[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen allen Zuschauern auch auf Amazing Discoveries zur dritten Folge unseres Studiums über das Lukas-Evangelium. Und heute stellen wir eine der wichtigsten Fragen überhaupt, nämlich die Frage: Wer ist Christus? Mit diesem Bibelstudium wollen wir uns vorbereiten auf das Gespräch am 18. April. Wir wollen uns einige Texte des Lukas-Evangeliums anschauen, die die Frage beantworten, welche Identität Jesus Christus eigentlich wirklich gehabt hat. Er, der das Zentrum und die Hauptperson des Lukas-Evangeliums ist. Wer ist er gewesen und warum ist das heute für mich und für dich wichtig? Lasst uns zu Beginn beten, damit Gott unseren Verstand durch den Heiligen Geist führen kann. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen für all das, was du für uns tust, für die Gnade und die Güte, die du uns schenkst, und dass du in deinem Wort dich uns offenbarst. Und wenn wir jetzt das Leben und das Wirken deines Sohnes betrachten, dann möchten wir dich bitten, dass so wie Petrus wir erleben dürfen, dass du uns offenbarst, wer Jesus wirklich gewesen ist und was seine Identität für uns bedeutet, wie seine Identität auch unsere Identität stiftet. So halte alles Störende fern und lass uns Wahrheiten erkennen, die unser Leben verändern. Im Namen Jesu, Amen.
[1:59] Jesus war längere Zeit nicht zu Hause gewesen. In Lukas 4 und dort ab Vers 16 lesen wir, wie er nach etlichen Monaten des Dienstes in anderen Gegenden endlich einmal wieder nach Nazareth kam, dort, wo er aufgewachsen war. In Lukas 4, Vers 16 heißt es: „Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war.“ Mehrere Stellen im Lukas-Evangelium bezeugen ja, dass er aus Nazareth war. Wir hatten gelesen, wie seine Familie, wie seine Mutter Maria und deren Mann Josef, der spätere Mann Josef, dann von Nazareth nach Bethlehem gezogen waren. Später hatten wir gelesen, wie immer wieder er seinen Eltern untertan war dort in Nazareth. Er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.
[2:55] Der Kontext dieser Geschichte ist ganz interessant, denn in Vers 15 heißt es: „Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen gepriesen.“ Jesus war zuvor auf Predigt-Tournee gewesen, sozusagen. Und überall, wo er war, in jeder Gemeinde, in jeder Synagoge, wurde er gepriesen. Die Leute waren begeistert über seine Predigten. Die Leute liebten es, wenn er das Wort Gottes auslegte. Und so kam er als ein gefeierter Rabbi, ein gefeierter Lehrer, ein gefeierter Prediger des Wortes Gottes, kam er in seine Heimatgemeinde. Und in seiner Heimatgemeinde war er gut bekannt. Mit zwei Jahren war er dort über den Boden gekrabbelt. Mit zehn Jahren hatte er dort im Gottesdienst gesessen und hatte Bibelverse auswendig aufgesagt. Selbst mit 22, mit 24 war er ein regelmäßiger Besucher des Gottesdienstes in Nazareth gewesen. Er war Mitglied der Gemeinde dort.
[3:48] Die Bibel sagt uns: „Er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge.“ Er hat die meiste Zeit seines Lebens, die meisten Sabbate seines Lebens, hat er in dieser Gemeinde in Nazareth verbracht. Und Jesus war nicht nur jemand, der sich in die letzte Reihe gesetzt hat und dann mal geschaut hat, was heute im Gottesdienst so passiert. Nein, er stand auf, um vorzulesen. Jesus ging nicht nur Sabbat für Sabbat in den Gottesdienst. Jesus war aktiv am Gottesdienstgeschehen beteiligt. Können wir einiges von ihm lernen.
[4:19] Vers 17: „Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben.“ Und es heißt ja, und als er die Buchrolle aufgerollt hatte – damals gab es ja diese großen Schriftrollen, die aufgerollt wurden –, heißt es hier: „fand er die Stelle, wo geschrieben steht.“ Und das impliziert so ein klein wenig, dass er nach etwas ganz Besonderem gesucht hat. Er hat nicht die Bibel aufgeschlagen und gelesen, was jetzt ihm am besten gerade in den Sinn kam. Nein, er hatte eine Stelle gesucht. Er fand die Stelle, um die es jetzt gleich gehen wird.
[4:52] Jesus war in seiner Heimatgemeinde. Sie kannten ihn gut. Sie kannten seine Kindheit. Sie kannten seine Jugend. Sie wussten, was er getan hat. Sie kannten ihn als arbeitende Person. Im Gegensatz zu den anderen Gemeinden, die ihn nur als Prediger kannten, kannte die Gemeinde Nazareth Jesus so gut wie kaum jemand sonst. Und doch kannten sie ihn nicht wirklich. Und Jesus kam jetzt hier, um seine wahre Identität ihnen preiszugeben, um ihnen zu zeigen, dass mehr hinter diesem Zimmermann steckt, als die Gläubigen in Nazareth vermuten würden.
