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Manuskript zur Sendung   >>>  CSH_Manuskript_2026 2nd Nr 10   <<<

In dieser Lektion der Christ Study Hour tauchen wir tief in die essenziellen Themen Reue und Vergebung ein. Christopher Kramp beleuchtet, was echte Buße bedeutet und wie wir die Gewissheit erlangen können, dass unsere Sünden vergeben sind. Erfahre, warum diese Themen gerade in unserer Zeit von entscheidender Bedeutung sind und wie du heute Vergebung bei Gott finden kannst.


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Serie: CSH 2026 Q2: Im Glauben wachsen

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Transkript

[0:32] Hallo und herzlich willkommen zur Christudy Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchten wir alle Zuschauer auch auf dem Sender das Wort ganz herzlich begrüßen. Wir haben mittlerweile die zehnte Lektion erreicht, das zehnte Thema in unserer Serie im Glauben wachsen. Und heute ist vielleicht eines der allerwichtigsten Themen überhaupt. Wir bereiten uns vor auf das Bibelgespräch am 6. Juni und wollen heute über Reue sprechen.

[1:07] Wir haben in der letzten Woche uns besonders Gedanken gemacht über die Rolle des Gesetzes im Leben eines Gläubigen. Die Funktion, die das Gesetz Gottes erfüllt, wie es uns Sünde offenbart, wie es uns auch den Charakter Gottes offenbart und uns zu Jesus bringt. Wir wollen heute darüber nachdenken, was echte Buße, echte Reue bedeutet und wie wir uns sicher sein können, dass wir wirklich Vergebung erfahren haben. Ich glaube, dass das eines der Themen ist, die ganz besonders in unserer Zeit wichtig sind. Es gibt viele Menschen, die die Bibel lesen und hoffen, dass sie mit Gott im Reinen sind.

[1:53] Und obwohl wir nicht wissen, was die Zukunft bringt und wie wir unseren freien Willen in der Zukunft benutzen werden, wir können keine anmaßenden Behauptungen machen, wie wir in drei Wochen entscheiden werden. Dennoch ist es wichtig, dass wir heute wissen, heute an diesem Tag, heute wieder Paulus sagt, ist der Tag des Heils. Dass wir wissen, dass wir heute echte Vergebung bei Gott haben, Vergebungsgewissheit.

[2:24] Und wir möchten uns in dieses Thema hineinvertiefen. Aber bevor wir das tun, möchten wir Gott einladen, durch sein Wort zu uns zu reden, dass sein Heiliger Geist uns wirklich erleuchtet und die Kraft schenkt, das zu tun, was er uns hier offenbart. Wollen wir gemeinsam mit einem Gebet starten?

[2:51] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jetzt zu dir kommen können und dass du in deinem Wort zu uns sprechen wirst. Wir möchten dich bitten, dass dein Wort ganz tief in uns hineinringt, dass es uns neu belebt, dass es uns zeigt, was du dir wünschst. Herr, wir möchten dich bitten, dass die Kraft deines Wortes uns neu belebt, uns stärkt und dass wir erkennen, was echte Reue und echte Vergebung ist. Herr, ich möchte dich bitten, dass du zu mir und zu uns ganz persönlich sprichst und hab Dank, dass du das gerne tust, dass wir schon so oft erleben durften im Namen Jesu. Amen.

[3:46] In erste Johannes Kapitel 1 und dort Vers 9 finden wir eine wunderbare Verheißung. Johannes Kapitel 1 und dort Vers 9. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Die Bibel verspricht, dass wenn wir die Bedingung erfüllen, die hier genannt ist und diese Bedingung ist sehr eindeutig definiert, unsere Sünden bekennen. Wenn wir diese Bedingung erfüllen, verspricht Gott zwei Dinge. Er verspricht oder er verspricht mit zwei Dingen ausgedrückt, mit zwei Aspekten. Er vergibt die Sünden und er reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

[4:34] Vergebung ist nicht nur ein Nichtstrafen. In der Bibel ist Erlösung nicht nur, dass Gott die Strafe aussetzt, sondern es geht um Vergebung und Reinigung von aller Ungerechtigkeit. Wir wissen aus Johannes 3, Vers 4, dass Sünde ein anderer Begriff für Ungerechtigkeit ist oder Gesetzlosigkeit. In Johannes 3, Vers 4. Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. Wenn wir von aller Ungerechtigkeit erlöst werden, dann kann Gott und will Gott uns von aller Sünde reinigen.

[5:20] Die Bedingung ist deutlich ausgesprochen. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, es lohnt sich an der Stelle auch Sprüche 28 und dort Vers 13 hinzuzuziehen. Sprüche 28 und dort Vers 13. Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen. Wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.

[5:51] Echte Reue ist nicht nur ein Bekennen der Schuld, sondern auch der Wunsch, diese Sünde zu lassen. Wer also immer seine Sünden bekennt und gleichzeitig plant, sie wiederzutun, der hat das Wesen echter Reue nicht verstanden. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann müssen wir nicht hoffen, dass er vielleicht uns vergibt. Wenn wir unsere Sünden bekennen und bereit sind, sie lassen zu wollen, müssen wir nicht in ständiger Angst leben, ob Gott uns vergeben hat oder nicht. Wir dürfen wissen, dass er treu und gerecht ist. Es ist eine Sache der Gerechtigkeit, dass Gott einem jedem Menschen, der seine Sünden bekennt und lässt, auch tatsächlich vergibt und ihn von aller Ungerechtigkeit reinigt.

[6:38] Gott selbst macht uns das Angebot in Jesaja Kapitel 1 und dort Vers 18. Jesaja 1 Vers 18. Er lädt uns direkt ein. Sagt: "Kommt doch. Wir wollen miteinander rechten." Spricht der Herr. Auch hier geht es um Gerichtssprache. "Wenn eure Sünden wie Scharlach sind." Vielleicht sagst du: Christopher, du weißt nicht, was ich alles in meinem Leben verbrochen habe. Du weißt gar nicht, was ich alles getan habe. Das kann Gott mir nicht vergeben. Gott sagt: "Ich weiß es ganz genau, was du getan hast. Ich weiß, was du alles verbrochen hast. Und wenn deine Sünden wie Scharlach sind, wenn sie rot wie Karmesin sind, sagt er, sollen sie weiß werden wie der Schnee. Sie sollen weiß werden wie Wolle." Egal wie tief wir in der Sünde gesunken sind, egal wie tief wir darin verstrickt sind, Gott verspricht uns, dass er uns von aller Sünde, von aller Ungerechtigkeit reinigen kann und will.

[7:30] Wir denken oft, dass Gott das nicht tun kann. Wir denken oft, es ist zu spät oder er hat keine Möglichkeiten mehr. Aber Gott sagt uns in diesem Zusammenhang in Jesaja 55 ab Vers 6, er sagt: "Sucht den Herrn." Also Jesaja sagt das als inspirierter Prophet: "Sucht den Herrn, solange er zu finden ist, solange Gott diese Einladung gibt. Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, kommt doch, wir wollen miteinander rechten." Die Aufforderung von Jesaja ist: "Sucht den Herrn, solange er zu finden ist, ruft ihn an, während er nah ist." Wir alle wissen, es kommt eine Zeit, da wird es keine Gnade mehr geben, weil die Gnadenzeit vorbei ist, weil dann irgendwann auch Jesus wiedergekommen sein wird. Irgendwann ist diese Möglichkeit, Vergebung zu bekommen, nicht mehr da. Solange sie noch da ist, solange Jesus beim Gnadenthron ist, sollen wir ihn suchen. Wir sollen die Gelegenheiten nutzen, nicht auf später verschieben, sondern ihn suchen, solange er zu finden ist.

[8:20] Vers 7: "Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken." Also, wer Vergebung haben möchte, der muss auch seine alten Wege verlassen wollen. Deswegen hat ja Sprüche 28 Vers 13 gesagt: "Wer seine Sünden bekennt und lässt." "Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und er kehre um zu dem Herrn. So wird er sich über ihn erbarmen und zum Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung." Umkehr bedeutet den Weg zu ändern, zurück zu Gott zu kehren mit den Gedanken, mit den Worten, mit dem ganzen Herzen sich zu Gott zurückwenden. Und wenn wir das tun, heißt es hier, dürfen wir nicht denken, dass vielleicht für uns keine Vergebung mehr da ist. Bei ihm ist viel Vergebung.

[9:05] Und dann sagt der nächste Vers, Vers 8: "Denn..." eine Begründung im Kontext dieser Frage kann dem Übeltäter, wenn er umkehrt, vergeben werden. Kommt jetzt die Begründung, Vers 8: "Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken." Mir geht es oft so und vielleicht geht es dir auch so, dass wir manchmal, wenn wir in Sünde gefallen sind, wenn wir Dinge falsch getan haben, dass wir dann mit unseren Gedanken überlegen: Kann Gott mir noch vergeben? Aber das ist nicht unsere Aufgabe. Wir sollen nicht selbst überlegen, ob Gott uns vergeben kann. Wir sollen glauben, dass seine Gedanken anders sind als unsere Gedanken.

[9:40] Seine Gedanken sind so viel höher als unsere. Er sagt: "Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege." Spricht der Herr. "Sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken." Wenn wir denken, Gott kann uns nicht vergeben, sagt er, ich habe viel höhere Gedanken, viel bessere Gedanken.

