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In dieser Predigt wird die biblische Bedeutung von „Unzucht“ im Kontext von Offenbarung 14, Vers 8 beleuchtet. Es wird erklärt, wie falsche Lehre (symbolisiert durch Wein) zu falschen Werken (Unzucht) führt und wie dies das Verhältnis zu Gott beeinträchtigt. Anhand von Beispielen aus dem Alten Testament, insbesondere der Geschichte des Propheten Hosea, wird Gottes unerschütterliche Liebe und sein Wunsch, sein Volk trotz Untreue zurückzugewinnen, verdeutlicht. Die Predigt betont die Wichtigkeit der richtigen Lehre für ein gottgefälliges Leben und ruft dazu auf, sich von weltlichen Einflüssen abzuwenden und Gott treu zu bleiben.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr immer noch da seid. Eingeschaltet habt jetzt auf joelmedia.de und dass wir gemeinsam Gottes Wort studieren. Zur fünften Folge zur Offenbarung 14 Vers 8. Wer hätte gedacht, dass wir jemals so viel Zeit mit diesem einen Vers verbringen. Aber heute werden wir auf jeden Fall zu Ende kommen und dann nächste Woche mit der dritten Engelsbotschaft beginnen und ich bin kein Prophet. Ich glaube, wir werden sie auch sehr ausführlich nehmen. Wir haben das letzte Mal, wisst ihr noch, was wir das letzte Mal angesprochen haben? Wir haben um den Wein gesprochen, den Glutwein. Wir wollten eigentlich Glutwein und Unzucht abhandeln, aber wir haben es nur bis zum Glutwein geschafft. Daher kommt die Unzucht heute dran. Ich denke, das ist auch ein wichtiges Thema hier in der Prophetie, das wir verstehen sollten. Und bevor wir uns mit dem Studium beschäftigen, ich lade euch ein, dass wir gemeinsam noch einmal niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, hab du doch herzlich Dank für diesen Tag und für all das, was wir lernen dürfen aus deinem Wort. Bitte hilf uns, dass wir die Worte, die wir jetzt lesen werden, dass sie wirklich unser Herz verändern und dass sie uns näher zu dir ziehen und dass wir verstehen, wie wichtig eine lebendige und innige und persönliche Beziehung zu dir ist. Wirke du mit deinem Heiligen Geist durch die Predigt deines Wortes und sprich du zu uns im Namen Jesu. Amen.

[1:24] Offenbarung 14 Vers 8, wir lesen, und ein anderer Engel folgte ihm, der sprach, gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat. Wir haben über Babylon gesprochen, wir haben über den Fall gesprochen, wir haben über den Glutwein gesprochen, wir haben festgestellt, dass der Glutwein oder der Wein in der Bibel, ja ihr wisst, es gibt den Traubensaft, es gibt den alkoholischen fermentierten Wein und wir haben festgestellt, der Traubensaft steht für das Blut des neuen Bundes. Könnt ihr euch erinnern? Und dass der neue Bund an sich etwas sehr segensreiches ist. Ja, das Blut des neuen Bundes wäscht uns von den Sünden, macht uns zu Königen und Priestern, es schreibt das Gesetz Gottes in unser Herz hinein. Aber dann gibt es den pervertierten, den fermentierten Traubensaft, ja die falsche Lehre vom neuen Bund, wo der neue Bund angeblich besagt, dass das Gesetz Gottes abgeschafft ist. Und an der Stelle ist es interessant, dass die Bibel den Glutwein auch den Glutwein ihrer Unzucht nennt. Anderes Wort für Unzucht ist Hurerei. Wie wird Babylon in Offenbarung 17 beschrieben? Die Mutter der Hurerei, ganz genau. Und Hurerei, Unzucht haben wir letztes Mal schon gesagt, ist im Wesentlichen das Brechen des Bundes. Und wir schauen uns mal ein paar Bibelstellen an, die uns das deutlich machen wollen. Schauen wir mal in 4. Mose. 4. Mose 14, Vers 33.

