In dieser Folge von „Der Ersehnte“ taucht Christopher Kramp tief in Lukas 13 ein und beleuchtet Jesu Worte ab Vers 25. Erfahre mehr über die entscheidenden Botschaften, die Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem verkündete und die auch heute noch uns berühren.
Der Ersehnte: 275. „…Ich weiss nicht, woher ihr seid…“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:31] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Wir freuen uns, dass ihr wieder eingeschaltet habt und dass wir gemeinsam das Leben und Wirken von Jesus weiter studieren können, besser verstehen können.
[0:49] Wir wollen heute in Lukas 13 weiter studieren. Wir haben das letzte Mal die Verse 22 bis 24 uns angeschaut und wollen heute ein paar ganz entscheidende Gedanken verstehen, die Jesus hier jetzt in den folgenden Versen ab Vers 25 gesagt hat und auch uns heute durch seinen Heiligen Geist sagen möchte.
[1:13] Bevor wir damit beginnen, möchten wir Gott einladen, dass er unser Studium segnet. Und wenn es dir möglich ist, lade ich dich ein, dass wir gemeinsam niederknien.
[1:28] Lieber Vater im Himmel, möchte dir danke sagen, dass wir jetzt uns unter dein Wort stellen dürfen, dass wir jetzt lernen können von dir. Und ich möchte dich bitten, dass die Kraft deines Wortes, mein Herz und unser aller Herzen, wirklich berührt, dass wir verändert werden und dich ganz lieb gewinnen, noch mehr als jemals zuvor. Wir möchten dich bitten, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.
[2:02] Lukas Kapitel 13 und wir lesen heute ab Vers 25. Wollen uns aber kurz in Erinnerung rufen, was wir in Vers 24 gesehen haben. Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Es ist seine letzte Reise. Er weiß, in wahrscheinlich wenigen Wochen, wissen ja nicht ganz genau, wie viel Zeit da jetzt noch vergehen wird, aber ungefähr einige Wochen wird es treffen. Er weiß, er wird bald am Kreuz von Golgatha sterben und er setzt seine Reise fort und er zieht nicht einfach im im kürzesten Weg nach Jerusalem, sondern er zieht durch viele Städte und Dörfer. Wir haben gesehen, seit Lukas 9, Vers 51, befindet er sich auf dieser letzten Reise. Und als er gerade unterwegs ist, wir wissen gar nicht, ob in einer Stadt, in einem Dorf, wo genau, wird er angesprochen von jemandem, der ihn fragt: "Herr, sind es wenige, die errettet werden?"
[2:57] Wir haben dann gesehen, dass Jesus eine Antwort nicht nur ihm gibt, sondern ihnen und damit uns allen und gesagt hat: Ringen danach durch die enge Pforte hineinzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und es nicht können. Wir haben gesehen, es braucht eine Anstrengung von unserer Seite. Wir müssen Gott nicht überzeugen. Aber im Kampf gegen das eigene Ich, im Kampf gegen die eigenen Wünsche und Ideen müssen wir auch mit Gott kooperieren. Wir müssen bereit sein, den schmalen Weg zu gehen. Wir müssen bereit sein, durch die enge Pforte durchzugehen. Wir müssen vor allem die Gelegenheit nutzen, die wir noch haben. Denn er sagt, es werden viele versuchen und irgendwann und nicht können. Und was er damit genau gemeint hat, wird jetzt deutlich in den Versen, die jetzt kommen.
[3:43] Wir lesen ab Vers 25. Wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Türe verschlossen hat, dann werdet ihr anfangen draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: "Herr, Herr, tue uns auf." Dann wird er antworten und zu euch sagen: "Ich weiß nicht, woher ihr seid."
[4:08] Wenn wir uns die Frage stellen, warum in Vers 24 viele versuchen hineinzugehen, aber es nicht können, dann liegt das offensichtlich nicht daran, dass sie nicht stark genug sind, dass sie nicht die nötige Muskelkraft haben, um die Tür zu öffnen oder nicht schmal genug, um durch die enge Pforte durchzupassen. Der Punkt, warum sie es nicht mehr können, ist, sie sind zu spät. Es gibt also einen Zeitpunkt, an dem man nicht mehr durch die enge Pforte hindurchkommt. Jesus sagt in Vers 25: "Wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat", da gibt es also einen Zeitpunkt, da ist die Tür geschlossen.
[4:46] Noch können wir durch die enge Pforte. Sie ist zwar eng, der Weg ist schmal, ist steinig und bergauf, aber Jesus ist ihn gegangen. Und Jesus schenkt uns die Kraft für jeden einzelnen Schritt. Noch ist Gnadenzeit, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo die Tür geschlossen ist.
[5:04] Das erste Mal, dass wir in der Bibel eine geschlossene Tür finden, das ist in Mose Kapitel 7 und dort Vers 16. Mose 7 und dort Vers 16. 7 Tage vor der Sintflut schließt Gott die Tür.
[5:29] Es ist natürlich Vers 16 und nicht Vers 6. Verzeihung. Es heißt in Vers 15 und 16: "Und sie gingen zu Noah in die Arche, die zwei und zwei von allem Fleisch, das Lebensodem in sich hatte." Das sind die ganzen Tiere, die dort durch das Wirken Gottes in die Arche gehen. Und dann heißt es in Vers 16: "Die hineingingen, Männchen und Weibchen von allem Fleisch, kamen herbei, wie Gott ihm geboten hatte, und der Herr schloss hinter ihm zu."
