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Entdecken Sie das „letzte Glied“ in der prophetischen Kette und erfahren Sie, warum bisherige Interpretationen oft daneben lagen. Stephen Bohr enthüllt anhand eines disziplinierten, kontextuellen Ansatzes und der Methode des „historischen Flusses“, wie die Bibel selbst klare Antworten auf die Identität und das Aufkommen wichtiger prophetischer Mächte gibt. Verpassen Sie nicht diese aufschlussreiche Untersuchung, die Spekulationen vermeidet und sich auf die exakte biblische Chronologie konzentriert.


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Serie: Das Letzte Glied der Prophetischen Kette

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Transkript

[0:00] Liebe Freunde, es ist ein wunderbares Privileg für mich, hier bei Joel-Media-TV zu sein.

[0:28] In der Zeit, die wir gemeinsam studieren möchten, möchten wir uns dem Thema zuwenden, das das fehlende letzte Glied in der prophetischen Kette ist. Ich möchte damit beginnen, einmal zu erwähnen, dass im Rahmen der christlichen Geschichte es sehr viele Versuche gegeben hat, herauszufinden, wer jetzt genau das kleine Horn und das Tier ist. Ich möchte einfach einige dieser Personen hier erwähnen, die als Erfüllung angesehen worden sind. Einige haben gedacht, dass es vielleicht der letzte deutsche Kaiser sein könnte. Andere dachten eher an Benito Mussolini. Auch Adolf Hitler war sogar einer der Kandidaten. Später wurde auch Ayatollah Khomeini ins Spiel gebracht. Noch später Yasser Arafat. Andere haben vorgeschlagen, es könnte sich auch um Henry Kissinger handeln. Und noch in kürzerer Zeit ist Saddam Hussein vorgeschlagen worden. Und vor kurzem habe ich sogar eine einstündige Präsentation gesehen, wo man beweisen wollte, dass Barack Obama die Erfüllung dieser Prophezeiungen darstellt.

[2:19] Es ist sehr offensichtlich, dass bei all diesen Kandidaten es sich eigentlich nur um Vermutungen handelt. Wir müssen aber nicht raten. Die Bibel sagt uns ganz deutlich, wann diese Macht aufstehen würde, wo das kleine Horn und das Tier aufkommen würden und die Charakteristiken, die dieses System haben würde. Wir werden in dieser Serie einen sehr disziplinierten Ansatz verfolgen. Wir wollen sehr sorgfältig und kontextuell studieren. Wir werden nichts vermuten oder spekulieren. Wir werden eine Methode verwenden, die ich den historischen Fluss nenne.

[3:25] Ich möchte kurz erklären, was ich mit dieser Methode verbinde. Die großen Linien der biblischen Prophetie, da finden wir immer den Anfangs- und den Endpunkt jener Prophezeiung. Und wenn man diesen Anfangs- und diesen Endpunkt hat, dann sieht man innerhalb dieser beiden Punkte all die verschiedenen Ereignisse in der Sequenz. Man sieht also, wo die Prophezeiung beginnt, wie sie dann in den Ereignissen sich entfaltet und wo sie endet. Man hat den Anfangspunkt, den Endpunkt und alles, was dazwischen von A bis Z fließt.

[4:31] Es gibt ein sehr interessantes Zitat, eine interessante Bemerkung in einem Buch über Erziehung. Man findet es in dem Buch Erziehung, Seite 178. Hier finden wir dieses Zitat: "Die Geschichte, die der große Ich Bin in seinem Wort markiert hat, indem er die Glieder mit dem Anderen in der prophetischen Kette verbunden hat, und zwar von der Ewigkeit in der Vergangenheit bis zur zukünftigen Ewigkeit, diese Geschichte zeigt uns auch, wo wir heute im Fortschreiten der Zeitalter uns befinden und was in der zukünftigen Zeit erwartet werden kann."

[5:40] Alles, was die Prophezeiung vorhergesagt hat, das kommen würde bis zur heutigen Zeit, kann man auf den Geschichtsseiten wiederfinden. Und wir können versichert sein, dass alles, was noch sich erfüllen soll, in der richtigen Reihenfolge passieren wird. Dieses Zitat beschreibt die Methode, die wir für unser Studium zugrunde legen wollen. Wir werden uns den Anfangspunkt der prophetischen Kette betrachten. Wir werden uns die Ereignisse anschauen, die daraus herausfließen und danach aufeinander folgen, und die dann in dem Endpunkt kulminieren.

[6:38] Ich möchte etwas sehr deutlich herausstellen, wenn wir jetzt unser Studium beginnen. Wir wollen über ein System sprechen. Wir werden nicht über Personen sprechen, die sich in diesem System befinden. Das System, das von dem kleinen Horn und dem Tier der Offenbarung dargestellt wird, ist ein abgefallenes System. Aber in diesem System gibt es viele sehr aufrichtige Menschen, Menschen, die den HERRN lieben, die den HERRN so lieben und dienen, wie ihr Gewissen es ihnen überhaupt nur möglich macht. Sie verstehen lediglich die Offenbarungen und die Prophezeiungen von deiner Offenbarung über das Tier nicht gründlich genug. Und wenn sie herausfinden werden, was dieses System repräsentiert, dann werden sie auch die Einladung annehmen, herauszukommen aus dem System. Wir müssen also ganz deutlich herausstellen, dass wir nicht über Personen in dem System reden, wir wollen über das System selbst sprechen.

[8:13] Eine Sache, die ich noch dazu sagen möchte, und das ist, dass wir in der Prophezeiung oft Symbole finden. Symbole können nicht einfach buchstäblich gedeutet werden. Symbole repräsentieren etwas Größeres als das Literale. Das Symbol zeigt auf etwas Größeres hin, als das, was im Symbol selbst buchstäblich vorhanden ist. Um die Bedeutung der Symbole erfahren zu können, müssen wir es der Bibel erlauben, diese Symbole zu erläutern.

[9:00] Wir möchten also versuchen, die Symbole dieser Prophezeiung, die wir studieren wollen, zu entziffern. In dem ersten Teil unserer Analyse wollen wir eine Prophezeiung studieren, die sich im Daniel Buch Kapitel 7 befindet. Wir möchten uns noch einmal daran erinnern, welche Methode wir anwenden wollen. In Daniel 7 finden wir einen Anfangspunkt. Wir finden einen Endpunkt. Und alles, was sich zwischen dem Anfangspunkt und dem Endpunkt ereignet.

[9:53] Also, wenn du, liebe Freunde, eine Bibel hier zur Verfügung hast, dann schlag sie doch mit auf. Wir wollen in Daniel 7 Vers 1 und 2 beginnen. In diesen beiden Versen haben wir zwei sehr wichtige Symbole. Dort finden wir die Winde und das Meer. Wir wollen zunächst einmal die Verse lesen und dann die Symbole interpretieren. Daniel 7, 1 und 2. "Im ersten Jahr Belshazzars, des Königs von Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesichter seines Hauptes auf seinem Lager. Er schrieb den Traum sogleich auf. Und dies ist der vollständige Bericht." Und jetzt kommt diese Vision, die er beschreibt. Daniel sprach und sagte: "Er sagt, ich sah bei Nacht bei meinem Gesicht und siehe, die vier Winde des Himmels brachen los auf das große Meer."

[11:14] Wir haben also zwei Symbole, die Winde und das große Meer. Was wird durch die Winde repräsentiert? Wenn man sich andere Passagen der Bibel anschaut, findet man heraus, dass Winde für Kriege und Schwierigkeiten zwischen den Nationen stehen. Nationen, die miteinander kämpfen, um Macht zu bekommen. Und das Wasser, das Meer, steht für verschiedene Völker, Nationen und Sprachen. In Daniel 7 finden wir also Nationen, die sich im Krieg miteinander befinden.

[11:59] Wir möchten der Bibel also erlauben, uns zu sagen, was das Wasser repräsentiert. Was ist mit diesem großen Meer gemeint? Wir können da zum Beispiel Jesaja 17, Vers 12 aufschlagen. Hier finden wir die Bedeutung des großen Meeres oder der großen Wasser. Es sagt in Jesaja 17, Vers 12: "Es heißt, wer ein Toben vieler Völker, die toben wie das Meer." Wir schauen also hier und wir können das beobachten, dass das Meer ein Symbol für die vielen Völker ist. Der zweite Teil des Verses sagt uns: "und ein Rauschen von Völkern, die wie mächtige Wasser rauschen."

[13:13] Wir sehen also sehr deutlich, dass diese Wasser verschiedene Völker darstellen. Und die Bibel sagt uns, dass der Wind oder die Winde darstellen, dass diese Völker im Krieg miteinander sich befinden, die da miteinander kämpfen, um die Macht zu erreichen.

