[0:32] Hallo und herzlich willkommen zur Christudy Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchten wir auch alle Zuschauer auf dem Sender das Wort ganz recht herzlich begrüßen. Ein neues Quartal liegt vor uns. Ein neues Thema wartet auf uns. Ein Thema, das unglaublich wichtig und enorm praktisch ist: Im Glauben wachsen. Wünschst du dir einen tieferen Glauben, eine engere Beziehung zu Jesus, eine tiefere Erkenntnis des Wortes Gottes? In den kommenden drei Monaten wollen wir in verschiedenen Themen praktisch beleuchten, wie wir alle, du und ich, in unserer Erfahrung mit Jesus wachsen können. Wir wollen nicht dort stehen bleiben, wo wir sind, auch wenn wir sicherlich schon vieles mit ihm erlebt haben.
[1:27] Vielleicht bist du ganz neu im Glauben, vielleicht schon lange dabei. Wir alle können und sollen. Ja, wir müssen wachsen, denn nur was lebt, wächst. Wir wollen heute diesem ersten Thema eine Art Bestandsaufnahme machen, wo wir geistlich stehen als Gemeinde und auch jeder persönlich für sich. Ich möchte dich ermutigen, wenn wir diese Bibelverse lesen, dass wir alle, du und ich, diese Verse auf uns persönlich anwenden und uns fragen, wie sehr beschreiben sie mich, damit wir verstehen, was wir brauchen und uns nicht selbst täuschen.
[2:10] Wir wollen heute dieses Thema unter dem Titel Realitätscheck, mit dem wir uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 4. April, beginnen mit einem Gebet. Einem Gebet, das uns nicht nur vorbereiten soll, die Bibel besser zu verstehen, sondern auch uns Gottes Gnade geben, sensibilisieren soll für Gottes Gnade, dass wir bereit sind, auch in unser eigenes Herz zu schauen. Wollen wir gemeinsam beten zu Beginn?
[2:46] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du in deinem Wort uns zeigst, nicht nur wer du bist, sondern auch wie wir sind. Du tust das aus Liebe, um uns zu zeigen, wo wir stehen und was wir brauchen. Herr, du weißt, wie oft wir andere beurteilen, aber gar nicht wirklich realisieren, wo wir selbst stehen. Ich möchte dich bitten, dass du zu mir und zu jedem einzelnen von uns sprichst, dass wir erkennen, wo wir stehen, was wir brauchen und wie du uns helfen kannst, wie wir im Glauben wachsen können. Herr, das bitten wir dich, weil nur du uns das schenken kannst. Öffne unsere Augen, salbe sie und gib uns das heute, was wir brauchen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[3:50] Offenbarung Kapitel 3 und dort Vers 14. Wenn es irgendeine Passage in der Bibel gibt, die geeignet ist, heute in der Zeit, in der wir leben, uns den Spiegel vorzuhalten, dann ist das die sogenannte Botschaft an die Gemeinde Laodizea, die letzte der sieben Gemeinden in Offenbarung 2 und 3. Diese Gemeinden sind ein Typus für die verschiedenen Zeitalter der Kirchengeschichte. Das können wir heute im Detail nicht ausführen, aber da haben wir anderes Material auf Joel Media dazu.
[4:28] Wir wollen uns heute Gedanken machen im ersten Teil dieses Studiums, was uns diese Botschaft an Laodizea persönlich, persönlich, praktisch zu sagen hat. Und wir beginnen in Vers 14 und da heißt es: "Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe." Noch bevor es richtig losgeht, möchte ich auf eine Sache hinweisen. Die Botschaft ist geschrieben an den Engel der Gemeinde von Laodizea. In Offenbarung Kapitel 1 lesen wir, wo sich diese Engel der Gemeinden befinden.
[5:04] Das heißt in Vers 20: "Das Geheimnis der sieben Sterne, die du in meiner rechten gesehen hast und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden." Laodizea ist ein Leuchter und der Engel der Gemeinde Laodizea ist ein Stern in der rechten Hand Jesu.
[5:38] Die rechte Hand hat eine besondere Funktion. Erinnern wir uns an das Buch Jesaja und dort z.B. in Jesaja 41 und dort Vers 10, wo uns Gott sagt: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch. Ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit." Noch bevor Jesus irgendetwas der Gemeinde Laodizea sagt, noch bevor er zu uns spricht, wie wir sind und was unser Problem ist, zeigt er uns, er hat uns in seiner rechten Hand. Er erhält uns durch die Hand seiner Gerechtigkeit.
[6:24] Wenn wir einen Realitätscheck machen wollen, müssen wir als allererstes realisieren, dass ich heute hier stehe, atmen kann, denken kann, reden kann, ist allein deswegen, weil Jesus mich in seiner rechten Hand hält. Die Rechte ist in der Bibel ein Symbol für Gunst, für Gnade, für Unterstützung.
[6:46] Diese Engel der Gemeinde, diese Engel der Gemeinden werden als Sterne bezeichnet. In Daniel Kapitel 12 heißt es über diejenigen, die die Menschen zur Gerechtigkeit weisen. Das heißt in Vers 3: "Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung und die, welche die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich." Sterne sind ein Symbol für diejenigen, die andere zur Gerechtigkeit weisen. Mit anderen Worten, Menschen, die das Evangelium weitertragen. Deswegen sind es ja die Engel der Gemeinden. Das Wort Engel meint hier einfach Bote, denn das ist die griechische Übersetzung und die deutsche Übersetzung vom griechischen Wort Angelos. Die Engel in Offenbarung 2 und 3 sind keine himmlischen Engel, denn sie werden für Sünden kritisiert. Es sind auch keine abgefallenen Engel, denn ihnen wird Erlösung angeboten. Es handelt sich um Menschen, die eine Botschaft haben.
[7:48] Wenn wir in die Offenbarung an den Anfang gehen und Offenbarung Kapitel 1, dann stellen wir fest, dass die sieben Gemeinden nicht nur die Adressaten von Offenbarung 2 und 3 sind. Das wird manchmal missverstanden. Man hat manchmal den Eindruck, die sieben Sendschreiben, Offenbarung 2 und 3 würden sich an die sieben Gemeinden richten und dann wären die sieben Gemeinden nicht mehr von Bedeutung. Aber in Offenbarung 1 lesen wir in Vers 11 die Sprach, also Johannes hört eine gewaltige Stimme wie von einer Posaune, die Sprach: "Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte. Und was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es den Gemeinden."
[8:23] Also, welches Buch ist das? Es ist das Buch, das wir die Offenbarung nennen. Alles, was er gesehen hat von Offenbarung 1 bis 22, hat er in dieses Buch geschrieben. An wen soll dieses Buch gesandt werden? Das heißt: "Und sende es den Gemeinden, die in Asien sind: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea." Die Offenbarung ist an die sieben Gemeinden geschrieben.
[8:48] Wenn wir die Offenbarung lesen, stellen wir fest: Erstens, die Offenbarung bezieht sich auf die gesamte christliche Zeit, also das gesamte christliche Zeitalter, nicht nur auf das erste Jahrhundert. Zweitens, die Offenbarung ist von Bedeutung für Menschen auf allen Erdteilen. Sie ist weltweit. Das heißt, diese sieben Gemeinden müssen die Christen aller Zeitalter, die Gläubigen, das Volk Gottes auf allen Erdteilen darstellen.
