[4:00] Jetzt kommt es zum Thema Anbetung. Anbetend vor ihm niederwerfen. Zuerst müssen wir zu Jesus kommen, zweitens müssen wir eine echte Vorstellung von dem Wesen, dem Charakter und der Natur Jesus haben. Wir müssen uns anbetend vor Jesus niederwerfen. Wir haben im letzten Jahr ein Quartal zum Thema Anbetung gehabt. Wir haben uns an die Anbetung geäußert, wir haben uns an den Wesen geäußert. Und die Jünger, nachdem sie von Jesus gerufen worden sind, kommen zu ihm und beten ihn an. Zuerst müssen wir Zeit mit Jesus verbracht haben. Wir müssen Jesus richtig kennengelernt haben.
[4:52] Und dann heißt es in Vers 7, wie geht es weiter? Gerade wenn es um die Mission geht, werden wir unsicher. Dann fangen wir an zu zweifeln, ob das heute noch relevant ist und ob die Menschen uns zuhören wollen. Wir haben kein Problem, wenn die Menschen uns nicht zuhören wollen. Wir haben kein Problem, wenn die Menschen uns nicht zuhören wollen.
[5:36] Und Jesus trat herzu und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. Vers 9: So geht nun hin! Weil Jesus alle Macht hat, im Himmel und auf Erden. Denke kurz drüber nach, was das bedeutet. Egal, was wir alles noch studieren werden, grundlegend ist, dass unser Herr, der uns schickt, ihm ist alle Macht im Himmel und auf Erden gehörig. Es gibt kein Problem, das ihm zu groß wäre. Jeder, der eine Mission macht, weiß, es gibt viele Probleme, Hindernisse und Schwierigkeiten. Aber kein Problem, kein Hindernis und keine Schwierigkeit ist so schwer, dass Jesus verzweifeln würde. Jesus hat alle Macht im Himmel und auf Erden.
[6:40] Vers 19: So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Jesus sagt nicht einfach nur, seid bereit und bleibt hier, sondern Jesus sagt: Geht hin! Das heißt, das allererste, was wir lernen wollen über Missionen, ist, es erfordert unsere Aktion, es erfordert unsere Bereitschaft und die Einstellung zu gehen. Es reicht nicht aus, einfach nur in seinem Elfenbeinturm zu warten, bis jemand kommt und klopft und fragt, was wir glauben.
[7:16] Es reicht nicht aus auf zu warten, bis jemand kommt und fragt, was wir glauben, und den Respekt und mit Sicherheit Leid zu abreißen. Es reicht nicht aus, im Leid der Stimme zu warten, ein eigenes alten Leid zu verwechseln, genau also so zu fordern, dass diese Übungen auch ausgemacht werden können mit Systematisierung mit Hexen, Teilung, Versante. Daran werden gedenken und zum Herrn umkehren alle Enden der Erde und vor Dir werden anbeten alle Geschlechter der Heiden, denn das Königreich gehört dem Herrn und Er ist Herrscher über die Nation.
[8:06] Es ist deswegen so interessant, weil in dem gleichen Kapitel und besammeln Vers 22, nur wenige Verse vorher, von seiner Liebe und seiner Gerechtigkeit, das dazu führt in Vers 28, dass umkehren werden, das heißt sich bekehren werden von allen Enden der Welt Menschen aus allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen. Genauso erfüllt sich damit auch Jesaja 42, um nur einige wenige Prophezeiungen zu sehen.
[8:31] Jesaja 42, Vers 1 bis 4. Dort heißt es: Siehe, Jesaja 42, Vers 1 bis 4. Siehe, das ist mein Knecht, den ich erhalte, mein Auserwählter, an dem meine Seele wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt. Er wird das Recht zu den Heiden hinaustragen. Er wird nicht schreien und kein Aufhebens machen, doch seine Stimme auf der Gasse hören lassen. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Wahrheitsgetreu wird er das Recht hervorbringen. Bis hierhin beschreibt diese Prophezeiung das Leben und das Wirken von Jesus. Aber schauen wir jetzt Vers 4: Er wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf Erden das Recht gegründet hat und die Inseln werden auf seine Lehre warten.
[9:14] Die Inseln im Alten Testament, ein Hinweis ganz besonders auf Griechenland, das heißt auf die Heiden, die Griechen, wie sie im Neuen Testament genannt werden, die warten werden, dass jemand kommt zu ihnen und die Lehre von diesem Jesus, deren Vers 1 bis 3 beschrieben wird, ihnen bringt. Jesus wandelt auf der Erde, er bringt das Opfer, was im Psalm 22 beschrieben wird und aufgrund dessen schickt er dann seine Jünger mit der Lehre, damit sie alle Nationen lehren und zu Jüngern machen, damit sie sich umkehren und zu Christus kommen.
[9:42] In Jesaja 52 und dort Vers 10 heißt es: Der Herr hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Heiden und alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen. Das Heil, das Evangelium, die gute Nachricht soll auf dem ganzen Erdkreis verkündet werden.
[10:05] Und in Matthäus 24, das steht nicht im Sendemanuskript, aber nichtsdestotrotz können wir dorthin gehen, in Matthäus 24 und dort Vers 14 heißt es: Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker und dann wird das Ende kommen.
[10:25] Dieser Missionsbefehl von Jesus geht hin in alle Welt, bezog sich nicht nur auf die zwölf Jünger. Er findet seine Erfüllung bis ans Ende der Zeit, denn wenn dieser Befehl vollständig erfüllt ist, dann wird Jesus wiederkommen. Das Ende ist dann da. Wir müssen gehen und alle Enden der Erde werden es sehen.
