In dieser Predigt über Offenbarung 14, Vers 6, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung des ewigen Evangeliums und wer es verkündigen soll. Er erklärt, dass die Botschaft nicht nur eine Nachricht ist, sondern eine Kraft, die verändert. Der Fokus liegt darauf, an wen sich diese Botschaft richtet – an alle Nationen, Stämme, Sprachen und Völker. Dabei wird die universelle Herkunft der Menschheit aus Adam betont und die Notwendigkeit, alle Gruppen zu erreichen, auch die, die leicht übersehen werden. Die Predigt ermutigt dazu, die eigene Rolle in der weltweiten Verbreitung des Evangeliums ernst zu nehmen und Opfer zu bringen, inspiriert durch biblische Beispiele und die Bereitschaft der ersten Christen.
Offenbarung 14:6 Teil 3
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Adventgeschichte, Bibel, Endzeit, Erweckung, Gemeinde, Großer Kampf, Grundlehren der Bibel, Neues Testament, Offenbarung, Offenbarung, Prophetie, Zeichen der ZeitWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Ein herzliches Willkommen, schön, dass ihr eingeschaltet habt, schön, dass ihr da seid, zu unserem Offenbarungsseminar. Auch im Jahre 2015 wollen wir die Offenbarung studieren und lernen, was Gott uns in diesem Evangelium zu sagen hat. Und wir werden uns heute wieder mit dem ewigen Evangelium beschäftigen, Offenbarung 14, Vers 6. Und bevor wir hineingehen, nach guter Gewohnheit, möchten wir gemeinsam beten. Haltet euch ein, auch die, die ihr vielleicht jetzt gerade zuschaut, mit uns gemeinsam niederzuknien, wo es möglich ist. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir diesen Tag haben dürfen, um aus deinem Wort zu lernen. Wir danken dir, dass du zu uns sprechen möchtest und wir danken dir, dass dein Wort Kraft hat, das zu tun, was es sagt. Und wenn wir jetzt in der Offenbarung lesen und studieren, möchten wir dich bitten, dass wir die Botschaft an uns heute erkennen, dass wir dadurch verändert werden und gestärkt werden für den Alltag, dass wir sehen, wie sehr Jesus uns liebt und was unsere Aufgabe in dieser letzten Zeit und dieser Welt ist. Sei du bei uns, halte alle Störungen fern und sprich du direkt zu uns, im Namen Jesu. Amen.
[1:12] Offenbarung 14 und dort Vers 6. Wir haben jetzt zwei Folgen dazu gehabt, ihr werdet euch denken, was kann man jetzt noch draus holen. Wir haben gesprochen über den Engel, den anderen Engel und der Engel ist wer? Ich bin der Engel, du bist der Engel, wir sind die Engel und der Engel steht für die Verkündiger, für die Botschafter der Botschaft. Wir haben gesagt, wer ist der Botschafter? Das sind wir. Die Botschaft wird genannt das ewige Evangelium. Wir haben gelernt, was das ewige Evangelium ist. Was ist das ewige Evangelium? Wir haben gesehen, es gibt viele Dinge, die als ewig bezeichnet werden, die ewige Gerechtigkeit, die ewige Gnade und so weiter, das ewige Gesetz und gibt es eine biblische Definition für Evangelium? Was ist das Evangelium? Das ist die Übersetzung, die Übersetzung heißt frohe Botschaft. Evangelium heißt frohe Botschaft, ja das stimmt, aber das ist die Übersetzung, es ist auch eine frohe Botschaft, das stimmt, aber was genau ist die frohe Botschaft von was? Ja, Gotteskraft, wo steht es? Genau, Paulus ist schon gut, aber nicht erster Gründer. Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine Kraft Gottes, das sagt der Paulus in, nicht Philippe. Ich schäme mich des Evangeliums. Römer, Kapitel 1, Vers 16, ja, lassen wir mal gemeinsam aufschlagen, dass wir das wirklich gut im Kopf haben. Römer 1, Vers 16 und 17, das ist ja die Zusammenfassung des ganzen Römerbriefes, dort sagt er: "Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, das heißt, das Evangelium, das wahre Evangelium ist das Evangelium von Christus, ist die gute Nachricht von Christus. An anderer Stelle sagt er: "Das Evangelium ist die Predigt von Christus" und dann sagt er: "Es ist Gottes Kraft, zur Errettung für jeden, der glaubt." Nicht wahr, Johannes 3, Vers 16 sagt: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben." Jeder, der glaubt, kann gerettet werden, denn im Wort, in der Botschaft ist Kraft. Und das macht diese Botschaft anders als alle anderen Botschaften, denn alle anderen Botschaften sind Nachrichten. Ja, aber die gute Nachricht ist nicht nur eine Nachricht. Eine Nachricht sagt nur, was passiert ist. Wenn jemand eine Nachricht bringt, dann sagt er nur, so und so ist es. Aber das Evangelium sagt nicht nur, so und so ist es, das Evangelium hat die Kraft zu verändern. Es ist die Kraft. Und deswegen, wenn wir über Offenbarung 14, Vers 6 nachdenken, das ewige Evangelium und dann ab nächstem Mal die ganzen einzelnen Details der Dreifaltigkeitsbotschaft feinsäuberlich sezieren und studieren werden, dann dürfen wir niemals vergessen, es ist nicht Theorie, es ist nicht einfach ein theologisches System von interessanten Dingen, die zufällig keinen Widerspruch haben, sondern es muss mich verändern. Ansonsten ist es nicht das, was es sein soll. Und das haben wir gesehen, das Evangelium ist eine Kraft Gottes. Wir haben viel dazu gesagt, wollen wir nicht alles wiederholen, aber wir wollen heute noch den dritten Aspekt diesem Vers anschauen, Offenbarung 14, Vers 6, nämlich wir haben den Botschafter, wir haben eine Botschaft, was brauchen wir noch? Wenn ich eine Botschaft habe und einen Botschafter, was brauche ich noch? Leute, die die Botschaft hören müssen, ansonsten ist der Bote mit seiner Botschaft ganz alleine. Also wollen wir uns heute auf den Aspekt konzentrieren: An wen geht sie und warum?
