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In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die USA vor einer Zerreißprobe. Angesichts einer sich rasant verändernden Welt und dem Verlust alter Gewissheiten stellt sich die Frage, wie man in Zeiten der Unsicherheit Hoffnung und Orientierung finden kann.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:00] Einen wunderschönen guten Abend. Schön, dass Sie alle heute hierher gekommen sind. Vermutlich hatte ich den längsten Weg. Ich bin viereinhalb Stunden Auto gefahren. Philip hat's ja schon gesagt, von der Grenze Niederbayerns zu Österreich und je weiter ich nach Westen kam, umso wärmer wurde es, umso schöner wurde es, umso weniger Schnee war da. Und als ich dann jetzt hier mit der untergehenden Sonne so über die sanften grünen Hügel des Kreichgaus gefahren bin, dachte ich, ach ja, bin ich jetzt wieder hier. Ich bin, du hast es gerade schon angesprochen, anderthalb Jahre hier im Kreichgau auch als Lehrer aktiv gewesen und freue mich sehr mal wieder hier sein zu können zu einer kurzen, aber doch, ich glaube, sehr interessanten und intensiven Vortragsreihe. Sechs Themen, drei an diesem verlängerten Wochenende und drei das nächste mit dem Titel Zeitenwende – Hoffnung für den Kreichgau. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe den Eindruck, die Welt, in der wir leben, ist nicht mehr dieselbe wie noch vor 10 Jahren oder so. Und damit meine ich nicht, dass sich sowieso ja alle Dinge immer ändern, oder? Vor 10 Jahren hätte man auch gesagt, na ja, die Welt hat sich ein bisschen verändert, die Technik ist ein bisschen schneller geworden, ja, die Mode verändert sich, die Fernsehprogramme werden immer noch dümmer. Es wird immer ein bisschen Veränderung geben, aber was in den letzten 10 Jahren so alles passiert ist, das lässt uns schon aufhorchen. Das Wort Zeitenwende, das haben ja Politiker geprägt, um zu beschreiben Dinge, die seit Jahrzehnten so klar waren, dass man kaum noch drüber nachgedacht hat. Dinge, die man fast schon für selbstverständlich hielt, keineswegs mehr garantiert sind. Zeitenwende und die Frage, die wir uns stellen wollen: Wie man in einer Zeit, in der auch alte Gewissheiten quasi unter unseren Füßen weggodieren, wie man in solchen Zeiten nicht in den Panikmodus verfällt, sondern persönlich Hoffnung und Orientierung und Stabilität findet. Hoffnung für den Kreichgau.

[2:42] Unser Thema heute ist ein Thema, das mir persönlich ziemlich am Herzen liegt. Nicht, dass ich Amerikaner wäre. Ich habe im Geschichtsstudium ein paar Vorlesungen über amerikanische Geschichte besucht, weil mich amerikanische Geschichte schon immer sehr interessiert hat. Wir werden aber heute sehen, wir wollen nicht einfach ein bisschen amerikanische Geschichte machen, wir wollen sehen, was das, was über dem großen Teich passiert und was ja tatsächlich alle Menschen momentan in Atem hält, was das mit unserem Leben zu tun hat. Und ich möchte gleich eine Sache vorwegschicken, bevor wir so richtig ins Thema tauchen. Worüber ich heute Abend nicht sprechen möchte, ist amerikanische Politik. Vielleicht sagt einer, ich bin doch extra gekommen, nicht? Aber ganz egal, ob Sie ein Trump-Fan sind oder ein Trump-Verächter, ob Sie in der Migrationspolitik so denken oder in der Zollpolitik so denken oder in der internationalen Politik so denken. Sie sind herzlich willkommen. Okay, wir wollen heute ein bisschen über das Tagesgeschehen hinausschauen, ein paar tieferliegende Themen ansprechen, die aber absolut brisant sind. Also egal, wo Sie sich politisch verorten, ich glaube, wir alle können heute Abend etwas mitnehmen. Und ich weiß, wir haben gerade schon gebetet, aber ich bete immer gerne noch einmal, bevor ich dann mit dem Thema so richtig loslege und wir können gerne sitzen bleiben und ich würde gerne noch ein kurzes Anfangsgebet sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir heute an diesem Abend uns ein paar Momente Zeit nehmen dürfen, um über Themen zu sprechen, die uns alle bewegen, ganz egal, welche persönliche konkrete Meinung wir haben. Themen, die uns nicht kalt lassen und die uns wirklich unserem Innern berühren werden, wenn wir sie einmal so richtig durchdenken. Herr, wir möchten dich bitten, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und dass, wenn wir heute Abend nach Hause gehen, wir ein bisschen mehr Klarheit haben über dich, dein Wesen und über das, was in dieser Welt passiert. Im Namen Jesu. Amen.

[5:15] Die Frankfurter Allgemeine sprach von einer Zeitenwende: Trump, der Zerreißer des Westens. Das Wort Zeitenwende hatte man ja in einem anderen Kontext erfunden. Ja, vielleicht erinnern wir uns an den Olaf Scholz, Ukrainekrieg, Zeitenwende. Aber mit den Ereignissen der letzten Monate hat dieses Wort eine neue Wendung bekommen. Tagesschau zitiert den CDU-Per Rötgen mit den Worten: "Es ist eine zweite Zeitenwende." Und der Deutschlandfunk sprach angesichts der Sicherheitsstrategie der USA, die im Wesentlichen davon handelt, dass man sich im Wesentlichen jetzt auf sich selbst konzentrieren möchte und sich für Europa nicht mehr so viel interessiert, von einer zweiten Zeitenwende. Egal, wie wir politisch dazu stehen, ist einzig, was in Amerika geschieht, ist epochal, ist eine Zäsur. Oder, nun, als der Donald Trump das erste Mal gewählt wurde und die Leute schon damals sehr überrascht waren, dass er gewählt worden ist, da hat man schon damals das Ende der Welt ausgerufen. Ja, dass man vergisst das ja so leicht, nicht? Die Zeit, die Zeit, die geht so schnell. Schon vor fast 10 Jahren titelte der Spiegel: Das Ende der Welt. Der hatte noch keine Ahnung, was alles noch kommen würde, nicht wahr? Nicht nur mit Trump, sondern auch mit diesen kleinen Viren mit dem C, Sie wissen schon, nicht? Das war noch viel dramatischer.

[7:01] Ganz so schlimm kam es ja dann doch nicht. Also zumindest entsteht die Welt. Oder damals schon hatte Steinmeier staatstragend von einer Zäsur gesprochen. Die Welt des 20. Jahrhunderts sei endgültig vorüber. War das damals vielleicht doch zu schnell aus der Hüfte geschossen oder hatten die nur prophetischen Weitblick für unsere Zeit? Was ist los mit den Vereinigten Staaten von Amerika? Das ist ja wirklich ein faszinierendes Land. Das Land der Freiheit, das Land, so zumindestens das offizielle Narrativ, wo jeder was werden kann, auch wenn er ein Tellerwäscher ist, nicht? Ja, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ein Land, das seit Jahrzehnten in quasi jedem Gebiet der Zivilisation Marschstäbe setzt. Ein schönes Land, voller Naturschönheiten. Also nichts gegen den Kreichgau, der ist auch nett, nicht wahr? Aber die USA sind schon auch eine Nummer, was die Landschaft betrifft. Ein ein Land mit großen kulturellen äh Errungenschaften, Sehenswürdigkeiten, ikonischen Bauwerken. Ein Land mit einer beeindruckenden Geschichte, ein Land, das mit als eines der ersten in der Neuzeit die Demokratie so richtig ernst genommen hat. Weiß nicht, ob Sie es wussten, als 1776 die Declaration of Independence, die Unabhängigkeitserklärung, zu diesem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führte und die Kolonien sich vom englischen Mutterland lossagen wollte, da brauchte man ja auch Geld, um Krieg zu führen, nicht? Ohne Geld kein Krieg. Wussten Sie, wem die großen Generäle wie Washington und wie sie alle hießen, wem die so sehr vertraut haben, dass sie ihn mitten des Unabhängigkeitskrieges, wo es wirklich darauf ankam, dass die finanziellen Mittel, die man hatten, in sicherer Hand sind, wem sie dort das Schatzmeisteramt anvertraut haben? Schon mal von Michael Hillas gehört? Wer von uns hat schon mal von Michael Hillas gehört? Noch nie. Heute Abend gehen Sie nach Hause und sagen: Ich habe etwas Tolles gelernt. Michael Hillas war der Sohn von Georg Michael Hillengas. Sie ahnen es, aus dem Kreichgau. Also nicht direkt aus Kreichtal, aus Sinsheim. Aber das zählt ja auch noch fast, oder? Ein Sohn eines Kreichgauers hatte die Kriegskasse oder überhaupt die gesamte Staatskasse der gerade erst entstehenden Vereinigten Staaten von Amerika unter sich. Zwölf Jahre lang und der General Washington war er der Treasurer of the United States, der Schatzmeister sozusagen. Interessant, oder? Die wussten schon, wem man vertrauen kann, oder? Die Amerikaner. Hier übrigens als Beweis so einen offiziellen Check, den er in seiner Funktion ausgestellt hat und da hat man hier seine Unterschrift, Michael Hillas, Sohn eines Auswanderers aus dem Kreichgau.

