[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr eingeschaltet habt, hier auf www.joelmedia.tv.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries. Wir freuen uns, dass wir eine weitere Folge hier im Studium des Lukas-Evangeliums haben dürfen. Wir wollen uns heute über ein ganz besonders spannendes Thema unterhalten, ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, auf das ich mich jetzt sehr gefreut habe, als ich gesehen habe, dass das diese Woche dran ist. Es wird um das Reich Gottes gehen und wir werden dabei nicht nur im Lukas-Evangelium studieren, sondern auch darüber hinaus die verschiedenen Bibelpassagen zu diesem so wichtigen Thema uns betrachten, um dann auch zu verstehen, was Lukas dazu beizutragen hat, um dieses Thema zu verstehen. Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 13. Juni und wollen wie immer beginnen mit einem Gebet und ich lade euch dazu recht herzlich ein.
[1:17] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in deinem Wort lesen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass wenn wir jetzt die Natur und das Wesen deines Reiches studieren, dass du uns Weisheit schenkst, dass du uns deinen Heiligen Geist schenkst, damit wir verstehen, was wir lesen, dass es nicht nur tote Theorie ist, sondern wirklich lebendige Realität in unserem Leben und dass wir verstehen, was es bedeutet, in deinem Reich zu sein, in deinem Reich zu leben und auch die Botschaft von deinem Reich weiter zu verbreiten. Halte du alle Störende fern und sprich du zu uns durch dein Wort. Nach deiner Verheißung, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird. Im Namen Jesu, Amen.
[1:53] Das Thema vom Reich Gottes ist vielleicht das Thema, über das Jesus am meisten oder mit am meisten gepredigt hat. Fast alle seiner Gleichnisse oder seiner Reden beginnen mit diesen Worten: Das Reich Gottes ist gleich. Die Priorität, die dieses Thema auch in unserem Leben haben sollte, ergibt sich aus den berühmten Worten in Matthäus 6, Vers 33. Matthäus 6, in der Bergpredigt, sagt Jesus in Matthäus 6, Vers 33: Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden. Jesus vergleicht die Gerechtigkeit Gottes und das Reich Gottes mit anderen Dingen. Wenn wir wissen wollen, was diese anderen Dinge sind, die uns alle hinzugefügt werden sollen, dann müssen wir die Verse vorher lesen. Da geht es um Kleidung, da geht es um Essen, da geht es um verschiedene Dinge des alltäglichen Bedarfs. Dinge, die wir brauchen, die kein Luxus sind. Aber Jesus sagt, es gibt etwas, was wichtiger ist als Kleidung, etwas, was wichtiger ist als Essen oder wichtiger als Trinken. Es ist das Reich Gottes. Und in der Bergpredigt, die für viele berühmte Aussagen verantwortlich zeichnet, finden wir auch diese radikale Idee, dass das Reich Gottes in unserem Leben die absolute Top-Priorität sein sollte, über dem Essen, über der Kleidung, über dem Trinken, über all dem, was normalerweise unser alltägliches Leben so ausmacht. Und ich glaube, da können wir alle etwas von lernen, denn obwohl wir sicherlich die Rede vom Reich Gottes für wichtig erachten, haben wir selten sie als absolute Top-Priorität in unserem Alltag. Jesus sagt übrigens nicht, dass die anderen Dinge unwichtig sind. Er sagt nur, dass sie nicht das Wichtigste sind und dass, wenn wir uns zuallererst mit dem Reich Gottes beschäftigen, dann all das andere, was wir auch brauchen und bedürfen, uns gegeben wird.
[3:53] Nun, dieses Thema vom Reich Gottes ist durchaus gar nicht so offensichtlich auf den ersten Blick, was sich dahinter verbirgt. Schauen wir mal in Markus Kapitel 4 und dort Vers 11. Markus Kapitel 4 und dort Vers 11. Jesus sagt hier zu seinen Jüngern, die ja viel Zeit mit ihm verbracht haben: Und er sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu erkennen. Denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zu teilen. Also hier sind mehrere wichtige Ideen drin enthalten, die wir verstehen müssen. Zunächst einmal ist das Geheimnis oder das Reich Gottes ein Geheimnis. Es ist nichts, was man so einfach nebenbei im Vorbeigehen schnell verstehen kann. Das Thema des Reiches Gottes ist ein Geheimnis. Aber hier kommt die gute Nachricht: Es ist ein Geheimnis, das man verstehen kann. Denn er sagt: Euch ist es gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu erkennen. Das Reich Gottes ist kein Mysterium, das niemand begreifen kann. Ja, es ist ein Geheimnis, aber ein Geheimnis, das man erkennen kann. Und es ist den Jüngern Jesu gegeben. Mit anderen Worten: Wenn wir viel Zeit mit Jesus verbringen, wenn wir seinen Auftrag ernst nehmen, dann kann Gott es uns schenken, die Natur und das Wesen seines Reiches zu verstehen. Und das sollte unser Ziel sein. Unser Ziel sollte es sein, dieses Geheimnis zu ergründen und zu begreifen.
