Christopher Kramp predigt über das Thema „Von San Antonio in den Himmel – Teil 1“. Er zieht Parallelen zwischen der biblischen Reise des Volkes Israel ins verheißene Land und dem Weg der Gemeinde heute. Die Predigt betont die Notwendigkeit, sich auf die Kernbotschaft des Evangeliums zu konzentrieren, die Verheißungen Gottes anzunehmen und Jesus als Wegweiser zu folgen, um die Herausforderungen des Lebens zu meistern und das Ziel des himmlischen Kanaan zu erreichen.
Von San Antonio in den Himmel – Teil 1
Christopher Kramp · Predigten ·Themen: Adventgeschichte, Bibel, Erweckung, Gemeinde, Jesus, MissionWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Ich freue mich so, bei euch sein zu können und wieder in Deutschland sein zu können. Die Hitze ist ungefähr genauso wie in Texas oder in Mexiko, hat sich nicht viel verändert. Ich bringe euch Grüße, und zwar Grüße von Ivar Myers, von Immanuel Beck, vom Tash Parklep, vom Justin Torosian, vom Ronny Schreiber, vom Lukas Herrmann, vom Eugene Pruitt, vom Clinton, vom Ingo Sorge, von David Gates, die Liste könnte so weiter gehen, und von Chad Kruse, den kennt ihr noch nicht, den werdet ihr im Herbst kennenlernen, bei unserer Evangelisation von der Jugend.
[0:50] Die BR hat schon angedeutet, nächsten Sabbat möchten wir euch einen ausführlichen Bericht geben, was wir erlebt haben in Mexiko, und vor allem auf der Generalkonferenz. Ihr habt vielleicht manche schon gesehen oder auch gehört, vielleicht habt ihr ein- oder andermal im Facebook nachgeschaut, was wir so live getickert haben, aber wir werden euch noch einige interessante Hintergrundinformationen geben können, einige Bilder, Videos, und seid herzlich dazu eingeladen. Nur für alle diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: Es gab zwei wesentliche Hauptentscheidungen, für die ich Gott sehr dankbar bin. Das eine ist, dass unser Präsident Ted Wilson wiedergewählt worden ist, mit großer, großer, großer Mehrheit. Auch da werde ich euch die Geschichte hinterher dann noch erzählen am nächsten Sabbat. Und ihr erinnert euch, vor einigen Wochen hatten wir hier eine Predigt zum Thema der Frauenordination, und ihr habt gesehen, was für eine große Debatte sich entspannt hat, und die hat sich dort auch auf der Generalkonferenz entspannt, aber in einer äußerst, äußerst segensreichen Diskussion, die vom Heiligen Geist geführt worden ist, hat am Ende die Mehrheit der Delegierten sich dagegen entschieden. Und auch dazu mehr Informationen nächsten Sabbat.
[2:02] Jede Generalkonferenz ist immer auch so ein Moment des Innehaltens, des Schauens: Wo stehen wir gerade als Weltkirche und wie geht es weiter? Wenn 65.000 Adventisten zusammenkommen und sogar das Flughafenpersonal erstaunt ist, wie freundlich so eine riesige Gruppe von Menschen sein kann, wenn Delegierte aus allen Teilen der Welt zusammenkommen, um Pläne zu schmieden und Rückschau zu halten, dann ist es auch für uns, glaube ich, ganz angemessen, dass wir hier in unserem kleinen Stuttgart-Wangen mal innehalten, mal zurückschauen und schauen, vor allem, wie geht es weiter, was sind die Impulse, die die Weltkirche aufgenommen hat, und was sind die Impulse, die wir hier in unserer Ortsgemeinde umsetzen sollten, denn wir sind Teil einer großen Familie. Und wer jetzt schon, oder wenn, lass mich das anders formulieren: Wenn Jesus in den nächsten fünf Jahren nicht wiederkommt, dann spart mal auf die nächste GK. Das ist unvorstellbar, mit 65.000 Menschen aus Westafrika, aus Südostasien, aus Australien zusammenzukommen und gemeinsam zu singen: "Lift up the trumpets", blast die Posaune. Das ist wie im Himmel, so ein bisschen.
[3:25] Wir wollen uns also heute ein bisschen Gedanken machen, wo stehen wir, wie geht es weiter und was ist unsere Marschrichtung. Und bevor wir das tun, möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet und dann die Bibel aufschlagen.
[3:41] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen. Danke, dass du ein so großartiger Gott bist, dass du so ein gnädiger Gott bist und dass deine Gedanken nicht unsere Gedanken sind, dass deine Gedanken so viel höher sind als der Himmel über der Erde ist. Und dass wir zu dir kommen können, dich Vater nennen dürfen, dass wir mit unseren Sorgen, Problemen, Nöten uns einfach in deine Arme werfen können, dass du uns dein Wort gegeben hast und dass wir daraus lernen können, dass wir verändert werden dürfen. Ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass heute, morgen, wenn wir dein Wort lesen, wenn wir uns Gedanken machen, wo wir stehen und was die Marschrichtung ist, Richtung Himmel, dass trotz der Hitze du uns Aufmerksamkeit schenkst, dass wir aus deinem Wort das lernen, was wir lernen sollen, dass du uns ermutigst, dass du uns stärkst, dass du uns segnest. Du hast verheißen, dass du nicht lügen kannst, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt. Und so möchten wir dich bitten, dass dein Wort das tut, wozu du es gesandt hast. Sei du bei uns, segne du uns und bekräftige du uns, wecke du uns auf und schenke uns Erweckung und Reformation. Im Namen Jesu, Amen.
[5:16] Der Titel der Predigt ist: "Von San Antonio zum Himmel", Teil 1. Wir haben das seltene Vergnügen, dass wir nächste Woche wieder uns treffen werden zur Predigt hier, und so werden wir heute den ersten Teil haben und morgen den zweiten Teil. Ich dachte mir, wenn man schon mal zwei Predigten, nächste Woche, wenn man schon mal zwei Predigten miteinander hat, dann hat man die Möglichkeit, mal ein bisschen weiter auszuholen, nicht wahr? Das mache ich ja sonst nie. Und so wollen wir gemeinsam uns Gedanken machen: Von San Antonio zum Himmel, was ist der Weg der Gemeinde von San Antonio bis zum Himmel? Teil 1. Schlagt mit mir auf: Joshua Kapitel 1.
[5:51] Das Buch Joshua beginnt im Grunde genommen nach einer Generalkonferenz. Ob ihr es glaubt oder nicht, direkt vor dem Buch Joshua befindet sich das Buch 5. Mose. Und das Buch 5. Mose war ein Zeitabschnitt kurz vor dem Einzug in das Land Kanaan, als Mose das gesamte Volk Israel zusammennahm, um eine Bestandsaufnahme zu machen, um zu schauen, wo stehen wir und was können wir aus der Vergangenheit lernen, wie geht es weiter. Kurz bevor das Buch Joshua beginnt, hatte Mose nicht nur eine Bestandsaufnahme gemacht, man hatte das Volk gezählt, man hatte Geschichten wiederholt, die das Volk erlebt hat in der Vergangenheit, und all das hintergeschrieben im Buch 4. und 5. Mose.
