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Manuskript zur Sendung >>> CSH 15 Q2 01 – Taufe und die Versuchung – Sendemanuskript

In dieser Cannstatt Study Hour-Ausgabe tauchen wir tief in das Evangelium nach Lukas ein und beleuchten die Themen Taufe und Versuchung. Wir beginnen mit der historischen Einordnung von Lukas‘ Evangelium und der Bedeutung der Taufe Johannes des Täufers als Symbol der Buße und Vergebung. Anschließend wird die Rolle der Taufe als äußeres Zeichen einer inneren Veränderung und als Tür zu einem neuen Leben erklärt. Der Vortrag thematisiert auch die Aufforderung Johannes‘, Früchte der Buße zu bringen, und die Reaktion der Menschen darauf. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Taufe Jesu selbst, ihrer symbolischen Bedeutung und den drei zentralen Aspekten: Jesus als Lamm Gottes, die Salbung mit dem Heiligen Geist und die Identifikation als Sohn Gottes. Abschließend wird die entscheidende Phase der Versuchungen Jesu in der Wüste analysiert, wobei die Strategien Satans und die Kraft des Wortes Gottes als Waffe gegen die Versuchung hervorgehoben werden.

In dieser Cannstatt Study Hour-Ausgabe mit Bogdan Tanase wird das Evangelium nach Lukas, Kapitel 3 und 4, behandelt. Der Fokus liegt auf der Taufe durch Johannes den Täufer, ihrer Bedeutung und der Vorbereitung auf das Kommen Jesu. Anschließend wird Jesu Taufe und die anschließende Versuchung durch Satan in der Wüste detailliert beleuchtet. Die Lektion betont die Wichtigkeit des Wortes Gottes als Waffe gegen Versuchungen und die Notwendigkeit, Gott allein anzubeten.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q2: Das Evangelium nach Lukas

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von der Cannstatt Study Hour. Heute mit dem Thema Taufe und die Versuchung. Ein herzliches Willkommen an unsere Zuschauer auf UN-Media TV und auf AD TV. Wir werden in dieser Betrachtung dieser Woche das Kapitel 3 und 4 Verse 1 bis 13 im Lukas Evangelium betrachten und gemeinsam ausarbeiten. Zu Beginn möchten wir gemeinsam wie gewohnt beten. Unser himmlischer Vater, Herr, hab Dank, dass wir die Möglichkeit haben, dein Wort zu studieren. Wir möchten dich bitten, dass du uns jetzt führst und leitest mit deinem Heiligen Geist und dass du uns Erkenntnis schenkst, was du uns zu sagen hast, und dass du uns auch die Kraft schenkst, die Dinge, die wir erkennen, auch umzusetzen in unserem Leben. Hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:22] Das dritte Kapitel des Lukas Evangelium beginnt mit einer Aufzählung von historischen Personen. Wenn wir dorthin gehen, lesen wir folgendes in Lukas Kapitel 3, die Verse 1 und 2. Dort steht: "Aber im 15. Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Stadthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus aber Vierfürst von Ithurea und dem Gebiet von Trachonitis und Lysanias Vierfürst von Abilene, unter dem Hohepriester Hannas und Caiaphas, da ging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste." Lukas beginnt hier mit dieser Aufzählung von historischen Personen, und das unterstreicht die Glaubwürdigkeit des Lukas Evangeliums. Wir haben gesehen, dass auch in der letzten Betrachtung, dass man erkennen konnte, dass Lukas immer wieder diesen Anspruch eines historischen Dokumentes an das Evangelium, das er verfasst hat, stellt und es immer wieder dadurch stärkt. Dank dieser historischen Angaben können wir auch die Taufe und das Wirken Johannes in der Wüste oder allgemein, dass der Beginn seines Wirkens, datieren auf das Jahr 27 oder 28 nach Christus. Wir erkennen hier auch einen Kontrast in diesen ersten zwei Versen. Zunächst werden weltliche Herrscher aufgelistet, dann Priester im Tempel und zuletzt wird Johannes dargestellt und Johannes als demütiger Mensch und im Kontrast zu diesen ganzen anderen Herrschern und mächtigen Personen.

