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Diese Predigt von Ingo Sorke aus dem BW-Camp Meeting 2015 thematisiert die biblische Erntethematik anhand von Offenbarung 14. Es wird zwischen einer guten und einer schlechten Ernte unterschieden, die beide auf die Wiederkunft Christi vorbereiten. Die Botschaft betont die Dringlichkeit, sich auf die „Stunde des Erntens“ vorzubereiten und die dreifache Engelsbotschaft aktiv zu verbreiten, um die gute Ernte nicht zu verpassen.

In dieser Predigt von Ingo Sorke geht es um die „Stunde des Erntens“, basierend auf Offenbarung 14. Es wird zwischen einer guten und einer schlechten Ernte unterschieden, wobei die gute Ernte die Sammlung der Gerechten für die Ewigkeit und die schlechte Ernte das Gericht über die Gottlosen beschreibt. Die Botschaft betont die Dringlichkeit, sich auf diese Ernte vorzubereiten und aktiv daran mitzuwirken, andere zu erreichen, bevor die Zeit abläuft.


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Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2015: Offenbarung 14,6-14

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Transkript

[0:00] Ich freue mich, hier in Deutschland auf die Übrigen zu treffen. Ihr habt lange durchgehalten. Offenbarung 14, Vers 15, ein kurzer, knapper Satz hier am Ende. Und ich weiß, ihr seid wahrscheinlich gedanklich schon auf der Nachhausefahrt. Die Stunde zu ernten ist für dich gekommen. Punkt. Die Stunde zu ernten ist für dich gekommen. Wenn wir uns das ganz schlicht überlegen, ist dieser Moment sowohl Erleichterung als auch das nüchterne Bewusstsein der krassen Realität: Jetzt ist es vorbei. Auf einmal ist Schluss, der Endpunkt ist gekommen. Das Säen, das Wachsen, das Bewässern und das Warten ist jetzt vorbei. Jetzt wird geerntet, der Schnitter kommt mit seiner Sense, Finale und der letzte Paukenschlag. Und deswegen, deswegen noch einmal möchte ich mich mit euch niederknien. Stellt euch vor, die Zeit ist um und wir werden mit der Sense geerntet. Seid ihr darauf bereit? Ehrlich? Heute? Jetzt? Wenn jetzt die Sense kommen würde, wäret ihr bereit? Also ohne Arroganz, Hochmut und Stolz? Das höre ich gern. Wer nicht überzeugt Ja sagen kann, der soll doch noch eine halbe Stunde hierbleiben. Knien wir uns noch einmal, wahrscheinlich zum letzten Mal dieses Wochenende hin, vor der Ernte.

[2:42] Unser Herr, du hast gehört, hier gibt es Menschen, die zur Ernte jetzt schon überzeugt, freudig, ohne Arroganz Ja sagen können. Oh Herr, komm doch! Oder wie im Vaterunser, die können beten: Dein Reich komme. Aber es gibt wahrscheinlich hier noch Menschen, die zögern. Vielleicht ist noch nicht alles richtig zwischen ihnen, dir und ihren Mitmenschen. Deswegen jetzt die eine Bitte vor der Predigt: Bereite sie, bereite alle auf die Ernte vor. Wir bitten dich im Namen Jesu. Amen.

[3:48] Was wird in der Offenbarung eigentlich geerntet? Äpfel, Nüsse, Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Menschen. Es geht um Menschen, Menschen werden geerntet. Und deswegen wird es in der Offenbarung 14 so interessant: Es geht um zwei Ernten, eine gute und eine schlechte, eine auf Ewigkeit glorreich und eine auf Ewigkeit katastrophal. Mich fragen Leute immer dieses Wochenende: Wie geht es in Amerika? Ist die Gemeinde nicht besser in Amerika? Ich sehe hier mehr Übrige an einem Sonntagmittag nach einem langen Wochenende als vielleicht in manchen Gemeinden in Amerika. Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt durchgehalten bis zum Schluss, die Gemeinde der Übrigen.