[5:27] Und an dieser Stelle kommt der Lukas zum ersten Mal ins Spiel, der uns in Lukas Kapitel 17 und dort Vers 20 folgende wichtige Aussage überliefert. In Lukas 17 und dort Vers 20. Jesus war mal wieder in einem Gespräch mit den Pharisäern, die ja nun partout ihn nicht annehmen wollten. Und wir lesen hier in Lukas 17, Vers 20: Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme. Also halten wir fest: Die Idee des Reiches Gottes war den Pharisäern nicht unbekannt. Jesus kam nicht auf die Erde, um die Lehre vom Reich Gottes neu einzuführen. Die Menschen wussten, dass es ein Reich Gottes gibt und sie wussten, dass es kommen würde. Und die Pharisäer waren sogar darauf bedacht, dass es bald kommen würde. Sie fragten Jesus, wann es dann endlich kommen würde. Aber offensichtlich verstanden sie das Wesen, die Natur des Reiches Gottes nicht. Denn Jesus antwortete ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. Halten wir also fest: Selbst die Pharisäer, die Jesus später mit ans Kreuz brachten, wussten, dass es ein Reich Gottes gibt und wussten, dass es kommt. Und doch haben sie nicht von diesem Reich Gottes profitiert. Es reicht also nicht aus, von uns zu wissen, dass es ein Reich Gottes gibt oder dass alle Gleichnisse in den Evangelien mit den Worten: Das Reich Gottes ist, gleich beginnen. Es reicht nicht aus, zu wissen, dass es ein Reich Gottes mal geben wird in der Zukunft. All das wussten die Pharisäer und sind doch nicht errettet worden. Wir sollten die Aussage von Jesus sehr ernst nehmen, wenn er sagt: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. Das ist der Grund, warum es ein Geheimnis ist. Man kann nicht als unbekehrter Mensch einfach sagen: Das ist das Reich Gottes und das nicht. Wie erklärt man etwas, was ein Geheimnis ist und was nicht mit wissenschaftlichen, beobachtbaren Methoden definiert werden kann?
[7:34] Jesus selbst hatte durchaus seine Mühe, den Menschen überhaupt begreiflich zu machen, was sich hinter diesem Reich Gottes verbirgt. Lesen wir gemeinsam Markus Kapitel 4 und dort Vers 30. Es heißt hier in Markus 4, Vers 30: Und er sprach: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen oder durch was für ein Gleichnis sollen wir es euch darlegen? Es sieht fast so aus, als ob der Sohn Gottes mit Worten ringt, um den beschränkten Menschen mit ihrem beschränkten Verstand begreiflich zu machen, was das Reich Gottes eigentlich in seiner Essenz ist. Er sagt: Womit sollen wir es vergleichen? Und er hat viele verschiedene Vergleiche angestellt, um die verschiedenen Aspekte des Reiches Gottes deutlich zu machen. Jesus ringt nach Worten, um uns dieses so wichtige, so überlebenswichtige, für das ewige Leben notwendige Thema so verständlich zu machen, dass wir es begreifen können. Und man könnte vielleicht den Eindruck gewinnen, wenn selbst Jesus nach Worten ringt, um es verständlich zu machen, dass es nur die allerklügsten und intelligentesten Menschen auf diesem Planeten verstehen könnten. Aber interessanterweise sagt uns ausgerechnet das Lukas-Evangelium genau das Gegenteil. In Lukas Kapitel 18, da lesen wir in Vers 16 und 17.
[9:16] Lukas 18 und dort Vers 16 und 17. Aber Jesus rief sie – das sind die Kinder, die vorher von den Jüngern zurückgehalten worden sind – rief sie zu sich und sprach: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. Und er setzt noch einen drauf und sagt in Vers 17: Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird gar nicht hineinkommen. Also diese beiden Verse machen deutlich, dass es eben nicht auf einen hohen Intelligenzquotienten ankommt. Und wenn Jesus nach Worten gerungen hat, um den Menschen zu erklären, was das Reich Gottes ist, dann nicht, weil sie nicht klug genug waren, sondern vielleicht, weil sie zu klug waren, weil sie nicht mehr kindlich genug waren. Die Pharisäer mit ihrer brillanten Bibelkenntnis waren vom Reich Gottes doch recht weit entfernt. Die Kinder, die man nicht einmal für würdig erachtete, zu Jesus zu kommen, die waren schon auf dem richtigen Weg. Ja, das Reich Gottes ist ein Geheimnis, man kann es nicht beobachten. Jesus hat nach Worten gerungen, um es zu erklären, aber gleichzeitig sagt die Bibel, dass jeder, der es kindlich annimmt, hineinkommen wird. Es geht also weniger um das Wissen um das Reich Gottes, als vielmehr um die Einstellung. Wir werden gleich sehen, was das bedeutet.
[10:46] Nun, was ist dann das Reich Gottes? Wir wollen das auf zweierlei Arten beantworten. Zunächst einmal die biblische Definition geben und dann uns dem Thema von verschiedenen Perspektiven nähern und das große Panorama aufbauen, das sich hier hinter diesem Begriff Reich Gottes verbirgt. Zunächst einmal die Definition in Römer 14 und dort Vers 17.
[11:15] Römer 14 und dort Vers 17. Die Bibel sagt: Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Drei Dinge werden als das Reich Gottes hier bezeichnet: Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Wo diese drei Dinge – Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist – zusammenkommen, da ist das Reich Gottes. Und egal, ob wir das Richtige essen oder trinken, das allein kann uns noch nicht in das Reich Gottes versetzen. Es gibt viele Menschen, die alle Speisevorschriften und Getränkevorschriften der Bibel und der Inspiration beachten und trotzdem nicht im Reich Gottes sind. Es stimmt zwar, wir sollen Essen und Trinken zur Ehre Gottes, alles, was wir tun, soll zur Ehre Gottes geschehen, aber erst diese drei Dinge: Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist, sind die Kennzeichen des Reiches Gottes.
[12:14] Wir werden darauf zu sprechen kommen im Laufe der nächsten Minuten. Wie können wir uns das vorstellen, was sich hinter diesem Reich Gottes verbirgt? Die erste Beobachtung, die wir machen wollen, ist die, dass das Wort für Reich im neutestamentlichen Griechisch das Wort für Königreich ist. Es ist ein Königreich, das Gott hat, und manche Bibelübersetzungen geben das auch so wieder. Und zu einem König gehört ein Thron. Wir können die Offenbarung von diesem Thron lesen, der offensichtlich das Zentrum des Königreiches Gottes ist. Im Himmel, Offenbarung 4 und dort Vers 2 und 3. Johannes wird auf der Gefangeneninsel, auf der Gefängnisinsel Patmos, am Sabbat im Geist entrückt und er sieht dort im Himmel diese wunderbare Vision.
