[5:00] Das war nicht von Zacharias. Zacharias war ein Priester. Die Priester hatten im Alten Testament bestimmte Städte, die ihnen zugewiesen worden waren, die Levitenstädte. Und auch die Priester waren ja Teil der Leviten. Und es gibt im Bergland Juda ein paar Levitenstädte oder ein paar Priesterstädte zum Beispiel. Eine berühmte ist Hebron. Hebron war eine Stadt, die den Priestern gewidmet war. Und so könnte es durchaus möglich sein, dass er das in Hebron gelebt hat. Es gibt noch andere Varianten. Manche Traditionen sprechen auch von einer kleinen Stadt mit dem Namen Enkerem. Aber ich denke, vielleicht ist Hebron die beste Variante. Aber wie gesagt, das ist ein bisschen unklar.
[5:50] Also sie reist dahin. Und übrigens von Nazareth, irgendwo hier oben, bis ins Bergland, hat jemand eine Ahnung, wie lange das dauert, so Pi mal Daumen? Eine Stunde. Also vielleicht mit dem Flieger, mit dem Helikopter eine Stunde. Ein paar Tage, so ungefähr 40 Stunden Fußmarsch. Also wenn man so pro Tag acht bis zehn Stunden geht, dann kommt man so auf eine knappe Woche fast. So vier, fünf Tage ist sie da gut unterwegs gewesen. Das war eine mehrtägige, lange Reise, die sie unternommen hat. Das war nicht einfach so ein Nachbarschaftsbesuch. Ihr war das also wirklich wichtig, die Elisabeth zu treffen.
[6:35] Und schaut, sie hat ja gerade etwas Außergewöhnliches mit Gott erlebt, oder? Und hier können wir lernen, wie wichtig es ist, dass wenn wir außergewöhnliche Dinge mit Gott erleben, dass wir auch dann Zeit und Energie investieren, um mit anderen zu sprechen. Gott möchte nicht nur, dass wir Kontakt direkt zu ihm haben, durch Engel oder wie auch immer, oder durch sein Wort, sondern dass wir auch uns aufmachen und anderen davon erzählen.
[6:55] Sie kommt dann in das Haus von Zacharias, Vers 40, und sie kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Jetzt stellt euch die Szene vor, die Maria, die ist jetzt diese Tage lang unterwegs, und das ist ja auch hier nicht alles nur flach, das geht Hügel hoch und Hügel runter, das war eine anstrengende Reise, und sie kommt jetzt in das Haus, und das heißt einfach nur, sie begrüßte Elisabeth. Was war wohl das Erste, was ihr aufgefallen ist, als sie Elisabeth gesehen hat? Sie ist schwanger, oder? Die ganze Zeit hat sie ja überlegt wahrscheinlich, wie kann das sein, dass meine Verwandte schwanger ist, denn sie wusste ja, sie hat seit Jahrzehnten versucht, ein Kind zu bekommen, hat nie funktioniert. Es könnte sogar sein, die Bibel sagt das nicht explizit, aber wir haben ja gelernt, dass Elisabeth was gemacht hat, als sie schwanger wurde. Sie hat sich zurückgezogen, verborgen. Es könnte durchaus sein, dass die Maria die Erste war, die außerhalb des allerengsten Familienkreises von Elisabeth, die Erste war, die gesehen hat, dass sie schwanger ist. Und noch bevor Elisabeth irgendwas sagen kann, ist ihr Bauch, den sie dort sieht, das glaubensbestehende Zeugnis für Maria. Sie ist wirklich schwanger, sie war ja schon im sechsten Monat, da kann man nichts mehr verbergen, das ist eindeutig.
[8:20] Jedenfalls grüßt sie Elisabeth, das ist interessant. Nicht Elisabeth grüßt Maria, sondern Maria grüßt Elisabeth. Hatten wir auch einen Gruß in der Geschichte vorher? Der Engel hatte Maria gegrüßt und die hat sich erschrocken mit dem Gruß. Sie grüßt jetzt Elisabeth und jetzt schaut, was bei diesem Gruß passiert. Also diese Grüße hier in Lukas sind wirklich interessant. Da heißt es in Vers 41: Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, was ist passiert? Da hüpfte das Kind in ihrem Leib und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt.
[8:58] Also die Maria kommt da rein und das muss man sich praktisch vorstellen, ich bin nie schwanger gewesen und werde es wohl auch nie werden, aber es ist ja wohl so, dass das Kinderbewegung im Mutterleib jetzt nicht das Außergewöhnlichste auf der Welt ist. Also in irgendeiner Weise muss das schon was Besonderes gewesen sein. Es gibt eine Stelle im Alttestament, wo auch außergewöhnliche Bewegung im Mutterleib gewesen ist. Bei Jakob und Esau, das war so eine wilde Rangelei, dass die Mutter gesagt hat, ja, jetzt bin ich schwanger, was soll das denn? Und dann macht der Engel deutlich oder macht Gott deutlich, dass diese Bewegung eine besondere Bedeutung hat. Ja, diese Rangelei symbolisiert die Auseinandersetzung zwischen den beiden. Aber hier haben wir keine Rangelei, hier haben wir was für eine Bewegung? Hüpfen, ja, hüpfen.