[5:59] 120 Jahre hat Noah gepredigt und die Menschen eingeladen, die Erlösung anzunehmen. 120 Jahre war die Tür offen. 120 Jahre war Gelegenheit für etwas, das nicht ewig lange dauert, nämlich die Bereitschaft umzukehren, die Erlösung anzunehmen, Gott zu glauben und entsprechend zu handeln. 120 Jahre war die Tür offen, aber 7 Tage vor der Sintflut war die Tür geschlossen. Als dann die Sintflut kam, ist es nicht schwer vorstellbar, wie Menschen dann noch versucht haben, in die Arche hineinzukommen, und das war dann kein Spaß. Die wollten da wirklich hinein, aber die Tür war geschlossen, denn jetzt wollten, denn jetzt war es nicht mehr aus Glauben. Jetzt wussten sie, dass es kommt. Jetzt ging es nur um ihr nacktes Überleben. Es ging nicht mehr darum, das Evangelium anzunehmen, aber die Tür war geschlossen.
[6:56] Jesus macht deutlich: Gottes Gnade ist zwar unvorstellbar groß, aber zeitlich gesehen gibt es einen Zeitpunkt, wo die Gnadentür schließt. Solche Zeitpunkte hat es immer wieder in der Heilsgeschichte gegeben. Und wenn wir uns auf die Wiederkunft hier so vorbereiten, wissen wir, ganz am Ende wird es einen Zeitpunkt geben, an dem jede Entscheidung gefällt ist, an dem man dann nicht mehr von der Seite der Gläubigen zur Seite der Gottlosen und andersherum wechseln wird.
[7:28] In Offenbarung 22 wird das so ausgedrückt. Offenbarung 22 und dort Vers 11. "Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht. Und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter. Und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit und der Heilige heilige sich weiter." Es kommt der Zeitpunkt, wo die beiden Klassen sozusagen, die beiden Gruppen von Menschen eindeutig getrennt sind und niemand kann mehr von der einen zur anderen Seite überwechseln. Die einen sind versiegelt mit dem Siegel Gottes. Sie haben sich endgültig für Gott entschieden. Die anderen haben die Gnade endgültig abgelehnt. Die Gnadentür ist geschlossen. Gnadenzeit vorbei.
[8:15] In Lukas und dort Vers 13 heißt es: "Wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist." Nun wird tatsächlich in den Evangelien der Hausherr verschiedentlich verwendet, manchmal auch als Metapher für Gläubige, aber auch als Metapher für Jesus.
[8:36] In Matthäus Kapitel 10 und dort Vers 25. Matthäus Kapitel 10 und dort Vers 25. Jesus sagt: "Es ist für den Jünger genug, dass er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausherrn und damit ist natürlich hier Jesus gemeint, Beelzebul genannt, wie viel mehr seiner Hausgenossen." Ganz ähnlich auch in Matthäus Kapitel 13 und dort Vers 27. Und die Knechte des Hausherrn traten zu und sprachen zu ihm: "Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?" Also mehrmals finden wir in den Evangelien, dass Jesus sich selbst bzw. auch Gott mit dem Hausherrn vergleicht.
[9:20] Es gibt den Zeitpunkt, wo der Hausherr aufgestanden ist und die Pforte, die Türe verschlossen ist. Ganz interessant, dass es im Buch Daniel in Daniel Kapitel 12 in der letzten großen Prophezeiung des Buches Daniels, die das ganze Kapitel 11 ja auch umspannt, dann das Ende dieser Prophezeiung findet sich in den ersten Versen von Kapitel 12 und dort finden wir diese Aussage in Vers 1: "Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht." Das ist natürlich niemand anderes als Jesus Christus, der schon in Offenbarung 12 gegen den Satan kämpft. Der so ist wie Gott. Das ist ja die wörtliche Bedeutung von Michael. Der für die Kinder des Volkes Gottes einsteht als unser Hohepriester. Und wenn er sich erhebt, dann ist diese letzte Trübsalszeit, diese letzte Drangsal. Das heißt, denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt bis zu dieser Zeit, aber zu jener Zeit wird ein Volk gerettet werden. Jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet.
[10:27] Wenn Michael sich erhebt, dann ist die Tür geschlossen. Dann bricht die letzte Trübsalszeit ein und dann werden Menschen noch versuchen wollen, doch noch zu Gott zu kommen, aber sie haben das Evangelium abgelehnt. Die Gnadenzeit ist vorbei.
[10:46] Und dann ist es zu spät.
[10:50] Interessant ist die Aussage von Jesus hier in Vers 25, wenn er sagt: "Und sie werden sagen: Herr, Herr, tue uns auf." Dann wird er antworten und zu euch sagen: "Ich weiß nicht, woher ihr seid."
[11:04] Wörtlich, also man kann den griechischen Satz auch anders punktieren. Die Regel ist, es gab ja in den Manuskripten ursprünglich keine Satzzeichen und in der Regel ist die Satzstruktur immer ganz deutlich, aber es gibt Fälle wie hier, wo man es auch anders verstehen könnte. Man könnte es auch verstehen als: "Ich kenne euch nicht. Woher seid ihr? Ich kenne euch nicht."
[11:32] Dass dieser Gedanke, dass dort Menschen zu Jesus rufen: "Herr, Herr" und Jesus antwortet: "Ich kenne euch nicht", kommt uns natürlich gut bekannt vor. Jesus hatte dasselbe schon mal gepredigt in Matthäus Kapitel 7 in der Bergpredigt. Und auch hier sehen wir, wieso oft in diesen Lukas-Kapiteln, dass Jesus Gedanken aus der Bergpredigt und anderen Predigten neu in einem neuen Kontext wiederholt.
