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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Der Ersehnte“ taucht Christopher Kramp in Lukas 13 ein und beleuchtet ein bewegendes Gleichnis. Er erklärt, wie Jesus auf aktuelle Ereignisse reagiert und warum diese als Warnungen für die gesamte Generation zu verstehen sind. Erfahre mehr über die tiefere Bedeutung dieser Botschaft und ihre Relevanz für unser Leben.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:31] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ hier auf www.joelmedia.de. Wir freuen uns, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu einer weiteren Folge. Wir sind in Lukas 13 und wollen heute ein ganz bewegendes Gleichnis uns gemeinsam anschauen. Bevor wir das tun, wollen wir nach guter Gewohnheit Gott einladen, unser Studium zu segnen. Und wenn es dir möglich ist, dann lade ich dich ein, mit mir niederzuknien.

[1:03] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du in deinem Wort jeden Tag zu uns sprichst, dass wir wann immer wir die Bibel aufschlagen Kraft und Trost dort finden können und dass du auch jetzt in den kommenden Minuten in besonderer Weise uns segnen möchtest. Hilf, dass wir dein Wort gut verstehen, dass die Kraft deines Wortes unser Leben verändert und dass wir im Alltag so mit dir gehen, dass andere Menschen sehen, dass du unser Leben völlig umgestaltest. Leuchte in uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:42] Wir sind in Lukas Kapitel 13 und haben das letzte Mal gesehen, wie einige Menschen Jesus an eine kürzlich erst geschehene Begebenheit erinnert haben, als Pilger aus Galiläa in Jerusalem von Pontius Pilatus beim Akt des Opferns im Tempelbezirk umgebracht worden sind. Wir haben damals herausgearbeitet, dass die Menschen glaubten, dass wäre eine besondere Strafe wegen spezieller Sünden. Aber Jesus sagt, sowohl in dem Fall als auch in dem Fall der Menschen, die von dem Turm in Siloa, also auch in Jerusalem gestorben sind, als dieser Turm fiel, er sagt, dass dies nur Warnungen sind für die gesamte Generation, dass sie alle umkommen werden, wenn sie nicht Buße tun. Und wir haben das letzte Mal schon angedeutet, dass die nächsten Verse jetzt ab Vers 6 das Gleichnis, das jetzt kommt, diesen Punkt noch einmal verdeutlicht und vertieft. Wir lesen in Lukas Kapitel 13 ab Vers 6 und haben im Hinterkopf, dass es in den Versen vorher um Jerusalem und das jüdische Volk der damaligen Zeit zur Zeit von Jesus ging, um die Menschen, die dort Jesus auch angesprochen haben.

[3:05] Vers 6. Und er sagte dieses Gleichnis. Wir fahren also von vorne rein, was hier jetzt gesagt wird, ist ein Gleichnis. Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war in seinem Weinberg gepflanzt und er kam und suchte suchte Frucht darauf und fand keine. Das sprach er zu dem Weingärtner: "Sieer, drei Tage Verzeigung, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn ab. Warum macht er das Land unnütz?" Er aber antwortet und spricht zu ihm: "Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe, ob er vielleicht doch noch Frucht bringt. Wenn nicht, so haue ihn danach ab."

[3:50] Ein Gleichnis, ein Gleichnis über einen Feigenbaum. Einen Feigenbaum haben wir, wenn wir die Evangelien chronologisch betrachten, bisher nur in der Geschichte von Natanael in Johannes 1 kennengelernt, wo Nathanel unter einem tatsächlichen Feigenbaum die Prophetie studiert hat und Jesus ihn dort gesehen hat. Dennoch dürfte jeder anwesende hier dieses Bild verstanden haben. Und später spielt der Feigenbaum natürlich dann noch in im im Kontext der letzten Tage von Jesus eine ganz entscheidende Rolle. Wir werden dann darauf zurückkommen.

[4:34] Fruchtbäume im Allgemeinen sind ein Symbol für Menschen, die das Evangelium empfangen. Jesaja 61 und dort Vers 1 bis 3. Der Geist des Herrn des Herrschers ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft. Das heißt, das Evangelium zu verkünden. Er hat mich gesandt zu verbinden, die zerbrochenen Herzen sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes und um zu trösten alle Trauenden, um den Trauenden von Zion zu verleihen, dass ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werde, Freudenöl statt Trauer und Feierkleider statt eines betrübten Geistes. Und jetzt kommt's, dass sie genannt werden Bäume der Gerechtigkeit, eine Pflanzung des Herrn zu seinem Ruh. Menschen, die die Befreiung Gottes erlebt, die Befreiung durch Gott erlebt haben, die das Evangelium in ihrem Leben erfahren haben, werden Bäume der Gerechtigkeit genannt. Eine von Gott gepflanzte, eine Pflanzung Gottes sozusagen.

