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In dieser Predigt spricht Olaf Schröer über die Vorbereitung auf die letzte Krise und die Wiederkunft Jesu. Er beleuchtet, wie Gott uns durch Verheißungen und Aufrufe zum Handeln vorbereitet. Dabei werden biblische Beispiele wie Josua und die Erfahrungen des Volkes Israel herangezogen, um die Bedeutung von Vertrauen, Glauben und der persönlichen Beziehung zu Gott hervorzuheben. Die Predigt ermutigt dazu, sich auf Gottes Führung zu verlassen, sich zu heiligen und aktiv Zeugnis abzulegen, um für die kommenden Ereignisse gerüstet zu sein.


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Serie: Die letzte Generation

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Transkript

[0:00] Ja, es ist schön, dass ich heute bei euch sein kann. Mein Name ist Olaf Schröer. Ich bin Prediger im Bezirk Mannheim. Elf Jahre waren wir im Bezirk Heilbronn gewesen und vor ungefähr zehn Jahren war ich schon mal bei euch verpredigt gewesen. Schon eine Weile her, ja, von Mannheim aus gewesen damals. Ja, seit 2009 sind wir jetzt in Mannheim und wir fühlen uns sehr wohl dort. Und es ist auch, ja, wir haben auch ähnlich wie ihr auch so ein Studio und auch Aufnahmen, die wir immer wieder durchführen und Predigten, Seminare und Vorträge aufnehmen und im Internet dort online stellen und auch den Menschen zur Verfügung stellen und Menschen damit erreichen. Ein Gotteswort.

[1:17] Noch ein paar Worte zu meiner Person. Ich komme ursprünglich aus Norddeutschland, aus Hamburg. Ich bin in Hamburg geboren. Mein Vater war auch Prediger. Wir waren zwischendurch auch in Schleswig-Holstein, in Soest. In Berlin habe ich gewohnt. Ich war dann auf der Marienhöhe. Meine Frau ist aus der Schweiz, sie ist auch mit heute hier. Und wir haben uns auf der Marienhöhe kennengelernt in Darmstadt. Damals war das Predigerseminar noch in Darmstadt. Und ja, wir haben eine Tochter, die Rahel, ist jetzt 24 Jahre. Wir haben unseren Dienst begonnen 1987 in Nordrhein-Westfalen, und zwar in Essen. Dann waren wir in Hagen, Iserlohn, in Lüdenscheid und sind 98 dann nach Baden-Württemberg gekommen, nach Heilbronn. Ja, wir fühlen uns sehr wohl hier und es ist schön, auch hier zu sein.

[2:11] Heute ist ein besonderer Tag. Ich weiß nicht, wer von euch das weiß. Heute ist der 14. Februar 2015. Heute haben wir ein Jubiläum, 140-jähriges Jubiläum. Es ging gestern eine E-Mail durch, ich weiß nicht, wer von euch sie bekommen hat. Und zwar, heute vor 140 Jahren ist der erste Vortrag von einem Adventisten in Deutschland gehalten worden, dass eine Gemeinde gegründet werden konnte. Und zwar, das war damals der John Andrews und der hat im Rheinland, dort in der Nähe von Solingen, in Vorwinkel, bei Wuppertal ist das, einen Vortrag gehalten. Und da gab es eine Anzeige, die war am 13. Februar 1875. 1875 kam eine Anzeige, da stand drin: „Öffentlicher Vortrag, nächsten Sonntag, den 14. Februar, nachmittags 4 Uhr, wird im Saale des Herrn Karl von der Hütten, vormals Hotel Wülfingen in Vorwinkel, über 2. Petrus 3, ein religiöser Vortrag gehalten. John Andrews, Missionar aus Amerika, wird sprechen. J. Erzenberger, Missionar aus der Schweiz, übersetzen. Jedermann wird freundlich eingeladen, beizuwohnen.“ Und das war der erste Vortrag über 2. Petrus 3, der gehalten worden ist in Deutschland. Und später ist dann auch in Vorwinkel die erste deutsche Adventgemeinde gegründet worden. Und wenn wir heute schauen, was aus diesem Werk geworden ist, dann dürfen wir dankbar sein, was Gott gewirkt hat. Das gibt uns Mut, wenn wir in die Zukunft schauen, was Gott noch tun wird. Denn das, was vor uns liegt, ist mehr als das, was hinter uns liegt. Gottes Wirken in der Zukunft wird groß sein, wird fantastisch sein.

[4:08] Vor einigen Jahren waren wir unterwegs im Urlaub nach Spanien. Und wenn man nach Spanien fährt, kommt man in Südfrankreich vorbei. Und in Südfrankreich sind manchmal sehr viel Winde und Sturm und Gewitter. Und wir fuhren und wir sahen von Weitem eine schwarze Gewitterfront auf uns zukommen. Wir fuhren im Sonnenschein, aber da hinten war es dunkel. Wir kamen immer näher, immer näher, es wurde ein bisschen dunkler, wir waren immer noch im Sonnenschein und irgendwann kamen wir so nah, dass wir den Punkt erreicht hatten, wo es losging mit Sturm, Hagel und starkem Regen. Und genau das, denke ich, ist es, was momentan in unserer Weltgeschichte vor sich geht. Uns geht es in Deutschland momentan einigermaßen gut. Aber in vielen Ländern der Welt ist das nicht mehr so. Aber wir sehen schon die Gewitterfront auf uns zukommen. Der Sturm ist schon sichtbar. Wir sehen in vielen Zeichen der Zeit, was um uns herum geschieht. Ob das Kriege sind, die Flüchtlinge, die Flüchtlingswelle ist so groß wie nie zuvor. Ob das Terror ist in der Welt, ob das Umweltkatastrophen sind oder auch die Finanzkrise. Wir hatten 2007, 2008, 2009 die Finanzkrise gehabt. Und meine Lieben, es ist noch nicht zu Ende. Ich bin überzeugt, das dicke Ende kommt erst noch. Momentan haben wir ein klein wenig Ruhe, aber die Schulden sind in den letzten Jahren nicht weniger geworden. Im Gegenteil, man hat in den letzten Jahren die Krise versucht dadurch zu lösen, indem man das gemacht hat, was die Krise ausgelöst hat, nämlich, dass zu viel Geld im Umlauf war. Und man überflutet momentan den Markt mit Geld. Und dadurch wird momentan so ein bisschen das gerade noch über Wasser gehalten. Aber je mehr Geld in den Markt reingepumpt wird, desto größer wird die Blase, die sich auftut. Und desto größer wird der Zusammenbruch sein, der dann danach kommen wird.

[6:21] Auch auf religiösem Gebiet tut sich einiges. Ich weiß nicht, ob ihr mitbekommen habt, vor einigen Wochen hat ein Pastor, ein evangelischer Pastor in Bremen, Olaf Latzel, eine Predigt gehalten. Naja, er hat sein Wort ein bisschen starke Formulierung gebraucht. Aber was er inhaltlich sagte, war eigentlich, wie würden wir sagen, relativ lau und relativ lasch. Sein Inhalt war, wir dürfen uns nicht vermischen mit anderen Religionen. Das war sein Hauptinhalt. Wir dürfen nicht mit Moslems gemeinsame Sachen machen. Wir dürfen nicht mit Katholiken oder auch mit Buddhisten gemeinsame Gottesdienste und Sachen machen. Wir sollen unsere Statuen, die wir zu Hause haben, unsere kleinen Buddhas, rauswerfen. Und das waren seine Aussagen. Und er sagte, der einzige Weg der Erlösung ist Jesus Christus zum Vater. Und aufgrund dieser Predigt, die er im Januar gehalten hat, kam so eine Reaktion von der Presse. Sie haben ihn stark angegriffen. Sie haben ihm vorgeworfen, er wäre ein Hassprediger. Er würde Intoleranz predigen. Die Kirchenleitung hat sich entschuldigt für seine Predigt. Sie haben Druck auf ihn ausgeübt. Der Bürgermeister von Bremen hat sich eingeschaltet. Die Politiker haben sich eingeschaltet und haben gesagt, er muss verboten werden. Und man hat Anzeige gegen ihn erstattet wegen dieser Predigt, weil wir ein Antidiskriminierungsgesetz haben in Deutschland. Das verbietet, dass man andere Kirchen in irgendeiner Form so über sie spricht, dass sie sie angegriffen fühlen könnten. Und das hat er halt so gemacht. Und dieser Shitstorm, wie man es auch nennt im Internet, ist so stark gewesen. Seine Gemeinde hat sich hinter ihn gestellt. Das ist die größte evangelische Gemeinde in Bremen. Und sie sind eher die konservativ-bibeltreue Richtung in der evangelischen Kirche.

