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In dieser siebten Folge der Serie „Im Glauben Wachsen“ tauchen wir tief in die Praxis des Gebets ein. Christopher Kramp zeigt dir, wie du durch Gespräche mit Gott eine engere Beziehung aufbauen und seine Gegenwart im Alltag bewusst erleben kannst. Lerne, wie du dein Herz vor ihm ausschüttest und Gott noch besser kennenlernst.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q4: Wachsen in Christus

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Transkript

[0:32] Hallo und herzlich willkommen zur Christudy Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchten wir alle Zuschauer auch auf dem Sender das Wort ganz herzlich begrüßen zur mittlerweile siebten Folge unserer Serie im Glauben wachsen. Und auch heute geht es um ein ganz praktisches Thema. Es geht um das Gebet. Letzte Woche haben wir schon einige Beispiele aus der Bibel studiert, die uns die Bedeutung des Gebetes vor Augen geführt haben. Heute soll es unter dem Thema Gebet praktisch darum gehen zu lernen, wie wir in unseren Gesprächen mit Gott eine noch größere Nähe, eine größere Tiefe erreichen, wie wir Gott noch besser kennenlernen und unsere Freundschaft zu ihm vertiefen. Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 16. Mai und wollen natürlich, bevor wir über das Gebet sprechen, mit einem Gebet beginnen. Und ich lade dich, lieber Freund, liebe Freundin, dazu ein.

[1:42] Lieber Vater im Himmel, möchte dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir dich unseren Vater nennen dürfen, dass du immer wieder und immer wieder mit deiner Güte und mit deiner Gnade und Liebe an uns wirkst und uns zu dir ziehst. Wir möchten dir danke sagen, dass wir jetzt über das Gebet nachdenken können. Wir möchten hören, was du uns sagen möchtest. Wir möchten lernen mit dir im Alltag so zu reden, dass wir uns deiner Gegenwart wirklich bewusst sind, deine Kraft und Macht und Gnade in unserem Leben erfahren und anderen Menschen zeigen, dass du nicht fern bist, sondern dass man wirklich wie hier noch mit dir durch den Alltag gehen kann. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt zu uns sprichst und hab Dank dafür. Du hast versprochen, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt, sondern ausführt, wozu du es gesandt hast. Das alles bitten wir im Namen Jesu, der für uns eintritt. Amen.

[2:47] In Psalm 62 und dort Vers 9, das ist der Vers, der sozusagen als Motto über diesem Thema heute steht. Dort lesen wir: "Vertraue auf ihn alle Zeit, oh Volk, schüttet euer Herz vor ihm aus. Gott ist unsere Zuflucht." Hier spricht der Psalmist David ist es. Er spricht zum Volk. Gebet ist nicht eine Sache nur für religiöse Eliten, für Priester, für Gelehrte. Jeder im Volk, Mann, Frau, Alter, Kind, jeder darf, soll selbst beten.

[3:33] Und wenn wir beten, so sagt uns dieser Vers, dann dürfen wir alle Zeit, das heißt in allen Umständen, egal ob es uns gut geht oder ob es uns gerade ganz dreckig geht, wir dürfen alle Zeit auf ihn vertrauen. Wir dürfen ihm alles sagen. Es gibt keine Emotion, kein Motiv, kein Gedanke, der irgendwie ihn erschrecken könnte im Sinne, dass wir ihn zurückbehalten müssen. Wir dürfen unser Herz vor ihm ausschütten. Bei niemandem sind unsere Gedanken so sicher wie bei ihm. Und nicht nur sind unsere Gedanken sicher bei ihm, wir selbst sind sicher bei ihm. Das heißt hier, Gott ist unsere Zuflucht. Wollen wir uns nicht vornehmen so zu beten, dass wir im Vertrauen, dass Gott in allen Situationen, ob es gerade so aussehen mag oder nicht, im Vertrauen darauf, dass Gott in allen Situationen für uns ist und uns helfen möchte, dass wir unser ganzes Herz zu ihm ausschütten und ihn zu unserem Schutz machen.

[4:40] Wir wollen heute drüber sprechen, was es bedeutet, praktisch zu beten. Und da haben wir verschiedene Beispiele in der Bibel, die uns das näher bringen. In erste Könige 19 finden wir die Geschichte eines Menschen, der sehr große Gebete gebetet hat. In Kapitel 18 hat er zwei der berühmtesten Gebete der Bibel überhaupt gesprochen. Man könnte ihn vielleicht einen Gebetskämpfer nennen. Kapitel 19 zeigt uns, dass auch dieser Gebetskämpfer trotz der großen Gebetserfahrung, die er am Tag zuvor gemacht hatte, in eine schwere Krise eine echte Depression abgerutscht ist.

[5:24] Er hatte am Tag zuvor gebetet, das Feuer vom Himmel falle. Und genau das ist passiert. Er hatte am selben Tag noch gebetet, dass nach dreieinhalb Jahren Dürre und keinerlei Regen es wieder regnen würde. Und nachdem er sieben Mal gebetet hat, nicht aufgehört hat zu beten, hat es zum ersten Mal nach dreieinhalb Jahren wieder geregnet. und zwar nicht nur drei Tropfen, sondern in Fülle. Wenn erste Könige Kapitel 18 zu Ende gewesen wäre, hätten wir den Eindruck gehabt, Elia ist einfach ein Supermensch im Sinne des Gebetes. Aber Kapitel 19 zeigt uns, dass auch derselbe Gebetskämpfer Elia in ein tiefes Tal abrutscht.

[6:11] In Vers 1 und 2 lesen wir: "Und Ahab erzählte der Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten mit dem Schwert umgebracht hatte." Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: "Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich morgen um diese Zeit mit deinem Leben nicht so verfahre, wie du mit ihrem Leben." Und als er das sah, machte er sich auf und ging fort um seines Lebens willen. Und er kam nach Beerscheba, das zu Juda gehört, und ließ seinen Burschen dort zurück. Elia wird plötzlich erneut, massiv angegriffen. Hatte wahrscheinlich gehofft, dass der große geistliche Sieg vom Tag zuvor eine echte Reformation bewirkt. Stattdessen sieht er sich schon wieder mit einer Verfolgung äh konfrontiert. Er fürchtet um sein Leben und er flieht.