[3:22] An dieser Stelle in der Offenbarung sprechen wir von einer geistlichen Unzucht, genauso wie wir auch von einem geistlichen Wein gesprochen haben. Trotzdem ist es wahr, natürlich, dass auch der buchstäbliche Wein und die buchstäbliche Unzucht schwere Sünden sind. Und so wie oft der buchstäbliche Alkohol und die buchstäbliche Unzucht Hand in Hand gehen und sich gegenseitig bedingen und fördern, Leute trinken Alkohol, dann geht die Hemmschwelle herunter, so ist offensichtlich auch der geistliche Alkohol und die geistliche Hurerei, die gehen so Hand in Hand. Also ein falsches Verständnis vom neuen Bund führt zur Hurerei. Und wir wollen heute verstehen, was diese Hurerei geistlich bedeutet. Schauen wir mal in 4. Mose 14 und dort Vers 33. Wer spricht in 4. Mose 14? Genau, schaut mal in Vers 33. Und eure Kinder sollen in der Wüste 40 Jahre lang Viehhirten sein. Und eure was? Untreue, hat jemand anderes Wort? Hurerei, eure Hurereien tragen, bis eure Leichname in der Wüste aufgerieben sind. Frage, haben sich die Israeliten nach dem Auszug aus dem Roten Meer, haben sich dort aus Ägypten durch das Rote Meer, haben sich dort speziell der Sünde der Hurerei schuldig gemacht? Also der der buchstäblichen Hurerei. Ja, also wir sind ja jetzt hier in 4. Mose 14, das ist ja quasi, sie sind gerade an der Grenze zu Kanaan und müssen jetzt nochmal 40 Jahre zurück. Also die Geschichte mit Bileam, das ist ja dann erst viel, viel später. Das Goldene Kalb war da schon. Sehr wahrscheinlich, genau. Also es steht, sie haben dann gespielt und getanzt und so. Das ist wahrscheinlich ein bisschen euphemistisch für das, was so heidnischer Götzendienst hergegeben hat. Ganz explizit steht es dort nicht. Ja, was wolltest du sagen? Der Rote Korach, ja, aber da ging es ja auch um geistlichen Unzucht. Ja, das ist mein Punkt, den ich machen möchte. Obwohl sicherlich hier und dort auch buchstäbliche Unzucht eine Rolle gespielt hat, war das nicht jetzt das Hauptsächliche, was Gott hier den Israeliten vorwirft, oder? Es war nicht so, dass die jetzt Tag ein Tag aus eine Hurerei getrieben hätten, sondern Gott benutzt das Wort Hurerei, um einen geistlichen Sachverhalt zu beschreiben. Er benutzt das Wort Hurerei, um das geistliche Denken und das geistliche Leben der Israeliten zu beschreiben. Wir haben den Israeliten in der Wüste gelebt, dass Gott das als Hurerei bezeichnet. Was war denn daran so, geistlich gesehen, hurenhaft? Ja, sie haben Götzen angebetet. Das ist ein interessanter Punkt. Nicht nur haben sie andere Götter angebetet, sondern sie hatten selbst eine ziemlich gestörte Beziehung zu ihrem eigentlichen Ehemann, sozusagen. Das heißt, es ist nicht nur der Ehebruch, fängt er meistens nicht beim Ehebruch an, der fängt damit an, dass die eigentliche Beziehung, die da sein sollte, nicht mehr wirklich funktioniert oder krisenhaft belastet ist und dann jemand sich irgendwo woanders orientiert. Ja, also es war ein geistlicher Abfall von Gott. Ein kleiner Vers, der das noch illustriert, ist Psalm 106 und dort Vers 39.