[8:20] Aber als das so passiert ist, habe ich mich gefragt, wie wird das in Zukunft sein? Bei uns. Die Botschaft, die wir verkündigen, ist noch ein bisschen mehr, als was der gesagt hat. Wenn wir Offenbarung 13 auslegen und Daniel 7, dann frage ich mich, was dann die anderen sagen. Und ich frage mich, warum haben wir momentan noch Frieden? Vielleicht sind wir ja zu leise, dass man uns zu wenig wahrnimmt. Ich glaube, es gibt einen Grund. Wenn Satan jetzt das auf uns loslassen würde, was würde passieren? Natürlich würde der Großteil der Gesellschaft negativ, so wie die Presse und die Politiker das negativ darstellen und sagen, so etwas darf man nicht sagen. Aber es würden viele Menschen, ähnlich wie auch jetzt, auch im Internet, viele haben sich hinter ihn gestellt. Haben gesagt, hier ist endlich jemand, der sagt mal, was Sache ist. Viele würden aufwachen. Viele Menschen würden erst recht auf unsere Botschaft aufmerksam werden. Deswegen wird Satan versuchen, das zu vermeiden. Aber wenn wir noch mehr, noch lauter das verkündigen, was wir tun, dann wird irgendwann der Punkt erreicht, wo Satan denkt und weiß, jetzt sind sie sowieso schon in der Öffentlichkeit. Und jetzt kann ich auch den Druck ausüben. Wenn sowieso schon alle Menschen das kennen. Aber das zeigt mir schon so ein klein wenig, wie es sein wird.

[9:58] Ich habe mich früher immer gefragt, wir leben doch in Deutschland. Ein demokratisches Land. Wir haben Glaubensfreiheit. Wie kann bei uns Verfolgung kommen? Seit zwei, drei Wochen weiß ich das, wie es sein wird. Man muss sich das nur vorstellen, was jetzt passiert ist und das drei, vier Mal verstärkt. Und dann wissen wir, wie es in Deutschland kommen wird, in Europa. Gerade diese Antidiskriminierungsgesetze sind etwas, die am Ende für uns eine Schlinge sein werden. Aber ich denke, wir sollen trotzdem Gottes Wort verkündigen. Warum? Weil Gott sein Volk führt. Gott ist mit uns. Wir sehen schon die dunklen Wolken vor uns, aber noch haben wir Sonnenschein. Und das müssen wir nutzen, die Zeit, um vorwärts zu gehen. Wenn wir von Gottes Sicht aus auf uns herabschauen könnten, von der Vogelperspektive, dann würden wir sehen, wie Gott sein Volk führt. Und er führt es wunderbar. Er hat es immer geführt und wird es weiterführen. Und wir werden mit einem großen Wunsch im Herzen dem entgegengehen, der uns führt, der bei uns ist, der unser Herr ist.

[11:13] Ich möchte heute Morgen zwei Dinge mit euch anschauen, die wichtig sind für uns für die letzte Zeit. Erstens, dass Gott uns Verheißungen gegeben hat. Und zweitens, dass er uns aufruft, etwas zu tun. Zu den Verheißungen. Wie möchte Gott uns auf die kommende Krise vorbereiten? Lesen wir Josua 1, Vers 8 und 9. Josua, Kapitel 1, die Verse 8 und 9. Josua, Kapitel 1, Verse 8 und 9. Hier spricht Gott zu Josua: „Und lass das Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten. Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“

[12:21] Josua war der Nachfolger von Mose, und Mose war der große Führer des Volkes. 40 Jahre lang hat er Israel geführt. Er hat Israel aus Ägypten geführt, durch diese schwierige Zeit hindurch. Und jetzt war Mose gestorben. Und sie standen an der Grenze zum verheißenen Land. Und die Aufgabe, die jetzt auf Josua, dem Nachfolger von Mose, ruhte, war unglaublich. Er musste erstens das Volk führen, und das war doch oftmals so widerspenstig und so schwierig. Und dann musste er noch das Volk in das Land reinführen. Und in dem Land waren ja Menschen drin. Das war ja nicht leer. Das waren also Kriege, Auseinandersetzungen, Probleme. Und da standen sie an der Grenze, und Josua hat zögerlich gedacht: Wie wird das werden? Wie schaffen wir das? Und jetzt kommt Gott zu ihm, und er sagt: „Ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist.“ Ich habe dir geboten. Das ist ein Gebot. Hab keine Angst. Geh vorwärts. Und er sagt zu ihm: „Gott ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ Eine schöne Verheißung, oder? Wünschen wir uns das auch? Gott zu uns sagt: „Gott ist mit dir in allem, was du tun wirst. Es wird dir auf deinen Wegen gelingen. Du wirst es recht ausrichten.“

[13:41] Ich denke, auch wir stehen heute an der Grenze zum verheißenen Land. Wir sind länger auf dieser Erde, als es eigentlich vorgesehen war. Israel hätte 40 Jahre früher ins verheißene Land gehen können. Aber ich denke, wir sind jetzt wieder an dem Punkt angelangt, wo wir an der Grenze stehen, am Jordan. Und Gott sagt uns das Gleiche wie dem Josua. Er sagt: „Seid getrost und unverzagt. Gott wird euch führen.“ Aus eigener Kraft werden wir das, was kommt, nicht bewerkstelligen und nicht führen können. Wir sind zu schwach, wir sind zu klein. Gott wird sein Werk zum Ende führen. Wir haben die Verheißung, dass Gottes Volk Gottes Vollmacht haben wird.

[14:31] Wenn wir an die Endzeit denken, an das, was kommt, dann hören wir manchmal von Dingen, die nicht so sehr angenehm klingen. Man hört von Verfolgung, Sonntagsgesetz, Trübsal, schwierige Zeiten. Wie empfindet ihr, wenn ihr davon hört? Freut ihr euch darauf? Endlich? Welche Gründe gibt es, dass manche den letzten Ereignissen mit Furcht entgegensehen? Ich muss sagen, als ich früher von der Endzeit gehört habe, habe ich manchmal ein komisches Gefühl im Magen gehabt. Welche Gründe gibt es, dass manche Adventisten den kommenden Ereignissen mit Furcht entgegengehen? Was meint ihr? Wenn wir gefoltert werden, das ist nicht angenehm. Das tut weh. Wir fühlen uns nicht vorbereitet. Angst in Jakob. Das heißt, wir haben Angst um unser eigenes Seelenheil in der Endzeit, wenn Jesus nicht mehr unser Hohepriester ist. Wir sind nicht wie der Junge in der Kindergeschichte. Er war vorbereitet. Wir fühlen uns nicht vorbereitet. Wir kennen die Verheißungen nicht. Wir lieben die Welt zu sehr. Wir haben nicht verstanden, dass wir unser Kreuz auf uns nehmen sollen. Wir fragen uns, was passiert mit unseren Kindern, mit unserem Ehepartner, mit unserer Familie. Wie wird das alles sein? In der Endzeit haben wir Dinge, wo wir wissen, das wird eine Zeit sein, wie sie nie gewesen ist.

