Veröffentlicht am
1.971 Klicks

In dieser Predigt analysiert Christopher Kramp den Lobgesang des Zacharias aus Lukas 1, Verse 67-79. Er beleuchtet die prophetische Bedeutung von Zacharias‘ Worten, die Erlösung durch Jesus Christus und die Rolle der Prophetie im christlichen Glauben. Kramp erklärt, wie das Horn des Heils, die Heimsuchung Gottes und die Erfüllung alter Prophezeiungen auf unsere Zeit hinweisen und wie wichtig es ist, die Botschaft des Evangeliums zu verstehen und weiterzugeben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[5:50] Der Geist des Herrn ist auf mir, ja, aber da sagt er, und er war natürlich ein Prophet ohne Frage, das stimmt schon, ihr kennt den Vers ganz bestimmt.

[5:59] Ich meine eigentlich ein Vers, der gar nicht so sehr in einer Geschichte ist, sondern in einem Brief im Neuen Testament, ganz bekannte Stelle. Schlagt mal mit mir auf, lasst mal euren Finger hier drinnen, 2. Petrus 1, Vers 21. Ich bin mir sicher, dass ihr diese Stelle gut kennt. Wenn ihr sie lest, werdet ihr sagen: Ach ja, 2. Petrus 1. Wir lesen ab Vers 19: Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. Merkt euch das, wir werden ganz am Ende darauf zurückkommen, dass die Prophetie zu dem Morgenstern führt. Ja, wenn die Prophetie studiert wird, geht der Morgenstern im Herzen auf. Und dann heißt es in Vers 20: Dabei solltet ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist, denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet. Ja, und hier haben wir Zacharias. Es heißt, er wurde vom Heiligen Geist erfüllt und er weissagte. Ja, also ein Paradebeispiel für diesen berühmten Vers. Übrigens, wenn man sich das anschaut im Lukas-Evangelium, Zacharias vom Heiligen Geist erfüllt, Maria vom Heiligen Geist erfüllt, Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt, Johannes der Täufer vom Heiligen Geist erfüllt, und sie weissagen, ja, mit Worten und mit Gesten, dann stellt man fest, das ganze Evangelium basiert auf der Prophetie. Ja, manchmal hat man nicht unbedingt gleich die Idee, dass wenn man von Evangelium redet, dass man von Prophetie spricht. Ja, aber diese ganze Evangeliumsgeschichte hat als Fundament Prophezeiungen, die gegeben worden sind.

[8:17] Jetzt schauen wir uns mal an, was er da so im Einzelnen sagt, der Zacharias. Lukas 1, und dort Vers 68, da wollen wir mal anfangen. Lukas 1, Vers 68. Es heißt: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, denn er hat sein Volk, wie heißt es weiter? Angesehen. Genau. Hat jemand noch eine andere Übersetzung von "angesehen"? Besucht. Ja, das gefällt mir noch ein bisschen, noch schöner. Ja, also das eine sagt, man kann das Wort übersetzen mit "ansehen", mit "hingucken", aber "besuchen" hat noch diese Idee von, ich komme dir, ich komme persönlich vorbei. Ja, er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet. Dahinter steckt diese Idee von der Heimsuchung. Genau. Lukas 1, Vers 68, diese Idee von der Heimsuchung. Im deutschen Sprachgebrauch ist Heimsuchung etwas sehr Negatives, oder? Aber in der Bibel nicht unbedingt. Der Josef sagt zum Beispiel seinen Brüdern: Gott wird euch heimsuchen und aus Ägypten herausholen. Kennt ihr noch eine Stelle, wo Heimsuchung eine ganz positive, vergleichsweise positive Bedeutung hat, nicht als Gericht, nicht als Strafe, sondern eher als Besuch? Da gibt es in Lukas zum Beispiel, da gibt es in mehreren Evangelien diese Stelle. Schaut mal in Lukas 19 und dort Vers 44.

[10:00] Lukas 19, Vers 44. Das gibt einen interessanten Kontext zu unserem Vers. Lukas 19, Vers 44. Wer spricht denn da in Lukas 19, Verse 41 bis 44? Das ist Jesus. Und Jesus spricht über wen? Er spricht über Jerusalem, oder? Und schaut mal, was Jesus zu Jerusalem sagt. Er sagt im Vers 44, und er spricht von den Feinden, er spricht von den Römern, nicht wahr? Und sie werden dich dem Erdboden gleich machen, auch deine Kinder in dir, und in dir keinen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Zeit deiner was? Deiner Heimsuchung nicht erkannt hast. Frage: Hätten die Jerusalemer die Zeit ihrer Heimsuchung erkennen können? Ja oder nein? Warum? Sie hätten eine Bibel. Ja, und selbst wenn sie keine Bibel gehabt hätten, Jesus hat die Zeichen vorausgesagt. Das stimmt. Welche Prophezeiung? Ja, ganz konkret. Ganz konkret, welche Prophezeiung? Lukas 1, Zacharias hatte gesagt: Gott hat uns besucht. Kurz bevor Jesus geboren und wenige Monate vorher. Nachdem es monatelang, jahrhundertelang keine Propheten gegeben hat, obwohl Zacharias kein echter, also kein Langzeit-Prophet war, aber da steht jemand auf, ein Priester und prophezeit: Gott hat uns besucht. Ja, Gott kommt uns besuchen. Und Jesus sagt: Ihr habt die Zeit der Heimsuchung nicht erkannt. Da gab es nicht nur alte Prophezeiungen, die Jahrhunderte, Jahre alt waren, sondern da gab es ganz konkrete, moderne Prophezeiungen sozusagen. Ja, der Zacharias hatte gesagt: Gott hat uns besucht. Und das hat er wirklich, oder? Als Jesus Mensch wurde, hat Jesus, hat Gott die Welt besucht, und sie haben ihn nicht erkannt. Also das Problem der Juden war nicht nur, dass sie die Bibel nicht geglaubt haben, sondern auch dem Geist der Weissagung nicht. Denn der Geist der Weissagung in ihrer Zeit war in Harmonie mit dem, was die alten Schriften gesagt hatten. Und hätten sie Bibel und Geist der Weissagung geglaubt und zusammen genommen, dann hätten sie die Zeit ihrer Heimsuchung erkannt. Haben sie aber nicht. Und ich denke, das können wir sofort übertragen auf unsere Zeit. Wir haben die Bibel, die alten Prophezeiungen, wir haben den Geist der Weissagung relativ neu. Beide sind in Harmonie und beide sagen uns, wir leben in wichtigen Zeiten. Und wenn wir darauf nicht achten, dann wird auch Jesus über uns weinen müssen: Ihr habt die Zeit eurer Heimsuchung nicht erkannt.

[13:05] Nun, gehen wir zurück zu Lukas 1, Vers 68. Das heißt, er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung gebracht. Frage: Was ist eigentlich Erlösung? Da steckt das Wort "lösen" drin, jemanden lösen, loslösen, ja, auslösen. Sündenvergebung. Wolltest du das auch sagen? Es gibt einen Bibelvers, lasst euren Finger in Lukas 1 drin oder das Bändchen und zwar in Epheser 1, Vers 7. Da finden wir eine der schönsten und einfachsten Definitionen der Erlösung. Also der Geist der Weissagung macht den Juden hier deutlich durch den Zacharias: Gott besucht, um sie zu erlösen. Ja, und was ist Erlösung? Epheser 1, Vers 7 sagt uns: In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, und dann kommt ein Komma als Erklärung: die Vergebung der Übertretung nach dem Reichtum seiner Gnade. Also was ist Erlösung? Erlösung ist die Vergebung der Übertretung des Gesetzes, weil er so reich an Gnade ist. Ja, nicht, nicht knausrig. Ja, wenn es um Erlösung geht, ist Gott kein Schwabe, der alles für sich behält. Ja, er ist reich an Vergebung. Und das ist, was Zacharias wiederum hier in dieser Prophezeiung sagt, was der Geist der Weissagung immer wieder versucht, durch diese menschlichen Instrumente den Menschen deutlich zu machen: Gott kommt, um euch von der Sünde zu befreien, er möchte euch Erlösung bereiten.