[10:50] Schauen wir gemeinsam in Matthäus 28. Matthäus 28, Vers 20: Und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen.
[11:13] Jesus sagt, dass wenn wir die Menschen zu Jesus führen sollen, wenn wir sie zu Jüngern machen, das heißt zu Nachfolgern von Jesus, die getauft werden auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, dann müssen wir sie alles lehren, was Jesus befohlen hat. Manch einer ist heute versucht, nur die halbe Botschaft, das, was angenehm ist, den Menschen weiterzugeben, weil er glaubt, dass die ganze Botschaft vielleicht zu schwierig ist, angenommen zu werden. Aber Jesus hat nicht so sehr ein Interesse an bloßem Zahlenwachstum. Jesus möchte ein Wachstum an echten Jüngern und echte Jünger kennt man daran, dass sie alles halten, was Jesus befohlen hat.
[11:54] Es geht darum, die ganze Wahrheit zu predigen. Es gibt eine interessante Geschichte im Alten Testament in 2. Samuel 18 und dort ab Vers 19. Und dort geht es um zwei relativ unbekannte Menschen in der Bibel, die sich unterscheiden in dieser einen Frage, ob man die ganze Botschaft predigen soll.
[12:15] Wir lesen ganz kurz in 2. Samuel 18, ab Vers 19. Und dort heißt es: Achim Maaz, aber der Sohn Sardox sprach: Ich will doch hinlaufen und dem König die gute Botschaft bringen, dass der Herr ihm Recht verschafft hat von der Hand seiner Feinde. Achim Maaz war ein Knecht von, ein Soldat von David, der in der Schlacht zwischen der Armee Davids und der Armee Absaloms mit dabei gewesen war. Absalom, der Rebell, war getötet worden. Und nun brauchte Joab, der Herrführer Davids, einen guten Läufer, der die gute Botschaft des Sieges an David weitergibt. Aber diese gute Botschaft enthielt etwas Schmerzhaftes, nämlich die Tatsache, dass Absalom tot war, der Sohn Davids.
[12:58] Achim Maaz möchte gern diese Botschaft bringen. Joab verweigert ihm das und gibt stattdessen die Botschaft an den Koschiten in Vers 21. Aber zu dem Koschiten sprach Joab: Geh hin, melde dem König, was du gesehen hast. Da verneigte sich der Koschit vor Joab und lief davon. Aber Achim Maaz, der unbedingt diese Botschaft predigen wollte, der unbedingt diese gute Botschaft an David geben wollte, lässt nicht locker.
[13:22] In Vers 22 heißt es: Achim Maaz, aber der Sohn Sardox sprach nochmals zu Joab: Wie es auch kommen mag, lass doch auch mich hinter dem Koschiten herlaufen. Joab aber sprach: Warum willst du denn laufen, mein Sohn? Dir wird doch kein Lohn für eine gute Botschaft zuteil. Aber Achim Maaz war so bestimmt, er war sich so sicher, er möchte gern die gute Botschaft predigen, dass er in Vers 23 sagt: Wie es auch kommen mag, ich will doch laufen. Da sprach er zu ihm: So lauf! Und Achim Maaz lief den Weg der Jordanaue und kam dem Koschiten zuvor.
[13:54] Achim Maaz war motiviert, Achim Maaz ließ sich nicht abschütteln, er war beständig und er war sogar cleverer, er war schneller als der Koschit. Er hatte scheinbar alle Eigenschaften, die es braucht, um eine gute Botschaft weit zu tragen und an die richtige Person zu bringen. Und so kommt es in Vers 28, dass Achim Maaz als erster bei David ankommt.
[14:19] Es heißt dort in Vers 28: Achim Maaz aber rief und sprach zum König: Friede! Dann warf er sich vor dem König auf sein Angesicht zur Erde nieder und sprach: Gelobt sei der Herr, dein Gott, der die Leute dahin gegeben hat, die ihre Hand gegen meinen Herrn, den König, erhoben haben. Er predigt die gute Botschaft, von der er so begeistert ist, die er predigen wollte, die er auf keinen Fall abgeben wollte und für die er alles eingesetzt hat.
[14:42] Aber dann kommt die entscheidende Frage. In Vers 29 fragt der König David: Geht es auch dem Jungen, dem Absalom, gut? Bis hierhin war der Dienst des Achim Maaz schön und einfach und wunderbar, aber jetzt, als er eine Wahrheit predigen muss, als er etwas sagen muss, was dem Gegenüber, dem David, vermutlich nicht gefallen wird, entscheidet sich, ob er wirklich ein geeigneter Bote ist.
[15:07] Und so sagt Achim Maaz: Ich sah ein großes Getümmel, als Job den Knecht des Königs unter einen Knecht sandte, weiß aber nicht, was es war. Im entscheidenden Moment knickt Achim Maaz ein und sagt nicht das, was er sagen sollte, aus Angst um sein Leben oder weil er sich nicht traut, die ganze Wahrheit zu predigen, all das, was er gesehen hat. Er möchte gern in gutem Ansehen stehen bei dem König David.
[15:36] Und so kommt der Kursi, der zweite Läufer, der einfach nur eine Botschaft bekommen hat und gehorsam gelaufen ist, nicht der schnellste, nicht der cleverste, aber er läuft. Und er kommt in Vers 31 und sagt: Siehe, da kam der Kursi und sprach: Mein Herr, der König, lass es sich frohe Botschaft bringen, denn der Herr hat dir heute Recht verschafft von der Hand aller, die sich gegen dich auflehnten.