[13:41] Wir wollen uns den restlichen Teil dieser Prophezeiung anschauen. Schauen wir uns Daniel 7, Vers 3 an. Daniel beschreibt, was er in dieser nächtlichen Vision sieht. Es sagt in Daniel 7, Vers 3: "und vier große Tiere stiegen aus dem Meer empor, jedes verschieden vom anderen."

[14:10] Also inmitten dieses Durcheinanders der Nationen, da sieht der Daniel vier Tiere empor kommen, eines direkt nach dem anderen, nicht alle gleichzeitig. Mit anderen Worten, es gibt eine Reihenfolge der Tiere. Die Frage ist also, was stellen diese Tiere dar? Erinnert euch, wir haben ja Symbole, mit denen es hier zu tun hat. Es geht hier nicht um buchstäbliche Tiere.

[14:52] In Daniel 7 wird uns selbst gesagt, was diese Tiere symbolisieren. In Daniel 7 haben wir nämlich von Vers 1 bis 14 die eigentliche Vision, und dann von Vers 15 bis zum Ende des Kapitels finden wir die Erklärung der Vision. Also die zweite Hälfte von Daniel 7 ist eine Erklärung, was diese vier Tiere symbolisieren.

[15:30] Wir wollen Vers 17 uns diesbezüglich anschauen. Dort heißt es in Vers 17: "Jene großen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten, dass vier Könige sich aus der Erde erheben werden." Also vier Tiere stehen für vier Könige. Aber diese vier Könige regieren über Königreiche. Wir können also ohne Probleme sagen, dass diese vier Tiere vier Königreiche darstellen.

[16:09] Jetzt könnte man vielleicht die Frage stellen, woher weiß man, dass es Königreiche sind, wenn doch die Bibel sagt, dass hier Könige gemeint sind. Allein schon deswegen, weil das Buch Daniel selbst sagt, dass es sich um Königreiche handelt. Sie stellen eine Reihenfolge von Königen dar, die über Königreiche regieren.

[16:42] Wir wollen das mal ein bisschen genauer anschauen. In Daniel Kapitel 2 finden wir einen Traum, den Nebuchadnezzar hatte. In dieser Vision finden wir große Ähnlichkeiten zu der Vision von Daniel 7. Nebuchadnezzar sah dieses gigantische Bild, Standbild. Es gab dort vier Metalle in diesem Standbild. Und diese vier Metalle stehen für dieselben Dinge in der Vision von Daniel 7. Als das goldene Haupt von diesem Standbild erklärt wurde, hat Gott durch Daniel zu Nebuchadnezzar gesagt: "Du bist das Haupt aus Gold." Aber es stellt natürlich dar, dass das Königreich Babylon durch dieses goldene Haupt dargestellt wurde. Denn es heißt dann in einem der nächsten Verse: "nach dir wird ein anderes Königreich aufkommen." Also ist das goldene Haupt auch ein Königreich. Nicht nur der König Nebuchadnezzar.

[18:00] In Daniel 7 finden wir die gleiche Erklärung. In Daniel 7 finden wir dieselbe Erklärung. Wir wissen, dass die vier Tiere vier Könige darstellen. Aber in Daniel 7, Vers 23 heißt es, dass das vierte Tier ein viertes Königreich ist. Aber in Daniel 7, Vers 23 heißt es, dass das vierte Tier ein viertes Königreich ist. In Daniel 7 wird uns selbst gesagt, dass einer dieser Könige für ein Königreich steht. So können wir also sagen, dass diese vier Tiere vier Könige darstellen, die vier Königreiche beherrschen.

[18:58] Sie sollten nicht zu sehr überrascht sein, dass Tiere benutzt werden, um Königreiche darzustellen. Es gibt viele Nationen der Welt, die solche Maskottchen verwenden. Das Maskottchen der Vereinigten Staaten ist der Weißkopfseeadler. Das Maskottchen Russlands ist der Bär. England verwendet den Löwen als Maskottchen. Und berühmterweise ist auch in China der Drache als Maskottchen bekannt. Also selbst heute werden noch Tiere benutzt, um weltreiche Königreiche darzustellen.

[19:44] Also Daniel 7 sagt uns, es gibt hier eine Reihenfolge von vier Königreichen. Eins folgt auf das andere. Wir wollen uns jetzt mit der Identifizierung dieser vier Königreiche beschäftigen.

[20:03] Schauen wir uns dazu den vierten Vers in Daniel 7 an. Da heißt es in Vers 4: "das erste glich einem Löwen und er hatte Adlerflügel." Stellt euch einen Löwen vor mit Adlerflügeln. Also ein fliegender Löwe. Aber dann passiert etwas mit dem Löwen. Daniel sagt hier: "ich schaute, bis ihm die Flügel ausgerissen wurden." Jetzt fliegt es nicht mehr, das Tier. "Und es wurde von der Erde aufgerichtet und wie ein Mensch aufrecht auf seine Füße gestellt. Und ihm wurde ein menschliches Herz gegeben." Also die Flügel sind weggerissen worden, jetzt hat es keine Flügel mehr. Sagt uns die Bibel jetzt, dass statt eines Löwenherzens jetzt ein menschliches Herz ihm gegeben worden ist? Sagt uns die Bibel jetzt, dass statt eines Löwenherzens jetzt ein menschliches Herz ihm gegeben worden ist? Das bedeutet im Wesentlichen, dass dieser Löwe zunächst einmal ein Eroberer ist und später seine Macht verlieren wird.

[21:32] Was wird durch den Löwen repräsentiert? Dieser Löwe stellt das erste Königreich in der prophetischen Kette dar. Es gibt keinen Zweifel daran, dass dieser Löwe das Königreich Babylon darstellt. Es gibt keinen Zweifel daran, dass dieser Löwe das Königreich Babylon darstellt. Von 605 bis 539 v. Chr. regierte dieses Königreich.

[22:07] Vielleicht sagt jemand, woher weiß man jetzt genau, dass der Löwe Babylon repräsentiert? Es gibt verschiedene Gründe dafür, ich werde jetzt zwei anführen. Zunächst einmal finden wir in der antiken alten Stadt Babylon, die Nebuchadnezzar gebaut hat, Löwensphinxen an den großen Eingangstoren der Stadt. Zweitens können wir in der Bibel selbst sehen, dass Babylon mit einem Löwen verglichen wird. Zweitens können wir in der Bibel selbst sehen, dass Babylon mit einem Löwen verglichen wird. Z.B. in Jeremia 51, Vers 38. Auch in Jeremia 50, Vers 44. In Jeremia 50 und 51 finden wir Weissagungen gegen Babylon. Sehr deutlich wird in diesen Versen Babylon mit einem Löwen verglichen.

[23:12] Dieses erste Tier ist also ein Symbol für Babylon. Es ist das Königreich, das existierte, als Daniel selbst lebte. Mit anderen Worten, wir haben einen sehr klaren Anfangspunkt für die prophetische Kette. Die prophetische Kette beginnt mit Babylon, dem Königreich, das in Daniels Zeit regierte. Die prophetische Kette beginnt mit Babylon, dem Königreich, das in Daniels Zeit regierte.

[23:43] Doch dann stellen wir fest, dass diese Nation ihre Macht verlieren würde. Die Flügel wurden ausgerissen und statt dem mutigen Herz des Löwens hat es jetzt das Herz eines Menschen. Das Herz eines Löwens stellt Mut dar. Da gibt es zum Beispiel den Richard-Löwenherz, eine Eroberer. Aber ein Löwe mit menschlichem Herz hat keinen Mut mehr. Das erste Königreich ist dann von den Seiten der Geschichte verschwunden. Seine Stelle wurde von einer anderen Macht eingenommen. Nämlich durch die Macht, die Babylon eingenommen hat.

[24:49] Wollen wir also den nächsten Vers in Daniel 7, Vers 5 anschauen, um diese nächste Macht zu identifizieren. Dort finden wir in Daniel 7, Vers 5 das zweite Tier. Wir wollen das mal lesen. "Und siehe, das andere zweite Tier glich einem Bären." Achtung, dies ist ein sehr seltsamer Bär. Ein Bär, der auf einer Seite höher ist als auf der anderen. Wir wollen das mal lesen. "Er war nur auf einer Seite aufgerichtet und hatte drei Rippen in seinem Maul zwischen seinen Zähnen. Und es wurde so zu ihm gesprochen: Steh auf, friss viel Fleisch."

