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Manuskript: CSH_Manuskript_2013 1st Nr 5

In dieser Cannstatt Study Hour-Lektion mit Christopher Kramp geht es um Gehorsam als Frucht der Erweckung. Es wird beleuchtet, wie das Gesetz Gottes zur Erweckung beiträgt und dass wahrer Gehorsam nicht aus eigener Kraft, sondern durch die Liebe Gottes, die durch den Heiligen Geist in unser Herz gegossen wird, entsteht. Anhand von Beispielen wie Petrus und Stephanus wird gezeigt, wie die Erfüllung mit dem Heiligen Geist zu einem tiefen, von Liebe motivierten Gehorsam führt, der das Leben verändert und Gottes Willen widerspiegelt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q3: Erweckung und Reformation

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir freuen uns, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf joelmedia.de und auf Amazing Discoveries. Nachdem wir letzte Woche Verstärkung aus Amerika gehabt haben, wollen wir heute wieder gemeinsam alleine die Bibel studieren. Wir werden in den nächsten Folgen immer wieder noch Überraschungsgäste haben. Wir wollen Erweckung und Reformation in der ganzen Gemeinde erleben und wir werden dort noch verschiedene Sprecher haben. Freut euch also auf Abwechslung in diesem Quartal, auch diesbezüglich.

[1:41] Wir wollen heute die fünfte Lektion gemeinsam miteinander durchgehen aus diesem Lektionsheft Erweckung und Reformation. Wir haben in den letzten Wochen schon einige wesentliche Bausteine und Fundamente gelegt, wenn es um Erweckung und Reformation geht. Wir haben schon darüber gesprochen, warum wir Erweckung und Reformation brauchen. Wir haben dann gesehen, dass auf Grundlage dieser Laodizea-Botschaft das Gebet, Bibelstudium und Mission entscheidende Faktoren sind in so einer Erweckung und Reformation, die wir auch im Heiligtum finden.

[2:12] Nachdem wir bereits, wie gesagt, letzte Woche über Missionen gesprochen haben, die eine Frucht der Erweckung sind, wollen wir heute über eine weitere Frucht der Erweckung sprechen, nämlich über Gehorsam. Genauso unser Thema überschrieben: Gehorsam, die Frucht der Erweckung. Damit bereiten wir uns auf das Bibelgespräch am 3. August vor.

[2:31] Wir wollen zunächst einmal die Frage stellen nach der Bibel: Was hat das Gesetz Gottes, das ja mit dem Gehorsam verknüpft ist, was hat das Gesetz Gottes zu tun mit Erweckung? Dazu wollen wir einen Text lesen in Psalm 19 und dort Vers 8. Psalm 19, Vers 8, einem recht bekannten Vers heißt es: Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es erquickt die Seele. Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, es macht unerfahrenen Weise. Dieses Wort "erquicken" bedeutet im ursprünglichen Hebräisch eigentlich auch so viel wie wiederbeleben, lebendig machen. Wenn wir also von Erweckung reden, dann sehen wir ganz deutlich, dass das Gesetz des Herrn in seiner Vollkommenheit genau dazu auch gegeben ist, um eine Erweckung, um eine Wiederbelebung, eine Neubelebung in unserem Leben zu bewirken. Wir können also nicht über Erweckung und Reformation reden, ohne nicht auch einen wesentlichen Teil dem Gesetz zu widmen. Da ist keine echte biblische Erweckung ohne Gehorsam und ohne das Gesetz Gottes.

[3:34] Und so wollen wir uns in den nächsten Minuten Gedanken machen, wie Erweckung und Reformation jetzt ganz genau mit Gehorsam zusammenhängen und was die Bibel unter Gehorsam versteht und warum Gehorsam so wichtig ist. Dass Gehorsam von entscheidender Bedeutung ist, das findet sich von der ersten Seite der Bibel an. Schon in 1. Mose 2, und dort Vers 16 und 17 lesen wir folgendes. 1. Mose 2 und dort Vers 16 und 17: Und Gott, der Herr, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben. Schon im Garten Eden hing das ewige Leben vom Gehorsam ab. Die Bedingung, ewiges Leben behalten zu dürfen und im Garten Eden bleiben zu dürfen, war abhängig von der Bedingung des Gehorsams. Es war Gehorsam, der Adam und Eva im Garten Eden bleiben ließ, solange wie sie im Gehorsam waren. Es war Gehorsam, es war Übertretung dieses Gebotes Gottes, es war Sünde, die sie aus dem Garten Eden vertrieben haben und was dazu geführt hat, dass sie zunächst einmal kein ewiges Leben mehr so garantiert hatten, sondern dass sie sich jetzt entscheiden mussten, ob sie Gottes Evangelium annehmen würden.

[4:56] Auch in 2. Mose 19 finden wir den Gehorsam Gottes Geboten gegenüber als eine Bedingung beschrieben. In 2. Mose 19, und dort Vers 5 und 6, dort lesen wir: Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so solltet ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber solltet mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst. Das Volk Gottes, das Volk Israel, war nur dann Gottes besonderes Eigentum, wenn sie, wie es hier heißt, wirklich auf seine Stimme hören würden und seiner Stimme gehorchen würden. Der Bund, den Gott mit allen Menschen schließen möchte, der basiert auf der Bedingung des Gehorsams.