[3:26] In Lukas Kapitel 3 Vers 3 lesen wir: "Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und verkündigte eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden." Johannes verkündigte eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Wir möchten uns mal anschauen, was es mit der Taufe auf sich hat und auch, was die Buße bedeutet. Im Neuen Testament wird die Taufe nicht mehr erläutert, das heißt in den Evangelien, wo sie zum ersten Mal auftaucht, und das setzt sozusagen voraus, dass die Taufe schon bekannt ist oder bekannt war unter denjenigen, an die diese Briefe gerichtet waren. Bereits im Alten Testament gab es rituelle Waschungen und Reinigungsbäder. Diese standen symbolisch für die Reinigung von der Sünde, und diese Reinigung kann natürlich auch nur von Gott bewirkt werden. Es war unter anderem auch eine sogenannte Proselytentaufe bekannt. Für Frauen zum Beispiel war es das einzige äußere Zeichen der Zugehörigkeit zum Volk Gottes. Die Männer hatten auch noch die Beschneidung. Johannes bot die Taufe aber nicht nur den Neubekehrten an, sondern auch den Bekehrten, und damit zeigte er, dass auch diejenigen, die sich zum Volk Gottes zählten, Vergebung brauchten, und es gab ihnen die Gelegenheit, das öffentlich zu bekennen. Dadurch sollten sie auch auf das Kommen des Messias vorbereitet werden.

[5:30] Es war ein symbolischer Akt, der eine innere Einstellung offenbarte oder eine innere Änderung offenbarte. Es bedeutete, dass man sich von seinem alten Leben abwendet und sein Leben weiht für das kommende Reich des Messias. Die Taufe als äußeres Zeichen für eine innere Veränderung gilt als Tür oder ist auch die Tür zu einem neuen Leben. Was aber erwähnt werden sollte, ist, dass das keine Garantie für die Ewigkeit ist, gerettet zu sein, sondern es einen Kampf erfordert, solange wir hier noch auf dieser Welt sind. Es erfordert von uns auch, dass wir immer wachsam sind. Die Buße heißt, dass ich die Dinge, die ich getan habe, bereue, also die Sünden, die ich begangen habe, bereue und dass ich mich aber auch davon abwende und sie nicht mehr tue. Johannes' Aufruf an die Menschen war es also, den eigenen Weg zu verlassen und den Weg Gottes zu beschreiten. Dies hatte Auswirkungen auf das Leben der Menschen, was wir jetzt auch im Verlauf dieses Studiums noch sehen werden.

[7:05] Wir lesen Lukas Kapitel 3, Verse 4 und 5: "Wie geschrieben steht im Buch der Worte des Propheten Jesaja, der spricht: Die Stimme eines Rufenden ertönt in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben! Jedes Tal soll ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Krumme soll gerade und die holprigen Wege eben werden." Der Auftrag Johannes war es, die Menschen auf das Kommen Jesu vorzubereiten, und diesen Auftrag erkannte er in der Schrift. Im Alten Testament, im Jesaja Buch Kapitel 40 und dort Verse 3 bis 5. Es gibt auch noch andere Stellen in Kapitel 57, Verse 14 und 62, Verse 10, die sind dann auch dem Sendemanuskript zu entnehmen, die mit dieser Berufung hier übereinstimmen.

[8:16] In Vers 6 lesen wir, was das eigentliche Ziel dieser Botschaft, dieser Verkündigung sein sollte: "Und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen." Das bedeutet, das Ziel der Verkündigung Johannes war es, die Menschen zur Erlösung oder zur Errettung zu führen. Niemand sollte verloren gehen, und sie sollten sich in Demut vorbereiten auf den Messias. Denn von diesem sagte Johannes, dass er mit Feuer und Geist taufen werde. Aber Johannes und Jesus auch haben ihren Auftrag aus der Schrift erkannt. Johannes hat den Auftrag Gottes für sich erkannt, indem er das Wort Gottes studiert hat. Und Gott hat für jeden Einzelnen von uns einen Auftrag, und den können wir aber auch nur erkennen, wenn wir das Wort Gottes studieren. Einen Auftrag lesen wir in Matthäus Kapitel 28, Verse 18 bis 20, wo steht: "Geht hin und macht alle Völker zu Jüngern und taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Dieser Auftrag ist an jeden Gläubigen gerichtet. Und somit stehen wir da auch in der Verantwortung, ob wir diesem Auftrag nachkommen als gläubige Christen oder nicht.

[9:58] In den Versen 7 bis 8 lesen wir folgendes: "Er sprach nun zu der Volksmenge, die hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Schlangenbrut, wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind, und fragt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu wecken." Wir lesen hier, dass er zu der Volksmenge sprach. Wenn wir diese Stelle mit den anderen Evangelien vergleichen, haben wir in Matthäus eine genauere Beschreibung. Denn dort steht, dass er zu den Pharisäern und Sadduzäern sprach. Denn es waren viele von ihnen dorthin gekommen, um Sünden zu bekennen und um sich taufen zu lassen. Aber nicht alle waren aufrichtig. Es gab einige, die sind dorthin gekommen, weil sie sich einen Vorteil daraus versprochen haben, sich mit dem Propheten Gottes anzufreunden. Sie hatten gehofft, dass diese Verbindung oder diese Freundschaft zu ihm ihnen Vorteile in dem kommenden Reich sichern würden. Und Johannes hat das gesehen. Das heißt, der Geist Gottes hat ihm das offenbart. Und so spricht er zu ihnen: "Schlangenbrut! Denn diese haben sich darauf verlassen, dass sie die Nachkommen Abrams waren und ihnen die Erlösung sicher, und haben aber nicht das vorgelebt, was sie eigentlich gepredigt haben. Sie waren Heuchler. Und so spricht eben Johannes zu ihnen: "Bringt Früchte, die der Buße würdig sind."

