In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf das Thema „No excuse: Der Wahrheit ins Auge sehen“ ein. Er beleuchtet die biblische Perspektive auf das Gericht, das für jeden Menschen bevorsteht. Dabei wird erklärt, dass Gott einen Tag für das Gericht festgesetzt hat und dass Jesus Christus als Fürsprecher und Anwalt für uns eintritt. Die Predigt betont die Wichtigkeit, die Wahrheit über unser eigenes Leben anzuerkennen und sich der Transparenz Gottes bewusst zu sein, der jedes Werk, ob gut oder böse, aufzeichnet. Es wird auch die prophetische Zeitlinie des Gerichts und die Bedeutung des himmlischen Heiligtumsdienstes erläutert.
No Limit – 7. No excuse: Der Wahrheit ins Auge sehen
Christopher Kramp · No Limit (Jugend-Vortragsreihe) ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Grundlehren der Bibel, Jesus, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: No Limit (Jugend-Vortragsreihe)
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Transkript
[0:00] Wunderschönen guten Abend. Schön, dass Sie gekommen sind. Schön, dass Sie eingeschaltet haben auf joelmedia.tv.de und dass Sie sich entschieden haben, den Abend nicht mit hohlen Kürbisköpfen zu verbringen, sondern sich etwas Sinnvolles zu tun, nämlich im Wort Gottes zu lesen. Das ist weitaus erbaulicher. Unser Thema heute Abend, das erste Thema, ist No excuse, der Wahrheit ins Auge sehen. Und irgendwie habe ich den Eindruck, das passt ganz gut zum Übergewicht. Manchmal muss man auch beim Thema Gewicht der Wahrheit ins Auge blicken. Die Wahrheit kann manchmal ziemlich niederschmetternd sein beim Blick auf die Waage. Und das hat übrigens auch etwas mit dem Thema zu tun, was wir heute besprechen wollen. Ausreden jedenfalls, excuses, Entschuldigungen, die haben wir schnell bei der Hand. Ich bin so, das sind die Gene, meine Eltern waren schon so oder was auch immer. Und nicht nur beim Essen sind wir Meister darin, Ausreden zu finden, warum wir manches nicht so gut gemacht haben. Ja, unsere Freunde haben uns dazu gebracht oder die Umgebung, in der ich groß geworden bin oder die Eltern, wie gesagt.
[1:31] Die Wahrheit kann manchmal ziemlich bitter sein. Manchmal versucht man, der Wahrheit auszuweichen und das gelingt für einige Zeit. Wahrscheinlich haben sich die Manager von VW gedacht, sie werden niemals auffliegen mit ihrem Betrug. Und dann kam der große Tag, an dem sie der Wahrheit ins Auge sehen mussten. Die Wahrheit, die sie schon irgendwie kannten, aber irgendwie nicht so richtig zugeben wollten. Und das passiert manchmal in unserem Leben auch. Wenn wir das so in den Nachrichten sehen, wenn Leute mit ihren großen Betrügereien auffliegen, wenn große Lichtgestalten der Politik oder des Sports plötzlich mit Millionen Steuerbetrug festgesetzt werden, dann sagen wir, ja, es geschieht ihnen recht. Aber manchmal, da trifft es auch uns. Da müssen wir der Wahrheit ins Auge sehen. Und das ist nicht immer einfach, aber ich glaube, wir werden heute sehen, es ist sehr heilsam.
[2:25] Bevor wir beginnen, möchte ich uns einladen, dass wir ein kurzes Gebet sprechen und wir können dazu sitzen bleiben. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir heute wieder uns Gedanken machen dürfen über dein Wort. Wir möchten dich bitten, dass du zu uns sprichst, dass wir verstehen, was wir lesen und dass es uns wirklich deinen Charakter und dein Wesen näher bringt. Im Namen Jesu, Amen.
[3:01] Wer von Ihnen wäre gern einmal ein Richter zu einem Gerichtshof? Keiner? Doch, ja. Es gab in der englischen Geschichte einen König, der hat sich gedacht, ich möchte, ich bin nicht zufrieden damit, einfach nur König zu sein und auf meinem Thron zu sitzen. Ich möchte mal Richter sein. Vielleicht hat er sich gedacht, dass die Richter in seinem Land irgendwie das nicht so richtig konnten. King James der Erste entschied sich einmal Richter zu sein und er hat sich dann auf den Richterstuhl gesetzt und hat sich die Fälle bringen lassen. Und er berichtet bei einem Fall, seinen ersten Fällen, da kam dann die eine Partei und hat ihr ihren Fall vorgetragen. Und als er so zugehört hat, da war er völlig überzeugt, ja die müssen recht bekommen, die haben ja vollkommen recht, das ist sonnenklar. Bis er die Gegenseite hörte. Da kam die Gegenseite und dann war die auch so logisch, die hatten auch so gute Beweise und auch so gute Gründe und auch so gute Dokumentation. Und er hat später gesagt, nach wenigen Tagen hat er aufgegeben, weil er feststellte, das ist gar nicht so einfach, ein Richter zu sein. Er sagte immer, wenn ich jemandem zugehört habe, dann klang das recht logisch.
[4:17] Richter zu sein ist keine einfache Sache und Gericht ist ja auch etwas, was in unserem Kopf meistens nicht so positiv besetzt ist, oder? Ich weiß nicht, wir haben uns schon mal eine Vorladung vor das Gericht bekommen, jetzt bitte nicht melden und wenn dann hoffentlich nur als Zeuge. Aber Gericht verbinden wir meistens mit etwas Unangenehmem. Es sei denn, uns ist etwas angetan worden, dann können wir es gar nicht schnell genug erwarten, bis wir vor Gericht kommen. Ich war den anderen anzuzeigen vielleicht. Oder wir freuen uns, wenn ein Kriegsverbrecher vor Gericht gezerrt wird. Also es gibt auch in unserem Denken sowohl positive als auch negative Assoziationen mit Gericht.
[4:46] Nun in der Bibel ist das Thema Gericht eigentlich ein sehr positives. Manche christliche Kirchen haben über das Thema Gericht gepredigt, bis die Leute in Angst und Schrecken versetzt worden sind. Aber eigentlich hat die Bibel einen ziemlich positiven Ansatz zum Gericht. Zum Beispiel hier in dem Psalmen heißt es: Es freue sich der Himmel und die Erde frohlocke. Es brause das Meer und was es erfüllt, es jauchze das Feld. Also das ist so richtig Freude, oder? Wenn das Feld jauchzt und alles was darauf ist, dann sollen alle Bäume des Waldes jubeln. Ja, warum sollen sie denn jubeln? Warum sollen sie jauchzen? Warum sollen sie sich freuen? Vor dem Herrn, denn er kommt, denn er kommt, um die Erde zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker in seiner Treue. Also wenn die Bibel sagt, Gott kommt und hält Gericht, dann sagt sie nicht, Achtung Entdeckung gehen, sondern sie sagt, freut euch, jubelt, frohlockt. Derselbe David, der das geschrieben hat, der Schreiber dieses Liedes, der hat an einer anderen Stelle sogar gesagt: Herr, bitte richte mich. Bitte Gott, bitte kannst du mich richten? Klingt ein bisschen komisch, oder? Aber der David verstand etwas, was wir heute auch verstehen wollen, nämlich die gute Nachricht vom Gericht.
[6:15] Nun dieses Thema vom Gericht ist etwas, was von Anfang des Christen, von Anfang der Christenheit immer auch ein Thema der christlichen Prediger gewesen ist. Als der Paulus mal nach Griechenland gegangen ist und dort den Griechen in Athen gepredigt hat, hat er unter anderem gesagt, dass Gott einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird. Mit anderen Worten, im großen Kalender Gottes hat er irgendwann einen Tag markiert, an dem das Gericht beginnt. Manchmal denken wir, die Ungerechtigkeit nimmt so überhand, das wird nie gelöst, oder? Manchmal, wenn man so in die Welt hineinschaut oder auch ins persönliche Leben, dann denkt man, es wird nie Gerechtigkeit geben. Aber die Bibel sagt uns, dass Gott einen Tag festgesetzt hat. Wir werden heute sogar sehen, wann der Tag ist, den Gott sich in seinem Kalender rot angestrichen hat, da neben geschrieben hat: Gericht. Er hat einen Tag festgesetzt.