[11:58] Matthäus 7 und dort Vers 21. "Nicht jeder, der zu mir sagt: 'Herr, Herr', wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut." Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: "Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?" Und dann werde ich ihnen bezeugen: "Ich habe euch nie gekannt." Mit anderen Worten: "Ich kenne euch nicht. Ich habe euch nie gekannt. Weicht von mir, ihr Gesetzlosen." Das Wort "Gesetzlosen" dort bedeutet diejenigen, die die Gesetzlosigkeit tun.
[12:39] Am Ende der Zeit wird es Menschen geben, die glaubten, zu Gott zu gehören, nur um festzustellen, dass sie ihn gar nicht wirklich kennengelernt haben. Es wird Menschen geben, die glaubten, gerettet zu sein, um festzustellen, dass sie verloren sind. Es gibt wohl keine schlimmere Erkenntnis, als wenn man dachte, man ist gerettet und man findet heraus und es ist zu spät. Man findet heraus, man ist verloren und die Tür ist geschlossen.
[13:11] Diese Worte von Jesus sind nicht einfach so dahin gesagt. Sie sind eine ganz eindringliche Warnung nicht nur an den Mann damals, der gefragt hat, und die Volksmenge, die zugehört hat, sondern an jeden einzelnen von uns. Wir müssen uns die Frage stellen: Wissen wir, dass wir gerettet sind? Wissen wir, dass wir auf der Seite Jesu stehen? Sind wir wirklich auf dem Weg zur engen Pforte? Gehen wir wirklich diesen Weg? Gehen wir durch die enge Pforte hinein?
[13:45] Dieses Bild von der geschlossenen Tür hat Jesus dann einige Zeit später. Wir werden das uns dann ja natürlich noch ausführlich anschauen, wenn wir dazu dann zu dem Text kommen. Er hat es ausführlich in Matthäus 25 noch einmal als das berühmte Gleichnis von den zehn Jungfrauen dargestellt.
[14:08] Wo es dann auch heißt in Matthäus 25, Vers 11 und 12: "Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: 'Herr, Herr, tu uns auf.'", genau die gleiche Formulierung wie in Lukas 13 und wie in Matthäus Kapitel 7. "Herr, Herr, tu uns auf." Er antwortete und sprach: "Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht."
[14:29] Dieser Gedanke, der dann in dieser Endzeitpredigt Matthäus 25 noch mal so ausführlich dargestellt wird, der kommt hier schon in Lukas 13 noch gar nicht so sehr im Kontext der Endzeit an sich oder nicht direkt als Endzeitfrage formuliert, sondern grundsätzlich als die Frage: Sind es viele oder die Frage ist andersrum: Sind es wenige, die gerettet werden? Wer wird gerettet letztlich? Und Jesus sagt: Ringen danach, kämpft darum, durch die enge Pforte hineinzugehen, denn es werden Menschen irgendwann feststellen, dass sie zu spät sind.
[15:06] Sie werden sagen: "Herr, Herr." Sie werden glauben, den Herrn des Hauses zu kennen, und er sagt ihnen: "Ich kenne euch nicht. Woher seid ihr?"
[15:20] Wenn es also so ist, dass es einen Zeitpunkt gibt, wo wir nicht mehr das Evangelium in Anspruch nehmen können, dann müssen wir uns die Frage stellen: Was bedeutet das für uns jetzt? Die Bibel gibt uns eine klare Antwort, die wir immer wieder in verschiedenen biblischen Büchern nachvollziehen können.
[15:38] Psalm 32 und dort Vers 6. Darum Psalm 32, Vers 6: "Darum soll jeder Getreue dich bitten zu der Zeit, da du zu finden bist. Wenn dann große Wasser einherfluten, werden sie ihn gewiss nicht erreichen." Wir denken da auch wieder an die Bergpredigt, wo Jesus davon spricht, wer sein Haus auf den Felsen gebaut hat. Wenn dann die Wasserströme kommen, wenn dann der Platzregen fällt, dann sind wir sicher. Wenn dann die großen Wasser einherfluten, wie David sagt, dann werden sie uns gewiss erreichen, wenn wir Jesus gesucht haben, als er zu finden war.
[16:14] Dieser Vers 6 beginnt mit dem Wort "darum". Und dieses "darum" verknüpft diesen Gedanken mit dem, was davor gewesen ist, wo David seine persönliche Erfahrung der Sündenvergebung erzählt, wo er sagt in Vers 1: "Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet und dessen Geist keine Falschheit ist." David wusste, wie es sich anfühlt, mit unvergebener Schuld zu leben.
[16:40] Vers 3: "Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag, denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, so dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürrt. Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht. Und ich sprach: 'Ich will dem Herrn meine Übertretung bekennen.' Da vergabst du mir meine Sündenschuld."
[17:00] Und jetzt sagt David darum, weil Gott Sünde vergibt, weil er auch wenn es schlimme Sünde ist – David hatte, das waren keine Lapalien, Sünde ist nie eine Lapalie, aber selbst aus menschlicher Sicht waren die Sünden von David der Ehebruch und der der, soweit wir das sehen können, wohl auch Gewalt wohl gegenüber Batseba oder zumindest ein ein ein ein ein ein ein ja, wie soll man das sagen? Also es sieht so aus, dass im Text, also wenn man den Text wirklich ernst nimmt, sieht es so aus, dass er auch an Batseba sich vergangen hat, das ist also nicht ihr Einverständnis hatte und da noch den Mord dazu nimmt, den er in Auftrag gegeben hat. Dann stellen wir fest, dass eine ganz schlimme Sünde, eine schwere Sünde, aber Gott war bereit ihm zu vergeben.