[10:50] Eine interessante und beeindruckende Geschichte. Und ich glaube, jeder, der in der Bundesrepublik Deutschland lebt, wird den Amerikanern auf ewig zu Dank verpflichtet sein. Allein deswegen, weil GI sich damals 1944 hier vor der Normandie ins Wasser geschmissen haben und viele ihr Leben gelassen haben in dieser großen Mission, Europa den Kontinent vom Nationalsozialismus zu befreien. Into the Jaws of Hell heißt dieses Foto, in die Backen sozusagen, in die in die Zähne, die Klauen der Hölle. Ich habe tatsächlich ein Foto gefunden von amerikanischen Panzern, die hier durchs Kreichgau fahren. Also sieht nicht ganz so schön grün aus wie heute, nicht? Ja. Ähm, das war ja hier amerikanische Besatzungszone und wahrscheinlich war der ein oder andere auch froh, dass die Amerikaner schneller als die Franzosen waren. Ja, da gab's sogar, habe ich noch mal nachgelesen, ein bisschen Streit. Die Franzosen wollten so viel wie möglich erobern, um eine möglichst große Pufferzone zu haben. Aber die Amerikaner haben gesagt, nein, alles nördlich der A8, ja, das ist unser Gebiet, damit wir hier dann gute Nachschubwege haben. So haben sie dann dieses ganze Gebiet hier im Kreichgau auch besetzt. Und ich denke, unabhängig von den Franzosen, jeder wird hier wahrscheinlich froh sein, dass nicht die Russen gekommen sind, oder? Bin übrigens aus der ehemaligen DDR gebürtig. Ich weiß, wovon ich rede. Aber die Amerikaner haben auch schon damals ihre Schattenseiten gehabt. Nicht immer hat man GI ins Wasser geschmissen. Manchmal hat man auch GI sparen wollen. Wer wird es ihnen verdenken? Aber das Mittel war dramatisch. Hiroshima und Nagasaki 1945, die ersten beiden Atombomben. Oder denken wir an den Vietnamkrieg, als mit Kriegsverbrechen auch die Amerikaner umging. Und dann waren ja die Jahrzehnte, wo man den Eindruck gehabt hat, die Demokratie muss immer genau dorthin, wo das Öl unter dem Sand ist. Oder können Sie erinnern die Golfkriege? Die Amerikaner wurden zur Supermacht, die verwundbar wurde. Wissen Sie noch, was sie an dem Tag gemacht haben? Ich weiß heute noch, es war ein Dienstag. Ich weiß heute noch, wie ich auf dem Bett meiner Eltern saß und in den Fernseher gestarrt habe und keiner von uns richtig glauben konnte, was er dort sah.

[13:34] Das Schicksal der USA hat schon immer weit über die Grenzen Amerikas die Menschen bewegt und beeindruckt. Und dann kam sie, all diese Kriege, die wir zum Teil ja auch alle miterlebt haben, mit all ihren hässlichen Nebenprodukten, Bilder, die man gar nicht für möglich gehalten hätte in einem freien, demokratischen Amerika. Oder besser gesagt, in deren Militärlagern. Was ist das für ein Land? Die größte Militärmacht, die mitunter Kriegsverbrechen nicht zurückschreckt, gleichzeitig aber den Anspruch hat, "God's own country" zu sein, Gottes eigenes Land. Wohl kaum ein westliches Land hat so viele bekennende Christen, wo das Christentum eine solche öffentliche Wirkung hat wie die USA. Wie passt das zusammen? Wie kann ein Land, wo jeder Präsident, sei er Republikaner oder Demokrat, egal was er eigentlich politisch möchte, seine Rede beendet mit "God bless America", Gott segne Amerika. Wie kann so ein Land all die Dinge tun, von denen wir gerade nur so streifenmäßig uns ein bisschen einen Eindruck verschafft haben? Das hat zu tun mit den Anfängen der USA.

[14:57] 17. 400, genau genommen 1620 ist eines der ersten Schiffe, das überhaupt dort in Amerika Siedler gebracht hat, in See gestochen. Vielleicht kennen Sie die Geschichte. Es geht eigentlich ein bisschen früher los hier in Europa zu einer Zeit, als es lebensgefährlich war, selbst zu denken, geschweige selbst zu glauben. Also, wer damals seine Bibel selbst aufgeschlagen hat, gelesen hat und zu Schlüssen kam, die der jeweiligen Landeskirche, Staatskirche nicht gefallen haben, der konnte im 14., 15., 16. Jahrhundert mit seinem Leben dafür bezahlen. Damals war in ganz Europa ganz klar: Glaube ist eine Sache des Staates. Kirche und Staat sind eng miteinander verbunden. Wo kämen wir denn dahin, wenn jeder glauben möchte, was er will? Oder das kann ja keiner kontrollieren. Es gab Menschen, deren Gewissen hat geschlagen, die haben dagegen protestiert. Wir alle kennen die Geschichte Martin Luther, Reichstag zu Worms. Es gab Reformatoren davor, es gab Reformatoren danach, aber vor allem gab es immer wieder viele Märtyrer, Menschen, die, weil sie eine persönliche Überzeugung hatten, in welcher Frage auch immer, umgebracht worden sind, weil das nicht in das staatlich verordnete Raster passte. Das war im Mittelalter vor allem immer die römische Kirche. Das war in der frühen Neuzeit dann aber auch andere Kirchen. Diese Idee, Abweichler zu bestrafen, war nie ein Monopol Roms. Die meisten protestantischen Kirchen haben da gleich gerade wieder mitgemacht. Man war relativ stark darin, für die eigene Meinung Freiheit zu fordern, aber sehr schwach, sie für andere auch zuzulassen. Anglikanische Kirche, ein gutes Beispiel dafür. Vielleicht kennen Sie aus den unsäglichen ZDF-Dokumentationen die Geschichte von Heinrich dem Achten mit seinen gefühlten 100.000 Frauen, nicht wahr? Und dieser ganzen diesem ganzen Drama mit der Scheidung und dem Papst, der das da nicht erlauben wollte. Und dann hat er aus lauter Frust über seine Eheprobleme eine neue Kirche gegründet. Die Protestanten waren begeistert, gesagt, lass uns eine protestantische Kirche gründen, gesagt, getan. Aber wenn dann jemand anders protestantisch sein wollte, als jetzt die anglikische Staatskirche es vorgab, hatten wir das gleiche Problem in Grün. Menschen wurden ihres Glaubens wegen verfolgt. Eine Gruppe von ihnen, die besonders Berühmtheit erlangt hat, die Puritaner. Einige von ihnen wichen nach Holland aus, in die Niederlande und nahmen am Ende diese Idee auf. Man hatte ja gehört, seit einigen Jahrzehnten, dass dort ganz, ganz, ganz, ganz weit im Westen ein Kontinent quasi, na ja, unbewohnt kann man nicht sagen, die Indianer lebten dort, aber relativ frei zur Verfügung stand. Keine Kirche, die einem vorschreibt, was man zu sagen, zu glauben, zu denken hat. Keine Könige, die das auch noch ausführen und mit Waffengewalt durchdrücken. Und die Reise war lang, aber doch haben sich einige gefunden, die bereit waren, 1620 dieses Schiff, die Mayflower, zu besteigen.

[18:33] Es war ein ziemliches Opfer. Als man ankam, es wird in den Bildern immer so heroisch dargestellt, die kommen dann an, nicht wahr, und fangen dann an zu bauen. Die konnten erstmal Monate gar nicht an Land. War zu gefährlich. Auf dem Schiff überwintert, dann hat man versucht, was anzubauen, festgestellt, dass man gar nicht das Land und Klima kannte. Großteil der Leute sind gestorben. Da kamen dann immer wieder neue Wellen und so langsam haben sich diese Kolonien so ein bisschen am Sandstrand und in den umgebenden Gegenden so Wurzeln geschlagen. Langsam hat man angefangen, es aufzubauen und wenige Jahre später, 1630, als wieder mal so ein Schiff mit Flüchtlingen, sozusagen Glaubensflüchtlingen dort sich auf den Weg nach, was wir heute Neuengland nennen, also die Bundesstaaten Massachusetts, New York und so weiter, da gab es auf diesem Schiff einen höher gestellten Mann mit Namen John Winthrop. Und damals war es so üblich, dass man noch auf der Reise dann auf dem Schiff Vortragsreihen gehalten hat, Predigten gehalten hat. Die Leute konnten ja auch nicht weg, nicht wahr, die waren jetzt auf dem Schiff. Ja, da hat man sozusagen Vortragsreihen gehalten, Predigten gehalten, reden gehalten, um die Leute gleich vorzubereiten auf das, was sie dort dann auf dem neuen Kontinent äh äh erwarten wird. Und auf diesem Schiff der Arabella hat John Winthrop folgende berühmte Aussage getroffen, einer seiner Ansprachen. Er sagte zu den Flüchtlingen, sozusagen den Siedlern: "Wir müssen davon ausgehen, dass wir eine Stadt auf einem Hügel sein sollen. Die Blicke aller Menschen richten sich auf uns." Eine Stadt auf einem Hügel. Amerika bestand im Wesentlichen aus ein paar wenigen Dörfern mit Palisadenzaun, aber schon damals hatten sie diesen Anspruch: "Wir wollen die Stadt auf einem Hügel sein, die ganze Welt soll etwas von uns lernen." Und diese Idee hat Amerika nie verlassen. Dieses Bild von der Stadt auf einem Hügel ist zu einem der wirkungsmächtigsten Narrative geworden. Präsidenten des 20. Jahrhunderts haben es immer wieder aufgegriffen. John F. Kennedy z.B. Zis 1961: "Heute sind wahrlich die Augen aller Menschen auf uns und unsere Regierung in jeder Abteilung und auf jeder Ebene, ob Nation, Bundesstaat oder lokal gerichtet muss." Das heißt, Entschuldigung, wir müssen wie eine Stadt auf dem Hügel sein, gebaut und bewohnt von Menschen, die sich ihrer großen Verantwortung bewusst sind.