[12:07] Eine Auswirkung, wenn ich mich für den Weg Gottes entscheide, ist, dass ich eine Entscheidung treffen muss. Will ich den Weg gehen, den Gott mir zeigt, oder nicht? Und es ist nicht ausreichend, biologisch ein Achfahrer wie zum Beispiel Abrahams zu sein. Denn darauf hatten sich die Pharisäer und die Sadduzäer gestützt. Aber das ist eine Erkenntnis, die für sie noch wichtig war und die eigentlich für jeden Einzelnen von uns wichtig ist. Denn wir müssen eine Entscheidung treffen. Es reicht nicht aus, einfach nur das Wort Gottes zu hören, in die Gemeinde zu gehen, einfach nur dazu zu gehören. Sondern jeder Einzelne von uns muss diese Entscheidung treffen, den Weg Gottes zu gehen, die Stimme Gottes zu hören und nicht nur zu hören, sondern darauf zu hören.

[12:59] In Vers 9 lesen wir, was passiert mit denen, die die Früchte nicht bringen: "Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen." Was sind die Früchte, die hier gemeint sind? Nun, als ich den Text gelesen habe, kamen mir als allererstes natürlich die Geistesfrüchte in den Sinn in Galater 5 Vers 22. Und wir sehen daraus natürlich auch, dass es eine weitere Auswirkung gibt, wenn ich mich für den Weg Gottes entscheide. Denn es reicht, ich muss eine Entscheidung treffen, und der nächste Schritt ist, dass ich auch Früchte bringe.

[13:55] Und die Reaktion der Zuhörer war sehr interessant. Denn ich stelle mir das so vor: Johannes war dort, hat gepredigt, so wie vielleicht heute Prediger bei uns in der Gemeinde stehen und den Menschen predigen. Und diese Menschen hören dann diese Botschaft, und sie werden davon ergriffen. Und sie gehen zu Johannes und fragen ihn: "Was sollen wir tun?" Und wir lesen das in Vers 10: "Da fragten ihn die Menge und sprach: Was sollen wir denn tun?" Und ab Vers 11: "Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keins hat, und wer Speise hat, der mache es ebenso. Es kamen auch Zöllner, sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen wir tun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als was euch vorgeschrieben ist. Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Misshandelt niemanden, erhebt keine falsche Anklage und seid zufrieden mit eurem Sold." Es kamen Juden, die eigentlich zunächst Heuchler waren, denn sie lebten nicht das, was sie predigten oder was sie vorgaben zu sein. Es gab Zöllner, die Betrüger waren. Es kamen Kriegsleute, die Mörder waren. Also all diese Menschen hatten diese Last auf ihren Herzen, und die Botschaft Johannes erreichte sie. Und sie kamen und wollten sich taufen lassen. Sie fragten: "Was sollen wir tun?"

[15:35] Diese gleiche Reaktion gibt es auch in der Apostelgeschichte und dort Kapitel 2 und Vers 37. Das ist direkt nach Pfingsten, als der Heilige Geist über die Jünger ausgeschüttet wurde und Petrus predigt. Petrus verkündigt dem Volk Jesus als den Messias, und die Auswirkungen... Entschuldigung, ich bin verrutscht. Die Rede des Apostel Petrus, das fängt an in Vers 14, und in Vers 37 sehen wir die Auswirkungen: "Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?" Und die Antwort Petrus ist: "Lasst euch taufen. Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen."

[16:54] Johannes hat den Menschen, die zu ihm gekommen sind und gefragt haben: "Was sollen wir tun?", geraten, Geistesfrüchte zu bringen. Und was bedeutet das, wenn wir uns anschauen, was er ihnen geraten hat? Es waren alles Dinge, die eigentlich zusammengefasst werden können, und zwar: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Denn wenn ich meinen Nächsten liebe, dann werde ich ihn nicht betrügen, dann werde ich ihn nicht ermorden, dann werde ich ehrlich zu ihm sein. Alle diese Dinge waren nämlich ziemlich verkehrt bei den Menschen, die damals zum Johannes kamen. Und ich glaube, dass es heute leider nicht viel anders ist. Denn es gibt immer noch viele Menschen, die in ihrem Herzen zwar wissen, was richtig ist, aber sich nicht ganz anders verhalten.