[5:45] Auch in 1. Mose Kapitel 49 und dort Versen, den Jakob über seine Söhne ausspricht, heißt es hier, als er sich an Josef wendet. Josef ist ein junger Fruchtbaum, ein junger Fruchtbaum an der Quelle. Seine Zweige klettern über die Mauer hinaus. Das soll natürlich ausdrücken, dass Josef ganz besonders gesegnet worden ist. Vers 25: "Von dem Gott deines Vaters, er wird dir beistehen, von dem Allmächtigen. Er wird dich segnen mit Segnung vom Himmel herab, mit Segnung der Tiefe, die unten liegt, mit Segnung der Brüste und des Mutterleibes." Weil Josef so gesegnet gewesen ist, wird Josef mit einem Fruchtbaum verglichen.

[6:36] Also halten wir fest, Obstbäume können in der Bibel ein Symbol sein für jemanden oder eine Gruppe von Menschen, die besonders von Gott gesegnet worden sind und seine Güte und seine Gnade und seine Rettung erfahren haben. Dieser Feigenbaum befindet sich im Gleichnis in einem Weinberg und das ist jetzt absolut unmissverständlich, auch wenn der in den Evangelien chronologisch gesehen bis dahin auch noch nicht vorgekommen ist. Aus dem Alten Testament gibt es dazu ganz eindeutige Verse, Psalm 80 und dort Vers 9.

[7:16] Asaf singt hier Psalm 80, Vers 9: "Einen Weinstock hast du aus Ägypten herausgebracht. Du hast die Heidenvölker vertrieben und ihn gepflanzt." Damit ist natürlich das Volk Israel gemeint, symbolisiert hier als ein Weinstock.

[7:33] Jesaja Kapitel 5 und dort Vers 1, die vielleicht berühmteste Stelle diesbezüglich im Alten Testament. Jesaja sagt: "Ich will doch singen von meinem Geliebten ein Lied meines Freundes von seinem Weinberg. Mein Geliebter hatte einen Weinberg auf einem fruchtbaren Hügel und er grub ihn um und säuberte ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit edlen Reben. Mittendrin baute er einen Turm und hieb auch eine Kelter darin aus und er hoffte, dass er gute Trauben brächte, aber er trug schlecht." Wir haben die Idee, dass jemand sehr viel investiert, einen Weinberg pflanzt in der Hoffnung gute Frucht zu bekommen und in der Hoffnung dann enttäuscht wird. Und dann heißt es weiter in Vers 3: "Nun, ihr Bürger von Jerusalem und ihr Männer von Juda, sprecht recht zwischen mir und meinem Weinberg. Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, dass ich nicht getan habe? Warum hoffte ich, dass er gute Trauben brächte, aber er trug nur schlechte?"

[8:35] Und dann heißt es in ab Vers 5: "Nun will ich euch aber verkünden, was ich mit meinem Weinberg tun will. Ich will seinen Zaun wegschaffen, damit er abgeweidet wird und die Mauer einreißen, damit er zertreten wird. Ich will ihn in Öde liegen lassen und er soll weder beschnitten noch gehackt werden und Dornen und Disteln sollen ihn überwuchern. Ich will auch den Wolken bieten, dass sie keinen Regen auf ihn fallen lassen."

[8:57] Und jetzt kommt die Auslegung. Vers 7: "Nun Israel ist der Weinberg des Herrn der Herrscharen und die Männer von Juda sind seine Lieblingspflanzung." Haben wir auch dieses Bild der Pflanzung, etwas Gott angepflanzt hat und er hoffte auf Rechtspruch und siehe da blutige Rechtsspruch auf Gerechtigkeit und sie da Geschrei über Schlechtigkeit.

[9:23] Asaf, Jesaja sagen beide, dass das Volk Israel einem Weinberg, einem Weinstock zu vergleichen ist. Jeremia bringt dasselbe Bild. Gott spricht durch den Propheten in Jeremia Kapitel 2 und dort Vers 21: "Als er Israel anspricht, doch hatte ich dich gepflanzt als eine Edelrebe von ganz echtem Samen. Wie hast du dich mir verwandeln können in wilde Ranken eines fremden Weins?"

[9:53] Also, wir haben im Alten Testament die Idee, dass Gott das Volk Israel als einen Weinstock, als einen Weingarten angelegt hat, gepflanzt hat. Und wir haben dort auch die Idee, dass Gott erwartet, dass gute Frucht zu finden ist und diese Erwartung dann getäuscht wird. Mit der Frucht ist natürlich die Frucht des Geistes gemeint. So wie der Weinstock oder der Feigenbaum, überhaupt der Obstbaum ein Symbol für das Volk Gottes sind, so sind dann die Früchte ein Symbol für die Charaktereigenschaften, die der Heilige Geist im Volk Gottes hervorbringen möchte. Am schönsten zusammengefasst sind sie natürlich im Galaterbrief in Galater Kapitel 5 und dort Vers 22.

[10:41] Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

[10:57] Das ist die Frucht des Geistes und die erwartet Gott in seinem Volk. Er hatte gehofft, dass in Israel mit all den Segnungen, die sie erhalten haben, wir haben ja gesehen, der Baum der Gerechtigkeit, die Pflanzung des Herrn, das sind die Menschen, die die Gnade Gottes erlebt haben, die befreit worden sind, die deren Gefangenschaft gewendet worden ist, die aus dem Kerker herausgeholt worden sind. Und Israel hat genau das erlebt. Aus der Sklaverei Ägyptens sind sie befreit worden, sie sind in das gelobte Land gebracht worden. Sie sind getröstet und gestärkt worden. Sie haben das Wort Gottes empfangen. Sie sind von Gott eingepflanzt worden.