[5:52] Nun, wenn wir also gesehen haben, wie wichtig in der Bibel Gehorsam ist, Gehorsam war die Bedingung für das ewige Leben von Anfang an und Gehorsam ist auch die Bedingung, dass Gott seinen Bund mit uns aufrechterhält, dann wollen wir uns die Frage stellen: Wo beginnt eigentlich Gehorsam? Ist Gehorsam einfach das richtige Tun zur richtigen Zeit? Der Paulus gibt uns dazu eine interessante Antwort. In 2. Korinther 10 und dort Vers 4 und 5 lesen wir das Folgende.

[6:50] Paulus macht hier deutlich, dass Gehorsam in den Gedanken beginnt. Gehorsam beginnt damit, dass wir unsere Gedanken gefangen nehmen in Christus. Vielleicht ist es dir auch schon mal so gegangen, lieber Freund, liebe Freundin, dass du in Gedanken bereits vom Weg abgewichen bist und erst dann später böse Worte kamen oder schlechte Taten und so weiter. Und die Bibel lädt uns ein, durch die Kraft Gottes bereits die Gedanken gefangen zu nehmen, wenn sie in die falsche Richtung abweichen wollen, dass wir sie durch Christus wieder zurückbringen, dass wir sie durch Christus festhalten an der Wahrheit und dann ist Gehorsam eine ganz neue Sache, eine ganz wichtige Sache. Gehorsam hat etwas mit unseren Gedanken zu tun, das müssen wir verstehen und entsprechend dann leben.

[7:37] Wir wollen uns am Beispiel von Petrus verdeutlichen, wie Erweckung und Reformation unsere Einstellung zum Gehorsam und die Erfahrung des Gehorsams verändern kann. Zunächst einmal wollen wir zu Lukas 22 gehen und dort Vers 33. Wir müssen verstehen, dass schon zu diesem Zeitpunkt Petrus begriffen hatte, dass es wichtig war, Jesus zu folgen, dass es wichtig war, treu zu sein und zu gehorchen. Und so lesen wir in Lukas 22, Vers 33 die folgenden Worte von Petrus. Er sagt hier, er versprach: Ich sage dir, Petrus, der Hahn wird heute nicht krähen, er versprach dem Herrn: Ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen. Petrus wusste, es ist richtig zu gehorchen, es ist wichtig, treu zu sein zu Jesus und ihm zu folgen, wohin er auch geht. Und so hat Petrus diesen Glauben auch ausgedrückt, er hat gesagt: Ja, ich möchte genau das tun, ich möchte Jesus folgen. Das Problem war nur, er wollte das aus eigener Kraft. Er hielt sich bereits für sehr treu, für äußerst glaubensstark. Er wusste also, dass es richtig ist zu gehorchen und er glaubt auch, dass er es kann, aber wir kennen die Geschichte, wie sie weitergegangen ist.

[8:51] In Matthäus 26 wird uns berichtet, was passiert ist, als Petrus in die Stunde der Versuchung gekommen ist. In Matthäus 26, und dort Vers 69 bis 75, es heißt: Petrus aber saß draußen im Hof, und eine Magd trat zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst. Als er in den Vorhof hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die dort waren: Auch dieser war mit Jesus, dem Nazarener. Und er leugnete nochmals mit einem Schwur: Ich kenne den Menschen nicht. Bald darauf aber traten die Umstehenden herzu und sagten zu Petrus: Wahrhaftig, du bist auch einer von ihnen, denn auch deine Sprache verrät dich. Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht. Und sogleich krähte der Hahn. Und Petrus erinnerte sich an das Wort Jesu, der zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

[9:58] Petrus, der sich so sicher war, dass er gehorchen würde, dass er treu sein würde bis in den Tod, findet sich, wie er in seiner eigenen Kraft in dieser Situation völlig versagt und Christus gleich dreimal verleugnet, bis er in den Abgrund geht des Abfalls. Und dann erinnert er sich, wie klar und deutlich es ihm ja vorher gewesen ist, wie sicher er sich war, dass er gehorchen würde. Und vielleicht geht es uns manchmal auch so, dass wir wissen aus der Bibel, ja, wir sollen gehorsam sein, ja, wir sollen die Gebote Gottes halten und wir denken, wir werden treu sein bis zum Tod und dann findet uns die Versuchung, und sei es aus Angst, sei es aus Gruppendruck, sei es aus inneren Trieben, aus welchem Grund auch immer, plötzlich fallen wir. Und wenn wir uns dann daran erinnern, wie wir uns vorgenommen hatten, gehorsam zu sein, dann berichtet uns das Herz. Wir können aus dieser Geschichte ganz deutlich lernen, dass Gehorsam aus eigener Kraft unmöglich ist und das musste Petrus lernen.

[11:01] Und so finden wir Jesus einige Tage später nach der Auferstehung, wie er in Johannes 21 ein besonderes Gespräch mit Petrus hat. In Johannes 21 und dort ab Vers 15, da heißt es: Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich mehr als diese? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt es, dass ich dich lieb habe. Er spricht zu ihm: Weide meine Lämmer. In Vers 16 heißt es dann wiederum: Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich? Er antwortet ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Er spricht zu ihm: Hüte meine Schafe. Das dritte Mal fragt er: Simon, Sohn des Jonas, hast du mich lieb? Da wurde Petrus traurig, dass er ihn das dritte Mal fragte: Hast du mich lieb? Und er sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe.