[7:16] Nun, warum ist das Thema wichtig für uns? Vielleicht können wir sagen, naja, das Gericht, das ist ja vielleicht ein Thema, das sollen die Christen mal unter sich aus machen. Alle, die an Gott glauben, die sollen sich mal mit dem Gericht beschäftigen. Die Bibel sagt aber nicht, dass alle Christen ins Gericht kommen oder alle, die in der Bibel lesen, sondern dort steht ein etwas anderes Wort, ein sehr einfaches Wort mit vier Buchstaben, nämlich: denn wir alle. Jetzt, wer ist alle? Jeder, genau. Ganz genau. Jeder von uns, denn wir alle, und hier steht nicht können oder dürfen, sondern müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden. Mit anderen Worten, die Bibel sagt, es gibt ein Gerichtstribunal, an dem kommt keiner vorbei. Es soll ja Kriegsverbrecher geben, die es geschafft haben, unentdeckt zu bleiben oder sich der Justiz zu entziehen. Also noch Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg haben ja manche Nazi-Jäger noch in Argentinien nach Überresten des Naziregimes gesucht, weil man sie vor Gericht bringen wollte. Und offensichtlich haben einige es wirklich geschafft zu überleben und sich davon zu machen. Man kann vor dem Gerichtshof in Den Haag fliehen. Man kann vielleicht vor dem Verfassungsgericht irgendwie verborgen bleiben oder einfach nur vor einer Strafkammer hier in Stuttgart. Aber vor dem Richterstuhl des Christus, sagt die Bibel, vor Gottes Richterstuhl, da kommt keiner dran vorbei. Irgendwann, irgendwie werden wir alle der Wahrheit ins Auge sehen.
[9:03] Das heißt, wenn jeder Mensch auf diesem Planeten irgendwann zur Rechenschaft gezogen wird, irgendwann irgendwie mit der eigenen Lebenswahrheit konfrontiert wird, dann müsste das doch irgendwie sich auf unser Leben auswirken, oder? Ich glaube, viele Menschen würden anders leben, wenn sie sich wirklich bewusst machen würden, dass irgendwann alles rauskommt. Oder? Wenn ich genau wüsste, dass irgendwann sowieso alles rauskommt, dann würde ich doch vielleicht ganz anders leben. Deswegen ist diese Botschaft von dem Gericht eine ziemlich praktische Botschaft. Nicht nur irgendwas Theologisches, was da irgendwo im theologischen Himmel sich abspielt und wo sich jetzt die Theologen den Kopf drüber zerbrechen. Nein, etwas, das direkt unser persönliches Leben beeinflusst. Das geht mich an.
[9:49] Das heißt, all die Lebenslügen, die wir manchmal so gerne glauben, die wir auch so gerne den anderen vorspielen, manchmal sogar mit großem schauspielerischem Talent, die werden irgendwann aufgelöst. Irgendwann sind die Dinge einfach genau so, wie sie gewesen sind. Der Paulus schreibt das so im Römerbrief. So wird also jeder von uns, und jetzt ist es wichtig, für sich selbst Gott Rechenschaft geben. Manchmal, da würden wir uns wünschen, dass wir Rechenschaft geben für den anderen, nicht wahr? Weil wir ganz genau wissen, was da alles falsch gemacht haben. Wir haben die Liste genau dokumentiert, oder? Also, wenn es um den Nachbarn geht, nicht wahr? Oder unseren Ex-Freund, oder unseren Arbeitgeber, da könnten wir ziemlich gut vor Gericht auftreten, oder? Da wüssten wir genau, was wir alles sagen könnten. Aber die Bibel sagt, dass jeder für sich selbst Rechenschaft geben soll.
[10:48] Heißt mit anderen Worten, egal was sich so alles so an Entschuldigungen, an Ausflüchten oder sonstigen Dingen in meinem Leben so gerne verwende, wenn das Gericht mal kommt, wenn ich mal der Wahrheit ins Auge sehe, dann sind diese ganzen Ausreden nicht viel wert. Ja, es gibt ja Situationen, da tut man Dinge, von denen man genau weiß, dass sie falsch sind, aber man tut sie, weil alle anderen auch sie machen, oder? Und sagen, hey komm doch, sei doch nicht so. Wisse, an diesem Tag werden all die, die dich so mit Gruppendruck, also angetrieben haben, die werden nicht da sein. Und sagen, naja, wir sind es gewesen. Jeder muss für sich selbst Rechenschaft geben. Es lohnt sich also, einmal ganz nüchtern auf sich selbst zu schauen, oder?
[11:44] Also, nun mal so, wenn heute der Tag wäre, wo du vor Gott erscheinen würdest, also ganz egal, ob wir jetzt ein sehr klares Bild von Gott haben oder nur ein diffuses, wenn heute der Tag wäre, wo du mit deinem Leben, das du bisher gelebt hast, vor Gott erscheinen solltest, hättest du ein gutes Gefühl, dass die Frage Rechenschaft geben. Nun, zum Glück gibt die Bibel uns eine sehr positive Antwort darauf, die wir jetzt studieren wollen. Und das hat wiederum zu tun mit unserem Lieblingspropheten in der Bibel, nämlich Daniel. Den haben wir schon ein paar mal gehört. Ich weiß, die Nadine hat über Daniel Kapitel 2 gepredigt und wir haben auch schon Daniel 9 gehabt mit der Bär. Und heute wollen wir einen kleinen Abschnitt, nur einen kurzen Abschnitt aus einem anderen Kapitel anschauen, wo der Daniel uns eben nicht nur die Weltgeschichte oder das Kommen von Jesus präsentiert, sondern in dem Fall das Gericht.
[12:38] Was hat es damit auf sich? Er sagt in Daniel 7 Vers 9: Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Achtet hier genau, liebe Freunde, dass dort Throne aufgestellt wurden. Ich möchte das ganz kurz hier betonen. Was bedeutet es, wenn Throne aufgestellt wurden? Was ist die Implikation? Das sehen wir gleich, das naheliegend an dem Thema. Aber nur die Implikation, Throne wurden aufgestellt. Irgendwie ist ein Thron von A mindestens nach B bewegt worden, oder? Ein Thron wird aufgestellt. Der Thron hat sich bewegt, ansonsten kann er nicht aufgestellt werden, oder? Er stand nicht immer da, wo er jetzt steht. Also die erste Idee ist, da bewegen sich Throne von A nach B. Warum und wieso, werden wir noch sehen. Aber Throne wurden aufgestellt und ein Hochbetagter setzte sich. Wer ist dieser Hochbetagter? Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Hat jemand eine leise Ahnung, eine Idee, wer das sein könnte, der sich auf diesen feurigen Thron gesetzt hat? Ja, das war Gott. Daniel sieht in einer Vision ein Abbild Gottes, der sich auf den Thron setzt. Und vorher hat sich der Thron von A nach B bewegt. Und dann heißt es: Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausend mal tausende dienten ihm und zehntausend mal zehntausende standen vor ihm. Das ist eine Formulierung, die bezieht sich auf die Engel. Also mit anderen Worten, was hier vor sich geht, geht in großer Gruppe vor sich. Kein geheimes kleines Kämmerlein, wo Gott irgendwas für sich alleine tut, sondern Millionen und Abermillionen sind Zeugen.
