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In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Bedeutung und die Botschaft von Johannes dem Täufer. Der Vortrag beleuchtet seine Kleidung und Nahrung als Symbole seiner prophetischen Rolle und vergleicht sie mit biblischen Vorbildern. Ein zentraler Punkt ist die Botschaft der Buße und die damit verbundene Taufe, die als äußeres Zeichen der inneren Umkehr verstanden wird. Die Predigt betont, dass wahre Buße sich in veränderten Taten und einem neuen Charakter zeigt und nicht nur ein Lippenbekenntnis ist.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar, der Ersehnte. Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de und dass wir heute weitermachen können. Wir sind ja gerade im Leben des Johannes des Täufers, haben uns in das Jahr 27 begeben in der letzten Folge und begonnen, dessen Dienst zu analysieren und ein bisschen zu erforschen. Und da wollen wir heute weitermachen, einige interessante Details uns anschauen. Bevor wir beginnen, lasst uns niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir heute zu dir kommen können. Danke, dass du uns heute durch den Tag geführt hast, dass du bei uns gewesen bist, dass du uns Weisheit geschenkt hast und dass du uns beschützt und behütet hast. Wir möchten dich bitten, wenn wir jetzt in deinen Worten lesen, dass du uns hilfst, die Dinge so zu verstehen, wie du sie gemeint hast. Dass diese Worte uns stärken, uns trösten, uns ermutigen, uns auch herausfordern, unsere Position zu überdenken und zu dir zu kommen. Bitte schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir dein Wort zu verstehen, wie du es gemeint hast. Im Namen Jesu, Amen.

[1:45] Letztes Mal haben wir angefangen, das Jahr 27 zu betrachten. Wir hatten dort festgestellt, dass es drei Abschnitte in den Evangelien gibt, die von dem Dienst von Johannes dem Täufer sprechen. Könnt ihr euch noch erinnern, welche drei Kapitel oder welche drei Abschnitte das waren, die alle parallel das Auftreten von Johannes dem Täufer erläutern? Ja, wir hatten Matthäus, welches Kapitel? Genau, Matthäus 3, Vers 1 bis 12. Und dann hatten wir Markus, und zwar dort? Genau, Markus 1, Vers 2 bis 8. Und Lukas, genau, Lukas 3, Vers 1 bis 18. Lukas war mit am ausführlichsten. Und Lukas war der Einzige, der die genaue Datierung geliefert hat. Könnt ihr euch erinnern, an das 15. Jahr von Tiberius. Und wir hatten dann festgestellt, dass das, wenn man ganz genau, wirklich gründliches Quellenstudium betreibt, wirklich exakt in das Jahr 27 verweist. Und wir haben dann festgestellt, dass alle drei, Matthäus, Markus und Lukas, sich auf Jesaja 40 beziehen, diese prophetische Mission. Darüber hinaus hat Markus sogar noch eine Prophezeiung aus Maleachi, die Prophezeiung, dass der Bote kommen sollte, der den Weg bereiten soll für den Boten des Bundes. Und wir haben dann auch gesehen, dass Johannes der Täufer als Prophet berufen worden ist. Es hieß, das Wort ging an ihn. Könnt ihr euch daran erinnern? Und er kam dann und hat diese prophetische Botschaft vermittelt, als der kommende Elia, nämlich „Tulbuse“, was eigentlich wörtlich heißt: „Kehrt um in euren Gedanken, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.“ Wir haben damals gesehen, es ging um das Reich der Gnade. Es gibt ja zwei Königreiche, das Reich der Gnade, das Reich der Herrlichkeit. Und jetzt sollte er diesen ersten Teil des Reiches Gottes ankündigen. Und wir haben festgestellt, dass es eine Zweiterfüllung dieser Prophezeiung gibt, wo das Reich der Herrlichkeit angekündigt werden soll. Wo es einen dritten Elia gibt, der das verkündigen soll und wir diese Erfüllung darstellen.

[4:22] Jetzt also gehen wir wieder ein bisschen in das Leben von Johannes dem Täufer. Schauen wir mit mir in Matthäus Kapitel 3. Dort hatten wir in den ersten drei Versen den Hinweis: „In jenen Tagen“, dass er in der Wüste von Judäa war und dann seine Botschaft und die prophetische Grundlage. Jetzt schauen wir mal in Matthäus 3 und dort Vers 4. Sowohl Matthäus als auch Markus berichten von der äußerlichen Erscheinung des Johannes des Täufers. Ganz interessant.

[4:35] Matthäus 3 und dort Vers 4. „Er, aber Johannes, hatte ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden und seine Speise waren Heuschrecken und wilder Honig.“ Sowohl Matthäus als auch Markus berichten, Lukas lässt das aus, dass er eine ziemlich interessante Kleidung hatte. Er hatte Kamelhaar, das heißt also nicht, dass er eine Kamelhaut getragen hat, sondern das Haar von den Kamelen wurde recht rau gewoben und das hat dann ein Kleid ergeben und er trug einen ledernen Gürtel. Jetzt hat das natürlich einen Sinn, wenn das in der Bibel steht. Schauen wir mit mir in Matthäus 11 Vers 18. Wir wollen ein bisschen herausfinden, was diese Kleidung symbolisieren sollte.

[5:33] Matthäus 11 Vers 8, dort heißt es: „Oder was habt ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen mit weichen Kleidern bekleidet.“ Das ist, wo Jesus sich auf Johannes den Täufer bezieht. „Siehe, die, welche weiche Kleider tragen, sind wo? Sie sind in den Häusern der Könige.“ Also offensichtlich galt damals die Qualität der Kleidung auch als ein Hinweis auf den sozialen Status oder den sozialen Rang. Die, die reich und berühmt und nobel sind, die trugen weiche Kleidung, aber Kamelhaar ist nur alles andere als besonders weich und fein.

[6:27] Schaut mal mit mir in Sacharja. Während weiche und sehr feine Kleidung symbolisch war oder typisch war für Menschen aus gutem Haus, aus hoher Position. Schaut mal in Sacharja 13 und dort Vers 4. „Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden sich die Propheten schämen, jeder über sein Gesicht, wenn er weiß sagt. Und sie werden keinen Mantel aus Ziegenhaar mehr anziehen, um zu täuschen.“ Jetzt ist es interessant. Schaut mal diesen Vers genau an. Was können wir aus diesem Vers lernen? Sagt nochmal, es gibt keine Propheten, die? Ja, es gibt Propheten, die sich schämen müssen. Es gibt falsche Propheten. Okay, ja. Jetzt in Bezug auf die Kleidung. Was können wir da aus diesem Vers hier lernen? Ja, das ist das alte Luther. Was steif ist, genau. Ja, ja. Was sagst du? Herrin Mantel. Also es geht um falsche Propheten, ja. Könnt ihr das sehen? Aber warum ziehen die falschen Propheten sich solche Kleidung an? Ja, also die Idee ist ganz simpel. Damit ich überhaupt als Prophet wahrgenommen werden will, muss ich erst mal so aussehen wie ein Prophet. Das heißt, die Idee ist, an einem einfachen, rauen Kleid hat man Propheten erkannt. Ja, der falsche Prophet wollte ja auch so aussehen wie ein wahrer Prophet. Das heißt, Kamelhaar oder Ziegenhaar war so typisch für Propheten, dass ein falscher Prophet es sich nicht leisten konnte, das nicht anzuziehen. Er hat sich auch das angezogen, um zu täuschen. Mit anderen Worten, einen Propheten erkannte man eigentlich an seiner ganz simplen Kleidung. Es gab einen, von dem es explizit gesagt wird, aber nicht der Jeremia. Von wem wird ganz explizit auch gesagt, dass er so ganz raue Kleidung hatte, sogar verbunden mit einem Gürtel? Elisa ist schon wirklich knapp dran. Schaut man 2. Könige 1 und dort Vers 8.

