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In dieser Folge der Christ Study Hour tauchen wir tief in das Thema „Sprich von Gott“ ein. Gemeinsam mit Daniel Moser erforschen wir, wie wir unseren Glauben praktisch leben und durch unser Reden und Handeln Zeugnis ablegen können. Entdecke, wie du ein Licht für die Welt sein und die Botschaft der Hoffnung weitergeben kannst.


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Serie: CSH 2026 Q2: Im Glauben wachsen

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Transkript

[0:32] Hallo und ein herzliches Willkommen zur Crystudy Hour hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid zur 12. Folge der CSH Serie "Im Glauben wachsen".

Wir haben bereits 11 Themen gemeinsam studiert und sind auch schon fast am Ende der Lektion angekommen. Und heute bereiten wir uns auf das Bibelgespräch am 20. Juni vor. Dabei geht es um das spannende Thema: Sprich von Gott.

Lasst uns gemeinsam die Bibel lesen, studieren und hören, was darin geschrieben steht, denn die Zeit ist nahe. Doch bevor wir das tun, wollen wir wie gewohnt gemeinsam kurz beten, Gott einladen, dass er uns in aller Wahrheit leitet. Lass uns kurz beten.

[1:20] Himmlischer Vater, unser Herr Gott, wir loben und preisen dich. Danken dir von Herzen für die Möglichkeit, die du uns jetzt auch wieder schenkst, um dein Wort zu studieren. Wir möchten dich ganz persönlich bitten, dass du jetzt bei uns bist mit deinem Heiligen Geist, dass du uns in aller Wahrheit leitest, dass du uns führst, Herr. Dass du uns nicht nur neue Erkenntnis schenkst, sondern diese Erkenntnis, Herr, auch umsetzt, dass die Menschen, die da draußen sind, die guten Werke sehen und dich dafür im Himmel preisen. Lass uns ein Licht sein, Herr, für die Welt. Auf dass du bald und schnell wiederkommen kannst, auf dass wir da sein können, Herr, wo du bist. Denn du hast die Sehnsucht, Herr, uns wiederzusehen und wir wollen auch bei dir sein. So segne du jetzt die Zeit, halt all das Böse fern und wir loben und preisen dich im Namen Jesu Christi. Amen.

[2:12] Im 19. Jahrhundert lebte der spätere Mitbegründer der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, Joseph Bates. Zunächst als Kapitän auf See. Er war ein disziplinierter Mann, geprägt von harter Arbeit, Verantwortung und Ordnung. Doch sein Leben veränderte sich tiefgründig, als er begann, die Bibel ernsthaft zu studieren und Jesus Christus nicht nur als religiöse Figur, sondern als lebendigen Herrn zu erkennen. Besonders auffällig dabei war nicht nur seine Erkenntnis der Wahrheit, sondern die Art, wie er über Gott sprach. Menschen beschrieben ihn als jemanden, der nicht nur aus religiösem Ehrgeiz redete, sondern aus einer inneren Überzeugung heraus, die sein ganzes Wesen erfasste.

Selbst unter Widerstand, Spott und Ablehnung hörte Joseph Bates nicht auf, von Christus zu reden, weil er überzeugt war, dass ein Mensch, der die Wahrheit Gottes wirklich erkannt hat, nicht dauerhaft schweigen kann. Seine Worte waren nicht laut wegen seiner Persönlichkeit, sondern kraftvoll, weil sein Herz von der Gegenwart Gottes erfüllt war. Gerade darin liegt eine wichtige geistliche Wahrheit: Menschen sprechen dauerhaft nur über das, was sie innerlich wirklich bewegt. Wer von Gott spricht, weil er Gott kennt, redet anders als jemand, der lediglich religiös informiert ist.

Bates verstand, dass christliches Zeugnis nicht nur zuerst auf Methoden aufbaut, sondern auf einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus, die das Herz so erfüllt, dass der Mund davon übergeht. Und genau dort beginnt auch unser Thema "Im Glauben wachsen: Sprich von Gott". Denn die entscheidende Frage lautet nicht zuerst: Wie kann ich mehr evangelisieren? Sondern sie lautet: Ist mein Herz überhaupt so erfüllt von Christus, dass Menschen durch mein Leben und durch meine Worte erkennen, dass ich mit Jesus gewesen bin?

[4:34] Damit kommen wir zum ersten großen Gedanken: Aus dem Überfluss heraus. Der Bibeltext, der zum ersten Thema ist, finden wir in Matthäus 28, dort die Verse 18 bis 20. Ich lese aus der Schlachter-Übersetzung. Da heißt es, das ist der große Missionsauftrag. Da heißt es: "Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: 'Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen.'"

Diese Worte Jesu wurden nicht in einer Zeit des Erfolgs gesprochen, sondern kurz vor seiner Himmelfahrt an Menschen, die selbst nachher noch voller Fragen, Schwächen und Unsicherheiten waren. Doch sendet Jesus seine Jünger hinaus, weil geistliches Zeugnis niemals zuerst auf menschliche Vollkommenheit gegründet ist, sondern auf die Vollkommenheit Christi. Wer von Gott spricht, spricht deshalb nicht aus eigener Größe, sondern aus der Gegenwart dessen, der Himmel und Erde regiert.

Genau darin liegt das Geheimnis geistlichen Wachstums: Ein Mensch beginnt erst dann frei und lebendig von Gott zu reden, wenn sein Herz mehr von Christus erfüllt ist als von sich selbst.

[6:11] Und der Missionsbefehl beginnt mit der Offenbarung der absoluten Herrschaft Jesu Christi, wodurch deutlich wird, dass christliches Zeugnis niemals auf menschlicher Autorität beruht, sondern allein auf der universalen Königsherrschaft des auferstandenen Sohnes Gottes, dem alle Macht im Himmel und auf Erden übergeben wurde. Jesus verbindet die Sendung seiner Nachfolger unmittelbar mit seiner göttlichen Vollmacht. Er vereint sie, wodurch sichtbar wird, dass Evangelisation nicht aus religiösem, nenn es mal Aktivismus entsteht, sondern aus der Teilhabe am Auftrag und Wesen Christi selbst.

Der Auftrag, alle Nationen zu Jüngern zu machen, wie es Jesus gesagt hat, offenbart Gottes weltumspannende Heilsabsicht, die keine ethnischen oder kulturellen oder gesellschaftlichen Grenzen kennt und zeigt, dass das Evangelium jeden Menschen erreichen soll, egal ob schwarz oder weiß, egal ob groß oder klein, egal welche Konfession. Es soll jeden Menschen erreichen.

[7:30] Spannend ist ja auch die Taufe auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Das macht nämlich deutlich, dass christlicher Glaube nicht bloß eine moralische Verbesserung des Menschen ist, sondern die Aufnahme in die lebendige Gemeinschaft des dreieinigen Gottes bedeutet.

Jesus fordert hier seine Jünger nicht lediglich zur Bekehrung anderer Menschen auf, sondern zur Unterweisung und Nachfolge, wodurch sichtbar wird, dass geistliches Wachstum ein lebendiger Prozess des gehorsamen Lebens und Reifens in Christus ist. Die Aussage, die Jesus macht: "Lehrt sie halten alles", zeigt, dass das Evangelium nicht auf theoretischem Wissen basiert, sondern auf einem verwandelten Leben, das die Wahrheit Gottes praktisch sichtbar macht.

Und die bleibende Gegenwart Christi bis ans Ende der Welt offenbart, dass die Gemeinde ihren Auftrag niemals alleine erfüllt, sondern ständig durch die Nähe und Treue Jesu getragen wird.

[8:45] Wir sollen es nicht allein machen. Gott möchte mit uns kooperieren. Er möchte mit uns gemeinsam dieses Werk vollenden. Und das ist ein wunderschöner Gedanke, den wir haben dürfen. Der Schöpfer dieser Welt, der König der Könige, möchte mit uns Menschen, die wir in Sünde gefallen sind, zusammenarbeiten, damit das Werk vollendet werden kann.