[7:04] Vers 4. Er selbst aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und er kam und setzte sich unter einen Ginststrauch. Eine Stundenlang wandert er in die Wüste und das heißt und er er bat für sich den Tod und sprach: "Es ist genug. So nimm nun, Herr, mein Leben, denn ich bin nicht besser als meine Väter." Elia hat aufgegeben, emotional, gedanklich. Sein einziger Wunsch ist nur noch, dass er stirbt, dass Gott ihm das Leben nimmt. Er hat den Eindruck, weitere Arbeit würde eh nichts bringen. Und vielleicht kennst du auch diese Emotion, vielleicht nicht so intensiv, aber vielleicht haben wir alle schon mit Entmutigung, mit Enttäuschung, mit Hoffnungslosigkeit zu kämpfen gehabt.

[8:05] In Vers 5 und 6 lesen wir: "Und er legte sich und schlief ein unter dem Ginstersuch. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss." Und als er sich umsah, siehe da, war bei seinem Kopf ein auf heißen Steinen gebackener Brotfladen und ein Krug Wasser mitten in der Wüste. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Gott antwortet auf diese große Krise nicht mit einer theologischen, psychologischen Belehrung, sondern mit Berührung und mit Schlaf, mit gutem Essen und mit ausreichend trinken. Und das zeigt uns, wie wichtig auch eine gesunde Lebensweise ist, wenn man mit Depressionen zu tun hat. Gott gibt dem erst einmal das, was er an Grundbedürfnissen benötigt. Und er schläft.

[9:14] Und es heißt dann in Vers 7 und übrigens Gott sendet einen Engel. Er hatte Raben gesandt, um ihn am Bach Kiri zu ernähren. Er hatte eine Witwe in Zarephath benutzt, aber als sein Diener hoffnungslos war, sendet er einen Engel. Er hätte auch Engel senden können nach Kiri. Er hätte einen Engel senden können nach Phönizien. Das besondere Wunder von einem Engel berührt zu werden, hat Gott aufgehoben für den Moment, als Elia am Ende war.

[10:01] Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal, Vers 7, und rührte ihn an und sprach: "Steh auf und iss, denn der Weg ist sonst zu weit für dich." Der Engel berührt ihn erneut und er sagt ihm, dass das, was er gegessen hat, was er getrunken hat, noch nicht ausreichend ist. Jemand, der in einer solchen hoffnungslosen Lage sich befindet, hat oft gar kein richtiges Gefühl dafür, was er alles körperlich braucht. Der Engel ermutigt ihn mehr zu essen. Er muss körperlich zu Kräften kommen. Elia hatte eine hatte eingeschätzt, wie viel er vielleicht braucht, aber das hätte nicht gereicht. Unsere eigene Einschätzung, was wir brauchen, ist oft unzureichend. Gott zeigt uns, was wir wirklich brauchen in den Krisen unseres Lebens.

[10:49] Vers 9, Vers 8: Und er stand auf und aß und trank. Und er ging in der Kraft dieser Speise 40 Tage und 40 Nächte lang bis an den Berg Gottes, den Horeb. Gott gibt genügend Kraft auch in schwierigen Zeiten. Vers 9: "Und er ging dort in eine Höhle hinein und blieb dort über Nacht und siehe das Wort des Herrn, das Wort des Herrn kam zu ihm und er sprach zu ihm: "Was willst du hier, Elia?"

[11:21] Gott begegnet ihm dort und er fragt ihn: "Was möchtest du hier am Berg Sinai?" Denn das ist der Horeb, wie wir aus einem Vergleich von zweite Mose und 5. Mose deutlich sehen können. Was möchtest du hier am Sinai? Es ist Gott, der ihn fragt, was sein Wunsch ist. Das erinnert uns an Johannes Kapitel 1. Dieselbe Stimme dann in menschlicher Gestalt fragt die ersten Jünger Johannes und Andreas in Johannes 1. Und dort in Vers 38: "Als aber Jesus sich umwandte und sie nachfolgen sah, sprach er zu ihnen: Was sucht ihr? Sie sprachen zu ihm: "Rabbi, das heißt übersetzt Lehrer, wo wohnst du?" Was suchst du? Was möchtest du hier? Was ist dein Ziel? Gott stellt uns allen diese Frage. Was möchtest du eigentlich? Was suchst du? Was hast du hier vor? Was willst du hier, Elia?"

[12:29] Und Elia antwortet auf diese Frage eigentlich gar nicht wirklich. Er gibt, er formuliert keine Bitte, kein Ziel, dass er jetzt hier mit seiner Reise nach äh zum Horeb verfolgt. Er sagt in Vers 10: "Ich habe heftig geeifert für den Herrn, den Gott der Herrscharen, denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen und deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht und ich allein bin übrig geblieben und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen." Gar kein Wunsch, den er formuliert. Stattdessen beschreibt er seinen Eifer für Gott und die schlechte Behandlung, die er deswegen erfahren hat. Er denkt, er ist der einzige, zumindestens im Nordreich Israel, der überhaupt noch treu ist. Das würde aber eigentlich tatsächlich bedeuten, dass wenn Gott ihm das Leben nehmen würde, der wahre Glaube in Israel ausgestorben wäre, was natürlich nicht der Fall gewesen wäre, wie wir gleich sehen werden. Aber im Denken von Elia sind zwei Ideen, die eigentlich sehr bemerkenswert seltsam sind, nämlich die eine Seite, er möchte unbedingt sterben. Die andere Seite, diese Idee, ich bin ohnehin der einzige.

[13:42] Elia ist nicht nur hoffnungslos. Scheint den Eindruck zu haben, das Werk Gottes wird dort keinen Erfolg mehr haben. Es macht eigentlich keinen Sinn, da noch einen Propheten zu haben. Der Prophet, der am Tag zuvor Feuer vom Himmel gebetet hat in Anführungsstrichen. Natürlich hat er es nicht selbst gemacht, aber er hat gebetet und Feuer kam, der eine solch starke Verbindung zu Gott hatte, dass auf sein siebenmaliges Gebet eine dreieinhalbjährige Hungersnot und Dürre Zeit beendet worden ist. Er hat am nächsten Tag den Eindruck, eigentlich ist es vorbei. Dieses Volk ist nicht zu reformieren. Es braucht doch keinen Propheten mehr.