[16:00] Der König aber fragte den Kursi: Geht es auch dem Jungen, dem Absalom, gut? Und schauen wir gemeinsam, was der Kursi sagt. Was für eine Antwort: Wie dem Jungen möge es den Feinden meines Herrn des Königs und allen ergehen, die sich gegen dich auflehnen, um Böses zu tun. Mit unglaublicher, mit unglaublichem Fingerspitzengefühl, mit Taktgefühl, mit tiefer Liebe, aber mit kompromissloser Wahrheit sagt der Kursi, was passiert ist. Er sagt nicht einfach, dein Sohn ist tot, er sagt es so liebevoll wie möglich, aber er sagt es so, dass David verstehen kann, was die ganze Wahrheit ist.
[16:40] Und diese Geschichte, so unbekannt sie auch sein mag, ist eine grundlegende Geschichte, wenn es um Evangelisation und Mission geht. Wir sollten so sein wie der Kursi. Die Wahrheit in Liebe, aber mit der Liebe zur Wahrheit.
[16:58] Wir sollen den Menschen alles predigen, was Jesus uns gegeben hat. Jesus sprach nämlich nicht nur von der Liebe und vom Kreuz, er sprach auch vom Sabbat. Er sprach von Endzeitprophetie, er sprach davon Daniel zu studieren, er sprach vom Gold der Verwüstung, er sprach vom Heiligtum, er sprach vom Zustand der Toten. Und am Ende der Bergpredigt macht er einen Punkt besonders deutlich.
[17:23] In Matthäus 7, Vers 24 heißt es: Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Wenn wir das Evangelium anderen Menschen predigen, dann dürfen wir solche Punkte nicht auslassen. Wir müssen nicht nur die Gnade, sondern auch den Gehorsam predigen. Wenn wir nur die Hälfte predigen, weil wir glauben, nur das Wichtigste sei notwendig, so wie wir das Wichtigste sehen und deuten und interpretieren, dann machen wir uns schuldig. Jesus hat uns niemals den Befehl gegeben, die Hälfte seiner Botschaft zu predigen oder Dreiviertel. Jesus hat uns geboten, alles zu predigen, was er uns gesagt hat.
[18:08] Und wenn wir die Urgemeinde studieren, dann werden wir feststellen, dass auch die frühen Christen in dem, was sie gepredigt haben, keine Veränderungen vorgenommen haben, um sich dem Zeitgeist anzupassen.
[18:19] In Apostelgeschichte 2 und dort Vers 42 lesen wir diesen wohltuenden Satz. Apostelgeschichte 2 Vers 42: Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und dem Brotbrechen und in den Gebeten. Die frühen Christen blieben bei der Lehre, die Jesus aufgetragen hat. Die Apostel sagten das, was Jesus ihnen aufgetragen hatte. Und die gewonnenen Jünger blieben dabei. Oh, wäre das doch das Kennzeichen all unserer Mission heute, dass die Menschen, die gewonnen werden, bei der Lehre bleiben und nicht die Hälfte davon vergessen oder gar nicht erst gesagt bekommen.
[19:05] Sie blieben bei der Lehre der Apostel. Haben die Menschen, die heute in die Gemeinde kommen, zu uns die Möglichkeit, bei der Lehre zu bleiben, weil sie ihnen auch vollständig gesagt worden ist? Die Frage müssen wir klären für uns.
[19:22] Wir können das auch sehen in 1. Korinther 11. 1. Korinther 11 und dort Vers 2. 1. Korinther 11 Vers 2: Ich lobe euch, Brüder, dass ihr in allem an mich gedenkt und an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich sie euch übergeben habe. Paulus lobt einen jeden, der festhält an dem ganzen Evangelium, dem ewigen Evangelium, das ohne Abstriche verkündet wird.
[19:52] Nun, wir werden sehen in den kommenden Wochen, dass die Verkündigung des ewigen Evangeliums nicht bedeutet, alle Wahrheiten auf einmal zu sagen. Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Es bedeutet nicht, alles auf einmal mit einem Hammer dem anderen zu sagen, sondern Jesus war ein Meister darin, mit dem Einfachen anzufangen, dem Kleinen, dem, das die Menschen verstehen konnten, und dann sukzessive Schritt für Schritt, so wie die Menschen es tragen konnten, die Wahrheiten zu verkündigen, aber eben auch nichts auszulassen.
[20:24] Wir sollen die Wahrheit Schritt für Schritt entfalten, aber bis zum Ganzen gehen. Und genau das müssen wir uns vornehmen. Ansonsten machen alle Missionsmethoden und Strategien keinen Sinn, wenn wir nicht das Ziel vor Augen haben, nämlich das ganze Evangelium ohne Abstriche den Menschen weitergegeben zu haben.
[20:44] In Epheser 4 und dort Vers 14 wird auch der Grund gesagt. Warum? Damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre, durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen. Hier ist der Grund, warum wir den Menschen es schuldig sind, dass wir angemessen und nach und nach mit Klugheit ihnen die ganze Botschaft predigen.
[21:14] Denn Menschen, die nur die halbe Botschaft bekommen, sind potenzielle Opfer von jedem Wind der Leere. Der Satan ist zu schlau, als dass er Menschen, die nicht wirklich gefestigt sind, auf dauerhaft nicht angreifen würde. Es ist unsere Verpflichtung, den Menschen, die wir retten wollen, all das mitzugeben, was sie beschützen wird vor der Schlauheit, vor der Verführung und dem Irrtum der Menschen, die mit Irrlehren auch uns bedrohen wollen.