[4:51] Offenbarung 14, Vers 14, die freudige Ernte: Jesus erntet reife Mitmenschen. Offenbarung 14, 14: Ich schaute und sehe eine weiße Wolke und auf der Wolke saß einer, der war wie ein Menschensohn. Er hatte einen goldenen Siegeskranz auf seinem Kopf und in seiner Hand eine scharfe Sichel. Also, egal was zwischen jetzt und Wiederkunft passiert auf Erden, Jesus wird der Sieger sein. Das steht schon fest, das letzte Kapitel ist schon geschrieben. Und als Mensch müssen wir nur, wie alt seid ihr, 50 Jahre durchhalten, plus minus. Ein Leben lang durchhalten. Aber Jesus wird gewinnen. Ein anderer Engel kam aus dem Tempel und rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: Sende deine Sichel aus und ernte, denn die Stunde zu ernten ist für dich gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreif geworden. In englischen Übersetzungen haben wir das gar nicht. Im Deutschen, Luther, Schlachter, Elberfelder habe ich nicht nachgeschaut, habe ich auf meinem Handy alle Übersetzungen. Das griechische Wort hier ist "vertrocknen". Das heißt, die Ernte ist überreif. Gott sagt: Jetzt kann ich nicht länger warten, jetzt kommt der Endpunkt für die Menschheit. Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde und die Erde wurde abgeerntet.

[6:49] Was mir auffällt hier, ohne Kommentare zu lesen, lese ich auch, muss ich lesen, aber nur die Bibel. Es heißt hier: Die Stunde zu ernten ist gekommen. Wer kann sich in diesem Umfeld an eine andere Stunde erinnern in der Offenbarung in der dreifachen Engelsbotschaft? Die Stunde des Gerichts. Das heißt, wir haben zwei Buchenden: die Stunde des Gerichts und die Stunde der Ernte. Könnte es sein, dass die Stunde des Gerichts uns auf die Stunde der Ernte vorbereitet?

[7:37] Ich hatte ein Gemeindeglied, 18 Jahre alt, der ist betrunken auf ein Auto gefahren, betrunken am Steuer. Zu viel Wein, echten Wein. Der musste dann vor Gericht. Ich habe ihn zu Hause abgeholt, er hatte einen Rechtsanwalt, wo seine Eltern waren, weiß ich nicht mehr. Ich habe ihn zum Gerichtssaal gefahren und auf dem Weg zum Gerichtssaal hat er mir gesagt: Ich werde dem Richter so und so, so und so, so und so sagen. Kann ich jetzt gar nicht übersetzen, weil es nicht im Duden ist. 18-Jähriger, was sagt man einem 18-Jährigen mit so einer Geisteshaltung? Ich habe ihm nur gesagt: Das solltest du dir doch noch einmal überlegen. Dann kamen wir im Gerichtssaal an, sein Rechtsanwalt war auch da und dann fand etwas Erstaunliches statt. Ich werde nie vergessen, wie der Austausch zwischen Jugendlichen und Richter ablief. Zuerst musste der Jugendliche, Teenager, im Gerichtssaal all seinen Schmuck ablegen. Adventisten? Im Gericht musste der Schmuck weg. Also hier, hier, hier, hier, hier, hier und weiter südlich.

[9:15] 2. Mose 33, Vers 6. Das kommt nur eigentlich im hebräischen Septuaginta und in der neuen Lutherbibel heraus. 2. Mose 33, Vers 6, gratis für euch hier am Schluss. Interessant, wer die 10 Gebote annimmt, da passiert was. Keine Sorge, es wird keine Schmuckpredigt werden, aber 2. Mose 33, 6: Da taten die Kinder Israel ihren Schmuck von sich und in meiner neuen Lutherbibel vom Berg Horeb an. Wer die 10 Gebote ins Herz nimmt, legt nach der Bibel seinen Schmuck ab. Interessant, und das sah ich in einem säkulären, weltlichen Gericht, ohne Bibel, ohne Ellen White. Weg mit dem Schmuck.

[10:21] Noch ein Beispiel: 4. Mose 31, Vers 50. Der liebe Gott schaut sich doch nur das Herz an. Das hat bei Adam und Eva und Feigenblättern auch nicht so funktioniert. 4. Mose 31, Vers 50: Und heute werde ich eure Geduld nicht beanspruchen. Ich werde mich knallhart an die Zeit halten. Wenn die Zeit vorbei ist, ist die Zeit vorbei. Das wird nämlich mit der Ernte auch so gehen. Wir meinen, mit der Wiederkunft Christi gibt es eine Verzögerung und Jesus kommt spät wieder, aber wenn er wiederkommt, kommt er für die meisten Menschen zu früh wieder, obwohl er zu spät kommt, unserer Ansicht nach. Er kommt zu früh.