[17:50] Lieber Freund, liebe Freundin, egal welche Schuld dich plagt, wenn du den Herrn heute anrufst, wenn du ihn heute suchst, kannst du heute Vergebung deiner Sünde, Vergebung deiner Schuld bekommen. Der Getreue soll Gott bitten zu der Zeit, da er zu finden ist.
[18:08] Denselben Gedanken finden wir auch in Jesaja 55. Und dort Vers 6. Jesaja 55, Vers 6: "Sucht den Herrn, solange er zu finden ist. Ruft ihn an, während er nahe ist."
[18:22] Und was bedeutet das konkret? Vers 6, Vers 7: "Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken, und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn erbarmen, zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken, sagt Gott, sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr. Sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken."
[18:48] Weil Gott mehr Vergebung hat, als wir uns das vorstellen können. Weil er auch dann bereit ist, uns zu vergeben, wenn wir denken, dass es keine Hoffnung für uns gibt. Deswegen sollen wir ihn anrufen, sollen wir zu ihm kommen, so wie wir sind, solange er zu finden ist. Wir sollen die Erlösung nicht aufschieben.
[19:14] Wir müssen Gott suchen, solange noch Gnadenzeit ist.
[19:21] Auf die Frage: Werden wenige gerettet? Sagt Jesus, dass es nur wenige gibt, die oder dass wir uns darum bemühen müssen, die enge Pforte zu durchstreiten. Viele, sagt er, werden versuchen durchzugehen und werden es nicht können, weil sie zu spät sind.
[19:38] Schauen wir noch einmal in Lukas 13 und jetzt den Vers 26. "Dann werdet ihr anfangen zu sagen..." Und Jesus spricht hier auch zu der Volksmenge, zu Menschen, die glaubten, weil sie doch Teil des Volkes Gottes sind, haben sie quasi schon einen direkten Freifahrtschein für das Reich Gottes.
[19:58] Er sagt: "Dann werdet ihr anfangen zu sagen: 'Wir haben vor dir gegessen und getrunken und auf unseren Gassen hast du gelehrt.'" Mit anderen Worten, wenn sie realisieren, die Tür ist geschlossen, bringen sie ein Argument vor. Sie bringen ein Argument, warum sie glauben, dass sie doch zum Reich Gottes hinzugelassen werden sollten, warum sie qualifiziert sind, ein ewiges Leben mit Jesus zu führen. Ihr Argument ist sehr interessant. Ihr Argument ist: Wir hatten doch eine physische Nähe zu dir. Wir waren doch dabei, als du gepredigt hast. Wir haben noch zur selben Zeit gelebt. Du bist doch durch unsere Straßen gegangen. Wir haben noch zusammen gegessen und getrunken. Wir haben uns doch quasi Schulter an Schulter gesehen. Du kennst uns doch, oder?
[20:42] Im Alten Testament in Jesaja 58 finden wir eine bemerkenswerte Aussage Gottes durch den Propheten Jesaja über das Volk Gottes zur Zeit von Jesaja, das tatsächlich die Nähe Gottes gesucht hat, ohne eine Herzensveränderung zu erstreben. Jesaja 58 Vers 2. "Sie suchen mich Tag für Tag." Lesen Vers 1: "Rufe aus voller Kehle, schone nicht. Erhebe deine Stimme wie ein Posaunenhorn und verkünde meinem Volk seine Übertretung und dem Haus Jakob seine Sünden. Sie suchen mich Tag für Tag und begehren meine Wege zu kennen, wie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das Recht seines Gottes nicht verlassen hat. Sie verlangen von mir gerechte Urteile, begehren die Nähe Gottes."
[21:25] Aber was ist das Problem? Vers 4: "Siehe, ihr fastet, um zu zanken und zu streiten und dreinzuschlagen mit gottloser Faust. Ihr fastet gegenwärtig nicht, so dass euer Schreien in der Höhe Erhörung finden könnte." Sie sind zwar physisch in der Nähe Gottes, in dem Sinne, dass sie einen Gottesdienst besuchen, sehe ich hier, die Worte eines Propheten wohl anhören, dass sie religiöse Übungen durchführen, dass sie Fasten und entsprechend religiöse Tage beachten, aber in ihrem Herzen zanken sie, schlagen sie, unterdrücken sie. Sie beharren an ihrer Sünde und wollen doch in der Gegenwart Gottes sein.
[22:10] Im Neuen Testament findet Paulus für diese Gruppe von Menschen eine interessante Beschreibung. Und er sagt in 2. Timotheus 3, Vers 5 über sie: "Dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, ein äußerliches Christentum, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab." Menschen, die äußerlich wie Christen erscheinen, aber die Kraft des Evangeliums nicht in ihr Herz gelassen haben.
[22:37] Paulus sagt ja in Römer 1, Verse 16 und 17: "Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, sowohl den Juden als auch den Griechen. Wer ist es, der glaubt? Der glaubt. Zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen, denn es wird daran offenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: 'Der Gerechte wird aus Glauben leben.'"
[23:05] Die Kraft des Evangeliums, die ist in Jesaja 58 bei dem Volk nicht präsent, die ist bei diesen Christen, die Paulus in 2. Timotheus 3 beschreibt, die nur äußerlich Christen sind, die ist nicht präsent. Wir sehen das gleiche auch in Titus Kapitel 1, Vers 16. Dort heißt es: "Sie geben vor, Gott zu kennen, aber mit den Werken verleugnen sie ihn, da sie verabscheuungswürdig und ungehorsam und zu jedem guten Werk untüchtig sind." Menschen, die ein Lippenbekenntnis zum Evangelium geben, aber mit ihrem Leben, mit ihren Taten, mit ihrem Charakter Gott verleugnen.
