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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp das Gleichnis vom treuen und klugen Haushalter aus Lukas 12. Er erklärt, dass Jesus seine Jünger in die Pflicht nimmt, die empfangenen Wahrheiten zur rechten Zeit an alle weiterzugeben. Das Video warnt vor der Gefahr der Untreue, die aus der Annahme resultiert, dass Jesu Wiederkunft noch ferne sei, und betont die hohe Verantwortung derer, die Gottes Wort kennen. Es ist ein Aufruf, die „gegenwärtige Wahrheit“ aktiv zu verkündigen und wachsam zu bleiben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:32] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid und dass wir heute weiter in Lukas 12 studieren können. Einen überaus interessanten Abschnitt, der von der Vorbereitung auf die Wiederkunft spricht und direkt zu uns, gerade dann, wenn wir Gottes Wort schon kennen, spricht und eine ganz besondere und ernste, wichtige, aber auch sehr erbauende Botschaft heute für uns hat.

[1:01] Wir wollen direkt gleich hineingehen ins Bibelstudium, aber nicht beginnen, bevor wir nicht Gott gebeten haben, uns mit seinem Heiligen Geist zu leiten. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, dass wir zu einem Anfangsgebet, wo es möglich ist, gemeinsam niederknien.

[1:22] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du in deinem Wort so viele Schätze für uns bereithältst, dass wir immer wieder neu dazulernen können, immer wieder interessante Dinge verstehen können. Ich möchte dich bitten, dass du jetzt mit deinem Heiligen Geist zu uns sprichst, dass dein Wort seine ganze Kraft entfaltet und dass wir beeindruckt werden, gestärkt werden und dass dein Geist in unserem Herzen das bewirkt, wozu du dein Wort gesandt hast. Herr, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:59] Wir sind in Lukas Kapitel 12. Wir haben das letzte Mal die Verse ab Vers 35 uns angeschaut, wo Jesus offenbar zum ersten Mal, zumindest zum ersten Mal in den uns überlieferten Evangelien, ausführlich über die Vorbereitung spricht, die Vorbereitung auf die Endzeit.

[2:17] Wir haben darüber gesprochen, dass er ankündigt, dass er von der Hochzeit wiederkommen wird. Die Details dazu können wir jetzt nicht im Einzelnen wiederholen, aber ihr könnt das vorherige Video dazu dann noch einmal anschauen, wenn ihr das verpasst haben solltet.

[2:33] Eine auch in der Adventgeschichte ganz bedeutsame Passage: Von der Hochzeit kommt er wieder. Wir haben gesehen, dass wenn er kommt, er mit uns das Mahl feiern möchte, dass er anklopfen wird an der Tür sozusagen. Wir haben die Parallele zu Laodizea gesehen, zur Offenbarung Kapitel 3, wo Jesus vor der Tür steht und zu uns hineinkommen möchte, um mit uns das Mahl zu halten.

[2:55] Und wir haben gesehen, wie Jesus die Menschen glückselig nennt. Glücklich, eine Seligpreisung. Die Menschen, die wachen, wenn Jesus kommt. Ihre Lenden sollen umgürtet sein. Ihr Denken soll darauf vorbereitet sein, diese Welt zu verlassen, das hinter sich zu lassen, was uns an diese Welt bindet.

[3:15] Die Lichter sollen brennend sein. Und das werden wir noch an anderer Stelle später dann bei Matthäus 25 und anderen Stellen vertiefen können. Aber da geht es ja darum, dass das Feuer des Heiligen Geistes, das Feuer der Liebe Gottes, dass die Gerechtigkeit Christi in unserem Leben so präsent ist, dass wir ein Licht sein können auch für andere Menschen.

[3:35] Wie Jesus in der Bergpredigt sagt: "Ihr seid das Licht der Welt, wenn die Menschen eure guten Taten sehen."

[3:42] Die – und das füge ich jetzt aus Epheser 2 hinzu – die Gott in euch wirkt, die er zuvor bereitet hat, dann werden sie das Licht der Gnade Gottes sehen.

[3:55] Vorbereitet. Jesus hat diese Dinge gesagt, diese Sätze gesagt. Er sagt in Vers 40, nachdem er noch dieses Bild von dem Kommen wie ein Dieb gesagt hat, etwas, was auch in der Offenbarung in den sieben Sendschreiben aufgegriffen wird: Jesus kommen wird wie ein Dieb.

[4:13] Wir lesen Vers 39 und 40 hier in Lukas 12: "Das aber erkennt, wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb käme, so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint."

[4:34] Und jetzt lesen wir weiter in Vers 41. Petrus spricht. Wenn jemand von den Jüngern spricht, dann kann man meistens sicher sein, dass Petrus es ist. Zumindest ist er der, der von allen wohl am meisten immer wieder auf die Worte Jesu verbal reagiert.

[4:52] Er spricht, das heißt in Lukas 12, Vers 41: "Da sprach Petrus zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle?"

[5:02] Erinnern wir uns daran: Im Kontext in Kapitel 12, Vers 1, hatten wir gesehen, dass das Volk sich zu Tausenden gesammelt hatte, dass sie aufeinander traten und doch Jesus auch in besonderer Weise speziell zu seinen Jüngern gesprochen hat.