[14:44] Und dann heißt es: Das Gericht setzte sich. Ja, man kann sich das vorstellen. Da kommen die Richter rein. Man kennt das ja aus dem Film und Fernsehen. Die Richter kommen rein und dann setzen sie sich. Und dann geht's los. Das Gericht beginnt. Vor Tausenden, vor Zehntausenden, vor Millionen, vielleicht Milliarden von Engeln beginnt hier das Gericht. Offensichtlich ist das nicht auf der Erde. Das ist offensichtlich im Himmel. Gleich noch mehr dazu. Und dann heißt es: Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet.
[15:14] Daniel ist noch nicht fertig mit seiner Beschreibung. Das ist eigentlich eine ziemlich eindrucksvolle Beschreibung. Der Thron wird aufgestellt, Gott selbst setzt sich und dann werden die Bücher aufgetan. Milliarden von Engeln stehen oder sitzen, wie auch immer, nicht wahr, und schauen genau zu. Das ist schon interessant dabei zu sein, oder? Aber dann heißt es hier in Vers 13: Ich sah die Nachtgesichte und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen. Jetzt, wenn im Himmel da jemand zu sehen ist, der aussieht wie ein Mensch, der offensichtlich ein Mensch ist, wer könnte das wohl sein? Das ist offensichtlich eine Beschreibung von Jesus. In dem Gericht finden wir Jesus und das heißt: Und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Was macht der Hochbetagte gerade? Er sitzt und richtet. Wenn also Jesus zu dem Hochbetagten gebracht wird, wohin wird er gebracht? Zum Gericht. Mit anderen Worten, derselbe Jesus, von dem wir gelernt haben, dass er auf dieser Erde für uns gelebt hat, dass er für uns gestorben ist, dass er uns die Sünden vergeben möchte, ist derselbe Jesus, der jetzt auch in diesem universalen Gericht auftritt. Er wurde zu ihm gebracht.
[16:45] Die erste gute Nachricht heute ist: Das Gericht findet nicht ohne Jesus statt. Es ist eine eindrucksvolle Szene, eine, die auch wirklich eine ernste Szene ist. Gott setzt sich zum Gericht, Milliarden Engel schauen zu, aber die gute Nachricht ist, Jesus ist dabei und wir haben schon genügend über Jesus gelernt, um zu wissen, dass er wirklich alles für uns einsetzt, alles für uns gibt und wirklich sich für uns einsetzt.
[17:10] In 1. Johannes 2, Vers 1 heißt es: Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher. Jetzt lernen wir mal deutsche Sprache. Was ist ein Fürsprecher? Ein Anwalt, Advokat. Was steckt in dem Wort Fürsprecher drin? Es sind zwei Worte. Was sind die beiden Worte? Für und Sprecher. Mit anderen Worten, das ist jemand, der spricht für jemanden. Anders ausgedrückt, wenn das Gericht im Himmel ist und ich da gar nicht dabei sein könnte eventuell, dann ist da jemand, der für mich spricht. Also anders ausgedrückt, wenn das Gericht tagt und der Richter dann klopft: Christopher Kramp. Milliarden Engel drehen sich, um zu sehen, was Christopher Kramp getan hat. Und die Bücher werden aufgetan, wenn wir gleich sehen, was in den Büchern steht. Dann sagt die Bibel, dann steht einer auf und sagt: Ich würde gern was sagen, ich würde gern für ihn sprechen. Das wäre doch gut, jemanden zu haben, der dort im Gericht für uns spricht, oder? Der nicht gegen uns spricht, sondern der für uns spricht, als unser Verteidiger.
[18:37] Wir haben gesehen, das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet. Jetzt, um alles in der Welt sind diese Bücher und was hat es damit auf sich? Vielleicht noch ein kurzer Gedanke hier. Sich mit dem letzten Gericht zu beschäftigen, ist ja vielleicht gar nicht so das typische Thema einer Jugendvortragsreihe, oder? Aber die Bibel sagt folgendes, fand ich interessant: Prediger 11 Vers 9. Freue dich nur in deiner Jugend, also das ist jetzt besonders an die Jugendlichen und alle, die sich noch jugendlich fühlen. Also jeder, der zweistellige Jahreszahl hat, der kann sich biblisch gesehen immer noch als Jugendlicher fühlen. Das passt schon. Freue dich nur in deiner Jugend, junger Mann, und ich denke die junge Frau darf sich auch angesprochen fühlen, und lass dein Herz fröhlich sein in den Tagen deines Jugendalters. Die Bibel sagt, als Jugendlicher darf man das Leben genießen, no limit, in gewisser Weise. Denn der Vers geht noch weiter. Wandle in den Wegen deines Herzens und nach dem, was deine Augen sehen. Und dann kommt der interessante Schluss: Doch sollst du dabei wissen, dass dir Gott über dies alles ein Urteil sprechen wird. Ja, freue dich an dem Leben. Sei kein abgeschirmter Mönch, der irgendwie sich vom Leben abschneidet, aber wisse, auch schon in deinem jugendlichen Alter, wo man denkt, naja das Leben geht noch 50, 60, 70, 80 Jahre vielleicht, wenn die Medizin noch besser wird. Wisse, Gott spricht dein Urteil. Die Wahrheit kommt ans Licht.
[20:15] Also was steht in den Büchern? In Prediger 12, Vers 14 heißt es: Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse. Werk ist ein kurzer Begriff für eine lange Idee, nämlich alles, was wir tun, alles, was wir sagen, alles, was wir geplant haben. Manchmal macht man ja so Dinge, da möchte man was Böses tun. Ich weiß nicht, ob jemand das schon mal erlebt hat. Man möchte was tun, von dem weiß man, man darf es gar nicht. Aber man hat es vor, man plant es und dann kommen irgendwelche ungeahnten Umstände und man kann es nicht tun. Und dann freut man sich, dass man sich getan hat. Und man könnte sich vielleicht selbst sogar überzeugen, dass man doch ganz wunderbar ist. Man hat es ja nicht getan. Es kam ja nicht dazu. Aber Gott ist kein oberflächlicher Gott. Gott schaut die Dinge so an, wie sie sind. Jedes Werk, und zwar das Gute, wie auch das Böse, samt allem Verborgenen. Es gibt Dinge vielleicht, die wissen deine Eltern nicht, oder dein Ehepartner, oder deine Kinder. Die kann nur Gott wissen und du. Aber Gott weiß sie.
[21:47] Und irgendwann wird das geöffnet und Milliarden von Engel werden es sehen. Es heißt hier: Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben. Schon mal ein unnützes Wort geredet? Manchmal passiert es ja, dass man einfach so daherredet und man weiß, während man redet. Das macht gar keinen Sinn, das ist völlig Unsinn. Das steht nicht mal als schlechte Worte. Also wenn das hier stehen würde, Fluchen und unter der Gürtellinie sich gegenseitig irgendwie, nicht wahr? Wie auch immer. Aber hier steht unnütz. Von jedem unnützen Wort. Denn nach deinen Worten bist du gerechtfertigt und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden. Das heißt, wenn Gott das Leben beurteilt, dann sagt er nicht, hey du bist blond, ich mag dich, ich möchte Mimmel haben. Er sagt nicht, naja du bist groß oder klein, sondern er beurteilt das Leben nach dem, was wir wirklich getan haben. Wie wir gewesen sind, was wir gesagt haben, wie wir uns gegeben haben.
[23:09] Und es hat auch positive Seiten. Da besprachen sich die miteinander, welche den Herrn fürchteten. Und der Herr achtete darauf und hörte es. Und ein Gedenkbuch wurde vor ihm geschrieben für die, welche den Herrn fürchten und seinen Namen hochachten. Mit anderen Worten, die eine Seite ist, ja da werden alles Sünden, alles Böse, alles aufgeschrieben, aber es wird auch alles Gute aufgeschrieben. Das vergisst man manchmal. Manchmal tut man gute Dinge und keiner merkt es, oder? Schon mal erlebt, dass man was Gutes getan hat und keiner hat davon Notiz genommen. Man denkt sich vielleicht, es war umsonst. Gott hat, und das ist offensichtlich ein Symbol auch, ein Gedenkbuch, wo er all das fein säuberlich dokumentiert, was wir Gutes getan haben.
