenden Gott dafür anbeten. Herr unser Gott, wir loben und preisen dich und danken dir von Herzen für dieses wunderbare Geschenk, dass du für uns gemacht hast, dass du uns erschaffen hast, dass wir gewollt sind, geliebt sind, dass du uns auch erlöst hast, Herr. Du hast dein Eigentum, das dir gestohlen worden ist, mit deinem eigenen Blut am Kreuz von Golgatha zurückgekauft. Du hast dein Leben gegeben, damit wir wieder leben dürfen, damit wir mit dir leben dürfen. Du gibst uns noch viel mehr, Herr. Du möchtest uns auch heute hier und jetzt auf dieser Erde, auf dieser sündhaften Erde auch jetzt hier schon Erneuerung durch den neuen Menschen, wovon Paulus gesprochen hat. Unsere Gesinnung erneuern, unser Handeln, Denken, unsere Eigenschaften, alles möchtest du erneuern, auf dass wir, Herr, deinen Charakter hier widerspiegeln. Ich bitte dich ganz besonders jetzt für jeden, der zuhört, auch für mich, dass du dies bitte tust, auf dass wir, Herr, deinen Charakter den anderen Menschen, Herr, zeigen können. Hilf uns, ein Leben mit dir zu leben, und zwar jeden Tag, dass wir uns Zeit nehmen, Herr, für dich, dass wir keine Ausreden finden und sagen, wir haben keine Zeit für dich, denn du hast dir sehr viel Zeit genommen für uns. So können wir es auch tun, wenn wir dich wirklich von ganzem Herzen lieben. So bitte ich dich, Herr, segne uns, behüte uns und schenk uns die Kraft des Heiligen Geistes, auf dass wir dies alles möglich machen können, weil du es, Herr, in uns bewirkst, auf dass wir Lichter auf dieser Welt sein können für andere Menschen, die sich dann auch für dich entscheiden und sagen können, wenn du wiederkommst: „Da ist der, auf den wir gewartet haben!“ Herr Jesus, komme bald. Komme bald und nimm uns mit nach Hause. Wir loben und preisen dich dafür in deinem Namen. Amen.


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