[10:01] Was sind die Gedanken Gottes, die er für uns hat? Fügen wir noch dem Sendemanuskript hinzu in Jeremia 29 und dort Vers 11: "Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe." Das spricht Gott nicht zu einem Volk, das gerade alles richtig gemacht hat und das von Segen zu Segen eilt, sondern zu einem Volk, das sich gerade in Babylon in der Gefangenschaft befindet, nachdem es über Jahrzehnte, Jahrhunderte immer wieder im Wesentlichen Gottes Botschaft abgelehnt hat, die Propheten verfolgt hat. Gott sagt zu diesem Volk, das in der Gefangenschaft in Babylon sitzt, in einer Situation, wo die Menschen damals dachten, es ist alles zu spät.

[10:40] Wir gehen vielleicht noch kurz parallel dazu zu Hesekiel Kapitel 37. Dort sehen wir, wie die Israeliten dachten in jener Situation. Es heißt in Vers 11: "Und er sprach zu mir: Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe, sie sprechen: Unsere Gebeine sind verdorrt und unsere Hoffnung ist verloren. Es ist aus mit uns." Die Israeliten in Babylon im Exil haben gedacht, es ist alles verloren. Sie haben ihre Chance sozusagen für immer verspielt. Es wird keine Vergebung mehr geben.

[11:10] Aber durch Jeremia erhalten diese Exilanten in Babylon einen Brief, in dem Gott ihnen folgendes sagt. Er sagt: "Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe." Wenn ihr denkt, dass ich euch nicht vergeben kann, dann wisst, dass meine Gedanken so viel höher sind, als der Himmel über der Erde hoch ist. "Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe." Spricht der Herr. "Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben."

[11:39] Und dann kommen diese wunderschönen Worte: "Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören. Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangt." Umkehr von ganzem Herzen bringt garantiert die Zukunft und die Hoffnung, die Vergebung und die Wiederherstellung, die Gott hier in seinem Wort verspricht. Wenn wir denken, es ist alles aus, bittet Gott uns nicht auf unsere Gedanken zu vertrauen und zu achten, sondern ihm zu vertrauen, dass er Gedanken hat, über die wir nicht einmal nachgedacht haben. Pläne, die uns zu hoch sind, die aber unser Bestes wollen.

[12:22] Und wir dürfen ihn finden lassen. Sagt in Vers 14: "Und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der Herr, und ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen ich euch verstoßen habe, spricht der Herr, und ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem ich euch weggeführt habe."

[12:39] All das geht zurück auf 5. Mose 30, wo Gott sagt, und haben wir ein wunderbares Bild für die Umkehr hier in Vers 1 und 2. "Es wird aber geschehen, wenn all diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der Herr, dein Gott, verstoßen hat. Und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder von ganzem Herzen und von ganzer Seele."

[13:15] Wenn wir wirklich von Herzen umkehren, dann dürfen wir wissen, dass auch wenn wir glauben, es gibt keine Hoffnung mehr, dass Gott mehr Gnade und Vergebung hat, als wir uns vorstellen können. Vers 3: "So wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr, dein Gott, zerstreut hat."

[13:43] Eine echte und vollständige Vergebung ist das, was Gott uns anbietet.

[13:55] In Jeremia 31 bietet er dem Volk einen neuen Bund an. Sie haben den ersten Bund gebrochen. Er hat einen Bund mit ihnen am Sinai geschlossen. Sie sind nicht in dem Bund geblieben. Wie oft haben wir mit Gott einen Bund geschlossen und sind in dem Bund nicht geblieben? Gott bietet uns den neuen Bund an. Jeremia 31 ab Vers 31. "Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde. Nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen. Denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Ehemann war, spricht der Herr." Gott hat einen Bund mit ihnen. Sie haben den Bund gebrochen.

[14:40] Vers 33: "Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde", spricht der Herr. "Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein." Vers 34: "Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Er kenne den Herrn, denn sie werden mich alle kennen, vom kleinsten bis zum größten unter ihnen, spricht der Herr."

[15:05] Und jetzt kommt ein entscheidender Satz. Warum werden Menschen im neuen Bund eine direkte Beziehung zu Gott haben? Warum kann Gott das Gesetz in ihr Herz schreiben? Jetzt kommt die Begründung in 34b: "Denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken." Weil Gott uns wirklich vergibt, können wir ihn persönlich kennenlernen und deswegen kann er dann auch sein Gesetz in unser Herz hineinschreiben.

[15:34] Echte Vergebung ist die Grundlage des neuen Bundes. Wenn wir keine echte Vergebung erlebt haben, wenn wir uns nicht sicher sind, dass Gott uns vergeben hat, dann werden wir keine direkte Beziehung zu ihm haben, sondern wir werden nur uns von anderen Leuten erzählen lassen, wie Gott ist, welche tollen Erfahrungen man mit ihm machen kann und was wir jetzt zu tun und zu lassen haben. Wir werden uns dann zwar an Regeln versuchen zu halten, wir werden vielleicht sogar die ganze Bibel für Wahrheiten versuchen aus eigener Kraft zu halten, aber wir werden immer scheitern, weil wir im alten Bund dann leben. Dem alten Bund ist die Wahrheit auf Steintafeln und ein menschlicher Mittler dazwischen. Aber im neuen Bund, in dem es echte, wirkliche Vergebung gibt, gibt es eine direkte Beziehung zu Gott und dann auch sein Gesetz, seine Wahrheit tatsächlich im Herzen.

[16:27] Der neue Bund ist nicht das Neue Testament, auch keine spätere Erfindung Gottes, sondern der neue Bund ist die Verbindung mit Gott, die nicht auf Distanz geht, wo man nicht versucht, äußerlich Gebote einzuhalten, die auf Steintafeln stehen, sondern wo man durch die Erfahrung echter Vergebung Gott so kennt, dass er genau dieselben Gebote, die auf den Steintafeln stehen, in unser Herz schreiben kann, dass wir tatsächlich sie von Herzen tun.

[17:00] Für diesen neuen Bund und diese Erfahrung der Vergebung, die uns in eine persönliche Beziehung zu Gott führt und dazu befähigt, Gottes Gebote tatsächlich halten zu können. Für diesen neuen Bund ist Jesus gestorben. Matthäus 26 und dort in Vers 28: "Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden."

[17:29] Wir können nicht gleichzeitig sagen: Jesus, unser Erlöser, und unsicher sein, ob ich vor Gott Vergebung habe. Denn Jesus ist genau dafür gestorben, dass ich Vergebung haben darf. Und unser Vorrecht. Gott lädt uns hier ein, unser Vorrecht dieses Geschenk in Anspruch zu nehmen, heute und hier. Nicht später. Nicht hoffen, dass man zu einem späteren Zeitpunkt mit besseren Argumenten kommen kann, weil man vielleicht schon drei, vier Gebote aus eigener Kraft gehalten hat. Nein, heute und hier muss ich wissen, dass Gott meine Sünden vergeben hat aus Gnade, weil er mich liebt, obwohl es unverdient ist, weil Jesus dafür gestorben ist, für mich und für dich.

[18:22] Und wenn ich das weiß, dann lerne ich Gott richtig kennen und dann wird sein Gesetz für mich kein toter Buchstabe sein, sondern lebendig in meinem Herzen wirken können.

[18:35] Und so lädt uns die Bibel immer wieder ein, umzukehren. Denn im Alten und im Neuen Testament, in der Kirchengeschichte und auch heute noch ist das die Hauptbotschaft: Umkehr zu Gott. Johannes der Täufer hatte das als zentrale Botschaft: Kehrt um. Jesus hatte das als zentrale Botschaft: Tut Buße. Kehrt um.

[18:54] In Hosea Kapitel 6 und dort Vers 1 finden wir hier die Reaktion, die wir haben sollten. Die Botschaft der Umkehr. Hosea 6 Vers 1: "Kommt, wir wollen wieder umkehren zum Herrn." Vielleicht bist du schon bei Gott gewesen. Vielleicht hast du Zeiten einer ganz engen, tiefen Verbindung mit ihm gehabt und doch hat der Alltag, haben Versuchungen, haben alte Charakterfehler die Oberhand gewonnen. Ist es nicht Zeit, vielleicht heute auch für mich und dich, wieder umzukehren?

[19:30] "Kommt, wir wollen wieder umkehren zum Herrn. Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen. Er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden. Nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen. Am dritten Tag wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben." So, lasst uns ihn erkennen. Ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis.

[19:51] Das heißt, echte Umkehr bedeutet nicht, na ja, ich werde jetzt einfach mal kurz bekennen, was was falsch gewesen ist und dann hoffentlich wird Gott mir vergeben. Nein, echte Umkehr bedeutet sich danach zu sehnen, Gott zu erkennen. Das ist das ewige Leben: "Dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, zu erkennen."

[20:10] Und erkennen meint hier nicht einfach nur in der Bibel eine intellektuelle Erkenntnis, eine eine theologische, abstrakte Wahrheit, sondern: "Adam erkannte seine Frau und sie wurde schwanger." Lasst uns den Herrn erkennen, lasst uns wirklich eine enge, tiefe Beziehung zu Gott haben. Das ist die Aufforderung hier in Vers 3.