[9:13] Alle Menschen, die Volk Gottes sind, müssen die Offenbarung hören. Und dann gibt es den Engel der Gemeinden. Das sind diejenigen, die als Boten die Offenbarung den Gläubigen geben sollen. Nicht alle Gläubige sind dort, wo Gottes Volk sein soll. Offenbarung 18 beschreibt, dass es Gläubige gibt, die in Babylon sind. Aber es gibt Engel, Boten, die sozusagen so wie Johannes seine Offenbarung in die Hand von Boten gegeben hat, die dann das Buch Offenbarung den verschiedenen Gemeinden überbracht haben. So gibt es in der ganzen Kirchengeschichte Menschen, die das Buch der Offenbarung verstanden haben, um es weiterzugeben.
[9:56] Der Engel der Gemeinde ist also jemand, der das Buch der Offenbarung verstanden hat und die Aufgabe hat, es der ganzen Welt, allen Gläubigen oder allen Menschen, die Jesus suchen und Gott suchen, weiterzugeben. Und diese Engel sind in der rechten Hand Jesu. Jesus spricht hier also in Offenbarung 3, Vers 14, ganz besonders zu denjenigen, die die Offenbarung schon kennen und die den Auftrag haben, der ganzen Welt als Sterne, die die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, diesen anderen Menschen die Offenbarung, damit das Evangelium, wie es in Offenbarung steht, näher zu bringen. Und Jesus unterstützt sie.
[10:33] Zu diesen Menschen schreibt hier oder lässt Jesus schreiben: Die Gemeinde Laodizea, die letzte Gemeinde. Es handelt sich also um den letzten Abschnitt der Kirchengeschichte, der Heilsgeschichte, kurz vor der Wiederkunft. Wer sind die Menschen, die die Offenbarung verstehen und den Auftrag haben, sie der ganzen Welt weiterzugeben? Sind das nicht wir?
[10:57] Der Realitätscheck beginnt erstens damit, zu realisieren, wir sind in der rechten Hand Gottes. Zweitens, wir sind auserkoren, Engel zu sein, Sterne zu sein, Boten der Offenbarung, Boten des ewigen Evangeliums an die ganze Welt.
[11:15] Und hier kommen die Worte, die Jesus an uns richtet. Vers 14: "Das sagt der Amen." In Jesaja 65 und dort Vers 16. Im Deutschen kommt es nicht so gut rüber, aber im Hebräischen ist ganz eindeutig. Dort steht so, dass wer sich im Land segnen will, sich bei dem Gott des Amen segnen wird, dem wahrhaftigen Gott, sagt die Schlachter. Und wer im Land schwören will, der wird bei dem Gott des Amens schwören, den wahrhaftigen Gott, sagt die Schlachter. "Denn man wird die früheren Nöte vergessen und sie werden von meinen Augen verborgen sein." Ja, Jesus zeigt uns in Offenbarung 3 einen Realitätscheck, aber bevor er das tut, sagt er: "Ich bin der Gott des Amens. Ich kann all diese Nöte und all diese Sorgen vergessen machen." Jesus gibt uns nicht einen Realitätscheck, um uns zu sagen: "So bist du." Er gibt uns diesen Realitätscheck, um uns deutlich zu machen: "Das kann alles der Vergangenheit angehören. Ich will das ändern. All diese Sorgen und Nöte, diese Probleme in deinem geistlichen Leben, die sollen beseitigt werden." Und dieses Amen sagt uns auch, wie. Denn in 2. Korinther Kapitel 1, Verzeihung, Kapitel 1 und dort Vers 21, 2. Korinther 1 und dort Vers 21 lesen wir folgendes: Gott aber, Vers 20, Entschuldigung, Versnele Verheißungen Gottes, es gibt in ihm, das heißt in Jesus, das Ja und in ihm auch das Amen, Gott zum Lob durch uns. Jesus stellt sich vor als derjenige, durch den alle Versprechen Gottes wahr werden. In ihm gilt jede Verheißung.
[12:59] Er sagt: "Das sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge." Diese Formulierung "treu und wahrhaftig" kommt im Griechischen noch an anderen Stellen vor. Es ist die Beschreibung Jesu in Offenbarung 19 und dort Vers 11: "Ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige." Es ist aber auch die Beschreibung der Worte Gottes in Offenbarung 22, Vers 6. "Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig." Selbe Worte im Griechischen. Jesus ist der Jesus, der mit dem Wort Gottes, wie wir es in der Bibel finden, übereinstimmt.
[13:35] Der Realitätscheck, der wird nur dann uns wirklich nützen, wenn wir ihn von dem erhalten, der auch nach dem Wort Gottes behält. Wenn wir unseren eigenen Jesus uns basteln, unseren eigenes, unser eigenes Gottesbild kreieren, wenn wir uns Jesus so malen, wie wir ihn haben wollen, dann werden wir niemals die Realität über uns selbst erfahren. Wir müssen dem Jesus in die Augen schauen, der der wahre biblische Jesus ist, der uns nicht anlügt, der wahre und treue Zeuge. Er schmeichelt uns nicht. Er sagt nicht, dass alles gut ist, wenn in Wirklichkeit alles schlecht ist. Er sagt uns die Wahrheit, weil er auch die Lösung für die Probleme hat.
[14:11] Denn es heißt weiter: "Er ist der Ursprung der Schöpfung Gottes." Das heißt auf Deutsch: Er ist der Schöpfer. Die Gläubigen Laodizeas haben das damals sehr gut verstanden. Sie hatten ja, wie wir aus Kolosser 4 wissen, den Kolosserbrief auch gelesen und dort wird Jesus als der Schöpfer bezeichnet. Der, der Erstgeborene aus den Toten, der Erstgeborene über alle Schöpfung. Er ist der Schöpfer. Johannes 1, Vers 3 sagt: "In ihm ist alles entstanden, was entstanden worden ist, durch ihn. Und alles, was entstanden ist, ist durch ihn entstanden." Hebräer 1, Vers 1 und 2 sagt: "Durch ihn sind die Welten gemacht worden. Er hat am Anfang Himmel und Erde gemacht." Und das bedeutet, Jesus hat schöpferische Kraft. Psalm 51, Vers 12: "Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz."
[15:04] Wenn wir feststellen im Realitätscheck, dass wir nicht so sind, wie wir sein sollten, dass wir die Gnade Gottes nicht angenommen haben oder nicht so angenommen haben, wie es richtig gewesen wäre, noch bevor wir diesen Realitätscheck sehen, zeigt uns Jesus, dass er die Lösung ist.
[15:24] In ihm sind wir eine neue Kreatur. 2. Korinther 5 und dort Vers 17. 2. Korinther Kapitel 5 und dort Vers 17. Dort heißt es: "Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen. Siehe, es ist alles neu geworden."
[15:48] Mit diesem Hintergrund können wir jetzt zur Beschreibung, zum eigentlichen Realitätscheck kommen. Jesus, der alle Nöte vergessen machen kann, der uns nicht anlügt und der alles verändern kann, weil er Schöpfer ist und deswegen schöpferische Kraft hat und sein neues Herz schenken kann. Er sagt uns: "Ich kenne deine Werke." Vers 15: "Dass du weder kalt noch heiß bist." Ach, dass du kalt oder heiß wärst. Einer, von dem es heißt, dass er heiß war im Glauben. Im Griechischen dasselbe Wort. Das ist der Apollos, der in Apostelgeschichte 18 und dort Vers 25 eifrig brennend im Herrn war. Was Gott sich wünscht, ist, dass wir eigentlich für ihn brennen. Laodizea soll ja ein Leuchter sein und ein Leuchter brennt und leuchtet, ein Symbol dafür, dass wir das Evangelium in die ganze Welt tragen. Wir sollen ja das Licht der Welt sein. Aber Laodizea ist nicht heiß, brennt nicht.