[14:31] Vers 11. Er aber sprach, also Gott spricht jetzt zu ihm: "Komm heraus und tritt auf den Weg, auf den Berg, Verzeih, und tritt auf den Berg vor den Herrn." Gott lädt ihn ein, ihm zu begegnen. Wiederum ist es nicht eine theologische Belehrung, sondern eine Einladung zu einer besonderen Begegnung. Der Sinai ist ja berühmt dafür, dass hier Gott dem Volk begegnet ist. Hier hat das Volk seinen heiligen Auftrag erhalten, ein besonderes Eigentum zu sein, ein Königreich von Priestern, wie man in 2. Mose 19 lesen kann. Hier haben sie das Gesetz Gottes erhalten. Hier haben sie das Heiligtum erhalten, den Erlösungsplan besser, um den Erlösungsplan besser verstehen zu können. Der Sinai ist der Ort der Begegnung zwischen Gott und seinem Volk.

[15:26] Elia ist jetzt hier den Eindruck, dass es keinen Sinn mehr macht für Gottes Volk im Norden Israels zu wirken. Gott lädt ihn ein. Komm, komm zu mir. So wie auch Mose eingeladen hat, ihn zu treffen. Mose hatte damals die Herrlichkeit Gottes sehen wollen. Der Herr ging an ihm vorüber, hat ihn in einer Felsenhöhle bedeckt und seinen Charakter, sein Wesen, seine Gnade, Güte und Kraft offenbart. Ein gnädiger Gott, der sogar die Sünde des Götzendienstes vom goldenen Kalb vergeben hat, der nicht ungestraft lässt, der wie uns das Evangelium lehrt, lieber bereit ist, die Strafe auf sich selbst zu nehmen in der Person seines Sohnes Jesus Christus, der am Kreuz von Golgatha für uns gestorben ist, um uns Gnade geben zu können.

[16:28] Der Herr geht auch jetzt hier an Elia vorüber. Und wir lesen weiter in Vers 11. Und ein großer starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging vor dem Herrn her. Der Herr, aber war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind kam ein Erdbeben, aber der Herr war nicht in dem Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, aber der Herr war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer kam die Stimme und jetzt sagt die Schlachter eines sanften Säuselns.

[17:05] Das Hebräische bedeutet eigentlich, das Wort Säuseln hier ist eigentlich eine Stille. Es ist die buchstäbliche Ruhe, die sprichwörtliche Ruhe nach dem Sturm. In einem anderen Text im Alten Testament, wo dasselbe Wort verwendet wird, lesen wir im Psalm 107 und dort Vers 29. Er stillte den Sturm, dass er schwieg und die Wellen sich beruhigten. Die Ruhe nach dem Sturm, die Stille. Aber es heißt doch hier ein sanftes Säuseln. Das ist dem äh im Hebräischen eigentlich ein dieses leise sanftes eigentlich ein zerstoßenes. Es wird verwendet für Räucherwerke in 2. Mose 16, das fein zerstoßen ist. Es wird verwendet in Jesaja 29 Vers 5 für feinen Staub. Es wird sogar in erste Mose 41 in der Geschichte von den Träumen des Pharao für die kümmerlichen Kühe und die abgemagerten Kühe verwendet. Klein, fein, kaum sichtbar. Ein zerstoßenes feines Still sein, eine Stille, eine Ruhe, die so fein ist.

[18:32] Eigentlich eine ganz poetische und interessante Beschreibung dessen, was wir vielleicht alle schon mal erlebt haben, wenn wir am frühen Morgen, wenn noch alles still war, Gott in der Morgenandacht begegnet sind, diese feine Stille.

[18:56] Vers 13. Und es geschah, als Elia dieses hörte. Er hört plötzlich, dass in dieser Stille, in diesem Moment der Ruhe, Gott zu ihm spricht. Da verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel und er ging hinaus und trat an den Eingang der Höhle. Und Gott wiederholt seine Frage und siehe, da kam eine Stimme zu ihm, die sprach: "Was willst du hier, Elia?"

[19:30] Und trotz dieser beeindruckenden Lektion ist diese Verzweiflung und Verbitterung und Enttäuschung bei Elia so tief in seinem Herzen, dass er das gleiche noch mal wiederholt ohne Veränderung. Vers 14: Er sprach: "Ich habe heftig geeifert für den Herrn, den Gott der Herrscharen, denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht und ich allein bin übrig geblieben. Und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen."

[20:02] Und Gott gibt ihm jetzt einen Auftrag. Elia dachte, es macht keinen Sinn weiterzuarbeiten. Elia dachte, es gibt ja ohnehin keinen Erfolg. Es gibt ja niemanden, den ich da noch habe. Aber Gott verändert jetzt komplett seine Perspektive. Er hat ihm gezeigt, dass in der Stille er Gott begegnen kann. Er hat ihm gezeigt, dass Gott in der Lage ist für alle seine Bedürfnisse zu sorgen, ihn am Leben zu erhalten. Und jetzt schickt er ihn zurück mit wichtigen Aufträgen.

[20:41] Vers 15: Aber der Herr sprach zu ihm: "Kehre wieder auf deinen Weg zurück zur Wüste und wandere nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasaël zum König über Aram. Auch sollst du Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel salben." Das war nichts anderes als ein Dynastiewechsel. Große politische Veränderung in der ganzen Region. Elia bekommt keine kleinen Botenaufträge. Er soll zu einem Agenten Gottes werden, der mächtig die gesamte Politik der damaligen Zeit durcheinander wirbelt, völlig neue Könige auf die Throne setzt. Und Elisa, den Sohn Schafats von Abel-Mehola, sollst du zum Propheten salben an deiner Stelle. Bis dahin hat Gott noch nicht gesagt, dass er die Bitte von Elia sterben zu wollen ablehnt. Aber zumindestens zeigt er mir schon mal, dass Elia nicht denken soll, dass das Werk Gottes jetzt mit Elia beendet ist. Nein, nein, nein, nein. Es wird einen Nachfolger geben.