[13:16] Offenbarung 4 und dort ab Vers 2. Und sogleich war ich im Geist und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer. Und der darauf saß, war in seinem Aussehen einem Jaspis und einem Sardes-Stein gleich. Und eine Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd. Hier haben wir den Thron Gottes im Himmel. Die ganzen beiden Kapitel haben das Wort Thron zum absoluten Zentrum. Kaum ein anderes Wort kommt so oft vor in diesem ganzen Kontext hier, wie das Wort Thron. Noch bevor Johannes den auf dem Thron sieht, sieht er den Thron. Das allererste, was er sieht, das aller entscheidendste ist der Thron. Alles andere in dieser himmlischen Anbetungsszene dreht sich um den Thron. Und dieser Thron ist umgeben vom Regenbogen. Und jeder, der sich ein bisschen mit der Bibel auskennt, weiß, der Regenbogen ist voller Bedeutung. Der Regenbogen wurde eingeführt nach der Sintflut als ein Zeichen des Bundes, den Gott nicht nur mit der Menschheit, sondern mit der ganzen Schöpfung schloss. Ein Zeichen, das Gerechtigkeit und Gnade miteinander verbunden hat. Woher wissen wir das? Wir wissen, dass der Regenbogen dann erscheint, wenn Regen und Sonne gleichzeitig da sind. In der Sintflutgeschichte war der Regen ein Symbol für die Gerechtigkeit, für das gerechte Gericht Gottes. Gleichzeitig ist die Sonne in der Bibel ein Symbol für die erlösende Liebe, die Sonne der Gerechtigkeit, die erlösende Liebe Gottes. Und beides zusammen, die Gerechtigkeit und die Gnade Gottes, ergeben diese Idee eines Bundes. Und der Thron im Himmel hat nicht nur ein paar Regenbogenfarben an einer Seite, der gesamte Thron ist umgeben von einem Regenbogen, um auszudrücken, dass Gottes Herrschaft im Ganzen total von dieser Idee des Bundes mit der Schöpfung charakterisiert ist. Es gibt keinen Teil der Regierung Gottes, des Reiches Gottes, der nicht erfasst ist von dieser Idee eines Bundes mit der Schöpfung. Wenn wir von dem Reich Gottes reden, dann reden wir immer davon, dass Gott einen Bund machen möchte, sich verbinden möchte mit denen, die er geschaffen hat.
[15:46] Sprüche 16 und dort Vers 12. Sprüche 16 und dort Vers 12. Die Bibel sagt: Freveltaten sind den Königen ein Gräuel. Jetzt kommt der entscheidende Satz: Denn durch Gerechtigkeit wird ein Thron befestigt. Hier ist ein fundamentales Prinzip enthalten. Jeder Thron, weder im Himmel noch auf der Erde, jeder Thron erhält seine Stabilität, seine Konstanz und Dauerhaftigkeit durch Gerechtigkeit. Ungerechtigkeit wird immer dazu führen, dass das Reich, der Thron irgendwann zugrunde geht. Wenn also Gott ein ewiges Reich haben möchte, und wir wissen aus Daniel 2 und anderen Stellen, dass das Reich Gottes ewig ist. Wenn es also ein ewiges Reich Gottes auf immer geben soll, dann gibt es für Gott nur eine Möglichkeit: Sein Reich muss sich auf Gerechtigkeit gründen. Er kann nicht ein anderes Fundament annehmen. Gottes Reich basiert auf seiner Gerechtigkeit. Nur dadurch wird der Thron fest oder bleibt er fest vor allen Angriffen. Gerechtigkeit ist offensichtlich dann die Grundlage, das Fundament des Reiches Gottes. Und deswegen sagt der Paulus, dass das Reich Gottes nicht aus Essen und Trinken besteht, sondern aus Gerechtigkeit und aus Frieden und aus Freude im Heiligen Geist.
[17:37] Gehen wir zu Psalm 89 und dort Vers 15. Psalm 89 und dort Vers 15. Hier haben wir eine ganz ähnliche Idee, die hier beschrieben wird.
[17:52] Psalm 89, Vers 15. Recht und Gerechtigkeit sind die Grundfesten deines Thrones. Gnade und Wahrheit gehen vor deinem Angesicht her. Nun, zunächst einmal sehen wir hier dieselbe Idee wie auch schon in Sprüche 16, dass nämlich die Grundfesten, das Fundament des Thrones Gottes Recht und Gerechtigkeit sind. Aber darüber hinaus sehen wir hier auch noch zwei andere Begriffe: Gnade und Wahrheit, die hier hineingeblendet werden, ganz im Sinne des Bundes. Und Gnade und Wahrheit sind Begriffe, die wir auch aus dem Neuen Testament kennen. Wir wissen aus Johannes 1, Vers 14, wo es heißt: Das Wort wurde Fleisch und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Jesus Christus zeigte mit seinem Leben die göttlichen Eigenschaften Gnade und Wahrheit. Gnade und Wahrheit sind die Eigenschaften Gottes, die hier mit dem Recht und der Gerechtigkeit zusammengehen. Das Reich Gottes ist also diese Verbindung von Gottes Gerechtigkeit und seiner Gnade, seiner Wahrheit. All das ist die Grundlage der Regierung Gottes.
[19:08] Und so wie der Thron im Alten Testament, der Thron Gottes im Allerheiligsten an der Bundeslade war, in deren Zentrum sich die Zehn Gebote befanden, so sind die Zehn Gebote tatsächlich Ausdruck des Fundamentes des Reiches Gottes. Schauen wir mal in Römer 13 und dort Vers 10. Sehr wichtige Stelle.