[15:01] Lukas 1 zurück. Also er singt, gepriesen sei der Herr, oder er sagt, gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet. Und dann sagt er hier, schaut mal in Vers 69: Und er hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Haus seines Knechtes David. Warum sagt er wohl "ein Horn des Heils"? Das ist ja offensichtlich eine Metapher, oder? Denn Gott hat nicht wirklich ein Horn dort aufgerichtet. Wofür steht das Horn? Eine Macht. Das ist dann schon ein bisschen, das ist Luther wahrscheinlich, oder? Der Luther hat sich mal die Freiheit genommen zu verstehen, was der Text sagt und dann so ein bisschen einzudeutschen. Das passt meistens auch, manchmal nicht ganz, aber hier ist es ganz gut. Denn ein Horn steht für Macht. Je größer das Horn, je dicker das Horn, desto mächtiger der Bulle oder der Hirsch, oder wer auch immer dieses Horn hat. Wofür steht das Horn in der Prophetie? Für eine Macht. Noch genauer, für ein Königreich. Und haben wir hier eine Prophetie? Ja oder nein? Das ist ein prophetischer Text, ganz deutlich, das ist eine Weissagung. Das heißt, wenn es heißt "das Horn des Heils", wie könnte man das anders übersetzen? Ein Königreich des Heils. Und wie nennt man dieses Königreich des Heils sonst im Neuen Testament? Das Himmelreich, das Reich Gottes. Ja, das ist eine andere Bezeichnung. Dieses, wenn wir an Himmelreich denken, das Reich Gottes, denken wir vielleicht nicht mal an Hörner. Ja, aber im biblischen Denken, das ist eine Macht. Deswegen sagt der Paulus auch, das Evangelium ist eine Kraft. Ja, ist eine Kraft zur Erlösung. Gott hat diese Kraft, dieses Horn aufgerichtet.

[16:37] Übrigens, könnt ihr euch noch daran erinnern, dass wir gesagt haben, der Lobgesang der Maria war sehr ähnlich zum Lobgesang der Hannah? Es gibt auch Parallelen zwischen dem Lobpreis des Zacharias und dem Lobpreis der Hannah. Schaut mal mit mir in 1. Samuel, 1. Samuel, Kapitel 2 und dort Vers 10. Seid ihr da? 1. Samuel 2, Vers 10: Die Widersacher des Herrn werden zerschmettert werden. Er wird über sie donnern im Himmel. Der Herr wird die Enden der Erde richten und wird seinem König Macht verleihen und das Horn seines Gesalbten erhöhen. Wer ist wohl dieser Gesalbte? Genau. Was heißt Gesalbter auf Hebräisch? Das ist Messias. Genau. Das Horn des Gesalbten. Und der Zacharias bezieht sich darauf, das Horn des Heils, das Gott erhöhen wird. Und dann sagt er ja, der Lukas, der Zacharias, in dem Haus deines Knechtes David. Wir haben ja schon viel darüber gesprochen, brauchen wir hier nicht wiederholen, dass die Israeliten gewartet haben auf den Sohn Davids. Und David war was gewesen? Er war ein König. Das heißt, dieser Sohn Davids, da hat man immer verbunden, der König. Und das war ja eigentlich auch ganz richtig, aber das haben wir schon so oft gesagt, die Israeliten haben ein falsches Königtum erwartet, nicht ein Königtum der Erlösung, ein Königtum der weltlichen Freude und des weltlichen Friedens. Aber das schwingt hier mit. Wir können vielleicht ganz kurz nochmal den Text aufschlagen. Der Grund dafür ist im 2. Samuel 7, 2. Samuel 7 und dort Vers 26. 2. Samuel 7, Vers 26. Heißt es: Damit man ewiglich deinen Namen erhebe und sage: Der Herr, der Herrscher ist Gott über Israel. Und das Haus deines Knechtes David möge vor dir Bestand haben. Das sind ganz ähnliche Worte, wie der Zacharias sie wählt. Wo er sagt: Gepriesen sei der Gott Israels, der Herr, der Gott Israels, und der das Horn des Heils aufgerichtet hat im Haus seines Knechtes Davids. Der Sohn Davids sollte der sein, der das Reich Gottes bringt. Aber die Israeliten haben nur verstanden, dass der Sohn Davids wieder das Königreich so groß macht, wie es bei David war. Das haben sie, sie haben die geistliche Dimension nicht verstanden.

[19:42] Nun, gehen wir zurück zu Lukas und schauen mal an, was wir da noch herausgreifen können hier aus diesem so spannenden Kapitel. Lukas 1 und dort Vers 70. Lukas 1 und dort Vers 70. Dort sagt er: Wie er es verheißen hat durch den Mund seiner heiligen Propheten, die von Alters her waren. Also er sagt: Gepriesen sei Gott, der uns besucht hat, der tatsächlich jetzt dieses Heil, dieses Horn, dieses Königreich aufrichtet. Es kommt tatsächlich. Und seit Alters her, seit vielen Jahrhunderten, seit Jahrtausenden haben das die heiligen Propheten vorhergesagt. Viele Propheten haben es vorher gesagt. Ein Prophet kündigt es an. Jetzt, wer waren wohl die ersten Propheten oder die ersten Menschen, die davon gesprochen haben, dass ein zukünftiger Erlöser kommen wird? Weil das heißt, von Alters her, wie weit geht das zurück in die Vergangenheit dieses Alters? Alters ist der Mensch. Stimmt, aber es ist noch sehr breit, nicht wahr? Bis in den Garten Eden. Also wenn der Zacharias sagt, wie von Alters her, dann meint er nicht nur die letzten zwei Jahrhunderte. Er bezieht sich bis auf den Anfang der Erde. Das, was hier passiert, ist das, was seit Beginn der Welt die Menschen ersehnt haben, wie es verheißen hat durch den Mund seiner heiligen Propheten. Wer sind noch so Propheten gewesen, die davon gesprochen haben? Zählen wir nur ein paar auf: Abraham, der dem gesagt worden ist: In deinem Samen sollen alle Völker gesegnet werden. Mose, der gesagt hat: Dem Volk ein anderer Prophet, so wie ich, gleich wie mir, den wird Gott senden, nicht wahr? Elia, was hat der genau über Jesus gesagt?

[21:24] Da hat er vorhin gesprochen, in den Psalmen, Psalm 22 zum Beispiel. Gott war der erste Prophet, nicht wahr? Der erste Prophet sei ihm gegeben. Michael hat von ihm gesprochen, der in Bethlehem geboren werden soll. Jesaja hat von ihm gesprochen, Daniel, all die Propheten. Ihr seht, wir lesen hier ein paar Verse im Neuen Testament und immer so: Altes Testament, Altes Testament, wie die Propheten, wie die Propheten. Und wenn man das Alte Testament nicht glaubt oder nicht als Grundlage hat, dann Jesaja, genau, Zacharias, alle haben davon gesprochen. Und das muss eine interessante Zeit gewesen sein damals, als die Menschen wie Zacharias realisiert haben: All die Linien der Bibel, die sie damals hatten, all die Linien zeigen auf meine Generation. Und es ist wiederum eine ganz wichtige Parallele zu uns, wo wir feststellen: All die Linien des Alten und Neuen Testaments zeigen in unsere Zeit. Gott sei gepriesen. So, das war zumindest das Lob des Zacharias.