[21:46] Und gibt es nicht heute viele Winde der Leere von links und rechts und oben und unten? Umso viel wichtiger ist es, dass wir wissen, was wir glauben und in der Lage sind, intelligent, liebevoll, taktvoll, aber mit einem Ziel, die Menschen, die zu Jesus kommen, auf das vorzubereiten, was auf sie hereinbrechen wird.
[22:08] Interessanterweise sagt uns die Bibel, dass es nicht nur einen Missionsbefehl gibt. Nicht nur einen. Es gibt einen zweiten Missionsbefehl und den hat bisher kaum jemand entdeckt. Aber er ist da, direkt in Matthäus 28.
[22:29] In Matthäus 28 und dort Vers 11 bis 15. St. Matthäus bringt immer wieder Kapitel nebeneinander oder Abschnitte nebeneinander, die vielleicht nicht immer chronologisch aufeinander direkt passen, aber die von ihrer Thematik her immer zum Vergleich anregen sollen. Und hier finden wir in Vers 11 bis 15 einen Abschnitt, den man genauer versteht, wenn man ihn im Kontext sieht mit Kapitel Vers 16 bis 20. Lesen wir Vers 11 bis 15.
[22:58] Während sie aber hingingen, siehe, da kamen Endliche von der Wache in die Stadt und verkündeten den obersten Priestern alles, was geschehen war. Diese versammelten sich samt den Ältesten und nachdem sie Rat gehalten hatten, gaben sie den Kriegsknechten Geld genug und sprachen: Sagt, seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Und wenn dies vor den Stadthalter kommt, so wollen wir ihn besänftigen und machen, dass ihr ohne Sorgen sein könnt. Sie übernahmen das Geld und machten es so, wie sie belehrt worden waren. Und so wurde dieses Wort unter den Juden verbreitet bis zum heutigen Tag.
[23:39] Nimm dir ein bisschen Zeit und vergleiche diesen Abschnitt mit den nächsten fünf Versen. Beide Abschnitte sind genau fünf Verse. In beiden Abschnitten gibt es Augenzeugen der Auferstehung Jesu. Man könnte fast argumentieren, dass die Soldaten sogar noch bessere Augenzeugen sind, denn die Soldaten waren dabei, als der Engel vom Himmel kam. Die Jünger haben nur später Jesus gesehen. Aber die Soldaten waren die absoluten Super-Augenzeugen. Sie haben es als allererste gesehen, dass dort dieser Stein weg bewegt wurde.
[24:13] Zwei Gruppen von Augenzeugen. Zwei Gruppen von Priestern. Das ist die eine Gruppe von irdischen Priestern, die sich verbunden haben mit dem römischen Staat, die lieber sich mit dem römischen Staat verbinden als mit dem Messias und die den Augenzeugen der Auferstehung Jesus eine Botschaft geben und zwar eine Irrlehre. Menschliche Theologen, die sich mit dem Staat verbinden und eine Irrlehre als Missionsbefehl ausgeben.
[24:50] Und da haben wir Jesus, der sagt: Wartet, wartet in Jerusalem, wie es in Lukas 24 heißt. Wartet in Jerusalem, bis ihr mit dem Heiligen Geist erfüllt seid. Warum? Die Bibel macht deutlich, dass der Heilige Geist, der die Jünger erfüllte, sie deswegen erfüllte, weil zeitgleich im himmlischen Heiligtum Jesus zum Hohen Priester gekrönt wurde. Jesus, der Hohe Priester, der seinen Zeugen ebenfalls eine Botschaft gibt. Jesus, der nicht nur die Römer, sondern sogar den Satan besiegt hat. Die anderen Hohen Priester, die sich auf die Seite der Römer und damit auf die Seite Satans geschlagen hatten und ihren Augenzeugen auch eine Botschaft gaben.
[25:37] Beide Botschaften gehen um das gleiche Ereignis. Das eine ist die Wahrheit, das andere ist der Irrtum. Beide Botschaften sollen weitergetragen werden. Die Augenzeugen, die römischen Soldaten, bekommen den Auftrag, zu anderen Menschen zu gehen und sie davon zu überzeugen, dass das, was die Jünger dann sagen werden, falsch ist. Das heißt, sie sind eine regelrechte Gegenbewegung, eine Gegenreformation sozusagen, das Gegenmittel Satans gegen den Missionsbefehl.
[26:14] Die Bibel sagt sogar, dass wenn die Soldaten, diese Missionare der falschen Seite, in Schwierigkeiten kommen sollten aufgrund ihrer Missionstätigkeit, brauchen sie sich keine Sorgen zu machen, denn die Hohen Priester sind ja da und sie haben alles in ihrer Hand. Sie können ohne Sorge sein. Und genauso sagt Jesus: Wenn ihr in Schwierigkeiten kommt, wenn ihr die Wahrheit anderen predigt, dann macht euch keine Sorgen, denn mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.
[26:46] Die Hohen Priester hatten gute Verbindungen zur römischen Führung. Jesus hat gute Verbindungen zur Regierung des Universums. Und die Bibel macht deutlich, dass dieser Missionsbefehl, der von den Hohen Priestern ausging, nicht nur zeitlich begrenzt war, sondern bis zum heutigen Tag, und wir können zufügen, tatsächlich bis zum heutigen Tag Erfolg hat, denn bis heute glauben Menschen, dass die Opferstellung Jesu ein Schwindel ist. Bis heute kann man Bücher kaufen, Experten hören oder Beiträge sich anschauen, die immer wieder behaupten, dass es sich hier um eine Halluzination der Jünger handelt, um einen Raub, einen Diebstahl, eine Verschwörung, ein Ich-weiß-nicht-was, ein Mythos.