[12:05] Dreimal hatte Petrus ihn verleugnet, dreimal stellt Jesus ihm die Frage: Hast du mich lieb? Das Problem war, dass Petrus nicht gehorsam war, dass er nicht treu geblieben war. Und Jesus stellt ihm diese Frage: Hast du mich lieb? Denn offensichtlich hat die Liebe zu Jesus etwas zu tun mit unserer Glaubenstreue. Dreimal hatte Petrus gesagt: Nein, ich kenne ihn nicht, obwohl er sich so sicher war, dass er gehorsam sein würde. Dreimal stellt ihm Jesus die Frage: Hast du mich lieb? Und hinter dieser Frage verbirgt sich mehr als auf den ersten Blick im Deutschen sichtbar wird, denn im griechischen Urtext werden hier zwei verschiedene Worte für Liebe verwendet. Dann gibt es das Wort für die göttliche Liebe, Agape. Und Jesus stellt die Frage: Hast du mich mit dieser göttlichen Liebe lieb? Und Petrus antwortet: Ich habe dich lieb. Aber das Wort, das er verwendet, im Griechischen ist ein Wort, das eigentlich eine zwischenmenschliche Liebe, eine Liebe unter Freunden, unter Brüdern, unter Kumpels vielleicht bezeichnet, Phileo. Und während Jesus dreimal fragt: Hast du mich mit dieser göttlichen Liebe lieb? Antwortet Petrus jedes Mal: Ja, ich mag dich ganz gerne. Du bist mein guter Freund. Aber beim dritten Mal versteht Petrus, wie wir gelesen haben: Du weißt, dass ich dich sozusagen nur auf einer menschlichen Ebene lieb habe, dass ich dich gerne mag, dass ich dir gerne folgen möchte. Aber da fehlt diese göttliche Liebe.

[13:39] Petrus hatte verstanden, dass er gehorsam sein muss. Und er mochte auch Jesus, er folgte ihm gerne, er hatte eine Sympathie für Jesus. Aber er konnte nicht gehorsam sein aus eigener Kraft, weil ihm fehlte ein entscheidendes Kriterium für echten Gehorsam, nämlich göttliche Liebe. Diese göttliche Liebe, von der Jesus fragt: Hast du sie? Und er hatte sie noch nicht.

[14:10] Die wird uns beschrieben in Römer 5, Vers 5. Wir wollen etwas verstehen hier über den wahren Ursprung des Gehorsams. In Römer 5 und dort Vers 5, dort lesen wir diese eindrücklichen Worte: Die Hoffnung aber lässt nicht zu schaden werden, denn die Liebe Gottes, die göttliche Liebe, die Agape-Liebe ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Diese göttliche Liebe, die kann nur durch den Heiligen Geist in mein Leben kommen. Alles andere ist unmöglich. Ich kann zwar ohne den Heiligen Geist eine Sympathie vielleicht entwickeln, einfach als Mensch, aber göttliche Liebe kann nur der Heilige Geist in meinem Leben entwickeln. Letztendlich kommen natürlich sogar alles Gute, alle richtigen Gedanken, jede Liebe, jede Regung, auch wenn sie nur menschlich ist, letztendlich von Gott. Aber diese göttliche Liebe im ganz Besonderen, im Speziellen, von der hier die Rede ist, von der Jesus sagt: Hast du sie, Petrus? Sie kommt nur durch den Heiligen Geist.

[15:12] Diese Liebe hat eine besondere Eigenschaft. In Hohelied 8, Vers 6. In Hohelied 8 und dort Vers 6 wird uns diese Liebe näher beschrieben und heißt es: Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm, denn die Liebe ist stark wie der Tod und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn. Diese Liebe ist das Feuer, das die Sünde verzehrt. Wie sagt das? Unser Gott ein verzehrendes Feuer. Er ist die Liebe. Er möchte die Sünde in unserem Herzen verzehren, ausrotten, die Sünde hinwegtun. Durch dieses Feuer der göttlichen Liebe, nur dann können wir wirklich gehorsam sein.

[16:03] Denn die Bibel sagt uns und dann können wir diesen Satz wirklich verstehen: In Römer 13 und dort Vers 10 heißt es: Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses, so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. Wie können wir wirklich gehorsam sein in einer Erweckung und Reformation? Nur dann, wenn der Heilige Geist die göttliche Liebe in mein und in dein Herz hineinbringt. Dann ist die Erfüllung des Gesetzes möglich, nur dann. Es ist unmöglich, wenn wir glauben, dass wir gehorsam sein können aus eigener Kraft. Es ist unmöglich, wenn wir einfach nur begeistert sind von Jesus oder wenn wir einfach ihn gerne haben. Nur wenn die göttliche Liebe in unser Herz hineinkommt, dann können wir echten, wahrhaftigen Gehorsam in unserem Leben haben und das wird bewirkt durch den Heiligen Geist.

