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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


Entdecke in dieser Predigt von Christopher Kramp, wie Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem lehrt und uns durch die Verse in Lukas 13 tiefe Wahrheiten offenbart. Lass dich inspirieren, Gottes Wort persönlich auf dein Leben anzuwenden und gestärkt daraus hervorzugehen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:31] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid und wir eine weitere Begebenheit im Leben unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus gemeinsam anschauen und studieren können. Wir wollen heute in Lukas 13 weiterlesen und einige Verse uns dort genauer anschauen. Bevor wir damit beginnen, möchten wir Gott bitten, unser Studium zu segnen, uns mit seinem Heiligen Geist zu erfüllen, damit wir die Worte, die uns Lukas hier mit der Inspiration des Heiligen Geistes gegeben hat, wirklich auf unser persönliches Leben anwenden können. Und wenn es dir möglich ist, dann lade ich dich ein, dass wir gemeinsam zu einem Anfangsgebet niederknien.

[1:24] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du immer für uns da bist, dass du unsere Gebete hörst und dass du uns Wahrheit offenbarst, wie sie wirklich entscheidend ist für unser Leben. Die Wahrheit, die von dir selbst kommt. Deine Wahrheit. Du bist die Wahrheit und wir danken dir, dass wir dich kennenlernen dürfen und dass du dich uns offenbart hast. Wir möchten dich jetzt bitten, dass dein Wort all deine Kraft in unserem Leben entfaltet, dass wir es wirklich verstehen und dass wir daraus gestärkt werden. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist und dass wir mit Vertrauen und Zuversicht auf dich dein Wort annehmen, so wie du es uns gegeben hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:14] Lukas Kapitel 13. Wir lesen ab Vers 22. Lukas 13 ab Vers 22. Und er zog durch Städte und Dörfer und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort.

[2:37] Bei all den Details, die wir in den letzten Wochen und Monaten studiert haben, kann man das leicht aus den Augen verlieren. Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Er ist es die ganze Zeit schon seit Lukas Kapitel 9 und dort Vers 51. Es geschah aber, als sich die Tage seiner Aufnahme erfüllten, also in den Himmel und er sein Angesicht entschlossen nach Jerusalem richtete, um dorthin zu reisen. Und dann geht die Geschichte dort weiter. All die Geschichten, die wir gelesen haben, am Ende von Lukas 9, in Lukas 10, 11, 12 und jetzt in 13 sind alle auf dieser letzten Reise. Lukas zoomt richtig rein in diese letzten Wochen vor der Kreuzigung. Und so als Erinnerung bringt er jetzt hier in Lukas 13, Vers 22 diesen Hinweis. Jesus geht durch die Dörfer, er geht durch die Städte, er beantwortet Fragen, er lehrt, er heilt – Dinge, die wir gesehen haben in den letzten Geschichten – und er ist immer noch dabei, nach Jerusalem zu gehen. Wir haben ja schon in Kapitel 13 am Anfang gesehen, wie auch Berichte aus Jerusalem an ihn herangetragen worden sind, wie er mit Gleichnissen und Reden darauf geantwortet hat. Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Er weiß, was auf ihn zukommt und er möchte seine Jünger und auch die Volksmenge darauf vorbereiten.

[4:03] Interessant ist natürlich hier auch, dass er durch die Städte und die Dörfer zog. Er hätte auch einfach nur die Hauptstraße entlang gehen können, dann wäre er sicherlich schneller in Jerusalem gewesen. Aber er hat versucht, sozusagen auf einer großen letzten Tour nicht den schnellsten Weg nach Jerusalem zu nehmen, sondern möglichst viele Menschen noch mal zu erreichen, möglichst viele Orte zu besuchen, überall noch einmal gewesen zu sein, bevor er dann in Jerusalem sterben und auferstehen würde.

[4:31] Er hatte selbst einmal gesagt, dass er diesen Auftrag bekommen hat, die verschiedenen Ortschaften zu besuchen. In Lukas 4 und dort Vers 43 lesen wir: "Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkündigen, denn dazu bin ich gesandt." Die Jünger hätten sich vorstellen können, dass er einfach hier in Kapernaum bleibt, damals hier in Lukas 4, und dort einfach alle Menschen heilt und sie kommen dann zu ihm. Aber Jesus sagt: "Nein, ich muss auch woanders hingehen." Er wollte nicht in einer Komfortzone bleiben. Er wollte das Evangelium aktiv in andere Gegenden tragen. Wir sehen es auch hier: Er durchzog Städte und Dörfer. So ähnlich wird es ja auch schon von seinem Dienst in Galiläa berichtet in Matthäus Kapitel 4 Vers 23: "Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk."

[5:36] So ähnlich auch in Matthäus Kapitel 9 und dort Vers 35: "Und Jesus durchzog Städte und Dörfer." Er hat die großen Ortschaften besucht, er hat die kleinen Ortschaften besucht. Er hat nicht Orte beiseite gelassen, weil dort zu wenig Menschen waren. Egal, ob groß oder klein, jeder Ort ist von ihm besucht worden. Er lehrte in ihren Synagogen, verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk, was er dort in Galiläa tat. Das tut er jetzt auch in Perea, auf der anderen Seite des Jordan. Er tut es auf diesem Weg nach Jerusalem, auf dieser letzten großen Tour. Jesus ist seiner Methode, das Evangelium zu leben und zu predigen und zu illustrieren durch die Heilungen, treu geblieben.