[9:47] Und gehen wir mal zurück zu Lukas 1, Vers 15, da wird was Interessantes gesagt, was uns vielleicht im Hinterkopf noch ist. Lukas 1, Vers 15, über den noch ungeborenen Johannes: Denn er wird groß sein vor dem Herrn, Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und mit heiligem Geist wird er erfüllt werden, schon von Mutterleib an. Das ist etwas Außergewöhnliches. Es gibt wenig Menschen in der Bibel, die schon im Mutterleib vom Heiligen Geist erfüllt waren. Das kommt sonst, ich glaube, außer von Jesus eigentlich gar nicht vor. Schon bevor er geboren war, hat Gott ihn gebraucht. Heißt es da, dass er erfüllt worden ist vom Heiligen Geist? Könnte sein, können wir mal nachschauen. Aber jedenfalls der Punkt, es sind relativ wenige. Aber hier ist der entscheidende Gedanke: Noch bevor er überhaupt das Licht der Welt erblickt hatte, konnte Gott ihn gebrauchen für eine große Sache. Er war ja, seine Hauptaufgabe, seine Lebensaufgabe bestand worin? Dem Messias anzukündigen. Und noch bevor er geboren wurde, hat er diese Aufgabe wahrgenommen. Denn durch sein Hüpfen als Embryo kündigt er den Messias an.
[11:03] Das zeigt übrigens, dass Gott nicht erst warten muss, bis wir 14 sind, dass wir unsere Lebensaufgabe erfüllen können. Gott kann sogar ein ungeborenes Baby schon benutzen. Das ist sehr interessant. Das zeigt übrigens auch, es geht immer diese Frage an, ich war, ab wann ist Leben Leben? Sind die Menschen erst wirklich Menschen, wenn sie geboren sind? Hier zeigt sich, Gott kann schon ungeborenes Leben benutzen. Auch wenn der natürlich jetzt nichts verstanden hat. Aber das ist ja nicht der Punkt. Der Heilige Geist konnte ihn gebrauchen. Er war schon vor seiner Geburt im Mutterleib ein Zeuge auf Jesus.
[11:34] Und dann heißt es hier, sie wurde erfüllt mit dem Heiligen Geist. Jetzt ist das interessant, oder? In dieser Geschichte haben wir vier Personen. Wer sind die vier Personen in dieser Geschichte? Zählen wir sie mal auf. Also die hier vorkommen. Also zählen wir mal dem Alter nach auf, okay? Also das Älteste ist Elisabeth. Und dann haben wir Elisabeth. Dann haben wir Maria. Dann haben wir Johannes und Jesus. Also zu dem Zeitpunkt ist Elisabeth wie alt? Wissen wir nicht, aber vielleicht 70. Maria ist wie alt? Wissen wir nicht, aber vielleicht, keine Ahnung, 20, 25. Alte Frau, junge Frau. Johannes ist noch nicht mal sechs Monate alt, sondern also minus drei Monate. Also sechs Monate alt ist er, bevor er geboren ist. Er ist aber schon relativ weit entwickelt. Und Jesus? Vielleicht ein paar Zellen.
[12:44] Und das Spannende ist, alle vier im Laufe dieser Geschichte sind vom Heiligen Geist erfüllt. Ja, Jesus ohnehin als vom Heiligen Geist gezeugt. Johannes vom Heiligen Geist erfüllt. Dann heißt es jetzt, Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt. Und dann kurze Zeit später, ab Vers 46 haben wir den Lobpreis Marias, wo sie mit prophetischer Stimme singt. Also alle vier sind vom Heiligen Geist erfüllt. Die Geborenen und die Ungeborenen, die Frauen und die Männer. Unglaubliche Geschichte, wenn sich das eigentlich mal praktisch überlegt. Und es ist Johannes, der auf Jesus aufmerksam macht, wodurch Elisabeth anfängt vom Heiligen Geist erfüllt zu werden und dann Maria darauf reagiert. Ja, das ist eine ganz, ganz, ganz, ganz spannende Geschichte. Vom Heiligen Geist erfüllt.
[13:38] Nun, lass uns mal ganz kurz einen Bibeltext aufschlagen, dass du einen Finger drin in Epheser Kapitel 5, Vers 18. Epheser Kapitel 5 und dort Vers 18. Dort heißt es: Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes. Was war die Anweisung an die Elisabeth gewesen? Also das Kind soll kein Alkohol bekommen, aber wir wissen auch aus der Geschichte von Simson, auch die Mutter sollte kein Alkohol trinken. Und das ist hier so noch so ein bisschen im Hintergrund. Sie wurde voll Heiligen Geist, weil sie auch von ihren Gewohnheiten her dazu ja den Heiligen Geist eingeladen hat.
[14:34] Übrigens nur so nebenbei. Lukas ist derjenige, der wie kein anderer vom Heiligen Geist spricht. Immer also Lukas und Lukas Evangelium in der Apostelgeschichte habt ihr mit die deutlichsten Aussagen über das Wirken des Heiligen Geistes. In der Apostelgeschichte hat den Heiligen Geist, wie er sagt, geht nicht dahin, tut das. Der Heilige Geist hat ihm befohlen, der Heilige Geist hat sie gehindert. Der Heilige Geist wurde ausgegossen. Lukas berichtet hier auch ganz viel vom Heiligen Geist, wo das jetzt Matthäus oder Markus nicht so sehr tun. Also Lukas hat dann besondere Sensibilität gehabt für das Wirken des Heiligen Geistes.