[18:07] Und dort ist auch der Aufruf: Hört auf die Stimme Gottes. In Lukas Kapitel 3 Vers 15 bis 16, wenn wir weiterlesen, lesen wir folgendes: "Da aber das Volk in Erwartung stand und alle in ihrem Herzen sich wegen Johannes fragten, ob er vielleicht der Christus sei, antwortete Johannes allen und sprach: Ich taufe euch mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin nicht würdig, ihm seinen Schuhriemen zu lösen. Der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen." Johannes stellt gleich klar, dass er nicht der Messias ist und verweist auf Jesus Christus, auf den, der da kommen soll. Und der Unterschied stellt er auch klar. Er sagt, er tauft mit Wasser, aber der, der kommen soll, Jesus Christus, er wird mit Feuer und mit Geist taufen. Und was, dass man, dass Jesus Christus auch mit dem Geist getauft hat, das wissen wir. Aber was ist mit diesem Feuer gemeint? Schaut mal in Maleachi Kapitel 3 und dort Verse 1 bis 3. Maleachi, Kapitel 3, Verse 1 bis 3: "Siehe, ich sende meinen Boten, der von mir her den Weg bereiten soll, und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr begehrt. Siehe, er kommt, spricht der Herr der Herrscharen. Wer aber wird den Tag seines Kommens ertragen? Und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer des Silberschmelzers und wie die Lauge der Wäscher. Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen. Er wird die Söhne Levis reinigen und sie läutern wie das Gold und das Silber. Dann werden sie dem Herrn Opfergaben darbringen in Gerechtigkeit."

[20:14] Wir haben hier den Boten des Bundes. Das ist kein anderer als Jesus Christus, und von ihm wird gesagt, dass er ist wie das Feuer des Silberschmelzers und wie die Lauge der Wäscher. Jesus tauft ist eines, das reinigt. Es reinigt von der Sünde und es läutert den Charakter. Wenn wir Römer Kapitel 6, Verse 1 bis 6 aufschlagen, lesen wir dort, wie Paulus die Taufe beschreibt. Die Taufe wird hier als Symbol für den Tod und die Auferstehung beschrieben. Für uns bedeutet es, dass unser altes Leben stirbt und wir ein neues Leben beginnen. So wie Jesus sein irdisches Leben ablegte, um ein ewiges Leben zu beginnen, so ist es auch für uns notwendig, dass wir an seinem Tod teilhaben, damit wir an dem ewigen Leben teilhaben können.

[21:48] Wenn wir uns die Taufe Jesu anschauen, in Lukas Kapitel 3 wird sie ganz kurz beschrieben in den Versen 21 und 22. Dort steht: "Es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete, da tat sich der Himmel auf und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme ertönte aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen." Wenn wir das mit den anderen Evangelien vergleichen, gibt es in jedem Evangelium eigentlich eine Besonderheit, die in den anderen nicht beschrieben ist. Zum Beispiel in Matthäus Kapitel 3 Verse 13 bis 17 ist die Parallelstelle hierzu, und dort spricht Jesus zu Johannes, und dieses Gespräch zwischen ihnen kommt in den anderen Evangelien nicht vor. Ich muss kurz was nachschauen.

[23:18] In Johannes Kapitel 1 und dort Vers 29 bis 34, wiederum die Parallelstelle in Johannes, bezeugt Johannes der Täufer, wie er selbst den Heiligen Geist in Gestalt der Taube auf Jesus herabkommen sieht und wie er die Stimme Gottes hört. Und hier in Lukas ist die Besonderheit die, dass nur hier berichtet wird, dass Jesus betete, und worüber er betete, darüber darf sich jeder von euch mal Gedanken machen. Im Vergleich mit den anderen Evangelien ist diese Beschreibung auch die kürzeste.

[24:08] In dem Leben Jesu finden wir auf Seite 93 folgendes Zitat: "Jesus empfing die Taufe nicht im Sinne eines Schuldbekenntnisses, er stellt sich aber den Sündern gleich und tat alles, was auch wir tun müssen. Sein Leben des Leidens und des geduldigen Ausharrens nach seiner Taufe ist ein Beispiel für uns." Jesus Christus hat sich nicht taufen lassen, weil er ein Sünder war, sondern als Vorbild für uns. Wenn einer von uns sich taufen lässt, dann ist es, weil wir Sünder sind und weil wir seine Vergebung benötigen und weil wir das auch als äußeres Zeichen und als öffentliches Bekenntnis tun. Als Bund, wie im Vergleich mit der Ehe. Die Eheschließung ist auch ein öffentliches Bekenntnis, dass man mit der anderen Person den Rest seines Lebens verbringen möchte, und genauso die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis dafür, dass man den Rest seines Lebens mit Gott verbringen möchte.