[5:16] Wir haben also diese Szene hier, dass ein kleiner Kreis der Jünger Jesu direkt um Jesus ist und mit Jesus verschiedene Dinge durchspricht, aber tausende Menschen drumherum auch zuhören.

[5:29] Wir haben dann gesehen, wie in Vers 13 einer aus der Volksmenge kommt und diese Frage stellt und Jesus bittet, Erbteiler zu sein, und Jesus das zurückweist und dann auch einige dieses Gleichnis vom reichen Narren sagt, dass er offensichtlich zu der ganzen Volksmenge sagt, um dann in Vers 22 wieder speziell zu den Jüngern zu sprechen.

[5:49] Natürlich nichts Geheimes. Die Volksmenge hat es auch gehört. Petrus hat jetzt die Frage: Sind diese Dinge, die du gesagt hast in Versen 35 bis 40, sind die jetzt für uns oder gelten die für alle?

[6:08] Vielleicht hat er sogar die Gleichnisse davor, die Bilder, die Sätze von den unnützen Sorgen auch mit im Kopf. Petrus will wissen, ist das, was Jesus sagt, für den inneren Zirkel bestimmt oder gilt es für alle gleichermaßen?

[6:31] Eine interessante Frage. Es hat ja im Laufe der Kirchengeschichte Menschen gegeben, die dachten, Jesus hätte so eine Art Geheimreligion gegründet, wo die Botschaft an die äußeren Massen gar nicht das war, was er wirklich dem geheimen Zirkel gesagt hat. Aber das können wir ausschließen. Die Bibel lehrt so etwas an keiner Stelle.

[6:50] Petrus stellt also die Frage, wie sehr das, was sie jetzt hören, auch für alle anderen gilt.

[7:02] Interessant ist jetzt Vers 42. Der Herr aber sprach: "Wer ist wohl der treue und kluge Haushalter, den der Herr über seine Dienerschaft setzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die verordnete Speise gibt?"

[7:15] Jesus antwortet gar nicht direkt. Er sagt nicht so oder so, sondern er antwortet auf die Frage von Petrus mit einem Gleichnis.

[7:32] Und zwar ist es das Gleichnis vom treuen und untreuen Haushalter.

[7:42] Wir haben hier einen Haushalter, einen Knecht. Wir haben ja schon in den Versen zuvor einen Hausherrn gehabt in Vers 39.

[7:46] "Das aber erkennt, wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb käme, so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen." Hier haben wir einen Haushalter.

[8:01] Die Idee ist, es gibt einen Herrn, und der setzt einen Haushalter ein, und dieser Haushalter hat Aufgaben bezüglich der Dienerschaft.

[8:22] Jesus sagt: "Wer ist wohl der treue und kluge Haushalter, den der Herr über seine Dienerschaft setzen wird? Wozu wird er dort eingesetzt? Der hat eine Aufgabe, damit er ihnen zur rechten Zeit die verordnete Speise gibt."

[8:42] Der Haushalter ist es, der die Aufgabe hat, die Diener mit dem nötigen Essen zu versorgen.

[8:50] Der Herr über die gesamte, also so ein Haus war damals nicht einfach nur eine Einfamilienwohnung mit Vater, Mutter, zwei Kindern, sondern war eine große Wirtschaftseinheit mit der Kernfamilie, den Verwandten, Dienern, Knechten, Mägden, alle möglichen Leute, und es war eine große Einheit.

[9:06] Der Herr setzt Haushalter ein, die Aufgabe haben, dafür zu sorgen, dass alle Diener, alle, die zu dieser großen Wirtschaftseinheit (Oikos) dazu gehören, dass die alle zur rechten Zeit das bekommen, was sie brauchen.

[9:23] Und es gibt einen treuen und klugen Haushalter, der genau das tut, der seinen Auftrag kennt, seinen Auftrag wahrnimmt und wenn es Zeit ist, all das, was die Diener essen müssen, was sie brauchen, ihnen auch tatsächlich gibt.

[9:44] Die Antwort von Jesus ist subtil und trotzdem absolut deutlich.

[9:55] Er spricht es nicht direkt aus, aber durch ein Gleichnis. Er selbst, Jesus, ist natürlich der Herr, aber er hat Haushalter eingesetzt, Apostel, Menschen, die im Werk Gottes arbeiten, denen er besondere Wahrheiten offenbart hat. Wozu?

[10:18] Damit sie allen anderen, dem Volk, zur richtigen Zeit das richtige Essen geben.

[10:25] Gott setzt Menschen in der Gemeinde ein. Jesus setzt Leiter in die Gemeinde ein, sei es zum Predigen oder für welche Leitungsaufgaben auch immer, damit sie zur richtigen Zeit dem Volk die richtige Speise geben. Dazu sind sie da.

[10:38] Sie sind nicht dazu da, um sich zwischen Jesus und das Volk zu schieben. Sie sind nicht dazu da, irgendwie ihren Machtfantasien Ausdruck zu verleihen. Sie sind dazu da, dafür zu sorgen, dass das Volk vollständig ausreichend zu essen hat.