[23:49] Aber nicht nur unsere Taten, nicht nur Fakten, nicht nur Lebensstation. In Psalm 56, Vers 9 heißt es: Sammle meine Tränen in deinen Schlauch, stehen sie nicht in deinem Buch. Heißt auf Deutsch, man weint nicht eine Träne, die nicht verzeichnet ist bei Gott in seiner himmlischen Datenbank. Jedes Mal, wenn man zu Hause im Bett nachts sich in den Schlaf weint, in das Kissen beißt, weil man nicht mehr weiß, wie es weitergeht und niemand es vielleicht mit zu bekommen scheint. Gott weiß es. Gott kennt jede letzte Regung unserer Emotionen. Gott fühlt mit.
[24:41] Die Frage ist, wozu eigentlich das Ganze? Muss Gott eigentlich sich nochmal daran erinnern, wen er in den Himmel nehmen will oder nicht? Ist Gott vergesslich, dass er nach 6000 Jahren nochmal nachschauen muss, was hat der Adam eigentlich damals gemacht? Wir müssen manchmal zurückgehen und uns Notizen anschauen, was wir früher so gemacht haben. Wir müssen vielleicht nochmal die Haushaltsbücher durchschauen, weil wir uns nicht mehr erinnern können. Aber muss Gott das tun? Nein, offensichtlich nicht. Gott ist allwissend. Gott kennt die Vergangenheit und die Zukunft. Gott muss das nicht tun. Warum tut er es dann? Der Schlüssel sind die Zehntausend und Abertausende, die dort um ihn herum sind. Gott ist ein Gott der Transparenz. Das, was wir uns manchmal von den Fußballverbänden und von den Politikern wünschen würden, wo alles hinter geheimen Kammern gemauschelt wird, das ist bei Gott gar nicht so. Bei Gott läuft alles super transparent.
[25:38] Wenn Gott sagt im Universum, ich würde gerne diese Menschen dort, die bei No Limits sich entschieden haben, Jesus Christus anzunehmen, ich würde sie gerne in den Himmel nehmen. Da sagen die Engel: Ja, das ist ja schön und gut. Aber als wir das letzte Mal diese Menschen da beobachtet haben, da haben die das getan und das getan und das getan und das getan. Wie kannst du die in den Himmel nehmen? Stellen sie sich vor, sie bekommen einen neuen Nachbarn und sie stellen fest und hören das über Nachbarn, dass der neue Nachbar zehn Jahre im Gefängnis gesessen hat, wegen Kindesmissbrauch. Mehrfachen oder vielleicht auch 15 Jahre, was auch immer man bekommt. Würden sie ihn freudig begrüßen? Oder hätten sie doch mal gern einen Termin bei der Polizei oder beim Gericht, um sich mal zu informieren, wie er dann in der Rehabilitation, in der Sozialtherapie sich angestellt hat, oder? Man würde doch gern wissen, wer da jetzt neuer Nachbar wird. Und die Engel wissen, dass wenn Gott die Menschen erstmal in den Himmel nimmt, dann bleiben die auch erstmal Nachbarn für die nächsten Milliarden Jahre oder so. Gott zeigt im Gericht transparent, warum er Menschen in den Himmel nehmen kann. Er zeigt, wie Menschen durch ihre Lebensübergabe, wie sie durch ihre Annahme von Jesus Christus verwandelte Menschen geworden sind, wie sich ihr Denken, Fühlen, Handeln, ihre Worte verändert haben. Und ja, die Vergangenheit ist, wie sie ist, aber Menschen haben sich geändert.
[27:28] In 1. Korinther 4, Vers 5 lesen wir: Bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringt und die Absichten der Herzen offenbar macht. Da haben wir es. Gott schaut nicht nur auf das, was wir getan haben, er schaut auch, warum wir es getan haben. Manchmal denken wir, Mensch, der ist ja unglaublich gut, ein Herz von einer Seele. Als wenn der nicht im Himmel ist, oder? Es gibt ein ganz berühmtes Beispiel. Sie alle kennen auch Mutter Theresa, oder? Also Mutter Theresa war doch wirklich nur der Ausbund an Barmherzigkeit, oder? Man hat nach ihrem Tod ihr Tagebuch gefunden und als man das gelesen hat, war man ziemlich schockiert. Da beschreibt Mutter Theresa, wie elend sie sich gefühlt hat, wie egal ihr die ganze Arbeit war und dass sie nicht geglaubt hat, dass es überhaupt einen Gott gibt, dass nur Finstern ist in ihrer Seele. Sie schreibt, es ist nur Finstern in meiner Seele. Und dann plötzlich fragt man sich, warum hat sie das dann gemacht? Offensichtlich war das innere Leben nicht korrespondierend mit den vielen guten Werken, die sie getan hat. Spannend.
[28:38] Jedenfalls wird an diesem Tag, wenn keine Daten, keine Fakten geschönt, es gibt keine geschönten Bilanzen, alles ist so, wie es wirklich ist. Wenn Jesus dann wiederkommt, sagt uns die Bibel, heißt es, er wird jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun. Mit anderen Worten, wenn Jesus wiederkommt, dann bringt er den Lohn mit und zwar nach seinem Tun. Es reicht nicht aus, dass wir irgendetwas Großes bekennen, dass wir sagen, oh ich bin ein Christ, oder ich glaube an Gott, oder ich glaube an dies, oder ich glaube an jenes. Was nützt es, wenn ich an viele Dinge glaube und mein Leben was ganz anderes zeigt, oder?
[29:35] Die Bibel hat diese berühmte Geschichte von einem Mann, der da halbtot, nackt ausgezogen, am Wegesrand lag und da gab es Menschen, die an ihm vorbeigingen und ihm nicht halfen, weil sie ein wichtiges Treffen in der Kirche hatten. Sie mussten zur Kirche gehen, konnten nicht dem Halbtoten helfen. Passiert heute uns auch manchmal, oder? Weil wir so beschäftigt sind mit unseren Weltanschauungen, mit unseren Religionen, mit unserem Dies und Jenem, dass wir nicht das Offensichtliche tun, was Jesus Christus immer getan hätte. Nach unserem Tun.
[30:07] Der Salomo, der hat das mal so zusammengefasst. Der Salomo übrigens hat sein Leben wirklich, der hat im Guten wie im Schlechten Sinne No Limit gelebt. Der hat erst No Limit Weisheit von Gott bekommen, ohne Grenzen fast, und dann hat er sie No Limit missbraucht. Also Frauen hatte der wirklich fast No Limit, ein Tausend, glaube ich, sind es gewesen. Und als er dann alles ausprobiert hat, Gottes wahre Religion und alles das, was einem die Welt so bieten kann, hat er festgestellt, am Ende seines Lebens, als er als gebrochener Mann festgestellt hat, das hat alles nichts gebracht mit dem Saus und Braus der Welt. Da hat er zusammengefasst: Lasst uns die Summe aller Lehre hören, denn das macht den ganzen Menschen aus. Da fehlt eine Folie. Die sollte heißen: Fürchte Gott und halte seine Gebote. Das ist hier untergegangen. Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen.
[31:11] Jetzt, wenn man in ein Gerichtssaal hineinspaziert und einer Gerichtsverhandlung beiwohnt, dann stellt man schnell fest, dass das Gericht nach gewissen objektiven Maßstäben urteilen muss. Was für Maßstäbe sind das, die ein Richter hoffentlich anwendet, wenn er sein Urteil spricht? Nach welchen Maßstäben urteilt der Richter? Es gibt Gesetze, die objektiv festlegen, was dann in einem Einzelfall zu entscheiden ist. Und so ist es auch bei Gott.
