In dieser Folge von „Der Ersehnte“ taucht Christopher Kramp tief in das Gleichnis vom Sauerteig aus Lukas 13 ein. Entdecke, wie dieses scheinbar kleine Element eine tiefgreifende Veränderung bewirken kann und was es für dein eigenes Leben bedeutet, wenn das Reich Gottes in dir wächst. Lass dich inspirieren, Gott zu vertrauen und seine transformative Kraft in deinem Leben zu erfahren.
Der Ersehnte: 274. „…bis das Ganze durchsäuert war.“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:31] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass du wieder dabei bist und dass wir heute ein weiteres Gleichnis aus Lukas 13 studieren können. Nachdem wir uns in der letzten Folge mit dem Gleichnis vom Senfkorn beschäftigt haben, wollen wir heute ein sehr ähnliches Gleichnis anschauen, nämlich das Gleichnis vom Sauerteig. Bevor wir uns da hinein vertiefen in Lukas 13 Vers 20 und 21, möchten wir Gott einladen, dass er uns in besonderer Weise segnet und uns erklärt, was wir heute ganz persönlich verstehen und auch umsetzen sollen. Lass uns, wenn es möglich ist, dazu hinterher.
[1:15] Lieber Vater im Himmel, möchte danke sagen, dass du mir und uns persönlich begegnest. Ich möchte dir danke sagen, dass deine Gnade und dein Wort Kraft haben, unsere Gedanken, unsere Gewohnheiten, unsere Lebenseinstellung zu verändern. Herr, danke, dass du uns Sünde und Schuld vergibst und dass du uns einen Neuanfang ermöglicht. Und Herr, wir möchten heute dieses Gleichnis vom Sauerteig wirklich gut und richtig verstehen. Nicht einfach um einen Haken machen zu können, sondern um zu verstehen, was du in uns tun möchtest und tun kannst und auch tun wirst, wenn wir dir glauben. Wir möchten heute lernen, dir zu glauben, dir zu vertrauen, damit das, was dieses Gleichnis ausdrückt in meinem, in unserem Leben, im Leben von uns allen geschieht. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:14] Lukas Kapitel 13. Das letzte Mal haben wir das Gleichnis vom Senfkorn angeschaut, als Jesus auf die Frage, wem ist das Reich Gottes gleich? Und womit soll ich es vergleichen? auf dieses klitzekleine Senfkorn des schwarzen Senfs so vermutet man zurückgegriffen hat, um zu zeigen, so klein es auch sein mag, es wird doch so ein großer Baum daraus, der zum Segen wird für andere Lebewesen, für die Vögel des Himmels. In Vers 19, in Versen wir jetzt dieselbe Frage aus Vers 18 noch mal. Und wiederum sprach er: "Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen?" Das war also nicht in Markus 4 damals in Vers 30, wie wir letztes Mal gesehen haben, so eine spontaneer Ausruf, nur weil er nicht mehr weiter wusste, sondern das war immer wieder auch ein sozusagen ein rhetorisches Mittel von Jesus, um zu zeigen, dass er nicht einfach willkürlich irgendwelche Beispiele auswählt, sondern dass er sich sehr genau Gedanken gemacht hat. Jesus hat sich genau überlegt, was er predigt, wie er es predigt, hat passende Beispiele ausgesucht.
[3:26] Und das zeigt auch uns, dass wir uns genau überlegen sollten, wie wir die großen und tiefen Wahrheiten des Evangeliums, wie wir sie durch Worte und auch durch unser Leben illustrieren können. Sollten mal nachdenken. Er stellt diese er stellt also diese Frage Verzeihung in Vers 20 und wiederum sprach er: "Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen?" Und er wählt jetzt ein anderes Gleichnis, das ebenfalls schon in Matthäus 13 dort auch direkt nach dem Gleichnis vom Senfkorn uns beschrieben ist. Jesus hatte auch dieses Gleichnis schon in seiner Seepredigt am Seegenzer damals in Matthäus 13, als er zum ersten Mal, wie wir damals studiert haben, im großen Stil Gleichnisse benutzt hat. Er hatte das auch damals schon benutzt und benutzt es hier jetzt in anderem Zusammenhang, in anderer äh Situation wieder.
[4:25] Es lautet in Vers 21: "Das Reich Gottes es gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Schäffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war." Das ist quasi fast wörtlich das gleiche wie in Matthäus 13 und dort Vers 33. Ein anderes Gleichnis sagte ihnen direkt hier in Matthäus 13 nach dem Gleichnis vom Senfkorn wie gesagt: "Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Schäffel Mehl hineinmischte, bis das ganze durchsäuert war." Der einzige Unterschied hier ist, dass in Matthäus 13 es das Reich der Himmel heißt und hier in Lukas 13 das Reich Gottes. Aber das ist wirklich nur ein Begriffsunterschied. Das ist absolut ein und dasselbe.
