In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers, wie sie im Lukasevangelium beschrieben wird. Der Sprecher beleuchtet die historischen und kulturellen Hintergründe, die Charaktere von Zacharias und Elisabeth und die Bedeutung ihrer Gebete. Es wird thematisiert, wie Gott Pläne für unser Leben hat und wie Geduld und Glaube in der Erfüllung dieser Pläne eine Rolle spielen. Die Predigt betont die Wichtigkeit, voll vom Heiligen Geist zu sein und die Freude, die aus der Erfüllung von Gottes Willen erwächst.
Der Ersehnte: 5. „du sollst ihm den Namen Johannes geben“ (Lk 1,5-15)
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Altes Testament, Bibel, Bibelstudium, Jesus, Neues TestamentWeitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
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[4:49] im März 4 vor Christus. Und wir sind jetzt also hier in Lukas 1, sind wir so 5 vor Christus, 6 vor Christus, so in diesem Zeitrahmen.
[4:58] Jetzt, wer war Herodes nach der Bibel? Er war König von Judäa. Jetzt, wer oder was war Judäa? Zu der Zeit war Judäa nur noch eine römische Provinz. Das heißt, wenn es heißt, er war König von Judäa, muss man sich nicht einen König vorstellen, der tun und lassen kann, was er will, sondern er war ein König unter dem römischen Kaiser. Das römische Weltreich hatte gerade die ganze Welt erobert. Weiß jemand, wer zu der Zeit, zur Zeit von wo Lukas hier anfängt, wer der Kaiser war in Rom? Tiberius kam ein bisschen später. Das war Augustus, Oktavian, der erste Kaiser, der nach dem nach dem Bürgerkrieg dann das Kaisertum eingeführt hat. Und Oktavian hatte auch den Herodes eingesetzt zu einem König. Er durfte dort herrschen. Aber wenn immer eine wichtige Entscheidung zu fällen war, musste er nach Rom reisen. Also wenn zum Beispiel seine Söhne ihm nach dem Leben trachteten, er wollte sie umbringen, dann musste er erst mal nach Rom reisen und fragen, ob er das tun darf. Und dann hat der Kaiser gesagt, nein. Und dann mussten sie sich versöhnen. So war das. Übrigens, weiß jemand von euch, was Herodes übersetzt heißt? Herodes heißt heilig. Das steckt, wenn ihr Englisch könnt, steckt ein Wort drin, Hero, genau, Heros, der Held, heldenhaft. Eigentlich ein ganz angenehmer Titel für einen König, der heldenhafte König.
[6:32] Weiß jemand, aus welchem Land der war, der Herodes? Aus welchem, aus welchem Stamm der kam oder aus welchem Land? Das Kuriose war, Herodes war kein Jude. Er war ein Idumäer und die Idumäer sind, wie soll man sagen? Das sind die Nachfahren der Edomiter. Das, was im Alten Testament die Edomiter sind, war im Neuen Testament die Idumäer. Er ist ja auch von einem römischen Kaiser dorthin gesetzt worden. Er war zwar den jüdischen Glauben praktizierte, weil die Edomiter in Anführungsstrichen zwischenzeitlich auch von den Juden eingenommen worden waren. Die Juden hatten dort ihre Religion eingeführt. Aber er hatte das Problem, obwohl er eins eigentlich.
[7:21] Okay, lass mich erst mal fragen, welches Bild habt ihr von Herodes als einem König? Welches Bild würdet ihr zeichnen? Gut, schlecht, mittelmäßig? Grausam, oder? Also vor unseren Augen sehen wir diese Geschichte von dem Kindermord von Bethlehem, nicht wahr? Jetzt lasst euch ganz kurz was erzählen zu Herodes. Herodes war eigentlich lange Zeit ein recht, wie soll man es sagen, sehr sozialer König. Er hat zum Beispiel teilweise ein Drittel bis ein Viertel aller Steuern erlassen. Wenn es dem Land gut geht, hat er Steuern erlassen. Wenn er gemerkt hat, den Juden in anderen Provinzen ging es schlecht, hat er sogar sich für die Juden in anderen Provinzen eingesetzt. Als die Olympischen Spiele kein Geld mehr hatten, hat er von seinem eigenen Geld die Olympischen Spiele gefördert. Also jemand, der wirklich für andere da war, Geld ausgegeben hat, sozial war. Er hat den Tempel, der damals noch recht klein war, ausbauen lassen und der zweite Tempel, der unter Zacharias und Haggai gebaut worden war, wuchs dann zu dem herodianischen Tempel an. Das war, der wurde eingeweiht 10 vor Christus, also nur wenige Jahre bevor unsere Geschichte spielt. Und das war zu der Zeit dann der größte und bedeutendste Tempel im ganzen Römischen Reich. Hat er alles von seinem Geld investiert, um den Juden einen Gefallen zu tun. Er hat andere Städte gebaut, Cäsarea, Maritime und so weiter und so fort. Aber die Juden haben ihn nie angenommen. Warum? Weil er kein Jude war. Und weil die Bibel ja sagt, dass nur einer aus dem Volk Gottes König sein sollte. Und er war so verzweifelt, dass er später, kurz bevor er gestorben ist, hat er tatsächlich alle berühmten Männer Judas in eine Rennbahn einschließen lassen und hatte die Vorgabe, dass, wenn er stirbt, all diese Männer umgebracht werden, weil er wollte, dass bei seinem Tod jemand weint. Und dann würden die Menschen über diese Leute weinen. Und dann würde überhaupt jemand weinen, weil er gestorben ist, sozusagen. Also daran erkennt man natürlich, er war grausam. Er hat auch übrigens acht Frauen gehabt und hat irgendwie viele Kinder auch umbringen lassen, weil die ihm nach dem Leben trachteten. Aber er hatte eigentlich ein tiefes Verlangen auch nach Akzeptanz. Das ist nie erfüllt worden.
[9:42] Und das wurde besonders schlimm, als im Jahre sechs vor Christus. Das ist sehr interessant. Das ist genau die Zeit der Geschichte jetzt. Er eine harte Auseinandersetzung mit den Pharisäern hatte. Die Pharisäer haben nämlich behauptet, dass bald der Messias geboren werden würde und dann würde der Messias Herodes absetzen. Das war eine Prophezeiung, die natürlich aus der Bibel kam. Und die Pharisäer kannten auch Daniel 9. Die wussten, dass das nicht mehr lange dauern kann. Und mit dem Hintergrundwissen könnte ich natürlich vorstellen, wie der Herodes gedacht hat, als dann da solche Weisen aus dem Morgenland kommen und sagen, wir haben gehört, der König der Juden ist geboren. Das war der Hintergrund. Also Herodes, der König von Judäa war schon relativ alt zu dem Zeitpunkt in den 60er Jahren und hat verzweifelt um Akzeptanz gekämpft, die ihm nicht gegeben worden sind.