[31:43] In Jakobus 2, Vers 12 heißt es: Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Interessanter Begriff. Gesetz und Freiheit klingen wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Gesetz und Freiheit. Wir werden im zweiten Vortrag sehen, die Chiara wird das sehr schön zeigen, was dieses Gesetz der Freiheit im Einzelnen bedeutet, warum es das Gesetz der Freiheit ist. Nur hier schon mal so viel. In Vers 11 wird uns deutlich gesagt, was für ein Gesetz es ist. Nämlich, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht töten. Und wo finden sich diese Gebote? In der Straßenverkehrsordnung? Im bürgerlichen Gesetzbuch? Wo finden sich die? In der Bibel, das ist gut. Ein bisschen genauer. In den 10 Geboten. Die 10 Gebote, sagt die Bibel, ist Gottes Maßstab im Gericht.
[32:35] Tragischerweise gibt es heute viele Menschen, die glauben, dass die 10 Gebote keine Gültigkeit mehr haben oder abgeschafft sind oder nicht mehr irgendwie von Bedeutung sind. Und das wäre dann eine echte Tragödie im Gericht. Wir hatten schon gesehen, der Bock dann hat darüber gesprochen, dass der große Kampf, der Krieg aller Kriege, sich daran entzündet hat, ob das Gesetz Gottes gut ist oder nicht. Wir hatten gesehen, wie Jesus ein Ausdruck des Gesetzes Gottes ist und wie der Satan gegen das Gesetz Gottes rebelliert hat. Und auch wir können entscheiden, ob wir dem Gesetz der Liebe, dem Gesetz Gottes folgen wollen, auf welcher Seite wir stehen möchten.
[33:14] Matthäus 7 ist eine der eindrucksvollsten und vielleicht den fast ernüchterndsten Worte von Jesus. Er hat hier gesagt: Nicht jeder, der zu mir sagt, Herr, Herr. Wer würde denn zu Jesus sagen, Herr, Herr? Wer würde das sagen? Würde ein Atheist zu Jesus sagen, Herr, Herr? Würde ein Buddhist zu Jesus sagen, Herr, Herr? Würde ein chinesischer Kommunist zu Jesus sagen, Herr, Herr? Nein, wer sagt zu Jesus Herr, Herr? Christen. Nun gibt es diese Idee, die heutzutage immer weiter Verbreitung findet. Naja, wenn ich einmal Christ geworden bin, dann ist Gott so gnädig und so liebevoll, ich kann gar nicht mehr verloren gehen. Das nennt man einmal gerettet, immer gerettet. Once saved, always saved. Wenn du auch nur einmal sagst: Herr Jesus, ich liebe dich, dann erlöst er dich und er kann dich nicht mehr loslassen. Egal, was du tust, egal, was du machst, egal, wie auch immer. Aber hier steht, es wird Menschen geben, die sagen: Herr, Herr und werden doch nicht in das Himmelreich kommen.
[34:25] Übrigens, wenn man zu Jesus, Herr, Herr sagt, bei welcher Aktivität macht man das? Beim Beten, oder? Das sind also nicht nur Menschen, die sagen, ja, Jesus ist mein Herr, sondern die im Gebet zu Jesus beten und sagen: Herr, Herr, hilf mir bei meinem Mathe-Test. Gib, dass ich wieder gesund werde. Tu das oder jenes. Sondern wer wird in den Himmel kommen? Wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Es kommt also nicht nur darauf an, was ich so für mich in Anspruch nehme, als Bekenntnis. Es kommt darauf an, wer ich wirklich bin. Man muss der Wahrheit ins Auge sehen.
[35:07] Und dort, wenn wir vor dem Richterstuhl Christi, dem Richterstuhl von Jesus offenbar werden, wenn wir, wenn unser Fall präsentiert wird, dann schauen wir in gewisser Weise der Wahrheit ins Auge. Denn Jesus ist, so sagt er selbst, der Weg, die Wahrheit und das Leben.
[35:31] Nun, in der Offenbarung finden wir folgendes Interessantes beschrieben. Der Johannes sagt: Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen. Der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen. Wir haben ja am Freitag vom Dominik gehört, was dieses ewige Evangelium ist. Denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jede Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Das, was jetzt kommt, gilt für jeden. Es heißt: Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, so wie der Salomo. Genauso heißt es ja auch: Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Können wir uns erinnern, was der Paulus ganz am Anfang gesagt hat? Gott hat einen Tag festgesetzt. Ja, Gott hat in seinem Kalender irgendwann gesagt, dann ist Gericht. Und hier steht dieser Vers: Die Stunde des Gerichts ist gekommen.
[36:14] Also irgendwie, wenn wir uns die Bibel deutlich machen, es gibt einen Zeitpunkt. Ja, die Bibel sagt, wir wissen nicht, wann Jesus wiederkommt. Die Wiederkunft ist etwas, das können wir nicht berechnen, können wir nicht wissen. Aber wir können wissen, wann das Gericht beginnt. Viele Menschen denken nämlich, naja, das Gericht wird ja dann sein, wenn Jesus kommt. Wenn dann Jesus mal wiederkommt, dann wird er alle Menschen so vor sich versammeln. Dann setzt er sich auf seinen Thron da auf der Erde und dann fängt er an jetzt zu links, rechts, links, rechts, die guten hier, die schlechten da. Unsinn. Die Bibel sagt, wenn Jesus kommt, wird jeder nach seinem Tun entsprechend belohnt oder bestraft. Das heißt, wenn ich bei der Wiederkunft Jesus belohnt oder bestraft werde, je nachdem, dann muss das Urteil ja schon feststehen. Aber ein Urteil, das feststeht, bedeutet, dass die Untersuchung schon stattgefunden hat.
[37:03] Was die Allerwichtigsten wissen, aber die Bibel sehr deutlich lehrt, ist, dass das Gericht bereits vor der Wiederkunft beginnt. Das heißt, wir könnten hier auf der Erde sein und im Himmel ist schon das Gericht, das die Wiederkunft einleitet. Und hier wird gesprochen von der Stunde des Gerichts und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat. Die Frage ist, was ist diese Stunde des Gerichts, was hat es mit diesem zeitlichen Aspekt auf sich? Denn, wie wir gesehen haben, wenn Jesus wiederkommt und es heißt, er kommt auf einer Wolke und sah aus wie der Sohn eines Menschen und er hat eine Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel, dann heißt es hier: Sendet eine Sichel aus und erntet. Denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist. Wenn Jesus kommt, wird geerntet. Da wird nicht erst sortiert. Okay, wie sieht es jetzt aus? Dann ist vorbei.
[37:53] Noch einmal zurück zum Buch Daniel. Der Daniel hat einfach so interessante Prophezeiungen. Da könnte man Stunden und Stunden drüber reden, aber wir wollen es kurz und präzise auf den Punkt bringen. In Daniel Kapitel 8 sagt er: Er sprach zu mir: Bis zu 2300 Abenden und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden. Erste Frage: Was ist Abend und Morgen zusammengenommen? Also 2300 Tage, dann heißt es hier: Wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.
[38:35] Versuchen, das ein bisschen zu verstehen. Der Daniel hat es nämlich nicht verstanden. Der hat das gehört und gesagt: Was meint Gott jetzt damit? Das ist irgendwie komisch. Und dann erklärt der Engel alles Mögliche und als er zu dieser Sache kommt, sagt er: Was aber über das Gesicht von den Abend und Morgen gesagt worden ist, das ist wahr. Tolle Erklärung, oder? Stellen Sie sich vor, jemand erzählt Ihnen was und dann sagen Sie: Ich habe es nicht verstanden, erklär es mir und dann sagt er: Pass auf, was ich dir gesagt habe, das ist die Wahrheit. Und jetzt? Mehr bekommt der Daniel erstmal nicht erklärt und dann heißt es: Und du sollst das Gesicht bewahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage. Was heißt fernliegende Tage? Weit weg, in der weiten Zukunft. Also von Daniels Zeit aus gesehen, war das noch weit in der Zukunft. Aber ich Daniel lag mehrere Tage krank, ehe ich wieder aufstehen und die Geschäfte des Königs besorgen konnte. Ich war bei entsetzendem Gesicht und niemand verstand es. Dieser Vers von den 2300 Abend und Morgen beschreibt das Gericht, der Beginn des Gerichtes. Wir werden gleich sehen, warum. Aber wir wollen uns erst diesen zeitlichen Aspekt kurz anschauen.
