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In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2012 Q2 spricht Christopher Kramp über Evangelisation und Zeugnisgeben. Er betont, dass jeder Gläubige berufen ist, die gute Nachricht von Jesus Christus zu teilen. Die Lektion beleuchtet die Bedeutung des persönlichen Zeugnisses, die entscheidende Rolle des Heiligen Geistes und gibt praktische Tipps, wie man Gelegenheiten zum Zeugnisgeben erkennt und nutzt. Auch die Rolle der Gemeinde als Ort des Lernens, der Ermutigung und des gemeinsamen Zeugnisgebens wird hervorgehapt.

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour von 2012 Q2 spricht Christopher Kramp über das Thema Evangelisation und Zeugnisgeben. Anhand biblischer Beispiele wie dem Ruf der Jünger und der Speisung der 5.000 wird beleuchtet, wie Jesus Menschen beruft und befähigt, zu „Menschenfischern“ zu werden. Die Lektion betont die Bedeutung des Gehorsams gegenüber Gottes Wort, des Vertrauens in seine Methoden und der Bereitschaft, sich von Jesus ausbilden zu lassen, um effektiv Zeugnis zu geben und andere für den Glauben zu gewinnen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q2: Evangelisation und Zeugnisgeben

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Transkript

[5:00] in den Lehrpunkten und in der Moralität, sondern auch in der Art und Weise, wie er Menschen erreicht hat, dann wird er uns zu Menschenfischern machen. Wenn wir Markus 2, Vers 14 aufschlagen und das sozusagen hier mit dazu nehmen, in Markus 2 und dort Vers 14, da heißt es auch, und als er vorüberging, sah er Levi, den Sohn des Alpheus, an der Zollstätte sitzen und er sprach zu ihm, folge mir nach. Und er stand auf und folgte ihm.

[5:35] Nun, was diese beiden Verse miteinander gemeinsam haben, ist, dass Jesus in beiden Situationen, sowohl dort am See Genezareth, als auch hier an der Zollstätte, seine zukünftigen Jünger mitten in ihrem alltäglichen Berufsleben ruft. Jesus ruft mitten in den Alltag der Menschen hinein und sagt: "Folge mir nach." Jesus ruft nicht nur am Wochenende, wenn wir im Gottesdienst sind. Jesus ruft mitten in unseren wöchentlichen Alltag hinein und sagt: "Ich will dich zu Menschenfischern machen, deswegen folge mir nach. Folge mir nach, egal was dein Berufsleben ist." Jesus ruft hinein in dein Berufsleben, in deinen Alltag, in deine Situation, wo du gerade bist und sagt: "Ich will dich dort, wo du bist, zu einem Menschenretter machen." Egal was dein Beruf ist, Jesus kann ihn dazu gebrauchen, um Menschen zu retten.

[6:41] Wir können gemeinsam in Lukas 5 und dort Vers 1 bis 11 lesen, wie Jesus das dort am See Genezareth genau gemacht hat. In Lukas 5 und dort Vers 1 bis 11 sehen wir, dass Jesus nicht einfach nur an den See kam und sie gerufen hat, sondern dass er vorher durch eine Geschichte, durch ein Ereignis, durch ein Wunder, das gleichnishaft wirken sollte, den zukünftigen Schülern, den zukünftigen Jüngern einige wichtige Lektionen beigebracht hat.

[7:17] In Lukas 5, Vers 1 lesen wir: "Es begab sich aber, als die Menge sich zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, dass er am See Genezareth stand. Und er sah zwei Schiffe am Ufer liegen, die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen die Netze." Wenn Jesus zu uns kommt, dann findet er uns auch meistens Netze waschend, insbesondere in der Gemeinde. Denn wenn wir darüber nachdenken, dass wir Menschenfischer sein sollen und jetzt diese Geschichte sich hier zuträgt, dass diese Fischer auf Fischfang gehen, dann stellen wir fest und werden gleich sehen, dass diese Fischer in der Nacht nicht besonders erfolgreich gewesen sind und sie waschen jetzt ihre Netze, sie waschen ihre Methoden, sie schauen sich genau an, was könnten wir vielleicht besser gemacht haben. Und so findet Jesus auch heute viele potenzielle Menschenfischer, die nichts weiter tun, als die Netze zu waschen, zu säubern und an den Methoden zu feilen und sich zu überlegen, was könnte man besser machen.

[8:28] Vers 3 heißt es: "Da stieg er in eines der Schiffe, das Simon gehörte, und er bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren, und er setzte sich und lehrte die Volksmenge vom Schiff aus." Und durch diese Verknüpfung vom Predigen vom Schiff aus und dann auch gleich von dem Fischfang, die Verknüpfung der beiden Dinge macht deutlich, dass das Fischefang, das gleich stattfindet, ein Symbol, ein Gleichnis ist für das, was Jesus eigentlich wirklich von Petrus, von Simon und all den anderen Jüngern möchte, nämlich predigen, um Menschen zu fischen. Jesus geht auf ein Boot, um Menschen zu erreichen, damit die, die auf dem Boot sind, das Boot verlassen und dann predigen gehen.

[9:11] In Vers 4 heißt es: "Als er zu reden aufgehört hatte, sprach er zu Simon: Fahr hinaus auf die Tiefe und lasst eure Netze zu einem Fang hinunter." Und so fordert Jesus auch uns auf und sagt: "Geht hinaus und lasst eure Netze zum Fang hinaus. Suche Menschen, die du auf den Glauben ansprechen kannst. Fange sozusagen, in Anführungsstrichen, mit dem Netz Menschen für Jesus Christus."