[11:11] 4. Mose 31, Vers 50: Darum bringen wir dem Herrn als Gabe, was jeder gefunden hat, an Goldketten, Armgeschmeide, Ringe, Ohrringe, Spangen, um für unsere Seelen Sühnung zu erlangen vor dem Herrn. Das heißt, das Äußerliche im Gericht ist doch eine geistliche Widerspiegelung des Herzens. Dann wurde seine Kleidung mit einem orangenen Anzug ausgetauscht, also in Amerika nicht weiß-schwarz gestreift, sondern orange. Ich war schon in vielen Gefängnissen, auch wegen Todesstrafe, zu Besuch.

[11:55] Markus 5, 15, werden wir gar nicht nachschlagen. Sie kamen zu Jesus, sahen den, der von den Dämonen besessen gewesen war, wie er da saß, bekleidet, unvernünftig den, der die Legion gehabt hatte, und sie fürchteten sich. Und dann kam der Richter, die Richterin, und ich dachte: Lieber junger Mann, alles Gute. Im Gericht: Drei Monate Knast. Jawohl, Frau Richterin. 300 Stunden Zivildienst, in meiner Gemeinde. Jawohl, Frau Richterin. Ich kann mich noch daran erinnern, wie der Jugendliche aus dem Gefängnis kam, drei Monate Arbeitslager haben wir in Amerika. Der hat mir gesagt, als alles wieder vorüber war: Es war so hart, dass er für zwei Wochen lang morgens immer gebrochen hat, um drei Uhr aufstehen, um vier Uhr aufstehen, Wassergräben graben und so weiter, Haare schneiden. Das Gericht hat ihn fundamental verändert. Er kam aus dem Gericht als neuer Mensch. War das Gericht einfach und angenehm? Nein. Aber er kam in meine Sabbatsschule mit den anderen Jugendlichen. Vorher hat er immer da rumgelungert, banale Anmerkungen gemacht, sich lustig gemacht. Jetzt saß er gerade: Jawohl, jawohl, Prediger Sorke, höflich, soll ich noch mehr Stühle bringen? Das Gericht hat ihn verändert, eine Reifung fand statt. Er war ein neuer Mann, nicht mehr betrunken am Steuer. Und ich meine, genau das will 1844 erreichen. Ist kein Zufall. Es gibt die Stunde des Gerichts und im selben Kapitel die Stunde der Ernte.

[14:15] Dann kommt leider Offenbarung 14, Verse 17 bis 20. Wer diese Phase verpasst und deswegen müssen wir diese Phase predigen, damit die Menschen an der ersten Ernte teilnehmen können. Die zweite Phase kommt gleich. Offenbarung 14, Vers 17: Die zweite traurige Ernte. Ein anderer Engel kam aus dem Tempel im Himmel, der hatte auch eine scharfe Sichel. Und ein anderer Engel kam, das ist jetzt Engel Nummer 6. Wir reden von der dreifachen Engelsbotschaft. In Offenbarung 14 gibt es 6 Engel, also brauchen wir noch ein Campmeeting, es gibt noch 3 Engel. Der kam heraus vom Altar, der hatte Macht über das Feuer und rief mit lauter Stimme dem zu, der die scharfe Sichel hatte: Sende deine scharfe Sichel aus und schneide die Trauben am Weinstock der Erde, denn seine Beeren sind reif. Der Engel warf seine Sichel auf die Erde, schnitt die Trauben der Erde und warf sie in die große Kelter des Zornes Gottes. Die Kelter wurde draußen vor der Stadt getreten und das Blut ging von der Kelter bis an die Zäume der Pferde, 1600 Stadien weit.

[15:36] Da fällt einem doch Johannes 3, Vers 16 ein, der berühmte Johannes 3, Vers 16. Wir meinen, das klingt so nach Kindergeschichte: Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, aber jetzt gibt es zwei Optionen, nicht verloren geht. Das Griechische eigentlich: zerstört wird. Man ist nicht in einer ewigen Hölle verloren, aber lebt weiter. Verloren heißt kaputt, zerstört, sondern das ewige Leben haben.