[22:39] Übrigens, schaut mal mit mir in 1. Petrus 1, Vers 12. 1. Petrus, 1. Petrus 1, Vers 12. Da spricht es auch von den Propheten. Da können wir Vers 10 schon lesen. 1. Petrus 1, Vers 10. Was heißt es? Wegen dieser Errettung, Erlösung, Errettung, haben die Propheten gesucht und nachgeforscht. Was haben die Propheten gemacht, wenn es um das Evangelium ging? Was haben die Propheten gemacht, wenn es um das Evangelium ging? Sie haben gebetet, gefasst. Was sagt der Vers? Sie haben geforscht. Das heißt, Elia, Daniel, Jesaja, die haben sich den Kopf zerbrochen. Wie wird Gott die Sünden wegnehmen? Ich meine, es steht nirgendwo in der Bibel, dass im Alten Testament Gott seinen Sohn senden wird, der wird Jesus heißen, der wird dreieinhalb Jahre leben, der wird dann am Kreuz von Golgatha sterben. Ich meine, so ganz präzise steht es nicht. Es sind viele Symbole, viele Prophezeiungen. Es ist sehr deutlich, aber es ist nicht eins zu eins, wie es im Alten Testament steht. Man muss etwas mehr suchen und forschen. Also wenn ich jetzt nur das Alte Testament hätte, könnte ich den Erlösungsplan genauso verstehen, aber ich müsste etwas mehr forschen, als Johannes 3, Vers 16, wo es explizit steht. Und was haben die alttestamentlichen Propheten gemacht? Die haben die Bibel genommen und haben versucht, all die Verse zusammenzunehmen. Die haben versucht zu verstehen, was haben wir denn gerade da prophezeit. Und dann schauen wir, wie es weitergeht. Sie haben geforscht, auf welche Weise, Vers 11. Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutet. Das heißt, Daniel hat nicht nur Jesaja studiert und Jeremia, wie wir es in Daniel 9 lesen. Also ihr wisst ja, in Daniel 9, da studiert er die Schriftrolle Jeremia. Und als er dann, wenn der Engel kommt und ihm dann die 70 Wochen erklärt, mit dem kommenden Fürsten, der abgeschnitten, also der, wo das Volk dann abgeschnitten wird, nicht wahr, und dass der Fürst getötet wird und in der Mitte der Woche Schlacht- und Speisopfer aufhören werden. Da hat das der Daniel aufgeschrieben. Weißt du, was er dann gemacht hat? Er hat sich hingesetzt und hat überlegt, was bedeutet das? Was bedeutet das? Die Propheten haben manchmal ihre eigenen Prophezeiungen nicht völlig verstanden. Das sehen wir bei Daniel oft. Aber sie wollten es verstehen. Und dann sagt der Petrus weiter: Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte. Also der Heilige Geist wollte deutlich machen, wie Jesus sterben würde. Er gibt eine Prophezeiung. Die Propheten schreiben es auf und sie verstehen es selbst nicht richtig. Sie müssen es immer noch selbst studieren. Ja, wir denken manchmal, wenn man ein Prophet ist, dann weiß man alles. Ja, aber die Propheten wussten auch nicht alles. Ellen White musste auch ihre Bibel studieren, tagtäglich. Ja, manchmal denken wir, na ja, die Ellen White, die hat ja Visionen von, die wusste alles selbst. Nein, nein, Ellen White hat ihre Bibel studiert und hat dann, wenn sie, ich meine, sie musste selbst herausfinden, was die Wahrheit ist.

[25:56] Und jetzt schaut, das ist ein interessanter Punkt. Wenn selbst Leute wie Daniel und Mose und Elia Bibel studiert haben, um das Evangelium zu erkennen, was sollten dann wir tun? Das ist ja der Punkt, den der Petrus machen will. Er möchte sagen: Schaut mal, das, was euch so offensichtlich erscheint, so selbstverständlich, da haben große Glaubenshelden wirklich, ja, ich will nicht sagen Blut und Tränen, aber wirklich, mit viel Schweiß ihres Angesichts versucht, das zu verstehen. Vers 12: Ihnen wurde geoffenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern wem dienten? Euch dienten oder uns dienten mit dem, was euch jetzt bekannt gemacht worden ist, durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündigt haben, im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt wurde, Dingen, welche auch die Engel hineinzuschauen begannen. Der Vers ist sehr interessant. Schaut mal, zuerst einmal heißt es, also die Propheten haben das aufgeschrieben und dann haben sie versucht, es zu verstehen. Und was ist ihnen auf jeden Fall geoffenbart worden? Etwas ist ihnen deutlich geworden, etwas hat Gott ihnen offenbart. Was hat Gott ihnen offenbart? Genau, dass nämlich das, was sie aufgeschrieben hat, gar nicht für sie selbst ist. Stell dir vor, du bist Daniel und der Engel Gabriel kommt und erklärt dir alles und jetzt schreibst du es auf und du verstehst es immer noch nicht und du forschst und suchst und suchst und dann offenbart dir Gott: Du weißt was, das ist gar nicht für deine Generation. Es kommt eine Generation, die wird es verstehen. Was meint er wohl, was hat wohl der Daniel dann gefühlt oder der Elia oder der Jesaja, wenn er Jesaja 53 aufgeschrieben hat und sich gefragt hat: Wie wird das wohl sein, wenn dieser eine kommt, der die Sünden auf sich nimmt? Oder wenn David geschrieben hat: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Oder wenn er als der Abraham diesen Witter da sieht und sich überlegt: Gott möchte mir was zeigen, da wird es irgendwie einen Wechsel geben. Wie genau? Was haben die sich wohl gewünscht? Sie haben sich gewünscht, das so zu verstehen, wie wir es verstehen können, oder? Und was hätten sie dafür gegeben?

[28:21] Ja, er sagt, viele haben das begehrt, was ihr seht, aber glückselig sind die Augen, die das sehen und die Ohren. Das sagt er dann beim Thomas. Das ist eine andere Stelle, aber der Punkt ist, was für ein Vorrecht, das zu erleben. Und jetzt wisst ihr natürlich, dass es viele Prophezeiungen für das erste Kommen gibt, aber noch viel mehr Prophezeiungen auf das zweite Kommen. Das heißt, wenn das schon so beim ersten Kommen Jesu ist, dass die Propheten sich gewünscht haben, das zu verstehen und die Engel da hineinschauen wollten, wie viel mehr erst, wenn es um die Endzeit geht, wenn Jesus in Herrlichkeit wiederkommt mit all seinen Engeln. Und die Propheten haben das skizzenhaft gesehen. Ich war aufgeschrieben, das, was sie gesehen haben. Und wir bauen das alles zusammen und der Heilige Geist hilft uns und wir verstehen es jetzt seit Jahrhunderten immer besser und besser und besser. Und wir leben in der Zeit, wo sich Offenbarung 13 erfüllt. Was hätten die nicht gegeben? Und ich glaube, dieser Gedanke ist ganz wichtig, dass uns das bewahrt vor so einer Selbstverständlichkeit, so einer Gleichgültigkeit. Naja, ich bin jetzt in der Adventgemeinde, ich weiß, ich weiß, so wird es kommen, alles klar. Die Engel wollen da reinschauen. Also wann war das letzte Mal, dass wir uns so das vorgenommen und sagen: Ich möchte das unbedingt verstehen. Das hat oberste Priorität für mich. Ich will das unbedingt verstehen.

[29:49] Naja, gehen wir zurück zu Lukas 1. Könnte man noch so viel mehr sagen. Gott hat es verheißen durch die heiligen Propheten. Jetzt, was hat er verheißen? Vers 71. Lukas 1, Vers 71. Was hat Gott verheißen durch die heiligen Propheten? Und jetzt, glaube ich, werdet ihr gleich sehen, warum selbst, ich denke, dass selbst Zacharias an der Stelle, das zwar gesagt hat, aber selbst nicht wirklich verstanden hat, oder? So wie Johannes auch gesagt hat: Siehe das Lamm Gottes und es doch nicht ganz verstanden hat. Und ihr werdet gleich sehen, warum die das wohl nicht ganz verstanden haben. Vers 71: Errettung von unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen. Was haben wohl 99,7 Prozent aller Leute, die das gehört haben, gedacht, was die Prophezeiung bedeutet? Und ganz ehrlich, wenn ihr in der Situation gewesen wärt und jemand hätte eine Predigt gehalten über diese Prophezeiung, gesagt: Schaut her, ein Beweis, die Römer werden verjagt werden, hätten wir es nicht wahrscheinlich alle geglaubt. Wir hätten den Bibeltext gelesen und wir hätten die Tagesschau angeschaut und gesagt: Das passt 100 Prozentig, das ist die Wahrheit. Das heißt, manchmal ist die prophetische Wahrheit nicht immer gleich sofort so offensichtlich. Oder anders ausgedrückt, man kann sich auch bei der Prophetie auslegen, täuschen und glauben, das ist so offensichtlich klar. Und es war ein populärer Irrtum. Wer sind diese Feinde? Wer sind die, die uns hassen, von denen wir errettet werden sollen? Wer sind denn die, die gegen das Volk Gottes gehen? Die Ungläubigen, die Dämonen und der Satan. Der Satan ist unser größter Feind, denn er ist der Feind Gottes. Er heißt ja Feind Satan. Das heißt, wenn Gott sagt, dass er uns von den Feinden errettet, ist das nicht mal eine Metapher, denn Satan ist viel mehr Feind, als es die Römer jemals hätten sein können. Die Römer sind nur ein sekundärer oder tertiärer Feind, aber Satan ist der primäre Feind. Gott hat es eigentlich buchstäblich gemeint, aber weil die Menschen mehr auf das Weltliche geschaut haben, als auf das Geistliche, haben sie das nicht erkannt. Und das kann uns genauso passieren, wenn wir auf das Weltliche mehr schauen, als auf das Geistliche, dann werden plötzlich offensichtliche Dinge nicht mehr so offensichtlich.