[9:11] 2. Könige 1, Vers 8. „Sie sprachen zu ihm.“ Der Mann trug einen Mantel aus. Hatte langes Haar, okay. Hat jemand noch eine andere Übersetzung außer Luther? Luther ist da ein bisschen frei. Vers 8, 2. Könige 1, Vers 8.

[10:10] Da heißt es hier: „Sie sprachen zu ihm. Der Mann trug einen Mantel aus Ziegenhaaren und einen ledernen Gürtel.“ Also, Kamelhaar, Ziegenhaar, das macht jetzt nicht so einen Unterschied. Der Elia, jetzt schaut mal, wie es hier weiter heißt: „und einen ledernen Gürtel um seine Lenden.“ „Er aber sprach: Es ist Elia, der Tischbiter.“ Das heißt, anhand allein der Bekleidung, Ziegenhaar und lederner Gürtel, konnte ein Anderer eindeutig identifizieren: Das muss der Prophet sein. Mit anderen Worten, wahrscheinlich ist sonst niemand anders so gelaufen. Kamelhaar, Ziegenhaar und lederner Gürtel haben den Elia identifiziert. Und welche Verbindung gibt es nochmal zwischen Johannes, dem Täufer, und Elia? Er sollte der zweite Elia sein, ja, denn Maleachi hatte vorher gesagt: „Ich, oder Gott, hatte dem durch Maleachi sagen lassen: Ich sende meinen Boten. Der soll den Weg bereiten für den Herrn.“ Und er sagt: „Ich sende den Elia.“ Und dann hatten wir gelesen, bei der Geburt von Johannes, dem Täufer, hatte der Engel gesagt, er solle gehen in der Kraft und in dem Geist des Elia. Was für Johannes, den Täufer, bedeutete: Wenn ich die Kraft des Elia habe und wenn ich den Geist des Elia habe, dann sollte ich auch vielleicht die Kleidung des Elia haben, damit die Menschen das auch merken. Also die Kleidung sagt etwas über den Geist und die Kraft aus, die der Mensch hat. Der Johannes, der Täufer, wollte nicht einfach nur einen Menschen imitieren, er wollte damit deutlich machen, dass seine Botschaft und sein Charakter dem des Elia ähnelt. Das ist übrigens der Grund, was eigentlich hinter der ganzen sogenannten Kleidungsreform steckt. Es soll äußerlich zeigen, was für ein innerer Geist im Menschen ist. Und das hat Johannes, der Täufer, sehr schön, extrem deutlich gemacht.

[12:11] Das waren Fälle, genau, von wahrscheinlich Lammfelle, Schafsfelle, aber auch ähnlich, das war auch eher simpel. Gott hat jetzt kein feines Seidengewand, eher simpel. Ja, es waren Tierhaare. Jetzt könnte man nicht unbedingt immer von Opfer ausgehen, weil Kamel halt kein Opfertier ist, aber die Grundidee ist zumindest einfach und nicht besonders luxuriös, muss man jetzt mal sagen. Das ist bei Elia, Ziegenhaar, aber das Kamelhaar kommt von Elia, äh, Verzeihung, von Johannes, dem Täufer. Da kannst du nachschauen in Matthäus, da steht wahrscheinlich auch bei der Luther und Elberfelder Kamelhaar, da steht eben griechisch „kamelos“, also Kamel, da gibt es keinen Zweifel dran.

[13:18] Jetzt wird es noch interessanter, wenn es um die Speise geht. Was hat er denn gegessen? Also jetzt hatten wir quasi seine Kleidung, also Heuschrecken und wilder Honig. Ja, guten Appetit, danke. Also der wilde Honig, der ist vergleichsweise erstmal unproblematisch. In der Wüste wächst, also in der Wüste gibt es sicherlich hier und da Honig, aber interessant ist dieses Wort Heuschrecken. Zunächst einmal muss man festhalten, dass das Wort, das hier im Griechischen steht, tatsächlich eigentlich Heuschrecke bedeutet und nichts anderes. „Akris“ ist Heuschrecke. Gibt es denn Heuschrecken, die man theoretisch essen darf? Also wenn ihr mal in der Wüste seid und ihr sterbt des Hungers und ihr findet nichts anderes, gibt es Heuschrecken, die man essen darf? Genau, könnt ihr mal in 3. Mose 11 schauen. 3. Mose 11 sagt ja nicht nur, dass man kein Schwein essen darf, sondern sagt auch, welche Heuschrecken man essen darf für den Fall der Fälle. Schaut mal 3. Mose 11, Vers 22. Da heißt es: „Von diesen dürft ihr essen, 3. Mose 11, Vers 22: Alle Arten der Arbe-Heuschrecke, das ist die Wanderheuschrecke, die bekannteste Art, alle Arten der Solhamm-Heuschrecke, der Hargol-Heuschrecke und der Hagab-Heuschrecke.“ Jetzt ist es wahrscheinlich schwierig, wenn man in der Wüste ist, dann herauszufinden, ob das jetzt Heuschrecke ist oder nicht. Interessanterweise ist es allerdings so, dass seit den frühesten Tagen der Christenheit fast sämtliche Kirchenväter der Meinung gewesen sind, dass Johannes gar keine Heuschrecken gegessen hat. Und das ist ein seltener Fall, wo das griechische Wort ganz deutlich sagt, es waren Heuschrecken, aber die Tradition ganz deutlich sagt, er hat es nicht getan.

[15:17] Jetzt müssen wir uns das kurz mal anschauen. Zunächst mal muss man festhalten, dass Heuschrecken einen sehr geringen Nährwert haben. Also wenn das so gemeint ist hier in Matthäus und Markus, dass er im Wesentlichen nur Heuschrecken und wilden Honig gegessen hat. Erstens ist das ziemlich aufwendig und zweitens kann man da eigentlich medizinisch gesehen eigentlich fast gar nicht von überleben, weil diese Heuschrecken einen zu geringen Nährwert haben. Auch mit dem Honig zusammen reicht das eigentlich nicht, um dauerhaft zu überleben.