[10:54] Jesus sagt in Matthäus Kapitel 4 Vers 4: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht."

[11:00] Geistlich gesehen brauchen wir alle die richtige Speise zur richtigen Zeit.

[11:07] Es gibt verschiedene Zeiten in der Weltgeschichte. Es gab eine Zeit, da stand die Sintflut bevor, und die Speise zur Zeit der Sintflut war die Botschaft von Noah: "Kommt in die Arche!"

[11:20] Die Botschaft war damals nicht: "Geht aus Ägypten!", weil erstens gab es kein Ägypten. Zweitens musste man nicht heraus.

[11:25] Aber es gab eine Zeit, da war die Botschaft nicht: "Kommt in die Arche!", weil es keine Arche gab und auch kein Regen zu befürchten war, sondern die Botschaft war: "Geht aus Ägypten hinaus!"

[11:37] So gibt es für bestimmte Zeiten bestimmte Wahrheiten. Wir nennen sie gegenwärtige Wahrheit. Es gibt auch für die Zeit, in der wir leben, für die Endzeit, für die letzten Phasen, die letzten Abschnitte der Weltgeschichte in Daniel 2 und Daniel 7 und Daniel 8 und Offenbarung 12 und 13 und 14.

[11:55] Es gibt dort Wahrheiten, die das Volk zu diesem Zeitpunkt hören muss. Und der kluge und der treue Haushalter ist derjenige, der zur rechten Zeit diese Wahrheiten auch predigt.

[12:14] Auf die Frage von Petrus: "Sagst du das uns oder sagst du es auch allen?", antwortet Jesus gewisserweise, indem er sagt: "Ich sage es euch, damit ihr es den anderen sagt."

[12:28] Jesus nimmt Petrus und die anderen Apostel in die Pflicht.

[12:35] Sie sollen gar nicht erst denken, dass es hier Geheimwissen gibt, die nur für sie sind und nicht für die anderen. Er sagt: "Was ich euch sage, nicht alle Menschen können Jesus buchstäblich gehört haben. Nicht alle waren leibhaftig gegenwärtig, als er gesprochen hat. Aber die Jünger sollten es weitergeben und andere wieder ausbilden, die es dann weitergeben sollten."

[12:52] Ja, für das Prinzip von Paulus an Timotheus vor Augen haben, wo er in 2. Timotheus sagt, und dort Vers 2: "Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das vertraue treuen Menschen an, die fähig sein werden, auch andere zu lehren."

[13:25] Wer im Volk Gottes eine Haushalterposition hat, hat die feierliche Verantwortung, die Worte Jesu, die er selbst verstanden hat, weiterzugeben, zur rechten Zeit die richtige Speise.

[13:45] Vers 43, Lukas 12, Vers 43: "Glückselig!" Schon wieder eine Seligpreisung, so wie in Vers 37 und Vers 38. Glückselig! Vers 43: "Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird."

[14:03] Wir hatten in Vers 37 gesehen: "Glückselig sind jene Knechte, welche der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird." Jetzt verstehen wir, Wachen ist keine passive Sache.

[14:13] Denn wenn diejenigen glückselig sind, die wachen, und gleichzeitig ein paar Verse weiter, diejenigen glückselig sind, die so etwas tun, die bei solchem Tun gefunden werden, dann wird ganz deutlich: Diejenigen, die wirklich wachen, sind diejenigen, die das Wort Gottes weitergeben.

[14:29] Es gibt Menschen, die glauben, das Wachen besteht einfach nur darin, alle möglichen Zeichen der Zeit zu kennen, zu registrieren und immer nur zu beobachten. Aber das ist nicht das Wachen von Lukas 12.

[14:38] Das Wachen von Lukas 12 besteht darin, seine Gaben und Fähigkeiten, die Talente und Wahrheiten, die Gott mir gegeben hat, einzusetzen, damit andere zur rechten Zeit die richtige Speise bekommen. Darin zeigt sich das Wachen.

[14:52] Wer das nicht tut, ist im Sinne von Lukas 12 nicht wachsam bezüglich der Wiederkunft.

[15:05] Wir haben eine Aufgabe. Bis zur Wiederkunft müssen wir die Botschaften, die Gott verordnet hat, zu ihrer speziellen Zeit verkündigen.

[15:13] Und deswegen müssen wir in der Zeit, in der wir leben, die Dreiengelsbotschaft verkündigen, denn es ist die Botschaft für diese Zeit.

[15:18] Und wenn jemand die ganze Zeit nur schöne, nette Dinge predigt, aber niemals die Botschaft für diese Zeit, tut er nicht das, was der Haushalter tun muss. Es gibt eine festgelegte Zeit für die Speise. Zur rechten Zeit die verordnete Speise.

[15:37] Der treue und kluge Haushalter gibt das weiter, was er von Jesus empfangen hat.

[15:41] Offenbarung 10 zeigt, wie Jesus in dieser Zeit das Buch Daniel geöffnet hat in der Endzeit und möchte, dass die ganze Welt es erfährt.