[21:12] Seit den Anfängen bis heute sagen Menschen, die in Amerika das Sagen haben, Präsidenten, Gouverneure, Leiter von Expeditionen, wie der John Winthrop ganz am Anfang. Sie sagen, wir sollen eine Stadt auf dem Hügel sein, denn so viel ist ja klar, auf dem Hügel sieht man die Stadt besser, oder? Eine Stadt auf dem Hügel kann von weitem gesehen, wenn eine Stadt im Tal ist, ein bisschen versteckt. Amerika hat von Anfang an diesen Anspruch gehabt: Wir wollen ein Vorbild für die Welt sein.

[21:48] Woher kommt dieses Bild von der Stadt auf einem Hügel? Es ist schon ca. 2000 Jahre alt. Jesus Christus hatte gesagt in seiner berühmten Bergpredigt: "Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben." Jesus meinte, ein Mensch, der mit Jesus lebt, wird immer einen Einfluss für Jesus ausüben. Man kann nicht Christ sein, echter Christ sein und keiner merkt es. Ein echter Christ ist immer auch sichtbar ein Christ. Er sagt dir nicht: "Ihr könntet versuchen, eine Stadt zu sein." Er sagt: "Es kann eine Stadt, die auf dem Berg liegt, nicht verborgen bleiben." Und von Anfang an haben die Vereinigten Staaten von Amerika dieses Motto für sich in Anspruch genommen.

[22:51] Ist das gut oder schlecht? Wenn Jesus sagt, ich bin das Licht der Welt, oder wenn er sagt, ihr seid das Licht der Welt, dann gibt es eine Aussage. Also noch mal in Matthäus 5 sagt: "Ihr seid das Licht der Welt." Die interessanterweise das Ganze komplementiert. In Johannes 8, Vers 12 sagt Jesus nämlich: "Ich bin das Licht der Welt." Wenn er also sagt, ihr seid das Licht der Welt, dann ist ja die Idee, ihr sollt so sein wie ich, denn ich bin das Licht der Welt. Und wenn ihr so seid wie ich, dann seid auch ihr das Licht der Welt. Das also die Idee. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. Also Jesus hat diesen Satz so gemeint, dass, wenn wir ihm ähnlich sind, wenn wir quasi seine Lehren, seine Gedanken imitieren, dann sind wir so wie er Licht der Welt war, dann reflektieren wir ebenfalls dieses Licht. Das ist die Grundidee, die hinter diesem Satz von der Stadt auf dem Berg liegt.

[23:58] Nun, gesagt, getan. Die Siedler kamen zusammen, wollten eine Stadt auf einem Berg sein und haben diese kleinen Dörfersiedlungen gegründet, hatten erste kleine Auseinandersetzungen mit den ähm Indianern, haben sich manchmal auch gut mit ihnen verstanden, aber vor allem waren sie froh, dass sie ja endlich jetzt so glauben konnten, wie sie wollten. Diese Puritaner. Puritaner waren übrigens dafür bekannt, dass sie einen sehr persönlichen Glauben gehabt haben. In der anglikanischen Kirche war das manchmal damals sehr formal. Ja, da wurde genau drauf geachtet, wie jetzt der Kragen beim Priester sitzt und da musste alles seine Ordnung haben. Die Puritaner waren mehr so diejenigen, die ein Tagebuch geführt haben, ihre persönlichen Gefühle aufgeschrieben haben, die Gebetsanliegen geteilt haben, die frei gebetet haben, also nicht nach vorgefertigten Gebetsformeln. Ja, die Puritaner waren so so sehr persönliches Glaubensleben betonende Christen. Und jetzt waren sie alle zusammen, nur Puritaner. Das muss ja eigentlich der Himmel auf Erden gewesen sein, oder? Keine Katholiken, keine Anglikaner, keine anderen Protestanten, die irgendwie anders dachten als sie. Man konnte ja förmlich das mit Händen greifen. Jetzt wird alles toll werden. Bis sie festgestellt haben, wenn man ganz viele Puritaner auf einen Haufen zusammensteckt, gibt es trotzdem noch Streit.

[25:18] Vielleicht hast du mal gedacht, oh, wenn nur alle Menschen, die so denken, wie ich politisch in dem Dorf zusammen wären, nicht wahr, dann wäre doch alles gut, oder? Wenn alle die so glauben wie ich, dann ist doch alles gut, oder? Wir denken oft, das Problem ist nur die anderen, die anders denken als ich, die anders glauben als ich. Wenn die nur mal weg sind, dann ist der Friede garantiert, dann ist Himmel auf Erden. Oder es stellt sich raus, selbst ein Haufen von Puritanern ohne Papst, ohne König, ohne alles drumherum, kriegen sich trotzdem das Streiten, weil am Ende doch wieder der eine ein bisschen so denkt und der andere ein bisschen so. Die Menschen denken nicht uniform. Und was jetzt?

[25:57] Na ja, aus Opfern werden Täter. Dieselben Puritaner, die aus England vor der Verfolgung geflohen waren, die erlebt haben, was es bedeutet, wenn man das Gewissen knechtet, wussten sich nicht anders zu helfen, als wenn Leute nicht so genau dachten wie sie, auszuschließen, zu bestrafen. Es sind auch Menschen umgekommen.

[26:25] Hier ist ein wichtiger Gedanke. Wir sind sehr schnell darin, eine Freiheit zu fordern für uns persönlich, aber meistens nicht so schnell darin, sie für andersdenkende auch zu fordern. Ich bin tatsächlich kein Kommunist, aber die Rosa Luxemburg hat einen klugen Satz gesagt. Sie sagte einmal: "Freiheit ist immer die Freiheit des anderen." Freiheit ist immer die Freiheit des anderen. Luther war darauf bedacht, seine eigene Glaubensfreiheit zu verteidigen. Zwingli wollte für seinen eigenen Glauben Freiheit haben. Wenn Menschen anders dachten als er, hat man auch gerne mal gesagt, ja, dann aber weg mit denen. Tatsächlich leider so gewesen in der Reformationsgeschichte und auch mit den Puritanern.

[27:15] Eines Tages tauchte dort in der Kolonie ein Mann namens John Roger, nicht John, ich habe Roger Williams, sorry, jemand mal von Roger Williams gehört? Roger Williams. Ein paar, wer noch nie was davon gehört hat. Es gibt ein ganz tolles Buch, ähm, das ich wirklich sehr empfehlen kann. Ähm, es gibt's auch, glaube ich, als Geschenk hier am Büchertisch, vom Schatten zum Licht. Da gibt's ein ganzes Kapitel über ihn und seine Geschichte. Toller Mann. Der Mann hatte eine absolut revolutionäre, unerhörte Idee, nämlich er hat tatsächlich vertreten und sich getraut, das öffentlich zu sagen: Jeder Mensch lebt, was er möchte. Die Puritaner haben angeschaut und gesagt: Von welchem Stern kommst du? Soll man die Irrlehrer nicht strafen? Soll man die Menschen, die anders denken als wir, nicht ausschließen? Er sagt: "Nein, jeder soll einfach denken, was er möchte." Aber der darf doch dann kein Bürgermeister werden. Doch, warum nicht? Ein Bürgermeister, der was anderes denkt, als wir das glauben, unvorstellbar.

[28:26] Er sagte: "Das Volk oder die Behörden mögen entscheiden, was der Mensch dem Menschen schuldig ist", also das zwischenmenschliche Verhältnis. Versuchen Sie aber einem Menschen seine Pflicht gegen Gott vorzuschreiben, so tun Sie, was nicht Ihres Amtes ist, und man kann sie sich auf sie nicht mit Sicherheit verlassen, denn es ist klar, dass der Magistrat, wenn er die Macht hat, heute diese oder morgen jene Meinung oder Bekenntnisse vorschreiben mag, wie es in England von den verschiedenen Königen und Königinnen und in der römischen Kirche von etlichen Päpsten und Konzilien getan wurde, sodass der Glaube zu einem einzigen Chaos würde." Damals war es ja so im Mittelalter, was der Fürst glaubt, mussten alle glauben. Und wenn der Fürst sich geändert hat, mussten alle plötzlich sich ändern. Ja, und er sagt: "Hey, das kann es doch nicht sein. Die staatliche Macht hat keine Aufgabe, den Glauben von Menschen zu regulieren."

[29:21] Tatsächlich hat Roger Williams das nur überlebt, weil es die Indianer gab. Seine eigenen Landsleute und Glaubensgenossen, die Puritaner, haben ihn aus der Kolonie gejagt und er wäre im Winter dort in der Wildnis draufgegangen, wäre gestorben, wenn die Indianer ihn nicht gerettet hätten. Und so hat er dann weiterleben können und hat etwas weiter südlich im heutigen Rhode Island eine Stadt gegründet, Providence, und dort seinen Lebenstraum verwirklicht. Etwas, was selbst für die freiheitsliebenden Puritaner in Nord-Neuengland unvorstellbar war. Ein Ort, an dem jeder glauben durfte, was er glauben wollte, ohne dass ihm deswegen ein Amt, eine Position verwehrt worden wäre. Revolutionär, aber sehr erfolgreich. Und zwar so erfolgreich, dass im Laufe der Zeit sich das zum Prinzip der USA gebildet hat.