[20:36] "Sein Hervorgehen." Und dann heißt es weiter hier in Hosea 6, Vers 3: "Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, wenn wir zu Gott wirklich aufrichtig umkehren." Es geht nicht um die Frage, wie lange wir gebetet haben, wie viel Worte unser Gebet gehabt hat oder wie viel Verse wir gelesen haben. Es geht um die Aufrichtigkeit. Wenn wir von Herzen umkehren, dann ist sein Hervorgehen in unserem Herzen, in unserem Leben, sein Erscheinen in unserem Leben sozusagen, so sicher wie morgen die Sonne aufgeht. Niemand von uns geht ins Bett und denkt sich: Meine Güte, also hoffentlich wird morgen die Sonne aufgehen, oder wir sind uns sicher, dass morgen die Sonne aufgeht. Und hier steht, dass wenn wir uns von Herzen zu Gott wenden, so sicher wie am Morgen die Sonne aufgeht, so sicher wird Gott in unserem Leben wirken und wie es hier heißt, hervorgehen, erscheinen. Wir werden Gottes Wirken sehen.

[21:46] Ich habe das in meinem Leben oft erlebt. Wenn wir uns aufrichtig, wenn wir es wirklich von Herzen meinen, zu Gott wenden, dann enttäuscht er uns nie. Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt. Gott kommt nicht einfach als jemand, der nur sagt, was falsch ist. Nein, er kommt wie ein Regenguss, jemand, der zum Wachsen das Wort Gottes in uns zum Wachsen bringt und der uns erfrischt und stärkt. Übrigens, in Jesaja 55 wird davon gesprochen, dass Gottes Wort auch ist wie der Regen, der nicht leer zurückkehrt, sondern dann das Land tränkt, damit es Frucht bringen kann.

[22:35] Unser Thema ist ja Wachstum im Glauben. Im Glauben wachsen. Und wir können nicht im Glauben wachsen, wenn wir nicht echte Vergebung erleben, wenn wir nicht echte Umkehr erleben. Wenn wir nicht wirklich Reue empfinden für die Dinge, die wir falsch getan haben, dann werden wir nicht wachsen können. Egal, wie sehr wir die Bibel theologisch, intellektuell studieren und verstehen, echtes Wachstum ist nur dort möglich, wo wir umkehren. Denn wenn wir umkehren, dann kann Gott in unserem Leben wirken wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt.

[23:08] Der Spätregen ist in der biblischen Prophetie auch eine Metapher für das letzte Werk Gottes an den Menschen kurz vor der Wiederkunft. Spätregen bezeichnet ein besonderes Werk des Heiligen Geistes in unserem Leben, ein ein besonderes Wirken. Und hier sehen wir, was geschehen muss, damit der Heilige Geist in unserem Leben wirken kann. Wir müssen umkehren. Umkehren von falschen Gedanken, von falschen Gewohnheiten, von falschen Emotionen, die wir pflegen und hegen, von falschen Worten, die wir sprechen.

[23:44] Das Gesetz Gottes haben wir letztes Mal gesehen in der letzten Folge. Es zeigt uns, wenn wir studieren, was verkehrt ist in unserem Leben. Und wenn wir zu Jesus kommen und echte Reue empfinden, wenn wir ihn darum bitten, echte Reue empfinden zu können, denn die Bibel sagt uns ja, dass Reue ein Geschenk ist, dass es eine eine Gabe Gottes ist.

[24:11] Wenn wir das in der Apostelgeschichte anschauen, dann heißt es dort in Apostelgeschichte 5 und dort Vers 31: "Diesen hat Gott zum Fürsten und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu gewähren." Sowohl die Vergebung als auch die Buße sind ein Geschenk Jesu. Wenn wir also aufrichtig zu ihm kommen und Buße haben wollen, wenn wir umkehren wollen, wenn wir ihn bitten, uns echte Reue zu schenken, dann wird er uns in unserem Leben wirken und wie ein Spätregen unsere Glaubensfrucht zum Reifen bringen.

[24:51] An dieser Stelle lohnt es sich vielleicht kurz in Hosea 6 inne zu halten und zu Joel zu gehen. Joel Kapitel 2 und dort wir können hier aus Zeitgründen alle Texte lesen, aber es lohnt sich vielleicht zu Hause noch einmal Vers 12 bis 27 sich genauer anzuschauen. Auch dort gibt es einen Aufruf zur Umkehr. Im Buch Joel ist es interessant. Dort gibt es genau die Hälfte des Buches sind eine Beschreibung von Gericht und von von Dürre und von schlimmen Dingen, von Leid, weil das Volk in Sünde gefallen ist.

[25:26] Und es heißt dort in Vers 12 von Joel 2: "Doch auch jetzt noch spricht der Herr: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen." Vielleicht denkst du, es ist zu spät. Damals bei Joel waren die Heuschrecken nicht einmal gekommen. Sie waren zweimal, dreimal, viermal gekommen. Es war scheinbar nichts mehr übrig. Eine Totalkatastrophe. Der größte anzunehmende Unfall damals in der damaligen Welt.

[25:51] Und Gott sagt: "Auch jetzt noch, auch wenn die Katastrophen schon mehrfach eingebrochen sind über dein Leben, auch jetzt noch. Kehre um von ganzem Herzen mit Fasten und Weinen. Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider." Es geht nicht um eine äußere Trauer, die beeindrucken soll, sondern um echte Herzensumkehr. "Kehrt um, kehrt um zu dem Herrn, eurem Gott, denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut ihn."

[26:18] Und dann wird die ganze Gemeinde eingeladen. Sie werden alle zusammengerufen. Und das heißt dann in Vers 17, dass die Priester beten. Die Priester, die Diener des Herrn sollen zwischen der Halle und dem Altar weinen und sagen: "Herr, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis, dass die Heidenvölker über sie spotten. Warum soll man unter den Völkern sagen: Wo ist nun ihr Gott?" Vielleicht beten wir viel zu wenig für unsere Gemeinde, viel zu wenig für unser Volk. Vielleicht sicherlich müssten wir viel mehr Buße tun für die Dinge, die falsch laufen, damit Gott uns segnen kann.

[26:49] Denn das er segnet, das ist hier in Joel ganz offensichtlich nach 37 Versen der, nein, nicht 37, 36 Versen der des Dunkels kommt dieser eine Vers des Gebetes genau im Zentrum, der zentrale Vers des gesamten Buches und danach kommen 36 Verse: Segen, Segen, Segen. Alles Verheißung Gottes.

[27:15] Gott spricht jetzt in der zweiten Hälfte quasi die ganze Zeit. Das heißt in Vers 18: "Dann gerät der Herr in Eifer für sein Land und hat Mitleid mit seinem Volk, und der Herr wird antworten und seinem Volk sprechen." Und dann wird beschrieben, was alles tun wird. Und dann heißt es hier in Vers 23: "Und ihr Kinder, zieht aus, frohlockt und freut euch über den Herrn, euren Gott, denn er gibt euch den Frühregen in rechtem Maß und er lässt euch am ersten Tag Regengüsse kommen. Frühregen und Spätregen."

[27:41] Im ersten Teil des Buches ist die Ernte da nieder. Sie ist abgefressen von den Heuschrecken. Alles ist kaputt und es gibt keine Freude. Jetzt, wenn Gott eingreift, wenn er in seinem Eifer für das Volk wirkt, dann gibt es den Regen. Dann heißt es Vers 27: "Die Tenne sollen voll Korn werden und die Keltern von Most und Öl überfließen."

[28:02] Wie wächst unser Glaube? Wie kann unser Glaube zur Reife kommen? Indem wir Buße tun. Indem wir umkehren. Indem wir um Vergebung bitten und erleben, wie Gott uns wirklich echte Vergebung schenkt und uns dann verändert. Und dann heißt es sogar in Vers 25 und 26 und 27: "Und ich werde euch die Jahre zurückerstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager verzehrt haben. Mein großes Heer, das ich gegen euch gesandt habe, und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden und den Namen des Herrn, eures Gottes, loben, der wunderbar euch gehandelt hat, und mein Volk soll nie mehr zu Schanden werden. Und ihr sollt erkennen, dass ich in Israels Mitte bin und dass ich der Herr, euer Gott, bin und keiner sonst, und mein Volk soll nie mehr zu Schanden werden."

[28:47] Wer echte Vergebung erlebt, weiß auch, dass Gott gegenwärtig ist und erlebt, wie der Glaube wächst.

[28:56] Zurück zu Hosea. Genau das wünscht sich Gott für sein Volk und umso trauriger macht es ihn, wenn er feststellen muss, was hier in Hosea 6, Vers 4 steht: "Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Juda? Eure Liebe ist so flüchtig wie eine Morgenwolke, ja, wie der Tau, der früh vergeht."

[29:18] Ist das auch in unserem Leben manchmal so, dass wir Gott lieb haben und dann unsere Liebe vergeht wieder Morgenwolke, dass wir in der Morgen Nacht begeistert auf Gottes Wort hören, nur um dann im Laufe des Tages ihn zu verleugnen mit unseren Worten und Taten und unserer Einstellung?

[29:40] Das ist kein Zustand, der Gott gefällt. Gott möchte nicht, dass wir eine ständige on-off-Beziehung haben.