[7:22] Und das ist interessant. Psalm 106, Vers 39 sagt was. Es heißt hier, ihr wisst Psalm 105 und 106 beschreiben diese ganze Exodus-Geschichte in poetischer Form. Und es heißt hier, und sie machten sich unrein mit ihren was? Bösen Taten, ihren Werken und begingen Hurerei mit ihren mit ihren Werken, mit ihrem Tun. Vers 39, Psalm 106, Vers 39. Vielleicht ist ein Vers verschoben bei dir, wenn du eine andere Bibelübersetzung hast. Genau, und abtrünnlicher. Das heißt, in der Bibel ist Hurerei ein Symbol, oder Unzucht, ein Symbol für falsche Werke, falsches Tun. Wofür war der Unzucht nochmal ein, der Wein ein Symbol? Der Wein war ein Symbol für falsche Lehre. Und das ist ein interessanter Punkt. Wir haben ja den Wein der Unzucht. Der Wein ist das Symbol für die falsche Lehre, für das falsche Verständnis vom Neuen Bund. Was hat das Evangelium wirklich bewirkt? Hat es das Gesetz abgeschafft, oder befähigt es mich, das Gesetz zu halten? Eine falsche Lehre führt zu falschen Werken. Und deswegen ist Lehre keine Kleinigkeit. Deswegen können wir nicht sagen, Hauptsache wir lieben Gott, egal was wir glauben. Denn eine falsche Lehre verändert mein Bild von Gott und wird dann auch darauf Auswirkungen haben, wie ich handle. Ich gebe euch ein Beispiel. Wenn ich zum Beispiel glaube, dass Gott die Menschen in alle Ewigkeit rösten wird in der Hölle. Glaubt ihr, das wird sich auswirken auf den Charakter und auch auf das eigene persönliche Denken und Tun und Reden? Lehre verändert mein Bild von Gott und dann auch mein eigenes Tun. Denn das, was ich anschaue, das verändert mich. Und wenn ich ein Bild von Gott habe, das Falsches, dann werde ich, obwohl ich denke, dass ich Gott gehorsam bin, auch falsch handeln. Das ist das ganze Problem an der Lehre. Also falsche Lehre führt zu falschen Werken. Unzucht. Also die Unzucht, das ist das, was wir tun. Schaut mal in Vers 35, selbes Kapitel, und da wird jetzt deutlich, was damit gemeint ist. Psalm 106, Vers 35. Sondern sie vermischten sich mit den Heidenvölkern. Das ist die Idee von der Unzucht. Ja, sie vermischten sich, haben Gott wieder rückgekehrt, haben sich vermischt mit den Heidenvölkern und lernten ihre Werke. Das ist, was passiert. Falsche Lehre führt dazu, dass man sich mit Gottlosen vermischt und dann statt das zu tun, was Gott tut, das tut, was die Gottlosen tun. Übertragen auf das Christentum heute bedeutet, dass eine falsche Lehre bewirkt, dass Menschen sich mit der Welt vermischen, weltliche Dinge in das Christentum hineinbringen und dann so handeln wie die Welt, anstatt so wie Jesus. Sie halten sich nur noch für Christen, sie zitieren die Bibel, sie reden über Jesus, aber sie handeln wie Weltmenschen. Und das ist eines der größten Probleme im ganzen Komplex Babylon. Wie soll Gott Menschen zur Umkehr rufen, die handeln wie die Welt, aber die schon glauben, dass sie Christen sind? Das macht das Ding so wie ein Betrunkener ja gar nicht sofort nüchtern. Also, wenn jemand betrunken ist, dem kannst du tausendmal sagen, geh gerade, der geht nicht gerade. Er muss erst den Wein, der muss erst aus dem Körper raus, er muss erst nüchtern werden, bevor er überhaupt gerade gehen kann. Solange ein Mensch eine falsche Lehre im Kopf hat, kannst du ihm tausendmal sagen, er soll das nicht tun, er soll das ändern. Die falsche Lehre macht es ihm gar nicht möglich, sich zu ändern. Deswegen ist Lehre so wichtig.

