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In dieser Predigt wird die Taufe Jesu als zentrales Ereignis im Leben Christi beleuchtet. Es wird analysiert, wie die Evangelien Matthäus, Markus und Lukas die Taufe beschreiben und welche tieferen Bedeutungen sich daraus ergeben. Die Ausführungen umfassen die Rolle von Johannes dem Täufer, die Erfüllung biblischer Prophezeiungen, die Bedeutung der Taufe als Symbol für Tod und Auferstehung sowie die Offenbarung der Dreieinigkeit Gottes.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[5:00] Wir werden Matthäus zur Grundlage machen, weil der am ausführlichsten ist und dann, wo es sinnvoll ist, Markus und Lukas hinzunehmen, wo die Dinge sagen, die Matthäus auslässt.

[5:09] Gehen wir zu Matthäus 3 und fangen ab Vers 13 an. Das ist also direkt nach dieser Geschichte von Johannes dem Täufer. Der ist immer noch unterwegs am Jordan, predigt und Menschen lassen sich taufen. Schaut mal mit mir in Matthäus 3 und dort Vers 13, da heißt es: Da kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Damit wird Jesus hier quasi in dem Jahr, wo er als Messias auftreten soll, eingeführt. Jesus kommt aus Galiläa an den Jordan zu Johannes mit dem Ziel, er möchte getauft werden.

[5:52] Wenn ihr euren Finger drin lasst und zu Markus geht – und ihr wisst, ich habe es euch ja gesagt, eine Anschaffung für dieses Jahr wäre auf jeden Fall zwei oder drei Lesezeichen, die ihr dann immer bei Markus, Lukas und so reinlegt, dann kommt ihr mal schnell dahin, weil wir das in den nächsten Wochen immer wieder machen werden, die drei oder vier Evangelien dann vergleichen. Markus Kapitel 1, schaut mal in Vers 9, welches Detail hier noch erwähnt wird, was uns wahrscheinlich sowieso schon klar war, aber was in Matthäus nicht so explizit gesagt wird, aber in Markus in Kapitel 1, Vers 9 erwähnt wird. Genau, es wird noch explizit gesagt, dass er aus Nazareth kam. Wir werden sehen, warum das nicht unwichtig ist. Jesus kommt aus Nazareth zu seiner Taufe.

[6:42] Wir wissen nicht genau, wo die Taufe stattfand. Wir wissen nur, dass es am Jordan war. Der Jordan ist allerdings relativ groß, geht von Norden nach Süden. Später heißt es mal, dass Johannes an einem bestimmten Ort tauft, dem Ort Salim, weil dort viel Wasser ist, dem Enon, in der Nähe von Salim. Aber es heißt ja nicht, dass er seinen ganzen Dienst immer nur diesem einen Ort gewesen ist. Das heißt, wir können nicht ganz genau sagen, an welcher Stelle Jesus getauft worden ist. Aber so ungefähr kann man schätzen, dass Jesus wahrscheinlich durchaus bis zu 100 Kilometer gelaufen ist, also eine Mehrtagesreise, eine Mehrtageswanderung machen musste, um überhaupt dort anzukommen. Offensichtlich hatte sich die Botschaft von Johannes dem Täufer bis nach Galiläa verbreitet. Wir hatten ja gelesen, dass alle Menschen aus Judäa und aus Jerusalem und aus jenseits des Jordan zu Johannes gekommen waren. Die Bewegung war national. Und irgendwann hat Jesus in seinem Zimmermannsladen dort in Nazareth gehört: Mein Cousin Johannes, der Täufer, er ist jetzt aktiv, er tauft die Leute. Und er wusste, es ist das Jahr 27. Das wusste er nicht. Also er wusste, es ist das 15. Jahr von Tiberius und er wusste, es sind 483 Jahre seit dem Erlass von Artaxerxes. Es ist Zeit, es ist Zeit. Er macht sich auf den Weg und kommt dort an.

[8:02] Gehen wir zu Lukas 3 und schauen, dass auch jetzt vielleicht noch keine so spektakuläre Sache, aber wir nähern uns dem Ganzen. In Lukas 3, da heißt es, wie alt Jesus ungefähr war zu diesem Zeitpunkt. Lukas 3 und dort Vers 23 heißt es: Jesus war wie alt? Ungefähr 30. Und das passt wunderbar. Wir haben ja gelernt, was ist so ein mögliches Geburtsdatum für die Geburt Jesu? Vers 23, Lukas 3 Vers 23. Also welches Jahr ungefähr? Der 3. vor Christus ist wahrscheinlich unmöglich, aber wir hatten gesagt, 4 oder 5 vor Christus, vielleicht 6, weil er zur Zeit von Herodes geboren worden ist, Herodes dem Großen. Und wie wir gelernt haben, Herodes der Große starb im Jahre 4 vor Christus. Und der 4. vor Christus zum Beispiel zum Jahr 27 würde wegen dem Jahr 0 genau 30 Jahre ergeben. 5 vor Christus, dann etwa 30 Jahre. Also das würde schon ziemlich genau passen, dass er etwa 30 Jahre alt war, im 15. Jahr des Tiberius, wo wir gesehen haben, das ist das Jahr 27.

[9:22] Schaut man Vers 21, selbes Kapitel Vers 21. Es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ. Als Jesus kam, um sich taufen zu lassen, da war er nicht der Einzige. Bei uns ist ja oft so, dass wenn eine Taufe ist, da wird einer getauft oder zwei oder drei, ein riesen Fest gemacht. Das ist ja auch wunderbar, aber das waren mehr so Massentaufe. Die standen wahrscheinlich an, um getauft zu werden. Alles Volk ließ sich taufen. Wir haben letztes Mal gelernt, Johannes der Täufer hat die Leute nicht einfach pauschal taufen lassen, sondern er hat nur Leute getauft, die wirklich Früchte brachten. Was für Früchte? Die der Buße würdig sind. Echte Lebensveränderung. Sie sollten die 10 Gebote halten, sie sollten in ihrem Lebensstil für andere da sein und so weiter und so fort. Und die Tatsache, dass, wie es hier heißt, alles Volk sich taufen ließ, deutet darauf hin, dass wir gehen mal davon aus, dass Johannes nicht über Nacht seine Standards verloren hat, dass es eine echte und tiefgreifende Erweckung und Reformation im Volk gab. Es gab wirklich Bekehrungen en masse. Und das Tolle ist, wenn man darüber nachdenkt, da kommen also die Leute, sie kommen zu Johannes dem Täufer, weil sie gehört haben, da gibt es einen tollen Prediger. Sie hören ihm zu und sie wollen sich taufen lassen. Da möchte ich dabei sein bei der Bewegung. Und dann sagt ihnen Johannes: Schön und gut, aber ihr müsst euch wirklich ändern. Und dann bekehren sie sich wirklich, sie studieren die Bibel und sie werden wirklich bekehrt. Und als sie dann getauft werden, erscheint Jesus in ihrer Mitte. Ein schönes Bild dafür, dass wenn wir uns wirklich von Herzen bekehren und nicht einfach nur sagen, da möchte ich auch mit dabei sein, Herzensbekehrung führt dazu, dass Jesus nah ist. Er erschien in ihrer Mitte, als sie wirklich von Herzen bekehrt waren.