[6:20] Gehen wir zurück zu Lukas 13 und lesen jetzt in Vers 23. Während Jesus dort unterwegs ist, und wir wissen nicht genau wann und genau wo, aber auf diesem Weg nach Jerusalem wird er angesprochen von einem in der Volksmenge. In Lukas 13, Vers 23 heißt es: "Es sprach aber einer zu ihm: Herr, sind es wenige, die errettet werden?"

[6:49] So ähnlich hatten wir das schon erlebt in Lukas Kapitel 12. Auch dort ist er, während er dort gewirkt hat und gepredigt hat, von einer Person angesprochen worden. Damals in Lukas 12, Vers 13 hieß es: "Es sprach aber einer aus der Volksmenge zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, dass er das Erbe mit mir teile."

[7:10] Damals hatte Jesus sich geweigert, das zu tun. Aber wir sehen ja, dass ab und zu Menschen einfach auch mit ihren eigenen Anliegen, mit ihren eigenen Fragen zu Jesus natürlich gekommen sind und ab und zu wird das in der Bibel auch berichtet. Die Frage, die dieser Mann jetzt hier stellt, die ist sehr interessant. Interessant ist vor allem, wie er sie formuliert. Er sagt nicht: "Sind es viele, die gerettet werden?", sondern in seiner Frage schwingt schon diese Vermutung mit: Die meisten werden es irgendwie wahrscheinlich oder viele werden es gar nicht schaffen. Es scheint durchaus nicht selbstverständlich zu sein, gerettet zu werden. Er stellt die Frage: "Herr, sind es wenige, die errettet werden?"

[7:51] Und Jesus wiegelt diese Frage nicht ab. Er hat sich zwar geweigert, Erbteiler zu sein, als jemand mit so einer weltlichen Sache zu ihm kam, hat dann aber trotzdem auch noch geistliche Lektionen gepredigt, um diesem Menschen, der das damals gefragt hat, zu helfen. Jesus sieht die Frage, er versteht vor allem, wie wichtig diese Frage ist, was dahinter steht, und er antwortet. Und in Vers 23 lesen wir interessanterweise: "Er aber sprach zu ihnen." Nicht zu ihm, sondern zu ihnen, weil Jesus natürlich wusste, diese Frage betrifft nicht nur den Fragesteller. Dieser Fragesteller stellt eine Frage, die alle Menschen betrifft, nämlich: Wer wird gerettet werden? Das ist die Frage, die dahinter steht. Wer wird am Ende es schaffen? Wer wird errettet werden? Sind es wenige? Sind es viele? Jesus spricht zu allen, denn die Frage impliziert so ein bisschen auch: Woran weiß ich, dass ich gerettet werde? Sie impliziert, was sind sozusagen die Bedingungen? Denn wenn nicht alle gerettet werden, dann gibt es ja bestimmte Bedingungen, die dazu führen, ob man gerettet ist oder nicht.

[9:03] "Er aber sprach zu ihnen." Es ist eine Antwort auf eine konkrete Frage, aber gleichzeitig ist es eine Botschaft an alle Menschen. Und zwar nicht nur an alle, die ihm damals zugehört haben, die damals mit ihm von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf gereist sind. Es ist eine Antwort an alle Menschen aller Zeitalter. Diese Frage könnte ja auch unsere Frage sein und sollte unsere Frage sein. Und selbst wenn wir sie noch nie formuliert haben, ist die Antwort von Jesus auch für uns bestimmt.

[9:31] In der Bibel sehen wir immer wieder, wie einzelne konkrete Menschen eine Frage an Gott haben, eine Sorge haben, ein Problem haben und damit zu Gott kommen. Aber die Antworten, die Gott gibt, sind immer für alle Menschen in der Bibel. Wenn Gott zu Abraham spricht, dann ist Abraham eine reale Person mit einem realen Anliegen, mit realen Umständen, mit Dingen, die so einzigartig sind, dass es das nicht ein zweites Mal gegeben hat. Und trotzdem sind die Antworten Gottes an Abraham gültig für alle Menschen und für alle Zeitalter. Die Prinzipien, die Gott ihm zeigt, das Evangelium, das ihm offenbart, gilt für alle.

[10:16] So könnten wir die einzelnen Personen der Bibel durchgehen. Es sind einzelne Personen, die zu Gott kommen, aber das, was sie von Gott erfahren, gilt weit über das hinaus, was ihr eigenes Leben betrifft. Und deswegen haben wir die Bibel. Die Bibel ist nicht nur ein Geschichtsbuch, das uns zeigt, wie Menschen gelebt haben, was sie erlebt haben, sondern wir haben die Bibel, weil die Antworten Gottes an diese Menschen eine größere Anwendung haben, größeren Anwendungsbereich. Sie gelten auch für uns.

[10:48] Der Apostel Paulus hat das so ausgedrückt in 1. Korinther Kapitel 10 und dort Vers 11: "Alle diese Dinge aber, die jenen wiederfuhren, sind Vorbilder und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist." Das, was Menschen erlebt haben mit Gott, gilt auch für uns, die wir insbesondere, die wir jetzt am Ende der Weltzeit leben.