[10:42] Jetzt zu dieser Zeit lebten also zwei Menschen. Der eine war ein Priester mit Namen Zacharias. Weiß jemand, was Zacharias auf Hebräisch, was das für ein hebräischer Name ist? Das ist ja nur ein Griechisch, sozusagen. Zucker, Zucker, nichts mit Zucker zu tun. Dankeschön. Zacharias heißt eigentlich wörtlich übersetzt der Herr gedenkt. Sacha ist ein Verb, das heißt an jemanden denken, sich jemandes erinnern, sich daran, sich zurückerinnern an was gewesen ist. Also heißt wörtlich übersetzt der Herr gedenkt. Er erinnert sich. Wie es heißt, der Herr gedachte an Noah, der Herr gedachte an den. Das wird gleich noch wichtig für die Geschichte. Und dann die Frau hieß wie Elisabeth. Und das ist nicht so ein bekannter hebräischer Name, das ist Elisheba. Und Eli, Eli heißt, Eli ist, El ist Gott und Scheba ist ein Eid, ein Schwur. Heißt also wörtlich der Gott meines Eides oder der Gott des Eidschwurs. Gott gedenkt, Jahwe gedenkt, der Herr gedenkt und Gott des Schwures, des Eides.
[12:32] Jetzt, wessen Abstammung waren die beiden? Ja, also und er? Kurz nachdenken, was war sein Beruf? Priester und wenn der Priester war, war auch aus welchem Geschlecht? Aaron. Waren beide aus dem Haus Aarons. Er noch zusätzlich. Ihr wisst ja, das aronitische Geschlecht ist dann später geteilt worden in die verschiedenen Abteilungen. Wenn wir gleich noch anschauen, warum es gab dann so verschiedene Priesterklassen je nach den späteren Generationen. Aber jeder Priester war natürlich aus dem Hause Aaron. Das ist interessant, weil die Eltern von Jesus sind beide aus dem Haus Davids des Königs und die beiden Eltern von Johannes dem Täufer waren beide aus dem Haus Aarons des Priesters. Beide, nicht nur er, der der Priester selbst, sondern auch sie war aus dem Haus Aarons.
[13:39] Frage. Ah, lesen wir erstmal den nächsten Vers. Also wir haben jetzt eine Zeit zu der Zeit von diesem König, nicht wahr? Diese beiden, diese beiden Menschen hier Zacharias und Elisabeth. Vers 6. Das heißt es, sie waren aber beide was? Gerecht oder fromm vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Rechtsbestimmungen des Herrn.
[14:08] Jetzt, wir kennen die Geschichte ja ziemlich gut, nicht wahr? Ist natürlich unbekannt. Und da wir das Ende der Geschichte kennen oder so den Hauptpunkt später, haben wir oftmals nicht so ein besonders gutes Bild von Zacharias. Aber wenn die Geschichte hier aufhören würde, dann würden wir Zacharias zu einem der größten Menschen der Bibel machen, oder? Kennt ihr noch andere Menschen in der Bibel, von denen heißt, dass sie gerecht waren und dass sie untadelig vor Gott gewandelt sind? Hiob, Henoch, Daniel vielleicht, ja? Mose, von Abram heißt es selbst mit 99, dass Gott noch sagt, jetzt wandle vor mir, jetzt wandle und jetzt sei untadelig. Da heißt es nicht, er war untadelig, sondern Gott sagt, sei untadelig. Da war er noch nicht mal mit 99 an dem Punkt wie Henoch oder Hiob oder Zacharias. Also Zacharias steht, was seinen Charakter angeht, in einer Linie mit Henoch, mit Hiob, mit Noah vor der Sintflut. Also wirklich Leuten, die selbst in der Bibel als außergewöhnlich beschrieben werden, oder? Zacharias war nicht ein außergewöhnlich normaler Priester. Die meisten Priester zu der Zeit, ihr wisst, die Pharisäer, die Sadduzäer, die waren ganz anders. Zacharias war ein außergewöhnlich treuer, außergewöhnlich gläubiger, außergewöhnlich gottesfürchtiger Mensch.
[15:44] Ellen White sagt, diese beiden schienen wie das Licht in der Finsternis. Inmitten einer finsteren Welt, selbst einer finsteren Priesterschaft. Das religiöse System der Juden war ja ziemlich verkommen mit all ihren Regeln, waren die beiden, sagt sie, wie ein Licht in der Finsternis.
[16:05] Jetzt. Es heißt, sie haben alle Gebote gehalten. Schaut mal mit mir in Psalm 119. Psalm 119. Das ist eine von vielen Versen, die man dazu lesen kann. Dort heißt es, Psalm 119, Vers 6. Dann werde ich nicht zu Schanden, wenn ich auf, wie viele? Alle deine Gebote achte. Das ist ein ganz alttestamentliches Prinzip, natürlich im Neuen Testament genauso gültig. Das heißt, wenn ich auf alle deine Gebote achte, dann werde ich nicht zu Schanden, wenn ich auf alle deine Gebote achte. Das ist ein ganz alttestamentliches Prinzip, natürlich im Neuen Testament genauso gültig. Dass wir auf alle Gebote achten. Wie sagt Jakobus, wer alle Gebote hält und eines bricht, der ist am ganzen Gesetz schuldig geworden. Und Zacharias und Elisabeth, haben, so heißt es hier, alle Gebote gehalten und sie waren untadelig.
[17:16] Schlagt mal mit mir auf im Neuen Testament. Philipper, Kapitel 2, Vers 15. Philipper 2, Vers 15, dort steht. Und das ist genau diese Idee, wie die Ellen White oft beschreibt. Damit ihr unsträflich und lauter seid. Was für Kinder? Gottes Kinder, steht bei euch auch untadelige Kinder Gottes? Da steht es nur bei mir. Oder ohne Tadel seid, genau. Untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechtes, unter welchem ihr leuchtet als Licht in der Welt. Durch ihren Charakter waren sie ein Licht in der Welt. An einer finsteren Zeit, in der die ganze Menschheit, nicht nur die Juden, sondern die ganze Menschheit auf irgendetwas wartete, waren sie Lichter.