[16:33] Ich habe auch festgestellt, wenn wir Unwissenheit haben, über das, was kommt, ist es auch schwierig. Wenn wir wissen, irgendetwas Schlimmes kommt, aber wir wissen nicht, was das ist. Wenn ich starke Zahnschmerzen habe, und ich gehe zum Zahnarzt, und ich weiß nicht, was da kommt. Wird er jetzt mir den Zahn ziehen? Wird er da jetzt drei Stunden bohren? Was wird er jetzt machen? Aber wenn ich jetzt da bin, und er sagt mir: „Ach, das ist in zehn Minuten fertig.“ Dann weiß ich zwar, in zehn Minuten wird es vielleicht schlimm werden, aber nach zehn Minuten ist es fertig. Das heißt also, die Diagnose ist manchmal eine Hilfe, dass ich weiß, was kommt, ist eine Hilfe, dass ich mich darauf einstellen kann. Jesus hat seinen Jüngern gesagt, was kommen wird. Er hat gesagt: „Ich werde hingehen nach Jerusalem, ich werde dort leiden, sterben und am dritten Tag auferstehen.“ Warum hat er ihnen das gesagt? Um ihnen Angst zu machen? Nein, er hat es ihnen gesagt, damit sie sich vorbereiten konnten. Und sie haben es nicht geglaubt, und als es soweit war, sind sie alle weggelaufen. Jesus sagt uns auch, was kommen wird. Nicht, damit wir Angst haben, sondern damit wir uns vorbereiten können, und damit wir auch wissen, was Gott tut, und wie Gott sein Volk führen wird, und wie Gott Vorsorge getroffen hat für die Endzeit, und für die letzte Zeit. Und das wird uns wieder Kraft und Mut geben. Heute Nachmittag, 16 Uhr, werden wir darüber sprechen. Über die Frage, welche Ereignisse kommen auf uns zu? Die Reihenfolge der Endzeitereignisse. Und wie wirkt Gott?

[18:04] Eine zweite Sache, warum manche Angst haben. In der Endzeit wirkt Satan und Gott aber auch. Und wenn wir jetzt zu sehr auf Satans Macht schauen, kriegen wir Angst. Denn er hat Macht, und er hat Kraft. Und in der Endzeit wird der große Kampf zwischen Gut und Böse auf einen Höhepunkt zulaufen. Satan wird mehr wirken als je zuvor, aber Gott wird auch mehr wirken als je zuvor. Und Gott wird stärker wirken als Satan. Gott ist stärker als Satan. Nur Gott wirkt anders als Satan. Satan wirkt durch Druck, Verführung, Verfolgung. Wie wirkt Gott? Gott wirkt, indem er uns Schutz gibt, aber auch, indem er seinen Heiligen Geist ausgießt. Und was Gott in der Endzeit tun wird, das wird so fantastisch sein. Schöner als alles, was bisher vorgewesen ist. Wenn wir auf das schauen, was Gott in der Endzeit tut, werden wir Vertrauen bekommen. Deswegen, wenn wir die Endzeit anschauen, müssen wir immer beides im Blick haben. Wir müssen wissen, was Satan macht, natürlich. Wir müssen Bescheid wissen. Aber wir müssen noch mehr Bescheid wissen über das, was Gott tut und wie er wirkt. Und wenn der Heilige Geist ausgegossen wird in Spätregen, ich kann euch sagen, das wird etwas sein, was es die Welt noch nie zuvor gesehen hat. Offenbarung 18 sagt, die ganze Erde wird erleuchtet von dem Glanz. Joel 3, Vers 1, Gott wird Träume und Visionen geben. Er wird Wunder tun. Und die Wunder, die Gott tun wird in der Endzeit, werden mehr sein als alle Wunder der ganzen 6.000 Jahre Weltgeschichte zusammengenommen. Und das wird er bei uns tun, unter uns tun, mit uns tun. Das wird eine segensreiche Zeit sein. Es wird eine Zeit sein der Erweckung, eine geistige Zeit, wie sie nie zuvor gewesen ist. Und wenn wir darauf schauen, wie Gott uns Schutz gibt und wie er uns führt, sein Werk beendet, dann werden wir, dann sind wir begeistert. Denn das ist etwas Schönes.

[19:57] Es kann auch sein, dass wir Angst haben vor den letzten Ereignissen, weil wir zu wenig Gottvertrauen haben. Denn wenn wir erlebt haben, wie Gott uns in kleinen Dingen hilft, dann dürfen wir wissen, dass er uns auch in großen Dingen hilft. Gott wird wirken. Und wir dürfen Gott vertrauen. Wichtig ist, dass wir uns nicht festhalten an irdischen Dingen. Es kann auch sein, dass wir uns nicht vorbereitet fühlen. Deswegen ist die Zeit der Vorbereitung jetzt. Heute. Und darüber sprechen wir nachher, wie wir das tun können. Wie Gott uns vorbereitet. Aber das Wichtige ist erstmal das Schöne, dass Gott uns sagt, ich gehe mit euch. Und ich habe Vorsorge getroffen. Und er uns auch schon sagt, was er und wie er wirken wird.

[20:51] Welche Gründe gibt es, dass wir mit Freude den letzten Ereignissen entgegensehen können? Wie bitte? Ja, wir haben die Bibel, die biblischen Erfahrungen von Esther und Mardochai, wie Gott damals geholfen hat. Und das wird er wieder tun. Genauso, richtig. Wir haben Verheißungen, richtig. Und auf die dürfen wir uns verlassen. Die stehen dort, die Verheißungen, richtig. Welche Gründe haben wir noch? Danach kommt Jesus. Ganz genau. Wir warten doch schon so lange auf ihn. Schon seit 2000 Jahren warten die Christen auf ihn. Und wenn die letzten Ereignisse losgehen, dann geht der Countdown los. Und dann kommt Jesus.

[21:32] Lukas 21 lesen wir mal. Lukas 21, Vers 28. Dort sagt Jesus in seiner Endzeitrede, Lukas 21 ist die Endzeitrede Jesu. Lukas 21, Vers 28. Jesus sagt: „Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ Was sollen wir tun, wenn es losgeht? Kopf einziehen? Verstecken? Nein. Jesus sagt, was sollen wir tun? Schaut auf. Das heißt, wir dürfen mit erhobenen Hauptes durch die Endzeit gehen. Jesus entgegen gehen. Weil sich eure Erlösung naht. Das bedeutet, wenn die letzten Ereignisse kommen, dann wissen wir, Jesus kommt ganz schnell wieder. Dass es nicht mehr lange dauert. Jesus steht vor der Tür.

[22:42] Wenn das anfängt zu geschehen, wenn was anfängt zu geschehen? In den Versen davor nennt Jesus das. Nämlich, er sagt, Vers 25: „die Menschen werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres.“ Vers 26: „und die Menschen werden vergehen, verfurcht, in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde. Denn die Kräfte des Himmels werden ins Wanken kommen.“ Das heißt, es wird so schlimm werden, steht hier, die Katastrophen in der Natur, die Meere, die Tsunamis, dass die Menschen aus Angst vor der Zukunft sterben werden. Habt ihr schon mal Menschen aus Angst sterben sehen? Das wird unglaublich heftig werden. Also, was wir jetzt erleben, das wird zunehmen. Und Jesus sagt, wenn das anfängt, dann blickt auf. Meine Lieben, es hat angefangen zu geschehen. Es wird sicherlich noch stärker werden, es wird noch zunehmen, aber es hat angefangen. Deswegen gilt jetzt für uns diese Verheißung, dass Jesus sagt: „Schaut auf.“ Und zwar, erhebt eure Häupter, heißt, schaut nach oben. Dass wir auf Jesus schauen. Das ist das Entscheidende. Dass wir Jesus im Blick haben. Und wir wissen, Jesus kommt bald.