[5:15] Auch hier haben wir so wie im Gleichnis vom Senfkorn die Idee der enormen Ausbreitung. Das kleine Senfkorn hat das Potenzial, dass es, dass es einem großen Baum wird. Und auch hier ist die Idee, dass man ein wenig Sauerteig nimmt und in das Mehl hineinmischt, wie es dann heißt, bis das Ganze durchsäuert war. Es geht also auch wieder um dieses Prinzip der Ausbreitung. Das Reich Gottes ist expansiv. Es bleibt nicht dort stehen, wo es ist, sondern es geht weiter. Wir haben letztes Mal schon Jesaja 9 gelesen in Vers 6, da heißt es über das Reich Gottes in Jesaja Kapitel 9 und dort Vers 6: "Die Mehrung, das heißt die Vermehrung, die Ausbreitung, könnte man sagen, die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, dass er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit."
[6:16] Das Reich Gottes breitet sich aus. Als die fünf Fürsten in Speier 1529 vor dem Reichstag standen und ihnen dieser Kompromiss angeboten wurde: "Ihr bleibt Lutheraner und wir lassen euch auch in Frieden, solange ihr versprecht, dass ihr diese Lehre nirgendswo anders hintragt, wenn ihr einfach sie nur für euch behaltet und niemand sonst damit dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation damit behelligt, dann dann dann lassen wir euch einfach gewähren." Und diese fünf Fürsten haben in Speier dagegen protestiert. Und deswegen nennt man die Protestanten Protestanten, weil diese fünf Fürsten verstanden haben: Das Evangelium lässt sich nicht auf ein paar Grafschaften und ein paar Kurfürstentümer beschränken. Es lässt sich nicht mit politischen Grenzen und Armeen festhalten.
[7:08] Das Evangelium ist wie Sauerteig. Es breitet sich aus. Es dehnt sich aus. Wenn das Evangelium wirklich irgendwo Fuß gefasst hat, dann kann man es nicht festhalten. Man kann es nicht eingrenzen, nicht unterdrücken. Es breitet sich aus, wie in Jesaja 54 steht: "Sprich zur linken und zur rechten." Wenn das wahre Evangelium unser Herz erreicht hat, dann breitet es sich aus in unserem Freundeskreis, unsere Familie, wo wir sind. Wenn eine Gemeinde das Evangelium wirklich im Herzen hat, nicht nur auf der Leinwand und in den Liederbüchern, sondern wirklich im Herzen, dann breitet es sich aus. Eine Gemeinde, die das Evangelium hat, die kann gar nicht stagnieren, die kann nicht auf der Stelle treten. Wenn Gemeinden, wenn Familien, wenn wir in unserem Glaubensleben auf der Stelle treten und nicht vorwärts kommen, dann ist es ein Beweis dafür, dass das wahre Reich Gottes, das wahre Evangelium nicht in uns wirkt, denn das wahre Evangelium ist der Sauerteig. Man, es bleibt nicht an einer Stelle und bleibt da die ganze Zeit vor, sondern es durchsäuert alles, bis das ganze durchsäuert war.
[8:09] Nun, das Ganze ist interessanterweise ziemlich viel. Wenn wir uns also hier das Gleichnis von dem Sauerteig anschauen, dann heißt es, dass der Sauerteig in drei Schäffel Mehl gemischt wird. Das klingt jetzt erstmal für einen, wenn man sich da nicht weiter drüber Gedanken macht, nicht besonders viel, aber drei Schäffel, drei Sata im Griechischen, ein Saturn ist so eine Einheit, ist eine ganze Menge. Das sind nämlich tatsächlich ca. 36 bis 39 Liter Mehl.
[8:54] Das ist eine ganze Menge und da muss man nicht viel Küchenerfahrung haben, um zu ahnen, dass es weit mehr als man so für den persönlichen Tagesgebrauch benutzen würde. In der Tat, je nachdem, welches Rezept man nimmt und das ist natürlich eine Abschätzungsfrage, aber das reicht locker für über 40 Brote. Man könnte damit so je nachdem so ca. 45, vielleicht sogar 50 Brote draus machen. Das ist also das Mehl für nicht ein Brot, sondern das Mehl für ganz ganz viele Brote. Und Jesus sagt: "Und wenn man da Sauerteig nimmt in ganz ganz ganz viel Mehl, so viel Mehl, dass man damit eine ganze Reihe von Menschen satt machen könnte, ganz ganz viele Brote backen kann und dieses riesig diese riesige Menge an Mehl ist dort und man nimmt nur ein bisschen Sauerteig." Dann ist es nicht so, dass der Sauerteig nach kurzer Zeit sagt: "Na ja, mehr geht nicht, jetzt komme ich nicht weiter." Nein, der Sauerteig wirkt und wirkt und wirkt, bis er den gesamten Mehlbestand für diese 45 Brote, dieses diese ganzen fast 40 Liter Mehl durchsäuert hat.