[11:21] Jetzt gehen wir zurück zu Matthäus und folgen mal dem Verlauf. Der Grund, warum Matthäus länger ist als die anderen, ist, er berichtet eine kleine Begebenheit, die jetzt in Vers 14 stattfindet, als einziger. Ich denke, ihr kennt diese Begebenheit, aber Markus und Lukas berichten davon nicht, nur Matthäus. Vers 14. Also Jesus kommt und heißt es in Vers 14: Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe es nötig von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir? Dieser kleine Dialog, den wir wahrscheinlich gut kennen, interessanterweise wird nur von Matthäus berichtet.

[11:59] Jetzt, wenn man das liest, er wehrte ihm, da könnte man ja fast so den Eindruck, im Deutschen, wenn man heißt abwehren, das klingt fast so ein bisschen wie: Nee, du kommst hier nicht rein. Du darfst niemanden körperlich daran hindern. Das ist von der Übersetzung nicht das günstigste. Die neue evangelistische Übersetzung sagt etwas passender: Er versucht ihn davon abzubringen. Ist immer noch nicht ganz ideal. Das Griechische ist eigentlich mehr eine gedankliche Sache. Also stellt euch vor, Johannes der Täufer steht im Wasser und da kommt Jesus. Also nicht: Nein, nein, nein, du darfst nicht. Sondern ist mehr so etwas wie: Was, du möchtest getauft werden? Er kann es sich überhaupt nicht vorstellen. Er ist in seinen Gedanken so felsenfest überzeugt, dass das nicht notwendig ist, dass er ihn quasi entmutigen möchte, sozusagen, es zu tun. Und das ist interessant. Jesus hat noch nicht einmal die Salbung erhalten. Da geht es schon los, dass Leute, die im Werk Gottes arbeiten, ihn nicht richtig verstehen und mit besten Gedanken und Ideen Dinge vorschlagen, die gegen Gottes Plan sind. Ich kenne noch andere Stellen, wo Leute aus bester Überzeugung Dinge vorschlagen, wo Jesus sagt: Nein, nein, nein. Petrus, wo er sagt: Das widerfahre dir nur nicht, muss nicht gekreuzigt werden, bloß nicht. Das finde ich interessant. Und es gibt ja dann auch eine andere Stelle, also einmal Petrus dort und dann auch bei Petrus bei der Fußwaschung, als Jesus sagt: Ich will die Füße waschen, sagt Petrus: Nein, nein, nein, nein, musst du nicht, musst du nicht, musst du nicht, ist gar nicht nötig, dass du mir die Füße wäschst. Es ist nicht nötig, dass du dich von mir taufen lässt. Das scheint also immer wieder der Fall gewesen zu sein, dass Menschen wohlmeinend – und das ist ja nicht mal hier, wir haben nicht mal den Eindruck, dass jetzt Johannes deswegen eine schwere Sünde begangen hat – aber wohlmeinende Gläubige haben durch ihre Worte Jesus in Versuchung gebracht. In gewisser Weise schon, ja. Es war Respekt, aber dieser Respekt war gekoppelt an ein falsches Verständnis, was der Dienst des Messias ist. Und deswegen ist es wichtig, dass wir wirklich Jesus gut kennenlernen, denn wenn wir ein falsches Bild von ihm haben, werden wir wohlmeinend Dinge tun, die eigentlich gegen ihn arbeiten. Und er hat dann ein bisschen Mühe mit uns. Er kann es auf den richtigen Weg. Also das hat er jetzt nicht lange gedauert, um das wieder zu korrigieren, aber das fand ich interessant, dass wir oft vielleicht Dinge sogar sagen oder tun, von denen Jesus sagt: Nee, obwohl wir es wirklich gut meinen.

[14:41] Jetzt schauen wir mal an, was er dort, was er dort, was dort passiert. Übrigens, warum sagt er: Ich habe es nötig, von dir getauft? Warum sagt er: Ich habe es nötig, von dir getauft zu werden? Ja, also sagen wir so, die haben sich ja seit 30 Jahren ungefähr nicht gesehen. Ja, sie waren zwar eng verknüpft bei ihrer Geburt sozusagen durch die Umstände der Geschichte vorher, aber Ellen White sagt uns, sie haben sich danach nie wieder gesehen, obwohl sie verwandt waren. Gott hat das in seiner Vorsehung so gemacht, damit man später nicht sagen konnte, die haben sich irgendwo in der Wüste mal getroffen, einen Pakt geschlossen und dann haben sie gegenseitig sich so an die Macht gelobt. Ja, sie haben sich ja zum ersten Mal getroffen. Und er hatte, er hatte gehört, dass sein Cousin tatsächlich ein sündloses Leben führte. Er hatte gehört, dass er im Tempel dort die Rabbis so wunderbar unterrichtet hat durch seine Fragen. Und er war sich sicher nach seinem menschlichen Dafürhalten, dass das bestimmt der Messias ist. Aber er wollte nicht verkündigen, dass es der Messias ist, bevor er nicht ein göttliches Zeichen hat. Er wollte sicher sein, er wollte nicht einfach nur seine persönliche Sicht haben. Und so hat er gebeten, dass Gott ihm ein Zeichen gibt. Und Gott hat ihm offensichtlich gesagt: Wenn derjenige zu dir kommt, der sich bei deiner Taufe, wenn es von Gott ein besonderes Zeichen gibt, dann kannst du wissen, wer der Messias ist.

[16:17] Jetzt schauen wir mal weiter. Ach, übrigens noch was. Johannes sagt ja: Ich habe es nötig. Als er im Wasser steht, stellt er fest: Eigentlich hätte ich zu Jesus gehen müssen. Eigentlich hätte ich ja zu Jesus gehen müssen, weil er ist der Große und ich bin der Kleine. Aber Jesus kommt zu mir. Ich habe nicht mal gewusst, dass er schon unterwegs ist. Und damit ist die erste Geschichte, wo Jesus als Erlöser auftritt, schon gleich symptomatisch für das Evangelium. Der Mensch erkennt, Jesus ist auf mich zugekommen, aber eigentlich brauche ich ihn. Eigentlich hätte ich auf ihn zugehen müssen. Das ist ja das, was wir in unserem Leben auch erleben. Wir erleben, wie irgendwann Jesus in unser Leben getreten ist, sei es durch verschiedene Umstände, aber er ist auf uns zugegangen. Und als wir ihn dann erkennen, stellen wir fest: Hey, ich hätte eigentlich nach dir suchen müssen, aber du hast den ersten Schritt gemacht. Und von Beginn an lebt Jesus dieses Prinzip aus.

[17:19] Jetzt gehen wir mal in Vers 15. Jesus aber antwortete und sprach: Das ist so ein typisches Hebraismus, ein Altes Testament. Er antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt so geschehen, denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da gab er ihm nach. Jetzt die Antwort von Jesus ist interessant. Er sagt: Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Warum sagt Jesus das? Was hat er damit gemeint? Es gab eine Prophezeiung, die musste erfüllt werden. Was für eine Prophezeiung müsste dann erfüllt werden?

