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In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die Botschaft von Johannes dem Täufer ein und beleuchtet die Bedeutung von Buße und den Früchten, die sie hervorbringt. Er erklärt, wie das Bild von Bäumen und Früchten in der Bibel verwendet wird, um geistliche Reife und den Charakter eines Menschen zu beschreiben. Die Predigt zeigt auf, wie die Aufforderung zur Umkehr zu unterschiedlichen Reaktionen führt und welche praktischen Konsequenzen dies für das Leben eines Gläubigen hat.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr später einschaltet auf www.joelmedia.tv.de. Wir sind immer noch zugange mit der Geschichte von Johannes dem Täufer. Wir haben letztes Mal gesprochen über die Früchte, die der Buße würdig sind. Wir haben gesehen, wie Johannes der Täufer nicht einfach nur Menschen getauft hat, die kamen, sondern dass er wirklich Veränderungen im Leben sehen wollte. Wir werden heute sehen, wie diese Predigt zu Ende gegangen ist und was das praktisch auch für uns bedeutet. Und bevor wir das tun, möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet.

[1:09] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir heute zu dir kommen können, dass wir in deinem Wort lesen dürfen und dass wir Dinge erfahren können, die uns in unserem Leben wirklich helfen können und sollen. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist zu uns sprichst, dass deine Worte uns berühren und uns verändern und uns Kraft und Freude und Ermutigung schenken. Wir möchten dich bitten, dass die Worte, die Johannes der Täufer an die Menschen gerichtet hat, auch an uns gerichtet werden und dass wir durch deine Gnade, durch deine Kraft Früchte bringen, die der Buße würdig sind. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[1:57] Wir haben ja gelernt, dass die Geschichte von Johannes dem Täufer, deren Predigtdienst, den er dort angefangen hat, dass die in drei Evangelien aufgezeichnet ist. Könnt ihr euch erinnern? In welchen drei Evangelien finden wir oder in welchen Passagen finden wir die Geschichte von Johannes dem Täufer? Genau, wir hatten in Lukas 3, Verse 1 bis 18. Ja, das war der ausführlichste Bericht und dann hatten wir außerdem noch Matthäus, ebenfalls Matthäus Kapitel 3, dort Verse 1 bis 12 und dann hatten wir noch als drittes, naja, so schwer ist es, Markus. Genau, Markus. Markus Kapitel 1, Verse 2 bis 8. Markus kurz und knapp und bündig. Lukas hatten wir gesehen, war der Einzige, der das genaue Datum angibt. Ihr erinnert euch an das 15. Jahr von Tiberius, wo wir mit ganz interessanten historischen Quellen nachgewiesen haben, dass das das Jahr 27 gewesen ist.

[2:57] Wir haben festgestellt, dass Johannes in der Wüste gepredigt hat und dass er einen prophetischen Auftrag hatte. Er war Prophet, er sah aus wie ein Prophet, er war wie ein Prophet von Gott berufen worden. Er hat sich sogar ernährt wie ein Prophet. Wir haben gesehen, was er letztes Mal gegessen hat, nämlich die Karobschoten, die aussahen wie Heuschrecken, deswegen Heuschrecken genannt wurden und den Honig. Und wir haben gesehen, seine Botschaft war: Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Er predigte das Evangelium von dem Reich Gottes. Wir haben gesehen, er war die Erfüllung einer Prophezeiung aus Jesaja, aus welchem Kapitel? Jesaja Kapitel, wisst ihr noch? Das war das berühmte Kapitel an Jesaja 40, nicht wahr? Der Bote in der Wüste, die Stimme in der Wüste, die sagt: Macht einen Weg für unseren Gott. Und dann in Maleachi, am Ende des Buches Maleachi, wo es heißt, dass der Bote kommen würde, der den Weg bereiten würde für den Boten des Bundes.

[4:03] Wir haben auch gesehen, dass die Menschen eine große Reaktion gezeigt haben, oder? Die Menschen sind zu Massen aus Jerusalem gekommen, aus Judäa, sogar jenseits des Jordans, sagt uns Matthäus, um ihn zu hören und sich taufen zu lassen. Er war der Erste, der die Taufe eingeführt hat, als Zeichen der inneren Umkehr. Und wir haben dann festgestellt, wie er auch eine harsche Botschaft hatte. Seine harsche Botschaft war: Schlangenbrut, was nichts anderes bedeutete, als ihr seid Kinder des Teufels, weil ihr das tut, was der Teufel tut. Könnt ihr euch noch erinnern, an wen er das gerichtet hat? Ja, Matthäus sagt, dass er es an die Pharisäer und Sadduzäer gerichtet hat, aber was hat Lukas gesagt? Könnt ihr euch daran noch erinnern? Lukas hat genau dieselbe Botschaft aufgezeichnet, aber sagt, dass das nicht nur an die Pharisäer und Sadduzäer, sondern an das ganze Volk gerichtet war.

[5:02] Können wir mal direkt aufschlagen, um dort den Faden aufzugreifen. In Lukas Kapitel 3, und da haben wir die letzten Verse dann gelesen gehabt, in Lukas Kapitel 3, und dort hatten wir gelesen ab Vers 7 und 8. Ich wiederhole das nur kurz: Er sprach nun zu der Volksmenge, also zu allen, die hinausgingen, um sich von ihm taufen zu lassen: Schlangenbrut! Wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? Wir haben gesehen, dass das eigentlich auf 1. Mose 3 anspielt. Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Wem hast du geglaubt? Wer hat dich belehrt? Vers 8: So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind. Da haben wir das letzte Mal ausführlich darüber gesprochen. Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Wir haben gelernt, dass die Juden sich auf die Verheißungen Gottes berufen haben, ohne die Bedingungen zu erfüllen. Sie haben gelesen, dass in Abraham alle gesegnet werden, aber sie wollten die Bedingungen nicht erfüllen. Und Johannes macht deutlich, dass die Verheißungen Gottes einem nichts nützen, wenn man die Bedingungen nicht erfüllt, wenn man nicht auch Früchte der Buße bringt.

[6:11] Und er sagt dann so schön am Ende: Ich sage euch, Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Er steht ja dort am Jordan und tauft. Da, wo ein Fluss ist, gibt es auch Steine da an dem Ufer. Da zeigt er wahrscheinlich während der Taufe auf die Steine am Ufer und sagt: Ihr denkt vielleicht, dass ihr was Besonderes seid. Aber Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen. Man ist ein Kind Abrahams nicht dadurch, dass man als Israelit geboren wird, sondern man ist ein Kind Abrahams durch Gottes Wirken. Das Interessante ist, wie er das beendet. Schaut mal in Vers 9. Lukas 3, Vers 9, da wollen wir heute weitermachen. Er sagt: Es ist aber auch schon die Axt. Wohin gelegt? An die? Nicht an die Bäume direkt, sondern an die Wurzel der Bäume. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

[7:09] Also hier bekommt die Botschaft wirklich eine große Dringlichkeit. Also was soll dieses Bild ausdrücken, wenn er sagt: Die Axt, die ist schon an der Wurzel? Was soll damit ausgedrückt werden? Es ist jetzt wirklich ernst. Es gibt keine ewig lange Gnadenzeit mehr. Es ist nicht so, dass man sagt, naja, der Baum müsste irgendwann mal gefällt werden. Er sagt, die Axt ist schon an der Wurzel. Sie ist noch nicht gehauen worden, aber sie hängt schon dran. Kennt ihr eine andere Stelle in der Bibel, wo Jesus ganz ähnliche Worte sagt? Wo er sagt, das Gericht steht kurz bevor. Es ist mit der Sichel. Ja, da haben wir letztes Mal darüber gesprochen im Offenbarungsseminar, in der Laodizea-Botschaft, da sagt er: Wenn du nicht Buße tust, dann werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Im Griechischen steht dort: Ich bin dabei dich auszuspucken. Also quasi der Würgereflex, der Spuckreflex, der ist schon da. Er ist noch nicht ausgespuckt, aber es ist kurz davor. Und das Interessante ist, dass hier auch das also kurz davor ist.