[15:47] Es gibt stattdessen ein pflanzliches Produkt, das wohl offensichtlich auch den umgangssprachlichen Namen „Heuschrecke“ bekommen hat. Und zwar wisst ihr welche Frucht? Genau, die Karobschoten. Die wachsen nämlich an dem Johannisbrotbaum. Der heißt nämlich nicht ohne Grund Johannisbrotbaum. Die Karobschoten, wenn ich die genau anschaue, die sehen auch so ein bisschen ähnlich aus wie eine Heuschrecke. Interessanterweise haben die auch so zwei kleine Hörnchen da vorne, ganz ähnlich wie so eine Heuschrecke. Interessanterweise gibt es ein Sprichwort der Rabbis in der Mischna. Das heißt: „Wenn ein Mann Karob essen muss, dann bereut er, dann kehrt er um, dann tut er Buße.“ Karob galt so als das Niedrigste des Niedrigsten. Das war so das Essen für die Allerärmsten. Man geht davon aus, dass die Schoten, die die Schweine gefressen haben, im Gleichnis von dem verlorenen Sohn, dass das Karobschoten waren. Die wurden den Schweinen gegessen und er war so weit gesunken, dass er nicht mal mehr die Karobschoten essen durfte. Das ist ganz gesund, das ist super. Aber die Menschen damals haben das nicht gewusst, dass es so toll ist und haben das als besonders abschätzig behandelt. Interessant, dass ein Mann, der Buße predigt und dann gibt es das Sprichwort: „Wer Karob isst, der muss Buße tun“, dass er sozusagen diese Botschaft der Buße vermutlich durch das Essen dieser Karobschoten auch dargestellt hat.

[17:28] Man kann viele Kirchenväter aufzählen, die alle gesagt haben, Johannes war vegetarisch und das, obwohl die Kirchenväter selbst gar nicht Vegetarier waren und nie behaupten mussten, dass man wollten, dass man vegetarisch leben muss. Also wenn jemand Vegetarier ist und sagt, Johannes war Vegetarier, dann kann man denken, okay, der hat jetzt einfach eine Agenda. Aber alle Kirchenväter, die darüber schreiben, im Wesentlichen sagen, er hat vegetarisch gelebt, ohne dass sie selbst das sind. Der Chrysostomus zum Beispiel, der spricht von „Akridasekbotanon“, der sogenannten Pflanzenheuschrecke, einer pflanzlichen Heuschrecke, eine Heuschrecke, die pflanzlich ist. Auch der Oxford English Dictionary sagt, dass in der Levante, also im Nahen Osten, der Name Heuschrecke auch für diese Karobschote verwendet worden ist. Das ist so ein bisschen ähnlich, so als wenn man von Schweineohren spricht. Stellt euch vor, die Welt würde noch 2000 Jahre lang gehen und jemand würde in 2000 Jahren einen Text finden, wo steht, jemand von uns hat ein Schweineohr gegessen. Sprachwissenschaftlich müsste man davon ausgehen, es war das Ohr eines Schweines. Er weiß halt nicht, dass wir den Namen auch für ein Gebäck verwenden. Und das ist so ähnlich der Fall. Sprachwissenschaftlich ist es eine Heuschrecke, aber offensichtlich ist der Name sekundär auch auf die Karobschote verwendet worden. Und übrigens im modernen Arabisch ist der Name für Karob immer noch derselbe wie Heuschrecke, Nabat. Also das ist tatsächlich in mehreren Sprachen identisch. Und um alles noch zu toppen, Ellen White sagt, Johannes der Täufer hat sich vegetarisch ernährt. Und damit dürfen wir in dem Fall uns mal den Kirchenvätern recht geben, gegen den griechischen Text. Also gehen wir mal davon aus, dass Johannes der Täufer Karob gegessen hat mit wildem Honig und sich davon ernährt hat. Als ein Zeichen, aber sicherlich auch als eine gesunde Lebensweise. Jeder, der sich ein bisschen mit dem vegetarischen Kochen beschäftigt, weiß, Karob ist nicht schlecht und schmeckt sogar sehr gut. Die bessere Schokolade sozusagen.

[19:41] Aber jetzt gehen wir ein bisschen weiter und schauen, was passiert ist, als Johannes der Täufer also in dieser deutlichen Prophetenkleidung, mit dieser Prophetennahrung eine prophetische Botschaft predigt. Gehen wir zurück zu Matthäus. Gehen wir erstmal zu Markus. Matthäus Kapitel 3 und dort Vers 5. Was ist die Reaktion?

[20:11] Matthäus 3 und dort Vers 5. Da heißt es: „Da zog zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und das ganze umliegende Gebiet des Jordan.“ Also wir haben hier drei Begriffe. Jerusalem, das war die Hauptstadt, Judäa, das war die Provinz. Interessanterweise sagt Markus nur Jerusalem und Judäa, aber Matthäus, wenn ihr das vergleicht zu Hause, ergänzt noch die Gegend um den Jordan. Also mit anderen Worten, all die Gebiete, die zum Beispiel auch östlich des Jordan waren, auf der anderen Seite und vielleicht auch weiter nördlich. Also was können wir schlussfolgern aus dieser Beschreibung? Wie weitreichend war der Dienst des Johannes des Täufers? Das war eine nationale Bewegung. Da gab es niemanden in Juda, der nicht von dieser Bewegung gehört hatte. Es war hoch berühmt. Wie wir gleich sehen werden, hat es alle Gesellschaftsschichten erfasst. Die Reformationsbewegung, die Gott sendet, galt dem ganzen Volk. Es war nicht nur einer, der hier mal da einen kleinen Vortrag gehalten hat, sondern es hat das ganze Volk bewegt.

[21:42] Schaut mal, wie später Jesus das Ganze noch bewertet in Johannes 5. Da beschreibt Jesus diese Zeit als das ganze Volk von Johannes dem Täufer bewegt wird. Denn man war wirklich der Meinung und zu Recht: Jetzt ist endlich wieder ein Prophet gekommen. Erinnert euch, 400 Jahre lang gab es keine Propheten. Die Begeisterung muss groß gewesen sein. Endlich haben wir wieder einen Propheten. Der sieht auch aus wie ein Prophet. Er predigt prophetisch und seine Mission ist prophetisch vorhergesagt.

[22:16] Johannes 5, Vers 35, da sagt Jesus: „Jener, also gemeint ist Johannes der Täufer, die beschreibt ihn: Jener war die entbrennende Schein des Lichts, die brennende und scheinende Leuchte. Ihr aber wolltet euch nur eine Stunde an ihrem Schein erfreuen.“ Also Jesus sagt, Johannes war ein helles Licht, so sehr, dass sogar die Führer des Volkes Freude daran hatten. Kein extremer Fanatiker, sondern ein berühmter Prediger, der die ganze Gesellschaft in Aufruhr gebracht hat.

[22:44] Jetzt, was genau hat er verkündigt? Das haben wir letztes Mal schon angeschaut, aber es gibt noch ein Detail, das wir ergänzen wollen. Schaut mal in Markus 1, Vers 4. Wir hätten ja gesagt, seine Botschaft war: „Tut Buße und bekehrt euch, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.“ Jetzt ergänzt Markus hier noch, schauen wir in Markus 1, Vers 4.