[16:45] In Vers 16 heißt es so: "Aber weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund." Jesus sagt, er wünscht sich, dass wir mit Feuereifer für ihn das Evangelium in die ganze Welt tragen. Aber der Realitätscheck ist, das geschieht nicht. Jesus kennt unsere Werke. Er sieht, dass es nicht passiert. Vers 16: Er sieht auch, dass wir lau sind. Die Quelle, von der Laodizea das Wasser bekam, die lag gar nicht in Laodizea, die lag in Hierapolis. Die Quelle war heiß, aber es dauerte ein Weilchen, bis das Wasser über so ein Aquädukt nach Laodizea kam und auf dem Weg wurde es lau. Das Problem von Laodizea war, es war zu weit weg von der Quelle. Es hat zwar das richtige Wasser getrunken, aber war zu weit weg von der Quelle. Kann es sein, dass wir auch das richtige Wasser trinken, aber zu weit weg von der Quelle sind, dass wir uns ernähren von Predigern und YouTube Videos und Leuten, die uns sagen, was wir zu glauben haben und nicht selbst im Wort uns befinden? Keine Wurzeln haben, selbst in einer Erfahrung mit Jesus, dass wir selbst verstanden haben, was er uns sagt, dass wir keine Erfahrung mit ihm in unserem Herzen haben, dass wir immer nur darauf achten, was andere sagen, dass wir secondhand Jesus sozusagen nur kennen.
[17:57] Als Gemeinde, sagt Jesus, sind wir zu weit weg von der Quelle. Nun, in Johannes Kapitel 4 Vers 14 wird deutlich, was passiert, wenn die Quelle in uns ist. In Johannes 4 und dort Vers 14 sagt Jesus der Frau am Jakobsbrunnen: "Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt." Wenn wir die Quelle in uns haben, wenn wir wenn Christus in uns ist, das große Geheimnis der Gottseligkeit, das Geheimnis Gottes in Kolosser 1:27, wo der Paulus sagt, dass er darum ringt für die Gemeinde in Koloss und in Laodizea.
[18:45] Werden sehen, das ist das große, große Thema von Laodizea, dass Laodizea viel über Jesus weiß, aber Jesus nicht in der Gemeinde im Herzen sein kann. Hier wird uns gesagt, dass wenn Jesus in uns ist, dann haben wir ihn bei uns. Wo immer wir auch sind, wo wir hingehen, können wir von der Quelle trinken, weil Jesus in unserem Herzen ist. Aber wenn Jesus nicht in unserem Herzen ist, dann sprudelt eine andere Quelle. Dann wissen wir zwar, was er gesagt hat, wir wissen, wann er gelebt hat, wie er gelebt hat. Wir können theologisch etliches über ihn sagen, aber die Quelle im Herzen ist eine andere. Markus 7, Vers 21: "Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor: Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft." All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen. Entweder ist Jesus die Quelle in unserem Herzen, oder aber eine andere Quelle sprudelt, nämlich die Quelle des alten bösen Menschen. Und dann reicht es nicht, wenn wir zwar äußerlich Jesus kennen und wissen, wo er ist, wenn er nicht in unserem Herzen ist, dann wissen wir von Jesus, wir zitieren Jesus, wir gehen in die Sabbatschule und singen Lieder, die von Jesus handeln und trotzdem kommen Bosheit, Geiz, Diebstahl, Betrug, Leid, Neid, Lästerung, Hochmut aus unserem Herzen heraus. Und das ist präzise der Zustand von Laodizea. Laodizea bekommt in dem ganzen Textabschnitt keinen einzigen theologischen Tadel. Andere Gemeinden haben die Lehrer, die Nicolaiten, die die Frau Jesabel lehrt und so weiter. Da gibt es theologische Irrtümer, die berichtigt werden müssen. Aber Laodizea wird nicht dafür getadelt, dass sie falsche Theologie hat. Laodizea wird dafür getadelt, dass obwohl sie theologisch alles richtig sieht, aus dem Herzen etwas anderes hervorkommt.
[20:32] Deswegen ist Laodizea nackt, blind, bloß, armselig und erbärmlich. Der Realitätscheck ist, wir kennen die Wahrheit, aber die Wahrheit ist nicht in unserem Herzen. Wir wissen von Jesus, aber Jesus ist nicht in unserem Herzen. Und wenn Jesus nicht in unserem Herzen ist, dann können die Verheißungen Gottes unser Leben nicht verändern.
[20:54] Lieber Freund, liebe Freundin, wir und ich müssen die ernsthafte Frage uns stellen, ob Jesus heute in meinem Herzen ist. Und nur wenn er heute in meinem Herzen ist, kann er mein Leben verändern. Dann kann ich die Verheißung in Anspruch nehmen. Dann sind sie in ihm, Ja und Amen. Nur wenn er in unserem Herzen ist. Wenn wir uns aber davon darauf verlassen, dass wir unseren YouTube Prediger haben, der uns dann schon sagt, wie es sein soll und wir einfach nur das uns anhören oder oder einfach nur so dem folgen, was wir als Kind gelernt haben, wenn wir ihn aus der Ferne konsumieren sozusagen, dann bleibt die Quelle im Herzen böse und dann reden wir immer von Jesus und erleben keine Veränderung. Dann können wir im Glauben nicht wachsen. Das Wichtigste ist, dass Christus in unser Herz kommt. Deswegen sagt in Offenbarung 3, Vers 20: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir."
[21:59] Zurück zu Offenbarung 3, Vers 16. "So, aber weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund." Das bedeutet nicht, dass Jesus keine Lust auf uns hat, dass er uns nicht mag, sondern es hat einen interessanten Hintergrund, den wir hier nur kurz andeuten. Das Sendemanuskript gibt noch mehr Material dazu. In der Bibel, im Alten Testament haben wir die Geschichte, dass Gott in 3. Mose sagt, ihr könnt das dann nachlesen. Und wir können es auch selbst lesen, gemeinsam lesen. Hier in 3. Mose Kapitel 18, da wird uns gesagt, dass die Israeliten in das Land Kanaan kamen. Das heißt hier in Vers 26: "Ihr aber sollt meine Satzung und Rechtsbestimmung halten und keinen dieser Greuel verüben, weder der Einheimischen, weder der Einheimische noch der Fremdling, der in eurer Mitte wohnt. Denn alle diese Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, sodass das Land verunreinigt worden ist, damit euch nun das Land nicht ausspeie, wenn ihr es verunreinigt, so wie es die Heiden ausgespien hat, die vor euch gewesen sind." Die Idee ist also, in dem Land Kanaan lebten die Heiden, durch ihre Sünden, durch ihre Greuel haben sie das Land verunreinigt und deswegen hat das Land sie ausgespien.
[23:06] Nun, das Land wird in der Bibel auch der Ruheort genannt. Das heißt von Josua, dass er das Volk Israel zur Ruhe gebracht hat oder zur Ruhe bringen sollte. Natürlich nur in einem typologischen Sinne. Deswegen Hebräer sagt, es hat nicht wirklich zur Ruhe gebracht, aber das führt uns zu einem wichtigen Gedanken. Die eigentliche Ruhe ist nicht das Land Kanaan, sondern Jesus Christus.
[23:28] Er sagt in Matthäus Kapitel 11 und dort, jetzt sehen wir doch die Verse hier, aber es ist gut. Matthäus 11, Vers 28: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken." Wörtlich auch zur Ruhe bringen. "Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen." Die Israeliten kamen in die Ruhe. Aber Gott sagt ihnen: Ihr müsst dann auch meine Gebote halten. Wenn ihr weiterhin in der Ruhe im Land Kanaan die gleichen Greuel tut wie die Heiden, die ich ausgetrieben habe, dann werdet auch ihr ausgespien werden. Und Jesus verwendet jetzt dieses Bild. Er selbst ist die Ruhe. Wir sind durch dadurch, dass wir ihn angenommen haben als Erlöser, in die Ruhe eingegangen. Aber Jesus sagt uns, dass wenn wir uns jetzt Christen nennen und in der christlichen Kirche sind, aber zwar nur ein Bekenntnis haben, aber mit unserem Leben genauso leben wie die Heiden draußen, die das Evangelium gar nicht kennen und die ganzen Gottlosen, wenn wir so leben, dann werden wir ausgespien, so wie das Volk Israel aufgrund ihrer Sünden dann ausgespien worden ist aus dem Land.