[4:51] Es heißt in Offenbarung 14, Vers 6: "Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen." Und er sagt es jetzt ganz genau, dass man es nicht missverstehen kann, und zwar: "jede Nation und jedem Volk, Stamm und jeder Sprache und jedem Volk." Jetzt schauen wir uns ein bisschen an, was das eigentlich bedeutet. Was bedeutet diese Formulierung "alle, die auf der Erde wohnen"? Alle Menschen. Es gibt übrigens sogar einen Bibelvers, der das beweist. Ihr werdet sagen, wieso muss man das beweisen, ist doch klar. Ja, es ist klar, aber wir beweisen es trotzdem. Schaut mal in Apostelgeschichte, Apostelgeschichte 17, Vers 26. Worum geht es in Apostelgeschichte 17? Apostelgeschichte 17 ist ein ganz bekanntes Kapitel von, wer ist da der Haupt? Das ist der Paulus, genau. Ja, das ist, man hat eine 50 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass man richtig liegt, wenn man Paulus sagt, im Neuen Testament. Und Paulus ist in der zweiten Hälfte von Apostelgeschichte 17, wo? Er ist in Griechenland sowieso die ganze Zeit, aber wo ist er hier genau? Er ist in, ja, das ist in der zweiten Hälfte, habe ich gefragt, in Athen, genau. Er ist in den Thessalonichern, das Berührer und so weiter, aber er kommt nach Athen und in Athen hat er ziemliche Probleme, weil da gibt es so viele Philosophen und er versucht sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, nicht wahr? Er versucht Logik mit Logik zu begegnen, Philosophie mit Philosophie und er bringt ein interessantes Argument. Er sagt in Vers 26, er spricht über Gott, nicht wahr? Er sagt vorher, dass der Gott, der die Welt gemacht hat, der kann ja nicht in Tempeln wohnen, ja, das ist ja Quatsch, ja. Versucht den Griechen, die eigentlich philosophisch ganz begabt sind, zu zeigen, es ist doch Unsinn, an einen Gott zu glauben, der die Welt geschaffen hat und dann im Tempel wohnt. Und dann sagt er in Vers 26: "Und er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, dass sie wo wohnen sollen, auf dem ganzen Erdboden." Also, wer sind diejenigen, die auf der ganzen Erde wohnen? Genau, die geschaffen, aus, woraus hat er sie gemacht? Aus, oder von wem? Aus Adam, genau. Also alle, die von Adam abstammen, sind die, die auf der Erde wohnen. Also, wenn es in Offenbarung 14, Vers 6 heißt: "Alle, die auf der Erde wohnen", dann lehrt uns Apostelgeschichte 17, Vers 26: "Alle Nachfahren Adams." Und wenn ihr einen Menschen findet, von dem ihr sagen könnt, dass er nicht von Adam abstammt, dann braucht ihr ihm die Dreifaltigkeits-Engel-Botschaft nicht zu predigen. Das ist natürlich nur Spaß. Aber dahinter verbirgt sich natürlich eine ganz tiefe Wahrheit, die eigentlich das Christentum allein deswegen schon zu einer wirklich tollen Religion macht, weil jeglicher Rassismus sich verbietet. Wenn man allein das verstanden hat, man muss nur das eine Sache verstanden haben, dann kann man schon kein Rassist sein und fast alle Probleme diesbezüglich auf der Welt würden sich in Wohlgefallen auflösen, wenn wir verstehen würden, dass wir eigentlich alles Brüder sind und Schwestern, nur die Verwandtschaftsgrade sind halt unterschiedlich. Gut, aber gehen wir zurück zu dieser Idee, die ganze Welt. Und da werden drei Begriffe verwendet, vier Begriffe. Welche vier Begriffe verwendet Offenbarung 14, um die ganze Welt zu beschreiben, so dass man wirklich es nicht missverstehen kann? Nation, alle Nationen, alle Stämme und dann alle Sprachen und alle Völker. Warum hat Gott nicht einfach gesagt, alle Nationen? Wäre doch einfach gewesen, oder? Das ist nicht alle dasselbe, nicht wir alle. Ja, genau, die haben also, ja, das ist nämlich tatsächlich irreführend, wenn man nur von Nationen redet. Manchmal betrügen wir uns selbst. Wir werden gleich noch darauf kommen.
[9:32] Dann mal eine Frage stellen, jetzt gleich ganz praktisch. Hat die Dreifache Engelsbotschaft die Nation Deutschland erreicht, ja oder nein? Also natürlich nicht jeden Menschen, aber ist die Dreifache Engelsbotschaft in Deutschland verfügbar, ist sie präsent, ja oder nein? Ja. Aber wie viele Stämme gibt es denn in Deutschland? Und jetzt rede ich nicht, jetzt rede ich nicht von den eingewanderten Ausländern, die als Gastarbeiter oder als Asylbewerber oder Flüchtling hergekommen sind. Ich rede als tatsächlich hier ansässige Stämme. Okay, das meine ich nicht. Also, okay, es gibt Leute, die sagen, okay, man könnte die verschiedenen ganzen, also die Bayern und die Sachsen, das sind alles verschiedene deutsche Völker. Okay, aber nehmen wir sie alle als Deutsche. Ist euch bewusst, dass es ein zweites Volk gibt neben den Deutschen in Deutschland? Habt ihr was von den Sorben gehört? Die Sorben sind ein slawisches Volk an der Grenze zur Tschechei-Polen. Das ist die einzige dauerhaft sesshafte Minderheit hier in Deutschland. Das ist ein eigenes Volk in Deutschland. Die haben in ihren Dörfern ihre eigene Sprache. Habt ihr das noch nie gehört? Nein, nein, nein, da hast du verwechselt mit meinem anderen Volk. Die Sorben, aber es ist, kannst du gerne googlen, aber es sind Slawen. Es sind West-Slawen. Das heißt, wenn, dann sind sie in Polen oder in, weil in Skandinavien gibt es keine Slawen. Da gibt es andere Völker, aber vielleicht heißen die so ähnlich oder so. Aber der Punkt ist, ein Punkt ist der, wir sind in Deutschland, wir haben die Dreifaltigkeitsbotschaft in Deutschland, aber wie viele Menschen von den Sorben haben die Dreifaltigkeitsbotschaft gehört? Die sprechen Sorbisch, ist eine andere Sprache, ist eine westslawische Sprache, die ist verwandt mit Polnisch oder Tschechisch und Serbisch, genau, so eine slawische Sprache halt. Und die haben ihr eigenes Volk, also in den Städten dort, in der Lausitz ist das, in der Nähe von Cottbus, die haben ihre eigenen Trachten und selbst die Straßen sind jetzt alles doppelsprachig, zweisprachig. Ich nenne das einfach nur so am Rande. Ich habe einen Freund, der sich zur Aufgabe gemacht hat, die mal zu erreichen. Es gibt ein oder zwei Sorben, die mittlerweile Bibelstunden bekommen. Aber wir leben, es hat bis vor wenigen Jahren gedauert, mehr als 100 Jahre Adventgemeinde und kein Mensch hat sich um die Sorben gekümmert. Versteht ihr, was ich meine? Und jetzt mit dem Gedanken, wenn man so ein bisschen weiter geht, in der Welt mal rumschaut, ja, wir haben unsere Adventgemeinde in über 200 Ländern, aber es spricht halt von Nationen, Stämmen, Sprachen, Völkern. Einfach schon mal so ein bisschen zur Sensibilisierung.
