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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Episode von „Der Ersehnte“ tauchen wir tief in Lukas 12:51-53 ein, wo Jesus neue, aber auch vertraute Wahrheiten über die Konsequenzen seines Kommens verkündet. Entdecke, wie diese Verse uns heute noch herausfordern und stärken, und lass dich von Christopher Kramp inspirieren, Jesu Botschaft neu zu verstehen.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt, dabei seid und wir heute in Lukas 12 die Verse 51 bis 53 genauer anschauen können. Wir wollen uns diesen Versen widmen, die, wie wir sehen werden, etwas aufgreifen, was Jesus früher schon einmal gepredigt hat, aber mit ein paar neuen Nuancen. Und für uns ist das auch die Gelegenheit, sich neu daran zu erinnern, was Jesus uns hier Wichtiges sagen möchte. Bevor wir beginnen, möchten wir, wie es unsere gute Gewohnheit ist, ein Gebet sprechen, Gott einladen, unser Studium zu segnen. Wenn es dir möglich ist, dann lade ich dich ein, mit mir am Anfang wieder zu knien.

[1:22] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass du uns lieb hast und dass du für uns da bist und dass du zu uns sprichst und dass dein Wort so viel Weisheit und Kraft enthält. Möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst, dass wir die Wahrheit erkennen, wie sie in dir ist und dass wir dadurch gestärkt werden für den Alltag, dass wir jeden Tag mit dir gehen, Herr. Wir möchten dich bitten, dass wir jetzt verstehen, was du uns sagen möchtest und dass du uns die Kraft schenkst, auch danach zu leben. Herr, sei du unser Lehrer. Dafür. Amen.

[2:05] In Lukas Kapitel 12 und dort ab Vers 51. Wir haben in den Versen 49 und 50 gesehen, wie sehr sich Jesus gewünscht hat, dass die Jünger, überhaupt die Gläubigen, mit der Taufe des Heiligen Geistes getauft werden. Aber zuvor musste er sterben für sie. Und wir haben darüber gesprochen, was für eine immense körperliche, vor allem aber emotionale und mentale Qual das auch für ihn gewesen ist. In Vers 50 war das auch das Thema.

[2:43] In Vers 51 bis 53 bringt er jetzt noch einen neuen Gedanken, der allerdings im Wesentlichen so auch schon einmal in Matthäus Kapitel 10 von ihm ausgesprochen worden ist. Wir lesen in Lukas Kapitel 12 und dort Vers 51: „Meint ihr, fragt Jesus, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu geben?“ Eine berechtigte Frage, vor allem, wenn man sich überlegt, dass Jesus ja im selben Buch, in Lukas Kapitel 2 bei seiner Geburt von den Engeln heißt in Vers 14: „Herrlichkeit bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und unter den Menschen Gottes Wohlgefallen.“ Also, die Frage ist ja sehr interessant, wenn er sagt: „Meint ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu geben?“

[3:36] Seine Antwort jetzt ist sehr interessant. Er sagt: „Nein, sage ich euch, sondern viel mehr Entzweiung.“ Zu dem Zusammenhang mit Lukas 2, der natürlich genauso war, der Vers dort, werden wir gleich einiges sagen. Aber fangen wir zunächst einmal an, darüber nachzudenken, wie dieser Vers in Matthäus 10 aussieht. In Matthäus 10, wie gesagt, als Jesus in Galiläa damals die 12 Jünger zu ihrer ersten eigenständigen Missionsreise ausgesandt hat, dort hat er ihnen in dieser Aussendungspredigt einige wichtige Prinzipien mitgegeben. Einige von denen haben wir schon in Lukas 12 wieder gesehen, wo die dann aufgegriffen worden sind. Das hatten wir z.B. in Vers Lukas 12, Vers 8 und 9, was sich bezog auf Texte in Matthäus 10.