[24:50] Offenbarung Kapitel 4, Kapitel 3 und dort Vers 17. "Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss und mir mangelt es an nichts." Das ist die Selbstwahrnehmung. Also Jesus hält uns den Spiegel vor und sagt: "Das ist deine eigene Selbstwahrnehmung."
[25:14] Was ist dieser Reichtum? Wir schauen in Vers 18. Jesus sagt hier: "Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird, und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst." Um reich zu werden, brauchen wir Gold, das im Feuer geläutert ist. Gold macht reich. Die Frage ist also, was ist dieses Gold, das im Feuer geläutert ist?
[25:42] In 1. Petrus, Kapitel 1, Vers 7 wird es verwendet als Vergleich zu etwas Geistlichem. 1. Petrus Kapitel 1, Vers 7 heißt es: "Damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer geläutert wird, Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi." Glaube ist das Gold, das Jesus uns anbietet.
[26:09] Das Feuer wird in der Bibel erklärt in Hohelied, Kapitel 8 und Kapitel 8. Und da lesen wir in Hohelied Kapitel 8 und dort in Vers 6: "Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm, denn die Liebe ist stark wie der Tod und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut, also die Liebe, ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn." In der Bibel wird oft das Feuer als Symbol für die Liebe Gottes verwendet. Der Heilige Geist wird mit einem Feuer verglichen, das auf zu Pfingsten herabkommt. Und wir wissen aus der Bibel aus Römer 5, Vers 5, dass der Heilige Geist die Liebe Gottes in unsere Herzen hinein gießt. Es heißt in Galater, dass das Entscheidende im christlichen Leben folgendes ist. Es heißt in Vers 6: "Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit etwas, sondern der Glaube, dadurch die Liebe wirksam ist." Glaube und Liebe, Gold und Feuer. Das Gold, das im Feuer geläutert ist, der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist. Paulus sagt, darauf kommt es an. Nicht auf die Beschneidung oder Unbeschnittenheit, darauf kommt es an. Um ein Christ zu sein in Christus Jesus, ist das das Entscheidende. Jesus sagt, dass dieses Gold, das im Feuer geläutert ist, dieser Glaube, der durch die Liebe wirksam wird, dass der uns reich macht.
[27:37] Und er rät uns, dieses zu kaufen, denn er sagt: "Du bist arm." Laodizea sagt: "Aber ich bin reich und habe Überfluss und nichts habe ich nötig." Mit anderen Worten, wenn Glaube, der durch die Liebe wirksam ist, reich macht und Jesus uns das anbietet, damit wir reich werden, wir aber sagen, wir sind schon reich, dann sagen wir, und so hält uns Jesus dir und mir, mir und dir den Spiegel vor. So sagt uns Jesus, dass wir glauben, dass wir glauben, wir glauben gar nicht.
[28:17] Hab schon viele Predigten über Laodizea gehört oder einige, und in der Regel wird dann gesagt: Ja, wir sind noch nicht eifrig genug, vielleicht, oder wir müssen noch uns vielleicht in einigen Dingen verbessern. Aber oft ist vielleicht so ein bisschen das Gefühl: Na ja, aber zumindestens sind wir ja gläubig, zumindestens glauben wir an Jesus, auch wenn wir vielleicht nicht alles in der Prophetie verstehen und Dinge noch verbessern müssen, verändern müssen. Aber das ist nicht die Botschaft an Laodizea.
[28:47] Die Botschaft an Laodizea ist: Du denkst, dass du ein gläubiger Mensch bist, aber ich würde dir gerne echten Glauben schenken. Ich würde dir gerne echten Glauben geben. Echter Glaube, der wirklich echte Liebe zeigt. Wir reden ganz oft von Glaube und Liebe, aber Jesus sagt uns, dass das, was wir Glaube und Liebe nennen, bei ihm gar nicht zählt. Wir haben uns mitunter unseren eigenen Glauben gebastelt, unsere eigene Liebe. Wir brauchen den biblischen Glauben und die biblische Liebe. Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.
[29:26] Glaube, der Gott beim Wort nimmt. Paulus sagt in Römer 1, Vers 17: "Der Gerechte lebt aus dem Glauben." Und Jesus sagt in Matthäus 4, Vers 4: "Der Mensch lebt aus jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht." Wenn wir aus dem Wort Gottes leben, weil es schöpferische Kraft hat, dann haben wir Glauben. Der Hauptmann von Kapernaum sagte: "Sprich nur ein Wort." So wie Jesus in der Schöpfung sagte: "Es werde Licht", und es wurde Licht. "Sprich nur ein Wort." Jesus sagte: "Dieser Mann hat einen Glauben, einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden." Haben wir den Glauben, dass das Wort Gottes die Kraft hat, in unserem Leben das zu tun, was es sagt? Oder sehen wir es immer nur als eine Beschreibung von etwas, was wir irgendwie wahrscheinlich sowieso gar nicht richtig erreichen können, etwas, das wir nie richtig schaffen werden, sondern einfach nur ein Idealzustand, der da oben über uns schwebt und wo wir uns halt ein bisschen ausstrecken, aber sowieso nie schaffen werden? Glauben wir, dass Gott durch sein Wort, seinen Geist das tun kann, was er von uns fordert und sagt?
[30:33] Haben wir den Glauben und haben wir die Liebe, die mehr an den anderen denkt als an uns selbst? Wenn wir von Liebe reden, dann geht's vor allem immer, dass dass man uns liebevoll behandelt. Aber haben wir die Liebe, die in Korinther 13 beschrieben wird? Die Liebe denkt nicht an sich. Sie ist langmütig und gütig. Die Liebe, die zuerst für den anderen da ist als für sich selbst.
[31:03] Jesus sagt: "Du, denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss und mir mangelt es an nichts, und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist." Das sind zwei Worte, die den allgemeinen Zustand beschreiben, während die nächsten drei Worte dann konkret die Dinge beschreiben, die dann mit den Dingen, die in Offenbarung 3 Vers 18 uns angeboten werden, behoben werden können.
[31:28] Der Elende, Taliporas im Griechischen. In dieser Form kommt es nur noch in Römer 7, Vers 24 vor. Wir kennen diese Stelle vielleicht gut. In Römer 7 und dort Vers 24: "Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?" In Römer 7 geht es um einen Menschen, der die Gebote halten will, der das Gesetz als gut und richtig und heilig erkannt hat, aber der findet, dass immer wieder und immer wieder und immer wieder er das Falsche tut, das Böse tut, was er gar nicht will. Aber Römer 7 beschreibt nicht den Menschen, der mit Christus wandelt. Beschreibt den Menschen, der mit Christus wandeln möchte, aber noch ein Problem hat. Und sein Problem deutlich, wenn man ab Vers 14 und Vers 15 einfach die Betonung etwas ändert. "Denn was ich vollbringe, billige ich nicht, denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so stimme ich dem Gesetz zu, dass es gut ist. Jetzt aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht, denn ich tue nicht das Gute, das ich nicht will, sondern das Böse, das ich nicht will, das übe ich aus. Wenn ich aber das tue, was ich nicht..." Was ein Problem? Er dreht sich um sich selbst. Er will die Gebote halten, aber er dreht sich um sich selbst. Wir haben nicht die Zeit hier ausführlich über Römer 7, Vers 1 bis 4 zu sprechen. Aber da gibt es eine Frau mit zwei Männern. Sie will den zweiten Mann heiraten, aber sie kann auch nicht, weil der erste nicht tot ist. Solange unser altes Ich nicht tot ist, solange der alte Mensch nicht wirklich mit Christus gekreuzigt ist, können wir zwar versuchen, Jesus nachzufolgen. Wir wollen das, aber wir schaffen es nicht. Wir haben zwar den aufrichtigen Wunsch, den den den richtigen Willen, aber solange wir nicht erlauben, dass Jesus durch seinen Heiligen Geist auch die Taten des Fleisches töten kann, werden wir immer im Zustand von Römer 7 sein. Aber auf Preis den Herrn, auf Römer 7 kommt Römer 8. Und Römer 8 ist nicht mehr ich, ich, ich, ich, ich, sondern Römer 8 ist der Geist, der Geist, der Geist, der Geist Gottes. Sagt in das heißt hier in Vers 13: "Denn wenn ihr gemäß im Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben."