[21:45] Elia soll nicht nur auf sich sehen und auf seine seine Probleme und er soll das große Ganze sehen. Er soll sehen, dass dass Gott größere Pläne hat und dass auch nach ihm das Werk weitergehen wird, dass auf ein Elia, ein Elisa folgt. Bei all den Schwierigkeiten, die wir haben, sollten wir nicht denken, dass alles nur von uns abhängt und wenn wir sterben, alles vorbei ist. Gott hat 1000 Wege, von denen wir nichts wissen und er möchte, dass wir mit ihm zusammenarbeiten.

[22:10] Vers 17: Und es soll geschehen, wer dem Schwert Hasaëls entflieht, den soll Jehu töten. Und wer dem Schwert Jehus entflieht, den soll Elisa töten. Ich aber habe in Israel 7000 übrig bleiben lassen, nämlich alle, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor Baal und deren Mund ihn nicht geküsst hat. Gott offenbart dem Elia. Du bist zwar in einer schwierigen Situation, aber du hast die Probleme übertrieben. Du hast sie überzeichnet. Du hast sie zu du hast zu sehr auf dich geschaut, bis plötzlich die Probleme noch größer waren in deinen Augen, als sie tatsächlich gewesen sind. Es gibt viel mehr als du denkst. Es sind noch 7000, die treu sind. Es gibt Übrige. Und ja, es mag sein, wenn wir umschauen, haben wir vielleicht manchmal den Eindruck, bringt es überhaupt etwas zu Gott zu wirken. Man hat sich angestrengt, man hat eifrig gewirkt. Man hat große Erfahrung gemacht und dann scheint alles umsonst zu sein. Mose hat sich fragen können, ob nach 40 Jahren Wüstenwanderung überhaupt etwas erreicht hat. Noah hätte sich fragen können, ob nach 120 Jahren Predigt überhaupt etwas erreicht hat.

[23:16] Elia hat sich gefragt, ob nach all den diesen großen Wundern von Karmel überhaupt etwas erreicht worden ist, aber Gott hat eine andere Perspektive als wir. Und wenn wir das nächste Mal von Verzweiflung, Enttäuschung, Hoffnungslosigkeit ergriffen werden, lasst uns an Elia denken. Lass uns daran denken, wie Gott dem Elia im Gebet geantwortet hat. Elia hat all seine Sorgen, all seine Nöte, all seine Probleme, seine ganze Hoffnungslosigkeit Gott dargelegt. Er hat wirklich sein Herz ausgeschüttet und Gott hat die nicht abgelehnt. Gott hat ihn nicht verachtet. Gott hat ihm zu essen gegeben, Schlaf gegeben, hat ihn durch den Engel berühren lassen, hat ihm neue Kraft gegeben, hat ihn ein Gespräch mit ihm angefangen, hat ihn gefragt, hat ihn in Stille erleben lassen und schließlich einen großen Auftrag gegeben. Gott heilt auch die tiefste Verzweiflung. Gott heilt die tiefste Hoffnungslosigkeit.

[24:17] 7000, die ihre Knie nicht gebeugt haben. Elia bekommt einen neuen Horizont und später zeigt sich, dass Gott das Gebet von Elia nie beantwortet. Denn genau der Prophet, der hier in äußerster Verzweiflung den Tod für sich erbeten hat, wird nie sterben als zweiter Mensch überhaupt. Nach Henoch wird er lebendig in den Himmel auffahren, um dort für alle Ewigkeit zu bleiben, weil sein Erlöser Jesus für ihn stirbt. Das Gebet, das nie beantwortet worden ist. Ich denke, Elia ist heute froh und dankbar. Er ist eine der wenigen Personen im Alten Testament, die heute lebendig sind. Wir wissen aus den den Evangelien, dass er dort Jesus begegnet ist. Elia ist froh und dankbar und er preist Gott seit Jahrhunderten, bin ich mir ganz sicher, dass Gott dieses Gebet hier in erste Könige 19 nimm mein Leben, dass er es nicht beantwortet hat.

[25:19] Beten wir manchmal auch Dinge, die Gott in all seiner Güte und Gnade, weil er viel Größeres mit uns vorhat, nicht beantwortet. Vielleicht sehen wir nicht immer den Grund jetzt hier gleich sofort. Elia hat hier am Sinai auch nicht gleich sofort verstanden, ähm was Gott alles vorhat. Aber in der Ewigkeit, wenn wir sehen so wie Elia, dass jedes Gebet, das wir aufrichtig vor ihm gebracht haben, auch wenn unsere Wünsche vielleicht in eine völlig falsche Richtung ging, Gott hat genau gesehen, was wir eigentlich uns wirklich fehlt. Und wenn wir ihm vertrauen, dann werden wir leben, dass Gott die Gebete so beantwortet, wie es zu unserem Besten ist.

[25:56] Matthäus Kapitel 7 und dort Vers 7 gibt es diesen berühmten Satz oft zitiert. Bittet, so wird euch gegeben. Sucht, so werdet ihr finden. Klopft an, so wird euch aufgetan. Wir werden eingeladen zu beten. Wenn wir nicht beten, kann Gott uns nicht geben. Wenn wir beten, wird Gott uns das geben, was gut für uns ist, das Beste für uns ist. Manchmal wird dieser Vers aber mit missverstanden. Man glaubt, ja, wenn ich jetzt um etwas bitte, dann muss Gott es mir auch geben. Aber die Bibel muss im Ganzen gelesen werden. Es gibt einige Verse, die uns zeigen, welche Bedingungen dabei gelten.

[26:32] Jakobus Kapitel 4 und dort Vers 3 z.B. Dort lesen wir in Jakobus Kapitel 4 und dort in Vers 3. Ihr bittet und bekommt es nicht. Warum? Weil ihr in böse Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. Also, wenn ich nicht mit der richtigen Motivation mit Bosheit im Herzen bitte, um äh dann Dinge zu missbrauchen, wird Gott mir das nicht geben.

[27:04] Weitere Bedingung Johannes 16 und dort Vers 23. Johannes 16, Vers 23. Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, was auch immer ihr den Vater bitten werdet, in meinem Namen, er wird es euch geben. Wir müssen im Namen Jesu bitten.