[10:05] Eine Frau, die das macht, die macht ja nicht nur Brote für sich selbst. So viel Brot kann sie gar nicht essen. Sie macht Brote für viele andere. Es geht über den Eigenbedarf hinaus. Das ist wie der Senfbaum, der jetzt für die Tiere, wenn er gewachsen ist, zum Segen wird. Gott kann, und das zeigt uns dieses Gleichnis in besonderer Weise, wenn wir es einmal durchrechnen, Gott kann unvorstellbar viel erreichen.
[10:31] Christ Obtex letzten Seite 96. "Niemand ist so verdorben. Niemand ist so tief gefallen, als dass er nicht von dieser Kraftwirkung erreicht werden könnte. In allen, die sich dem Heiligen Geist unterwerfen, wird ein neues Lebensprinzip eingepflanzt. Und das verlorene Bild Gottes wird in der Menschheit wiederhergestellt. Niemand ist so weit weg vom Reich Gottes, dass es, dass das Reich Gottes ihn nicht erreichen könnte, wenn er nur bereit ist, sich durchsäuern zu lassen."
[11:15] Normalerweise ist der Sauerteig immer ein Symbol in der Bibel, in der Regel ein Symbol für die Sünde, die so alles durchsäuert und und von der man sich trennen soll. Aber an dieser Stelle hier ist der Sauerteig nicht negativ, sondern genau das Gegenteil. Er ist wegen seiner Ausbreitung auch ein Symbol für das positive Evangelium, das sich ausbreitet.
[11:37] Und das zeigt uns, dass beides, sowohl das Evangelium als auch die Lüge, die Gerechtigkeit als auch die Sünde sich nicht aufhalten lassen. Weder die Sünde noch das Evangelium geht bis hierhin und hat dann keine weiteren Ansprüche. Die Sünde will den ganzen Menschen. Jesus. Das Evangelium will auch den ganzen Menschen. Weder das Evangelium noch die Sünde sind mit dem halben Menschen zufrieden, mit einem halben Herzen. Weder Gott noch der Teufel sind zufrieden, wenn wir, wenn sie einfach ein Stückchen von uns haben.
[12:14] Entweder wir lassen die Sünde wirken und sind irgendwann völlig durchsäuert von der Sünde, so verdorben, dass Gott uns am Ende der Zeit leider vernichten muss. Oder wir lassen den Geist Gottes wirken. Das Evangelium in unserem Herzen sich ausbreiten, bis wir so durchsäuert sind, dass Jesus uns in den Himmel nehmen kann und dort dann dort und dann auf die neue Erde.
[12:45] Es heißt in Lukas 13: "Es gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Schäffel Mehl hineinmischte, bis das ganze durchsäuert war." Das bedeutet, das Reich Gottes dringt wirklich in jeden Aspekt ein. Es durchdringt alle Aspekte unseres Lebens, denkens, fühlens. Wenn wir denken, wir können das Reich Gottes auf der intellektuellen Ebene festhalten, aber unsere Emotionen sind davon unberührt, dann verstehen wir nicht die Natur des Reiches Gottes. Wenn wir glauben, wir können das Reich Gottes sozusagen beschränken auf das Äußerliche, aber was wir in unserem Herzen denken, das kriegt ja keiner mit, da kommt das Reich Gottes nicht hin, dann verstehen wir nicht die Natur des Reiches Gottes. Wenn wir denken, das Reich Gottes soll nur meine inneren Werte verändern, aber hat nichts damit zu tun, wie ich mich äußerlich kleide, was ich esse oder trinke, dann verstehen wir nicht die Wirkung des Reiches Gottes. Reich Gottes durchdringt alles.
[13:37] Und wer das Reich Gottes am Wirken hindert, der trennt sich letztlich vom Reich Gottes.