[25:47] Also stell dir das mal vor, er ist auf einer Seite höher als auf der anderen. Und in seinem Mund hat er drei Rippen. Wäre es vielleicht zu viel, wenn man vermuten würde, dass diese drei Rippen die Rippen eines Löwens sind? Absolut nicht, denn diese Macht hat ja die vorherige erobert.

[26:17] Was wird also durch diesen Bären repräsentiert? Es hilft uns, wenn wir zu einer parallelen Prophezeiung in Daniel 8 gehen. In Daniel 8 haben wir diesen Widder. Und da wird uns gesagt, dass der Widder zwei Hörner hat. Und ein Horn war höher als das andere. Also in Daniel 7 haben wir einen Bär, der höher auf einer Seite ist als auf der anderen. In Daniel 8 haben wir einen Widder mit zwei Hörnern und auch dort ist ein Horn höher als das andere. Und in Daniel 8 wird uns gesagt, dass das höhere Horn später emporgekommen war. Das ist ein sehr interessantes Detail. Was könnte das möglicherweise darstellen?

[27:23] Auch hier müssen wir nichts vermuten. In Daniel 8, und dort Vers 20 wird uns auch klar gesagt, dass der Bären die Medes und Persien repräsentiert. Es wird uns deutlich gesagt, dass dieser Widder die Meder und Perser darstellt. Ein Königreich, das aus zwei Königreichen zusammengesetzt ist. Es gibt also ein sehr interessantes Detail hier in der Geschichte zu entdecken, dass nämlich die ersten beiden Könige Meder gewesen sind, aber nach den ersten beiden Königen waren alle restlichen Könige Perser. Also bemerkt, dass dieses Tier, das die Meder und Perser darstellt, ein duales Königreich war. Aber das stärkere Königreich, die Perser, kam zuletzt, die Perser. Und das stärkere Königreich, die Perser, kam später.

[28:36] Es gibt also keinen Zweifel daran, dass dieses zweite Königreich die Meder und Perser darstellt. Wir müssen da gar nicht raten oder vermuten, denn das Buch Daniel selbst sagt uns, dass damit die Meder und Perser gemeint sind. Es heißt nicht, dass die Meder und Perser gemeint sind, es heißt nämlich, der Wider-Dinosaur, der diese zwei Hörner hatte, das sind die Könige von Medien und Persien. Also ganz deutlich, dieses zweite Tier, der Bär, der parallel zum Wider verläuft, ein Symbol für das Königreich der Meder und Perser. Da muss man gar nicht vermuten.

[29:30] Wenn man in Daniel Kapitel 5 dann noch nachschaut, da findet man auch die Geschichte, dass tatsächlich die Meder und Perser das Königreich waren, das Babylon erobert hat. Daniel selbst erzählt uns das. Vielleicht erinnerst du dich auch an die Geschichte, wo diese Hand an der Wand schrieb, ... Wo König Belshazzar dieses Fest, dieses Bankett gefeiert hat und an der Wand plötzlich diese Botschaft der Verdammnis zu finden war. Und die Botschaft dieser Schrift war im Wesentlichen: "Das Königreich ist von dir genommen worden und den Medern und Persern gegeben." In derselben Nacht haben die Meder und Perser Babylon erobert und wurden die nächsten Weltherrscher.

[30:42] Man kann also auch sehen, dass der Bär drei Rippen im Maul hat. Diese drei Rippen stellen für drei Provinzen, die als letztes gefallen sind. Diese drei Königreiche sind Lydien, Ägypten oder dann auch die Stadt Babylon selbst. Diese drei babylonischen Provinzen sind gemeint.

[31:13] Wir sehen also die Details dieses zweiten Königreiches, dieses zweiten Tieres. Eine Seite höher als die andere. Ein Horn höher als das andere. Zwei Königreiche in einer Nation. Eins höher als das andere und das höhere kommt später hervor. Die ersten beiden Könige sind Meder und alle anderen Könige danach sind Perser. Das höhere Horn kommt später hervor. Die Details sind sehr präzise.

[32:02] Also das Buch Daniel identifiziert das erste Tier, das erste Königreich als Babylon und das zweite Tier als das Königreich der Meder und Perser. Aber die Prophezeiung endet hier nicht. Es gibt ein drittes Tier in dieser Prophezeiung.

[32:21] Wir wollen uns das mal anschauen in Daniel Kapitel 7 und dort Vers 6. Da heißt es hier: "danach schaute ich weiter und siehe ein anderes Tier wie ein Panther." Also stellt euch mal so einen Panther oder einen Leoparden vor. Das ist kein gewöhnlicher Leopard hier. Ein ganz ungewöhnlicher Leopard.

[32:51] Es heißt hier nämlich, dass er auf seinem Rücken vier Vogelflügel hatte. Wiederum ist es ein fliegender Leopard. Er fliegt sehr viel schneller als der Löwe. Der Löwe hatte zwei Flügel. Der Leopard hat vier Flügel. Ist ein Leopard ein schnelles Tier? Der Leopard ist dafür bekannt, dass er sehr schnell ist. Aber dieser Leopard ist super schnell, denn es ist ein fliegender Leopard. Er wird mit großer Schnelligkeit erobern.

[33:33] Und wir wollen noch ein Detail an diesem Leoparden hier studieren. Es heißt hier, dass dieses Tier auch vier Köpfe hatte und ihm wurde Herrschaft verliehen. Also haben wir einen Leoparden, vier Flügel und vier Köpfe.

[33:57] Die Frage ist also, was könnte von diesem dritten Tier symbolisieren? Auch hier müssen wir nicht vermuten. Denn auch hier hilft uns das Buch Daniel selbst, diese dritte Macht zu identifizieren. Wir sehen hier, dass dieser Leopard sehr schnell in seiner Eroberung ist. Das wird durch diese vier Winde dargestellt.

[34:32] Der erste König des Königreiches Griechenland war Alexander der Große. Alexander der Große eroberte die damals bekannte Welt in nur neun Jahren. Also der Gründer dieses hellenistischen, dieses griechischen Weltreiches war äußerst schnell.

[35:04] Außerdem möchten wir darüber nachdenken, warum der Leopard vier Köpfe hat. Diese vier Köpfe stehen für die vier Königreiche, in die das griechische Königreich später zerfallen ist. Wiederum müssen wir zu Daniel 8 gehen, um einige dieser Details verstehen zu können. Dort in Daniel 8 finden wir nach dem Widder, von dem wir jetzt wissen, dass er Medien und Persien darstellt, sehen wir eine andere Macht, die gegen den Widder kämpft und die Hörner des Widders zerbricht und den Widder zerstört und seine Macht übernimmt.

[36:00] Daniel 8 ist also eine Hilfe in dem Verständnis. In Daniel 8 sehen wir diesen Ziegenbock, der nach dem Widder kommt. Dieser Ziegenbock hat ein sehr ansehnliches Horn auf seinem Kopf. Und dann wird dieses Horn zerbrochen und anstelle dieses einen Hornes kommen vier andere Hörner.

[36:34] Auch hier müssen wir nicht vermuten, wer dieses Königreich vielleicht darstellen könnte, weil Daniel 8, Vers 19 und 20 uns erklären, was die Hügel repräsentieren. Daniel 8, Vers 19 und 20. In Daniel 8, Vers 19 und 20 wird uns erklärt, was dieser Ziegenbock darstellt. Es wird uns sehr deutlich gemacht, was dieses dritte Königreich darstellt. Wie ist das? Es steht in Daniel 8, dass dieser Hügel ein Königreich repräsentiert, das Königreich der Griechen. Dort in Daniel 8, im deutschen ist es Vers 21, heißt es: "der zollige Ziegenbock, aber ist der König von Griechenland." Und dieses ansehnliche Horn steht für den ersten König, das wäre Alexander der Große. Und dann, nachdem dieses erste Horn zerbrochen wird, haben wir vier Hörner, die anstelle dessen aufkommen. Und Daniel sagt uns, dass das vier Königreiche sind, die aufkommen, nachdem das große Horn zerbrochen ist.

[37:56] Griechenland ist zerteilt worden in vier Teile, nachdem Alexander der Große starb. Das kann aus der Geschichte nachgewiesen werden. Wir können also wiederum sehen, wie Geschichte und Prophetie zusammenkommen. Das dritte Königreich in Daniel 7 steht also für das Königreich von Griechenland.

[38:24] Wir müssen noch nicht einmal in die Geschichtsbücher schauen, um das herauszufinden. Das Buch selbst hat den Löwen als Babylon identifiziert. Und das zweite Tier, das Babylon besiegt, das sind die Könige von Medien und Persien, das wird uns in Daniel 5 gesagt. Und in Daniel Kapitel 8 wird Griechenland als das dritte Königreich identifiziert, sehr deutlich.