[8:32] Jetzt schauen wir mal, woher kommt diese Idee mit Bäumen und Früchten? Woher hat er diese Idee? Wo kommt das zum ersten Mal vor, dass Bäume Früchte tragen? In Eden, genau. Schauen wir mal ganz kurz in 1. Mose, sogar noch vor Eden, ein paar Tage bevor Eden gegründet worden ist, nämlich drei Tage bevor Eden gegründet worden ist. Am dritten Schöpfungstag, da schafft Gott ja unter anderem neben dem Trocknen auch die Vegetation. Schaut mal in 1. Mose und dort Kapitel 1 und dort Vers 11. 1. Mose 1, Verse 11 und 12. Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras sprießen und gewächs, das damit hervorbringt, fruchttragende Bäume auf der Erde, von denen jeder seine Früchte bringt, nach seiner Art, in denen ihr Samen ist. Und es geschah so, Vers 12. Und die Erde brachte Gras und Gewächs hervor, das Samen trägt nach seiner Art und Bäume, die Früchte bringen, in denen ihr Samen ist nach ihrer Art. Und jetzt Achtung: Was sagt die Bibel? Und Gott sah, dass es gut war.

[9:43] Also hier haben wir zum ersten Mal Bäume und Bäume sind dazu geschaffen, nicht einfach nur schön auszusehen, sondern das Ziel eines Baumes ist es, Frucht zu bringen. Und in der Frucht befindet sich was? Ein Same wieder. Also das ist Gottes Ziel für die Bäume. Bäume sind geschaffen, um Frucht zu bringen. Und achte darauf, Gott schaut sich den Baum an, er sieht die Frucht und sagt: Es ist gut. Jesus oder das Alte Testament hat öfter dieses Bild auf geistliche Dinge übertragen. Erkennt ihr Stellen im Alten Testament, wo dieses Bild von einem wachsenden Baum, der Frucht bringt, auf etwas Geistliches übertragen wird?

[10:24] Hört euch eine Stelle an im Alten Testament, wo auch davon steht, dass Bäume Frucht tragen. Der ist wie ein Baum gepflanzt an, genau Psalm 1. Schaut mal mit mir als ein Beispiel dafür, dass das eben nicht nur Botanik ist, die hier in der Bibel beschrieben wird, sondern das hat eine geistliche Komponente. Das geht ja folgendermaßen los im Psalm 1, Vers 1. Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat an was? An dem Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt, sind, meditiert, nachdenkt Tag und Nacht. Der ist wie ein was? Wie ein Baum gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht und alles, was er tut, gerät wohl.

[11:25] Also Johannes, wenn er sagt: Bringt Früchte, die der Buße würdig sind, dann geht das nicht dadurch, dass ich sage, ich muss mich jetzt anstrengen, ein besserer Christ zu sein, sondern es geht dadurch, indem ich von dem fernhalte, was schädlich ist und mich mit dem beschäftige, was allein Frucht hervorbringen kann. Die Buße bedeutet nicht, sich selbst zu kasteilen, sondern sie bedeutet, über Gottes Wort nachzusinnen. Der Psalm sagt uns, derjenige, der über Gottes Wort nachsinnt, wird Frucht bringen zu seiner Zeit.

[11:59] Noch ein Text, der im Alten Testament das aufgreift, ist in Jesaja. Schaut mal in Jesaja 61. Jesaja 61 ist berühmt dafür, dass diese Prophezeiung, wo der Messias das Evangelium predigt. Jesus hat das später dann in Nazareth zitiert sogar. Schaut mal in Jesaja 61, Vers 1.

[12:24] Der Geist des Herrn, des Herrschers ist auf mir, weil der Herr mich, wie heißt es weiter, gesalbt hat. Den Armen was zu verkündigen? Vorbotschaft. Anderes Wort für Vorbotschaft? Das Evangelium. Er hat mich gesandt zu verbinden, die zerbrochenen Herzen sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen. Und er tröstet mich in Vers 3, um den Trauernden von Zion zu verleihen, dass ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werde, Freudenöl statt Trauer und Feierkleider statt eines betrübten Geistes, dass sie genannt werden, wie geht es weiter? Bäume der Gerechtigkeit, eine Pflanzung des Herrn zu seinem Ruhm.

[13:08] Das heißt, das Evangelium führt dazu, dass jeder, der es annimmt, ein Baum wird, ein Baum des Herrn, ein Baum der Gerechtigkeit, der gewässert werden muss. Womit wird der Baum gewässert? Mit dem Wort Gottes, nicht wahr? Der darüber nachsinnt, ist ein Baum, der gepflanzt ist an Wasserbechern. Denn wenn ich, wenn der Baum weit weg vom Wasser ist, was passiert mit dem Baum? Er verkümmert, er wird vertrocknen, wird keine Frucht bringen. Was passiert ist, wenn ich Christ bin, in die Gemeinde gehe, aber mich weit entferne von der Bibel, dann vertrocknet man geistlich. Wie viele vertrocknete Bäume gibt es in den Gemeinden, die immer noch irgendwie da sind, aber da fehlt das geistliche Leben? So wie der Baum das Wasser braucht, um geistliches Leben aufzusaugen, um Frucht bringen zu können. So müssen wir an der Bibel sein, um Frucht bringen zu können.

[14:10] Jetzt, Jesus hat auch darüber gesprochen, Jesus über Bäume und Früchte gesprochen. Ganz berühmte Stelle, wo Jesus diese Idee aufgreift mit den Bäumen und den Früchten und dass man die Früchte anschauen muss. In den Gleichnissen, ja. Hast du ein besonderes vor Augen? Ja, das kommt ganz deutlich zum Beispiel bei der Geschichte mit dem Feigenbaum, wo er diesen Baum sieht, der keine Früchte hat. Wo spricht er noch davon? Ja, dieses Bild von der Vegetation und von der Frucht, das kommt ganz oft vor.

[15:00] Ein Text, wo ganz explizit auch von Bäumen und Frucht die Rede ist, ist in der Bergpredigt, den kennt ihr bestimmt. Schaut mal in Matthäus 7, ab Vers 17. Jesus gibt hier ein ganz entscheidendes geistliches Prinzip, das kann man gar nicht missverstehen. Er sagt: So bringt jeder gute Baum was? Gute Früchte. Der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, was passiert mit dem? Wird abgehauen und ins Feuer geworfen werden.

[15:46] Was sagt Johannes der Täufer? Die Axt ist schon an die Wurzel gelegt. Übrigens, wenn man den Baum an der Wurzel rausschlägt, im Feld mit der gesamten Wurzel, dann ist das ziemlich gründlich. Es gibt Stellen in der Bibel, wo es heißt, dass das Volk Israel gefällt werden sollte. Könnt ihr euch daran erinnern? An dieses Holzfällerbild, aber ein Stumpf würde übrig bleiben und aus dem Stumpf würde dann der Sprossling Israel hervorkommen. Aber hier heißt es nicht, dass der Baum gefällt wird und es bleibt ein Überrest. Hier bei Johannes heißt es, der Baum soll an der Wurzel ausgerottet werden.