[23:16] „So begann Johannes in der Wüste, taufte und verkündigte eine Buße der Taufe zur Vergebung der Sünden.“ Also, was uns hier gesagt wird ist, es gab eine Botschaft der Buße und diese Botschaft der Umkehr führte zur Taufe der Umkehr. Die Taufe war so berühmt, dass Johannes später danach benannt worden ist. Am Anfang hieß er noch Johannes, der Sohn des Zacharias, aber kurz später war er dann schon Johannes der Täufer. Genau, das ist das Kuriose. Er scheint der Erste gewesen zu sein, der im biblischen Sinne so diese Taufe durchgeführt hat. Und das ist eigentlich interessant, dass so viele ihm dann gefolgt sind, weil es dafür in der Form eigentlich im Alten Testament kein echtes Vorbild gibt. Man hätte auch sagen können, er bringt jetzt neue Sachen, die im Alten Testament nicht stehen. Aber offensichtlich war er in der Lage zu zeigen, dass diese Buße, die im Alten Testament schon gut belegt ist, haben wir letztes Mal angeschaut. Die Idee, sein Herz zu ändern, die Idee, Gott in sein Herz hineinzulassen, dass diese Taufe ein äußeres Zeichen war von etwas, was sie schon längst kannten.

[24:38] Genau, sie hatten das Zeichen der Beschneidung. Sicherlich ganz gut, nur zu dem Zeitpunkt wird niemand darüber nachgedacht haben. Zu dem Zeitpunkt haben auch alle weiterhin sich beschneiden lassen. Niemandem wäre es hier in den Sinn gekommen, dass die Taufe die Beschneidung ersetzt. Aber natürlich, in gewisser Weise ist das ähnlich vergleichbar. Aber für die Menschen damals war offensichtlich die Taufe lediglich ein äußeres Zeichen der inneren Buße. Niemand kam dadurch durch die Taufe auf die Idee, jetzt plötzlich eine neue Religion bekommen zu haben. Die Leute haben sich nicht getauft, um eine neue Religion zu bekommen, sondern haben sich getauft, um zu sagen: Ich bekehre mich. Ich bin umgekehrt von meinen Sünden. Ich habe die Botschaft gehört: Das Reich Gottes ist nahe, der Messias kommt, ich will dabei sein. Ich habe bisher falsch gedacht, ich kehre in meinen Gedanken um. Und diese Taufe des Untertauchens, des Waschens war etwas, was also diese Reinigung darstellen sollte. Eine Reinigung von den alten Sünden.

[25:51] Da kommen wir gleich zu. Also zunächst mal halten wir fest, die Taufe. Wer wurde getauft nach diesem Text, den wir gerade gelesen haben? Wen hat Johannes der Täufer getauft? Was war die Bedingung? Genau, es heißt hier ganz deutlich in Vers 4: „eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.“ Das heißt, Sünden sollten vergeben werden. Unter welcher Bedingung werden denn Sünden vergeben? Ja, also Umkehr, genau.

[26:27] Schaut mal noch in Matthäus im Parallelbericht, da wird es deutlicher. Matthäus 3 und dort Vers 6. Dort wird genau gesagt, welche Bedingung erfüllt werden musste, um von Johannes dem Täufer getauft zu werden. Manche haben ja die Idee, naja, Johannes hat einfach alles schnell getauft. Schaut mal, Matthäus 3 und dort Vers 6.

[26:44] Matthäus 3, Vers 6. „Und es wurden von ihm im Jordan getauft.“ Das ist interessant. Also er hat zwar in der Wüste gepredigt, aber offensichtlich in der Nähe des Jordan. Er hat im Jordan getauft. „Wer? Die ihre Sünden bekannten.“ Das heißt, die Botschaft führte zu einem Bekenntnis der Sünden. Sündenbekenntnis. Ohne Sündenbekenntnis keine Taufe. Und das ist eine Idee, die schon im Alten Testament gegenwärtig war.

[27:24] Schaut mal, nur zwei, drei Beispiele. Schau mal, 3. Mose 26. 3. Mose 26 ist ganz berühmt. Wisst ihr, worum es geht in 3. Mose 26? 3. Mose 26 ist das Parallelkapitel zu 5. Mose 28. Da geht es um Segen und Fluch. Und dann heißt es in 3. Mose 26, nachdem all die verschiedenen Flüche beschrieben werden, die passieren, wenn man ungehorsam ist, wenn man im Ungehorsam lebt, dann heißt es, schaut mal in Vers 40.

[27:58] 3. Mose 26 und dort Vers 40: „Dann werden sie ihre Schuld und die Schuld ihrer Väter bekennen, samt ihrer Untreue, die sie gegen mich begangen haben und dass sie sich mir widersetzen.“ Und dann sagt er in Vers 42: „So will ich an ihnen meinen Bund mit Jakob gedenken und auch an meinen Bund mit Isaak und so weiter und so fort.“ Und dann bedeutet das, dass Gott sie wieder annehmen wird. Also Bekenntnis, Sündenbekenntnis ist der Moment, wo ein Mensch aus dem Fluch zurück zum Segen gelangen kann.

[28:51] Noch ein Beispiel, schaut mal in 4. Mose, Kapitel 5 und dort Vers 5 bis 7. 4. Mose, Kapitel 5, Vers 6 und 7: „Sage den Kindern Israels: Wenn ein Mann oder eine Frau irgendeine Sünde begeht, wie die Menschen sie begehen und das und gegen den Herrn Untreue verübt, sodass die betreffende Seele Schuld auf sich geladen hat, so soll sie was tun?“

[29:25] „So sollen sie ihre Sünde bekennen, die sie getan haben.“ Und jetzt wird erklärt, was Sündenbekenntnis meint. Und zwar soll der Betreffende seine Schuld in ihrem vollen Betrag wieder erstatten und den fünften Teil davon dazufügen und es dem geben, an dem er schuldig geworden ist. Sündenbekenntnis im Alten Testament war nicht nur ein Lippenbekenntnis, es war nicht nur: „Es tut mir leid“, sondern Sündenbekenntnis im Denken des Alten Testamentes bedeutete: Ich muss es auch wieder gut machen, soweit ich natürlich kann. Und nicht einfach nur, dass es wieder in Ordnung ist, sondern eigentlich sollte der, der wirklich Reue zeigt, seine wahre Reue dadurch ausdrücken, dass er sogar über das notwendige Maß erstattet. Erinnert euch, dass das auch von Zachäus gesagt wird. Als er echte Reue zeigt, macht er deutlich: Ich will das alles wieder zurückerstatten und über das notwendige Maß hinaus. Jemand, der wirklich bereut, der möchte, soweit es in seiner Macht steht, das möglichst wieder gut machen und eigentlich noch über das notwendige Maß hinaus. Er wird nicht danach fragen: Was muss ich jetzt tun, damit alles in Ordnung ist? Er wird über das Maß hinaus Gutes tun wollen. Ja, das zeigt also, die biblische Idee von Sündenbekenntnis hat schon im Alten Testament etwas mit Werken zu tun.