[11:41] Dieses Bild findet sich auch in Jeremia Kapitel 32 dieser wunderschönen Verheißung der Wiederherstellung in Jeremia 32 und dort Vers 40 und 41. Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohl zu tun. Und ich werde die Furcht vor mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen und damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohl zu tun. Und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit mit meinem ganzen Herzen, mit meiner ganzen Seele.

[12:13] Gott für Gott ist die die geistliche Gärtnerei nicht nur ein Hobby nach Feierabend, sondern Gott hat alles, was er hat, hineingegeben, investiert in diese Pflanzung, in diesen Weingarten, in diesen Obstbaum, diesen Obstgarten, in diesen Feigenbaum, alles was er hat.

[12:38] In der Hoffnung, dass die Frucht des Geistes, die Güte, die Sanftmut, die Liebe, die Freundlichkeit zu sehen sind.

[12:53] Im Buch Christ Object Lessons, Christ die Gleichnisse auf Deutsch heißt es: "Die Hörer von Christus konnten die Anwendung seiner Worte nicht missverstehen." Und dann kommen die Zitate, die wir gerade erwähnt haben. Und es heißt dann hier, die Generation, zu der Jesus jetzt gekommen war, wurde durch einen Feigenbaum im Weingarten des Herrn repräsentiert. So eine eine Besonderheit, so man hat sozusagen die Idee ist, man hat diesen Weinberg mit all den verschiedenen Weinreben, den Weinstöcken, aber dann gibt's noch mittendrin so etwas Besonderes, so einen Feigenbaum und das Volk Israel im großen und ganzen über die Jahrhundert hinweg, das ist dieser Weinberg und dann die Generation, die das Vorrecht hat, den Messias selbst zu hören, selbst zu sehen, zu betasten, wie es dann Johannes später schreibt. Sie werden dargestellt eine besondere Pflanze, eine besondere Pflanzung, ein Baum, der Feigenbaum.

[14:07] Sie sagt, dass sie unter einer besonderen Sorgfalt Gottes, einer besonderen Sorge für und und einen besonderen Segen standen.

[14:22] Und der Eigentümer des Weinbergs, der Eigentümer des Feigenbaumes. Komm zu dem Baum und findet keine Frucht. Wie viel hat Gott in mein Leben investiert und in deins? Wie viel hat Gott uns gesegnet? Wie viel gute Dinge hat er uns gegeben? Hat Gott nicht recht darauf, etwas Frucht zu finden, etwas Freude, Frieden, Geduld, Sanftmut? Wie fühlt sich Gott, wenn nach all den Predigten, die wir gehört haben, nach all den Büchern, die wir gelesen haben, nach all den geistlichen Erkenntnissen, die wir gewonnen haben, nach all den Wundern in unserem Leben, nach all der Vergebung, die wir in Anspruch nehmen durften, wir immer noch dieselben Charaktereigenschaften haben wie früher.

[15:33] Er suchte Frucht. Es heißt nicht, er fand wenig. Es heißt nicht, er fand minderwertige, es heißt, er fand keine. Und das wird dann später in den kommenden Wochen und Monaten kurz vor der Kreuzigung Jesu dann in dem berühmten in der berühmten Geschichte von dem Feigenbaum noch eine große Rolle spielen. Da war keine Frucht.

[16:03] Und so spricht der Eigentümer zu dem Weingärtner. Das ist wörtlich der Weinbauer, der Bauer sozusagen, der Landmann, der im Weingarten, im Weinberg anbaut und baut und arbeitet. Er spricht zu ihm: "Siehe drei Tage, ich sag mal Tage, siehe drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine." Dieses Phänomen, dass dieser Feigenbaum keine Frucht brachte, war nicht eine Anomalie, etwas was es sonst nicht gegeben hätte, sondern etwas, was sich jetzt über Jahre hinzog. Immer dasselbe Bild. Viel investiert, kein Lohn, keine Ernte, keine Früchte.

[17:00] Jahr für Jahr gibt der Baum nichts, was man eigentlich hätte erwarten sollen. Jahr für Jahr geht Jesus nach Jerusalem. Im Jahr 28, das sieht man in Johannes 2, erscheint er zum Passah in Jerusalem und als er dort den Tempel reinigt, wird er von den Obersten abgelehnt. Ein Jahr später erscheint er im Jahr 29 zum Passah in Jerusalem. Johannes Kapitel 5. Und als er einen Mann, der 38 Jahre lang krank war, am Teich Bethesda heilt, soll er zum Tode verurteilt werden. Im nächsten Jahr, im Jahre 30, kommt Jesus gar nicht zum Passah nach Jerusalem, sondern bleibt in Galiläa, wie wir damals im Zusammenhang von Johannes 6 studiert haben. Er kommt aber ein halbes Jahr später zum Laubhüttenfest nach Jerusalem. Incognito am Anfang wegen der schweren Verfolgung in Johannes 7. Und wieder das zeigen Johannes 7 und Johannes 8. Johannes 7 soll er ja ergriffen werden. Wieder wird er abgelehnt.