[16:32] Schaut mal, in Vers 20 heißt es hier, Matthäus 7, Vers 20: Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen. Der Baum wird an der Frucht erkannt. Mit anderen Worten, warum war das Volk Israel so abgefallen, trotz all ihrem Gottesdienst, den sie erhielten? Sie haben den Sabbat gehalten, sie haben das Heiligtum, sie haben kein Schweinefleisch gegessen, sie haben den Zehnten gegeben, sie haben all das gemacht. Man konnte es an den Früchten sehen. Die Frucht des Charakters hat verraten, dass trotz all dem Richtigen, was sie taten, es innen drin hohl ist, verdorben ist.

[17:13] Übrigens, das ist ein schönes Beispiel dafür, um zu sehen, warum Gott wirklich ein guter Gott ist. Wir haben ja wenig Möglichkeiten, in das Herz von Gott zu schauen, oder? Wir können Gott nur an dem prüfen, an dem, was er tut, an seinen Früchten. Also das ist das Schöne an 1. Mose 1. In 1. Mose 1 gibt es noch keine Menschen, die jetzt groß irgendwie was kaputt machen. In 1. Mose 1 ist Gott immer der, der was tut. Gott sprach, Gott sah, Gott schuf, Gott machte, Gott schied. Es ist immer Gott, der handelte, Gott wirkt. Und immer, wenn Gott etwas tut, was heißt es dort? Es war gut, es war gut, es war gut, es war gut, es war sehr gut.

[17:59] Das heißt, dieses Prinzip sagt, wenn die Früchte gut sind, dann muss auch der Baum gut sein. Wenn das Werk Gottes gut ist, dann muss auch Gott gut sein. Gott ist sozusagen der gute Baum. An seinen Früchten, seiner Schöpfung erkennt man seinen Charakter. Das ist der Grund, warum in der Bibel oft steht, dass man an den Werken Gottes Charakter erkennen kann. Sagt der Paulus im Römerbrief zum Beispiel, dass an den Werken durch Nachdenken wird seine Gottheit, sein Wesen wird erkannt an seinen Werken. Das ist der Grund, warum Gott uns nach unseren Werken richtet. Denn an unseren Werken, an unseren Worten, unseren Taten, an dem, wie wir uns geben, erkennt man, was wirklich in uns ist. Auch wenn wir sonst so viele gute Traditionen vielleicht haben. Die Werke bringen das Innerste zum Ausdruck.

[18:54] Und mit dem Volk Israel stand es sehr schlecht, denn obwohl sie all das Richtige taten, war ihr Charakter weit entfernt vom Charakter Gottes. Und deswegen sagt die Bibel, die Axt lag an der Wurzel. Und im Griechischen heißt es sogar, sie wird jetzt umgehauen. Also nicht so in der Zukunft, sondern im Präsens, in Gegenwart. Das soll besonders drastisch machen. Der stand kurz davor.

[19:12] Warum soll der Baum dann mit Feuer verbrannt werden, wie wir gelesen haben? Das heißt ja, der Baum soll abgehauen werden. Jeder Baum, der keine Frucht bringt, soll abgehauen werden und mit Feuer verbrannt werden. Ja, das Feuer wird am Ende die Sünde auslöschen. Feuer ist ein Symbol der Vernichtung unter anderem.

[19:47] Ja, ganz genau. Interessant ist, dass in Maleachi, dort, wo ja das Wirken von Johannes dem Täufer vorhergesagt worden ist, das ja auch schon angekündigt worden ist. Schaut mal in Maleachi. Ihr wisst ja, Johannes der Täufer ist die Erfüllung dieser Maleachi-Prophezeiung, der kommende Elia, der den Tag des Herrn vorbereitet, der kommende Bote. Und da ist es interessant, dass Maleachi 3, Vers 19 auch von diesem Feuergericht spricht. Schaut mal in Maleachi 3, Vers 19.

[20:14] Denn siehe, der Tag kommt, wie wird er sein? Brennend wie ein Feuerofen. Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, also alle, die das Gesetz Gottes übertreten, alle, die eine Sünde festhalten, werden wie Stoppeln sein und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der Herr, der Herrscher, so dass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt.

[20:46] Jetzt ist es interessant. Wo ist die Axt gelegt, sagt Johannes der Täufer? In der Wurzel. Jetzt habt euch mal Gedanken gemacht, warum hier steht, dass Wurzel und Zweig verbrannt werden. Also von welchem Tag spricht hier Maleachi 3, Vers 19? Vom Tag des Gerichts. Wann genau? Wann wird das sein? Wann wird dieses Feuer alles vernichten, alles Gottlose? Nach den 1000 Jahren, oder? Wer wird dann vernichtet werden? Der Teufel, die Dämonen und alle gottlosen Menschen. Wer ist von denen denn die Wurzel? Der Satan. Wer sind die Zweige? Die Dämonen und die gottlosen Menschen. Die Bibel sagt, dass am Ende alle vernichtet werden, die, die die Sünde getan haben und der auch, der die Wurzel der Sünde war. Gott wird die Sünde vollständig ausrotten und was Johannes sagt ist, ich komme und kündige an, dass das passieren wird, denn nach mir wird einer kommen, Jesus, der wird dieses Werk beginnen und seine Axt liegt woran? Sie liegt an der Wurzel.

[21:54] Jesus Christus kommt, um den großen Kampf da zu gewinnen, wo er wirklich gewonnen werden muss, nämlich gegen den Satan. Jesus Christus würde nämlich den Satan selbst besiegen und damit das Gottlose mit der Wurzel ausreißen. Das erste Angriffsziel Jesu war der Satan. Wenn wir später sehen, direkt nach seiner Taufe, er hat zuerst gegen den Satan gekämpft, am Kreuz hat er den Satan besiegt. Er hat, er kam auf diese Erde nicht einfach nur wie die anderen Propheten, um ein paar gute Dinge zu sagen, sondern er kam, um das Problem wirklich an der tiefsten Wurzel auszurotten und jeder, der sich an dem Satan festhielt und sagt, ich will auf Satans Seite bleiben, der wird mit Stumpf und Stil mit ausgerottet werden.

[22:50] Jetzt gehen wir mal zurück. Interessanterweise, was meint ihr, was war denn die Reaktion der Israeliten auf diese, sage ich mal, sehr deutlichen Worte von Johannes? Ihr wisst, er sagt: Schlangenbrut, er sagt: Wer hat euch unterwiesen, dem künftigen Zorn zu entfliehen? Meint bloß nicht, dass ihr Abrams Kinder seid, denkt bloß nicht. Wie haben wohl die Menschen reagiert? Das ist total interessant, das ist mir heute beim Studium aufgefallen, das ist mir noch nie vorher aufgefallen. Könnt ihr euch erinnern, dass wir gesagt haben, es gab diese Geschichte, wird von zwei Leuten aufgeschrieben, von Matthäus und von Lukas. Matthäus sagt, dass diese Predigt den Pharisäern und den Sadduzäern, den Schriftgelehrten, gepredigt worden ist. Also man muss davon ausgehen, der hat ja so oft gepredigt, der hat seine Predigten immer wiederholt. Also das ist ja nicht alles an einem Tag passiert. Also er hat mal zu denen gesprochen, hat er mal zu denen gesprochen und immer dieselben Dinge auch letztendlich. So wie wir auch ständig, wie die Dreiecks-Engels-Botschaft, immer wieder neu predigen. Und dann in Lukas hat er zu wem gesprochen? Zu der ganzen Volksmenge.