[9:42] Vers 5: "Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen." Nun ist es bekannt, dass Fischfang in der Nacht viel einfacher ist als am Tag. Was Simon Petrus hier sagt ist: "Wir haben in der günstigen Zeit alles versucht, was in unserer Macht stand und haben nichts gefangen. Warum sollten wir es jetzt tun?" Wenn Jesus heute mit dem Missionsbefehl an deiner Herzen Tür klopft und an meiner, dann sind wir schnell mit solchen Simon-Ausreden bei der Hand und sagen: "Wir haben alles versucht in der Vergangenheit. Wir haben alle Methoden ausprobiert, wir haben Informationen angeboten, wir sind von Haus zu Haus gegangen, wir haben Flyer verteilt, wir haben Bücher verschenkt, ich habe mit meinen Nachbarn gesprochen, ich habe alles versucht und es ist nichts dabei herausgekommen." Es wäre jetzt Zeit, einmal die Netze zu waschen und einmal überhaupt analytisch vorzugehen und wissenschaftlich zu betrachten, welche Methoden überhaupt noch funktionieren. Aber Jesus ermuntert seine Jünger nicht zum Analysieren und zum Hinterfragen dessen, was sie getan haben. Er ermutigt sie und sagt: "Tut einfach das, was ich euch sage, jetzt in einer Situation, die noch so viel unverheißungsvoller erscheint als in der Vergangenheit." Jetzt in einer Zeit, in der wir leben, in der die Menschen so säkular geworden sind, noch säkularer als sie jemals gewesen sind, jetzt sollen die Methoden Gottes wirken, wo sie in der Vergangenheit kaum gewirkt haben.

[11:14] Aber Petrus hat eine Eigenschaft, und ich hoffe, es wird auch deine Eigenschaft oder ist schon deine Eigenschaft, und ich hoffe, dass wir alle von dieser Eigenschaft lernen können. Er sagt nämlich: "Aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen." Petrus fragt nicht: "Ist es sinnvoll? Macht das wirklich Sinn?" Petrus sagt: "Weil du es sagst, Jesus, will ich es tun. Ich will es tun." Wie steht es mit dir, wenn Jesus an deinem Herzenstür klopft und sagt: "Geh hinaus." Und du weißt, all die Methoden, die du gehört hast und von denen du weißt, dass sie eigentlich funktionieren sollten, haben in deinem Leben noch nie funktioniert. Du hast noch nie jemanden zu Jesus gebracht, noch keinen Menschen für Jesus gewonnen, obwohl du vielleicht schon 20, 30, 40 Jahre in die Gemeinde gehst. Jesus sagt heute zu dir: "Geh hinaus." Vielleicht sagst du: "Meine beste Zeit ist vorbei. Heute, ich bin schon alt oder ich bin verbittert oder was auch immer." Jesus sagt heute: "Geh hinaus, lass dein Netz hinunter." Und hoffentlich sagst du auch heute und hoffentlich sage ich heute: "Auf dein Wort hin will ich es erneut wagen."

[12:28] Und als sie das getan hatten, fingen sie eine große Menge Fische und ihr Netz begann zu reißen. Was wir sehen, ist die Verheißung, dass wenn wir Gottes Methoden anwenden, wenn wir auf sein Wort hin hinausgehen, dann werden wir Menschen fangen so sehr, dass unsere Gemeinderäume platzen werden. Kannst du das glauben? Hier steht es. Sie konnten die Fische kaum alle tragen.

[12:59] Es heißt in Vers 7: "Da winkten sie den Gefährten, die in anderen Schiffen waren, dass sie kommen und ihnen helfen sollten. Und sie kamen und füllten beide Schiffe, sodass sie zu sinken begannen." Kannst du dir vorstellen, dass durch deine schwachen Bemühungen Menschen über Menschen in die Gemeinde kommen, Menschen über Menschen Jesus kennenlernen, so sehr, dass du dich kaum um alle kümmern kannst, dass du Menschen herbeirufen musst, andere Freunde, Geschwister, die dir helfen müssen, diese Menschen zu betreuen? Das ist das, was unsere Bibel verheißt, wenn wir selbst unter weniger verheißungsvollen Umständen das tun, was Gottes Wort sagt, ohne zu fragen, ist es sinnvoll oder nicht, sondern einfach auf Gottes Wort hin die Netze hinauswerfen.

[13:42] Vers 8: "Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Herr, gehe von mir hinweg, denn ich bin ein sündiger Mensch, denn ein Schrecken überkam ihn und alle, die bei ihm waren, wegen des Fischzugs, den sie gemacht hatten." Als sie von Jesus lernen, dass Gehorsam wichtiger ist als Vernunft, dass das Wort Gottes mehr Autorität hat als die eigene Erfahrung, erkannten sie, wie unwürdig sie sind. Und wann immer wir die wahren Methoden anwenden, wann immer wir Menschen so gewinnen, wie Jesus es möchte, dann werden wir erkennen, wie unwürdig wir eigentlich sind.

[14:28] Vers 11 sagt es uns: "Sie brachten die Schiffe ans Land, verließen alles und folgten ihm nach, denn sie hatten gesehen, dass Jesus in der Lage ist, diese Operation erfolgreich zu Ende zu führen." Solange sie Jesus folgen und das tun, was er sagt, solange werden sie Erfolg haben, nicht nur mit glitschigen Wasserfischen, sondern auch mit Menschenfischen, sozusagen.

[14:55] In Johannes 12, Vers 26 lesen wir: "Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach. Und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein. Und wenn jemand mir dient, so wird ihn mein Vater ehren." Wenn wir Jesus nachfolgen und von ihm zu einem Menschenfischer ausgebildet werden, dann sind wir nach diesem Vers automatisch sein Diener. Und der Diener hat nicht zu bestimmen, wo es lang geht. Das heißt, ein Menschenfischer kann nicht bestimmen, wo das Netz ausgeworfen wird und wann. Sondern ein Menschenfischer ist nur ein Diener, der das tut, was der Meister ihm sagt. Als Menschenfischer, als ausgebildeter Missionar, der ausgebildet wurde von Jesus, bist du ein Diener. Und bin ich ein Diener, wir haben zu tun, was Gott uns sagt. Und dafür, sagt uns dieser Vers, werden wir geehrt werden, weil wir dann immer dort sind, wo Jesus ist.

[16:00] Und das ist ein sehr wichtiger Punkt. Um ein wahrer Menschenfischer zu sein, denkt darüber nach. Müssen wir dort sein mit unseren Gedanken, wo Jesus ist. Und Jesus ist jetzt gerade wo? Wir haben das nicht im Sendemanuskript, aber ihr könnt dasselbe zu Hause weiter studieren. Jesus ist jetzt gerade im Allerheiligsten. Und ein Diener Gottes ist derjenige, der mit Jesus ins Allerheiligste geht und dort ist, wo Jesus ist. Und von dort seine Anweisung bekommt. Der wird auch Menschen für Jesus fischen können.