[11:13] In Römer finden wir einen ganz ähnlichen Gedanken in Römer 15 und dort Vers 4: "Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvorgeschrieben, damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen." Die Bibel ist für uns. Auch wenn die Menschen, die in der Bibel die Fragen an Gott gehabt haben, die Probleme gehabt haben, die von Gott angesprochen worden sind, wenn die Menschen seit 2000 Jahren tot sind oder seit 3000 Jahren, die Botschaften der Bibel sind immer noch genauso für uns. Das spricht ein Mensch zu Jesus und Jesus antwortete ihnen, der ganzen Volksmenge.

[11:53] Die Frage: "Herr, sind es wenige, die errettet werden?"

[12:01] Wie wird Jesus diese Frage beantworten? Das Interessante jetzt ist, dass Jesus auf eine bereits gehaltene Predigt zurückgreift. Er hat zu diesem Thema schon vieles gesagt. Er hat schon bedeutende Predigten dazu gehalten und anstatt jetzt einfach eine neue Sache sich auszudenken, nimmt er aus einer bereits gehaltenen Predigt. Wir haben gesehen, dass das Jesus gerade auf seiner letzten Reise hier immer wieder getan hat, dass er Dinge, die er schon früher in Galiläa gesagt hat, jetzt auch in Perea auf dem Weg nach Jerusalem immer wieder holt. Zum Teil im neuen Setting, zum Teil neu zusammengestellt. Aber das soll natürlich auch zeigen, dass Jesus immer noch zu denselben Botschaften steht, die er damals auch in Galiläa gesagt hat.

[12:43] Konkret predigt Jesus oder greift Jesus etwas aus der Bergpredigt heraus. In Matthäus Kapitel 7 hatte er in Vers 13 und 14 folgendes gesagt. Matthäus 7, Vers 13 und 14: "Geht ein durch die enge Pforte, denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt, und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden." Das ist genau die Stelle, die zu der Frage passt, die der Mensch ihm gestellt hat: "Sind es wenige, die gerettet werden?" Und Jesus nimmt also etwas, was er schon gepredigt hat. Und weil es diese neue Situation so gut, also weil diese bereits gehaltene Predigt, dieser Teil dieser gehaltenen Predigt so gut auf die neue Situation passt, predigt er es einfach noch mal. Und das ist das Prinzip, das wir ganz oft hier im Lukasevangelium sehen. Wir sehen, dass die Botschaft der Bergpredigt hier auch für diesen Menschen und für diese Volksmenge gilt. Sie ist allgemein gültig und nicht von einer besonderen Situation, einem besonderen historischen Hintergrund abhängig. Der historische Hintergrund ist immer interessant, er beleuchtet viele Dinge, aber die Botschaft Gottes ist transzendental. Sie transzendiert, sie geht über all das hinaus. Sie gilt zu allen Zeiten. Jesus predigt dasselbe noch mal.

[14:14] Aber die Worte, die er hier wählt, zeigen, dass es doch mit eigenen Worten neu gesagt ist. Das heißt in Lukas 13 und dort Vers 24: "Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und es nicht können." Das ist also eine ziemliche Zusammenfassung, eine Verkürzung, also nicht im inhaltlichen Sinne, aber einfach kompakter formuliert und es bringt ein neues Element, nämlich in Vers 24: "ringt danach". Das griechische Wort heißt auch "kämpft". "Strengt euch an."

[14:54] Ja, Jesus macht deutlich: Im christlichen Glauben geht es um Anstrengung. Nein, es geht nicht darum, dass wir durch eigene Kraft Gott irgendwie beeindrucken. Überhaupt nicht. Das ist unmöglich. Aber es geht darum, dass wir mit Gott zusammenarbeiten und dass wir das, was er uns schenkt, auch tatsächlich im Leben annehmen wollen. Und das bedeutet Anstrengung. Er sagt: "Kämpft, ringt, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht." Es geht um das Ringen.

[15:42] Ist ein Kämpfen, ein Anstrengen. Wer sich in seiner christlichen Erfahrung, wer sich in seinem Leben mit Jesus nie angestrengt hat, nie bemüht hat, nie den Kampf des Glaubens gekämpft hat, wer einfach nur denkt, er wird von alleine dahinetragen, ohne sich irgendwie anstrengen zu müssen, der hat das christliche Leben nicht verstanden. Der Weg ist ein schmaler Weg. Der Weg geht bergauf. Der Weg in die Zufluchtsstadt sozusagen oben auf dem Berg, der ist mühsam. Die Jakobsleiter ist kein Fahrstuhl, wo wir einfach uns drauf stellen und hochgetragen werden. Die Jakobsleiter müssen wir gehen, Schritt für Schritt, Stufe für Stufe. Es gibt keine Stufe, die fehlt. Wir müssen nicht erst raufspringen, sie geht von Anfang an los, aber wir müssen die Stufen gehen und wir müssen uns also in diesem Sinne anstrengen.

[16:29] Dieses Wort "Ringen" kommt sonst noch öfter in der Bibel vor. Nur ein paar Beispiele. Johannes 18, Vers 36: Damit wir verstehen, was Jesus meint, wenn er sagt, ringt. Er meint natürlich jetzt hier nicht den tatsächlichen Ringkampf, aber damit wir verstehen, was er da vor Augen hat, lasst uns diese Bibeltexte kurz anschauen. Johannes 18 und dort Vers 36: "Mein Reich", Jesus antwortete, "mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Reich nicht von hier." Da geht es also wirklich um einen Kampf.