[5:25] Er fand die Stelle im Jesaja-Evangelium, die wir heute in Jesaja 61 finden. Wir können das mal kurz gemeinsam lesen. In Jesaja 61 – heute müssen wir nicht mehr aufrollen, wir können blättern. Damals gab es ja noch keine Kapiteleinteilung. Es war also durchaus schwerer, den Text dann gleich so zu finden. Man musste das Jesaja-Evangelium an sich sehr gut kennen. Jesaja 61 und dort ab Vers 1.
[6:04] Jesus hatte nach dieser Stelle Ausschau gehalten, denn diese Stelle beschrieb ihn. „Auf ihm ruhte der Geist des Herrn.“ Wir hatten bereits das letzte Mal gesehen, bei der Geschichte seiner Taufe in Lukas 3, Vers 21 und 22, wie der Heilige Geist auf ihn herabkam. Und diese Taufe mit dem Heiligen Geist, sozusagen, war eine Salbung. Später in Apostelgeschichte 10, Vers 38 wird ganz deutlich, dass Jesus mit dem Heiligen Geist gesalbt worden ist. Und dieses Wort „Salbung“ war deswegen so wichtig für Jesus, weil es eine andere Prophezeiung gab, die ihn als den Gesalbten, den Messias auswies. In Daniel 9 und dort in Vers 24 und 25.
[8:01] „Und dann kommt es zu dem Gesalbten, dem Fürsten. Vergehen sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder gebaut und zwar in bedrängter Zeit. 483 Jahre nach dem Erlass des Artaxerxes in seinem siebten Jahr, dass Jerusalem, nicht nur der Tempel, sondern die ganze Stadt wieder aufgebaut werden dürfe, samt den Mauern.“ 483 Jahre nach diesem Befehl. Und so hatte Jesaja in Kapitel 61, Vers 1 gesagt: „Dieser Gesalbte würde eine frohe Botschaft, eine gute Nachricht, ein Evangelium predigen.“
[8:33] Und so lesen wir in der Bibel, z. B. in Markus 1, Vers 15, dass Jesus, nachdem er getauft worden ist, hinausging und predigte. In Vers 15 und sprach: „Die Zeit ist erfüllt. Daniel 9 hat sich erfüllt in diesem Zeitsegment. Und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium.“ Jesus hatte die Prophezeiung des Alten Testaments exakt zeitlich und auch vom Ereignis, den er in Kapitel 61, Vers 1 gesagt.
[9:01] Und er wollte, dass seine Heimatgemeinde in Nazareth das auch sieht, dass er nicht nur der fromme junge Mann war, der sich nie etwas zu Schulden hat kommen lassen, der fast außergewöhnlich heilig war, sondern dass er tatsächlich der Prophet war, dass seine Identität tiefer ging als einfach nur Jesus, jemand, der in der Bibel vorhergesagt war als der kommende Messias.
[9:26] Zurück in Lukas 4 stellen wir fest, dass Jesus nicht den gesamten Abschnitt zitierte, sondern aufhörte mitten in Vers 2, in Lukas 4, Vers 1, dass er in der Bibel vorgesagt war, dass er nicht nur der fromme junge Mann war, der sich nie etwas zu Schulden hat kommen lassen, sondern dass er tatsächlich der Prophet war, mitten in Vers 2. In Lukas 4, Vers 19 sehen wir, dass das Zitat zu Ende geht mit den Worten: „um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.“
[9:57] In Jesaja kommt jetzt noch der Tag der Rache unseres Gottes. Und für die Juden, die das so im ganzen Stück lasen, war das ein und dasselbe. Das Kommen des Messias war für sie der Tag der Rache, wo der Messias die verfeindeten Römer aus dem Land vertreiben würde, wo er Rache üben würde. Aber Jesus teilte diese beiden Zeitabschnitte, indem er einen Punkt setzte und die Schriftrolle zumachte, bevor er den Vers zu Ende gelesen hatte. Denn Jesus wusste, dass der Messias zweimal kommen würde: einmal als der, der die gute Nachricht verkündigt, bei seinem ersten Kommen, und dann einige Zeit später, bei der Wiederkunft, am Tag der Rache des Herrn.
[10:49] Und so hat Jesus selbst durch diese dezente Art, den Bibeltext an der richtigen Stelle zu beenden, deutlich gemacht, was das Missverständnis der Juden über die Rolle des Messias eigentlich gewesen war.