[24:11] Matthäus und Lukas berichten fast wortwörtlich dieselben Worte, die ihnen gepredigt worden sind. Das Interessante ist nur, Lukas hat sechs Verse mehr als Matthäus und das hat einen Grund. Im Matthäus-Evangelium finden wir keine Reaktion der Pharisäer und Sadduzäer, kein Mucks. Aber im Lukas finden wir etwas, das nur Lukas beschreibt, weder Matthäus noch Markus. Schaut mal nämlich in Lukas 3 und dort in Vers 10. Während die Pharisäer und Sadduzäer nichts sagen und einfach gar nicht darauf reagieren, schaut mal, was die Volksmenge sagt in Vers 10.

[24:53] Da fragte ihn die Menge und sprach: Was sollen wir denn tun? Woher kennt ihr diese Frage? Was sollen wir denn tun? Gibt es andere Stellen der Bibel, wo so eine ganz ähnliche Frage gestellt wird? Ja, also wenn eine Predigt wird gehalten und die Zuhörer sagen: Was sollen wir tun?

[25:32] Ja, der reiche Jüngling, was soll ich tun, um ewiges Leben zu haben? Genau. Petrus hält eine Predigt nach der Auferstehung Jesu. Wie hieß diese Predigt? Wann war diese Predigt? Die Pfingstpredigt, oder? Petrus Predigt mit Vollmacht und Petrus wendet keine Diplomatie an. Er sagt: Ihr habt Christus gekreuzigt. Ja, harsche Worte, aber klare Worte. Und was sagen die Menschen? Ihr Männer und Brüder, was sollen wir tun? Ja, später haben wir auch in Apostelgeschichte immer wieder Leute, der eine Hauptmann Apostelgeschichte 16 sagt: Was soll ich tun, um gerettet zu werden?

[26:12] Das heißt, während die Pharisäer und Sadduzäer einfach keine Reaktion zeigen, das geht bei ihnen da rein und daraus. Sie wollten schon auch getauft werden, weil es irgendwie gerade modisch war, aber sie wollten sich nicht wirklich im Herzen bekehren. Aber die Volksmenge, die dieselbe Botschaft gehört hat, sagt: Was sollen wir tun? Und es ist interessant, weil es zeigt, dass dieselbe Botschaft an verschiedene Leute ging und verschiedene Reaktionen hervorgebracht hat. Und als Jesus später kam, waren viele in der Volksmenge bereit, Jesus aufzunehmen. Aber die Pharisäer und Sadduzäer haben hier schon den Samen gelegt dafür, dass sie ihn später ablehnen würden.

[26:54] Jetzt schaut mal, was der Johannes sagt. Dieses, was sollen wir tun im Griechischen, bedeutet, dass diese Frage ganz oft gestellt worden ist. Also das war nicht so, dass sie sich alle abgestimmt haben und dann ist einer mal gekommen und gesagt: Johannes, wir haben da mal eine Frage, was sollen wir tun? Sondern das Bild ist eher ständig die Frage: Was sollen wir tun, was sollen wir tun, was sollen wir tun? Also die haben ihn bestürmt mit Fragen.

[27:11] Jetzt schaut mal in Vers 11. Das gehört zu den weniger studierten Teilen im Leben von Johannes, weil die meisten haben immer diese Idee, Johannes hat die Leute einfach getauft. Aber wir sehen in unserem Studium, da gab es Bedingungen. Die Leute mussten erst ihr Leben ändern, bevor sie getauft werden konnten. Schaut mal in Vers 11.

[27:27] Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat, und wer Speise hat, mache es eben so. Frage: Warum hat er ausgerechnet das gesagt? Was soll diese Frucht zeigen?

[27:50] Der Johannes meint nicht, dass wenn ich jetzt einem anderen Menschen ein Hemd gebe, ich erlöst werde. Aber er sagt, ein Mensch, der wirklich das Evangelium verstanden hat, wird nicht egoistisch sein. Er wird nicht denken: Hey, ich habe hier zwei Hemden und ich sollte mal eines auf jeden Fall behalten, vielleicht verliere ich ja das andere. Sondern ein Mensch, der wirklich bekehrt ist, der hat die Liebe Gottes im Herzen, die er für den anderen denkt.

[28:29] Interessanterweise ist die Botschaft auch nicht neu. Schaut mal in Jesaja 58. Jesaja 58, 800 Jahre vorher, da predigt jemand ganz, ganz ähnlich. Man könnte fast denken, der Johannes hat das, hat den Jesaja einfach so ein bisschen paraphrasiert, der hat ja viel Bibel studiert. In Jesaja 58, da könnte man fast, wenn man das liest, hat man fast den Eindruck, das ist wie zur Zeit von Johannes dem Täufer. Schaut mal in Vers 1.

[28:51] Jesaja 58 und dort Vers 1. Rufe aus voller Kehle, schone nicht, erhebe deine Stimme wie ein Schofarhorn und verkündige meinem Volk seine Übertretung und dem Haus Jakob seine Sünde, so wie Johannes der Täufer. Das ist klar. Sie suchen mich Tag für Tag und begehren meinen Wege zu kennen und wie ein Volk, das Gerechtigkeit übt und das Recht seines Gottes nicht verlassen hat, sie verlangen von mir gerechte Urteile, begehren die Nähe Gottes, so wie die Menschen damals, die äußerlich sehr fromm waren.

[29:26] Vers 3: Warum fasten wir und du siehst es nicht? Warum kasteilen wir unsere Seele und du beachtest es nicht? Die Sadduzäer und die Pharisäer, die haben ja gefastet und sich kasteilt und haben fromme Werke vollbracht. Und dann schaut mal, was in Jesaja schon als die Lösung angeboten wird. In Vers 7, da geht es um das Fasten. Besteht das Fasten nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und arme Verfolgte in dein Haus führst, dass du, wenn du einen Entblößten siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst?

[30:06] Also was hat der Johannes gemacht? Der Johannes hat das Evangelium gepredigt, so wie es im Alten Testament steht. Dann kamen die Menschen, haben gesagt: Wir wollen uns taufen lassen. Hat Johannes gesagt: Gerne, aber erst müsst ihr so leben, wie das Alte Testament es sagt. Und wenn sie das gemacht haben, wurden sie getauft. Das heißt also im Grunde genommen hat er genau dasselbe gemacht, was wir heute auch. Wir predigen die Botschaft und die Menschen sind davon beeindruckt und getroffen und dann werden sie getauft, wenn sie ihr Leben auch entsprechend dem Wort Gottes ändern. Das heißt nicht, dass sie von heute auf morgen vollkommen sind, das ist keiner von uns. Es ist ein Wachstumsprozess, nicht wahr? Aber diese grundsätzliche Einstellung, die zeigt, dass das Gesetz Gottes beim Herzen ist, wird sich im äußeren Leben zeigen, durch Vergebungsbereitschaft, dadurch, dass ich für andere da bin und mich um andere sorge, geistlich, materiell, wie auch immer.