[4:31] Und diese Aussage hier in Lukas 12 Vers 51: „Meint ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu geben? Nein, sage ich euch, sondern viel mehr Entzweiung“ ist ziemlich genau dasselbe, was in Matthäus 10 Vers 34 steht. Dort sagt Jesus: „Ihr sollt nicht meinen“, also hier in Matthäus nicht als Frage formuliert, sondern als Aussage: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu bringen. Ich bin gekommen, Verzeih, ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ Hier wird es also noch deutlicher, durch die Wiederholung noch mal deutlich betont: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“

[5:09] Wir haben also einmal das Schwert und dann haben wir die Entzweiung. Das ist natürlich schon in Matthäus 10 eigentlich klar durch die folgenden Verse, denn das heißt es in Vers 35: „Denn ich bin gekommen, Verzeihung, denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Mutter mit ihrer Tochter und so weiter.“ Werden wir uns gleich anschauen. Also Jesus sagt quasi denselben Gedanken, auch wenn er nicht mehr dasselbe Wort verwendet, das Wort „Schwert“. Das Wort „Entzweiung“ bedeutet wörtlich Spaltung und oder Teilung.

[5:52] Jesus sagt also, er ist durch sein Kommen entsteht Spaltung, entsteht Teilung. Spaltung ist ein Wort, das man nicht gerne sagt, vor allem gar nicht im Gemeindekontext. Spaltung ist schlecht, ähm, so empfinden wir, weil wir wollen doch eine Einheit haben. Und eins ist sicher, Jesus hat nicht als primäres Ziel, Menschen einfach zu spalten, Menschen auseinander zu dividieren. Jesus kommt nicht als derjenige, der Spaltung liebt.

[6:32] Was also steckt dahinter, wenn er sagt: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert, das Entzweiung bringt?“ Wir haben gerade schon den Vers gelesen, wir wollen noch mal kurz anschauen. In Lukas Kapitel 2 und dort Vers 14 sehen wir, dass Gottes eigentlicher, primärer Wille für diese Welt tatsächlich Frieden ist. Es heißt in Vers 14: „Herrlichkeit ist bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und unter den Menschen Gottes Wohlgefallen.“ Gott wünscht sich echten Frieden.

[7:15] Die Bibel sagt uns aber auch, dass Gott nicht der einzige Akteur in dieser Welt ist, der in dieser Frage von Frieden und Krieg aktiv ist. In Offenbarung Kapitel 12 und dort ab Vers 7 wird uns gesagt, dass es einen Krieg gibt, einen Kampf, der schon im Himmel begann. Offenbarung 12 und dort Vers 7: „Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, aber sie siegten nicht und ihre Städte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange genannt, der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“

[8:00] Satan hat den Krieg begonnen und seitdem ist der Krieg eine Realität. Es gibt einen Krieg gegen Gott, es gibt einen Krieg gegen seinen Charakter, es gibt einen Krieg gegen seine Regierung. Wir lesen hier in Vers 9, dass der Satan diesen Krieg auf die Erde gebracht hat, indem er den ganzen Erdkreis verführt hat.

[8:27] Wir lesen aber auch in Mose 3 und dort Vers 15, dass Gott diese Welt nicht der Rebellion einfach überlassen hat. In Vers 15 heißt es: „Und ich will Feindschaft.“ Mose 3, Vers 15. Jesus spricht hier zu der Schlange, zu dem Satan: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ Hier wird zum allerersten Mal angesprochen, dass Jesus auf die Erde kommen wird. Das ist das erste Evangeliumsversprechen. Die Theologen nennen es manchmal das Protoevangelium, das erste Evangelium.

[9:15] Nachdem Adam und Eva in Mose 3 in Sünde gefallen sind, geht Gott ihnen nach, ruft sie im Garten und verspricht ihnen hier, indem er dem Satan Krieg erklärt, dass die Menschen aus den Fängen des Satans, aus den Fängen der Sünde befreit werden können. Der Messias wird kommen, den Satan besiegen.