[17:04] Timotheus Kapitel 6 und dort Vers 12. Timotheus 6 Vers 12: "Kämpfe den guten Kampf des Glaubens. Der Glaube ist ein echter Kampf. Ergreife das ewige Leben, zu dem du auch berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast." Dass wir berufen sind zum ewigen Leben, Gott schenkt es uns, aber wir müssen es ergreifen und wir müssen den Kampf des Glaubens kämpfen.

[17:29] Ganz besonders auch in 2. Timotheus Kapitel 4 Vers 7. Paulus kann aus eigener Erfahrung bezeugen: "Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt." Beim Glauben festzubleiben, dran zu bleiben, den Glauben nicht aufzugeben, das ist ein Kampf.

[17:48] Der Kampf besteht nicht darin, dass wir alleine kämpfen. Er besteht nicht darin, dass wir irgendwie Gott beeindrucken wollen. Aber er besteht darin, dass wir unter den verschiedenen Situationen des Lebens, den verschiedenen Anfechtungen, den verschiedenen Versuchungen, den verschiedenen Konfrontationen mit dem Bösen, mit unserer eigenen Natur, mit unserer Vergangenheit, was immer uns sich in den Weg stellt, dass wir in diesen Konfrontationen am Glauben festhalten, ihn nicht aufgeben. Das ist ein Kampf. Es ist ein Lauf. Und wer einen Lauf vollendet, der weiß, das ist kein Zuckerschlecken, da kann man nicht einfach liegen bleiben. Da muss man sich anstrengen. Laufen macht zwar glücklich, aber Laufen ist auch anstrengend. Glauben macht glücklich, aber Glauben involviert auch eine persönliche Anstrengung. Der gute Kampf des Glaubens.

[18:35] Weitere Bibelstellen, in denen dieses Wort vorkommt. Kolosser Kapitel 4 und dort Vers 12. "Es grüßt euch Epaphras, der einer der euren ist, ein Knecht des Christus, der allezeit in den Gebeten für euch kämpft, damit ihr feststeht, vollkommen und zur Fülle gebracht in allem, was der Wille Gottes ist." Hier sieht man, wie dieser Kampf ausgetragen wird, nicht mit buchstäblichen Schwertern, sondern mit unseren Gebeten, die darum ringen, in dem Fall auch, dass andere Menschen gerettet werden. Und wenn Jesus sagt: "Ringt, dass ihr die enge Pforte erreicht", dann heißt es auch, in unseren Gebeten dürfen wir, sollen wir, müssen wir ringen, dass wir die enge Pforte auch wirklich durchschreiten.

[19:23] Kolosser 1, Vers 29. Paulus sagt: "Dafür arbeite und ringe ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt, mitmacht." Und hier sehen wir dieses Ringen, das macht Kolosser 1 ganz deutlich. Das ist eine Zusammenarbeit mit Gotteskraft.

[19:49] Aus eigener Kraft können wir den Kampf des Glaubens nicht kämpfen. Aus eigener Kraft würden wir aufgeben. Wenn jemand am Ende wie Paulus den Lauf vollendet, den guten Kampf gekämpft hat, erfolgreich überwunden, dann deswegen, weil Gotteskraft in ihm gewirkt hat und er diese Kraft in Anspruch genommen hat, an dieser Kraft festgehalten hat, diese Kraft hat wirken lassen und mit ihr zusammengearbeitet hat. Wer den guten Kampf des Glaubens kämpft, der erlebt Gottes Wirken in seinem Leben. Wir müssen niemals alleine kämpfen. Aber wer nicht kämpft, der lässt Gott im Stich. Gott lässt uns nicht im Stich. Er kämpft für uns, mit uns, in uns. Aber wenn wir bei ihm bleiben, werden wir eben mit ihm zusammenkämpfen.

[20:37] Ringen. Erlösung involviert eine persönliche Anstrengung. Sie wird uns, die Erlösung ist kein Schlaraffenland, wo uns einfach alles in den Mund gestopft wird. Es ist eine persönliche Anstrengung, ein Glaubenskampf.

[20:51] 1. Mose 32, die Erfahrung von Jakob illustriert das. 1. Mose 32 ab Vers 25: "Jakob aber blieb allein zurück, da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und als dieser sah, dass er ihn nicht bezwingen konnte, da rührte er sein Hüftgelenk an, so dass Jakobs Hüftgelenk verrängt wurde beim Ringen mit ihm." Und Jakob realisiert in diesem Moment, er kämpft ja gar nicht mit einem Amoriter oder mit einem Amalekiter. Er kämpft mit einem göttlichen Wesen. Und der Mann sprach: "Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an." Jakob aber sprach: "Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich." Das ist der Glaubenskampf. Ich lasse nicht los. Ich halte dich fest. Ich brauche deinen Segen, ich brauche deine Kraft, ich brauche deine Erlösung. Darum sollen wir ringen, darum sollen wir beten, uns vergewissern, vergewissern, dass wir wirklich auf Gottes Seite stehen. Wer einfach nur so sorglos durchs Leben geht und denkt, na ja, es wird schon irgendwie sein, Gott wird schon irgendwas machen, ich weiß ab, wird schon. Ja, der hat nicht verstanden, wie ernsthaft der Kampf gegen die Sünde, der Kampf in unserem Leben ist. Denn der Jakob weiß, wenn Gott ihn nicht segnet, ist er verloren. Und so ringt er und er ringt und er lässt Gott nicht los. Das hat ihn angestrengt.