[12:33] Jetzt, wo im Alten Testament gibt es Stellen, wo auch so diese vier oder zumindest drei von den vier in so einer ähnlichen Aufzählung vorkommen? Kennt ihr Stellen der Bibel? Abraham? Welche Stelle meinst du? Ach so ja, dass die so wie Sand am Meer sind, nicht wahr? Und meinst du das? Ist mir zumindest nicht im Kopf, ich glaube eher nicht. Mose? Erste Mose 22,18? Ja, da gibt es alle Völker der Erde. Mir geht es mehr so um dieses Charakter von Aufzählung, dass zumindest zwei, drei von diesen Begriffen so nebeneinander kommen. So ist es ja hier auch. Nation, Stämme, Sprachen, Völker. Im Alten Testament? Welches Buch ist denn so quasi der kleine Bruder von Offenbarung? Daniel! Daniel, gibt es irgendwo in Daniel irgendwas? Was sagt die Bucherin jetzt? Schauen wir mal ins Buch Daniel. Gehen wir mit mir in Daniel Kapitel, fangen wir mal in Kapitel drei an. Ihr werdet sehen, das ist eine Formulierung, die kommt im Buch Daniel des Öfteren mal vor, interessanterweise. Und da achtet man im Buch Daniel meistens nicht so sehr drauf, weil man sich mit anderen Dingen beschäftigt, so mit Tieren und Hörnern. Schaut mal in Daniel 3 und dort Vers 3 und 4. Daniel 3, Geschichte muss ich nicht lange erklären, nicht wahr? Da haben wir das goldene Standbild. Und da heißt es Vers 3 und 4: "Sobald nun dieser Trappenvorsteher und Stadthalter, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern zur Einweihung des Bildes versammelt waren, das der König Nebukadnezzar aufgestellt hatte und vor dem Bild standen, das Nebukadnezzar aufgestellt hatte, da rief der Herold mit gewaltiger Stimme: Das soll euch gesagt sein, ihr Völker, Stämme und Sprachen." Jetzt, war das eine gute Nachricht oder eine schlechte Nachricht? War das eine frohe Botschaft oder eine schlechte Botschaft? Eine schlechte Botschaft, denn dort ging es um Götzenanbetung, falsche Anbetung und Todesandrohung. Fällt euch da irgendwas in der Offenbarung ein, was auch irgendwie mit falscher Anbetung und Todesandrohung zu tun hat? Mahlzeit des Tieres. Wir werden gleich sehen, Offenbarung 13 hat auch wieder die gleiche Formulierung. Aber wir bleiben erstmal in Daniel. In Daniel gibt es also einen Aufruf quasi an die ganze Welt, denn damals war ja mit Delegierten sozusagen die ganze Welt anwesend. Ja, da waren Delegierte aus jedem Land, aus allen Provinzen. Stellvertretend an die ganze Welt ergeht der Aufruf: Beugt euch vor dem Bild. Nicht des Tieres in dem Fall, aber naja, Nebukadnezzar hat sich später wie ein Tier benommen. Beugt euch vor dem Bild und das kommt mehrmals vor.
[16:03] Aber schaut man in Daniel 4, da gibt es jetzt was ganz Ähnliches. Daniel 4, Vers 1. Obwohl bei manchen ist es Kapitel 3, Vers 31, je nach Bibelübersetzung. Da steht nämlich: "Der König, das ist der erste Vers in diesem neuen Kapitel, der König Nebukadnezzar wünscht allen Völkern, Völkerschaften und Sprachen, die auf der ganzen Erde wohnen, viel Friede. Euer Friede nehmen zu." Ist das eine gute Botschaft oder eine schlechte Botschaft? Worum geht es in Daniel 4? Was ist die Botschaft, die er jetzt hier in den nächsten Versen und Paragraphen ausbreitet im nächsten Kapitel? Hier geht es um seine Bekehrungsgeschichte und er predigt quasi an die ganze Welt. Hört mir zu, ihr Völker, Nationen, Stämme und Sprachen. Hier habe ich selbst erlebt die verändernde Kraft Gottes. Ich war ein stolzer König, er hat mich in den Staub gedemütigt und jetzt erkenne ich ihn. Also ein Vorwurf, das war das Evangelium quasi in Babylonisch sozusagen, in Aramäisch.