[25:19] Es gibt bei der Taufe Jesu drei interessante Aspekte, die hier herausgearbeitet werden können. Das erste ist: Jesus ist das Lamm Gottes. Das gesamte Heiligtum, der ganze Dienst und alles, was es beinhaltet, deutet auf Jesus Christus hin, und durch diese Aussage identifiziert sich Jesus mit dem einzig wahren Opfer, das geschlachtet werden sollte zur Vergebung der Sünden. Also durch die Aussage Johannes, der sagt: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinfortnimmt." Eine ausführlichere Beschreibung darüber gibt es auch in Hebräer Kapitel 9 und 10, wo dann auch gesagt wird, dass Jesus Christus das perfekte Opfer ist, aber nicht nur das, sondern auch der Hohepriester.

[26:20] Der zweite Punkt ist: Der Heilige Geist kam auf ihn. Bei den Königen und Priestern im Alten Testament war es so, dass sie bei der Einsetzung gesalbt wurden. Diese Salbung wurde hauptsächlich bei den Menschen durchgeführt, die eine besonders wichtige Position eingenommen haben, die für das Volk wichtig war. Damals wurde mit Öl gesalbt. Das Öl finden wir aber auch in der Bibel als Symbol für den Heiligen Geist. Jetzt sehen wir, dass bei der Taufe Jesu der Heilige Geist direkt auf ihn kam.

[27:03] Ein weiterer interessanter Gedanke zu diesem Thema ist, dass wenn man über die Taube nachdenkt, wo sie in der Bibel vorkommt, dann ist eine der ersten Stellen die Sintflut. Bei der Sintflut wurde die Taube aus der Arche herausgelassen, damit sie nach Land sucht, damit sie einen Ort sucht, wo sie zur Ruhe kommen konnte. Die Taube haben wir jetzt auch als Symbol für den Heiligen Geist. Der Heilige Geist kam in Gestalt der Taube auf Jesus hernieder. Wenn man sich diese Parallele mal überlegt: Die Taube bei der Sintflut suchte nach einem Ort der Ruhe und sie durchstreifte die Welt. Sie schwebte sozusagen über dem Wasser und hat lange Zeit erst mal keinen Ort gefunden, an dem sie sich ausruhen konnte. So auch der Heilige Geist jahrelang einen Ort gesucht hat, wo er sich ausruhen konnte. Wir wissen auch aus 1. Korinther Kapitel 3, dass wir selbst ein Tempel des Heiligen Geistes sind. Und als Jesus Christus nun getauft wurde, fand der Heilige Geist die Ruhe in dem perfekten, in dem vollkommenen Tempel Jesus Christus.

[28:41] Der dritte Punkt ist: Jesus Christus ist Gottes Sohn. Was bedeutet es, ein Sohn zu sein? In Johannes und dort Kapitel 8, Vers 39, Johannes Kapitel 8, Vers 39, lesen wir: "Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr Abrahams Werke tun." Das heißt, das Prinzip ist nicht, dass man der Sohn von jemandem ist, wenn man von ihm geboren wurde, sondern wenn man seine Werke tut. In diesem Licht ist Jesus Christus definitiv der Sohn Gottes, denn er tat auch die Werke seines Vaters. Und in diesem Sinne können auch wir Gottes Kinder sein, wenn wir seine Werke tun. Und deswegen wird hier auch die Formulierung benutzt in Lukas Kapitel 3, Vers 22: "Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe." Denn Jesus war ohne Sünde. Er hat alles getan, alle Werke des Vaters auch getan und war so gesehen ohne Fehl.

[29:56] Direkt nach der Taufe führte der Geist Jesus Christus in die Wüste, und dort sollte er sich vorbereiten, ungestört, vorbereiten auf die Aufgabe, die vor ihm lag. Doch Satan nutzte diese Gelegenheit, um Jesus zu versuchen, denn er wusste, dass dieser Kampf ein sehr wichtiger ist und sich hier für ihn eine Gelegenheit bot, Jesus an einem schwachen Punkt zu erwischen.

[30:37] In Leben Jesu Seite 99 lesen wir: "Satan erkannte, dass es für ihn darum ging zu siegen oder aber besiegt zu werden. Von dem Ausgang des Kampfes hing zu viel ab, um ihn seinen Verbündeten, den Geistern in der Luft, zu überlassen. Er musste selbst die Führung in diesem Streit übernehmen. Alle Mächte des Abfalls wurden gegen den Sohn Gottes aufgeboten. Christus wurde zur Zielscheibe aller teuflischen Waffen." Wenn wir uns überlegen, dass wir als Zielscheibe zur Zielscheibe aller teuflischen Waffen werden, dann können wir aus eigener Kraft diesen nicht widerstehen. Wir brauchen Jesus Christus. Wir brauchen seine Kraft in unserem Leben, und dazu ist es notwendig, uns ihm ganz zu übergeben. Jesus Christus hat von Kindheit an sich vom Heiligen Geist führen lassen. Ja, noch mehr, der Heilige Geist, er hat ihn zum Vater, und er hat die Werke Gottes getan. Er hat viel Zeit im Gebet und im Bibelstudium verbracht, und nur dadurch konnte er auch bestehen. Es gibt einige, die meinen, dass Jesus dort nicht hätte fallen können. Doch das ist verkehrt, denn es gab die Möglichkeit, dass er hätte fallen können, sonst hätte Satan es versuchen brauchen.