[22:15] Aber das, was am Ende Gott überzeugt, ist nicht seine Muskelkraft. Das, was dazu führt, dass Gott ihn segnet, ist nicht seine Ausdauer im Sinne von, dass Gott sagt: "Oh, das hätte ich nicht gedacht." Das, was dazu führt, dass Jakob in Anführungsstrichen Gott besiegt. Er sagt ja später hier in Vers 29: "Dein Name", da sprach er, "dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel, denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen." Das, was ihn hat gewinnen lassen, was sein ein das Eingeständnis seiner eigenen Schwachheit ist: "Sei denn, du segnest mich." Der Glaubenskampf besteht darin, nicht seine Muskeln spielen zu lassen, sondern darin, beständig sich zu vergewissern, dass wir von Gott abhängig sind. Und das ist ein echter Kampf.

[23:10] Ist sogar der größte Kampf, den man kämpfen kann, ist nämlich der Kampf gegen das eigene Ich. Das eigene Ich denkt sich nämlich: Ich brauche Gott für diese Sache nicht. Ich kann das alleine entscheiden. Gott muss soll mich hier nicht reinreden. Ich mache jetzt einfach wie ich will. Das eigene Ich zu bekämpfen ist der größte Kampf. Das eigene Ich beständig auszuliefern, sagen: "Herr, hier ist mein Wille." Ist der Kampf des Glaubens, der gute Kampf. Jakob hat ihn gekämpft, er, der so oft versucht hat, ein vermeintlich gutes oder nicht das das ein gutes Ziel mit seinen eigenen Tricks herbeizuführen und dabei immer nur gescheitert ist. Er ist bereit, alles auf den Altar zu legen, hier und sagt: "Ich lasse dich nicht los, es sei denn, du segnest mich."

[23:57] Und so erlebt Jakob diese Begegnung mit Jesus in diesem Glaubenskampf, einen Segen, den er vorher noch nie erlebt hat. Er ist durch die enge Pforte hindurch und obwohl er jetzt humpelt, ist er ein glücklicher Mensch, einer, der Zuversicht hat, der die Gewissheit der Erlösung hat, der jetzt seinem Feind und Bruder Esau entgegengehen kann und weiß: Egal was passiert, Gott steht auf meiner Seite. Das Ganze geht gut aus.

[24:40] Jesus selbst hat deutlich gemacht: Wer das Reich Gottes sehen möchte, der muss sich anstrengen. Matthäus Kapitel 11 und dort Vers 12: "Aber von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt leidet das Reich der Himmel Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden, reißen es an sich."

[25:04] Welche Gewalt anwenden. Das bedeutet nicht, dass wir gewalttätig sein sollen im Sinne von, dass wir Dinge zerpöttern, aber es bedeutet, dass wir so wie Jakob tatsächlich, wie er Jesus festgehalten hat – das war ja auch eine Form von Gewalt sozusagen: "Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich." Möchte ich wirklich in meinem Leben, dass ich Erlösung erlebe? Ist das mir ein Herzenswunsch oder ist das nur so eine Sache, die ich auch so nebenbei mal bedacht habe, aber eigentlich nicht wirklich im Fokus meines Lebens ist? Der Glaubenskampf sagt, dass ich wirklich mich anstrenge, das haben zu möchten, das wirklich haben will.

[25:42] Philipper Kapitel 2 zeigt ganz deutlich, wie entscheidend hier unsere Anstrengung mit dem Wirken Gottes zusammengeht. Philipper Kapitel 2, Vers 12 und 13: "Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern, denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen." Genauso das, was Jesus meint, wenn er sagt: "Ringt." Er sagt: "Ringet", weil er weiß, Gott wird in uns kämpfen. Er wird in uns wirken. Und weil wir uns abhängig machen von Gott, kann er mit seiner Kraft unser Leben verändern. Aber dieses Abhängig machen, das ist unsere Entscheidung. Das bedeutet, dass wir gegen unser eigenes Ich, das unabhängig sein möchte, ankämpfen müssen.

[26:39] Die gute Nachricht ist: Das eigene Ich kann man besiegen. Es ist ja nicht stärker als man selbst. Es ist eine Entscheidung, die wir fällen, eine Entscheidung, die Tür aufzumachen für Gottes Geist in unser Leben, damit er die Sünde in unserem Leben entfernen kann, damit er uns Kraft schenken kann gegen die Versuchung, damit er die Prinzipien des Gesetzes unser Herz schreiben kann. Aber die Entscheidung, dass er hinein darf, die müssen wir fällen.

[27:10] "Mit Furcht und Zittern." Im Neuen Testament ist das eine Formulierung, die eigentlich auch benutzt wird für Sklaven, die sich ihrer Abhängigkeit zum Herrn bewusst sind, so wie Jakob, der sich bewusst war: "Es sei denn, du segnest mich."

[27:26] Der Glaubenskampf besteht darin, sich täglich, ja von Moment zu Moment bewusst zu machen, und das auch gegen das eigene Ich, das oft dagegen rebelliert, in der Entscheidung festzumachen: Ich bin abhängig von Gott und ihm will ich folgen.