[18:29] Noch ein Vers. Noch ein Vers, 2. Petrus 3, Vers 14. 2. Petrus 3. Und dort. Vers 14 und den Vers müssen wir kurz verdauen, weil der ist sehr wichtig. Zweite Petrus 3 und dort Vers 14. Darum Geliebte, weil ihr dies erwartet, so seid eifrig darum bemüht, dass ihr als unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet, in Frieden. Warum sagt Petrus, warum ist es so wichtig, dass wir tadellos sind? Weil wir etwas erwarten. Wir erwarten in dem Fall die Wiederkunft.
[19:27] Warum waren sie, Zacharias und Elisabeth, tadellos? Sie erwarteten den Messias, das erste Kommen. Das ist das Thema der Ersehnte. Selbst die Pharisäer haben sich nach dem Messias gesehen. Einer, der den ausländischen König von Kaisers Gnaden hinweg nimmt. Sie haben auch auf den Messias gewartet, aus ganz anderen Gründen.
[19:52] Die Geschichte beginnt also, das Evangelium beginnt in einer Zeit, in der alle auf den Messias gewartet haben und einige sogar aus den richtigen Gründen. Sie waren untadelig, weil sie gewartet haben.
[20:07] Nun, erster Lukas 1, gehen wir zurück zu Lukas 1 und dort Vers 7. Lukas 1 und dort Vers 7. Wir haben die Zeit, wir haben die Person, wir haben ihren Charakter. Und jetzt kommt das Problem, Vers 7. Und was war das Problem, Vers 7? Sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war. Und beide waren in fortgeschrittenem Alter.
[20:34] Nun, wenn jemand das Alte Testament kommt, das ist so ein Déjà-vu-Erlebnis hier. Abraham und Sarah, kennt ihr noch andere Personen in der Bibel, die unfruchtbar waren? Hannah war unfruchtbar. Wer noch? Die Frau von Isaak, genau, wer war das? Rebekka war auch unfruchtbar. Rahel war unfruchtbar. Und eine, eine habt ihr noch vergessen. Michael, ja, die hat auch keine Kinder gehabt, aber die passt nicht ganz in die Geschichte hinein, weil die anderen haben ja alle ein Kind bekommen. Es gibt noch eine, die unfruchtbar war, die auch noch ein bedeutendes Kind bekommen hat. Also wir haben Sarah, Rebekka, Rahel, Hannah. Und die Frau von Manoach, die Mutter von Simson, die war auch unfruchtbar. Und alle diese Frauen haben dieses Erlebnis gehabt, dass sie unfruchtbar waren. Sie konnten keine Kinder bekommen und als sie ein Kind bekommen haben, war das meistens ein ganz besonderes. Die Sarah bekommt Isaak, die Rebekka bekommt dann Jakob und Esau, die Rahel bekommt dann Josef, die Hannah bekommt Samuel und die Frau von Manoach bekommt Simson.
[22:00] Aber von all diesen Geschichten ist welche Frau oder welche Geschichte am ehesten mit dem Fall hier zu vergleichen? Abraham und Sarah, warum? Wegen des Alters. Also die beiden müssen sich wirklich gefühlt haben und sagen, wir haben gebetet und wir tun und machen. Aber es geht uns genauso wie Abraham und Sarah. Die Zeit ist vorbei. Sie waren im fortgeschrittenen Alter. Sie konnten keine Kinder mehr bekommen. Und an der Stelle beginnt eigentlich die Geschichte. Wie jede Geschichte gibt es eine Einleitung. Das war die Einleitung. Das ist die Zeit. Das sind die Personen. So war ihr Charakter. Das war ihr Problem. Und jetzt beginnt die Geschichte so richtig in Vers 8.
[22:41] Schauen wir mal gemeinsam in Vers 8. Das heißt es. Es geschah aber, als er seinen Priesterdienst vor Gott verrichtete. Zur Zeit, als seine Abteilung an die Reihe kam. Welche Abteilung war nochmal aus der Abteilung? Abia. Jetzt, wie viele Abteilungen gab es insgesamt? Weiß es jemand? Es gab 24 Abteilungen. Also die gesamte Nachkommenschaft von Aarons, die wurde eingeteilt in 24 Priesterklassen. Weiß jemand, zu welcher Zeit man das gemacht hat? Zur Zeit von David und Salomo hat man das dann gemacht, nicht wahr? Als dann der Tempeldienst eingeführt worden ist. Also auf ein neues Level gebracht worden ist. Und er war eine von diesen Abteilungen.
[23:33] Jetzt. Wie oft? Musste ein. Wenn ihr 24 Abteilungen habt, könnt ihr euch ausrechnen. Wie oft musste dann einer, eine Abteilung am Heiligtum sein im Jahr? Zwei Mal. Nämlich. Also wenn. Ein Monat hat. Wir haben zwölf Monate. Also jede Abteilung hat ungefähr einen halben Monat. Und so hat man das aufgeteilt, dass jede Abteilung zweimal im Jahr eine Woche dran war. Es wurde also jede Abteilung war eine Woche dran und nach einem halben Jahr, dann ging es nochmal von vorne los. War wie in der Gemeinde so ein Putzplan. Aber es war kein Putzplan. Es war äußerst gut organisiert. Im Heiligtumsdienst war nichts im Zufall überlassen. Es gab dort Chefs, die haben das dann entsprechend organisiert. Und zweimal im Jahr. Hatte Zacharias die Aufgabe, am Tempel zu dienen. Er hatte übrigens auch keinen anderen Beruf. Ist eigentlich toll, oder? Stellt euch vor, ihr habt einen Beruf, den ihr zweimal im Jahr je für eine Woche ausüben müsst. Gehört auch dazu, das mal erwähnt zu haben. Aber davor war dieser Beruf ein äußerst, äußerst, äußerst wichtiger. Denn der Priester war ja ein Symbol oder ein Typus auf den Messias, den kommenden.
[24:58] Also er war, es war wieder eine Zeit, wir wissen nicht genau, welcher Monat das gewesen ist, das kann man aus der Bibel nicht so genau herausfinden. Aber eins ist deutlich. Die Geschichte des Evangeliums beginnt nicht in der Krippe von Bethlehem. Sie beginnt auch nicht irgendwo in Nazareth, sondern die Geschichte des Evangeliums beginnt am Tempel von Jerusalem. Da geht die Geschichte los. Könnt ihr euch vorstellen, warum? Da war das Zentrum des Gottesdienstes. Die Idee Gott mit uns. Ja. Das Heiligtum, das Heiligtum war was letztendlich? Es war die Wohnung Gottes. Ja, das stimmt. Da trafen sich alle zusammen. Warum hatte Gott das Heiligtum gegeben? Er wollte in ihrer Mitte sein. Ja, das stimmt. Es war ein Sinnbild für was? Für den kommenden Erlöser. Das ganze Heiligtum war in Stein gefasste Sehnsucht. Die Sehnsucht auf den kommenden Messias. Jedes Opfer, jeder priesterliche Dienst, jedes Gewand, jeder Haken, jede Öse hatte irgendeine Bedeutung auf den kommenden hin. Und das Evangelium beginnt an der Stelle, wo das Alte Testament mit dem Heiligtumsdienst und das Neue Testament sich begegnen. Ja. Genau, ein Abbild des himmlischen. Ganz genau.