[27:28] Markus Kapitel 11 und dort Vers 24. Markus Kapitel 11 und dort Vers 24. Dort heißt es: "Darum sage ich euch, alles was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt. So wird es auch zu Teil werden." Wir müssen also nicht nur im Namen Jesu beten, wir müssen auch glauben, dass wir es bekommen werden.

[27:53] Und dann kommt erste Johannes, Kapitel 5 und dort Vers 14. Wir sehen schon, die Bibel hat eine sehr konkrete äh Lehre über dieses Thema. Wir müssen alle Verse zusammennehmen und dann sehen wir, was wirklich gemeint ist. Johannes 5 und dort Vers 14. Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Unsere Bitten müssen auch dem Willen Gottes entsprechen.

[28:21] Und dann haben wir noch Johannes Kapitel 15 und dort Vers 7. Johannes 15 und dort Vers 7. Dort lesen wir: "Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt und es wird euch zu Teil werden." Wir müssen eine lebendige Beziehung zu Jesus in und durch sein in seinem Wort, durch sein Wort äh pflegen. Nur dann kann die Verheißung aus Matthäus 7 bittet und es wird euch gegeben auch wirklich erfüllt werden.

[28:57] Jesus selbst hat uns gelehrt, was wahres Gebet wirklich bedeutet. Man könnte darüber stundenlang sprechen. Wir haben nur wenige Minuten, um das kurz anzureißen. Aber ähm es lohnt sich. Es gibt dieses interessante kleine Büchlein Gedanken vom Berg der Seelichtpreisung. Da äh das lohnt sich sehr, das mal zu lesen und und mal nachzuspüren, was in diesen wenigen Sätzen hier in Matthäus 6 in dem sogenannten Vater unser alles enthalten ist.

[29:28] Jesus sagt ab Vers 7: "Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, denn sie meinen, sie werden erhört, erhört um ihrer vielen Worte willen. Beim Beten müssen wir Gott nicht überzeugen, uns etwas Gutes zu tun zu wollen." Er will das sowieso. Vers 8: "Darum solltet ihr ihnen nicht gleichen, denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Deshalb, weil wir glauben, dass Gott uns Gutes tun möchte, sollen wir so beten. Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten.

[29:59] Unsere Gebete werden offenbaren, wie wir über Gott denken.

[30:10] Jesus gibt uns ein Beispielgebet, das in seiner Kürze und Prägnanz zeigt, dass so wie ein Kind seinen Vater um konkrete Dinge bittet, so auch wir konkret in einfachen Sätzen mit unserem Vater reden dürfen. Unser Vater, der du bist im Himmel. Wir dürfen Gott unseren Vater nennen. Geheiligt werde dein Name. Hesekiel 36 zeigt uns, was es bedeutet, dass Gottes Name geheiligt wird, nämlich wenn er in unserem Leben einen Neuanfang bewirken darf.

[30:49] Dein Reich komme. Bei allem, was wir brauchen, wollen wir zuerst an Gott denken, ihn ehren, seinen Namen ehren, sein Reich als erste Priorität unserem Leben haben. Jesus sagt in derselben Bergpredigt, trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit. So wird euch das alles hinzugefügt werden. Zuerst soll es um Gott gehen. Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden. Wer das Vater unser verstanden hat, der betet darum, dass Gottes Wille geschieht, nicht dass unser Wille geschieht. Wir bringen nicht unseren perversen, verden, bösartigen Willen und wollen Gott zwingen oder manipulieren, dass irgendwie das geschieht. Wir möchten, dass Gottes Wille geschieht, weil wir wissen, dass Gottes Wille der einzig wirklich gut ist.

[31:40] Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Wir wissen nicht, was morgen kommt. Wir sollen uns nicht Sorgen machen für die nächsten 35 Wochen oder Monate. So sagt uns die Bergpredigt ja auch. Jeder Tag hat an seiner Plage genug. Aber heute darf ich heute vertrauen, dass Gott mir heute das gibt, was ich heute brauche.

[32:04] Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schulden. Wer betet und nie Sünde bekennt, der versteht gar nicht, wer er ist und vor wem er steht oder kniet. Ist unser Vorrecht, dass wir mit all unseren Sünden, wir werden gleich noch mehr dazu einem anderen Textabschnitt lesen, mit all unseren Sünden, unseren Schulden, unser Schulden all den Dingen, unseren Fehlern zu Gott zu kommen und ihn bitten, dass er uns reinwäscht.

[32:34] Die Bibel sagt uns in erste Johannes Kapitel 1 und dort Vers 9: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." Wenn wir zu Gott im Gebet kommen und ihn bitten, vergib mir diese Sünde, dann vergibt er und reinigt er. Und als Folge dessen wollen wir auch denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind.

[33:08] Denn Gebet hat nicht nur eine wiederherstellende Wirkung, also Gebet hat nicht nur damit zu tun, dass unsere Beziehung zu Gott gepflegt wird, sondern dass auch wir dafür beten, dass die Beziehung zu unseren Mitmenschen wieder hergestellt wird. Vers 13 und führe uns nicht in Versuchung. Gott versucht uns nicht. Das macht die Bibel ganz deutlich. Jakobus 1, Vers 13. Er kann nicht versucht werden und er versucht niemanden. Wer das bittet, der versteht, dass das nicht nur ein Wunsch ist. Sind bitte, bitte Gott äh ändere deinen Plan. Führe und sich versuchen. Nein, nein, nein, nein. Sondern das ist eine Verheißung. Wer von Herzen Gott bittet im Sinne der Bergpredigt, der weiß Gott wird mich richtig führen. Er wird mir Kraft in der Versuchung geben, wenn der Satan mich verführt, verführen möchte, sondern er rette uns von dem Bösen. Jesus ist gekommen, um sein Volk zu erretten von ihren Sünden. Wer die Bergpredigt und das Vater unser besonders versteht und betet, der weiß, Jesus kann mir helfen zu überwinden.

[34:30] Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Das Gebet beginnt mit dem Fokus auf Gott. Es endet damit, dass es am Ende um Gott geht, um sein Königreich und seine Kraft, um seine Herrlichkeit. Seine Herrlichkeit ist sein Charakter. Seine Kraft ist im Evangelium zu sehen, weil Gott sein Reich uns im Evangelium offenbart, weil sein Evangelium seine Kraft uns bringt, weil seine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit ist. Deswegen können wir all diese Dinge beten und Amen sagen.