[27:32] Ja, die Wahrheit ist, der Missionsbefehl, der von den Hohen Priestern ausging, scheint sogar mehr Anhänger gewonnen zu haben, in manchen Ecken der Welt zumindest, als der wahre Missionsbefehl. Ich glaube, man kann fast davon ausgehen, dass es zumindest sehr, sehr viele Menschen gibt, die diesen Missionsbefehl, diesen falschen Missionsbefehl angenommen haben, die Botschaft, die dort gepredigt wird. Und um sie zu überzeugen und um ihnen Kraft zu geben und Vollmacht und sie davon zu überzeugen, dass das richtig ist, was sie tun, bekommen die Soldaten Geld.
[28:15] Nun, die Jünger bekommen kein Geld. Sie bekommen das, was Jesus ihnen geben kann, nämlich den Heiligen Geist. Ihr seht, diese Geschichten stehen nicht zufällig nebeneinander. Sehr, sehr interessant.
[28:28] Nun, was sollen wir tun? Schauen wir gemeinsam in 1. Korinther 15, Vers 58. 1. Korinther 15 und dort Vers 58.
[28:44] Die Bibel sagt, Vers 58: Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, das griechische Wort meint eigentlich unbeweglich, unbeweglich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist dem Herrn.
[29:12] Das heißt, im Werk des Herrn gibt es eine Eigenschaft, die wir brauchen, nämlich Festigkeit, Unbeweglichkeit, Unerschütterlichkeit. Wir müssen fest gegründet sein auf dem Felsen des Wortes, auf dem Felsen Jesu Christi. Und das wird garantieren, dass unsere Arbeit im Werk zunimmt. Der Gedanke ist hier, dass, wenn wir im Werk Gottes arbeiten, dass wir dann zunehmen. Meine Frage an dich, lieber Freund, liebe Freundin: Sind die Arbeiten, die du im Werk Gottes getan hast, nehmen sie zu mit der Zeit oder ist es weniger geworden? Hast du vielleicht früher mehr getan für Gott?
[29:42] Der Grund, warum es zunehmen kann, der findet sich ein Vers vorher. In Vers 57 dort steht: Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus, weil durch Jesus wir den Sieg haben. Deswegen können wir unerschütterlich sein und deswegen kann das Werk zunehmen.
[30:05] Es gibt ein Geheimnis für wachsende Missionsarbeit. Es gibt ein Geheimnis für Erfolg in der Evangelisation. Es gibt einen Schlüssel zum Wachstum im Werk Gottes und das ist, dass wir den Sieg, den Jesus uns schenken möchte, in unserem Leben annehmen und selbst erleben und dadurch unerschütterlich werden, fest werden. Und dann wird unsere Arbeit nicht vergeblich sein.
[30:28] Möchtest du, dass die Arbeit, die du für Gott tust, nicht vergeblich ist? Die Bibel sagt in Jesaja 55, dass das Wort Gottes nicht leer zu ihm zurückkehren wird. Wenn wir das Wort predigen und das Wort allein, dann wird es nicht leer zurückkehren. Wenn wir fest gegründet sind in der Bibel, dann wird die Arbeit nicht umsonst sein.
[30:46] Und was für eine Arbeit genau ist das? In 1. Korinther 16 und dort Vers 10 heißt es, ein Kapitel weiter, Kapitel 16, Vers 10: Wenn aber Timotheus kommt, so seht zu, dass er ohne Furcht bei euch sein kann, denn er arbeitet im Werk des Herrn, wie ich auch. Das, was Timotheus, das, was Paulus getan haben, das ist das Werk des Herrn. Menschen retten.
[31:07] Nicht jeder hat die gleiche Gabe. Der eine ist Evangelist, der andere ist Lehrer, der andere ist medizinisch begabt. Jemand mag ein Diakon sein, aber wir werden gleich noch sehen, dass all diese Aufgaben nur eine einzige Funktion erfüllen, nämlich Menschen zu gewinnen, Seelen zu retten, Freunde und Freundinnen zum Herrscher des Universums zu führen.
[31:29] Schauen wir einige kurze Momentaufnahmen aus dem Wirken der Apostel an. Apostelgeschichte 4 und dort Vers 33. Apostelgeschichte 4, Vers 33, dort lesen wir: Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus und große Gnade war auf ihnen allen.
[31:49] Was war das Geheimnis, dass diese Apostel, diese einfachen Apostel, mit großer Kraft und großer Gnade predigen konnten? Denn die Bibel sagt uns in Vers 13, als sie über die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich. Die großen Theologen der Zeit, die Rabbis, die Pharisäer, die Sadduzäer, verwunderten sich, dass Fischermenschen, Fischermänner, solche klaren biblischen, überzeugenden Botschaften predigen konnten.
[32:19] Das griechische Wort hier an dieser Stelle meint, sie waren Idiotes. Sie waren ungelehrt. Bist du ungelehrt? Fehlende Ausbildung im Wehr Gottes, damit meine ich fehlende menschliche Ausbildung, fehlende irdische Ausbildung, ist ersetzbar. Denn das Geheimnis von Petrus und Johannes und den anderen Aposteln findet sich am Ende von Vers 13. Denn es heißt hier: Und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren. Das ist die wahre Ausbildung.