[30:20] Woher hatte der Williams das? Von Jesus? Jesus hatte gesagt: "Gebt dem Kaiser, also dem Staat, was des Kaisers ist und gebt Gott, was Gottes ist." Mit anderen Worten, der Kaiser kann nicht bestimmen, was die Religion betrifft. Und es gibt Dinge, die wir dem Staat schuldig sind, die mit dem Gebiet der Religion nicht zu tun haben. Beides soll getrennt werden. Jesus hatte auch gesagt in Johannes 18, Vers 36: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."

[31:05] Jesus war gekommen, um Menschen zu erreichen, um Menschen zu helfen. Er war gekommen, um ihnen Ideen über Gott zu vermitteln, aber er hat das niemals mit Gewalt getan, niemals mit Druck.

[31:27] Die vielleicht bedeutendste Aussage der Bibel ist folgende: Sie sagt: "Gott ist Liebe." Ich weiß nicht, wer von uns hat schon mal geliebt? Ah, doch. Drei, vier, fünf. Geliebt. Wer von uns wollte schon mal geliebt werden? Wie macht man denn das? Hat da jemand die Geheimformel, wie man andere dazu bringt, einen zu lieben? Gibt's da irgendwelche Zaubertränke, die man anrühren kann? Gibt's da irgendwelche Techniken, wie man einen? Nein, wir alle wissen, Liebe kann man nicht erzwingen. Man kann vielleicht Gehorsam erzwingen. Man kann Liebe nicht erzwingen. Gott ist die Liebe. Und das ist nicht nur eine abstrakte theologische Wahrheit. Es heißt hier: "Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt. Darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade." Gott will Menschen retten, aber er benutzt niemals Gewalt, niemals Einschüchterung, niemals Manipulation, sondern immer nur das Argument der Liebe, des Werbens, des Einladens. Ein Mensch ist immer frei zu entscheiden, ob er Gott folgen möchte oder nicht. Ich sag immer, die Pflanze der Liebe wächst auf dem Boden der Freiheit.

[33:01] Oder um es anders auszudrücken: Wenn der nordkoreanische Diktator nach einer erneut gewonnen Wahl mit 99,999% wenn der Abend schlafen geht, fühlt er sich von seinem Volk geliebt. Ich glaube, in seinem allertiefsten Herzen weiß er, die hatten ja keine Wahl, nicht? Ja, da stand auf der Karte sein der einzige Name drauf. Ja, jetzt haben die ihn alle gewählt. Ja, schön. Wir alle wissen, echte Liebe besteht darin, wenn der andere auch eine Wahl gehabt hat, wenn er sich freiwillig entschieden hat, wenn man ihn nicht dazu gezwungen hat.

[33:37] Heute gibt's einige Menschen, die sind so verzweifelt in ihrem Wunsch geliebt zu werden, dass sie äh den Computer programmieren, nicht? Ja, einen KI-Chatbot, der ihnen dann suggerieren soll, dass er sie liebt. Wir werden ja noch nächste Woche ein bisschen drüber sprechen, also nicht nur darüber, aber ich glaube, jeder Mensch, der sich so in einen Chatbot verliebt, weiß eigentlich ganz tief in seinem Herzen, das ist ja eigentlich nur, wie sagen die Jugendlichen, fake, nicht? Das ist ja nur, das ist ja nicht echt. Ich kann ja sogar sagen, wie er mit mir reden soll. Ja, ich kann ihn ja sozusagen, das ist eine Maschine letztlich. Man fühlt, man man hat da vielleicht oberflächlich so ein schönes Gefühl, da versteht mich jemand, da sagt jemand, dass er mich lieb hat, nicht wahr? Das fühlt sich toll an, aber ganz tief unten drin weiß man, das ist keine Liebe, das ist nicht das Original.

[34:32] Jesus macht deutlich, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist. Er sagt, wenn es von dieser Welt wäre, wenn ich ein normaler Politiker gewesen wäre, wenn morgen ein bisschen mehr drüber sprechen, dann hätten meine Jünger gekämpft. Sie hätten das Schwert genommen und hätten für die Wahrheit des Evangeliums gekämpft. Würde es sich lohnen, für Jesus zu kämpfen? Ich meine, Jesus ist doch die Wahrheit, oder? Er ist der Weg. Er ist die Offenbarung des Vaters. Wenn man also, wenn ich also, wenn man schon kämpft, dann für Jesus. Aber Jesus wollte nicht, dass man für ihn kämpft. Es gab ja Leute, die das versucht haben. Petrus z.B., der im Garten Gethsemane das Schwert gezogen hat und Jesus sagt: "Steck dein Schwert ein."

[35:15] Man kann übrigens auch ohne Schwerter für den Glauben kämpfen. Man kann jemanden mit Worten erschlagen. Glauben, damit etwas Gutes für Gott zu tun, in Wirklichkeit damit eigentlich alles nur noch kaputter machen. Die Menschen, die mit Gewalt versuchen, andere zum Glauben zu bekehren, haben ja oft gute Motive. Sie sagen sich: "Mensch, ein Mensch muss doch Gott kennenlernen, um das ewige Leben zu haben. Und wenn er nicht will, vielleicht muss man ihn zu seinem Glück zwingen." Oder so haben sich die Franken das gedacht unter Karl dem Großen, als sie in Norddeutschland die Sachsen bekehrt haben. Das ging ganz einfach. Schwert an den Hals, möchtest du getauft werden? Da waren die Sachsen in kürzester Zeit bekehrt. Aber waren sie wirklich bekehrt? Haben sie wirklich Gott geliebt?

[36:07] Die Vereinigten Staaten von Amerika wurden, als sie 1776 und dann in den Folgejahren gegründet wurden, als Michael Hillas nicht war Treasurer, die wurden auf diesem Prinzip letztlich gebaut, dass einst Roger Williams schon im 17. Jahrhundert ausgesprochen hatte. Das hatte sich so wie Sauerteig durch die Kolonien vermehrt und verbreitet, bis alle davon überzeugt waren. Hier ein paar interessante Zitate und äh vielleicht können wir diese Zitate auch so ein bisschen schon lesen im Hinterkopf behalten, wenn wir dann gleich auch in ein paar Minuten über das sprechen, was heute passiert. Benjamin Franklin, alles ganz berühmte Leute aus der damaligen Zeit, alles zum Teil Freunde von Michael Hillas. Ja, der der ist glaube ich sogar neben Franklin begraben, wenn ich das richtig gelesen habe. "Wenn eine Religion gut ist, meine ich, wird sie sich selbst erhalten. Und wenn sie sich nicht selbst erhalten kann und Gott sich nicht darum kümmert, sie zu unterstützen, sodass ihre Anhänger darauf angewiesen sind, die Hilfe der zivilen Autorität anzufordern, ist es ein Zeichen, so scheint es mir, dass es eine schlechte Religion ist." Eine echte Religion braucht nicht den Staat. Wenn die Religion gut ist, kümmert sich doch Gott um die Religion, oder? Thomas Jefferson. Krasser Satz. "Nur der Irrtum benötigt die Unterstützung der Regierung."

[37:30] Das waren das war auch Männer. Wahrheit kann für sich alleine stehen. Ja, wer die Regierung bitte und sagt, bitte, bitte, bitte hilf und sorgt dafür, dass alle so denken wie wir, der beweist ja, dass eigentlich seine Position nicht besonders stark ist, oder? John Adams, zweiter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nach Washington, in einem Vertrag mit Staaten in Nordafrika, Vertrag von Tripoli, 10. Juni, der ist von allen, also von dann auch im Senat ratifiziert worden. Also das ist ein offizielles Dokument. "Die Regierung der Vereinigten Staaten ist in keinster Weise auf der christlichen Religion aufgebaut." Jetzt, wer wir sagen: "Halt, Moment mal, was ist mit 'God's own country'?" Die Amerikaner verstanden sich nicht als eine christliche Nation, sondern als eine Nation von Christen. Großer Unterschied. Eine Nation, in der halt jetzt gerade mal viele Christen leben, wo aber theoretisch auch jede andere Religion geduldet, erlaubt, willkommen ist, in keinster Weise auf der christlichen Religion aufgebaut. James Madison. "Wir lehren die Welt die große Wahrheit, dass Regierung ohne Könige und Adlige besser arbeiten als mit ihnen. Der Wert wird verdoppelt durch die andere Lektion, dass Religion in größerer Reinheit blüht, wenn sie keine Hilfe von der Regierung erhält."

[38:56] Die waren nicht gegen Religion. Viele von den Gründungsvätern der USA waren zum Teil gläubige Christen. Aber gerade, weil sie dieses Prinzip verstanden hatten von Jesus: Gibt dem Kaiser, was des Kaisers ist, gibt Gott, was Gottes ist, wollten sie Staat und Kirche trennen, weil nur dann die Kirchen wirklich wirklich ein Segen sein können.

[39:21] Versuchen das zu illustrieren. Stellen Sie sich vor, der Bürgermeister von Kreichtal nimmt eine bestimmte Religion oder Konfession an und beschließt, dass ab sofort man nur noch ein Amt im Kreichtal besetzen kann, nur noch Lehrer sein kann, nur noch auf dem Amt arbeiten kann, bestimmte Positionen nur noch haben kann, wenn man derselben Kirche angehört. Jetzt möchte jemand Feuerwehrmann werden, nicht, oder äh bei der Behörde arbeiten, oder möchte gern Lehrer werden, aber er hört, ich kann nur Lehrer sein, wenn ich dieser Kirche beitrete. Was macht er also? Er tritt der Kirche bei und ist gar nicht überzeugt. Wenn man die Kirchenzugehörigkeit fordert, um im Staat eine Aufgabe zu haben, dann füllt man die Kirche mit Heuchlern. Und das haben diese Männer damals verstanden.

