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In dieser Cannstatt Study Hour-Lektion mit Ronny Schreiber geht es um die Urteilskraft als Schutzmaßnahme während Zeiten der Erweckung und Reformation. Es wird beleuchtet, wie Satan durch Zeichen und Wunder versucht, Menschen zu täuschen und die Wahrheit zu verdunkeln. Die Lektion erklärt, wie man wahre geistliche Früchte von falschen unterscheidet und betont die Bedeutung des Studiums des Wortes Gottes als Waffe gegen Lügen und Verführung.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q3: Erweckung und Reformation

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Transkript

[1:09] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour mit unserem Thema Erweckung und Reformation. Ich begrüße alle ganz herzlich, die auf ADTV.info dabei sind, an Amazing Discoveries und natürlich unsere Zuschauer von Joelmedia TV. Herzlich willkommen, schön, dass ihr dabei seid.

[1:27] Wir haben ein ganz, ganz spannendes Thema für euch vor uns, denn in diesem Quartal wird es um Reformation und Erweckung gehen und heute beschäftigen wir uns mit der Urteilskraft, Thema 8. Die Urteilskraft vom 17.8. bis 23.8. werden wir uns damit beschäftigen und ich glaube, uns erwarten viele, viele spannende Dinge dazu.

[1:47] Bevor wir anfangen, lasst uns noch gemeinsam beten, dass Gott uns sein Wort auch eröffnet, damit wir es verstehen können. Herr, unser Gott, wir bitten dich von ganzem Herzen darum, dass du deinen Geist schickst, Herr, damit wir dein Wort erkennen, dein Wort fassen können, damit wir dein Wort verstehen, damit dein Wort geöffnet wird, Herr, und in unsere Herzen hineinkommt. Wir danken dir dafür, dass dein Wort uns erbaut, uns Hoffnung gibt, uns belehrt und uns auch ermahnt, Herr. Wir möchten dich bitten, dass dein Geist alles in einem wirkt, damit wir dich richtig verstehen. Das bitten wir im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Amen.

[2:25] Wenn wir uns schon mit dem Thema Reformation und Erweckung beschäftigen, dann müssen wir auch sehen, dass Reformation und Erweckung immer auch Neuerungen mit sich bringt. Es gibt einen Aufbruch in der Gemeinde, es entsteht ein Aufbruch im eigenen persönlichen Leben und aufgrund dieser Neuerungen müssen wir eine gewisse Urteilskraft besitzen, um zu schauen, was ist richtig, was ist Wahrheit und was ist falsch und Lüge. Und um hier unterscheiden zu können, darum soll es heute gehen. Was zeigt uns, welcher Weg richtig ist und welcher Weg der falsche ist?

[3:01] Schauen wir gemeinsam zuerst den Text an in Apostelgeschichte 5 und dort lesen wir Verse 12 und 13. In Apostelgeschichte 5, Verse 12 und 13. Hier heißt es: „Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk, und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomos. Von den übrigen aber wagte keiner sich ihnen anzuschließen, doch das Volk schätzte sie hoch.“ Die erste Gemeinde war dem Volk sehr, sehr beliebt gewesen, hoch geschätzt. Nicht alle haben sich getraut, sich dieser Gemeinde anzuschließen, aber Begleiterscheinungen während dieser großen Erweckung und Reformationsbewegung waren Zeichen und Wunder, wie wir hier lesen. Durch die Apostel sind Zeichen und Wunder geschehen und nicht nur am Anfang hier durch diese Apostel, sondern wenn wir ein Stück weiter lesen in Kapitel 6 und dort Vers 8, 9 und 10 lesen, dann heißt es auch, der erste Diakon Stephanus eben solche Zeichen und Wunder vollbracht hat. Es heißt uns: „Stephanus, voll Glauben und Kraft, hat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Aber etliche aus der sogenannten Synagoge der Libertiner und Kyrenäer und Alexandriner und deren von Sizilien und Asia standen auf und stritten mit Stephanus, und sie konnten der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, nicht widerstehen.“ Hier sehen wir, in der ersten Gemeinde waren es die Apostel und auch die Diakone und viele, viele Zeichen haben sie begleitet, als sie das Wort Gottes verkündet haben, als sie mit dem Wort Gottes zu den Menschen gekommen sind. Hier hat Gott gewirkt und sie unterstützt durch die begleitenden Zeichen und Wunder.

[4:44] Nun, wenn die Gemeinde sich rasch entwickelt und weil das Wort Gottes schnell ausgeteilt wird und die Menschen zur Umkehr gerufen werden und ihnen das Heil gebracht wird, ist das etwas, was Satan natürlich alarmieren lässt und es wäre nicht der Satan, wenn er das einfach so zulassen würde. Wenn er sieht, dass die Erweckung schnell vorangeht und dass Menschen ihr Leben verändern, dann wird er eingreifen. Und wir wissen ganz vorne schon aus der Bibel, ganz vorne aus dem ersten Buch Mose, dass die erste große Verführung eigentlich schon damals begann, als Adam und Eva in Frieden und in Einheit mit Gott gelebt haben, dass Satan sich als eine Schlange zu Eva den Weg warnte und ihr klargemacht hat, dass Gott vielleicht nicht so ganz recht hat mit dem, was er sagt. Satan hat Eva verführt und sie dazu verleitet, Gott ungehorsam zu sein. Hier sieht man deutlich, was die Beweggründe Satans sind. Wenn Menschen in Eintracht und Einheit und Gemeinschaft mit Gott sind, versucht er sie davon wegzukriegen. Damit beginnt das erste Auftreten Satans in der Bibel.