[16:19] Auch Psalm 1: Der ist wohl dem, der im Rat der Gottlosen nicht folgt, der den Weg der Sünder nicht betritt, nicht sitzt, wo die Spötter sitzen. Auf Englisch habe ich es auswendig gelernt, sondern Freude hat am Gesetz des Herrn, über sein Gesetz nachdenkt bei Tag und bei Nacht. Der ist wie ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht und alles, was er tut, gelingt ihm gut. Also es gibt einen Aspekt, wo der Gesetzesmensch kein Problem ist. Gnade und Gesetz. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie die Spreu, das sind ernste Worte, wie die Spreu in der Scheune. Die Scheune hat eine Öffnung hier und eine Öffnung hier und man wirft sie mit der Wurfschaufel hoch und dann wird die Spreu vom Weizen getrennt und der Wind weht die Spreu aus der Scheune raus und die Gottlosen sind dann vom Winde verweht.

[17:30] Eine Entscheidung. Joel spricht auch davon. Joel Kapitel 3, können wir wahrscheinlich hier nicht alles lesen. Hausaufgabe für morgen: Campmeeting hört ja heute nicht auf, es fängt ja heute an, geht weiter. Joel Kapitel 3, Vers 11: Eilt, kommt her, alle Nationen ringsum, global, globaler Aufruf, versammelt euch. Dorthin sendet du, Herr, deine Starken herab. Die Nationen werden sich aufmachen und zum Tal Josaphat heraufkommen. Dort werde ich sitzen, alle Nationen ringsum zu richten. Legt die Sichel an, denn die Ernte ist reif. Kommt herab, denn die Kelter ist voll, die Kufen laufen über, denn ihre Bosheit ist groß. Es werden Scharen über Scharen sein im Tal der Entscheidung, denn der Tag des Herrn ist nahe im Tal der Entscheidung. Kurz überlegen, welcher Zeitpunkt wird bei den Propheten Joel angesprochen? Der Tag der Entscheidung. Welcher Zeitpunkt wird in der ersten und dritten Engelsbotschaft angesprochen? Die Stunde des Gerichts. Das heißt, die Zeit hat sich so beschleunigt, dass wir jetzt nicht mehr in der Offenbarung vom Tag sprechen, sondern nur noch von der Stunde. Wie lang ist eine Stunde? 60 Minuten. Und wenn dann das Gericht kommt und die Sichel ein Urteil spricht, geht eine Stunde sehr schnell um. Ich weiß nicht, ob Albert Einstein dem zustimmen könnte, aber ich stelle fest, dass die Zeit relativ zu einem Endpunkt sich beschleunigt. Die Zeit ist keine Konstante.

[19:43] Dann greift er die Ernte noch einmal auf. Joel 4, 18 bis 20. Schreibt es nur auf. Ich werde es nicht lesen. Ich möchte etwas anderes lesen. In Gesprächen über dieses Wochenende habe ich mit einigen Leuten gesprochen, die vieles im Leben bereuen. Und ich möchte euch eines aus Joel zeigen. Joel Kapitel 2, Vers 25. Wer bereut nicht schon einiges in der Vergangenheit? Joel spricht das an. Da kamen die Heuschrecken und haben das Land, das ganze Land abgefressen und geerntet als Gericht, Gericht Gottes. Aber dann kommt der Vers 25: Wer hier jetzt noch sitzt und ein Fragezeichen zwischen ihm, ihr und Gott hat, lest Vers 25. Gute Nachricht im Alten Testament. Ich will euch die Jahre erstatten, die die Heuschrecken, die Käfer, das Geschmeiß und die Raupen, mein großes Heer, das ich unter euch schickte, gefressen habe. Ich kann die ganze negative, sündhafte Vergangenheit in deinem Leben neutralisieren und dir eine neue Ernte schicken. So viele kaputte Jahre, wenn du in den Rückspiegel schaust. Du weißt, wer du bist. Du kennst dein Leben, deine Biografie. Der Herr sagt: Ich will euch die verlorenen Jahre erstatten. Und das fängt heute an. Was du mit dem Teufel in deinem eigenen Leben kaputt gemacht hast, kann Gott als Schöpfer neu aufbauen. Erste Engelsbotschaft, wir beten den an, der gemacht hat. Und wer gemacht hat, der kann auch neu schaffen.