[19:34] Römer 13 und dort Vers 10, da wird gesagt, nach Behandlung der Zehn Gebote, Vers 10: Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. Gottes Gesetz beschreibt seine Liebe. Gottes Reich basiert auf seinem Gesetz, auf seiner Liebe, auf seinem Fundament. Und dieser Thron, so sagt uns die Bibel, soll ewig sein. Wir wissen aus 2. Mose 25, dass dort die Bundeslade die Zehn Gebote enthielt. Das war der Thron Gottes. Das Reich Gottes basiert also auf seinem Gesetz. Es gibt kein Reich Gottes ohne die Zehn Gebote. Heute wird interessanterweise viel über das Reich Gottes gesprochen. Viele Christen sprechen über das Reich Gottes und was es angeblich alles beinhaltet, lassen aber die Zehn Gebote außen vor und halten sie sogar für abgeschafft oder für verändert oder für unwichtig, während die Bibel uns sagt, dass es die Zehn Gebote sind, dass es das Recht Gottes ist, das die Grundfeste seines Thrones, seines Reiches ausmacht. Dort, wo die Zehn Gebote verändert, abgeschafft oder unwichtig erklärt werden, dort ist nicht das Reich Gottes. Das muss sehr deutlich und liebevoll gesagt sein.
[20:50] Schauen wir gemeinsam in Psalm 45 und dort Vers 7. Psalm 45 und dort Vers 7. Die Bibel sagt: Dein Thron, o Gott, bleibt immer und ewig.
[21:20] Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Hier sehen wir auch die Verbindung von Thron und Reich. Das ist keine Verbindung, die wir uns ausgedacht haben, sondern die Bibel identifiziert das Reich Gottes mit dem Thron Gottes. Und die Grundlage des Reiches Gottes ist offensichtlich das Zepter des Rechts. Das Zepter ist der Herrschergegenstand, das Utensil des Königs. Interessanterweise wird dieser Vers, Psalm 45 Vers 7, im Neuen Testament aufgegriffen und von Paulus zitiert. Und wir können uns das anschauen in Hebräer Kapitel 1 und dort Vers 8.
[21:53] Hebräer 1, Vers 8. Dort spricht Paulus über Jesus Christus und zitiert dann diesen Vers und sagt, dass Gott, der Vater, aber von dem Sohn – sagt hier Vers 8 – aber von dem Sohn: Dein Thron, o Gott, wird von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Hier spricht also, oder hier spricht es also von Jesus in Psalm 45, wenn es heißt: Dein Thron, o Gott, wird von Ewigkeit zu Ewigkeit. Als Jesus auf die Welt kam, um über das Reich Gottes zu predigen, da predigt er über sein eigenes Reich, das gegründet ist auf der unveränderlichen Natur der zehn Gebote.
[22:59] Also, was ist Gottes Reich? Gottes Reich ist charakterisiert durch die zehn Gebote, durch seine Gerechtigkeit, durch seine Liebe, durch seine Gnade, durch den Bund. All das, was wir als neuen Bund bezeichnen würden nach Hebräer 8, das sind die Kennzeichen des Reiches Gottes.
[23:18] Interessant ist es, dass das Reich Gottes allerdings kein absolutistischer Staat ist, in dem nur einer etwas zu sagen hat. Interessanterweise sagt uns die Bibel, dass Gott in seinem Königreich Herrschaft teilt und abgibt. Schauen wir mal in Offenbarung Kapitel 4, dort, wo wir vorhin den Thron Gottes entdeckt haben.
[23:41] In Offenbarung Kapitel 4 und dort Vers 4 heißt es: Und rings um den Thron waren 24 Throne. Es gibt also den einen Thron, der im Zentrum ist, aber es ist nicht der einzige Thron. Es ist keine Diktatur, in der ein Thron ist und sonst nur Sklaven umher. Nein, ein Thron und um den Thron waren 24 Throne und auf den Thronen sah ich 24 Älteste sitzen, die mit weißen Kleidern bekleidet waren und auf ihren Häuptern goldene Kronen hatten. Nun, goldene Kronen, das versteht man in so gut wie jeder Kultur. Goldene Kronen sind ein Zeichen von Königsherrschaft. Und dabei ist es an dieser Stelle relativ irrelevant, wer die 24 Ältesten sind. Es gibt ja verschiedene Theorien darüber. Entscheidend ist, dass Gott teilweise von seiner Königsherrschaft abgibt. Um ganz sicher zu sein, die 24 Ältesten haben nicht dieselbe Autorität, nicht dieselbe Macht und Kraft wie der, der auf dem zentralen Thron sitzt, aber doch haben sie auch Macht, doch haben sie auch eine Krone, sie sitzen auch auf einem Thron. Gott behält nicht alle Macht für sich alleine, er gibt ab.
[24:53] Ähnliches sehen wir auch in der Schöpfung der Welt. In 1. Mose 1 wird uns berichtet, wie Gott die Welt in sechs Tagen geschaffen hat, wie er durch sein Wort Himmel, Erde und alles, was in ihm ist, ins Dasein gerufen hat. Und dann in Vers 26 lesen wir folgendes.
[25:20] 1. Mose 1, Vers 26. Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich. Und jetzt Achtung: Die sollen herrschen über die Fische im Meer, über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild. Im Bild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Vers 28. Und Gott segnete sie. Und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan. Und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde. Gleich zweimal in diesen drei Versen wird deutlich, dass eine Aufgabe des Menschen, eine Hauptaufgabe des Menschen darin bestand, die Herrschaft über die Tiere auszuüben. Diese Herrschaft bekam der Mensch von Gott, der sie naturgemäß hatte. Denn nicht der Mensch hatte Vögel und Fische und Landtiere geschaffen. Gott hatte das getan. Aber Gott, der das Recht hatte, über diese Tiere zu herrschen, gab von seiner Herrschaft ab. Er hat sie delegiert. Damit wurde Adam eigentlich, genau genommen, zu einer Art Vizekönig. Ein Mitherrscher, ein Teilherrscher, so wie die 24 Ältesten auch nicht die Herrscher des Universums sind, aber Mitherrscher, Teilherrscher. Und in diesem Sinne dürfen wir alle durch die Erlösung Jesu Christi Könige und Priester sein. Durch das Blut, das er von uns vergossen hat.