[15:49] Wo sind die klugen und treuen Haushalter, die das Buch Daniel essen und dann weitergeben als kluger und treuer Haushalter an all die Menschen, die es noch nicht kennen? Wo sind die treuen und klugen Haushalter?

[16:03] Egal, ob in Hauskreisen, in persönlichen Bibelstunden, Gesprächen, in Gottesdiensten, im Internet, auf sozialen Medien, wo auch immer. Menschen, die das, was sie von Jesus verstanden haben, weitergeben.

[16:14] Die Frage von Petrus: "Sagst du das zu uns oder zu allen?", antwortet Jesus durch ein Gleichnis: "Ich sage es zu euch, damit ihr es allen sagt."

[16:31] Vers 44: "Wahrlich!" Und wenn Jesus wahrlich sagt, dann sollte man – man sollte immer aufpassen, wenn Jesus etwas sagt. Es ist alles unfassbar wichtig. Aber diese "wahrlich"-Sätze, die tragen sozusagen eine Unterstreichung, wenn man so möchte.

[16:45] Jesus sagt: "Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über alle seine Güter setzen." Er wird sozusagen befördert.

[16:57] Er war vielleicht Haushalter über diesen einen Haushalt, über diese eine Wirtschaftseinheit, über diesen einen Oikos. Dieser Herr hat vielleicht verschiedene Güter. Und er sagt, wenn jemand treu einem Haushalt das tut, was er tun soll, er wird, wenn der Herr wiederkommt, er wird ihn über alle seine Güter setzen.

[17:16] Wir wissen nicht, was Jesus für uns bereitet hat im Himmel, auf der neuen Erde. Aber so viel ist die Andeutung der Bibel verständlich: Es wird nicht wenig sein.

[17:32] Manchmal fragen wir uns vielleicht: Muss ich denn immer das Wort Gottes predigen, auch wenn es Widerstände bringt, auch wenn Leute dadurch vielleicht Anstoß finden? Kann ich nicht einfach Wahrheiten predigen, die überall angenehm und wohl anerkannt sind und wo ich nicht anecke?

[17:46] Die Wahrheit ist: Wer Gottes verordnete Wahrheit zur rechten Zeit predigt, wird einmal von ihm im Universum befördert werden.

[18:00] Es sind die klugen und die treuen Haushalter, die das verstanden haben, wie wichtig das Wort Gottes ist.

[18:07] Gott gibt niemals Weisheiten nur für mich, damit ich mich als innerer Zirkel freuen kann. "Wir sind die Apostel, ihr wisst das nicht." Nein, er gibt immer Wahrheiten, damit wir sie weitergeben.

[18:16] Das ist der kluge und treue Haushalter. Das ist der kluge und treue Evangelist, Prediger, Gemeindeleiter, Hauskreisleiter, Buchevangelist, wer immer auch.

[18:32] In Daniel Kapitel 12 wird uns gesagt, welchen Lohn diejenigen erhalten werden, die ihr Leben dafür einsetzen, die Wahrheit, die sie selbst von Jesus bekommen haben, weiterzugeben.

[19:05] Daniel Kapitel 12 und dort Vers 3: "Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich."

[19:22] Möchtest du leuchten wie ein Stern, dann weise andere Menschen zur Gerechtigkeit.

[19:27] Nicht zur Gerechtigkeit, die sie in sich selbst zu haben meinen – da braucht man sie nicht hinweisen – sondern weise sie auf die Gerechtigkeit, die außerhalb von ihnen ist, in Jesus Christus am Kreuz von Golgatha.

[19:40] Die Gerechtigkeit, die in diesem Buch offenbart wird, die Gerechtigkeit Gottes, die auf alle kommt, die glauben, die allen zugerechnet und verliehen wird, die von Herzen danach verlangen: die Gerechtigkeit Gottes im Evangelium.

[19:55] Wie oft weise ich? Wie oft weist du andere Menschen in persönlichen Gesprächen, in welchem Format auch immer? Wie oft weisen wir andere Menschen auf die Gerechtigkeit Gottes hin? Die Speise, das Brot.

[20:21] In Johannes Kapitel 6 und dort Vers 35 sagt Jesus: "Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten."

[20:34] Er sagt in Vers 51: "Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot isst, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, dass ich geben werde, ist mein Fleisch, dass ich geben werde für das Leben der Welt."

[20:46] Wir müssen den Tod Jesu für uns persönlich in Anspruch nehmen, so wie man ein Brot isst.

[20:56] Wer ein Brot nur anschaut und als Brot benennt, wird nicht satt. Um vom Brot satt zu werden, muss man sich seine persönliche Scheibe abschneiden und muss sie tatsächlich essen, kauen, verdauen.

[21:08] Wer das Evangelium in Anspruch nehmen möchte, reicht es nicht nur zu sagen: "Ah, das ist das Evangelium. Ich benenne es als das Evangelium." Ich muss meinen Anteil davon sozusagen für mich persönlich nehmen. Ich muss es für mein persönliches Leben in Anspruch nehmen.

[21:29] Den Tod Jesu essen, sozusagen metaphorisch gedacht.