[13:49] Die Israeliten. Als Mose und die Israeliten am Sinai standen und Gott die zehn Gebote sprach, da haben sie gemerkt, dass Gott ihnen nicht nur zehn Regeln gab, nicht nur ein paar Verhaltensmaßregeln für den gegenseitigen Umgang im Lager, sondern Gott wollte wirklich in ihr Herz ziehen. Und Israeliten merken das, als das Feuer vom Himmel fällt und die Stimme so deutlich zu ihnen spricht, ihr ihr Herz durchdringt, dass sie es nicht mehr tragen und sagen: "Gott möge aufhören zu reden, möge aufhören zu reden." Und Mose soll uns sagen, was Gott sagt.
[14:31] Wie oft haben wir Angst, dass das Reich Gottes unser ganzes Leben durchsäuert? Dass es auch unsere Motive durchsäuert, unsere Pläne, unsere Urlaubspläne, unsere Heiratspläne, unsere Hobbypläne, das, was wir uns anschauen, anhören, anziehen, essen, trinken, tun. Das Reich Gottes will alles durch. Israeliten, war das zu viel. Sie wollten es auf Steintafeln haben und dann sich versuchen dran zu halten.
[15:08] Aber Mose sagt in 5. Mose Kapitel 6 Vers 4 und 5: "Höre Israel, der Herr dein Gott ist der einzige Gott und du sollst den Herrn dein Gott lieben von ganzem Herzen und von ganzer Seele." Und dann sagt er: "Diese Worte sollst du auf dem Herzen tragen. Sie sollen alles durchdringen."
[15:28] In 5. Mose können wir es vielleicht sogar lesen. Da sehen wir, was passiert, wenn der Sauerteig des Reiches Gottes wirklich arbeiten kann. Denn die Israeliten waren ja am Berg Sinai, um Volk Gottes zu sein, um das Reich Gottes sozusagen als Träger in die ganze Welt hinauszutragen. Hier in 5. Mose 6, Vers 4 sagt Mose ihnen dann fast 40 Jahre später: "Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein und du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft." Mit anderen Worten, das Reich Gottes soll alles durchsäuern. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Und du sollst sie zum Zeichen auf deiner Hand binden und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und auf deine Tore schreiben.
[16:25] So sieht es aus, wenn das Reich Gottes durchsäuern darf. Es geht in die tiefsten Kammern unseres Herzens, in die tiefsten Kammern unseres Hauses. Es geht zu den nächsten Generation, zu unseren Nachbarn. Überall, wo wir etwas zu sagen haben, wo etwas zu tun haben, wo wir etwas denken, planen, was immer wir tun, das Reich Gottes breitet sich aus. Es wird auf unseren Lippen sein. Das Wort Gottes durchdringt alle Bereiche des Lebens. Das ist die Wirkung des Reiches Gottes.
[16:54] Es mag vielleicht schmal beginnen, so wie das Senfkorn andeutet. Auch der Sauerteig ist ja nicht viel, aber er durchsäuert alles. Es mag unscheinbar beginnen, aber wenn das Evangelium unser Herz wirklich erreicht, dann bleibt kein Aspekt des Lebens davon unberührt.
[17:14] Halten wir fest. Der Sauerteig entsteht nicht im Mehl selbst. Man muss nicht warten, bis das Mehl von alleine Sauerteig produziert. Wenn das Mehl für sich allein ist, wird dort niemals Sauerteig hineinkommen. Der Sauerteig wird von außen hineingemischt.
[17:28] Das sagt Lukas 13 ganz deutlich. Es gleicht Vers 21: "Es gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Schäffel Mehl hineinmischte." Das Reich Gottes kommt in unser Leben immer von außen. Wir müssen nicht nach innen schauen und irgendwie warten, bis es da in uns erwacht oder so. Wir brauchen nicht die innere Erleuchtung, nicht eine innere Kraft anzapfen. Das Reich Gottes kommt von außen durch die Gnade Gottes, unverdient, durch den Tod Jesu, den wir nicht bestellt haben, sondern den Gott uns anbietet als Erlösung für alle unsere Sünden, für alle unsere Schuld. Wir können das nur in Anspruch nehmen. Es kommt von außen durch das Wirken des Heiligen Geistes in unser Leben hinein. Niemand wird durchsäuert, weil da so tolles Mehl ist.
[18:18] Das Mehl ist zunächst passiv. Das Mehl kann sich nicht den Sauerteig beschaffen. Und das wird gesagt: Der Sauerteig illustriert die belebende, verändernde Kraft Gottes.