[5:59] Jesus Christus beschreibt ihn in Johannes 8 sehr treffend, indem er seinen Jüngern klarmacht, wer Satan eigentlich ist und was er tut. Wir lesen dazu Johannes 8 und dort den Vers 44. Da heißt es: „Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun. Er war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben.“ Hier sagt Jesus, dass Satan ein Lügner ist und ein Verführer und seine Ziele und Trachten richten sich danach, die Menschen zu verführen und umzubringen. Denn Jesus Christus nennt ihn einen Menschenmörder von Anfang an. Von Anbeginn an hat er versucht, die Menschen umzubringen und hier sollen wir gewarnt sein.

[6:59] Wenn Satan die Lüge von Anfang an geplant hat und geplant hat, Menschen umzubringen, dann werden wir in der Bibel auch seine Spur verfolgen können. Wir werden sehen, dass er auch Zeichen und Wunder getan hat, um Menschen zu verführen, um die Erweckung und die Reformation in den Gemeinden zu stoppen, um zu verhindern, dass der Mensch die Fesseln der Sünde bricht und in die Freiheit kommt.

[7:23] Hierzu lesen wir im zweiten Buch Mose während des Auszugs aus Ägypten oder kurz vorher im zweiten Buch Mose das Kapitel 7 und dort schauen wir uns an die Verse 11 und 12. Mose stand nun mit Aaron vorm Pharao und Zeichen und Wunder geschahen dort. Vers 11: „Da rief der Pharao die Weisen und Zauberkundigen, und auch die ägyptischen Zauberer taten dasselbe mit ihren Zauberkünsten. Und jeder warf seinen Stab hin, und es wurden Schlangen daraus, aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.“ Hier kennen wir die Geschichte, dass Aaron vor dem Pharao steht, Stab auf den Boden wirft und eine Schlange aus seinem Stab wird. Eigentlich würden wir sagen, ein Zeichen, ein Wunder des Herrn. Hier gibt es keine Zweifel mehr, Aaron ist im Namen des Herrn unterwegs. Aber Satan verursacht durch die Zauberer der Ägypter, durch Jannes und Jambres, dass die beiden Stäbe auch so aussehen, als wären sie Schlangen und so ist das eindeutige Wunder, der Beweis dafür, dass Gott hier am Wirken ist, schon verdunkelt worden. Also Satan benutzt hier auch Menschen, um durch Zeichen und Wunder zu wirken.

[8:44] Wenn wir durch die Bibel weitergehen, dann werden wir feststellen, dass auch eine ganz traurige Geschichte im ersten Samuel 28. Dort lesen wir, dass auch der König Saul, der erste offizielle König in Israel, kurz vor seinem Tode bei einer Totenbeschwörerin war. Er ist nach Endor gegangen und hat dort versucht, mit dem verstorbenen Propheten Samuel Kontakt aufzunehmen, was natürlich, wie wir aus der Bibel wissen, nicht möglich ist, denn die Toten ruhen, sie kriegen nichts mit von all dem, was unter der Sonne geschieht. Nun war König Saul bei dieser Totenbeschwörerin und dort hatte er direkten Kontakt mit dämonischen Kräften, dort hatte er direkten Kontakt mit dem Vater der Lüge.

[9:30] Und auch Ellen White schreibt im Großen Kampf auf Seite 554 und 561: „Satan wird den Menschen ihre verstorbenen Freunde vor Augen führen, deren Gestalt er annimmt, um Irrlehren zu verbreiten.“ Also auch am Ende der Zeiten wird Satan die Gestalt von verstorbenen Menschen annehmen, um Irrlehren in der Welt zu verbreiten. Das heißt, was damals passiert ist, kann heute noch genauso passieren. Und immer mehr sehe ich, wie sich Menschen an diese Zauberkundigen, an diese Wahrsager wenden und wie versucht wird, dass Menschen Kontakt aufnehmen mit Verstorbenen, was nach der Bibel unmöglich ist. Und Ellen White schreibt, am Ende der Zeiten wird es ganz, ganz deutlich werden.

[10:22] Wenn wir weiter durch die Bibel gehen und schauen uns Apostelgeschichte an, Apostelgeschichte und dort Kapitel 8, dann sehen wir, dass auch im Neuen Testament nicht davor Halt gemacht wurde, während der großen Erweckung. Und auch hier jemand unterwegs war, der Zeichen und Wunder tat. Apostelgeschichte 8 und dort Vers 9 und 10. Da heißt es: „Aber ein Mann namens Simon hat er zuvor in der Stadt Zauberei getrieben und das Volk von Samaria in seinen Bann gezogen, indem er sich für etwas Großes ausgab. Ihm hingen alle an, klein und groß, indem sie sprachen: Dieser ist die große Kraft Gottes.“ Auch der Simon hat hier irgendwelche Zeichen und Wunder getan, die uns hier nicht genannt sind, und die Menschen haben gedacht, das ist die Kraft Gottes und sie hingen diesem Simon an. Satan wirkt durch Menschen. Er benutzt Menschen dazu, um Zeichen und Wunder zu tun, um andere Menschen zu täuschen.