[38:58] Also die ersten drei Königreiche werden von Daniel selbst als Babylon, Medo-Persien und Griechenland identifiziert. Aber der Traum endet sich hier nicht. Es gibt ein viertes Tier, das Daniel sieht.

[39:12] Wir wollen uns kurz anschauen, was die Bibel über dieses vierte Tier zu sagen hat. Daniel Kapitel 7, und dort Vers 7. "Nach diesem sah ich in den Nachtgesichten und siehe, ein vierter Tier. Furchterregend, schrecklich und außerordentlich stark. Es hatte große, eiserne Zähne. Es fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen. Es war ganz anders als alle folgenden Tiere und hatte zehn Hörner."

[40:13] Wollen wir uns also dieses vierte Tier vorstellen. Schrecklich und furchterregend. Ich möchte über ein wichtiges Detail hier sprechen. Wir sollten bemerken, dass dieses vierte Tier drei verschiedene sukzessive Stadien seiner Existenz hat. Zunächst einmal haben wir das Tier selbst, das regiert ohne Hörner. Später, im Laufe seiner Geschichte, kommen da zehn Hörner hervor. Und dann, nachdem diese zehn Hörner ihren Platz gefunden haben, schaut noch ein kleines Horn hervor, das dann später nachwächst.

[41:13] Schauen wir uns mal Vers 8 an, um dieses kleine Horn hier kennenzulernen. Erinnert euch, wir haben ein viertes Tier. Das vierte Tier hat zehn Hörner. Und jetzt werden wir noch ein kleines Horn finden, das jetzt zwischen den Zähnen hervorkommt. Während ich acht gab, heißt es hier auf die Hörner, ein kleines Horn, zwischen denselben auf, also zwischen den Zehnen. Und es heißt hier weiter: "und drei der vorherigen Hörner wurden vor ihm ausgerissen." Also drei dieser anderen zehn Hörner werden komplett ausgerissen durch das kleine Horn.

[42:17] Das ist ein seltsames kleines Horn. Nebenbei gesagt, es beginnt ja ganz klein. Aber die Bibel sagt auch, dass es größer wurde, als alle seine umgebenden Hörner. Die Bibel sagt eigentlich im Hebräischen, es wächst aus Kleinheit hervor. Es ist zunächst klein und wird dann groß.

[42:46] Schauen wir uns den letzten Teil von Vers 8 an. "Dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redete." Also wollen wir doch mal feststellen, dass dieses vierte Tier drei sukzessive Existenzstadien hat.

[43:17] Bevor wir diese drei Stadien uns spezifisch anschauen, müssen wir erst einmal das vierte Tier identifizieren. Was wird durch das vierte Tier dargestellt? Auch da müssen wir nicht vermuten. Das ist nämlich die Macht, die existierte, als Jesus Christus auf der Erde war. Jedermann weiß, dass nach dem Königreich Griechenland das Königreich Rom entstand. Das römische Reich eroberte die griechischen Königtymer.

[44:01] Es gibt hier also ganz deutlich eine Aufeinanderfolge der Königreiche. Vier Königreiche. Babylon. Medo-Persien. Griechenland. Rom. Das ist die prophetische Kette. Dazwischen gibt es keine Parenthese, keinen Zwischenraum. Eine Nation steht auf und fällt. Die nächste Nation steht genau zum gleichen Zeitpunkt dann auf. Und fällt dann. Und so auch mit der dritten und vierten Nation. Das ist die prophetische Kette.

[44:51] Wir können also dem Fluss der Ereignisse in der biblischen Prophetie vom Anfang und allen darauf folgenden Ereignissen folgen. Es gibt also keine Notwendigkeit zu spekulieren. Keine Notwendigkeit, irgendwelche Vermutungen anzustellen über die Bedeutung. Die Prophezeiungen erklären sich selbst.

[45:19] Jetzt müssen wir über die drei Stadien des vierten Tieres nachdenken. Vielleicht sagt jemand, woher weiß man, dass das vierte Tier drei Stadien hat? In Daniel 7, Vers 23 und 24 wird uns genau das erklärt. Lesen wir Daniel 7, Vers 23 und 24. Dies ist die Erklärung für das vierte Tier. "So sprach er. Das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird." Und hier sehen wir, dass das Tier ein Königreich ist. Nicht nur ein König, sondern ein Königreich. Das vierte Tier ist also ein viertes Königreich, das auf Erden sein wird. Es heißt weiter: "und es wird sich von allen anderen Königreichen unterscheiden. Und es wird die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen."

[46:30] Und dann schauen wir uns das nächste Detail an. "Die zehn Hörner bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Könige aufstehen werden." Also muss erst das Königreich existieren, damit die zehn Könige aufstehen können. Und damit dann die zehn Hörner daraus entstehen können. Also sehen wir die Sequenz. Wir haben erst das Königreich. Und dann zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Existenz stehen zehn Hörner auf aus dem Königreich, das bereits existiert. Das sind also zwei Stadien soweit. Das Tier selbst, das Tier selbst und dann zehn Hörner, die wachsen. Aber es gibt eine dritte Phase.

[47:27] In Vers 24. "Die zehn Hörner bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Könige aufstehen werden. Und ein anderer wird nach ihnen aufkommen. Und er wird anders sein als die ersten und er wird drei Könige erniedrigen." Seht ihr die Sequenz? Das vierte Tier hat also drei sukzessive Phasen seiner Existenz.

[48:04] Das vierte Tier, wie es selbst herrscht, für eine bestimmte Zeitperiode, dann kommen zehn Hörner hervor und diese zehn Hörner stehen für Königreich. Und dann kommt zwischen diesen zehn Hörnern ein kleines Horn hervor. Was sind diese drei Stadien?

[48:34] Es gibt keinen Zweifel, dass das vierte Tier selbst das römische Reich darstellt. Aber wie sehr bekannt ist in der Geschichte, als das römische Reich zu seinem Ende kam, da wurde das ehemalige römische Reich in verschiedene kleinere Königreiche zerteilt. Die barbarischen Stämme kamen aus dem Norden als Invasoren und sie haben jetzt angefangen, das, was vor das römische Reich war, aufzuteilen. Und sie haben jetzt verschiedene Nationen in diesem ehemaligen römischen Reich etabliert. Und im Wesentlichen hat das römische Reich die Region abgedeckt, die heute als Europa bezeichnet wird.

[49:35] Also in Harmonie mit dieser Prophezeiung ist also das ehemalige römische Reich in verschiedene Nationen aufgeteilt worden. Und das sind die Nationen Europas. Man kann sich die Namen verschiedener dieser barbarischen Stämme anschauen. Da gibt es zum Beispiel die Angelsachsen. Wer stellt das dar, oder auf wen verweist das? Das wäre ein Hinweis auf England. Da gab es die Lombarden zum Beispiel. Die Italiener. Dann haben wir die Alemannen zum Beispiel. Und das sind natürlich die Deutschen. Und im Spanischen heißt Deutschland bis heute Alemania. Dann gibt es den barbarischen Stamm der Franken. Dann gibt es den barbarischen Stamm der Deutschen. Und die Burgunder und die Sueben.

[50:48] Und all diese barbarischen Stämme kamen aus dem Norden und haben das ehemalige römische Reich eingenommen. Jede Nation hatte ihre eigene Kultur, ihre eigene Sprache. Und das war der Zeitpunkt, wo in der Gemeinschaft der Europäischen Union verschiedene Nationen mit verschiedenen Kulturen und Sprachen zu finden sind.

[51:20] Interessanterweise sind diese zehn Königreiche vollständig auffindbar im Jahre 476. Das war der Zeitpunkt, in dem das römische Reich von Rom nach Konstantinopel abgesetzt wurde. Wie wahrscheinlich bekannt ist, hatte Konstantin schon lange vorher den Sitz des Reiches von Rom nach Osten verlegt, nach Konstantinopel. So genau, wie die Prophezeiung das vorhergesagt hatte, hatten wir das römische Reich. Dann wurde dieses römische Reich aufgeteilt.

[52:07] Aber dann müssen wir auch über dieses kleine Horn sprechen. Also noch einmal, die beiden ersten Stadien sind das Königreich, das Reich selbst, das römische Reich und dann das zerteilte Reich. Wenn dieses Reich zerteilt war, kam jetzt dieses kleine Horn zwischen den Zehen hervor.

[52:39] Wir wollen uns ganz kurz sieben Charakteristiken anschauen, die wir in dieses kleine Horn finden, um dieses kleine Horn zu identifizieren. Wir wollen uns also sieben Charakteristiken erst einmal anschauen und sie dann erklären.