Der Missionsauftrag verbindet Verkündigung und Beziehung miteinander, weil Menschen nicht nur Informationen über Gott erhalten sollen, sondern in eine lebendige Nachfolge-Gemeinschaft mit Christus geführt werden müssen. Das heißt, Menschen, die wir erreichen, die wir Gottes Botschaft weitergeben, sollen nicht einfach nur davon hören, sondern sie selbst sollen Christus in sich aufnehmen und selbst zu Missionaren werden. Das ist das, was Gott möchte, damit sich das Evangelium verbreitet auf der ganzen Welt. Die Reihenfolge des Textes zeigt: Jede Sendung zuerst aus der Begegnung mit dem auferstandenen Herrn, dass die erst hervorgeht, wodurch deutlich wird, dass wahres Zeugnis immer aus Anbetung geboren wird.

[9:59] Matthäus 28 bis 20 zeigen und sie offenbart auch letztendlich das christliche Mission. Ich möchte was eher sagen, dass die Mission, die die Bibel beschreibt, keine nebensächliche Aufgabe der Gemeinde ist. Sie ist nicht nur so, das können wir mal machen, wenn ich mal Zeit habe. Nein, sondern Ausdruck des Herzens Gottes, der Menschen durch Jesus Christus retten und in seine ewige Gemeinschaft hineinführen möchte.

Wenn wir uns das mal vorstellen und uns das bewusst wird, was Gott eigentlich möchte, vielleicht ändern wir unseren Blick in der Gemeinde und möchten noch mehr dafür sorgen, dass durch unser Wesen, durch unser Handeln die Menschen Gott erkennen und ihm dafür im Himmel preisen und ihn annehmen.

[10:53] Viele Christen da schweigen über Gott nicht deshalb, weil sie nichts wissen, sondern weil ihr Herz innerlich erschöpft geworden ist. Doch Jesus ruft uns zuerst nicht zur Aktivität, sondern zurück in seine Nähe, damit unser Leben wieder aus seiner Gegenwart erfüllt wird.

Wer ständig versucht, geistlich etwas darzustellen und es selbst täglich aus der Gemeinschaft mit Christus zu leben, wird innerlich leer werden. Denn Gott hat uns nicht geschaffen, damit wir religiöse Rollen spielen, sondern damit sein Leben wirklich durch uns fließt.

[11:36] Jesus sendet seine Jünger nicht erst dann aus, wenn sie vollkommen stark sind. Das sehen wir in der Bibel, das können wir auch nachlesen, sondern mitten in ihrer Schwachheit, damit sie lernen – das ist interessant – damit sie lernen, dass die Kraft ihres Zeugnisses nicht aus ihrer Persönlichkeit, sondern aus der Treue Gottes hervorgeht. Er benutzt schwache Menschen, um etwas Gutes daraus zu machen, damit die anderen Menschen erkennen: Okay, es kann nur ein etwas höheres Wesen gewesen sein, was die Menschen dazu bewegt, so etwas zu tun.

[12:11] Und viele Menschen kämpfen mit dem Gefühl, geistlich nicht genug zu sein. Doch der Missionsauftrag beginnt nicht mit der Fähigkeit des Menschen, sondern wir wissen es, mit der Vollmacht Jesu Christi: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden." Nicht euch, mir, sagt Jesus, wodurch jede Unsicherheit unter seine Herrschaft gestellt wird. Vertrauen wir Gott da wirklich so sehr, dass wir das wissen und auch glauben?

[12:42] Wenn ein Herz lange nicht mehr von der Liebe Gottes berührt wurde, wird das Reden über Gott schnell zu einer religiösen Pflicht. Es passiert nicht mehr auf Beziehung, auf Liebe, sondern ich muss es tun. Doch dort, wo Christus einen Menschen neu erfüllt, beginnt geistliches Zeugnis wieder natürlich und lebendig zu werden. Wir müssen an der Quelle des Lebens dran bleiben, wenn wir Leben weitergeben möchten.

[13:15] Gott erwartet nicht von dir, dass du jeden Menschen überzeugen kannst, sondern dass du lernst, mit ihm verbunden zu bleiben, weil ein Leben in seiner Nähe oft stärker spricht als viele menschliche Argumente.

[13:30] Und manche Gläubige haben Angst davor, nicht die richtigen Worte zu finden. Vielleicht geht es dir auch so. Doch Jesus sucht keine perfekten Redner. Bestes Beispiel ist Mose. Er konnte nicht reden, hat er gesagt. Was, was hat er Großes geleistet durch Gott? Er hat ein großes Volk aus Ägypten geführt. Sondern Menschen, deren Herzen bereit sind, und das war auch Mose. Gott sucht Menschen, deren mehr Herzen bereit sind, von seiner Wahrheit geprägt und erfüllt zu werden.

[14:06] Ein wahres geistliches Wachstum entsteht dort, wo ein Mensch nicht länger versucht, aus eigener Kraft geistlich fruchtbar zu sein, sondern lernt täglich – wir brauchen täglich das Brot – sondern lernt täglich aus der Gegenwart Christi zu leben, bis sein Herz so erfüllt ist, dass sein Mund gar nicht mehr anders kann, als nur noch von Gott zu sprechen.

[14:38] Wodurch ist dein Herz im Alltag mehr erfüllt? Durch die Gegenwart Gottes oder durch die Sorgen dieser Welt? Gibt es Bereiche vielleicht auch in deinem Leben, in denen dein geistlicher Mangel größer geworden ist als dein Vertrauen auf Christus? Und wie würde sich dein Reden über Gott verändern, wenn du wirklich glauben würdest, dass Jesus alle Macht besitzt und jeden Tag bei dir ist?

[15:13] Lesen wir noch zwei weitere Texte in Apostelgeschichte 1, Vers 8 und 4, Vers 13 dazu. In 1,8 heißt es: "Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde."

[15:32] In 4,13: "Als sie aber die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass sie ungelehrte Leute und Laien waren, verwunderten sie sich, und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren." Die ersten Jünger waren keine berühmten Redner. Wir haben es gerade gelesen. Es waren Laien, es waren keine guten Redner. Sie hatten nicht, kein, kein Abschluss wirklich. Es waren Fischerleute.

Aber die ersten Jünger waren, wie gesagt, sie waren keine einflussreichen Philosophen und auch keine religiöse Elite in dieser Zeit. Dennoch erschütterten sie durch ihr Zeugnis ganze Städte und führten dazu, und führten Menschen dazu zu Christus, weil ihre Worte nicht bloß aus menschlicher Überzeugungskraft kamen, sondern aus einem Leben, das sichtbar von der Gegenwart Jesus geprägt war.

[16:36] Die Menschen in Apostelgeschichte 4 staunten nicht zuerst über das Wissen der Apostel, sondern über die Freimütigkeit. Das ist sehr spannend. Und genau darin liegt ein entscheidender Schlüssel geistlichen Wachstums: Wer lange mit Jesus lebt, beginnt anders zu denken, anders zu handeln und schließlich auch anders zu reden.

[17:00] Das Wahlgeheimnis geistlicher Ausstrahlung liegt nicht in der religiösen Technik, sondern in einer tiefen Gemeinschaft mit Christus und im Wirken des Heiligen Geistes.

[17:12] Apostelgeschichte 1,8 macht deutlich, dass christliches Zeugnis niemals aus menschlicher Selbstmotivation hervorsteht, sondern aus der Kraft des Heiligen Geistes, wie wir es vorher gelesen haben. Der Gläubige befähigt die Wahrheit Gottes mutig, klar und geistlich wirksam weiterzugeben.