[29:49] Es sagt hier in Vers 5: "Darum habe ich sie behauen durch die Propheten, sie getötet durch die Worte meines Mundes, dass deine Gerichte seien wie ein Licht, das aufgeht." Die Propheten, die Gottes Wort sprechen, machen deutlich, dass das kein Zustand ist, der Gott gefällt. Wenn wir ihn lieb haben, dann wieder nicht lieb haben und immer hin und her schwanken.

[30:21] Gott sucht keine äußerlichen Gottesdienstformen so sehr. Er sucht echte Liebe. Das macht der nächste Vers deutlich. Vers 6: "Denn an Liebe habe ich wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis. Ihr sie werden mich alle kennen, denn ich werde ihre Sünden vergeben." So haben wir es im neuen Bund gelesen. Sündenvergebung führt zu echter Gotteserkenntnis.

[30:49] Wenn wir umkehren von ganzem Herzen, werden wir Gott erkennen. So steht es in Vers 3: "Lasst uns ihn erkennen. Ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des Herrn." Gott wünscht sich nicht einfach einen wohlstrukturierten Gottesdienst mit schöner Musik und einer angemessenen Predigt. Er wünscht sich Liebe. Er wünscht sich, dass die Gottesdienstteilnehmer ihn wirklich lieb haben. Er wünscht sich, dass sie nicht nur darauf hören, was ein Prediger ihnen sagt, sondern dass sie Gott persönlich kennen.

[31:26] Und dorthin gelangen wir nur über Buße und Vergebung. Es gibt keinen anderen Weg, keinen theologischen Kurs, den man belegen kann. Nur wer echte Buße erlebt und echte Sündenvergebung kennt, Gott tatsächlich.

[31:50] Die Botschaft von der Buße war auch die Botschaft der Apostel direkt nach Pfingsten. In Apostelgeschichte 3 und dort ab Vers 18 lesen wir, was Petrus unter der Inspiration des Heiligen Geistes dem Volk verkündigt hat. "Gott aber hat das, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigte, dass nämlich der Christus leiden müsse, auf diese Weise erfüllt." Er sagt, das Evangelium ist die Erfüllung der Prophetie. Jesus und die Prophetie bilden eine Einheit in der Verkündigung der Apostel. Die Prophetie hat darauf hingewiesen, das Leben Jesu hat die Prophezeiung erfüllt.

[32:25] Vers 19: "So tut nun Buße und bekehrt euch, weil das Leben Jesu die Prophetie erfüllt hat und damit das Wort Gottes bestätigt hat. Deswegen sollen wir Buße tun. Tut Buße und bekehrt euch." Es heißt weiter, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen oder den, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus.

[32:54] Petrus entfaltet hier ein großes Panorama. Er sagt, Jesus ist gestorben, deswegen sollt ihr jetzt Buße tun, sodass dann darauf die Sünden ausgetilgt werden, was dazu führt, dass es eine Erquickung von Gott gibt, die zur Wiederkunft führt. Das Kreuz, die Buße, die Austilgung der Sünden, die Erquickung von Gott, die Wiederkunft.

[33:15] Was ist mit dieser Erquickung gemeint? Vers 21. Hier geht es um Jesus, den der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung. Alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat. Vor der Wiederkunft soll es eine Wiederherstellung des gesamten Evangeliums geben. Es soll eine Wiederherstellung der gesamten biblischen Botschaft, der gesamten göttlichen Offenbarung, all dessen, was Gott über seinen Charakter offenbart hat. All das soll wiederhergestellt werden, was im Laufe der Jahrhunderte durch Tradition und falsche Lehren und durch kirchliche Streitigkeiten verloren gegangen ist. All das soll wiederhergestellt werden, bevor Jesus wiederkommt. Und all das kann nur geschehen, wenn durch echte Buße wir eine Gewissheit der Vergebung haben, dass Gott uns das Evangelium wirklich richtig erklärt.

[34:03] In Offenbarung 10 wird uns deutlich, dass der Existenzgrund für die Adventbewegung darin besteht, das Evangelium zu vollenden. Offenbarung 9 wird sagen Offenbarung 10 ab Vers 5 bis 7. "Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, erhob seine Hand zum Himmel und schwor bei dem, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist. Es wird keine Zeit mehr sein." 1844 Ende. Die letzte Zeitprophezeiung ist ein anderes Thema. Sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, wenn er in die Posaune stoßen wird, soll das Geheimnis Gottes vollendet werden, wie es seinen Knechten, den Propheten, als Heilsbotschaft verkündigt hat.

[34:50] Das Evangelium soll vollendet werden. Das ist die Aufgabe am Ende der Zeit. Das ewige Evangelium soll in der ganzen Welt verkündigt werden. Die Wiederherstellung all dessen, was Gott durch die Propheten gesprochen hat. Und das geht einher mit der Austilgung der Sünden im Allerheiligsten während des Gerichts. Und die Grundlage für all das nach Petrus, nach Petrus ist echte Buße und Umkehr. Ohne Buße und Umkehr keine Tilgung der Sünden, keine Erquickung und dann keine Wiederkunft.

[35:27] Nun, wir wissen, Jesus wird wiederkommen. Wir wissen auch, es wird eine solche Wiederherstellung der Wahrheit geben. Wir wissen, es wird eine Austilgung der Sünden geben. Die Frage ist, sind wir dabei, indem wir selbst persönlich umkehren?

[35:45] Wir sehen in Offenbarung, dass tatsächlich am Ende der Zeit die Botschaft des Evangeliums die ganze Welt erleuchtet. Offenbarung 18 und dort Vers 1. Offenbarung 18 Vers 1. "Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit."

[36:06] Das ewige Evangelium, das Geheimnis Gottes soll vollendet werden. So haben wir es gelesen. Offenbarung 10, Vers 7. In Kolosser 1, Vers 27 lesen wir diese wunderbaren Worte. Kolosser 1, Vers 27. "Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch. Die Hoffnung der Herrlichkeit."

[36:31] Das Geheimnis Gottes ist Christus in unserem Leben. Nicht nur äußerlich als eine Figur, die wir für wahr halten und die wir für historisch begründet halten, sondern jemand als Erlöser von der Sünde, der in unserem eigenen Herzen wohnen darf.

[36:47] Das ist die Hoffnung der Herrlichkeit, die oder allen Heiden verkündet werden sollen. Das ist genau das, was Offenbarung 18, Vers 1 beschreibt. Es gibt eine Geschichte in der Bibel, die all das auf sehr interessante Weise verdeutlicht. In 2. Mose 32.

[37:05] 2. Mose Kapitel 32. Verzeihung, 2. Mose 34 natürlich Vers. Da finden wir jemand, der tatsächlich gestrahlt hat, so wie wir den Engel gerade gesehen haben, der die Erde erleuchtet mit seiner Herrlichkeit. 2. Mose 34, Vers 29. "Als nun Mose vom Berg Sinai herabstieg und die beiden Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Moses, als er vom Berg herabstieg, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Angesichts strahlte, weil er mit ihm geredet hatte."

[37:51] Nun, warum hat Mose gestrahlt? Ich glaube, diese Geschichte hier von Mose ist ein Typus für die Bewegung ganz am Ende der Zeit, die die Erde erleuchten wird, mit der erleuchten, wer erleuchtet die die Erde erleuchten wird mit der Herrlichkeit Gottes.

[38:14] Schauen wir uns diese Geschichte ein bisschen genauer an in einigen Details. In 2. Mose 32, Vers 1 sehen wir Gott, Gottes Volk wendet sich von Gott ab. Es heißt in 2. Mose 32 Vers 1: "Als das Volk sah, dass Mose lange nicht vom Berg herabkam, da sammelte sich das Volk um Aaron und sprach zu ihm: 'Auf, mache uns Götter, die uns vorangehen sollen, denn wir wissen nicht, was mit diesem Mann Mose geschehen ist, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.'" Sie haben vergessen, dass Gott sie geführt hat und sie wollen ägyptische, sie wollen andere Götter haben. Das Volk sündigt schwer.

[38:54] Alles beginnt hier in diesem ganzen Themenkomplex mit einer katastrophalen, schlimmen Sünde des Volkes. Und wir alle haben in unserem Leben schon katastrophal schlimm gesündigt.

[39:12] Aufgrund dieser Sünde schlägt Gott vor, das Volk zu vernichten. Vers 7: "Da sprach der Herr zu Mose: 'Geh, steig ihn ab, denn dein Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, hat Verderben angerichtet. Sie sind schnell abgewichen von dem Weg, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben es angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind eure Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben.'"

[39:35] Und Gott ist hier nicht impulsiv. Er entscheidet nicht aus dem Moment heraus. Er sagt: "Und der Herr sprach zu Mose: Ich habe dieses Volk beobachtet und siehe, es ist ein halbstarkes Volk. So lass mich nun, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und ich sie verzehre, dich aber ich zu einem großen Volk machen." Gott schlägt die Vernichtung vor, weil es beständig gegen ihn rebelliert.