[17:16] Und dann bleiben wir noch da und gehen zu Daniel Kapitel 6. Daniel Kapitel 6 Vers 26. Daniel Kapitel 6, das kennt jedes Kind, da geht es um welche Geschichte? Daniel in der Löwengrube. Da haben wir nicht mehr Nebukadnezzar, der ist schon tot, aber wer ist hier der König jetzt? Darius, der Meder, der eine kurze Zeit regiert hat, zusammen mit Pyrrhus. Daniel 6 Vers 26: "Darauf schrieb der König Darius an alle Völker, Stämme und Sprachen, die im ganzen Land oder über Ansätzen auch auf der ganzen Erde wohnten: Euer Friede nehme zu." Selbe Botschaft, aber was hat der erlebt hier? Der Darius, warum schreibt der an die ganze Welt diese frohe Botschaft: Euer Friede nehme zu? Dieses Wunder, wie Gott ihn errettet hat von dem Tod durch Löwenzähne.
[18:26] Das ist Daniel 3, wir sind gerade bei Daniel 6. Ganz ähnliche Geschichte, so ähnlich, dass man sie fast verwechseln kann, da hast du vollkommen recht. Sie sind auch so gedacht, dass sie quasi parallel zueinander sind und dann heißt es ja in Vers 28: "Er befreit und er errettet, er tut Zeichen und Wunder im Himmel und auf Erden und so weiter und so fort." Das heißt, wir haben zwei Könige, die jeweils eine gute Evangeliumsbotschaft an alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen predigen. Das ist interessant, oder? Mehrmals im Buch Daniel kommt das vor und dann in der Offenbarung wieder, eine Botschaft an alle Nationen, Stämme, Könige und Sprachen. Wer nochmal hat in Daniel die Botschaft gepredigt? Könige. Und wer soll sie in Offenbarung predigen? Also sind wir was? Könige, oder? Denn sagt nicht die Bibel in Offenbarung 1, dass wir durch das Blut Jesu zu Königen und Priestern. Also nicht jeder kann alle Nationen, Könige und nicht jeder hat das Recht, an alle Nationen zu reden. Warum haben wir das Recht, an alle Nationen, Stämme und Sprachen und Völker zu reden? Weil Gott uns in diese Position gesetzt hat. Denk mal darüber nach. Gott hat nicht jedem Menschen das Recht gegeben, überall alles zu predigen, was er möchte. Gott hatte den König Nebukadnezar eingesetzt, um ein weiser König zu sein. Und als eingesetzter König von Gottes Gnaden sozusagen, hatte er das Recht, allen Nationen eine Botschaft zu predigen. Und Darius war von Gott an die Stelle gebracht worden, wo er war. Und als von Gott eingesetzter König hatte er das Recht, zu allen Nationen, Stämme und Sprachen zu predigen. Und hier sind wir und sagen, wir predigen zu allen Nationen, Stämme und Sprachen. Ist uns bewusst, was für eine hohe Position uns Gott damit gegeben hat? Eine Position, die eigentlich vergleichbar ist mit den alttestamentlichen Weltherrschern. Nicht, dass wir die Weltherrscher sind, aber ihr versteht, was ich meine. Gott, diese Engel zu sein, ist nicht einfach so eine Nebenbeschäftigung für gelangweilte Gemeindeglieder, die man irgendwie bei Laune halten muss, damit sie ein bisschen aktiv bleiben. Das ist eine königliche Aufgabe. Denn wer hat schon das Recht, der ganzen Welt was sagen zu dürfen? Natürlich, das ist nicht unser eigenes Recht. Das hat Gott uns sozusagen nur anvertraut, weil das seine Botschaft ist. Aber das zeigt uns die Wichtigkeit dieser Botschaft.
[20:54] Und wir haben auch gesehen im Buch Daniel, es gibt eine Gegenbotschaft, die ebenfalls an die ganze Welt geht, die genau das Gegenteil zum Inhalt hat. Es gibt zwei weltweite Botschaften und die finden wir in Offenbarung auch wieder. Schauen wir mal in Offenbarung, ob wir dort auch so eine weltweite Gegenbotschaft finden. Schauen wir mal in Offenbarung Kapitel 11 zunächst. In Offenbarung 11, kurze Zusammenfassung von dem, was wir in, wann haben wir das gemacht? 2012 muss es gewesen sein, oder? 2012, so ungefähr. Ja, also zweite Hälfte von 2012. In Offenbarung 11, was haben wir da studiert? Worum geht es in Offenbarung 11? Die zwei Zeugen, genau, da ist die Geschichte von der Französischen Revolution. Könnt ihr euch erinnern? Der Kampf gegen die Bibel. Und dort lesen wir in Vers 9. Nachdem jetzt die beiden Zeugen, das alte und neue Testament, gekreuzigt worden sind, oder getötet worden sind, Vers 9: "Und viele aus den Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen, also im Vergleich zu Daniel haben wir hier sogar alle vier gleichzeitig, ja? Exakt die gleiche Reihenfolge, also nicht die gleiche Reihenfolge, aber die gleichen vier Worte. Werden ihre Leichname sehen, dreieinhalb Tage lang und sie werden nicht zulassen, dass ihre Leichname in Gräber gelegt werden." Was bedeutet das, wenn ich nicht zulasse, dass jemand begraben wird? Ich verweigere ihm die Ehre, ich verachte ihn, ja? Das heißt, aufgrund der Französischen Revolution haben wir hier eine weltweite Verachtung der beiden Zeugen. Die beiden Zeugen sind? Alte und neue Testament, die Bibel. Das heißt, die Französische Revolution hat einen weltweiten Einfluss gehabt, die Bibel zu verachten. Durch die Philosophie, durch die Pornografie, durch die Musik, durch all das, was die Französische Revolution so alles hervorgebracht hat, sei es die Bibelkritik, alles mögliche, ja? Also das ganze Spektrum an Dingen, die in der Französischen Revolution so geboren worden sind, die bis heute die ganze Welt durchseuchen. Weltweiter Einfluss gegen die Bibel.