[11:05] Vers 20 ist ein interessanter Vers. „Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder.“ Statt jetzt sofort noch beim Lesen des Textes auszulegen und zu sagen: „Das bedeutet das und das bedeutet jenes und das bezieht sich auf mich“, hat er den Text zugemacht, die Rolle zugemacht, zurückgegeben und hat sich hingesetzt. Mit anderen Worten: Wäre der Gottesdienst einfach ganz normal weitergegangen, hätte irgendjemand jetzt zur Überleitung ein Lied singen wollen, dann hätte Jesus nicht einmal die Auslegung gegeben. So scheint es mir. Aber die Bibel sagt uns in Vers 20: „Er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder und setzte sich, und alle Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.“ Mit anderen Worten: Jesus wartete auf den Moment, wo er die volle Aufmerksamkeit hatte. Er drängte seine Auslegung der Bibel nicht anderen auf, sondern er wartete darauf, dass sie in Erwartung waren, wie er das dann jetzt auslegen würde.
[12:06] Diese Prophezeiung war eine gewaltige Prophezeiung. Die Juden hofften auf diesen Gesalbten, der die Römer vertreiben würde. Und dann sagt Jesus in Vers 21: „Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren.“ Er sagte nicht nur: „Das bezieht sich auf mich.“ Er sagte: „Heute ist die Schrift erfüllt worden vor euren Ohren.“ Mit anderen Worten: Während ich das las, während ich gerade predige, erfüllt sich die Prophezeiung. Denn ich predige euch das Evangelium.
[12:47] Jesus sagte nicht nur, dass er die Erfüllung der Prophetie ist, er lebte die Erfüllung aus. Seine Identität war nicht nur ein Studieren in der Bibel und dann ein Feststellen: „Das spricht von mir“, sondern seine Identität zeigte sich daran, dass er die Prophezeiungen auslebte, dass sie sichtbar waren. Die Prophezeiung aus Jesaja 61 war sichtbar und hörbar an jenem Tag in Nazareth.
[13:25] „Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund kamen, und sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josefs?“ Die Worte, die sie hörten, wiesen auf eine ganz besondere Herkunft Jesu, etwas ganz Außergewöhnliches. Wie später man immer wieder festgestellt hat: Niemals hat ein Mensch so gesprochen wie Jesus. Das, was er sagte, zog ihre Herzen zu ihm hin. Aber dann gab es etwas anderes: Es gab ihre Erfahrung, ihre langjährige Erfahrung dort in der Gemeinde. Sie wussten noch, wer Jesus war. Sie hatten ihn noch krabbeln sehen. Sie hatten ihn arbeiten sehen, ihn auf den Hügel hinaufsteigen und absteigen sehen. Sie waren doch mit ihm bekannt. Sie kannten seine Familie. Und ihre Tradition, ihre Erfahrung, ihre eigenen Beobachtungen standen ihnen im Weg.
[14:22] Diese Frage: „Ist dieser nicht der Sohn Josefs?“ ist öfter gestellt worden. Sie findet sich in allen Evangelien. Matthäus hat sie, Matthäus 13,55. Markus hat sie in Markus 6, Vers 3. Und auch in Johannes 6, Vers 42 wird diese Frage aufgeschrieben. Mit anderen Worten: Die Evangelisten haben dieser Frage eine große Bedeutung zugemessen. Jesus ist öfter damit konfrontiert worden: „Wer bist du eigentlich wirklich? Wir glauben, dass du der Sohn Josefs bist.“ Aber Jesus war nicht der Sohn Josefs. Josef war vielleicht juristisch sein Vater, weil er für ihn zu sorgen hatte, als Mann seiner Mutter. Aber zwischen Josef und Jesus gab es keine biologische Verbindung.
[15:15] Immer wieder wird diese Frage gestellt. Immer wieder sind Menschen an diese Grenze gestoßen: Wie kann es sein, dass das Kind, das doch so scheinbar offensichtlich von Josef ist, doch nicht von Josef ist? Wie oft geschieht es in unserem Leben, dass wir in der Begegnung mit Jesus das Selbstverständliche nicht mehr für selbstverständlich feststellen können? Dass wir über unsere Beobachtung, über unsere Tradition, über unsere langjährige Erfahrung hinausdenken müssen und oftmals an unseren eigenen Sinnen scheitern.
[26:08] Er sing. Bald der ins Wanken bringen. Vers 20 und 21: „Als die Männer zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dich fragen: Bist du es, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?“ Und jetzt Achtung, Vers 21: „Zur selben Stunde, also zeitgleich, heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht.“
[26:39] Und jetzt, die Männer und Frauen, muss das ja interessant gewesen sein für Jesus, wahrscheinlich fast ironisch: Während er gerade die Prophezeiung erfüllt, sendet sein eigener Vorläufer, sein eigener Prophet, seine zwei Abgesandte und fragt: „Während du die Prophezeiung erfüllst, erfüllst du die Prophezeiung?“ Und wiederum ist die Antwort von Jesus interessant. Er sagt nicht einfach: „Ich bin es.“ Wiederum, so wie in Nazareth reden und hören: Die Prophezeiung, sie erfüllt sich doch gerade.