[39:59] Vers 11. Mose aber besänftigte das Angesicht des Herrn seines Gottes und sprach: "Ach Herr, warum will dein Zorn gegen dein Volk entbrennen, dass du mit so großer Kraft und starke Hand aus dem Land Ägypten geführt hast? Warum sollen die Ägypter sagen: Zum Unheil hattest du sie rausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und von der Erde zu vertilgen? Wende dich ab von der Glut deines Zorns und lass dich das Unheil gereuen, dass du über dein Volk bringen willst. Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und zu denen du gesagt hast: Ich will euren Samen mehr wie die Sterne im Himmel und dieses ganze Land, das ich versprochen habe, eurem Samen zu geben, sollen sie ewiglich besitzen." Mose bittet für Israel und erinnert Gott an den Bund, den er ihm zugesprochen hat.

[40:40] Und so kommt es in Vers 14, dass es heißt, Vers 14: "Da reute den Herrn das Unheil, das Unheil, Verzeihung, dass er seinem Volk anzutun gedroht hatte." Gott entscheidet sich: Ich werde das Volk nicht vernichten.

[40:53] Und vielleicht ist für viele von uns, wäre für viele von uns jetzt die Sache schon geklärt. Gott vernichtet uns nicht. Na, wunderbar. Wir alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit, die wir vor Gott haben sollen. So sagt es uns Römer Kapitel 3. Wir alle haben gesündigt, wir haben schwer gesündigt und wir hätten Herrlichkeit haben sollen. Es heißt hier in Römer Kapitel 3 und dort Vers 23: "Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten."

[41:22] In Offenbarung 18 wird ein Engel gezeigt, der die Erde erleuchtet mit seiner Herrlichkeit.

[41:30] Gott hatte hier in 2. Mose 32 Vers 14 sich entschieden oder es war ja ohnehin ein Test für Mose, aber er hat gesagt: Okay, ich werde das Volk nicht vernichten. War deswegen das Volk jetzt bereits ein leuchtendes, herrliches Volk? Nein, wir werden sehen, es dauert doch ein bisschen, bis die Herrlichkeit Gottes so richtig verstanden wird und sichtbar wird in dieser Geschichte. Das Volk weiß ja noch nicht einmal, dass Gott die Vernichtung nicht umsetzen wird.

[42:05] In Vers 19 sehen wir, wie Mose vom Berg herabkommend das Treiben sieht, das geschah, als er nah zum Lager kam und das Kalb und die Reigentänze sah. Da entbrannte Moses Zorn, und er warf die Tafeln weg und zerschmetterte sie unten am Berg. Eine Symbolhandlung, die deutlich machen sollte: Die Sünde des Volkes hat das Gesetz gebrochen, den Bund gebrochen. Und so gibt es jetzt einen Aufruf.

[42:28] Mose ruft alle auf, die umkehren wollen. Er sagt Vers 25: "Als nun Mose sah, dass das Volk zügellos geworden war, denn Aaron hatte ihm die Zügel schießen lassen, seinen Widersachern zum Spott. Da stellte sich Mose im Tor des Lagers auf und sprach: 'Her zu mir, wer dem Herrn angehört!' Versammelten sich zu ihm alle Söhne Levis." Das waren die, die gar nicht mitgemacht haben, die treu geblieben waren, aber es gibt auch viele, die mitgemacht haben, aber jetzt sich bekehren. Und dann gibt es einige, die diesem Aufruf nicht folgen, die sich trotz der Einladung Buße zu tun, widersetzen und sie werden an diesem Tag tatsächlich getötet. Vers 28: "Die und die Söhne Levis machten es, wie es ihnen Mose gesagt hatte, und an jenem Tag fielen vom Volk an die 3000 Männer."

[43:17] Aber alle, die dem Aufruf gefolgt sind, die sich nicht widersetzt haben, die bekommen jetzt die Gelegenheit, Gnade zu empfangen.

[43:26] Und Mose bittet erneut für das Volk. Mose war nicht der Meinung, dass es mit dem einen Gebet dort in Vers 10 bis 13 genug sei. Er tritt wieder vor Gott. In Vers 30 lesen wir: "Und es geschah am folgenden Tag, da sprach Mose zum Volk: 'Ihr habt eine große Sünde begangen, und nun will ich zu dem Herrn hinaufsteigen. Vielleicht kann ich Sühnung erwirken für eure Sünde.'" Ja, Gott hat gesagt, sie werden nicht umkommen, aber Mose geht nicht einfach zur Tagesordnung über.

[43:58] Er möchte sicherstellen, dass diese Sünde wirklich gesühnt ist. Und er betet zu Gott. Das heißt hier, wir beteten in Vers 31, als Mose wieder zum Herrn kam, sprach er: "Ach, das Volk hat eine große Sünde begangen, dass sie sich goldene Götter gemacht haben. Und nun vergib ihnen doch ihre Sünde. Wenn aber nicht, tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast."

[44:24] Er ist bereit, sein ewiges Leben für sie zu geben. Er wird damit zum Typus für Jesus, der für uns eintritt und sein Leben als Opfer tatsächlich gegeben hat. Jesus tritt für uns so ein, mindestens genauso wie Mose hier für das Volk eintritt.

[44:45] Aber wird gesagt, dass das Opfer eines Menschen nicht ausreichen würde. Der Herr sprach zu Mose: "Ich will den aus meinem Buch tilgen, der gegen mich sündigt. Geh hin und führe das Volk an den Ort, von dem ich zu dir geredet habe. Siehe, mein Engel soll vor dir hergehen, aber am Tag meiner Heimsuchung will ich ihre Sünde an ihnen heimsuchen." Gott schlägt vor, dass sie nicht umgebracht werden, dass sie in das Land Kanaan gebracht werden. Aber das Problem der Sünde ist noch nicht gelöst. Er sagt: "Ich werde diese, ich werde ihre Sünde an ihnen heimsuchen."

[45:16] Und wer die zehn Gebote im Ohr hat, der erinnert sich an 2. Mose 20, Vers 5 und 6 über die Götzenbilder, die dort verboten werden. "Bete sie nicht an und diene ihnen nicht." Das war genau das, was die Israeliten getan hatten mit dem goldenen Kalb. "Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade weiß an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten." Gott sagt hier in 2. Mose 32, er sagt: "Führe das Volk, ich werde es nicht umbringen, aber ich werde ihre Sünde heimsuchen."

[45:59] Und in der Tat ist das Problem der Sünde noch nicht gelöst. Vers 35: "Und der Herr schlug das Volk, weil sie sich das Kalb gemacht hatten, das Aaron angefertigt hatte." Sie müssen tatsächlich auch Strafe erleiden.

[46:15] So schlägt jetzt Gott vor, dass er sie das gelobte Land bringen lässt, aber selbst nicht mitgeht.

[46:22] Und erinnern wir uns an den neuen Bund. Echte Sündenvergebung bringt in Nähe zu Gott.

[46:34] Vers 1, 2. Mose 33. "Und der Herr sprach zu Mose: 'Geh hin, zieh von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe, indem ich sagte: Deinem Samen will ich es geben. Ich will aber einen Engel vor dir hersenden und die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben in das Land, in dem Milch und Honig fließt. Denn ich will nicht in deiner Mitte hinaufziehen, weil du ein halbstarkes Volk bist. Ich würde dich sonst unterwegs verzehren.'"

[47:05] Gott schlägt vor, nicht mittendrin dabei zu sein. Er schlägt vor, dafür zu sorgen, dass das Volk an sein Ziel kommt, aber dass er nicht dabei ist. Es ist ganz deutlich, hier ist noch keine echte Vergebung, so wie Gott sich eigentlich wünscht. Hier ist nicht der neue Bund.

[47:27] Sind wir zufrieden, wenn wir nicht umgebracht werden? Sind wir zufrieden, wenn es keine direkte Strafe gibt und gehen wir dann einfach zur Tagesordnung über und nennen das Vergebung? Sind wir zufrieden, wenn wir nicht gleich sofort verurteilt werden und dann alles erstmal so weiterzugehen scheint? Oder wünschen wir uns die tatsächliche Gegenwart Gottes in unserem Leben, damit wir wissen, dass Gott uns wirklich vergeben hat? Wünschen wir uns Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit, oder sind wir zufrieden wie Laodizäer, dass Jesus vor der Tür steht und wir glauben, dass er existiert und dass er ja theoretisch vergeben wird, aber wir keine genaue Gewissheit haben, ob er das in unserem Leben getan hat? Wie viel Menschen habe ich getroffen, die zwar glauben, dass Jesus der Erlöser der Welt ist, aber die sich nicht sicher sind, nicht wissen, ob Gott ihnen persönlich wirklich vergeben hat.

[48:20] Ist ein Wunder, dass der Spätregen ausbleibt? Trotz aller Initiativen und trotz allem, was wir so tun und machen, ist es ein Wunder, dass wir so wenig Erfahrung mit Gott machen, wenn wir nicht nach echter Vergebungsgewissheit streben.

[48:47] Das Volk diese harte Rede hörte, sagt es in Vers 4, trug es Leid und niemand legte seinen Schmuck an. Und hier sehen wir Zeichen echter Reue.

[48:59] Als das Volk echte Reue beginnt zu empfinden auf die Worte Gottes hin, dann sieht man das sogar äußerlich am Ablegen des Schmuckes. Der Schmuck ist heute nicht unser Thema, aber ist sowieso seltenes Thema. Ist es ein Zeichen unserer vertieften Beziehung zu Jesus, wenn immer mehr in den Gemeinden Schmuck getragen wird? Ist es ein Zeichen größerer Erweckung und Reformation, wenn in der Schmuckfrage immer mehr die Dämme brechen und jeder macht, wie er denkt, und man immer sagt, das ist nur Äußerlichkeit?