[21:35] Es braucht Menschen, die dieses Brot anbieten, die dieses Brot des Lebens weitergeben und sagen: "Schau mal her, hier kannst du essen, hier wirst du satt. Wenn du nach Gerechtigkeit hungerst und dürstest, wie die vierte Seligpreisung sagt, dann wirst du hier satt."

[21:57] Aber leider geht das Gleichnis noch weiter. Also leider gibt es eine Kehrseite.

[22:05] In Lukas 12 Vers 45 heißt es: "Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen und anfängt, die Knechte und die Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen."

[22:10] Es geht hier nicht um zwei Knechte in Lukas 12. Es geht um einen Knecht, der hat zwei Möglichkeiten. Entweder ist er treu oder untreu.

[22:26] Er bekommt diese Aufgabe und er muss sich entscheiden: Werde ich treu meine Aufgabe erfüllen oder werde ich sagen: "Ah, mein Herr kommt noch lange nicht."

[22:38] Es heißt hier in Vers 45: "Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen und anfängt, die Knechte und die Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen."

[22:52] Es beginnt alles mit der Herzenseinstellung: "Der Herr kommt noch lange nicht." Wenn wir in unserem Herzen diese Einstellung haben, "das dauert noch, das dauert noch", ich werde mich erstmal auf dieser Erde jetzt gemütlich machen.

[23:06] Dann hat das Auswirkungen auf unseren Dienst. Man kann nicht so treu und gerecht oder und klug den Dienst ausführen wie dieser treue Knecht, wenn man denkt, die Wiederkunft Jesu, das dauert, wer weiß noch wie lange.

[23:16] Das griechische Wort *chronizo* meint: "Er nimmt sich Zeit. Der braucht halt noch."

[23:23] Ja, diese Einstellung ist nicht nur in der Endzeit belegt. Schon im Alten Testament haben Menschen gesagt und gedacht, die Verheißung, das braucht ja noch ewig, das wird sich ja nie so richtig erfüllen.

[23:35] Hesekiel Kapitel 12 und dort Vers 22. Gott spricht hier: "Menschensohn, was ist das für ein Sprichwort, dass sie im Land Israel gebrauchen, indem ihr sagt: Die Tage ziehen sich hinaus und es wird nichts aus allen Offenbarungen."

[23:47] Vers 27: "Menschensohn, siehe, das Haus Israel spricht: Das Gesicht, das er gesehen hat, erfüllt sich erst in vielen Tagen, und er weist von fernen Zeiten."

[23:56] Wie viele von uns hören die biblische Prophetie und sagen: "Ja, irgendwann wird das, wird irgendwann wird's eine Wiederkunft geben. Irgendwann mögen die Dinge aus Offenbarung 13 sich erfüllen, aber sicherlich nicht jetzt. Jetzt, das ist ja fanatisch zu glauben, dass es jetzt bald sein könnte."

[24:09] "Nein, nein, irgend ja irgendwann wird's schon soweit sein." Aber wer so denkt, verrät den Auftrag, den er hat.

[24:20] Denn Jesus macht deutlich, was passiert, wenn jemand so denkt in seinem Herzen: Das hat Auswirkungen auf sein Verhalten.

[24:30] Es heißt hier in Vers 45: "Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen und anfängt, die Knechte und die Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen."

[24:46] Seine falsche Einstellung führt dazu, dass er die Diener schlecht behandelt und unterdrückt.

[24:54] Wir finden im Alten Testament Beispiele von Menschen, die als Haushalter eingesetzt worden sind über das Volk Gottes, die statt das Volk zu nähren mit der richtigen Speise, noch diejenigen verfolgt haben, die richtige Speise geben wollten.

[25:11] Ist das heute vielleicht manchmal auch immer so?

[25:17] Jeremia 20 und dort Vers 1 und 2: "Als aber Paschhur, der Sohn Immers, der Priester, er war Oberaufseher im Haus des Herrn, Jeremia diese Worte weissagen hörte, da schlug er den Propheten Jeremia und legte ihn in den Stock, der sich im Obertor Benjamin beim Haus des Herrn befand."

[25:39] Kein Einzelfall.

[25:41] Hesekiel 34 und dort Vers 3 und 4.

[25:48] Gott geht hier mit den Führern des Volkes Gottes hart ins Gericht. Er sagt: "Das Fette verzehrt ihr, mit der Wolle bekleidet ihr euch und das Gemästete schlachtet ihr, aber die Herde weidet ihr nicht. Das Schwache stärkt ihr nicht, das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verscheuchte holt ihr nicht zurück und das Verlorene sucht ihr nicht, sondern mit Gewalt und Härte herrscht ihr über sie."

[26:12] Untreue Haushalter im Alten Testament. Untreue Haushalter gibt es auch im Neuen Testament, in der Kirchengeschichte, und es gibt sie heute immer noch.

[26:19] Die Frage ist nicht: Gibt es untreue Haushalter? Die Frage ist: Bin ich ein treuer oder ein untreuer? Auf welcher Seite stehe ich? Auf welcher Seite stehst du?

[26:30] Sie leben dann im Luxus. Sie berauschen sich, sie essen, sie trinken. Das erinnert uns vielleicht an Jesaja 56 und dort Vers 10 bis 12.