[18:27] Der Eigentümer sagt: "Drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine." Jesus hatte in den Versen vorher gesagt, als Menschen zu ihm kamen, sagt: "Na, schau mal da in Jerusalem, diesen Leuten da 5, 6, 7, 8, 13, weiß wie es gewesen sind. Äh das sind Leute gewesen, die äh die Opfer gebracht haben und sie sind umgebracht worden." Und dann erwähnt Jesus dann noch die 18 in Vers 4, auf die der Turm von Siloa fiel. Aber Jesus macht ganz deutlich. Es geht nicht nur um die einigen, die dort Opfer gebracht haben und die 18, die vom Turm erschlagen worden sind. Es geht um die gesamte Generation. Sie laufen auf eine gigantische Katastrophe hin, denn der Erlöser findet so gut wie keine Frucht. Nur bei Einzelpersonen hier und dort, oftmals sogar von Menschen, die gar nicht sich zum Volk Israel zugehörig fühlen, wie die Samariterin am Jakobsbrunnen, der Hauptmann in Kapernaum.

[19:28] Keine Frucht. Jesus hatte deutlich gesagt in Vers 5: "Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen."

[19:36] Dreimal war der Erlöser der Welt bereits in der Hauptstadt seines eigenen Volkes und wurde abgelehnt. Keine Frucht. Und er ist jetzt auf dem Weg nach Jerusalem und es wird das letzte Mal sein. Das weiß Jesus. Er weiß, die prophetische Zeit, die ihm gegeben ist in Daniel 9, diese dreieinhalb Jahre, die laufen ab. Es wird das letzte Passah sein, das letzte Mal.

[20:07] Es sind nur noch wenige Monate, einige Wochen. Er sagt dieses Gleichnis. Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war der war in seinem Weinberg gepflanzt und und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. Da sprach er zu dem Weingärtner, sie drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn ab.

[20:28] Die Hörer werden sich daran erinnert haben, dass diese Botschaft bereits Johannes der Täufer gepredigt hatte in Matthäus Kapitel 3 und dort Vers 9 und 10. Und denkt nicht bei euch selbst sagen zu können, wir haben Abraham zum Vater, denn ich sage euch, Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt.

[20:56] Als Jesus das Gleichnis einige Wochen vor der Kreuzigung über diesen Feigenbaum, der in Gefahr stand, abgehauen zu werden, sagte, war das keine neue Idee. Bevor Jesus getauft wurde und seine erste Predigt hielt, hatte Johannes der Täufer durch den Heiligen Geist inspiriert, das Volk Gottes auf die Dringlichkeit des Evangeliums, auf die Dringlichkeit der Botschaft hingewiesen. Die Axt ist bereits an die Wurzel der Bäume gelegt.

[21:22] Und dann heißt es ganz deutlich, jeder Baum nur, jeder Baum, ganz egal, wie alt er ist, ganz egal, wie groß er ist, ganz egal, was für einen tollen Namen er hat oder welche schöne Rinde hat. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Jeder Baum.

[21:43] Lukas 3, Vers 9, genau dasselbe im Parallelbericht. Wer keine gute Frucht bringt, wird abgehauen werden. Das Gericht ist nah. Die Zeit der Heimsuchung für Jerusalem und Juda war da. Gott war in Menschengestalt unter ihnen.

[22:04] Aber die Botschaft ist nicht nur eine Botschaft für die Generation zur Zeit von Jesus in der Mitte des oder im ersten Drittel des ersten Jahrhunderts vor Christus. Es ist doch eine Botschaft an uns, die wir glauben, dass Jesus bald wiederkommen wird. Johannes der Täufer, ein Typus auf die Vorbereitung der Welt, auf das zweite Kommen Jesu, seine Botschaft gilt auch heute noch. Die Axt ist an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen werden. Am Ende zählt nicht, wie dick der Baum ist, wie alt der Baum ist, wie groß der Baum ist, was für eine seltene Art der Baum ist. Am Ende zählt, ob er Frucht bringt.

[22:48] Lieber Freund, liebe Freundin, sind in unserem Leben die Früchte des Geistes sichtbar? Oder halten wir uns nur für einen alten, dicken, großen, wertvollen Baum und denken ohne Früchte geht es auch. Sind wir stolz auf die theoretischen Grundlagen unseres Glaubens? Sind wir stolz auf die Generation, auf die wir zurückblicken können von Menschen, die ebenfalls schon die Wahrheit angenommen haben, sind wir stolz darauf, dass wir einen besseren theologischen Durchblick haben als andere? Oder sind wir uns bewusst, dass wir Frucht brauchen?