[32:46] Ja, ganz genau. Dankeschön. Jetzt, habt ihr gesehen, dass es heißt: Errettung von unseren Feinden? Wir haben ja in Vers 68 Erlösung gehabt, ja? Dann das Horn des Heils. Das sind lauter so mächtige Begriffe für das Evangelium. Errettung. Was heißt denn Retter auf Hebräisch? Ganz einfach nicht. Retter heißt Hoschea. Und Gott ist mein Retter, der Herr ist mein Retter, ist Jochoschoa, also Joshua. Und das auf griechisch übersetzt ist dann Jesus. Also schon recht gehabt. Aber deswegen sagt die Bibel, dass Jesus, es soll Jesus heißen, denn er wird sein Volk erretten von seinen Sünden. Und hier hat Gott das schon angedeutet, noch bevor Jesus geboren worden ist, macht Gott deutlich, wer jetzt kommen wird, ist der Erretter, ist der, von dem alle Propheten in der Bibel weissagt haben. Er ist derjenige, der, und wo Gott auf Besuch kommt. Denn Gott wird Mensch, er kommt zu Besuch, er erlöst uns, er rettet uns. Eigentlich, ich glaube, wenn man die Verse hier hat, man könnte schon gerettet werden.

[34:01] Vers 72. Er errettet uns. Und jetzt schaut man, wie es heute heißt: Um Barmherzigkeit zu erweisen an unseren Vätern und zu gedenken an seinen heiligen Bund. Frage: Wer sind die Väter, auf die er sich beruft? Ja, die Väter sind die Vorfahren. Genau. Welche Vorfahren? Abraham, Isaak, die berühmten, die Glaubensväter. Ja. Wer hatte sowas Ähnliches mal in Lukas 1 gesagt? Maria. Wo hat sie das gesagt? Findet ihr den Vers? Genau. Schaut mal Vers 54 an: Er nimmt sich seines Knechtes Israel an, um an seine Barmherzigkeit zu gedenken, wie er es uns und seinen Vätern verheißen hat, Abraham und seinem Samen auf ewig. Jetzt vergleicht man in Vers 72: Um Barmherzigkeit zu erweisen an unseren Vätern und zu gedenken an seinen heiligen Bund, an den Eid, den er unserem Vater Abraham geschworen hat. Könnt ihr sehen, derselbe Gedanke? Und jetzt hier kann man was Schönes beobachten. Wir haben zwei Propheten, die ungefähr ein paar Wochen auseinander oder paar Monate auseinander weissagen. Also ich würde fast behaupten, die haben denselben Gedanken von Gott bekommen. Und Maria drückt es so aus und der Zacharias drückt es ein bisschen anders aus. Ja, aber es ist trotzdem derselbe Gedanke. Und das zeigt, wie auch Menschen mit ihrem persönlichen Vokabular daran beteiligt sind an dem Wort Gottes. Dieselbe Idee, derselbe Gedanke, aber jeder hat auch seine persönliche Formulierungsweise, das auszudrücken.

[35:50] Ganz genau. Dadurch ist es nicht so monoton. Nicht alle sagen nicht mal genau dasselbe, sondern so ein bisschen anders auch. Übrigens, von wegen Bund. Lasst mal euren Finger drin und geht mit mir zu 5. Mose. 5. Mose Kapitel 7. Und man könnte viel, viel, viel zu diesem Bund sagen. Ich habe ja schon einige Predigten darüber gehabt, über den alten und den neuen Bund und die ganze Idee, dass der Bund eine Verbindung ist zwischen Gott und Mensch, Gott mit uns. Gott besucht die Menschen.

[36:26] 5. Mose 7. Und dort Vers 8. Und da zeigt sich, warum Gott all das tut. Das heißt es: Sondern weil der Herr euch liebte und weil er den Eid halten wollte, den er euren Vätern geschworen hatte. Darum hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. Gott hatte damals ja schon aus der Hand der Feinde befreit, oder? Aus der Hand derer, die sie gehasst haben. Und es war ein Bild gewesen für die eigentliche Erlösung, für die Errettung, für den Bund. Und was war die ganze Grundlage? Gott hat sie lieb. Also warum kommt Jesus auf die Erde? Ja, um die Menschen zu erlösen. Er kommt, um den Bund zu erfüllen. Er kommt, weil Gott es weiß hat. Aber die Hauptmotivation ist: Jesus kommt, weil er uns lieb hat. Ja, der Bund. Wenn immer die Bibel davon spricht, dass Gott einen Bund mit den Menschen macht, dann deswegen, weil er sie liebt. Und deswegen ist diese Zacharias-Prophezeiung wiederum gute Nachricht, gute Nachricht. Das Evangelium sprudelt voller guter Nachrichten.

[37:41] Nun gehen wir zurück zu erstes Kapitel Lukas, Lukas 1, Vers 73 und 74. Und das ist jetzt ein, 74 ist ein schöner Vers. Wir lesen noch mal Vers 73, um den Zusammenhang zu haben. Da heißt es im Vers 73: An den Eid, den er, ach übrigens, Eid habe ich vergessen im Vers 72 noch. Warum ist das so interessant, dass er sagt, er sagt, dass Gott an seinen heiligen Bund gedenkt? So ein kleines Detail, aber es ist wichtig. Gott kann nicht lügen, sagt die Bibel. Gott ist treu. Er hält seine Versprechen. Auch wenn wir uns so nicht halten, er hält sie. Und wann immer wir zurückkommen, wir können sicher sein, seine Verheißungen sind wie eine Konstante. Unsere Verheißungen sind wie, wie sagt man, sinkender Sand, wie heißt das? Treibsand. Genau. Aber Gottes Wort ist eine Konstante, das stimmt. Warum ist es so interessant, dass er steht: Gott gedachte an seinen Bund? Wer sagt das noch mal? Zacharias. Und was heißt Zacharias? Ja, was heißt das Wort? Kann ich mich daran erinnern? Haben wir vor Wochen gelernt? Gott gedenkt. Ja. Also hier haben wir Zacharias, er heißt Gott gedenkt. Und jetzt erinnert er sich: Gott gedenkt an seinen Bund. Ja, was er vorher im Tempel nicht mehr so ganz glauben wollte. Ja, hier haben wir es. Ist nur ein kleines Detail, aber ich finde es ein sehr schönes. Und den Vers können wir auch noch lesen, wo wir schon dabei sind. 3. Mose 6, Vers 42. 3. Mose 26, Entschuldigung. 3. Mose 26 und dort Vers 42. Wir können Vers 41 schon lesen. 3. Mose 26, Vers 41 und 42. Weswegen auch ich mich ihnen widersetzte und sie in das Land ihrer Feinde brachte. Und wenn sich dann ihr unbeschnittenes Herz demütigt, sodass sie dann ihre Schuld annehmen. Also erstmal bekennen, dass sie schuldig sind. So will ich an meinen Bund mit Jakob gedenken und auch an meinen Bund mit Isaak und auch an meinen Bund mit Abraham. Und ich will an das Land gedenken. Also wann gedenkt Gott an den Bund? Ja, wenn sie genau, wenn sie die Schuld, wenn sie sich demütigen, wenn sie zurückkehren wollen. Das heißt, wenn Gott sagt, er gedenkt an seinen Bund, heißt das nicht, dass alle automatisch immer errettet werden. Das bedeutet, dass die Möglichkeit da ist. Und wir sehen, wie Gott Mensch wurde und er an seinen Bund gedacht und trotzdem die meisten seiner Generation verloren gegangen sind. Ja, nur ganz kurz.

[41:13] Das bedeutet nämlich, dass all die Verheißungen Gottes uns nur dann wirklich nützen, wenn wir die Bedingungen erfüllen. Ganz genau.

[41:41] Es gibt Gott. Gott tut das, was wir nicht tun können. Wir können nicht geheilt werden. Wir können uns nicht vergeben. Was wolltest du sagen? Ja, Shalom. Wir können uns nicht selbst vergeben. Wir können uns nicht selbst heilen, aber wir können uns demütigen. Und Gott wird uns heilen. Gott wird uns vergeben, aber er wird uns nicht gegen unseren Willen demütigen. Es gibt etwas, was wir tun können und etwas, was Gott tut. Gott tut das Große wie das Kleine, aber wir müssen unseren Teil erfüllen, damit Gott die Bedingungen oder damit Gott das Große tun kann.