[23:15] Jetzt noch ein anderer Vers, der ähnlich interessant ist, Offenbarung Kapitel 13. Offenbarung Kapitel 13 und dort Vers 7. Und da geht es um Vers 13, in diesen Versen geht es um das erste Tier aus dem Meer und das ist das Papsttum. Es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volkstamm und jede Sprache und jede Nation. Also wir haben mindestens zwei Dinge in der Offenbarung, die weltweit Einfluss haben. Einmal sind es die Prinzipien der Französischen Revolution und zum anderen sind es die Prinzipien des römischen Katholizismus. Diese beiden Strömungen, diese beiden Weltanschauungen haben einen weltweiten Einfluss, sagt die Bibel ganz deutlich. Und wenn wir in die Welt hineinschauen, dann braucht es nicht lange, um das zu beweisen, dass diese beiden Dinge die ganze Welt beeinflusst haben und immer noch beeinflussen. Und deswegen werden sie auch so ausführlich in der Bibel beschrieben, weil sie ja genau das Gegenteil von dem praktizieren und predigen, was die Dreifaltigkeits-Engel-Botschaft sagt. Offenbarung 13, der römische Katholizismus unterminiert theologisch die Dreifaltigkeits-Engel-Botschaft, die Französische Revolution hat sie unterminiert durch den Atheismus, durch das praktische Leben, durch die Verwerfung von Gott und so weiter.
[25:10] Uns muss also bewusst sein, dass es nicht nur eine weltweite Botschaft für Gott gibt, es gibt auch eine weltweite Botschaft für den Satan. Und manchmal handeln wir immer so ein bisschen so, naja, ob wir uns das eingestehen oder nicht. Wir handeln manchmal so, als ob es nur die Botschaft von Gott gäbe, weil wir oftmals sagen, naja, wir müssen schon Missionen machen, aber jetzt machen wir gerade mal keine Missionen, wir können später wieder Missionen machen. Könnte das auch so das Denken, so das kann man so aufschieben, so heute machen wir nicht, heute habe ich keine Lust, habe ich auch keine Zeit, heute kann ich gerade nicht, in zwei Wochen geht ja auch noch, läuft ja nicht weg. Das ist diese Mentalität, die Aufgabe läuft ja nicht weg, weil sie muss ja sowieso noch gemacht werden. Wir wissen alle, Jesus kommt nicht wieder, er ist ja gemacht, deshalb kann man sie auch noch ein bisschen aufschieben. Aber wenn man sich bewusst ist, dass gleichzeitig ein Missionsfeldzug stattfindet, der eben nicht aufgeschoben wird, der die Leute immer tiefer in ihren Kreisen zieht, dann bekommt das eine andere Dimension. Denn an jedem Tag, an dem wir das Evangelium nicht voranbringen, bringt der Satan seine Theorien schon voran. Der Satan macht keine Pause, der Satan lässt kein Missionssabbat ausfallen, er nutzt jede Gelegenheit, oder? Und das alles nur, weil er vernichtet, also ohne, dass das irgendwer etwas dafür bekommt. Und hier sind wir und reden davon, die Dreifaltigkeits-Engel-Botschaft in der ganzen Welt zu verkündigen und ach, was wir alles tun und wie groß wir reden und beten und dann nächste Woche wieder. Oder in zwei Monaten. Und dieses Bewusstsein, dass es da zwei Botschaften gibt und wenn ich die eine nicht predige, bleibt die andere trotzdem, die geht trotzdem in die Welt. Dann wird mir bewusst, okay, ich kann es nicht erlauben, hier so ein bisschen relaxen. Wir müssen dranbleiben. Und das ist die ganze Bürde der Offenbarung.
[27:12] Jetzt schauen wir mal in einen anderen Vers, und zwar in Offenbarung 10. Und dort Vers 11, ganz genau. In Offenbarung 10, was finden wir dort? Welches, welches, genau, das Buch, das geöffnet wird. Ja, dieses, dieses kleine Büchlein, dass Jesus kommt herab vom Himmel mit dieser Botschaft und das war im Jahre 1798, das Büchlein wird geöffnet. Es entsteht die Adventbewegung, nicht wahr? Weltweite Bewegung, wir haben das ja nur wirklich bis ins letzte Detail studiert, nicht wahr? In England und in Deutschland und in Skandinavien, überall hat es diese Bewegung gegeben. Die Menschen haben gedacht, Jesus kommt bald wieder. Dann kommt diese große Enttäuschung. Wie ist die große Enttäuschung dargestellt in diesem Kapitel? Durch was für ein Symbol wird die große Enttäuschung dargestellt? Genau, er isst das Buch, es ist süß im Mund und dann wird es bitter im Bauch. Und dann sagt, und das ist jetzt die Verknüpfung eigentlich von Offenbarung 10 zu Offenbarung 14. Wir haben Offenbarung 10, das ist die Adventbewegung. Und dann haben wir Offenbarung 14, das ist die Dreifaltigkeits-Engel-Botschaft. Und in Vers 11 heißt es, nach der großen Enttäuschung, das heißt also zeitlich gesehen, wann war die große Enttäuschung? 1844. Er sprach zu mir: "Du sollst, was ist das nächste Wort? Wieder weissagen oder nochmals weissagen. Du sollst nochmals weissagen über viele Völker, Nationen, Sprachen und Könige." Ganz ähnliche Formulierung, fast genauso. Das heißt, nach 1844 sagt er noch einmal solche Botschaft. Und wenn wir dann danach in Offenbarung lesen und schauen, wo finden wir noch mal eine Botschaft, eine prophetische Botschaft an alle Nationen, Völker, Stämmen und Sprachen, kommen wir zu Offenbarung 14 Vers 6 und folgende. Was also zeigt, dass die Dreifaltigkeits-Engel-Botschaft die direkte Folgebotschaft ist, der Adventbotschaft. Das haben selbst die Pioniere um 1851 nicht verstanden. Die dachten, die Dreifaltigkeits-Engel-Botschaft ist zum Teil schon das hier gewesen. Die dachten, das hier ist schon Offenbarung 14 Vers 6. Und die sind nur noch in der dritten Engelsbotschaft. Aber die Bibel sagt eigentlich, dass ja, das war auch Teil der Botschaft, aber diese Botschaft in Fülle wird erst nach der großen Täuschung verstanden. Es war die erste, zweite und dritte Engelsbotschaft. Und wenn wir das hier verstehen, wo wir herkommen, dann werden wir auch verstehen, was unsere Botschaft ist.