[26:36] Jetzt Vers 9. Lukas 1 Vers 9. Da traf ihn nach dem Brauch des Priestertums das Los, dass er in den Tempel des Herrn gehen und räuchern sollte. Jetzt, warum haben die gelost? Was sagt euch das, wenn es heißt, sie haben gelost? Genau, das heißt also, es gab sehr viele in der Abteilung, oder? Diese Abteilung, das heißt nicht, dass da 24 Priester waren, sondern da waren wahrscheinlich Hunderte von Priestern in 24 Abteilungen, vielleicht Tausende von Priestern, und wenn die eigene Abteilung dran war, dann heißt das nur, dass man zu dem Tempel kam. Es hieß überhaupt nicht, dass man auch in den Tempel hinein ging, sondern unter all den Priestern, die jetzt für diese eine Woche zuständig waren, wurde einer ausgewählt. Und es sieht so aus, ja? Genau, es gab ja verschiedene Dienste noch, ja? Das heißt, Zacharias war nicht so oft im Tempel gewesen. Vielleicht war er noch nie im Tempel gewesen. Er hat jahrzehntelang vielleicht auf diese Aufgabe sich hin vorbereitet und jetzt war es mal soweit. Und wie gesagt, der Tempel, wir dürfen uns das nicht so vorstellen, dass es einfach nicht, das war ein Tempel und da ist man reingegangen, dass dieser Tempel war seit wenigen Jahren das Sightseeing-Objekt sozusagen in der ganzen römischen Welt. Da waren Tausende über Tausende Leute. Wenn jemand nach Jerusalem ging aus Rom oder aus Karthago oder so, dann hat er gesagt, also eins will ich auf jeden Fall sehen, den herodianischen Tempel. Das war ein Riesending und es war gerade erst vor wenigen Jahren eingeweiht worden. Das heißt, es war eine immense Volksmenge, höchstwahrscheinlich da. Und ihm fiel die Aufgabe zu, hineinzugehen.
[28:33] Nun, was sollte er da tun? Er sollte dort räuchern. Und dieses Räuchern, das durften nur Nachkommen Aarons. Weiß jemand von euch, ob im Alten Testament es eine Geschichte gibt, wo jemand anderes das vorgehabt hat, auch räuchern zu wollen? Ja, es gab den einen König, das war aber nicht Jerobeam, das war der Usija, der da hineingegangen ist. Nee, soll nicht. Es gab noch jemand im im Alten Testament, in der Geschichte Israels, in der Wüste, die er und seine Anhänger haben gesagt, wir können auch räuchern. Das, das war der Korach und seine Rotte, die Rotte Korach, die gesagt haben, wir können auch Priesterdienst ausführen, dann sind sie mit ihren Priesterpfannen gekommen mit dem Räucherwerk, könntet mal nachlesen, vierte Mose 16. Aber der Punkt ist, das war eine Aufgabe, die nur den Priestern vorbehalten war. Das bringst du durcheinander, das ist Achan. Genau, also er geht hinein und soll räuchern und schaut, was im Vers 10 steht.
[29:52] Lukas 1, Vers 10. Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucherns. Nun, ihr kennt das, dass der, dass das der Rauch aufstieg und gleichzeitig wurde gebetet. Wofür stand denn der Rauch? Für das Gebet, ja, das stimmt. Aber noch genauer, er steht nicht nur für das Gebet an sich, für die Reinigung des Gebets. Wodurch? Ja, die Engel überbringen. Lasst mal euren Finger drin und geht mal zur Offenbarung 8. Ja, also wenn Gott erscheint, gibt es immer diesen, diesen, diesen, diesen Rauch auch. Ja, man kann da nicht hintreten. Offenbarung 8. Vers 3 und 4. Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar. Der hatte ein goldenes Räucherfass und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es zusammen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbringt, der vor dem Thron ist. Und der Rauch, das Räucherwerk, stieg auch vor Gott, zusammen mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels. Das heißt, die haben wir den Hohen Priester im himmlischen Heiligtum. Der bringt das Räucherwerk mit den Gebeten. Das Räucherwerk ist dieser Wohlgeruch. Was macht die Gebete, unsere Gebete vor Gott angenehm? Dass die Engel, ja, dass die Engel sie überbringen. Dass Jesus für uns mit, es ist die Gerechtigkeit Jesu. Ohne Jesus Christus würden unsere Gebete vor Gott nie angenehm sein.
[31:39] Das heißt, alles in dieser Zeremonie, der Tempel selbst, die Leute dort draußen, dass das selbst das Räuchern an sich war ein Symbol. Das Beten allein hilft nicht. Wir brauchen jemanden, der das Gebet angenehm macht. Was meint er? Wofür haben wohl die Menschen dort gebetet, die dort draußen standen im Jahre 6 vor Christus? Um den Messias, nicht wahr? Die ganzen, die ganzen Pharisäer haben gebetet. Herr, sende diesen Messias, der den Herodes aus dem Land schmeißt. Ja, der die Römer vertreibt. Zacharias, Elisabeth hatten jahrelang gebetet, dass sie einen Sohn bekommen können. Und auch sie haben um den Messias gebetet. Das Gebet spielt eine entscheidende Rolle.
[32:21] Übrigens, wann war die Stunde des Gebets? Die Stunde des Räucherns, das heißt der zur Stunde des Räucherns. Weiß jemand von euch, wann die Stunde des Räucherns war? Es war abends und es gab zwei Räucherstunden. Einmal am Abend und am Morgen, es gab zweimal am Tag einen generellen Gottesdienst quasi. Da wurde geräuchert und was ist noch, hat noch stattgefunden. Wisst ihr das? Da wurde ein Opfer da gemacht. Das heißt, während Zacharias im Heiligtum geräuchert hat, wurde gleichzeitig auch ein Opfer dargebracht. Ein Brandopfer, das natürlich ebenfalls wieder ein Hinweis war auf den Messias. Jedes Gebet sollte die Israeliten deutlich machen. Ohne die, ohne das Blut Jesu und ohne seine Fürsprache gibt es keine, keine Möglichkeit, gerettet zu werden.