[23:43] Und Jesus legt den Finger in die Wunde und sagt der Volksmenge, die hier folgt: Viele von euch haben genau dieses Problem. Ihr seid physisch in der Nähe des Messias. Ihr folgt ihm. Ihr geht in die Synagoge, ihr hört die Predigt an, ihr fastet und gebt Zehnten und macht das alles. Aber das, was das Evangelium wirklich bewirken will, lasst ihr nicht zu.
[24:05] Kann es sein, dass wir heute das gleiche Problem auch haben, dass wir glauben, wir sind Christen, weil wir einen Gottesdienst besuchen, weil wir eine Predigt angehört haben und weil wir zu Tisch beten? Glauben wir, dass die physischen Formen der Religion uns einen Weg in das Reich Gottes bahnen? Kann Jesus von uns sagen: "Ich kenne dich"?
[24:39] Denn in Lukas Kapitel 13 und dort Vers 27 wiederholt der Hausherr sogar diese schlimmen, diese traurigen Worte. Es heißt hier: "Und er wird antworten: 'Ich sage euch, ich weiß nicht, woher ihr seid', oder anders übersetzt: 'Ich sage euch, ich kenne euch nicht. Woher seid ihr? Weicht alle von mir, ihr Übeltäter.'"
[25:05] Und das ist eine ganz ähnliche Formulierung wie in Matthäus Kapitel 7, wo es heißt, die die Gesetzlosen, die Täter der Gesetzlosigkeit. Hier sind es die Täter der Ungerechtigkeit.
[25:22] Warum sagt Jesus, dass er sie nicht kennt? Wir wissen doch, dass Gott alles weiß. Nichts ist ihm verborgen. Es heißt in Daniel Kapitel 2, dass er sogar weiß, was in der Finsternis ist. So steht es in Daniel Kapitel 2 und dort Vers 22: "Er offenbart, was tief und verborgen ist. Er weiß, was in der Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht." Also, es geht nicht darum, dass Gott diese Menschen noch nie gesehen hat oder nicht von ihrem Leben wüsste. Das geht um etwas anderes.
[26:00] Und da gibt es einen interessanten Bibelvers in 1. Korinther Kapitel 8 und dort Vers 3. Dort steht: "Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt."
[26:23] Mit anderen Worten, wenn wir Gott haben und den Menschen haben, dann heißt es hier, wenn wir Gott lieben, dann kennt er uns. Und übrigens, das ist natürlich auch so rum, dass Gott uns natürlich liebt und wir dadurch Gott erkennen.
[27:06] Das ist das ewige Leben, dass wir dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Gott wünscht uns, dass wir ihn erkennen im neuen Bund. Er wünscht sich, dass wir ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele. Wer Gott liebt, ist von ihm erkannt. Dieses Erkennen meint nicht nur eine theoretische, abstrakte Erkenntnis von theologischen Ideen. Nein.
[27:34] Adam erkannte seine Frau. Mose 4, Vers 1. Und sie wurde schwanger. Ganz innige Beziehung.
[27:46] Wenn Jesus sagt in Lukas 13: "Ich kenne euch nicht, woher seid ihr?", dann bedeutet es, dass dies Menschen sind, die zwar am Tisch gesessen haben, als Jesus dabei war, die in den Straßen standen, am vielleicht auch am See Genezareth waren, als Jesus gepredigt hat, aber sie haben ihn nie in ihr Herz gelassen und haben ihn nie geliebt von ganzem Herzen.
[28:14] Die Frage ist also nicht: Sitze ich in einem Gottesdienst, in dem die Predigt korrekt und wahr ist? Singe ich Lieder, die Gott wohlgefällig sind? Die Frage ist: Darf Jesus in mein Herz?
[28:32] Denn wenn ich bei dem richtigen Jesus zu Tisch sitze, aber nur mit ihm zu Tisch sitze und er nicht meinem Herzen sein darf und mit mir dort das Mahl halten kann, dann gehe ich verloren wie Judas, der mit Jesus am Abendmahlstisch saß und ihn dennoch nie erkannt hat.
[29:01] 2. Timotheus Kapitel 2 und dort Vers 19. 2. Timotheus Kapitel 2, Vers 19: "Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen." Und jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit. Gott kennt diejenigen, die zu ihm gehören, seine Menschen, die ihn lieben und die ihn erkannt haben. Natürlich weiß er von allen Menschen in diesem intellektuellen, abstrakten Sinne kennt er natürlich alle Menschen. Aber mit diesem Erkennen ist etwas anderes. Das ist eine Verbindung gemeint, die auf Liebe und inniger Beziehung basiert.
[29:46] Und Jesus sagt hier, also mit anderen Worten, um durch die enge Pforte hineinzugehen, müssen wir Gott lieben. Aber er sagt dir, dass wir darum ringen sollen. Und deswegen sagt uns in 5. Mose Kapitel 6, Vers 4, dass wir Gott nicht nur ab und zu mal so ein bisschen auch gerne haben, weil wir gerade vielleicht da emotional uns so fühlen.