[9:45] Schauen Sie diesen Vers genau an. Dort heißt es, es gibt eine Feindschaft zwischen der Schlange und der Frau. Und diese Feindschaft existiert nicht natürlicherweise bei sündigen Menschen, sondern sie ist ein Produkt des Wirkens Gottes. Nun halten wir fest, Gott hat primär den Wunsch, dass Frieden existiert. Weil aber der Satan Krieg gegen Gott führt und die Menschen auf seine Seite gezogen hat, bedeutet es für Gott, um Menschen zu ihm zurückzuführen, muss er Krieg führen gegen den Kriegsbeginner. Er muss Krieg führen gegen den Satan. Nur indem er Feindschaft zwischen der Frau und der Schlange setzt, können die Menschen wieder zu Gott gebracht werden.

[10:58] Wenn Jesus also sagt, er ist gekommen, ein Schwert zu bringen, dann meint er genau das. Er ist gekommen, um Feindschaft zu bringen zwischen geistlichem und fleischlichem, zwischen geistlichem und sündigem. Er ist gekommen, damit Menschen frei werden von den Fängen des Satans.

[11:24] Heißt ihr weiter in Vers 15: „Zwischen deinem Samen und ihrem Samen.“ Hier gibt es den Samen der Frau, also die Nachkommenschaft, die Nachkommenschaft der Schlange. Und da gibt es einen Samen, diesen: „Er wird dir den Kopf zertreten.“ Aber natürlich hat die Frau viele Nachkommen und auch die Schlange hat viele Nachkommen. Wir sehen schon in der nächsten Geschichte in Mose Kapitel 4, wie einer der Söhne dem Evangelium folgt, nämlich Abel, und der andere die Eigenschaften Satans an den Tag legt, bis dahin, dass er seinen Bruder, ohne dass der irgendetwas verbrochen hätte, außer gehorsam zu sein Gott gegenüber, dass er ihn umbringt, ein Menschenmörder wird und damit das Wesen Satans reflektiert.

[12:25] Wenn Jesus nicht das Evangelium versprochen hätte, hätte es den Kampf zwischen Kain und Abel nicht gegeben. Sie wären beide hoffnungslos in ihrer Sünde gewesen, hätten keine Hoffnung gehabt. Es gäbe kein Evangelium gegeben, es hätte keine Opfer gegeben. Es hätte keinen Streit zwischen ihnen in dieser Sache gegeben. Hätten sich wahrscheinlich auch so gestritten, aber dieser Streit zwischen Kain und Abel, diese Auseinandersetzung existierte überhaupt nur deswegen, weil Jesus sein Kommen versprochen hat. Nur weil es das Evangelium gibt, konnte sich einer dafür entscheiden und der andere ihn deswegen bekämpfen.

[13:03] Es gibt also einen Krieg, einen Kampf, eine Auseinandersetzung zwischen den Nachfolgern Jesu und den Nachfolgern Satans. In Johannes Kapitel 8 sehen wir das ganz praktisch.

[13:13] In Johannes Kapitel 8 und dort Vers 40. Dort sagt Jesus zu den Pharisäern: „Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan.“ Sie haben behauptet, sie sind Abrahams Kinder und Jesus macht deutlich: „Nein, nein, nein, ihr seid nicht Abrahams Kinder, sondern ihr seid die Kinder eines anderen.“ Vers 41: „Ihr tut die Werke eures Vaters.“ Das sprachen sie zu ihm: „Wir sind nicht unehelich geboren, wir haben einen Vater, Gott.“

[13:45] Da sprach Jesus zu ihnen: „Wenn euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen, denn nicht von mir selbst bin ich gekommen, sondern er hat mich gesandt.“ „Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. Ihr habt den Teufel zum Vater. Und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun. Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“

[14:15] Jesus kam auf die Welt und es gab Konflikt, es gab Krieg, es gab Auseinandersetzung mit denen, die das Evangelium so wie Jesus es gepredigt hat, abgelehnt haben, die sich auf die Kinder in Anführungsstrichen der Schlange waren.

[14:38] Jesus macht damit seinen Jüngern und uns deutlich: Wo immer das Evangelium gepredigt wird, wo es angenommen wird, müssen wir mit Widerstand, mit Auseinandersetzung rechnen. Nicht, weil Jesus den Krieg liebt, sondern weil der Krieg zwischen Gut und Böse, zwischen Gerechtigkeit und Sünde in dieser Welt eine Realität ist, die auch Jesus nicht einfach weggezaubert hat. Das ist eine Realität. Jesus kam, um in diesem Krieg zu gewinnen.