Und die Reihenfolge im Text zeigt, dass die Jünger zuerst den Heiligen Geist empfangen sollten, bevor sie als Zeugen hinausgehen, wodurch hier auch sichtbar wird, dass geistlicher Dienst immer aus göttlicher Befähigung und niemals aus bloßer menschlicher Aktivität entstehen darf.

[17:55] Und der Begriff hier "Zeugen" offenbart, dass Christen nicht primär dazu berufen sind, ich sag's mal, religiöse Debatten zu gewinnen, sondern glaubwürdig von dem zu sprechen, was sie persönlich mit Jesus Christus erlebt haben.

[18:15] Deswegen ist es auch immer so wichtig, Zeugnis zu geben. Deswegen sagt auch Jesus nicht ohne Grund: "Ihr seid das Licht der Welt." Ein Licht, das sieht man. Man stellt es nicht unter einen Scheffel, sondern man stellt es auf einen Berg, wo die ganze Welt beleuchtet. Dieses Licht sollen wir sein, ihr Lieben.

[18:30] Und die geographische Ausweitung von Jerusalem bis ans Ende der Erde verdeutlicht den universalen Charakter des Evangeliums, das nicht lokal begrenzt bleiben darf, sondern alle Menschen und Kulturen erreichen soll. Erst mein Umfeld, dann ein Stück weiter und dann immer weiter, bis es die ganze Erde erfüllt. Fang mit deinem Nachbarn an, oder noch besser gesagt, fang mit deiner eigenen Familie an, dort ein Zeugnis zu sein und dann geh einen Schritt weiter: Nachbar, Freunde, und es breitet sich aus.

[19:06] Apostel 4,13 zeigt, dass geistliche Autorität nicht an gesellschaftlichen Status, nenne ich es mal, oder akademische Bildung oder menschliches Ansehen gebunden ist, sondern an die sichtbare Verbindung eines Menschen mit Jesus Christus. Es ist eigentlich ganz einfach.

[19:25] Die Freimütigkeit der Apostel war kein Ausdruck menschlicher Selbstsicherheit, sondern eine Frucht. Sie war die Folge von der Beziehung mit Jesus. Es war eine Frucht der Gegenwart Gottes, wodurch hier auch deutlich wird, dass geistlicher Mut aus der Nähe Christi geboren wird. Nur durch Christus können wir dies alles machen, nur durch Gott.

[19:49] So wie es auch Mose konnte, so können wir es auch machen. Und die religiösen Führer, die erkannten das, sie erkannten auch in den Aposteln, sage ich mal, die Spuren Jesu, was offenbart, dass echte Nachfolge nicht verborgen bleiben kann, sondern das Wesen und Verhalten eines Menschen sichtbar verändert. Wenn die Menschen, oder wenn wir besser gesagt, Zeit mit Jesus verbringen, Zeit mit seinem Wort verbringen, Zeit auch im Gebet und auch Zeit mit Zeugnis geben verbringen, dann sehen es die Menschen. Sie schauen nicht mehr uns an, sondern wenn sie uns anschauen, dann sagen sie: "In diesen Menschen wohnt der Geist Gottes."

[20:30] Der Heilige Geist befähigt Gläubige nicht nur zum Reden, sondern auch zu einem Leben, das die Wahrheit des Evangeliums verkörpert und dadurch glaubwürdig gemacht wird.

[20:45] Und die Apostelgeschichte offenbart, dass Gottes Reich häufig gerade durch einfache, unscheinbare und menschlich schwache oder ja, oder schwache Menschen, nenne ich es mal, vorangebracht wird, damit die Ehre allein Gott gehört.

[21:04] Das ist sehr interessant. Wenn du dich also persönlich schwach fühlst und denkst, du kannst nichts, du bist nichts, dann bist du ja das Richtige für Gott, am besten zu gebrauchen.

[21:14] Und das Zusammenspiel von Apostelgeschichte 1,8 und 4,13, das zeigt auch, dass geistliche Kraft und persönliche Gemeinschaft mit Jesus untrennbar zusammengehören, weil wahres Zeugnis sowohl vom Wirken des Heiligen Geistes als auch von der Beziehung zu Christus getragen wird. Und das ist sehr interessant. Das dürfen wir nicht vergessen. Wir dürfen nicht das Gebet vergessen, dass wir sagen: Erfülle uns mit dem Heiligen Geist und auch, dass wir mit Jesus wandeln sollen täglich. Das gehört alles dazu.

[21:48] Und viele Christen tragen innerlich da die Angst, geistlich nicht genug zu wissen oder anderen Menschen nicht antworten zu können. Doch Gottes Geist wirkt oft gerade durch die Einfachheit eines ehrlichen und authentischen Zeugnisses stärker als durch menschliche Perfektion.

[22:09] Und das ist interessant. Und auch hier: Der Heilige Geist, der nimmt einem Menschen nicht jede Schwachheit weg, aber er schenkt die Kraft, trotz Unsicherheit gehorsam zu bleiben und sich nicht länger von Menschenfurcht, nenne ich es mal, beherrschen zu lassen.

[22:28] Und manche Gläubige vergleichen sich ständig mit anderen Christen. Vielleicht ging es dir auch so, wenn du Vorbilder hast, wenn du Persönlichkeiten hast, die viel geleistet haben oder die viel leisten, vielleicht auch in deiner eigenen Gemeinde gerade, und du denkst nur: Das kann ich nicht, das, was der kann, unmöglich für mich. Mach das nicht. Wir sollen uns nicht vergleichen, weil das ist der Punkt, da, da gehen wir kaputt und da kapitulieren wir und dann machen wir nicht weiter. Und da kann auch Gott mit dir persönlich nichts machen und nicht wirken.

[23:01] Und das ist der Punkt, und sie ziehen sich da auch innerlich zurück. Doch Gott hat dich nicht berufen, eine Kopie eines anderen Menschen zu sein, sondern ein einzigartiger Zeuge, Zeuge seiner Gnade. Vergiss das nicht. Du bist einzigartig. Du bist keine Kopie.

[23:22] Geistliche Freiheit bedeutet nicht niemals Angst zu empfinden, sondern Gott mehr Raum zu geben als den Stimmen der Einschüchterung, die das Herz lähmen wollen.

[23:35] Wenn wir für Gott arbeiten, hören wir vielleicht auch manchmal komische Stimmen, die von Satan oder anderen Menschen kommen, die sagen möchten: Du bist nichts, du kannst nichts, du wirst nie was werden. Gott sagt: Vertrau mir.

[23:51] Und wer lange Zeit hier schweigt, obwohl Gott sein Herz berührt hat, wird innerlich oft unruhig und leer, weil der Heilige Geist nicht nur Trost schenkt, sondern den Menschen auch dazu drängt, Christus sichtbar zu bekennen.

[24:10] Und viele wünschen sich mehr geistliche Kraft, verbringen, aber das ist interessant, sie wollen viel, sie wollen das alles haben, verbringen aber nur wenig Zeit in dieser Gegenwart mit Jesus. Obwohl gerade die Nähe zu Christus das Herz verändert und einen Menschen innerlich mutig macht, verbringen sie doch zu wenig Zeit mit ihm.

[24:34] Gott sucht keine religiösen Schauspieler. Das sucht Gott überhaupt nicht. Davon gibt's genug in Hollywood. Die brauchen wir nicht. Die braucht Gott nicht, die äußerlich, sage ich mal, stark wirken wollen, sondern Menschen, die bereit sind, sich vom Heiligen Geist formen zu lassen, damit Christus in ihrem Leben einfach sichtbar wird. Und das ist wichtig, ihr Lieben. Gott möchte durch uns, durch unser Leben sichtbar werden.