[16:37] Lesen wir gemeinsam in Markus 1 und dort Vers 17. In Markus 1, Vers 17, ein ähnlicher Gedanke, wie wir es gerade in Matthäus 4, Vers 19 gelesen haben. Markus 1, Vers 17 heißt es: "Und Jesus sprach zu ihnen: Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen."

[16:59] In Vers 18, im nächsten Vers also, lesen wir dann etwas sehr Bemerkenswertes. Es heißt hier in Vers 18: "Da verließen sie sogleich ihre Netze und folgten ihm nach." Diese ersten vier Vollzeitjünger haben nicht lange überlegt. Sie haben sich nicht noch einmal zurückgezogen und beratschlagt, wann der beste Zeitpunkt wäre, Jesus jetzt vollständig nachzufolgen. Als Jesus sie rief, folgten sie sofort.

[17:29] Und denken wir kurz darüber nach. Jesus rief sie an dem Punkt ihres größten äußeren beruflichen Erfolgs. Niemals zuvor hatten sie so viele Fische gefangen. Sie waren gerade auf dem besten Weg, viel Geld zu machen. Und Jesus ruft sie auf der Höhe, auf den absoluten Höhepunkt ihrer beruflichen Karriere. Und sagt: "Verlasst alles." Gott hat manchmal einen merkwürdigen Zeitplan. Er ruft uns nicht dann, wenn wir sowieso vielleicht darauf warten, dass er uns ruft. Manchmal ist ja jemand so enttäuscht von seinem Berufsleben, dass er sagt: "Vielleicht könnte ich auch für Gott arbeiten, vielleicht geht es mir da besser." Aber Jesus ruft uns zu einem Zeitpunkt, wo es wirklich ein Opfer bedeutet. Ich habe das in meinem Leben selbst erlebt. Ich glaube, jeder, der von Gott zu einer besonderen Aufgabe gerufen worden ist, kann das bestätigen. Gott ruft uns zu einem Zeitpunkt, der eine Herausforderung darstellt. Aber diese vier Jünger haben nicht gezögert, sondern sie haben gesagt: "Ja, wir verlassen sofort unser Boot und gehen und lassen uns ausbilden."

[18:40] Wenn Gott uns ruft, dass wir uns ausbilden lassen sollen von ihm, dann sollten wir sofort antworten. Zögere nicht. Wenn Gott dir zeigt, was auch immer er dir zeigt, dass du dich ausbilden lassen sollst, zögere nicht, lieber Freund, liebe Freundin. Zögere nicht, verlasse das Boot sofort.

[19:04] Und diese Ausbildung, die diese Jünger jetzt für einige Zeit dann genossen, direkt von Jesus, ist die Modellausbildung, die jeder von uns letztendlich genießen muss. Von Jesus ausgebildet zu werden zum Menschenfischer. Und dass diese Ausbildung erfolgreich war, davon können wir uns überzeugen in Apostelgeschichte 2 und dort Vers 38.

[19:28] Apostelgeschichte 2 und dort Vers 38, wir lesen: "Da sprach Petrus zu ihnen." Derselbe Petrus, der wenige Jahre zuvor noch als Fischer auf sein Wort hin hinausgefahren war und so viele Fische gefangen hatte, so viele, dass er sie kaum halten konnte. Derselbe Petrus, nach der Ausbildung, steht hier, mitten in der Hauptstadt des Landes, in Jerusalem, auf einem der größten Plätze und predigt eine Predigt, die den Menschen tief ins Herz geht. Er sagt: "Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird." Und noch mit vielen anderen Worten gab er Zeugnis und er mahnte und sprach: "Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht."

[20:21] Petrus steht hier, mitten in der Tiefe, auf dem Meer. Denn das Meer in der biblischen Prophetie, in Offenbarung 17, Vers 15, steht für die Völker und Nationen. Alle möglichen Völker und Nationen, Sprachen und Stämme waren hier gegenwärtig, Apostelgeschichte 2 am Anfang macht das ganz deutlich. Und er predigt mitten in der Tiefe, er lässt sein Netz hinunter in die Tiefe und er fängt viele Fische.

[20:46] In Vers 41 heißt es: "Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen und es wurden an jenem Tag etwa 3000 Seelen hinzugetan." Diese kleine Gemeinde mit den wenigen Jüngern bekam an diesem ersten Tag von Pfingsten 3000 Fische. So viel, dass das Boot es kaum halten konnte, die Netze zu reißen schienen. Jesus hat es am ersten Tag der Ausbildung versprochen und am ersten Tag ihres vollverantwortlichen Dienstes alleine für Gott hat es sich so erfüllt. Sie waren bereit auf sein Wort hin, das zu predigen, was das Wort sagt. Keine Kompromisse zu machen mit der Botschaft, sondern in der Kraft des Heiligen Geistes, in Liebe und Wahrheit, in Klarheit, das zu predigen, was Gott ihnen zeigte. Und die Ernte war gigantisch. Und das ist etwas, was Gott jedem Einzelnen letztendlich in der einen oder anderen Form verspricht. Dass wenn wir treu zu seinen Prinzipien stehen, es eine große Ernte geben wird.

[21:52] Und Jesus hat uns gesagt, dass diese Ausbildungseinheit mit seiner Himmelfahrt nicht beendet ist. In Matthäus 28 und dort Vers 19 und 20. Matthäus 28, Vers 19 und 20, dort lesen wir: "So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen."

[22:19] Wir haben gerade gelesen, ein Diener ist der, der bei Jesus ist. Jesus sagt: "Ich bin auch bei euch bis ans Ende der Weltzeit." Nicht nur in dieser Generation, sondern in allen Generationen bis zur Wiederkunft. Und demzufolge kann es in allen Generationen Diener geben, die mir nachfolgen, die meine Schüler sind, die ich ausbilde, denn ich bin ja bei euch. Es macht keinen Unterschied, ob Jesus buchstäblich unter uns wandelt und uns lehrt oder ob der Heilige Geist uns an das erinnert, was Jesus damals gesagt hat. Die Ausbildung ist und bleibt die gleiche.