[6:47] Auch bei der Generalkonferenz hat es eine Standortbestimmung gegeben: Wo stehen wir? Die Adventgemeinde hat zu diesem Zeitpunkt mehr als 18 Millionen Mitglieder in 216 Ländern. Seit 11 Jahren werden jedes Jahr mehr als eine Million Menschen getauft. Jede Stunde werden 133 Menschen in die Adventgemeinde getauft. Das heißt, wir haben heute eine Taufe, die geht um 15:30 Uhr los, in vier Stunden. Könnt ihr also davon ausgehen, dass von dem Zeitpunkt, wo ich jetzt rede, bis zu unserer Taufe, so mindestens 600 Leute getauft werden? Jedes Jahr werden mehr als 2000 neue Gemeinden gegründet, und das seit den letzten zwölf Jahren. Alle dreieinhalb Stunden wird eine neue Gemeinde gegründet. Unsere Adventgemeinde explodiert, vor allem in Ostafrika, vor allem in Südamerika, in Mittelamerika, wo wir jetzt gewesen sind, in Südmexiko. Da gab es vor sechs Jahren gab es drei Verbände, jetzt gibt es fünf Verbände. In einer Stadt, in Vierhermosa, wo wir gewesen sind, eine Stadt so groß wie Stuttgart, gibt es nicht sechs Gemeinden oder sieben Gemeinden oder zehn Gemeinden, sondern 240 Gemeinden. Wenn ihr wissen wollt, was ihr Geheimnis ist, dann kommt nächste Woche zur Predigt und zum Nachmittag. Wir haben 173 Krankenhäuser, mehr als 2000 weiterführende Schulen, Universitäten, 63 Verlagshäuser, 15 Medienzentren und so weiter und so fort. Mehr Zahlen kann ich euch am nächsten Nachmittag geben, nächsten Sabbat.
[8:17] Unsere Gemeinde explodiert fast überall. Gleichzeitig ist auch deutlich geworden, dass es manche Probleme gibt. Wir taufen zwar Menschen links und rechts, aber gerade in Gebieten wie Afrika gehen auch viele wieder aus der Hintertür heraus. Man hat festgestellt, dass in den letzten fünf Jahren 60 Prozent aller Neugetauften die Gemeinde wieder verlassen, trotz des Wachstums. Also stellt euch mal vor, die würden alle in der Gemeinde bleiben. Wir wären wahrscheinlich jetzt schon bei ungefähr 25 Millionen. Aber nicht nur das. Es wird festgestellt, dass wir immer mehr Probleme auch in den Gemeinden haben. Es gibt viel Streit, so wie damals beim Israel. Als Mose zurückschaute auf die letzten 40 Jahre, da gab es viel Streit, viel Murren, viel Abfall und viel Konflikt.
[9:10] Mose hat die Geschichte wiederholt und dann heißt es, dass Mose starb. In Joshua Kapitel 1, Vers 1. Und es geschah nach dem Tod Moses, des Knechtes des Herrn, da sprach der Herr zu Joshua, dem Sohn Nuns, dem Diener Moses, folgendermaßen:
[9:28] Eine der interessantesten Lektionen gleich am Anfang ist, dass Gott trotz der großen Fähigkeiten von Mose, und wisst ihr, welche Fähigkeiten Mose hatte? Ellen White sagt uns, dass Mose der größte Feldherr aller Zeiten war, größer als Napoleon, größer als Alexander der Große. Er war der größte Historiker, größer als Herodot und größer als, wie sie alle heißen. Er war der größte Philosoph, größer als Kant und Schopenhauer und Nietzsche. Wenn man irgendwann einen Generalkonferenzpräsidenten gebraucht hätte, wie ihn, dann wäre er die richtige Wahl gewesen. Mose war der Mann aller Männer. Aber bevor das Volk Israel in das Land Kanaan hineingehen konnte, starb Mose.
[10:15] Und ihr Lieben, was wir daraus lernen können ist, wenn Gott sein Volk nach Kanaan bringen kann ohne Mose, dann könnt ihr sicher sein, er braucht keinen einzelnen Menschen. Und ja, wir sind froh, dass Ted Wilson wieder gewählt worden ist, aber ihr Lieben, egal ob wir einen Ted Wilson haben oder nicht, egal ob wir einen Mark Finley haben oder nicht, egal ob wir einen Walter Veith haben oder nicht, Gott ist in der Lage, sein Volk nach Hause zu bringen. Mose war tot, aber Gott war nicht tot.
[10:55] Vor 100 Jahren, diese Woche, starb Ellen White. Kein Grund zu feiern, sie hat nichts davon, sie schläft seit 100 Jahren, kriegt nichts mit. Und wir hätten schon längst im Himmel sein sollen, aber es lohnt sich, darüber nachzudenken, was für ein Dienst die Adventgemeinde getan ist. Ellen White ist tot, aber Gott spricht noch immer. Ihr Lieben, Mose war tot, aber Gott sprach. Und ich glaube, auch wenn unsere Pioniere tot sind, auch wenn Ellen White tot ist, auch wenn manches sich verändert in unserer Leitungsstruktur hier und dort, eins dürfen wir wissen: Gott ändert sich nicht. Und egal was passiert, egal ob auf lokaler Ebene, was die Gemeindewahl bringt, oder auf Generalkonferenzebene oder auf all den Ebenen dazwischen, Gott spricht und Gott hat eine einfache Botschaft. Lasst uns schauen, was Gottes Botschaft an sein Volk kurz vor dem Jordan war.
[11:52] Vers 2: "Mein Knecht Mose ist gestorben, so mache dich nun auf, ziehe über den Jordan, du und das ganze Volk." Gott hat eine Botschaft damals an Joshua und das ganze Volk, eine Botschaft an jeden Einzelnen und an das Kollektiv als Gemeinde. Und ich glaube, wir stehen heute auch vor dem Jordan. Ich weiß nicht, wer von euch verfolgt hat, was vor wenigen Wochen der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten entschieden hat. Gegen die Verfassung hat man Rechte kreiert, die die Verfassung gar nicht hergibt. Und viele Beobachter waren sich einig, dass das ein erster Schritt ist, den ersten Zusatzartikel der Verfassung der Religionsfreiheit zu unterminieren. Ich muss euch nicht viel erzählen über die Bestrebungen des jüngsten Papstes. Wir haben das ja alles schon ausführlich studiert.
[12:49] Liebe Geschwister, wir stehen kurz vor dem Jordan. Wie Ted Wilson es ausgedrückt hat in einer seiner Ansprachen: "Wer weiß, ob wir die nächste Generalkonferenz noch erleben werden?" Ja, es stimmt. So wie Luther glauben wir, dass wenn Jesus morgen wiederkommt, pflanzen wir heute noch einen Apfelbaum. Und ja, die Generalkonferenz 2020 ist schon geplant für Indianapolis. Aber glaubt mir, der Papst wartet nicht auf Indianapolis. Und Gott erst recht nicht.
[13:21] Die Botschaft an Joshua war sehr einfach, unmissverständlich: Ihr steht vor dem Jordan, geht über den Jordan. Jetzt ist nicht die Zeit, zurückzukehren. Jetzt ist nicht die Zeit, sich lange Gedanken zu machen, was damals passiert ist. Jetzt ist die Zeit, vorwärts zu gehen über den Jordan.