[39:47] Er hat das studiert, hat gedacht, das kann doch nicht sein, das sind 2300 Tage. Hat die Bibel gewälzt, hat Jesaja gelesen, hat Jeremia gelesen, hat verschiedene Verse versucht irgendwie zu finden und er hat dann gebetet und hat gefastet. Ja, der macht es wirklich ernst, hat aufgehört zu essen. Er hat gesagt: Herr, ich will es verstehen. Wann wird das sein, dieses monumentale Ereignis? Und dann sagt er: Herr, höre, Herr, vergib, Herr, achte darauf, handel, zögere nicht. Und dann kommt diese Prophezeiung, die die Bär am Mittwoch schon erklärt hat. Deswegen werde ich sie nur ganz kurz wiederholen für alle, die nicht da waren. Das ist jetzt ein 5 Minuten Kurs.
[40:29] Dem Daniel wird eine Erklärung gegeben, die direkt eine Erklärung bietet für diese 2300 Abende und Morgen. Also jetzt einmal anschnallen. Wir nehmen jetzt den fünften Gang und tun ihn in den sechsten Gang. Und jetzt schauen wir uns das ganz kurz an. Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt. Frage: Wer war das Volk von Daniel? Israel. Und die heilige Stadt war? Jerusalem. 70 Wochen sind wie viel Tage? 490 Tage. Also Gott sagt, 490 Tage sind bestimmt. Und wer am Mittwoch da war, weiß, das Wort bestimmt heißt, das hat die Bär glaube ich gar nicht gesagt, oder? Hat sie gesagt, dass das Ratak heißt? Hat sie nicht gesagt. Das hebräische Wort, was hier steht, heißt wörtlich Ratak. Und Ratak heißt das, was es klingt, nämlich abgeschnitten. Sagen wir gemeinsam: 1, 2, 3. Ratak. 1, 2, 3. Wunderbar. Jetzt haben wir Hebräisch gelernt. 70 Wochen, 490 Tage sind abgeschnitten.
[41:44] Jetzt, wenn ich Brot abschneide, wovon kann ich Brot abschneiden? Von Brot. Wenn ich Stoff abschneiden will, wovon kann ich Stoff abschneiden? Von Stoff. Wenn ich Zeit abschneiden will, wovon muss ich Zeit abschneiden? Von Zeit. Von welcher Zeitperiode? Offensichtlich von diesen 2.300 Abend und Morgen sind 70 Wochen abgeschnitten, um die Betretung enden zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen. Frage: Wir haben das ja am Freitag gesehen. Wer war es, der die Sünden abgetan hat, der die Missetat gesühnt hat, der eine ewige Gerechtigkeit eingeführt hat? Wer ist das gewesen? Jesus Christus. Also diese Prophezeiung hier, wie die Bär schon ausgeführt hat, würde eine Prophezeiung auf Jesus Christus sein. Und wie wir gelernt haben, steht in der biblischen Prophetie ein Tag für ein Jahr.
[42:37] Jetzt kommt der große mathematische Test, Abschlussprüfung, Matheabitur, 13. Klasse. 2.300 Tage in der biblischen Prophetie sind dann wie viele Jahre? 2.300. 490 Tage sind in der biblischen Prophetie? Okay, alle bestanden, sehr gut. In Wirklichkeit sagt das Buch Daniel, nach 2.300 Jahren würde das Gericht beginnen und von diesen 2.300 Jahren bis zum Beginn des Gerichts, bis zu dem Tag, wo Gott gesagt hat, hier ist das Gericht, davon sind die ersten 490 Jahre abgeschnitten. Wie heißt das Wort? Rattak, abgeschnitten, um die ewige Gerechtigkeit einzuführen, damit Jesus Christus für die Menschheit stirbt.
[43:22] Bär hatte auch darüber gesprochen, wann das Ganze anfangen würde, nämlich: So wisse und verstehe, vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems, bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, da gab es einen Erlass. Ich muss die Geschichte kurz erzählen. Das war so, die Israeliten waren in Babylon in der Gefangenschaft, alles war verwüstet, ihre Stadt war verwüstet, ihre Heimat war verwüstet, sie hatten nichts, sie beteten zu Gott: Herr, bitte, bring uns wieder zurück. Die Babylonier wurden besiegt von den Medern und Persern und dann gab Gott dem Kyros ins Herz, dass die Israeliten zurückgehen könnten und den Tempel aufbauen können. Das haben sie angefangen, dann haben sich die Nachbarn beschwert, haben gesagt, wir möchten das nicht, dass hier so viel Baulärm ist, nicht wahr, und hört auf damit. Dann ist es gestoppt worden. Dann gab es einen zweiten Erlass, einen zweiten Befehl, wo Jahrzehnte später ein persischer König gesagt hat: Ihr dürft weiter aufbauen und dann gab es einen dritten Befehl, der dazu geführt hat, dass die Stadt selbst wieder aufgebaut worden ist. Und die Bibel sagt, von diesem Zeitpunkt an, wo der dritte Befehl ausgehen würde, wo der Befehl ausgehen würde, dass nicht nur der Tempel, sondern die ganze Stadt Jerusalem aufgebaut werden würde, von dem Zeitpunkt an würde die prophetische Uhr ticken. Mit anderen Worten, als der König, dem ich gleich fragen werde, wer das sein wird, als er gesagt hat, ihr dürft die Stadt aufbauen, da begann der Timer, der Timer im Himmel, der himmlische Timer, der begann zu schlagen. 490 Jahre für das Volk Israel, 2300 Jahre bis zu dem Tag, wo das Gericht beginnt.
[45:18] Also, wer ist es gewesen, wer hat den Befehl ausgesprochen? Kann sich jemand erinnern? Artaxerxes. In seinem siebten Jahr, und das war im Jahre? 400? Ja, sehr gut, 457. Kann sich gut merken. 457 wurde der Erlass geschrieben. Von dort bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten. Jetzt, das Wort Gesalbter ist sehr schön im Hebräischen, heißt Maschach oder Messias. Wer ist wohl dieser Gesalbte, dieser Fürst, der kommen sollte? Jesus, ganz genau, haben wir auch gelernt.
[45:56] Also, von diesem Befehl, wo die Uhr anfangen würde zu schlagen, bis zu Jesus vergehen sieben Wochen und 62 Wochen. Jetzt sind die Mathematiker gefragt. 7 plus 62 sind? 69 und 69 mal 7, haben wir gelernt, sind? 483 und wir rechnen es. 483 minus 7, ganz genau, sehr gut. 483 Jahre. Von 457 vor Christus, 483 Jahre nach vorne gelaufen sind? Ich muss das noch kurz erklären. Meine Frau hat es nicht erklärt. Sie hat ja gesagt, es gibt dieses Jahr null, weil rein rechnerisch würde man im Jahr 26 rauskommen, oder? 457, also minus 457 plus 483 sind 26. Also stellen wir uns mal vor, wie erklärt das am besten. Können wir alle diese Stühle hier sehen? Sehen wir die Stühle hier? Also, jeder Stuhl, das kann sich jeder vorstellen, hat so eins, also eins, zwei, drei, vier, fünf. Also nehmen wir mal an, das ist minus 2, minus 1, 0, 1, 2. Wenn ich jetzt von minus 2, so ist unser Zahlenstrahl, minus 2, minus 1, 0, 1, 2. Wenn ich von minus 2 drei Schritte nach vorne gehe, wo komme ich raus? Bei 1, oder? Die Jahre sind aber keine Punkte, sondern die Jahre sind dazwischen, oder? Das ist also 2 vor Christus, 1 vor Christus, 1, 2. Wenn ich jetzt also von 2 vor Christus, drei Jahre vorher gehe, wo komme ich raus? 1, die Jahre 2. Logisch? Minus 2, erster Schritt, minus 1, 1, 2. Es gibt kein Jahr, es gibt kein Punkt, es gibt auch kein Jahr 0. Also, nur zur Erklärung. Okay, kann man auch wieder vergessen. Hauptsache man versteht, der Messias kam im Jahre 27.