[18:00] Dass er tauft mit dem Heiligen Geist? Ja, das stimmt. Welche andere Prophezeiung musste erfüllt werden, auf die er sich wahrscheinlich hier bezieht? Also wir sind hier bei der Taufe Jesu. Welche Prophezeiung im Alten Testament? Es gibt ja viele. Eine Prophezeiung sagt, wo er geboren wird, eine sagt, wie er geboren wird, eine sagt, dass es ein Stern ist. Welche Prophezeiung spricht von seiner Taufe?

[18:26] In Daniel 9, schaut mal genau. In Daniel 9, ganz kurz, das ist ja, das kennen wir von der Westentasche, nicht wahr? Daniel 9 und dort in Vers 24, schaut mal. Daniel 9, Vers 24, da heißt es: Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und was? Eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen. Also die 70 Wochen haben unter anderem verschiedene Funktionen. Eine Funktion ist natürlich, dass die Sünden abgetan werden, die Schuld gesühnt wird durch das Kreuz. Aber eine andere Funktion ist auch, dass eine ewige Gerechtigkeit eingeführt wird. Also der Messias würde zwei Dinge tun: Er würde einmal die Sünden der Welt auf sich nehmen, aber gleichzeitig müsste er ja auch etwas der Welt geben. Die Sünden nimmt er, was gibt er? Gerechtigkeit. Er gibt seinen Gehorsam und nimmt ihren Ungehorsam. Damit er aber irgendwann mal ihren Ungehorsam nehmen kann, muss er erstmal Gehorsam haben, den er einführen, den er geben kann. Und deswegen muss Gerechtigkeit eingeführt werden. Und Jesus war also Schritt für Schritt Gehorsam. Das ist ein entscheidender, wichtiger Punkt, dass er sich halt taufen lässt im Gehorsam zu Gott. Er musste die Gerechtigkeit erfüllen, er musste das Gesetz erfüllen.

[20:02] Und in derselben Prophezeiung heißt es ja dann in Vers 25: So wisse und verstehe, vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems, gegeben wann? Wann war der Befehl? Das ist nur immer diese Abfragerei, nicht wahr, furchtbar. Genau, 457 vor Christus. Bis zu dem Gesalbten, dem Messias, dem Fürsten vergehen sieben Wochen und 62 Wochen. Ihr wisst, 483 Jahre, ins Jahr 27, dann sollte er gesalbt werden. Genau. Das heißt, als Jesus kommt und sagt: Lass es geschehen, ich muss alle Gerechtigkeit erfüllen, hat er gesagt: Lass es geschehen, hindere nicht die Prophezeiung aus Daniel 9. Es muss geschehen und zwar jetzt, dieses Jahr. Nächstes Jahr kann ich mich nicht taufen lassen, weil dann ist alles vorbei. Ich muss in diesem Jahr getauft werden. Lass mich getauft werden. Und Johannes hat wahrscheinlich genügend Daniel im Hinterkopf gehabt, um das irgendwie zu erkennen. Der wusste ja die Zeitprophezeiung, er wusste, dass der Messias jetzt auftreten muss in diesem Jahr. Er kannte das mit der Gerechtigkeit und hat gedacht: Okay, okay, okay, dann lasse ich ihn. Ich möchte da nicht im Wege stehen.

[21:15] Interessant ist, dass wirklich, ihr habt es ja immer wieder gesehen, jede Geschichte, die wir bisher gelesen haben, ist Erfüllung von Prophetie. Dass Jesus in Bethlehem geboren wird, ist Erfüllung von Micha. Dass Jesus von einer Jungfrau geboren wird, ist Erfüllung von Jesaja. Dass er mit einem Stern, dass da ein Stern kommt, ist vierte Mose. Der Kindermord war eine Erfüllung von Jeremia. Der Aufenthalt in Ägypten, eine Prophetie aus Hosea. Das Auftreten von Johannes dem Täufer haben wir letztes Mal gesehen, eine Erfüllung von Jesaja und Maleachi. Jetzt die Taufe, eine Erfüllung von Daniel. Eigentlich, wenn man das Alte Testament gut, gut, gut, gut kennt, liest man im Neuen nur Erfüllung, Erfüllung, Erfüllung, Erfüllung, Erfüllung. Selbst dann, wenn es nicht explizit dasteht. Manchmal steht es ja da, bei Matthäus ganz oft, damit erfüllt worden ist, aber es steht nicht immer da. Eigentlich, wenn man das Alte Testament kennt, sieht man ständig nur Prophetie, Prophetie, Prophetie.

[22:10] Jetzt, noch ein Beispiel. Warum hat sich Jesus taufen lassen? Das eine war natürlich, er wollte das Gesetz Gottes erfüllen. Er sagte: Siehe, ich komme. In der Buchrolle steht von mir geschrieben: Deinen Willen zu tun, oh Herr, begehre ich. Ein anderer Punkt ist in Johannes 13, Vers 15, der dann eigentlich in dem Kontext auch von der Fußwaschung spricht. Schaut mal, Johannes 13 und dort Vers 15. Dort heißt es, da heißt es: Ich bin in Apostelgeschichte, Johannes 13 und dort Vers 15. Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Alles, was Jesus tut auf der Erde als Mensch, ist so, dass wir ihm nachfolgen können. So wie er getauft worden ist, wollen wir getauft werden. So wie er die Bibel studiert hat, wollen wir die Bibel studieren. So wie er sich um die Krankheiten der Menschen gekümmert hat, sollen wir uns um die Krankheiten der Menschen kümmern. So wie er gepredigt hat, wollen wir predigen. So wie er mit Hohn und Spott umgegangen ist, wollen wir mit Hohn und Spott umgehen. Er ist unser Vorbild in allen Dingen.

[23:17] Das heißt aber auch andersrum: Jesus identifiziert sich mit uns. Er tut sogar die Dinge, die er gar nicht tun müsste, weil er braucht ja nicht getauft werden im Sinne der Sündenvergebung, aber er tut es trotzdem. Dinge, die gar nicht ihn betreffen, damit er sich wirklich mit uns identifiziert. Das heißt also, wenn wir was von ihm lernen können, ist: Manchmal müssen wir Dinge tun in unserem Leben, die wir gar nicht nötig hätten, damit wir uns mit anderen Menschen identifizieren können. Das ist ja das, was es wirklich heißt, einem Menschen zu begegnen, dass man vielleicht Dinge tut, die man selbst die extra Meile geht, um einen anderen besser verstehen zu können. Und das können wir von Jesus auf jeden Fall sehr deutlich lernen.

[24:04] Interessanterweise, diese Idee von Gerechtigkeit und Erfüllen kommt im ganzen Neuen Testament nur noch ein einziges Mal vor und zwar im Philipperbrief. Da können wir mal kurz lesen. Philipper Kapitel 1 und auch das fand ich sehr interessant. Philipper Kapitel 1, Vers 10 und 11. Philipper Kapitel 1, Vers 10 und 11. Da heißt es: Damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt, so dass ihr seid? Lauter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Christus. Also wirklich mit einem vollkommenen Charakter. Und jetzt fangen wir mit dem nächsten Vers an. Diejenigen, die lauter und ohne Anstoß sind, sind was? Vers 11. Erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit. Also Jesus hat nicht nur die Gerechtigkeit erfüllt im Sinne, dass er alles getan hat, was getan werden musste. Er hat mit der Taufe auch quasi besiegelt, dass sein Charakter lauter und ohne Anstoß war, was er dann gleich von Gott entsprechend bestätigt wird. Er hat damit deutlich machen wollen: Hier ist jemand, der wirklich einen Charakter hat, so wie Gott es sich wünscht. Er erfüllt die Gerechtigkeit. Und was der Paulus uns sagt, ist, dass durch die Kraft Christi, durch seine Gnade, dieser Charakter dann auch unser Charakter werden darf, kann und soll vor der Wiederkunft. Das ist was so steht. Genau, dass wir bis auf den Tag des Christus auch so lauter und ohne Anstoß sind, erfüllt mit den Früchten der Gerechtigkeit.