[23:26] In der Bergpredigt sagt Jesus genau dasselbe. Es war die Botschaft von Johannes vor dem Dienst Jesu. Es war die Botschaft eine der zentralen Botschaften von Jesus in seinem Dienst. Wie die Bergpredigt beweist, es war eine Botschaft jetzt von Jesus kurz vor dem Ende seines Dienstes in Matthäus Kapitel 7 und dort ab Vers 16. Als über die falschen Propheten spricht, die kommen werden in Schafskleidern, aber reißende Wölfe sind. Er sagt, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man noch von Verzeigung, sammelt man noch Trauben von Dornen und oder Feigen von Disteln? Da haben wir die Trauben und die Feigen.

[24:02] So bringt jeder gute Baum gute Früchte. Der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.

[24:22] Und dann wird Jesus ganz deutlich, darum Verzeihung. Nicht jeder, der zu mir sagt: "Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut." Die Frucht ist der Gehorsam, der Gehorsam aus Liebe, gewirkt durch den Heiligen Geist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: "Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweisagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?" Und dann werde ich ihn bezeugen, ich habe euch nie gekannt. Weicht von mir, ihr Gesetzlosen.

[24:55] Wenn wir über die Gültigkeit des Gesetzes belehren, aber selbst das Gesetz nicht halten, sind wir dann besser als die Pharisäer und Sadduzäer zur Zeit von Jesus? Wenn wir anderen erzählen, dass es Gott gibt, aber er selbst nicht unserem Leben regieren darf, sind wir dann besser? Wenn wir anderen erklären, dass die Bibel Gottes Wort ist, aber die Lehren der Bibel unser Leben nicht verändert, sind wir dann besser?

[25:22] Die Menschen zur Zeit von Jesus verfolgten die Nachrichten, waren erstaunt über die die Dinge, die dort passierten und zeigten Jesus, was da passiert ist und meinten, dass die die dort getötet worden sind, dass die bestimmt und ein besonderes Gericht litten, aber nein, sie waren alle auf dem Weg in dasselbe Gericht und Jesus versucht ihnen das deutlich zu machen. Das Wort "haue ihn ab" kann auch übersetzt werden eher mit "haue ihn heraus".

[25:47] Und das wird auch in Matthäus Kapitel 5 übersetzt in Vers 30 z.B. Wenn es heißt, und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß wird, so haue sie ab, haue sie heraus, wirf sie von dir.

[26:07] Jesus hat später einmal dieses Bild noch einmal aufgegriffen, ganz kurz vor der Kreuzigung und deutlich gemacht, wie wichtig die Frucht ist. Er sagt in Johannes 15, Vers 2: "Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg. Jeder aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt."

[26:44] In Matthäus 5 soll die Hand abgehauen werden. Natürlich in einer extremen Formulierung, die metaphorisch zeigen soll, dass wir bereit sein sollen, auch krasse Entscheidungen zu fällen, um der Versuchung zur Sünde zu entgehen. Da wird die Hand abgehackt, weil sie zur Sünde verleitet und deswegen es besser ist ohne Hand zu leben als zu sündigen. Das ist ja sozusagen die auf den zugespitzte formulierte die zugespitzte Schlussfolgerung.

[27:18] Offensichtlich wird der Feigenbaum nicht nur abgehauen, weil er nichts bringt, sondern weil er schädlich ist. Er ist nicht nur unproduktiv, er schadet. Und genau das macht Lukas 13, Vers 8 dann noch in am Ende deutlich. Es heißt hier: "Haue ihn ab." Und dann müsste man eigentlich wörtlich übersetzen: "Warum macht er auch das Land unnütz, was saugt er auch den Boden aus?" Wörtlich.

[27:54] Mit anderen Worten, er nimmt Nährstoffe und Raum und Licht in Anspruch, produziert aber keine Frucht. Er nimmt, aber gibt nicht. Ein Baum, der das Gute Gottes nimmt, aber nichts Gutes gibt. Eigentlich eine genaue Repräsentation dessen, was den Charakter Satans ausmacht, der das Gute Gottes nahm, aber nicht zurückgab, sondern gegen ihn rebellierte.

[28:26] Konkret hieß das für die Israeliten. Das heißt, der die Israeliten hatten Gott unter den Nationen falsch dargestellt. Sie waren nicht nur nutzlos sozusagen, sondern ein entscheid ein entschiedenes Hindernis. Mit anderen Worten, das Volk Israel so wie es zur Zeit von Jesus lebte, hat nicht nur nicht den Auftrag nicht erfüllt, sondern sie waren sogar ein Hindernis dafür, dass suchende Menschen unter den Römern, den Griechen, den den Ägyptern, suchende Menschen überhaupt das Evangelium hätten finden können.

[29:00] Die Frage ist nicht nur sind wir produktiv oder unproduktiv. Die Frage, sind wir vielleicht sogar ein Hindernis für aufrichtig suchende Menschen in der Welt das Evangelium kennenzulernen, weil unser Charakter unseren Worten so weit entgegengesetzt ist.

[29:19] Zu einem großen Anteil, sagt sie hier, war ihre Religion irreführend und brachte Ruin anstatt Erlöser. Ist unsere Religion Jesus führend? Führt sie zu Jesus oder ist sie irreführend? Ist das Ausleben unserer Religion ein Hinweisschild zur Erlösung oder ein Hindernis?