[25:00] Was für ein Vorrecht ist es? Wie wunderbar ist das? Wenn ein Mensch hier wirklich beginnt, mit Jesus zu leben, werden andere Menschen nicht zuerst seine Begabung wahrnehmen, sondern die Spuren der Gegenwart Gottes, die sein Denken, Reden und Handeln durchdringen.

[25:20] Woran erkennen die Menschen in deinem Alltag, dass du Zeit mit Jesus verbringst? Und welche Angst hält dich davon ab, freimütig und ehrlich von Gott zu sprechen?

[25:33] Doch selbst dort, wo ein Mensch beginnt, aus der Kraft des Heiligen Geistes und aus der Gemeinschaft mit Jesus zu reden, bleibt eine innere Spannung bestehen. Wie spricht man von Gott, ohne Menschen zu bedrängen, ohne geistlichen Druck aufzubauen, oder den Glauben als Argumentationskampf zu missbrauchen?

[25:57] Denn das Evangelium Jesu Christi ist zwar kraftvoll, das werden wir alles bestätigen, aber niemals gewaltsam. Es verändert Herzen nicht durch Zwang, sondern durch die Tiefe der göttlichen Liebe, die im Kreuz sichtbar geworden ist. Damit wird uns die Bibel nun weiter in die Mitte des Evangeliums, wo sichtbar wird, dass die Kraft Gottes immer mit der Freiheit des Menschen zusammenwirkt und das echtes Zeugnis niemals Druck erzeugt, sondern Menschen in die Gegenwart Christi einlädt.

[26:40] In der Bibel heißt es: "Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesu Christi. Ihm sei Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit. Amen." Dieser Vers steht am Ende des zweiten Petrusbriefes. Es war der Vers 18.

[27:02] Und wirkt wie ein geistlicher Kompass, könnte man es nennen, der den gesamten Glaubensweg zusammenfasst. Wachstum im Glauben ist hier kein äußerer, ja, Leistungsprozess, nenne ich es mal, sondern ein innerer Weg in die immer tiefere Erkenntnis der Gnade Jesu Christi. Es geht nicht darum, Menschen unter Druck in eine religiöse Form zu bringen. Davon erreichen wir gar nichts. Und das ist auch nicht Gottes Wille. Gott schenkt uns den freien Willen und nicht den, ich nenn es mal, Willen des Zwangs.

[27:37] Es geht sondern darum, dass Christus selbst das Herz eines Menschen verändert und ihn in seine Freiheit hineinführt. Gerade darin liegt die Spannung dieses Punktes: Die Kraft des Evangeliums ist real und wirksam, aber sie entfaltet sich nicht durch Zwang, sondern durch eine wachsende Beziehung zu Jesus. Denn Liebe zwingt niemanden.

[28:03] Und der zweite Petrusbrief betont, dass geistliches Wachstum ein fortlaufender Prozess ist, der nicht in einem einmaligen Moment endet, sondern sich im beständigen Hineinwachsen, möchte ich mal sagen, in die Gnade Jesu Christi entfaltet. Und Wachstum in der Gnade bedeutet auch, dass der Ursprung jeder geistlichen Entwicklung nicht im menschlichen Willen liegt, sondern im, ich nenn es mal, Geschenkcharakter der göttlichen Zuwendung.

[28:35] Die Erkenntnis Jesu Christi ist nicht nur, nenne ich mal, intellektuelles Wissen, sondern eine existentielle Beziehungs-Beziehungserkenntnis, die das gesamte Leben eines Menschen prägt und verändert. Und der Vers, der Vers 18, der zeigt auch, dass Gnade und Erkenntnis auch hier wieder untrennbar miteinander verbunden sind. Gnade und Erkenntnis, weil wahre Erkenntnis Gottes immer auf der Erfahrung seiner Gnade hervorgeht.

[29:10] Und geistliches Wachstum geschieht nicht durch äußeren Druck, sondern durch innere, ich nenn es jetzt mal, Transformation, die der Heilige Geist im Leben des Gläubigen wirkt.

[29:29] Und auch die Erkenntnis Jesu führt immer zu einer tieferen Demut. Wenn wir merken, wir wissen viel und erhöhen uns, dann leben wir nicht in der Erkenntnis Jesu Christi. Es führt zu einer tieferen Demut, weil sie den Menschen in das Bewusstsein seiner vollständigen Bedürftigkeit gegenüber Gott stellt. Und der Vers offenbart auch, dass geistliche Reife nicht durch äußere Aktivität gemessen wird, sondern durch die Tiefe der Beziehung zu Jesus. Das ist immer wieder, was Petrus da auch sehr stark betont: die Beziehung zu Christus.

[30:06] Auch hier erleben viele Christen ihren Glauben als inneren Leistungsdruck. Vielleicht befindest du dich auch darin. Doch Gottes Wort lädt dich ein, nicht in ein System der Überforderung, sondern in einen Weg der Gnade, der dich Schritt für Schritt innerlich verändert.

[30:29] Du musst nicht schneller geistlich wachsen, als Gott es dir ja in dir wirkt, weil echtes Wachstum niemals durch Ungeduld entsteht, sondern durch Vertrauen in Gottes Zeitplan, dass dich sicher in Gottes Brust geborgen fühlen. Wenn du das Gefühl hast, geistlich nicht genug zu sein, dann vergisst du vielleicht, dass Gnade bedeutet, dass Gott dich trägt, bevor du überhaupt in der Lage bist, ihn zu tragen.

[30:58] Walter Nietzsche, der Gründer der ASB, hat mal was Interessantes über Gnade gesagt und zwar hat er gesagt: "Man kann Gnade zusammenführen in unverdiente Liebe." Und das sieht man hier auch ganz klar raus. Und Gott ruft dich nicht in einem Leben ständiger Selbstoptimierung, sondern eine Beziehung.

[31:16] Gott ist ein Beziehungswesen, möchte ich es mal nennen, in der er selbst dein Inneres erneuert, ohne dich zu überfordern. Er selbst ist der Baumeister und er selbst möchte das tun. Er selbst weiß nämlich, was das Beste für dich ist.

[31:31] Und auch hier entsteht geistlicher Druck dort, wo Menschen versuchen, jetzt hier auch wieder aus eigener Kraft ohne Jesus zu werden, zu werden, was nur Christus im Inneren sein kann.

[31:46] Und wahre Freiheit im Glauben beginnt dort, wo du aufhörst, dich selbst zu retten und anfängst zu glauben, dass Jesus bereits am Werk ist. Lass ihn ans Steuer. Geh zurück und hör einfach nur auf das, was er sagt, aber lass ihn ans Steuer.

[32:07] Gott misst deinen Wert nicht an deiner geistlichen, seiner Geschwindigkeit, sondern der Tiefe deiner Bereitschaft, bei ihm zu bleiben. Der Weg der Gnade bedeutet, dass du nicht allein durch Willenskraft verändert wirst, sondern dass Gott dich langsam, aber sicher in das Bild seines Sohnes hineinprägt.

[32:28] Und wir wissen, glaub auch ganz klar, würde Gott uns von jetzt auf nachher so verwandeln, wir selbst würden es glaub nicht ertragen. Es würde uns glaub mehr schaden als zum Segen werden. Deswegen macht es Gott Stück für Stück.

[32:42] Und wo erlebst du in deinem Glauben mehr Druck als echte Freiheit in der Gnade Gottes? Kannst du glauben, dass Gott auch dann in dir wirkt, wenn du selbst das Gefühl hast, geistlich kaum voranzukommen?

[33:00] Wenn geistliches Wachstum nicht unter Zwang geschieht, sondern aus der Freiheit der Gnade lebt, stellt sich jetzt die nächste Frage: Wie sieht ein Leben aus, das diese Gnade so tief verstanden hat, dass es in der Begegnung mit anderen Menschen sichtbar wird und glaubwürdig von Christus spricht?