[12:17] Falsche Werke. Kennt ihr in der Bibel jemand, dessen Buch oder dessen Lebensgeschichte ganz besonders mit dem Thema der Hurerei verknüpft ist und verbunden ist? Ein biblisches Buch, wo das Thema Hurerei, zum Beispiel Jeremia, es gibt einen Propheten, in dessen Buch ist das Thema von der Hurerei so ganz prominent, der eine Hure heiraten musste sogar. Das war nicht Ezechiel, war nicht Jeremia, das war ein der kleinen Propheten, der erste der kleinen Propheten. Hosea, dankeschön. Schauen wir mal gemeinsam zu Hosea kurz rein. Hosea ist direkt nach Daniel, also sollte dem geneigten Adventisten schnell in die Augen springen. Daniel finden wir schnell. Hosea, wir haben gar nicht die Zeit, die ganze Geschichte anzuschauen. Es ist so eine bewegende Geschichte. Wenn ihr mal wirklich Zeit habt, lest euch das durch, studiert das. Das ist ein sehr, sehr spannendes Buch. Hosea Kapitel 1 und dort ab Vers 2. Wir lesen Vers 2. Dort heißt es, als der Herr durch Hosea zu reden begann, da sprach der Herr zu ihm, geh, erwirb dir eine hurerische Frau und Hurenkinder. Und jetzt geht er den Grund an, nicht weil Gott Hurerei so gerne mag. Übrigens, es sieht so aus, dass die Frau erst während der Ehe zur Hure geworden ist. Wenn ihr das später nachlest, werdet ihr feststellen, das erste Kind ist noch von Hosea, aber vom zweiten dritten Kind heißt es nur noch, dass sie das Kind bekommen hat, ohne Erwähnung von Hoseas Vaterschaft. Nimm dir eine hurerische Frau und Hurenkinder, denn, warum? Das Land ist dem Herrn untreu geworden und hat sich der Hurerei hingegeben. Also das ganze Leben des Propheten war eine lebende Anschauung sozusagen. Also Prophet zu sein, kann gar nicht einfach sein. Also betet nie darum, dass ihr unbedingt Prophet sein wollt. Ihr wisst, der Ezechiel hat ein ganzes über ein Jahr lang auf einer Seite gelegen und hat sein Brot auf Kummis backen müssen und wurde noch gebunden. Und Hosea musste eine Frau heiraten, von der er vorher wusste, dass sie untreu sein wird. Stellt euch vor, ihr wollt jemanden heiraten und ihr habt die Fähigkeit, wie Gott in die Zukunft zu schauen und ihr wisst in dem Moment, wo ihr euch trefft, wenn ich diese Frau heirate oder diesen Mann heirate, je nachdem, er wird mir in der Zukunft untreu sein. Würdet ihr trotzdem noch den Bund eingehen? Das ist ganz schön tough, oder? Und selbst wenn man sagt, okay, ich weiß, was kommt, ich versuche es trotzdem, ja, dann geht man da schon anders in die Sache dann rein, oder?

[15:36] Jetzt, warum erzähle ich das? Als Gott die Menschheit schuf, hat Gott im Vorhinein gewusst, dass sie fremdgehen würden, ja oder nein? Er hat es gewusst und ist trotzdem die Beziehung eingegangen. Das heißt, diese Geschichte, nimm dir eine Frau, von der du weißt, sie wird mal Hurerei treiben, ist ein Bild auf das, was Gott durch den Kopf ging, als er sich überlegt hat, hey, lass mich Menschen machen und als er in die Zukunft schaut, sieht er, er weiß es ja, aber sie werden mir untreu werden und manche werden nie fremdgehen. Der Punkt ist, er geht dorthin und er nimmt sich diese Frau, die Frau hat drei Kinder, eins ist von ihm und nicht, dass ihr denkt, der Hosea war jetzt einfach dann völlig emotionslos, hat gesagt, naja, Gott, er hat ja gesagt, dass es so kommen wird, dann lassen wir mal. Der Hosea war sehr emotional. Schaut mal, was er schreibt in Vers 4, Kapitel 2, Kapitel 2, Vers 4, wo er sagt, weist eure Mutter zurecht, weist sie zurecht, denn sie ist nicht meine Frau und ich bin nicht ihr Mann, damit sie ihre Hurerei von ihrem Angesicht wegschaffen und ihre Ehebrecherei von ihren Brüsten. Der war nicht einverstanden, ja, der war ein Mann aus Fleisch und Blut, der hat Emotionen gehabt, der hat gesagt, das tut so weh und dann schaut mal, was er sagt in Vers 8, darum siehe, ich will deinen Weg mit Dornen verzäunen, ja, ich will eine Mauer für sie errichten, damit sie ihre Pfade nicht mehr finden soll, wenn sie dann ihren Liebhaber nachjagt und sie nicht mehr einholt, wenn sie sucht aber nicht findet, so wird sie sagen, ich will hingehen und wieder zu meinem ersten Mann zurückkehren, denn damals hatte ich es besser als jetzt. Das heißt, was er gesagt hat, ich will versuchen, sie wieder zurückzugewinnen, indem ich ihren Weg mit Dornen und Mauern umgebe.