[49:41] Für die Israeliten war das Ablegen des Schmuckes keine Äußerlichkeit. Es war ein Ausdruck des Beginnen zu verstehen, was ihnen eigentlich tatsächlich fehlt.

[49:57] Sollten wir nicht auch darum beten, dass Gott auch in unseren in unserem Leben, in unseren Familien, in unseren Gemeinden einen Geist echter Buße und Reue schenkt. Das wird sich auch in äußerlichen Dingen zeigen, auch in der Frage des Schmucks und in vielen anderen Fragen.

[50:17] Vers 7. Mose aber nahm das Zelt und schlug es sich außerhalb des Lagers auf, fern von dem Lager, und er nannte es Zelt der Zusammenkunft. Hier wird ganz deutlich, obwohl Gott gesagt hat in 2. Mose 32, Vers 14, dass er das Volk nicht umbringen wird, ist das Problem nicht gelöst. Gott will ja eigentlich nicht außerhalb des Lagers sein. Er will mitten unter ihnen sein. So hat er es gesagt in zweite Mose Kapitel 25 und dort in Vers 8 und 9: "Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne, genauso wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde. So sollt ihr es machen." Gott wollte mitten unter ihnen wohnen, aber so wie die Sache gerade war, konnte er nur außerhalb sein. Jesus möchte in seiner Gemeinde Laodizäer mitten in ihr wohnen. Er sagt: "Ich stehe an der Tür und klopfe an", aber er ist draußen.

[51:11] Und die große Frage ist: Wird Gott mit seinem Volk mitgehen? Diese Frage ist die entscheidende Frage echter Vergebung.

[51:28] Mose geht hinaus. Es heißt in Vers 8: "Und es geschah, wenn Mose hinausging zu dem Zelt, dann stand das ganze Volk auf und jeder Mann blieb stehen am Eingang seines Zeltes und sah Mose nach, bis er in das Zelt hineingegangen war." Die Menschen machen nicht einfach Business as usual. Sie gehen nicht einfach dem Tagesgeschäft nach, sondern sie wissen: Hier gibt es etwas für uns zu tun, etwas, was wir nicht einmal alleine nur tun können. Wir brauchen den Mose, der für uns eintritt, so wie wir heute im Antitypus Jesus brauchen, der für uns eintritt. Wenn wir gesündigt haben und wir nicht gleich umkommen, sind wir dann zufrieden und sagen: Ach ja, okay, Gott hat uns vergeben. Oder sind wir uns bewusst, dass Jesus für uns eintritt? Nehmen wir Anteil an dem, was Jesus für uns tut, bis zu dem Punkt, wo wir Gewissheit haben, dass Gott uns wirklich vergeben hat.

[52:24] Das Volk Anteil. Es betet mit. Mose betet im Zelt, das Volk betet mit.

[52:37] Und das heißt Vers 11: "Und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht." Später wird es in 5. Mose 5 heißen, dass Gott am Berg Sinai von Angesicht zu Angesicht geredet hatte. Er wollte mit dem ganzen Volk eine so enge Beziehung haben, wie er sie mit Mose jetzt hat. Aber jetzt ist Mose der Repräsentant des Volkes, das Volk, das so schwer gesündigt hat, kann nicht direkt in der Nähe Gottes sein. Und Mose bittet darum, dass Gott die Sünde wirklich vergibt, wirklich sie reinigt von aller Ungerechtigkeit, damit Gott wieder in ihrer Mitte ist und mitgeht. Denn Mose ist nicht damit zufrieden, dass das Volk nicht gleich sofort umgebracht wird. Er will Gottes Gegenwart haben, denn nur dann ist echte Vergebung realisiert.

[53:20] In 2. Mose 32 hatte Gott zwar sie nicht sofort umgebracht, aber er hatte gesagt: Ich sende einen Engel, aber ihre Sünde werde ich heimsuchen.

[53:30] Aber in zweite Mose 33 betet Mose um echte Vergebung, um Gewissheit der Vergebung. Und er wünscht sich, dass Gott mit ihnen geht. Und das kann Gott nur, wenn er ihnen wirklich vergibt.

[53:52] Vers 12 und 13. Und Mose sprach zu dem Herrn: "Siehe, du sprichst zu mir: Führe das Volk hinauf, aber du lässt mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst. Und doch hast du gesagt, ich kenne dich mit Namen und du hast Gnade gefunden vor meinen Augen. Wenn ich nun Gnade gefunden habe vor deinen Augen, so lass mich doch deine Wege wissen und dich erkennen, damit ich Gnade finde vor deinen Augen." Er sagt hier, es ist aus Gnade. Moses ist sich bewusst, dass es aus Gnade ist. Er möchte Gott erkennen. Das ist das, was wir in Hosea gelesen haben. "Lasst uns ihn erkennen. Eifrig trachten nach der Erkenntnis des Herrn." Dann wird sein Hervorgehen so sicher sein wie das Licht am Morgen, damit ich Gnade finde vor deinen Augen. Und bedenke doch, dass dieses Volk dein Volk ist. Du hast doch versprochen, dass du unser Gott bist.

[54:33] Mose betet um eine Vergebung für das Volk, die so tief und echt ist, dass Gott wieder mitten unter ihnen ist. Beten wir so intensiv um Vergebung, dass Gott wirklich in unserem Leben präsent ist? Oder reicht uns die theologische Wahrheit, dass Jesus für Sünden gestorben ist und wir hoffen, dass es auch für uns gilt, weil wir es als historisch wahr betrachten?

[55:07] Wir wie Mose um die Gewissheit, dass Gott wirklich in unserem Leben mit uns geht, so wie er mit Henoch gegangen ist, mit Hiob gegangen ist, mit Noah gegangen ist, mit Abraham gegangen ist, wie mit dem Volk Israel dann hier weitergegangen ist, dass er nicht nur außerhalb der Gemeinde ist, außen vor der Tür, sondern in unserem Herzen.

[55:37] In der Schlachter 2000 ist Vers 14 von 2. Mose 33 als eine Frage formuliert, aber das ist eigentlich nicht die beste Übersetzung. Wörtlich steht hier als ein Satz: "Mein Angesicht wird mit dir gehen und dich zur Ruhe bringen." Aber Mose möchte keinen Schritt ohne Gott gehen. Er wiederholt den Punkt. Gott hat schon gesagt: Okay, ich gehe mit dir. Aber er sagt jetzt noch einmal: "Er aber sprach zu ihm: 'Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf, denn woran soll denn erkannt werden, dass ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, ich und dein Volk, als daran, dass du mit uns gehst, sodass ich und dein Volk ausgezeichnet werden vor jedem Volk, das auf dem Erdboden ist.'"

[56:16] Das ist das Besondere des Volkes Gottes, dass Gott bei ihnen ist, mitten unter ihnen.

[56:24] Dann kommt Vers 17. Und der Herr sprach zu Mose: "Auch dies, was du jetzt gesagt hast, will ich tun, denn du hast Gnade gefunden vor meinen Augen und ich kenne dich mit Namen." Und jetzt macht Mose etwas, was noch kein Mensch vorher gewagt hat. Gott hat ihm zweimal gesagt, dass er mit ihnen gehen wird. Und Mose möchte absolut sicher sein. Und so sagt er jetzt in Vers 18: "Er aber antwortete: 'So lass mich doch deine Herrlichkeit sehen.'"

[56:49] Mose ist nicht einfach neugierig. Er möchte absolut sicher sein, dass Gottes Vergebung so tief und so vollständig ist, dass es jetzt nichts mehr gibt zwischen dem Volk und Gott, so dass Gott wirklich mit ihnen ist. Er möchte deine Herrlichkeit sehen.

[57:08] Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit, das Geheimnis, das vollendet werden soll in der Adventbotschaft in Offenbarung 10. Der Engel wird einmal die Erde überfliegen und sie erleuchten mit der Herrlichkeit Gottes. "Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir." Seine Gerechtigkeit, seine Vergebung, nicht Herrlichkeit.

[57:34] Mose bittet die Herrlichkeit Gottes sehen zu können. Vers 19. Und der Herr sprach: "Ich will alle meine Güte an dir, ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig." Und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich. Gott sagt hier mit anderen Worten: Wenn ich sage, dass ich vergeben habe, dann darfst du wissen, dass ich wirklich vergeben habe. Es sind keine Lippenbekenntnisse, keine Floskeln, die ich einmal daher rede und dann meine Meinung ändere. Wenn Gott vergibt, hat er wirklich vergeben. Punkt.

[58:24] Psalm 57. Heißt es in Vers 11: "Denn groß bis zum Himmel ist deine Gnade." Können wir uns an Jesaja 55 erinnern? Gottes Gedanken sind höher als unsere Gedanken, so hoch wie der Himmel über der Erde ist. Und worum geht es dabei? Es geht um seine Gnade, denn "groß bis zum Himmel ist deine Gnade und deine Treue bis zu den Wolken. Erhebe dich über die Himmel, o Gott, über der ganzen Erde sei deine Herrlichkeit."