[33:23] Damit kommen wir zum nächsten und dritten Punkt. 1. Petrus 3, dort die Verse 8 bis 15. Da heißt es: "Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitfühlend, vollbrüderlicher Liebe, barmherzig, gütig, vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmälerung mit Schmälerungen, sondern im Gegenteil, segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid, Segen zu erben. Denn wem das Leben lieb ist und wer gute Tage sehen will, der bewahre seine Zunge vor Bösem und seine Lippen, dass sie nicht Trug reden. Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes. Er suche den Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren hören auf ihr Flehen. Das Angesicht des Herrn aber ist gegen die gerichtet, die Böses tun. Und wer will und wer will euch Schaden zufügen, wenn ihr Nachahmer des Guten seid? Doch wenn ihr auch ihr leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr. Ihr aber fürchtet nicht und lasst euch nicht beunruhigen, sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in eurem Herzen. Seid aber aller Zeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung."

[34:51] Dieser Abschnitt zeigt auch sehr klar, dass das Reden über Jesus nicht zuerst eine Technik ist, sondern ein Lebensstil, der aus innerer Ausrichtung auf Christus entsteht. Die Worte der Gläubigen sollen nicht isoliert von ihrem Charakter stehen, sondern aus einem Leben hervorgehen, das von Einheit, Mitgefühl, Demut geprägt ist. So wie es auch Petrus gerade geschrieben hat oder gesagt hat.

[35:17] Besonders auffällig ist jetzt hier auch, dass die Bereitschaft zur Rechenschaft nicht mit Härte oder Überlegenheit verbunden ist, sondern eher das Gegenteil, mit Sanftmut und Ehrfurcht. Das bedeutet, dass die Art, wie über Jesus gesprochen wird, ist genauso entscheidend wie der Inhalt selbst, weil das Evangelium immer durch den Menschen hindurch sichtbar wird.

[35:43] Der Text zeigt, dass geistliche Einheit eine Grundvoraussetzung für glaubwürdiges Zeugnis ist, weil zerbrochene Beziehungen die Botschaft des Evangeliums unglaubwürdig machen können. Mitgefühl wird als geistliche Haltung beschrieben, die nicht optional ist, sondern ein Wesensmerkmal christlicher Existenz darstellt. Und auch die brüderliche Liebe verdeutlicht, dass die Gemeinde nicht eine Ansammlung einzelner Individuen ist, sondern ein geistlicher Leib in Christus. Das dürfen wir nie vergessen, die Gemeinde, wir sind eine Einheit. Wir sind der Leib Jesu Christi.

[36:24] Barmherzigkeit wird als aktive Haltung verstanden, die das Leid anderer Menschen ernst nimmt und nicht distanziert bleibt. Demut bildet die Grundlage für jede Form geistlicher Kommunikation, weil sie den Menschen davor bewahrt, sich selbst in den Mittelpunkt der Botschaft zu stellen.

[36:47] Und auch die Aufforderung der äh zur Rechenschaft zeigt, dass christlicher Glaube erklärbar und ansprechbar ist, ohne sich zu verschließen oder zurückzuziehen. Die Hoffnung im Herzen der Gläubigen ist der eigentliche Inhalt eines Zeugnisses, nicht persönliche Überzeugungskraft oder rhetorische Stärke. Und Sanftmut wird als geistliche Schutzform beschrieben, die verhindert, dass Wahrheit verletzend oder zerstörerisch weitergegeben wird. Das ist interessant, weil so endet nämlich Petrus damit. Und auch die Ehrfurcht im Reden über Gott zeigt, dass jede Aussage über Christus aus einer tiefen Gottesbeziehung heraus geschehen soll. Menschen merken, ob wir mit Gott verbunden sind oder nicht, wie wir über Gott oder allgemein unserem Glauben repräsentieren.

[37:44] Der gesamte Abschnitt verbindet Lebensführung und Verkündigung auch hier wieder untrennbar miteinander, sodass das Leben selbst zur Botschaft wird.

[37:57] Wenn du denkst, du hast, du hast keine Aufgabe in der Gemeinde, sei du selbst das Zeugnis für Gott in deinem Alltag. Du musst nicht die besten Argumente haben, um über Jesus zu sprechen, aber dein Leben sollte sichtbar machen, dass deine Hoffnung echt ist und dich innerlich oder innerlich trägt, auch wenn Worte fehlen. Menschen sehen dich an, du musst nicht viel reden. Sie sehen dein Verhalten und sie sehen, wie du durchs Leben gehst. Und wenn du traurig, niedergeschlagen, deprimiert durchs Leben gehst und sagst: "Juhu, Jesus kommt bald wieder." Das ist nicht glaubwürdig. Auch wenn du die Wahrheit verkündigst, auch wenn du die Prophetie auslegen kannst, es bringt nichts. Sie sehen es an deinem Verhalten. Zeig den Menschen, dass du eine Hoffnung hast. Zeig ihnen, dass es eine Hoffnung auch für sie gibt und dass diese Hoffnung Jesus Christus alleine ist, der bald wiederkommen wird.

[38:52] Viele Menschen hören nicht zuerst auf das, was du sagst, sondern auf auf, sondern darauf, wie du mit ihnen umgehst, weshalb Gott zuerst deinen Charakter formt, bevor er deine Worte gebraucht. Und das ist auch interessant.

[39:07] Jesus hat mehr Zeit mit Menschen verbracht im Heilen und auch einfach in der zwischenmenschlichen Beziehung als mit Predigten. Es war ihm wichtig. Menschen haben dadurch erkannt, wie Jesus ist. Er ist mitfühlend. Er ist, er ist ja, er ist demütig, er ist sanftmütig, er er hilft, er ist voller Liebe, voller Gnade und Wahrheit. Dann erst hat er gesagt: "Folge mir nach." Und so, ihr Lieben, sollten wir auch dr mit der Methode Jesu den Menschen begegnen.

[39:38] Wenn dein Glaube dich nicht liebevoller, geduldiger und barmherziger macht, dann wird dein Reden über Jesus schneller leer wirken, auch wenn es innerlich korrekt ist. Das ist ja eine Folge, die man sieht. Wenn du nicht liebevoll zu den anderen bist, kannst du noch so viel Wahrheit predigen. Sie werden dir nicht zuhören.

[40:02] Gott ruft dich nicht dazu, andere Menschen zu gewinnen, sondern dazu, ein Leben zu führen, dass seine Gegenwart so widerspiegelt, dass Menschen neugierig auf ihn werden durch dich. Und das ist wirklich ein Wunder. Das ist ein Auftrag, ihr Lieben, der lässt mein Herz nicht nur wärmen, sondern wirklich wie ein Vulkan explodieren. Gott möchte jeden einzelnen von uns so formen, dass allein durch unser Verhalten und Denken und unseren Lebensstil die Menschen schon merken, dass wir anders sind. Wir sind anders, vielleicht auch komisch, vielleicht ein bisschen merkwürdig, aber sie werden neugierig und sie fragen danach, warum? Und dann können wir Zeugnis geben, dann können wir von unserem Zeugnis erzählen und dann können wir Schritt für Schritt sie zu Christus führen und auch Schritt für Schritt zeigen anhand der Wahrheit der Bibel, was auch dann später alles noch passieren wird. Aber das kommt dann später, aber zuerst durch unser eigenes Leben.

[41:00] Auch Sanftmut bedeutet nicht Schwäche, wie viele Menschen denken, im Gegenteil, sondern die Fähigkeit Wahrheit zu sagen, ohne Menschen dabei zu verletzen oder sie zu entwerten. Das ist ganz wichtig, dass wir die Wahrheit den Menschen so sagen, ohne dass sie dabei verletzt werden. Das ist eine Kunst, die nur Gott in uns machen kann.

[41:22] Viele Gläubige unterschätzen, wie stark ein demütiges Verhalten im Alltag das Bild von Christus prägt. Oft mehr als jede Diskussion über Glaubensfragen.