[21:43] Die Erntethematik taucht auch in der Schöpfungsgeschichte auf. 1. Mose 1, 29. Wisst ihr, dass die Ernte sogar in der Schöpfung des Menschen eingewoben ist? 1. Mose 1, 29: Gott sagte: Seht, ich habe euch alles Kraut, das Samen trägt, auf der ganzen Erde, alle Bäume mit Früchten, die Samen tragen, zu eurer Speise gegeben. Vegane Diät. Aber um das zu essen, mussten Adam und Eva ernten.

[22:20] Und ich schaue mir auch im jüdischen Kalender das Alte Testament an und den Festtagszyklus habe ich hier mehr ausgedruckt. Und wenn ich mir diesen jüdischen Kalender ansehe, dann drehte sich das gesamte alttestamentliche Leben um nur eins: die Ernte. Zum Beispiel März, April Gerste, April, Mai Weizen, Juni die ersten Feigen. Dann kommt die erste Traubenernte, dann die Sommerfrüchte, dann im September, August noch mal die Weintrauben, Datteln und Feigen. Dann kommen im November, Oktober die Oliven, dann kommen die Schafe in die Scheune, dann kommt eine neue Saat und dann kommen die Mandelbäume im Januar, Februar. Dann kommen die Zitrusfrüchte im Februar, März und dann fängt es wieder neu an. Das heißt, das gesamte Leben des Volkes Gottes drehte sich um nur eins: um die Ernte. Es geht im Leben nicht um die Miete, um die Kfz-Versicherung, um die AOK und die Gesundheitsvorsorge. Alles auch wichtig, Kindererziehung, Ehe, Geld, Investitionen. Irgendwann werden die alle mal kaputt sein, auch das Gold. Im gesamten Alten Testament, wenn ich mir den Kalender anschaue, geht es nur um den Endpunkt. Wer diesen Endpunkt verpasst und nicht bei der ersten Ernte dabei ist, der hat alles im Leben und auf Ewigkeit verloren. BMW oder Mercedes, Canon oder Nikon, PC oder Mac, spielt eigentlich alles überhaupt keine Rolle. Es geht am Ende nur um die Ernte.

[24:25] Die Festtage Israels, großes Thema in Amerika, müssen meines Erachtens nicht mehr gehalten werden. Nur ein Zitat und ich weiß, das ist ein Thema. Der eine auf Englisch, Seite 652, "Desire of Ages" 652: Christus stand am Schnittpunkt zweier Systeme und deren zwei großen Festtage. Er, das unbefleckte Lamm Gottes, war gerade daran, sich als Sündopfer zu präsentieren. Damit würde er das System der Typenzeremonien zum Ende bringen, was 4000 Jahre lang auf seinen Tod hinwies. Während er das Passahmahl mit seinen Jüngern aß, setzte er an seiner Stelle den Dienst, der das Gedächtnis seines großen Opfers sein sollte, das Abendmahl. Das nationale Fest der Juden war für immer vorüber. Es könnte nicht klarer ausgedrückt werden. Den Dienst, den Christus eingesetzt hat, sollten seine Nachfolger in allen Ländern und zu allen Zeiten beachten. Ich habe noch mehr Zitate dazu, aber hier eins: Review and Herald, 14. Juni 1898, Paragraf 15 bis 16: Die Akzeptanz der guten Nachricht nahm diesen, den Rituellen, den Zeremonien, den Opfern ihre Kraft. Diese Rituale fortzusetzen, wäre eine Beleidigung Jehovas. Ellen White.