[26:51] Es handelt sich hier um eine abgeleitete Herrschaft, weil es ein abgeleitetes Leben ist. Aber wichtig ist, dass, wenn es eine abgeleitete Herrschaft ist, dann muss diese abgeleitete Herrschaft nach denselben Prinzipien funktionieren, wie die ursprüngliche Herrschaft, die Gott selbst innehat. Heißt also: Wer König ist, der muss auch wie ein König leben. Und wer von der Königsherrschaft Gottes etwas abbekommt, der muss nach den Prinzipien der Königsherrschaft Gottes leben. Wer auf einem Thron sitzt, wie es in Offenbarung 3, Vers 21 heißt, dass wer überwindet, den will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt hat, der muss auch nach den Prinzipien leben, die das Fundament dieses Thrones sind: das Gesetz Gottes, die Gerechtigkeit.
[27:44] Und es scheint so, dass diese ganze Thematik uns einen Schlüssel liefert für das Verständnis des großen Kampfes zwischen Licht und Finsternis. Schauen wir mal Jesaja 14 an, eine ganz bekannte Stelle, die wir oft gehört haben, intensiv studiert haben. Ich möchte euch hier etwas zeigen, das eventuell wir übersehen haben könnten.
[28:10] Jesaja 14 und dort Vers 12 bis 14. Jesaja 14 und dort Vers 12 bis 14, bekannte Passage. Es heißt dort:
[28:27] Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Also hier handelt es sich um jenen Engel, der auch in Ezechiel 28 beschrieben wird und Offenbarung 12, Vers 7, der als Luzifer die Rebellion gegen Gott anzettelte und dann aus dem Himmel geworfen wurde, wie uns Offenbarung 12, Vers 8 mitteilt. Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte, wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen. Jetzt Achtung: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen. Oftmals konzentrieren wir uns darauf, und das ist natürlich die Kernidee, dass der Luzifer hier dieses Ich-Problem hatte, dass er sich hinauf wollte und Gott gleich werden wollte. Aber vielleicht haben wir übersehen, und es lohnt sich hier, das festzuhalten, dass er bereits einen Thron hatte. Er hatte bereits Herrschaft, er hatte bereits von Gott Herrschaft verliehen bekommen. Das Problem war nicht, dass Luzifer einen Thron wollte. Das Problem war, dass Luzifer mit seinem Thron nicht zufrieden war. Er war bereits Mitkönig und er wollte der alleinige Diktator werden. Er wollte Unabhängigkeit vom Gesetz Gottes. Er wollte König sein, aber nicht nach den Prinzipien, die die Königsherrschaft Gottes ausmachen. König ohne Gesetz, das war sein Ziel. Aber wir alle wissen aus jüngster und weiter zurückliegender Vergangenheit, dass eine Gesellschaft niemals sicher ist, wenn der Führer der Gesellschaft die Gesetze nicht achtet. Gott wusste, dass ein Thron nur Bestand haben kann durch Gerechtigkeit. Und die ungerechten Dinge, die der Luzifer plante, seinem Herzen hegte und dann auch umsetzte, die konnten mit dem Reich Gottes nicht übereinstimmen. Es ist nicht kurios, dass heute so viele Menschen für sich in Anspruch nehmen, im Reich Gottes zu leben und König und Priester zu sein und gleichzeitig das Gesetz Gottes mit Füßen treten und damit die Rebellion des Luzifer wiederholen. Er hatte einen Thron, aber wollte kein Gesetz.
[31:01] Und so lesen wir in Offenbarung 12 Vers 7, dass er gegen die Regierung Gottes einen Krieg begann.
[31:11] Offenbarung 12 Vers 7. Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften. Wir wissen, das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Solange alle, inklusive Luzifer, nach den Prinzipien des Reiches Gottes lebten und herrschten, solange gab es Frieden. In dem Moment, als jemand, in dem Fall Luzifer, sich von dem Reich Gottes, von dem Gesetz Gottes entfernte, war es um den Frieden, um das Reich Gottes geschehen. Es war bekämpft nun. Der Kampf und der Konflikt, die Polemik begann ihren unheilvollen Lauf.
[32:00] Und wir wissen, dass all das auch auf die Menschheit übertragen worden ist. Wir wissen, wie Adam und Eva durch die Verführung Satans Teil wurden dieser antigöttlichen Rebellion. Aber die gute Nachricht ist: In 1. Mose 3, Vers 15, dass Gott nach einem Plan Ausschau gehalten hatte und ihn gefunden hatte, seit Ewigkeiten schon, und dann auch umsetzen wollte, wie Menschen wieder vom Reich Satans in das Reich Gottes zurückversetzt werden könnten.
[32:36] 1. Mose 3, Vers 15. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen. Gott sagt dem Satan, dass die Menschen, die der Satan für sein Eigentum zählt, für die, die Mitglieder seines Reiches sind, dass die wieder zu seinen Feinden werden könnten, also zu Feinden des Feindes sozusagen. Und dadurch wieder Freunde Gottes, wieder in das Reich Gottes zurückversetzt werden. Und diese allererste Ankündigung, dass es mit diesem Sündenfall nicht das Ende der Menschheit war, dass es einen Hoffnungsschimmer gab, diese Ankündigung war wie der erste Same, der in das Herz der Menschheit wieder hineingesät worden ist nach dem Sündenfall. Ein erster Same, ein erstes Samenkorn, das ganz klein war, aber bereits all das enthielt, was zum Leben notwendig ist, so wie ein Samenkorn, das alles enthält, was für die Pflanze notwendig ist, enthielt diese erste Verheißung, das ganze Evangelium bereits im Nukleus.
[33:50] Und Markus 4, Vers 26 erklärt die ganze Dynamik des Reiches Gottes, wie es sich dann entfaltet auf diese Erde. Eines der Schlüsselgleichnisse Jesu für so viele Themen in der Bibel.