[16:47] Das sagt schon die Bibel in Hesekiel 36 und dort Vers 27 und 27. Hesekiel 36 und dort Vers 26 und 27: Die Bibel sagt: Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen, durch ein fleischiges Herz geben. Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut. Gott sagt, ich kann das tun durch meinen Heiligen Geist. Denn der Heilige Geist gießt das Feuer der Liebe Gottes in mein Herz und dadurch bewirkt er genau diesen Gehorsam, von dem die Bibel spricht, der die Frucht der Weckung und Reformation ist. Wenn der Heilige Geist uns erweckt, wenn er unser Leben reformiert, dann wird er automatisch diesen Gehorsam durch die Liebe Gottes in unserem Herzen hervorbringen.

[17:48] Wie hat sich das im Leben von Petrus ausgewirkt, der gerufen hat: Ich werde dir folgen bis zum Tod und dann in der Stunde der Versuchung bitterlich gefallen ist? Der, als Jesus ihn konfrontiert mit dieser Frage: Hast du mich lieb? feststellt, dass es ihm an dieser göttlichen Liebe fehlt. Und vielleicht geht es auch heute dir, lieber Freundin und Freund, so, dass du sagst: Ja, ich habe Jesus irgendwie vielleicht gerne, ja, ich mag ihn, ich finde ihn gut, aber mir fehlt es, mir mangelt es an dieser göttlichen Liebe.

[18:18] In Apostelgeschichte 2 wird uns hier in der Erweckung und Reformation geschildert, die die Urchristenheit erfasste und die dazu geführt hat, dass das Christentum in kürzester Zeit sich in der damals bekannten Welt ausgebreitet hat. Darüber haben wir letzte Woche gesprochen. In Apostelgeschichte 2 und dort ab Vers 1 heißt es: Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen von einem daherfahrenden, gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jedem von ihnen setzten. Sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Sie wurden vom Heiligen Geist erfüllt und einer von ihnen war Petrus, wir wissen das, denn er hat kurze Zeit später die berühmte Pfingstpredigt gehalten.

[19:23] Petrus wollte gehorsam sein, konnte es nicht, weil es ihm an göttlicher Liebe gefehlt hat und wir wissen, haben wir gerade studiert, dass die göttliche Liebe durch den Heiligen Geist in unser Herz gegeben wird. Hier wird Petrus mit der göttlichen Liebe erfüllt durch den Heiligen Geist und schauen wir, wie sich das auswirkt auf sein Gehorsam. In Apostelgeschichte 5, Vers 28, als er wieder in so einer Situation gebracht wird, wo die Masse gegen ihn ist. Eine ähnliche Situation wie damals, kurz vor der Kreuzigung. Da hat sich jetzt sein Leben völlig verändert. In Apostelgeschichte 5, Vers 28 heißt es: Und da sprachen die Hohenpriester: Haben wir euch nicht streng verboten, in diesem Namen zu lehren? Und siehe, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen. Aber Petrus und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Dieses Prinzip, das sie vorher vielleicht gekannt haben, aber nicht ausgelebt haben, damals im Umfeld von Gethsemane, dazu stehen sie jetzt, koste es, was es wolle, weil der Heilige Geist die Liebe Gottes in ihr Herz gebracht hat. Sie erfüllen jetzt das Gesetz Gottes, sie sind gehorsam, sie wollen Gott mehr gehorchen als den Menschen, koste es, was es wolle.

[20:42] Vers 30 sagt uns: Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr umgebracht habt, indem ihr ihn ans Holz gehängt habt. Diesen hat Gott zum Fürsten und Retter, zu seiner Rechten erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu gewähren. Und wir sind seine Zeugen, was diese Tatsachen betrifft, und auch der Heilige Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. Der Heilige Geist bewirkt Gehorsam und er wird denen gegeben, die ihm gehorchen. Der Heilige Geist und Gehorsam sind letztendlich untrennbar voneinander. Heute wird viel über den Heiligen Geist gesprochen, aber selten über den Gehorsam, den der Heilige Geist bewirken möchte. Wahre Erweckung und Reformation führt immer zu einem kindlichen Vertrauen, zu einem Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber aus Liebe, weil die göttliche Liebe durch den Heiligen Geist in unser Herz hineingebracht worden ist. Ein sehr, sehr wichtiger, sehr tiefer Gedanke, den wir nicht verpassen sollten.

[21:46] Dieser Gehorsam, von dem auch die Bibel am Ende der Offenbarung spricht, auf Markus 12, Vers 14. Hier ist das Aussehen der Heiligen, hier sind die erhaltenen Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu. Es ist nur möglich durch die Liebe Gottes in unserem Herzen.

[22:03] In Apostelgeschichte 6, da finden wir jemand anderes, der ebenfalls vom Heiligen Geist in solch einer gewaltigen Art und Weise erfüllt war. In Apostelgeschichte 6 und dort Vers 3, da waren die Apostel auf der Suche nach Männern, die man als Diakone hätte einsetzen können. Dort in Vers 3 heißt es: Darum, ihr Männer, seht euch nach sieben Männern aus eurer Mitte um, die ein gutes Zeugnis haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind. Die wollen wir für diesen Dienst einsetzen. Und sie finden einige Männer, das heißt hier zum Beispiel in Vers 5: Und das Wort gefiel der ganzen Menge und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia. Stephanus war voll Heiligen Geistes, auch das wird uns gesagt in Vers 8, das heißt uns: Stephanus voll Glaubens und Kraft. Der Heilige Geist bringt Kraft in unser Leben, das heißt in Apostelgeschichte 10, Vers 38, dass Jesus mit Kraft, mit Heiligem Geist gesalbt war. Stephanus war voll Glaubens, voll Kraft, voll Heiligen Geistes, das heißt, er tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Und in Vers 10 wird es ebenfalls noch mal bestätigt, dort lesen wir: Und sie konnten der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, nicht widerstehen.