[29:46] Nun, glaubt es überhaupt möglich, die ganze Welt zu erreichen? Warum? Praktisch, genau praktisch, nicht theologisch. Theologisch steht ja schon da, aber praktisch. Und wäre es auch ohne Internet möglich? Ohne Radio? Ja, es gibt ja diese Experimente, nicht wahr? Schaut mal mit mir zwei Bibeltexte an, die uns ziemlich Mut machen sollten. Der erste ist in Markus 16, Jesus sagt: "Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium aller Kreatur, der ganzen Schöpfung." Jetzt vergleicht mal diesen Vers. Also, wann ist das gesagt worden? Ja, noch konkreter, wann genau? Welches Jahr? 31, ne? 31 nach Christus. Ja, ungefähr, ja, paar Wochen nach der Kreuzigung.
[31:43] Jetzt geht mal zu Kolosser. Kolosser 1, Vers 23. Kolosser, Kapitel 1, Vers 23. Wer hat Kolosser geschrieben? Wer hat Kolosser geschrieben? Paulus. Schaut mal, was er sagt, Kolosser 1, Vers 23: "Wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen lasst von der Hoffnung des Evangeliums, dass ihr gehört habt, dass verkündigt worden ist in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, und dessen ich, Paulus, geworden bin." Steht das bei euch auch in Kapitel 1, Vers 23? Der Paulus sagt nicht dem Evangelium, dass noch der ganzen Schöpfung gepredigt werden muss. Er sagt, es ist der ganzen Welt gepredigt worden. Das heißt, in einem gewissen, wenn auch etwas begrenzten Sinne, hat die Vorhersage von Jesus schon damals ihre Erfüllung gefunden. Natürlich haben sie noch nicht die Inuit erreicht, die Chinesen erreicht, die südamerikanischen Bauern erreicht, weil von denen wusste keiner, dass es die gibt. Aber alles das, was sozusagen damals so im bekannten Spektrum der Welt war, wo man wusste, da wo man hingehen konnte, da war irgendwo ein Christ gewesen. Für jeden Menschen der damals bekannten Welt im Umkreis des römischen Weltreichs und so weiter bestand die Möglichkeit, das ewige Evangelium zu hören. Frage, wann hat der Paulus seinen Kolosserbrief geschrieben? Irgendeine Schätzung, was wir da denken. Etwas nach Christus. Genau, so sagt die gute Einführung am Anfang des Buches. Also manche Gelehrte gehen sogar konkret vom Jahre 62 nach Christus aus. Also ob jetzt 60, 61, 62 oder auch 63 spielt jetzt nicht die entscheidende Rolle. Das heißt, Pi mal Daumen, ungefähr wie viele Jahre nach Jesu Gebot? Ungefähr 30 Jahre später. Jesus sagt: "Geht hin, predigt das Evangelium der ganzen Welt." Er predigt, er sagt, dass zwölf Laien, keiner von denen hat eine theologische Ausbildung, mal abgesehen von dreieinhalb Jahren Missionsschule mit Jesus, drei Jahre. Die meisten von denen sind irgendwie einfache Berufe, nicht wahr? Er sagt, ja, elf sagt es nicht, zwölf, muss ich mich kritisieren. Also elf Leute nur. Und innerhalb von 30 Jahren ist der Auftrag erfüllt, soweit er damals erstmal so sichtbar und möglich war. Das ist ungefähr eine Generation. Und wenn wir also sagen, dieses Evangelium der ganzen Welt in dieser Generation und wir reden von einer Generation von mittlerweile 18 Millionen Siebenten-Tags-Adventisten. Habt ihr das gehört? 18 Millionen Siebenten-Tags-Adventisten. Wir haben in den letzten zehn Jahren jedes Jahr eine Million Leute getauft. Zehn Jahre am Stück. Dann sollte es eigentlich relativ möglich sein, das zu schaffen in einer Generation, oder? Wenn man dazu noch bedenkt, welche Möglichkeiten wir heute haben. Ich kann heute per Mausklick die Botschaft in alle Welt bringen. Der Paulus musste noch zu Fuß durch die Türkei machen. Heute kann man bequem aus Deutschland theoretisch die Türken erreichen, wenn man das möchte. Das ist theoretisch alles möglich.
[35:27] Aber hier ist der Haken. Elf Leute, die von ihrer Botschaft überzeugt sind und bereit sind, Opfer zu bringen, erreichen mehr als 18 Millionen, die darauf warten, dass ihr Pastor was tut. Oder die sich darauf verlassen, bei 18 Millionen wird es ja welche geben, die was machen. Das ist ein Phänomen. Aber der Punkt ist der. Diese Geschichte sollte uns Mut geben, dass es möglich ist.