[40:27] Nun, in der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika ist das dann auch alles fest äh gelegt worden. Erster Zusatzartikel: "Der Kongress darf kein Gesetz erlassen, das die Einrichtung einer Religion betrifft, die freie Religionsausübung verbietet, die Rede- und Pressefreiheit einschränkt und so weiter." Kaum eine andere Nation hat die Trennung von Kirche und Staat dann so klar, so deutlich und so präzise formuliert. Und die USA sind massiv gewachsen und heute, das ist schon 11 Jahre alt, ziemlich genau 11 Jahre alt. Ein offizielles christliches Amerika klingt für viele Amerikaner genauso, wie es sein sollte. Gibt's interessante Statistiken, die Zahlen steigen immer mehr.

[41:18] Jetzt bin ich gespannt, wer von uns hat schon mal die ein Dollarnote studiert? Vielleicht gibt's ja ein paar Leute, die schon mal, wenn keiner geschaut hat, auf YouTube paar Videos geschaut hat oder was ist auf dieser Note hier so ein bisschen mysteriös? Was gehört da eigentlich nicht hin? Kann jemand helfen? Was sagen die YouTube? Ah ja, also die YouTube-Videos sagen ja meistens hier das da, oder das hier, oder diese komische Pyramide, oder? Ah, die Pyramide mit dem allsehenden Auge und da steht irgendwas noch darunter. Die neue Weltordnung habe ich schon so oft gehört, übrigens, da steht gar nicht neue Weltordnung. Latein steht dort: "Novus ordo seclorum", die neue Ordnung der Zeitalter. Was immer die damit gemeint haben, ist nicht die neue Weltordnung. Steht ja gar nicht da. Aber das ist nicht das, was an dieser Note so beeindruckend ist oder so bemerkenswert. Übrigens, kleiner Funf nebenbei. Michael Hillas war auch mal auf der 10-Dollar-Note, Anfang des 20. Jahrhunderts. Ja, also, wenn jemand so Sammler von Banknoten ist, ja, ein quasi ein ein Sohn des Kreichgaus auf der 10-Dollar-Note da abzusehen, aber das ist jetzt nicht unser Thema. Zurück hierzu. Du hast es schon gesagt. "In God we trust." Das klingt doch völlig harmlos, völlig, also das ist doch amerikanisch, oder? Das steht erst seit den 50er Jahren auf der Dollarnote. Das wäre einem Jefferson, Madison nicht im Leben eingefallen, darauf zu schreiben: "In God we trust." Warum? Weil die USA keine christliche Nation sind. Zwar eine Nation, wo alle Christen herzlich willkommen sind, wo wo jeder dabei sein darf, wo alle glauben können, was sie, was sie wollen. Alle christlichen Religionen dürfen dort blühen und sich entfalten und machen, wie sie denken. Aber es ist keine christliche Nation.

[43:12] "In God we trust." Wie kam es denn dazu? Bis zum Zweiten Weltkrieg haben die USA diese Trennung von Kirche und Staat ziemlich gut durchgehalten. Es gab natürlich in Kriegszeiten, hat man gesagt, ach, möge Gott uns segnen und so weiter. Ja, das ist schon verständlich. Aber nach dem Zweiten Weltkrieg, da haben berühmte Prediger wie Billy Graham z.B. erstmals es geschafft, dauerhaft die Verbindung zu den US-Präsidenten zu schaffen. Der Truman, Harry Truman, das war der, der die Atombombe abwerfen ließ, war noch der letzte, der das so abgelehnt hat. Da kam der Graham zu ihm und hat gesagt: "Hey, lass uns beten." Und das war irgendwie, er war Baptist, der Truman hat gesagt, ich bin Präsident der USA, jetzt machen wir nicht so ein großes Ding draus, oder? Der nächste, der Eisenhower, ist total darauf abgefahren und plötzlich waren Kirche und Staat in der Öffentlichkeit ganz anders vertreten. In der Zeit geht es los, dass die amerikanischen Präsidenten immer Gebetsfrühstück machen. In der Zeit wurde plötzlich auf die Dollarnote geschrieben: "In God we trust". In der Zeit äh hat man angefangen, dass US-amerikanische Präsidenten mal gesagt haben: "God bless America", Gott segne Amerika. Das ist etwas aus den 50er Jahren. Das hat z.B. ein bisschen so Wellen gehabt. Ja, aber das ist eigentlich, es gibt, aber das würde jetzt hier vielleicht zu weit führen, interessante Studien, die zeigen, dass das durchaus auch wirtschaftliche Gründe gehabt hat. Ähm, das hat auch politische, wirtschaftliche Gründe gehabt, aber da können wir heute nicht zu weit ins ins Detail gehen.

[44:49] Und seitdem hat das ziemlich zugenommen. William Rehnquist, das war ein ehemaliger oberster Richter am Supreme Court, ein Leiter des Supreme Court, der sagte schon 1991: "Die trennende Mauer zwischen Kirche und Staat basiert auf schlechter Geschichte. Sie sollte offen und explizit abgeschafft werden." Jeff Sessions, der Justizminister unter der ersten Trump-Administration, sagte 2016, vor 10 Jahren: "Die Verfassung sagt, wir sollen keine Religion fördern." Okay, der Kongress soll eine Religion nicht fördern. Na ja, da steht ja nicht, dass die Bundesstaaten es nicht machen dürfen. Ja, wenn der Kongress es nicht machen darf, dann können sie ja vielleicht die Bundesstaaten machen. So durch die Hintertür. Man, man merkt seit Jahrzehnten nimmt dieser Gedanke Fahrt auf. Können wir nicht vielleicht doch mit Hilfe des Staates wieder das Christentum fördern und so quasi zur offiziellen Religion machen? Klingt doch gut, oder? Wenn man Christ ist, ja, soll doch alle Christen werden. Sowieso die beste Religion, oder? Well, das hat man in Rom damals auch gedacht, im Mittelalter, und die Anglikaner haben das auch gedacht und die Puritaner auch. Das ist ja genau der Denkfehler, dass man denkt, das, was man selbst versteht, dass man das anderen aufdrücken kann.

[46:13] Ich habe ein interessantes Zitat gefunden, wo dieser Gedanke noch völlig in die Ferne gerückt wird, abgelehnt wird. Da sagte jemand: "Ich glaube an ein Amerika, wo die Trennung von Kirche und Staat absolut ist, wo kein katholischer Prälat den Präsidenten, sollte ein Katholik sein, sagen soll und kein protestantischer Prediger seinen Gemeindegliedern sagt, für wen sie stimmen, wo keiner Kirche oder kirchlichen Schule irgendwelche öffentlichen Gelder oder politischen Vorrechte gestattet werden und wo keinem Menschen ein öffentliches Amt verwehrt wird, weil seine Religion von der des Präsidenten, der ihn ernennen könnte, oder der des Volkes, das ihn wählen könnte, sich unterscheidet." Hat jemand eine Ahnung, wer das gesagt haben könnte? Das war J.F. Kennedy. Der war noch für die Trennung von Kirche und Staat, einer der wenigen, die nach Eisenhower noch mal so richtig zurückgeschwenkt sind, gesagt haben, nein, lasst uns das ganz getrennt halten.

[47:10] Sein Leben verlief tragisch, wie wir alle wissen. Und heute sieht die Sache schon ganz, ganz anders aus. Wie gesagt, einzelne Details der Politik sollen es hier nicht interessieren, aber es gibt eine massiv wachsende Gruppe an Menschen in den USA, die so stark ist, dass niemand, der Präsident werden will, sie ignorieren kann. Die davon ausgehen, die darauf pochen, dass das Christentum die Staatsreligion von Amerika werden soll. Und wenn der Geist des Mittelalters, das ist die Wahrheit, das müsst ihr alle glauben, ansonsten, wenn der in der politisch und wirtschaftlich und militärisch stärksten Nation der Welt wieder auflebt, dann sollten uns allen ein bisschen die Knie zittern. Da gilt wirklich während den Anfängen, nur die Anfänge, denn die sind schon lange hinter uns. Das ganze äh wächst immer mehr. Hier schreibt CNN: "Weiße christliche Nationalisten." Das ist diese Idee. "Das Christentum ist unsere Nationalreligion." Ja. "Wollen Amerika in ihr Bild formen", heißt es ja.

[48:29] Vielleicht erinnern wir uns an den Aufstand bei der nach der umstrittenen Wahl, ja, als Joe Biden zum Präsident dann ähm ähm ausgerufen worden ist. Was viele nicht wissen, ist, dass bei diesem Aufstand, als Anhänger Trumps das Kapitol gestürmt haben, enorm viele Christen dabei gewesen sind. Hier sieht man Jesus mit Trumps Magerhut, ne? Da gab es während des Sturms auf das Kapitol Gebetsversammlungen im Hintergrund, wo auf Bühnen die Leute dann in Zungen gebetet haben und in Schofarhörner geblasen haben und Prophezeiungen gesprochen haben. Da gibt es eine immer größer werdende Gruppe in den USA, die versuchen auch mit Gewalt notfalls ihre Vorstellung von Wahrheit und Religion durchzudrücken. Und manchmal gerade dann, wenn man vielleicht sogar selbst Christus, denkt man, na ja, aber was die inhaltlich sagen in dem einen oder anderen Thema, ist doch eigentlich gut und ist doch eigentlich richtig. Und ich denke ja auch so theologisch. Das mag sein, aber wenn ich die Wahrheit mit Gewalt anderen aufdrücken möchte, ist es nicht mehr die Wahrheit. Dann ist nicht die Wahrheit, wie Jesus sie gemeint hat.