[31:07] Und dann heißt es ja einfach: Ach, dann wird dein Licht hervorbrechen, wie die Morgenröte und so weiter. Übrigens, kennt ihr die Geschichte, wo Nebukadnezar in Daniel 4 mit Daniel spricht und Daniel dem Nebukadnezar sagt: Pass auf, du bist auch so ein Baum. Kennt ihr die Geschichte, wo Nebukadnezar von dem Baum träumt? Was soll mit dem Baum passieren? Er soll abgehauen werden. Der Baum, der allen anderen als Nest diente, soll abgehauen werden. Warum? Wegen Egoismus. Und dann sagt Daniel zu ihm, Daniel 4, Vers 27, was er als Hilfsmittel anbietet, als Lösung, um dem Nebukadnezar deutlich zu machen, wie man das verhindern könnte, dass der Baum nicht abgeholzt wird.

[31:43] In Daniel 4 und dort Vers 27. Daniel 4 und dort Vers 27. Nee, das stimmt nicht, es ist Vers 24, Entschuldigung, Daniel 4, Vers 24.

[31:58] Darum, oh König, lass dir meinen Rat gefallen und brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit und mit deinen Missetaten, durch Barmherzigkeit gegen Elende, wenn dein Wohlergehen dauerhaft sein soll. In anderen Worten: Wenn du nicht abgehauen werden willst als Baum, bringe echte Früchte. Und Früchte, also was Johannes der Täufer sagt ist: Ihr lieben Juden, ihr müsst euch so bekehren wie Nebukadnezar. Ihr seid in derselben Situation und wenn ihr euch nicht bekehrt, wisst, der Nebukadnezar, der wurde gefällt, aber da blieb ein Stumpf übrig. Er konnte wieder zurück. Aber in eurem Fall, sagt Johannes, ist die Axt an die Wurzel gelegt. Das ist jetzt nach all den Jahrhunderten, wo er all die Propheten umgebracht hat, das ist jetzt eure letzte Chance.

[32:51] Gehen wir zurück zu Daniel, Entschuldigung, zu Lukas und schauen mal, was da jetzt noch passiert. Das ist sehr interessant. In Lukas Kapitel 3 und dort Vers 12. Da heißt es: Es kamen auch Zöllner, um sich taufen zu lassen. Die kommen jetzt zum ersten Mal hier vor. Ja, die Zöllner, die werden uns noch oft begegnen im Neuen Testament. Wer waren die Zöllner? Ihre Aufgabe bestand worin? Sie sollten Zoll und Steuern einnehmen im Auftrag der Römer. Also die Römer waren verhasst. Steuern sind sowieso verhasst, keiner mag Steuern zahlen und Steuern von der Besatzungsmacht sind noch schlimmer. Und wenn dann noch Leute aus den eigenen Reihen sich anstellen lassen von den Römern, um Steuern von ihren Mitmenschen zu bezahlen, dann ist das schon das Schlimmste, was es gibt. Und dann waren die auch noch unehrlich und haben noch mehr genommen, als sie hätten nehmen sollen. Also das waren, die waren also auf einer Stufe mit den Prostituierten. Ja, so werden sie oft in der Bibel auch beschrieben, die Huren und die Zöllner.

[34:00] Und die kommen jetzt, um sich taufen zu lassen. Und sprachen uns die Meister, also im Griechischen eigentliche Lehrer, die Daskalos, Lehrer, was sollen wir tun? Und jetzt ist interessant, was er sagt. Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als was euch vorgeschrieben ist. Was war ihre Sünde gewesen? Sie haben immer mehr genommen, als sie sollten. Warum hat der Johannes nicht gesagt: Oh, es tut euch leid, Gott wird euch vergeben, ihr lasst euch taufen, kein Problem, auch wenn ihr später weitermacht, Gott vergibt euch immer wieder. Johannes sagt sehr deutlich: Wenn ihr wirklich ein neues Leben anfangen, dann müsst ihr auch die Sünde nicht nur bereuen, sondern auch lassen.

[34:43] Ja, das ist sehr deutlich. Er sagt nicht: Naja, übrigens, wusstet ihr, dass der Papst genau über die Zöllnerei mal gesagt hat, vor einigen Jahren in einer Ansprache gegenüber dem UN-Generalsekretär, da hat er gesagt, der Zöllner, da sagt der Papst, dass Jesus die Praxis von Zacheus nicht verdammt hat. Er sollte halt einfach nur was abgeben von seinem Reichtum. Also im Papsttum kannst du linke Dinge machen, Hauptsache du gibst auch den Armen was ab. Und das ist für mich auch was eigentlich so Angenehmes für viele Leute. Hauptsache ich gebe Almosen, dann kann ich in der Kirche angesehen sein, egal ob ich weiter meine Sünden mache. Aber Johannes sagt: Nein, nein, nein, wenn du wirklich bei Gott sein willst, dann musst du deine Sünde bereuen und lassen.

[35:46] Auch das steht im Alten Testament, oder? Schaut mal, Sprüche 28, Vers 13. Also ihr seht, der Johannes hat nichts weiter gepredigt als das Alte Testament. Das ist schon alles da. Es musste nur mal wieder den Israeliten mal in kompakter Form mit Heiligem Geist vermittelt werden.

[35:54] Sprüche 28, Vers 13. Wer seine Schuld verheimlicht, Sprüche 28, Vers 13. Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen. Wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen. Also manchmal gibt es ja so Fälle, wo Leute sagen: Oh, da ist jemand ganz begeistert, der möchte unbedingt getauft werden und er raucht und trinkt und tut alles das noch. Aber das kann er ja auch nach der Taufe alles aufgeben. Hauptsache er nimmt erst mal Jesus an. Und dann wird oft Johannes der Täufer gesagt, naja, der hat auch die Leute getauft. Aber die Leute lesen die Bibel nicht.

[36:41] Johannes der Täufer sagt zu den Leuten, die sich taufen lassen möchten, die sagen ja, wir möchten getauft werden. Er sagt: Pass auf, wunderbar, preist den Herrn, bringt Früchte, die der Buße würdig sind. Bekennt eure Sünden, lasst eure Sünden durch die Kraft Gottes. Und ich denke, das ist sehr wichtig, weil das immer und immer wieder falsch gemacht wird. Leute werden getauft, obwohl sie selbst wissen, dass sie an bestimmten Dingen, von denen sie genau wissen, dass es verkehrt ist, einfach weiter festhalten und man sagt: Das kannst du später aufgeben. Und oft wird es nie aufgegeben.

[37:17] Jetzt zurück zu Lukas 3. Nicht nur haben wir die Volksmenge im Allgemeinen und nicht nur die Zöllner, sondern jetzt kommt eine dritte Gruppe, die zu Johannes kommt. Schaut mal in Vers 14.

[37:33] Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und was sollen wir tun? Das ist im Griechischen besonders betont. Was sollen wir tun? Das Interessante ist, und er sprach zu ihnen: Misshandelt niemand, erhebt keine falsche Anklage und seid zufrieden mit eurem Sold.