[22:53] Jesus möchte dich genauso ausbilden, wie Philippus und Andreas, Nathanael, Petrus, Johannes und all die anderen ausgebildet hat. Kannst du dir das vorstellen, dass derselbe Jesus mit denselben Methoden und denselben Prinzipien dich ausbilden möchte? Und wenn du auch nur annäherungsweise den gleichen Intelligenzquotienten und die gleichen Voraussetzungen mitbringst, wie Andreas und Johannes und Petrus, diese einfachen Idioten, die wir gelernt haben, dann kann Jesus mit dir die gleichen Taten vollbringen, die Andreas und Philippus und Johannes und Petrus nach Pfingsten getan haben. Die Frage ist nur, bist du bereit dafür ausgebildet zu werden? Oder bist du einfach ein Christ, der ab und zu gerne mal ein Seminar über Freundschaft, Evangelisation besucht und lernen möchte, wie man einen Menschen anspricht und dann bist du ein bisschen ausgebildet. Oder möchtest du wirklich von diesem Jesus, der verheißt, bis ans Ende der Zeit bei uns zu sein und dem alle Macht gegeben ist, möchtest du von ihm ausgebildet werden, zu einem Menschenfischer, der genau das gleiche tun kann, wie die Apostel in Apostelgeschichte.

[24:14] Jesus wartet darauf, dich und mich und alle, die wir hier zuschauen und noch viele mehr natürlich, genau dazu auszubilden. Könnte es sein, dass wir so wenig Erfolg in der Mission haben, weil wir diese Befähigung, die Jesus uns anbietet, noch nicht wirklich in vollem Umfang angenommen haben.

[24:33] Und schauen wir noch ganz kurz in Vers 19 und 20 hier nochmal. Wenn wir dann Menschen zu Jüngern machen, sollen wir sie zu echten Jüngern machen, indem wir ihnen alles sagen, was Jesus uns gesagt hat. Und dazu gehört auch das, was er zum Beispiel in Matthäus 10 und in anderen Kapiteln sagt, wo er praktische Missionsanweisungen gibt. Er ist erst dann ein Jünger Jesu, wenn er selbst wieder ein Missionar geworden ist. Unser Missionsauftrag endet nicht darin, Menschen in die Gemeinde zu bringen, in die Kirche zu bringen, die einfach dann den Glaubenspunkten der Bibel zustimmen, sondern der Missionsauftrag endet erst dann, wenn diese Menschen selbst wiederum Missionare geworden sind. Das ist das Ziel.

[25:20] Und das ist eine Erfüllung von Jesaja 42, Vers 1 und 4. In Jesaja 42 und dort Vers 1 und 4, da geht es um den Knecht, um Jesus. Da heißt es in Vers 1: "Siehe, das ist mein Knecht, den ich erhalte, mein Auserwählter, in dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt. Er wird das Recht zu den Heiden hinaustragen." Und wir wissen, der Knecht des Herrn in Jesaja ist primär Jesus. Aber in Vers 4 lesen wir: "Er wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf Erden das Recht gegründet hat. Und die Inseln werden auf seine Lehre warten."

[26:03] Jesus war niemals auf den Inseln, als er auf Erden war. Er war weder auf den griechischen Inseln, noch auf anderen Inseln dieser Welt. Aber seine Jünger sind dann genau dorthin gegangen. Paulus und andere sind dort zu den Inseln gegangen. Das heißt, die Aufgabe des Knechtes des Herrn war mit dem Erdenleben Jesu nicht erfüllt. Jesus hat auf der Erde gedient. Und als er in den Himmel geht, übergibt er die Aufgabe, Knecht des Herrn zu sein, an seine Jünger, die er dazu ausgebildet hat. Das heißt, indem wir den Missionsauftrag ausführen, führen wir im Prinzip den Dienst Jesu auf dieser Erde weiter.

[26:42] Und dazu möchte Jesus mich und dich ausbilden. Er möchte dich dazu ausbilden, dass du seinen Dienst, den er begonnen hat, auf dieser Erde weiterführst und verbreitest. Denn Jesus war lokal gesehen, geografisch gesehen, an einem sehr begrenzten Ort gewesen. Und Jesus möchte, dass dieses Evangelium in alle Welt zu allen Nationen, Stämmen, Sprachen, Königen gebracht wird.

[27:12] Diesen wir gemeinsam in Jesaja 52 und dort Vers 10. Jesaja 52 und dort Vers 10. Und heißt es: "Der Herr hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Heiden, und alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen."

[27:31] Alle Enden der Erde. Wie viele Missionare braucht es heute, damit alle Enden der Erde das Heil unseres Gottes sehen? Wie viele Menschen braucht es, die ausgebildet sind von Jesus, damit tatsächlich dieses Evangelium in alle Welt gehen kann und Jesus endlich wiederkommen kann? Wie viele Missionare braucht es in deiner Heimatstadt? Wie viele Missionare braucht es in deinem Dorf? Wer soll das Werk tun? Jesus sagt uns: "Ich möchte, dass das Evangelium geht in alle Welt bis an die Enden der Erde, damit alle das Heil Gottes sehen." Und wer soll es tun, wenn nicht die, die sich von Jesus ausbilden lassen für diese Aufgabe? Möchtest du dich ausbilden lassen? Möchtest du von Jesus zu einem Menschenfischer gemacht werden?

[28:24] Schauen wir gemeinsam Matthäus 14, Vers 13 an. Matthäus 14, Vers 13 ist dieses berühmte Gleichnis, oder die Geschichte vielmehr, das Wunder von der Speisung der 5.000. Und das ist eine Fallstudie sozusagen über das, was wir heute besprechen.

[28:43] Matthäus 14, Vers 13 heißt es: "Und als Jesus es hörte, zog er sich von dort in einem Schiff abseits an einen einsamen Ort zurück. Und als die Volksmengen es vernahmen, folgten sie ihm aus den Städten zu Fuß nach." Jesus war müde. Und jeder, der im Werk Gottes arbeitet, weiß, dass es diese Momente gibt, und sie gibt es ziemlich oft, dass man einfach erschöpft ist und selbst Ruhe braucht. Und seine Jünger, die Jesus gesehen haben und ihn beobachtet haben, haben gesehen: Jesus braucht Ruhe. Und die Menschen, die notleidenden Menschen dieser Welt, die sowohl physisch als auch geistlich, als auch geistlich Not brauchen, die sehen meistens nicht, dass man Ruhe braucht. Und sie folgen ihm.