[35:53] Jetzt, bevor wir zum Ende kommen. Wir haben hier vier Begriffe und wir haben sie angesprochen. Nation ist relativ klar. Eine Nation ist Deutschland, eine Nation ist Griechenland oder Russland oder Paraguay. Aber wir haben auch Stämme. Wir haben schon ein Beispiel gegeben mit den Sorben. Wisst ihr, wie viele Völker es in China gibt? Verschiedene Völker. 50 verschiedene Völker, zum Teil mit völlig verschiedener Sprache, völlig verschiedener Kultur. Wir haben 400.000 Adventisten in China. Die meisten sind aber Han-Chinesen. Da gibt es immer noch 49 andere Völker. Irgendwo im Westen irgendwelche muslimischen Völker oder irgendwelche Bergvölker in den Wäldern. Die Miau und die Schinghong, die heißen alle möglichen Namen. Ich habe euch, glaube ich, von Malaysia erzählt. In Malaysia gibt es eine Adventgemeinde. Also was heißt das? Es gibt eine organisierte Adventgemeinde. Es gibt überall Adventgemeinden. Es gibt nur keine Malaien in Malaysia, die Adventisten sind. Das sind alles Chinesen. Das heißt, wir sind in einem Land und haben das eigentliche Volk des Landes nicht erreicht. Wir haben große adventistische Gebäude in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wir haben große Gemeinden. Ich war in einer mal gewesen. Das ist beeindruckend. Da gibt es Philippinos und Brasilianer und Norweger und ich weiß nicht was, nur keine Araber. Wir erreichen die Araber doch nicht, weil das ist auch gefährlich. Aber der Punkt ist der, in jedem Land gibt es die Sorben, die man schnell übersieht. Und gerade auch im Gespräch dort mit den Gläubigen ist das ganz oft dann bewusst, dass der Blick verengt sich da nicht. Weil wir sind alles Chinesen hier in Malaysia, deswegen erreichen wir auch nur Chinesen. Wir suchen nur nach Chinesen. Geht mal nach England. Mal weg von Fernasien gehen. Nach England. In England besteht die Adventgemeinde zu 95 Prozent aus Jamaikanern und Afrikanern. Da kann man also die eigentlichen, in Anführungsstrichen, die Ur-Engländer, die Ur-Briten, die kannst du an zwei Händen abzählen in vielen Gemeinden. In manchen brauchst du nur eine. Naja, ihr könnt euch mal in Bad Cannstatt umschauen, wie viele hier wirklich reine Deutsche sind. Aber das ist ja nicht der Punkt. Das ist ja vollkommen in Ordnung. Das ist ja super. Nur der Punkt ist der, wir haben hier das Problem, dass es an Deutschland fehlt. Aber manchmal vernachlässigen wir diese Tatsache.
[38:35] Wie viele Sprachen gibt es in der Welt, wo es die Bibel gar nicht gibt? Wie viele Stämme gibt es, die völlig unerreicht sind? Egal ob in Afrika oder Südamerika oder in sonst wo. Und sogar in Deutschland. Also irgendjemand muss sich mal, ich habe einen Freund, der studiert Westslawistik, deswegen lernt er die Sprache, um dort die Leute zu missionieren. Aber es ist bisher der Einzige. Wenn der jetzt irgendwie mal woanders hinzieht, dann war es das erstmal wieder. Wer geht da hin? Wer erreicht die Sorben? Oder manchmal haben wir zwar in manchen Nationen schon irgendwie eine Art Wendt-Gemeinde, aber eigentlich, verglichen mit der Bevölkerung, eigentlich so gut wie noch gar nichts. Typisches Beispiel Griechenland. Riesenland, zig Millionen Leute. Wie viele Wendt-Gemeinden? Zehn? Ungefähr zehn Gemeinden. Und dann noch irgendwie Japan, genau das Gleiche. Wie viele Millionen Menschen gibt es in Japan? Die Gemeinde in Japan kämpft mit dem Aufsterben, weil die ganz wenig Taufen haben, die werden immer älter, haben kaum noch junge Leute. Und wenn da nicht ein Wunder geschieht, wenn nicht irgendwas passiert, dann könnte es sein, dass in ein paar Jahrzehnten es keine Wendtisten mehr in Japan gibt. Also jetzt mal ganz schlimm gemalt. Damit will ich nur sagen, es gibt Herausforderungen, die wir uns realistisch stellen müssen. Wenn wir sagen, wir wollen das Evangelium in die ganze Welt bringen.
[40:02] Jetzt kann einer nicht alles tun. Wir können nicht gleichzeitig mal leiser sein und die Sorben erreichen. Aber irgendwas kann ich ja persönlich tun. Ich kann sagen, okay, meine Aufgabe ist, was weiß ich was. Bisher war noch niemand in Stuttgart-Ost. Oder bisher war noch niemand in, keine Ahnung, wo auch immer ihr her seid. In meinem Dorf, da hat es noch nie keinen Missionsansatz gegeben. Und wer weiß, ob da mal eine Gemeinde gegründet wird. Ich fange mal an. Das ist mein Missionsgebiet. Jetzt, wenn Gott es so öffnet und alles so geht, werden wir nach Wangen gehen. Wahrscheinlich hat es noch nie einen Adventisten gegeben, der irgendwo in Wangen Missionen gemacht hat, oder? Wir werden wahrscheinlich die ersten sein, die dort endlich mal die Türen anklopfen. Und dann waren wir noch nicht in Untertürkirchen und Obertürkirchen und so weiter. Und das Ganze noch in dieser Generation. Versteht ihr? Die Dreifaltigkeits-Engel-Botschaft muss eine Kraft sein, weil als reine Theorie würden wir depressiv werden. Meine Güte, so eine Aufgabe und so wenig Kraft. Es muss eine Kraft sein, die uns befähigt. Ansonsten wäre es ja der Wahnsinn. Aber es ist eine Kraft. Wenn wir sie erleben, wenn wir die Dreifaltigkeits-Engel-Botschaft, wenn wir sie studieren auch die nächsten Wochen und Stück für Stück verdauen, dann immer mit dem Bewusstsein, da gibt es Menschen, Kulturen, Stämme, Sprachen, Völker, die müssen wir erreichen. Und wir können nicht einfach uns zurücksetzen und warten, dass irgendjemand anderes das macht.