[53:09] Das kleine Horn muss also erst dann emporkommen, wenn die anderen Zehenhörner bereits vorhanden sind. In anderen Worten, das kleine Horn muss erst nach der Zerteilung und die vollständige Zerteilung fand ja, wie wir gesagt haben, im Jahre 476 statt. Das heißt, das kleine Horn müsste erst kurz nach 476 entstehen können. Wir haben also ein sehr wichtiges zeitliches Detail. Es muss also kurz nach 476, nach Christus, zur Macht gelangen. Das ist Charakteristik Nummer eins.

[54:05] Wir kennen also die Zeit, ungefähr wann es aufkommen sollte. Wir kennen auch den Ort, wo es emporkommen sollte. Es kommt ja nämlich zwischen den selben, also zwischen den Zehenhörnern. Wir haben schon festgestellt, dass die Zehenhörner das zerteilte Westeuropa darstellen. Also muss das kleine Horn irgendwo hier in Westeuropa entstehen. Es muss auch eine römische Macht sein, denn das vierte Tier stellt ja Rom dar. Das kleine Horn kommt aus dem Kopf des vierten Tieres. Es muss also eine römische Macht auf dem Territorium Westeuropas sein.

[55:03] Die zweite Charakteristik ist der Ort, wo das kleine Horn emporkommt. Nach dem Jahr 476 in Westeuropa und es muss römisch sein.

[55:27] Schauen wir uns Charakteristik Nummer drei an. Das kleine Horn wird drei Königreiche in Europa herausreißen. Also dieses kleine Horn muss drei dieser europäischen Königreiche herausreißen.

[55:51] Also fassen wir zusammen: es muss nach 476 emporkommen. Nummer zwei, es muss eine römische Macht in Westeuropa sein. Und drittens, es muss drei der anderen europäischen Königreiche ausreißen.

[56:17] Die nächsten vier Charakteristiken finden wir in Daniel 7, Vers 25. Und wir betrachten diesen Vers hier. Er spricht hier vom kleinen Horn. "Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen." Wir werden herausfinden, dass diese frechen Reden Gotteslästerung eigentlich darstellen. Diese frechen Reden sollen also als lästerliche Worte verstanden werden. Also Charakteristik Nummer vier, es wäre eine gotteslästerliche Macht.

[57:03] Schauen wir uns den fünften Punkt an. Es heißt hier weiter Daniel 7, Vers 25: "und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben." Es wäre also eine Macht, die Gottesvolk verfolgt. Das ist Charakteristik Nummer fünf.

[57:29] In Daniel 7, Vers 25 finden wir auch die Charakteristik Nummer sechs. Es heißt hier nämlich: "und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern." Es wäre also eine Macht, die in Anspruch für sich nimmt, die Autorität zu haben, Gottes Gesetz zu ändern.

[58:01] Und dann die letzte Charakteristik ist, dass dieses kleine Horn für eine bestimmte Zeitperiode regieren würde. Der letzte Teil des Verses sagt uns, wie lange diese Macht regieren würde, dieses kleine Horn. Und es heißt: "und sie, die Heiligen, werden in seine Gewalt gegeben, für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit."

[58:31] Was ist gemeint mit Zeit, Zeiten und einer halben Zeit? Vielleicht sollten wir erst das Wort Zeiten betrachten. Das Wort Zeit oder Zeiten steht in der Bibel oft für Jahre oder für ein Jahr. Vielleicht fragt ihr jetzt, woher weiß man das?

[58:57] Im Buch Daniel selbst finden wir dafür Beispiele. In Daniel 4 finden wir die Geschichte, wie Nebukadnezer etwas verrückt wurde vor einiger Zeit. Er hat gedacht, dass er ein Tier ist. Er hat sich wie ein Tier benommen. Er hat wie ein Tier gegessen. Und die Bibel sagt uns, dass Gott dem Nebukadnezer gesagt hat, dass sieben Zeiten über ihn vergehen werden würden. Und das Wort Zeiten meint dort sieben Jahre. Wir wissen also aus dem Buch Daniel selbst, dass das Wort Zeiten Jahre bedeutet.

[59:47] Also schauen wir uns diese Charakteristik nochmal an. Zeit wäre ein Jahr. Zeiten, das ist das Duell in Hebräisch, wenn es keinen Qualifier hat, bedeutet es zwei Jahre. Also Zeiten, oder im Englischen ist es etwas unklar, im Deutschen sehr deutlich Zweitzeiten. Und dann heißt es hier eine halbe Zeit. Mit anderen Worten, wir haben hier es mit dreieinhalb Jahren zu tun.

[1:00:21] Jetzt sagt ihr vielleicht, was, das kleine Horn sollte nur dreieinhalb Jahre regieren? Nein, wir haben es ja mit Symbolen zu tun, wollen wir uns daran erinnern. Ich möchte fragen, ist der Löwe ein Symbol? Ja. Ist der Bär ein Symbol? Ja, natürlich. Ist der Leopard ein Symbol? Sind die vier Köpfe symbolisch? Ja. Ist der Drache symbolisch? Sind die zehn Hörner symbolisch? Ist das kleine Horn symbolisch? Ist der Mund des kleinen Hornes symbolisch? In Daniel 7 spricht er von Symbolen. Die Zeit ist also nicht buchstäblich, sondern symbolisch. Schon die Art und Weise, wie es ausgedrückt wird, zeigt, dass es sich um ein Symbol handelt.

[1:01:19] Wenn ich also in dreieinhalb Jahren wieder nach Deutschland kommen würde, würde ich dann also sagen, ich sehe dich in einer Zeit, zwei Zeiten, einer halben Zeit? Würde ich das sagen? Nein, natürlich nicht. Ich würde sagen, ich sehe dich in dreieinhalb Jahren. Wir werden später herausfinden in unserem Studium, dass diese Periode auch als 42 Monate bezeichnet wird. Auch als 1260 Tage. Wenn ich wieder nach Deutschland komme, werde ich auch nicht sagen, ich werde dich in 42 Monaten wiedersehen. Ich werde auch nicht sagen, mach dir keine Sorgen, Bruder, in 1260 Tagen sehen wir uns wieder. So spricht man normalerweise nicht. Es ist symbolische Sprache.

[1:02:25] In der Prophezeiung finden wir, dass in der Prophetie ein Tag symbolisch für ein Jahr steht. Das biblische Jahr hat 360 Tage. Jetzt vielleicht sagt ihr, woher weiß man das jetzt schon wieder? Die Antwort ist präziser, wir wissen, dass der biblische Monat 30 Tage hatte. Jetzt sagt ihr vielleicht, woher weiß man das? Ich werde jetzt ganz schnell nur die Beweise geben und ihr könnt euch dann selbst die Verse anschauen.

[1:03:09] Wenn man sich die Schriften von Mose anschaut, dann merkt man, dass es in einigen Versen sagt, dass die Zeit, um einen Todesmensch zu lamenden, 30 Tage war. Aber in anderen Versen sagt es, dass die Zeit des Trauers einen Monat dauern sollte. Also ein Monat war gleichgesetzt mit 30 Tagen. Dann gibt es eine kleine Hausaufgabe für euch. Ihr müsst euch 1. Mose 7 Vers 11 anschauen und 1. Mose 8 Vers 3 und 4 und man wird dort sehen, dass 150 Tage 5 Monate sind. Wenn also 150 Tage 5 Monate sind, wie viele Tage sind dann im Monat? Man muss also 150 durch 5 teilen und das Resultat ist 30. Also biblisch, können wir sagen, dass der biblische Monat 30 Tage hat.

[1:04:28] Wenn der biblische Monat 30 Tage hat, dann hat das biblische Jahr wie viele Tage? Man muss einfach 12 mal 30 rechnen. 12 Monate mit 30 Tagen pro Monat. Und so kommt man auf die 360 Tage.

[1:04:53] Also wie viel sind dann eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit? Eine Zeit wäre ein Jahr, 360 Tage. Zwei Zeiten wäre also das Doppelte, 720 Tage. Und die halbe Zeit wäre die Hälfte, 180 Tage. Also wenn man 360, 720 und 180 addiert, kommt man genau auf 1260. Und 1260 Tage sind dann letztendlich nach der biblischen Umrechnung 1260 Jahre. Dieses Prinzip nennt man auch das Jahr-Tag-Prinzip.

[1:05:47] Nachdem das kleine Horn also zur Macht gelangt, wird es seine Macht für 1260 Jahre behalten.