[23:55] Die letzten Ereignisse, Paulus vergleicht sie mit den Wehen einer schwangeren Frau. Und die Wehen sind schlimm und die sind schmerzhaft. Die Grenze dessen, was eine Frau ertragen kann. Aber wenn das Kind da ist, dann sind die Schmerzen vergessen, dann ist die Freude über das Kind da. Und so wird es am Ende auch sein. Wenn Jesus kommt, wenn die Herrlichkeit Gottes erscheint, dann werden wir, was hinter uns liegt, vergessen. Wir werden sagen: „Was war denn gerade noch?“ Die Herrlichkeit Gottes wird so fantastisch und so wunderbar sein. Gott wird mit uns gehen. Und Gott hat es schon in vielen Beispielen gezeigt in der Bibel, dass er sein Volk rettet. Dass er sein Volk führt, nicht im Stich lässt. Gerade in Krisen nicht im Stich lässt.

[24:45] Welche Beispiele kennt ihr, wo Gott seine Kinder, sein Volk auf wunderbare Weise errettet hat? Auszug aus Ägypten, natürlich, die Plagen. Welche Beispiele haben wir noch? Wir hatten vorhin schon von Esther und Mardochai das Beispiel. Genau, Esau und Jakob. Hätte Gott nicht eingegriffen, wäre Jakob vernichtet worden. Die Sintflut, natürlich, Noah. Gott hat vorgesorgt für sein Volk. Wo haben wir noch Beispiele, wo Gott seine Kinder... Die drei jungen Männer am Feuerofen, ja, richtig. Ninive, natürlich. Lot, Sodom und Gomorra, ja. Gott hat seine Kinder, sein Volk herausgeholt. Er hat sie nicht einfach so mit den anderen umbringen lassen, umkommen lassen. Petrus im Gefängnis, Daniel in der Löwengrube. Paulus bei der Steinigung. Rahab, richtig. Wir könnten jetzt stundenlang erzählen von den ganzen Erfahrungen, wo Gottes Volk von Gott geführt und gerettet wurde. Und das sind alles Beispiele, die uns zeigen, wie Gott in der Endzeit mit seinem Volk handeln wird.

[25:59] Natürlich gab es auch einige, die sind als Märtyrer gestorben. Das gab es auch. Johannes der Täufer, Stephanus, Jakobus. Auch in der Endzeit wird es Märtyrer geben, richtig. Aber Gott lässt nur dann eines seiner Kinder als Märtyrer sterben, wenn dadurch ein anderer zu Gott findet, gerettet wird. Deswegen wird es ab dem Ende der Gnadenzeit keine Märtyrer mehr geben. Dann wird Gott uns komplett bewahren. Und wenn wir vorher, wenn jemand von uns noch als Märtyrer sterben sollte, dann wird Gott in dem Moment übernatürliche Kraft geben. Denn ein anderer kann sich nur bekehren, wenn jemand anders sieht, wie Gott diesen Menschen, der jetzt als Märtyrer stirbt, mit seiner Kraft erfüllt. Wie beim Stephanus. Sie haben auf ihn geblickt und dachten, sie sehen einen Engel. Und Paulus, Saulus damals, hat das gesehen und das war für ihn der erste Schritt, denke ich, die Vorbereitung seiner Bekehrung.

[26:57] Damals beim Hus. Wir haben, glaube ich, letztes Jahr gerade auch das Jubiläum gehabt von Hus, der auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Dieses Jahr sogar. Ja, dieses Jahr ist es. Dass der Hus in Konstanz verbrannt wurde. Seine Freunde hatten vor ihm, vorher hat er mit ihnen ein Zeichen vereinbart. Er hat gesagt, sie wollten wissen, ob er, wenn er auf dem Scheiterhaufen brennt, Schmerzen hat. Oder nicht. Und er hat vereinbart, wenn ich ihnen ein Zeichen gebe, er konnte nicht mehr irgendwo groß reden oder irgendwas machen, dann zeige ich euch, ob ich Schmerzen habe oder keine Schmerzen habe. Und als er dann auf dem Scheiterhaufen war und als das Feuer angezündet wurde, hat er ihnen ein Zeichen gegeben. Das Zeichen hat gesagt: „Ich habe keine Schmerzen.“ Gott hat ihm die Schmerzen weggenommen. Und dadurch konnten die Menschen eine göttliche Kraft in ihm und auf ihm sehen. Und das wird Gott auch tun. Gott gibt uns nicht jetzt die Kraft, als Märtyrer zu sterben. Jetzt brauchen wir die Kraft nicht. Wenn es soweit ist, dann wird Gott uns diese Kraft geben. Wir müssen davor keine Angst haben. Gott lässt seine Kinder nicht im Stich. Und wenn wir als Märtyrer sterben sollten, dann stehen wir ein paar Wochen später wieder auf bei der Wiederkunft. So einfach ist das. Aber Gott wird sein Volk führen. Er wird uns durch die letzten Ereignisse hindurchführen.

[28:24] In Römer 8 haben wir eine Verheißung. Die gilt jetzt, aber auch besonders in der Endzeit. Römer 8, und dort ab Vers 35. Römer 8, 35 und Verse 37 bis 39. Dort heißt es: „Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“

[29:15] Eine wunderbare Verheißung. Nichts und niemand kann uns von Gott trennen. Die einzigen sind wir selbst. Wir können sagen: „Nein, ich will nicht mehr.“ Wir haben jederzeit die Wahl. Aber keine Verfolgung, keine Macht der Welt kann uns von Gott trennen, weil Gott stärker ist. Gott hält uns fest. Er ist derjenige, der uns sicher hält. Und das ist die Zusicherung. Das dürfen wir wissen, dass es jetzt so ist und in der Endzeit auch so ist. Gott wird sein Volk führen.

[29:46] Eine andere Frage. Was ist gefährlicher? Verfolgung oder Verführung? Verführung. Warum ist Verführung gefährlicher? Wenn ich verfolgt werde, dann kann es sein, dass sie mir Schmerzen zufügen, dass sie mir Angst machen, dass sie mir das Leben vielleicht nehmen, aber ich habe das ewige Leben. Wenn ich verführt werde, dann kann es sein, dass ich das ewige Leben verpasse. Und was ist wichtiger? Das irdische Leben oder das ewige Leben? Keine Frage. Natürlich das ewige Leben.

[30:35] Meine Lieben, wir haben jetzt die Zeit der Verführung. Und die Zeit der Verführung, die wir jetzt haben, ist eine gefährlichere Zeit, als die Zeit der Verfolgung, die kommt. Das Problem ist der Wohlstand, den wir haben. Wir dürfen das haben. Ich denke, Gott gibt uns auch, was wir zum Leben brauchen. Aber es ist eine Gefahr. Die Gefahr ist, dass wir unsere Sicherheit zu sehr auf unser Geld, unseren Besitz, auf unser Ansehen setzen. Wir spüren nicht mehr die Abhängigkeit von Gott. Wenn ich nach Hause komme, weiß ich genau, wir haben Essen im Kühlschrank, ich habe Geld auf dem Konto. Ob ich jetzt bete oder nicht bete, ich habe das Essen im Kühlschrank. Als ich in Mosambik war und dort Evangelisationen gehalten habe, Mosambik ist das ärmste Land der Welt. Dort sagten mir die Geschwister: „Wenn wir beten: ‚Unser täglich Brot gibt uns heute‘, dann meinen wir das so, wie wir das beten. Und wenn Gott uns das tägliche Brot nicht gibt, dann haben wir es nicht.“ Deswegen, wir spüren die Abhängigkeit von Gott nicht. Deswegen müssen wir jetzt in der Zeit, wo es uns gut geht, müssen wir umso mehr uns dessen bewusst sein, dass wir Gott brauchen. Dass wir von ihm abhängig sind. Und wenn die letzten Dinge kommen, dann werden wir sowieso von ihm abhängig sein.