[27:49] Wir müssen unsere Erwählung festmachen, so sagt es Petrus in 2. Petrus Kapitel 1, Vers 10: "Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt." Hier sieht man, es gibt Eifer, das ist eine Bestrebung. Das ist nicht einfach nur irgendwie, das muss unser ganzes Herzblut drin hängen. "Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung festzumachen. Denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen." Was für eine erstaunliche Verheißung.

[28:23] Die enge Pforte, von der Jesus spricht, das ist ein enges Tor. Die Idee ist sozusagen, dass eine Zufluchtsstadt ist, eine Burg, wo man Rettung findet. Da muss man auf einen schmalen Gebirgspfad hinauf. Der breite Weg, der führt ins Verderben, aber dieser schmale Weg, der führt hinauf. Der ist vielleicht anstrengend zu laufen und das Tor ist nicht besonders groß. Aber wer die Anstrengung auf sich nimmt, wer den wahren Weg der Erlösung hinaufgeht, den Gott bewahrt, bereitet hat, der findet dort Errettung für sein Leben. Der findet dort ewiges Leben.

[29:00] Das heißt in Lukas 13, dort Vers 24: "Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen." Wir haben in Matthäus 7 gelesen: "Nur wenige finden die enge Pforte."

[29:15] Wenn wir also in unserem Streben nach ewigem Leben, in unserem Glaubenskampf, in unserem Ringen, uns manchmal so fühlen, als ob wir relativ alleine sind, als ob viele andere das viel lockerer nehmen und da irgendwie sich keine großen Gedanken machen, wie uns vielleicht wandern: Bin ich zu ernst? Dann, lass uns daran erinnern: Jesus sagt, viele werden diesen Weg nicht finden.

[29:45] Nun, wir dürfen und wir sollen und wir müssen in all dem immer auf Gott vertrauen. Wenn wir auf unsere eigene Kraft, unsere eigene Anstrengung vertrauen, dann rutschen wir in das andere Extrem ab. Dann fallen wir aus der Gnade. Es geht ja nicht darum, Gott zu beeindrucken. Es geht darum, an der Gnade festzuhalten in jeder Lebenssituation. Und das ist der Glaubenskampf, an der Gnade Gottes festzuhalten, auch heute, auch in dieser Situation, auch in dieser Versuchung festzuhalten an der Gnade und Liebe Gottes.

[30:19] In Matthäus 7 hieß es: "Viele werden sie nicht finden." Hier steht es: "Viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und es nicht können." Mit anderen Worten, das sind dann einige, die wollen vielleicht dann hinein, aber können nicht mehr. Aber da gibt es einige sehr bewegende und traurige Bibelverse. Sprüche Kapitel 1 spricht es von Menschen, die irgendwann zu weit gegangen sind. Der Geist der Gnade hat sich zurückgezogen. Die Gnadenzeit ist vorbei. Sie haben ihre Herzen unwiderruflich verhärtet.

[30:54] Und dann wollen sie dort noch leben. Sprüche 1 Vers 24: "Darum, weil ich rufe und ihr mich abweist, weil ich meine Hände ausstrecke und niemand darauf achtet, weil ihr viel mehr allen meinen Rat verwerft und meine Zurechtweisung nicht begehrt. So werde ich auch über euch Verderben, so werde auch ich über euer Unglück lachen und über euch spotten, wenn das kommt, was ihr fürchtet. Wenn das, was ihr fürchtet, als Verwüstung über euch kommt, euer Unheil euch überraschen wird wie ein Sturm. Wenn euch Angst und Not überfällt, dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten. Sie werden mich eifrig suchen und nicht finden, weil sie die Erkenntnis gehasst und die Furcht des Herrn nicht erwählt haben, weil sie meinen Rat nicht begehrt und all meine Zurechtweisung verschmäht haben."

[31:48] Darum sollen sie von der Frucht ihres eigenen Weges essen und von ihren eigenen Ratschlägen genug bekommen. Da wird es einen Zeitpunkt geben, da werden Menschen Gott eifrig suchen, aber nicht von ihrem ganzen Herzen. Die Bibel sagt, wenn wir ihn suchen von ganzem Herzen, dann werden wir ihn finden. Sondern sie werden ihn eifrig suchen, weil die Katastrophen der sieben letzten Plagen so groß sind, dass sie plötzlich denken: Wir sollten doch vielleicht irgendwie bei Gott sein. Wenn dann die Wiederkunft oder ja, wenn dann plötzlich klar ist, dass man das ewige Leben verloren hat, da wird es Menschen geben, die dann noch schnell wechseln wollen, aber nicht, weil sie Gott lieben, nicht, weil sie ihr Herz verändern wollen, sondern einfach, weil sie nur Angst haben vor der Strafe. Und dann werden sie sogar eifrig suchen, aber nicht von Herzen, sondern einfach nur aus Angst vor der Strafe und werden ihn nicht finden.

[32:30] Lieber Freunde, bevor es kommt der Zeitpunkt, da werden Menschen versuchen wollen, durch die enge Pforte zu gehen und es nicht können. Da sind in Matthäus 25 Jungfrauen, die klopfen an. Die sind an der richtigen Tour und die tun auch die richtige Handbewegung. Sie klopfen an, aber sie sind zu spät.