[49:59] Vielleicht sagt jemand, aber ja, gut, die Präsidenten kommen und gehen. Ja, am Ende sind die USA ja eine demokratische Nation und da gibt es Gerichte, die werden das Ganze schon zurückhalten, oder? Es gibt eine sehr interessante Studie, die ich gelesen habe, ähm von juristischen, also Juristen, Wissenschaftlern, die die Jura studieren und lehren und entsprechend dort in der Wissenschaft tätig sind, die hier in einer Fachzeitschrift, Supreme Court Review, einmal analysiert haben, wie sich die Entscheidung des obersten Gerichtshofes im Laufe der letzten Jahrzehnte so entwickelt haben. Man hat sich sämtliche Entscheidungen des obersten Gerichtshofes angeschaut, die irgendetwas mit Religion zu tun haben, also wo die Frage der Religionsfreiheit verhandelt worden ist und haben angeschaut, wie oft hat der Gerichtshof sozusagen für die Seite der Religion und wie oft gegen die Religion entschieden. Also so statistisch und hat man rausgefunden, dass seit 1953, also über 100 Jahre, jetzt ja schon fast 70 Jahre, das immer so fifty-fifty war, ja, mal für die Kirche, mal für die Gegenposition, immer so fifty-fifty. Und wenn für die Kirche waren, das meistens kleine Kirchen, die irgendwie wenig Lobby hatten, irgendwie so am Rande der Gesellschaft. Unter dem jetzigen Supreme Court ist dieser Prozentsatz von 50% pro Kirche auf 81% gesprungen und zwar in der Regel für große Megakirchen, die eigentlich sowieso schon eine starke Verankerung haben. Die Idee dahinter ist, dass also rein statistisch gesehen, das jetzt nicht nur eine Wahrnehmung, die man jetzt irgendwie so hat von Nachrichten, selbst in den Gerichten deutlich spürbar, das Gewicht sich pro Religion verschiebt. Trump verspricht eine neue Ära christlicher Macht. Er hat den den ganzen in Amerika ist das ja ganz modern, diese die christlichen Televangelisten, die auf die zu Millionen Leute im Fernsehen predigen, gesagt, ihr werdet Macht bekommen, wie noch nie zuvor. Und äh alles, was er so bisher in diese Richtung dann auch getan hat, äh zeugt davon, dass es ernst gemeint hat.

[52:13] Ich möchte zum Ende heute ganz kurz einen kleinen Ausblick geben, warum das uns tatsächlich betrifft. In der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel, da sieht Johannes etwas sehr Spannendes und ich werde es jetzt nur kurz zusammenfassen, um zu sehen, warum das hier für uns heute so entscheidend ist. Er sieht dort oder dem Symbol eines Drachen den Satan, wie er gegen Gott und die Wahrheit kämpft. Er sieht dort die Geburt des Messias Jesus Christus vor 2000 Jahren und sein Leben und Wirken und seinen Tod am Golgatha, seine Auferstehung, den Sieg des Evangeliums. Er sieht, wie die Nachfolger Jesu mit Waffengewalt unterdrückt werden, aber nicht aufgeben. Je mehr man sie vernichtet, je mehr man sie verfolgt, desto mehr werden sie. Die Strategie des Satans ändert sich und die Könige werden Christen. Die Kaiser werden Christen, die Könige werden Christen. Die Christen bekommen Macht, die Christen bekommen Einfluss, die Christen bekommen Luxus und das Christentum verändert sich. Das Christentum fängt an, politische Kompromisse zu machen. Das Christentum fängt an, politische Macht, die es jetzt hat, zu benutzen, um andere zu unterdrücken. Andersdenkende können ein Lied davon singen, die Waldenser z.B. In Rom führt das Ganze zum Gipfel. Kirche und Staat verbinden sich so sehr, dass es dort einen echten Kirchenstaat gibt, eine politische Einheit, die gleichzeitig Kirche ist und die ganze bekannte Welt politisch und kirchlich kontrolliert.

[54:15] Das Ganze, so beschreibt die Offenbarung, findet ein Ende, vorläufig. Das Papsttum gegen Ende des 18. Jahrhunderts vor zeitweise beendet wird. Und zu dieser Zeit sagt Johannes: "Jetzt sah ich ein Tier aus der Erde aufsteigen. Es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm." Nun, wenn Johannes oder auch der Antroprophet, der ähnliche Dinge sieht, der Daniel, wenn die Tiere sehen, dann ist das keine zoologische Vision. Dann geht es nicht um um Tierarten. Das sind meistens Tiere, die es so nicht gibt. Die kommen meistens aus dem Meer, z.B. ein Löwe oder ein Bär oder ein Panther. Und natürlich gibt es Seelöwen und Seebären, aber die sind nicht gemeint. Das sind also Symbole für Könige, Königreiche, Weltreiche. Heute ist nicht die Zeit, das alles sich im Detail anzuschauen, aber so viel soll für uns genügen. Das Wasser, wo diese Tiere normalerweise rauskommen, ist in der biblischen Prophetie ein Symbol für die Völker und für die Nationen. Aber dieses Tier kommt nicht aus dem Wasser, es kommt aus der Erde. Ist das einzige Tier in der Offenbarung, das einzige Tier in der Prophetie, das nicht aus dem Wasser kommt. Nicht dort, wo es schon Nationen und Völker gibt, nicht dort, wo es schon Kulturen gibt, sondern in ziemlicher Isolation. Es kommt nicht aus der Wüste. Also ein bisschen Wasser ist da schon in der Erde drinne, nicht? Ganz unbewohnt waren die äh war das Land ja nicht.

[55:40] Und er sieht, dass dieses Tier aus der Erde aufsteigt und zwei Hörner hat gleich einem Lamm. Und wenn der Johannes im letzten Buch der Bibel von einem Lamm spricht, dann hat das immer eine tiefe Bedeutung. Jeder hebräische Leser, jeder christliche Leser wusste: Lamm. Das gehört zu den beeindruckendsten und tiefsten Geschichten der Bibel. Vielleicht haben Sie mal die Geschichte gehört von Abraham und Isaak. Abraham, der seinen Sohn opfern soll, zum Glück es nicht muss am Ende. Und als dort dieser geprüfte, leidende Abraham mit seinem eigenen Sohn zum Altar hinschreitet, also den er dann baut natürlich auf den Berg hinschreitet und sein Sohn so ein bisschen nachdenkt und sagt: "Papa, wir haben jetzt hier das Holz für das Opfer und wir haben das Feuer und wir haben das und jenes, aber wo ist eigentlich das Lamm?" Der Vater, der weiß, was Gott ihm geboten hatte, nämlich eigentlich diesen eigenen Sohn zu opfern, in seiner ganzen Verzweiflung sagt: "Gott wird für ein Lamm sorgen." Und wenn man die Geschichte liest, man fühlt mit ihm mit. Ich weiß auch nicht und dann tut er ihn auf den Altar. Und als er das Messer dann nimmt und ausstreckt und niemand von uns, glaube ich, kann richtig vorstellen, was in seinem Herzen davor sich geht und sein Gehirn vermutlich schon den Befehl gegeben hat, zustechen, sozusagen, nur der Nerv noch nicht erreicht worden ist und plötzlich der Engel vom Himmel ruft: "Stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, Abraham, Abraham, Abraham, das war nur ein Test, war nur ein Test." Da gibt es keinen Lamm. Es gibt einen Widder im Gebüsch. Der Widder wird genommen. Der Widder wird geopfert als Ersatz, um deutlich zu machen, Gott möchte keine Menschenopfer. Er hat einen Ersatz gefunden. Aber der Abraham versteht: Moment mal, Moment mal, Moment mal. Das geht gar nicht um den Widder hier. Ich habe gerade was gemerkt. Ich hab gemerkt, wie sehr es mir schwer fällt, meinen eigenen Sohn zu geben. Der Herr, der Herr wird für ein Lamm sorgen und ihm dämmert das, dass er gerade so ein kleines Fenster bekommen hat in die Gefühle Gottes, wie er denkt, wenn er seinen eigenen Sohn geben wird, so wie es das Christentum lehrt, für deine und meine Sünden. Der Herr wird für ein Lamm sorgen.

[58:36] Die Israeliten mussten ein Lamm schlachten und das Blut an die Türpfosten streichen. Jahrhunderte später. Gott hatte eine Plage nach der anderen gesandt. Die Ägypter haben sie trotzdem nicht losgelassen. Sie wollten unbedingt raus, die Israeliten, aber sie konnten nicht. Aber hier kommt eine interessante Sache. An dem Abend, als sie das Blut des Lammes an ihre Türpfosten gestrichen haben, an dem Abend wurden sie frei. Weiß nicht, lieber Freund, liebe Freunde, ob es irgendetwas gibt, was dich festhält, wo du momentan denkst, das will ich gerne loswerden. Schlechte Gedanken, eine ein Charakterfehler, Dinge, die dich an dir selbst nerven, die du eigentlich loswerden möchtest und die wie eine ägyptische Kette sind, wie der Pharao, die dich nicht loslassen. An dem Tag, an dem wir das Blut des Lammes für uns in Anspruch nehmen für diese Sache. An dem Tag werden wir frei.