[11:21] Und wir wissen und wir haben viele Warnungen auch von Jesus Christus, dass in der letzten Zeit, gerade in der letzten Zeit, diese Wunder und Zeichen im Abfall zunehmen werden. Hierzu schauen wir uns das Wort von Jesus an, das er in Matthäus 24 an uns richtet. Matthäus 24 und dort ab Vers 11 und dann in Vers 12 und 13 noch. Matthäus 24, 11, 12 und 13. Hier warnt uns Christus und sagt: „Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.“ Christus sagt, es werden am Ende der Zeiten viele falsche Propheten auftreten. Es werden also Menschen da sein, die behaupten, eine Botschaft von Gott zu haben, die aber gar nicht von Gott kommt. Ein Prophet ist jemand, der uns den Willen Gottes kundtut. Und wenn da jemand ist, der eine falsche Lehre bringt und behauptet, sie ist von Gott, dann ist er ein falscher Prophet. Und diese werden in der letzten Zeit viele sein. Und es steht geschrieben, diese werden auch viele verführen. Es wird große Bewegungen geben, die sich die Menschen anhängen werden, um diesen falschen Propheten zu glauben.

[12:43] Wenn wir noch Vers 24 hinzuziehen, dann sehen wir, es kommt sogar noch schlimmer. Was sagt Christus denn sogar? „Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“ Es werden falsche Propheten da sein und es werden sogar falsche Christusse auftreten. Menschen, die behaupten, der Messias zu sein. Menschen, die behaupten, die Menschen retten zu können. Solche Menschen werden am Ende aufstehen.

[13:15] Und sie werden in der Macht Satans wirken. Und ein ganz besonderes Ereignis am Ende der Zeit wird sein, dass da ein falscher Christus aufsteht, den die Menschen für Jesus Christus halten werden. Wir können im zweiten Thessalonicher Vers, Kapitel 2, Verse 7 und 11 sehen, dass Paulus uns genau davor warnt, dass am Ende der Zeit jemand auftreten wird, der behauptet, Christus selbst zu sein. Und die Menschen werden ihm anhängen und werden ihm glauben. Zweiter Thessalonicher 2, 7 bis 11. Paulus spricht: „Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken. Nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein. Denn dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird. Ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt und der Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit, bei denen die verloren gehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können.“ Satan wird am Ende eine Erscheinung haben und behaupten, Christus zu sein. Und die Menschen werden ihm anhängen.

[14:29] Aber wie kann das sein? Kein Mensch oder die meisten Menschen würden sich niemals freiwillig Satan anhängen. Die meisten Menschen werden den Weg des Heils bevorzugen. Aber es geschieht durch Wunder, durch Betrug und durch Lüge. Es wird so aussehen, als wenn dieser falsche Christus wirklich den Weg zur Rettung hätte. Und wir können erkennen, dass auch Paulus uns davor warnt und zeigt, wie es sein kann, dass er es schafft, viele Menschen zu verführen und dass auch seine Nachfolger, die falschen Propheten, es schaffen, so viele Menschen in die Verderbnis zu führen.

[15:09] Und das erzählt Paulus uns im 2. Korinther 11 und dort im Vers 14 und wir lesen noch Vers 15 dazu. Hier spricht Paulus von diesen falschen Propheten und von dem Leben dieser Menschen und sagt: „Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit. Aber ihr Ende wird ihrem Wirken entsprechend sein.“ Satan täuscht also vor, ein Diener des Lichts zu sein, ein Engel des Lichts, ein Hochheiliger, jemand, der in Gottes Wort steht und seine Nachfolger werden genauso handeln. Paulus sagt, es ist nicht verwunderlich. Es wird so sein.

[15:56] Schauen wir mal, was Ellen White dazu schreibt. Ellen White schreibt zum Beispiel in Für die Gemeinde geschrieben, Band 2, Seite 47: „In Zukunft wird es durch Satan falsche Botschaften, falsche Propheten, falsche Träume und Visionen geben.“ In Manuscript Releases 8, Seite 346 schreibt sie: „Satan wird sich unter dem Deckmantel des Christentums verstecken. Er nimmt die Eigenschaften eines Christen für sich in Anspruch und wird schließlich behaupten, Christus zu sein.“ Und als Letzten lesen wir noch in Für die Gemeinde geschrieben, Band 2, Seite 52: „Satan wird Menschen krank machen und anschließend die Krankheit auf spektakuläre Weise wieder von ihnen nehmen.“ Hier gestehen Zeichen und Wunder. Satan wird vorsätzlich Menschen krank machen, um sie dann wieder gesund machen zu können. Die Menschen werden es für Zeichen und Wunder halten. Hier werden viele Menschen verloren gehen, weil sie das sehen, weil sie diese Zeichen und Wunder sehen und sagen: „Oh, das ist göttlich.“ Aber wir sind gewarnt, dass Satan genau so etwas machen wird, so verführen. Diese Menschen werden von diesen Wundern, die auftreten, verzaubert werden.

[17:18] Ein Text, den ich mit euch lesen möchte, findet sich noch in Johannes und zwar dort im Kapitel 20. Kapitel 20, das ist nach der Auferstehung Jesu, also seinen Jüngern erscheint. Und er erscheint fast allen Jüngern, wenn ich dabei ist, ist Thomas. Und der junge Thomas, der ist etwas später da, nämlich acht Tage später und er glaubt einfach nicht, dass Christus schon auferstanden ist. Er kann es nicht glauben. Er sagt: „Nur wenn ich ihn mit meinen eigenen Augen sehe, wenn ich meine Hände in seine Wunden packe, dann glaube ich daran, dass er auferstanden ist.“ Und wir lesen diesen Text mal von Vers 26 an bis Vers 29. „Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drin und Thomas war bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt in ihre Mitte und spricht: Friede sei mit euch! Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast. Glückselig sind die, die nichts sehen und doch glauben.“

[18:34] Glückselig sind diejenigen, die nichts sehen und doch glauben. Ich habe mein Leben lang das andere gedacht. Ich habe immer gedacht, wie schön wäre das, wenn ich diese Wunder, wenn ich diese Zeichen sehe, wenn ich Christus sehe. Wie großartig wäre das, ich würde sofort glauben. Und warum ist es nicht so, dass Gott, der doch jeden Menschen liebt und der jeden Menschen retten will, dass er sich nicht einfach jedem Menschen sofort sichtbar offenbart, damit jeder Mensch gerettet wird? Ich habe mich das oft gefragt in meinem Leben, warum es nicht so ist.