[34:03] Markus 4, Vers 26. Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Vers 28: Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er so gleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da. Jesus macht deutlich, dass das Reich Gottes wachsen muss. Gott konnte nicht einfach nach dem Sündenfall das Reich Gottes komplett über Nacht wiederherstellen. Es war, da das Reich Gottes ein Gedanke ist, nämlich Liebe, selbstaufopfernde Liebe, musste dieser Gedanke gepflanzt werden. Und dort im Garten Eden, durch die Worte Jesu und durch das Opfer, das gebracht wurde, des Tieres, wurden die ersten Samen gepflanzt, die den Menschen etwas von selbstaufopfernder Liebe beibrachten. Und über all die Jahrhunderte und Jahrtausende weg ist dieser Gedanke der selbstaufopfernden Liebe, der das Fundament der Regierung Gottes darstellt, gewachsen und gewachsen und gewachsen. Dieses Reich braucht Zeit, um sich zu entwickeln.
[35:23] Dieses Reich ist nicht ein Reich mit weltlichen Grenzen und mit weltlichen Armeen, die es beschützen. Es ist ein geistliches Reich, nämlich Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Diese drei Dinge müssen wachsen, sie müssen sich entfalten. Und deswegen sagt Jesus im berühmten Vaterunser in Lukas Kapitel 11, dass wir darum bitten sollen, dass das Reich Gottes kommt.
[35:51] In Lukas 11 und dort Vers 2. Lukas 11 und dort Vers 2. Da sprach er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Das Reich Gottes besteht also darin, dass der Wille Gottes geschieht. Und zwar nicht nur im Himmel, sondern auch auf der Erde. Und das braucht Zeit. Denn Gott reißt die Sünde nicht sofort heraus, sondern er möchte, dass die Sünde als Sünde bis ins letzte Detail erkannt wird. Ein langwieriger, aber sicherer Prozess, der das Universum für alle Zeiten sicher machen wird. Und so beten wir: Dein Reich komme. Gerechtigkeit komme, Friede komme und Freude im Heiligen Geist. Die selbstaufopfernde Liebe, verbunden mit den gerechten Prinzipien des Gesetzes Gottes, Gnade und Wahrheit. Das ist, was das Reich Gottes ist.
[36:59] Schon im Alten Testament hat Gott immer wieder die Menschen darauf hingewiesen, dass dieses Königreich kommen würde. In 2. Samuel Kapitel 7 finden wir die Geschichte von David, der sich wünschte, einen Tempel für Gott bauen zu dürfen. Und ihr kennt wahrscheinlich die Geschichte. Gott hat ihm gesagt: Tu das nicht, dein Sohn Salomo soll es tun. Aber uns kommt es hier auf die Verse 26 bis 28 an. Verzeihung, 12 bis 16. 12 bis 16. Dort heißt es hier durch den Propheten Nathan: Wenn deine Tage erfüllt sind und du bei deinen Vätern liegst, so will ich deinen Samen nach dir wecken, der aus deinem Leib kommen wird, und ich werde sein Königtum befestigen. Das war der Grund, warum die Juden so lange auf den Sohn Davids warteten. Es heißt über ihn: Der wird meinem Namen ein Haus bauen und ich werde den Thron seines Königreichs auf ewig befestigen. Nun, die Frage ist, ist damit die Dynastie Davids gemeint, die durch Salomo und dann Rehabiam weitergeführt worden ist? Die Antwort ist offensichtlich nein, denn dieses Königreich besteht nicht mehr. Es besteht schon lange nicht mehr. Schon in ältesten Zeiten ist es unterbrochen worden durch das babylonische Exil und durch so manche andere Katastrophe, die über das jüdische Volk gekommen ist. Aber Gott verheißt dir ein ewiges, ein ewiges Königtum, das befestigt werden wird durch den Samen Davids.
[38:36] Vers 14: Ich will sein Vater sein und er soll mein Sohn sein. Wenn er eine Missetat begeht, will ich ihn mit Menschenruten züchtigen und mit schlagenden Menschenkinder. Vers 15: Aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul weichen ließ, den ich von dir beseitigt habe, vor dir beseitigt habe. Vers 16: Sondern dein Haus und dein Königreich sollen ewig Bestand haben vor deinem Angesicht. Dein Thron soll auf ewig feststehen. Und damit, genauso wie bei Abraham, dem verheißen worden ist, dass in seinem Samen alle Völker gesegnet worden werden sollten, hat Gott eine geistliche Vorhersage gemacht. So wie Abrahams Nachkommen geistliche Nachkommen sind, primär, und deswegen der Paulus sagen kann: Nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, sondern der, der innerlich beschnitten ist. Genauso ist auch dieses Königreich Davids kein buchstäbliches Königreich irgendwo in Palästina, sondern das geistliche Königreich. David übrigens heißt übersetzt Liebe. Ein nicht unwichtiges Detail: Das Königreich der Liebe, das Königreich des Gesetzes Gottes. Deswegen ist Jesus der Sohn Gottes und der Sohn Davids.
[39:53] Schauen wir gemeinsam zu Lukas 1, Vers 32 und 33. Als der Engel Gabriel vom Himmel herabkommt, um der Maria die Geburt Jesu Christi anzukündigen, lesen wir ab Vers 31: Lukas 1, Vers 31. Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Und jetzt heißt es in Vers 32: Achtung, gut aufpassen: Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird regieren über das Haus Jakob, seine Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. Ja, es stimmt, Jesus war sogar nach dem Fleisch buchstäblich ein Nachkomme Davids, aber er hat nie auf einem buchstäblichen irdischen Thron in Palästina regiert, und er wird es auch nie tun. Das Reich Gottes ist ein geistliches Reich. Und das Reich Davids war eigentlich ein geistliches Reich, so wie das Volk Israel schon im Alten Testament eigentlich ein geistliches Volk war, wie Jesus ganz deutlich ihnen sagt, als er sagt: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, würdet ihr die Werke Abrahams tun.