[42:15] Schaut mal noch einen interessanten Vers an. Und dann gehen wir zurück zu Lukas. In Psalm 98. Und das ist ein schöner Vers, weil wir haben jetzt in Zacharias viel gelesen, er gedenkt an das Volk Israel, an die Väter, die Vorväter, nicht wahr, die Propheten. Es klingt fast so, als würde es sich auf Israel allein beschränken. Aber es gibt diesen interessanten Vers hier in Psalm 98, der etwas ganz Interessantes deutlich macht. Schaut mal in Psalm 98, Vers 3, genau. Dort heißt es: Er gedachte an seine Gnade und Treue gegenüber wem? Dem Haus Israel. Und was ist die Folge davon, wenn Gott Israel Gnade erweist? Genau, alle Enden der Erde haben es gesehen. Das ist interessant, oder? Das heißt, Israel ist nicht nur der Botschafter des Evangeliums. Israel sollte auch das Musterbeispiel des Evangeliums sein. Gott kümmert sich um Israel, nicht damit Israel alleine gerettet wird, sondern, dass wenn die Menschen sehen, wie es Israel gut geht, dass dann das Evangelium in der ganzen Welt gepredigt wird. Und das ist natürlich eine wichtige Parallele zu uns. Warum erlöst Gott mich? Warum gedenkt er an seinen Bund und schenkt mir Gnade und Wahrheit? Nicht, weil er mich mehr lieb hat als die anderen, sondern er rettet mich, damit alle anderen auch von seiner Erlösung erfahren. Also wenn es Israel gut geht, so war Gottes Plan, dann wird das Evangelium in der ganzen Welt verbreitet. Schon im Alten Testament sehen wir, das war nie exklusiv um Israel gedacht. Sie sollten immer das Prototyp, das Musterbeispiel sein. Und deswegen haben sie auch die Botschaft bekommen. Die Botschaft bekommt nur der, der eigentlich auch aus seinem Leben auslebt. Sie sollten es selbst erleben und dann anderen weitergeben. Und genau so müssen wir es auch machen. Wir müssen das Evangelium selbst erleben und dann anderen weitergeben. Und wir dürfen wissen, wenn wir das Evangelium annehmen und wenn wir in unserem Leben die Veränderung zulassen, dann wird das immer eine positive Auswirkung haben. Ganz egal, ob wir eine Missionsschule besuchen oder nicht. Irgendjemand irgendwo im Universum wird sagen: Das hat mir etwas über Gott gezeigt. Und wenn es irgendein Engel im Himmel ist, der sagt: Also wenn sogar dieser Mensch sich bekehren kann, dann ist Gott gerecht und wahrhaftig. Oder ein anderer Mensch, unser Nachbar. Das heißt, wenn wir das Evangelium annehmen, dann hat das einen viel größeren Radius, als wir das glauben. Und das ist eine gute Nachricht. Weil manchmal denken wir, unser Leben ist so unbedeutend, so unwichtig. Wir sind halt die kleine Kirchenmaus vielleicht irgendwo in der letzten Reihe. Aber Bibel sagt, ihr wisst, die Israeliten waren nicht das größte Volk. Ihr Territorium war klein. Sie war nicht so groß wie Babylon oder Ägypten. Aber Gott hat dieses kleine Land ausgesucht. Und wenn er ihnen gut getan hat, dann ging es an die Enden der Welt. Deswegen wurde Jesus in Israel geboren, damit sie die Enden der Welt erfahren.

[45:21] Lukas 1, wir gehen weiter. Jetzt ab Vers 73 und 74. Das ist ein interessanter Gedanke hier. Das zeigt, wie tiefsinnig dieses Lied oder dieser Lobpreis des Zacharias ist. Lukas 1 und dort ab Vers 73. Jetzt den Satz muss man gut verstehen. Also er gedenkt an seinen heiligen Bund, nicht wahr? Er gedenkt an den Eid. Das ist irgendwie das Gleiche, ja? Und worin besteht der Eid? Worin besteht der heilige Bund? Er will uns etwas geben, oder? Könnt ihr das sehen? Jetzt, was will er uns geben? Moment mal, lest den Satz genau. Was will er uns geben? Also ich lese mal vor, wie es bei mir steht. Vielleicht steht es bei euch anders. Uns zu geben, hört genau zu, uns zu geben, Komma, dass wir, Komma, erlöst aus der Hand unserer Feinde, Komma, ihm dienten ohne Furcht. Was ist der Hauptsatz, was ist der Nebensatz? Mal ein bisschen Deutschunterricht. Genau, man hätte auch sagen können: Uns zu geben, dass wir ihm dienten ohne Furcht. Und die Voraussetzung ist, dass wir aus seiner Hand erlöst, also erlöst worden sind aus der Hand der Feinde. Das heißt, der Vers spricht hier gar nicht mehr nur von der Erlösung, sondern, dass wenn wir mal erlöst sind, hat Gott ein zweites Geschenk für uns. Ein Geschenk ist, er erlöst uns aus der Hand unserer Feinde. Das zweite Geschenk ist, wenn wir erlöst sind, gibt er uns, dass wir ihm dienen. Viele haben die Idee: Gott schenkt mir die Erlösung und jetzt muss ich selbst ihm dienen. Gott schenkt mir die Erlösung und jetzt muss ich mich anstrengen. Aber hier steht, wenn wir erlöst sind aus der Hand der Feinde, dann gibt er uns, dass wir ihm dienen. Er macht uns zu dienen, er schenkt uns das. Das gehört zu seinem Bund. Das hat er genauso versprochen wie die Vergebung.

[47:25] 73 und 74. Lukas 1, 73, 74 und 75 kommt dann auch noch dazu. Das heißt, Dienst für Gott gehört genauso zum Bund wie die Erlösung. Und wie viele Christen gibt es, die sich sicher sind, dass Gott ihnen vergeben hat, aber nicht sicher sind, dass sie irgendwas für Gott tun können? Wir sagen: Natürlich hat Gott mir vergeben. Er ist für mich am Kreuz gestorben. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich irgendwas für ihn machen kann in der Gemeinde. Das kann ich vielleicht nicht. Aber derselbe Bund, der Bund mit Abraham, Isaak und Jakob, der uns von der Hand der Feinde erlöst, derselbe Bund mit derselben Genauigkeit, mit derselben Konstanz macht auch, dass wir Gott dienen. Also wenn ich sage, ich glaube nicht, dass Gott mich zu einem Diener machen kann, dann sage ich auch, Gott kann mich nicht erlösen. Wenn ich aber sage, Gott hat mich erlöst, dann sage ich auch, Gott wird mich zu einem Diener machen.

[48:28] Ellen White hat mal gesagt, jeder Jünger Christi wird in das Königreich Gottes als ein Missionar geboren, als ein Geschenk Gottes. Und zwar ohne Furcht. Wir brauchen jetzt keine Angst mehr zu haben. Schaut mal, was in Hebräer 2 steht. Das ist sehr interessant. In Hebräer 2. Ich habe mich gefragt, was ist das für eine Angst? Wir haben ja jetzt beim Camp Meeting einen sehr guten Vortrag gehabt über die Furcht Gottes, wenn ihr euch daran erinnern könnt. Bei so vielen Vorträgen weiß man wahrscheinlich gar nicht mehr, wer was gesagt hat. Aber da haben wir gelernt, es gibt zwei Arten von Furcht. Die Angstfurcht und dann die Furcht Gottes, die einfach so eine Ehrbietung ist, so eine Ehrfurcht, dieses Bewusstsein Gottes gegenwärtig. Aber hier meint es nicht diese Ehrfurchtsfurcht, hier meint es wirklich diese Angstfurcht, die wir nicht mehr haben.

[49:16] Schaut mal in, wo sind wir? Hebräer 2, Vers 15, genau, Dankeschön. Hebräer 2, Vers 15. Dort heißt es: Und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden. Ein Mensch, der nicht von Jesus befreit ist, lebt allein wegen der Todesfurcht, nicht nur wegen der Sünde, sondern auch wegen der Todesfurcht in Knechtschaft. Und das Glaube ist etwas, was unterbewusst passiert. Aber ein Mensch, der keine Hoffnung, keine begründete Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod hat, im Sinne von, das werden wir einmal dann auch verstehen werden, der hat Angst vor dem Tod und der wird plötzlich anfangen, alles Glück dieser Welt in diesem Leben erleben zu wollen. Seht ihr, wenn ich weiß, ich werde noch Jahrmilliarden mit Gott auf der neuen Erde verbringen, dann bin ich ganz entspannt, wenn ich jetzt mal nicht so viel Fröhlichkeit oder nicht so viel entspannen kann, wenn es gerade ein bisschen, oder wenn ich nicht alles erreiche, was ich in meinem Leben erreichen will, weil ich weiß, da kommt noch eine Ewigkeit, ich habe noch für alles Zeit. Jetzt habe ich nur eine wichtige Aufgabe, einen Charakter zu entwickeln, der mich in den Himmel bringt. Alles andere ist erstmal nebensächlich. Wenn ich aber das nicht habe, wenn ich weiß, die Uhr tickt und sie tickt und sie tickt und sie tickt und irgendwann ist sie aus und ich weiß nicht mal, wann sie aus ist, dann fange ich an, irgendwie das Leben jetzt hier im buchstäblichen Sinne auf Teufel komm raus genießen zu wollen. Und dann hat plötzlich die Versuchung eine viel stärkere Kraft. Und da fängt diese Sklaverei an. Und das ist ein sehr interessanter Gedanke, dass die Erlösung uns diese Todesfurcht nimmt.