[15:10] Ein Mensch, der das Evangelium annimmt, auf die Seite Gottes sich stellt, zieht sich die Feindschaft Satans zu.

[15:24] Zurück zu Lukas, Kapitel 12 und dort Vers 52. Jesus konkretisiert das jetzt. Wir lesen Vers 52 und 53 und merken dann, wie sehr das wieder auf Matthäus 10 zurückgeht. Das heißt hier: „Denn von nun an, also als Begründung, denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein, drei mit zweien und zwei mit dreien.“ Vers 53: „Der Vater wird mit dem Sohn entzweit sein und der Sohn mit dem Vater, die Mutter mit der Tochter und die Tochter mit der Mutter, die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.“

[16:04] Wenn wir das vergleichen mit Matthäus Kapitel 10, finden wir ganz ähnliche Worte. Jesus hat also diesen Gedanken ganz ähnlich wieder aufgegriffen, auch wenn er ein bisschen anders formuliert ist, wie wir jetzt sehen werden in Matthäus Kapitel 10 und dort Vers 35: „Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.“ Und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein. Das ist Vers 36 jetzt, der Parallelvers, wenn man so möchte, zu Vers 52 in Lukas 12.

[16:36] Jesus hat das hier ein bisschen noch ausformuliert. Er sagt, das sind sind fünf im Haus und drei gegen zwei und zwei gegen drei. Das Haus, griechisch „oikos“, ist in der Antike die soziale und wirtschaftliche Grundeinheit. Man würde eher denken, damals Sippen sind im Konflikt miteinander, Völker sind im Konflikt miteinander, Stämme sind im Konflikt miteinander, vielleicht Häuser miteinander, aber ein Haus, das in sich selbst gespalten ist.

[17:12] Das Haus ist die soziale, die wirtschaftliche Grundeinheit. Jesus macht also deutlich, das Evangelium bringt einen Riss, der geht bis in Mark und Bein. Es kann sein, dass deine eigenen Familienangehörigen gegen dich sind, weil du Jesus folgst. Ich denke, der eine oder andere hat das in unserem Leben schon erlebt. Wir haben das sicherlich alle irgendwo mehr oder weniger erlebt. Dass Treue zu Gott, Nachfolge Jesu ein Schwert bringt. Nicht, weil Jesus selbst gerne teilt, aber weil es in dieser Welt zwei Prinzipien gibt und weil man niemanden zwingen kann, das Gute zu wählen und diejenigen, die das Gute ablehnen, das Gute bekämpfen.

[18:05] Wer sich für Jesus entscheidet, gerät in die Schusslinie des Feindes, sozusagen. Immer wieder haben sich Menschen wegen Jesus gespalten, Gruppen, die eigentlich zusammengedacht waren, sozusagen. Johannes 7 finden wir ein Beispiel. Johannes 7, Vers 41. Dort sehen wir, wie die Volksmenge sich spaltet wegen Jesus. Wir lesen ab Vers 40, äh Johannes 7, Vers 40: „Viele nun aus der Volksmenge sagten, als sie das Wort hörten: Dieser ist wahrhaftig der Prophet.“ Andere sprachen: „Dieser ist der Christus.“ Andere aber sagten: „Kommt der Christus denn aus Galiläa? Sagt nicht die Schrift, dass der Christus aus dem Samen Davids kommt und aus dem Dorf Bethlehem, wo David war.“ „Es entstand nun seinetwegen eine Spaltung unter der Volksmenge.“ Johannes sagt uns, die Volksmenge spaltet sich wegen Jesus.