[29:54] Wie gesagt, es war ja kein einmaliges Vorkommen. Es war Jahr für Jahr dasselbe. Und dennoch und hier kommt die gute Nachricht. Sind sowohl der Besitzer als auch der Weingärtner nicht eifrig, diesen Baum umzuhauen. Jemand, der einen Baum gehauen, gepflanzt hat, der will ja nicht schnell wieder loswerden. Ist ja eine traurige Entscheidung, die man treffen muss. Man hat ja investiert, man hat sich darauf gefreut. Niemand reißt voreilig so ein Baum wieder heraus.

[30:24] So sagt der Weingärtner. Vers 8: "Herr, lass ihn noch dieses Jahr. Gib ihm noch eine Chance. Gib ihm noch ein Jahr. Bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe." Der Weingärtner sagt, es gibt gib ihm noch eine Chance. Ich werde mich noch einmal extra anstrengen, ihm noch mal möglichst viel Gelegenheit geben, extra Dünger geben, damit er absolut keine Ausrede hat, keine Frucht zu bringen. Hier haben wir das Evangelium. Wir haben eigentlich Strafe verdient, aber Gott gibt uns noch eine zweite Chance, liebe Freunde. Gott ist der Gott der nächsten Chance. Wir kriegen noch eine Chance.

[31:07] Und nicht nur das. Gott gibt uns nicht nur eine Chance im Sinn von na ja, dann versuch's noch mal, sondern er sagt, ich will dir so viel wie möglich geben. Alles, was du brauchst, bekommst du. Das soll eine Chance sein, die du auf jeden Fall nutzen kannst. Hier ist keine keine Vorherbestimmung im Sinne von das wird eh eh scheitern. Nein, nein, nein. Gott sagt, ich gebe alles, was ich habe, um dir in dieser letzten Chance doch noch die Möglichkeit zu geben, umzukehren.

[31:29] Jesus sagt später in Lukas Kapitel 19 und dort Vers 41 und 42. Und als er näher kam und die Stadt, gemeint Jerusalem, sah, weinte er über sie und sprach: "Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, nicht mal mehr eine Woche bis zur Kreuzigung." Und sagt, wenn du es jetzt noch erkannt hättest, wenn du jetzt noch umkehren würdest, Jerusalem, was zu deinem Frieden dient, nun aber ist es vor deinen Augen verborgen.

[32:14] Das heißt hier, der Gärtner weigert sich nicht, einer so unverheißungsvollen Pflanze zu helfen. Man hätte ja sagen können, bringt eh nichts. Wir haben schon so viel Zeit und Energie drauf verschwendet, das lohnt sich. Nein, nein. So denkt der Weingärtner nicht, sagt: "Okay, ich werde noch mal alles geben. Ich werde noch mal wirklich extra extra arbeiten für sie."

[32:44] Es steht bereit, sogar noch größere Sorgfalt anzuwenden, noch größere Sorge ihr angedeihen zu lassen. Er wird die Umgebung der Pflanze möglichst günstig machen und will alle Aufmerksamkeit auf sie richten.

[33:07] Ihr sagt weiter, der Eigentümer und der Weingärtner sind eins in ihrem Interesse für den Feigenbaum. So sind der Vater und der Sohn. So waren sie eins in ihrer Liebe für das erwählte Volk. Christus sagte zu seinen Zuhörern, dass ihnen noch verstärkte Gelegenheiten gegeben werden würden.

[33:34] Jesus sagt nicht nur, na ja, ihr habt ja schon eure Chancen fast verspielt. Besser. Ihr bemerkt bald. Sagt: "Pass auf, ich ich gebe euch noch mehr Gelegenheiten zu sehen, was Gott euch sagen möchte, damit ihr wirklich umkehrt."

[33:48] Lieber Freund, liebe Freundin, auch wenn diese Welt kurz vor dem Ende steht, gibt Gott noch einmal extra seinen Segen, extra seinen Geist, extra von seiner Wahrheit, um Menschen dazu zu bewegen, doch bei der letzten Chance doch noch Buße zu tun.

[34:21] Jedes Mittel, dass die Liebe Gottes sich ausdenken konnte, wurde in Bewegung gesetzt, damit sie, das erwählte Volk, Bäume der Gerechtigkeit werden würden und Frucht bringen für den Segen der Welt. Jedes Mittel, dass die Liebe Gottes sich ausdenken kann. Wenn wir wissen wollen, wie viel das ist, lass uns zum Kreuz von Golgatha gehen, denn dort zeigt, was die Liebe Gottes bereit ist zu bezahlen, was sie bereit ist zu geben, was sie bereit ist zu opfern, damit du und ich ein Baum der Gerechtigkeit werden.