[41:35] Wenn dein Herz von Hoffnung erfüllt ist, wird dein Reden über Jesus nicht gezwungen wirken. Das merken die Menschen, sondern wie eine natürliche Folge dessen, was du innerlich trägst.

[41:49] Gott will dich zu einem Menschen formen, dessen Worte und Leben nicht auseinander sagen, nicht auseinanderfallen, sondern in einer Einheit stehen, die auf Christus hinweist.

[42:04] Spiegelt dein Umgang mit Menschen das wieder, was du bei Jesus glaubst? Wo fällt es dir schwer mit Sanftmut oder deinem Glauben zu sprechen? Welche Haltung in deinem Leben müsste sich vielleicht verändern, damit dein Zeugnis glaubwürdiger wird?

[42:30] Doch nicht jeder Mensch bleibt auf diesem Weg der Reife und Klarheit. Es gibt Zeiten, in denen Menschen innerlich von Gott ja wegdriften, nenne ich es mal, ohne es sofort zu bemerken, in denen Glauben langsam verblasst und das Herz sich Schritt für Schritt von der Quelle des Lebens entfernt.

[42:51] Genau hier spricht die Bibel sehr ernst, aber auch sehr ehrlich über geistliche Abwege und Gottes Sehnsucht nach einem verlorenen Volk.

[43:01] Damit kommen wir auch zum vierten Punkt: Ein Kind auf Abwegen. Wir finden es in Hosea, Kapitel 4, dort Vers 17. Da heißt es: "Ephraim ist an die Götzen gebunden. Lass ihn in Ruhe."

[43:23] Und dann haben wir noch Kapitel 7. Das wird jetzt hier kurz zusammengefasst. In Kapitel 7 beschreibt ein Volk, das innerlich geistlich krank geworden ist, ohne seine eigene Erkrankung wirklich zu erkennen. Israel lebt in einer Mischung aus Selbsttäuschung, politischer Angst und geistlicher Untreue, wodurch auch das Herz immer weiter von Gott entfernt wird. Das ist die treue Folge, wenn man es nicht erkennt. Staatsumkehr und ehrliche Buße. Sucht das Gott, äh, das Entschuldigung, sucht das Volk Hilfe nicht bei Gott, das wäre schön, sondern bei menschlichen Bündnissen und eigenen Lösungen. Dabei wird auch deutlich, dass die geistliche Wahrnehmung völlig verzehrt ist und Sünde nicht mehr als Sünde erkannt wird. Und trotz dieser Entfernung bleibt Gott jedoch im Hintergrund als derjenige, der sie heilen wollte, aber nicht gehört wurde.

[44:25] In Hosea 4,17, da ist die Aussage: "Ephraim hat sich den Götzen angeschlossen." Und das zeigt, dass geistlicher Abfall immer eine bewusste oder schleichende Bindung an etwas anderes als Gott beinhaltet. Und Götzendienst ist immer im biblischen Sinn nicht nur ein äußeres Bild, sondern jede Form von absolut gesetzter Abhängigkeit außerhalb Gottes. Alles, was ich nicht, also alles, was ich ohne Gott mache und was ich denke, was richtig ist, wo aber Gott nicht mit im Spiel ist, könnte man echt wirklich sagen, ist Götzendienst.

[45:04] Und der Zustand des Volkes macht hier sichtbar, dass geistliche Entscheidungen Konsequenzen haben, die ganze Gemeinschaften prägen. Und Gottes Wort beschreibt hier einen Punkt, an dem Korrektur abgelegt wurde und dadurch auch geistliche Verhärtung eintritt.

[45:26] Und das ist sehr traurig, weil wir haben jetzt hier auch das "Lass ihn in Ruhe." Und das zeigt auch, dass Gott den Menschen zeitweise seinen eigenen Wegen überlässt, wenn er dauerhaft oder wenn er dauerhafte Ablehnung seiner Stimme geschieht.

[45:45] Und dieser Vers offenbart, dass Entfernung von Gott nicht plötzlich geschieht, sondern das Ergebnis vieler kleinerer Entscheidungen ist. Und dies merken vielleicht wir auch, also hoffentlich nicht, dass wir uns auf diesem Weg befinden, aber vielleicht merken wir das auch. Manchmal nicht, dass wir sagen: Okay, heute habe ich vielleicht keine Zeit für Andacht, ist vielleicht nicht so schlimm. Ja, ich lese jetzt mal nicht die Bibel, ja, ich bete jetzt vielleicht mal nicht. Ist doch nicht so schlimm. Ich tue stattdessen vielleicht was anderes. Könnte man auch wieder denken, ob das Richtung Götzendienst geht. Ich mache was anderes als was mit Gott. Und das machst du vielleicht einmal, vielleicht auch zweimal. Irgendwann machst du es immer öfter und merkst nicht, wie du dich immer mehr von Gott abwendest, unbewusst. Es sind die kleinen Schritte, die noch zu einem großen Kilometer heranwachsen.

[46:34] Und auch hier bei Hosea 7, das zeigt auch hier ein Volk, das innerlich krank ist, ohne seine Krankheit geistlich wahrzunehmen. Ein Kranker, der nicht weiß, dass er krank ist, was auf eine tiefe Blindheit hinweist. Sünde wird nicht mehr reflektiert, sondern als normal oder als normales Teil des Lebens akzeptiert, wodurch Umkehr unmöglich erscheint, weil sie ja denken: Sünde ist normal. Wozu brauche ich Umkehr? Brauche ich nicht. Ich lebe ja ganz normal anscheinend.

[47:05] Und Israel sucht Sicherheit nicht bei Gott, sondern in politischen und menschlichen Strukturen. Sie sie gehen zu Menschen, zu Sündern, anstatt zu der Quelle des Lebens, anstatt sie ja, sich auf Gott, auf Gottes Führung sich verlassen, gehen sie lieber zu Menschen.

[47:23] Und der Text offenbart auch, dass ein verzerrtes Herz auch zu verzerrtem Denken und falschen Entscheidungen führt. Wovon das Herz voll ist, geht der Mund über, haben wir vorher geredet, und das zeigt hier ganz deutlich in Hosea, Kapitel 7. Und Gottes Handeln wird von Israel nicht mehr richtig gedeutet, weil Israel komplett geblendet ist. Wir müssen uns hier echt mal ernsthaft fragen: Wie sieht es bei uns heute aus? Wir lesen es von Israel. Wo befinden wir uns heute? Wo befinde ich mich heute?

[47:55] Und weil es nicht mehr richtig gedeutet werden kann, geht dadurch auch die geistliche Orientierung verloren.

[48:05] Und trotz des Gerichts, ja, bleibt Hosea Kapitel 7 Teil einer göttlichen, ich möchte was sagen, Liebesoffensive, die den Menschen zurückführen will. Trotz, dass es so alles geschieht, sagt Gott immer noch: "Komm zurück zu mir."

[48:27] Manchmal beginnt Entfernung von Gott nicht mit einer bewussten Entscheidung gegen ihn, sondern mit kleinen inneren Bindungen, die langsam mehr Raum bekommen als seine Stimme im Herzen. Es gibt Situationen, in denen Gott einen Menschen seinen Wegen überlässt. Nicht, weil er ihn verlassen hat, sondern weil der Mensch seine Nähe über lange Zeit nicht mehr gesucht hat. Es ist nicht Gott, der uns verlässt. Es sind wir, die uns von Gott verlassen, äh, uns Gott trennen.

[49:01] Geistliche Abhängigkeit entsteht oft dort, wo etwas anderes Schritt für Schritt die Rolle Gottes im Herzen übernimmt, ohne dass es sofort auch erkannt wird. Das ist sehr, das ist ein Thema, ihr Lieben, da müssen wir sehr drauf aufpassen. Nicht, wie der geistliche Abstand ist laut oder sichtbar. Oft merken wir es auch nicht. Manchmal zeigt sich erst dann oder auch daran, dass das Herz seine Sensibilität für Gottes Reden verliert.