[51:08] Diese eine ganz neue Perspektive auf das Leben. Und dass ich sagen kann: Ja, das ist übrigens das, was die Märtyrer befähigt hat, auf dem Scheiterhaufen zu stehen. Wir waren jetzt am Sonntag noch mit dem Clinton Wallin und dem Eugene Pruitt in Konstanz gewesen, sind nochmal ein bisschen herumgelaufen und standen dann auch an diesem Hussenstein, wo der Jan Hus und dann der Hieronymus von Prag verbrannt worden sind. Und wenn man das dann liest in den Geschichtsbüchern, wie die angefangen haben zu singen, keine Todesfurcht gehabt haben. Ja, weil sie wussten, ihr Leben ist in der Hand Gottes geboren. Sie wussten, das ist nicht das Ende. Und das ist eine ganz, ganz wichtige Sache in der Endzeit, wo wir dann vor der Wahl stehen werden. Entweder Tod durch das Tier, oder Tod durch Gott. Dritte Engelsbotschaft, ja? Also die erste Engelsbotschaft: Fürchtet Gott. Und die dritte Engelsbotschaft, also das Tier sagt: Nein, fürchtet mich. Und beide, Tod oder Tier, ja? Tod oder Tod. Nur der Unterschied ist, die einen können nur den Körper töten, für eine kurze Zeit in den Staub bringen. Aber Gott ist in der Lage, das Leben für immer zu beenden, ohne Wiederkehr. Und wie dumm wären wir, wenn wir dann versuchen, wenn wir dann dem Tier mehr glauben als Gott.

[52:24] Nun, nein, einige nicht. Einige nicht. Ich weiß, ich weiß, wie du meinst. Gehen wir zurück. Ja, ich weiß, wie du meinst.

[52:36] Lukas 1, gehen wir weiter zurück, Lukas 1. Und dort Vers 75. Also, wie sollen wir ihn fürchten? Das heißt, ohne Furcht. Wie sollen wir ihm dienen? Ohne Furcht, ja? Aber es sind zwei Dinge, die wir bei diesem Dienst berücksichtigen sollen. Nämlich, wie sollen wir ihm dienen in? Genau, in Heiligkeit und Gerechtigkeit. Aber dann steht etwas, was wir gerne vergessen, nämlich alle Tage unseres Lebens. Es geht also nicht darum, jeden Sabbat für drei Stunden heilig genug zu sein, um den Prediger und die anderen Geschwister zu überzeugen, dass man doch zurecht hier ist. Sondern Gottes Anspruch an uns ist, ist, dass wir mit seiner Hilfe, ist ja ein Geschenk, nicht wahr? Er gibt es uns, ihm zu dienen. Und zwar heilig und gerecht alle Tage unseres Lebens. Gott wünscht sich eine konstante Heiligkeit und eine konstante Gerechtigkeit. Und das ist nur möglich, wenn das Gesetz Gottes unserem Herzen ist, oder?

[53:34] Schlagen wir ganz kurz Jeremia auf. Jeremia 31. Und dort Vers 33 und 34. Jeremia 31, Vers 33 und 34. Und hier haben wir das Geheimnis, wie das möglich ist, dass wir ihm dienen in Heiligkeit und in Gerechtigkeit alle Tage unseres Lebens. Jeremia 31, Vers 33, seid ihr da? Sondern das ist der was? Der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr. Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Und ihr wisst, das Herz ist wo? Hier. Was macht Gott? Gott gedenkt an seinen Bund. Was sollen wir machen? Wir sollen an seinen Bund gedenken. Also wenn Gott an seinen Bund gedenkt, dann deswegen, damit auch wir an seinen Bund gedenken, sodass wir dann beide Parteien an seinen Bund gedenken. Und wenn beide das Gleiche denken, dann sind sie einer Meinung, dann sind sie gleichgesinnt, oder? Sagt nicht die Bibel in Philipper 2, Vers 5: Ihr sollt so gesinnt sein, wie es auch Jesus Christus war. Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Wer ist das Volk? Israel. Alle, die das Gesetz Gottes im Herzen haben, oder? Und es wird keiner mehr seinen Nächsten, keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn, denn sie werden mich alle erkennen. Vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr, denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken. Das ist die Erlösung. Das ist die Errettung. Das heißt, all diese Verse waren im Alten Testament schon da. Und der Zacharias in dieser kompakten Prophezeiung bringt sie unter der Inspiration des Heiligen Geistes alle zusammen. Ja, die Leute müssen, müssen, müssen, das muss großartig gewesen sein.

[55:40] Aber Zacharias ist noch nicht fertig. Wir müssen uns beeilen. Lukas 1, Vers 76. Und ich kann mir fast vorstellen, wie er dort gestanden hat, nicht wahr? Und er sieht dieses, er hat sein kleines Baby vor Augen, ja? Und er, und er, und er predigt seine Weissagung und er, er schaut in die Zukunft, er schaut in die Vergangenheit, er vor seinem prophetischen Auge sieht ja all die Patriarchen und die Propheten und die Könige, die, die Schreiber der Bibel, der Reihe nach, die Prophezeiung. Er, er sieht diesen Strom der Zeit, wie alles auf seinen Zeitpunkt zusammenkommt. Ja, und, und er sieht die Erlösung, er sieht den Bund. Und dann schaut er nach unten und sieht sein kleines Kind, ja?

[56:16] Vers 76. Das ist ein kleiner Bruch jetzt in Vers 76, ja? Geht was Neues los. Er sagt ja, und du Kindlein, ja? Könnt ihr euch das vorstellen, wie er an seiner Wiege steht und er, und er diese, diese großartige Vision hat von Christus. Dieses Lied hat übrigens zwölf Verse. Acht gehen um Jesus und vier um Johannes den Täufer, ja? Die ersten acht sind die Erlösung durch den kommenden Messias, ja? Da geht es gar nicht um Johannes den Täufer. Da geht es um Jesus, um Gott, der sein Volk besucht. Und dann, als er fertig ist, dann schaut er quasi auf, auf sein Kind und denkt: Was ist deine Aufgabe? Und dann sagt er: Und du Kindlein, wirst was genannt werden? Ein Prophet des Höchsten. Frage: Wer von euch kann sich gut erinnern, wo im selben Kapitel wird jemand auch genannt? Punkt, Punkt, Punkt des Höchsten. Aber wie wird da Zacharias genannt? Also jemand wird genannt Punkt, Punkt, Punkt des Höchsten. Aber wie wird da Zacharias genannt? Also jemand wird genannt Punkt, Punkt, Punkt des Höchsten. Also Johannes wird als Baby genannt: Prophet des Höchsten. Jemand anderes im selben Kapitel wird genannt. Übrigens, ich gebe euch einen Tipp, der war noch jünger. Jesus. Und wie wird er genannt? Sohn des Höchsten. Seht ihr das? Vom einen heißt es, er soll genannt werden: Sohn des Höchsten. Schaut mal in Vers 32. Da heißt es: Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Und dann in Vers 76: Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden. Ganz genau. Er wird groß sein vor dem Herrn, aber er wird nicht so groß sein wie der Herr. Das ist sehr interessant. In diesem Lied ist Christus das Zentrum. Die Erlösung ist das Wichtigste. Das kommt zuerst. Er hat doppelt so viele Verse wie Johannes. Aber als er das verstanden hat, als er das gesagt hat, kommt danach als Anwendung, was ist jetzt die persönliche Aufgabe von Johannes angesichts dieser Erlösung? Erst Jesus und dann du, Johannes. Was ist deine Aufgabe? Und ich glaube, das ist auch die Reihenfolge, wie wir Gott loben sollen. Gott, was hast du alles getan? Was ist dein Erlösungswerk? Und dann, was ist im Anschluss daran meine Aufgabe? Wir haben ja gelesen, dass die Erlösung dazu führt, dass wir ihm dienen. Und jetzt macht das der Zacharias ganz konkret. Was heißt das für dich, mein kleines Baby? Der war ja nur ein paar Tage alt. Wie wirst du ihm dienen? Du wirst ihm dienen als ein Prophet. Eine Prophezeiung über einen Propheten. Also ihr seht, im Lukas, da geht es ständig nur um Prophezeiung. Wer hätte das gedacht, dass Lukas, obwohl er selbst keine Vision hatte, so viel über Prophezeiung schreibt?