[1:06:01] Also wollen wir diese Charakteristik nochmal wiederholen. Nummer 1, das kleine Horn muss nach dem Jahr 476 zur Macht kommen. Nummer 2, es müsste eine römische Macht in Westeuropa sein. Nummer 3, es müsste drei der Königreiche ausreißen, die das römische Reich zerteilt hatten. Nummer 4, es müsste gotteslästerlich gegen Gott sprechen. Nummer 5, es würde die Gläubigen Gottes, die Nachfolger Gottes, die Heiligen verfolgen. Nummer 6, es würde sogar denken, die Macht zu haben, Gottes Gesetz zu ändern. Und siebens, es würde für 1260 Jahre regieren.

[1:07:06] Es gibt nur eine Macht in der ganzen Welt, die auf alle diese sieben Spezifikationen zutreffen. Aber bevor ich euch sage, was diese Macht darstellt, da möchte ich noch etwas sehr deutlich unterstreichen. Vielleicht bist du sogar ein Mitglied in diesem System. Du wusstest davon nichts. Du liebst den Herrn Jesus. Und du dienst ihm nach dem besten Wissen, das du hast. Dann spreche ich nicht von dir. Ich spreche von dem System.

[1:07:57] Jetzt sagt jemand vielleicht, wie kannst du auf das System zeigen und nicht gleichzeitig auf die Personen in dem System? Ganz einfach, weil es ganz viele aufrichtige Menschen in dem System gibt, die nicht wissen, dass das System selbst abgefallen ist. Ich möchte ein Beispiel geben. War die jüdische Nation in der Zeit von Jesus Christus eine abgefallene Kirche? Das Evangelium sagt uns klar, dass das jüdische System ein abgefallenes System war. Das System war abgefallen. Aber nicht jeder in dem System war abgefallen. In dem System befand sich zum Beispiel Nikodemus. In dem System befand sich auch Josef von Arimathäa, der das Grab für Jesus bereitgestellt hat. In dem System befand sich auch der weise Gamaliel. Selbst Saulus von Tarsus gehörte zu diesem System. Die zwölf Apostel kamen dorthin. Das System war abgefallen, aber nicht jeder in dem System war abgefallen.

[1:09:25] Wir reden also von einem abgefallenen System, das viele liebevolle, aufrichtige Menschen hat, die gar nicht wissen, dass sie in einem abgefallenen System sind. Wir reden also von einem abgefallenen System, das viele liebevolle, aufrichtige Menschen hat, die gar nicht wissen, dass sie in einem abgefallenen System sind.

[1:09:47] Mit dem im Hinterkopf können wir jetzt das kleine Horn identifizieren. Es gibt also gar keinen Zweifel daran, dass dieses kleine Horn das römisch-katholische Papsttum darstellt. Nicht die einzelnen Mitglieder der katholischen Kirche, sondern das päpstliche System. Wir sprechen also von diesem System, von dieser Entität und nicht von den Personen in dem System.

[1:10:29] Wollen wir mal anschauen, ob diese Charakteristiken wirklich auf die römische Kirche zutreffen. Ist die römische Kirche wirklich nach 476 erst zur Macht gekommen? Die Antwort ist absolut ja. Der Kaiser Justinian hatte dann im oströmischen Reich regiert. Und im Jahre 538 gab er einen interessanten Erlass. Dieser Erlass ging eigentlich schon im Jahre 533 heraus, wurde aber erst im Jahre 538 umgesetzt. Wir werden das gleich noch ausführlicher betrachten, wenn wir über die drei Königreiche sprechen, die ausgerissen wurden. Dieser Erlass des Befehls des Kaisers Justinians hat erklärt, dass der Bischof Roms, den wir als den Papst kennen, der Kopf aller Kirchen im Osten und im Westen sein sollte. Und zu dieser Zeit waren auch die barbarischen Stämme, die in Europa sich etabliert hatten, sie hatten bereits den Bischof von Rom gebeten, dass er über sie regieren möge, nicht nur in religiösen, sondern auch in zivilen Angelegenheiten. Also ist das Jahr 538 äußerst bedeutsam. Damit beginnen die 1260 Jahre, wie wir gleich sehen werden.

[1:12:20] Also die Frage ist, ob der Papst nach dem Jahr 438 zur Macht gekommen ist, die Frage ist also, ist das Papsttum nach 476, nach Christus, emporgestiegen? Absolut, und es konnte ja gar nicht vorher entstehen, solange noch ein römischer Kaiser in Rom, oder ein römischer Kaiser existierte. Und der Papst wurde in den Jahren 476 ausgerissen. Der letzte Kaiser wurde 476 abgesetzt. Also Charakteristik Nummer 1 passt perfekt.

[1:13:05] Wie ist es mit Charakteristik Nummer 2? Ist das Papsttum in Westeuropa, was das Territorium des römischen Reiches gewesen war? Absolut. Rom ist ja in Italien. In Westeuropa. Wir müssen auch die Frage stellen, ist das Papsttum römisch? Wir hatten ja gesagt, die zweite Charakteristik besteht darin, dass es eine römische Macht in Westeuropa ist. Wie heißt dieses System? Die römisch-katholische Kirche. Wo ist sein Sitz? Das ist im Vatikan, das ist in Rom. Was ist die offizielle Sprache des Papsttums? Das ist Latein, die Sprache Roms. Welches Zahlensystem nutzt das Papsttum? Es benutzt die römischen Zahlen. Wenn man nach Rom geht, findet man, dass die Architektur römisch geprägt ist. Historiker sagen uns sogar, dass die Organisationsstruktur des Papsttums auf der Organisationsstruktur des römischen Reiches basiert. Selbst der Begriff Oberster Pontiff, der der römischen Reich gegründet wurde, Pontifex Maximus, war ein Begriff, der sich eigentlich auf den römischen Kaiser bezog. Das Organisationssystem der römisch-katholischen Kirche kommt aus dem römischen Reich. Und viele religiöse Glaubensüberzeugungen und Praktiken kommen direkt aus dem römischen Reich in die römische Kirche. Inklusive des Tages der Anbetung, der Tag der Sonne, den wir heute als den Sonntag kennen. All das wurde aus dem römischen Heidentum in das Päpstlich-System importiert. Also können wir sehr deutlich sagen, dass die zweite Charakteristik sehr genau auf das Papsttum zutrifft. Ein System, das in Westeuropa auftritt. Und sehr spezifisch eine römische Macht. Nach 476 kommt sie empor.

[1:16:07] Was ist mit der dritten Charakteristik? Hat das Papsttum drei dieser Königreiche ausgerissen? Das ist eine lange Geschichte, die ich jetzt verkürzt darstellen werde. Zwischen diesen zehn Hörnern gab es drei, die sich gegen die Theologie des Papsttums gestellt haben und rebelliert haben. Sie waren Arianer, wie man sie heute bezeichnen würde. Das bezieht sich auf einen Menschen namens Arius. Arius hatte behauptet, dass Jesus ein geschaffenes Wesen ist. Sie haben gelehrt, dass Jesus nicht ewiger Gott ist. Und das Papsttum hatte nicht besonders viel Freude an dieser Lehre, die sich mit der Lehre der Kirche nicht vereinbaren ließ. Und so hat das Papsttum Herrscher beeinflusst, gegen diese drei Königreiche vorzugehen. Sie benutzten also das Schwert der weltlichen Macht, um gegen jene Königreiche vorzugehen, die der Theologie der Kirche nicht folgen wollten.

[1:17:42] Im Jahre 493 sind die Heruler ausgerottet worden. Heute gibt es in Westeuropa kein Königreich, das sich von den Herulern her leiten ließe. Dieses Königreich wurde wirklich vollkommen an den Wurzeln herausgerissen. Und dann im Jahre 534 wurden die Vandalen aus der Geschichte herausgerissen. Auch die Vandalen haben keine Nation hinterlassen, die heute in Westeuropa zu finden wäre. Und dann schließlich im Jahre 538 sind die Ostgoten schrecklich schwer besiegt worden, sodass auch sie von der Geschichte verschwanden. Und nachdem diese drei rebellischen Königreiche ausgerissen waren, konnte jetzt das Papsttum durch die zivilen Autoritäten Westeuropas regieren.

[1:18:59] Also tatsächlich hat das Papsttum diese drei Königreiche ausgerissen. Es begann nach 476 zu regieren. Es kam in Westeuropa zur Macht und war ganz spezifisch eine römische Macht. Und drittens, ja, es hat tatsächlich drei Königreiche ausgerissen.

[1:19:23] Die Frage ist, wie ist das mit der Gotteslästerung? Wir müssen definieren, was das Wort Blasphemie oder Gotteslästerung überhaupt bedeutet. Schaut jetzt nicht in einem Wörterbuch nach. Das Neue Testament wurde vor 2000 Jahren geschrieben. Wir müssen herausfinden, was die Bibel als Gotteslästerung bezeichnet oder definiert.