[31:56] In Lukas Kapitel 4 und dort Vers 3 lesen wir: "Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde." Satan benutzt immer die gleichen Tricks. Das Traurige ist, dass sie meistens ziehen, dass sie meistens funktionieren. Bei Eva war es eine Versuchung, wo er Zweifel gesät hat: "Sollte Gott gesagt haben, dass..." und sie ist darauf eingegangen und hat gesündigt. Bei Israel säte er auch Zweifel, obwohl sie diese ganzen Erfahrungen mit Gott gemacht hatten, obwohl Gott das mehr geteilt hatte und ihn immer wieder gezeigt hat, dass er mit ihnen ist, haben sie immer wieder gezweifelt, ob das tatsächlich stimmt. Und auch Mose hatte nur einen kleinen Augenblick, wo er zweifelte, wo er seinen Glauben zu schwach war. Und das kostete ihm den Eintritt in das gelobte Land. Und jetzt versucht Satan es bei Jesus mit der gleichen Masche, und zwar genau zu dem Zeitpunkt, wo Jesus am verletzlichsten ist, am schwächsten ist.

[33:43] Und auch dort fand ich ein Zitat im Leben Jesu, das ich vorlesen möchte, weil es wirklich wichtig ist: "Befindet sich jemand durch besondere Umstände in Not, Krankheit oder sonstigen schwierigen Verhältnissen, so ist Satan sofort da, ihn zu versuchen und zu reizen. Er kennt unsere schwachen Seiten und benutzt sie gegen uns. Er sucht unser Vertrauen zu Gott mit dem Hinweis zu erschüttern, warum ein guter Gott derartige Dinge überhaupt zulasse. Er veranlasst uns, Gott zu misstrauen und seine Liebe zu uns anzuzweifeln. Oft tritt der Versucher an uns heran, wie er auch an Jesus herangetreten war, und zeigt uns unsere Schwächen und Unzulänglichkeiten. Er hofft dadurch, die Seelen zu entmutigen und unseren Halt an Gott zu brechen. Dann ist er seines Opfers sicher. Treten wir ihm aber entgegen wie Christus, wir würden mancher Niederlage entfliehen."

[34:39] Jesus Christus, als er hier von Satan angegriffen wurde, wir lesen das in Vers 4, und Jesus antwortete ihm und sprach: "Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort aus dem Munde Gottes." Jesus antwortet nicht aus sich selbst, sondern antwortet mit dem Wort Gottes, mit der Schrift. Und Satan hat darauf nichts zu entgegnen. Satan hat auf das Wort Gottes nichts zu entgegnen. Das heißt, auch in unserem Leben, wenn wir versucht werden, sollten wir an dem Wort Gottes festhalten. Denn das ist unsere einzige Waffe, die wir haben, unser Schwert. Und wir sollten das gut kennen. Deswegen empfiehlt es sich eigentlich auch, Teile der Bibel auswendig zu lernen, sodass der Heilige Geist uns immer wieder in Erinnerung rufen kann, wenn wir in schwierigen Situationen stecken und diese brauchen.

[36:05] In der Betrachtung gab es auch auf Seite 24 einen interessanten und wichtigen Satz. Dort steht: "Gottes Wort anzuzweifeln ist der erste Schritt dazu, der Versuchung nachzugeben." Kennt ihr Beispiele, wo es leicht ist zu zweifeln? Zum Beispiel, ich hatte die Erfahrung, dass ich Arbeit gesucht habe und immer wieder wurde ich abgelehnt. Und man hat es mir nicht deutlich gesagt, aber ich hatte das Gefühl, dass es mit dem Sabbat zusammenhängt. Denn ich hatte immer dem Menschen gesagt, mit dem ich gesprochen habe: "Es tut mir leid, aber ich möchte von vornherein klarstellen, dass ich am Samstag nicht arbeiten kann." Und ich bekam eine Absage nach der anderen. Ich war zwar gerade erst mit dem Studium fertig, aber es hat ein halbes Jahr gedauert, bis ich eine Stelle fand. Und auch dort war ich zunächst versucht zu sagen: "Ja, am Sabbat könnte ich zumindest mal reisen." Doch das wäre auch bezahlte Zeit, und damit wäre diese Zeit nicht für Gott, sondern für mich selbst benutzt. Und indem ich das aber trotzdem abgelehnt habe und Gott treu geblieben bin, hatten wir dann trotzdem eine Lösung gefunden, wie ich diese Arbeit anfangen konnte und den Sabbat halten konnte. Aber diese Zweifel sind da. Und wie wir gerade gelesen haben: Gottes Wort anzuzweifeln ist der erste Schritt dazu, der Versuchung nachzugeben.