[18:00] Jetzt, habt ihr euch jemals gefragt, warum Gott manchmal in unserem Leben Mauern aufbaut und Dornen sät? Hier ist der Grund, hier steht, dass Gott manchmal Schwierigkeiten in den Weg stellt, damit wir endlich darüber nachdenken und sagen, Mensch, bei Gott ging es mir doch viel besser. Kennt ihr eine Geschichte im Neuen Testament, wo das genau so sich erfüllt hat, wo jemand erst wirklich ganz unten sein musste, um zu sich selbst zu kommen und sagen, hey, mir ging es doch damals viel besser, der verlorene Sohn. Das ist quasi das Gegenstück zum verlorenen Sohn im Alten Testament und naja, schaut mal, was er dann sagt ab Vers 16. Er ist so völlig emotional und aufgewühlt, aber dann ab Vers 16, da gibt es noch ein größeres Gefühl als nur Eifersucht. Vers 16, darum siehe, ich will sie locken und in die Wüste führen und ihr zu Herzen reden. Ja, also er sagt, ich will einen Weg finden, sie wieder zurück zu gewinnen. Sie hat zwar Hurerei getrieben, sie hat auch Kinder gezeugt mit jemand anderem oder mit vielen anderen, wer weiß, aber ich will sie wieder zurückholen, ich will sie locken und wohin will er sie locken? In die Wüste. Jetzt, wenn ein Hebräer das gelesen hat, woran denkt der Hebräer im Alten Testament beim Wort Wüste? Wüstenwanderung hat nicht Gott auch beim Exodus das Volk in die Wüste geführt und zu ihrem Herzen geredet, als er am Berg Sinai die zehn Gebote ihnen gegeben hat, der Ausdruck seiner Liebe. Er sagt, ich will das wieder tun, ich will sie wieder befreien, befreien aus der Knechtschaft der Sünde, befreien aus der Knechtschaft der Hurerei und schaut mal in Vers 17, und ich will ihr von dort aus ihre Weinberge wiedergeben und ihr das Tal Achor zu einer Tür der Hoffnung machen. Der Vers ist einer der gewaltigsten der Bibel. Wisst ihr, was das Tal Achor ist? Tal Achor, schon mal gehört? Im Tal Achor, da liegt jemand begraben, der so ähnlich heißt, nicht Achor, sondern Achan. Achan, wer war Achan? Das war der, der sich vergriffen hatte, an dem babylonischen Mantel, bei der Einnahme von Jericho, ja, der eine Sünder im Volk. Könnt ihr euch erinnern an die Geschichte, wo Gott sagt, ich kann euch nicht segnen, weil da ist Sünde im Volk. Und was hat man dann gemacht? Man hat den Achan, als er die Sünde nicht aufgeben wollte, und hat ihn ausgerottet. Das war das Tal Achor. Und warum sagt Gott, ich will das Tal Achor zu einer Tür der Hoffnung machen? Das ist, was da steht, ja? Das abtrünnige Volk, das in Sünde lebt, ich will das Tal Achor zu einer Tür der Hoffnung machen. Ja, genau, was ist in Achor geschehen? In Achor ist die Sünde ausgerottet worden. Er sagt, ich will das für dich tun, ich will die Sünde ausrotten. Und das ist die Hoffnung, die du hast, ja, dass sie dort singen soll, wie in den Tagen ihrer Jugend. Und dann schaut man, wie es im Vers 18 steht, das finde ich so interessant. An jenem Tag wird es geschehen, sprich daher, dass du mich mein Mann und nicht mehr mein Baal nennen wirst. Wisst ihr, was Baal übersetzt heißt? Herr. Kann man zu Gott Baal sagen? Also nicht, dass man das sollte, aber es gibt den Unterschied. Was ist der Unterschied zwischen mein Mann und mein Herr? Das heißt, das eine ist, wenn die Frau sagt, nicht wahr, du bist der Ehemann, du bist mein Herr, du hast mir das Geld zu geben für das Haushalt, für den Haushaltsgeld, nicht wahr, und ich bin dir untertan, nicht wahr, und ich wasche dir die Wäsche und ich bügele dir die Hemden und ich mache dir die Socken und