[32:58] Wenn Jesus uns zu Menschenfischer macht, wenn wir Jesus folgen, wenn wir es genau so machen, wie Jesus es gemacht hat, wenn wir die Methode Jesu anwenden, dann werden wir mit großer Kraft und mit großer Gnade das Evangelium predigen. Uns ist gesagt, dass nur die Methode Jesu wahren Erfolg geben wird. Der Heiland mischte sich unter die Menschen. Der Heiland zeigte ihnen seine Sympathie. Er diente ihren Bedürfnissen als einer, der ihr Bestes suchte. Er gewann ihr Vertrauen. Und dann sprach er: Folge mir nach. Nur diese Methode wird wahren Erfolg geben.
[33:41] Und wenn wir mit Jesus gewesen sind und seine Methoden anwenden, dann werden wir mit großer Kraft und mit großer Gnade viele Menschen zu Jesus führen können, so wie Petrus in einer Predigt 3.000 Menschen.
[33:53] Interessanterweise finden wir in Apostelgeschichte 5, Vers 40, dass nicht jedem das gefiel. Vers 40 heißt: Und sie fügten sich ihm und riefen die Apostel herbei und gaben ihnen Schläge und verboten ihnen, in dem Namen Jesu zu reden. Und dann ließen sie. Wenn jemand die Methoden Jesu anwendet, mit großer Kraft und großer Gnade, dann dauert es nicht lange, bis irgendjemand auf den Plan kommt und ihm ein Redeverbot gibt.
[34:22] Aber die Apostel haben das Redeverbot, das sie vom Sanhedrin, dem obersten Gerichtshof des jüdischen Volkes, bekommen hatten, nicht beachtet. Vers 42: Und sie hörten nicht auf. Sie hatten nicht die Kraft, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus dem Christus zu verkündigen, weil sie die Wahrheit predigten, haben sie weitergemacht. Sowohl öffentlich als auch in den Häusern, durch Bibelstunden, durch Hauskreise, durch was auch immer.
[35:00] Schauen wir uns einmal diesen kraftvollen Prediger Petrus an, der, wie wir gelesen haben, ein Idiot war, ein ungelehrter Laie. In Apostelgeschichte 2, ab Vers 36, heißt es, wie er predigt in seinem Aufruf: So sollen nun das ganze Haus Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, eben diesen Jesus, den er gekreuzigt hat.
[35:29] Petrus hat ein einfaches Mittel gehabt, er hat Jesus gepredigt. Wenn ihr die ganze Predigt anschaut, werdet ihr sehen, wer Jesus in der Prophetie predigt, der die Vergebung des Alten Testaments mit dem Evangelium verknüpft und dann auf Jesus in seinem Aufruf hinweist und die Notwendigkeit den Menschen bewusst macht, dass sie Jesus brauchen, dass sie Sünder sind.
[35:46] Vers 37 lesen wir: Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz. Wenn wir das Wort predigen, wenn wir Menschen nicht einfach nur überzeugen, das Wort selbst wird ihnen durchs Herz schneiden. Sie sprachen zu Petrus und zu den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?
[36:05] Petrus zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung in euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele der Herr unser Gott herzurufen wird. Petrus hat einen Aufruf gemacht. Petrus hat die Wahrheit gepredigt, aber er hat nicht nur Informationen weitergegeben.
[36:25] Und ich glaube, wir müssen wieder von den Aposteln lernen. Er hat nicht nur Informationen weitergegeben, nicht nur die Theorie der Wahrheit dargestellt, sondern hat in persönlichen Aufrufen, die das Herz der Menschen erreicht haben, gesagt: Und du möchtest nicht auch du Jesus nachfolgen, lasse du dich taufen. Ich glaube, es fehlt uns manchmal an diesen direkten, persönlichen Aufrufen.
[36:48] Uns ist gesagt, dass unsere Kraft, das Geheimnis unseres Erfolgs als Volk in persönlichen, direkten Aufrufen besteht. In Apostelgeschichte 7, Vers 56, da wird deutlich, wie nah Jesus den Verkündigern seiner Wahrheit war, selbst dann, wenn sie unter schwierigsten Umständen waren. Als Stephanus gesteinigt wird, in Vers 56 heißt es: Und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen.
[37:29] Was auch immer dir passiert, wie auch immer du verfolgt wirst, was auch immer dir in den Weg gelegt wird an Steinen, Jesus ist bei dir, wenn du die Wahrheit predigst und mit der Methode Jesu Menschen erreichen möchtest.
[37:46] Wie viel muss ich wissen, um Menschen zu Jesus führen zu können? In Markus 5, Vers 18-20 gibt es ein ermutigendes Beispiel. In Markus 5, Vers 18-20, da lesen wir von diesem Mann, den Jesus gerade von den Dämonen, und es waren nicht wenige, es waren viele, die Dämonen waren ausreichend, um 2000 Schweine zu befallen, von diesen Dämonen befreit hatte.
[38:11] In Vers 18 heißt es: Und als in das Schiff trat Jesus, bat ihn der Besessene, dass er bei ihm bleiben dürfe. Aber Jesus ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Geh in dein Haus zu den Deinen und verkündige ihnen, welche große Dinge der Herr an dir getan hat und wie er sich über dich erbarmt hat.
[38:28] Hat Jesus etwas in deinem Leben getan? Hat er dich vom Friedhof geholt? Hat er dich befreit von der Knechtschaft der Sünde, vielleicht von der Knechtschaft sogar des Okkultismus? Hat er dich aus den Tiefen der Verdammnis herausgeholt? Hat er deine Nacktheit der Sünde bedeckt? Hat er deinen Geist, der verwirrt war, wieder heil gemacht?