[37:51] Jetzt erstmal ist es interessant, wer sind überhaupt diese Menschen gewesen? Das Griechische bedeutet eigentlich Soldaten im aktiven Dienst. Also kein Berufssoldat, der irgendwie auf Urlaub ist, sondern es waren Soldaten, die gerade sozusagen Streife gelaufen sind. Wenn ihr euch anschaut, was er dann sagt, dann muss man fast den Eindruck haben, es waren eher so wie Schutztruppen, so Polizeieinheiten, die so durch die Stadt gelaufen sind und geguckt haben, dass alles nach dem Rechten geht. Es spricht hier eigentlich gar nicht so sehr zu Leuten, die im Schützengraben sind. Gewehre gab es ohnehin nicht. Aber es sind eigentlich keine Armee, die jetzt in den Krieg zieht, sondern es sind eher bewaffnete Soldaten im Dienste des Staates zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. So muss man sich das vorstellen.

[38:47] Und dann sagt er drei Dinge zu diesen Polizisten. Er sagt erstens: Misshandelt niemand. Und klar, logisch. Interessanterweise heißt das eigentlich, das Wort misshandeln heißt eigentlich gründlich durchschütteln. Er sagt, ihr sollt niemanden gründlich durchschütteln. Das wird auch verwendet, um jemandem Angst zu machen. Es geht also nicht nur darum, anderen Menschen nicht wehzutun, sondern ihnen auch keine schlechten Gefühle machen, ihnen nicht unnötig Angst zu machen, sie nicht irgendwie einzuschüchtern. Es gibt ja Leute, die wenden die Gewalt an, aber die können dich so mit ihren Worten so eine Ecke drücken. Das fand ich sehr interessant.

[39:30] Dann heißt es: Erhebt keine falsche Anklage. Warum das denn? Warum soll man keine falsche Anklage erheben? Bei Gottes Gebot. Welches Gebot sagt das? Du sollst kein falsches Zeugnis reden. Das heißt, was Johannes sagt, mit anderen Worten ist: Wenn ihr getauft werden wollt, müsst ihr die Zehn Gebote anerkennen und halten. Er hat jetzt nicht alle zehn aufgezählt, sondern hat das aufgezählt, was in ihrem Fall besonders von Bedeutung ist. Manche andere Gebote waren vielleicht den Juden selbstverständlich klar, aber das war an dieser Stelle für sie vielleicht nicht so klar. Und er sagt: Wenn ihr getauft werden wollt, dann bitte wisst, als getaufter Gläubiger hältst du die Zehn Gebote. Das kommt aus dem Text deutlich hervor.

[40:17] Und dann sagt er interessanterweise: Und seid zufrieden mit eurem Sold. Also mit anderen Worten: Wenn ihr getauft werdet, dann tretet keine Gewerkschaft bei und versucht jedes Jahr durch Streik neues Geld herzuholen. Spaß beiseite. Also die Idee ist, sei nicht rebellisch, selbst nicht gegen deinen weltlichen Arbeitgeber. Es kommt ja manchmal vor, dass Christen große Treue gegenüber Gott haben, aber dann in der Welt, wenn es um weltliche Angelegenheiten geht, um Arbeitgeber oder solche Dinge oder Steuern zahlen oder solche Dinge, sich manchmal ein bisschen Rebellion erlauben und sagen: Ach, wir zahlen keine Steuern, der Staat ist ja eh korrupt.

[40:58] Was Johannes deutlich zeigt ist, als Getaufter wirst du auch gegenüber dem Staat und seinen Institutionen, gegenüber deinem Arbeitgeber und so weiter, bist du friedliebend, freundlich und kooperativ sein und nicht rebellisch. Das heißt, die Taufe hat nicht nur etwas zu tun mit unserem geistlichen Leben, sondern hat auch Auswirkungen auf unser berufliches, gesellschaftliches Leben. Wenn wir Christen nur in der Synagoge oder in dem Fall jetzt bei uns in der Gemeinde sind, aber nicht auf dem Arbeitsplatz, wenn ich in der Gemeinde mit vielen Tränen Geld in die Opferkasse gebe und sage, das soll für die Mission sein, aber dann auf Arbeit meinem Chef das Geld aus der Tasche ziehe oder mich beschwere, dass ich nicht mehr Geld bekomme, dann ist das nicht konsistent. Ein wahrer Christ wird auch in seinem Arbeitsplatz zufrieden sein.

[41:57] Das ist ein großes Thema. Paulus sagt: Ich habe gelernt, zufrieden zu sein. Und Paulus hat nicht immer das Beste gehabt, oder? Wenn man das Leben von Paulus anschaut, dann könnte man sagen, also Zufriedenheit, dass der Paulus zufrieden war mit all dem, was er erlebt hat. Und das ist auch so eine Frage: Bin ich zufrieden mit Jesus? Bin ich zufrieden?

[42:27] Jetzt schauen wir mal weiter, wie das weitergeht. Das Volk war natürlich in großartiger Erwartung. Schaut mal Vers 15, Lukas 3, Vers 15.

[42:33] Da aber das Volk in Erwartung stand und alle in ihren Herzen sich wegen Johannes fragten, ob er vielleicht der Christus sei. In anderen Worten, die standen da zu Hunderten, zu Tausenden, zu Zehntausenden und haben gesagt: Mensch, wir wissen doch, da gibt es doch diese Prophezeiung in Daniel, die Jahre sind doch im Prinzip jetzt rum, da soll doch der Messias kommen. Wer soll sonst der Messias sein als er? Die Pharisäer, die Sadduzäer kannst du in der Pfeife rauchen, die sind nicht der Messias, die predigen nicht so wie Johannes der Täufer. Das muss der Messias sein und ich denke, wenn wir dort gestanden hätten, wir hätten wahrscheinlich dasselbe auch gedacht.

[43:07] Die Macht der Verkündigung, 400 Jahre lang kein Prophet, endlich wieder jemand, der mit solch einer Wucht das Evangelium predigt, das sah doch so fast aus, oder? Sie haben gedacht, er könnte der Messias sein und für Johannes war das eine tolle Gelegenheit, denn seine Predigt hat offensichtlich die Menschen gedanklich wieder an die Prophezeiung über den Messias gebracht. Weil er gepredigt hat, haben die Menschen wieder nachgedacht: Hey, da sollte doch ein Messias kommen, da sollte doch ein Erlöser kommen und das war der goldene Moment. Er hat mit seiner Predigt die Gedanken auf diesen Erlöser gerichtet und jetzt, wo sie über diesen Erlöser nachgedacht haben, jetzt hatte er die goldene Gelegenheit, Nägel mit Köpfen zu machen.

[43:50] Schaut mal, was er sagt in Vers 18. Anforderte Johannes allen und sprach: Ich taufe euch mit Wasser. Das ist jetzt wir ganz Bekannten. Das ist so bekannt, dass Matthäus, Markus und Lukas alle drei davon berichten. Ich taufe euch mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich. Interessanterweise, wenn man es im Deutschen liest, klingt das so wie: Da kommt dann irgendeiner und der wird stärker sein als ich. Im Original steht dann eigentlich: Und dann kommt der, der stärker ist. Also nicht unbestimmt, sondern bestimmt. Mit anderen Worten, ihr denkt über den Messias nach, ich taufe nur mit Wasser. Aber der Messias, der von dem ihr gerade redet, der kommt noch, der kommt nach mir.