[33:17] Nun. Und während sie so beten und diesen Gottesdienst dort vollziehen, wie sie es seit Jahren gemacht haben, ist dem Zacharias beim Räuchern. Übrigens, wo war der Räucheraltar? Wo stand er? Vor dem Vorhang und der Vorhang war allerdings nicht ganz, nicht ganz zu. Das heißt, der Räucher, das Rauchwerk konnte über den Vorhang in das Allerheiligste gehen und so ein bisschen von der Herrlichkeit Gottes, nicht wahr, wenn sie dann da war, könnte er doch rüberscheinen können. Und als er dort steht, fällt ihm auf, dass er nicht alleine ist.
[33:59] Schaut man Verself, dort heißt es, da erschien ihm ein Engel des Herrn, der stand zur Rechten des Räucheraltars. Frage in den Geschichten, die wir von angeschaut haben oder die wir erwähnt haben von den unfruchtbaren Frauen. Gibt es auch eine Geschichte, wo ein Engel des Herrn erschienen ist? Beim Abraham, da kamen die, das war ja dann in dem Fall sogar Jesus selbst mit zwei Engeln. Es gibt noch eine Geschichte, wo es explizit heißt, dass dem Manoach und seiner Frau vor allem ein Engel des Herrn erschienen ist. Wisst ihr, wer das war? Aber jetzt habe ich es ja gesagt. Ja, natürlich, jetzt habe ich es ja erzählt. Genau, das heißt, die Geschichte von von Simson hat ganz ähnliche Züge, ein Engel des Herrn.
[34:50] Das heißt, als er den Engel des Herrn sieht, übrigens an welcher Seite sieht er den stehen? Auf der rechten Seite. Warum ist das wichtig? Warum rechts und nicht links? Gott, Jesus sitzt zur rechten Gottes. Gibt es noch was? Warum sitzt er denn zur rechten und nicht zur linken? Das ist die rechte Seite, die richtige Seite, ja. Kennt ihr irgendeine Stelle in der Bibel, wo deutlich wird, dass rechts quasi für gut und links für nicht so gut steht? Genau, zur rechten sind die, die hineingehen in die Herrlichkeit des Vaters, die linken sind die, die dann in die äußere Finsternis gehen und und und so weiter in das Höllenfeuer. Das heißt, rechts ist eine, ist ein Zeichen für Gunst, für Gnade, für richtig, ja, für gut. Gute Nachricht.
[35:50] Aber ist das dem Zacharias aufgefallen? Schaut mal in Vers 12. Zacharias erschrak, als er ihn sah, und Furcht überfiel ihn. Übrigens genau dasselbe habt ihr auch bei der Frau von Manoach und dem Manoach. Die sind auch erschrocken. Es passierte fast immer, wenn die Menschen irgendwie Gott oder oder oder Vertreter Gottes sehen, haben sie immer Angst. David, Daniel, Jesaja, wir können sie alle aufzählen.
[36:23] Und schaut mal hier, hier ist ein interessanter Punkt. Der Grund, warum er Angst hat, der Engel sagt ja später, fürchte dich nicht, hätte er genau hingeschaut, hätte er gesehen. Gute Nachricht. Er hat gemerkt, dass es eine göttliche Gegenwart gibt. Er hat gemerkt, dass ein Engel des Herrn da ist. Er hat ihn auch gesehen, aber er hat nicht genau hingeschaut. Und hier ist eine Lehre, die wir daraus ziehen können. Manchmal wissen wir, dass Gott in unserem Leben ist. Wir leugnen es nicht. Wir haben es deutlich gemerkt, aber trotzdem, weil wir nicht ganz genau hinschauen, haben wir Angst vor Gott. Da gibt es Menschen, die glauben gar nicht, dass es Gott gibt. Aber viele Menschen, die wissen, es gibt Gott und sie, sie glauben, dass Gott existiert, aber sie haben Angst vor Gott, weil sie nicht genau hinschauen. Denn wenn wir ganz genau hinschauen würden, würden wir sehen, dass Gottes Gegenwart in unserem Leben eine gute Nachricht ist.
[37:21] Natürlich. Mit anderen Worten. Ein Leben lang hat er gebetet und jetzt kommt die Beantwortung seines Gebetes und er merkt es erst mal gar nicht. Er ist ihm nicht bewusst, dass sein Gebet jetzt gleich beantwortet wird. Vers 13. Der Engel sagt, aber der Engel sprach zu ihm. Fürchte dich nicht, Zacharias.
[37:45] Kennt ihr noch andere Stellen der Bibel, wo es heißt, fürchte dich nicht? Maria später, genau, ja. Kommen wir noch ein andermal zu? Daniel. Abraham, fürchte dich nicht, ja. Jesaja kommt ganz oft vor, nicht wahr? Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, nicht wahr? Immer wieder Jesaja 41, 42, 43, fürchte dich nicht. Oder bei den zehn Geboten, wo Mose sagt, fürchtet euch nicht. Immer wieder. Ihr wisst, das kommt so oft vor. Fürchte dich nicht. Und bei den Hirten, ja, ist es eines der meist zitierten Worte von Engeln, nicht wahr? Wir müssen ständig sagen, fürchtet euch nicht, fürchte dich nicht.
[38:29] Und dann schaut mal in Vers 13, da heißt es, denn dein Gebet ist erhört worden. Von den Geschichten, die wir von angeschaut haben. Abraham, Isaak, Hannah und so weiter. Welche dieser Geschichten ist auch so ähnlich, dass da ein Gebet explizit erhört worden ist? Bei welcher Frau? Bei Isaak, nicht wahr? Die Rebekka war unfruchtbar und da heißt es ganz kurz und Isaak hat gebetet und Gott hat das Gebet erhört. Also es ist nicht nur die Geschichte von Abraham, die hier so durchscheint, sondern es gibt verschiedene Parallelen zu all diesen alttestamentlichen Geschichten. Dein Gebet ist erhört worden.