[26:48] "Seine Wächter – es geht um Israel – seine Wächter sind blind. Sie wissen alle nichts. Stumme Hunde sind sie, die nicht bellen können. Sie liegen träumend da, schlafen gern."

[26:56] Vers 11: "Doch sie sind auch gierige Hunde, die nicht wissen, wann sie genug haben. Und sie, die Hirten, verstehen nicht aufzupassen. Sie alle wenden sich auf ihren eigenen Weg. Jeder sieht auf seinen Gewinn ohne Ausnahme."

[27:10] "Kommt her", sagen sie, "ich will Wein holen. Lasst uns Rauschtrank saufen, und morgen soll es gehen wie heute, ja, noch viel großartiger."

[27:19] Jesus hat das sicherlich vor Augen gehabt. Jesus denkt sich hier nichts aus, sondern er beschreibt den Zustand von untreuen Haushaltern, wie schon im Alten Testament immer und immer und immer wieder beobachtet werden kann.

[27:30] Nicht Ausnahmen, dass Untreue dann plötzlich anfangen, in Saus und Braus zu leben und andere zu unterdrücken. Das ist die Regel. Das ist die natürliche Folge dieser Einstellung: "Mein Herr kommt noch lange nicht, ich muss jetzt nicht ständig die rechte Speise austeilen."

[27:48] Denn was quasi nur implizit gesagt wird, aber sozusagen mitgedacht werden muss: Der untreue Knecht macht ja genau das nicht. Er gibt eben nicht die Speise zur rechten Zeit. Er macht alles andere.

[28:03] Wenn die gegenwärtige prophetische Wahrheit für diese Zeit nicht gepredigt wird, dürfen wir uns auch nicht wundern, wenn es Missstände in der Gemeinde gibt.

[28:15] Dürfen uns nicht wundern. Jesus hat es vorher gesagt, wenn Leute unterdrückt werden, wenn Irrlehren gefördert werden, wenn die Haushalter mehr an sich selbst denken als an den Dienst am Volk.

[28:46] Solche Leute gab es auch im Neuen Testament. Paulus warnt vor ihnen.

[28:53] Philipper 3 Vers 18 und 19. Er sagt in Vers 17: "Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt."

[29:01] Paulus war ein treuer Haushalter. Er hat die Dinge, die er von Gott empfangen hat, weitergegeben.

[29:08] Er sagt das ja sogar wörtlich in Kolosser 2. Das sagt er in Vers 25: "Deren Diener, also der Gemeinde, bin ich geworden gemäß der Haushalterschaft, die mir von Gott vor euch gegeben ist, dass ich das Wort Gottes voll ausrichten soll."

[29:22] Paulus hat das genau verstanden. Er ist als Haushalter nicht ein Fürst, der den anderen sagt, was sie zu tun und zu lassen haben, der rumkommandiert und jetzt seine Machtgelüste ausspielen kann.

[29:32] Als Haushalter ist er ein Diener, der dafür zuständig ist, dass all die Diener, selbst die, die er noch nie gesehen hat, wie die Kolosser, dass sie das Wort Gottes vollständig verstehen.

[29:41] Er möchte, dass die Wahrheiten, die der Herr ihm gegeben hat, von allen verstanden werden. Er möchte das Wort Gottes voll ausrichten.

[29:48] Und er sagt: "Haltet euch an solche Leute", sagt er in den Philippern, "an echte Haushalter, die das Wort Gottes zur rechten Zeit predigen." Lieber Freund, liebe Freundin, natürlich sollen wir allein auf Jesus schauen, aber Paulus sagt, manchmal ist es in der Gemeinde auch wichtig, sich an Vorbildern zu orientieren, die uns in die richtige Richtung weisen, die ein Vorbild sind, auch wenn sie nicht perfekt sind, auch wenn wir sie uns nicht in allen Dingen immer imitieren können, aber die in ihrer Lebensweise, in ihrem Dienst uns zu Jesus führen. Menschen wie Paulus.

[30:27] Die als Diener, die für diese zeitnotwendige Wahrheit predigen, und halte dich an sie.

[30:47] Zurück zu Philipper 3. Er sagt in Vers 18: "Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage."

[30:53] Er sagt das nicht, um nur schlecht hinter dem Rücken von anderen zu reden. Er sagt es, weil es eine immense Gefahr für die Diener ist.

[31:01] "Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus. Ihr Ende ist das Verderben. Ihr Gott ist der Bauch."

[31:09] Ja, denk, sie essen, sie trinken, sie berauschen sich, sie rühmen sich ihrer Schande. Sie sind irdisch gesinnt, sie rücken die Wiederkunft in weite Ferne.

[31:18] Aber Paulus sagt: "Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter."

[31:24] Der kluge Knecht sagt nicht: "Ah, Jesus kommt irgendwann mal wieder." Er möchte, dass es so bald wie möglich ist.

[31:31] Selbst Paulus, der wusste, dass sich erst noch die Prophetie erfüllen muss und der Antichrist kommen muss, hat sich danach ausgestreckt.