[32:14] Es gibt eine Vision von Ellen White, die sie gehabt hat. Sie hat gesehen, wie Gottes Volk sich versammelt hat, um einen Weg zu gehen. Sie kam mit Pferden, mit Wagen und mit Gepäck und sind losgefahren. Ein schmaler Weg. Links war senkrechte Wand und rechts ging es senkrecht runter. Und sie sind den Weg gefahren zum Paradies. Und der Weg wurde mit der Zeit immer schmaler und immer schmaler. Und er wurde so schmal, da mussten sie irgendwann die Wagen stehen lassen. Sie haben das Gepäck auf die Pferde und sind weitergeritten. Es wurde noch schmaler der Weg und dann mussten sie irgendwann das Gepäck runterwerfen. Und dann sind sie auf den Pferden ohne Gepäck weitergeritten. Der Weg wurde noch schmaler und dann mussten sie die Pferde stehen lassen und zu Fuß weitergehen. Und bei jedem Mal, wo sie was weglassen mussten, sind einige zurückgeblieben, und dann sind sie zu Fuß weitergelaufen. Und auf einmal kamen Seile von oben. Die Seile, für jeden ein Seil. Und die Seile haben sie festgehalten. Und das Seil hat sie mitgeführt, mitgetragen. Und dann mussten sie irgendwann die Schuhe ausziehen. Dann sind sie barfuß gelaufen. Der Weg wurde immer schmaler. Und irgendwann war der Weg zu Ende. Und sie sahen einen Abgrund und auf der anderen Seite das neue Jerusalem. Das ewige Leben. Und sie fragten sich: „Wie kommen wir rüber?“ Und sie erinnerten sich an die Seile. Und dann haben sie an einem Seil festgehalten und sind dann am Seil rübergeschwungen auf die andere Seite zum Paradies und waren dort bei Jesus.

[33:46] Das ist ein Symbol für unseren Weg mit Gott. Je näher wir der Wiederkunft kommen, desto mehr müssen wir die Dinge, die uns Sicherheiten geben, zurücklassen. Deswegen sagt auch Ellen White, für die letzte Zeit sollen wir nicht Vorsorge treffen. Wir sollen nicht irgendwo essen, irgendwo horten zu Hause oder irgendwelche anderen Dinge Vorsorge treffen. Also rein äußerlich. Weil Gott uns in der letzten Zeit alle Dinge, worauf wir unsere menschliche Sicherheit setzen, wegnehmen wird. Unsere Autos, unsere Häuser, unsere Computer, alles wird er wegnehmen. Bis wir am Ende nichts mehr haben und nur noch auf ihn vertrauen. Und nur noch durch seine Führung, durch sein Vertrauen, nur noch damit leben und damit das Ziel erreichen werden. Deswegen ist die Vorbereitung nicht äußerlich, sondern, dass wir unser Vertrauen zu Jesus stärken. Dass wir Erfahrungen mit ihm machen. Das Seil, sagt sie, ist ein Symbol für das Vertrauen zu Gott. Und je länger sie gelaufen sind, desto dicker wurde das Seil. Die Dinge, die sie hatten, wurden immer weniger und das Vertrauen wurde immer mehr. Und so ist es in der Endzeit.

[35:00] Deswegen müssen wir jetzt schon Vertrauen lernen. In kleinen Dingen Gott treu sein. Gott sorgt für sein Volk. Im Großen Kampf, heißt es, Seite 6, 29: „Gottes Volk wird nicht frei von Leiden sein, aber während man es verfolgt und bedrängt, während es Entbehrung erträgt und Hunger leidet, wird es doch nicht umkommen. Gott, der für Elia sorgte, wird an keinem seiner sich selbst aufopfernden Kinder vorübergehen. Der die Haare auf ihren Häuptern zählt, wird für sie sorgen und zur Zeit der Teuerung werden sie genug haben. Während die Gottlosen verhungern und an solchen zugrunde gehen, beschützen Engel die Gerechten und befriedigen ihre Bedürfnisse.“ Wunderbare Verheißungen. Nicht nur in der Bibel, auch bei Ellen White haben wir viele Verheißungen für die letzte Zeit. Und die müssen wir vor Augen haben. Und wenn wir die sehen, dann bekommen wir Mut und Kraft für die letzten Tage, für die letzte Zeit.

[35:54] Christus kommt bald, Seite 109. Immer wenn es zu einer Krise kam, hat Gott sich offenbart und eingegriffen, um Satan am Ausüben seiner Pläne zu hindern. Gott führt uns. Aber die Verheißung, die wir gelesen haben in Josua 1, wir gehen nochmal zurück zu Josua 1, hat auch eine Bedingung. Gott sagt zum Josua, Josua 1, Vers 8: „Lass das Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht. Und dass du hältst und tust in allen Dingen, was darin geschrieben ist.“

[36:34] Was sollte er tun? Das Buch des Gesetzes. Das waren die fünf Bücher Mose. Das war die damalige Bibel, mehr hatten sie noch nicht. Das sollte er lesen. Wie oft? Einmal in der Woche, am Sabbatmorgen? Ständig, Tag und Nacht. Lesen, darüber nachdenken und tun. Das ist auch uns, für uns geschrieben, dass wir Gottes Wort lesen, darüber nachdenken, tun. Die persönliche Andacht ist unglaublich wichtig. Dass wir an jedem Morgen uns Zeit nehmen für die persönliche Andacht, für die Beziehung zu Gott. Im Leben Jesu, Seite 67 steht: „Es ist gut, wenn wir jeden Tag eine Stunde über das Leben Jesu nachdenken. Dass wir sein Erdenleben, besonders die letzten Tage, an unserem inneren Auge vorüberziehen lassen.“ Und wenn wir so über das Leben Jesu nachdenken, wird unser Glaube zu Jesus, unser Vertrauen zu Jesus stärker werden, unsere Liebe zu ihm intensiver und wir werden mehr vom Heiligen Geist erfüllt werden. Brauchen wir das? Vom Heiligen Geist erfüllt werden? Wir brauchen Erweckung. Auf Jesus schauen. Durch Anschauen werden wir verwandelt. Und deswegen, wir brauchen Familienandachten, wir brauchen Andachten mit der Gemeinde und Gebetszeiten, aber wir brauchen vor allen Dingen die persönliche Andacht. Und wenn wir die vernachlässigen, dann wird unser Glaubensleben schwach. Und dann werden wir nicht vorbereitet sein für die letzte Zeit.

[38:14] Als ich 13 Jahre alt war, in Hamburg, war damals der Evangelist Roland Lehnhoff dort und hat Vorträge gehalten. Und der hat davon gesprochen, über Jesus, über die Beziehung zu Jesus. Und damals habe ich mich taufen lassen. Und er hat jedem Teilnehmer ein Buch geschenkt. Das hieß „Das Leben Jesu“. Und er hat gesagt, wir sollten jeden Tag darin lesen. Ein Kapitel. Das habe ich dann angefangen. Jeden Morgen habe ich dann das Kapitel in der Bibel gelesen, was dazu passt, und dann ein Kapitel aus dem Leben Jesu. Und wenn ich fertig war mit dem Buch, habe ich vorne wieder angefangen. Ich habe es mittlerweile schon 30 oder 40 oder 50 Mal durchgelesen. Wenn wir unsere persönliche Andacht haben, geht es nicht darum, dass wir mehr Informationen bekommen, sondern es geht darum, dass wir Jesus näher kommen. Dass unser Vertrauen zu ihm gestärkt wird. Dass wir auf Jesus schauen. Durch Anschauen werden wir verwandelt. Und das geht nicht in 5 Minuten. Meine Lieben, 5 Minuten persönliche Andachtszeiten sind Gift für unser geistliches Leben.