[18:31] Wie der Sauerteig, wenn er unter den Teig gemischt wird, von außen wirkt, so wirkt bei der Erneuerung des Herzens auch die Gnade Gottes, die das Leben verändert. Eine rein äußerliche Veränderung reicht nicht aus, um uns in einen Klang mit Gott zu bringen. Viele Versuche ihr Leben umzugestalten, indem sie diese oder jene Gewohnheit verändern. Vielleicht haben wir es auch versucht. Ja, neuer Monat, neues Jahr, neues Lebensjahr. Wir versuchen etwas anders zu machen und scheitern in der Regel. Sie hoffen so Christen zu werden, beginnen doch am falschen Ort. Die Arbeit, die zu Beginn ansteht, ist am Herzen.
[18:59] Es muss hinein gemischt werden.
[19:05] Wie funktioniert Sauerteig? Die Hefe kommt von außen in den Teig. Man vermengt das Ganze und dabei werden CO2 Moleküle freigesetzt, die den ganzen Teig durchdringen.
[19:32] Das war das Zitat hier. Christ optic lessons. "Der Mensch ist nicht imstande, sich aus eigener Willensanstrengung heraus von Gott aufzu... Verzeihung. Der Mensch ist nicht imstande, sich aus eigener Willensanstrengung heraus von Grund auf zu ändern, denn dazu reicht seine Kraft nicht aus. Niemand von uns hat einen so starken Willen, dass wir von alleine echte Veränderung bewirken können. Bevor das Mehl in der gewünschten Weise verändert werden kann, muss man Sauerteig hinzufügen. Also etwas, das völlig von außen kommt. Genauso muss der Sünder die Gnade Gottes in sich aufnehmen, wenn er für das Reich der Herrlichkeit geeignet werden möchte. Alle Erziehung und Bildung, die die Welt vermitteln kann, wird versagen, wenn es darum geht, einen in Sünde verstrickten Menschen in ein Kind Gottes umzugestalten. Die erneuernde Kraft muss von Gott ausgehen. Nur der Heilige Geist kann eine derartige Wandlung vollbringen. Jeder, der gerettet werden will, sei vornehm oder verachtet, arm oder reich, muss sich dem Wirken dieser Macht aussetzen."
[20:35] muss in uns wirken. Das Evangelium muss auf mein Denken, auf meine Gewohnheiten, auf meine Ansichten wirken dürfen.
[20:57] Das ist ja auch sehr interessant. Der Mann, der Mensch, der versucht die Gebote Gottes einfach nur aus einem Gefühl der Verpflichtung heraus zu halten, weil er so aufgefordert ist, das zu tun, wird niemals die Freude des Gehorsams erleben. Das ist Zitat. Er gehorcht gar nicht.
[21:20] Wenn die Forderung Gottes uns wie eine Bürde vorkommen, weil sie unseren menschlichen Wünschen entgegenstehen, dürfen wir wissen, dass dieses Leben nicht das christliche Leben ist. Wahre Gehorsam ist das Wirken, ist die Auswirkung eines Prinzips von innen. Nicht, dass es aus uns selbst herauskommt, aber dass der Geist Gottes in uns wirken durfte.
[21:55] Dieser Gehorsam entsteht aus Liebe zur Gerechtigkeit, der Liebe für das Gesetz Gottes. Und die Essenz aller Gerechtigkeit ist Treue zu unserem Erlöser. Das wird uns dazu bringen, das Richtige zu tun, weil es richtig ist, weil es das Richtige zu tun Gott gefällt.
[22:26] Die große Wahrheit der Bekehrung des Herzens durch den Heiligen Geist ist in den Worten von Christus an Nikodemus deutlich präsentiert. Und dann kommen diese berühmten Worte aus Johannes Kapitel 3 Vers 3.
[22:49] Jesus antwortete und sprach zu ihm: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen." Vers 5: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen."
[23:08] Wenn wir schon bei Nikodemus sind, dann passt es ganz gut in Vers 8 noch zu lesen. Dort heißt es nämlich: "Der Wind weht, wo er will und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist."
[23:27] Wie sagt Lukas 13? Vers 21: "Es gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich heimlich in drei Schäffel Mehl hineinmischte."
[23:41] Man sieht nicht, wie der Sauerteig arbeitet, aber man sieht die Auswirkungen, man sieht das Resultat. Das heißt, der Sauerteig, der im Mehl verborgen ist, wirkt unsichtbar, um die gesamte Masse unter seinen säuernden Einfluss zu bringen.
[24:03] So wirkt der Sauerteig der Wahrheit geheim, leise, beständig, um die Seele zu verändern. Der Sauerteig der Wahrheit drückt nicht einfach einen Knopf und alles ist anders. Er setzt nicht einfach einen Hebel und alles ist komplett anders. Er wirkt unsichtbar, geheimnisvoll. Und doch sind die Resultate deutlich sichtbar, wenn der Geist Gottes an einem Menschen wirken durfte, wenn er ihn sozusagen mit der Wahrheit durchsäuern durfte.