[25:46] Jesus ist unser Vorbild. Jesus wurde getauft. Wie wurde Jesus getauft? Erstmal von Johannes mit dem Wasser. Erstmal ist das Wasser gestiegen. Gehen wir zurück zu Matthäus und schauen genau, was der Text sagt. Ich denke, da renne ich bei euch offene Türen ein. Wir wollen es trotzdem nochmal erwähnt haben, weil wir wollen auch wissen, warum wir es glauben. Es heißt in Vers 16: Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser. Implikation ist, er war vorher in dem Wasser. Und das ist ein starker Hinweis darauf, dass das Wort Baptizo wirklich das meint, was es eigentlich meint, nämlich untertauchen. Er stieg aus dem Wasser heraus.

[26:32] Im Mittelalter gab es dann so Gemälde, wo man dann den Johannes gesehen hat, wie er ein bisschen Wasser nimmt und dann so den Jesus anspringt. Von wegen. Er war im Wasser und er wurde getauft. Übrigens, wofür steht das Untertauchen und Wiederauftauchen? Brauchte Jesus eine Neugeburt?

[27:08] Ja, er wird jetzt eingesetzt dafür, genau.

[27:12] Ja, okay, das könnte was mit der Salbung zu tun haben. Also eins ist ja sicher, ganz allgemein gesprochen, nach der Bibel. Wofür steht das Untertauchen und das Auftauchen? Was sagt der Römerbrief, Römer 6?

[27:31] Genau, lasst euren Finger hier und geht mit mir zu Römer 6. Römer 6, Vers 3 und 4.

[28:02] So auch wir in einem neuen Leben wandeln. Also Untertauchen steht für Sterben und zwar das Sterben Jesu. Jesus stirbt. Als ich mich getauft wurde, da habe ich durch mein Untertauchen gesagt: Jesus ist für mich gestorben. Und durch mein Aufstehen: Jesus ist für mich auferstanden.

[28:26] Als Jesus also getauft wurde, hat er damit auch deutlich gemacht, am ersten Tage seines Dienstes als Messias: Ich werde für die Menschheit sterben und auferstehen. Das Kreuz und die Auferstehung waren vom ersten Tag an sein Fokus. Er hat seinen Dienst als Messias begonnen, quasi am ersten Arbeitstag hat er genau das Ziel gesehen: Ich werde sterben, ich werde auferstehen. Er hatte nur dreieinhalb Jahre Zeit gehabt. Das Kreuz hat seinen Schatten bis an den Anfang geworfen. Es ist nicht so, dass er erstmal als Wanderprediger umherging und gepredigt hat und gute Taten getan hat und irgendwann ist ihm dann gedämmert, er muss nochmal sterben. Von Anfang an hat er das Ende gesehen.

[29:12] Das ist wieder eine interessante Lehre für uns. Als Jesus seine Mission begonnen hat, hat er begonnen mit dem Blick aufs Kreuz. Egal was wir für Gott tun, egal welche Mission wir in Angriff nehmen, egal welche Aufgabe für uns Gott hat, von dem ersten Tag an müssen wir unseren Blick auf Christus und das Kreuz richten. Wenn wir nicht unseren Blick auf das Kreuz richten, dann werden wir den Weg nicht gehen können. Das Kreuz wirft seinen Schatten überall hin, bis ganz an den Anfang. Und das fand ich sehr interessant, darüber nachzudenken.

[29:48] Bei Matthäus und Markus heißt es nur: Er stieg aus dem Wasser hervor und dann öffnete sich der Himmel. Man hat so das Bild immer, das kennt ihr jetzt auch, die Amerikaner malen das immer so, dass Jesus noch im Wasser steht, er kommt gerade raus, man sieht die Tropfen an ihm herabperlen und aus dem Himmel kommt schon der Heilige Geist quasi auf das Wasser, wie er im Wasser steht. Das ist offensichtlich nicht ganz richtig.

[30:16] Schaut mal in Lukas nochmal, da gibt es ein kleines Detail, was der Lukas erwähnt, das wie ich fand doch erwähnenswert ist. In Lukas 3 Vers 21 heißt es: Es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete. Also er wurde getauft und dann hat er gebetet. Es waren zwei Handlungen.

[30:47] Ja, genau. Das heißt, Ellen White beschreibt das so, das finde ich sehr schön. Sie sagt, er kommt hin, er sagt: Ich möchte dich taufen lassen. Da gibt es diesen Dialog, das muss doch gar nicht. Und er sagt doch: Lass es geschehen. Dann gehen sie ins Wasser, er wird getauft, er steigt aus dem Wasser hervor und dann am Flussbett sozusagen kniet er sich nieder und betet. Und aufgrund dieses Gebetes öffnet sich der Himmel. Und was jetzt kommt, spricht einiges über dieses Gebet. Wir haben zwar die Worte nicht übermittelt, aber sie sagt, wir unterschätzen die Bedeutung dieses Gebetes.

[31:31] Ich sage euch nur einen Satz. Sie sagt: Mit diesem Gebet hat Jesus, sie sagt wörtlich, dieses Gebet hat sich einen Weg geschnitten durch jeden Schatten, den der Satan jemals zwischen Gott und den Menschen gelegt hat. Stellt euch vor, hier ist die Menschheit, da ist Gott und der Satan hat 4000 Jahre lang alles dazwischen gelegt. Und sie sagt, dieses Gebet hat einen Weg geschnitten, sagt sie wörtlich, durch jeden Zweifel, den Satan jemals zwischen Mensch und Gott gelegt hat. Und hat dann, sagt sie wörtlich, hat einen klaren Kommunikationskanal freigelegt.

[32:17] Wisst ihr, was das bedeutet? 4000 Jahre lang hat Gott im Wesentlichen nur durch Engel und ab und zu mal durch seinen Sohn gesprochen, aber niemals selbst. Und nach 4000 Jahren, als sein Sohn auf die andere Seite geht, Mensch wird, sich mit der Menschheit identifiziert und dann für die Menschheit betet, er sagt sogar, er hat ein Sündenbekenntnis abgelegt und zwar nicht sein eigenes, sondern für die Menschen. Und dann für sie betet, dann sagt sie, 4000 Jahre lang haben Engel nicht so ein Gebet gehört, wie Jesus das gebetet hat. Und dieses Gebet schneidet sich durch alles hindurch und schneidet einen Weg frei, direkt zum Thron Gottes. Und als Gott, der Vater, jetzt spricht, spricht er damit zu der gesamten Menschheit. Und plötzlich ist der Himmel und die Erde sich näher als jemals zuvor. Das ist ein unglaublich interessanter Gedanke.