[15:01] Und dann sagt sie in Vers 42, schaut mal, was sie sagt. Und rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Was fällt euch auf an diesem Vers? Hört euch irgendwas auf? Mit lauter Stimme, oder? Sie rief mit lauter Stimme. Woran erinnert euch das? Dreifache Engelsbotschaft, oder? Das Evangelium wird mit lauter Stimme verkündet. Das war ja auch eine gute Nachricht, oder? Und sobald sie vom Heiligen Geist erfüllt war, rief sie mit lauter Stimme. Ja, so wie wir das auch tun sollen mit der Dreifachen Engelsbotschaft. Aber ihre Botschaft war natürlich eine etwas andere, in entsprechenden Umständen.
[15:46] Was war ihre Botschaft? Was war ihre Botschaft, die sie hier der Maria entgegen ruft, mit lauter Stimme? Gesegnet bist du unter den Frauen. Jetzt stellt euch vor, Maria kommt, sieht die schwangere Elisabeth, weiß ja noch nicht, dass das Kind hüpft, das kommt erst ein paar Verse weiter, dass sie ihr das erklärt. Dann das Erste, was die Elisabeth der Maria sagt ist, mit lauter Stimme, gesegnet bist du unter den Frauen. Was hat wohl die Maria gedacht in dem Moment? Hat sie es schon mal gehört, von wem? Vom Engel, wo, in welchem Vers? Genau, Vers 28. Der Engel kam zu ihr herein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadigte, der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter den Frauen.
[16:37] Also stellt euch vor, Maria, sie arbeitet in ihrem Haus, da kommt ein Engel und sagt, du sei gegrüßt, du Gesegnete unter den Frauen. Dann ist sie völlig baff, was der Engel alles sagt. Sie denkt sich, wie wahrscheinlich jede Frau das machen würde, hey, das muss ich meiner besten Freundin erzählen. Rennt fünf Tage zu ihrer Verwandten Elisabeth, kommt in die Tür hinein, sagt hallo und was sagt die? Gesegnet bist du unter den Frauen. Also da muss sie gesagt haben, okay, also irgendwie sagen das alle. Ohne dass die Elisabeth von dem Gespräch weiß, bestätigt sie unter Inspiration des Heiligen Geistes mit denselben Worten, was der Engel gesagt hat. Inspiration führt immer dazu, dass das, was bereits gesagt worden ist, bestätigt wird. Das ist ein Zeichen des Geistes der Weissagung, dass das, was schon gesagt worden ist, vielleicht mit ein bisschen anderen Worten, aber bestätigt wird, bekräftigt wird.
[17:29] Gesegnet bist du unter den Frauen. Wir haben letztes Mal ja schon angeschaut, was das bedeutet. Könnt ihr euch erinnern an die Frau Jael in Richter, die gesegnet war unter den Frauen? Das spielt ja natürlich auch wieder eine Rolle. Jetzt heißt es aber nicht nur gesegnet bist du, sondern gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Warum denn das? Das eine ist natürlich, ja, du hast die große Aufgabe, aber warum gesegnet die Frucht deines Leibes? Gibt es irgendeine Stelle im alten Testament, wo sowas schon angedeutet wird? Gesegnet die Frucht deines Leibes.
[18:15] Anderes Wort für Frucht deines Leibes? Leibesfrucht. Anderes Wort? Kind. Anderes Wort, das im alten Testament oft verwendet wird? Sohn. Anderes Wort? Erbe. Same. Same, oder? Jetzt gesegnet und Same. Abraham, in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Völker. Gesegnet ist die Frucht deines Leibes, in deinem Samen. Das ist also die Verheißung an Abraham, wo das ganze jüdische Volk seit Jahrtausenden darauf gewartet hat, das sagt sie ihr. Gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
[18:59] Schauen wir noch ganz kurz in den Römerbrief, in Römer 9, Vers 5. Römer 9, Vers 5. Da steht übrigens dasselbe Wort im Griechischen, auch wenn es im Deutschen etwas anders übersetzt ist. In Römer 9, Vers 5, dort steht: Zu Israel gehören auch die Väter an und von ihnen stammt dem Fleisch nach der Christus, der über alle ist, hochgelobter Gott in Ewigkeit. Hier steht dasselbe Wort wie gesegnet. Gesegneter Gott in Ewigkeit. Das ist übrigens doch eine interessante Stelle, das beweist, dass Jesus Gott ist, oder? Die Frucht deines Leibes. Römer 9, Vers 5. Da steht hochgelobter Gott, aber da steht im Griechischen dasselbe Wort für gesegnet. Die gesegnete Frucht des Leibes, der gesegnete Gott. Das Wort gesegnet hier ist Eulegio, das heißt einfach gutes Wort. Eu ist gut und Logos ist das Wort, gutes Wort.
[20:06] Zurück zu Lukas, Lukas 1. Schauen wir mal, was sie noch sagt. Und das ist so interessant jetzt. In Lukas 1, Vers 43, dort sagt sie: Und woher wird mir das zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Erst sagt sie, gesegnet bist du unter den Frauen. Und dann sagt sie, gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Und woher wird mir das zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
[20:36] Also wir haben gerade gesagt, die Maria war wahrscheinlich die erste Frau, die gesehen hat, dass Elisabeth schwanger war. Aber Elisabeth war die wahrscheinlich, der wahrscheinlich erste Mensch auf Erden, der in der Gegenwart Jesus stand, in seinem Prozess der Fleischwerdung und das bemerkt hat. Die paar Leute, die Maria auf dem Weg getroffen haben, die haben das nicht gemerkt. Ja, aber wann Jesus gezeugt wurde, wissen wir ohnehin nicht genau. Wir können es nicht genau festlegen. Aber der Punkt ist, sie hat gemerkt, da ist was. Und der Inspiration des Heiligen Geistes.