[19:08] Und es hat einen bestimmten Grund, wenn Christus sagt: „Glückselig die, die nichts sehen und doch glauben.“ Und dazu würde ich euch einen kleinen Teil aus meinem Leben erzählen. Als ich damals das erste Mal mit der Bibel in Kontakt gekommen bin, ich war so 14, 15 Jahre alt, da gehörte ich einer Jugendgruppe an und ich habe selber nicht viel davon gehalten von der Bibel. Ich habe nicht viel verstanden von dem, was da drin stand und Menschen haben mir davon erzählt und ich dachte, ja, es klingt alles sinnvoll und logisch, aber woher soll ich wissen, dass das hier wirklich Gottes Wort ist? Und ich erinnere mich an einen Abend, ich bin von der Jugendgruppe nach Hause gekommen und ich ging durch die Straßen, es hatte geregnet und ich dachte: „Herr, wenn es dich wirklich gibt, dann zeig doch ein Wunder, dann zeig mir doch, dass du wirklich da bist. Wenn du mich wirklich von ganzem Herzen liebst, was du ja behauptest, dann zeig dich auch. Und wenn ich dich sehe, dann will ich dir nachfolgen und dann will ich treu sein in deinem Wort. Dann will ich mein Leben aufgeben und ein neues Leben annehmen in deiner Nachfolge.“

[20:10] Und ich ging so durch diese regennassen Straßen und ich dachte: „Herr, teile doch eine Pfütze vor mir, so wie du das Rote Meer geteilt hast. Eine Pfütze kann nicht schwer sein für dich. Du bist ein Gott, der allmächtig ist. Teile diese Pfütze und ich will glauben, dass du da bist.“ Die Pfütze teilte sich nicht. Ich dachte: „Zeig einen Blitz am Himmel, der länger steht, als ein Blitz normalerweise am Himmel zu sehen ist.“ Es blitzte auch nicht. Ich dachte: „Herr, du hast in der Bibel einen Dornbusch angezündet, der ist nicht verbrannt. Hier sind viele Bäume, zünde einen an.“ Und auch das geschah nicht. Ich sah nichts von alledem.

[20:42] Und ich bin nach Hause gegangen und es war wie jeden Tag. Ich habe kein Wunder gesehen, ich habe kein Zeichen gesehen und ich habe mich damals noch gefragt, warum eigentlich? Ich habe auch in der darauffolgenden Zeit keine Zeichen und Wunder gesehen und trotzdem bin ich irgendwann zu Christus gekommen. Und das, was mich zu Christus gezogen hat, das war sein Wort. Hätte ich das Wort Gottes nicht gelesen, hätte gesagt: „Herr, wenn es dich gibt, zeige dich, dann werde ich dir nachfolgen“, dann würde es dazu geführt haben, dass ich Christus aus Angst nachgefolgt wäre. Ich hätte gesagt: „Wow, das ist ein großer Gott im Himmel, der kennt mich, der kennt alle meine Seiten, der kennt auch alle meine schlechten Taten. Ich muss irgendwas tun.“ Ich hätte aus Angst angefangen, Gott anzubeten. Das ist aber nicht das, was Gott möchte. Gott möchte, dass wir ihn aus Liebe anbeten.

[21:26] Und so war es für mich notwendig, dass ich erstmal seinen Charakter kennenlerne, dass ich erstmal die Bibel studiere, damit er sich mir vorstellen kann, zu sagen: „Hey, ich bin kein rachsüchtiger Gott, der da oben im Himmel sitzt und nur auf deine Fehler wartet, sondern er stellte sich mir vor als ein liebender Vater, vollkommen gütig, vollkommen barmherzig, als die Liebe selber, wie im ersten Johannes steht.“ Und so durfte ich ihn kennenlernen. An diesen Gott wollte ich glauben. Und deswegen ist glückselig, wer nicht sieht und trotzdem glaubt, wer sich mit dem Charakter Gottes beschäftigt.

[22:10] Nun, es geht nicht darum, dass Gott einfach den Menschen zeigt, dass er da ist. Es geht darum, dass Gott es schafft, die Herzen der Menschen zu verändern. Und das geschieht normalerweise nicht durch Zeichen und Wunder. Durch Zeichen und Wunder ist es Beiwerk zum Wort Gottes. Das ist Beiwerk, wenn der Name Gottes gelobt und gepriesen wird. Es ist Beiwerk dazu, wenn das Evangelium verbreitet wird. Aber es ist nicht die Hauptsache.