[1:20:00] Heute denken wir bei einem Gotteslästerer vielleicht an einen ganz furchtbaren Atheisten, der Gott verachtet, der sich gegen Gott mit erhobener Hand stellt und ihm widersteht. Das ist nicht die biblische Definition von Gotteslästerung. In der Bibel bedeutet Gotteslästerung zwei Dinge. Nummer eins ist, wenn eine menschliche Macht den Anspruch erhebt, Sünden vergeben zu können. Und zweitens bedeutet es, wenn jemand, ein menschlicher Mensch, den Anspruch erhebt, die Autorität Gottes ausführen zu können. Einer, der von sich vorgibt, der Repräsentant Gottes auf Erden zu sein.

[1:21:01] Schauen wir uns kurz an, was die Bibel dazu zu sagen hat. Ihr erinnert euch, dass Jesus einmal einen Gelehmden geheilt hat. Aber bevor er den Gelehmden geheilt hat, hat er ihm gesagt: "Deine Sünden sind dir vergeben." Oh, die Führer der jüdischen Nation, die da waren, waren wütend auf Jesus. Sie glauben nicht, dass Jesus Gott war. Und als Jesus gesagt hat: "Deine Sünden sind dir vergeben", haben sie gesagt: "Er benutzt die Vorrechte Gottes." Wir wissen, Jesus war Gott und er konnte Sünden vergeben. Aber sie haben das nicht geglaubt.

[1:22:04] Schauen wir uns gemeinsam an, was diese Menschen geglaubt haben. In Mark 2, Vers 7 haben sie gesagt: "Warum spricht dieser Mann solche Blasphemie? Wer kann Sünden vergeben, aber Gott allein?" Also, wenn jemand nur ein Mensch ist und behauptet, Sünden vergeben zu können, das ist Gotteslästerung. Ich möchte dich fragen, hat die päpstliche Kirche den Anspruch, Macht zu haben, Sünden zu vergeben? Man muss einfach nur in eine katholische Kirche und eine Kathedrale gehen. Dort finden wir den Beichtstuhl, wo Menschen ihre Sünden dem Priester vergeben. Und der Priester vergibt ihnen und teilt ihnen die Absolution. Papst Franziskus hat jetzt auch das Ja der Gnade ausgerufen. Er hat sogar gesagt, dass Frauen, die Abtreibungen haben, die Sünden vergeben, die Sünden vergeben, kann durch den Priester Vergebung zuteil werden, wenn sie wirklich eine echte Buße und Reue erleben. In anderen Worten, Papst Franziskus sagt, Priester können Sünden vergeben. Nach der Bibel ist immer, wenn ein Mensch, ein menschliches System vorgibt, Sünden zu vergeben, ist dann Gotteslästerung das, was vorliegt.

[1:23:58] Andere Frage, stellt das Papst nun die Behauptung auf, dass sie Gottesrepräsentanten auf Erden haben? Absolut. Jesus war doch der Repräsentant Jesu auf Erden. Heute behauptet das Papst, dass der Papst der Repräsentant Gottes auf Erden ist.

[1:24:27] Schauen wir uns Johannes 10, Vers 30 bis 33 an. Hier haben wir die andere Definition der Gotteslästerung. Wenn ein normaler Mensch einen Anspruch nimmt, die Kräfte Gottes für sich in Anspruch nehmen zu dürfen. Und er sich vorgibt, Gott zu repräsentieren auf der Erde. Schaut, was Jesus in Johannes 10, Vers 30 sagt: "Ich und der Vater sind eins." Und dann wird uns gesagt, dass die Juden ärgerlich wurden. Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus antwortet ihnen. "Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater, um welches dieser Werke willen, wollt ihr mich steinigen?" Und weil ihr ein Mensch seid, macht ihr euch Gott.

[1:25:47] Die Bibel erklärt hier also die Bedeutung Gotteslästerung. Es ist, wenn ein menschliches System behauptet, Sünden vergeben zu können. Und es behauptet, Gott auf der Erde zu sein oder Gott zu repräsentieren. Das römisch-katholische Papsttum hat beide diese Eigenschaften.

[1:26:20] Wie ist es mit dem fünften Charakteristikum? Die Bibel sagt uns, die Prophezeiung sagt uns, dass dieses System die Nachfolger Jesu, die Heiligen, verfolgen würde. War das Papsttum eine verfolgende Macht in der Zeit ihrer Vorherrschaft? Daran gibt es überhaupt gar keinen Zweifel.

[1:26:53] Als Johannes Paul II. Führer der Kirche dort war, hat er einen sehr sorgfältig formulierten Brief vorbereitet, um sich zu entschuldigen für Verfolgung, die Protestanten erlitten hatten. Franziskus I. hat sogar eine Reise unternommen zu den Kirchen der Waldenser in Torre Pellice. Und da hat er sich bei den Waldensern entschuldigt für die Verfolgung, die durch das Papsttum durchgeführt worden sind. Die Waldenser waren hier wahrscheinlich am schlimmsten verfolgt worden. Ich bin mir sicher, dass der Begriff der heiligen Inquisition nicht unbekannt ist. Wo Menschen gefoltert und sogar lebendig verbrannt wurden, wenn sie den Lehren der Kirche nicht zustimmten.

[1:28:17] Wenn man eine sehr genau dokumentierte Geschichte über die Inquisition in Spanien lesen will, dann kann man die Werke von Juan Antonio Llorente lesen, der selbst ein Mitglied der Inquisition war und verschiedene Werke schrieb, um sehr genau zu beschreiben, was von der Inquisition getan worden ist in Spanien.

[1:28:34] Ich möchte euch eine Geschichte erzählen, die genau diese Charakteristik ein bisschen unterstreicht und illustriert. Ein paar Jahre her war ich eingeladen, in Spanien zu sein, um ein Buch zu lesen. Ich war ein Mitglied der Inquisition. Ich war vor einigen Jahren eingeladen, in der Stadt Lima zu sprechen. Es gab einen bestimmten Ort in Lima, den ich schon immer mal besuchen wollte. Der Palast der Inquisition. Die Inquisition hat an drei Orten in Lateinamerika funktioniert. Es funktionierte in Kolumbien, in Mexiko und in Peru. Ich hatte gehört, dass es in Peru eine ganz interessante Ausstellung über die Inquisition geben würde, und das wollte ich gerne mir anschauen. Also die, die mich eingeladen hatten, haben mich jetzt mit auf eine Tour genommen. Wir sind in den Palast der Inquisition eingeladen. Und auf der rechten Seite war ein großes Mural, ein großes Display. Als wir dort in den Palast hinein gingen, war eine große Ausstellung zu unterrichten. Und dieses Display war von einem Auto de Fe, wie es heißt, in der Plaza de Armas, im Zentrum von Lima, Peru. Und dort wurde so ein Auto de Fe, so eine Inquisitionshandlung dargestellt auf dem Plaza de Armas, also auf dem Platz der Armee. Das war der große Zentralplatz dort in Lima, wo die Heretiker verbrannt worden sind am lebendigen Leib. Und es war interessant, wie der junge Führer dort uns erklärte, wie Heretiker verbrannt worden sind, weil sie den Lehrern der Kirche nicht zustimmen konnten. Nachdem er uns alles gezeigt und die Details erklärt hat, dann hat er uns zu einem anderen Ort gebracht, nämlich zu der Folterkammer. Und dort hat man Illustrationen von all den verschiedenen Foltermethoden gesehen, die benutzt wurden gegen die Heretiker. Ich werde jetzt nicht die Zeit nehmen, mir all diese Folterinstrumente genau zu beschreiben. Da gab es zum Beispiel die Strapado, da kann man bei Google oder sonst wo nachschauen. Da gab es wahrscheinlich eine Art Peitschen, wo ausgepeitscht wurden. Da war der Rack, die Garote, Waterboarding, all different sorts of methods were used. Waterboarding wurde auch verwendet. Und dann hat er uns zu einem Ort gebracht, wo so ganz kleine Räume in der Wand gezeichnet wurden. Wo man in diese kleinen Räume, diese kleinen Ausbuchtungen Menschen hineingetan hat, die mit den Lehrern der Kirche nicht übereinstimmten. Die waren gerade mal fast gar nicht groß genug, um überhaupt einen Menschen so aufzunehmen. Der Ort war dort ganz finster, absolut finster und kalt. Und sogenannte Heretiker wurden dorthin platziert, ohne dass die Familien wussten, wo sie sich befanden. Einfach deswegen, weil ihre Glaubensüberzeugungen und Praktiken nicht mit der Kirche übereinstimmten.