[33:18] Was die Taufe tut, sie verbindet auf eine Art und Weise, wie sie vorher noch nie gewesen ist, die Menschheit wieder mit Gott. Natürlich vorher war das theoretisch auch möglich, im Glauben daran, dass das mal geschehen würde, aber hier ist es jetzt faktisch so, dass Gott, der Vater, direkt auf die Erde sprechen kann zu jemandem, der seine Stimme hören kann, weil er eben gerecht ist. Und damit die Menschheit, die in Christus ist, wieder in direkten Kontakt mit Gott gebracht wird.

[34:00] Die Verbindung ist wieder hergestellt. Es heißt jetzt nämlich, der Himmel reißt auf. Also Lukas sagt, da tat sich der Himmel auf. Matthäus sagt, da öffnete sich ihm der Himmel. Und Markus sagt, da sah er den Himmel zerrissen. Der Himmel reißt auf. Und wo in der Bibel finden wir noch Stellen, wo der Himmel aufgerissen ist, wo der Himmel sich geöffnet hat? Nur mal so. Bei Stephanus, da öffnete sich auch der Himmel. Wo noch?

[34:35] Bei der Wiederkunft natürlich auch schon am Anfang der Offenbarung. In Offenbarung 4 heißt es, Johannes sah eine Tür im Himmel, die geöffnet war und dann ist er da hochgegangen, nicht wahr? Wo noch?

[34:50] Wo der Himmel sich geöffnet hat, ein offener Himmel. Es gibt eine Stelle im Alten Testament, die ist eine fast 1 zu 1 Parallele zur Taufe von Jesus. Ihr werdet gleich sehen, aber ihr werdet wahrscheinlich, da kommt man nicht so schnell drauf.

[35:04] Schaut mal mit mir in Hesekiel Kapitel 1.

[35:07] Hesekiel Kapitel 1 ist wahrscheinlich die deutlichste Parallele in der ganzen Bibel zur Taufe von Jesus.

[35:15] Wahrscheinlich ist das wie eine Typologie auf die Taufe.

[35:18] Schaut mal Hesekiel 1.

[35:20] Hesekiel Kapitel 1, da heißt es: Und es geschah in welchem Jahr? Im 30. Jahr, am 5. Tag des 4. Monats, als ich unter den Weggeführten am Fluss Kebar war, da öffnete sich der Himmel und ich sah Gesichte Gottes.

[35:37] Da haben wir einen Propheten, der in seinem 30. Lebensjahr an einem Fluss ist und der Himmel öffnet sich und er sieht dort die Herrlichkeit Gottes. Jesus ist um 30 Jahre alt an einem Fluss und der Himmel öffnet sich und er sieht die Herrlichkeit Gottes. Der Hesekiel sah damals den Sohn Gottes auf dem Thron, an der Vision. Der Jesus sieht dann den Heiligen Geist. Jeder sieht eine Person der Gottheit, die Herrlichkeit Gottes.

[36:08] Interessanterweise, wenn ihr nachschaut in Hesekiel, da heißt es in Vers 28, Hesekiel 1, Vers 28, wie der Bogen aussieht, der an einem Regentag in den Wolken erscheint. So war auch der Glanz ringsum anzusehen. So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn.

[36:28] Ellen White sagt uns, der Hesekiel, der hat geweint und geweint und geweint und geweint. Warum hat er geweint? Also, bevor der Vision. Warum war er traurig und niedergeschlagen? Wo befand sich Hesekiel? Er befand sich in Babylon. Er war einer der Weggeführten in Babylon. Also, hier haben wir Hesekiel, den Priester Gottes im Feindesland. Und er schaut sich um und alles, was er sieht, ist Katastrophe, Katastrophe, Katastrophe. Er sehnt sich zurück nach der Heimat. Aber er ist jetzt hier. Er ist nicht mal der Schuldige. Wie viele sagten sich, dass er der größte Sünder war. Nein, er ist eher ein Mann Gottes, der aber jetzt wie Daniel auch aufgrund der Sünden des Volkes mitleiden muss. Und er ist an einem Fluss. Er ist 30 Jahre alt. Und der Himmel öffnet sich und Gott erklärt ihm: Ich bin bei euch.

[37:22] Und da war Jesus, der sündlos war, aber der auch in Gefangenschaft sozusagen ist. Der auf dieser Erde ist, dieser dunklen, finsteren, babylonischen Erde. Und er um sich herum nur Streit und Zank und Zoff und Sünde und all das sieht. Und Gott ihm an diesem Tag zeigt: Ich bin bei dir. Der Himmel öffnet sich wie bei Hesekiel.

[37:47] Dieser Bogen, der damals bei Hesekiel gesehen worden ist, ist ein Symbol wofür?

[37:52] Der Regenbogen ist ein Symbol für den Regenbogen.

[37:57] Ja, noch genauer.

[38:00] Genau, ist ein Symbol für den Bund, den Gott mit der Erde schließt, oder?

[38:12] Ein Symbol für den Bund Gottes.

[38:15] Als Jesus als Messias kam, wozu kam er? Was sagt Daniel 9? Er kam, um den Bund festzumachen. Was heißt im Bund? Eine Verbindung. Die Verbindung zwischen Gott und Mensch, die ja schon 4000 Jahre vorher da gewesen ist, die war schon da, aber im Glauben, durch Engel, durch den Sohn Gottes, durch Vermittlung, wird hier zum ersten Mal wieder bei der Taufe direkt.

[38:42] Zum ersten Mal wieder ist ein Mensch, ein lebender Mensch, in einer gefallenen menschlichen Natur mit Gott, dem Vater, direkt verbunden. Und das ist die Grundlage des ganzen Evangeliums. Natürlich, Jesus muss noch für die Sünde der Welt sterben, aber das ist die Grundlage. Er hat auf der einen Seite die Menschheit im Arm, auf der anderen Seite den Thron Gottes. Und wir unterschätzen die Taufe. Wir denken, naja, der hat sich taufen lassen, damit wir wissen, es ging los. Die Taufe hat eine gewaltige Bedeutung, die Taufe Jesu für unsere Erlösung.

[39:16] Jetzt schaut mal in Jesaja. Da gibt es ein paar Prophezeiungen in Bezug auf das Zerreißen des Himmels und den Heiligen Geist.

[39:23] Schaut mal in Jesaja 64 und dort Vers 1.

[39:28] Jesaja 64 und dort Vers 1.

[39:33] Dort heißt es nämlich: Ach, dass du die Himmel zerrissest und herabführest, dass die Berge erbebten vor deinem Angesicht, wie Feuer reisig entzündet, wie Feuer wassersiedend macht, um deinen Namen, deinen Feind bekannt zu machen, damit die Heiden vor deinem Angesicht zittern.

[39:53] Also, was ist der Wunsch? Gott, bitte, zerreiß den Himmel, damit was passiert? Dass dein Name, dein Charakter kundgetan wird und?

[40:07] Genau, und ein Feuer angezündet wird. Könnt ihr das sehen? Wie Feuer reisig entzündet, wie Feuer wassersiedend macht. Das heißt, hier wird ein Bild gebaut, da wird der Himmel zerrissen, Gottes Name wird sichtbar sozusagen und es ist wie Feuer, das herabkommt, wie Feuer steht dort. Es ist nicht buchstäbliches Feuer, aber es ist wie Feuer.