[21:15] Jetzt, da können wir einiges davon lernen. Schaut mal mit mir, lasst mal einen Finger drin. Erste Korinther 12 Vers 3 an. Erste Korinther 12 und dort Vers 3. Und das fügt es jetzt sehr schön zusammen. Erste Korinther 12 und dort Vers 3. Wer hat den Korintherbrief verfasst? Paulus, ja genau. Und er sagt hier: Darum lasse ich euch wissen, dass niemand, der im Geist Gottes redet, Jesus verflucht nennt. Es kann aber auch niemand Jesus Herr nennen, als nur im Heiligen Geist.
[21:52] Wie nennt sie ihn? Meine Herren. Damit ist übrigens nicht gemeint, dass nur wenn jemand sagt, Jesus Christus ist Herr, dass er dann ausgerechnet im Heiligen Geist ist. Ja, auch die Ungläubigen werden sagen, Herr, Herr. Sondern es geht hier um das Verständnis, wer Jesus wirklich ist. Nur durch den Heiligen Geist kann ich verstehen, wer Jesus wirklich ist. So wie, kennt ihr eine andere Stelle, wo Jesus mal sagt, dass nur durch Gottes Einwirken man Jesus wirklich erkennen kann? Bei Petrus, ja, wo Petrus sagt, du bist der Christus, der Sohn Gottes. Und Jesus sagt, das hat dir mein Vater offenbart. Ohne Gottes Einwirken kann man das nicht erkennen. Das heißt, die Elisabeth hat hier nicht einfach nur festgestellt, dein Sohn ist irgendeine Art König, sondern dein Sohn ist der Herr des Alten Testaments. Ob sie das selbst als Prophetin verstanden hat, das ist eine andere Sache. Die Propheten verstehen nicht immer das, was sie selbst auch sagen. Aber gesagt hat sie es. Ein berühmtes Beispiel ist Johannes der Täufer. Er hat gesagt, siehe das Lamm Gottes. Bernds Verstand hat es auch nicht, aber er hat es gesagt. Sie hat also unter Inspiration hier Jesus eigentlich in seiner Göttlichkeit schon bestätigt.
[22:59] In Lukas 1, gehen wir noch mal zurück, Vers 43. Warum ist das so außergewöhnlich, was sie hier sagt? Wenn sie sagt, woher wird mir das zuteil, dass ich die Mutter meines Herrn begegne? Warum ist das so außergewöhnlich? Was können wir davon lernen? Demut, warum ist es Demut? Ich meine, was wir von der Elisabeth lernen können. Warum ist es die Elisabeth, die sagt, woher wird mir das zuteil, dass ich die Mutter meines Herrn sehe? Sie stellt sich unter Maria, oder? Obwohl sie wahrscheinlich 50 Jahre älter ist oder so. Und stellt euch vor, sie gerade oder in den letzten Monaten eines der größten Wunder erlebt hat, die es so eigentlich gibt. Sie hat ein Wunder erlebt, dass sie auf eine Stufe stellt mit Sarah, Rebecca und Rahel, den großen Frauen des alten Testaments, der Bibel. Stellt euch vor, ihr erlebt irgendetwas, was es sonst nur in der Bibel gibt. Ein richtig großes Wunder. Stellt euch vor, ihr habt gebetet, es kommt Feuer vom Himmel. Oder ihr seid durch einen Fluss gegangen und der Fluss hat sich geteilt. Irgendetwas richtig Gewaltiges, wo man sagt, das passiert nur ganz selten, dass es nur drei, vier Mal in der Menschheitsgeschichte passiert. Und ihr habt das erlebt. Würden wir nicht, also wir würden auch ganz bestimmt, wenn wir sowas erlebt haben, also voller Freude 10 Minuten, 20 Minuten im Erfahrungsgottesdienst erzählen, was wir erlebt haben, oder? Aber obwohl sie so ein außergewöhnliches, ihr ganzes Leben veränderndes biblisches Wunder erlebt hat, sagt sie, dein Wunder ist größer. Dein Wunder ist größer.
[24:40] Schaut, und das ist echte Demut. Das ist das, was der Herr Johannes den Täufer ausgezeichnet hat. Was hat Johannes der Täufer gesagt, als er Jesus gesehen hat? Er muss wachsen, ich muss abnehmen, sagt der Größte aller Propheten. Ja, ganz genau.
[24:59] Und schaut, das ist vielleicht so ein Beispiel auch für, ich will es nicht übertreiben, aber für pränatale Einflüsse. Die Geisteshaltung der Mutter, die ein Riesenwunder erlebt und sich trotzdem unter Maria stellt, setzt sich später fort in ihrem Sohn, der der Größte aller Propheten ist, und sich trotzdem unter diesen Zimmermann aus Nazareth stellt, weil der nämlich Gott ist. Ja, das ist eine interessante Beobachtung, also diese Begegnung von Maria und Elisabeth.