[13:41] Als Gemeinde haben wir uns mit vielen Dingen beschäftigt, die vielleicht schon in sich selbst nicht unwichtig waren, die aber Zeit und Energie verschwendet haben. Seit fünf Jahren, eigentlich seit 40 Jahren, hat die Gemeinde diskutiert über die Frage der Frauenordination. Und einer der Delegierten am Mittwoch stand auf und hat zu allen anderen Delegierten gesprochen und zu all den tausend, wahrscheinlich 30.000 Zuschauern auf den Rängen und hat gefragt: "Warum ist es heute beim Thema der Frauenordination so voll?" Und gestern am Dienstag, als wir gesprochen haben über Gemeindehandbuchänderung, über die Mission und über die Jugendarbeit, da war kaum einer da. Wir haben viel Zeit verloren mit Dingen, die vielleicht nicht unwichtig sind, aber nicht das Wichtigste. Und das Gebot der Stunde ist es, sich wieder zu besinnen auf die einfachen Wahrheiten, die klaren Wahrheiten, die wichtigen Dinge unseres Missionsauftrages. Zieh über den Jordan, geh nicht zurück.
[14:48] Manchmal glauben wir, dass wir das Land Kanaan nie betreten werden. Wir glauben schon, dass wir eigentlich da hinkommen sollten. Wir reden davon, wir lesen davon, wir singen davon, aber ganz ehrlich, manchmal haben wir unser Leben schon für die nächsten 10, 20, 30, 40, 50 Jahre ausgeplant und wir wissen ja theoretisch, Jesus kommt irgendwann, aber es hat nicht mehr so diese praktische Relevanz für unser Leben. Manchmal glauben wir, es ist eine gute Wahrheit, eine richtige Wahrheit, aber wir verlieren diese Dringlichkeit. Werden wir wirklich einmal am gläsernen Meer stehen? Werden wir wirklich einmal den Erdboden unter unseren Füßen verlassen? Werden wir wirklich einmal Jesus auf der Wolke treffen? Oder wird in 150 Jahren hier jemand stehen und von einer weiteren Generalkonferenz berichten?
[15:43] Ellen White, die vor 100 Jahren in dieser Woche gestorben ist, hat in ihrer ersten Vision, die sie jemals gehabt hat, mit 17 Jahren im Jahre 1844, folgendes gesagt: Ganz am Anfang dieser ersten Vision sagt sie: "Ich habe versucht, einen guten Bericht und einige Trauben vom himmlischen Kanaan mitzubringen, wofür manche mich steinigen wollten, wie auch die Kinder Israel, Kaleb und Josef für ihren Bericht steinigen wollten. Aber ich versichere euch, meine Geschwister und Herren, es ist ein gutes Land und jetzt Achtung: Wir sind wohl im Stande, hineinzugehen und es zu besitzen."
[16:20] Ihr Lieben, manchmal glauben wir, wir müssen Superhelden sein, um nach Neu-Jerusalem zu kommen, und wir haben das innere Gefühl, wir werden es sowieso nicht schaffen. Gott braucht eine andere Generation. Gott muss eine andere Generation von Kindern oder von Jugendlichen erwecken. Andere werden es tun, aber nicht wir. Ihr Lieben, Ellen White sagt uns: "Wir sind wohl im Stande." Gott sagte dem Joshua: "Zieh über den Jordan, geh vorwärts, nicht zurück."
[16:55] Könnte es sein, dass auch wir als Gemeinde Bad Cannstatt in einer ganz ähnlichen Situation sind, wo wir jetzt Gemeinde Bad Wangen sind, wie die Generalkonferenz als Ganzes? Großes Wachstum, aber vielleicht sind wir mit unserem Wachstum nicht ganz hinterhergekommen und wir verlieren uns in teilweise nicht mehr ganz so wichtigen Dingen. Gottes Botschaft an die Weltgemeinde, Gottes Botschaft an dich ist: Zieh über den Jordan, geh nicht zurück, vorwärts.
[17:29] Nun, in Joshua 1 und dort ab Vers 3 heißt es: "Jeden Ort, auf den eure Fußsohlen treten, habe ich euch gegeben, wie ich jetzt Mose verheißen habe." Gott erinnert sie: Ihr hattet einen Propheten, ihr hattet Mose, der vor kurzem gestorben ist, und durch ihn habe ich euch sagen lassen, ihr werdet Erfolg haben, ihr werdet vorankommen und jeden Ort, den ihr betretet mit eurer Fußsohle, dort werdet ihr Sieger sein.
[17:54] Aber Gott erinnert sie nicht nur an die Verheißung, die Mose gegeben worden sind. Schaut mal in Vers 4 in Joshua 1, Vers 4: "Von der Wüste und dem Libanon, dort bis zum großen Strom Euphrat, das ganze Land der Hethiter und bis zu dem großen Meer, wo die Sonne untergeht, soll euer Gebiet reichen." Jetzt Joshua kannte die Bibel. Mal sehen, ob ihr sie auch kennt. Woher kommt dieser Vers? Das ist eine Paraphrase, ein Zitat. Woher nimmt Gott das? Wo kam das schon mal vor in den Büchern vorher? Weiß es jemand?
[18:26] In 1. Mose, ganz genau. Preis den Herrn für Parallelverse. 1. Mose 15 und dort Vers 18. 1. Mose 15, Vers 18. Die Bibel sagt: "An jenem Tag machte der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens bis an den großen Strom, den Euphrat." Also, mit wem ist diese Verheißung gegeben worden? Dem Abram. Und Abram war der erste Prophet des Volkes Israel, ist das nicht wahr? Er war der Stammvater der Israeliten. Und als Joshua am Jordan steht, da sagt Gott: "Erinnert euch an das, was ich dem letzten Propheten gesagt habe, oder erinnert euch, was ich dem ersten Propheten des Volkes gesagt habe."
[19:14] All die Verheißungen werden sich erfüllen. Und wenn Gott an den ersten Propheten erinnert und wenn er an den letzten Propheten erinnert, was ist seine Kernaussage? Dass alles mittendrin sich auch erfüllen wird, oder? Von A bis Z, das was der erste Prophet gesagt hat, was der zweite, der dritte, der vierte bis zum letzten gesagt hat.
[19:36] Ihr Lieben, wir stehen vor dem geistlichen Jordan und wir haben eine Bibel voller Verheißungen, ganz vom Anfang, wo dem Adam gesagt worden ist, dass der Satan zertreten wird, über das, was Henoch gesagt hat, dass Jesus wiederkommen wird, um Gericht zu halten. Durch all die Propheten hindurch bis zum letzten Propheten, bis zu Ellen White. Und Gott erinnert uns heute daran, dass all das sich erfüllen wird. Die Frage ist: Kennst du die prophetische Botschaft?
[20:14] In dieser ersten Vision, die Ellen White gesehen hat, da sagt sie folgendes: Sie sagt: "Während ich am Familienaltar betete, kam der Heilige Geist über mich und ich schien immer höher zu steigen, weit über die dunkle Welt." Frage: Ist die Welt heute noch dunkler als zur Zeit von Ellen White? Sie ist finster. "Ich sah mich nach den Adventisten in der Welt um, konnte sie aber nicht finden." Ich frage mich manchmal, ob Ellen White sie heute gefunden hätte. Aber damals konnte man sie nicht finden in der dunklen Welt. Da sagte eine Stimme zu mir: "Sieh noch einmal hin, aber schau ein bisschen höher."
[20:54] Jetzt erhob ich meine Augen und sah einen geraden, schmalen Pfad, der hoch über der Welt aufgeworfen war. Auf diesem pilgerten die Adventisten nach der heiligen Stadt, die am anderen Ende des Pfades lag. Da war ein Weg nach Neu-Jerusalem hinter ihnen. Am Anfang des Weges war ein helles Licht, das der Mitternachtsruf war, wie mir ein Engel sagte. Weiß jemand von euch, was der Mitternachtsruf gewesen ist?