[24:42] Es heißt nämlich dann: "Die natürlichen Neigungen werden besänftigt und unterdrückt. Neue Gedanken, neue Gefühle, neue Motive werden eingepflanzt." Hast du das schon erlebt, dass durch das Wirken des Geistes, indem du dich wirklich von Herzen Gott zugewandt hast, du plötzlich neue Gedanken hattest, die du vorher gedacht hast, neue Gefühle hattest, neue Motive, die du vorher nicht natürlich waren? Das ist das Wirken des Heiligen Geistes. Dann dürfen wir wissen, dass wir wirklich den Sauerteig der Wahrheit in uns wirken lassen.
[25:24] Ein neuer Standard des Charakters wird aufgestellt, das Leben von Christus. Wir fangen da nicht mehr an, uns mit anderen zu vergleichen. Wir nehmen uns Jesus zum Maßstab. Das Denken ist verändert. Die Fähigkeiten werden in neuer Weise zur Handlung angespornt. Den Menschen werden nicht neue Fähigkeiten sozusagen gegeben, sondern die Fähigkeiten, die er hat, werden geheiligt. Das Gewissen ist erwacht. Wir werden mit Charaktereigenschaften, uns werden Charaktereigenschaften gegeben, die uns befähigen, für Gott Dienst zu tun.
[26:09] Lieber Freunde, liebe Freunde, diese Frage ist enorm wichtig. Die Frage, die dieses Gleichnis aufwirft, ist nämlich: Wirkt der Sauerteig wirklich in uns, oder haben wir nur Sauerteig irgendwo stehen und sind froh, dass wir wissen, dass es Sauerteig ist und können anderen erklären, wie Sauerteig theoretisch funktioniert, ohne dass er in unserem eigenen Leben tatsächlich wirkt.
[26:33] Im gleichen Buch, direkt danach heißt es oder kurz danach heißt es: "Oft wird die Frage gestellt: Warum also gibt es so viele, die behaupten, Gottes Wort zu glauben, in denen man keine Reformation der Worte des Geistes und des Charakters sieht? Warum gibt es so viele Christen, die nicht anders sind als andere? Die es geht weiter. Warum gibt es so viele, die Widerstand nicht ertragen können, wenn ihre Pläne oder Zwecke ja in widerstanden wird, die einen unheiligen, unheilige Gefühlsausbrüche zeigen, deren Worte hart sind und und leidenschaftlich und äh ja, es scheint in ihrem Leben dieselbe Selbstliebe zu geben, dieselben Egoismus, dieselben hastigen Worte, die man auch im Leben des Welts sieht. Da ist derselbe leichtreizbare Stolz, dasselbe den natürlichen Neigung Eigenschaft Neigung nachgeben. Dieselbe Perversion des Charakters, als ob sie die Wahrheit, als ob sie die Wahrheit gar nicht kennen würden."
[27:59] Der Grund ist, sie sind nicht bekehrt. Hier gibt die Antwort auf eine sehr ernüchternde Frage: Warum gibt es so viele, die die Bibel glauben, die Bibel predigen, aber in ihrem Leben sieht man keine Veränderung? Sie sehen so aus, als wären sie Weltlinge, würden einfach gar nicht bekehrt sein und reden aber von der Bibel. Und sie sagt: Der Grund ist, weil sie tatsächlich unbekehrt sind.
[28:21] Lieber Freund, liebe Freundin, es reicht nicht zu wissen, dass es Sauerteig gibt. Es reicht nicht zu wissen, den Sauerteig auf der auf der irgendwo in der Schublade zu haben. Es reicht nicht zu wissen, Sauerteig erklären zu können. Der Sauerteig muss in mein Mehl hinein. Wir müssen es erlauben, dass der Sauerteig der Wahrheit mein ganzes Leben durchsäuert.
[28:48] Sie haben, sagt sie weiter, den Sauerteig der Wahrheit nicht in ihrem Herzen verborgen. Er hatte keine Gelegenheit, sein Werk zu tun. Die natürlichen und kultivierten Neigungen, Tendenzen zum Bösen sind nicht seiner transformierenden Kraft unterworfen worden. In ihrem Leben offenbaren sie die Abwesenheit der Gnade Christi und Unglauben an seine Kraft, den Charakter zu verwandeln.
[29:21] Und so müssen wir uns selbst prüfen.
[29:28] Lass uns prüfen, ob der Geist Gottes in meinem Leben wirken kann.