ich mache das Bett und wenn du krank bist, gebe ich dir Essen. Aber dann gibt es die echte Liebesbeziehung, die echte Liebesbeziehung. Und Gott sagt zu seinem Volk, ich habe den Eindruck, dass ich für euch nur ein Baal bin, ein Herr. Ihr seid mir gehorsam und am Sabbat kommt ihr, damit ihr Zeit mit mir verbringt, so, nicht wahr, weil ihr kommen müsst, nicht wahr, und dann gebt ihr mir die Opfer und ich mache das und jenes und solches, so, wie ich es vorgeschrieben habe. Aber er sagt, das ist nicht mein Ziel, ich will nicht nur einfach euer Baal sein, euer Herr, ich will euer Ehemann sein. Das Volk Israel hat ein falsches Bild von Gott und ein falsches Bild von Gott, ein vernebeltes Bild von Gott führt zu Unzucht, zu falschen Taten. Dann passiert es, dass wir am Sabbat so sind und am Dienstag so, weil wir am Sabbat zu uns zum Baal gehen, sozusagen, zu unserem Herr und ihm gehorsam sein müssen. Aber wenn er dann nicht da ist oder wenn wir nicht gerade das Gefühl haben, dass er da ist, dann handeln wir, als ob er nicht da wäre, so wie die Frau.

[23:11] Und schaut mal, wie es hier schön heißt in Vers 21. Und ich will dich mir verloben auf ewig, ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Erbarmen, ja, ich will dich mir verloben in Treue und du wirst den Herrn, was ist das nächste Wort? Erkennen, ihr kennt die Geschichte, Adam erkannte sein Weib. Gott sagt nicht, naja, jetzt leben wir erstmal wieder zusammen, jetzt schauen wir mal, ob wir wieder zusammenkommen. Er sagt, ich will mich dir verloben, ich will ganz neu anfangen. Wisst ihr, egal wie tief wir gefallen sind, egal wie schlimm unsere Sünden gewesen sind, egal wie weit wir anderen hinterher gelaufen sind, Gott sagt an einer Stelle, lass mich das ganz kurz aufschlagen hier, in Jeremia, schlag mal auf Jeremia, das ist so interessant, Jeremia 3, Jeremia 3 und aus Vers 1, Jeremia 3, Vers 1, dort heißt es, und er spricht, wenn ein Mann seine Frau verstößt und sie ihn verlässt und einem anderen Mann zu eigen wird, darf er wieder zu ihr zurückkehren? Würde nicht ein solches Land dadurch entweiht werden? Doch du hast mit vielen Liebhabern gut, also versteht ihr, was Gott sagen will? Er sagt, schau mal her, wenn wir uns scheiden lassen, sagt Gott, ja, wenn ein Mann seine Frau, wenn sie sich scheiden und dann die geschiedene Frau trotzdem wieder heiratet, obwohl es keinen Grund gibt für die Scheidung, ja, dann dürfte doch eigentlich, ja, dann ist es doch Hurei und dann sagt er, aber ihr seid nicht nur wie eine geschiedene Frau, ihr seid wie eine Hure, ihr habt mit vielen, vielen, vielen, vielen Männern euch abgegeben, ich könnte euch niemals zurücknehmen, sagt er und was sagt er dann am Ende des Verses? Er sagt, kehre wieder zurück, er sagt, kehre doch wieder zurück, ja, ihm geht es nicht um die Ehre, ja, wenn es ihm um die Ehre gehen würde, würde er sagen, ihr habt mich verlassen, das ist nicht mehr ehrenhaft, um euch zusammenzuleben, aber ihm geht es gar nicht um seine eigene Ehre und wenn das ganze Universum sich wundert, dass er uns trotzdem in den Himmel nimmt, ja, obwohl wir alles das getan haben, er sagt, kehre doch zurück, kehre doch um, auch wenn du so oft mich angegriffen hast, so oft mich belogen hast, so oft falsch gegen mich gehandelt hast, kehre doch zurück, komm zurück und ich werde alles wieder gut machen, wenn du nur umkehrst und das finde ich so schön und die größte Tragik ist, dass die meisten Israeliten und auch heute die meisten