[21:21] Ellen White sieht dort ganz am Anfang ihres Dienstes diesen Weg. Es war ein gerader Weg, es war ein schmaler Weg und er war hoch oben über der Welt und dieser Weg führte direkt nach Neu-Jerusalem. Aber am Anfang des Weges war ein Licht, das den gesamten Weg beleuchtete und dieses Licht war der Mitternachtsruf. Was ist der Mitternachtsruf? Der Bräutigam kommt, das stimmt. In der Bibel ist das der Mitternachtsruf, aber im Kontext der Adventbewegung ist das noch zu allgemein. Der Mitternachtsruf war die Botschaft, die im August 1844 durch die Adventbewegung wie ein Steppenbrand ging, dass Jesus am 22. Oktober 1844 kommen würde. Ihr wisst, er ist nicht gekommen.
[22:09] Der Mitternachtsruf war die Botschaft, dass am 22. Oktober 1844 etwas Entscheidendes passieren würde. Was ist denn passiert? Jesus ging in das Allerheiligste, das Untersuchungsgericht begann, der letzte Abschnitt vor der Wiederkunft. Ellen White sagt, diese Wahrheit ist das Licht auf dem Weg, die prophetische Wahrheit von Daniel 7 und Daniel 8 und Daniel 9 von der Offenbarung. Das ist die Botschaft, die das Licht ist auf unserem Weg.
[22:37] Meine lieben Freunde, liebe Geschwister, wisst ihr, warum Menschen Adventisten werden? Sie werden nicht Adventisten, weil die Gebäude so schön sind, nicht weil die Musik so laut oder leise ist. Sie werden nicht Adventisten, weil die Adventisten so freundlich sind. Sie werden Adventisten, weil die Botschaft so überzeugend ist, weil endlich sie verstehen, was Daniel 2 bedeutet, Daniel 7 bedeutet, Daniel 8 bedeutet, weil jemand ihnen die Offenbarung erklärt, weil sie mit dem, was sie gelernt haben, jetzt die Bibel selbst verstehen können. Deswegen werden Menschen Adventisten. Überall auf der Welt. Lasst uns an der Botschaft festhalten. Wenn wir nach Neu-Jerusalem gehen wollen, wenn wir den Jordan überqueren wollen, dann müssen wir unsere Botschaft kennen, unsere prophetische Botschaft. Jesus in jeder Lehre.
[23:33] Nun, schaut mal, was Gott dem Joshua sagt in Joshua Kapitel 1 und dort Vers 5: "Niemand soll vor dir bestehen." Wie lange? Bis du über den Jordan bist, richtig? "Dein Leben lang, wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen."
[23:56] Wisst ihr, wenn man so auf dem Weg ist und links und rechts der Abgrund steil ist und manchmal Hindernisse auf dem Weg sind und Steine auf dem Weg liegen und Bäume auf dem Weg liegen, dann fragt man sich manchmal, ob man ankommt. Hast du dich schon gefragt, ob du ankommen wirst? Ich habe mich schon gefragt, ob ich ankommen werde. Manchmal erinnert uns der Satan unsere Sünden und unsere Vergangenheit so sehr. Manchmal sind wir gefangen unter schlechten Gewohnheiten und es sieht so aus, als ob wir sie nicht aufgeben können. Und was wir dann machen? Wir arrangieren uns und wir kommen weiter zur Gemeinde. Wir ziehen uns weiter nett an und wir singen weiter die Lieder mit. Aber diese tiefe Überzeugung: Jesus kommt bald, schwindet einer Routine. Weil wir irgendwie das Gefühl haben, naja, es ist schon besser in der Gemeinde als außerhalb der Gemeinde. Aber wirklich was ändern im Leben tut sich nicht. Manchmal sind wir so verzweifelt, dass wir das Gefühl haben, ja, es ist schon gut, wenn ich in der Gemeinde bin. Aber wahrscheinlich ist mein Fall doch hoffnungslos.
[25:10] Aber Jesus sagt dem Joshua: "Ich bin bei dir. Ich will dich nicht aufgeben. Ich will dich nicht verlassen." Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du heute hier sitzt und denkst: "Naja, schon wieder eine Predigt über die Wiederkunft, schon wieder eine Predigt über, ja, Jesus kommt bald wieder, wir müssen den Jordan überqueren." Ja, ja, aber du weißt ja nicht, Christopher, wie es in meinem Leben ist. Ich möchte dir sagen: Es gibt jemand, der kennt dein Leben. Es gibt jemand, der kann dein Leben verändern.
[25:41] Er sagt: "Kann auch eine Frau ihre Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarmt über einen leiblichen Sohn? Selbst wenn sie ihn vergessen sollte, ich will dich nicht vergessen." Er sagt heute zu dir: "So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein." Der Psalmist sagt: "Der Herr behüte dich. Der Herr ist dein Schatten an der rechten Hand, dass dich am Tag die Sonne nicht steche, noch der Mond bei Nacht. Der Herr behüte dich vor allem Übel. Er behüte deine Seele."
[26:17] Dieser Gott sagt dir: "Wenn ihr meinen Bund betreffend des Tages und meinen Bund betreffend der Nacht aufheben könnt, so dass Tag und Nacht nicht mehr zu ihrer Zeit eintreffen werden, dann wird auch mein Bund mit meinem Knecht David aufgehoben werden." Gott sagt: Solange es Tag wird, solange es Nacht wird, solange gilt mein Bund. Er sagt dir: "Ich will sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie mit meinem Zorn und Grimm verstoßen habe. Und ich will ihnen ein Herz und einen Wandel geben, dass sie mich allezeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen. Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Ich werde sie einpflanzen, dieses Land, in Wahrheit, mit meinem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele."
[26:59] Lieber Freund, liebe Freundin, Gott ist bei dir. Egal, was deine Situation ist, egal, wo du dich befindest, Jesus kennt dich und er möchte, dass du kurz vor dem Jordan nicht aufgibst. Stell dir vor, du bist den ganzen Weg gelaufen, du bist die 40 Jahre in der Wüste gewesen und stell dir vor, du würdest kurz vor dem Jordan aufgeben. Liebe Freunde, Geschwister, liebe Jugendliche, jetzt ist nicht die Zeit, aufzugeben. Es ist nicht die Zeit, zurückzukehren. Es ist nicht die Zeit, sich zur Ruhe zu setzen. Es ist die Zeit, vorwärts zu gehen. Fasse Mut, Jesus kommt wieder.
[27:37] In Joshua 1, Vers 6 sagt Gott dem Joshua: "Sei stark und mutig, denn du sollst diesem Volk das Land als Erbe austeilen, von dem ich ihren Vätern geschworen habe, dass ich es ihnen geben werde." Gott sagt ihm: "Sei stark und sei mutig." Vielleicht fühlst du dich schwach, unbedeutend. Woher kommt deine Stärke? Paulus sagt, dass Gottes Kraft in unserer Schwachheit zur Veränderung kommt. Paulus sagt: "Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine was? Eine Kraft." Vielleicht fühlst du dich schwach. Vielleicht denkst du: "Ich kann nicht anders als so." Aber Gott sagt dir: "Ich habe Kraft."
[28:25] Störe dich nicht an den Umständen. Störe dich nicht an deinen Sünden. Geh nicht zurück. Schau vorwärts. Schau vorwärts.