[23:25] Stephanus war erfüllt von Heiligem Geist und daraus können wir es schließen: Er war gehorsam, er war glaubensstark, er tat das, was Gott gesagt hatte. Und diese Glaubenstreue, dieser Gehorsam machte ihn zum Feind der Pharisäer. Die Theologen, Schriftgelehrten und Führer des Volkes Gottes konnten es nicht ertragen, dass jemand so treu zum Wort Gottes stand. Er wurde angefeindet seines Gehorsams wegen.

[23:55] In Apostelgeschichte 7, Vers 54 lesen wir: Als sie aber das hörten, zerrissen es ihnen die Herzen und sie knirschten mit den Zähnen über ihn, weil er so voll Heiligen Geistes war, weil er so treu war, weil er so gehorsam war. Könnte es sein, dass heute auch in unserer Gemeinde oft das gleiche Problem geschieht, in Laodizea, in der Christenheit, dass Menschen, die nicht aus Gesetzlichkeit oder aus falsch verstandenen Motiven gehorsam sind, sondern weil die Liebe Gottes in ihr Herz gegossen worden ist, weil sie erweckt und reformiert worden sind durch den Heiligen Geist, dass wenn sie dann gehorsam sind und Gottes Wort umsetzen, dass sie dann zum Feind gemacht werden, sie angefeindet werden und als fanatisch und gesetzlich verschrien werden, wo sie es doch gar nicht sind? Gott bewahre uns vor dieser Täuschung, in die die Schriftgelehrten, die Theologen und Führer des Volkes damals hineingegangen sind, als sie jemanden, der treu zum Wort Gottes stand und voll Heiligen Geistes war, ihn gesteinigt haben, weil es ihre eigene Ungläubigkeit, ihr eigenes Defizit im geistlichen Bereich, ja ihren eigenen Ungehorsam aufgedeckt hat.

[25:18] Eine andere interessante Geschichte im Zusammenhang mit Gehorsam, die findet sich in Apostelgeschichte 9. In Apostelgeschichte 9 haben wir die Bekehrung von Saulus zu Paulus, als er dort auf dem Weg nach Damaskus von dem Licht umstrahlt wird und auf den Boden fällt und die Stimme Jesu hört: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Kurze Zeit später erscheint Gott einem Christen dort in Damaskus und diese Geschichte wollen wir lesen, hier in Vers 10. Apostelgeschichte 9 und dort Vers 10. Wir lesen: Es war aber in Damaskus ein Jünger namens Ananias. Zu diesem sprach der Herr in einem Gesicht: Ananias. Er sprach: Hier bin ich, Herr. Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Gasse, die man die Gerade nennt, und frage im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus von Tarsus, denn siehe, er betet. Vers 12: Denn er hat in einem Gesicht einen Mann namens Ananias gesehen, der reinkam und ihm die Hand auflegte, damit er wieder sehend werde.

[26:31] Der antwortete Ananias: Jetzt schauen wir ganz genau auf das, was Ananias sagt. Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinem heiligen Jerusalem zugefügt hat und hier hat er Vollmacht von den Obersten Priestern, alle, die deinen Namen anrufen, gefangen zu nehmen. Ananias sagte etwas, bei dem wir uns auch oft ertappen können. Wenn Gott uns ein Gebot gibt, einen Auftrag gibt, etwas zu tun, was wir nicht verstehen können, dann fangen wir mal ganz oft an, klüger zu sein als Gott. Wir beginnen mit Gott zu diskutieren und sagen: Gott, weißt du nicht, was mittlerweile herausgefunden worden ist? Weißt du nicht, was ich weiß? Als ob Gott es nötig hätte, von Ananias belehrt zu werden über den Charakter des Saulus, kurz bevor er sich bekehrt hat. So oft ertappen wir uns dabei, dass Gott sagt: Wenn du Missionen machst, mach es so und so, und wir sagen: Aber Gott, diese Methoden sind jetzt schon 100 Jahre alt. Wir müssen heute was anderes ausprobieren. Die Menschen sind heute anders. Oder Gott sagt: Ich wünsche, dass du folgenden Lebensstil beachtest und folgende christliche Standards umsetzt. Und wir sagen: Gott, weißt du nicht, dass heute die Kultur anders ist? Weißt du nicht, dass die Zeiten sich geändert haben?

[27:46] Wenn wir versuchen, klüger zu sein als Gott, dann sind wir auf dem Holzweg. Das Beste und Sicherste in unserem christlichen Leben, das Einzige, was wirklich zu Erweckung und Reformation führt und auch diese Erweckung und Reformation vor allem aufrechterhält, ist, wenn wir Gott einfach gehorchen, egal was er sagt und egal, ob wir es verstehen oder nicht. Und egal, ob wir tausend Menschen die Gründe dagegen anführen könnten. Gott ist klüger als ich, Gott ist klüger als du und Gott ist klüger als wir alle zusammen.