[41:31] Ihr kennt die Geschichte von Jonathan und dem Waffenträger, oder? Der gesagt hat: "Schau mal, siehst du da die Philister?" Und die ganze Gemeinde schläft. Der König sitzt unter dem Baum und schnarcht. Der Priester schläft und tut nix. Wir werden jetzt nicht erst einen Ausschuss einberufen und irgendwie lange diskutieren. Wir gehen jetzt da hoch und erschlagen die Philister. Ja, hoch. Und dann sind sie da hoch gekraxelt. Lebensgefährlich. Ich meine, stellen wir vor, die Armee ist da oben auf dem Berg und ihr kraxelt den Berg hoch. Ellen White sagt, die Philister waren so erstaunt, dass überhaupt niemand sowas wagen würde. Deswegen haben sie vergessen zu schießen. Und das war ihr einziges Glück. Sie sind hochgekommen, haben da die Philister erschlagen und in die Flucht geschlagen, ich weiß nicht, für 50 Stück oder so. Und dann war die ganze Gemeinde so: "Wow, guck mal da." Nicht wahr? Da geht was los. Und ich glaube, das ist genau das, was passieren muss. Und wir haben das ja schon erlebt in unserer Gemeinde. Nicht wahr? Zu einem gewissen Stück. Wenn wir erleben, Gott schenkt Segen, dann wird das auch andere motivieren. Aber wir müssen dranbleiben. Wir müssen weiter arbeiten. Wir müssen uns Gedanken machen, wie können wir in unserem Rahmen, den Gott uns gegeben hat, das Vollmaß erfüllen. Ihr wisst, Ellen White sagt, es könnte tausendmal mehr getan werden, wenn die Geschwister das tun würden, was ihre Pflicht ist. In jedem Detail. Egal, wo die Pflicht sein mag. Nation, Stämme, Sprachen und Völker. Und zwar mit lauter Stimme. Nicht im Sinne von: "Ich warte mal, bis jemand zu mir kommt, damit ich mal meinen Baum verteidigen kann." Nein, mit lauter Stimme. Und in dem Sinne möchte ich euch herausfordern, diesen Auftrag von Jesus so ernst zu nehmen, wie ihn Petrus, Johannes und Thaddäus genommen haben. Wer von denen hat sich zur Ruhe gesetzt und hat dann erstmal so Sabbat für Sabbat schön den Sabbat genossen? Nichts gegen das Sabbat genießen. Versteht mich bloß nicht falsch. Wir wollen uns nicht in der Mission verausgaben. Aber ich glaube, ich glaube, die ersten, ersten Christen hatten noch irgendwie einen anderen, die hatten noch einen anderen, ich weiß gar nicht, wie ich das nennen soll. Die konnten nicht einfach nur da sitzen, oder? Und einfach so, so Christ sein, so. Die mussten raus, die mussten das verbreiten. Und die haben nach Wegen gesucht. Und als sie gehört haben, da gibt es ein Land, Indien, da gibt es viele Elefanten, noch mehr Menschen. Keiner hat das Evangelium gehört. Da hat der Thomas gesagt: "Da gehe ich hin." Und einer hat gesagt: "Wahrscheinlich war es Matthäus, ich gehe nach Äthiopien." Und einer hat gesagt: "Ich gehe da hin." Und der andere hat gesagt: "Ich gehe da hin." Und übrigens sind sie alle, bis auf wahrscheinlich Johannes, im Missionsfeld gestorben. Und zwar nicht über Nacht durch Einschlafen, sondern eines grausamen Todes.
[44:20] Kennt ihr die Geschichte von Jim Elliot? Dann schließen wir. Kennt ihr die Geschichte von Jim Elliot? Jim Elliot war ein amerikanischer Missionar, kein Adventist. Der in der Mitte des 20. Jahrhunderts, in den 50er Jahren, glaube ich, 40er oder 50er Jahren, er wollte Missionar werden, war ein sehr bibeltreuer Christ. Und er wollte Missionar werden, er wollte nach Südamerika gehen. Sie sind nach Südamerika gegangen, er und vier Freunde, vier Prediger, mit ihren Frauen, junge Ehepaare. Und sie haben dort von einem Stamm gehört, der irgendwo, ich glaube in Paraguay oder Bolivien oder so, so ein ganz wilder Stamm, der bisher nur dafür bekannt war, dass sie alle Leute umgebracht haben. Kennt ihr die Geschichte? Und sie haben gesagt: "Zu denen wollen wir hin." Die haben nicht mal ein Wort für Gott gehabt. Ja, so wild. Kein Mensch, die wurden sonst nur abgeschossen, ja. Und die waren so wild, die haben sich gegenseitig umgebracht, dass die Gefahr bestand, dass der Stamm bald sich ausrottet. Und dann haben die monatelang versucht, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Über Flugzeug, haben Sachen abgeworfen und so weiter. Bis sie schließlich das Gefühl hatten, dass sie, ja, genug Kontakt hatten, um endlich dort zu landen. Sind dann mitten im Dschungel da in so einem Flussbett gelandet, haben ihre kleine Hütte gebaut und gewartet, dass die Wilden kommen. Jahrelang dafür gebetet, studiert, Sprache gelernt, alles mögliche. Ich glaube, nach vier, fünf oder sechs Tagen sind die gekommen und haben alle umgebracht. Alle tot. Alle Missionare. Und die Frage war immer, hat das irgendwas gebracht? Und ihr müsst das Buch mal lesen, da gibt es auch einen Film darüber, ist sehr spannend. Und das Interessante ist, aufgrund dieser Tatsache sind später die Frauen der Missionare dann in dieses Dorf gegangen von den Wilden. Und die haben sich alle bekehrt. Oder viele von denen. Es sind alle Christen geworden. Weil dort einige junge Männer bereit waren zu sagen: "Hier ist mein Leben. Ich lege alles auf die Linie sozusagen. Ich lege alles auf den Altar. Gott gebrauch das." Sie haben dann sozusagen das Evangelium praktisch gesehen. Sie haben praktisch in der Liebe dieser Frauen gesehen, da muss es mehr geben als nur Rache.
[46:30] Und was also bedeutet, und damit schließen wir, dieses Evangelium wird nur zu allen Nationen, Völkern, Sprachen und Stämmen gehen, wenn diejenigen, die das Evangelium glauben, als Kraft haben, auch bereit sind, Opfer für das Evangelium zu bringen. Jesus war bereit, um diese Botschaft Opfer zu bringen. Paulus war bereit, um diese Botschaft Opfer zu bringen. Waldenser waren bereit, um diese Botschaft Opfer zu bringen. Varrat waren bereit, um diese Botschaft Opfer zu bringen. Die Frage ist, bist du bereit um diese Botschaft Opfer zu bringen? Und wenn du zuschaust, kannst du genauso. Und wenn du zuschaust, kannst du genauso.
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