[59:40] Jahrtausende, anderthalb Jahrtausende später. Johannes, der Täufer, steht am Jordan und er sieht einen Galiläer, einen Zimmermann, völlig unbedeutend gekleidet, zur Taufe kommen und er ruft auf: "Siehe, das ist das Lamm Gottes, Jesus Christus, der Sohn des Vaters, der wirklich sterben wird, der mit seinem Blut uns alle freimacht aus der Sklaverei." Das Lamm ist ein Symbol für Jesus Christus, der für dich und für mich gestorben ist, der nicht mit einem Schwert gekommen ist und gesagt hat: "Möchtest du auch Teil des Reiches Gottes werden?", sondern der mit Seilen der Liebe, indem er am Kreuz von Golgatha für mich gestorben ist, an meinem Herzen klopft und sagt: "Christopher, möchtest du nicht mir glauben?"

[1:00:33] So arbeitet Jesus und so sieht Johannes dieses Tier aus der Erde aufsteigen. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm. Mit anderen Worten, zwei Hörner so wie Jesus. Und zwei Hörner wie Jesus, was soll das denn heißen? Nun, Hörner, in der Prophetie sind ein Symbol für Könige, für Königreiche. Hat denn Jesus von zwei Königreichen gesprochen?

[1:01:00] Wenn Jesus unterwegs war, wenn Jesus gelehrt hat, wenn er gepredigt hat, hat er von zwei Königreichen gesprochen. Es heißt ja hier, das Tier hatte zwei Hörner, zwei Königreiche wie ein Lamm, wie Jesus. Hat nicht Jesus immer nur vom Reich Gottes gesprochen? Nein, Jesus hat tatsächlich von zwei Königreichen gesprochen. Von dem weltlichen Königreich, der Kaiser und vom Reich Gottes. Jesus hat seinen Jüngern nicht gelehrt, dass sie sich aus der Gesellschaft zurückziehen, dass sie den Staat ignorieren, dass sie die Kaiser verachten sollen. Sie sollten nicht auf Tiberius spucken. Sie sollten keine bösen Videos über Nero auf TikTok verteilen. Hm. Sie sollten diesen zumindestens die Ehre zukommen lassen, die ihn gebührt. Nicht deren Sünden gut heißen, nicht ihnen Maul ums Honig spüren. Äh nee, Honig ums Aber sie sollten ihnen mit Respekt begegnen. Sie sollten die Verordnung, die sie mit ihrem Gewissen vereinbaren können, auch halten. Und Gott geben, was Gottes ist. Kirche und Staat getrennt.

[1:02:22] Das war die Botschaft von Jesus. Und das war die Grundlage der Vereinigten Staaten von Amerika. Tatsächlich hat es nie einen Staat gegeben, der in seiner Verfassung so sehr die Bergpredigt und überhaupt die Lehre Jesu ernst genommen hat wie die USA. Gerade dann, als sie nicht den Staat zur Stärkung der Kirche herangezogen haben, getrennt haben, haben sie genau das getan, was Jesus eigentlich auch wollte. Und deswegen konnten dort über Jahrzehnte konnte dort das Christentum eine solche Blüte erleben. Und ich glaube sogar, das ist das eigentliche Geheimnis für den wirtschaftlichen und politischen Erfolg der Vereinigten Staaten.

[1:03:08] Aber die Bibel sagt, das Tier redete wie ein Drache. Weiß nicht, wer hat von uns schon mal ein Lamm gesehen? Lamm gesehen. Die Lämmer, wie sehen die aus? Die Lämmer süß, nett, goldig. Ja, kommt so, man geht so an der an der Wiese entlang spazieren, da kommt so ein Feld und dann da steht so ein kleines süßes Lämmchen. Ja, guckt an mit den Kulleraugen und was macht man? Nimmt ein bisschen Gras oder ein bisschen Gras und komm, komm mal her, kleines Lamm. Ja, komm mal her, komm mal her. Da kommt das so angel. Guckt ein so an und dann dann dann tut man das Gras ein bisschen hin und dann macht es den Mund auf und sagt: "Was würden Sie denken? Was würden Sie denken? Das ist ein komisches Lamm, oder? Da ist was anderes drinne als drauf steht." Also die Leute erschrecken sich immer. Das steht in der Bibel, oder es redete wie ein Drache. Weiß nicht, redet. Es redete wie ein Drache, ganz anders als man eigentlich denken würde. Und der Drache in Offenbarung ist ein Symbol für Satan. Der Teufel und der Satan, der die ganze Welt verführt. Jesus hatte was ähnliches gesagt. Er hatte gesagt: "Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind." Ja, so ähnlich wie Lamm und da drin ist ein Drache, oder?

[1:04:40] Deswegen wird übrigens die USA später in der Prophetie auch als falscher Prophet bezeichnet. Nicht überall. Wo Christentum draufsteht, ist auch Christentum drin. Es gibt alle Macht des ersten Tieres aus vor seinen Augen und es macht, dass die Erde und die darauf wohnt, das erste Tier anbeten. Hier steht nicht, es wird dafür. Hier steht nicht, es lädt ein, es macht, dass sie anbeten. Und wenn ich sage, ich mache, wenn ich jetzt mache, dass sie alle anbeten, dann ist das keine gute Sache. Obwohl Anbetung eine gute Sache ist, aber wenn ich mache, wenn ich bewirke, wenn ich zwinge, dass alle anbeten, dann verliert die Anbetung das Wesentliche der Anbetung, nämlich die Freiwilligkeit. Und dann wird aus der ganzen Sache eine substanzlose Form, die eigentlich das Ganze ins Gegenteil verkehrt. Übrigens, damit ist nicht gemeint, dass ein Präsident eine Rede hält. Wenn ein Staat wie die USA etwas machen wollen, was müssen sie dann machen? Sie müssen Gesetze erlassen.

[1:05:50] Die USA, die Offenbarung sagt voraus, dass das Land, das gegründet worden ist von Menschen, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt worden sind, das gegründet ist verfassungsmäßig auf dem krassen Prinzip von Trennung, Trennung von Kirche und Staat, dass dieses Land irgendwann dazu kommen wird, Religion per Gesetz zu befehlen. Da sind wir heute noch nicht. Aber wer die Nachrichten ein bisschen genauer anschaut, immer wieder merkt, hoch, nicht mehr wie ein Lamm hier, was mich dort anblökt.

[1:06:34] Jesus sagt: "Ich bin der gute Hirte." Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Er drückt es nicht durch. Er zwingt nicht. Er opfert sich selbst. Jesaja 53 heißt es: "Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Doch er wurde um unserer Übertretung willen durchbohrt, der wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten." Jesus hat nie die Sprache von Vergeltung, von Hass, von "Ich bin besser, größer, stärker als du" gesprochen. Jesus war bereit, die Schuld auf sich zu nehmen.

[1:07:18] Ich weiß nicht, wer von uns hat einen Chef. Ein Chef? Ein paar, ja, ein Chef. Wer ist ein guter Chef? Ist nicht der ein guter Chef, der, wenn ich einen Fehler gemacht habe, wenn ich was verbockt habe, dann mein Chef, mein vor mein mein mein mein Vorgesetzter sich vor mich stellt und das auch auf seine eigene Kappe nimmt. Ja, schon vor, man hat ein Fehler gemacht und man weiß, oho, was mache ich jetzt? Und der Vorgesetzte kommt, pass auf, das das nehme ich auf meine Kappe. Ich werde mich vom vom Konzernchef dafür prügeln lassen. Ich werde das ausbaden. Mach du dir keine Gedanken. So ein Chef hättet man gerne, oder? Jesus ist genauso ein Chef. Jesus ist nicht der Chef, der sagt: "Wie konntest du nur extra Arbeitsstunden? Ich war und jetzt jetzt muss ich wegen dir leiden oder was?" Nein, so ist Jesus nicht. Jesus nimmt die Strafe auf sich.

[1:08:10] Es heißt sogar: "Aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn." Vielleicht hast du in deinem Leben Dinge getan, die richtig krass daneben waren. Wir alle machen Fehler, aber manchmal machen wir auch Dinge, die wirklich, wirklich schlimm sind. Manchmal tun wir Dinge, von denen wir hoffen, dass niemand es gemerkt hat, niemand es gesehen hat. Manchmal tun wir Dinge, für die wir uns unser ganzes Leben lang schämen. Und manchmal, wenn dann Leute sagen, ja, bring doch deine ganze Schuld zu Jesus, dann denken wir, ja, würde ich gern, aber meine Schuld ist so groß, ich kann sie nicht mal hochheben. Oder ist so hoch, so groß, ich krieg sie nicht angehoben. Und hier ist die gute Nachricht heute: Du musst deine Schuld nicht anheben. Jesus hat sie schon getragen. Gott hat deine Schuld schon längst hochgehoben, weil Gott kann deine Schuld heben. Gott ist stark genug. Er hat dich schon längst auf Jesus geworfen. Alles, was du tun musst, ist zu glauben, dass er das Problem schon gelöst hat.