[41:13] Der Thron des Vaters David. Jesus regiert über das Haus Jakob. Ein anderer Name für das Haus Jakob ist das Haus Israel, denn Jakob und Israel sind ja Synonyme. Jesus ist der König von Israel, was im Umkehrschluss bedeutet, dass Israel diejenigen sind, die das Reich Gottes anerkennen. Alle im Reich Gottes sind Israeliten. Deswegen hatte Gott dem buchstäblichen Volk Israel am Berg Sinai gesagt: Ihr solltet mir ein Königreich von Priestern sein. Aber in Matthäus 22 – das ist nicht im Sendemanuskript enthalten, wir schauen trotzdem hin – in Matthäus 21, Vers 43, sagte Jesus, musste Jesus den Juden seiner Generation sagen:
[42:02] Matthäus 21, darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben, das dessen Früchte bringt. Jesus hatte den Samen des Reiches Gottes in das Volk Israel hineingelegt, aber es brachte keine Früchte. Der Same ging nicht auf. Das Reich Gottes – Friede, Gerechtigkeit und Freude im Heiligen Geist – zeigten sich größtenteils nicht im buchstäblichen Israel. Und Jesus sagt: Das Reich Gottes wird von euch genommen. Es wird woanders hineingepflanzt werden und dort wird es Früchte tragen.
[42:34] Petrus sagt uns in 1. Petrus 2 und dort Vers 9.
[42:43] 1. Petrus 2 und dort Vers 9. Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden, die Charaktereigenschaften, die Gerechtigkeit, die Gnade, die Wahrheit dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht. Israel bezeichnet diejenigen, die im Reich Gottes leben. Und diese selbstaufopfernde Liebe ist das Kennzeichen des wahren Israels.
[43:22] Gehen wir gemeinsam zu Lukas 18. In Lukas 18 finden wir die Geschichte, die tragische Geschichte, die zu Herzen gehende Geschichte eines Obersten, der reich war.
[43:39] Lukas 18, Vers 18 heißt es: Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Da sprach Jesus zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. Er fragte: Also verstehst du, dass ich Gott bin? Und dann sagt er eine Antwort, die so manchem nicht schmecken will, der sich künstlich das Alte und das Neue Testament trennt. Jesus sagt ihm: Du kennst die Gebote. Du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis reden, du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Als Antwort auf die Frage: Was muss ich tun, um ewiges Leben zu erben?
[44:18] Vers 21: Aber sprach: Das alles habe ich gehalten von meiner Jugend an. Vers 22: Als Jesus dies hörte, sprach er zu ihm: Eins fehlt dir noch. Verkaufe alles, was du hast, verteile es an die Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben und komm, folge mir nach. Dieser junge Mann war interessiert am ewigen Leben, er kannte den Weg, er rannte zu Jesus. Markus erzählt uns, er kniete vor ihm. Er war wirklich interessiert daran, das ewige Leben zu bekommen, aber als Jesus ihn bat, ein Opfer zu bringen, ein echtes Opfer für andere, da zeigte sich, dass er zwar die zehn Gebote auswendig kannte und sie nach seinem eigenen Maßstab vielleicht auch hielt, er aber nicht bereit war, selbst aufopfernd andere zu lieben und damit fehlte ihm die grundlegende Charakteristik des Reiches Gottes.
[45:23] Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass es einen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ein ewiges Leben haben. Das Reich Gottes besteht darin, dass Gott selbst aufopfernd liebt, und diese Liebe wird beschrieben in seinem Gesetz.
[45:41] Vers 23: Als er aber dies hörte, wurde er ganz traurig, denn er war sehr reich. Und dann heißt es in Vers 24: Als aber Jesus ihn so sah, dass er ganz traurig geworden war, sprach er: Wie schwer werden die Reichen ins Reich Gottes hineinkommen? Nicht, weil zu viel Reichtum per se böse ist, sondern weil jemand, der sehr reich ist, in einer extrem großen Gefahr ist, die selbstaufopfernde Liebe zu vernachlässigen. Denn wenn man selbst aufopfernd liebt, dann wird man wohl nicht auf lange Zeit reich bleiben, es sei denn, Gott segnet immer wieder und immer wieder und immer wieder und immer wieder. Das Problem ist nicht die Menge an Geld, das Problem ist, dass Reichtum in fast allen Fällen selbstaufopfernde Liebe abtötet. Und das hat Jesus mit dieser Geschichte offen gelegt. Das Problem ist nicht das Geld, das Problem ist der Charakter. Das Reich Gottes besteht darin, für andere da zu sein. Und wenn es einen selbst das Leben kostet, so wie Jesus es vorgemacht hat. Denn Gott hält sich an seine eigenen Regeln. Gott beschreibt ja in seinem Gesetz nur so, wie er ist, wie er dann am Kreuz von Golgatha gezeigt hat, wie er wirklich ist.
[47:23] Und diese Botschaft vom Reich Gottes muss in die ganze Welt. In Lukas 9 und dort ab Vers 59. Da finden wir die Geschichte von Menschen, die Jesus gerne nachfolgen wollten, die Interesse an ihm hatten, die gern für ihn arbeiten wollten, die aber offensichtlich nicht die Dringlichkeit und die Notwendigkeit einer völligen Hingabe verstanden haben.
[47:50] Lukas 9 Vers 59. Er sagte aber zu einem anderen: Folge mir nach. Der sprach: Herr, erlaube mir zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. Vers 60. Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben. Du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes. Vers 61. Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen, zuvor aber erlaube mir von denen, die in meinem Haus sind, Abschied zu nehmen. Hier haben wir Menschen, die sowohl von Jesus angesprochen worden sind, als auch Menschen, die selbst die Initiative ergriffen haben, Jesus nachfolgen wollen, aber in beiden Fällen erst einmal Zeit verstreichen lassen wollen. Für sie ist es nicht die oberste Priorität. Sie wollen erst noch warten, bis der Vater stirbt oder ja, noch einmal ein paar Sicherheiten für sich in Anspruch nehmen. Und Jesus sagt auch hier in Vers 62.