[29:46] Das Interessante ist, wenn man Sauerteig z.B. in Weizenmehl gibt, das Sauerteig setzt diese CO2 Moleküle frei, aber sie bleiben nicht einfach so. Es passiert etwas mit dem Teig.
[30:06] Das Gluten wirkt so wie kleine Blasen, die die CO2 Moleküle gefangen nehmen und nicht mehr loslassen. Der Sauerteig kommt zwar von außen. Das Mehl kann zwar den Sauerteig nicht selbst produzieren, aber wenn der Sauerteig erst mal in das Mehl hineinkommt, kann das Gluten im Mehl sozusagen bildlich gesprochen die CO2 Moleküle des Sauerteigs festhalten.
[30:38] Wir können die Gnade Gottes nicht produzieren. Wir können das Reich Gottes nicht herbeizaubern. Es kommt durch Gottes Gnade in unser Leben hinein. Wenn es aber in uns hineinkommt, können wir es festhalten. Wir können mit Gott kooperieren.
[30:53] Die Wahrheit hat dann einen Einfluss auf mich, wenn ich darüber nachdenke. Ein Glaubensbekenntnis und die Wahrheit im eigenen Leben zu besitzen sind zwei verschiedene Dinge, sagt sie. Wahrheit einfach nur zu kennen ist nicht genug. Wir mögen sie besitzen, aber der Gang unserer Gedanken mag noch nicht verändert sein. Das Herz muss bekehrt und geheiligt werden.
[31:21] Sie spricht von den großen Wahrheiten, die alle großen und kleinen Dinge des Lebens durchdringen sollen. Wenn er in das Herz aufgenommen wird, wird der Sauerteig der Wahrheit unser Verlangen regulieren, unsere Gedanken reinigen, unsere Grundhaltung versüßen. Das, was sie sagt, wird die Fähigkeiten des Denkens erfrischen und erneuern und beleben und die Energien der Seele auch beleben. Er wird unsere Fähigkeit, unsere Kapazität zu fühlen und zu lieben vergrößern. Das bewirkt der Sauerteig der Wahrheit.
[32:13] Und dann beschreibt sie die Wirkung, die man beobachten kann, wenn der Sauerteig unser Herz durchsäuert. Das Angesicht ist verändert. Christus, der im Herzen wohnt, scheint hinaus in den Angesichtern derjenigen, die ihn lieben und seine Gebote halten. Die Wahrheit ist dort geschrieben. Der süße Frieden des Himmels ist offenbart. Es sind dort eine gewohnheitsmäßige Freundlichkeit offenbart und ausgedrückt, die mehr ist als eine nur menschliche Liebe.
[33:03] Liebe Freunde, liebe Freundin, was ist das Problem von Laodizea? Laodizea kennt den Sauerteig. Laodizea kann Dissertationen über die Wirkungsweise des Sauerteiges schreiben. Laodizea kann andere darüber belehren, dass sie nicht den richtigen Sauerteig zu Hause haben. Aber das Problem von Laodizea ist, dass der Sauerteig nicht im Mehl ist. Jesus sagt in Offenbarung 3, Vers 20: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mal mit ihm essen und er mit mir."
[33:45] Paulus beschreibt das, was Jesus mit dem Gleichnis vom Sauerteig ausgedrückt hat in Kolosser Kapitel 1 und dort Vers 27. "Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit, Christus in euch."
[34:15] Der Sauerteig muss im Mehl arbeiten können. Christus muss in das Herz, in die Familie, in die Gemeinde hinein. Er muss dort arbeiten können, damit unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Einstellung, unser Handeln, unsere Motive verändert werden und zwar vollständig durch und durch.
[34:40] So drückt es Paulus aus in 1. Thessalonicher Kapitel 5. Erste Thessalonicher Kapitel 5 Vers 23. "Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch. Und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und Leib möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus."
[35:05] Der Gott des Friedens möchte mit seinem Sauerteig der Wahrheit nicht nur eine Ecke von uns verändern, nicht nur ein paar Gedanken justieren, nicht nur ein bisschen unser Verhalten von außen verändern, er möchte uns durch und durch und durch heiligen und er wird nicht aufhören, bis wir untadelig sind, bis alles durchsäuert ist vom Sauerteig des Reiches Gottes.
[35:42] Und vielleicht sagst du: Aber in meinem Leben sieht es nicht so aus. In meinem Leben sehe ich diese vielen Liter Mehl und denke: Ja, der Sauerteig hat angefangen und er wirkt hier ein bisschen, aber das wird er wahrscheinlich nie schaffen, all diese vier Liter Mehl in meinem Leben zu durchsäuern. Das ist ja viel zu viel. Das glaube mir, wenn Jesus dieses Gleichnis gewählt hat, dann hat er genau gewusst, was er gesagt hat.