[29:25] Matthäus 14 heißt es: "Als nun Jesus ausstieg, sah er eine große Menge, und er erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken." Das Erste, was die Jünger sahen, wann immer sie mit Jesus zusammen waren, sie sahen, dass er die Bedürfnisse der Menschen über seine Bedürfnisse stellt. Ja, Jesus nahm sich Zeit fürs persönliche Gebet. Jesus nahm sich Zeit für persönliche Andacht und für Gemeinschaft mit Gott. Aber Jesus hatte eine oberste Priorität für die Bedürfnisse der anderen. Jesus hat niemanden weggeschickt mit den Worten: "Ich habe jetzt einfach keine Lust, ich brauche jetzt einfach mal ein bisschen Zeit für mich, ich muss auch mal mein Hobby nachgehen." Ich glaube, es hat einen tiefen Eindruck gemacht auf die Jünger zu sehen, wie Jesus bereit war, auf freie Zeit zu verzichten, um anderen zu helfen. Es ist etwas, was auch du lernen kannst, was wir gemeinsam lernen können von Jesus, damit wir effektive Menschenfischer werden.

[30:23] Es heißt weiter. Was Jesus sagte: "Solange es hier Schüler von mir gibt, Jünger von mir, können Menschen satt gemacht werden." Und diese Geschichte ist nicht einfach nur eine Geschichte, ein Wunder, was uns zeigen soll, dass Jesus durch die Macht Gottes große Kraft hatte. Wenn wir den Parallelbericht in Johannes 6 uns anschauen und dann dort weiterlesen, dann finden wir in Johannes 6 und dort Vers 27 diesen interessanten Vers. Johannes 6 und dort Vers 27: "Wirkt nicht für die Speise, die vergänglich ist, sondern für die Speise, die bis ins ewige Leben bleibt, die der Sohn des Menschen euch geben wird, denn diesen hat Gott, der Vater, bestätigt." Jesus wollte mit dem Wunder der Speisung der 5.000 die Hörer von dem buchstäblichen Brot zum geistlichen Brot lenken.

[31:29] Was ist? In Vers 35 lesen wir: "Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten." Als also Jesus zu den Jüngern sagt: "Gebt ihr ihnen zu essen", hat er in seinem Hinterkopf schon die geistliche Lektion, die er eigentlich nach Johannes 6 der ganzen Menge erklären wollte, nämlich dass das Brot vom Himmel er selbst ist, das geistliche Brot, das Wort Gottes.

[32:01] Jesus sagt zu den wenigen Jüngern, die es in deiner Gemeinde gibt, in deinem Ort: "Gebt diesen Tausenden zu essen, füttert sie alle, gebt ihnen allen das Wort Gottes." Was war wohl die Reaktion der Jünger? "Wie soll das möglich sein? Unmöglich." Es ist einfach unmöglich, Menschen unmöglich, mit zwölf Menschen 5.000 Männer plus Frauen plus Kinder satt zu machen. Aber Jesus sagt: "Gebt ihr ihnen zu essen."

[32:40] Vielleicht sagst du: "In meiner Stadt, da gibt es drei Christen, die der ganzen Wahrheit der Bibel folgen. Es gibt sieben, acht Leute vielleicht, die die Wahrheit angenommen haben. Wie soll ich all die 6.000, 7.000, 8.000, 13.000 Menschen in meiner Stadt erreichen? In meinem Stadtbezirk? Unmöglich." Jesus sagt in Vers 17 heißt es: "Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische."

[33:08] "Bringt sie mir hierher." Ich glaube, wir haben es schon öfter mal besprochen hier. Wenn du fünf Geschichten in der Bibel kennst und zwei Bibelferser, kannst du 5.000 plus Menschen satt machen, wenn du bereit bist, das Wenige, was du weißt, vollständig in die Hände von Jesus zu geben, der bitte, mach es mehr.

[33:38] Was passiert ist, sie bringen diese fünf Brote und zwei Fische und das heißt in Vers 19: "Er befahl die Volksmenge, sich in das Gras zu lagern und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf zum Himmel, dankte, brach die Brote und gab sie den Jüngern. Die Jünger aber gaben sie dem Volk."

[33:56] Wenn das Wenige, was wir haben, wir zu Jesus bringen und dankbar sind für das, was wir haben, dann wird Jesus uns das Wort brechen und wir werden es anderen geben können. Dann gehen wir zurück zu Jesus und er wird uns mehr aus seinem Wort erklären und wir können es den anderen weitergeben. Und dann gehen wir zurück zu Jesus und er wird uns noch mehr aus seinem Wort erklären und das Wenige, womit wir angefangen haben, wird so viel sein, dass uns die Bibel sagt, in Vers 20: "Und sie aßen alle und wurden satt und sie hoben auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll."

[34:30] Wenn du anfängst, Menschenfischer zu sein, wird deine Bibel angefüllt sein mit Notizen, die du niemals an den Mann kriegen kannst, weil es so viel du herausfinden wirst, dass du gar nicht genügend Menschen findest, um alles mit ihm zu teilen.

[34:46] Die, die aber gegessen hatten, waren etwa 5.000 Männer ohne Frau und Kinder. Möchtest du diese Erfahrung auch machen? Du musst nicht viel wissen, aber du musst bereit sein, alles, was du weißt, in die Hände Jesu zu geben und ihn zu bitten, dich auszubilden, in die Hände Jesu zu geben, zu bitten, dir immer wieder neu das Wort Gottes, das Brot des Lebens zu brechen und all das, was du bekommst, einfach an die Menschen, die Gott dir zeigt, weiterzugeben. Wenn du dazu bereit bist, hast du hier in diesen wenigen Seiten eine unauslöschliche, eine unaufhörliche Quelle, die niemals versiegen wird. Glaubst du das? Wenn ja, fang noch heute damit an.