Christen selbst das nicht annehmen, ja, in ihrer Hurerei bleiben, wisst ihr, Gott hat kein Problem, also das ist falsch, für Gott ist es nicht das eigentliche Problem, dass Babylon eine Hure ist, für Gott ist ein Problem, dass Babylon eine Hure bleiben möchte und da gibt es viele in Babylon, die werden herausgerufen werden, die in Babylon sind, ja, ihr dürft nicht vergessen, Jesus ist für Babylon gestorben und das dürfen wir nie vergessen, auch bei allem prophetischen Wissen, was wir haben, die römisch-katholische Kirche und so weiter, Jesus ist für diese Menschen gestorben, damit sie dort herauskommen aus der falschen Lehre und den falschen Werken und wie viel hat er bezahlt?

[26:43] Schaut mal mit mir in Hosea nochmal zurück, wir sind gleich am Ende, Hosea Kapitel 3, Hosea Kapitel 3 und dort Vers 1, da heißt es und der Herr sprach zu mir, geh nochmals hin und liebe eine Frau, die von ihrem Freund geliebt wird und im Ehebruch lebt, gleich wie der Herr die Kinder Israels liebt, obwohl sie sich an deren anderen Göttern zuwenden und Traubenkuchen lieben. Dort steht nicht, wenn die Gome zurückkommt, angekrochen kommt, an eine Türschwelle kniet, dass du sie mal hereinlässt, dort steht, geh hin und liebe sie, obwohl sie noch im Ehebruch lebt, seht ihr das? Sie liebt noch ihren anderen Freund, sie ist noch mit ihm zusammen und er sagt, geh hin und liebe sie. Das ist das, was die Bibel im Römerbrief sagt, dass Gott uns geliebt hat, als wir noch seine Feinde waren. Genau, er hat sie ja zum ersten Mal geheiratet, sie ist ja weggelaufen und dann sagt er, geh nochmals hin, also geh wieder hin quasi und dann heißt es und es sieht so aus, dass diese Gome sich sogar verkauft hat, dass sie tatsächlich in Sklaverei geraten ist durch ihre ganze Hurerei, weil er sie zurückkaufen muss, so wie wir durch unsere Hurerei, durch unsere falschen Werken in die Sklaverei der Sünde gekommen sind. Wir lieben die Sünde und wissen nicht mal, dass wir Sklaven sind, gar nicht freiwillig und dann schaut man, was hier steht, da erkaufte ich sie mir um 15 Silberlinge und um ein Homer und ein Letech Gerste. Übrigens, man hat ausgerechnet, ihr wisst ja, wenn ein Mensch, wenn eine Frau in Unzucht gelebt hat, dann gab es bestimmte Opfervorschriften im alten Testament und diese Anzahl an Materialien hier, die angegeben ist, an Geld und an Getreide, reicht für 150 solcher Opfer. Das heißt, es war nicht ein einzelner Ausrutscher, so ein One-Night-Stand, der irgendwie mal passiert ist, das war mit Serie, das war mit System. Er hat nicht nur ein bisschen Geld bezahlt, er hat mehr als ausreichend bezahlt. Ein Symbol dafür, dass Jesus Christus nicht nur eine Sünde vergibt durch seinen Tod am Kreuz, nicht nur zwei Sünden, sondern all die Sünden, die wir unser Leben in Serie getan haben, mit Systematik. Jesus will uns davon loskaufen, von den falschen Werken, die dadurch entstehen, dass wir ein falsches Bild von Gott haben. Und deswegen müssen wir die Bibel studieren. Manche Leute sagen, ja, warum muss ich mit Bibel studieren, reicht es nicht, wenn ich Gott liebe? Ja, wie willst du Gott lieben, wenn du nicht weißt, wie er ist? Du musst die Bibel studieren deswegen, weil die richtige Lehre unser Denken so verändert, dass wir dann auch richtige Werke tun, weil wir dann wissen, wie Gott wirklich ist. Denn wenn ich verstehe, wie liebevoll Gott ist, dann werde ich ihn gar nicht mehr verletzen wollen. Aber das kann man nur durch echte Lehre entdecken.