[35:09] Noch ein Gebet möchten wir heute zum Abschluss uns anschauen. Ein ganz besonderes Gebet, das mir besonders viel schon geholfen hat in meinem Leben. In Daniel 9 finden wir ein Gebet, das ganz besonders ist. Ein Gebet um Sündenvergebung, das sofort beantwortet worden ist. Besonderes Gebet und Wiederherstellung Daniel Kapitel 9. Wir lesen ab Vers 1. Warum betet Daniel? Es heißt im ersten Jahr des Darius des Sohnes Ahaschveros von medischer Abstammung, der zum König über das Reich der Chaldäer gemacht worden war. Im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich Daniel in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in 70 Jahren vollendet sein sollte.

[36:01] Daniel betet, weil er die Prophetie studiert. Er möchte erstens wissen, wann Israel aus dem babylonischen Exil zurückkehren wird. Deswegen studiert er Jeremia, wo in Jeremia 25 gesagt worden ist, 70 Jahre soll es werden, dann wird das Volk Israel wieder zurückkehren. Er studiert die Prophetie, möchte wissen, wann kehren wir wieder in die Heimat, in das gelobte Land zurück. Und zweitens gab es ja in Kapitel 8 von Daniel diese Vision, die er nicht verstehen konnte in Vers 26 und 27, was aber über das Gesicht von den Abenden und Morgen gesagt worden ist, das ist wahr und du sollst das Gesicht verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage. Aber ich, Daniel, lag mehrere Tage krank, ehe ich wieder aufstehen und die Geschäfte des Königs besorgen konnte. Ich war aber entsetzt über das Gesicht und niemand verstand es.

[36:53] Er möchte es verstehen. Er möchte die Prophetie, die sich mit dem Evangelium beschäftigt, die mit seinem Volk zu tun hat. Er möchte das verstehen und deswegen betet er. Wie oft beten wir, weil wir Bibeltexte nicht verstehen, weil wir sie verstehen wollen, weil wir wissen wollen, was Gott jetzt mit seinem Volk vorhat, wie es weitergeht, wo wir stehen im prophetischen Strom der Zeit und was jetzt unsere Aufgabe ist und dass Gott Türen öffnet, damit sein Plan erfüllt werden kann. Daniel betet deswegen und er meint es ernst.

[37:26] In Vers 3 lesen wir: "Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch und in der Asche." Ich betete aber zu dem Herrn und meinem Gott und ich bekannte und sprach: "Ach Herr, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren." Ein direktes Zitat aus dem zweiten Gebot. das Gebot, dass die Israeliten über Jahrhunderte immer wieder gebrochen hatten, indem indem sie sich Götzenbilder gemacht hatten.

[37:58] Und dann bekennt er die Sünde wir, und er schließt sich ein. Wir haben gesündigt und haben unrecht getan, gesetzlos gehandelt. Wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und deinen Rechtsordnungen abgewichen. Er zeigt hier auch, Sünde ist Rebellion gegen Gottes Gebot. Ein Abweichen von dem, was Gott geboten hat. Aber nicht nur haben sie Gottes Gesetz übertreten und gesündigt. In diesem Sinne, es heißt auch in Vers 6, wir haben auch nicht auf deine Knechte die Propheten gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern und zu dem ganzen Volk des Landes geredet haben. Sie haben nicht nur gesündigt, sie haben auch die Warnungen vor der Sünde und vor den Folgen in den Wind geschlagen. Oft auch in unserem Leben haben wir nicht nur gesündigt, sondern auch die Warnungen, die Gott uns gegeben hat durch Eltern, Pastoren, Freunde, Lehrer, durch das Wirken des Geistes, durch Liedtexte, durch Bibeltexte, die zu uns gesprochen haben durch Predigen. Wir haben die Warnungen so oft ignoriert und wenn wir zurückschauen, müssen wir bekennen, wir haben nicht nur gesündigt, wir haben auch die reichlichen Warnungen ignoriert und nicht wahrhaben wollen. Auch das müssen wir vor Gott bekennen.

[39:17] Vers 7: Hier sehen wir echte Herzensreue. Du Herr bist dem Recht. Uns übertreibt es heute die Schamröte ins Gesicht, wie es jetzt zutage liegt. Den Männern von Juda und den Bürgern von Jerusalem und dem ganzen Israel sein sie nah oder fern in allen Ländern, wohin du sie vertrieben hast wegen ihrer Untreue, die sie gegen dich verübt haben. Wer wirklich Reue erlebt, der gibt Gott recht.

[39:46] In Lukas Kapitel 7 und dort Vers 29 heißt es: "Und das ganze Volk, das ihn hörte und die Zöllner gaben Gott recht, indem sie sich taufen ließen mit der Taufe des Johannes." Johannes hatte gesagt: "Tut Buße, echte biblische Buße führt die Schuld in die Schuhe schieben, so wie es Adam und Eva getan hatten, bevor sie das Evangelium verstanden haben. Und die sagten, äh du Gott hast ja hier die Eva geschaffen. Du hast den Baum, du die Schlange, du." Nein, wer die echte Herzensreue erlebt, der sagt mit David im Psalm 51: "An dir allein habe ich gesündigt und getan was Böses in deinen Augen." Und er bekennt das. Er sagt Vers 6 weiter, damit du Recht behältst, wenn du redest und rein da stehst, wenn du richtest. Er sagt an dir, Gott ist keine Schuld, dass ich gesündigt habe, ist allein mein Vergehen. Du hast nichts falsch gemacht. Das hätte niemals sein müssen. Du hast Recht gehabt und ich habe gegen dich rebelliert. Das ist echte Herzensreue.