[33:42] Laodizea in einem Zustand, wo es Glauben als eine Zustimmung zu 28 Glaubenspunkten definiert, aber nicht mehr verstanden hat, dass Gott durch seinen Geist die Taten des Fleisches töten kann. Es hält den Zustand von Römer 7 für den Normalzustand. Und wehe uns, wenn wir den Zustand, den Paulus als einen elenden Zustand beschrieben hat, wenn wir den als reich bezeichnen, als einen Zustand des Gläubigen. Wehe uns, wenn wir den Zustand, von dem Paulus sagt, das ist ein elender Zustand, wenn wir sagen, so lebt ein Gläubiger, das heißt ein Reicher, dann machen wir genau das, was hier steht: "Du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss und mir mangelt es an nichts und erkennst nicht, dass du elend bist."
[34:32] Römer 7 ist nicht das Ideal für einen christlichen Menschen. Römer 7 ist nicht das, was Gott sich für einen gläubigen Menschen wünscht. Auch wenn es oft unsere Realität gewesen ist oder ist. Römer 7 ist ein Durchgangsstadium, ein Zwischenstadium. Ein Mensch, der schon weiß, dass er Gott folgen möchte, aber noch nicht verstanden hat, dass sein eigenes Ich sterben muss und der Geist die Kontrolle übernehmen kann.
[35:03] Man könnte sagen, Römer 7 spricht von den Menschen im alten Bund. Es gibt immer die Debatte, ist er bekehrt und unbekehrt. Ich würde sagen, er steht im alten Bund. Er kennt die Gesetze, also sind außerhalb von ihm. Er trinkt von der richtigen Quelle, aber die Quelle ist nicht in ihm. Siehst du da da fern sie in Hierapolis, erst in Laodizea. Sie kommt nur lauwarm an. Christus ist nicht in ihm. Er hat nur von ihm gehört. Er versucht die Dinge, die er als richtig erkannt hat, zu tun. Ist der alte Bund. Er möchte das Richtige, aber die Quelle ist immer noch die alte. Und deswegen kommt aus dem alten Herzen immer noch das alte hervor, obwohl er das andere möchte. Das Problem ist also, dass Christus nicht im Herzen ist. Und wenn er im Herzen ist, dann macht er das Herz neu. Dann schafft er ein neues Herz. Er, der der Ursprung der Schöpfung Gottes ist.
[35:53] Deswegen sagt er in Vers 20: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir." Jesus sagt: "Du kennst nicht, dass du elend bist und erbärmlich."
[36:13] Griechisch Elinos, bemitleidenswert. Nur einmal noch in dieser Form. 1. Korinther 15, Vers 19. So bezeichnet Paulus Menschen, die gläubig sind, aber die keine Hoffnung über den Zustand, über den Tod hinaus haben. Die glauben, dass es keine Auferstehung von den Toten gibt. Wenn ich nur auf dieses Leben schaue und mich nur um dieses Leben kümmere und mein Leben nicht mehr so ausrichte auf die Zukunft nach dem Tod, nach der Auferstehung, besser gesagt, dann bin ich erbärmlich. Kann es sein, dass wir unser Leben oft so leben, als gäbe es keine Ewigkeit, auch wenn wir zwar offiziell bekennen, dass wir auf den Himmel warten und auf die neue Erde?
[36:54] Das Interessante an dem Wort erbärmlich ist, ein Mensch, der erbärmlich ist, mit dem sollte man Erbarmen haben. Und so sagt uns die Bibel in Lukas 10 von einem Mann, der zusammengeschlagen worden ist und der dort am Wegesrand lag. Lukas 10, Vers 30. Da erwiderte Jesus und sprach: "Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber, die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und ließen ihn halbtot liegen, so wie er war. Arm und nackt, elend, erbärmlich."
[37:37] Manchmal gehen wir vielleicht an der Gemeinde Laodizea vorbei und denken: "Ha, damit habe ich nichts zu tun." Aber Jesus denkt anders über die Gemeinde Laodizea. Er sagt das nicht, weil er Freude hat, uns irgendwie die Masken vom Gesicht zu reißen. Er sagt es nicht, weil er uns irgendwie schlechte Gefühle geben möchte. Er sagt es, weil er der barmherzige Samariter ist, der mit einer elenden und erbärmlichen Person Erbarmen hat.
[38:04] Er kommt, um uns an der Tür einzuladen, dass er uns verbinden kann, dass er uns unsere Wunden verbinden kann, dass er Öl und Wein darauf gießen kann, dass er uns verarzen kann, dass er für uns sorgen kann. Jesus gibt die Laodizea-Botschaft nicht nur, dass wir wissen, wo wir sind, sondern weil er uns helfen möchte. Er möchte die Probleme in unserem Charakter, in unserem Leben, in unserem zwischenmenschlichen Beziehung. Er möchte die Probleme lösen. Er ist der Gott des Amens, der die Sorgen und Nöte vergessen macht.
[38:35] Arm, blind und entblößt. Wir haben über das Arm schon gesprochen. Glückselig sind diejenigen, die erkennen, dass sie arm sind. Jesus sagt in Matthäus Kapitel 5 Vers 3: "Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich Gottes." Wer erkennt, dass er Hilfe braucht, wer erkennt, dass das Evangelium für ihn ist, dass die Verheißung, dass er selbst sie braucht, der kann davon Nutzen ziehen. Wer aber denkt: "Ja, kenne ich schon, habe ich schon damals in den Bibelstunden gehabt. Ja, ja, das ist jetzt für die Leute, für die Gäste, für die anderen, die sollen es mal auch hören. Der wird vom Evangelium nicht profitieren." Glaubst du, dass du Hilfe nötig hast? Es ist vollkommen egal, ob du seit drei Tagen Christ bist oder seit 50 Jahren. Glaubst du, dass du Hilfe nötig hast, dass du geistlich arm bist und dass Jesus dir etwas geben kann und will?
[39:29] Blind? 2. Petrus 1, Vers 9. Wem dagegen diese Dinge fehlen, gemeint sind die Treppenstufen, die Leiter von Petrus, die sogenannte in Vers 5 bis 7. Wem dagegen diese Dinge fehlen, der ist blind und kurzsichtig und hat die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. Kann es sein, dass wir einmal echte Erlösung erlebt haben und das so ein bisschen aus den Augen verloren haben, dass wir nur noch in der Routine leben, dass wir nur noch so im Alltag leben, aber nicht mehr drüber nachdenken, was Jesus uns alles vergeben hat und wir nicht mehr in dem Bewusstsein dieser Gnade leben? Die Reinigung von den früheren Sünden vergessen. Jesaja 42, Vers 18 bis 20. Jesaja 42, Vers 18 bis 20. "Hört ihr Tauben, und ihr Blinden, schaut her, um zu sehen! Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht? Oder so taub mein Bote, ein Engel, der Engel der Gemeinden, den ich sende? Wer ist so blind wie der Vertraute und so blind wie der Knecht des Herrn? Du hast viel gesehen und es doch nicht beachtet. Die Ohren hat er aufgetan und doch nicht gehört." Man kann Laodizea und Laodizea nicht behaupten, dass es wenig gehört hatte. Es hat an Predigten nicht gefehlt. Es hat an Seminaren nicht gefehlt, an Büchern, an Internetmaterialien. Es hat genügend Material gegeben.