[30:52] Ja, noch ein Text. Schaut mal mit mir in Sprüche 28. Das ist also keine neutestamentliche Idee, dass wir unsere Sünden bekennen, wie es heißt: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Das steht schon im Alten Testament.

[31:14] Sprüche 28, Vers 13. Ganz schöner Text. Sprüche 28, Vers 13: „Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen. Wer sie aber bekennt und lässt.“ Also das eine ist, dass ich jetzt wieder gut mache, das andere ist, dass ich die Sünde auch lasse. Das heißt, die Botschaft der Buße war nicht nur: „Sagt mal, dass es euch leid tut und macht danach weiter“, sondern habt echte Reue, die ein neues Leben mit neuen Werken und mit einem echten Umkehren, einem Nicht-Mehr-Tun dieser Sünde zusammenhängt. „Wer sie bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“

[32:14] Kennt ihr jemand, der versucht hat, im Alten Testament seine Sünde erstmal zu verbergen und erst als er sie bekannt hat, da hat er wirklich wieder einen Frieden im Herzen gespürt? David. Er sagt: „Als ich es geheim halten wollte, ja, da lag deine Hand schwer auf mir, ich war wie ein, ich bin fast verdorrt“, sagt er. Und dann sagt er: „Da bekannte ich dir meine Sünde und du vergabst sie.“ Und das war das, was Johannes der Täufer gepredigt hat. Im Prinzip hat er also nichts weiter gepredigt, als das im Alten Testament schon längst da war. Er hat die biblische Botschaft des Evangeliums gepredigt und für die Menschen war das natürlich irgendwie ganz neu, weil die Pharisäer und Sadduzäer das nie so richtig ausgelegt haben.

[32:57] Was jetzt folgt in den Berichten, das könnte man beschreiben als die klaren Worte des Johannes. Johannes verwendet jetzt ziemlich deutliche Worte und wir wollen das mal vergleichen, indem wir mal erst mal Lukas lesen. Lukas Kapitel 3 und dort Vers 7 und 8 und dann den Parallelbericht in Matthäus. Da werdet ihr sehen, es sind fast dieselben Worte, nur mit einer kleinen Detailänderung.

[33:28] In Lukas 3 und dort Vers 7, da heißt es: „Er sprach nun zu der Volksmenge, die hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Schlangenbrut! Wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? So bringt nun Früchte, Achtung, die der Buße würdig sind. Könnt ihr sehen, Früchte der Buße würdig sind und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abram zum Vater, denn ich sage euch: Gott vermag dem Abram aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.“ Lasst euren Finger drinnen und geht mit mir zu Matthäus.

[34:02] Matthäus Kapitel 3, ebenfalls Vers 7, kann man sich gut merken. Matthäus 3 auch Vers 7 und da sagt er: „Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen? So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind und denkt nicht bei euch selbst sagen zu können: Wir haben Abram zum Vater, denn ich sage euch: Gott vermag dem Abram aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.“

[34:35] Was ist der einzige wesentliche Unterschied zwischen Matthäus und Lukas? Es ist fast dieselbe Botschaft, aber es gibt nur einen wesentlichen Unterschied, der deutlich macht, er hat das wohl mindestens zweimal gepredigt. Was ist der Unterschied zwischen dem Matthäus-Bericht und dem Lukas-Bericht?

[34:57] Genau, wer sagt, wo heißt es, dass er es zu der Volksmenge sagt? Lukas sagt, dass er das der ganzen Volksmenge gesagt hat und Matthäus sagt uns, dass er das wem gesagt hat? Vielen der Pharisäer und der Schrift- und der Sadduzäer. Interessant, also es gab Gelegenheiten, wo Johannes spezifisch die Führer des Volkes angesprochen hat, aber dann gab es auch Situationen, wo er das, was für die Führer des Volkes galt, auch auf das ganze Volk übertragen hat. Also eine Botschaft sowohl an die Führer des Volkes, die Sadduzäer und die Pharisäer, als auch das Volk.

[35:45] Schauen wir uns mal ganz kurz diese Botschaft an. Das erste Wort ist vielleicht schon das krasseste. Da sagt er nämlich, da sagt er nämlich: „Schlangenbrut.“ Wie heißt es bei euch in der Besetzung? „Otterngezücht.“ Das ist Luther, aber in dem Fall kann man Luther echt vergessen, weil mit Ottern hat das nichts zu tun, das ist wirklich Schlange. Es gibt nicht einen Grund, wenn man hört „Otterngezücht“, dann denkt man wirklich, das ist so mehr oder weniger heiliger Zorn, ja, so ein bisschen abwertend. Aber ich glaube das Wort, dass selbst in der, in der, eine Otter ist keine Schlange. Ach so, in dem Sinne, okay. Stimmt, Kreuzotter, ja siehste. Danke, meine Biologie war nicht ausreichend genug. Ich habe an den anderen Otter gedacht. Ja, genau. Ja, okay, stimmt ja natürlich, selbstverständlich, klar, logisch, ja. Aber der Punkt ist, es geht eigentlich nicht um eine spezifische Sorte an Schlangen, also eine Otter oder die englische sagt „Generation of Vipers“, also eine Generation der Vipern, sondern es geht eigentlich um die Schlange selbst. Das Wort, was hier mit „Brut“, das klingt auch ein bisschen abwertend, so „Schlangenbrut“, „Brut“. Was mit Schlangenbrut übersetzt ist, ist eigentlich nichts weiter als Nachkomme oder Frucht, Frucht der Schlange, Nachkomme der Schlange. Worauf bezieht sich dieses Wort wohl? 3, genau, 1. Mose 3, Vers 15. Da geht es nämlich um den, wie heißt es dort, nicht Schlangenbrut, sondern Same der Schlange, der Same der Schlange.

[37:42] Jesus hat übrigens dasselbe Wort, was hier mit Schlangenbrut übersetzt wird, auch verwendet, auch für die Pharisäer und Sadduzäer. Und Jesus hat nun wirklich keine Schimpfworte verwendet, sondern wir dürfen das also nicht vorstellen, dass er sie ankommt: „Schlangenbrut“, sondern er hat gesagt: „Hey, es tut mir leid, aber ihr seid Kinder des Teufels.“ So wie Jesus gesagt hat: „Ihr habt den Teufel zum Vater.“ Das heißt, in dem großen Kampf zwischen Licht und Finsternis befanden sich viele im Volke Gottes auf der falschen Seite. Und deswegen war der Aufruf: Tut Buße, kehrt um.