[28:46] In Joshua 1, Vers 7 wiederholt Gott genau dasselbe nochmal. Er sagt: "Sei du nur stark und sehr mutig und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz handelst, das dir mein Knecht Mose befohlen hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du weise handelst überall, wo du hingehst."
[29:07] Liebe Freunde, Satan weiß, dass wir kurz vor dem Jordan stehen. Und Satan weiß, dass wir nur noch eine kurze Wegstrecke zu haben. Und deswegen tut er alles in seiner Macht, um uns zu entmutigen, um uns abzubringen von links oder von rechts. Liebe Freunde, es ist nicht die Zeit, in den rechten Graben zu fallen. Wir haben keine Zeit, uns mit Fanatismus zu beschäftigen. Wir haben keine Zeit, schwärmerisch zu werden und nur noch auf den Geist zu achten, ohne auf das Wort. Wir haben keine Zeit, um irgendwelche Zeiten zu setzen. Wir haben keine Zeit, Pharisäer zu werden oder geistlich hochmütig zu werden. Wir haben keine Zeit, geistlich unabhängig zu werden, spalterisch zu werden. Lasst den rechten Graben rechts liegen.
[29:49] Wir haben auch keine Zeit, in den linken Graben zu fallen. Wir haben keine Zeit, an der Bibel zu deuteln und sie zu kritisieren. Wir haben keine Zeit, die Glaubensgrundsätze zu leugnen, den weltlichen Lebensstil einzuführen, Gottesdienstformen zu verändern. Wir haben keine Zeit, an Ellen White zu kritisieren. Lasst den linken Graben links. Geh vorwärts.
[30:14] Liebe Geschwister, so kurz vor der Heimat ist es nicht die Zeit, vom Weg abzukommen. Erinnere dich daran, was der Weg ist und geh auf diesem Weg. Dieser Weg ist nicht schwer zu finden. Man braucht keinen GPS, man braucht keine Karte, man braucht kein Navi. Er geht immer geradeaus. Man muss ihn nur gehen.
[30:39] Manchmal sind wir enttäuscht, manchmal sind wir entmutigt. Ellen White sagte: "Bald wurden manche von ihnen schwach und sagten, die Stadt sei so weit entfernt und sie hätten erwartet, eher anzukommen." Glaubt ihr nicht, dass das war es von unserer Adventgemeinde? Wir haben erwartet, eher anzukommen. Vielleicht haben auch wir als Gemeinde Stuttgart-Wangen erwartet, schon eher da zu sein. Und es sieht so aus, als ob die Stadt noch so fern sei. Sie sagt: "Jesus ermutigte sie aber, indem er seinen rechten Arm erhob, von dem ein Licht ausging, das sich über die Adventisten ergoss und sie riefen: Halleluja!"
[31:16] Liebe Freunde, wenn du entmutigt bist, wenn du versucht bist, nach links zu schauen und nach rechts zu schauen, wo so viele da unten sind und du fragst: "Bin ich überhaupt noch richtig hier ganz alleine da oben?" Dann erinnere dich daran an das, was Ellen White sagt: Jesus selbst ging seinem Volk voran, um es zu leiten. Solange die Adventgläubigen ihre Augen auf ihn gerichtet hielten, waren sie sicher.
[31:42] Wie bist du sicher? Wie kannst du garantieren, dass du nach Neu-Jerusalem kommen wirst? Was ist die Wegmarke? Die Wegmarke ist nicht Ted Wilson, nicht Walter Veith, nicht Mark Finley. Ist kein Prediger, kein Pastor, kein Ältester. Die Wegmarke ist Jesus. Hast du deine Augen auf Jesus gerichtet?
[32:00] Manchmal sind wir so beschäftigt, obwohl wir selbst nicht in den rechten Graben reinfallen oder in den linken, dass wir uns mit so viel damit beschäftigen und hineinschauen und gucken und gucken und gucken, dass wir den Jesus direkt vor uns aus den Augen verlieren. Und dann stehen wir und kritisieren und sagen: "Wir können die nur, und wir können die nur", statt nach vorne zu gehen.
[32:22] Ihr Lieben, lasst uns den Jordan überqueren. Lasst uns auf Jesus schauen, denn Jesus geht seinem Volk voran. Er sagt: "Ich bin bei dir, ich will dich nicht verlassen." Selbst wenn eine Mutter ihr Kind verlässt. Jesus verlässt uns nicht. Er hat seinen Jüngern gesagt: "Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt."
[32:44] Es ist nicht die Zeit, vom Weg abzukommen. So wie die von Ellen White in der Vision spricht, andere verachteten unbesonnen das Licht hinter ihnen. Mit anderen Worten, die denken nicht groß drüber nach, sie haben es nicht studiert, aber es gefällt ihnen nicht. Und so sagen sie: "Wir wollen es nicht, wir brauchen es nicht, wir müssen was anderes haben." Und sagten, dass es nicht Gott gewesen sei, der sie so weit hinaus geführt habe.
[33:11] Liebe Geschwister, wenn Gott uns führt, lasst uns niemals zu dem Punkt kommen, dass wir sagen: "Es war nicht Gottes Führung." Hinter solchen ging das Licht aus und ließ ihre Füße in vollständige Finsternis. Man kann auf dem Weg nach Neu-Jerusalem sein und in der Finsternis landen. Sie strauchelten, verloren die Wegmarkierung und Jesus aus den Augen und fielen von dem Pfad herab in die dunkle, böse Welt. Und da Ihnen Ellen White sagt, das passierte nicht nur am Anfang des Weges, sondern den gesamten Weg über sah man Menschen links und rechts runterfallen. Nicht, weil der Weg zu schmal war und man einen Balanceakt durchführen musste. Der Weg ist zwar schmal, aber er ist breit genug, dass man selbst, wenn man behindert ist, ihn noch gut gehen kann. Man muss kein Sportler sein, um diesen Weg gehen zu können. Man muss einfach nur auf Jesus schauen.
[33:58] Sei stark und mutig. In Vers 8 heißt es in Joshua 1, Vers 8: "Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern sinne darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht. Denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen und dann wirst du weise handeln."
[34:30] Manchmal schauen wir in die Gemeinde und fragen uns: "Warum gibt es solche Entscheidungen?" Oder: "Manchmal schauen wir unser Leben und fragen uns: Warum habe ich das getan? Warum habe ich kein Gelingen in meinem Leben?" Die Bibel gibt uns einen einfachen Grund: Wir haben dann Gelingen und dann Weisheit, wenn wir uns nicht nur das Volk des Buches nennen, sondern wenn wir das Volk des Buches sind.
[34:50] Als Ellen White ihre letzte Generalkonferenz besuchte, hielt sie eine Rede und als sie fertig war, ging sie vom Pult und auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz stoppte sie, als ob ihr etwas eingefallen wäre. Sie kehrte um, ging noch einmal ans Pult, sagte: "Liebe Brüder, liebe Schwestern, ich empfehle euch dieses Buch." Legte die Bibel hin, setzte sich hin. Und vielleicht sagen wir: "Ja, ja, natürlich, klar, wir sind die Adventgemeinde, wir sind das Volk des Buches, natürlich brauchen wir die Bibel."
[35:38] Liebe Geschwister, weniger als die Hälfte aller Adventisten weltweit machen Morgenandacht, Tag für Tag. Ja, wir kennen die Geschichten auswendig, deswegen können wir uns in der Sabbatschule hinsetzen, ohne die Sabbatschule-Lektion studiert zu haben, weil wir kennen sie ja ungefähr, wie sie gehen. Wir kennen die Daten, wir wissen nicht, wie wir sie herleiten können, aber wir kennen sie.