[39:13] Und jetzt denken wir darüber nach, welche zwei Gebete hat Zacharias, das ist ein unglaublich interessanter Punkt, welche zwei Gebete hat Zacharias in den letzten Jahrzehnten gebetet? Helf mir mal. Er hat gebetet, Herr, ich würde so gern einen Sohn haben. Was hat er noch gebetet? Herr, gib, dass der Messias bald kommt. Und an diesem Tag sagt Gott zu ihm, ich beantworte beide Gebete zugleich, denn du wirst einen Sohn bekommen und das wird der Vorläufer des Messias. In dieser Geschichte kommen quasi zwei Gebetsanliegen, werden gleichzeitig erfüllt und weil Gott sie gleichzeitig erfüllen wollte, hat er so lange gewartet. Stellt euch vor, der Zacharias hätte ein Kind bekommen vor 30 Jahren. Hätte der dann der Vorläufer von Jesus sein können? Denkt jetzt scharf darüber nach. Zacharias betet 10, 20, 30, 40 Jahre und sagt, warum alle haben ein Kind? Warum ich nicht? Was habe ich verkehrt gemacht? Ich hätte doch auch gern ein Kind gehabt. Und Gott schaut die ganze Zeit zu und sagt, wenn du nur wüsstest, wenn du nur wüsstest. Glaubt ihr, wenn der Zacharias gewusst hätte, dass er die Wahl hat zwischen einem normalen Sohn und dem Vorläufer des Messias, dem größten aller Propheten, den er aber erst am Ende seines Lebens bekommen kann, wenn er das vorher gewusst hätte, was hätte er gewählt? Natürlich, oder?
[41:03] Mit anderen Worten, Gott erhört manchmal Gebete nicht gleich, weil er einen besseren Plan hat, weil er das Gebet oder das Gebet zum besten Zeitpunkt erhören möchte. Und manchmal beten wir und wundern uns, warum er nicht erhört, nicht wahr? Und wundern uns, dass es so lange dauert. Er hätte das Gebet auch gleich beantworten können vor 30 Jahren. Da hätte er einen Sohn gehabt. Aber das Beste wäre es nicht gewesen. Auf diese Art und Weise hat Gott das private, persönliche Gebet des Zacharias und das heilsgeschichtliche Gebet, dass der Messias bald kommt, beides zur gleichen Zeit beantwortet, zum richtigen Zeitpunkt. Und ich glaube, wenn wir die Geschichte anschauen, dann können wir ganz tief was für unser Leben lernen. Manchmal beten wir jahrelang, jahrzehntelang und wir fragen uns, warum klappt es bei allen anderen und nicht bei mir? Und Gott sagt, warte es ab, warte es ab. Ich habe meinen Zeitplan. Und vielleicht hast du jahrzehntelang warten müssen, aber dafür hast du einen der größten Söhne aller Zeiten, den größten Propheten, größer als Jeremia und Jesaja und Elia und Mose. Größer als alle. Aber warte. Warte.
[42:26] Die Geduld. Nun, übrigens, dann heißt es hier, denn dein Gebet ist erhört worden und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären. Und du sollst ihm den Namen Johannes geben.
[42:44] Frage. Kennt ihr irgendeine Stelle in der Bibel, wo steht und du sollst ihm den Namen Jesus geben? Das kommt genau her, das ist der Vorlauf der Geschichte und gibt eine Stelle auch im Alten Testament, wo steht und du sollst ihm den Namen Punkt, Punkt, Punkt geben. Nicht nicht Simson in dem Fall, aber selbst auf der richtigen Fährte ist eine von diesen Geschichten, die wir angeschaut haben, du sollst ihm den Namen Isaak geben, könnt ihr euch aufschreiben, wenn ihr das wollt. Das ist in 1. Mose 17 Vers 19, wo Gott sagt, deine Frau Sarah wird schwanger werden und einen Sohn gebären und du sollst seinen Namen Isaak geben. Es gibt nicht viele Menschen in der Bibel, die von Gott den Namen erhalten haben. Du sollst ihn Isaak geben, du sollst ihn Johannes geben und dann später du sollst ihn Jesus geben.
[43:41] Übrigens, glaubt ihr, Zacharias kannte die Geschichte von Abraham und Isaak? Er war Priester, die Priester hatten ja natürlich einmal im Jahr oder zweimal im Jahr die Aufgabe zu räuchern. Aber normalerweise, was war ihre Hauptaufgabe? Wir wollen ja nicht behaupten, dass sie die ganze Zeit nur drum herum gesessen haben, sie haben gelehrt. Altes Testament. Ihr wisst, die Pharisäer hatten das Alte Testament auswendig, als da der Engel steht und diese ganzen Sachen sagt. Das ist die ganze Zeit irgendwie. Das kenne ich, das kenne ich auch, die ganzen Worte, das waren Zitate. Es war ihm bewusst. Ich lebe quasi wie im Alten Testament normal. Er kennt die Geschichte.
[44:17] Warum übrigens meint ihr das? Warum hat Gott das so oft gemacht, dass die Frauen unfruchtbar waren und dann später doch ein Kind bekommen haben? Warum macht Gott das? Hat er das Freude, wenn die Frauen da irgendwie leiden? Aus welchem Grund macht das Gott? Was war der Sinn dahinter? Das hier wieder, das kommt ja wieder, nicht wahr? Immer wieder. Es sind Wunder, aber es will Gott einfach nur zeigen. Okay, hey, schau mal, ich kann Dinge, die du nicht kannst.
[44:51] Ich glaube, ja, ja, es geht um den Glauben. Ja, es ist ein Glaubenstest. Erika? Gott hat einen Plan gehabt, ja? Schaut, die Lektion dahinter ist eine sehr interessante, von der wir alle lernen können, egal ob wir Mann oder Frau sind, nämlich es gibt manche Dinge, von denen glauben wir, dass wir sie alleine schaffen müssten und können. Aber wir können sie nicht alleine schaffen. Und egal, wie sehr wir uns anstrengen, wir können es nicht alleine. Namentlich, wir können gar nicht gut sein, egal, wie wir uns anstrengen, egal, wie sehr wir was wir machen und wie lange wir jahrzehntelang uns darum ringen, wir können nicht von alleine gut sein. Es ist ein Wunder. Gott ist in uns. Das ist eine Lektion, die wir Menschen so langsam lernen, die auch der Abraham so langsam gelernt hat, der sich irgendwie selbst etwas überlegt hat, nicht wahr, selbst noch eine Lösung und dann tricksen wir Gott aus und heiraten noch jemand anders, nicht wahr? Das wird auch irgendwie klappen. Aber Gott wollte den Menschen immer wieder darbringen, die geistlichen Segnungen, denn es waren ja die Söhne der Verheißung. Die geistlichen Segnungen, die gibt es durch mich. Egal, wie sehr du dich anstrengst. Aber Gott ist das, was wir sagen.