[22:30] Zeichen und Wunder lesen wir zum Beispiel in der Apostelgeschichte 7, Vers 35, 39. Apostelgeschichte 7, Vers 35 bis 39. Hier heißt es: „Diesen Mose, den sie verwarfen, in dem sie sprachen: Wer hat dich zum Obersten und Richter eingesetzt? Diesen sandte Gott als Obersten und Erlöser durch die Hand des Engels, der ihm im Busch erschienen war. Dieser führte sie heraus, indem er Wunder und Zeichen tat im Land Ägypten und am Roten Meer und in der Wüste 40 Jahre lang. Das ist der Mose, der zu den Söhnen Israels gesagt hat: Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern, auf ihn sollt ihr hören. Das ist der, welcher in der Gemeinde, in der Wüste war, zwischen dem Engel, der auf dem Berg Sinai zu ihm redete, und unseren Vätern, der lebendige Worte empfing, um sie uns zu geben, dem unsere Väter nicht gehorsam sein wollten, sondern sie stießen ihn von sich und wandten sich mit ihrem Herzen nach Ägypten.“

[23:31] Immer wenn wir den Ausdruck lesen und wenn wir schauen, was ist da im zweiten Buch Mose eigentlich alles passiert und auch in der darauffolgenden Zeit, wenn wir die Bücher Mose durchgehen und diese ganzen Zeichen und Wunder sehen, die Teilung des Meeres, der Gewittersturm über den Berg, wenn wir sehen, wie das Manna vom Himmel fiel, wenn wir sehen, wie der Felsen sich spaltet und Wasser herauskam, wir neigen dazu zu sagen: „Gott ist da, es gibt einen Gott.“ Aber diese Erkenntnis führt noch nicht dazu, dass sich Herzen verändern. Wenn ich in der Wüste stehe und sehe, wie die ganze Sippe Korachs vom Erdboden verschluckt wird, dann kann ich daran glauben, da ist ein Gott, aber ich erkenne seinen Charakter noch nicht. Und auch dieses Volk damals hat das alles gesehen, hat diese Wunder gesehen, aber hat sich zurück nach Ägypten gedreht. Die wollten wieder in die Sklaverei, die wollten wieder in die Gefangenschaft, in die Sünde. Das hat ihr Herz noch nicht verändert gehabt.

[24:21] Also Zeichen und Wunder sind zum einen nicht die Auslösung für Erweckung und Reformation und zum anderen nicht immer ein deutliches Zeichen, denn wir wissen nicht, woher kommen diese Zeichen und Wunder.

[24:34] Wie aber können wir nun sicher sein, wo diese Zeichen und Wunder herkommen? Da gibt Jesus uns eine Hilfe und er sagt in Matthäus 7, Vers 15 bis 20 lesen wir zusammen. Matthäus 7, Vers 15 bis 20. Wie können wir beurteilen, ob es von Jesus Christus kommt, ob es Gottes Wunder sind, gewirkt durch den Heiligen Geist oder ob Satan hier seine Finger im Spiel hat. Hierzu müssen wir uns die Menschen angucken, die Zeichen und Wunder vollbringen. Und wenn wir diese Menschen studieren, wenn wir uns das genau angucken, wie sie leben, wer sie sind, dann werden wir eine Möglichkeit haben zu sagen: „Das ist von Gott oder das ist von Satan.“

[25:13] Matthäus 7, Vers 15 bis 20 sagt Jesus: „Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dorn oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte. Der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.“ Falsche Propheten werden also von uns an ihren Früchten erkannt werden, also an dem, was sie bewirken, an den Eigenschaften, die sie angenommen haben.

[26:02] Über diese Geistesgaben und Geistesfrüchte, da werden wir gleich noch mal raufschauen, was das sind. Denn es sind viele Menschen, die behaupten, viele Dinge im Namen Gottes zu tun, aber diese Früchte nicht zeigen. Jesus Christus selbst gibt uns hier ein Beispiel, wenn wir den Text weiterlesen. Vers 21 folgende, da sagt Christus: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“ Das ist wichtig. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Himmelreich eingehen, sondern derjenige, der den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jedem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir, ihr Gesetzlosen.“

[27:01] Christus sagt: „Ich habe euch nie gekannt.“ Das waren Menschen, die haben in Christus seinem Namen gepredigt, die waren in seinem Namen unterwegs und haben vielleicht evangelisiert. Die haben Dämonen ausgetrieben, die haben Kranke geheilt, die haben alles mögliche gemacht. Und Christus sagt zu ihnen: „Ich kenne euch nicht, weicht von mir, ihr Gesetzlosen.“ Interessant ist, dass sie hier gesetzlos genannt werden. Gesetzlos, also sie sind ohne Gesetz. Aber was sagt uns die Bibel ist die Gesetzlosigkeit? Und das lesen wir im ersten Johannes 3 Vers 4. Da heißt es: „Die Gesetzlosigkeit aber ist die Sünde.“ Diese Menschen haben in der Sünde beharrt, sind in der Sünde geblieben. Sie haben diese Früchte nicht gezeigt, die aus Geisteserweckung hervorkommen. Wahre Erweckung im Geiste sehen wir darin, dass diese Früchte wachsen.

[27:56] Auch Jesaja gibt uns einen treffenden Vers. Wenn wir Jesaja 8 aufschlagen und dort die Verse 19 und den Vers 20 lesen. Da heißt es: „Wenn sie euch aber sagen werden: Befragt die Totenbeschwörer und Wahrsager, die flüstern und murmeln, so antwortet ihnen: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? Oder soll man die Toten für die Lebendigen befragen? Zum Gesetz und zum Zeugnis! Wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot.“ Wenn sie nicht zum Gesetz und zum Zeugnis sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot. Das heißt, auch hier können wir prüfen anhand der Schrift. Ist es zum Gesetz? Ist es zum Zeugnis? Stehen sie mit ihren Behauptungen auf dem Worte Gottes und, und das ist das Wichtige, zeigen sie Geistesfrüchte?