[32:55] Der Glaubenskampf findet heute statt. Wir können nicht erwarten, wenn wir immer dem Geist Gottes nicht Raum geben, wenn wir immer wieder abweisen, wenn wir die Botschaften der Bibel nicht anwenden wollen, wenn wir die Botschaften des Geistes der Weissagung ignorieren. Wir können nicht erwarten, dass wir das ein Leben lang so tun und dann am Ende unseres Lebens plötzlich uns bekehren können. Wir können nicht erwarten, dass dann in der Endzeit wir noch ganz schnell irgendwie hineinschlüpfen können, weil wir ganz schnell noch irgendwie ganz ernsthaft wieder Christen sind. Wenn wir ständig Gottes Wahrheit ablehnen, wird unser Herz sich so verhärten, dass wir am Ende vielleicht das Leben haben wollen, aber nicht den Charakter Gottes, den wir für das Leben benötigen. Dann wollen wir vielleicht keine Strafe, aber wir werden uns dann nicht nach der Liebe Gottes sehen. Und deswegen kann Gott uns auch dann keine Gnade geben.

[33:45] Es werden Menschen dann sein, das werden Menschen sein, die werden hineingehen wollen und werden es nicht können. Sie sind den schmalen Weg nicht hinaufgegangen. Sie haben den Glaubenskampf nicht gekämpft. Sie haben im Kampf gegen das eigene Ich beständig verloren. Und wenn Jesus sie in den Himmel nehmen würde, wenn Jesus sie in ewiges Leben geben würde, dann würde dieses Ich wieder alles zerstören.

[34:09] In Jesaja finden wir Menschen, die am Sabbat in den Gottesdienst gehen, die den richtigen Gott anbeten und möglicherweise auch die richtigen Texte lesen. Aber wir lesen hier in Jesaja 1 und dort Vers 15: "Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Und wenn ihr auch noch so viel betet – sie beten nicht kurz, sie beten lang und intensiv – höre ich doch nicht, denn eure Hände sind voll Blut."

[34:32] Wenn unsere Hände voller Blut sind, wird Gott unsere Gebete nicht erhören. Ihr werdet sagen: Ja, wir haben ja nie Blut an unseren Händen. Wenn wir in den Gottesdienst gehen, aber die Bergpredigt sagt uns, jedes Mal, wenn wir einen Bruder schlecht behandeln, wenn wir über ihn schlecht reden, hinter seinem Rücken ihn Raka nennen oder was auch immer, und wir dann in den Gottesdienst gehen, nicht bereut haben, und wir beten lang und intensiv und voller schöner Worte, sagt Gott: Eure Hände sind voll Blut.

[34:59] Viele werden versuchen in die enge Pforte durchzugehen, aber sie werden es nicht können, weil sie in der Gemeinde ständig über die anderen lästern, weil sie über andere Menschen, über Politiker, wie auch immer, schlecht reden und dann kommen sie in den Gottesdienst und denken, dass sie gerettet sind, aber ihre Hände sind voll Blut. Sie können nicht hineingehen. Deswegen sagt Jesus: "Wascht euch, wascht euch." Vers 16: "Wascht, reinigt euch, tut das Böse, das ihr getan habt, von meinen Augen weg. Hört auf, Böses zu tun."

[35:37] Jesaja 58, Vers 2 bis 4: "Sie suchen mich Tag für Tag und begehren meine Wege zu kennen, wie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das Recht seines Gottes nicht verlassen hat. Sie verlangen von mir gerechte Urteile. Begehren die Nähe Gottes." Das klingt doch gut, oder? Sie wollen den wahren Gott kennenlernen. Sie wollen seine Nähe. Und dann sagt es in Vers 3: "Warum fasten wir und du siehst es nicht? Warum kasteien wir unsere Seelen und du beachtest es nicht? Seht an, an eurem Fastentag geht ihr euren Geschäften nach und treibt alle eure Arbeiter an. Ihr fastet, um zu zanken und zu streiten und reinzuschlagen mit gottloser Faust. Ihr fastet gegenwärtig nicht, so dass euer Schreien in der Höhe Erhörung finden könnte." Sie möchten durch die enge Pforte. Sie können nicht, weil sie streiten und weil sie sich gegenseitig kaputt machen und weil sie andere Menschen unterdrücken mit Worten, Taten, mit ihrem Leben.

[36:36] Alle religiösen Übungen nützen dann nichts.

[36:39] Auf die Frage: Sind es wenige, die gerettet werden? Sagt Jesus: Ringt danach.

[36:46] Ringt danach, dass ihr diese Dinge, die hier beschrieben werden, dass die in eurem Leben nicht zu finden sind. Dass die Gnade Gottes in eurem Leben bewirkt, dass ihr aufhört, andere Menschen zu unterdrücken. Ringt danach, dass euer Ich übergeben ist jeden Tag, dass ihr nicht anfangt, euch selbst über andere zu erheben. Ringt danach, dass ihr den Charakter Jesu in eurem Leben offenbart und nicht mit anderen zankt und streitet, weil dann aller Gottesdienst, und sei er noch so emotional und noch so wunderschön formuliert und noch so herzzerreißend, er ist dann vor Gottes Augen nichts nütze.

[37:23] Viele werden versuchen hineinzugehen und werden es nicht können, weil sie es nie erlaubt haben, der Gnade Gottes wirklich ihr Herz zu verändern.