[34:58] Lieber Freunde, hast du aufgegeben? Denkst du, es wird in diesem Leben nichts mehr? Denkst du, Gott muss sich mit deinem Charakter arrangieren? Denkst du, du bleibst immer derselbe? Gott sagt: "Nein, nein, nein, nein." Auch wenn über viele Jahre weg scheinbar das Evangelium an deinem Herzen abgeprallt ist, gib Gott noch eine Chance, denn er gibt dir eine und er wird noch einmal extra Kraft, extra Segen, extra Einladung des Heiligen Geistes, extra Liebe, alles auf dich anwenden, damit du doch noch die Chance nutzt und Frucht bringst. Liebe, Freude, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

[35:38] Aber höre gut zu. Diese extra Chance, diese zusätzliche Meile, die Gott gebraucht, Anstrengung, die er unternimmt, heben das Gericht nicht auf, sie schieben es auf.

[35:59] In Vers 9 steht: "Ob er vielleicht doch noch Frucht bringt, wenn nicht, so haue ihn danach ab." Hier steht nicht, dass der Baum immer weiterleben wird, egal ob er Frucht bringt oder nicht. Nein, er wird irgendwann abgehauen werden. Und Jesus macht deutlich, dass die Zeit war nah herbeigekommen.

[36:21] In diesem Gleichnis lässt Jesus offen, ob sie die Chance nutzen würden oder nicht. Gott wusste, was passiert, aber es gab eine reale wirkliche, nicht vorprogrammiert, sondern eine echte Chance für das Volk Israel noch in den letzten Wochen und Monaten den Erlöser anzunehmen. Jesus würde noch einmal extra Anstrengung unternehmen, noch einmal in besonderer Weise alles offenbaren, was Gott ihnen sagen möchte, um sie mit allem, was der Himmel sich ausdenken konnte, zur Umkehr zu bringen.

[37:02] Der Feigenbaum hatte eine Chance. Jetzt kam es darauf an, diese Chance zu nutzen.

[37:21] Sie sagt in dem Gleichnis, hinterfragt der Weingärtner nicht das Urteil, dass der Baum, wenn er fruchtlos bleibt, abgehauen wird, aber er kennt und teilt das Interesse des Eigentümers an diesem fruchtlosen Baum. Nichts könnte ihm eine größere Freude geben, als zu sehen, dass dieser Baum letztendlich wächst und Frucht bringt. Er antwortet das Verlangen des Eigentümers und sagt dann diese Worte, die wir hier lesen: "Gib ihm noch ein Jahr. Lass ihn noch dieses Jahr."

[38:10] Und dann kommen diese Worte hier, die direkt zu mir und zu dir sprechen. Die Warnung klingt bis in diese Generation. Bis in diese Generation bist du, oh sorgloses Herz, ein fruchtloser Baum im Weingarten des Herrn. Sollen die Worte der Verurteilung irgendwann von dir gesprochen werden, also über dich gesprochen werden? Wie lange hast du schon seine Gaben erhalten? Wie lange hat er gewacht, geschaut und gewartet auf einen wieder zurückgeben der Liebe? Gepflanzt in seinem Weinwerk unter dem sorgfältigen wachen Auge des Gärtners. Was für Privilegien hast du? Wie oft hat die die wunderbare zarte Evangeliumsbotschaft dein Herz berührt. Du hast den Namen Christi angenommen. Bist äußerlich ein Mitglied der Gemeinde, die sein Leib ist. Und doch ist dir bewusst, dass du keine lebendige Verbindung mit dem großen Herz der Liebe hast. Die Welle seines Lebens fließt nicht durch dich. Die süßen Gnadengaben, die süße Gnade seines Charakters, die Frucht des Geistes ist in deinem Leben nicht zu sehen.

[40:04] Der verdorrte Baum empfängt Regen und Sonnenschein und die und die die Arbeit des Gärtners. Er zieht Nährstoffe aus dem Erdboden, aber seine unproduktiven Zweige verdunkeln nur den Boden, sodass die fruchtragenden Pflanzen in seinem Schatten nicht wirklich wachsen können.

[40:42] So geben Gottes Segnungen, die über dich ausschütten, keinen Segen zur Welt. Du raubst beraubst andere der Privilegien, die sie hätten haben können, wenn nicht du da wärst und sie aufhältst.

[41:02] Du verstehst, wenn vielleicht nur etwas verschwommen, dass du den Boden aussaugst, aber in seiner großen Gnade hat Gott dich nicht abgehauen. Er schaut nicht kalt auf dich. Er dreht sich nicht weg von dir mit Gleichgültigkeit oder überlässt dich der Zerstörung. Auf dich schauen rief er, wie er so viele Jahrhunderte zuvor bezüglich Israels rief. Wie soll ich dich aufgeben, Efraim? Wie soll ich dich aufgeben, Israel?

[41:44] Der mitfühlende Erlöser sagt über dich: "Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe."

[42:02] Mit unermüdlicher Liebe hat Jesus für Christus während dieser Zeit der zusätzlichen Gnadenzeit gewirkt. Am Kreuz betete er: "Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Nach seiner Himmelfahrt wurde das Evangelium zuerst in Jerusalem gepredigt. Obwohl er in am Passah abgelehnt worden ist, gab es immer noch Gnadenzeit. Es gab noch eine zusätzliche Möglichkeit, das Evangelium doch noch kennenzulernen. Dort wurde der Heilige Geist in Jerusalem dort ausgegossen. Dort hat die erste Gemeinde, die Kraft des auferstandenen Erlösers dargestellt. Auch nach dem Kreuz, nach der nach der Ablehnung Jesu gab es die Möglichkeit noch einmal wurde alles umgegraben um das Volk. Dort hat Stephanus sein Zeugnis gegeben und sein Leben abgelegt.