[18:58] Johannes 9, Vers 16, interessantes anderes Beispiel. Da sprachen etliche von den Pharisäern: „Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält.“ Andere sprachen: „Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun?“ Und es entstand eine Spaltung unter ihnen, eine Spaltung sogar unter den Pharisäern, wegen Jesus. Johannes 10, Vers 19 bis 21. Johannes 10, 19 bis 21: „Da entstand wiederum eine Spaltung unter den Juden um diese Worte willen. Und viele von ihnen sagten: Er hat einen Dämon und ist von Sinnen, weshalb hört ihr auf ihn? Andere sagten: Das sind nicht die Worte eines Besessenen. Kann denn ein Dämon blinden die Augen öffnen?“ Wo Jesus war und predigte, hat sein Leben und haben seine Worte zu einer Spaltung geführt. Die Volksmenge hat sich gespalten, die Pharisäer haben sich gespalten. Hier entsteht wieder eine Spaltung.

[19:48] Immer und immer wieder finden wir das später auch in der Apostelgeschichte, im Wirken der Apostel. Apostelgeschichte 28, Vers 24 als ein Beispiel. Paulus predigt dort in Rom und es heißt ja in Vers 24, als er hier dann ähm zu den Juden in Rom predigt und die einen ließen sich von dem überzeugen, Verzeihung, ließen sich von dem überzeugen, was er sagte. Die anderen aber blieben ungläubig. Es entsteht eine Spaltung.

[20:16] Jesus wünscht sich so sehr, das haben wir in Vers 49 gesehen in Lukas 12. Er wünscht sich so sehr, dass die Menschen erfüllt werden mit dem Heiligen Geist. Und er weiß aber auch, dass es nur möglich ist, wenn er selbst das äußerste Opfer gibt. Und er weiß auch, dass wenn Menschen sich ihm anschließen, sie auch in diesem großen Kampf plötzlich angeschossen werden.

[20:46] Er selbst ist nicht streitsüchtig, aber er weiß, seine Worte und seine Lehre und sein Leben lösen Streit aus. Nicht, weil sie die Ursache des Streites sind, sondern sie werden bekämpft von dem, der den Kampf und die Rebellion und den Widerstand erfunden hat, vom Satan und allen, die ihm nachfolgen. Aber die Variante, einfach den dann alles so sein zu lassen und bloß die Menschen nicht zu irritieren, in Anführungsstrichen, war keine Option. Jesus wusste, um sie zu retten, muss ich ihnen die Wahrheit sagen.

[21:27] Wenn wir die Wahrheit predigen, werden wir Widerstand erhalten. Wenn wir nie von irgendjemandem Widerstand bekommen, wollen wir den Widerstand nicht suchen. Wir wollen nicht streitsüchtig sein. Ganz im Gegenteil. Wir wollen versuchen, so weit an uns liegt, mit allen Menschen im Frieden zu leben, so wie es die Bibel sagt. Aber Jesus, der Friedefürst war, so sagt es in Jesaja Kapitel 9.

[21:58] Jesaja Kapitel 9 und dort Vers 5: „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter, und man nennt seinen Namen wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Ewig Vater, Friedefürst.“ Friedefürst. Er, der Friedefürst ist, hat doch mit dem, was er gesagt hat, Streit erzeugt, wegen dem großen Kampf.

[22:32] Wenn wir also das Evangelium predigen, können wir nicht das oberste Ziel haben, dass alle sich vertragen und dass niemand jemals widerspricht. Wir müssen zur Wahrheit stehen. Wir müssen die Wahrheit in Liebe sagen. Wir müssen versuchen, mit den Menschen ähm in Harmonie zu leben, soweit es uns möglich ist. Aber wir dürfen niemals die Wahrheit aufgeben, nur um des Lebens Frieden willen.

[22:54] Wer die Wahrheit predigt, wird doch angegangen werden. Wer die Wahrheit predigt, wird erleben, dass die Spaltung bis in den Nukleus seiner eigenen sozialen Grundeinheiten hineingeht, bis in die Familie, bis in die zu den Eltern, Geschwistern, Kindern.

[23:13] Jesus sagt hier in Lukas 12 Vers 52: „Denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein, drei mit zweien und zwei mit dreien.“ Vers 53: „Der Vater mit dem Sohn entzweit sein.“ Der Vater wird mit dem Sohn entzweit sein. Wörtlich heißt es: „Sie werden entzweit sein.“ Der Vater mit dem Sohn, der Sohn mit dem Vater, die Mutter mit der Tochter und die Tochter mit der Mutter, die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Wir sehen hier, wie Jesus sogar das jetzt im Vergleich zu Matthäus 10 von beiden Seiten betont.