[26:13] Aber lassen wir das Thema beiseite. Ich möchte kurz noch zu Matthäus springen, weil im Zentrum des Matthäus-Evangeliums die Parabeln stehen. Und die Parabeln, nehmen wir an, sind schöne kurze Kindergeschichten. Ein Seemann geht auszusehen. Bei den Parabeln handelt es sich um Gerichtssprache. Nachdem David Ehebruch begangen hat, hatte Gott genug davon, die zehn Gebote zu brechen. Das wird gerichtet bei Gott. Und er schickt einen Propheten, Nathan, zu David. Und was macht der Nathan? Der Nathan geht nicht zu David und sagt dem König: Du hast die Ehe gebrochen. Und dann kommen dann die Konsequenzen, König. Der hat dem David eine Geschichte erzählt. Und diese Geschichte hat den David von seiner eigenen Sündhaftigkeit überzeugt.

[27:13] Matthäus Kapitel 13. Vieles in der Bibel verstehe ich noch nicht. Aber das ist kein Problem. Mein Problem ist, was ich in der Bibel verstehe, nicht was ich nicht verstehe. Und hier ist eine Ausnahme. In Matthäus 13, Verse 24 bis 30 erzählt er die Geschichte vom Unkraut und vom Weizen und vom Seemann. Und dann erklärt er die Geschichte. Und ich möchte euch einen Vers lesen, den ich nicht aufgeschrieben habe. Aber vielleicht findet ihr das noch vor mir. Hier ist es, Vers 39. Matthäus 13, 39: Der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel. Also ganz klare Auslegung von Jesus selber. Hier kommt's: Die Ernte ist das Ende der Welt. Irgendwann sagt Gott einmal: Jetzt ist genug, jetzt ist Schluss.

[28:21] Was wir uns vor Augen halten müssen, ist die Geschichte der Frau am Brunnen. Die werde ich jetzt nicht wieder erzählen, die kennt ihr. Die Jünger meinen, da gibt es überhaupt niemanden zu ernten. Eins wäre schön, wenn ihr auf die Ernte vorbereitet seid. Halleluja. Ihr seid auf Jesus bereit. Am Dienstag sind wir in Stuttgart gelandet, Mietwagen abgeholt. Wir sind rumgefahren und der Mietwagen war kaputt. Fuhr noch, aber ich musste ihn zurückbringen. Das Problem war, ich werde euch jetzt nicht die Firma nennen, das Problem war, die Filiale am Flughafen hatte keinen Mietwagen, den wir brauchten für unsere Koffer und vier Leute. Dann bin ich nach Zuffenhausen gefahren, die hatten auch keinen. Es ist Berufsverkehr und es ist Kirchentag. Dann bin ich quer durch Stuttgart nach Feil gefahren, die hatten noch einen. Um 20 Uhr. Ich habe mir Stuttgart angeschaut. Wir sitzen jetzt hier und hören die dreifache Engelsbotschaft und bereiten uns auf die Wiederkunft vor. Wie steht es um die sechs, siebenhunderttausend Menschen, achthunderttausend während dem Kirchentag, die diese Botschaft noch nicht gehört haben? Feuerbach 70469, keine Adventgemeinde. 35.000 Menschen. Wir haben jetzt eine Moschee, aber keine Adventgemeinde. Botnang. Ich auf dem Fahrrad heute früh, meine Frau ist gejoggt, wir sind nach Botnang gejoggt, keine Adventgemeinde. Weilimdorf und so weiter, die ganzen Vororte. Wer wird diese Menschen auf die Ernte vorbereiten? Ist ja schön, wenn wir jetzt bereit sind. Wie steht es um die sechshunderttausend Menschen um uns herum? Was machen wir? Deswegen.

[30:32] Stellt euch einmal vor, die ganze Welt ist schon für Jesus gewonnen. Jede Postleitzahl. Die Gnadenszeit ist vorüber. Der Herr will zu seiner Ernte kommen, der guten Ernte und der schlechten Ernte. Aber es gibt noch eine Postleitzahl da, wo du wohnst. Die sind noch nicht bereit und Gott wartet mit seiner Uhr und der Gnadenszeit. Eine Postleitzahl. Hausaufgabe nach dem Campmeeting: Wie würdest du diese Postleitzahl mit der dreifachen Engelsbotschaft erreichen? Die ganze Welt ist schon geerntet und das ganze Universum wartet nur noch auf diesen kleinen Bereich in Stuttgart so und so und München so und so und Backnang so und so und Marbach so und so. Und da muss ich mit tränenden Augen sagen, nicht jede Adventgemeinde predigt noch, praktiziert ja diese Botschaft, die wir hier dieses Wochenende gehört haben. Das heißt, wir können es nicht auf die Prediger schieben, auf die Vereinigung, auf den Verband, auf die GK, egal was in San Antonio passiert. Es kommt auf dich an. Was wirst du nach diesem Wochenende mit deinem Mitmenschen machen?