[39:16] Wie lange brauchen wir jeden Tag, um zu essen? Da werden wir zweimal, dreimal am Tag essen. Wie lange braucht man? Zwei, drei Stunden? Ja, manche essen auch den ganzen Tag, von Morgen bis Abend. Aber ich denke so, vielleicht morgens Frühstück 20 Minuten, Mittagessen eine halbe Stunde, abends nochmal eine Viertelstunde. Eine Stunde, eine Viertelstunde. Einige essen schneller, einige essen langsamer. Und genauso wie wir die Zeit brauchen, um uns körperlich zu ernähren, so brauchen wir auch Zeit, um uns geistlich zu ernähren. Und wenn wir jeden Tag nur 5 Minuten uns geistlich ernähren, dann werden wir geistlich verhungern. Wir werden geistlich schwach und irgendwann geistlich sterben. Und dann werden wir äußerlich nichts merken. Wir werden äußerlich zum Gottesdienst kommen, wie sonst auch immer. Wir werden die Lieder singen, wie sonst immer. Wir werden Zehnten geben, wie immer. Wir werden beten, wie immer. Aber es wird nur noch eine Form sein. Und diese Form wird uns nichts nützen. Das Entscheidende ist, dass wir mit Jesus Christus persönlich verbunden sind. Dass wir Zeit mit ihm verbringen, jeden Tag. Ich weiß, dass Satan versucht, uns diese Zeit zu stehlen. Dass er versucht, uns die Lust zu nehmen, dass wir verschlafen. Aber irgendwas passiert. Und wenn wir uns keine Zeit haben dafür, dann sollten wir uns die Zeit nehmen. Jeden Tag, eine Stunde, über Jesus nachdenken. Mit ihm verbunden sein. Und nur durch das Anschauen auf Jesus werden wir in sein Bild verwandelt.

[40:54] Meine Lieben, wenn wir eine Sehnsucht haben zur Wiederkunft Jesu, können wir sie nur dann haben, wenn wir den, der kommt, auch lieben. Und je größer unsere Liebe zu Jesus wird, desto größer wird unsere Sehnsucht, ihn zu sehen, seine Wiederkunft zu erwarten. Diejenigen von euch, die verheiratet sind, erinnert euch an die Zeit der Verlobung. Habt ihr gesagt: „Naja, wann wir jetzt heiraten, ist doch egal. Ob wir nächstes Jahr heiraten oder in 10 Jahren heiraten, ist doch egal, oder?“ Nein. Wenn man verlobt ist, dann erwartet man den Tag der Hochzeit. Man kann erwarten und man sehnt sich danach. Wenn der Tag da ist, dann ist die Freude groß. Meine Lieben, wenn wir sagen: „Wann Jesus kommt, ist doch eigentlich egal. Aber jetzt kommt er in 100 Jahren, dann ist die Frage, wie ist meine Liebe zu Jesus? Habe ich wirklich eine Liebe zu ihm im Herzen?“ Ich bin überzeugt, Jesus sehnt sich mehr danach, wiederzukommen, als wir zu ihm. Warum? Weil seine Liebe zu uns größer ist, als unsere Liebe zu ihm. Er würde am liebsten heute kommen, um uns mitzunehmen. Aber so ein paar Dinge kommen noch vorher.

[42:18] Gott sagt zum Josua: „Lies das Buch, lies es und tu es.“ Gott fragt nicht danach, wie fühlst du dich dabei? Gott sagt: „Tu es. Handle danach.“ Wir haben durch die Bibel und durch Ellen White so viele Dinge, die Gott uns sagt, gerade für diese Zeit heute, die so wichtig sind. Wir sollten es lesen und tun. Jetzt ist die Zeit dafür. Wenn die letzten Ereignisse kommen, dann wird es zu spät sein.

[42:44] Die zehn Jungfrauen, fünf waren klug, fünf waren töricht. Als der Ruf kam, der Bräutigam kommt, und sie aufwachten, war es zu spät. Die Törichten konnten nicht mehr klug werden. Die Klugen blieben klug. Es war nicht mehr möglich, die Seite zu wechseln. Wenn die letzten Ereignisse losgehen, wird es zu spät sein, sich vorzubereiten. Manche sagen: „Wenn die letzten Dinge kommen, dann mache ich ernst mit Gott.“ Das geht nicht. Wenn wir jetzt ein großes Leben führen, wenn wir jetzt nicht ernst mit Gott machen, dann werden wir auch in großen Dingen nicht treu sein können. Jesus sagt: „Wer im Kleinen treu ist, wird auch im Großen treu sein. Und wer im Kleinen untreu ist, wird auch im Großen untreu sein.“ Das heißt, wo wir am Ende stehen, entscheiden wir heute. Und das Öl, was sie haben, ist der Heilige Geist. Die Törichten haben auch Heiligen Geist, auch Öl, aber nicht genug. Ellen White sagt, das bedeutet, sie haben ihr Leben Gott übergeben, aber mehr auch nicht. Sie haben den Heiligen Geist nicht an ihrem Herzen wirken lassen, dass er ihr Leben verändert. Sie haben nicht auf Jesus geschaut, um sich von ihm verändern zu lassen. Und das kann man nicht nachholen.

[44:10] Deswegen, heute ist die Zeit der Vorbereitung. Jetzt ist die Zeit, uns Gott ganz zu weihen. Jetzt ist die Zeit, Entscheidungen zu treffen. Jetzt ist die Zeit, Dinge zur Seite zu stellen, die uns noch von Gott trennen. Unsere Lieblingssünden aufzugeben. Jetzt ist die Zeit, mehr auf Jesus zu schauen, uns Zeit zu nehmen für Jesus.

[44:30] Wir lesen noch einen Text, was Gott uns aufruft zu tun. Josua 1. Josua 1, Vers 11. Hier sagt Gott zum Josua, was er tun soll: „Und Josua, den Amtleuten, geht durch das Lager und bietet dem Volk und spricht: Schafft euch Vorrat! Denn nach drei Tagen werdet ihr hier über den Jordan gehen, dass ihr hineinkommt und das Land einnehmt, das euch der Herr, euer Gott, geben wird.“ Und Josua 3, Vers 5: „Und Josua sprach zum Volk: Heiligt euch, denn morgen wird der Herr Wunder unter euch tun.“

[45:12] Gott hat einen Aufruf gemacht. Sie sollen sich vorbereiten. Nach drei Tagen sollten sie über den Jordan gehen. Und das Wunder, was Gott dort gemacht hat, war genauso groß wie beim Auszug aus Ägypten. Sie sind damals durch das Rote Meer durchgezogen und jetzt sind sie durch den Jordan, trockene Füße durchgezogen, das gleiche Wunder. Und dann sagt er: „Heiligt euch, denn morgen wird der Herr Wunder tun.“ Warum sollten sie sich heiligen? Was heißt heiligen? Heiligen bedeutet, sie sollten sich reinigen. Einmal äußerlich reinigen, ihre Kleidung reinigen, ihren Körper reinigen, aber auch innerlich reinigen, ihre Herzen reinigen. Warum ist das wichtig? Gott sagt: „Ich möchte Wunder tun und deshalb, weil ich Wunder tun will, deshalb reinigt euch.“ Das heißt, die Wunder, die Gott tut, hängen ab von uns, dass wir uns vorbereiten, heiligen. Jesus hat auf der Erde viele Wunder getan. Er hat viele Kranke geheilt. Und manche Dörfer, wo er hindurchzog, waren alle Kranken gesund geworden. Wäre doch heute schön, oder? Stellt euch vor, er würde kommen und wir wären alle gesund. Aber als er in Nazareth war, wie viele Kranke hat er da geheilt? Einmal heißt es gar keine, und einmal heißt es nur wenige. Und warum nicht? Er steht dort wegen ihres Unglaubens. Das heißt, unser Unglaube, unser Kleinglaube verhindert, dass Gott Wunder tun kann. Deswegen sagt Gott hier: „Heiligt euch. Denn ich möchte Wunder tun, aber die kann ich nur tun, wenn ihr auch vorbereitet seid.“ Deswegen sagt Gott auch zu uns heute: „Heiligt euch.“