[36:04] Liebe Brüder und Schwestern, wir stehen kurz vor dem Jordan und wenn es etwas gibt, was du und ich brauchen, dann ist es dieses Buch. Ich weiß nicht, wer von euch täglich in der Bibel liest und vergleicht und sich fragt: "Was heißt dieser Vers für mein Leben?" Aber wenn du es nicht tust, wie möchtest du Gelingen und Weisheit bekommen?
[36:31] Liebe Freunde, liebe Brüder, liebe Schwestern, lasst uns wieder die Bibel studieren. Es klingt so allgemein, es klingt so, so selbstverständlich, dass ja, natürlich, Christoph, er predigt doch irgendwas, was wir schon kennen. Aber ihr Lieben, daran hängt es. Denn wenn wir unsere Bibel studieren würden und wissen würden, was Gott uns Tag für Tag zeigt, der Streit würde aufhören. Wir würden wissen, was wir tun müssen. Man müsste nicht irgendwelche Seminare haben, um uns zu motivieren für Missionen oder für Diakonie oder für das und jenes. Es steht alles drin. Es ist alles da drin.
[37:12] Ellen White hat aus einem bestimmten Grund gesagt: "Ich empfehle euch dieses Buch." Wir brauchen nicht all die tausend Kommentare, die es gibt. Übrigens, auf der Generalkonferenz ist man geflasht, wenn man sieht, wie viele Bücher es gibt über die Bibel. Ich habe zu einem gesagt: "Wenn uns so Pioniere das Material hätten, was wir heute haben, die hätten in sechs Monaten die ganze Welt erreicht." Und wir haben so viel Material: Videos, Powerpoints, Computerpräsentationen, Filme, Kommentare, links, rechts, oben, unten, in allen Sprachen. Aber die Bibel, das Wort Gottes.
[37:49] Lieber Bruder, liebe Schwester, lieber Jugendlicher, lieber Freund, liebe Freundin, ich empfehle dir die Bibel. Ob du es glaubst oder nicht, du kannst es dir leisten, ohne Fernseher zu leben. Das wäre theoretisch möglich. Ob du es glaubst oder nicht, du kannst es dir leisten, weniger Zeit vor dem TV zu verbringen, auch wenn du vielleicht nicht jede Freundschaftsanfrage bei Facebook beantworten kannst. Du könntest es dir sogar leisten, vielleicht ein zeitaufreibendes Hobby zu kürzen oder zu lassen. Aber liebe Freunde, wir können es uns nicht leisten, die Bibel nicht zu kennen. Wir können es uns nicht leisten.
[38:31] Und so fasst Gott die Botschaft zusammen an Joshua in Joshua 1, Vers 9: "Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir, überall, wo du hingehst." Zieh über den Jordan, kehre nicht um.
[38:46] Ihr Lieben, es ist nicht die Zeit, sich an das Ufer des Jordans zu setzen und darüber nachzudenken, wie schön die Zeit am Sinai gewesen ist. Es ist nicht die Zeit, darüber nachzudenken, wie wunderbar Gott alles getan hat und dabei das Überqueren des Jordans zu vernachlässigen. Wenn ihr nicht versteht, was ich meine, lasst es mich deutlicher sagen: Wir stehen kurz vor der Wiederkunft. Es ist nicht die Zeit, jetzt lange darüber zu philosophieren, wie schön es doch in Bad Cannstatt gewesen ist. Oh, wie schön es damals gewesen ist, als wir noch kleiner waren. Wie schön es war damals.
[39:37] Liebe Geschwister, es ist Zeit, vorwärts zu gehen, sich nicht zu streiten über Orgeln und Pulte, sondern sich zu fragen: Wie können wir über den Jordan ziehen? Ja, es ist wichtig, zurückzuschauen, um die Lektionen zu lernen. Aber liebe Freunde, ich möchte nicht für eine Sekunde in die Vergangenheit zurück. Ich bin froh für all die Siege, die Gott schon errungen hat. Ich möchte sie nicht nochmal durchkämpfen. Ich möchte vorwärts gehen. Möchtest du auch vorwärts gehen? Möchtest du auch vorwärts gehen? Einfach geradeaus gehen. Nicht nach links zu schauen, nicht nach rechts zu schauen, nicht nach hinten zu schauen, sondern vorwärts zu gehen.
[40:24] Unser Generalkonferenz-Präsident Ted Wilson hat letztens eine Predigt gehalten: "Cross the Jordan." Zieh über den Jordan. Kehre nicht zurück. Und er hat für die nächsten Jahre drei Hauptthemen ausgegeben, die wir heute nicht mehr anschauen werden. Wir haben eine zweite Predigt. Ich möchte nur das erste kurz schon andeuten.
[40:50] Wir haben verschiedene Hauptthemen gehabt, die uns beschäftigt haben in den letzten Jahren. Wir hatten Erweckung und Reformation, und das wird weitergehen. Wir hatten Mission to the Cities, auch das wird weitergehen. Wir hatten ganzheitliche Gesundheitsmissionen, auch das wird weitergehen. Aber ein großer Schwerpunkt für die nächsten Jahre wird sein: Christus und seine Gerechtigkeit. Christus und seine Gerechtigkeit.
[41:19] Ellen White sagt: "Lasst das unsere Plattform sein, das tatsächliche Leben unseres Glaubens: Christus, unsere Gerechtigkeit." Was ist denn die Gerechtigkeit von Christus? Weiß jemand, was Gerechtigkeit übersetzt heißt? Die Bibel sagt uns, dass alle Ungerechtigkeit Sünde ist. Und Sünde ist das Gegenteil von Gerechtigkeit. Sünde ist Übertretung des Gesetzes. Also per Definition ist Gerechtigkeit eigentlich Gehorsam. Es geht also um Christus und sein perfektes Leben.
[41:50] Wie hat Jesus sein perfektes Leben leben können? Als er in der Wüste vom Satan angegriffen worden ist, mit den selben Versuchungen, die das Volk Israel in der Wüste erlebt hat, mit dem Hunger und mit vielen anderen Dingen. Da hat er gesagt: "Der Mensch lebt vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes." Dieseselbe Jesus sagt uns heute: "Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir zu sitzen auf meinem Thron, so wie auch ich überwunden habe."
[42:29] Die Gerechtigkeit Jesu, sein perfektes Leben wird uns angeboten. Schaut mal mit mir in Römer 3, in Römer 3, Vers 21: "Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar geworden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird. Nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die auf wen kommt? Zu allen und auf alle, die glauben."
[43:15] Liebe Freunde, liebe Freundinnen, Jesus bietet dir sein perfektes Leben an. Nicht nur als ein Maßstab, sondern als etwas, was du selbst in Anspruch nehmen kannst, wie ein Kleid, wie ein Mantel, der um dich herum gelegt wird. Deswegen heißt es in Jesaja 61, wenn ihr kurz hingehen wollt, in Jesaja 61, Vers 10. Jesaja 61, Vers 10, und heißt es: "Ich freue mich sehr an dem Herrn und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott, denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet."
[44:05] Wir können tausendmal versuchen, uns besser zu machen. Wir werden immer scheitern. Wir werden die Wahrheit kennen, aber sie wird uns nicht verändern, bis zu dem Punkt, wo wir Christus und seine Gerechtigkeit annehmen.