[41:03] Diese Herzensreue kann nur Gott schenken. Diese Buße ist etwas, was wir nicht alleine produzieren können. Alleine wollen wir uns immer selbst irgendwie rechtfertigen. Aber die Bibel sagt uns in der Apostelgeschichte, dass Jesus uns diese Buße schenken möchte. Es heißt dort in Apostelgeschichte Kapitel 5 über Jesus Vers 31, die Apostel geben hier Zeugnis. Sie sagen: "Diesen hat Jesus, diesen hat Gott, also Jesus, diesen hat Gott zum Fürsten und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu gewähren." Dieser Vers sagt: "Gott hat Jesus erhöht zum König und zum Retter zu seiner Rechten, damit er nicht nur Vergebung der Sünde, sondern vorher auch Buße schenkt. Sünde der Vergebung äh Verzeigung, Vergebung der Sünden natürlich ist ein Geschenk und so auch Buße. Wir können zu Jesus kommen, so wie wir sind, auch wenn wir keine Buße empfinden und können sagen: "Herr, schenk mir echte Buße. Ich weiß, es ist verkehrt, aber ich es tut mir nicht mal leid. Ich möchte gerne, dass es mir wieder leid tut. Schenkt mir echte Reue."

[42:14] Gott schenkt uns echte Reue und dann auch echte Vergebung. Wer echte Buße erlebt hat, der wird die echte Vergebung auch wirklich wertschätzen.

[42:37] Vers 9. Daniel 9, Vers 9. Aber bei dem Herrn, unserem Gott ist Barmherzigkeit und Vergebung, denn gegen ihn haben wir uns aufgelehnt. Daniel weiß, sonst würde er nicht beten, trotz all unserer Sünde, trotz all unserer Rebellion und das waren ja nicht nur drei vier Tage, was schon schlimm genug wäre, es waren ja Jahrhunderte, mit denen das Volk immer immer und immer wieder rebelliert hatte. Er weiß, es ist trotzdem möglich, Vergebung zu bekommen. Bei Gott ist Barmherzigkeit, sonst bräuchte er nicht beten.

[43:08] Wir lesen weiter ab Vers 10. Und wir haben nicht gehört auf die Stimme des Herrn unseres Gottes, um in seinem Gesetz zu wandeln, dass er uns durch seine Knechte, die Propheten vorgelegt hat. Und dann steht in Vers 13: "Genauso wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, ist all dies Unheil über uns gekommen. Wir versuchten das Angesicht nicht dadurch zu besänftigen, dass wir uns von unseren Sünden abgewandt und auf deine Weit geachtet hätten."

[43:37] Daniel sagt, er bekennt noch mal die Sünde. Er bekennt das Ignorieren der Stimme Gottes und er stellt fest, es ist alles genauso gekommen, wie Gott in seinem Wort gesagt hat. Dort steht in 3. Mose 26 in 5. Mose 28. Dort steht, dass wenn das Volk nicht gehorsam gehorsam sein wird, wird es Fluch geben. Und Daniel schaut zurück und er sieht in der Geschichte Israels all diese Flüche buchstäblich erfüllt. Er sagt, es ist genauso gekommen. Du hast Recht.

[44:06] Aber Daniel weiß auch in denselben Büchern in dritte Mose und in 5. Mose steht nicht nur, dass wenn man gehorsam ist, dass man Segen hat und dass wenn man ungehorsam ist, dass man Fluch erlebt. Dort steht auch, dass wenn man umkehrt, dass Gott Gnade schenken wird, dass er Wiederherstellung geben wird, dass er das Volk wieder zurückführt in sein Land. Und deswegen betet Daniel, weil er weiß, man kann Gottes Wort vertrauen. Die Tatsache, dass all die Flüche gekommen sind, ist ein Beweis dafür, dass Gottes Wort wirklich vertrauenswürdig ist. Man, wenn man die Vertrauenswürdigkeit bei den Flüchen sehen kann, dann kann man sich auch darauf verlassen, dass wenn man jetzt Buße tut, Gottes Wort sich erfüllen wird, weil er es gesagt hat.

[44:52] Vers 15: "Nun aber, Herr, unser Gott, der du dein Volk mit starke Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast und dir einen Namen gemacht hast bis zum heutigen Tag." Wir haben gesündigt, wir haben gottlos gehandelt. Er erinnert Gott daran sozusagen. Man muss ja Gott nicht daran erinnern, aber er sagt es noch einmal. Du hast dein Volk schon mal aus der Gefangenschaft geführt, nicht aus Babylon, sondern aus Ägypten. Und der Punkt ist der, Gott, der aus Ägypten rettet, kann auch aus Babylon retten.

[45:23] Daniel kannte die Geschichte vom Auszug aus Ägypten aus der Bibel, also dem von dem, was man damals schon als Bibel hatte, aus den biblischen Büchern, die es damals schon gab. Diese Geschichte war Jahrhunderte alt. Daniel war nicht dabei gewesen. Er kannte auch niemanden, der dabei gewesen war. Er kannte das nur aus dem Wort Gottes. Und Daniel macht etwas Entscheidendes im Gebet. Er bekennt seine Sünde. Er vertraut, dass Gott gnädig ist. Und er nimmt Bibelverse, eine Bibelgeschichte und sagt: "Gott, du hast in einer ähnlichen Situation." Damals war es nicht Babylon, aber die im Prinzip war die Situation dieselbe. In einer gleichen Situation. Hast du uns errettet? Was du damals tun konntest, kannst du jetzt auch tun. So sollen wir beten. Die biblischen Geschichten von Abraham und von Paulus und von David und von Johannes und Petrus und von all den verschiedenen Personen von Esther. Wir sollen diese Geschichten nehmen und sagen: "Herr, ich bin zwar nicht in Persien und ich bin nicht gerade auf dem Schiff nach Korinth und ich sitze nicht unter der Terpentin von Mamre, aber die Prinzipien der Geschichte sehe ich auch in meinem Leben. Und du hast dem Abraham geholfen, hast dem Isaak geholfen, hast dem Jakob Hoffnung geschenkt, du hast Josef geführt, du hast David geleitet in allen den verschiedenen Situationen. Ich möchte das, was damals passiert ist, für mein persönliches Leben in Anspruch nehmen. Das was Paulus erlebt hat, was Johannes erlebt hat, was Petrus erlebt hat. Ich möchte das für mich persönlich in Anspruch nehmen. So hat Daniel gebetet. Gott hat auf so ein Gebet gewartet.