[28:37] Was diese Geistesfrüchte sind, das teilt Paulus uns mit im Galaterbrief und schauen wir zusammen rein. Galater 5 Vers 22 bis 25. Galater 5 Vers 22 bis 25. Hier sind die Geistesfrüchte aufgeführt, was denn aus der Erweckung, aus der persönlichen Erweckung hervorkommen muss. Wie muss ein Charakter aussehen? Wie muss ein Charakter gebildet werden, der tatsächlich vom Geist Gottes ergriffen ist, der wirklich aus dem Geiste Gottes heraus handelt?

[29:11] Galater 5 Vers 22 bis 25: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. Lasst uns nicht nach leerem Ruhm streben, einander nicht herausfordern, noch einander beneiden.“ Also, wenn jemand diese Geistesfrüchte hat, dann erwachsen in ihm Dinge wie Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Liebe, Güte, Treue, Selbstbeherrschung, Sanftmut. Das sind Dinge, die Gottes Geist in unseren Herzen bewirkt. Was der Geist Gottes nicht bewirkt in unseren Herzen, sind Dinge wie Selbstherrlichkeit oder Neid, die schlechten Eigenschaften. Die Geistesfrüchte sind immer die guten Eigenschaften, die hervorkommen.

[30:19] Und es kann nicht sein, dass ein Mensch vom Geiste Gottes ergriffen ist, vom Geiste Gottes verändert wird und keine Früchte hervorbringt. Es ist ein Automatismus. Wenn der Geist Gottes einen Menschen ergreift und der Mensch sein Herz öffnet für den Geist Gottes, wird Gott sein Herz verändern und er wird sein Gesetz in das Herz des Menschen schreiben. Und Gottes Gesetz ist Liebe. Und das werden wir in den Menschen erkennen.

[30:38] Wir werden am Ende der Zeiten auch sehen, dass Wunder auf beiden Seiten stattfinden werden. Es wird Wunder geben, die von falschen Propheten verübt werden. Und es wird Wunder geben, die in der Gemeinde Gottes geschehen. Beides wird es am Ende der Zeiten geben. Momentan gibt es wenig Wunder in den Gemeinden, nicht so zahlreich, wie sie zum Beispiel direkt nach Pfingsten waren. Ellen White schreibt, weil Satan dieses Territorium für sich beansprucht und es nicht klar und deutlich ist, woher diese Wunder kommen und viele Menschen verführt werden. Wunder sind kein sicheres Zeichen. Aber am Ende der Zeiten, die Zeit des Spätregens, werden Wunder auf beiden Seiten entstehen.

[31:26] Und wir möchten mal einen Text da zusammenlesen, den Ellen White geschrieben hat in Testimonies for the Church, das ist 9, Seite 126. „Kurz vor der Wiederkunft werden nochmal große Wunder in der Gemeinde Gottes vollbracht und Kranke geheilt. Der Geist der Fürbitte wird sich bekunden, wie es zu Pfingsten war.“ Der Geist der Fürbitte wird sich bekunden, wie es zu Pfingsten war, schreibt sie. Es werden am Ende der Zeiten nochmal große Wunder und auch Heilung in der Gemeinde stattfinden. Und nebenbei, sagt Christus uns, werden auch viele, viele falsche Propheten kommen und viele, viele Leute, die verführen werden.

[32:05] Und hier gilt es für uns, diese Unterscheidung zu treffen. Woher kommt es? Woher kommt ein Geist? Und wenn der Geist aus Gott, wenn es Gottes Geist ist, so wird er den Menschen immer dahin führen, dass sein Herz umkehrt, dass er die Sünde aus seinem Herzen herausfegt und dass diese Geistesgaben erwachsen.

[32:22] In Apostelgeschichte 2, Vers 38 lesen wir, dass Paulus am Ende seiner Pfingstpredigt sagt: „Tut Buße, und dann jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesus Christus.“ Tut Buße, da muss es hingehen. Der Geist Gottes muss unsere Herzen dahin bringen, dass wir Buße tun. Und wenn das nicht erkennbar ist, dann ist es nicht Gottes Geist.

[32:47] Ich war, das war vor vielen Jahren, bin ich mal gewesen, auf einer, das war in Hamburg, auf dem großen Heiligen Geist, der große Platz in Hamburg, da ist ein Prediger, ein Heiler gekommen, hat ein großes Zelt aufgebaut, hat viele, viele Sitzbänke da reingestellt und hat mit einem Team da angefangen, Krankenheilungen zu machen. Und ich habe davon gehört und dachte, sowas hast du mir noch nie angeguckt, da gehst du mal hin. Und ich habe mich mit in diese Reihe reingesetzt, da waren so Bierzeltbänke standen da drin und ich saß auf einer und schaute und irgendwann kam der Prediger rein, der Evangelist da vorne, der kam ganz in weiß gekleidet, stand da und hat viele, viele Bibelfersen einander gekettet und mit der Botschaft am Ende: „Wenn ihr viel Segen wollt von Gott, dann müsst ihr auch viel geben für Gott.“