[25:40] Das hat viele Parallelen dann auch zu Jesus und Johannes der Täufer. Wenn wir dann zu der Geschichte kommen, wenn wir wahrscheinlich zurückschauen auf diese Geschichte hier, wie da ähnliche Prinzipien gelten. Jesus kommt zu Johannes dem Täufer und der sagt auch, ich bin es gar nicht wert. Ja, ganz genau.
[26:13] Er kommt, er geht. Ja, ganz genau.
[26:22] Übrigens, dieses Wort und diese Idee von der Unwürdigkeit, die kommt in vielen Geschichten auch vor, zum Beispiel auch bei diesem Hauptmann von Kapernaum, der sagt, ich bin nicht würdig, dass du zu mir kommst, sprich nur ein Wort. Etwas, was sich in der Bibel immer wieder durchzieht. Das ist eine sehr, sehr interessante Sache.
[26:40] Vielleicht noch ganz kurz wegen Herr, weil sie sagt, mein Herr, schaut mal mit mir in Psalm 110, Vers 1, vielleicht hat sie das so ein bisschen im Hinterkopf gehabt oder zumindest der Heilige Geist, der sie inspiriert hat. Psalm 110, Vers 1. Es ist ein Vers, den Jesus benutzt hat, um den Schriftgelehrten, wie Luther sagt, das Maul zu stopfen, um sie sprachlos zu machen. Psalm 110, Vers 1. Dort heißt es: Der Herr sprach zu wem? Zu meinem Herrn, setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Füße hinlege als Schemel für deine Füße.
[27:25] Jetzt versuchen wir, den Vers mal zu verstehen. Wer ist denn der erste Herr? Der Vater, der ist der zweite Herr. Ja, da gibt es also zwei, die Herr genannt werden. Und der zweite Herr, das wussten die Juden, der zweite Herr, das ist der Messias. Und dann stellt Jesus diese große Frage, wer ist der Messias, wessen Sohn ist er? Und dann sagen sie, er ist der Sohn Davids. Aber wie kann, dann sagt Jesus die Frage, wie kann denn er Davids Sohn sein, wenn David ihn schon Herr nennt? Mein Herr. Genau, dieser Name Herr wird ja für alle drei verwendet.
[28:02] Das heißt, diese Formulierung, mein Herr, weil sie sagt, die Mutter meines Herrn, das ist ganz ähnlich wie David, Jesus, also die zweite Person der Gottheit, den den Sohn Gottes bezeichnet. Mein Herr, ja, das hier noch als Ergänzung.
[28:23] Und ist Jesus unser Herr? Ohne jede Frage. Wir können mal ein Vers noch dazu lesen im Evangelium von Johannes. Johannes 13, Vers 13, wo er das selbst bestätigt. Johannes 13, Vers 13, dort sagt er: Ihr nennt mich Meister und Herr. Und ich sage es mit Recht und ihr sagt es mit Recht, denn ich bin es auch.
[28:50] Ja, der Heilige Geist hat nichts Unwahres gesagt, als die Elisabeth inspiriert hat zu sagen, die Mutter meines Herrn.
[28:59] Gehen wir zurück zu Lukas und schauen mal, wie das sich weiter entspinnt hier. Lukas 1 und dort Vers 44. Jetzt erklärt sie der Maria, was vorgefallen ist. Denn siehe, so wie der Klang deines Grußes in mein Ohr drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
[29:21] Könnt ihr euch erinnern, kennt ihr noch eine Stelle in der Bibel, wo davon die Rede ist, dass man vor Freude hüpft? David hat so ein paar Sätze getanzt, aber das war eher so ein Standardtanz. Auf der neuen Erde werden wir hüpfen wie die Kälber. Wir freuen uns und jubeln und hüpfen vor Freude. Da gibt es diese Stelle bei Lukas 6, Vers 23. Das ist die Variante, die man nicht so oft kennt. Man kennt meistens die Matthäus-Variante. In Lukas 6, Vers 23 steht: Freut euch an jenem Tag und hüpft.
[30:25] Warum sollen wir hüpfen? In Vers 22 steht: Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausschließen und schmähen und so weiter. Wir kennen das freut euch und jubelt nicht. Aber dieses Wort freut euch und jubelt heißt, hüpft vor Freude. Ja, freut euch, hüpft. Diese besondere Freude, diese starke Freude ist das, was hier auch in dem Bauch der Elisabeth stattfand. Der hat nicht einfach nur ein bisschen gefreut, sondern er hat gehüpft, richtig ausgelassen sich gefreut.
[30:55] Und wenn ihr mal zurückgeht zu Lukas 1, da kam das Wort schon mal vor, so ähnlich, und zwar in Lukas 1, Vers 14. Wenn ihr damals da gewesen seid, in Lukas 1, Vers 14, da haben wir das schon mal gesagt, dass das zweite Wort dort, da heißt es in Lukas 1, Vers 14: Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten. Wenn ihr euch erinnern könnt, das zweite Wort Frohlocken heißt eigentlich vor Freude hüpfen. Und das hat der Johannes sehr wörtlich genommen, hat selbst vor Freude gehüpft, nicht nur die Eltern, sondern er selbst. Also eigentlich, bisher, wenn wir die ganzen Geschichten anschauen, es ist immer nur gute Nachricht, gute Nachricht, gute Nachricht, Freude, hüpfen. Das Evangelium beginnt wirklich mit einer äußerst, äußerst positiven Note.