[35:26] Fang noch heute damit an, das Wenige, was du weißt, das Wenige, was du gehört hast und du wirst wahrscheinlich mehr wissen als fünf Geschichten und zwei Verse. Das Wenige, was du hast, zu Jesus zu bringen und zu sagen: "Herr, gib mir mehr, brich mir das Wort des Lebens, sei dankbar für das, was du hast und sage dann zu Jesus: Ich möchte zu dir kommen, um noch mehr zu lernen und das möchte ich dann weitergeben." Denn nichts von dem, was Jesus den Jüngern gab, war nur für sie bestimmt. Sie sollten es weitergeben und da war genügend doch übrig, dass die Jünger auch nicht hungrig bleiben mussten. Aber sie sollten das, was sie bekamen, weitergeben.

[36:07] Schauen wir gemeinsam in Matthäus 11, Verzeihung, und dort Vers 1 bis 11. Wir finden hier eine Geschichte, wie zwei Jünger von Johannes, dem Täufer, der im Gefängnis sitzt, zu Jesus kommen. Die Jünger von Jesus sind gerade weg, denn sie sind auf eine Missionstour ausgesandt worden. In Matthäus 10 hat er ihnen ausführliche Anweisungen gegeben.

[36:37] Wir lesen ab Vers 1: "Und es geschah, als Jesus die Befehle, die Missionsbefehle, die Ausbildung an seine zwölf Jünger vollendet hatte, zog er von dort weg, um in ihren Städten zu lehren und zu verkündigen." Das heißt, Jesus bildet aus, aber er tut das Werk auch selbst. Manchmal gibt es ja Leute in unseren Reihen, die möchten nur noch ausbilden, die möchten nur noch lehren. Aber ein guter Lehrer tut das, was er lehrt, immer auch selbst. Lass dich niemals von jemandem ausbilden, der nicht das, was er anderen beibringt, selbst tut. Und ein Mensch, das hört mir sehr genau zu, ein Mensch, der keine Menschen für Jesus gewinnt, sollte auch keine Mission unterrichten. Ein Mensch, der nicht selbst regelmäßig Menschen zu Jesus führt, sollte nicht als Ausbilder für Missionen tätig sein. Jesus war ein Ausbilder für Missionen, und Jesus hat selbst gepredigt, und selbst Menschen hat er gewonnen.

[37:44] Vers 2: "Als aber Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hörte, sandte er zwei seiner Jünger und ließ ihm sagen: Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? Mit anderen Worten, bist du der verheißene Messias?"

[37:58] Vers 4: "Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr hört und seht. Mit anderen Worten, kommt und seht." Jesus möchte hier einen Ausbildungsschritt uns ganz deutlich zeigen, dass wir beobachten sollen, was Jesus getan hat. Und er sagt weiter in Vers 5: "Blinde werden sehend und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt und Amen wird das Evangelium verkündigt und glückselig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir."

[38:27] Nun, das sagt Jesus nicht einfach ohne Grund, denn Jesus bezieht sich hier auf eine Prophezeiung, die wir in Jesaja 61 finden können. Und zwar in Jesaja 61 und dort ab Vers 1, und da heißt es in Jesaja 61 ab Vers 1: "Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft, also das Evangelium, zu verkünden. Er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzen sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers, den Gebundenen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn." Jesus bezieht sozusagen sein eigenes Tun auf diese Prophezeiung und sagt: "Kommt und seht, vergleicht das, was ihr aus der Prophetie kennt, mit dem, was ihr im Leben von Jesus seht."

[39:21] Der Ausbildungsschritt Jesu oder die Ausbildungseinheit, sein Gedanke in der Befähigung ist: Vergleicht mein Leben mit der Prophetie. Was ist wahrhaftige Ausbildung zum Menschenfischer, wenn wir das Leben Jesu gemeinsam studieren mit der Prophetie? Es gibt keinen besseren Ratschlag, den wir aus der Bibel herausnehmen können, als das Leben Jesu, seine Worte, seine Taten, seine Wesensart in Verbindung bringen mit der prophetischen Botschaft über ihn und über das Evangelium. Prophetie und Evangelium miteinander verknüpft, ist eine ungeheure Kraft in der Ausbildung zum Menschenfischer.

[40:03] Nun gehen wir zu Matthäus 10 und dort ab Vers 1. Wir haben ja gerade bereits gesagt, dass in Matthäus 10, das ist das Kapitel vor Matthäus 11, was wir gerade gehabt haben, in Matthäus 10 ab Vers 1 werden die zwölf Apostel vorbereitet auf ihren Dienst. Wir wollen hier nur ganz kurz einige Beispiele anschauen. Matthäus 10 wird unter anderem gesagt in Vers 5 und 6: "Diese zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Begebt euch nicht auf die Straße der Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel."

[40:38] Nun, viele haben sich gefragt, was bedeutet das? Der Grund ist hier, ein sehr einfacher, und wir müssen ihn beachten und er soll uns helfen, dass auch wir ausgebildet werden. Jesus wusste, es gibt unglaublich viele tolle Dinge, die man tun könnte, aber die Zeit ist zu knapp und so ist es wichtig für den Jünger Jesu, sich auf die vordringliche prophetische Aufgabe zu konzentrieren und die vordringliche, oberste Prioritätsaufgabe für die Jünger Jesu. Zu dieser Zeit war nach Daniel 9, Verse 24 bis 27, Israel, denn die Gnadenzeit von Israel war wenige Jahre vor dem Ende. Nur noch wenige Jahre, dann würde die Gnadenzeit von Israel beendet sein und so sagt Jesus: "Es gibt viele Dinge, die ihr tun könnt, aber zu den Heiden könnt ihr noch Jahrhunderte später gehen, geht jetzt zu dem Volk Israel, zu meinem Volk." Mit anderen Worten, lasst euch nicht abbringen davon, die vordringliche prophetische Botschaft zu tun.

[41:43] Haben auch wir eine vordringliche prophetische Botschaft? Ohne Frage. Offenbarung 14, Verse 6 bis 12, Offenbarung 18, Verse 1 bis 4 sind unsere vordringliche prophetische Botschaft und es gibt so viele andere gute Dinge, die man tun könnte, aber Jesus sagt: "Tu das nicht, sondern bleib bei der Hauptaufgabe, die durch die Prophetie vorgezeichnet ist." Von Jesus lernen, um ein Menschenfischer zu sein, bedeutet auch die Prophetie zu kennen und zu wissen, was ist das Wichtigste und was ist nicht ganz so wichtig, auch wenn es in sich und aus sich selbst heraus vielleicht ganz gut wäre.