[33:35] Auf dieses Wort hin gingen so Spendendosen durch die Reihen und die Menschen waren aufgefordert, möglichst viel Geld da hinein zu tun, damit der Segen möglichst groß wird. Und er hat das versucht mit irgendwelchen Bibelstellen zu belegen, das klang für den, der sich in der Bibel ein bisschen auskennt, sehr weit hergeholt, aber für die Menschen, die das Wort Gottes nicht kannten, die haben das abgenommen und haben gedacht: „Okay, ich muss also viel für Gott geben, damit Gott mich reichlich segnet.“ Und es waren viele, viele Kranke in diesem Zelt, denn es war so angekündigt, dass er viele Kranke heilen wird durch Zeichen und durch Wunder. Und so kam es auch, dass Menschen nach vorne gekommen sind mit irgendwelchen Gebrechen, er da irgendwelche Gebete und Formeln gemurmelt hat und diese Menschen dann, die vorher noch ganz gebückt und stark humpelnd nach vorne kamen, nur noch ein bisschen gebückt und leicht humpelnd wieder weggingen. Ob man da jetzt von Heilung sprechen will oder auch nicht, ob die Menschen geheilt wurden oder ob sie nicht geheilt wurden, ich vermag es nicht zu beurteilen.

[34:35] Was ich aber gesehen habe, dass es diesen Menschen nicht um die Umkehr und die Buße in den Herzen der Menschen ging, mit diesen Menschen ging es darum, möglichst viel Geld einzusammeln. Und hier war ein klares Indiz dafür, dass das nicht aus Gott kommt. Dieser Geist kam nicht aus Gott. Da war auch keine Liebe für die Menschen. Es ging sogar so weit, dass Scheine, Schuldscheine mit rumgereicht wurden und die Menschen konnten da ihre Summen eintragen, die sie später bezahlen würden, damit der Segen Gottes noch größer ausfällt. Das war nicht im Geiste Gottes und auch diese Zeichen und Wunder, die da passiert sind. Wir haben damit viel geworben, aber da sollen wir auf der Hut sein. Sowas wird es geben zum Ende der Zeiten noch stark vermehrt.

[35:15] Also es geht Gott nicht darum, dass wir erkennen, dass Gott da ist, sondern es geht darum, dass wir uns verändern lassen von Gott. Und wenn Gott unsere Herzen ergreift und wenn Gott in unseren Herzen ist, dann wird er eine Sache ganz, ganz deutlich machen. Er wird die Liebe in unsere Herzen hineinlegen. Denn Gott ist Liebe. Und wenn Gott Liebe ist und er in unsere Herzen hineinkommt, dann wird Liebe in unserem Herzen sein.

[35:36] Und wie drückt sich die Liebe Gottes in unserem Herz aus? Und das lesen wir in 1. Johannes 5, Vers 3. Weißt du, denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. Wenn wir Gott in unserem Herzen haben und Gott ist die Liebe, wird die Liebe in unserem Herzen sein. Und das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. Daran können wir erkennen, ob jemand aus Gott geboren ist oder nicht. Ob jemand wirklich die Erweckung des Geistes erfahren hat und wirklich vom Geist getrieben wandelt oder ob es nicht tut.

[36:16] Auch hierzu lesen wir noch die Stelle in Römer 13, Vers 10. In Römer 13, Vers 10. Hier heißt es: „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.“ So sollten auch wir es halten, wie Paulus uns ermahnt, indem Paulus sagt: „Prüft aber alles und das Gute behaltet.“ Wenn wir von Erweckung und von Heilung und Wundern in den Gemeinden hören, dann sollten wir ganz deutlich prüfen, woher kommt es? Was ist der Urheber? Aus welchem Geist geschieht hier etwas? „Prüft aber alles und das Gute behaltet.“

[37:07] Hier nochmal aus dem Alten Testament in Ezekiel 36. Schauen wir nochmal rein, was Ezekiel uns sagt. Ezekiel 36, Vers 26 und Vers 27. Hier sagt Gott, wenn Erweckung geschieht, sagt er: „Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Und ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischendes Herz geben. Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde wirken, dass ihr in meine Satzung wandelt und meine Rechtsbestimmung befolgt und tut.“ Also das klare Indiz dafür, dass irgendetwas aus Gott heraus geschieht, ist, dass Gottes Geist am Wirken ist, dass Gott erkennbar ist, dass der Charakter verändert wird.

[37:53] Also lassen wir uns nicht verführen durch das, was da auch auf uns zukommt, indem wir alles, und Paulus sagt, indem wir wirklich alles prüfen am Worte Gottes. Viele Dinge sind uns vor Augen, wenn wir falsche Wege sehen, wenn wir sehen, wie sich Menschen nicht verändern wollen, wie sie ihre Herzen nicht zu Christus ändern wollen oder wie sie behaupten, wir stehen über dem Gesetz, wir brauchen das Gesetz nicht, wir brauchen uns an keines der Gebote halten, wir leben einfach ohne diese Gebote und wir leben sogar gegen diese Gebote. Denn der Geist Gottes ist ja in uns, dann ist es nicht der Geist Gottes, denn der Geist Gottes war auch in Christus und Christus hat genau in den Geboten gewandelt, er ist genau in Gottes Wort geblieben in seinem ganzen Leben. Und das ist die Möglichkeit für uns zu erkennen, was es war und was ist falsch.

[38:36] Denn Wunder und Zeichen geschehen niemals, niemals aus eigener Kraft. Keiner von uns kann das. Keiner von uns kann aus eigener Kraft Zeichen und Wunder vollbringen. Sie geschehen immer aus einem Geist heraus, entweder aus dem Geist Gottes oder aus dem Geist von Dämonen. Wenn es dämonische Geister sind, werden wir es erkennen anhand der Schrift. Wir sollten alles prüfen.