[1:00:00] Vers 76. Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden. Denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, um seine Wege zu bereiten. Und hier zitiert er natürlich wieder eine berühmte alttestamentliche Stelle. Wo hat er denn das her? Dass da jemand kommt, um die Wege des Herrn zu bereiten. Hm? Jesaja. Und wo? Mit der Wüste, genau. Der rufenden Wüste. Wo ist das? Jesaja. Jesaja hat viele Kapitel. Dann macht es das Raten schwer. Die Chance klein für ein Treffer. Es ist Jesaja 40. Kann man sich gut merken. Jesaja 40. Schlagt mal auf mit mir. Jesaja 40. Wir lesen mal ab Vers 1. Dann sieht man nämlich auch, warum er das macht, weil manchmal lesen wir nur ab Vers 3 und lesen immer nur, naja, kommt der Prophet, der den Messias ankündigt. Aber Vers 1 und 2 haben eigentlich diese, diese, diese Vorbotschaft. Jesaja 40 ab Vers 1. Dort heißt es: Tröstet, tröstet, mein Volk, spricht euer Gott. Redet zum Herzen Jerusalems und ruft ihr zu, dass ihr Frohndienst vollendet ist, dass ihre Schuld abgetragen ist. Denn sie hat von der Hand des Herrn zweifaches empfangen für alle ihre Sünden. Mit anderen Worten, aus der Hand der Bedrücker befreit. Aus der Hand derer, die uns hassen, so wie Zacharias gesagt hat. Und dann kommt Vers 3: Die Stimme eines Rufenden ertönt. Genau wie beim Zacharias. Erst das Evangelium, erst die gute Botschaft und dann der Hinweis auf den Vorläufer. Vers 3: Die Stimme eines Rufenden ertönt. In der Wüste bereitet den Weg des Herrn, ebnet in der Steppe eine Straße. Wem? Unserem Gott. Übrigens, wenn ihr dort in Vers 3 her seht, dann ist das bei euch auch groß geschrieben, oder? Das heißt, hier haben wir den, den Namen Gottes. J-H-W-H, das Tetragrammaton. Und wenn dann Zacharias das zitiert, dann meint er also, du bist ein Prophet des Höchsten. Das heißt, du wirst vor Gott hergehen. Was wiederum belegt, dass Jesus Christus Gott sein muss. Und Johannes war der Prophet von Jesus.

[1:01:24] Nun, lesen wir weiter. Vers 4. Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel niedrig werden. Was uneben ist, soll gerade werden und was hügelig ist, zur Ebene. Und die Herrlichkeit des Herrn wird sich offenbaren und alles Fleisch miteinander wird sie sehen, denn der Mund des Herrn hat es geredet.

[1:01:44] Nun, gehen wir zu Vers 77, Lukas 1. Wir sind fast durch. Drei Verse noch, dann sind wir am Ende angelangt. Lukas 1, Vers 77. Er hat ja gesagt, du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, um seine Wege zu bereiten, um seinem Volk Erkenntnis des Heils zu geben, das ihnen zuteil wird durch die Vergebung ihrer Sünden. Also der Johannes, es hat eine spezifische Aufgabe. Dieses Vorhergehen war nicht einfach nur, naja, jetzt kommt der Jesus, jetzt kommt der Messias, sondern es war eine inhaltliche Aufgabe. Genauso mit uns. Unsere primäre Aufgabe ist was? Das Evangelium zu verkünden, weil Jesus ein zweites Mal kommt. Petrus, Johannes war der Vorläufer des ersten Kommens, aber seine Aufgabe bestand nicht nur darin, zu sagen: Jesus kommt, Jesus kommt, sondern seine Aufgabe bestand in der Verkündigung des Evangeliums als Vorbereitung für das Kommen Jesu. Genauso ist unsere Aufgabe als Adventisten nicht nur, dass wir sagen: Jesus kommt bald wieder, sondern wir müssen das Evangelium predigen. Und deswegen sagt die Trafeengelsbotschaft, sie ist ein ewiges Evangelium als Vorbereitung auf die Wiederkunft. Sein Charakter, sein Wesen, denn es geht nicht nur darum, zu wissen, dass Jesus kommt, sondern auch ihn empfangen zu können, ja, seine Heimsuchung. Sein Wesen, wie er ist, um seinem Volk Erkenntnis des Heils zu geben.

[1:03:19] Was hat Johannes der Täufer gepredigt, um dem Volk Erkenntnis des Heils zu geben? Er hat gesagt: Tut Buße, glaubt an das Evangelium, an das Reich Gottes ist nachher herbeigekommen. Kurz, prägnant, er hat keine langen, ausfallenden Reden gehalten, mit Rabbi X hat gesagt und Rabbi Y hat gesagt und im Kommentar von So finden wir noch das. Er ist auf den Punkt gekommen, an eine deutliche, klare Erweckungspredigt gehalten. Und wenn wir wissen wollen, wie wir die Menschen vorbereiten auf die Wiederkunft Jesu, dann sollten wir uns an Johannes den Täufer orientieren, oder? Klar, deutlich, einfach verständlich und immer aus der Bibel. Ja, eine eindeutige Botschaft.

[1:03:59] Ganz genau. Wir haben ja in Johannes, wenn ihr euch ganz kurz zu Johannes geht, das haben wir ja damals zu Beginn der Serie angeschaut, wo es in Vers 7 heißt, in Johannes 1, Vers 7 von Johannes, nicht wahr? Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glaubten. Was für eine Aufgabe? Die Menschen darauf vorzubereiten, an Jesus zu glauben. Und was für eine Aufgabe für uns. Schaut, ich glaube, unsere Aufgabe ist noch gewaltiger als die von Johannes, in einem gewissen Sinne zumindest. Denn Johannes hat gepredigt und selbst wenn die Menschen nicht Johannes geglaubt haben, hatten sie immer noch die Chance, Jesus zu glauben, als er kam. Aber wenn die Menschen uns nicht glauben und Jesus kommt, dann ist es zu spät. Also wer Johannes nicht glaubte, hat immer noch eine Chance gehabt. Das zeigt eigentlich, wie verantwortungsvoll unsere Aufgabe ist und wie ernst wir sie nehmen sollten. Und wie dankbar wir sein können, dass Gott uns diesen Dienst schenkt, dass er uns das gibt aufgrund seines Bundes. Sein Bund beinhaltet, dass er uns auch solch eine Aufgabe gibt.

[1:05:10] Zurück zu Lukas. Diese Vergebung der Sünden ist übrigens ein Begriff, der bei Lukas ganz oft vorkommt, in der Apostelgeschichte auch. Aber wir gehen weiter zu Vers 78. Dort sagt er jetzt nämlich, warum Gott die Sünden vergibt. Damit schließt sich jetzt der Kreis zum Anfang. Am Anfang ging es auch um die Sündenvergebung. Was steht jetzt bei euch als nächstes? Das würde mich interessieren. Herzliche Barmherzigkeit. Welches Wort kommt gleich zweimal vor? Herz, oder? Ich weiß nicht, ob es im Griechischen Aussatz ist, das haben wir nicht geprüft. Herzlich, was drückt herzlich aus? Aber im Deutschen ist es zumindest schön. Herzlich, also welche Art von Menschen habt ihr im Sinn, wenn jemand herzlich ist? Lachend, fröhlich, jemand in den Arm nehmen, nicht wahr? So gutmütig, herzlich halt. Und hier wird der Charakter Gottes beschrieben. Manche Worte, wie Barmherzigkeit, sind schon so oft verwendet worden. Wir wissen, Gott ist barmherzig. Was ist barmherzig? Barmherzig kann man sich vorstellen. Barmherzig sind viele Begriffe, die die Bibel verwendet. Herzliche Barmherzigkeit. Deswegen tut er das.