[42:18] Vers 7 sagt uns: "Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nachher herbeigekommen." Vers 8: "Heilt Kranke, reinigt Aussätzige, weckt Tote auf und treibt Dämonen aus." Jesus zeigt hier, wie die Gesundheitsarbeit und das Werk für die physischen Bedürfnisse der Menschen und die geistigen Bedürfnisse der Menschen verknüpft werden sollen mit der Predigt, also mit den geistlichen Bedürfnissen der Menschen. Ein ganz wichtiger Ausbildungsschritt. Und dann heißt es in Vers 8 weiterhin: "Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es." Jesus bildet dich und mich aus und sagt: Mission hat nichts mit Profitdenken zu tun. Du hast es umsonst bekommen, gib es auch umsonst weiter.

[43:03] Nun ist nichts verkehrt, wenn man in der Missionsarbeit auch mal Unkosten deckt, aber niemals sollten wir uns für die Missionsarbeit Gewinn geben lassen, Geld geben lassen, das uns sozusagen zum Profitdenken anreizt. Umsonst gibt es.

[43:21] Vers 9: "Nehmt weder Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel." Vers 10: "Keine Tasche auf dem Weg, auch nicht zwei Hemden, weder Schuhe noch Stab, denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert." Hast du das Problem, dass dir Ressourcen fehlen in der Mission? Ich habe keine Materialien, ich habe kein Geld, bin nicht ausgebildet, mir fehlt es an technischem Equipment, was auch immer uns in den Kopf kommen mag. Jesus sagt: "Nimm keine Ressourcen mit dir, lass dich von fehlenden Ressourcen erst recht nicht abhalten." Neben mir gesagt, das haben wir jetzt nicht die Zeit, das anzuschauen, aber wir können es im Sendemanuskript nachlesen. Wenn ihr Lukas 22, Verse 35 und 36 nachlest, werdet ihr sehen, dass es für einen Jünger, der sich von Jesus trennt, absolut okay ist, für all das Sorge zu tragen. Mit anderen Worten, diese Sorglosigkeit ist uns nur garantiert, wenn wir wirklich mit Jesus gehen. Wenn wir unser eigenes Ding machen, dann sollten wir uns sehr gut um alles kümmern und vorher berechnen. Aber mit Jesus dürfen wir den Glaubensschritt wagen.

[44:38] Und dann Vers 11 bis 14 wird noch gezeigt, dass wir eine geeignete geistliche Basis suchen wollen. Wir wollen jetzt noch einen wichtigen Punkt ansprechen in Lukas 10. Ab Vers 1 in Lukas 10, aber wir können dort eine Gefäße auswählen.

[44:43] Lukas 10, ab Vers 1, dort heißt es: "Danach aber bestimmte der Herr noch 70 andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wo er selbst kommen wollte." Wir hatten letzte Woche ausführlich darüber gesprochen. Vers 2: "Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende." Und wenn wir das tun, haben wir schon gesehen, werden wir selbst vorbereitet, diese Ernte zu sein und diese Arbeiter zu sein.

[45:24] In Vers 3 warnt uns Jesus, und auch das gehört zur Ausbildung dazu: "Geht hin, siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe." Jesus möchte nicht, dass wir blauäugig in die Mission gehen. Er möchte, dass wir wissen, dass wenn wir Missionen machen, wir angegriffen werden. Und dann heißt es weiter in Vers 4: "Tragt weder Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüßt niemand auf dem Weg." Mit anderen Worten, lass dich nicht ablenken. Und wie leicht geschieht es, dass wir mit solch großer Motivation hinausziehen, etwas tun zu wollen für den Herrn und dann wir von den Dingen der Welt abgelenkt werden, von unserem Hobby, von dem und so ein bisschen den Fokus verlieren. Und Jesus sagt uns: Erstens, achte darauf, es wird Widerstand geben. Ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. Zweitens, lass dich nicht ablenken. Und das ist eine der größten Herausforderungen im Werk Gottes, diesen Fokus nicht zu verlieren, immer wieder auf die Hauptaufgabe gerichtet zu halten. Lass dich nicht ablenken.

[46:38] In Vers 5 bis 8 können wir dann lesen, dass wir auch keine Ansprüche stellen sollten. Und Vers 10 sagt uns: "Wenn ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, da geht auf ihre Gassen hinaus und sprecht auch den Staub, der sich aus eurer Stadt an uns gehängt hat, streifen wir ab gegen euch. Doch sollt ihr wissen, dass das Reich Gottes nahe zu euch herbeigekommen ist." Wir werden Ablehnung erfahren. Niemandem im Werk Gottes ist es verheißen, dass er niemals abgelehnt wird. Wir werden mit Sicherheit sogar viel Ablehnung erfahren. Aber Jesus möchte uns ausbilden und sagen: "Ertrage die Ablehnung. Ich bin selbst abgelehnt worden, auch du wirst abgelehnt werden, aber das Reich Gottes ist es wert, diese Ablehnung zu ertragen. Lass dich davon nicht irritieren."

[47:21] Das ist sehr wichtig in der Ausbildung zum Diener, zum Menschenfischer. In 1. Petrus 5 bis 8, da wird uns nochmal dieser Gedanke ganz deutlich, dass es jemanden gibt, der deutlich was dagegen hat, wenn du konkrete, aktive Schritte unternimmst, dich von Jesus ausbilden zu lassen. In 1. Petrus 5 bis 8 heißt es: "Seid nüchtern und wacht, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann." Und ratet, wer ganz oben auf seiner Zielliste ist. Das sind all diejenigen, die nicht nur die Wahrheit glauben, sondern es sich zur Aufgabe gemacht haben, andere Menschen zur Wahrheit zu bekehren. Das sind seine größten Feinde. Nicht nur, dass sie nicht zu seinem Königreich gehören, sie stehlen auch andere aus seinem Königreich. Und da wird er ganz wütend. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, ich denke, der eine oder andere wird es bestätigen können. Wann immer wir uns auf die Seite Gottes stellen und Menschen wie Jesus gewinnen wollen, dann kommt der Satan und attackiert uns wie nie zuvor. Jesus warnt uns und er möchte uns ausbilden und sagen: "Sei bereit darauf, sei darauf gefasst, dass du auf die Hauptangriffsliste Satans gerätst, aber keine Angst, denn ich habe den Satan besiegt. Solange du bei mir bist und mich nicht verlässt, wirst du weiter für mich arbeiten können, denn niemand kann aus meiner Hand dich reißen." Ihr könnt noch weitere Texte hier zu diesem Vers lesen in unserem Sendemanuskript.