[48:27] Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes. Das Reich Gottes braucht bestimmte Arbeiter. Menschen, die wirklich von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt sich einsetzen für die Gerechtigkeit, für die Gnade und die Wahrheit Gottes. Das Reich Gottes, wie wir am Anfang gesagt haben, muss oberste Priorität sein. Das Reich Gottes ist kein Nebenthema, nicht etwas, was einfach uns nebenbei auch noch beschäftigt. Und zu viele Christen unserer Zeit, zu oft, können wir uns alle damit hineinnehmen, dass das Reich Gottes einen Teil unseres Lebens ausmacht. Lasst uns nicht zurückblicken, lasst uns nach vorne blicken und das Reich Gottes im Visier haben.
[49:29] Bevor wir schließen, möchte ich euch noch eine interessante Stelle zeigen. In Lukas und dort Vers 23. Wir studieren den Lukas, und der Lukas hat eine Geschichte, die in keinem anderen Evangelium vorkommt. Eine Geschichte, die uns etwas über das Wesen des Reiches Gottes illustriert.
[50:03] In Lukas 23 finden wir die Kreuzigung und während dieser Kreuzigung sind dort neben Jesus zwei andere Verbrecher. Seht in Vers 39. Einer der gehängten Übeltäter aber lästerte ihn und sprach: Bist du der Christus? So rette dich selbst und uns. Dieser Mann sprach eigentlich sehr wichtige Worte. Er erkannte zumindest die Möglichkeit, dass Jesus der Christus sein könnte und dann sagte diese wichtigen Worte: Rette uns. Das Problem war, er hatte eine falsche Rettung im Sinn. Seine Rettung, die er vorhatte, die er anstrebte, war eine Rettung vom Kreuz runter. Er wollte vom Kreuz befreit werden, nicht von der Sünde. Und das reflektiert die falsche Vorstellung der Juden, die unter dem Messias, unter dem Reich Gottes, einen kommenden König sahen, der die Römer vertreibt. Für sie war Christus ein kommender König, der in Palästina auf einem buchstäblichen Thron sitzt und mit übernatürlicher Macht die Besatzer aus dem Land vertreibt. Sie wollten ein buchstäbliches Reich zum Anfassen, das mit Gewalt die Feinde vertreibt. Und deswegen sagt dieser Mann: Wenn du der Christus bist, dann zeig es doch, rette dich und rette uns. Es war fast wahr, denn Christus war gekommen, um ihn zu retten, aber nicht vom Kreuz, sondern von der Sünde.
[51:54] Der Tscheche auf der anderen Seite, der hat das begriffen. Er sagt im Vers 40: Der andere aber antwortete, tadelte ihn und sprach: Fürchtest du auch Gott nicht, da du doch in dem gleichen Gericht bist? Und wir gerechterweise, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind, dieser aber hat nichts Unreines getan. Und dann Achtung: Und er sprach zu Jesus: Herr, gedenke an mich, wenn du in deine Königsherrschaft kommst.
[52:29] Beide sprachen von Herrschaft. Der eine nannte ihn Christus, der andere spricht von der Königsherrschaft. Doch nur der zweite versteht die Natur des Reiches Gottes. Er wusste, dass Jesus mit diesem Kreuzestod den Preis bezahlt, den Samen hineinpflanzt. Denn so wie der Same in den Erdboden fallen muss und sterben muss, damit Leben entsteht, so musste Jesus in die Erde fallen, er musste sterben, um Leben zu ermöglichen. Sein Reich begann hier auf Golgatha und seit Jahrhunderten wächst es und wächst es und wächst es, bis er in Macht und Herrlichkeit wiederkommen wird, um die Sünde, um dann nach tausend Jahren die Sünde zu vertilgen und zu vernichten und das Reich Gottes hier auf Erden erneut aufzurichten.
[53:30] Herr, gedenke an mich, wenn du in deine Königsherrschaft kommst. Wenn du in deine Königsherrschaft kommst. Herr, das waren seine Worte. Er wusste, dass Jesu Königreich nicht von dieser Welt ist. Die Frage ist, welcher Verbrecher ist ein Repräsentant von dir? Erwartest du von Jesus Befreiung von den irdischen Plagen dieses Lebens oder Befreiung von der Sünde? Ist Jesus für dich ein König, der die Probleme lösen soll, oder der geistliche König, der dein Leben verändert? Wir alle haben gesündigt, wir alle sind Verbrecher, wir alle haben es verdient, dort am Kreuz zu hängen, und Jesus hängt mit uns, obwohl er es nicht verdient hat. Er identifiziert sich mit uns, er schließt einen Bund mit uns. Und manche werden das ablehnen, sie werden es missinterpretieren, sie werden sein Königreich falsch verstehen und deswegen das ewige Leben verpassen, weil sie die selbstaufopfernde Liebe Gottes nicht im Kreuz erkennen. Und andere werden sehen, was es wirklich bedeutet. Ihr Leben ist übergeben, und Jesus kann ihnen dann sagen: Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.
[55:05] Wie ist es mit dir, lieber Freund, liebe Freundin? Darf Jesus Christus dein König sein? Möchtest du im Reich Gottes leben? Möchtest du Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist Tag für Tag erleben? Dann entscheide dich, jeden Tag Jesus dein Herz zu geben, ihn hineinzulassen in dein Leben, damit er regieren kann. Und er wird dich zum Mitkönig machen, zum König und Priester, und das ist die große Verheißung, die wir haben. Gott segne deine Entscheidung. Nächste Woche wollen wir weiter studieren, weitere Aspekte des Lukas-Evangeliums uns betrachten. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.