[41:14] Gott stellt die Frage: "Wer ist so blind wie mein Knecht?" Wollen wir das ändern? Wollen wir die Worte Gottes tatsächlich auf uns, auf mich persönlich anwenden?
[41:32] Arm, blind und entblößt. Adam und Eva hatten ein Lichtkleid getragen, aber in dem Moment, als sie sündigten, ist kurz danach ihr Lichtkleid verschwunden. Jesus sagt, wenn wir den Realitätscheck auf den Punkt bringen: Er sagt der Gemeinde Laodizea, die sein Evangelium in die Welt tragen soll: "Du denkst, dass du Glauben hast, aber du lebst in Sünde. Und obwohl du alle 28 Glaubenspunkte bejahst und die Wahrheit kennst, lebst du so, dass du nicht gerettet werden kannst." Das ist der Realitätscheck.
[42:21] Und deswegen rät uns Jesus: "Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist." Er rät uns, von ihm den Glauben zu erhalten, von ihm die Liebe zu halten, die wir brauchen. Nicht eine selbstgemachte Liebe, nicht ein selbstgebastelten Glauben, sondern können wir nicht einfach anfangen zu sagen: "Herr Jesus, bitte schenk mir den Glauben, der vor dir zählt. Schenk mir die Liebe, die aus deinem Herzen kommt. Ich möchte die Liebe haben, den Glauben, der hier beschrieben wird. Ich möchte dieses Gold haben, das im Feuer geläutert ist. Glaube, der durch die Liebe wirksam ist, der wirklich am Ende zählt."
[43:03] Wir sind eingeladen zu kaufen. Jesaja 54 bietet uns Jesus seine Gerechtigkeit an. Gott sagt hier in Jesaja 54 und dort in Vers 17: "Keine Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen. Und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, wirst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteil wird, spricht der Herr." Gott sagt hier, es gibt eine Gerechtigkeit, die besteht aus folgenden Dingen: Wenn du meine Gerechtigkeit hast, kann der Feind dich nicht besiegen mit keiner Waffe. Und wenn du meine Gerechtigkeit hast, kannst du im Gericht nicht schuldig gesprochen werden. Wenn wir die Gerechtigkeit Gottes haben, dann kann der Feind uns nicht besiegen und dann kann uns im Gericht niemand mehr schuldig sprechen, aber nur solange wir die Gerechtigkeit Gottes haben. Und wenn du das verstehst, dann wirst du wahrscheinlich auch sagen: "Diese Gerechtigkeit möchte ich haben. Ich möchte die Gerechtigkeit Gottes in meinem Leben haben."
[44:12] Diese Gerechtigkeit Gottes offenbart sich. Wir bleiben in Jesaja 54, gehen ganz kurz zu Römer 1. Diese Gerechtigkeit Gottes offenbart sich im Evangelium. Es heißt in Römer 1 und dort in Vers 16: "Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben. Wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben." Wenn wir zu Jesus kommen und das für mich persönlich in Anspruch nehmen, wenn ich sage: "Ich, Christopher, brauche echten Glauben, ich brauche echte Liebe, ich brauche Gottes Gerechtigkeit", dann gibt er sie mir. Im Evangelium wird das offenbart.
[44:53] Und deswegen sagt Jesaja 55 Vers 1: "Wohl an, ihr Durstigen, alle, kommt her zum Wasser! Und ihr, die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch." Wir sollen kaufen, weil Gott schmeißt es uns nicht hinterher. Er wird es uns nicht wie ein Werbeprospekt gegen unseren Willen in den Briefkasten werfen. Er möchte, dass wir es wirklich selbst haben wollen, aber wir müssen nichts bezahlen. Wir müssen es uns nicht verdienen. Wir können es umsonst haben. "Wohl an, ihr Durstigen, alle, kommt her zum Wasser! Und ihr, die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst."
[45:24] Lieber Freunde, liebe Freundin, Jesus möchte der Gemeinde Laodizea nicht einfach einen Realitätscheck machen. Er möchte sagen: "Kommt, kommt zu mir, nehmt das Evangelium jetzt an, jetzt, wo es euch noch angeboten wird." Deswegen sagt Jesaja 55 Vers 6: "Sucht den Herrn, solange er zu finden ist. Ruft ihn an, während er nah ist. Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn erbarmen und zu unserem Gott, denn bei ihm ist was? Viel Vergebung." Du hast falsches gedacht, du hast falsches getan, du hast falsches gesagt. Komm zu Gott zurück. Du realisierst, dass du in Sünde lebst. Du realisierst, dass du Gottes Gebote mit Füßen getreten hast. Du hast zwar ein großes Bekenntnis, du bist in der Gemeinde aktiv, aber du weißt, du lebst nicht so, wie du leben solltest. Denke nicht, dass es später besser wird. Komm zu Jesus so, wie du bist und sag ihm: "Ich brauche jetzt heute hier deine Vergebung. Ich brauche einen Neuanfang. Ich brauche ein neues Herz. Mach, dass die Sorgen und Nöte vergessen werden. Erschaffe in mir ein reines Herz."
[46:26] Und Jesus tut das. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Er tut das, und dann sind wir wieder heiß und dann leuchten wir und dann sind wir Sterne, die die Vielen zur Gerechtigkeit weisen können, und dann wird Jesus uns auch niemals ausspucken.
[46:56] Ein Kleid. Offenbarung 3 und dort Vers 18 bietet Jesus uns weiße Kleider an, damit die Schande der Blöße nicht offenbar wird. Adam und Eva waren durch die Sünde nackt, und ihre eigenen Bemühungen mit Feigenblättern das Ganze zu bedecken, haben zwar voreinander einigermaßen gefruchtet, aber vor Gott war es vollkommen umsonst. Als Gott sie aufsucht im Garten Eden, verstecken sie sich und Adam sagt: "Ich fürchte mich, denn ich bin nackt."
[47:28] Alle unsere menschlichen Bemühungen, alle unsere Entschuldigungen, alle unsere Rationalisierungen sind vor Gott nichtig. Während wir in die Gegenwart Gottes kommen, erkennen wir sofort, dass wir schuldig sind vor ihm. Wir brauchen seine Gerechtigkeit, die uns bedeckt. Das Kleid seiner Gerechtigkeit. Und das bietet er uns an. 1. Mose 3, Vers 21. Er hat Adam und Eva bekleidet.
[47:55] Es heißt hier: "Und Gott der Herr, 1. Mose 3:21. Und Gott der Herr machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie." Ein Tier musste sterben. Das erste Tier, das gestorben ist. Die ersten Tiere vielleicht sogar. Um auszudrücken, die Gerechtigkeit Gottes kann in unserem Leben uns nur bedecken, wenn jemand für uns stirbt. Jesus ist für uns gestorben, und wir tauschen unsere Sünde mit seiner makellosen Gerechtigkeit. Nein, Jesus tut durch das Blut und sich ein bisschen tunen und verändern und ein bisschen abwaschen und ein bisschen hier polieren. Er schenkt uns seine makellose Gerechtigkeit. Wir werden damit bedeckt.