[27:09] Vers 22: „Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und berichtet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde werden sehend, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden aufgeweckt, Amen, wird das Evangelium verkündigt.“ Die Prophezeiung erfüllt sich. Und übrigens, ganz nebenbei, dieser Vers offenbart, dass Jesus davon ausging, dass normalerweise, wenn nicht besondere Umstände vorliegen, dass normalerweise eine Prophezeiung keine doppelte Erfüllung hat. Denn wenn man davon ausgehen würde, dass jede Prophezeiung eine doppelte Erfüllung hat, dann würde die Antwort von Jesus nicht ausreichen. Dann könnte es ja immer noch jemand geben, der noch kommen würde. Nein, es gibt nur eine Erfüllung von Jesaja 61, nur eine. Und die war er.
[28:07] Jesus hat seine Identität immer und immer wieder auf der Grundlage biblischer Prophetie etabliert. Ganz am Ende des Lukas-Evangeliums das Gleiche. In Lukas 24, Vers 27, als die Emmaus-Jünger sich fragen, was am Ende bei alledem herausgekommen ist und traurig sind über die Kreuzigung Jesu, und er unter ihnen ist, da sagt er nicht: „Schau her, ich bin es.“ Vers 27 lesen wir: „Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.“ Wenn die Leute die Frage gestellt haben: „Wer bist du?“, dann war es Jesu Angewohnheit, mit der Bibel in der Hand zu zeigen: „Diese Prophezeiung ist meine Identität.“
[28:49] Jesus hatte eine prophetische Identität. Und wenn wir Jesu Nachfolger sind, werden auch wir eine prophetische Identität haben. Das wird man allerdings nur erkennen, wenn man wie Jesus, wenn wir wie Jesus unsere prophetische Identität auch ausleben. So wie Jesus der sagen konnte: „So steht es im Alten Testament als Prophetie und so tue ich. Deswegen bin ich der, von dem dort geschrieben steht.“ So müssen die Menschen auch sehen und hören, dass wir die dreifache Engelsbotschaft wirklich predigen und ausleben, wenn wir sagen, dass das die Grundlage unserer Identität ist.
[29:31] Es reicht nicht aus, nur zu sagen: „Da ist der Vers und das sind wir.“ Das wird erst wirklich glaubhaft, wenn wir Jesus, wir sagen können: „Während wir hier sprechen und während du uns zuhörst, erfüllt sich Offenbarung 14 vor deinen Augen.“ Nur in der Demonstration liegt der Beweis einer prophetischen Identität.
[30:03] In Lukas 1 hatten wir bereits gesehen, dass die Engel, vor allem der Engel Gabriel, sehr deutlich die Identität Jesu preiszugeben haben. Lukas 1, Vers 31: „Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Jesus geben.“ Jesus ist die griechische Form von Josua oder Joshua und damit ein Typus, natürlich einmal für den berühmten Joshua, der das Volk über den Jordan in das verheißene Land brachte, der Retter, der das Werk abschließt. Gleichzeitig auch etwas weniger bekannt, der Hohepriester Joshua, der zur Zeit der Propheten Haggai und Sacharja, gemeinsam mit Serubbabel, an dem Wiederaufbau oder dem Beginn des Wiederaufbaus des Tempels beteiligt gewesen ist. Eine Typologie für den Ritter, für den Führer und für den Hohen Priester.
[30:59] Und der Name Jesus bedeutet wörtlich übersetzt: Jahwe ist Retter. Und das war seine Identität. Er ist Jahwe und er ist der Retter. Jetzt kommt die Erklärung dazu. Matthäus 1, Vers 21: „Sie wird aber einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn jetzt kommt die Erklärung: Er wird sein Volk erretten, nicht von den Römern und nicht von den Babyloniern und nicht von irgendwelchen Steuern, sondern von ihren Sünden.“ Das war seine Identität. Seine prophetische Identität hatte damit zu tun, die Menschen von der Sünde, nicht in der Sünde, nicht mit der Sünde, sondern von der Sünde zu retten. Das war seine Identität.
[31:53] Wehe uns, wenn wir einen anderen Jesus malen in unserem Kopf, wehe uns, wenn wir einen anderen Jesus predigen, der nicht mehr von den Sünden rettet. Wehe uns, wenn wir die prophetische Identität Jesu verwässern. Johannes hat ausgerufen: „Das ist das Lamm Gottes, das der Weltsünde trägt.“ Und mich hat es gewöhnungsbedürftig bedacht. Es ist wirklich die D exemptive.