[47:00] Die Bibel sagt uns dann in Vers 20: "Während er noch geredet hat und betete und die Sünde seines Volkes bekannte. Das heißt: "Und meine Bitte für den Heiligen Berg meines Gottes vor den Herrn, mein Gott brachte. Ja, während ich noch redete und betete, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich anfangs im Gesicht gesehen hatte, als ich völlig erschöpft war, um die Zeit des Abendopfers ein Engel, der Elia anrührt, als der am Ende ist, ein Engel, der Daniel anrührt, als der um Wiederherstellung und Vergebung bittet."

[47:40] Daniel weiß, diese Vergebung kann Gott nicht gewähren, weil das Volk so toll ist. Er sagt in Vers 18: "Neige dein Ohr, mein Gott, und höre und tue deine Augen auf und sieh unsere Verwüstung und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn nicht um unserer eigenen Gerechtigkeit willen bringen wir unsere Bitten vor dich, sondern um deiner großen Barmherzigkeit willen. Es ist wegen Gottes Gerechtigkeit." Vers 16: Oh Herr, lass doch um all deiner Gerechtigkeit willen, deinen Zorn und Grim sich abwenden. Johannes 1, Verzeihung, Römer 1, Vers 16 und 17 sagt uns, dass im Evangelium die Gerechtigkeit Gottes sich offenbart.

[48:20] Wegen seinem Heiligtum, wegen seiner Gerechtigkeit, wegen seinem Namen, wegen seiner großen Barmherzigkeit willen, soll Gott ihn vergeben. Und das ist die Grundlage, auf der Gott vergeben kann. Wenn wir mit unseren guten Taten kommen und uns Ansprüche stellen, dann haben wir das Evangelium nicht verstanden. Aber wenn wir unsere tiefe Unwürdigkeit sehen, wenn wir zugeben, dass all das Böse in unserem Leben nicht Gottes Schuld ist, sondern Folge von Sünde unserer eigenen, aber auch der Sünde von anderen. Wenn wir uns auf Gottes Gnade werfen und darauf allein vertrauen, dann können wir auch so beten, wie es Daniel in Vers 19 tut. Herr, höre, Herr, vergib, Herr, achte darauf und handle und zögere nicht, denn um deiner um deiner Selbstwillen, mein Gott, denn nach deinem Namen ist deine Stadt und dein Volk genannt. Ein intensives Gebet, ein dringliches Gebet, das auf der Gnade Gottes und dem Evangelium basiert.

[49:29] Die Verse ab Vers 20 zeigen Gott sehnt sich danach solche Gebete zu hören. Daniel erreicht nicht einmal das Amen von diesem Gebet. Da ist der Engel Gabriel schon längst unterwegs. Er sagt in Vers 23: "Als du anfingst zu beten, denn Gott hat von vorne rein gewusst, was im Herzen von Daniel vor sich geht. Der hat nicht erst gewartet, ob die Formulierung schön sind, die Phrasen lang genug." Nein, Daniel, Gott wusste, was Daniel beten möchte. Er sagt, als du anfingst zu beten, er ging ein Wort und ich bin gekommen, es sei es dir zu verkünden, denn du bist ein viel geliebter Mann. So, achte nun auf das Wort und verstehe das Gesicht.

[50:08] Gott liebt uns und wenn wir endlich eingestehen, dass es unsere Schuld ist, dass wir in Sünde gefallen sind, dass wir Gottes Warnung ignoriert haben und ohne Ansprüche einfach uns auf die Gnade Gottes werfen und ihn daran erinnern, was er an seinem Wort versprochen hat über Vergebung und Wiederherstellung und Reinigung. Dann werden wir erleben, wie Daniel Gott beantwortet dieses Gebet immer. Das habe ich in meinem Leben immer erlebt, immer.

[50:49] Und über dies lernt Daniel die Prophetie besser verstehen. In Versen, die jetzt noch folgen, die wir hier nicht aus Zeitgrund anschauen können, lernt er Gottes Heilsplan in der Prophetie und er wird auf den einen großen Messias hingewiesen, der das ganze Problem der Sünde für alle Ewigkeit lösen wird. Am Kreuz von Golgatha in Versen 24 bis 27 wird genau das prophetisch vorher gesagt. Wer um Vergebung seiner Sünden betet, wird rein durch das Blut Jesu und er wird das Evangelium und das die Prophetie, die das Evangelium bezeugt noch besser verstehen.

[51:35] Ich möchte mich heute dafür entscheiden, neu dafür entscheiden, Gott in der Stille zu erfahren, wie es Elia getan hat. Ich möchte so beten lernen, wie Jesus gebetet hat, wie er es uns vorgelebt hat. Ich möchte meine Sünden so bekennen, wie Daniel es getan hat. Das ist praktisches Gebet.

[52:09] Wollen wir gemeinsam Gott anbeten?

[52:15] Lieber Vater im Himmel, möchte von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass wir in Jesus deine geliebte Tochter, dein geliebter Sohn sein dürfen, viel geliebte Frau, viel geliebter Mann sein können, wenn wir unser Herz ausschütten vor dir und uns klammern an deine Gnade und an deine Kraft, wenn wir unsere Unwürdigkeit einsehen und uns allein an dich hängen, Herr, du hast so großes in meinem Leben getan. Ich wünsche mir für jeden einzelnen, der dieses Video sieht, dass er auch diese Erfahrung tun machen kann. Möchte dich bitten, dass du uns hilfst so zu beten, dass wir nicht deinen Gebetspreis gewinnen, sondern die Tiefe und Schönheit einer echten tiefen Freundschaft mit dir erleben. Herr, hab Dank von ganzem Herzen für deine Gegenwart. Komm du in unser Herz und bleibe dort. Wir wünschen uns, dass du dich dort wohlfühlen kannst und möchten mit dir zusammen leben, Tag für Tag. Amen.

[53:37] Gott, segne deine Entscheidung im Glauben wachsen zu wollen mit Jesus Hand für an seine Hand zu gehen, Tag für Tag und so zu beten, wie es uns die Bibel lehrt. Wir möchten nächste Woche weiter studieren und dann mehr darüber erfahren, was es bedeutet, im Glauben zu wachsen. Bis dann wünsche ich euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes und im Gebet. Amen.


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