[44:35] Nach mir kommt der, der stärker ist als ich und ich bin nicht würdig, ihm seinen Schuhriemen zu lösen. Ist nicht interessant, wir sollen Früchte bringen, die der Buße würdig sind, aber wir werden nicht einmal würdig sein, Jesus die Schuhriemen zu lösen. Interessanterweise, Markus und Lukas sagen beide, dass er gesagt hat: Nicht würdig sein, die Schuhriemen zu lösen. Wisst ihr, was Matthäus sagt? Schaut mal, das ist mein Finger drin. Geht mal zu Matthäus, falls ihr euch mal das lest und darüber wundert. Matthäus Kapitel 3 und dort Vers 11. Gleiche Geschichte, gleicher Text, etwas andere Formulierung, wie ihr sehen werdet. Matthäus 3 Vers 11.

[45:10] Ich taufe euch mit Wasser zur Buße, der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen. Also was sollen wir jetzt machen? Was hat Johannes gesagt? Hat er gesagt: Ich bin nicht würdig, ihm die Schuhe zu tragen, oder hat er gesagt: Ich bin nicht würdig, ihm die Schuhe aufzumachen? Wer hat recht? Matthäus oder Markus und Lukas?

[45:49] Beide, genau. Also wenn ihr an solche Stellen kommt, erinnert euch, der Johannes, der Täufer, hat ja nicht nur einen Tag gepredigt, oder? Der hat über einen langen Zeitraum gepredigt. Und ich habe das früher auch mal, warum ist hier so kleine Unterschiede manchmal, bis ich angefangen habe, also bis ich dann irgendwann die Gelegenheit hatte, an vielen verschiedenen Orten dieselbe Predigt zu halten. Ist das passiert, wenn man dieselbe Predigt an vielen verschiedenen Orten hält? Man predigt immer dieselbe Predigt, aber die Beispiele, die man nimmt, sind manchmal ein bisschen anders. Selbe Predigt, selbe Worte, zum Teil dieselben Formulierungen, aber manchmal benutzt man das Beispiel ein bisschen anders. Ich habe so eine Predigt über den Glauben, da spreche ich mal von dem gelben Elefant, vielleicht könnt ihr euch noch daran erinnern, schon Jahre her. Wenn Gott spricht, da ist ein gelber Elefant, dann entsteht ein gelber Elefant, weil Gott das Wort Kraft hat. Aber es gab schon Predigten, da habe ich mal von einem rosa Elefanten gesprochen oder so. Das heißt, man kann dieselbe Predigt immer und immer wieder predigen und manchmal verändert man kleine Details, aber das ändert an der Sache nichts. Johannes der Täufer hat die Predigt ganz oft gepredigt und mal hat er, vielleicht hat er mal gesagt: Ich bin nicht würdig, ihm die Schuhe zu lösen, oder ein andermal hat er dieselbe Predigt gehalten und hat gesagt: Ich bin nicht würdig, ihm die Schuhe zu tragen und vielleicht hat er noch was anderes gesagt, was keiner von den drei aufgeschrieben hat. Also diese Kleinigkeiten, Unterschiede, die muss man jetzt nicht sagen: Oh, wer hat jetzt recht, sondern einfach im Gedächtnis behalten, auch später bei Jesus dann. Die haben das oft immer und immer wieder gepredigt und dementsprechend können wir das gut erklären.

[47:17] Jetzt, bevor wir zum Ende kommen, schaut mit mir in Lukas Kapitel 3 und dort Vers 17 und das ist ein wichtiger Vers. Da heißt es über den kommenden Messias: Er hat die Wurfschaufel in seiner Hand und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.

[47:49] Man muss erstmal das Bild verstehen, also was ist eine Tenne? Also die Tenne damals in Palästina war der Ort, wo man das Weizen aus dem Getreide rausgeholt hat und zwar wie hat man es gemacht? Es gab einen Ort, der war ziemlich fest gestampft, man hat all das, man hat den Weizen erstmal geerntet mit der Sichel, man hat den Weizen genommen, die ganzen Gaben und hat sie dort auf den Boden gelegt. Dann hat man die Tiere reingelassen, die haben die Tiere getrampelt in der Tenne und dadurch ist das Korn rausgetrampelt worden sozusagen. Und dann hat man jetzt dieses ganze Durcheinander, Spreu und Weizen, alles durcheinander. Jetzt hat man eine Schaufel genommen, eine Wurfschaufel und hat es hochgeworfen und der Wind hat jetzt die Spreu von dem Weizen getrennt.

[50:04] Das ist das Bild, was eigentlich auch für die sogenannte Sichtung verwendet wird, weil Spreu und Weizen, das ist so wie Unkraut und Weizen. Die Spreu muss vom Weizen getrennt werden, das heißt in Daniel 2, dass die Gottlosen, ihr kennt ja das Bild von den Gottlosen, Daniel 2, das wird ja dann alles zerpulvert und wird wie Spreu vom Wind vertrieben. In Psalm 1 heißt es, die Gottlosen, die Gläubigen sind wie der Baum, der in Wasserbechern gepflanzt ist, seine Frucht kommt zur rechten Zeit, aber die Ungläubigen sind wie Spreu, dass der Wind verweht. Und jetzt sagt der Text, der kommende Messias wird jetzt anfangen, seine Tenne zu reinigen, er wird die Gemeinde sichten und das steht durch und durch. Das heißt, die Idee ist, er macht sich so ein bisschen so, naja, ich arbeite jetzt mal ein bisschen, er wird gründlich auf einer Seite anfangen und wird dann Schritt für Schritt die gesamte Tenne durchwurfeln, bis sie komplett gereinigt ist, dass nur noch Weizen da ist und keine Spreu. Das wird ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen, ja, das macht man nicht in einer Sekunde, aber er wird es gründlich und systematisch machen. Der kommende Messias wird seine Gemeinde gründlich richten und sichten.

[50:28] Übrigens, muss man Angst haben vor der Sichtung? Ich meine, wir haben ja auch, wir haben ja immer gelernt, wir sind der zweite Johannes der Täufer, wir sind der dritte Elia. Dieselbe Botschaft, die Johannes der Täufer hatte, haben wir auch. Wir müssen die Menschen ebenfalls rufen zu einer echten Herzensumkehr. Haben wir auch eine Botschaft? Gibt es auch eine Sichtung in der Gemeinde in unserer Zeit? Gibt es auch Spreu und Weizen zusammen? Wird Jesus auch mit der Wurfschaufel reinigen? In Maleachi steht genau dasselbe, er wird die Söhne Levis reinigen, er wird sie sichten, er wird sie reinigen.

[51:01] Jetzt schaut mal mit mir in Amos 9, eines der schönsten Verheißungen zur Sichtung, die es überhaupt nur gibt. Amos 9, Vers 9. Also, wenn ihr jemals über die Sichtung nachdenkt und vielleicht in die Angst kommt, dass ihr ausgesichtet werdet, dann erinnert euch an Amos 9, Vers 9.

[51:26] Amos 9 und dort Vers 9. Dort heißt es: Denn siehe, ich lasse das Haus Israel durch alle Heidenvölker sichten, wie Getreide mit einem Sieb gesichtet wird, und es sollen nicht ein Körnlein, wie viel? Nicht ein Körnlein auf die Erde fallen. Mit anderen Worten, wenn Gott sichtet, wenn der Mensch sichtet, dann ist er vielleicht unaufmerksam und dann geht auch mal ein guter Samen verloren oder so. Wenn Gott sichtet, ist er so sorgfältig, dass nur die Spreu ausgesichtet wird. Egal, ob du ein großes Korn bist oder ein kleines Korn oder ein mittelgroßes Korn, wenn du ein echtes Korn bist, egal wie groß oder klein, wirst du drin bleiben.