[31:42] Lukas Kapitel 12. Was passiert mit einem solchen untreuen Knecht?

[31:50] Lukas 12, Vers 45: "Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen und anfängt, die Knechte und die Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet und zu einer Stunde, die er nicht kennt."

[32:12] Die Ankunft wird für den untreuen Haushalter überraschend sein.

[32:20] Paulus spricht davon, dass für uns die Wiederkunft nicht überraschend sein wird. Er sagt in 1. Thessalonicher Kapitel 5 ab Vers 2: "Denn ihr wisst ja genau, dass der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie nämlich sagen werden: Friede und Sicherheit, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen."

[32:44] "Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte. Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht an, noch der Finsternis."

[32:58] Für den untreuen Knecht kommt alles überraschend. Und es heißt hier: "Und er wird ihn entzweihauen." Das ist noch eine humane Übersetzung. Es heißt wörtlich: "Er wird ihn in zwei Teile spalten", grausam bestrafen und ihm sein Teil mit den Ungläubigen geben. Das Griechische könnte auch "mit den Untreuen" bedeuten, was letztlich auf das Gleiche hinausläuft.

[33:37] Wer viel Wahrheit von Gott empfangen hat und den Auftrag hat, es weiterzugeben, und es nicht tut, stattdessen sich zum Möchtegern-Fürsten aufspielt, den erwartet ein schreckliches Gericht.

[33:56] Und das darf man nicht unter den Teppich kehren.

[34:03] Wer die Botschaft Gottes verstanden hat und sich weigert, sie weiterzugeben, wer stattdessen seine von Gott gegebenen Aufgaben und Pflichten missbraucht in der Gemeinde, den erwartet wirklich eine schreckliche Strafe.

[34:29] "Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereit hielt und auch nicht nach seinem Willen tat, wird viele Schläge erleiden müssen."

[34:35] Vers 48: "Wer ihn aber nicht kannte und doch tat, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge erleiden müssen. Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen. Und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto mehr fordern."

[34:55] Jesus erklärt in diesen letzten beiden Versen, warum der untreue Knecht so hart bestraft wird. Nicht, weil Gott plötzlich aufhört, die Liebe zu sein. Gott ist immer die Liebe. Auch dann, wenn er straft, sogar wenn er hart straft, ist er immer noch die Liebe.

[35:10] Denn Gott ist die Liebe, aber er ist auch gerecht. Und das ist bei Gott niemals ein Widerspruch.

[35:18] Die Schwere der Strafe hängt nämlich davon ab, wie viel man vom Willen des Herrn kannte und daher ignorierte.

[35:29] Der Wille des Herrn besteht hier in diesem Fall darin, dass der Haushalter die Dinge, den Auftrag, den er empfängt, auch ernst nimmt, umsetzt und den Dienern Brot gibt.

[35:40] Denn der Herr Jesus kann als Mensch nicht überall gleichzeitig sein. Das konnte er schon als auf Erden lebte nicht.

[35:51] Das ist der Heilige Geist. Wirkt an allen Menschen. Keine Frage.

[36:00] Und doch setzt er Haushalter ein, die den Auftrag haben, das Wort Gottes, dass Jesus in Palästina, in Galiläa, in Peräa, den Aposteln und anderen gesagt hat, dass dieses Wort sich verbreitet.

[36:13] Das sind keine nebensächlichen Worte, das sind die Worte des ewigen Lebens. Sie müssen in die Welt hinaus.

[36:19] Wer diesen Willen kennt und ihn ignoriert, der ist schwerer Strafe schuldig.

[36:36] Mit anderen Worten, wer andere schlägt und im Luxus schwelgt, aber gar nicht wusste, dass es einen Auftrag gibt, das Wort Gottes weiterzugeben, der wird zwar bestraft werden dafür, dass er geschwelkt hat und dass er andere geschlagen hat, der wird dafür bestraft werden.

[36:51] Aber wer das tut und gleichzeitig eigentlich wusste, dass er einen Auftrag hat, die Botschaft des Evangeliums weiterzugeben, der wird viel mehr bestraft werden, denn er hat eine größere Verantwortung.

[37:06] Und er hat eine überlebenswichtige Aufgabe ignoriert.

[37:12] Apostel haben also eine sehr hohe und sehr wichtige Verantwortung. Menschen, die Gottes Wort kennen, das Evangelium für diese Zeit kennen, haben eine hohe und wichtige Verantwortung.

[37:25] Ihnen ist sehr viel gegeben. Von ihnen wird auch viel erwartet werden.

[37:34] Möglicherweise, sicherlich, hat Jesus dabei auch 5. Mose 25 im Blick gehabt.

[37:47] 5. Mose 25 heißt es in Vers 1 bis 3: "Wenn zwischen Männern ein Streit entsteht und sie vor Gericht treten und man richtet sie, so soll man den Gerechten für gerecht erklären und den Übeltäter für schuldig."

[38:00] Lesen wir noch Vers 2: "Und wenn der Übeltäter Schläge verdient hat, soll der Richter ihn niederfallen lassen, und man soll ihm vor seinen Augen die bestimmte Tracht Prügel geben, je nach dem Maß seiner Schuld."