[39:05] Lass uns noch ein Zitat von Ellen White lesen aus Testimonies for the Church, Buch 1 Seite 302. Da heißt es: „Vor unseren Augen werden Kranke geheilt und Wunder vollbracht werden. Sind wir vorbereitet auf die Prüfung, die uns erwarten, wenn die lügenhaften Wunder Satans in immer größerem Maße geschehen werden?“ Sind wir vorbereitet auf das, was uns da erwartet? Sind wir vorbereitet? Bist du vorbereitet?

[39:31] Wir bereiten uns darauf vor. Wie können wir uns vorbereiten auf das, was da auf uns zukommt, wenn es in den Gemeinden durcheinander geht, wenn viele Propheten auftreten und behaupten, Christus zu folgen? Wir müssen schon jetzt damit anfangen. Ich erlebe immer wieder Menschen, die sagen: „Noch besteht Ruhe, noch machen wir nichts. Wir warten, bis der Spätregen fällt.“ Wenn der Spätregen fällt, muss die Frucht schon erkennbar sein. Das heißt, wir müssen heute anfangen, unser Wort zu studieren. Denn das Wort Gottes ist unser Schwert. Das Wort Gottes ist die Waffe, mit der wir gegen die Lügen kämpfen können. Denn das Wort Gottes wird ganz scharf trennen zwischen Lüge und Wahrheit. Es wird überall hindurchgehen. Es wird alles erleuchten. Es wird alles hell machen. So wie schon in dem Psalm steht: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Damit die Gemeinde Gottes nicht fehlgeleitet wird und falsche Wege einschlägt, dafür hat sie das Wort Gottes. Und wir alle tun gut daran, dieses Wort eifrig zu studieren und gut in diesem Wort und sicher in diesem Wort zu stehen.

[40:30] Und so lasst uns alle dieses Wort zur Hand nehmen, dieses Schwert in die Hand nehmen und genauso kämpfen, wie uns das unser Herr vorgemacht hat, als er in der Wüste versucht wurde und ganz deutlich gezeigt hat, anhand des Wortes Gottes: „Es steht geschrieben, es steht geschrieben und es steht geschrieben.“ Das ist unsere Waffe gegen die Lüge. Und egal, was für Menschen in den Gemeinden auftreten und was für Zeichen und Wunder in unseren Gemeinden passieren, denn Ellen White schreibt auch, die Gemeinden Gottes sind nicht ausgenommen davon. Es werden auch in den Gemeinden werden Menschen aufstehen. Die Bibel nennt sie Wölfe in Schafskleidern. Und so sind alle aufgerufen, jeder Einzelne, der in diesen Gemeinden sitzt, in der Gemeinde zu gucken und auch außen rum im Umfeld zu gucken, was passiert in der Welt. Und lasst uns keine Angst haben vor dem, was passiert, denn wir haben eine Waffe, die uns schützt. Wir haben eine Waffe in die Hand bekommen, die uns schützt vor Lügen und vor Abfall. Lasst uns alle gemeinsam fleißig in diesem Wort bleiben, in diesem Wort studieren und daran prüfen, was immer auf uns zukommt. Paulus sagt: „Prüft alles.“

[41:47] Lasst uns gemeinsam noch beten. Herr Gott, wir möchten dir von ganzem Herzen dafür danken, dass wir dein Wort bekommen haben. Herr, wir wissen, dass schwere Zeiten vor uns stehen. Und Herr, du hast uns ermahnt in deiner Schrift und auch durch Ellen White, dass viel Abfall kommen wird, dass viele lügenhafte Zeichen und Wunder passieren werden, dass viel Abfall geschieht, dass viele Strömungen sich in der Gemeinde ergeben werden und dass viele Menschen der Lüge glauben werden. Aber Herr, du willst uns schützen. Du willst bei uns sein und du willst durch deinen Geist in die Wahrheit leiten. Denn das hast du uns verheißen, Herr. Und so möchten wir dich bitten, dass du uns durch deinen Geist in dein Wort hinein leitest. Denn dein Wort ist Wahrheit, Herr. Dass wir dein Wort im Herzen behalten und dass dein Wort uns sicher schützt vor den Angriffen Satans. Dass wir nicht verloren gehen, dass wir gewappnet sind gegen das, was auf uns zukommt. Möchten ich bitten, Herr, dass wir klar unterscheiden können, dass wir ein klares Urteilsvermögen haben über das, was in der Welt passiert, über das, was in den Gemeinden geschieht. Und dass wir nicht schlafen, blind, arm und bloß sind. Sondern Herr, wir bitten dich, gib du uns die Augensalbe, gib du uns deinen Heiligen Geist, damit wir klare Unterscheidungen treffen können und unser Urteilsvermögen klar ist und frei von jeder Trübung. Herr, das bitten wir dich im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Amen.

[43:20] Urteilsvermögen. Eine wichtige Sache, die wir brauchen, wenn es zu Reformation und Erweckung kommt. Nächste Woche werden wir über Reformation sprechen und die Auswirkungen der Erweckung. Was wird passieren, wenn eine Gemeinde erweckt wird? Es wird zur Reformation kommen. Und was sich dahinter verbirgt, da freue ich mich schon darauf, das mit euch gemeinsam studieren zu können in unserem Lektionsheft Reformation und Erweckung. Bis zum nächsten Mal. Gottes Segen.


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