[38:20] Nun, genau, 1. Johannes 3, Vers 10, die Kinder. Also danke, dass du sagst, 1. Johannes 3, Vers 10, sagt auch: „Wer die Sünde tut, ist ein Kind des Teufels.“ Und wie wir gesagt haben, das galt nicht nur den Sadduzäern und Pharisäern. Matthäus sagt, es waren die Sadduzäer und Pharisäer, aber Lukas sagt, er hat es auch zu der Volksmenge gesagt. Die haben sich weswegen taufen lassen? Weil sie vor der Taufe Kinder des Satans waren, weil sie und was wurde ich mit meinem Kind des Satans? Was sagt Jesus in Johannes 8, Vers 44? „Ihr habt den Teufel zum Vater.“ Ja, genau, es waren zwei Dinge, die dort vom Satan ausgesagt werden. Einmal, dass er nicht in der Wahrheit steht und dass er ein Vater der Lüge ist und dass er ein Menschenmörder ist. Ein Menschenmörder, ja, Menschenmord und also nicht die Wahrheit sagen und andere verletzen wollen, andere töten wollen. Das waren die Kennzeichen dieser Schlangenbrut. Johannes der Täufer musste ihnen deutlich sagen: Ihr seid auf der falschen Seite im großen Kampf. Ihr folgt eigentlich, weil ihr satanische Prinzipien auslebt, der Selbsterhöhung. Denkt an die Pharisäer und Sadduzäer als Beispiele. Sich selbsterhöhend ist in eurem Charakter mehr Satan zu lesen als Gott. Schlangenbrut.

[40:04] Und das Volk, das von diesen Sadduzäern und Pharisäern unterrichtet wird, hat natürlich dieselben Charakteristiken mehr und mehr reflektiert. Das war wie ein altes Testament. So wie der König, so das Volk. Jetzt heißt es interessanterweise, wenn ihr das verglichen habt, ist es ein bisschen unterschiedlich übersetzt, aber im Griechischen ist genau dasselbe. Er sagt nämlich: „Schlangenbrut, wer hat euch eingeredet oder wer hat euch unterwiesen, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen?“ Woran erinnert euch das? Diese Frage: „Wer hat euch eingeredet oder wer hat euch unterwiesen, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen?“ Genau, was hat die Schlange mit Eva gemacht?

[40:50] Was hat die Schlange mit Eva gemacht? Genau, sie hat sie unterwiesen, hat ihr was eingeredet. Das Wort „einreden“ oder „weisen“ hier, im Griechischen meint etwas geheim zeigen, also so: „Komm mal her, ich zeige dir was. Das will ich jetzt dir privat sagen, ja, so im Geheimen, im Privaten will ich dir mal was sagen.“ Und was hatte die Schlange damals gesagt? „Ihr werdet dem kommenden Zorn entfliehen. Ihr werdet den Zorn Gottes nicht spüren.“ Und so hat der Satan schon immer die Menschen verführt. Er sagt: „Du kannst sündigen, aber es wird keine Konsequenzen haben. Du wirst nicht sterben.“ Genau, ganz genau, du wirst nicht sterben.

[41:44] Übrigens, wie hat Gott dann, schau mal mit mir, lass mal Matthäus 3 den Finger drin, wie Gott auf diese Sache reagiert hat. Schaut mal in 1. Mose 3, das ist interessant. Schaut mal in 1. Mose 3, Vers 11, was hat Gott gesagt?

[42:03] Da sprach er: „Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?“ Seht ihr die selbe Frage: „Wer hat dir gesagt?“ Hier fragt Johannes der Täufer: „Wer hat euch eingeredet, wer hat euch unterwiesen, ja, dass ihr angeblich jetzt hier sündigen könnt und dann der Zorn euch nicht trifft?“ Die Antwort ist in beiden Fällen der Satan. Das heißt, mit seiner Predigtsprache, also wenn man das so oberflächlich liest, wird man denken, naja, da stellt man sich vielleicht Johannes den Täufer vor, so mit dem Kamelhaar und dann so mit einem strengen Gesicht und dann predigt er: „Schlangenbrut.“ Aber wenn man genauer hinschaut, stellt man fest: ganz, ganz anders. Er predigt sehr genau die Inhalte aus 1. Mose 3. Er hält eine Predigt über 1. Mose 3 und sagt: „Hey, schaut mal her, ihr seid Kinder des Satan, ihr macht genau den gleichen Fehler wie Eva, ihr lasst euch verführen.“ Und so wie Eva und Adam einen Neuanfang brauchten, eine Bekehrung, so brauchen die Menschen ja auch eine Bekehrung. Er fängt ganz von vorne an, er legt die Axt an die Wurzel, wie er dann gleich später sagt. Da, wo das Urproblem ist, eine Predigt eigentlich über 1. Mose 3. „Wer hat dir gesagt?“

[43:27] Er sagt und dann interessanterweise sagt er ja, schaut mal weiter: „So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind.“ Ellen White kommentiert das und sagt: „Die Pharisäer und Sadduzäer kamen und wollten getauft werden, aber sie hatten keine echte Herzensbekehrung, sie hatten mehr eine theoretische Bekehrung.“ Und die Frage ist manchmal auch in unserem Leben: Sind wir einfach nur traurig und sagen: „Ach, ich würde schon gerne Vergebung haben“ oder erleben wir eine echte Umkehr, so sehr, dass wir nämlich die alten Wege zurücklassen und jetzt neue Dinge tun, nämlich Früchte der Buße. Das zeigt, dass in der Bibel der Glaube und die Werke gar nicht getrennt werden können. Schon die Buße, schon die Bekehrung zeigt sich ja äußerlich. Kein Mensch wird gerettet, weil er jetzt hier was Neues macht, aber der Mensch wird gerettet durch den Glauben und dieser Glaube wird Früchte bringen, die der Buße, der Umkehr würdig sind.

[44:35] Außerdem interessanterweise im Griechischen ist es so, er sagt nicht: „Bringt Früchte einer Buße“, sondern es heißt ganz bewusst: „der Buße“, mit anderen Worten die Idee ist, sie kommen und sagen: „Wir haben Buße, wir sind umgekehrt, das ist unsere Umkehr.“ Und jetzt sagt er: „Für diese Umkehr im Griechischen, bestimmte Artikel, die ihr gerade bekennt, für diese Buße, zu der ihr euch bekennt, dazu bräuchte ich jetzt noch Früchte.“ Also er sagt: „Ihr habt schon Buße gesagt, ihr habt schon eine Buße vorgegeben, ihr habt euch vor allem zur Buße bekannt, aber jetzt möchte ich für diese Buße, zu der ihr euch bekennt, möchte ich jetzt auch sehen, dass das wirklich greifbar ist. Ich möchte Früchte sehen, die würdig sind für diese Umkehr.“ Gott möchte sehen, dass zu dem, was wir bekennen, wir auch Früchte zeigen, die uns zum Bekenntnis würdig sind.

[45:37] Und schaut mal mit mir an Johannes in Jesaja 1, Vers 16. Das ist alles im Prinzip nichts weiter als ein neutestamentlicher Aufguss des alttestamentlichen Evangeliums. Und Johannes hat das sehr deutlich gemacht, schon in dem er so alttestamentlich aussah. Ellen White schreibt: „Die Leute haben gedacht, sie sind wieder zurückversetzt in das Zeitalter der Propheten, als sie ihn gesehen haben.“ Also gar keine moderne Botschaft sozusagen.