[44:15] Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Bruder, liebe Schwester, hast du Christus und seine Gerechtigkeit angenommen? Oder weißt du von Christus? Kennst du Christus einfach als historische Persönlichkeit? Kennst du die Geschichten von Jesus? Was passiert, wenn ein Mensch Christus und seine Gerechtigkeit annimmt? Diese Gerechtigkeit bekleidet ihn wie ein Mantel. Wenn man einen Mantel anhat und man die Person sieht, die den Mantel anhat, sieht man dann den Mantel oder das, was die Person innen drin hat?
[44:49] Wenn Christus deine Gerechtigkeit ist, dann werden die Menschen Jesus sehen. Und die Frage ist, wisst ihr, die Frage ist nicht, haben wir alle Glaubenspunkte richtig definiert? Haben wir eine Million oder zwei Millionen Taufen? Das ist nicht die Frage. Die Frage ist: In dem, was ich sage, in dem, wie ich rede, wie ich mit den Menschen umgehe, in der Gemeinde, außerhalb der Gemeinde, auf meinem Arbeitsplatz, sehen die Menschen Jesus oder sehen sie einen Menschen, der von Jesus weiß? Das ist unsere größte Not, unsere allergrößte Not.
[45:48] So einfach und doch so wichtig: Christus und seine Gerechtigkeit. Wie oft denkst du über Jesus nach? Wenn du durch den Alltag gehst, wie oft ist Christus direkt vor dir? Wir sagen: "Ja, Jesus geht seinem Volk voran", aber siehst du ihn auch? Weil wenn du nicht Jesus siehst in deinem Alltag, dann schaust du woanders hin. Er ist vor dir und wenn du ihn nicht siehst, dann schaust du nach links, nach rechts, nach oben, nach unten, aber nicht dorthin, wo du ihn schauen solltest.
[46:16] Siehst du Jesus und seine Gerechtigkeit, seine Gnade, seine Liebe? Aber wisst ihr was? Die Gerechtigkeit Jesu ist nicht nur ein Mantel, der uns umhüllt, sie ist etwas, was unser ganzes Leben von innen verändert.
[46:30] Paulus spricht davon, wir sind gleich am Ende angelangt, in Römer, in Römer 10, schaut mal mit mir in Römer 10, in Römer 10 und dort Vers 5. Mose beschreibt nämlich die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: "So der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben." Mose sagte, oder Gott sagt durch Mose: Wer das Gesetz Gottes hält, der wird leben. Das Problem ist, niemand kann das Gesetz halten in seiner sündigen Natur.
[47:09] Vers 6: "Aber die Gerechtigkeit aus Glauben redet so: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel hinaufsteigen, nämlich um Christus herabzuholen? Oder wer wird in den Abgrund hinuntersteigen, nämlich um Christus von den Toten zu holen? Sondern was sagt sie? Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen. Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen." Übrigens, der Paulus zitiert beide Male in Vers 5 und in Vers 6 bis 8 genau aus 5. Mose.
[47:42] Und zum Schluss dieser Predigt möchte ich mit euch ganz kurz dahin gehen, um den Bogen zu schließen, in 5. Mose, Kapitel 30. Könnt ihr euch erinnern, vor einigen Wochen haben wir hier die Predigt gehabt über den Segen und den Fluch? Könnt ihr euch daran erinnern? Den Berg, wie hießen die beiden Berge noch? Der Berg Ebal und Garizim, genau. Könnt ihr auf YouTube nochmal nachschauen. Sie haben jetzt ja so einen wunderbaren Kanal.
[48:13] Da hat Gott deutlich gemacht, dass das Gesetz Gottes der Maßstab ist. Niemand kommt in den Himmel, der das Gesetz Gottes bricht. Aber die Verzweiflung unseres menschlichen Herzens ist, dass wir möchten gerne gehorsam sein. Wir möchten gerne die Gebote halten. Wir möchten gerne treue Christen sein. Und wir fallen und wir fallen und wir fallen und wir fallen. Und irgendwann denken wir, wir können gar nicht geradeaus laufen, oder?
[48:40] Und so kommt es hier in 5. Mose 30, dieser unglaublichen Aussage ab Vers 1. 5. Mose 30, ab Vers 1: "Es wird aber geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die ich dich, der Herr, dein Gott, verstoßen habe. Und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder von ganzem Herzen und von ganzer Seele." Gott möchte nicht ein paar Heuchler haben, sagt das vor im Vers 29, die in den Gottesdienst kommen, mitmachen, mitsingen, mitwählen, aber zu Hause ein ganz anderes Leben leben. Von ganzem Herzen, von ganzer Seele.
[49:29] "So wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr, dein Gott, zerstreut hat." Und jetzt, wenn ihr bisher nicht aufgepasst habt, passt mit diesem Vers auf. Vers 4: "Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wirst..." Wisst ihr, wo das Ende des Himmels ist? Wie weit muss man gehen, um an das Ende des Himmels zu kommen? Gott sagt nicht: "Und wenn du am Ende der Erde bist", er sagt: "Am Ende des Himmels." Und wenn du am Ende des Himmels wärst, das ist nicht zu weit für Gott. Gottes Arm geht bis an das Ende des Himmels, bis an den weitesten Ort, den man sich im Universum nur vorstellen kann. Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wirst, so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen."
[50:17] Wenn du weißt, wo das Ende des Himmels ist, weißt du, wie sehr Gott retten kann. Das ist unvorstellbar. Egal, wo, wie, wie oft du gefallen bist. Und wenn du das Gefühl hast, ich bin schon nicht mehr mehr am Ende der Erde. Ich bin jenseits von Gut und Böse. Ich bin am Ende des Himmels. Gott kann dich retten. Christus und seine Gerechtigkeit können dich retten.
[50:55] Vers 6: "Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz seiner Nachkommen beschneiden." Vorher heißt es immer: "Beschneidet euer Herz, beschneidet euer Herz." Jetzt sagt Gott: "Ich weiß ja, ihr könnt es nicht mal selbst beschneiden. Ich will es beschneiden." Ellen White hat diese wunderbare Aussage, wo sie sagt: "Herr, nimm mein Herz. Ich kann es dir nicht geben. Halte du es rein, denn ich kann es nicht reinhalten."
[51:16] Weißt du, was ich gelernt habe? Ich kann nicht mal mein Herz Gott geben. Ich muss sagen: "Herr, nimm es." Ich kann, wenn er es dann gereinigt hat, kann ich es nicht reinhalten. Es wird immer wieder schmutzig. Es sei denn, ich erlaube ihm, es reinzuhalten. Das ist Christus und seine Gerechtigkeit. Hier ist oben, unten, überall in unserem Leben. Nicht nur eine Theorie, die wir, die wir ankreuzen und sagen: "Ja, das glaube ich auch."
[51:52] Und dann heißt es, Vers 11: "Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und nicht zu fern." Es ist nicht zu schwierig, nicht zu kompliziert, nicht zu weit weg. Früher, da mussten die Menschen im Altertum große Reisen unternehmen, um zu großen Philosophen zu gehen. Wenn man, wenn man Weisheit bekommen wollte, musste man zu den Griechen oder zu den Ägyptern oder zu den Babyloniern. Man musste Monate reisen per Schiff oder per Kamel. Aber Gott sagt: Diese Rettung ist nicht zu fern. Auch wenn du am Ende des Himmels bist, musst du nicht erst den ganzen Himmel durchreisen.