[48:54] Seine Gerechtigkeit wird uns angerechnet und verliehen. Adam und Eva konnten sie nicht einmal selbst anziehen, diese Kleider. Es heißt: "Und Gott der Herr machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie." Stell dir vor, du bist nackt und jemand bietet dir ein schönes Kleid an. Das ist ja nett. Stell dir vor, er fängt an, es dir anzuziehen. Du willst sagen: "Hey, Moment mal, das kann ich selbst." Aber Gott will uns hier deutlich machen: Wir können nicht einfach Gottes Geschenk nehmen und dann selbst uns so zurecht machen. Gott muss uns anziehen. Wir sind in der Erlösung völlig, in jeder einzelnen Phase, in jedem Detail, ob Rechtfertigung oder Heiligung, in was auch immer zur Erlösung gehört, wir sind vollständig von ihm abhängig. Wir müssen mit ihm kooperieren. Wir müssen das Bein heben, wir müssen uns zulassen. Wir können uns nicht wehren, dann zieht er uns nicht an. Wir müssen mit ihm kooperieren. Aber er ist immer derjenige, der das Entscheidende tut.
[49:59] Was macht das mit einem Menschen, wenn dieses Kleid der Gerechtigkeit trägt? In Jesaja 61 und dort fest, da finden wir jemand, der dieses Kleid der Gerechtigkeit trägt und seine Emotion beschreibt. Er sagt in Vers 10: "Ich freue mich sehr in dem Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott." Warum denn? Warum ist er freudig? Warum ist er fröhlich? "Denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Bräutigam sich den priesterlichen Kopfschmuck anlegt und wenn eine Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt." Lieber Freund, Freundin, kennst du die Freude, wenn du weißt: Ich stehe vor Gott da, als ob ich nie gesündigt hätte, weil mich die Gerechtigkeit Jesu bekleidet. Wer das glaubt, wer das versteht, wer das in seinem Leben erkannt hat und das in Anspruch genommen hat, der wird ein freudiger Christ sein. Der wird ein fröhlicher Christ sein, der wird strahlen. Kann es sein, dass die viele Freudlosigkeit in unseren Gottesdiensten, die Misstöne zwischen menschlich, die auch deswegen da sind, weil wir zwar die richtige Theorie in der Sabbatschule uns gegenseitig vorreden, aber weil wir nicht bekleidet sind mit dem Kleid der Gerechtigkeit?
[51:16] Denn wenn wir das Kleid der Gerechtigkeit tragen, wissen wir, mir ist vergeben worden. Ich bin ein schlimmer Sünder, aber Jesus hat mich vollständig gereinigt. Ich habe meine Sünde bekannt und hat sie mir vergeben und hat mich gereinigt von aller Ungerechtigkeit, weil er es versprochen hat. Und Jesus bricht sein Versprechen nie. Wir dürfen unsere Kleider weiß machen im Blut des Lammes. Nicht ein bisschen heller weiß im Blut des Lammes. Die Gerechtigkeit Jesu, die offenbart sich in unserem Leben. In Offenbarung 19 wird uns gesagt, dass die Gemeinde, die letzte Gemeinde, sich vorbereitet hat. Die Gemeinde Laodizea, die nackt war, aber sie hat das Kleid angenommen. Wir lesen hier in Offenbarung 19 und dort in Vers 7 und 8: "Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und seine Frau hat sich bereit gemacht und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend." Gottes Gerechtigkeit ist nicht nur weiß, sie ist leuchtend hell. Das Gewand Jesu auf dem Verklärungsberg hat geleuchtet wie das Licht. Die Leinwand ist rein und glänzend. Jesus sagt: "Ihr seid das Licht der Welt. Wenn die Menschen eure guten Werke sehen, dann werden sie den Vater im Himmel preisen." Denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Die Gemeinde Laodizea wird durch diese Botschaft, den Rat, den Jesus ihnen gibt, so verwandelt werden. Viele werden es nicht annehmen und werden die Gemeinde verlassen. Andere werden hinzukommen. Die Gemeinde wird so verwandelt werden, dass Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit, diesen Engel, diesen Engel der Gemeinde zu einem Engel macht, der die ganze Erde erleuchtet mit diesem Geheimnis der Herrlichkeit Gottes. Vers 18, Kapitel 18, Vers 1. "Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit." Das muss die Gemeinde Laodizea sein. Es gibt keine andere Gemeinde in der Offenbarung, die das sein kann, kurz am Ende der Zeit.
[53:18] Wir sehen hier also nicht nur einen Realitätscheck. Wir sehen die Hoffnung, die Gott uns gibt. So beginnt er die Laodizea-Botschaft. Er hat uns in der rechten Hand. Er möchte die alten Not, Nöte und Sorge vergessen machen. Er ist der Amen, in dem sich alle Verheißung erfüllen. Er kann alles neu schaffen. Aber er sagt uns die Wahrheit. Er wird uns nicht anlügen. Er wird nicht alle Fünfe gerade sein lassen. Er wird nicht sagen: "Na ja, passt schon, die haben ja theoretisch zumindest geglaubt, was richtig ist." Nein, er wünscht sich, dass wir wirklich ihn lieb haben, von ganzem Herzen, in unser Herz lassen und mit ihm leben, ihn tatsächlich unser Leben verändern lassen. Nur das ist der Beweis des wahren Evangeliums.
[53:53] Der Herr ist nicht einfach nur gerecht. Es heißt in Jeremia 23 Vers 5: "Der Herr ist unsere Gerechtigkeit." Wir müssen dieses Kleid der Gerechtigkeit dann auch behalten, wie es Offenbarung 16 sagt.
[54:11] Und so lass uns beten, dass Gott uns Augensalbe schenkt, dass wir erkennen, wie sehr wir Jesus brauchen, dass wir erkennen, wie sehr wir uns manchmal selbst belügen, dass wir erkennen, dass wir nur im Maßstab, im Spiegel des Wortes Gottes eine echte Zustandsbeschreibung finden, eine echte Standortsbestimmung, einen echten Realitätscheck vornehmen können.
[54:40] Vers 19. "Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich. Sei eifrig und tue Buße." Jesus hat uns lieb. Er möchte, dass wir eine echte Buße haben. Nicht nur ein Zerreißen der Kleider, sondern der Herzen, wie es in Joel Kapitel 2, Vers 15 heißt. Buße heißt Umkehr. Metanoia ist das anders denken.