[45:58] Schaut mal in Jesaja 1, und dort Vers 16 und 17. Das ist vielleicht so auch einer der Texte, ich kann mir vorstellen, auch wenn es nicht explizit in der Bibel steht, dass Johannes einen dieser Texte verwendet hat. Da heißt es hier: Jesaja 1, Vers 16, 17: „Wascht, reinigt euch, das hat was zu tun mit der Taufe dann auch. Wascht euch, reinigt euch, tut das Böse, das ihr getan habt, von meinen Augen hinweg. Hört auf, Böses zu tun.“ Erinnert euch, wer die Sünde bekennt und lässt. „Lernt Gutes tun, trachtet nach dem Recht, helft den Bedrängten, schafft der Waise Recht, führt den Rechtsstreit für die Witwer.“ Mit anderen Worten, echte Buße zeigt sich immer in verändertem Charakter.

[47:00] Und das ist der Grund, warum es gar keinen Sinn macht, warum man Johannes den Täufer nicht als Beispiel nehmen kann, dass man Leute ganz schnell, ganz plötzlich tauft. Es gibt Leute, die sagen: „Oh ja, ich bekenne, dass Jesus mein Erlöser ist, jetzt möchte ich schnell getauft werden, weil Johannes hat die Leute auch schnell getauft, oder?“ Nein, der Johannes der Bibel sagt: „Ihr habt schon bekannt, jetzt möchte ich Früchte sehen, ich möchte sehen, dass euer Leben sich ändert, dann ist es ein echtes Bekenntnis und dann kann ich euch taufen.“ Also auch bei Johannes dem Täufer fand eine Taufe statt, wenn Menschen deutlich gemacht haben, durch eine Lebensänderung, dass sie die Botschaft verstanden hatten. Da wurde niemand einfach auf bloßes Lippenbekenntnis getauft. Das ist sehr wichtig, weil man beim oberflächlichen Lesen den Eindruck hat, naja, der hat die alle links und rechts getauft, hat er nicht gemacht. Ja, aber wie gesagt, es waren nicht nur die Pharisäer, und erinnert euch, Lukas sagt, für das ganze Volk.

[47:57] Was ist denn eigentlich die Frucht, die ultimative Frucht, die gebracht werden muss? Galt das 5:22? Die Liebe, die Freude, die Freundlichkeit, die Güte, die Sanftmut, die Selbstbeherrschung. Ja, natürlich ohne Frage, weder Gott noch Johannes der Täufer haben erwartet, dass das von einem Tag auf den anderen vollkommen da ist, aber dieser Sinneswandel: Ich bin bisher den Weg des Unfriedens gegangen, jetzt gehe ich den Weg des Friedens. Ich bin bisher den Weg des Hasses gegangen, jetzt gehe ich den Weg der Liebe. Ich bin bisher den Weg des Selbstvergnügens gegangen, jetzt gehe ich den Weg der Selbstbeherrschung. Da gibt es noch viel zu lernen und noch viele Herausforderungen zu meistern, aber ich gehe diesen Weg, ich habe meinen Weg geändert, und das ist sichtbar im Leben. Das war die Botschaft, und die sollte durch die Taufe, ebenfalls durch ein sichtbares Zeichen, ausgedrückt werden.

[48:49] Schaut mal mit mir in Jeremia 7, Vers 3 bis 7. Auch das so eine typische Botschaft aus dem Alten Testament, auf der Johannes aufgebaut hat.

[49:06] Jeremia 7, Vers 3 bis 7: „So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Bessert euren Wandel und eure Taten, so will ich euch an diesem Ort wohnen lassen. Verlasst euch nicht auf trügerische Worte, wie diese: Der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn ist dies.“ Was waren die trügerischen Worte zur Zeit von Johannes, auf die sie sich verlassen haben? Ja, auf den Tempel. Was haben sie gesagt? Er sagt es gleich im nächsten Vers.

[49:38] „Fangt bloß nicht an zu sagen: Wir haben Abraham als Vater. Hier ist das Land, das Abraham versprochen worden ist.“ Der Tempel, Abraham, die Verheißung. Gott sagt: „Verlasst euch nicht auf trügerische Worte.“ Jetzt, der Tempel selbst ist nicht trügerisch, aber wenn ich nur das Wort: „Der Tempel des Herrn ist hier“ ist, eine trügerische Hoffnung. Wenn ich sage: „Naja, hier ist die Adventgemeinde, die Adventgemeinde ist die letzte Gemeinde, ich sitze in einer Adventgemeinde, das müsste ja schon ausreichen.“ Das ist ein trügerisches Wort. Sondern, wie geht es weiter?

[50:05] „Denn nur, wenn ihr euren Wandel, das heißt euer Leben und eure Taten ernstlich bessert, wenn ihr wirklich Recht übt untereinander, wenn ihr die Fremdlinge, die Waisen und Witwen nicht bedrückt und an dieser Stätte kein unschuldiges Blut vergießt und nicht an anderen Göttern nachwandelt zu eurem eigenen Schaden, dann will ich euch in diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Gott hat sich schon immer echte Charakterveränderung gewünscht, schon immer das echtes Gläubigsein, Christsein sozusagen, sich in einem freundlichen, liebevollen, nachsichtigen, barmherzigen Leben zeigt. Das war schon immer sein Plan.

[50:51] Und im Gegensatz dazu haben die Israeliten es ganz anders gemeint. Schaut mal in Vers 9. „Meint ihr denn, nachdem ihr gestohlen, gemordet, die Ehe gebrochen, falsch geschworen, dem Baal geräuchert habt und anderen Göttern nachgelaufen seid, die ihr nicht kennt, dass ihr dann kommen und vor mein Angesicht treten könnt in diesem Haus, das nach meinem Namen genannt ist und sprechen: Wir sind errettet. Nur um dann alle diese Gräuel weiter zu verüben.“ Das ist diese Idee.