[52:27] Es ist nicht zu weit weg, nicht zu kompliziert. Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest: "Wer will für uns zum Himmel hinabfahren und es holen und es uns hören lassen?" Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest: "Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun?" Sondern, wo ist dieses Wort, liebe Freunde? Wo ist Christus?
[52:46] Vers 14: "Sondern, das Wort ist wo? Sehr nahe." Liebe Freunde, wir stehen auf dem Weg kurz vor Neu-Jerusalem. Und vielleicht haben wir die Orientierung verloren. Wir wissen nicht mehr, wo links und rechts ist. Wir schauen da und wir schauen dort und wir haben vergessen, dass Jesus direkt vor uns ist. Und alles, was wir tun müssen, ist, unseren Blick von links oder von rechts oder von oben oder von hinten zurückzuwenden auf Jesus.
[53:26] Niemand wird gerettet, weil er in einem bestimmten Gebäude ist. Niemand wird gerettet, weil er ein bestimmtes Kleidungsstück anhat. Niemand wird gerettet, weil er ein bestimmtes Lied singt. Wir werden gerettet, weil wir Jesus folgen. Und zwar nicht dem Jesus unserer Vorstellungskraft, sondern dem Jesus der Bibel. Dem Jesus, der durch die Prophetie angestrahlt wird.
[53:52] In dieser letzten Zeit, wenn Menschen sagen, dass die Gesundheitsbotschaft unwichtig ist, dann kämpft nicht mit ihnen, sondern schau auf Jesus, den großen Arzt. In dieser Zeit, wenn Menschen anfangen, fanatisch und pharisäisch zu werden, kämpfe nicht mit ihnen, sondern schau auf Jesus, der für sie gestorben ist. In dieser letzten Zeit, wenn Menschen sagen: "Wir werden immer sündigen, wir können die Sünde nicht überwinden", kämpfe nicht mit ihnen, sondern schau auf Jesus, der der Frau in Johannes 8 gesagt hat: "Geh hin und sündige nicht mehr." Wenn Menschen sagen: "Das Heiligtum ist unwichtig und wir brauchen die Lehre vom Heiligtum nicht mehr", schau auf Jesus, der in Hebräer 8, Vers 1 jetzt gerade unser himmlischer Hohepriester ist. Wenn du müde bist und Menschen sagen, du solltest dich von der Gemeinarbeit etwas entfernen, damit du mal wieder was für dich machen kannst, schau auf Jesus, der sagt: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid." Wenn du glaubst, du kannst nicht überwinden, schau auf Jesus, der in der Wüste sagt: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein."
[54:56] Schau nicht nach links, schau nicht nach rechts, schau nicht nach oben, schau nicht nach unten, schau nicht nach hinten, schau nach vorne auf Jesus. Jesus geht voran und Jesus wird mit uns den Jordan überqueren.
[55:09] Wisst ihr, was Joshua auf griechisch heißt? Jesus. Joshua war so sehr mit Jesus verbunden, sein Name, seine Identität war eine Reflektion von Jesus. Ich wünsche mir, dass wir vorangehen.
[55:28] Ted Wilson hat am letzten Sabbat die Weltgemeinde aufgefordert, unterschiedliche Meinungen zu Nebensächlichkeiten beiseite zu legen. Wir haben nicht die Zeit, über jede Nebensächlichkeit zu diskutieren. Wir haben nicht die Zeit, jede unwichtige Sache, die nicht in der Bibel klar definiert ist, zu unserer Zufriedenheit für alle zu klären. Wir haben jetzt die Zeit, vorwärts zu gehen für die wichtigsten Aufgaben, die vor uns liegen. Und das erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit, unsere ganze Energie. Und wir müssen vorwärts gehen, weil Jesus vorwärts geht.
[56:08] Bald werden sich die Tore des neuen Jerusalems öffnen, und wenn wir Jesus folgen, werden wir mit ihm hineingehen. Die Engel werden singen, die Posaunen werden blasen. Nicht nur 65.000 in San Antonio, sondern Millionen, vielleicht Milliarden von den gläubigen Menschen. Bei der größten Generalkonferenz aller Zeiten werden ihre Kronen niederlegen, weil sie verstanden haben, dass Christus ihre Gerechtigkeit ist.
[56:40] Ich möchte euch auffordern und aufrufen: Wenn es irgendetwas gibt in eurem Leben und ihr wisst, das ist ein Hindernis zwischen mir und Jesus, und es ist etwas, was nur Gott und ich weiß, dann lasst die Sonne nicht untergehen, bevor du es heute vor Gott gebracht hast. Wenn du weißt, es gibt irgendetwas, das ich mit meinem Bruder oder mit meiner Schwester hier in der Gemeinde habe, lasst die Sonne nicht untergehen, bevor du es bereinigt hast und ihr beide gemeinsam nebeneinander auf dem Weg vorwärts gehen könnt. Wenn du etwas mit der ganzen Gemeinde hast oder mit sonst wem, lasst die Sonne nicht untergehen, bevor du es bereinigt, was privat, öffentlich, was auch immer angemessen ist, damit Christus offenbar wird in seiner Gemeinde.
[57:26] Wer von euch möchte die Vergangenheit hinter sich lassen, zwar aus der Vergangenheit lernen, aber nicht zurück, sondern vorwärts gehen über den Jordan? Das ist euer Wunsch. Lasst uns auch gemeinsam niederknien und beten.
[57:40] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du uns ermutigst, dass du uns stärkst und dass du unsere Augen wieder auf das Wesentliche richtest. Du hast uns nicht gerufen, Gebäude zu beurteilen. Du hast uns nicht gerufen, um Nebensächlichkeiten in den Vordergrund zu rufen. Du hast uns gerufen, um einer sterbenden Welt die dreifache Engelsbotschaft zu bringen. Und heute haben wir gesehen, wir müssen unsere Augen zurücklenken auf dich, auf das, was du tust und auf das, was du tun würdest, wenn du hier auf der Erde wärst.
[58:39] Ich möchte dich bitten für mich und für jeden Einzelnen, dass wir diese Herausforderung annehmen, dass wir stark und mutig sind in deiner Gnade, in deiner Gerechtigkeit und dass wir vorangehen und dass wir nicht darüber nachdenken, wie viele Jahre wir in der Wüste umhergeirrt sind, sondern dass wir die Herausforderung annehmen, nicht zurückkehren, sondern vorwärts gehen, den Jordan überqueren. Und ja, der Jordan ist voller Wasser und er sieht unpassierbar aus. Aber du wirst einen Weg machen. Du hast damals den Jordan geteilt. Du wirst auch heute einen Weg machen.
[59:20] Und ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass du deine Gemeinde bewahrst. Du bist derjenige, der uns vorangeht, in der ganzen Welt und hier in Stuttgart-Wangen. Hab Dank. Hab Dank dafür. Hab Dank, dass du nicht weit vor uns herläufst, sondern dass du ganz nah bei uns bist. Selbst wenn wir dich nicht mehr klar sehen, dass wir einfach mit dich ertasten können, dass wir dich erfüllen können, dass wir an deiner Hand gehen können. Ich möchte dich bitten, dass du uns sicher, trotz aller Winde, die von links und rechts wehen, sicher auf diesem schmalen Weg nach Neu-Jerusalem bringst. Und dass wir einmal sagen dürfen, dass wir dort angekommen sind, allein wegen dir und deiner Gerechtigkeit. All das bitten wir in deinem kostbaren und teuren Namen. Amen.
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