[30:03] Das heißt in 5. Mose 6, Verse 4 und 5: "Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft." Das Ringen ist ein Kampf gegen das eigene Ich, aber es ist zuallererst ein Kampf darum, Gott wirklich zu lieben, sich danach zu sehnen, Gott von ganzem Herzen zu lieben. Wer sein ganzes Herz und seine ganze Kraft darauf ausrichtet, Gott an die erste Stelle zu setzen, der gewinnt auch den Kampf gegen das eigene Ich.
[30:50] Gott an die erste Stelle. Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele. Das ist das Ringen, das dazu führt, dass Gott uns kennt und die Tür für uns offen ist.
[31:05] Oder anders gesagt, dass wir durch die offene Tür hindurchgehen können.
[31:16] Jesus macht einen ganz entscheidenden Punkt. Niemand wird gerettet, weil er zeitlich oder räumlich in der Nähe von Jesus war. Da waren Menschen auf dem Weg von Ägypten nach Kanaan. Jesus war in Sichtweite in der Wolken- und Feuersäule, und trotzdem sind die meisten von ihnen in der Wüste gestorben.
[31:42] Wenn Jesus nicht das Sündenproblem lösen darf, ist der Mensch nicht erlöst, auch wenn er Predigten besucht hat und äußerlich viel Zeit mit christlichen Inhalten verbracht hat. Wenn wir Predigten hören und Gebete sprechen und vielleicht sogar Missionsmaterial verteilen, aber Jesus darf nicht in das Herz, um das Sündenproblem zu lösen, dann werden wir die traurige Feststellung machen, die Jesus hier mit traurigem Herzen den Menschen sagt.
[32:23] Er wird antworten: "Ich sage euch, ich weiß nicht, woher ihr seid. Weicht alle von mir, ihr Übeltäter."
[32:31] Niemand wird gerettet, weil er ein formales Bekenntnis abgelegt hat und dann aber die ganze Zeit weiter in der Sünde verharrt. Dann kann niemand gerettet werden.
[32:44] Und dann sagt Jesus, das sehr bemerkenswert ist. Er sagt in Vers 28: "Da wird das Heulen und das Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes seht, euch selbst aber hinausgestoßen."
[33:19] Warum haben die Menschen zur Zeit von Jesus, die sich Volk Gottes nannten, warum haben sie Gott nicht geliebt? Warum sind sie durch die enge Pforte nicht hindurchgegangen?
[33:34] Es gibt eine interessante Aussage, die ich hier kurz übersetzen und lesen möchte: Göttliche Liebe ist bis zu ihren unfassbaren Tiefen aufgerührt, aufgewühlt für die Menschen. Bis in die Tiefen, die wir nicht erfassen können, liebt Gott uns Menschen. Und die Engel staunen, dass die Empfänger einer so großen Liebe eine so oberflächliche Dankbarkeit zeigen. Engel staunen angesichts der leeren, oberflächlichen Wertschätzung, die Menschen der Liebe Gottes entgegenbringen. Der Himmel steht entrüstet, wenn er sieht, wie Menschen die Seelen anderer Menschen vernachlässigen.
[34:47] Dann beschreibt sie und fragt: Wie würde wohl ein Vater, eine Mutter fühlen, wenn sie wüsste, dass ihr Kind in der Kälte und dem Schnee verloren, von anderen nicht gerettet worden ist, sondern dass andere an diesem Kind vorbeigegangen sind und es dem Verderben überlassen haben, obwohl sie es hätten retten können? Würden diese Eltern nicht schrecklich traurig sein, richtig wild entrüstet? Würden sie nicht solche Mörder verurteilen mit einem Zorn so heiß wie ihre Tränen, so intensiv wie ihre Liebe?
[35:24] Dann sagt sie folgendes: "Die Leiden eines jeden Menschen sind die Leiden des Kindes Gottes und diejenigen, die keine helfende Hand ausstrecken, um den verloren gehenden Mitmenschen zu helfen, provozieren Gottes gerechten Zorn." Das ist der Zorn des Lammes. Zu jenen, die behaupten, mit Christus in Gemeinschaft zu leben, aber die kein Interesse hatten an den Bedürfnissen ihrer Mitmenschen, wird er an dem großen Gerichtstag sagen: "Ich weiß nicht, woher ihr seid. Weicht alle von mir, ihr Übeltäter."
[36:19] Die Juden zur Zeit von Jesus. Sie hielten sich für das Volk Gottes, aber sahen keine Notwendigkeit, anderen Menschen zu helfen. Da waren Menschen, die Gott liebte, die aber aus Ignoranz verloren gingen. Und die Juden hatten das Evangelium eigentlich ja in Symbolen und in Typologien präsent, aber sie gaben es nicht weiter.
[36:40] Und Jesus macht deutlich: So kann kein Mensch gerettet werden. Wenn wir behaupten, Christen zu sein, aber uns nicht darum bemühen, dass andere Menschen gerettet werden, dann werden diese Worte auch uns treffen. Auch wenn wir noch so viele Predigten gehört haben, noch so viele Gottesdienste besucht haben und wenn wir dann sagen: "Aber waren wir nicht in dem Gottesdienst, wo du gepredigt worden bist? Waren wir nicht dort und haben nicht die Lieder gesungen, die dich geehrt haben?" Reicht das nicht? Jesus wird sagen: "Ich kenne euch nicht." Denn die Liebe zu Gott zeigt sich, wie Jesaja 58 das deutlich macht, dadurch, dass wir anderen Menschen helfen, auch ihn kennenzulernen.