[38:52] Vielleicht hast du einfach das Bedürfnis, einfach nur noch zu lernen von ihm zu lernen, und es ist gut von ihm zu lernen. Aber Jesus sagt, das Wichtigste ist, dass du wieder zurückgehst in dein Haus zu deinen Eltern, zu deinen Kindern, zu deinen Verwandten, zu deinen Freunden, zu deinen Nachbarn, zu denen, die in deinem Einflussbereich sind und ihnen verkündigst, was Jesus in deinem Leben getan hat.
[39:13] Verkündigst du denen, die um dich herum sind, was Jesus in deinem Leben getan hat? Und es heißt in Vers 20: Und er ging hin und fing an, im Gebiet der zehn Städte zu verkündigen, welche große Dinge Jesus in ihm getan hatte. Und jeder Mann verwunderte sich.
[39:27] Dieser Mann, der bis vor kurzem der Abschaum der Gesellschaft war, die Bibel berichtet von keinem anderen Menschen, der so tief in den Fängen Satans gewesen war. Dieser Mann, der nicht eine ganze vollständige Predigt, geschweige denn eine evangelistische Serie oder sogar eines Ausbildungsseminars jemals zerhaftig gewesen ist, der nichts davon bekommen hat, außer das, was Jesus ihm gezeigt hat, außer das, was Jesus für ihn getan hat. Dieser Mann konnte predigen, dass jeder Mann sich verwunderte. Er hat jeden erreicht. Sicherlich hat sich nicht jeder bekehrt, aber jeder war beeindruckt.
[40:05] Und als Jesus später in diese Gegend der Dekarpolis noch einmal kam, der zehn Städte, da waren viele Menschen vorbereitet. Möchtest du viele Menschen vorbereiten, dass, wenn Jesus wiederkommt, Menschen vorbereitet sind auf sein Kommen?
[40:20] Das Gleiche hat auch Paulus erlebt in Apostelgeschichte 22, Vers 15 und 16. Apostelgeschichte 22, Vers 15 und 16. Kurz nachdem Paulus bekehrt wird, dieser Saulus, der der erbitterste Feind des Christentums war, heißt es in Vers 15: Denn du sollst bei allen Menschen ein Zeuge sein, für ihn sein, von dem, was du gesehen und gehört hast.
[40:51] Egal, was du vorher gemacht hast, egal, wie weit weg du von Gott gewesen bist, egal, wie tief du gesunken warst, gerade dann bist du vielleicht der effektivste Zeuge, weil du weißt, wie sehr Gott dich geliebt hat, wie viel er für dich getan hat.
[41:06] Vers 16: Und nun, was zögerst du? Steh auf und lass dich taufen und lass deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst. Die Taufe gibt uns den Heiligen Geist in der besonderen Masse und durch diesen Heiligen Geist sind wir in der Lage, Menschen zu Jesus zu führen.
[41:23] Johannes sagt, dass all die Erfahrungen, die sie gehabt haben, eine sehr besondere gewesen ist. In 1. Johannes 1, ab Vers 1, dort heißt es: Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens. Und das Leben ist erschienen und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns erschienen ist. Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch.
[41:56] Ihr könnt sehen, wie Johannes immer wieder diesen Punkt macht. Ich habe es gesehen, ich habe es angefasst, ich habe es gehört, ich habe es betastet, ich habe es selbst erlebt. Und ich glaube ganz fest, dass jeder, der das Evangelium selbst betastet hat, der es geschmeckt hat, der es gehört hat, der selbst dabei gewesen ist, als Gott ihn befreit hat, er kann gar nicht anders, als anderen Menschen davon zu erzählen.
[42:19] Jeder Mensch wird in das Reich Gottes als Missionar geboren. Wenn du wiedergeboren bist, bist du ab diesem Moment ein Missionar, ob du es weißt oder nicht. Früher dachte ich, wir werden erst einmal wiedergeboren, dann sind wir Christen und irgendwann später werden wir nicht mehr Christen. Ich hoffe, Missionar zu sein, aber das ist nicht wahr. Sobald wir etwas gehört, betastet, geschmeckt haben, vom Evangelium, vom Wort des Lebens, von Jesus Christus, von seinem Wort, dann geben wir es weiter.
[42:52] Johannes sagt: Damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt. Und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn, Jesus Christus. Damit auch andere Menschen diese Gemeinschaft mit Gott haben, die mit dem Vater und dem Sohn zusammen sind. Das kann es sein, dass wir manchmal so wenig Impuls haben für die Mission, für die Evangelisation, weil in unserem Leben die Beziehung zu Gott stark gelitten hat. Deswegen ist die persönliche Vorbereitung das Wichtigste.
[43:23] Wir werden noch über all diese Dinge genauer sprechen. Schauen wir gemeinsam noch zwei wichtigen Punkte an in Apostelgeschichte 22. Vielleicht sagst du ja, was soll ich sagen? Wie kann ich beschreiben, was Gott in meinem Leben getan hat? Wir wollen in all diesen Einheiten, in diesem Quartal, praktische Dinge lernen. Wir wollen heute lernen, wie man ein Zeugnis gibt, in diesen letzten Minuten.
[43:49] In Apostelgeschichte 2, ab Vers 2, da finden wir so ein Musterzeugnis. Paulus beschreibt zuerst in seinem Zeugnis, wie er gewesen ist, bevor er Jesus kannte. Er sagt in Vers 3: Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Zilizien, aber erzogen in dieser Stadt und zu den Füßen Gamaliels, unterwiesen in der gewissenhaften Einhaltung des Gesetzes der Väter. Und ich war ein Eiferer für Gott, wie ihr alles heute seid. Ich verfolgte diesen Weg bis auf den Tod, indem ich Männer und Frauen band und ins Gefängnis überlieferte, wie mir auch der Hohepriester und die ganze Ältestenschaft Zeugnis gibt. Von ihnen empfing ich sogar Briefe an die Brüder und zog nach Damaskus, um auch die, welche dort waren, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden.