[28:28] Und so sehen wir, wie dieser Ananias gehorcht und dadurch zu einem Segen wird. Und 1590 aber der Herr sprach zu ihm: Geh hin. Er diskutiert gar nicht mehr darüber, er fängt gar nicht an, diese Einwände irgendwie zu entkräften. Er sagt: Ich habe dir gesagt, geh, also geh. Geh hin, denn dieser ist mir ein ausgewähltes Werkzeug, um meinen Namen vor Heiden und Königen und vor den Kindern Israels zu tragen, denn ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen. Und siebzig ist so ermutigend, dass Ananias trotz seiner menschlichen Bedenken trotzdem Gott die Ehre gab und ihm gehorsam gewesen ist, offensichtlich, weil er erfüllt war mit dem Heiligen Geist und diese Liebe Gottes in ihm diesen Gehorsam bewirkt hat, auch gegen seine eigene Furcht, gegen seinen eigenen Verstand, gegen seine eigene Überzeugung. Er ging Ananias hin und trat in das Haus und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf der Straße, die du herkommst, damit du wieder sehend wirst und erfüllt wirst mit dem Heiligen Geist. Vers 18: Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen und er konnte augenblicklich wiedersehen, stand auf und ließ sich taufen und nahm Speise zu sich und kam zu Kräften.

[29:37] Es war der Gehorsam des Ananias, der einen wichtigen Schritt im Leben des Paulus bewirkt hat. Vielleicht verstehen wir nicht alles, was Gott von uns verlangt, vielleicht begreifen wir nicht, warum Gott Dinge von uns möchte, die wir nicht weiter erklären können oder die wir anders machen würden, aber wenn wir Gott im Glauben und Vertrauen einfach gehorchen und das tun, was er sagt, dann kann Gott große Dinge bewirken, so wie hier der zukünftige Weltmissionar Paulus getauft worden ist, nicht zuletzt deswegen, weil Ananias einfach gehorcht hat, obwohl er meinte, zunächst einmal besser wissen zu können.

[30:25] Gehorsam in schwierigen Situationen, das ist das, was eigentlich den wahren Glauben ausmacht. Wenn ich Gott gehorche und es ist kein Problem damit verbunden, dann ist das nicht wirklich eine große Sache, ein großes Zeichen. Aber wenn wir in einer Situation sind, wie zum Beispiel Abraham in 1. Mose 22, als Gott von ihm verlangt, seinen Sohn Isaak dort auf dem Berg Moria als Brandopfer zu geben und zu opfern, dann zeigt sich, aus welchem Holz unser Glaube wirklich geschnitzt ist. Und Abraham, der gegen Gefühl, gegen Verstand, im kindlichen Vertrauen, weil er erfüllt war mit der Liebe Gottes, Gott gehorcht, ist in der Lage plötzlich etwas vom Plan der Erlösung zu verstehen, wie kein Mensch, ja kein Engel zuvor.

[31:12] In Vers 16 lesen wir dann, wie Gott darüber denkt, über diesen Gehorsam, der aus Liebe und aus einer Beziehung zu Jesus heraus erwächst. In 1. Mose 22, und dort Vers 16 bis 18: Und er sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, sprich daher: Weil du dies getan und deinen Sohn, deinen einzigen, nicht verschont hast, mit anderen Worten, weil du mir gehorcht hast. Darum will ich dich reichlich segnen und deinen Samen mächtig mehren, wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres. Und dein Samen soll das Tor seiner Feinde im Besitz nehmen und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorsam warst.

[31:54] Wir verstehen vielleicht nicht immer, warum Gott bestimmte Dinge verlangt, aber wenn wir gehorsam sind, entsteht gewaltiger Segen. Abraham konnte nicht ahnen, dass Gehorsam dieser Sache nicht nur den Plan der Erlösung ihm deutlich macht, sondern ungezählten Menschen, Jahrzehnten, Jahrhunderten, Jahrtausenden später, tiefe Einblicke in das Wesen Gottes und seines Erlösungsplanes vermitteln würde, dass sogar die Engel im Himmel besser verstehen würden, was es bedeutet, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gibt. Abraham hatte das nicht verstanden, bis er gehorsam war. Könnte es sein, dass wir viele Dinge erst dann wirklich verstehen über Gott und seinen Charakter, wenn wir ihm einfach folgen und gehorsam sind, dass dann erst große Segen sich in unserem Leben und im Leben von anderen Menschen entfaltet, weil wir seiner Stimme gehorsam gewesen sind.

[32:40] Wir möchten immer segnen, aber kein Gehorsam. Aber die Bibel macht deutlich, dass Segen, das sagt sie in 3. Mose 26 und 5. Mose 28, Segen hängt am Gehorsam. Ohne Gehorsam kein Segen. Und großer Gehorsam, wie hier, bewirkt großen Segen.

[32:53] Ja, es stimmt. Gott liebt uns auch dann, wenn wir gesündigt haben. Er liebt uns dann, wenn wir vom Weg abgekommen sind und er kann es nicht erwarten, uns wieder in seine Arme zu schließen. Er streckt die Hand aus nach dem Petrus, der, obwohl er vorher auf Wasser gehen konnte, ins Wasser versunken ist. Aber doch gibt es da etwas, was wir verstehen müssen über den Wert des Gehorsams.