[30:16] Womit schließen wir? Wir schließen mit diesem Gedanken, dass Wein und Unzucht immer zusammen gehören. Falsche Lehre und falsche Werke. Und wenn wir in der Offenbarung lesen, dass gewarnt wird vor dem Wein Babylons, dann müssen wir vor falscher Lehre warnen deswegen, weil ansonsten Menschen gar nicht ihre Sünde überwinden können. Denn wahre Lehre zeigt uns, wie Gott wirklich ist und wie Sünde überwunden werden kann. Aber was nützt es, wenn ich das anderen predige, aber selbst den Wein Babylons in Zügen genieße, nützt gar nichts. Die ganze Welt ist trunken, aber trotzdem hat Gott einen Engel, der durch den Himmel fliegt und sagt, gefallen, gefallen ist Babylon. Und dann später kommt aus sie heraus. Lasst uns nicht die Unzucht treiben, indem wir uns mit der Welt vermischen, weltliche Dinge annehmen, weltliche Kriterien unser Leben übernehmen, sondern lasst uns Gott treu sein. Deswegen heißt es am Ende, hier sind die, die halten die Gebote Gottes und haben den Glauben an Jesus. Der wahre Glaube führt zum Gehorsam, falscher Glaube führt zu Ungehorsam. Und das muss man verstehen. Wer von euch möchte sagen, ich möchte mit Gottes Gnade den wahren Wein des Abendmahls trinken, ich werde das Blut des neuen Bundes, dass ich im neuen Bund lebe und in diesem Bund, dieser Verbindung auch wirklich Gottes Gesetz denke, spreche und auslebe. Wer das nicht unser Wunsch, dann lasst uns doch gemeinsam noch bieten und dazu niederknien.

[31:57] Lieber Vater im Himmel, hab du Dank, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, dass wir sehen konnten, wie falsche Lehre und falsche Werke zusammenhängen, so wie Wein und Unzucht. Wir möchten dich um Vergebung bitten in unserem Leben, wo wir durch unsere Taten, Worte und Motive dich traurig gemacht haben. Wir haben gesehen, was für einen Schmerz das bereiten kann in der Geschichte von Hosea. Aber wir danken dir, dass du uns durch die Geschichte von Hosea zeigst, dass obwohl du wirklich, wirklich Schmerzen hast, deswegen, obwohl du wirklich tief verletzt bist, obwohl du wirklich emotional auch darauf reagierst, wenn wir sündigen, du uns trotzdem liebst und trotzdem alles gegeben hast, um uns wieder zurückzugewinnen. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.

[32:55] Damit verabschieden wir uns von heute und wünschen euch einen guten Hauseweg. Gottes Segen für euch, die ihr live zugeschaltet habt oder später es anschaut. Nächste Woche sehen wir uns wieder, dann mit einer weiteren Folge von dem Ersehnten, mehr von Lukas 1 und natürlich dann der Blick in die dritte Engelsbotschaft und das dürfen wir nicht verpassen. Bis dahin, Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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