[44:29] Beschreibe kurz, was dein Leben war, bevor du Jesus kanntest. Geh nicht in alle Details. Beschreibe kurz und bündig, wie sehr du verloren warst und wie dein Leben war.
[44:40] Dann in Vers 6 heißt es: Es geschah mir aber, als sie auf meiner Reise in die Nähe von Damaskus kamen, dass mich am Mittag plötzlich vom Himmel hier ein helles Licht umstrahlte. Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Ich aber antwortete: Wer bist du, Herr? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus, der Nazarener, den du verfolgst. Meine Begleiter aber sahen zwar das Licht und wurden voll Furcht, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörte sie nicht. Und ich sprach: Was soll ich tun, Herr? Der Herr sprach zu mir: Steh auf und geh nach Damaskus. Dort wird man dir alles sagen, was dir zu tun bestimmt ist.
[45:16] Erzähl den Menschen, wie du mit Jesus in Kontakt gekommen bist. Erzähl ihnen, wie er dein Leben getreten ist. Nicht, dass du ihn gesucht hättest und dass du ihn herbeirufen musstest, sondern wie er in dein Leben gekommen ist, was er für dich getan hat, wie du ihn erst gar nicht richtig erkannt hast und wie du Stück für Stück ihn erkennen konntest, wie er dich zu dir gezogen hat, wie er seinen wahren Charakter offenbart hat, wie sehr dein Verständnis von Gott und seinem Charakter sich geändert hat, als du Jesus kennenlerntest.
[45:49] Und dann berichte den Menschen, ab Vers 17. Es geschah mir aber, als ich nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, dass ich in eine Verzückung geriet. Und ihn sah, der zu mir sprach: Eile und geh schnell aus Jerusalem fort, denn sie werden dein Zeugnis über mich nicht annehmen.
[46:06] Beschreibe den Menschen auch, was du seitdem mit Jesus erlebst. Beschreibe, wie Stück für Stück du vielleicht getauft worden bist, wie du Erfahrungen mit Gott machst und wie sich dein Leben jetzt geändert hat, was für Erfahrungen du machst und wie sich dein Leben führt und leider wie du Antworten bekommst auf die Fragen in deinem Leben.
[46:25] Wir wollen eine Aufgabe euch jedes Mal geben. Die Aufgabe für diese Woche ist: Schreibe dein eigenes Zeugnis auf. Keine 35 Seiten. Kurz, mündig, präzise, so wie hier der Paulus. Ein paar Sätze darüber, wie dein Leben war, bevor du Jesus kennengelernt hast. Dann ein paar Sätze als Hauptpunkt über das, was Jesus für dich getan hat und wie du ihn persönlich kennengelernt hast. Und dann als Ermutigung für jeden, der dir zuhört, wie Jesus jetzt in deinem Leben regiert, wie dein Leben jetzt mit Jesus ist, wie sich dein Leben positiv verändert hat und warum du es nicht mehr missen möchtest, Jesus zu kennen, warum es die beste Entscheidung deines Lebens war, ihm nachzufolgen.
[47:06] Denn, und das ist der letzte Vers für heute, in 1. Petrus 3, Vers 15. In 1. Petrus 3, Vers 15 lesen wir, da heißt es: Sondern heiligt viel mehr Gott, den Herrn, in euren Herzen. Seid aber alle Zeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedem Mann, der Rechenschaft fordert, über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrbietung.
[47:36] Bist du jederzeit bereit? Bist du jetzt imstande, deinen Glauben biblisch und gewinnbringend zu erklären? Wenn nicht, dann schau dir die nächsten Folgen der Katalogie an, wir werden so viel mehr zu lernen haben aus dem Wort Gottes. Aber wenn du heute schon dein Zeugnis schreibst, dann hast du das Wichtigste von dem Wichtigen parat, das, was Jesus für dich persönlich getan hat. Dann bist du bereit, zur gelegenen und zur ungelegenen Zeit, alle Zeit eine Verantwortung geben zu können gegenüber jedem Mann, der dich fragt.
[48:06] Und schaut in Vers 15, das heißt, heiligt Gott in euren Herzen. Nur wenn Gott in unseren Herzen ist, wenn wir unser Herz heiligen, dann können wir echtes Zeugnis geben. Bist du bereit, wann immer Gott dir einen Menschen schickt, dein Zeugnis, deine Liebe zu Gott, das Evangelium weiterzugeben und für die Wahrheit einzustehen? Ist das dein Wunsch? Gott segne dich in deiner Entscheidung. Gott gebe dir Menschen in den Weg, an denen du dein Zeugnis nicht nur üben kannst, sondern mit diesem Zeugnis, Menschen beeinflussen kannst, sie verändern kannst und sie zu Christus führen kannst. Das wäre der eigentliche Punkt.
[48:46] Nächste Woche werden wir mehr lernen. Und wie gesagt, ab der dritten Folge werden wir dann die Kanzlerzeit jede Woche auf www.joelmedia.tv.de unserem neuen Internetportal haben. Wir freuen uns darüber. Und wir sind sehr gespannt. Es ist nach wie vor natürlich kostenfrei. Und wir werden dort die Kanzlerzeit noch häufiger haben. Und ihr könnt sie euch anschauen und weiter lernen, wie wir Menschen zu Christus führen. Und Gott segne euch und Gott gebe euch einen Menschen, den ihr zu Jesus führen dürft. Amen.