[32:07] Nach Ellen White ist die scharfe Sichel ernstes Gebet. Es fängt auf unseren Knien drauf an. Der eine, Englisch Seite 634: Wenn die Gemeinde Christi ihr von Gott ordiniertes Werk vollbracht hätte, wäre die ganze Welt bereits gewarnt worden und der Herr Jesus wäre in Kraft und großer Herrlichkeit schon zur Erde gekommen. Noch ein Gedanke, zwei Minuten. Eine Ernte setzt voraus, dass irgendwann mal irgendwo im Volk Gottes doch eine Reife stattfindet. Wir sind Laodizea, ich weiß. Und ich bin Teil von Laodizea. Aber wenn Gott meint, jetzt ist es Zeit zu ernten, dann muss es doch etwas geben, das es zu ernten gibt. Warum nicht du und ich?

[33:18] Eine Reifung ohne Stolz, Arroganz und Hochmut. Deswegen ein paar Fragen an dich hier zum Schluss, wirklich zum Schluss, aber noch vor der Ernte. Wächst du? Brauchst du mehr Wasser, mehr Licht, einen besseren Boden? Was hindert deinen Wachstum? Was zerstört und frisst deinen Glaubensgarten? Wer entwurzelt deine Bäume? Ich habe heute früh mir die Gartengesellschaft in Feuerbach angesehen, die hatten ein Faltblatt über irgend so eine Raupe oder einen Wurm, der alles frisst. Gibt es geistlich auch? Wer entwurzelt deine Bäume? Wer sägt dir den Wald ab? Wie kam es zu deinem Waldbrand? Wer hat bei dir den Kartoffelkäfer und das Ungeziefer eingeführt? Warum sind einige deiner Blätter verwelkt? Warum sind deine Rosen braun? Jetzt muss Bilanz gezogen werden in deinem geistlichen Leben. Wenn der Schnitter kommt mit seiner Sense, dann ist es zu spät. Es geht um alles. Triff heute noch die Entscheidung, bei der guten Ernte geerntet zu werden.

[34:41] Wir haben vor ein, zwei Tagen eine Esslinger Erklärung zum ewigen Evangelium verabschiedet. In der letzten Sekunde. Jetzt muss noch zum Schluss eine Esslinger Entscheidung zur ewigen Ernte begrüßt werden. Von dir. Wer will es wagen? Es kommt bald zum Erntedankfest. Und dann Gott sei Dank. Stehen wir auf zum Gebet. Wir stehen vor dem Schnitter, der jetzt bald ernten will. Herr, nach 2000, 6000 Jahren steht deine Frucht, dein Obst vor dir. Wir wachsen noch. Wir düngen. Wir säen. Aber die Zeit verrinnt. In allem Ernst, wir bitten dich, bereite uns auf die Ernte vor. Und die Kehrseite der Medaille: Benutze uns auf neuen, kreativen, aggressiven, liebevollen, freundlichen, geistlichen Wegen. Benutze du uns, um andere auf die Ernte vorzubereiten. Einen Mitmenschen, ein Grieche, ein Türke, ein Schwabe, ein Bayer, ein Mitmensch. Die Italienerin im Geschäft, in der Nachbarschaft. Herr, öffne uns doch die Augen, so wie du es getan hast für die Jungen, die meinten, es gibt keine Samariter zu gewinnen. Und vor 2000 Jahren hast du schon gesagt: Die Ernte ist reif. Es gibt Menschen, die zur dreifachen Engelsbotschaft bereit sind. Herr, zeig uns diese Menschen. Definiere unsere Prioritäten neu, worauf es jetzt am Ende wirklich ankommt. Herr, wir wollen die Ernte, die gute Ernte nicht verpassen. Schenke uns am Ende doch ein wahres Erntedankfest. Darum danken wir dir. Wir hoffen, wir beten, wir bitten, wir flehen im Namen Jesu. Amen.


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