[58:55] Die ganze Bibel ist voll von diesem Thema. Wenn wir die Vergebung selbst erleben, wirklich erleben, dann werden wir strahlen, werden die Herrlichkeit Gottes in die ganze Welt tragen können. Gott verspricht dir auf die Bitte: Lass mich deine Herrlichkeit sehen, dass er alle seine Güte vor seinem Angesicht vorüberziehen lässt und seinen Charakter offenbaren wird. Er sagt weiter in Vers 20 und er sprach weiter: "Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht."

[59:28] Aber da sprach der Herr: "Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle ich dich in die Felsenkluft und will dich mit meiner Hand so lange bedecken, bis ich vorübergegangen bin. Wenn ich dann meine Hand zurückziehe, so darfst du hinter mir her sehen, wenn aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden."

[59:53] Gott ist bereit, Mose so nah an sich heranzulassen, wie es nur irgendwie möglich ist, ohne dass Mose stirbt.

[1:00:05] Wenn Gott uns vergibt, bringt er uns sogar noch näher zu ihm als jemals zuvor. Das ist, was wir in 5. Mose Kapitel 30 sehen können. Wenn wir umkehren von ganzem Herzen und Gott uns dann vom Ende des Himmels her zurückholt, dann sagt er hier in Vers 5: "Und der Herr, dein Gott, wird dich in das Land zurückbringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es in Besitz nehmen, und er wird dir Gutes tun und dich mehren, mehr als deine Väter."

[1:00:34] Gott sagt es: "Siehe, es ist ein Ort bei mir." Da sollst du auf dem Felsen stehen. Gott lädt uns ein, so nahe wie möglich zu kommen.

[1:00:49] In seiner Gegenwart verstehen wir seinen Charakter. In Johannes 1 bitten die ersten beiden Jünger von Jesus ihn: "Herr, wo wohnst du?" Sie wollen ihn kennenlernen. Und als sie ihn kennenlernen, sagen sie später: "Wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."

[1:01:14] Liebe Freunde, ich möchte Gott besser kennenlernen. Das ist auch dein Wunsch. Gott ist Herrlichkeit in unserem Leben noch viel besser kennenzulernen.

[1:01:26] Mose bereitet sich vor. Er haut die Tafeln aus, auf denen Gott die zehn Gebote neu schreiben wird. In 2. Mose 34, Vers 1 bis 4 wird das sichtbar. Es heißt dann in Vers 5: "Als auf den Berg Sinai tatsächlich gestiegen ist, da kam der Herr in einer Wolke herab und trat dort zu ihm und rief den Namen des Herrn aus." Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: "Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzige und gnädige ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue, der tausend Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied." Hier haben wir genau das, was wir wohin schon einmal gelesen haben. Also, was möchte Gott hier deutlich machen?

[1:02:19] Gott ist langsam zum Zorn. Er ist voller Güte und Wahrheit und Gnade und er möchte uns vergeben. Er ist bereit, Schuld zu vergeben, Übertretung zu vergeben und Sünde zu vergeben, aber nicht indem er die Strafe einfach ignoriert. Er vergibt nicht, indem er einfach sagt, na ja, lassen wir alle fünfe gerade sein. Er vergibt nicht einfach willkürlich, indem er die Strafe jetzt einfach auslässt.

[1:02:55] Er vergibt uns, weil er in der Person von Jesus selbst die Strafe auf sich nimmt. Er lässt nicht ungestraft, aber weil er selbst die Strafe trägt am Kreuz von Golgatha können du und ich gehen, sind wir frei, erhalten wir echte, wirkliche Vergebung. Und weil diese Vergebung und weil dieses Opfer von Jesus wirklich den Preis für die Sünde bezahlt, dürfen wir auch wissen, dass Gott uns tatsächlich vergibt. Er ist treu und gerecht, denn der Preis für die Sünde ist dann bezahlt. Gott kann, wie es Paulus so wunderbar ausdrückt in Römer 3 und dort in Vers 26: "Als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der dem Glauben an Jesus ist." Jesus hat seine Gott hat die Regel nicht aufgehoben. Er kann durch das Evangelium hundertprozentig gerecht sein und das Gesetz aufhalten und gleichzeitig mir vergeben. Er kann gleichzeitig Sünde vergeben und doch nicht ungestraft lassen. Und doch muss ich keine Angst haben, dass jetzt ich doch irgendwann später bestraft werde, weil er selbst die Schuld auf sich genommen hat.

[1:04:24] Hier ist ein Gedanke, den ich einfach zum Überlegen weitergebe. Ich habe ihn noch nie gepredigt und auch noch niemand darüber gefragt. Und deswegen möchte ich euch bitten, diesen Gedanken im Gebet zu prüfen, ob er zutreffend ist oder nicht. Tatsächlich gibt es keine großen sprachlichen Hinweise für diesen Gedanken im Hebräischen oder Deutschen. Und doch will es mir scheinen, dass als Mose dort in der Felsenkluft war und Gott an ihm vorüberging und die Gefahr bestand, dass er dort in dieser Felsenkluft tatsächlich stirbt, wenn er das buchstäbliche Angesicht Gottes sieht, aber er davon verschont wurde, weil Gott an ihm vorüberging und in dem entscheidenden Moment ihn mit der Hand bedeckt hat. Vielleicht ist dem Mose deutlicher gewesen als uns heute für dieses hier ist, dass das eine ganz ähnliche Situation war zum Passahfest, also zum Auszug aus Ägypten, als Gott ebenfalls vorbeizog, durch das Land Ägypten zog und auch dort Menschen umkamen, die nicht geschützt waren.

[1:05:59] Damals bestand der Schutz durch das Blut an den Türpfosten. Das Blut des Lammes an den Türpfosten, das bewirkte, dass Gott, der durch das Land hindurchging, dort verschonend vorbeiging. Ein Symbol. So sind wir uns sicher und so wissen wir für die Erlösung durch Jesus Christus, der am Kreuz von Golgatha das Blut des Lammes vergossen hat, wie Offenbarung 5 uns deutlich zeigt. Und alle, die sich zu diesem Blut bekennen, wie die Israeliten damals zu den zu dem Blut.

[1:06:35] des Lammes bekannt hat, indem sie es an die Türpfosten geschrichen haben. Alle, die sich an das Blut des Lammes halten, die erleben echte Erlösung.

[1:06:45] Mose, so scheint es mir, er lebt hier so etwas wie ein neues Passah. Gott geht an ihm vorbei. Dort steht nicht das hebräische Wort für Passah, Pessach, das Vorübergehen, aber der Gedanke, die Handlung ist irgendwie sehr ähnlich. Auch diesmal wird er bedeckt, nicht mit dem Blut eines Lammes, aber mit der Hand von Jesus selbst. Wir wissen, das ist die Hand von Jesus, denn wir wissen, dass Mose ihn hinterher gesehen hat. Und Johannes 1, Vers 18 sagt: "Niemand hat den Vater gesehen." Vielleicht lohnt es sich drüber nachzudenken, dass es diese Hand von Jesus ist, die den Mose bedeckt.

[1:07:46] Als er sagt, während er sagt: "Der Herr, der Herr, der starke Gott", im Evangelium ist das die Kraft Gottes, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn, von großer Gnade und Treue, der tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt. Während Gott das dem Mose erklärt, während ihm das Evangelium erklärt, bedeckt er ihn mit der Hand in einer Szene, die Mose wenige Wochen zuvor ähnlich erlebt hat, als Blut an den Türpfosten ebenfalls dafür sorgte, dass niemand, der von diesem Blut bedeckt war, umkam. Mose bleibt am Leben, weil die Hand von Jesus ihn bedeckt, während Jesus das Evangelium ausdrückt. Es ist genau diese Hand von Jesus, die dann tatsächlich geblutet hat am Kreuz von Golgatha, wovor das Blut des Lammes nur ein Symbol war. Es war diese Hand, die Mose bedeckt, die für ihn geblutet hat auf Golgatha.

[1:08:47] Es ist diese Hand von Jesus, diese Hände von Jesus, die bis in alle Ewigkeit die Wunden behalten werden, wie Sacharja 13, Vers 6 und sagt: "Und er wird zu ihm sagen: Was sind das für Wunden in deinen Händen?" Und er wird antworten: "Die hat an mir geschlagen im Haus meiner Lieben."

[1:09:14] Mose, wird, als er die Herrlichkeit Gottes sehen möchte und Gott an ihm vorübergeht und er sein Angesicht nicht sehen kann, er wird um Schutz gebeten, um nicht zu sterben, bedeckt mit der Hand Jesu, die einmal am Kreuz von Golgatha für ihn sterben wird, bluten wird. Und vielleicht hat Mose in dem Moment das Geschehen vom Passah, die Erlösung vom Feind, das Freiwerden, Blut des Lammes, gedanklich verbunden mit der Hand Gottes, mit der Hand Jesu, die ihn bedeckt und verstanden, dass Gott ihnen wirklich vergibt. Nicht, weil Gott seine Regeln ändert, sondern weil er selbst in der Person von Jesus für sie sterben wird.