[31:38] Zurück zu Lukas 1, Vers 45. Was heißt es? Und glückselig ist, die geglaubt hat, denn es wird erfüllt werden, was ihr vom Herrn gesagt worden ist. Kennt ihr das Wort glückselig? Bergpredigt, oder? Glückselig sind die geistig Armen, glückselig sind die Sanftmütigen, glückselig sind die Barmherzigen und so weiter. Das ist dasselbe Wort hier, dieses berühmte Wort Makarios, glücklich, glückselig. Also es ist die erste Seligpreisung in der Geschichte des Evangeliums.
[32:18] Glückselig bist du und warum ist sie glückselig nach ihren Worten? Warum ist die Maria glückselig? Ja, es ist vollendet, weil sie geglaubt hat, oder? Sie hat geglaubt. Übrigens, diesen Vers kann man auch, habt ihr auch, dass es hier bei euch steht, denn es wird erfüllt werden, was ihr vom Herrn gesagt worden ist. Man kann den Vers im Griechischen auch übersetzen und ich glaube, das ist eigentlich fast die bessere Übersetzung: Und glückselig ist, die geglaubt hat, denn es ist erfüllt worden, was ihr vom Herrn gesagt worden ist. Ja, dann wäre der Punkt nicht so sehr, dass es sich noch erfüllen wird, sondern dass es erfüllt worden ist.
[33:08] Ne, Moment mal, ich habe es falsch gesagt, also richtig übersetzt ist es: Glückselig ist, die geglaubt hat, dass es erfüllt werden wird, statt: Glückselig ist, die geglaubt hat, denn es wird erfüllt werden. Man kann also übersetzen: Glückselig ist, die geglaubt hat, dass es erfüllt werden wird. Der Punkt ist, es hat sich schon erfüllt und sie wird jetzt bestätigt dafür, dass sie geglaubt hat, dass es sich erfüllen wird. Sie hatte geglaubt, es wird sich erfüllen und sie sagt, glückselig bist du, denn du hast geglaubt und es hat sich erfüllt. Und das ist ein Beispiel für echten, echten tiefen Glauben.
[33:45] Ihr Mann, der Mann von Elisabeth, der war immer noch stumm, oder? Vielleicht war der gegenwärtig, wissen wir nicht. Aber wenn er gegenwärtig war, konnte er nichts dazu sagen, weil er eben nicht so sehr geglaubt hat, dass es sich erfüllen würde, was ihm gesagt worden ist.
[34:00] Übrigens, an der Stelle lohnt es sich nochmal darüber nachzudenken, über die beiden Menschen Zacharias und Maria. Wir haben ja letztes Mal schon viel kontrastiert. Ja, ich muss es nicht wiederholen, ihr wisst, Zacharias war der alte Mann, der viel von der Bibel wusste, der im Tempel gelebt hat, der verheiratet war und der in Jerusalem, in der heiligen Stadt gewirkt hat. Maria war die junge, unverheiratete Frau, die in Nazareth, in Galiläa gewirkt hat und so weiter und so fort. Der direkte Kontrast. Wir haben festgestellt, er hat nicht geglaubt, sie hat geglaubt.
[34:36] Frage, in welchem Fall ist die Prophezeiung erfüllt worden? In beiden Fällen, das heißt, wir haben zwei Personen, beide bekommen eine Prophezeiung, der eine glaubt, der andere glaubt nicht, aber die Prophezeiung erfüllt sich trotzdem. Das ist ein interessanter Punkt, der deutlich macht, Gott ist nicht von unserem Glauben abhängig, aber unser Glaube entscheidet, ob wir davon reden können oder ob wir stumm sind.
[35:18] Das heißt, Gottes Prophetie erfüllt sich. Offenbarung 13 wird sich erfüllen, Offenbarung 14 wird sich erfüllen, Offenbarung 16 wird sich erfüllen, Daniel 11 wird sich erfüllen, das kommt alles, ob wir es glauben oder nicht, aber wenn wir glauben, können wir Teil daran haben, wenn wir nicht glauben, dann stehen wir außen vor. So ein bisschen. Glaube ist also das, was uns in die Lage versetzt, teilzuhaben an der Prophezeiung, die ohnehin sich erfüllen wird.
[35:44] Das ist eine sehr gute Frage, was würdet ihr sagen, was ist die Essenz des Glaubens, wie kann man wirklich glauben? Hebräer sagt, Glaube ist das, was man nicht sieht, das war in beiden Fällen so, das waren Dinge, die man nicht gleich sehen konnte. Vertrauen, ja, Vertrauen. Genau, den Worten glauben, es ist ganz entscheidend, dass ich nicht nur allgemein vertraue, sondern dass ich den Worten glaube, die gesagt worden sind, weil der Petrus sagt, der Paulus sagt, der Mensch lebt aus Glauben und Jesus sagt, der Mensch lebt aus jedem Wort. Und deswegen haben wir immer schon mal gesagt, Glaube heißt Leben aus jedem Wort, weil das Wort Gottes hat Kraft und Zacharias kannte zwar viele Worte, aber er hat nicht allem geglaubt, er hat manchem geglaubt, aber nicht allem. Maria hat alles geglaubt, selbst wenn es ihrem Verstand überstiegen hat.