[23:45] Um deutlich zu machen, diese diese Spaltung ist wirklich, die ist grundsätzlich, die ist vollständig sozusagen.

[24:01] In dem Zusammenhang hatte Jesus in Matthäus Kapitel 10 noch etwas anderes Wichtiges und vielleicht auch ja ernüchterndes, trauriges gesagt. In Matthäus Kapitel 10 und dort Vers 21 und 22 sagt Jesus: „Es wird aber ein Bruder den anderen zum Tode ausliefern und ein Vater sein Kind, und Kinder werden sich gegen die Eltern erheben und werden sie töten helfen. Ihr werdet von jedermann gehasst werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.“

[24:35] Das wünscht man niemandem, dass der Streit in der Familie, der Konflikt zu so etwas führt. Aber die Weltgeschichte ist voll von Beispielen, wo so etwas wirklich passiert ist.

[24:56] Jesus weiß, das Evangelium bringt Feindschaft. Feindschaft gegen die Sünde, Feindschaft gegen den Satan, Feindschaft gegen die Versuchung. Und der Satan und die Sünde und die Versuchung, die kämpfen gegen diese Feindschaft an.

[25:31] Es gibt einen interessanten Abschnitt im Review and Herald Juli 24, 1894, den ich kurz hier erwähnen möchte. Ellen White sagt, kurz vor seiner Kreuzigung hat Christus seinen Jüngern ein Erbe des Friedens vermacht. Ein Erbe des Friedens. Da sagt er: „Meinen Frieden gebe ich euch, nicht wie die Welt gibt.“ Und so sagt sie hier, dieser Friede ist nicht der Friede, der durch Übereinstimmung mit der Welt kommt. Also, es gibt den Frieden, wo ich einfach versuche, mich der Welt so anzupassen, dass ich keinen Widerstand mehr herausfordere, quasi meinen Frieden habe. Aber das ist nicht der Friede, den Jesus meint. Das ist nicht der Friede, den er gibt. Sie sagt, es ist ein viel mehr ein innerer Friede als ein äußerer Friede. Wir suchen oft nach einem äußeren Frieden mit allen, dass wir von niemandem Widerstand bekommen. Und ja, wir sollen biblisch gesehen, an uns ist, mit allen Menschen im Frieden zu leben, aber wir dürfen nicht die Wahrheit aufgeben, um Widerstand zu beseitigen.

[26:51] Sie sagt, den Frieden, den Jesus gibt, das ist ein eher ein innerer Friede als ein äußerer Friede. Außerhalb wird es Kriege und Kämpfe geben, sagt sie, durch den Widerstand der Feinde, die sich dem Evangelium sozusagen entgegenstellen und durch die Kälte und die Verächtlichung derer, die sich Freunde nennen. Wir werden in dieser Welt als Christen Kämpfe haben. Es wird Widerstand geben.

[27:26] Sie sagt, der Friede von Christus soll nicht die Entzweiung beseitigen, sondern er bleibt inmitten der Spaltung und des Streites. Jesus hat also gesagt, dass er das Schwert bringt in dem Sinne, dass sein Evangelium Widerstand erzeugen wird von denen, die ihm nicht folgen werden. Aber er gibt uns den Frieden, der uns innerlich friedensvoll sein lässt, auch wenn wir äußerlich angegriffen werden. Wir werden zwar in dieser Welt Widerstand erleben, müssen aber deswegen keine negativen Gefühle haben. Können trotzdem Frieden haben inmitten des Widerstandes.

[28:19] Sie sagt weiter: „Obwohl er den Titel Fürst des Friedens trug, hat Christus über sich selbst gesagt: ‚Glaubt nicht, meint nicht, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin gekommen, nicht um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.‘“ Matthäus 10 Vers 34 zitiert. „Er war der Friedensfürst und doch die Ursache der Spaltung, der Entzweiung.“ Das ist, was sie hier ganz deutlich sagt und was die Bibel uns ja auch deutlich zeigt.