[40:32] Erinnert euch noch, was hat Johannes der Täufer gesagt? Ich taufe euch mit Wasser, aber der Nachkommende wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.

[40:44] Wir haben letztes Mal gelernt, das Feuer ist ein Symbol für die Liebe Gottes, die verzehrende Liebe. Das verzehrende Feuer verzehrt die Sünde, die verzehrende Liebe verzehrt das, was trennt.

[40:59] Übrigens, der Heilige Geist, wenn er kommt, was bringt er mit in das Herz? Römer 5, Vers 5, lasst uns mal aufschlagen. Lasst euren Finger in Jesaja.

[41:09] Römer 5, Vers 5, da heißt es: Denn die Hoffnung aber lässt nicht zu schaden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Der Heilige Geist bringt das Feuer der Liebe mit. Also wenn es heißt, er wird euch mit Feuer und Heiligem Geist taufen, dann sind das nur zwei miteinander verwandte Ideen.

[41:29] Jetzt Heiliger Geist, zurück zu Jesaja. Schaut mal, was für unglaublich interessante Prophezeiungen es zum Taufen mit dem Heiligen Geist gibt.

[41:36] Jesaja 11 und dort Vers 2.

[41:39] Jesaja Kapitel 11 und dort Vers 2.

[41:46] Und auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Kenntnis und der Furcht des Herrn. Das sind wie viele Geister?

[42:06] Der Geist des Herrn, der Geist der Wahrheit, der Geist des Verstandes, der Geist des Rates, der Geist der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Geist der Furcht des Herrn. Das sind wie viele? Sieben.

[42:16] Wo finden wir nochmal sieben Geister? In der Offenbarung. Das sind die sieben Geister in der Offenbarung. Aber das beschreibt ja nichts weiter als die sieben Eigenschaften des Geistes Gottes, des Heiligen Geistes.

[42:29] Und auf wem werden sie ruhen?

[42:36] Ja, schau den Vers nochmal genau an. Also es steht auf ihm und die Frage ist, wer ist ihm? Ja, was steht auf dem Vers 1? Nicht auf dem Stumpf, sondern auf dem, der aus dem Stumpf hervorgeht, nämlich auf dem Zweig. Aus diesem kleinen Schössling.

[42:52] Könnt ihr euch noch erinnern? Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass wir gesagt haben, da gab es so einen kleinen, dieser Stumpf, der abgehauen wird und dann kommt so ein kleines Schössling hervor? Wisst ihr noch zufällig, was das hebräische Wort für Schössling ist? Wisst ihr nicht mehr, ne? Das ist das hebräische Wort Nezer. Und Nezer ist verwandt mit Nazareth.

[43:16] Die Bibel sagt, der Geist wird ruhen auf dem Nezer, auf dem Nazarener. Deswegen ist das so wichtig, dass er zur Taufe aus Nazareth kam.

[43:32] Ja, der Messias sollte in Bethlehem geboren werden, das stimmt. Aber die Bibel sagt auch, dass der Messias bei seiner Taufe ein Nazarener, ein Nezer. Deswegen sagt er in Matthäus: Er wird ein Nazarener genannt werden nach der Prophetie. Dass er aus Nazareth kam, war Erfüllung von Prophetie. Wenn er aus Samaria gekommen wäre, hätte er die Prophezeiung nicht erfüllt. Selbst die kleinsten Details in der Bibel, Erfüllung von Prophetie.

[43:57] Auf ihm wird ruhen, der Geist. Auf ihm.

[44:02] Jetzt gehen wir zu Jesaja 42.

[44:05] Jesaja 42, Vers 1.

[44:19] Jesaja 42, und dort Vers 1.

[44:22] Dort heißt es: Siehe, das ist mein Knecht, den ich erhalte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt. Was wird er tun? Er wird das Recht zu den Heiden bringen.

[44:39] Könnt ihr euch erinnern? Ach Herr, dass du den Himmel zerrissest, dass dein Name bekannt wird und die Heiden erzittern. Dass die Heiden erkennen, wer du bist. Der Messias wird getauft mit dem Heiligen Geist. Der Heilige Geist wird auf ihn gelegt, damit jetzt endlich die Heiden das Evangelium erkennen. Gott hat Jahrhunderte versucht, durch das Volk Israel das zu tun. Und die haben es einfach nicht geblickt. Und jetzt sagt Gott: Okay, ich sende jemanden, auf den werde ich meinen Geist legen. Und durch den wird das Evangelium in die ganze Welt gehen. Und die Wahrheit ist, durch Jesus Christus ist das Evangelium in die ganze Welt gegangen. Denn jetzt gibt es Gläubige, Deutsche und Brasilianer und Japaner und so weiter. Er hat das Recht hinaus gemacht.

[45:19] Schaut noch ein Vers an. Jesaja 59.

[45:22] Jesaja 59 und dort Vers 21.

[45:34] Und meinerseits ist dies mein Bund mit ihnen, spricht der Herr. Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen nicht mehr aus deinem Mund weichen.

[45:47] Also, wenn Gott seinen Geist ausgibt, was tut er gleichzeitig? Er legt sein Wort in den Mund. Also, Jesus wurde nicht nur mit dem Heiligen Geist ausgestattet, sondern auch mit der Aufgabe versehen, Gottes Wort zu predigen. Heißt also, Geisthaufe hat immer damit zu tun, Gottes Wort kennenzulernen.

[46:12] Heute gibt es das ganz andere. Heute gibt es die Geisthaufe, wo man einfach umfällt, wo man irgendwie Kribbeln bekommt oder so, so Emotionen hat, aber wo das Wort Gottes nicht im Mittelpunkt steht. Die Taufe mit dem Heiligen Geist nach der Bibel hat damit zu tun, dass das Wort Gottes in meinen Mund kommt. Klar, natürlich.

[46:28] Und dann heißt es im nächsten Vers, das ist interessant. Der nächste Vers ist gut bekannt, oder? Was heißt der nächste Vers? Kapitel 60, Vers 1. Mache dich auf, werde Licht. Das lesen wir meistens so, als würde es da anfangen. Aber ich glaube, eigentlich machen wir da einen Fehler. Wenn man den Vers davor liest, wird deutlich: Erst brauchen wir die Taufe mit dem Heiligen Geist. Gott legt sein Wort in unseren Mund und dann heißt es: Mache dich auf, werde Licht. Weil wenn wir uns einfach nur aufmachen, weil uns jemand motiviert hat: Jetzt mach mal was. Dann machen wir was. Aber wenn der Heilige Geist in unser Leben kommt, uns taufen lässt vom Heiligen Geist Tag für Tag. Und wenn wir sein Wort in uns aufnehmen, studieren, nachdenken und uns dann aufmachen, dann wird es wirklich hell. Jesus war das Licht der Welt. Das heißt, er mache dich auf, werde Licht. Er wurde getauft, hat das Wort Gottes gepredigt, er war das Licht der Welt. Dann sagt er: Ihr seid das Licht der Welt. Also die Taufe mit dem Heiligen Geist und die Mission hängen direkt miteinander zusammen. Man kann sie nicht trennen. Taufe ohne Mission, ohne Heiligen Geist ist Aktionismus und Heiliger Geist ohne Mission endet in Fanatismus. Das kann man so in der Kirchengeschichte immer sehen.