[43:03] Alles, das Himmel selbst geben konnte, wurde gegeben.

[43:14] Irgendwann, wenn das Herz immer nur empfängt und nie gibt, wenn es immer nur die Segnung haben will, aber nie entsprechend reagiert, wenn es sich nicht verändern lässt, irgendwann wird es so verhärtet, dass es für den Einfluss des Heiligen Geistes nicht mehr empfänglich ist. Und dann wird der Feigenbaum abgehauen.

[43:44] Heute lädt dich Jesus ein. Heute spricht Gott zu dir durch Hosea Kapitel 14 und dort ab Vers 2. Kehre um Israel zu dem Herrn deinem Gott, denn du bist zu Fall gekommen durch deine eigene Schuld. Nehmt Worte mit euch und kehrt um zum Herrn. Sprecht: "Vergib alle Schuld und nimm es gut auf, dass wir dir das Opfer unserer Lippen bringen, dass wir schuldig sind." Assyrien wird uns nicht retten. Wir wollen nicht mehr auf Rossen reiten und das Werk unserer Hände nicht mehr unsere Götter nennen. Denn bei dir findet der Verwaiste Barmherzigkeit und Gott sagt: "Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen. Gerne will ich sie lieben, denn mein Zorn hat sich von ihnen abgewandt." Darf Gott das in meinem und deinem Leben tun? Wollen wir umkehren zu ihm? Alle unsere Dinge, unsere unsere schlechten Gewohnheiten, unsere Sünden, was immer in unserem Leben unsere Charakterfehler zu ihm geben und ihnen bitten, dass er uns verändert, dass die Frucht des Geistes in unserem Leben sichtbar wird.

[44:48] Gott verspricht in Vers 6: "Ich will für Israel sein wie der Tau. Es soll blühen wie eine Lilie und Wurzelschlagen wie der Libanon. Seine Schösslinge sollen sich ausbreiten. Es soll so schön werden wie ein Ölbaum und so guten Geruch geben wie der Libanon. Die unter seinem Schatten wohnen." Israel soll ein Baum sein. Können wir das sehen? Wurzeln schlagen, soll blühen wie eine Lilie. Die unter seinem Schatten wohnen, sollen wiederum Getreide vorbringen und blühen wie der Weinstock und so berühmt werden wie der Wein vom Libanon.

[45:21] Jetzt kommt's. Ephraim wird sagen: "Was soll ich künftig noch mit den Götzen zu schaffen haben?" Gott antwortet: "Ich, ich habe ihn erhört und auf ihn geblickt. Israel sagt: Ich bin wie eine grünende Zypresse." Und jetzt kommt's. Es soll sich zeigen, sagt Gott, dass deine Frucht von mir kommt. Wir müssen uns nicht anstrengen, selbst aus uns Früchte rauszupressen. Wir müssen endlich Gott zu erlauben, in unserem Leben so wirken zu können, dass die Frucht des Geistes durch seinen Geist in unserem Leben sichtbar. Denn wenn es keine Frucht des Geistes gibt, dann bedeutet es, dass der Heilige Geist nicht in uns wirken darf. Wollen wir zulassen, dass Jesus in uns wirken darf, dass der Geist in uns das bewirkt, was Gott in uns tun möchte, damit sich zeigt, dass die Frucht von Gott kommt.

[46:08] So wie Epheser Kapitel 2, Vers 10 sagt, dass wir seine Schöpfung sind, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. Vers 10: "Wer es ist so weise, dass er das einsehe und so klug, dass er das verstehe, denn die Wege des Herrn sind richtig und die Gerechten wandeln darauf, aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall." Gott gibt mir und dir heute eine extra Chance. Er gibt uns eine extra Chance, uns vorzubereiten auf die Wiederkunft des Herrn und Frucht zu bringen.

[46:39] Wollen wir heute uns dafür entscheiden, diese Chance zu nutzen. Das ist dein Wunsch. Ich möchte diese Entscheidung fällen. Du auch. Dann lass uns gemeinsam noch beten.

[46:56] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass du in deinem Wort zu uns gesprochen hast. Hab Dank, dass du uns mit deiner Liebe offenbarst, dass wir wirklich dich brauchen und niemanden sonst. Herr, du weißt, wie oft wir uns von dir abgewandt haben. Du weißt, wie oft wir halb zufrieden gewesen sind mit deinem halben Christentum. Und Herr, wir wünschen uns, dass wir nicht nur theoretisch wissen, sondern praktisch erfahren, was das Wirken des Geistes wirklich bedeutet. Herr, das möchte ich dich für mich bitten und für jeden, der dieses Video sieht, im Namen Jesu. Amen.


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