[1:10:26] Und so lesen wir in Vers 8: "Da neigte sich Mose schnell zur Erde und betete an. Und er sprach: 'Oh Herr, wenn ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, so ziehe mein Herr in unserer Mitte. Wohl sein halt starkes Volk ist und vergib uns unsere Schuld und Sünde und nimm uns an als dein Eigentum.'" Und jetzt, als Mose das verstanden hat und darum bittet, dass er echte Vergebung für das Volk erbittet, da heißt es hier in Vers 10: "Da sprach er: 'Siehe, ich mache einen Bund. Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie nicht gewirkt worden sind.'" Das sagt Gott, nachdem das Rote Meer geteilt worden ist. Auf der ganzen Erde, unter allen Völkern, und das Volk, in dessen Mitte du bist, soll das Werk des Herrn sehen, den Furcht erregend soll es sein, was ich mit dir tun will. Gott sagt, er wird noch größere Wunder tun. Er erneuert den Bund. Er schreibt die zehn Gebote neu auf. Es gibt einen neuen Bund, sozusagen, und er sagt: "Ich werde nicht weniger für euch tun, ich werde noch mehr für euch tun als jemals zuvor." Mose weiß jetzt, er hat es gesehen, er hat es gehört, er hat es am eigenen Leib erlebt. Er weiß, Gott hat diese Sünde des goldenen Kalbes vollständig vergeben. Er fängt neu mit uns an. Er schreibt das Gesetz neu auf Steintafeln und Mose kommt vom Berg herab.

[1:11:38] In Vers 29: "Und sein Angesicht strahlt." Und Mose vom Berg herabstieg und die beiden Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Mose. Als er vom Berg hinabstieg, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Angesichtes strahlte, weil er mit ihm geredet hatte. Die Vergebung der Sünde und die direkte Gemeinschaft mit Gott und die zehn Gebote, untrennbar verbunden hier in der Geschichte von Mose, die drei Elemente des neuen Bundes erstrahlte. Ich möchte heute hier behaupten, der Engelus Offenbarung 18 wird dann die Erde erleuchten mit der Herrlichkeit Gottes. Wenn wir echte Gewissheit der Vergebung haben und dadurch eine echte persönliche Freundschaft zu Jesus und er dadurch tatsächlich sein Gesetz in unser Herz schreiben wird, dann wird die Erde erleuchtet mit der Herrlichkeit Gottes. Gott wartet darauf. Er wartet nicht auf gigantische Erkenntnisse in Spezialthemen. Er wartet auf das Evangelium in seiner Kraft und er erwartet darauf, dass Jesus in unser Herz hinein darf. "Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit."

[1:13:15] Lieber Freund, liebe Freundin, wir möchten schließen. Wir sind ein bisschen über die Zeit, aber ich möchte diese letzten Minuten dafür noch nutzen. Möchten schließen mit einem Gleichnis von Jesus, das uns alle herausfordert, herausfordert darüber nachzudenken, wie es um uns steht. Wir lesen nicht das ganze Gleichnis, aber wir finden hier in Matthäus 22 eine Einladung zu einem Hochzeitsmal und wir alle sind eingeladen zum Hochzeitsmal des Lammes. So steht es in Offenbarung 22, sagen Offenbarung 19.

[1:13:51] Und dort, Vers 9: "Und er sprach zu mir: 'Schreibe: Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmal des Lammes berufen sind.' Und er sprach zu mir: 'Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes.'" Gott lädt uns ein. Aber viele nehmen die Einladung nicht ernst. Der eine geht dorthin, der andere dorthin. Gott hat zwar großartiges vorbereitet, aber die Eingeladenen wollen nicht. Und dann in Vers 8 bis 10 werden andere eingeladen, egal was ihre Vergangenheit gewesen ist. Vers 8 bis 10: "Da sprach er zu seinen Knechten: 'Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig. Darum geht hin an die Kreuzung der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet.'" Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, böse und gute. Und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen.

[1:14:51] In Vers 5 bis 7 werden Menschen beschrieben, die gar nicht auf die Einladung hören. In Vers 8 bis 10 werden Menschen beschrieben, die auf die Einladung hören, die gerne zum Hochzeitsmal wollen. Aber in Vers 11 wird ein Mann beschrieben, wenn wir kurz nachdenken wollen. "Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand an hatte. Und er sprach zu dem Freund: 'Wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an?' Er aber verstummte."

[1:15:25] Liebe Freunde, liebe Freundin, wir sind eingeladen zum Hochzeitsmal des Lammes. Jesus steht vor unserer Tür und er bietet uns das Hochzeitskleid an. Er sagt in Vers 18 von Offenbarung 3: "Ich rate dir von mir Gold zu kaufen, was im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird. Und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst." Weiße Kleider. Hier war ein Mensch, der wollte zum Hochzeitsmal. Er wollte von den tollen Dingen des Hochzeitsmals essen und trinken. Der wollte die Gemeinschaft genießen. Aber er hat das Hochzeitskleid, das ihm gegeben worden ist, das ihm geschenkt worden ist, das hat er nicht angezogen. Kann es sein, dass wir manchmal durchs Leben gehen und uns auf die neue Erde freuen, auf den Himmel freuen, dass wir uns die Segnung Gottes unserem Leben erbitten und dass wir auch von dem Kleid der Gerechtigkeit wissen, es auch mal angenommen haben, aber es nicht im Alltag tragen?

[1:16:27] Lieber Freunde, liebe Freunde, das Kleid der Gerechtigkeit ist nicht für den Kleiderschrank. Die Gerechtigkeit Jesu ist nicht ein Wissen, dass wir auf dem irgendwo deponieren, sondern die Gerechtigkeit Jesu soll unser Kleidungsstück sein, das andere Menschen sehen können. Die Hochzeitsgäste sollen das Hochzeitskleid nicht unter anderen Kleidern verstecken. Sie sollen es so tragen, dass man es sieht. Sieh man in meinem Leben und in deinem Leben die Gerechtigkeit Jesu. Tragen wir das Kleid der Gerechtigkeit oder erzählen wir nur davon? Habe ich das Kleid der Gerechtigkeit nur empfangen oder trage ich es auch wirklich?

[1:17:19] Liebe Freund, liebe Freunden, wir müssen hier eine Entscheidung fällen und zwar heute. Heute ist der Tag des Heils, sagt Paulus. Wenn mir und dir, wenn uns heute bewusst wird, wir tragen das Kleid der Gerechtigkeit im Alltag nicht oder nicht immer, dann wollen wir heute diese Entscheidung fällen. Ich möchte von ganzem Herzen Gott um Vergebung bitten für meinen Unglauben und für viele andere Sünden, die ich getan habe. Ich möchte mir vollständige, ich wünsche mir vollständige Vergebung und Wiederherstellung des Evangeliums. Und wir dürfen um Buße bitten. Herr, schenk mir echte Buße. Ich möchte mich heute entscheiden, das Kleid der Gerechtigkeit Jesu nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern es tatsächlich in meinem Leben zu tragen. Er Jesus soll meine persönliche Gerechtigkeit sein. Ist es auch dein Wunsch? Dann lass uns noch gemeinsam dafür beten.

[1:18:14] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du in deinem Wort zu mir und zu uns gesprochen hast. Herr, vergib uns, dass wir oft über das Kleid der Gerechtigkeit so viel weise Worte verlieren und es dann im Alltag aber nicht tragen. Herr, gib, dass wir nicht Experten für das Kleid der Gerechtigkeit sind, sondern Träger des Kleides. Wir möchten dich bitten, dass du uns eine echte Vergebungsgewissheit schenkst, dass wir nicht nur damit zufrieden sind, dass wir jetzt gerade nicht bestraft werden, sondern dass wir erst ruhen und rasten, wenn wir wirklich überzeugt sind, dass du in unserem Leben wirkst, dass du in unserer Mitte bist, dass du in unserem Herzen wohnst. Und Herr, das offenbarst du uns durch deinen Geist. Wir dürfen es wissen durch dein Wort. Wir wollen Gewissheit haben für uns persönlich. Wollen dein Wort so lange studieren, bis es uns klar ist, dass wir nicht mehr da auf das Wort eines anderen vertrauen, dass wir nicht einfach versuchen Heilsgewissheit zu haben, weil uns ein Prediger sagt, wir sollen es haben, sondern dass wir Vergebungsgewissheit haben, weil wir es selbst in der Bibel gelesen und auf unser Leben angewandt haben.

[1:19:30] Herr, darum bitte ich dich für mich und für jeden, der dieses Video sieht, Tag für Tag. Lass uns heute sagen: Heute ist der Tag des Heils und heute wollen wir das Kleid der Gerechtigkeit tragen. Und wenn wir merken, dass wir von dir abgewichen sind, in welchem Bereich, möchten wir zu dir zurückkehren von ganzem Herzen. Wir wissen, es kommt nicht auf unsere Leistung an. Wir möchten einfach zu dir zurückkehren, damit du in uns das bewirken kannst, was wir alleine nie tun könnten. Wollen mit dir zusammenarbeiten und dich in unser Leben hineinlassen im Namen Jesu. Amen.

[1:20:08] Nächste Woche wollen wir weiter studieren, wie wir im Glauben wachsen können. Möchte von Herzen dich euch einladen, dass wir dann uns wieder hier sehen auf joelmedia.de und wünsche euch von Herzen, dass wir nicht nur die Bibel immer besser verstehen, sondern dass wir wirklich eine echte Erfahrung mit unserem Jesus haben, dass wir wissen, dass wir Gottes Kinder sind, weil Gottes Geist uns deutlich in seinem Wort offenbart. Gott segne euch. Amen.


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