[37:26] Vers 28 in Lukas 13: "Da wird das Heulen und das Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes seht und euch selbst aber hinausgestoßen." Jesus wiederholt hier einen Gedanken, den er schon in Matthäus Kapitel 8 gesagt hat, damals in Kapernaum, als der römische Hauptmann gesagt hat: "Du brauchst nicht unter mein Dach kommen, sprich nur ein Wort, und so wird mein Knecht gesund werden." In Matthäus 8, Vers 8. Und Jesus hatte sich dann verwundert, weil er einen so großen Glauben in Israel nicht gefunden hatte. Und dann sagt er hier in Matthäus 8, Vers 11: "Ich sage euch aber, viele werden kommen vom Osten und vom Westen und von und werden im Reich der Himmel mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tisch sitzen."
[38:04] Jetzt in Lukas 13 fügt er noch die alle Propheten hinzu. Aber die Kinder des Reiches, das heißt die, die eigentlich das Volk Gottes sind und sein sollten, sie werden in die äußerste Finsternis hinausgeworfen werden. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
[38:20] Der Punkt ist: diejenigen, die eigentlich gar nicht zum Volk Gottes gehörten, eigentlich ursprünglich gehörten, werden im Reich Gottes sein und die, die eigentlich das Reich Gottes als Auftrag bekommen haben, werden selbst verloren.
[38:34] Heulen und Zähneknirschen ist ein Ausdruck für die Menschen, die am Ende verloren gehen. Matthäus 13 und dort Vers 42, da heißt es Vers 41: "Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben, aus seinem Reich sammeln." Das sind die, die das Gesetz mit Füßen treten. Das sind diejenigen, die in Sünde verharren. Das sind diejenigen, die an der Sünde festhalten. Und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein.
[39:07] Woher kommt diese Idee? Jesus zitiert hier aus einem alttestamentlichen Vers aus Psalm 112, Vers 10.
[39:23] Psalm 112 und dort Vers 10. Das heißt in Vers 9: "Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben. Seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit. Sein Horn wird emporragend in Ehre." Da geht es um den Gerechten. Schauen wir Vers 6: "Denn er wird ewiglich nicht wanken. An den Gerechten wird ewiglich gedacht. Vor der Unglücksbotschaft fürchtet er sich nicht. Sein Herz vertraut fest auf den Herrn. Sein Herz ist getrost. Er fürchtet sich nicht, bis er seine Lust an seinen Feinden sieht." Jetzt Vers 9: "Er hat ausgestreut. Er hat den Armen gegeben." Er hat also genau das getan, was Gott auch tut. Er hat in Liebe weitergegeben. Seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit. Sein Horn wird emporragend in Ehren.
[40:15] Jetzt der Kontrast in Vers 10: "Der Gottlose wird es sehen und sich ärgern. Er wird mit den Zähnen knirschen und vergehen." Ist genau das, was nach den 1000 Jahren passieren wird. Das Verlangen der Gottlosen bleibt unerfüllt. Zähneknirschen, das ist dieses Trauer, ist Heulen und Zähneknirschen, dieses Ärgern, das ist das, was die Gottlosen erleben am Ende.
[40:41] Und Jesus versucht der Volksmenge deutlich zu machen: Viele von euch, wenn ihr keine Bekehrung erlebt, werdet, obwohl ihr formal jetzt zum Volk Gottes gehört, werdet euch mit den Gottlosen wiederfinden.
[40:58] Hinausgestoßen, wie es hier heißt, euch selbst aber hinausgestoßen. Vers 29: "Und sie werden kommen vom Osten und vom Westen, von Norden und von Süden", wie wir gerade gesehen haben, auch in Matthäus 8, "und zu Tisch sitzen im Reich Gottes." Im Reich Gottes werden Menschen aus allen Nationen sein. Und hier erfüllt sich das, was Gott schon in 1. Mose verheißen hat.
[41:22] Mose 28 und dort Vers 14. Mose 28, Vers 14: "Und dein Same soll werden wie der Staub der Erde, und nach Westen, Osten, Norden und Süden sollst du dich ausbreiten, und in dir und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde." Jesaja 43 und dort Vers 6.
[41:55] Jesaja 43 und dort Vers 6: "Ich will zum Norden sagen: Gib heraus! Und zum Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne von der aus der Fern herbei und meine Töchter vom Ende der Welt." Aus allen Himmelsrichtungen werden sie kommen.
[42:15] Maleachi Kapitel 1 und dort Vers 11. Maleachi Kapitel 1 und dort Vers 11: "Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang soll mein Name groß werden unter den Heidenvölkern, und überall sollen meinem Namen Räucherwerk und Gaben und zwar reine Opfergaben dargebracht werden, denn groß soll mein Name unter den Heidenvölkern sein, spricht der Herr der Heerscharen."
[42:46] All das wird sich endgültig erfüllen, wenn in Offenbarung Kapitel 7 die Gläubigen aller Zeitalter bei Gott stehen werden am gläsernen Meer. Das heißt in Offenbarung 7, Vers 9: "Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen. Die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern und Palmzweige waren in ihren Händen."
[43:16] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du dabei sein? Möchtest du in dieser Gruppe stehen aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen? Dann gibt es eine entscheidende Bedingung: Wir müssen heute, jetzt, da Jesus zu finden ist am Gnadenthron, heute zu kommen, ihn heute zu unserem Erlöser machen für unsere Sünden, heute die Dinge, die uns belasten, ihm geben, ihn heute hineinlassen in unser Herz. Uns nicht damit zufrieden geben, dass wir Traditionen folgen, dass wir vielleicht sogar richtige Theologie gehört haben, sondern er muss in unser Herz. Wir müssen danach streben, ihn zu lieben und ihn zu erkennen von ganzem Herzen. Das mag im Alltag eine Schwierigkeit sein. Es mag bedeuten, einen schmalen Weg aufwärts zu gehen, auch wenn die breite Masse den Weg hinabgeht.