[49:28] Vielleicht wird irgendetwas, was wir früher verabscheut haben, immer interessanter und merken nicht mehr, wie Gott immer mehr sagt: Lass das bleiben, tu das nicht. Irgendwann hören wir diese Stimme nicht mehr und irgendwann machen wir dann dieses Abscheuliche für selbstverständlich, so dass wir in der Sünde leben und es keine Umkehr oder keine Reue zur Umkehr gibt.

[49:51] Und wenn Gott hier nicht mehr ernst genommen wird, wird auch sein Reden leiser im Leben des Menschen. Nicht, weil er aufhört zu sprechen, sondern weil das Herz nicht mehr hört.

[50:08] Es ist möglich, innerlich weit von Gott entfernt zu sein und dennoch äußerlich noch religiös zu funktionieren. Das sehen wir z.B. wie auch bei den Pharisäern und meinen Schriftgelehrten, aber ohne die eigene innere Realität wirklich wahrzunehmen.

[50:25] Geistliche Blindheit zeigt sich oft darin, dass Menschen ihre eigenen Entscheidungen nicht mehr im Lichte Gottes hinterfragen. Meistens schauen sie auch immer auf andere und sehen nur, was die anderen falsch machen. Und wer Gottes Nähe verliert, beginnt oft andere Sicherheiten zu suchen, die jedoch niemals echten inneren Frieden geben können. Das heißt jetzt bei Menschen, beim Materialismus, ja, Alkohol, egal was, Drogen, Pornografie, man versucht dort Sicherheit und Frieden zu finden, aber man findet es nicht. Und das ist die Selbsttäuschung. Und Selbsttäuschung ist einer der gefährlichsten geistlichen Zustände, weil sie verhindert, dass ein Mensch seine Not überhaupt erkennt.

[51:12] Und Gott begegnet auch dieser Blindheit nicht mit so mit, nicht mit sofortiger Aufgabe, sondern mit einem anhaltenden Ruf zur Umkehr, der tiefer geht als menschliche Logik. Und daran sieht man wieder auch, wie wichtig jeder Mensch für Gott ist. Er versucht alles, damit die Menschen gerettet werden können.

[51:35] Ein weiterer Text dazu finden wir in Jeremia 31, dort die Verse 18 bis 19. Da heißt es: "Ich habe wohlgehört, wie Ephraim klagt: 'Du hast mich gezüchtigt, und ich bin gezüchtigt worden wie ein ungezähmtes Rind. Bringe du mich zur Umkehr, so werde ich umkehren, denn du, Herr, bist mein Gott. Denn nach meiner Umkehr finde ich Reue, und nachdem ich zur Erkenntnis gekommen bin, schlage ich mir auf die Hüfte. Ich schäme mich und ich bin sogar zu Schanden geworden, denn ich trage die Schmach meiner Jugend.'"

[52:08] In Jeremia 31, die Verse 18 bis 19, die wir eben gelesen haben, das zeigt, dass Gottes Zurechtweisung nicht zerstörend ist, sondern auf Wiederherstellung und Rückkehr ausgerichtet bleibt. Und der Text offenbart, dass der Mensch ohne Gottes Eingreifen zur geistlichen Unbeständigkeit und inneren Unordnung neigt.

[52:30] Auch Gottes Erziehung hier wird als notwendiger Prozess beschrieben, der zur Erkenntnis der eigenen Abweichung führen soll. Reue ist im biblischen Sinn kein emotionaler Moment, sondern ein geistlicher Erkenntnisprozess über die eigene Entfernung von Gott.

[52:49] Die Bitte: "Bekehr mich", wo wir jetzt vorher gelesen haben, zeigt die völlige Abhängigkeit des Menschen von Gott, nicht von Menschen, sag ich mal, wo wir in dem anderen Text gelesen haben, sondern von Gott, von Gottes befähigter Gnade zur Umkehr.

[53:06] Und wahre Umkehr ist nach Jeremia nicht allein menschliche Entscheidung, sondern Antwort auf das, sondern Antwort auf göttliches Ziehen und Wirken im Herzen. Schmerz wird hier nicht als Endpunkt verstanden, sondern als Übergangsort zur geistlichen Einsicht. Und der Text offenbart Gottes Bundesliebe, die selbst durch menschliche Untreue nicht aufgehoben wird, sondern zur Umkehr ruft. Trotz, dass wir es gebrochen haben, sagt nicht Gott: Okay, es ist vorbei, sondern sagt: Kommt zurück.

[53:48] Die Bitte: "Herr, bekehre mich" ist ein Zeichen von Stärke, weil sie anerkennt, dass echte Veränderung nicht allein aus eigener Kraft entsteht. Auch dort, wo ein Mensch innerlich weit weg war, bleibt Gottes Einladung zur Rückkehr bestehen und verliert verliert nie ihre Gültigkeit.

[54:08] Es gibt ja dieses Sprichwort: Du kannst 1000 Schritte von Gott entfernt sein. Es reicht aber ein Schritt zurück, um wieder bei ihm zu sein. Gott arbeitet gerade durch Krisen, um mein Herz wieder empfänglich für seine Stimme zu machen. Wenn du merkst, dass du durch eine Krise gehst, die du nicht überwältigen kannst, gedenke daran: Gott möchte dafür sorgen, dass du durch diese Krise wieder zu ihm kommst.

[54:30] Und wo brauchst du gerade in deinem Leben neu Gottes Eingreifen, damit dein Herz wieder bereit wird, sich von ihm ausrichten zu lassen?

[54:43] Kommen wir zum letzten Punkt. Wenn Gott den Menschen in seiner Entfernung nicht aufgibt, sondern ihn durch Erkenntnis, Korrektur und Reue wieder zurückführt, dann zeigt sich darin sein eigentliches Ziel. Er will nicht nur warnen oder aufdecken, sondern sammeln, heilen und vollständig wiederherstellen.

[55:05] Denn Gottes Geschichte mit den Menschen endet nie im Abbruch, sondern immer in seiner suchenden Liebe, die zurückbringt, was verloren war.

[55:18] Wir lesen dazu das Buch Jesaja, Kapitel 10. Mach eine Zusammenfassung, weil es würde zu lang dauern. In Jesaja Kapitel 10 beschreibt Gottes tiefes Eingreifen in die Geschichte seines Volkes, indem er selbst als guter Hirte handelt und sein zerstreutes Volk sammeln und zurückführt. Gott verheißt, dass er nicht nur äußere Wiederherstellung schenkt, sondern innere Stärke, Mut und geistliche Festigkeit in sein Volk legt.

[55:47] Die Zerste, die Zerstreuung, die durch falsche Leitbilder und geistliche Verwirrung entstanden ist, wird durch Gottes aktives Handeln in Sammlung und Heilung verwandelt. Dabei wird sichtbar, dass Gott nicht passiv bleibt, sondern selbst Initiative zur Wiederherstellung seines Volkes übernimmt. Er selbst nimmt das Kommando. Er selbst nimmt ja die Verantwortung in die Hand.

[56:16] Sacharja 10 offenbart Gott als aktiven Hirten, der nicht nur beobachtet, sondern sein Volk bewusst sucht, sammelt und zurückführt. Ist interessant, auch Jesus sagt: "Ich bin der gute Hirte, der sein Leben gibt für seine Schafe."

[56:32] Die Zerstreuung des Volkes wird als Folge geistlicher Untreue verstanden, die Gott jedoch nicht als endgültigen Zustand akzeptiert. Gottes Handeln ist in seinem, ist in diesem Kapitel geprägt von Wiederherstellung, nicht von endgültiger Verwerfung.