[46:22] Jetzt. Das wollte ich euch fragen, was heißt Johannes? Weißt du, von welchem hebräischen Name der kommt? Johannes, genau. Oder Johannan, Johannaann, Johannan. Genau, der kommt im Alten Testament gar nicht so oft vor. Es gibt so drei, vier Personen in den Geschlechtsregistern, die so heißen. Aber der Name ist gewaltig, die Bedeutung. Er heißt nämlich. Genau, auf Deutsch Gott ist gnädig oder ist günstig, hat günstig gezeigt, Gott ist gnädig. Und ihr wisst, wenn Propheten ihre Kinder mit einem besonderen Namen geben, Namen nennen, dann hat das immer eine besondere Bedeutung, wenn der Jesaja oder wenn der Hosea seinen Kindern Namen gibt wie Lo-Ammi, nicht mein Volk oder so, dann soll das immer etwas ausdrücken, eine Botschaft, die Gott dem Volk geben möchte. Und als der Priester Zacharias einen Sohn bekommt, Johannan, denn so wird er wohl ausgesprochen haben. Dann war die Botschaft Gott ist gnädig.
[47:27] Übrigens, wenn man ganz kurz zurückgeht zu Vers 12, Vers 13, dann den Vers 13 euch anschaut und wir jetzt statt den Namen immer die Bedeutung einsetzen, ja, dann lesen wir. Aber der Engel sprach zu ihm, fürchte dich nicht, Gott gedenkt, denn dein Gebet ist erhört worden und deine Frau, Gott des Eidschwurs, wird dir einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Gott ist gnädig geben. Dreimal die Idee, Gott denkt an dich, Gott hat einen Eid geschworen, Gott ist gnädig. Schon die Namen machen deutlich, worum es eigentlich geht. Gott ist gekommen zum Heiligtum, um jetzt den Menschen seine Erlösung zu zeigen.
[48:17] Und dann schaut man Vers 14, das ist so schön. Da heißt es in Vers 14, Lukas 1, Vers 14. Er wird dir was bereiten? Freude und Frohlocken. Weiß jemand, was Isaak übersetzt heißt? Lachen, genau. Dann heißt es, die Sarah sagt ja, jetzt werden alle mit mir lachen, nicht wahr? Weil ich bin jetzt schon 90 Jahre alt, jetzt habe ich noch ein Kind bekommen. Jetzt werden alle lachen, Freude. Und das Schöne ist, das ist nicht nur Freude, sondern Freude und Frohlocken. Und das hebräische, das griechische Wort für Frohlocken ist nicht einfach nur Freude, sondern ist so ein überströmender Jubel, eine Freude, die keine Grenzen kennt. Heißt nämlich wörtlich übersetzt eigentlich sehr hüpfen. Also wenn man so aufspringt und sich freut und juchzt und jubelt, das ist das Frohlocken. Das kommt nur ganz selten vor in der Bibel, so an Stellen wie zum Beispiel bei der Wiederkunft oder wenn wir vor dem Thron Gottes stehen, im Himmel wohl alle, wo die Freude keine Grenzen mehr kennt. Da sagt er, das wird so sein, wenn der Johannes geboren wird. Die Freude wird keine Grenzen kennen. Hüpfen werdet ihr sozusagen. Das zeigt eigentlich, was für eine schöne Botschaft das ist, nicht wahr? Wir lesen die Geschichte mal so ein bisschen durch. Und na ja, dann, der Zacharias glaubt halt nicht. Aber da ist so viel Mut, so viel Zuversicht drin in dieser Botschaft.
[49:37] Und dann letzter Vers für heute, dann machen wir Pause. Vers 15. Denn er wird was sein? Groß sein vor dem Herrn. Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und mit heiligem Geist wird er erfüllt werden, schon von Mutterleib an.
[50:03] Was meint der Engel, wenn er sagt, Johannes soll groß werden? Prümmt vielleicht vor Gott groß sein. Haben wir das schon mal gehabt hier in diesem Abschnitt vor Gott? In welchem Vers haben wir es schon mal? Er hat den Priesterdienst vor Gott versehen. Genau. Und noch irgendwo? In welchem Vers haben wir noch vor Gott? 5. In Vers? Nicht 5, sondern? Vers 6, sie waren gerecht vor Gott, also der Charakter und das Wesen des Menschen. Nicht groß in den Augen der Menschen, wenn jemand in den Augen der Menschen groß ist, dann hat er Reichtum, einen hohen Rang, Macht, eine Position, er hat vielleicht eine noble Geburt. Er ist Adel in 27. Generation, vielleicht ist er intellektuell. Aber mir gefällt, was Ellen White sagt. Wenn wir Menschen aufgrund ihrer Intellektualität gut finden, dann müssten wir Satan anbeten, weil er ist klüger als alle anderen. Das ist das Wahre dran. Intellekt und das passiert so oft, manchmal auch in der Gemeinde, dass Leute nur sagen, oh, der weiß so viel, deswegen ist er ein sicherer Führer. Aber das ist an sich, Intellekt an sich hat noch überhaupt nichts zu sagen.
[51:24] Dankeschön. Ellen White sagt im Leben Jesu. Die Demut von Johannes, als er sich gefreut hat über den Dienst eines anderen, war das Edelste, was jemals ein Mensch produziert hat, außerdem von Jesus. Ja, der größte aller Propheten, aber nicht, weil er die meisten Predigten gehalten hat, auch nicht, weil er die ernstesten Botschaften gepredigt hat, nicht, weil er Feuer vom Himmel hat fallen lassen wie andere, sondern weil er aufrichtig sich gefreut hatte, als er nicht mehr berühmt war, sondern jemand anders. Als seine Berühmtheit abnahm und jemand anderes seinen Platz eingenommen hat, hat er sich darüber gefreut. Und das war vor Gott die Größe. Und das ist eigentlich die Größe, zu der wir gerufen sind. Das ist der Kern des Reiches Gottes. Das ist der Kern der Selbstverleugnung, den später ja Jesus so bis ins Letzte ausgelebt hat. Johannes war groß vor Gott wegen seiner Größe.
[52:32] Übrigens, warum sollte er kein Wein und starkes Getränk zu sich nehmen? Er sollte König und Priester sein vor Gott. Genau das war der, das war der Schwur der Naziräer. Er sollte ein Geweihter sein. Normalerweise haben die Naziräer das zu Lebzeiten dann irgendwann entschieden. Aber er sollte ein Naziräer von Geburt an sein. Was ganz, ganz Besonderes. Übrigens, welcher von den Menschen, deren Mutter auch unfruchtbar gewesen war, wurde auch ein Naziräer? Simson, genau Simson war auch ein Naziräer, der dann auch Anweisungen, die Mutter hat schon Anweisungen bekommen, dass sie schon kein Alkohol trinken soll. Denn, wie wir wissen, wird das von einer Generation zur nächsten auch zum Teil weitergegeben. Die Haare sollten lang. Der Simson. Ja, deswegen haben wir noch den Johannes nicht. Der Simson ist eine eigene Geschichte für sich. Aber er hätte das auch darstellen sollen.