[33:19] In 1. Samuel 15 und dort Vers 22. In 1. Samuel 15 und dort Vers 22 lesen wir: Samuel aber sprach zu Saul: Hat der Herr dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfern und Brandopfern wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorcht? Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern. Ja, es ist wunderbar. Es ist eine großartige Wahrheit und so ermutigend und tröstend, dass Jesus uns jede Sünde vergeben kann. Wir werden nächste Folge bei der Kanzlerzeit auch mehr darüber erfahren. Aber die Bibel sagt, noch besser als zu sündigen und dann wieder zurückzukehren, ist es gar nicht erst zu sündigen. Gehorsam ist besser als Schlachtopfer.

[34:16] Das gilt nicht nur allgemein, das gilt auch für dein und für mein Leben, lieber Freunde und Freundinnen. Ja, wenn wir vom Weg abgekommen sind, dann dürfen wir Gott preisen, dass wir wieder zu ihm zurückkommen können, dass wir Vergebung erhalten. Aber Gott würde sich noch mehr freuen, wenn wir bei ihm bleiben, wenn wir gar nicht erst vom Weg abkehren, wenn wir erfüllt vom Heiligen Geist, erfüllt von der Liebe Gottes den Gehorsam praktizieren, den er uns schenken möchte.

[34:50] Vielleicht fragst du aber: Woher weiß ich, dass dieser Gehorsam überhaupt möglich ist? Die Bibel sagt uns, dass wir ein vollkommenes Beispiel für den Gehorsam auf dieser Erde haben. In Philipper 2 und dort Vers 5 bis 8. Philipper 2 und dort Vers 5 bis 8. Die Bibel sagt: Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen unter seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.

[35:48] Jesus verzichtet auf sein Recht. Jesus gab alles auf, um uns zu zeigen, wie man gehorsam ist. Gehorsam bis zum Tod, aber nicht so wie Petrus, der sagte: Ja, ich werde für dich sogar sterben und dann versagte, sondern wahrhaft gehorsam, erfüllt mit der Liebe Gottes, so wie Petrus später, nachdem er erfüllt war mit dem Heiligen Geist. Und Petrus ist ja auch gehorsam gewesen bis zum Tod.

[36:20] In Hebräer wird uns ganz deutlich, dass Jesus diesen Gehorsam gelernt hat. In Hebräer 5, von dort Vers 8 heißt es nämlich: Obwohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt. Jesus ist unser Vorbild. Er ist derjenige, der uns zeigt, wie wir schon auf dieser Erde, nicht durch eigene Kraft, sondern erfüllt vom Heiligen Geist, durch Erweckung und Reformation, erfüllt durch die Liebe Gottes, die unendlich ist, wie wir auf dieser Erde Gottes Geboten gehorsam sein können und ja, sogar müssen. Denn Gottes Geist bewirkt das in uns. Nicht gehorsam zu sein bedeutet letztendlich, nicht vom Heiligen Geist erfüllt zu sein. Nicht zu gehorchen bedeutet, die Liebe Gottes nicht wirklich in sein Herz gelassen zu haben.

[37:14] Wenn Menschen heute davon reden und sagen: Rede nicht so viel vom Gesetz, rede mehr von der Liebe, dann verstehen sie dieses Thema überhaupt gar nicht. Denn wenn ich von der Liebe rede, muss ich vom Gesetz reden. Denn Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Die Liebe Gottes bewirkt diesen Gehorsam und Christus, der von Geburt an erfüllt war vom Heiligen Geist, erfüllt war mit der Liebe Gottes und sein ganzes Leben lang in der innigsten Verbindung mit Gott, dem Vater, verblieb, hat diesen Gehorsam in Vollkommenheit entwickelt, sein ganzes Leben lang, so wie es keinem von uns möglich ist, denn wir alle haben bereits gesündigt. Aber wir alle können sein Leben für uns in Anspruch nehmen und von ihm dann lernen, diesen Gehorsam immer mehr und mehr zu entwickeln, bis wir ihm in dieser Hinsicht charakterlich gleichen.

[38:07] Warum war Jesus gehorsam? Schauen wir gemeinsam in Psalm 40. Da finden wir eine messianische Verheißung über Jesus. In Psalm 40 und Vers 8 spricht er: Da sprach ich: Siehe, ich komme, in der Buchrolle steht von mir geschrieben. Jesus kündigt im Alten Testament sein erstes Kommen an und verweist darauf, dass im Alten Testament schon viele Prophezeiungen auf ihn hinweisen. Und dann sagt er: Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen.

[39:05] Warum konnte Jesus gehorsam sein auf dieser Erde, als Mensch, mit all den Schwachheiten, die auch wir haben? Weil das Gesetz Gottes in seinem Herzen war. Der Heilige Geist hat es dort hineingebracht und genau das kann der Heilige Geist auch in unserem Leben tun. Denn in Hebräer 8 und aus Vers 10 bis 12 lesen wir: Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde. Nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben. Das, was Jesus auf dieser Erde praktizierte, das können auch wir praktizieren, werden wir den neuen Bund annehmen. Und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Er kenne den Herrn, denn es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen. Denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken.

[40:02] Der neue Bund, den Christus uns anbietet, führt dazu, dass wir genauso wie Jesus das Gesetz Gottes im Herzen tragen dürfen. Durch den Heiligen Geist. Zwei Verse illustrieren das Wesen des Heiligen Geistes. Matthäus 12, Vers 28, da lesen wir: Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. In Lukas 11, Vers 20, ein Parallelvers, lesen wir die Worte: Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.