[47:38] Jetzt schauen wir mal zurück zu Matthäus. Wie kam denn der, ach so, das müssen wir unbedingt noch lesen, Jesaja 61, Entschuldigung.

[47:49] Jesaja 61 und dort Vers 1. Das ist eigentlich die beste Prophezeiung oder die deutlichste Prophezeiung auf die Taufe von Jesus.

[47:59] Er sagt: Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir. Warum? Weil er mich gesalbt hat. Daran sieht man, dass die Salbung wirklich mit dem Heiligen Geist ist. Seht ihr das? Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat. Später sagt der Paulus in Apostelgeschichte 10, Vers 38, könnt ihr euch aufschreiben, müsst ihr nicht nachschlagen: Jesus wurde mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt. Das ist die Begründung, warum wir sagen können, dass der Gesalbte in Daniel 9, Jesus ist, wegen der Taufe mit dem Heiligen Geist. Die Ausgießung des Heiligen Geistes auf Jesus war seine Salbung.

[48:34] Wozu wurde er gesalbt? Schaut mal in den gleichen Vers. Er hat mich gesalbt, den Armen frohe Botschaft zu verkündigen. Heißt auf Deutsch? Eher griechisch, Evangelium. Frohe Botschaft, Evangelium zu verkündigen. Er hat mich gesalbt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzen sind, den Gefangenen Befreiungen zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen.

[48:57] Damit begann seine Mission. Wann immer der Heilige Geist in unser Leben kommt, werden wir den Auftrag haben, andere, die gebunden sind, frei zu machen. Ihnen helfen, frei zu werden, müssen wir vielleicht genauer sagen. Anderen Armen die frohe Botschaft zu predigen und verbinden, was zerbrochen worden ist.

[49:19] Und dann kommt bei Jesu Taufe der Heilige Geist. Wie kommt er? Wie eine Taube. Es heißt bei Lukas sogar, in leiblicher Gestalt wie eine Taube. Was ist besonders an der Taube in der Bibel?

[49:35] Deswegen steht die Taube für den Heiligen Geist. Aber jetzt mal, wenn man das Neue Testament noch nicht hat. Bei der Sinnflut wurde eine Taube wie oft ausgesandt? Dreimal. Beim ersten Mal kam sie zurück und hatte? Nichts. Beim zweiten Mal kam sie zurück und? Nichts. Beim dritten Mal hatte sie einen Ölzweig dabei? Ja. Beim zweiten den Ölzweig. Und beim dritten kam sie nicht wieder. Sie hatte einen Platz gefunden, wo sie ruhen konnte.

[50:08] Jetzt das Bild ist also, wenn der Heilige Geist wie eine Taube ist. Er sucht einen Platz, wo er ruhen kann. Es heißt ja in Jesaja 11, Vers 2: Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn. Auf ihm findet der Geist des Herrn seinen Ruheplatz. Mit anderen Worten, das Bild ist, der Heilige Geist hat 4000 Jahre lang einen Ort gesucht, wo er mal sich niedersetzen kann. Aber 4000 Jahre lang hat er nur sündige Menschen gesehen. So wie beim ersten Schöpfungstag, wo der Geist Gottes über dem Wasser schwebt. Das Wasser ist ein Symbol für die Menschen und Völker. Und dann findet der Heilige Geist endlich einen Menschen, der wirklich ohne Sünde ist. Einen Menschen, wo er ihn fülle. Der Heilige Geist hat an jedem Menschen gewirkt und hat auch Menschen erfüllt. Aber wo er ihn fülle, ohne Kampf sich niederlassen kann. Bei allen anderen Menschen kommt er in das Herz vielleicht. Er wirkt erst am Herzen, er klopft dran und dann lassen die Menschen ihn rein. Aber selbst im Herzen muss der Heilige Geist immer noch kämpfen, weil da gibt es immer noch Sünde und Begierden und das ist ein Kampf. Aber bei Jesus konnte er sich niedersetzen. Er konnte ruhen. Wie eine Taube.

[51:21] Übrigens, die Taube war das einzige Vogeltier im levitischen Gesetz, das geschlachtet werden durfte. Das einzige Tier, das als Opfer auch galt. Fand ich ganz interessant.

[51:34] Und dann kommt die Stimme des Vaters. Und das darf man nicht unterschätzen. Geht mit mir zu Matthäus 3. Noch diesen Vers und dann sind wir am Ende.

[51:45] Also es heißt Vers 16: Und als Jesus getauft war, stieg sogleich aus dem Wasser. Und siehe, er öffnete sich in den Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel herab, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

[52:00] Übrigens, Matthäus sagt: Dies ist mein geliebter Sohn. Bei Markus und Lukas heißt es, wisst ihr wie es heißt? Du bist mein geliebter Sohn. Das heißt, die Botschaft war an Jesus und an die Menschen. Gott hat also Jesus deutlich gemacht: Du bist mein geliebter Sohn. Ich versichere dir, du bist es wirklich. Und den Menschen hat er gesagt: Dies ist mein geliebter Sohn.

[52:23] Jetzt, diese Geschichte ist sehr wichtig, weil hier sehen wir, wie bei kaum einer anderen Geschichte, alle drei Personen der Gottheit sehr klar und sehr deutlich. Wir sehen Jesus im Wasser. Wir sehen den Heiligen Geist in der Luft. Und Johannes sagt ja später: Ich sah den Geist, wie du richtig gesagt hast, ich sah ihn. Das ist also nicht nur eine Vision, nicht nur eine Metapher, eine Allegorie. Johannes hat den Heiligen Geist in leiblicher Gestalt gesehen. Er war da. Und er war nicht im Wasser, sondern er war in der Luft. Und der Heilige Geist war da und immer noch war jemand im Himmel, der von da reden konnte. Alle drei deutlich voneinander zu unterscheiden. Drei Personen.

[53:14] Übrigens, das bedeutet, dass bei der Taufe Jesu, Gott selbst, also der Vater, der Sohn, der Heilige Geist, alle drei sich offenbart haben. Und damit auch Jesus wusste: Auch wenn ich unter den Menschen allein sein werde, die Menschen werden mich nicht verstehen. Selbst der größte Prediger, Johannes der Täufer, der größte aller Propheten, versteht mich nicht ganz. Und Gott, der Vater, sagt mithilfe des Heiligen Geistes: Pass auf, wir verstehen dich. Wenn die Menschen nicht verstehen, wenn deine Jünger dir erzählen werden, du musst nicht sterben, wir verstehen dich, wir sind bei dir.

[53:43] Übrigens, sagt Ellen White, wenn wir getauft werden, dann – ihr kennt das vielleicht – versichert Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, versichern, dass sie alles tun, was in ihrer Kraft steht. Das ist eine ziemlich starke Aussage, denn in ihrer Kraft steht ziemlich viel. Alles, was in ihrer Kraft steht, um uns auf dem Weg zu halten. Es steht nicht in ihrer Kraft, unseren Willen zu biegen. Das tun sie nicht. Aber alles, was in ihrer Macht steht, wenn wir mit ihnen kooperieren wollen, das tun sie, um uns auf dem Weg zu halten, selbst wenn uns alle Menschen nicht verstehen würden. Auch das können wir von Jesus lernen.