[37:42] Was, wenn wir daran zweifeln, ob dieses Essen jetzt vielleicht gar nicht so schädlich ist für mich? Oder sollte ich den Zehnten geben? Ich meine, es ist schon viel Geld. So zehn Prozent vom Brutto. Wenn man das jetzt auf Netto irgendwie rechnet, ist es ein bisschen mehr. Was bleibt dann da noch übrig? Kann man dann noch die Miete bezahlen oder sich den Lebensstandard erhalten? Sollte ich mich taufen lassen? Was bringt es? Kann es wirklich sein, dass Jesus mich liebt, obwohl er diese Dinge zulässt? Es gibt viele Situationen in unserem Leben, wo wir zweifeln können. Aber Jesus hat uns Verheißungen gegeben, dass er treu ist und gerecht und dass wir ihm vertrauen dürfen. Und er hat sein Wort nicht ein einziges Mal gebrochen. Die einzigen, die ihr Wort brechen, sind die Menschen und Satan.

[38:46] Wenn wir in Verse 4 bis 8 weiterlesen, 5 bis 8, da führte der Teufel ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick. Und der Teufel sprach zu ihm: "Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben, denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du nun von mir anbetest, so soll alles dir gehören." Und Jesus antwortete ihm und sprach: "Weiche von mir, Satan, denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm alleine dienen."

[39:28] Satan fordert Anbetung. Doch wem gebührt die Anbetung? Gott alleine. In Offenbarung Kapitel 14 und dort Vers 7 finden wir die berühmte Dreiengelsbotschaft. Und dort steht: "Er sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat." Der Grund, warum wir Gott anbeten, ist, weil er der Schöpfer ist. Und keinem anderen steht diese Anbetung zu.

[40:06] In Jesaja 14, Vers 13 bis 14 haben wir eine gute Zusammenfassung darüber, was die Absicht Lucifers ist, war und ist. Dort steht von ihm geschrieben, also von Lucifer: "Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen, meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen." Satan ist selbstzentriert, und vielleicht nur so nebenbei, hier kommt immer wieder das Wort "ich" auf: "ich, ich, ich." Er ist selbstzentriert, sehr egoistisch. Das heißt, wenn sich in unserem Leben dieser Charakterzug zeigt, dann sollten wir uns überlegen, wessen Charakter wir widerspiegeln. Denn unser Ziel ist es, das Bild Gottes wieder zu sein. Wir wurden geschaffen im Bilde Gottes, und das ist unser Ziel. Und Satan kämpft dagegen. Er möchte natürlich sein Bild in uns legen. Und wenn wir uns in der Welt umschauen, dann ist es leider so, dass er sehr großen Erfolg damit hat.

[41:28] Wir sehen, die Absichten Satans waren: zum Himmel emporsteigen, seinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, dem Allerhöchsten gleich sein. Das heißt auch, angebetet werden. Doch das steht, wie wir festgestellt haben, alleine Gott zu.

[41:43] Ein weiterer Auszug aus der Betrachtung auf Seite 26: "Sich standhaft zu entschließen, Gott in Glauben gehorsam zu folgen, ist die ultimative Antwort auf Satans Lüge und Tricks." Und das konnte ich nicht besser formulieren, deswegen habe ich das so jetzt mit aufgenommen. Können wir Kompromisse in unserem Glauben schließen? Gibt es irgendetwas auf der Welt, das es wert wäre, unser ewiges Leben dafür aufs Spiel zu setzen?

[42:13] In Kapitel 4 und dort die Verse 9 bis 13 lesen wir folgendes: "Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinnen des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du der Sohn Gottes bist, so stürze dich von hier herab." Wir haben hier in Vers 9 wieder diese Zweifel, die Satan versucht zu säen: "Wenn du der Sohn Gottes bist..." Er versucht es wieder: "...so stürze dich von hier herab. Denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten." Und jetzt macht er etwas Interessantes, denn er verwendet das Wort Gottes auch. So wie Jesus es davor getan hat, greift jetzt Satan auch zu diesem Mittel, aber er wendet es auf eine falsche Art und Weise an. Und das zeigt uns, man kann das Wort Gottes auf eine richtige und auf eine falsche Art anwenden. Und da müssen wir eben sehr vorsichtig sein, denn Satan hat es nicht nur damals getan, sondern er tut es heute immer noch. Und da ist es wichtig, dass wir dieses Buch hier richtig gut kennen.