[40:39] Der Heilige Geist, das haben wir schon öfter angeschaut, hier in der Kanzlerstunde, ist der Finger Gottes. Und der Finger Gottes ist dafür bekannt, dass er die zehn Gebote damals auf die Steintafeln schrieb. Der Heilige Geist, der in unser Herz die Liebe Gottes bringen möchte, möchte die zehn Gebote in unser Denken hineinschreiben. Genau das wird uns gesagt von Paulus im zweiten Korinther, Kapitel 3, Vers 3. Dort lesen wir: Es ist dir offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, durch unseren Dienst ausgefertigt, geschrieben, nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens.

[41:18] Der Heilige Geist schreibt das Gesetz in unser Denken. Und wenn das Gesetz in unser Denken schreibt, dann können wir unsere Gedanken gefangen nehmen in Christus, so wie wir am Anfang gelesen haben. Und dann können wir einen echten Gehorsam von innen heraus erleben, nicht nur von außen erzwungen, sondern von innen erlebt, durch die Liebe Gottes. Das ist es, was Jesus sich wünscht.

[41:37] Und das ist das, wovon Johannes spricht in dem berühmten Vers in 1. Johannes 5. 1. Johannes 5, Vers 3 der Bibel sagt: Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. Deswegen hatte Jesus den Petrus gefragt: Hast du mich lieb? Liebst du mich? Denn du hast mir nicht gehorcht. Liebst du mich wirklich? Denn wenn du mich liebst, wirst du meine Gebote halten. Denn die Liebe Gottes, ausgegossen durch den Heiligen Geist, kann gar nichts anderes bewirken, als die Sünde zu verzehren und das Gesetz Gottes Schritt für Schritt in dein Gehirn zu schreiben, in dein Herz. Und weil es nämlich Gottes ist, der durch den Heiligen Geist das bewirkt, ist es noch nicht einmal wirklich schwer. Schwer ist die Entscheidung nur, das zu wollen, loszulassen von der Sünde und die Herzen zu aufzureißen.

[42:45] Von der Laodizea hört, dass Jesus an daran klopft und sagt: Lass mich hinein. Ich möchte das in deinem Leben tun. Die Laodizea glaubt, dass sie ganz in Ordnung sind, wie wir gesehen haben, aber es fehlt ihnen an echtem Gehorsam, sie sind unbekehrt. Diese Liebe, die Gott zu uns hat, soll in unserem Herzen sein und daran erkennen wir, ob wir Gott wirklich lieben, nicht an dem, was wir singen oder beten, sondern an dem, wie wir uns dann dem Wort Gottes gegenüber verhalten, ob wir gehorsam sind oder nicht. Das ist die Frucht der Weckung.

[43:22] Und so wie Jesus diese Worte an Petrus gesprochen hat, so redet er heute zu mir und zu dir. Er fragt mich und dich diese durchdringende Frage: Liebst du mich oder magst du mich nur einfach wie ein Kumpel? Liebst du mich mit dieser göttlichen Liebe? Und wenn nicht, biete ich dir an, diese Liebe zu schenken? Jesus bietet der Laodizea an, das Gold, das dem Feuer geläutert ist, diesen rettenden Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.

[43:52] So wollen wir enden mit einer anderen Aussage von Johannes, die er aufgeschrieben hat, eine Aussage von Jesus eigentlich. In Johannes 14, Vers 15 bringt Jesus all das, was wir gesagt haben, in dieser Kanzelstunde auf einen gemeinsamen Nenner, auf einen Punkt, der so einfach ist, dass niemand ihn missverstehen braucht. In Johannes 14, Vers 15 sagt er: Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote.

[44:10] Lieber Freund, liebe Freundin, vielleicht hast du gewusst, dass man gehorsam sein soll. Vielleicht hast du gewusst, dass die Gebote Gottes wichtig sind. Du hast immer gedacht: Ja, ich möchte gehorsam sein, ich will es halten, aber irgendwie schaffe ich es nicht, so wie Petrus. Jesus stellt dir heute diese Frage: Hast du mich so lieb, wie die Liebe Gottes es ausdrückt? Liebst du mich wirklich?

[44:35] Liebst du Jesus? Nur diese Frage kann unser Herz verändern und wenn diese Frage unser Herz verändert, dann schreibt der Heilige Geist das Gesetz Gottes in unser Herz hinein. Möchtest du, lieber Freund, durch die Kraft des Heiligen Geistes, verbunden durch diese Liebe Gottes mit dem Charakter des Herrschers des Universums, möchtest du dir dieses Geschenk annehmen, das er dir machen möchte, in dir diesen Gehorsam zu bewirken, der auch in Jesus Christus war? Ist das dein Wunsch? Gott segne dich in dieser Entscheidung, diese Frucht der Erweckung anzunehmen.

[45:12] Nächste Woche wollen wir ein weiteres interessantes und spannendes Thema betrachten. Wir werden dann über Sünde und Sündenbekenntnis und Buße reden. Wir werden sehen, wie Erweckung uns aus unserem Sündenschlaf reißt und auch das wird sehr spannend werden. Dazu laden wir euch ganz recht herzlich ein. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Segen im Studium seines Wortes und vergesst nicht, euch für das ARMY Bible Camp anzumelden. Gottes Segen an euch. Amen.

[46:18] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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