[51:17] „Wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen?“ Gott hat durch Jeremia sagen lassen: „Wenn ihr das weitermacht, werden euch die Babylonier vernichten. Glaubt nicht, dass ihr entfliehen könnt.“ Und für die Israeliten stand was ähnliches an. Für die Juden zur Zeit von Johannes. Denn die römische Macht war kurz davor, sie zu zermalmen. Der kommende Zorn war nahe herbeigekommen. Und Johannes sagt: „Wenn ihr dasselbe macht wie die Israeliten zur Zeit von Jeremia, erwartet nicht, dass es diesmal anders ausgeht. Es wird genauso ausgehen.“

[51:53] „Wer hat euch eingeredet, dass ihr diesmal davon kommen könnt mit dieser Halbbekehrung, mit diesen freundlichen Worten, ohne freundliche Taten?“ Wer hat euch das eingeredet? Und die Frage ist, und letztendlich ist das ja auch die Frage, die wir uns stellen müssen, weil wir, so sagt uns Claudio Zear, in einer ähnlichen Situation sind. Wir bekennen viele Worte, wir bekennen viel Wahrheit, aber der Zustand, der tatsächlich charakterliche, praktische Zustand ist miserabel. Und wir bilden uns dann vielleicht ein: „Naja, aber das ist ja nicht so wichtig, weil ich werde am Ende schon dabei sein.“ Und echte Erweckung, Reformation stellt sich die Frage: Wer hat mir eigentlich überhaupt mal gesagt, dass ich auf jeden Fall dabei sein werde, wenn ich nicht wirklich meine Taten bessere? Wer hat mir eingeredet, dass ich dem kommenden Zorn entfliehen kann, wenn ich an dieser Sünde festhalte? Denn wenn ich an der Sünde festhalte, wird sie mein Ruin sein. Das war schon damals so, zur Zeit von Jeremia, das war zur Zeit von Johannes so und ist auch heute so. Es ändert sich nichts daran.

[53:03] Deswegen sagt er, und es ist sehr, sehr wichtig, der letzte Vers für heute, dieser Stelle, in Matthäus 3, Vers 9, da sagt er, sehr feierliche Worte: „Und denkt nicht, bei euch selbst sagen zu können.“ In Lukas steht: „Und fangt gar nicht erst an zu denken.“ Im Sinne von: Schon die ersten Gedanken in diese Richtung sind falsch und fangt gar nicht erst an, solche Gedanken zu haben. „Denkt nicht, bei euch selbst sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater.“

[53:32] Denn ich sage euch: Gott vermag den Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Warum haben die wohl gesagt, warum haben die wohl sich verlassen auf das Wort: „Wir haben Abraham zum Vater?“ Was hat ihnen so viel Sicherheit gegeben? Abraham war ein Freund Gottes. Genau, Gott hatte dem Abraham verheißen, dass seine Nachkommen den Bund Gottes erleben würden. Also haben sie gesagt: „Naja, solange wir Nachkommen sind, Gott hat es verheißen, Gottes Verheißungen sind wahr, dann wird uns das auf jeden Fall treffen.“ Das Problem ist, sie haben nicht verstanden, dass alle Verheißungen Gottes eine Bedingung haben. Wenn ich die Bedingung nicht erfülle, dann ist die Verheißung zwar noch da, aber sie nützt nichts.

[54:20] Und das ist das Problem, das wir heute auch so oft haben. Wir lesen von den Verheißungen Gottes und wollen die Verheißungen in Anspruch nehmen, wollen aber nicht die Bedingungen erfüllen. Wir wollen, wir lesen diese wunderbaren Verheißungen, die da alles stehen und freuen uns, dass sie da sind und beziehen uns auf sie und halten weiter fest an der Sünde und rennen mit diesen Verheißungen und glauben, dass sie uns jetzt den Weg ins Himmelreich offenbaren. Und was Johannes ganz deutlich macht, ist: Wer allein auf Verheißungen baut, ohne die Bedingungen zu erfüllen, der baut auf Sand. Denn die Bedingungen sind ja nicht schwer, aber sie sind notwendig, nämlich Herzensumkehr, Bekenntnis der Sünde und ein Eingeständnis, dass ich alleine es nicht schaffe, dass ich meinen Erlöser brauche, dass Gott mir ein neues Herz schenken soll und eine Willigkeit durch Gottes Kraft jetzt anders zu leben. Das ist absolut notwendig. Und dann gelten alle die Verheißungen, aber ohne das gelten die Verheißungen nicht.

[55:22] Verheißungen, ohne dass wir, das ist das, was Ellen White beschreibt, wenn sie sagt, dass wir mit Gott kooperieren müssen. Es ist ja Gott, der es tut, aber wenn wir nicht die Bedingungen unsererseits erfüllen, kann die Verheißung uns nicht retten. Und das Volk war damals aufgrund der Pharisäer und Sadduzäer in dieser Gefahr, immer nur auf die Verheißungen zu schauen, ohne auf die notwendigen Bedingungen für die Verheißung, die Kooperation mit Gott. Und wir müssen heute lernen, dass wir verstehen, dass wir genauso Herzensumkehr brauchen, wie wir die Verheißung greifen können.

[55:54] Schaut, wenn wir auch der dritte Elia sind, dann müssen wir auch so eine Botschaft predigen, nicht nur, dass Menschen sagen: „Oh, das ist aber toll mit der Adventbotschaft, das macht so viel Sinn, das halte ich auch mal für wahr“, sondern eine Botschaft, die wirklich dazu führt, dass Menschen sich charakterlich ändern, dass sie wirklich Früchte der Buße bringen. Nur, warum hat das Volk diese Früchte der Buße erst nicht gehabt? Weil ihre Lehrer diese Früchte der Buße nicht hatten. Weil die Sadduzäer und Pharisäer das selbst nicht verstanden und erlebten, konnte auch das Volk das nicht haben. Warum hat das Volk das dann verstanden? Weil jemand da war, der selbst es gelebt hat, Johannes der Täufer.

[57:02] Wenn wir also diese Botschaft predigen wollen, wenn wir wollen, dass in unseren Gemeinden und bei unseren Freunden und Nachbarn und Kollegen und Bekannten und auch Fremden diese Botschaft ankommt, muss sie zunächst einmal bei uns selbst angekommen sein. Und das bedeutet, dass wir in dem, was wir tun, sagen, so wie Johannes der Täufer, sein ganzes Leben war eine Botschaft. Was er gesagt hat und was er gelebt hat, wie er aussah, was er gegessen hat, alles passte irgendwie zusammen. Die Leute haben es ihm abgenommen und es war eine gewaltige Erweckung. Es hat nicht Jahre gedauert, bis er bekannt wurde. In demselben Jahr wurde er landesweit bekannt. Und ich glaube, dass wir uns von Johannes dem Täufer wirklich eine Scheibe abschneiden können, oder? Was meint ihr? Und auch gemeinsam beten, dass Gott uns diese Buße schenkt, diese Früchte der Buße, die wir brauchen, um sie anderen weitergeben zu können.

[57:51] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir dein Wort lesen konnten und sehen konnten, was die Botschaft von Johannes dem Täufer war. Wir möchten dich bitten, dass du uns Tag für Tag zeigst, wo in unserem Leben, an welchen Gedanken, in welchen Bereichen wir Herzensbekehrung brauchen, umkehren müssen von falschen Gedanken, damit wir anderen eine authentische, überzeugende Botschaft dieses Evangeliums geben können. Wir danken dir für all deine großen Verheißungen und bitten dich, dass du uns zeigst und erinnerst, wie wir mit dir kooperieren können, dass wir nicht auf eine falsche, trügerische Hoffnung bauen, sondern auf das wahre Evangelium, das seit 1. Mose 3 unser Herzen erwärmt. Wir möchten dich bitten, dass du uns diese Erfahrung von Johannes dem Täufer schenkst. Im Namen Jesu. Amen.


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