[48:47] Noch ein wichtiges Prinzip, Lukas 10 Vers 17, wollen wir anschauen. Lukas 10 Vers 17. Dort sagt es, Lukas 10 Vers 17: "Die 70 aber kehrt mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen." Sie waren begeistert von dem, was sie erlebt haben. Und manchmal sind wir durch Erfolg in der Mission so begeistert. Schau dir die Zuschauerzahlen an oder schau dir an, wie viele Menschen getauft wurden oder schau dir an, was alles Wunderbares passiert ist. Aber Jesus sagt: "Freut euch nicht so sehr darüber."

[49:29] Vers 20: "Doch nicht darüber freut euch, dass euch die Geister untertan sind, freut euch aber lieber darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind." Unsere Freude sollte nicht so sehr den äußerlichen Siegen in der Mission gelten, obwohl das manchmal auch sehr ermutigend sein kann. Unsere wahre Freude sollte dahin gehen sein, dass wir wissen, dass wir den Satan in unserem Herzen besiegt haben. Dazu könnt ihr noch mehr Texte hier lesen, zum Beispiel in Römer 16 Vers 20.

[50:00] Wir haben noch einige Texte hier, die ihr auf dem Sendemanuskript dann zu Hause nachlesen könnt. Matthäus 17 und auch 2. Petrus 3, einige Parallelverse, die wir dazu aufgeschrieben haben zum Weiterstudium. Ich möchte euch noch zwei ganz kurze Verse hier anschauen, und zwar in Habakuk 2 und dort Vers 2 bis 4. Ganz wunderbarer Abschnitt in Habakuk 2, der kleinen Propheten.

[50:11] Habakuk 2 und dort Vers 2 bis 4. Dort lesen wir: "Da antwortete mir der Herr und sprach: Schreibe die Offenbarung nieder und grabe sie in Tafeln ein, damit man sie geläufig lesen kann. Denn die Offenbarung wartet noch auf die bestimmte Zeit und doch eilt sie auf das Ende zu und wird nicht trügen. Wenn sie sich verzögert, so warte auf sie, denn sie wird gewiss eintreffen und nicht ausbleiben." Jesus sagt uns heute: Die Dinge, die in der Offenbarung, in Daniel, in der Prophezeiung vorhergesagt sind, auch wenn sie sich etwas verzögert haben, sie eilen. Deswegen schreibe die Offenbarung nieder, grabe sie in Tafeln ein, dass jeder sie geläufig lesen kann. Mit anderen Worten, dass man selbst beim Vorbeilaufen sie noch gut verstehen kann. Mit anderen Worten, in einer Zeit, in der die Menschen heute so hektisch sind, in der sie so mobil sind, in der sie sich kaum noch Zeit nehmen, etwas tiefgründig zu studieren, müssen wir die Botschaft so klar und deutlich und so prägnant wie möglich formulieren, dass sie selbst im Vorbeilaufen noch erfassen, was Gott ihnen zu sagen hat. Denn Jesus kommt bald wieder und es braucht dringend, dringend Arbeiter.

[51:26] Vers 4: "Siehe, der Vermessene, unaufrichtig ist seine Seele in ihm, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben." Wahre, effektive Endzeitmission hat etwas zu tun mit Gerechtigkeit aus Glauben.

[51:38] Letzter Vers für heute und das ist der wunderbarste. In 1. Korinther 3 und dort Vers 6. 1. Korinther 3 und dort Vers 6. Dort lesen wir: "Ich habe gepflanzt", sagt Paulus, "Apollos hat begossen, Gott aber hat das Gedeihen gegeben."

[52:00] Eine Sache darf ich und darfst du niemals vergessen, lieber Freund, liebe Freundin, egal was wir tun, egal ob wir den ersten Flyer gegeben haben oder die Predigt, die zum Taufaufruf geführt hat, egal was wir getan haben, um Menschen zu Jesus zu führen, der Erfolg ist immer Gottes Sache. Glaube niemals, dass es deine Worte waren, die die Menschen bekehrt haben, dass es deine Idee war, die diesen Flyer so wunderbar gemacht hat, dass viele Menschen kamen zur Veranstaltung, dass es deine Gebete waren, die dazu geführt haben, dass die Veranstaltung doch noch durchgeführt werden konnte. Glaube nicht, dass es deine Kraft war, sondern du bist nur das Instrument. Ich bin nur das Instrument. Aber was für eine Ehre, ein Instrument für Gott zu sein. Was für eine Ehre, dass der Heilige Geist durch uns sprechen möchte. Ist das nicht schon Ehre genug? Lasst uns Gott die Ehre geben für all den Erfolg, den es geben wird. Es ist sein Werk, seine Aufgabe und seine Mission. Wir sind seine Diener und seine Schüler und er, Jesus Christus, möchte dich und mich dazu befähigen. Bist du bereit, diese Ausbildung mit Jesus noch heute zu beginnen? Ich lade dich dazu ein. Wir freuen uns, wenn ihr nächste Woche wieder zuschaut auf www.joelmedia.tv.de und wenn ihr dann auch weiteren davon berichtet habt, von dem, was ihr hier lernen könnt und was wir gemeinsam aus der Bibel studieren. Und wir möchten euch bitten, dass ihr das Wort weitertragt, dass noch viele Menschen durch unsere gemeinsame Arbeit zu Jesus finden. Und wir wollen uns auch gegenseitig ausbilden von dem, was wir aus dem Wort Gottes gelernt haben und was Jesus uns gezeigt hat. Wir wollen es weitergeben und wir danken euch, dass ihr zugeschaut habt und wünschen euch noch eine gute Restwoche und viel Freude beim Studium seines Wortes. Amen.

[54:51] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft.


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