[47:59] Was sollte dort passieren? Die Taufe von Jesus, haben wir uns angeschaut. Jesus wurde im Jahre 27 getauft. Womit? Mit Wasser und? Mit dem Heiligen Geist. Gesalbt mit dem Heiligen Geist, um dann kurze Zeit später, das haben wir genau im Detail angeschaut, können wir nicht alles wiederholen, für die Menschheit zu sterben, in dieser letzten Woche. Weiß ich mir noch genau wann? Die Bär hat es schön erklärt. Es war genau in der Mitte der letzten Woche. Eine Woche hat wie viele Tage? 7. Hälfte davon sind? 3,5. 3,5 Tage sind? 3,5 Jahre. Und Jesus wurde im Herbst 27 getauft. Und wenn er im Herbst 27 getauft wurde, dann sind 3,5 Jahre später: Herbst 28, Herbst 29, Herbst 30 und? Frühling 31. Frühling 31, da ist er gestorben. Genau in der Mitte der Woche. Mit anderen Worten, wir wiederholen das nur. Jesus war on time, wie die Engländer sagen würden. Er war auf den Punkt. Er starb zum richtigen Zeitpunkt.
[49:12] Also, dieses ganze Leben und Sterben und Wirken von Jesus, wurde in Daniel 9 erklärt, als ein Abschnitt, als eine erste Etappe auf der großen Reise der Zeit hin zu dem Zeitpunkt, den Gott markiert hatte, an dem das Gericht beginnen würde. Also hier nochmal kurz zusammengefasst, für alle, die jetzt vor lauter Mathematik ausgestiegen sind. Der Last zum Befehl des Aufbaus Jerusalems 457 vor Christus und dann hier diese 7 Wochen und 62 Wochen. Jesus im Jahre 27 getauft, im Jahre 31 gestorben, anstelle der Opfer, die jetzt keine Bedeutung mehr haben und dann im Jahre 34 war diese Zeit zu Ende, als das Volk Israel aufhörte, das Volk Gottes zu sein.
[49:49] Wenn man 490 Jahre von 1800, was erzählst du? 490 Jahre von 2300 abschneidet, was war das hebräische Wort nochmal? Kratak. Wenn man die abschneidet, wie viel bleibt dann übrig? Wie viel bleibt dann übrig? Sehr gut abgelesen. 1810. Ist ja Mathematik für alle hier nicht. Wenn diese 70 Wochen im Jahre 34 enden und 1810 Jahre übrig bleiben würden, bis zu dem Zeitpunkt, wo Gott gesagt hat, an diesem Tag, da beginnt das Gericht. In welches Jahr würde man dann rechnerisch kommen? Ins Jahr 1844.
[50:42] Das längste, die längste Prophezeiung, das am weitesten in unserer Zeit reichende Datum aller biblischer Prophetie. Sozusagen die 90. Minute der Weltgeschichte. Alles danach ist mehr oder weniger Nachspielzeit. So erkläre ich das gerne. Man weiß nicht genau, wie lange die Nachspielzeit geht. So wie in der guten alten Zeit, als es noch nicht angezeigt wurde. Aber der Punkt ist der, der Punkt ist der, die Bibel macht sehr deutlich. Genauso sicher, wie Jesus im Jahre 27 getauft wurde und genauso sicher, wie Jesus im Frühjahr 31 gestorben ist, mit derselben Präzision sagt die Bibel voraus, das ist der Tag des Gerichts und wir brauchen keine Theologen sein, um festzustellen, dann hat das Gericht es schon angefangen. Dann leben wir schon in der Zeit des Gerichts, dann ist das Gericht ja nicht Zukunftsmusik, dann ist es nicht etwas, wo ich sage, naja, mal sehen, was da kommt, sondern dann ist das Gericht vielleicht ja schon eine, und nicht vielleicht, dann ist das ja eine Realität für unser Leben. Dann schauen wir der Wahrheit ja bereits sozusagen ins Auge.
[51:49] Jetzt bevor wir zum Ende kommen, ganz kurz, was bedeutet das praktisch für mich? Weil ich meine, das eine ist die Mathematik, wenn ich jetzt, oh, ich kann jetzt, 1844 beginnt das Gericht. Das ist übrigens sehr spannend, man könnte noch mehr darüber studieren und das weiter vertiefen, aber wir wollen jetzt hier nicht das bis ins Unendliche treiben. Aber der Punkt ist, was bringt mir das, was ist der Punkt jetzt für mich? Jesus Christus haben wir gesehen und Bea und Dominik haben das sehr schön gezeigt. Jesus ist gestorben und sein Tod wurde vorhergeschattet, wurde erklärt den Israeliten durch dieses Lamm. Dominik hat viel darüber gesprochen. Das Lamm, das sterben musste, das in seiner Unschuld symbolisieren sollte, dass jemand, der völlig makellos ist, für mich den Platz nimmt. Damals im alten Testament mussten die Priester, musste das Lamm geschlachtet werden, die Sünder haben ihre Hand auf das Opfer getan, ihre Sünden bekannt und dann wurde das Blut ins Heiligtum gemacht.
[52:43] Das Heiligtum übrigens, es war ein Zelt, ein Zelt mit zwei Abteilungen, vielleicht kann ich das hier mal kurz verwenden, ich hoffe es kippt nicht um. Also stellen wir uns vor, das ist einfach jetzt der Vorhang, okay? Naja, sollen wir ihn vielleicht ein bisschen hier hinschieben? Stellen wir uns vor, das Heiligtum ist ein zweigeteiltes Heiligtum, ein Zelt mit einem Vorhang dazwischen. Dieser Vorhang war natürlich normalerweise ganz durchgehend, allerdings nicht oben. Das hatte damit zu tun, dass der Weihrauch symbolisch für die Gebete immer hinüber ging zu dem Thron Gottes. Jeden Tag haben die Priester ihren Dienst verrichtet im Heiligtum. Da gab es den siebenarmigen Leuchter und den Schaubrottisch mit den zwölf Broten und da gab es diesen Räucheraltar, der hinüber ging und das Blut, das eben im Vorhof, also da sozusagen hier oder so, das hier irgendwo im Vorhof geschlachtet wurde, das wurde jetzt in das Heiligtum hineingebracht und dann hat man das entweder dann an die Hörner des Altars getan oder man hat es an den Vorhang gespritzt, wo übrigens kein springender Mensch abgebildet war, sondern Engel. Aber einmal im Jahr, einmal im Jahr ging der Priester mit zitternder Hand und mit Weihrauch hinter den Vorhang, dort wo die Bundeslade war, mit den zehn Geboten.