[53:39] Und übrigens sagt uns Ellen White auch, dass Unmäßigkeit zu der Zeit ein riesen, riesen Thema war. Ihr wisst ja später, der andere Herodes, der dann Johannes den Täufer den Kopf abgehackt hat, ja, der war auch betrunken gewesen. In einer Zeit, in der solche Dinge fast allgegenwärtig waren, sollte Johannes ein ein Zeichen für wahre Mäßigkeit sein, für Nüchternheit.
[54:01] Letzter Vers. In Epheser 5 Vers 18, das ganz schöne Vers, der das zusammenfasst. Epheser 5 Vers 18. Epheser 5 Vers 18. Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet. Seid ihr da? Epheser 5 Vers 18. Berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet erfüllt vom Heiligen Geist. Mit anderen Worten, die Bibel sagt hier und auch bei Johannes, man kann nur eines haben, voll von Wein oder voll von Heiligem Geist. Alkohol und Heiliger Geist schließen sich quasi aus. Das ist der Grund, warum wir kein Alkohol trinken, weil die beiden, weil wir wollen voll von Heiligem Geist sein und.
[54:57] Es gibt nur wenig Menschen in der Bibel, von denen es heißt, dass sie von Geburt an erfüllt waren vom Heiligen Geist. Das ist was ganz Außergewöhnliches. Übrigens Johannes der Täufer hatte seine Mission von Gott vorgegeben, noch bevor er geboren war. Kennt ihr noch andere Personen der Bibel, denen Gott auch gesagt hat, noch bevor du geboren wurdest? Ja, Simson war ähnlich, genau. Ja, aber ein jemand, der das auch sagt oder gesagt bekommt, noch bevor du geboren wurdest, war das klar. Jesus natürlich klar, ja, aber gut, der, der, der hat sich ja selbst eine Mission gegeben, weil er war ja schon da, bevor er geboren wurde. Aber von denen, die wirklich erst mit ihrer Geburt in die Existenz kamen. Von wem heißt es? Jeremia, von Jeremia heißt es Jeremia 1 Vers 5, dass Gott sagt, ich habe dich von Mutterleib an zum Propheten bestimmt, nicht wahr? Und Paulus sagt in Galater 1 Vers 15, dass Gott ihn von Mutterleib an abgesondert hat für den Dienst.
[56:03] Das heißt, wenn du darüber nachdenkst, der Paulus war von seiner Empfängnis, also seit er empfangen wurde im Leib seiner Mutter, war, hatte Gott bereits ihn gesehen als den großen Heidenapostel. Aber es gab Zeiten in seinem Leben, da sah es nicht so aus, als ob er den Plan Gottes ausführen würde und hätte er auf Damaskus auf dem Weg nach Damaskus Nein gesagt, hätte er diesen Plan nie erfüllt. Gott hat für jeden von uns einen Plan. Und die große Frage des Lebens, die sich jeder stellen muss. Bin ich, ist mein Leben mit dem Plan Gottes eigentlich deckungsgleich oder laufe ich gerade meine eigene Bahn? Das ist die große Frage. Gott hat einen speziellen Plan für jeden von uns. Und wann auch immer wir das entdecken, was Gottes Plan ist, wenn wir es entdecken, müssen wir es umsetzen. Und Gott wird uns zusichern, dass wenn wir unseren Platz gefunden haben, unseren Plan für unser Leben entdeckt haben, dann wird das Freude sein und großes Frohlocken.
[57:05] Nächste Woche, wenn wir die Geschichte zu Ende schauen, die anderen zehn Versen, jetzt haben wir die Hälfte geschafft, könnt ihr weiterlesen und weiter euch Gedanken machen, was wir da entdecken können, was wir daraus beziehen können auf unser Leben und auf die Adventbewegung. Und ich denke, es gibt mehrere Punkte, die wir heute mitnehmen können. Oder erstens, egal wie lange wir beten und wenn wir 30 Jahre beten, 40 Jahre beten, dürfen wir wissen, Gott beantwortet aus einem Grund nicht, weil er möchte uns die beste Gebetserhöhung geben überhaupt nur möglich. Und dafür kann es manchmal Zeit brauchen. Es kann Zeit brauchen. Aber Gott hat alles im Blick, hat alles im Plan und er wird es tun. Und zweitens, Gott hat einen Plan für unser Leben und der hängt nicht davon ab, welche Entscheidung wir getroffen haben, sondern den Plan hat er schon lange vorher. Jetzt haben wir die Entscheidung, den anzunehmen oder nicht. Ebenso weit wie möglich zu folgen. Das können wir von Johannes dem Täufer lernen und lasst uns nicht vergessen. Als drittes, Zacharias, mit all dem, was wir später von ihm wissen, war eine Leuchte in seiner Zeit. Wer von uns kann schon sagen, dass er untadelig vor Gott geht? Wir können später mit den Zacharias noch schimpfen, aber er war untadelig vor Gott. Und das ist ein großes Beispiel.
[58:19] Wollen wir noch gemeinsam beten und Gott bitten, dass er uns das schenkt? Genau, bis zum Ende der Geschichte, bis Vers 25 dann, Vers 16 bis 25. Lass uns noch niederknien für ein Abschlussgebet. Lieber Vater im Himmel, hab nur Dank, dass wir dieser uns eigentlich ganz gut bekannten Geschichte des Neuen Testamentes so viele Dinge entdecken konnten, die unser Leben persönlich berühren. Vielleicht gibt es auch Dinge, für die wir schon lange, lange, lange beten, und es scheint so, als ob sich nichts tun würde. Und doch sehen wir in der Geschichte von Zacharias und Elisabeth, die beide untadelig waren vor dir, dass du den richtigen Zeitpunkt kennst. Wir kennen ihn nicht und es mag vielleicht am Ende unseres Lebens sein, dass du das Gebet erhörst und dadurch größeren Segen ausschüttest, als es jemals möglich gewesen wäre, wenn du die Gebete erhört hättest, wie wir es wünschen. Wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du für jeden Einzelnen von uns einen Plan hast und dass du von jedem Einzelnen dir wünscht, dass wir voll Heiligen Geistes sind und dass du dir Freude und Frohlocken für uns wünscht. So möchten wir dich bitten, dass du uns das schenkst, nach deiner Verheißung. Wir wissen, wir können es nicht aus eigener Kraft, sondern diese Lektion, die wir heute gesehen haben, dass wir auf dein Wunder angewiesen sind, die wollen wir auch in unserem Leben erleben. Hab Dank dafür, Jesus. Amen.
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