[52:20] Manche denken, ich bin nicht stark genug geistlich. Das Problem ist nicht, ob du geistlich genug stark bist, die Frage ist, ob du geistlich bist. Jeder echte Christ, egal ob schwach oder stark, groß oder klein, wird in der Gemeinde bleiben. Gott sichtet die Falschen aus und das können wir nicht wissen, wer das ist, aber Gott wird es an den Früchten zeigen. Gott sichtet die Spreu vom Weizen. Er macht nicht: Oh, dieses Weizenkorn ist ein bisschen zu klein, das mag ich nicht. Das kleinste Körnlein bleibt bestehen. Jesus wird seine Tenne durch und durch gründlich reinigen. Zum Glück machen wir das nicht. Wenn wir die Gemeinde reinigen würden, wir würden viel guten Weizen mit aussichten und manche Spreu mit drin lassen. Jesus macht das gründlich und das nimmt auch Zeit. Wir sehen im ganzen Leben von Jesus, auch wie er das gemacht hat, auch damals in seinem Leben und wir dürfen darauf vertrauen, wenn wir ein echtes Körnlein sind, werden wir nicht ausgesichtet.

[53:24] Ganz genau, ganz genau. Wenn wir im Offenbarungsseminar sprechen. Zum Schluss Lukas 3, haben wir gelesen, er wird die Spreu mit unauslöschlichem Feuer verbrennen. Das ist das Feuer, nicht wahr? Interessanterweise, schaut mal nochmal in Vers 16, da sagt Johannes: Ich taufe euch mit Wasser, es kommt aber einer, der stärker ist als ich und ich bin nicht würdig, ihm seinen Schuhriemen zu lösen. Mit anderen Worten, ich bin nur ein Prophet, wie alle Propheten, aber der, der dann kommt, den auf den ihr wirklich wartet, der, von dem ihr sprecht, der Messias, der Erwartete, der Ersehnte, der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.

[53:58] Das ist interessant, in Vers 16 heißt es, der Messias wird mit Feuer taufen und zwar die Gläubigen und in Vers 17 heißt es, der Messias wird die Spreu mit Feuer vernichten. Die einen werden mit Feuer getauft, die anderen werden mit Feuer vernichtet. Warum? Feuer in der Bibel ist ein Symbol für die Liebe. Hohelied, könnt ihr euch merken, Hohelied 8 Vers 6 sagt, dass die Liebe die Flamme Gottes ist, die Glut, die Liebesglut und die Bibel sagt uns doch, dass Gott ist die Liebe, oder? Aber Gott ist auch ein verzehrendes Feuer. Was verzehrt das Feuer? Was verzehrt das Feuer der Liebe? Sünde. Warum? Was bewirkt Sünde? Sünde bewirkt Tod, aber vorher Trennung von Gott, oder? Sünde trennt von Gott und was bewirkt Liebe? Einigkeit, Bund, Verbindung, oder? Deswegen, Liebe beseitigt die Trennung und wenn Liebe die Trennung beseitigt, dann muss sie die Sünde beseitigen.

[55:16] Die einen werden mit Heiligem Geist und mit Feuer getauft. Die Bibel sagt in Römer 5 Vers 5, dass die Liebe Gottes ausgegossen ist in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, damit das Feuer der Liebe Gottes unsere Herzen von der Sünde reinigt. Aber die, die das ablehnen und an der Sünde festhalten und ihr Herz voll von Sünde wird, werden am Ende durch dasselbe Feuer, durch das sie hätten gereinigt werden können, vernichtet. Es ist die Liebe Gottes, die die Sünder mit der Sünde vernichtet. Also die Menschen standen vor der Wahl, entweder mit Feuer getauft werden durch den Heiligen Geist, damit die Sünde in ihrem Herzen herauskommt, oder aber an der Sünde festhalten und später mal mit der Sünde zusammenfliegen.

[56:12] Also die Frage ist, vor der wir alle stehen: Liebst du die Sünde so sehr, dass du mit ihr sterben möchtest? Oder möchtest du lieber die Sünde alleine sterben lassen und du lebst mit Jesus? Das ist die Frage, auf die es kommt. Liebst du die Sünde so sehr, dass du mit ihr sterben möchtest? Oder möchtest du nicht lieber mit Jesus leben und die Sünde alleine sterben lassen? Dann lass die Sünde los. Jesus möchte dich von der Sünde trennen, er möchte unser Herz reinigen, er möchte uns mit Feuer und Heiligem Geist taufen. Und nächstes Mal schauen wir uns dann an, wie das alles weitergegangen ist.

[56:44] In Vers 18 zum Schluss, auch mit vielen anderen Ermahnungen, verkündigt er dem Volk die frohe Botschaft. Wenn Johannes gepredigt hat, dann war das nicht nur seichte Kost, das Evangelium wurde mit Ermahnungen gepredigt und es hat große Wirkung gezeigt. Und ich glaube, wenn wir die dreifache Engelsbotschaft als das ewige Evangelium predigen, dann gibt es einen Grund, warum da auch eine Ermahnung drin ist. Ja, zweite Engelsbotschaft, dritte Engelsbotschaft. Weil es Kraft hat, wenn das Wort Gottes deutlich ist. Es muss in Liebe gepredigt werden, aber mit Deutlichkeit.

[57:15] Und heute wollen wir uns fragen, ob es in unserem Leben, so wie bei den Zöllnern, bei den Kriegsleuten oder bei der Volksmenge, Dinge gibt, die wir ändern müssen. Dass tatsächlich die Frucht unseres Lebens auch zeigt, was in uns ist. Und dass wir auf die harten Worte positiv reagieren. Das will ich einfach nur das rein und raus lassen, sondern wirklich uns fragen: Was soll ich tun? Denn dann hat die Botschaft ihr Ziel erreicht. Das ist ja der Grund der Laodizeerbotschaft. Jesus ist sehr deutlich, aber er möchte, dass wir uns fragen: Was soll in meinem Leben anders werden?

[57:49] Wollen wir gemeinsam noch beten? Lass uns doch zu nieder knien. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass dein Wort zu uns gesprochen hat, dass wir es verstehen durften. Es gäbe noch so viel mehr zu sagen, aber es ist beeindruckend, wie tief diese Botschaft von Johannes dem Täufer im Alten Testament verbunden war und wie sehr die Bibel eine Einheit ist und immer wieder dieselben Themen klar und deutlich zum Ausdruck kommen. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass du unsere Herzen erreicht hast, dass du uns deutlich gezeigt hast, dass auch wir uns fragen müssen: Was sollen wir tun? Dass wir uns immer wieder hinterfragen, ob unsere Früchte auch wirklich der Buße würdig sind. Und wir danken dir, dass obwohl wir es nicht würdig sind, weder deine Schuhe zu lösen, noch deine Schuhe zu tragen, Herr Jesus, dass du dich doch nicht schämst, unser Bruder genannt zu werden. Dass du gekommen bist, um uns mit Feuer, mit Heiligem Geist zu taufen. Dass der Heilige Geist, die Liebe Gottes, in unserem Herzen die Sünde hinweg nimmt. Dass wir gereinigt werden. Dass Spreu und Weizen nicht nur in der Gemeinde getrennt werden, sondern auch in unserem Herzen. Dass nur noch echter Weizen, das echte Gute in unserem Herzen bleibt. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass dein Wort die Kraft dazu hat. Amen.


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