[54:29] Und an diesem Tag, so sagt die Bibel, sollten nicht die Menschen gereinigt werden von ihrer Sünde so sehr, sondern das Heiligtum sollte selbst gereinigt werden. Kann man sich so erklären? Das Heiligtum ist eigentlich wie ein Mülleimer. Sieht ein bisschen komisch, aber so ist es. Wer von uns hat einen Mülleimer zu Hause? Mülleimer sind gut, weil man kann den Müll, der in der Wohnung ist, in den Mülleimer tun. Das Problem ist nur, irgendwann ist auch der Mülleimer voll und auch der Mülleimer selbst muss gereinigt werden. Er muss dann irgendwo zur Müllkippe gebracht werden, wo der Müll verbrannt wird. Was Gott sagt mit dem Heiligtumsdienst ist, dass wenn er vergibt, dann sagt er nicht, die Sünde ist einfach weg, sondern er nimmt die Sünde zu sich. Er sagt: Gib mir den Müll, gib mir den Müll deines Lebens, meine Wohnung, mein Heiligtum, mein Zelt wird quasi jetzt zur Müllkippe. Ich nehme das alles an mich, gib es mir. Aber irgendwann irgendwann ist Schluss und irgendwann wird das Heiligtum selbst gereinigt.
[55:33] Zu diesem Zweck hat der Priester Blut genommen, Blut, das wiederum ein Tier war, das am Altar geschlachtet worden ist und hat dieses Blut bis in das Allerheiligste hinein gemacht und dort, wo die zehn Gebote waren an der Bundeslade, dort hat er das Blut auf die Bundeslade getan, um zu zeigen, dass jetzt die Liebe Gottes und die Gerechtigkeit Gottes sich treffen. Wie gesagt, einmal im Jahr, das war dieses große Fest, man nennt es den Tag, den großen Tag der Versöhnung, den Jom Kippur. Die Priester bliesen mit ihren Trompeten. Das heißt, an diesem Tag wird für euch Sühnung erwirkt, um euch zu reinigen. Von allen euren Sünden solltet ihr gereinigt werden von dem Herrn. Und das Ganze war genauso wie der Opferdienst eigentlich ein Sinnbild auf eine echte Realität im Himmel.
[56:31] In Hebräer 8 heißt es: Die Hauptsache bei dem, was wir sagen ist, wir haben einen solchen Hohen Priester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät, einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stütze, die der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch. Jesus ist unser Hoher Priester und er hat sein eigenes Blut, das er vergossen hat auf Golgatha, in dieses himmlische Heiligtum hineingemacht, hat eine Lösung erwirkt und dann heißt es, ja das können wir überspringen, haben wir gesagt, daher kann er auch diejenigen vollkommen retten, die durch ihn zu Gott kommen.
[57:05] Jetzt was ist 1844 wirklich passiert? Können wir uns erinnern, dass wir gesagt haben, da wurden Throne aufgestellt? Hat jemand eine Idee, von wo nach wo der Thron aufgestellt wurde? Die Bibel sagt uns, dass seit Jesu Auferstehung er immer im Heiligen in der ersten Abteilung gedient hatte, um für uns einzutreten, um Gottes Thron war dort gewesen, aber 1844, als Gott gesagt hat, jetzt ist Zeit fürs Gericht, da hat er seinen Thron genommen, gesessen, ein bisschen bildlich dargestellt, hat seinen Thron genommen und hat seinen Thron hinter dem Vorhang im Allerheiligsten aufgestellt, dort wo die zehn Gebote sind, dort wo das Gesetz ist, dort wo Gerechtigkeit und Gnade sich schließlich treffen.
[58:08] All die Bücher, all die Berichte, all das möchte Gott reinigen, deswegen heißt es, es ist dieser Zerreinigungstag, denn ganz ehrlich, nehmen wir mal nur uns, ja nur uns, nicht die Leute da draußen, nur uns, wenn wir von jedem Einzelnen von uns das gesamte Leben in Buchform hätten, also alles, was wir gesagt haben, alles, was wir getan haben, alles, was wir gedacht haben, alles, was wir vorgab haben, wäre das eine schöne Lektüre, ja oder nein? Das wäre schon ziemlich schauerlich, oder? Jetzt mal ganz ehrlich, also nur von uns, da haben wir noch gar nicht die Diktatoren und die schlimmsten Verbrecher gehabt, all die Bücher, dein himmlischen Heiligtum, da kommt keine Schmuddelecke der Videothek mit, das ist eine Katastrophe und Gott möchte es reinigen, er möchte die Sünden tilgen, das Blut von Golgatha vergibt uns nicht nur, sondern reinigt vollständig, denn er lebt für immer, um für sie einzutreten.
[59:13] Einer meiner absoluten Lieblingsverse ist ein Vers, der mir als Taufspruch mitgegeben worden ist, Matthäus 10 Vers 32: Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel. Das heißt das, das heißt, wenn irgendwann dort im Allerheiligsten der Name Christopher Kramp aufgerufen wird, dann bin ich nicht gegenwärtig, weil es ist ja noch vor der Wiederkunft, ich bin auf der Erde, ja, ich kann nicht dahin gehen und sagen, ich würde gern folgendes sagen, ist auch gar nicht notwendig, denn egal was ich sagen würde, das würde ohnehin in Büchern stehen. Die Bücher sind genauer als meine Zeugenaussage, aber dann wird, wenn ich hier auf Erden mich zu Jesus bekenne, dann wird Jesus aufstehen und sagen: Moment mal, ich möchte etwas sagen. Christopher hat mir das Recht an seinem Leben gegeben und obwohl hier tausende von Sünden verzeichnet sind, ganz exakt, steht doch hinter all den Sünden: vergeben, vergeben, vergeben, vergeben, vergeben und deswegen löschen wir alles, was vergeben ist. Rausgeschnitten, so als wäre es nie dagewesen.
[1:00:49] Voraussetzung ist, dass ich meinem Anwalt im Himmel auch wirklich alle Akten meines Lebens gebe, oder? Denn wenn das Gericht dann plötzlich Dinge hervortut, die ich meinem Jesus nie gegeben habe, die ich ihm nie übergeben habe, dann kann er nicht sagen, ja, ich habe die Erlaubnis, das alles hier zu löschen, wenn ich ihm die Erlaubnis nie gegeben habe. Die gute Botschaft ist, es gibt nichts, aber auch gar nichts, was Jesus nicht löschen könnte. Die wichtige Botschaft ist, wir müssen es ihm erlauben, wir müssen unser Leben, das dort verzeichnet ist, ihm in die Hände geben, dann kann er es reinigen, dann kann er es rein machen, dann kann er es weiß machen.
[1:01:34] Die Frage ist, hast du deinem Anwalt schon alle Akten gegeben oder gibt es da unter deiner Matratze noch so Geheimakten, die so geheim sind, so top secret, dass du dich nicht einmal traust, Jesus zu geben? Das wäre eine dumme Entscheidung, denn egal wie weit sie unter der Matratze vergraben sind, sie werden doch ans Licht kommen. Also besser sie gleich Jesus geben, dass er weiß, was drin steht, aber dass er sagen kann, ja, ich bin berechtigt, für ihn zu sprechen, für sie zu sprechen. Ich bin berechtigt, weil diese Person an mich glaubt und ich bin für sie gestorben und diese Person möchte, sie hat das Ausdruck gesagt, sie möchte, dass mein Blut wie ein großer himmlischer Radiergummi sozusagen, alles ausradiert, was nicht in mein Leben hineingehört.
[1:02:23] Wäre das nicht schön? Nach der Pause wird die Chiara sprechen über den Maßstab, über das Gesetz, über dieses Prinzip, nach dem wir alle gerichtet werden, aber das sollten wir dabei im Hinterkopf haben, dass egal wer wir sind, egal was wir getan haben, egal wie weit wir abgedriftet sind, Jesus kann und will uns reinigen. Das ist die gute Nachricht vom Gericht und deswegen hat der David gesagt: Herr, was hat er gesagt? Richte mich.
[1:02:58] Jetzt haben wir eine kurze Pause, um das kurz zu verdauen, zu verschnaufen und uns zu stärken und dann bereit zu sein für den zweiten Vortrag. Gottes Segen für Sie und bis gleich.
[1:03:09] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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