[43:42] Denn Jesus antwortete und sprach zu ihm: "Es ist gesagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen." Und nachdem der Teufel alle Versuchen vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeit lang. Satan hatte diese Schlacht verloren, und das wusste er. Er konnte nichts mehr tun, deswegen ist er erstmal weggegangen, um eine neue Gelegenheit abzuwarten, Jesus zu versuchen.

[44:08] Das Geheimnis des Sieges Jesu über den Satan war, dass er durch das Wort lebte. Und das ist jedem von uns möglich. Jeder von uns, und das sagt die Bibel ganz ausdrücklich, kann Sieger über die Sünde sein. Nicht aus der eigenen Kraft, sondern nur durch die Kraft Jesu.

[44:42] Wir können folgendes über die Versuchung lernen: Niemand ist frei von Versuchung. Nicht einmal Jesus Christus war davor gefeit, versucht zu werden, in der Zeit, wo er auf der Erde war. Und das geschah direkt nach der Taufe am heftigsten. Das heißt auch, wenn einer von uns sich für die Taufe entscheidet, dann kann er damit rechnen, dass Satan ihn nicht einfach aufgeben wird, sondern dass er weiter versuchen wird, ihn auf seine Seite zu ziehen, mit allen Mitteln. Wir lernen, dass Gott es zulässt, dass wir versucht werden. Doch er schenkt uns auch die Kraft zum Widerstehen. Und Versuchungen kommen nicht immer in der gleichen Form daher, oder in der gleichen Gestalt. Außerdem wissen wir auch aus dem ersten Korintherbrief, Kapitel 10, Vers 13, dass niemand über seine Maßen versucht wird, also über das, was er ertragen kann. Es gibt einen Ausweg aus jeder Versuchung. Und es liegt an uns, ob wir diesen Ausweg nehmen, oder ob wir weiterhin der Sünde verharren, oder diese Versuchung an uns ranlassen und dann im Endeffekt sündigen.

[46:22] Satan konnte nicht einen Sieg gegen Jesus erringen, als er hier auf der Erde war. Und gerade in seinem Tod bezwang Jesus Satan für immer. Und deswegen ist es auch wichtig für jeden Gläubigen, der sagt: "Ja, ich möchte mein Leben Jesus übergeben", dass wir Anteil an diesem Tod Jesu haben. Und meine Frage ist: Wenn du noch nicht getauft bist, lieber Zuschauer, und du hast es für dich schon entschieden, oder du bist vielleicht noch unentschieden, dann möchte ich dir einfach die Gelegenheit geben, diese Entscheidung heute treffen zu können. Und ich frage: Was hält dich davon ab? Keiner, den ich kenne, mit dem ich gesprochen habe, mich einschließlich, hat das jemals bereut.

[47:17] Und die nächste Frage, die ich stellen möchte, ist, und dazu möchte ich kurz ausholen: Als Maria und Josef Jesus aus den Augen verloren und drei Tage gebraucht haben, ihn wiederzufinden, dann war das, weil sie ihre Beziehung zu Gott vernachlässigt haben. Und wenn es dir auch so geht, dass du die Beziehung zu Christus vernachlässigt hast, dann ist mein Aufruf auch an dich: Nimm dir doch vor, Jesus wieder jeden Tag, sich Zeit für ihn zu nehmen und in seiner Gegenwart zu verharren, in seinem Wort und im Gebet.

[48:04] Lass uns zum Abschluss noch beten. Himmlischer Vater, herzlichen Dank, dass du deinen Sohn Jesus Christus auf die Welt gesandt hast, damit er uns ein Vorbild ist, damit er uns zeigt, dass es möglich ist, den Versuchungen Satans zu widerstehen, dass wir kein Nicht-Knechte der Sünde sein müssen, und auch, dass er für uns gestorben ist. Danke, Herr, dass wir nicht verloren gehen müssen, sondern dass wir auch Anteil an dem ewigen Leben haben dürfen. Wir freuen uns darauf, die Ewigkeit mit dir zusammen verbringen zu können und ersehnen dein baldiges Wiederkommen. Sei du jetzt weiterhin bei uns und gib, dass wir die Dinge, die wir jetzt gehört haben, verinnerlichen und weiterhin dir treu bleiben, dein Wort studieren und davon nicht ablassen. Hab Dank dafür, im Namen Jesu. Amen.

[49:10] Das nächste Thema wird sein: Wer ist Jesus Christus? Und da freue ich mich schon darauf, denn dann werden wir das Lukas-Evangelium weiter studieren. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und viel Freude beim Studium des Wortes Gottes. Amen.


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