[37:37] Hesekiel 33. Sie kommen in den Gottesdienst. Hesekiel 33, Vers 31: "Und sie werden zu dir kommen, wie das Volk zusammenkommt, und werden als mein Volk vor dir sitzen." Die haben auch den Eindruck, wir sind das Volk Gottes. "Und deine Worte hören, aber nicht danach handeln, denn wenn sie auch mit dem Mund ihre Liebe bekunden, so läuft ihr Herz doch hinter dem Gewinn her." Sie reden, als ob sie das ganz toll fanden. Sie loben den Hesekiel für die Predigt, aber sie tun nicht, was gepredigt worden ist. Viele werden versuchen hineinzugehen und werden es nicht können, weil sie den Kampf des Glaubens nicht gekämpft haben. Sie fanden es toll. Sie hatten keine Gegenargumente, aber haben doch ihr Leben so gelebt, wie sie wollten. Aber der Glaubenskampf besteht darin, dass ich eben mein Leben nicht so lebe, wie ich es möchte, sondern tatsächlich mein Ich auf den Altar lege, dass Jesus all das entscheiden kann, was in meinem Leben passieren soll. Und das ist ein Kampf, ein täglicher Kampf.

[38:36] Wer diesen Kampf täglich kämpft, der kann durch die enge Pforte gehen, denn er folgt Jesus, denn Jesus hat diesen Kampf täglich gekämpft.

[38:54] Wir sehen Jesus, wie er sozusagen durch die enge Pforte geht in Matthäus Kapitel 26, Gethsemane, und dort in Vers 38 und 39. Da spricht er zu ihnen: "Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir." Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: "Mein Vater, ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber." Jesus hat einen echten Kampf. Er hat gerungen. Und Jesus hat den guten Kampf des Glaubens gekämpft und gewonnen. "Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst." Er ist uns diesen Weg vorausgegangen.

[40:02] Wenn wir diesen steinigen, schmalen Weg zur engen Pforte gehen hinauf, dann finden wir überall seine Fußspuren. Und ich möchte lieber einen steilen, schmalen Weg hinaufgehen und überall sehen: Ah, Jesus war hier auch. Hier war Jesus auch. Diesen Weg ist er gegangen, er ist oben angekommen. Dieser Weg wird ans Ziel führen, als mit der großen Masse eine breite Straße hinabzugehen, wo vielleicht einige sogar noch sagen: Ja, wir sind auf dem schmalen Weg, um am Ende im Abgrund zu stürzen. Den Abgrund zu stürzen. Ich möchte den schmalen Weg gehen.

[40:44] Der Glaubenskampf besteht darin, beständig den Willen Gottes zu übergeben. Jesus sagt: "Ringet."

[40:51] Viele werden das nicht tun, aber hier kommt die gute Nachricht: Jeder kann das tun. Niemand ist zu schwach, um seinen Willen aufzugeben. Denn es geht ja gerade eben nicht darum, etwas zu können, sondern etwas abzugeben. Gerade nicht darum, dass wir aus eigener Kraft etwas schaffen, sondern dass Gotteskraft in unserem Leben wirkt. Der Kampf besteht darin, dass wir Gott kämpfen lassen und deswegen die Zügel aus der Hand. Der Kampf besteht darin, mit dem eigenen Ich die Zügel aus der Hand geben zu lassen, zu geben, bereit zu sein, dass jemand anders unser Lebenszügel hält. Das ist ein Kampf. Aber diesen Kampf kann jeder gewinnen, denn er braucht keine körperliche Kraft, keine Intelligenz, keine Lebenserfahrung. Er braucht einfach nur eines: liebevolles Vertrauen. Und wenn wir das durch das Anschauen Jesu in unserem Leben entwickeln, dann können wir diesen Kampf gewinnen. Jeder, egal ob ein kleines Kind, ein alter Mensch, Mann, Frau, wer auch immer wir sind, gebildet oder ungebildet, wir alle können den Kampf gewinnen.

[42:02] Ich möchte mich heute neu entscheiden, diesen Kampf in meinem Leben täglich zu kämpfen, zu ringen und dem schmalen Weg zu folgen, Jesus zu folgen, durch die enge Pforte durchzugehen. Ist dein Wunsch auch. Gott segne dich. Gott segne deine Entscheidung. Lass uns noch gemeinsam beten.

[42:27] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du deiner unendlichen Güte durch dein Wort zu uns sprichst und sprichst und uns zeigst, was wirklich wichtig ist in unserem Leben. Und Herr, ich danke dir für die Offenbarung, die du uns geschenkt hast jetzt in diesen Worten, die uns deutlich macht, worin der Glaubenskampf besteht. Ich möchte dich für mich und für jeden einzelnen, der dieses Video sieht, bitten, dass du uns täglich daran erinnerst, dass die beste Entscheidung unseres Lebens darin besteht, unser Leben in deiner Hand zu geben, dich lenken zu lassen, dich leiten zu lassen, dir zu vertrauen. Und Herr, wir wissen, dass es ein Kampf ist. Du hast selbst gesagt, dass es ein Kampf ist. Du hast diesen Kampf selbst gekämpft und du hast uns gezeigt, dass man diesen Kampf gewinnen kann und in deiner Kraft und in deiner Gnade, vertrauen auf deine Güte können und dürfen wir alle überwinden und dafür danken wir dir von ganzem Herzen, Herr. Wir wollen dich nicht loslassen, es sei denn, du segnest uns. Amen.


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