[28:49] Familien, sie geht sagt weiter. Familien, das war Verzeihung, das war Review and Herald Januar 16, 1900. Jetzt kommt Review and Herald Juli 24, 1894. Familien werden gespalten sein, so dass alle, die den Namen des Herrn anrufen, gerettet werden können. Gott sagt nicht: „Na ja, dann lassen wir halt die Familien alle intakt, dann gibt es keinen keinen äh keinen keinen Streit und gehen mit dem Evangelium einfach woanders hin, wo die ganze Familie es annehmen wird.“ Nein, Gott möchte jeden einzelnen retten und wenn nur einer sich retten lässt, dann lässt er diesen Menschen das Evangelium verstehen und annehmen, auch wenn das zu internen Streitigkeiten mit dem ganzen Rest der Familie führt.

[29:44] Also noch mal, Familien müssen geteilt werden, damit diejenigen, die den Namen, also gespalten werden, damit diejenigen, die den Namen des Herrn anrufen, gerettet werden können.

[29:54] Alle, die Gottes unendliche Liebe ablehnen, werden die Christenheit als ein Schwert empfinden, als etwas, was ihren Frieden aufwühlt. Sie werden sagen: „Uns ging es doch so gut, wir haben unsere Traditionen gehabt, wir haben unsere Dinge gehabt und jetzt kommst du hier, jetzt kommt ihr hier mit diesen Worten Gottes, die uns sagen, wir sollen das und jenes.“ Und sie werden das als Angriff empfinden.

[30:28] Sagt weiter: „Es ist unmöglich für irgendjemanden ein wahrer Nachfolger Jesu Christi zu sein, ohne sich von der weltlichen Masse der Ungläubigen abzuheben.“ Wenn die Welt Jesus akzeptieren würde, dann gäbe es kein Schwert der Trennung, denn alle würden Jünger Christi sein und wären in Gemeinschaft miteinander und ihre Einheit wäre ungebrochen. Aber das ist nicht der Fall. Hier und dort ist ein einzelnes Mitglied einer Familie den Überzeugungen des Gewissens treu und ist aufgefordert, quasi gezwungen, alleine zu stehen. Die Linie, die Trennungslinie ist deutlich. Einer steht auf dem Wort Gottes, die anderen auf den Traditionen und menschlichen Meinungen.

[31:27] Der Friede, den Christus seinen Jüngern gab und für den wir beten, ist der Friede, der aus der Wahrheit geboren ist. Ein Friede, der nicht unterdrückt wird wegen der Spaltung. Außerhalb mag es Kriege und Kämpfe geben, Eifersucht, Hass, Auseinandersetzung, aber der Friede Christi ist nicht der, den die Welt gibt oder ihn wegnehmen kann.

[32:05] Jesus hat gewusst, dass sein Evangelium Entzweiung bringt. Und wir müssen wissen, dass wenn wir Jesus nachfolgen, Menschen uns deswegen anfeinden werden. Wir wollen nicht ihre Anfeindung, aber wir dürfen uns auch nicht davor abschrecken lassen. Der große Kampf ist eine schreckliche Realität. Gott hat nicht gewollt, aber er sagt uns die Wahrheit, damit wir nicht uns einschüchtern lassen und das Evangelium und das ewige Leben aufgeben, nur des Lebensfriedens willen hier auf dieser Erde in unserer Familie oder in unserem engsten Freundeskreis.

[32:58] Jesus, du sagst es im fünften Band des Bibelkommentars, 1089, die Seite: „Christus erklärte: ‚Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern ein Schwert.‘“ Dann stellt sie die Frage: „Warum?“ Und die Antwort: „Weil Menschen das Wort des Lebens nicht annehmen würden, weil sie gegen die Botschaft, die ihnen gesandt wurde, um ihnen Hoffnung und Leben und Freude zu bringen, dagegen gekämpft haben. Dadurch wird die Botschaft Jesu zum Schwert.“

[33:38] Und solange es einen großen Kampf gibt, solange der Satan lebendig ist, wird die Wahrheit immer Widerstand von ihm und seinen Untertanen hervorrufen. Und Jesus hat das deutlich gesagt. Er hat es wiederholt. Die Tatsache, dass er das zweimal hier, also einmal in Matthäus 10, einmal Lukas 12 zeigt, dass das eines der Prinzipien war, die er besonders betonen wollte.