[54:18] Es sind zwei Dinge, die Jesus erlebt bei der Taufe. Das eine ist, er sieht den Heiligen Geist, und das andere ist, er hört die Stimme. Was waren die Worte, die Gott ihm gesagt hat? Du bist mein geliebter Sohn.

[54:34] Okay, also nochmal denken. Jesus kommt zum Jordan und wird mit Wasser getauft. Und dann erlebt er mit seinen Sinnen zwei Dinge. Er sieht den Heiligen Geist und hört die Stimme. Du bist mein geliebter Sohn.

[54:54] Das heißt, Jesus hört über die Liebe Gottes. Gott spricht über seine Liebe zu ihm. Mit welchem Symbol wird nochmal die Liebe in der Bibel dargestellt? Mit dem Feuer. Das heißt, Jesus wurde an diesem Tag mit Wasser getauft, mit dem Heiligen Geist getauft und mit Feuer getauft. Der Heilige Geist kam auf ihn und Jesus hört die Stimme. Du bist mein geliebter Sohn, denn die Liebe Gottes ist ja das Feuer. Das heißt, wenn die Bibel sagt, Jesus wird euch mit Geist und Feuer taufen, heißt das ja nicht, dass buchstäbliches Feuer auf uns herabkommt, sondern es heißt, dass Jesus uns die Liebe Gottes offenbaren wird. Aber bevor er das tut, hat er selbst in der Taufe demonstriert, wie das geht. Er wurde von einem Menschen mit Wasser getauft. Aber der Heilige Geist und die Liebe Gottes kamen vom Himmel. Und genauso ist es bei unserer Taufe auch. Der Mensch tauft uns in Wasser, wie auch immer das sein ist, der Prediger. Aber von Gott kommt der Heilige Geist und die Zusicherung seiner Liebe. Und das heißt es, mit Heiligem Geist und Feuer getauft zu werden.

[56:17] Also Jesus selbst erlebt bei seiner Taufe genau das. Und deswegen sagt Ellen White, die Taufe Jesu ist von der allergrößten Bedeutung. Sie sagt, das wird so oft sorglos gelesen. Ich habe mich selbst dabei ertappt. Das ist so eine kurze Geschichte, das hat man tausendmal gehört, kennt man und so. Aber sie sagt, dass an diesem Tag Satan mit im Publikum stand und das beobachtet hat. Das kann ich mir gut vorstellen. Und als er das gesehen hat, was dort passiert und das er gehört hat, sie sagt, die Stimme Gottes des Vaters zu Jesus: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Und sie sagt, das war die Todesglocke. Jetzt wusste er, Gott hat all seine Versprechen, die er gemacht hat, über die 4000 Jahre wirklich ernst gemeint. Er wird wirklich durch eine Kraft, die nur er hat, die Menschheit tatsächlich, buchstäblich, juristisch mit Gott verbinden. Und all das, was die Abraham und Abel geglaubt haben, dass da irgend so ein Erretter kommt, das wird wirklich passieren. Gott wird wirklich übernatürliche Kraft möglich machen, zum Überwinden der Sünde. Und damit wird, wusste der Satan, mein Reich verlieren.

[57:38] Das Entscheidendste ist aber, dass als Jesus gehört hat: Du bist mein Sohn, du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen, da war er Mensch. Und die Bibel sagt etwas ganz Außergewöhnliches. In Epheser 1 und dort Vers 6.

[58:01] Letzter Vers für heute. Epheser 1, Vers 6.

[58:06] Wenn wir diese Geschichte von der Taufe lesen und versuchen, das zu ergründen, diese tiefe Bedeutung, dann lasst uns diese praktische Anwendung nie vergessen. Epheser 1, Vers 6.

[58:21] Da heißt es: Zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat, in dem Geliebten. Wer ist der Geliebte? Der geliebte Sohn. Und wenn wir in Jesus sind, dann hat er uns in ihm begnadigt. Das heißt, wenn ich mein Leben Jesus übergebe und sage: Du sollst mein Stellvertreter sein, dann gelten die Worte: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen, auch für mich. Und das ist die gute Nachricht des Evangeliums. Dass egal, wie gut wir uns anstrengen, wir können das niemals erreichen, es sei denn, wir übergeben unser Leben Jesus und sagen: Jesus, du sollst an meiner Stelle stehen, sodass die Worte, die du gehört hast bei der Taufe, das sollen die Worte sein, die Gott auch zu mir spricht.

[59:07] Und Ellen White sagt, jeder reuige Sünder, der sich zu Christus bekehrt und durch seine Kraft gehorsam ist, hat die Zusicherung, dass die Worte, die Gott damals bei der Taufe zu Jesus sprach, durch diesen Kanal, den Jesus mit seinem Gebet geschnitten hat, durch alle Zweifel, durch alle Schatten, durch alle Herausforderungen hindurch und durch diesen klaren Kommunikationskanal, die Worte kamen: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Ellen White sagt, jeder Gläubige kann diese Worte als Gewissheit haben, wenn er in Christus ist, dann sieht Gott ihn so an: Du bist mein geliebter Sohn, du bist meine geliebte Tochter, an dir habe ich Wohlgefallen.

[59:49] Man sollte öfter über die Taufe reden, oder? Die Taufe von Jesus. Und das ist erst der erste Tag, da geht es erst los. Was meint ihr, was noch alles kommen wird in diesem Evangelium? Aber das werden wir heute nicht mehr alles anschauen können. Eins ist sicher, als Johannes aus dem Wasser stieg, wusste er, das ist der Erlöser. Und er ruft aus: Siehe das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt trägt.

[1:00:12] Nächstes Mal werden wir uns anschauen, wie es weitergeht. Das Nächste, was kommt, ist, Jesus ist sofort wieder weg. Er kommt und ist wieder weg. Weil der erste Kampf, den er kämpfen muss, ist gegen den Satan selbst. Wenn wir uns das nächste Mal dann mit der Versuchung in der Wüste beschäftigen. Und glaubt mir, das ist unglaublich spannend. Aber bis dahin könnt ihr das auch schon vorlesen und vorstudieren.

[1:00:34] Wir machen jetzt eine kurze Pause, aber vorher wollen wir noch gemeinsam im Kino Gott danken für sein wunderbares Wort.

[1:00:40] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir über dein Wort nachdenken durften, dass es solch eine Schönheit hat, solch eine Tiefe. Und dass auch gut bekannte Geschichten oft so viele Aspekte haben, die wir überlesen, vernachlässigen und nicht darüber nachdenken. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir wissen dürfen, dass diese Worte, die du damals bei der Taufe gesprochen hast zu Jesus, als du gesagt hast: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen, dass dies Worte sind, die jeder von uns genauso in Anspruch nehmen darf, wenn wir uns zu Jesus bekehren, wenn wir uns zu Jesus wenden und ihn als unseren Stellvertreter annehmen. Wir danken dir, dass du es möglich gemacht hast, dass Himmel und Erde wieder verbunden sind. Ja, dass sie stärker verbunden sind als jemals zuvor, weil sie sich in Jesus selbst treffen. Wir danken dir, dass wir nicht nur mit Wasser getauft werden, sondern auch mit dem Heiligen Geist und mit der Liebe, mit dem Feuer deiner Liebe. Und wir danken dir, dass du das Werk, das du in uns angefangen hast, auch vollenden wirst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:02:02] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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