[36:47] Wir müssen ein bisschen weiter gehen. Ganz genau, das ist das, was sie gesagt hat, wie ein Kind zum Glauben kommt, weil Kinder vertrauen einfach ihren Eltern ohne zu hinterfragen und das hat die Maria gemacht.
[37:09] Jetzt schaut mal, schauen wir uns noch die letzten, noch zwei, drei Verse vom nächsten Abschnitt an und dann können wir da einen Schnitt machen. Nachdem die Elisabeth jetzt spricht und alles sagt, ja, unter Inspiration des Heiligen Geistes, fängt die Maria an, ihrerseits jetzt, ein Loblied zu singen, ein Lobpreis, ja, ebenfalls unter Inspiration des Heiligen Geistes, Vers 46. Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn. Und dann sagt sie, Vers 47: Mein Geist freut sich über Gott, mein Retter.
[37:44] Jetzt dieses ganze Lied von der Maria, wir werden heute nur noch die beiden Verse anschauen, den Rest könnt ihr als Hausaufgabe dann schon mal euch anschauen, ist eines der schönsten Lieder des ganzen Neuen Testamentes, wirklich traumhaft schön, wenn wir dann nächstes Mal gründlich analysieren, aber nur so viel schon. Was meint er wohl, was bedeutet das, wenn sie sagt, meine Seele erhebt den Herrn? Ja, sie gibt ihm alle Ehre, sie gibt ihm alle Ehrfurcht, ja, noch eine Idee, was das bedeutet? Jesus lebt wörtlich in ihr, ja, in dem Fall kann man das wirklich mal wörtlich nehmen, ja.
[38:28] Versucht mal diese Worte noch ein bisschen zu durchdenken: Meine Seele erhebt den Herrn. Also, genau, erheben, dieses Wort erheben hat tatsächlich was mit groß machen zu tun, das ist das Wort Megalynom und das kommt von Megas, wisst ihr, was Megas bedeutet? Groß, mega, ja, Megafon, megamäßig, ja, und es gibt eine Stelle, wo das gleiche Wort verwendet wird, schaut mal in Matthäus 23, das ist sehr interessant, Matthäus 23, dort eigentlich in einem negativen Zusammenhang, in Matthäus 23 Vers 5, da kommt auch Megalynom vor, das heißt es, Matthäus 23 Vers 5: Alle ihre Werke tun sie aber, um von den Leuten gesehen zu werden, sie machen nämlich ihre Gebetsriemen breit und die Säume an ihren Gewändern machen sie was? Groß. Warum haben die Pharisäer die Säume an den Gewändern groß gemacht? Dass die Menschen es sehen, ja, so groß wie möglich, damit die Menschen sehen, ich bin ein frommer Mensch. Das heißt, dieses Wort bedeutet etwas groß machen, damit es gesehen wird, sowohl im Positiven als auch im Negativen, etwas sehr deutlich machen, etwas, wenn sie sagt, ich erhebe den Herrn, heißt das, ich möchte durch, ich möchte erklären, ich möchte deutlich machen, dass Gott gesehen wird, ich möchte Gott groß, na gut, man kann Gott nicht größer machen als ohne Menschen, aber man kann Gott für groß erklären, man kann ihn sichtbar machen. Die Frage ist, wodurch, was hat in ihrem Leben den Herrn erhoben, was sagt sie? Das stimmt, aber das steht im Text nicht, was sagt der Text, was erhebt den Herrn? Meine Seele, ja, das Wort umgehen, wenn wir so gerne mit anfangen können, was ist denn Seele, was bedeutet denn Seele? Der Mensch, das Leben, oder? Sie sagt, was sie mit anderen Worten sagt, ist, mein Leben erhebt den Herrn, mein Leben, das, was ich erlebe, durch die Schwangerschaft jetzt zum Beispiel, man kann mich anschauen und dadurch wird Gott groß gemacht und die Frage ist, wie viele von uns können sagen, dass meine Seele, mein Leben, das, was alles in mir ist, Gott wirklich groß macht, dass die Leute, nur wenn sie mir begegnet, sagen, gesegnet bist du, ja, versteht ihr, was ich meine? Das ist, was sie sagt, sie sagt, durch die Erfahrung, durch den Glauben wird ihr ganzes Leben zu einer guten Botschaft, denn sie war jetzt buchstäblich das wandelnde Evangelium, oder? In ihr waren all die Verheißungen von Adam über Abraham, über David, über Jesaja, Daniel, alles kam in ihr zusammen. Sie sagt, meine Seele, mein Leben erhebt den Herrn, ja?