[46:58] Meine Lieben, die Wunder, die Gott tun wird in der Endzeit, wenn der Spätregen ausgegossen wird, die werden mehr Wunder sein als alle Wunder zuvor. Wenn es Träume und Visionen gibt, überall flächendeckend und wenn auch wieder Kranke geheilt werden und andere Wunder geschehen. Gott wird sein Werk beenden mit einer Kraft, wie sie nie zuvor gesehen ist. Aber das kann er nur tun, wenn wir bereit sind. Gott hat nicht einen Tag festgesetzt, wo er sagt, an dem Tag hieße ich den Geist aus und vorher könnt ihr machen, was ihr wollt, dann passiert nichts. Nein. Sondern Gott gibt den Geist so viel, wie wir bereit sind zu empfangen und wie wir vorbereitet sind. Wenn Gemeinden jetzt schon die Bedingungen erfüllen, ich habe auch ein Thema über den Spätregen und die Bedingungen für den Spätregen in den Seminar kommenden Ereignisse. Wenn wir die Bedingungen erfüllen, zum Beispiel Einigkeit, Liebe untereinander, Sünden lassen, gemeinsame Evangelisation, wenn wir die Bedingungen erfüllen, dann kann Gott jetzt schon in Ortsgemeinden den Heiligen Geist in besonderer Fülle geben. Natürlich. Deshalb ruft Gott uns auf: „Bereitet euch vor.“ Deswegen sagt Gott: „Reinigt eure Herzen.“ Und das können wir nicht selber tun.

[48:15] Ellen White schreibt im Testimonien Band 8, Seite 28: „Wir wissen, dass uns die Wahrheit auf das vorbereiten sollte, was bald über die Welt als überwältigende Überraschung hereinbrechen wird.“ Gott möchte uns vorbereiten. Er möchte unsere Herzen reinigen. Dass wir das tun, was er sagt. Dass wir Dinge zur Seite lassen. Früher haben wir immer gesagt, was ist gut und was ist schlecht. Das Gute sollen wir tun, das Böse sollen wir lassen. Das gilt übrigens immer noch. Aber mittlerweile hat Satan es geschafft, dass er uns überhäuft mit Dingen, die erlaubt sind, die nicht böse sind, aber die uns die Zeit stehlen für das wirklich Wahre, für das wirklich Wichtige. Wenn wir im Internet surfen, wie viel Zeit verbrauchen wir dort? Nur eben da mal gucken, nur eben da mal klicken und schon haben wir zwei Stunden wieder verbraucht. Wir werden überschwemmt mit Zeitschriften, mit Katalogen, mit Werbung, mit irgendwelchen anderen Dingen, die unsere Aufmerksamkeit fesseln. Die Dinge sind nicht verboten. Aber sie nehmen uns die Zeit für das, was Gott möchte für uns. Wir müssen uns fragen, nicht nur fragen, was ist gut, was ist böse, wir müssen uns auch fragen, wie möchte Gott, dass wir die Zeit verwenden, so wie er es möchte.

[49:35] Ein Punkt als der Vorbereitung, um zu wachsen, ist auch, dass wir Gottes Wort weitersagen, dass wir Zeugen sind, dass wir selbst ein Zeugnis sind für andere. Ich bin überzeugt, dass, ja, ungefähr bestimmt die Hälfte unserer Gemeinde auch Bibelstunden geben kann. Das ist übrigens ein Schwachpunkt der letzten Jahre der Adventgemeinden in Deutschland. Meine Erfahrung war und ist, dass die Gemeinden stark geworden sind, Menschen in Kontakte zu knüpfen. Und dann bringen sie die Kontakte mit und irgendwie durch Seminare, durch Freundschaften und so weiter. Und wenn dann jemand so weit ist, dann sagen sie: „Der möchte Bibelstunden haben, bitteschön, du bist dran.“ Und der Prediger, der kann vielleicht 5 Leuten, 10 Leuten, 15 Leuten Bibelstunden geben und dann ist fertig, mehr geht nicht. Das heißt, die Anzahl der Tausenden, die wir haben, ist limitiert durch die Zeit des Predigers. Und das geht nicht. Jeder von uns ist aufgerufen, Zeuge zu sein. Und ich glaube, die meisten von uns können auch Bibelstunden geben. Wenn man eine Sabbat-Schulklasse halten kann, wenn man einen Hauskreis führen kann, kann es auch Bibelstunden geben. Das ist ganz einfach. Man hat einen Zettel, da stehen ein paar Bibeltexte drauf und ein paar Erklärungen und ein paar Fragen. Und dann hat man einen Bibelstundenpartner und dann sagt man: „Wir haben heute das Thema so und so.“ Und dann sagt man: „Wir lesen den ersten Text, dann steht man auf, mal liest der, mal lese ich, dann stellt man eine Frage dazu, dann sagt er was, dann sag ich was, dann sag ich den nächsten Text und dann lesen wir den nächsten Text und am Ende fragen wir: ‚Willst du das auch tun?‘“ Der andere sagt ja und dann sind wir fertig. Ja, so einfach ist das. Bibelstunden geben ist ganz einfach. Wir haben manchmal Angst, wir können ja Fragen stellen, die ich nicht weiß, oder? Aber meine Lieben, die Fragen, die die Leute stellen, die können wir fast alle beantworten. Wenn wir mal eine nicht beantworten können, was machen wir dann? Genau, dann sag ich: „Weiß ich jetzt auch nicht, ich erkundige mich und dann kannst du den Prediger fragen, kannst im Internet nachgucken und dann kannst du nächste Woche dem die Antwort geben.“ Wir haben in Mannheim ungefähr 20 Geschwister, die Bibelstunden geben. Weil wir gesagt haben, das kann der Prediger gar nicht, ich habe gar keine Zeit mehr für Bibelstunden, weil ich überall immer schaue und dann kommen die Geschwister zu mir mit ihren Fragen und sagen: „Ich habe letztens die Frage gehabt, was meinst du denn dazu?“ Ja, ich würde das und das antworten. Dann schreibe ich mir auf. Und nur so kann man, so kann eine Gemeinde wachsen.

[51:13] Wenn ihr niemanden habt, dem ihr Bibelstunden geben könnt, was macht man dann? Beten, genau. Fragt euren Prediger, vielleicht hat er jemanden, den er abgeben kann. Prediger sollten nicht so egoistisch sein, das ist immer nur für sich selbst alles. Übrigens, denn derjenige, der Gottes Wort weiter sagt, hat selbst den größten Segen davon. Wenn wir anderen Menschen Gottes Wort weiter sagen, werden wir selbst gefestigt darin. Deswegen sind Prediger so gesegnet, weil sie ständig Menschen Gottes Wort weiter sagen. Und diesen Segen sollen wir selbst auch mithaben. Eine Gemeinde wird schwach, wenn sie nur noch zuschaut. Man soll selbst aktiv sein. Wenn ich niemanden hab, kann ich auch drum beten.