[1:33:24] Die Papstkirche kann die Tatsache nicht verschleiern, dass sie eine äußerst verfolgende Macht gewesen ist. Also das fünfte Charakteristikum ist wirklich sehr deutlich hier zu erkennen im Papsttum. Es hat tatsächlich die Heiligen des Allerhöchsten verfolgt.

[1:33:52] Die nächste Charakteristik ist die sechste. Das wäre nämlich, dass das Papsttum die Autorität in Anspruch nimmt, Gottes Gesetz zu ändern.

[1:34:08] Ich möchte euch ein Zitat vorlesen aus der römisch-katholischen Enzyklopädie. Das Zitat kommt aus einem Werk mit dem Namen Promta Bibliotheca. Im Bann 2 unter dem Artikel Papa, also Papst, finden wir folgende Worte: "Der Papst kann göttliches Gesetz modifizieren, denn seine Kraft ist nicht von Menschen, sondern von Gott."

[1:35:14] Und jetzt sehr genau zuhören. "Und er handelt anstelle Gottes auf der Erde mit der vollsten Macht, seine Schafe zu binden und zu lösen." Das bedeutet in anderen Worten, die Kraft des Papstes, die Kraft Gottes. Und dass er anstelle Gottes auf der Erde handelt. Und das ist, was die Bibel als Gotteslästerung bezeichnet. Und es heißt hier sogar, dass der Papst sogar göttliches Gesetz modifizieren kann. Trifft das auf das Papsttum zu? Und die Antwort ist auch hier, absolut ja.

[1:36:09] Hier ist etwas sehr interessantes. Wenn man in eine katholische Bibel schaut, an die zehn Gebote zum Beispiel, dann findet man, dass die Gebote dort dieselben sind wie in einer protestantischen Bibel. Dort ist das zweite Gebot dasselbe wie in einer protestantischen Bibel. Was sagt das zweite Gebot? Das heißt, es macht hier keine Bildnisse von Gott und betet sich auch nicht an. Das ist für das Papsttum sehr problematisch. Denn die Kirchen sind ja voller Bilder und Menschen beugen sich, um sie anzubeten. Was hat das Papsttum also getan? Wenn man sich die Katechismen der katholischen Kirche anschaut, wird man feststellen, dass das zweite Gebot dort einfach ausgelassen wird. Es verschwindet vom Katechismus. Es ist in der Bibel der katholischen Kirche, aber nicht im römisch-katholischen Katechismus. Das zweite Gebot ist einfach verschwunden. Wenn man ein Gebot jetzt rausnimmt, hat man nur noch neun. Aber jeder weiß, es gibt zehn Gebote. Was hat das Papsttum also getan? Es hat das zehnte in zwei Teile geteilt, sodass man wieder zehn hat. Da heißt es also, das neunte Gebot ist: "Du sollst nicht die Güter deines Nächsten begehren." Und das zehnte Gebot ist: "Du sollst nicht die Frau deines Nächsten begehren." Aber diese Begehrde sind nicht zwei Gebote, es ist ein Gebot. Weil das zweite herausgenommen worden ist, musste man das zehnte teilen.

[1:38:13] Aber das ist nicht mal der größte Änderungsvorschlag, den das Papsttum machen wollte beim Gesetzgottesamt. Der größte Versuch, das Gesetzgottes zu ändern, hat das Papsttum unternommen. Ist der Versuch, den wöchentlichen Ruhetag, den wöchentlichen Anbetungstag von Samstag auf Sonntag zu verändern. Die Bibel sagt uns, dass der siebte Tag der Tag Gottes ist. Ja, in Deutschland benutzen wir heute einen Kalender, wo Montag der erste Tag der Woche ist, wo man dann denken könnte, dass Sonntag der siebte Tag ist. Aber das ist nicht biblisch. Denn die Bibel sagt uns, dass Jesus am ersten Tag der Woche auferstand. Was ein Sonntag gewesen ist. Und so ist Sonntag der erste Tag, nicht der siebte Tag der Woche. Auch wenn der moderne Kalender heute sagt, Sonntag ist der siebte und Montag der erste, ist das nicht das, was die Bibel sagt. Der siebte Tag der Woche ist in Wirklichkeit der Samstag. Nicht Sonntag. Und trotzdem sagt die römisch-katholische Kirche, dass wir den Sonntag halten sollen und nicht den Samstag.

[1:39:51] Ich habe eine ganze Reihe von Zitaten von römisch-katholischen Bischöfen, Kardinälen und Päpsten, wo man behauptet, dass die Kirche den Sabbat in den Sonntag verändert hat, wegen der Autorität, die Gott angeblich der Kirche gegeben hat. Und Franziskus hat erst kürzlich wieder sehr deutlich gesagt, der Sonntag sollte gehalten werden, damit die Familien Zeit füreinander haben, dass die Arme, dass die Umwelt ruhen kann und dass auch die armen, überarbeiteten Menschen wieder einen Tag der Ruhe finden. Aber die Bibel sagt klar, dass der Tag, an dem die Familie ruhen kann, der Samstag, der Sabbat ist. Und der Tag, an dem man der Umwelt Ruhe gönnen sollte, ist der Samstag, nicht der Sonntag. Und der Tag, an dem man von diesem ganzen Arbeitsstress und der vielen Arbeit ruhen soll, das ist am Samstag und nicht am Sonntag. Aber das Papst sagt Sonntag, nicht Samstag. Und sie haben sehr offen noch zugegeben, dass sie versucht haben, Gottes Gesetz zu ändern, ohne jegliche Autorität der Bibel.

[1:41:38] Schließlich wollen wir uns noch die siebte Charakteristik kurz anschauen. Die Bibel sagt uns, dass diese Macht für 1260 Jahre regieren würde. Hat das Papst nun für 1260 Jahre lang regiert? Und auch da können wir ganz deutlich Ja sagen.

[1:42:02] Wir haben gesehen, der Anfangszeitpunkt wäre 538, als das letzte der rebellischen Königreiche ausgerissen wurde. Wenn man von diesem Zeitpunkt 1260 Jahre nach vorne geht, dann kommt man in das Jahr 1798. Interessanterweise war der Sieg über die Ostgoten im Februar 1798. Und im Februar 1798 hat General Berthier, der französische General, Rom angegriffen und eingenommen und ist dann in die Sixtinische Kapelle hinein, hat den Papst gefangen genommen und hat ihn nach Frankreich als Gefangenen abgeführt, wo er im Exil gestorben ist. Und genau 1260 Jahre, nachdem das Papst aufgestiegen ist, wurde er jetzt hier gefangen genommen.

[1:43:31] In unserem nächsten Studium werden wir uns genau mit diesem Aspekt, dieser sogenannten tödlichen Wunde, näher beschäftigen. Also wollen wir an dieser Stelle einen kurzen Rückblick machen und dann das hiermit beenden, was wir bisher über die prophetische Kette gelernt haben.

[1:43:49] Babylon regierte von 605 bis 539 vor Christus. Medo-Persien regierte von 539 bis 331 vor Christus. Griechenland regierte von 331 bis 168 vor Christus. Das römische Reich regierte selbst erst mal von 168 vor Christus bis 476 nach Christus. Dann kam das römische Papsttum und zwar zwischen dem zerteilten römischen Reich und für 1260 Jahre regierte das Papsttum.

[1:44:45] Wir sehen also einen sehr disziplinierten Ansatz an biblische Prophetie. Man kann der Linie der Prophetie folgen, die verschiedenen Verbindungen in dieser Kette. Und in den nächsten Studien werden wir uns Parallelprophezeiungen anschauen. In Offenbarung Kapitel 13. Und ich hoffe, dass ihr dann für Teil Nummer 2 wieder dabei seid und das euch anschauen werdet.

[1:45:19] Lasst uns doch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für die Gelegenheit, dein Wort zu studieren. Wir wissen, dass wir in der letzten Zeit leben. Und die prophetische Kette wird bald zu Ende kommen. Das nächste große Ereignis wird die Wiederkunft Jesu sein, um ein Königreich zu etablieren, das nie wieder von einem anderen Königreich besiegt werden wird. Ein Königreich, das nie zerstört werden wird. Wir möchten zu diesem Königreich gehören. Wir möchten bereit sein, wenn Jesus kommt. Dass wir bereit sind, mit ihm für immer und ewig zu leben. In einer Welt, in der es keine Sünde und kein Leid und keinen Tod mehr geben wird. Danke für diese herrliche Verheißung. Und wir beziehen uns auf diese Verheißung. Wir nehmen sie in Anspruch im Namen unseres kostbaren Erlösers, Jesu Christi. Amen.


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