[41:40] Ganz genau, dass wir so ein Gesetz halten von ganzer Seele, von unserem ganzen Leben, oder? Ja, ganz genau. Übrigens, kennt ihr eine Stelle im Alten Testament, ihr seht schon, das Neue Testament, das kann man ohne das Alte fast gar nicht verstehen, eine Stelle im Alten Testament, die fast so ähnlich beginnt, wie dieses Lied hier. In den Psalmen gibt es das sehr gut, aber wir gehen erst zu 1. Samuel, weil das naheliegend ist, das ist dann auch eure Hausaufgabe, oder eine eurer Hausaufgaben, ihr kriegt heute mehrere Hausaufgaben auf. 1. Samuel, Kapitel 2, und dort Vers 1. Wer singt denn dort in 1. Samuel 2, Vers 1? Hannah. 1. Samuel 2, Vers 1, dort heißt es: Und Hannah betete und sprach: Mein Herz freut sich in dem Herrn, mein Horn ist erhöht durch den Herrn, mein Mund hat sich weit aufgetan über meine Feinde, denn ich freue mich in deinem Heil. Ja, und die Maria singt: Meine Seele erhebt den Herrn, denn du bist der Gott, mein Retter, und so weiter und so fort. Diese beiden Lieder haben ganz viele Parallelen. Eure Hausaufgabe, die daran bestehen, das Lied von der Maria, die ganzen Verse bis das Lied zu Ende ist, mal komplett durchzulesen, zu studieren und dann mal zu vergleichen, welche Ähnlichkeiten ihr zum Gebet von Hannah finden könnt. Und die zweite Hausaufgabe ist dann herauszufinden, was sonst noch alles so an Details ihr in dem Lied der Maria finden könnt. Also einmal die Parallelen zum Gebet von Hannah und dann sonst noch alle Anspielungen aufs Alte Testament oder irgendwelche Dinge, die euch auffallen. Wir schließen ab mit noch zwei Stellen in den Psalmen, wo ganz ähnliche Liederanfänge zu finden sind. Zum Beispiel in Psalm 103. Psalm 103 und dort Vers 1 und 2.
[43:58] Was steht dort? Vers 1: Lobe den Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan. Ich glaube, solche Psalmen, die waren bei der Maria im Hinterkopf. Meine Seele erhebt den Herrn. Und alles, was dann kommt, ist aus dieser Erfahrung gesättigt, dass hier zwei Frauen, die wir vielleicht sonst kaum bemerkt hätten, durch das Wirken Gottes zusammentreffen. Und die eine hat den größten Propheten aller Zeiten in ihrem Bauch. Die andere hat Gott selbst in ihrem Bauch. Und sie reden sich unter Inspiration des Heiligen Geistes an. Ich wäre da gerne dabei gewesen in dem Zimmer, oder? Zwei Prophetinnen sozusagen, die auch noch ganz besondere Männer in ihrem Bauch tragen. Schon spektakulär, diese Szene. Mehr dazu nächstes Mal, wenn wir uns dann das Lied von der Maria ausführlich anschauen. Wie gesagt, Hausaufgabe ist, lest es euch durch. Versucht doch vielleicht mal zu gucken, welche Verse so zusammengehören, was so die Hauptaussage der Verse sind, dass man vielleicht so eine Struktur erkennen kann. Was sind die Parallelen zum Gebet von der Hannah? Und was steckt da sonst noch so an alttestamentlicher Sprache drin, damit man wirklich das nicht nur als so ein interessantes Lied sieht, sondern als eine ganz, ganz tiefe Botschaft auch von uns, für uns.
[45:14] Was lernen wir heute? Ich glaube, das Entscheidende ist, was die Elisabeth gezeigt hat. Ich habe ein großes Wunder erlebt. Ein wirklich großes Wunder. Aber ich sehe auch noch ein noch größeres Wunder. Ich erkenne das auch nicht. Ich stelle mich nicht in den Vordergrund. Und mit all dem, was Gott an uns getan hat, können wir von dieser Demut lernen, und dann so wie Maria glauben. Glauben, dass das geschieht, was Gott sagt, gegen alle Widerstände, gegen alle Vernunft. Und dann wird Gott in gewaltiger Weise das bestätigen, so wie er es der Maria ziemlich bald bestätigt hat. Sie hat nicht lange warten müssen. Sie hat sich auf den Weg gemacht, sich ein bisschen angestrengt und Gott hat eine außergewöhnliche Bestätigung ihr gegeben. Und das ist ein spannender Moment, als Jesus hier in welcher Form auch immer, ganz klein, unscheinbar, gegenwärtig ist. Ganz, ganz besonderer Moment. Der Ersehnte ist schon da. Es dauert noch ein bisschen, bis er sichtbar wird. Aber hier ist fast heiliger Boden.
[46:20] Wollen wir gemeinsam noch bieten? Und dann haben wir eine kurze Pause bis zum Offenbarungsseminar. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für dieses wunderbare Buch der Bibel, für diese interessanten Geschichten, die wir vielleicht schon oft gelesen haben, aber über die wir uns so selten richtig intensiv Gedanken machen, die so viele interessante kleine Details haben und auch wichtige Lehren für uns. Wir möchten dich bitten, dass, wenn wir immer weiter das Leben von Jesus studieren und all die Umstände seines Lebens, dass wir all diese diese kostbaren Perlen aufsammeln, die du dort versteckt hast und dass wir dadurch immer näher auch deinem Charakter kommen. Wir möchten dich bitten, dass wir diese Demut haben, die Elisabeth ausgezeichnet hat und diesen Glauben, den Maria hatte und dass du uns gebrauchen kannst. Das haben wir heute gesehen. Selbst Ungeborene kannst du gebrauchen für deine Zwecke. Wie viel mehr dann uns, die wir schon geboren sind, die wir schon einen Verstand haben. Wir möchten dich bitten, dass du uns zeigst, was dein Plan für unser Leben ist. Ein Plan, den du schon lange vor unserer Geburt festgelegt hast, wie uns Jeremia deutlich sagt. Und so möchten wir dich bitten, dass du uns dabei hilfst, das zu erkennen und auch umzusetzen. Im Namen Jesu. Amen.