[1:06:48] Und was ist der Aufgang aus der Höhe? Der Aufgang aus der Höhe. Der Kreis schließt sich zu welchem Vers? Vers 68. Ganz am Anfang, Gott hat sein Volk besucht. Und jetzt Vers 68. Was kann man schlussfolgern? Dass der Aufgang aus der Höhe Gott sein muss. Denn Vers 68 besucht Gott sein Volk. Und jetzt heißt es, dass der Aufgang aus der Höhe Gott besucht. Es ist nicht der buchstäbliche Sonnenaufgang. Die Bibel spricht nicht vom Sonnengott. Sondern die Sonne wird zu einem Symbol. Zu einer Metapher für Gott selbst. Der das Volk besucht, der Mensch wird. Und kennt ihr eine andere Stelle in der Bibel, wo Jesus Christus mit dem Sonnenaufgang. Ja, ganz genau. Und die Sonne spricht von der Sonne der Gerechtigkeit. Beide nicht. Obwohl sie so viele Kapitel geschrieben haben. Es ist einer, der viel weniger geschrieben hat. Nur 3 oder 4, je nach Übersetzung. Die Sonne ist in unseren Bibeln ganz weit am Ende des alten Testaments. Der Anfangsbuchstabe ist gut. Malachi, ganz genau. Malachi, ganz am Ende. In Malachi 3, Vers 20.

[1:08:14] Malachi 3, Vers 20. Die Bibel sagt: Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung wird unter ihren Flügeln sein. Das ist 3, Vers 20. Malachi 3, Vers 20. Das ist direkt von Matthäus. Malachi 3, Vers 20. Die Sonne der Gerechtigkeit geht auf. Ich finde das Bild sehr schön. Wir wissen vom Sonnenaufgang, dass es nicht von einer Sekunde auf die nächste heller Tag ist. Es ist ein Prozess. Es wird heller und heller. Jesus sagt, es wird heller und heller, umso heller ist der Sonnenaufgang. Je näher wir Gott kommen, desto stärker strahlt es unser Herz hinein. Kennt ihr Stelle, wo Jesus mit der Sonne und dem Licht des Tages verglichen wird?

[1:09:27] 4, Vers 6. Dem Lichtgebot, um die Götter zu erden, der Herrlichkeit Gottes. Wir müssen zum Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesus Christi. 2. Petrus 1, Vers 19. Wir haben angefangen mit der Weissagung. Du kannst dir erinnern, das ist der Geist der Weissagung. Wir haben vorhin gesagt, am Ende werden wir darauf zurückkommen. In 2. Petrus 1, Vers 19, da wird uns gesagt: Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort. Es tut gut daran, darauf zu achten, dass der Morgenstern aufgeht, wie der Prozess, wo in euren Herzen. Wodurch geht der Morgenstern in unseren Herzen auf? Durch das prophetische Wort, die Prophetie. Er sagt, achtet auf die Prophetie, damit der Morgenstern, der Christus sagt, dass er der helle Morgenstern ist, damit Christus in unserem Herzen immer mehr Gestalt gewinnt. Heute gibt es viele Christen, die wollen von der Prophetie nichts wissen. Aber selbst im Evangelium haben wir die Prophetie. Der Heilige Geist hat einen Zweck, und das ist, dass der Morgenstern aufgeht in unseren Herzen. Der Aufgang aus der Höhe hat uns besucht.

[1:11:34] Ja, Psalm 119, Verse 104, 105. Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. Johannes 8, Vers 12. Ich bin das Licht der Welt. Es heißt in Offenbarung 1, als Jesus zu Johannes kommt auf der Insel Patmos, dass sein Angesicht leuchtete wie die Sonne. Als auf dem Verklärungsberg ist mit Petrus und Johannes und Jakobus, da leuchtete sein Gesicht wie die Sonne. Und wir haben viele Stellen, die deutlich machen, hat er die Herrlichkeit Gottes wieder gespiegelt. Sein Angesicht hat geleuchtet. Und er wird mehr und mehr durch das Studium der Prophetie. Ich glaube, alle, die da waren, wir haben Offenbarung studiert, aber wir haben Jesus besser kennengelernt. Es hat überall mit dem Evangelium zu tun. Je mehr wir uns mit Daniel und den Propheten beschäftigen, der neue Evangelium kommt. Ein herrlicher Bericht. Wir haben Johannes und Daniel eingeführt, die viel geliebten.

[1:12:57] Zum Abschluss, Lukas 1, Vers 79. Wem scheint das Sonnenlicht? Denen, die ohnehin auf der Sonnenseite des Lebens sind. Wer scheint das Sonnenschein? Die, die in Finsternis und Todesschatten sitzen. Um unsere Füße auf den Weg des Friedens zu richten. Das Wort ist ein Licht auf unserem Weg. Es führt uns wieder auf den rechten Pfad zurück. Der Todesschatten ist berühmt. Ich war Psalm 23, auch wenn ich wandern muss durchs Tal des Todesschattens. Es gibt in unserem Leben Situationen, in denen wir nicht wissen, woher das Licht kommt. Es kommt aus dem Tal des Todesschattens. Die Bibel sagt uns, dass der Sonnenaufgang sein Licht uns geben möchte. Woher kommt das Licht? Aus dem Studium der Prophetie. Wenn es uns schlecht geht, wenn wir Sorgen haben, dann ist es keine schlechte Idee, die Prophetie zu studieren. Vielleicht ist es nicht angemessen. Aber die Prophetie lässt den Morgenstern aufgehen. Wenn wir sie richtig studieren, wenn wir Jesus im Zentrum haben, dann ist es die Prophetie, die uns durch die schwierigen Situationen des Lebens führt. Das Evangelium beginnt mit lauter Prophezeiung. Gabriel, Elisabeth, Maria, eine Prophezeiung nach der anderen. Das ganze Fundament des Evangeliums ist Prophetie. Aktuelle Prophetie, dann Verweise auf die alte Prophetie des Alten Testaments.

[1:14:49] Wie ist das mit dem Weg? Letzter Vers in Jeremia 6, Vers 16. Manchmal kann es sein in unserem Leben, dass wir den Weg ein bisschen aus den Augen verloren haben. Habt ihr die Frau von Eugene kennengelernt? Die Heidi? Ich weiß gar nicht, an welchem Tag ist sie spazieren gewesen an der Osterfeldhalle und wollte in den Wald spazieren gehen. Dann hat sie im Wald spazieren gegangen und dann wollte sie zurück. Irgendwie sah jeder Waldweg aus wie derselbe. Sie hat über eine Stunde durch den Wald geirrt, hatte kein Handy dabei und hat dann versucht, zurückzufinden. Irgendwie sah nichts aus, als ob sie es jemals gesehen hätte. Irgendwann war sie in einem anderen Dorf und hatte kein Deutsch. Ich weiß nicht, ob jemand Englisch konnte. Sie war völlig verzweifelt. Dann hat sie jemanden gefragt. Die Frau, die sie gefragt hat, war eine Adventistin aus Esslingen. Die hat sie schnell wieder auf den Weg zurückgebracht. Manchmal geht es uns auch so im Leben. Wir machen nur eine kleine Abbiegung und plötzlich sind wir in einem Labyrinth. Wir haben das Gefühl, wir wissen nicht mehr, wie wir zurückkommen können. Dann brauchen wir die Prophetie. Wir brauchen das Wort Gottes, das uns zurückbringt auf den Weg.

[1:16:26] Was haben wir gesagt?

[1:16:29] Jeremia 6, Vers 16. Die Bibel sagt: "So spricht der Herr: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden vor euren Seelen." Wir wollen nicht darauf wandeln. Wir wollen uns von dem Aufgang der Sonne, von dem wahren Licht, das alle Menschen erleuchtet, wieder auf den wahren Weg zurückbringen lassen.

[1:17:05] Wollen wir noch gemeinsam beten? Lasst uns dazu niederkneien. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir in diesem Studium dieser erstaunlichen Prophezeiung wieder so viele wichtige Ideen gefunden haben, die unser Glaubensleben stärken und ein festes Fundament uns geben. Wir sehen ganz deutlich, wie das Evangelium und die Prophetie im Lukas-Evangelium so wunderbar verbunden ist. Wenn wir weiter gehen, die Evangeliumsberichte zu studieren, möchten wir dich bitten, dass wir das nie aus den Augen verlieren, dass auch das Evangelium eine prophetische Botschaft ist und nicht ein pures Evangelium. Wir möchten dich bitten, dass wir diese Erfahrung auch erleben, die Zacharias beschrieben hat. Dass wir erlöst werden aus der Hand derer, die uns hassen. Dass du uns befreist aus Sünden oder schlechten Gewohnheiten, die uns gefangen genommen haben. Und dass du, wenn du uns befreit hast, uns auch schenken wirst, dir dienen zu dürfen, ohne Furcht, in Heiligkeit und Gerechtigkeit unser ganzes Leben. Führe uns auf den guten Weg. Zeige uns den Weg, den wir gehen sollen. Lass die Sonne der Gerechtigkeit in unserem Herzen immer heller scheinen. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.


Lizenz

Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.