[55:08] Wenn Laodizea eine Buße hat, dann denkt es anders. Es sagt dann nicht mehr: "Ich bin reich und habe Überfluss und bemangel es an nichts", sondern es sagt dann: "Moment mal, ich bin elend, erbärmlich, arm, blind und bloß." Und wenn man erstmal erkannt hat, dass man elend und erbärmlich ist, wenn man erkannt hat, dass man arm, blind und bloß ist, dann wird man auch das Angebot annehmen wollen. Das Problem von Laodizea ist, dass es ja das Angebot nicht annimmt, weil es gar nicht für nötig hält. Wir denken ja, das sind die anderen, die Liberalen, die Konservativen, die brauchen das, die im anderen Erdteil, in dem anderen Teil Europas, die links von mir sitzen in der Gemeinde, die Älteren, die Jüngeren, die anderen brauchen das. Wir denken nicht, dass wir das, was wir hier stehen, wirklich selbst brauchen. Aber wenn wir das denken, wenn wir durch Jesus uns Buße schenken lassen, wie uns die Apostelgeschichte sagt, dass ein Geschenk Gottes ist, Buße ist ein Geschenk wie Sündenvergebung. Wir bitten darum, er schenkt es uns. Wenn wir um Buße bitten, gibt es sie uns. Dann erkennen wir, das gilt mir. Ich bin elend und erbärmlich, arm, blind und bloß. Und wenn ich das erkannt habe, dann möchte ich das Gold haben, dann möchte ich das Kleid haben, dann möchte ich die Augensalbe haben und Jesus wird sie geben, denn er kommt ja sogar bis an die Tür, um es mir anzubieten. Wir müssen nicht denken, dass wenn wir dann die Tür aufmachen, sagen: "Jesus, darf ich bitte haben?" Sagt: "Ach nee, doch nicht." Nein, nein, nein, nein. Wenn wir das ganze Problem der Laodizea-Botschaft ist nicht, dass Jesus es nicht geben möchte. Jesus sagt, der Vater ist bereit, uns den Heiligen Geist zu geben, mehr als Eltern ihren Kindern gute Gaben geben wollen. Das einzige Problem ist, wir denken, wir brauchen es nicht. Wenn wir nur erkennen können, dass wir es brauchen, wenn wir um Buße bitten und sagen: "Danke, Herr, dass du so viel Geduld in mir gehabt hast, dass du bis zum heutigen Tag gewartet hast, dass ich es heute verstehe. Ich, Christopher, brauche das hier heute." Dann kann in meinem Herzen Buße bewirken und dann kann ich von Herzen mich danach ausstrecken, seine Geschenke anzunehmen und er wird sie mir gerne geben. Und Tag für Tag werde ich mich neu entscheiden, diese Geschenke weiter in meinem Herzen behalten zu wollen. Jesus weiter als Gast in meinem Herzen zu haben, als König, der dort regieren darf.
[57:34] So hören wir in Offenbarung 3, Vers 20: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an." Hast du heute die Stimme Jesu gehört zu deinem Herzen? Er möchte in deinem Herzen wohnen.
[57:53] Wir haben es nicht geschafft, die anderen Texte anzuschauen, die in der Lektion noch angegeben sind. Wir haben heute nur Offenbarung 3 gemacht, aber vielleicht ist das nicht so schlimm. Dann Offenbarung 3 beschreibt uns den Realitätscheck, den wir brauchen. Du hast mit dem, was wir heute studiert haben und vielleicht auch du nachstudierst, dann die Gelegenheit auch die weiteren Texte, Lektionen, die es dann noch gibt, diesem Gesichtspunkt zu lesen und anzuwenden für dich, für dich selbst zu entdecken. Für heute möchten wir mit Vers 20 schließen. Jesus steht vor der Tür und klopft an.
[58:27] Wir haben gesehen in Kolosser 1 Vers 27, was die Gemeinde Laodizea so dringend braucht, so sehr, dass Paulus dort sagt. Wir hatten ja gerade erst in der vorherigen Lektion im Quartal Kolosserbrief, so sehr, dass er sagt in Kapitel 2 Vers 1: "Ich will aber, dass ihr wisst, welch großen Kampf ich habe um euch und um die in Laodizea und um alle, die mich nicht von Angesicht im Fleisch gesehen haben, damit ihre Herzen ermutigt werden, in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewissheit im Verständnis bereichert werden zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, des Vaters und des Christus." Welches Geheimnis? Er kämpft darum, dass sie das Geheimnis Gottes verstehen. Was ist das? Vers 27, Kapitel 1: "Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch." Nicht Christus in der Ferne, nicht Christus theoretisch an der Wand, nicht Christus im Liederbuch oder Christus in einem YouTube Video, das ich anschaue, sondern Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
[59:32] Die Quelle muss in meinem Herzen sein. Ansonsten sprudelt da immer eine andere Quelle. Auch wenn ich die Wahrheit intellektuell erkannt habe und versuche irgendwie zu halten. Christus muss in meinem Herzen sein. Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Paulus sagt: "Ich bin mit Christus gekreuzigt. Der alte Mensch muss sterben." Nur dann kann ich den anderen Mann wirklich heiraten, Christus. Nur dann kann ich den Zustand von Römer 7 überwinden. Ansonsten, wenn der alte Mensch tot ist, werde ich immer versuchen, Jesus zu haben. Aber es wird immer wieder dazu kommen, dass der alte Mann mich übertöbelt, mich überwindet und ich sage: "Ich, ich, ich und ich tue ja gar nicht, was ich will." Der alte Mann muss sterben. Deswegen sagt Paulus in Galater Kapitel 2 und dort Vers 20: "Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat."
[1:00:46] Liebe Freunde, liebe Freundin, ich möchte das heute neu für mich entscheiden. Du auch? Hast du die Stimme Jesu gehört? Hast du die Stimme gehört, die zu dir spricht: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir." Jesus kommt in unser Herz nicht, um uns zu unterdrücken, nicht um alles so zu machen, wie er will, um uns irgendwie dann Lasten zu bereiten. Nein, nein, nein. Er kommt in unser Herz, weil er mehr an uns denkt als an sich. Er kommt in unser Herz, weil er am besten weiß, wie wir am glücklichsten sind. Er kommt in unser Herz, weil er unsere Probleme lösen kann. Er kommt in unser Herz, weil er in uns unser Leben besser leben kann, als wir selbst leben können. Er weiß besser, was gut für uns ist und was uns am Ende tatsächlich dauerhaft am glücklichsten macht. Er will mit uns das Mahl essen. Er will mit uns Gemeinschaft haben. Er möchte mit uns durch den Alltag gehen, so wie Henoch mit ihm gewandelt ist.
[1:02:08] Ich möchte dich heute fragen: Bist du bereit, eben die Tür zu öffnen? Heute, jetzt und hier? Und morgen wieder die Entscheidung fällen, dass er bei dir bleiben darf. Das ist dein Wunsch. Wollen wir die Tür aufmachen heute, jetzt und hier? Dann lass uns gemeinsam beten.
[1:02:32] Lieber Vater im Himmel, du hast sehr deutlich zu uns gesprochen. Ich möchte dich für mich bitten und für alle, die dieses Video sehen. Möchte dir danke sagen, dass du uns in Liebe zeigst, wo wir stehen und dass du uns in Liebe zeigst, wie sehr du uns verändern kannst und wie du uns helfen kannst. Ich möchte persönlich das in Anspruch nehmen. Möchte ich persönlich um Vergebung bitten für eine falsche Einschätzung, die ich oft in meinem Leben habe. Ich möchte dich um Vergebung bitten, dass ich oft die Dinge, die in meinem Leben gesundhaft sind, nicht als solche erkennen möchte. Und ich möchte dich beten, dass du mir persönlich Buße schenkst und Umkehr. Und ich möchte dich bitten, dass du das für jeden einzelnen tust, der dieses Gebet auch auf seinem Herzen hat. Und Herr, ich möchte dich bitten, dass du in unser Herz hineinkommst, unser Denken und Fühlen bestimmst, unser Leben regierst, dass du uns Gold schenkst, das im Feuer geläutert ist, echten biblischen Glauben, der durch die Liebe im Leben wirksam wird, dass du uns mit dem Kleid deiner reinen, heiligen, makellosen, fleckenlosen, leuchtenden Gerechtigkeit bekleidest, dass du uns Augensalbe schenkst.
[1:03:56] Dass wir die Realität wieder so geistlich sehen, wie sie in deinen Augen ist, Herr. Das bitten wir von ganzem Herzen und danken dir für die Verheißung, dass du alles hast und alles kannst, um uns wiederherzustellen, um uns zu verwandeln und uns zu dem Engel zu machen, der die Erde erleuchtet mit deiner Herrlichkeit. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:04:23] Nächste Woche wollen wir mehr darüber lernen, wie wir praktisch im Leben im Glauben wachsen können. Ihr seid dann wieder herzlich eingeladen einzuschalten und mit uns gemeinsam zu studieren. Bis dann wünschen wir euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Möge Gott mit euch sein und euch seine Liebe zeigen. Amen.