[38:13] Wenn Jesus sagt, dass der untreue Knecht Schläge bekommen wird, dann heißt es ja nicht, dass bei der Wiederkunft untreue Menschen buchstäblich ausgepeitscht werden.

[38:20] Aber es bedeutet, dass sie eine Strafe bekommen werden, die so wie damals in 5. Mose bei der Prügelstrafe, die Schwere der Strafe von der Schwere der Schuld proportional abhängen, sozusagen, wobei es dann eine Grenze auch der schweren Schuld gab. Man konnte nicht mehr als 40 Schläge bekommen.

[38:46] So wird auch bei der Wiederkunft die Strafe proportional zu unserer Schuld sein.

[38:53] Wobei zu berücksichtigen ist, dass Menschen, die den Auftrag Gottes kannten, sein Wort kannten, den Auftrag ignoriert haben und einfach gesündigt haben, wie alle anderen auch, schwerer bestraft werden als diejenigen, die das Wort Gottes gar nicht kannten und einfach nur gesündigt haben.

[39:11] Am Ende ist ja niemand ohne Entschuldigung, wie die Offenbarung, wie Römer uns deutlich sagt: In der Natur hätte man die wesentlichsten Grundprinzipien erkennen können.

[39:18] Gottes Gewissen spricht auch an Menschen, die Bibel nicht kennen.

[39:24] Wenn jemand bestraft wird am Ende der Zeit, dann deswegen, weil er es verdient hat. Aber die Strafe wird klein sein, wenn er den Auftrag Gottes nicht kannte.

[39:35] Aber wehe dem, der den Auftrag Gottes kannte und den nicht umgesetzt hat.

[39:47] Lieber Freund, liebe Freundin, hast du verstanden, wie wichtig das Wort Jesu nicht nur für dich, sondern auch für alle anderen ist?

[40:04] Hast du verstanden, dass Jesus sich wünscht, dass du diese Wahrheiten nicht nur für dich alleine behältst in einem kleinen, engeren Zirkel, sondern dass du die Verantwortung verspürst, diese gute Nachricht, dieses Brot des Lebens zur rechten Zeit auch anderen Menschen zu geben?

[40:20] Wann ist die rechte Zeit? Paulus sagt: "Heute, heute, da ihr seine Stimme hört, heute ist der Tag des Heils."

[40:31] Heute und morgen, sagen wir heute und übermorgen, sagen wir heute.

[40:37] Petrus hat eine Frage gestellt in Vers 41: "Herr, sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle anderen?"

[40:44] Jetzt können wir diese Frage beantworten aufgrund dessen, was Jesus gesagt hat. Die Warnung gilt allen, aber die Jünger haben sie jetzt gehört, und jetzt haben sie die feierliche Verantwortung, sie allen anderen weiterzugeben, und sie werden selbst einmal daran beurteilt werden, wie treu sie diesem Auftrag nachgekommen sind.

[41:04] Interessant ist, wie Petrus später über diese Frage gedacht hat.

[41:11] 1. Petrus Kapitel 4 und dort Vers 7. Da sagt derselbe Petrus, der noch mal gefragt hat: "Gilt das jetzt für alle oder gilt es nur für uns?"

[41:20] Er hatte die Lektionen gelernt. Er sagt in 1. Petrus 4 Vers 7: "Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet."

[41:30] Mit anderen Worten, seid wachsam, bereitet euch vor auf die Wiederkunft Gottes. Er hatte die Botschaft verstanden. Er hatte den Auftrag verstanden. Er hat in seinen Briefen, in seinem Dienst das Wort zur rechten Zeit weitergegeben.

[41:45] Die Frage ist, lieber Freund, liebe Freundin, für mich und für dich: Sind wir bereit, diese Wahrheit zur richtigen Zeit, zur rechten Zeit, die gegenwärtige Wahrheit, die Wahrheit des Wortes Gottes, die jetzt besonders seine Anwendung findet?

[42:04] Wir können über die ganze Bibel predigen, aber im Fokus sollte das stehen, was jetzt wichtig ist, was wir jetzt verstehen müssen.

[42:17] Sind wir bereit als Haushalter Gottes, das weiterzugeben, was wir von ihm verstanden haben? Ich möchte mich neu dafür entscheiden. Du auch?

[42:25] Lass uns gemeinsam beten.

[42:32] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns lieb hast, dass du durch dein Wort zu uns auch heute gesprochen hast, Herr.

[42:47] Wir möchten das weitergeben, was du uns gegeben hast. Wir möchten treue und kluge Haushalter sein. Möchten uns nicht über andere heben, sondern ihnen helfen, den Weg zu dir zu finden, Herr.

[42:56] Das wünsche ich mir für mich und für jeden Einzelnen, der dieses Video sieht oder hört.

[43:04] Lass uns solche klugen und treuen Haushalter sein, weil die Botschaft, die du uns gegeben hast, so unfassbar schön ist und uns so tief verändert. Herr, wir möchten andere Menschen zu dir bringen.

[43:18] Lass uns die vielen zur Gerechtigkeit weisen, damit wir leuchten wie die Sterne ewiglich. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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