[56:50] Hier sehen wir auch wieder durch Sacharja selbst, dass Gott nicht möchte, dass ein Mensch verloren geht. Nicht ein Einziger. Er versucht zu retten, was zu retten ist. Er versucht, das, was kaputt gemacht ist, wiederherzustellen, so gut es geht, sofern wir bereit sind, es zuzulassen. Der Text zeigt, dass geistliche Erneuerung immer von Gottes Initiative ausgeht und nicht von Menschen selbst erzeugt werden kann.

[57:14] Gott verspricht nämlich seinem Volk nicht nur Rückkehr, sondern auch innere Stärkung und neue geistliche Stabilität. Nicht nur: Kommt zurück und bleibt dort, sondern nein, ihr werdet wieder kräftig auch hier innen drin wieder aufgebaut. Nicht nur, nicht nur äußerlich das Land, das Volk, sondern du selbst innerlich wirst aufgebaut.

[57:34] Und die Rolle hier falsche Hirten wird indirekt entlarvt, weil sie das Volk zerstreut haben, anstatt zusammenzuführen, während Gott selbst der Sammler ist. Er hat das Volk wieder zu gesammelt und Gottes Segen wird als aktive Kraft beschrieben, die Leben neu ordnet und geistliche Fruchtbarkeit hervorbringt. Und das ist so wunderbar.

[57:56] Und dann geht's auch weiter mit der Wiederherstellung. Sie betrifft nicht nur das Individuum, sondern das gesamte Volk Gottes in seiner Gemeinschaft. Gott möchte das ganze Volk wiederherstellen, nicht nur mit einer Person. Jetzt überlegen wir mal, ihr Lieben, was bedeutet es, wenn Gott seine Gemeinde komplett wieder vollkommen herstellt? Was für eine Macht kann da ausgehen, um das Evangelium zu verkündigen?

[58:21] Und Gottes Treue bleibt bestehen, auch wenn sein Volk zeitweise im Ungehorsam und Zerstreuung bleibt. Und das Kapitel in Sacharia Kapitel 10 offenbart, dass Gottes Ziel nicht Trennung, nicht Zerstörung, nicht Chaos ist, sondern immer Einheit, Heilung und geistliche Ausrichtung auf ihn selbst ist.

[58:44] Es gibt Zeiten auch im Leben, in denen Menschen sich innerlich verloren und zerstreut fühlen. Vielleicht geht es dir auch gerade so. Doch Gott sieht diese Zerstreuung nicht als Endpunkt, sondern als Ausgangspunkt seines Handelns.

[58:59] Gott bringt Menschen nicht nur zurück, sondern er selbst oder bzw. sondern er stellt sie neu auf eine geistliche Grundlage, die stärker ist als ihre Vergangenheit. Egal, was du erlebt hast, Gott kann alles wesentlich besser machen. Selbst wenn ein Mensch den Eindruck hat, geistlich keinen festen Platz mehr zu haben, bleibt Gott dennoch derjenige, der Orientierung und Sammlung schenkt. Das dürfen wir nicht vergessen.

[59:26] Auch die Gott-Wiederherstellung von Gott bedeutet nicht nur Rückkehr in alte Zustände, sondern ein neues geistliches Leben in seiner Gegenwart. Wenn er uns zurückführt, bleiben wir nicht alt und kaputt. Nein, er erneuert uns. Er schleift an uns. Er stellt uns wieder wunderbar her und war besser als davor. Wirkungsvoller als davor.

[59:47] Niemand ist vor Gott so weit zerstreut, zu schwach oder zu verloren, als dass er ihn nicht sammeln und neu ausrichten könnte. Gottes Herz bleibt auch dort aktiv, wo Menschen sich selbst längst aufgegeben haben.

[1:00:07] Wenn wir all diese Kapitel zusammensehen, von der Zerstreuung bis zur Wiederherstellung, von der geistlichen Entfernung bis zur Rückführung durch Gott selbst, dann wird eines klar: Gott ist nicht fertig mit dieser Welt. Sein Herz ist in Bewegung, sein Geist ruft, und seine Gemeinde ist berufen, Teil dieser Bewegung zu sein.

[1:00:30] Das bedeutet ganz praktisch: Wenn wir von Gott sprechen, so wie das System auch heißt, dann sprechen wir nicht nur über ihn, wir bereiten den Weg für ihn. Denn wo Menschen Gott erkennen, sich ihm zuwenden und in seiner Gegenwart leben, dort wird sein Reich sichtbar. Darum ruft uns auch der Apostel in dem Epheserbrief 3, 17 bis 19 zu einer Tiefe in Christus, die alles verändert, damit Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Fülle Gottes, mit der ganzen Fülle Gottes, damit Christus durch den Glauben in eurem Herzen wohne.

[1:01:09] Diese Fülle ist nicht nur persönliche Erfahrung, sondern geistliche Bewegung in diese Welt hinein. Denn eine Gemeinde, die in Christus verwurzelt ist, wird automatisch zu einer Stimme, die von ihm spricht, zu einem Leben, das ihn sichtbar macht und zu einem Zeugnis, das Menschen zurück zu Gott ruft. Darum ist auch unser Auftrag, ihr Lieben, nicht passiv, dass wir einfach nur in der Gemeinde sitzen, zwei Stunden am Sabbat, und das war's. Wir warten nicht nur auf die Wiederkunft Jesu. Wir leben so, dass Menschen durch unser Reden, unser Leben und unsere Liebe den Weg zurück zu Gott finden können. Jeder Mensch, der Christus erkennt, ist ein Schritt näher an der Vollendung seines Reiches.

[1:01:57] Sprich von Gott, ihr Lieben. Sprich von Gott. Lebe aus Gott und bereite durch dein Leben den Raum, in dem Menschen Jesu begegnen können, bis er wiederkommt in Herrlichkeit. Das wünsche ich uns allen, ihr Lieben. Gott segne uns dabei, auf dass Gott bald wiederkommen kann und die Menschen auch mitzunehmen, die er für uns vorbereitet hat, worauf wir ein gutes Zeugnis waren, weil sein Geist in uns gewirkt hat. Gott segne uns dabei. Amen.

[1:02:30] Wir wollen noch gemeinsam beten.

[1:02:37] Herr Jesus Christus, wir loben und preisen dich und wir danken dir von Herzen für deine wunderbare Botschaft, die du uns auch heute wieder geschenkt hast. Wir danken dir, Herr Jesus, dass du uns niemals aufgibst, egal was passiert. Du bist immer da. Du möchtest uns verändern. Und du möchtest uns reparieren, du möchtest uns wiederherstellen und zwar besser als je zuvor und je wie als wir jemals waren. Hilf uns, Herr, dass wir auf deine Stimme hören, dass wir uns allein auf dich verlassen, dass wir so verändert werden, dass die Menschen staunend auf uns schauen, weil sie erkennen müssen, dass wir sowas von anders sind, weil du in uns lebst. Bitte segne uns und führe die Gemeinde so weit dahin, dass sie bereit ist, Herr, deine Herrlichkeit wiederzuspiegeln, auf dass die Menschen, auf dass die Heiden, so wie es in deiner Schrift heißt, wahrlich die guten Werke sehen und den Vater im Himmel dafür preisen. Vollende, Herr, mit uns gemeinsam das, was du angefangen hast, auf dass du bald wiederkommen kannst. Wir möchten nicht mehr hier bleiben, Herr Jesus. Wir möchten bei dir sein und nicht nur wir alleine, sondern mit jedem Menschen, Herr, der auf diese Erde wandelt, damit keiner verloren geht, weil du hast kein Gefallen daran. Du möchtest, dass jeder zur Umkehr aufgerufen wird und zur Umkehr berufen wird, auf dass sie hier bei dir sein können. Ich danke es dir in Jesu Namen. Amen.


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