[44:04] Aber wer das macht, der folgt Jesus und er wird einmal hier mit den Überwindern am Thron Gottes stehen und mit Millionen Engeln und den 24 Ältesten und den vier lebendigen Wesen und allen, die dort im himmlischen Gottesdienst Anbetung vollführen. Er wird gemeinsam mit ihnen die Ewigkeit verbringen.
[44:30] Die Frage war gestellt worden: Sind es viele? Verzeihung, sind es wenige, die gerettet werden? Und die Offenbarung zeigt uns, es ist eine unvorstellbar große Zahl. Es ist eine unzählbare Zahl. Und doch hätten es viel mehr sein können. Die Erlösten werden nicht nur eine Handvoll sein im Himmel, und doch hätten es viel mehr sein können, denn Jesus sagt, viele werden zu spät erkennen, dass sie verführt worden sind von der Sünde, zu spät erkennen, dass sie das Evangelium abgelehnt haben, zu spät erkennen, dass ein rein formales Christentum nichts nützt. Genauso wie ein rein formales, eine formale Zugehörigkeit zum Volk Gottes zur Zeit Jesu nicht genützt hat, um im ewigen Reich Gottes zu sein.
[45:19] Wir werden dann sehen, wenn wir im Himmel sind, dass viele von denen, wir glaubten, dass sie dort nicht sein würden, dort sein werden. Und viele, von denen wir glaubten, dass sie dort sein werden, nicht dort sein werden. Jesus drückt es so aus. Vers 30: "Und siehe, es sind Letzte, die werden Erste sein, und es sind Erste, die werden Letzte sein." Man könnte auch sagen, es gibt Letzte, die werden dann Erste sein, und es gibt Erste, die werden dann Letzte sein. Es gibt, Jesus sagt mit anderen Worten, es gibt jetzt Menschen, die verachtet ihr als Heiden, denen würdet ihr nicht einmal, die würdet nicht mal begrüßen auf der Straße, würdet ihnen vorbeigehen, wenn sie verletzt sind. So, aber sie werden im Reich Gottes sein. Einige von ihnen.
[46:19] Und ihr haltet euch für die Ersten, für das besondere Volk Gottes. Aber viele von euch, die sich für Erste halten, werden dann Letzte sein, werden in der äußersten Finsternis sein, wo das Heulen, das Zähneknirschen ist.
[46:29] Lieber Freund, liebe Freundin, vielleicht glaubst du, dass du ein Anrecht auf das ewige Leben hast, weil du in der richtigen Gemeinde bist, die richtigen Lieder singst und die richtigen Predigten hörst. Lass dich warnen. Wir wollen uns alle warnen lassen von dem Wort Gottes.
[46:44] Unsere Erlösung hängt nicht davon ab, wo wir physisch und zeitlich gewesen sind. Unsere Erlösung hängt davon ab, ob wir bereit gewesen sind, den steilen, schmalen Weg hinaufzugehen, gegen unser eigenes Wollen, gegen unseren eigenen Willen, Gott mehr zu lieben als uns selbst, weil er uns mehr geliebt hat als sich selbst.
[47:17] Und diese Tür steht heute offen. Sie steht sperrangelweit offen. Es ist zwar eine enge Pforte, aber du wirst sie erreichen können. Wir alle können sie erreichen. Lasst uns heute, da wir diese Tür, diese Pforte durchreiten können, lasst uns heute, da wir Jesus anrufen können und sagen können: "Herr, sei du mein Erlöser." Lasst uns heute die Entscheidung fällen, diese Erlösung in Anspruch zu nehmen und gerettet zu sein. Ist das dein Wunsch? Wollen wir gemeinsam darum beten, dass Gott uns diese Gnade heute schenkt und morgen und jeden weiteren Tag? Lass uns beten.
[48:06] Lieber Vater im Himmel, möchte dir danke sagen, dass du zu mir gesprochen hast und dass du zu jedem von uns durch dein Wort gesprochen hast. Und Herr, wir möchten dich um Vergebung bitten. So oft haben wir uns darauf ausgeruht, einfach vielleicht in der richtigen Gemeinde zu sein, die richtigen Predigten gehört zu haben. Herr, wir möchten von ganzem Herzen dich bitten, dass du in uns wohnst durch den Heiligen Geist.
[48:33] Wir möchten dich bitten, dass wir lernen, dich so zu lieben, dass wir von ganzem Herzen, von ganzer Seele danach streben, dich glücklich zu machen, weil du mit allem, was du hast, danach gestrebt hast, uns glücklich zu machen und es immer noch tust.
[48:55] Herr, wir möchten dich bitten, dass wir eine echte, tiefe geistliche Erfahrung mit dir haben, dass wir wissen, dass du unser Erlöser bist, Herr. Wir wollen uns mit all unseren Schwächen, mit all dem Versagen, uns einfach an dich klammern und dich bitten, dass du mich und uns segnest, dass du mich und uns erlöst, dass du unser persönlicher Heiland und Erlöser bist, unser Retter von Sünde und Schuld, von Tod und Teufel.
[49:37] Und das wollen wir dich bitten, weil du uns einlädst und glauben, dass du dieses Gebet hörst, weil es in deinem Namen und nach deinem Willen ist und du jetzt im himmlischen Heiligtum für uns einstehst und für uns sprichst. In deinem Namen, Herr Jesus, beten wir. Amen.
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