[36:06] Paulus sagt uns in Philipper 1 und dort Vers 6: "Weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi." Wenn der Sauerteig angefangen hat zu wirken, ist es nicht unsere Aufgabe jetzt zu versuchen, schnell schnell schnell zu machen. Wir machen keine Angst haben, ob er wirklich alles erreicht. Wenn wir den Sauerteig einfach wirken lassen, wenn wir sozusagen als Gluten Bläschen das CO2 greifen und uns damit verbinden. Wenn wir dem Prozess vertrauen, dass der Geist in uns wirken darf, wird Gott Wege und Möglichkeit haben, das gesamte Mehl zu durchsäuern. Alles, was in unserem Leben ist, wir brauchen keine Angst haben, dass er nicht fertig wird bis zur Wiederkunft. Wollen keine Angst haben. Wenn wir ihn machen lassen, hat er Wege und Möglichkeit, von denen wir nichts wissen. Er kommt ans Ziel. Wir dürfen uns nur nicht ihm entgegenstellen. Wir dürfen ihn nur nicht draußen lassen. Wenn wir ihn hineinlassen, wirkt er rechtzeitig. Gott kommt nicht zu spät.
[37:09] Auch nicht in der Durchsäuerung meines Lebens zur Vorbereitung auf die Wiederkunft. Er hat ein gutes Werk angefangen. Er wird es auch vollenden. Jesus gibt nicht nur den Sauerteig und sagt dann: "Macht mal selber", sondern er selbst ist der Sauerteig, der durch den Heiligen Geist unser ganzes Leben durchsäuert.
[37:33] Und wenn wir einmal auf der neuen Erde sind, dann werden wir sehen, wie vollständig, wie vollständig dieser Durchsäuerungsprozess gewesen ist. Offenbarung 22, Verzeih, Offenbarung 21 und dort Vers 5 heißt es: "Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu." Er sprach zu mir: "Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss." Es wird dann nichts mehr geben, was nicht zum Reich Gottes gehört. Nichts geben, was mit dem Reich Gottes irgendwie noch auf Kriegsfuß steht. Nichts, was nicht mit dem Reich Gottes verbunden ist. Reich Gottes wird unser Denken, Fühlen, Handeln, die ganze Erde, das ganze Universum durchdrungen haben, vollständig, so wie damals vor dem Sündenfall.
[38:22] Und die Frage heute ist simpel, aber sie ist wichtig, sie ist lebensnotwendig. Darf der Sauerteig des Reiches Gottes, darf das Evangelium, darf Jesus durch den Heiligen Geist mein ganzes Herz, mein ganzes Denken, mein ganzes Leben, mein Fühlen, Handeln komplett durchsäuern, sodass wir ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt, sodass seine Worte unserem Herzen sind, sodass wir davon reden, ob wir aufstehen, niedergehen, dass alle Bereiche unseres Lebens durchsäuert werden mit dem Evangelium.
[39:02] Ist dein Wunsch. Ich möchte mir das neu vornehmen, dass ich nicht dem Wirken Gottes entgegenstehen möchte. Ich kann es selbst nicht tun, aber ich möchte mit Gott zusammenarbeiten. Ich möchte ihm erlauben, mein Denken, Fühlen und Handeln von seiner Wahrheit durchsäuern zu lassen. Und ich möchte es festhalten und eins werden mit ihm im Glauben und in der Liebe. Ist auch dein Wunsch? Dann lass uns noch gemeinsam niederknien und beten.
[39:40] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Und Herr, du weißt, wo wir in unserem Leben oft uns geweigert haben, den Sauerteig wirken zu lassen, wo wir versucht haben, Grenzen aufzustellen, dich nicht herangelassen haben an Emotionen, an Pläne, Gedanken, an Dinge, die wir tun. Herr, wir möchten nicht so sein wie die Israeliten, die dann lieber aufhören wollten, dich zu hören.
[40:20] Herr, wir möchten, dass du unser ganzes Leben mit deinem guten Geist durchleuchtest, dass deine Liebe uns ganz durchflutet, dass dein Gesetz in uns bis die letzte Phase unseres Denkens, unser Herz geschrieben ist. Herr, wir wünschen uns, dass du das gute Werk, das du angefangen hast in uns auch vollendest bis auf jeden Tag hin und hab Dank, dass du das tun kannst. Möchte das für mich in Anspruch nehmen und für jeden, der dieses Video sieht und hört und hab Dank dafür. Amen.
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