[52:59] Eine Schwester unserer Gemeinde hat Folgendes gemacht. Sie war am Seminar, dort hat man ihr gesagt, sie soll drum beten und dann soll sie drum beten, dass Gott uns die Namen eingibt, die wir ansprechen sollen. Das hat sie dann gemacht. Sie hat gebetet, zwei Tage, auch sogar einen Tag gefastet und dann hat Gott ihr vier Namen ins Gedächtnis gerufen und hat gesagt: „Gut, jetzt rufe ich die an.“ Jetzt hat sie die ersten angerufen, ihre Schwester war das, ihre leibliche Schwester, und hat nur gesagt: „Guten Tag, hallo.“ Und dann hat sie gleich gefragt: „Hättest du Interesse, mit mir die Bibel zu studieren?“ Und die sagt: „Ja, warum nicht?“ Und sie war ganz überrascht, denn sie hat noch nie Interesse gehabt für die Bibel sonst. Ruft sie die zweite an und sagt, sie hat extra keine großen Worte gemacht, ruft an und sagt: „Ich hätte gerne, wenn du möchtest, mit dir die Bibel studiert, wie wäre es?“ Ja, sagt sie, ist in Ordnung. Ruft die dritte Person an und sagt: „Möchtest du gerne Bibel studieren mit mir?“ Sagt sie: „Ja.“ Sagt sie, die vierte habe ich gar nicht mehr angerufen, ich habe keine Zeit mehr gehabt für die vierte Person für Bibelstunden. Aber so hat sie drei Personen Bibelstunden gegeben auf einmal und sie hat das gerne gemacht. Und das war etwas, das waren ihre Freundinnen, Bekannte von ihr. Gott führt uns. Gott hat Menschen in unserer heutigen Zeit, die nach ihm suchen und Gott führt so viele Menschen zu uns, wie wir auch bereit sind aufzunehmen und zu unterrichten und zu Gott zu führen. Gott möchte uns gebrauchen in seinem Werk. Gott sagt: „Heiligt euch, reinigt euch.“ Und das gehört dazu, dass wir auch unsere persönliche Beziehung zu Jesus vertiefen und dass wir Jesus näherkommen.

[54:35] Es ist, ja, ich denke, für die Endzeit sehr schön zu sehen, was Gott tut, wenn wir Gottes Werk betrachten. Wenn wir jetzt momentan Gottes Werk anschauen, dann können wir manchmal vielleicht entmutigt werden, wenn es so langsam vorwärts geht und wenn viel Uneinigkeit da ist. Aber Gott wird sein Werk führen bis zum Ende und er wird uns dazu gebrauchen. Deswegen, Gott sagt: „Ich gehe mit euch.“ Und zweitens sagt Gott: „Bereitet euch vor.“

[55:13] Und wenn Jesus dann wiederkommen wird, das wird sein, wie wir uns das nicht vorstellen können. Der Höhepunkt des Kampfes wird sich zuspitzen. Die Menschen werden einen Tag festsetzen, wo alle Gläubigen umgebracht werden sollen und wir denken, es ist alles aus. Alle Schutz ist weg. Und Ellen White beschreibt im Großen Kampf, wie sie von vorher versuchen, sich auf uns zu stürzen. Aber Engel werden uns beschützen, bewahren. Und dann, wenn die Krise am größten ist, wenn unsere Not am größten ist, auf einmal wird vom Osten eine Wolke sichtbar, halb so groß wie eines Mannes Hand. Die Wolke wird dann immer größer und immer größer und immer herrlicher und wir wissen, das ist unser Herr. Und dann werden wir irgendwann ihn ganz klein erst mal sehen. Und dann wird er immer größer werden und immer größer. Und die Engel werden wir sehen und die Herrlichkeit wird immer größer. Und irgendwann wird der ganze Himmel erfüllt sein von der Herrlichkeit Gottes. Und dann werden wir ihn sehen, Jesus. Wir werden in seine Augen blicken. Und wir werden den Eindruck haben, der guckt nur mich an. Er sieht niemand anderes auf der Welt als nur mich. Und dann wird er sagen: „Kommt her, ihr Gesegneten des Vaters, erhebt das Reich.“ Und wir werden jubeln. Und wenn wir mit ihm gehen werden ins Neue Jerusalem und dann wird er die Tore öffnen vom Neuen Jerusalem. Und wenn wir hineingehen durch die Tore in die Stadt, wir werden uns vorkommen wie träumend. Und wir werden uns überlegen und sagen: „Was war gerade noch gewesen? Ich weiß es gar nicht mehr.“ Jesus zu sehen, Jesus zu hören, ihm um den Hals zu fallen, das ist das, was zählt. Bei ihm zu sein in der Ewigkeit, nach Hause zu gehen. Wir sind hier auf der Erde nur Pilger. Unsere wirkliche Heimat ist im Himmel. Und deswegen müssen wir auch die Dinge dieser Welt nicht so wichtig nehmen. Jesus sagt: „Trachtet du erst nach Gottes Reich, nach seiner Gerechtigkeit.“ Das ist das, was zählt.

[57:25] Als ich verlobt war, war ich auf Marienhöhe und meine Frau war in der Schweiz. Und da habe ich sie besucht. Es gab noch kein Navi damals, also habe ich mir ein Autoatlas genommen und aufgeschrieben, wie ich fahren muss. Von Darmstadt, Heidelberg, Stuttgart, Singen, Zürich, Rüthi. Sie wohnte in Rüthi, in der Nähe von Zürich. Da habe ich vollgetankt und bin gefahren. Dann habe ich auf der Autobahn das Schild gesehen: Heidelberg. Was hat mir das gesagt? Erstens, ich bin auf dem richtigen Weg. Hätte ich Köln gelesen, hätte ich gewusst, ich bin falsch abgebogen. Aber ich bin auf dem richtigen Weg. Und zweitens hat mir das gesagt, jede Stadt, die ich abparken konnte, hat mir gesagt, jetzt bin ich ein Stückchen näher wieder, noch ein Stückchen näher. Dann war ich in Singen, dann war ich in Zürich, dann war ich in Rüthi, dann war ich in ihrer Straße und dann konnte ich meinen Schatz in die Arme nehmen.

[58:33] Meine Lieben, Gott sagt auch, was kommt. Wir haben auch Marksteine. Und jeder Markstein, der geschieht, was sagt er uns? Erstens, wir sind auf dem richtigen Weg. Gott führt uns. Gott führt sein Volk. Und zweitens sagt er uns, wir sind der Wiederkunft wieder ein Stück näher. Und noch ein Stück näher. Jesus kommt bald. Bis der letzte Markstein vorbei ist, bis Jesus kommt und wir ihn in die Arme schließen dürfen. Und das ist das, worauf wir hoffen.

[59:17] Meine Lieben, als Jesus im hohenpriesterlichen Gebet gebetet hat, da hat er für dich und für mich gebetet, da hat er gesagt: „Vater, ich möchte, dass die bei mir sein, die du mir gegeben hast.“ Und damit meint er nicht nur die Jünger, auch uns. Jesus sehnt sich danach, dass wir bei ihm sein können. Und weil ich weiß, da ist jemand, der auf mich wartet, auf mich persönlich, der mich liebt, der für mich gestorben ist, der sich danach sehnt, dass ich bei ihm sein kann. Deswegen möchte ich da sein. Bei ihm. Ich wünsche uns, dass wir jeden Tag Jesus näher kommen, ihn in unserem Herzen haben, dass unsere Liebe zu ihm stärker wird, dass unsere Sehnsucht zu seiner Wiederkunft stärker wird. Und dass wir jeden Tag auch seiner Wiederkunft näher kommen. Bald wird es so sein, dann dürfen wir ihn wirklich in unsere Arme schließen. Amen.


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