[33:58] Vielleicht erlebst du in deinem Leben gerade irgendwo Widerstand, weil du zu Jesus treu bist, weil du für die Wahrheit der Bibel einstehst. Lass dich nicht einschüchtern. Lass dich auch nicht dazu verführen, gleiches mit gleichem zu vergelten. Manchmal versuchen Christen dann einfach zurückzuschlagen, aber lasst uns von Jesus lernen, der treu zur Wahrheit stand und trotzdem den Menschen immer geliebt hat. Die Wahrheit nicht aufgeben, auch wenn man dafür gekreuzigt wird. Das können wir von Jesus lernen und wissen, dass dieser große Kampf nicht für immer ist.

[34:37] Es kommt eine Zeit, in der gibt es keinen Krieg mehr. In Offenbarung 21 und dort Vers 3 und 4 heißt es: „Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: ‚Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz.‘“ Ich möchte quasi jetzt so hier hinzufügen: „Noch Krieg und Auseinandersetzung wird mehr sein, denn das erste ist vergangen.“

[35:16] Dieser große Kampf dauert nicht ewig. Es kommt jetzt darauf an, dass du und ich, dass wir im großen Kampf auf der richtigen Seite stehen, dass wir bereit sind, auch Widerstand auszuhalten, der uns vielleicht sogar enorm trifft, weil es um unsere liebsten Menschen geht. Gott weiß, wie es sich anfühlt, geliebte Personen zu verlieren. Er hat einige seiner engsten Freunde verloren, die sich auf die Seite Satans geschlagen haben. Engel, Satan selbst, Luzifer, der an seinem Thron stand.

[35:55] Er weiß, Gott weiß selbst aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, von Personen, die man sehr eng, die man ein sehr enges Verhältnis gehabt hat, von denen massiven Widerstand zu bekommen. Und Jesus zeigt, dass er bereit ist, sogar sein Leben zu geben für seine Feinde, für Menschen, die gegen ihn rebelliert haben. Jesus war bereit, sein Leben zu geben, aber nicht bereit, die Wahrheit aufzugeben.

[36:32] Und das wird die Einstellung derer sein, von denen es heißt in Offenbarung 14, Offenbarung 12 Vers 7, Vers 11, Offenbarung 12 Vers 11 im Kontext dieses großen Kampfes: „Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod.“ Sie waren bereit, ihr Leben aufzugeben, aber nicht die Wahrheit. Waren bereit, ein Opfer zu bringen, aber nicht Jesus loszulassen.

[36:59] Wenn wir heute uns vor Gott demütigen und ihn bitten, uns mit seinem Geist zu erfüllen, dass wir bereit sind für die Wahrheit einzustehen in Liebe, kostet was es wolle, dann lass uns doch beten.

[37:20] Lieber Vater im Himmel, ich möchte von Herzen Dank sagen. Möchte von Herzen Dank sagen, dass du zu uns gesprochen hast, dass du uns lieb hast und dass du uns erneut daran erinnert hast, wie wichtig es ist, ganz auf deiner Seite zu stehen. Und Herr, wir mögen den Widerstand eigentlich nicht, aber du, Herr Jesus, hast selbst in dieser Welt so viel Widerstand erlebt und bist doch zu einem unfassbar großen Vorbild geworden für so viele Millionen Menschen. Herr, wir möchten lernen, den Widerstand so zu begegnen, wie du ihm begegnet bist und möchten lernen, auch trotz Anfechtung und trotz Bekämpfung so zu reagieren, so zu leben und so zu lehren, wie du es getan hast. Fülle uns dazu mit deinem Heiligen Geist im Namen Jesu. Amen.


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