[1:09:04] Er zieht mit mit Seilen der Liebe. Als die Menschen gesündigt haben, die Geschichte von Adam und Eva beschreibt das erste Mose 3, hat Gott gesagt: "Als Folge der Sünde wird euch der Erdboden Dornen und Disteln geben." Seitdem sind Dornen und Disteln ein Symbol für die Sünde. Ein sehr passendes Symbol, oder? Dornen, die pieksen. Also, ich bin ja kein, habe mich nie groß für Biologie interessiert, aber so viel weiß ich. Eine ein Dorn ist eigentlich ein Blatt, das sich nicht richtig entfaltet, das so zusammengekrümmt ist. Das sollte eigentlich so schön als grünes Blatt in der Gegend umherwedeln, ein bisschen, nicht wahr, äh so tun, was Blätter so tun. Stattdessen ist es zusammengekrümmt und piekst. Genauso ist die Sünde. Wenn wir in Sünde leben, entfalten wir nicht das Potenzial, was Gott in uns gesehen hat. Wir werden zu einem pieksigen Menschen. Wenn andere uns anrühren, dann pieksen wir zurück, weil wir nicht verletzt werden wollen. Verletzen andere, oder? So ist die Sünde. Und Jesus.

[1:10:12] Jesus hat diese Dornen genommen
[1:10:16] und sie als Krone auf seinen Kopf setzen
[1:10:18] lassen, um deutlich zu machen: Ich bin
[1:10:20] der Chef. Ich bin der König von allen
[1:10:23] verdorbenen Dornenmenschen, von allen, die
[1:10:26] so verkrümmt sind, von allen, die so
[1:10:28] andere verletzen. Ich bin der König von
[1:10:29] ihnen, ich will sie befreien. Ich
[1:10:31] identifiziere mich mit ihnen.
[1:10:35] Das ist Jesus.
[1:10:37] Und so befreit er uns.
[1:10:39] Du musst nicht aus Zwang und Not und
[1:10:43] Druck irgendetwas Ja sagen. Jesus sagt:
[1:10:46] "Hey, ich biete dir an, alle deine
[1:10:50] Probleme zu tragen.
[1:10:53] Ich liebe dich und ich würde mir
[1:10:55] wünschen, dass du mich zurückliebst."

[1:10:59] Ich weiß nicht,
[1:11:02] was du in deinem Leben so alles
[1:11:06] erlebt hast.
[1:11:08] Und vielleicht hast du in deinem eigenen
[1:11:09] Leben auch Druck und Manipulation durch
[1:11:12] Eltern, Lehrer, Verwandte, Freunde
[1:11:15] erlebt.
[1:11:17] Und wenn wir auf die Kirche schauen,
[1:11:18] sehen wir meistens auch Machtstrukturen
[1:11:20] oder Hierarchien und ich weiß nicht was.
[1:11:23] Ich möchte heute sagen, dass Jesus ganz
[1:11:24] anders ist.
[1:11:26] Und wenn du heute Jesus annimmst,
[1:11:29] heute vielleicht auch deinen Bund mit
[1:11:30] ihm erneuerst, dann darf dieser Vers
[1:11:33] heute dein Vers sein: "Wenn eure Sünden
[1:11:35] wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden
[1:11:37] wie der Schnee." Wir hatten jetzt die
[1:11:39] letzten Wochen Gelegenheiten, den Schnee
[1:11:40] wiederzusehen, oder?
[1:11:42] Falls noch mal Schnee kommt, wer weiß,
[1:11:44] ob das noch mal kommt, aber falls.
[1:11:47] Ein wichtiger Tipp: Wann immer du Schnee
[1:11:50] siehst, schau genau hin und zähle die
[1:11:53] roten Schneeflocken.
[1:11:56] Wie viel rote Schneeflocken hast du in
[1:11:57] deinem Leben schon gesehen?
[1:12:00] Wenn wir mit unseren Sünden zu Jesus
[1:12:01] kommen,
[1:12:03] werden sie weiß.
[1:12:06] Nicht ein bisschen geweißt, so rot-weiß.
[1:12:08] Nein, sie werden weiß wie der Schnee.
[1:12:11] Übrigens, Schnee reflektiert das Licht.
[1:12:12] Wunderbar. Oder wenn wir weiß wie Schnee
[1:12:15] werden, dann reflektieren wir das Licht.
[1:12:16] Dann werden wir zum Licht der Welt,
[1:12:18] oder? Das ist, was Jesus gemeint hat.
[1:12:20] Nicht, dass wir einfach nur irgendwie
[1:12:21] politisch uns anstrengen. Ich bin
[1:12:24] gekommen, sagt er, damit sie das Leben
[1:12:25] haben und es im Überfluss haben. Nicht
[1:12:27] erst das ewige Leben. Das auch, aber
[1:12:29] schon hier, schon hier auf dieser Erde
[1:12:32] ein Leben im Überfluss.

[1:12:35] Und so enden wir mit Johannes 3, Vers
[1:12:37] 16: "Und so hat Gott die Welt geliebt,
[1:12:38] dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
[1:12:39] damit jeder, der an ihn glaubt." Nicht
[1:12:42] jeder, dem man eine Pistole an den Kopf
[1:12:44] setzt. Nicht jeder, dem man ein
[1:12:46] Schwert an den Hals setzt. Nicht jeder,
[1:12:47] den man manipuliert oder versucht mit
[1:12:50] Propaganda in eine Richtung zu drängen.
[1:12:51] Sondern jeder, der an ihn glaubt,
[1:12:54] nicht verloren geht, sondern ewiges
[1:12:57] Leben hat. Lieber Freund, liebe
[1:12:59] Freundin, eins ist ganz sicher: In
[1:13:01] dieser Vortragsreihe wollen wir
[1:13:03] niemanden zu irgendetwas drängen. Im
[1:13:05] Gegenteil, wir möchten Sie ganz
[1:13:07] ausdrücklich, heute Live Zuschauen,
[1:13:08] ganz ausdrücklich vor jedem warnen, der
[1:13:11] mit Gewalt, Druck, mit menschlichen
[1:13:14] Mitteln versucht, eine möglicherweise an
[1:13:16] sich gute Idee durchzudrücken. Das ist
[1:13:18] immer gegen Gottes Willen, weil Gott ist
[1:13:20] anders.
[1:13:22] Gott lebt durch seine Liebe.

[1:13:26] Und ich möchte heute dich, lieber
[1:13:27] Freund, liebe Freundin, einladen, drüber
[1:13:29] nachzudenken, ob es Schuld in deinem
[1:13:31] Leben gibt, für die Jesus
[1:13:34] einstehen darf.
[1:13:37] Und während wir ein Musikstück hören,
[1:13:41] wollen wir ein bisschen über diesen
[1:13:42] Gedanken kurz nachdenken.
[1:13:46] Und Gott liebt uns und Gott ist für uns
[1:13:49] alle da. Ich glaube, heute Abend
[1:13:52] können wir mit diesem Gedanken nach
[1:13:53] Hause gehen: Gott drängt mich nicht, er
[1:13:57] drückt mich nicht,
[1:13:59] aber er wirbt um mich.
[1:14:02] Und wenn ich seine Liebe sehe und wenn
[1:14:04] du seine Liebe siehst, dann kann
[1:14:06] Gegenliebe wachsen. Weiß nicht, wer von
[1:14:09] uns heute diese Entscheidung fällen
[1:14:11] möchte, sagen: "Herr, ich möchte mehr
[1:14:12] von deiner Liebe verstehen. Möchte deine
[1:14:15] Liebe besser begreifen
[1:14:18] und dich besser kennen." Dann gibt's
[1:14:19] jemand, der sagt: Das wäre mein Wunsch.
[1:14:23] Amen. Wollen wir gemeinsam noch
[1:14:24] aufstehen zu einem Abschlussgebet?

[1:14:30] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir
[1:14:31] von Herzen Dank sagen. Danke, dass du
[1:14:34] uns in deinem Wort offenbarst, wie du
[1:14:36] wirklich bist. Und danke,
[1:14:40] dass wir durch dein Wort auch
[1:14:42] unterscheiden können, was wirklich von
[1:14:44] dir ist und was nur äußerlich
[1:14:47] so erscheint.
[1:14:50] Wir möchten dich von Herzen bitten,
[1:14:53] dass wir besser verstehen, wie du uns
[1:14:56] liebst und wie sehr du uns liebst und
[1:14:58] wie sehr es dir wichtig ist, dass wir
[1:15:00] eine eigene, freie, persönliche
[1:15:02] Entscheidung für dich fällen,
[1:15:05] dass wir dich von Herzen zurücklieben
[1:15:06] und nicht einfach nur aus Tradition oder
[1:15:09] aus
[1:15:10] Gefallen für andere oder aus Angst dir
[1:15:13] folgen. Wir möchten dich von Herzen
[1:15:16] bitten, dass wir in den kommenden Tagen
[1:15:18] dieser kleinen Vortragsreihe über diese
[1:15:20] und andere Themen so nachdenken, dass
[1:15:22] wir eine neue Perspektive auf dich
[1:15:24] bekommen
[1:15:28] und dass in unserem Herzen die Liebe zu
[1:15:30] dir wächst.
[1:15:32] Herr, hab Dank,
[1:15:34] dass du auf Golgatha
[1:15:36] für uns alle
[1:15:39] und für all unsere Sünden gestorben
[1:15:41] bist
[1:15:43] und dass es keine Schuld gibt, die dir
[1:15:45] zu groß war, keine Schuld, die zu
[1:15:48] hässlich war oder zu peinlich. Du hast
[1:15:52] es alles getragen und dafür danken wir
[1:15:55] dir von ganzem Herzen.


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