Veröffentlicht am
996 Klicks

In dieser Predigt über Johannes 4, „Der Ersehnte: weiß zur Ernte“, beleuchtet Christopher Kramp die tiefgreifende Begegnung Jesu mit der samaritanischen Frau am Jakobsbrunnen und die daraus resultierenden Lehren für die Mission. Er erklärt die Bedeutung von „Augen aufheben“ im biblischen Kontext, die zeitliche Einordnung von Jesu Wirken und die Prinzipien der Seelengewinnung. Die Predigt betont die Wichtigkeit des Wortes Gottes, die Zusammenarbeit in der Gemeinde und die Rolle jedes Einzelnen im Werk Gottes, unabhängig von sichtbaren Erfolgen.

In dieser Predigt wird die Geschichte der samaritischen Frau am Jakobsbrunnen aus Johannes 4 vertieft. Sprecher Christopher Kramp beleuchtet, wie Jesus die Jünger lehrt, die Felder für die Ernte zu sehen und die Bedeutung von Seelengewinnung. Es wird erklärt, wie die Jünger in die Arbeit anderer eintreten und wie wichtig die Zusammenarbeit in Gottes Reich ist. Die Predigt betont, dass wahre Weisheit darin besteht, Seelen zu gewinnen, und dass dies sowohl Lohn im gegenwärtigen als auch im ewigen Leben mit sich bringt. Abschließend wird die Bedeutung des Zeugnisses und des Wortes Gottes hervorgehoben, insbesondere im Hinblick auf die Bekehrung der Samariter, die ohne Wunder allein durch Jesu Worte zum Glauben kamen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.tv.de. Wir wollen heute weitermachen mit der Geschichte von der samaritischen Frau am Jakobsbrunnen. Ein paar Verse sind uns noch übrig geblieben vom letzten Mal und bevor wir da hineinsteigen und das zum Abschluss bringen, diese Geschichte, wollen wir nach unserer Gewohnheit niederknien, wo es möglich ist, für ein Anfangsgebet.

[0:56] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du so ein großer und gütiger Gott bist, dass deine Gnade jeden Tag aufs Neue uns zu dir zieht, zu Herzen erfrischt. Und wir möchten dich bitten, dass wir auch heute aus deinem Wort etwas lernen, dass das Evangelium dort, Johannes 4, unser Herzen näher zu dir zieht, dass wir von deiner Methode lernen, Menschen zu gewinnen, und dass wir von dir lernen, wie man mit Menschen umgeht. Wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist unserem Herzen wirkt und dass du alle Störenden fernhältst. Amen.

[1:37] Gut, ihr Lieben, lasst uns Johannes 4 aufschlagen. Wir haben uns ja durch diese Geschichte jetzt relativ weit vorgetastet. Es bleiben uns die letzten Verse, die eigentlich gar nicht mehr mit der Frau so sehr zu tun haben, sondern mehr mit dem, was sozusagen dann als, wie soll man sagen, als Folge des Gesprächs mit Jesus entstanden ist. Letztes Mal haben wir gesehen, wie Jesus sich ihr in den einfachsten, denkbarsten Worten offenbart hat: "Ich bin der Messias, der mit dir redet." Wir haben gesehen, dass sie als Samariterin ein recht klares Verständnis eigentlich von der Rolle des Messias hatte, darauf gewartet hat und dann zu der Überzeugung gekommen ist, Jesus muss dieser Christus sein, weil er das alles weiß, was sie in dem Leben getan hat. Und sie hat dann ihren Wasserkrug stehen und liegen lassen, ist in die Stadt gelaufen und die Menschen kamen dann aus der Stadt hinaus. Und währenddessen haben die Jünger nichts weiter im Kopf gehabt, als den Rabbi, den Meister daran zu erinnern, dass er essen muss. Und Jesus erzählt von einer Speise, die sie noch nicht wirklich kennen. Was für eine Speise war das nochmal, die Jesus dort ihnen versucht hat nahezubringen? Er sagt, meine Speise ist es, den Willen Gottes zu tun, der mich gesandt hat, den Willen Gottes. Das heißt, ihm war es wichtiger, dass seine Mission erfolgreich ist, als dass er nur einen vollen Magen hat.

[3:15] Und wir wollen genau an diesem Punkt jetzt einhaken in Vers 35. Das Gespräch ist noch nicht vorbei. Jesus hat ihnen gerade gesagt, dass er das Ziel hat, das Werk Gottes zu vollbringen. Und wir haben gelernt, das Wort "vollbringen" meint eigentlich zu Ende bringen, vollenden, ans Ziel bringen. Und in diesem Zusammenhang sagt er jetzt folgendes in Vers 35: "Sagt ihr nicht, es sind noch vier Monate, dann kommt was? Die Ernte." "Ich sage euch, hebt eure Augen auf und seht die Felder an, sie sind schon weiß zur Ernte." Frage Nummer eins: Wann beginnt in Palästina die Ernte? Man muss ja bedenken, also gib mir mal Monate. Ja, also ich meine, man muss erstmal, es gab sehr viele Ernten, es gab Feigenernten und Zitronenernten und Getreideernten. Aber hier geht es offensichtlich um die Getreideernte, weil es geht um die Felder. Und die Getreideernte, du hast richtig gesagt, da gab es ein Fest, wo die Erstlinge dargebracht worden sind, die Erstlinge der Ernte. Wann war denn das Fest? Ja, genau, so zur Zeit, wo heute so zur Passahzeit. Ja, genau, so um den April herum. Man sagt so meistens so April, Mai war diese, begann die richtige Erntezeit. Das heißt, wenn ich jetzt hier April, Mai als Erntezeit ansetze, dann war die Geschichte mit der Frau am Jakobsbrunnen wann? Lesen wir den Fest nochmal. Es sagt hier nicht, es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte. Genau, es muss vier Monate vorher gewesen sein, weil die Jünger haben gesagt, die Ernte kommt erst in vier Monaten. Ja, genau, Dezember, Januar. Also das hat man vielleicht gar nicht so im Hinterkopf, dass Jesus im Dezember, Januar da an diesem Brunnen sitzt. Damals waren natürlich andere, also dort sind andere Temperaturen als hier. Es war im Dezember und Januar oder Januar. Auch in Palästina ist das eher ein kühler Monat und an Ernte war noch lange nicht zu denken.

[5:47] Sagt ihr nicht, es sind noch vier Monate. Übrigens, das gibt uns die Gelegenheit, Johannes 4 ein bisschen genauer zu datieren, einfach mal so als Zwischenstopp. Wir haben ja viele Geschichten von Jesus jetzt schon angeschaut. Machen wir mal so eine kleine Zeitleiste. Wann ist Jesus getauft worden? Kurze Wiederholung. In welchem Jahr genau? Getauft wurde er im Jahr 27. Und in welcher Jahreszeit war das ungefähr? Erst mal nicht im Frühling. Er hatte dreieinhalb Jahre Dienst gehabt und wenn er im Frühling gestorben ist, dann war es im Herbst. Also jetzt machen wir eine kleine Zeitlinie für uns, um das ein bisschen besser einordnen zu können. Also im Herbst, also vorher hat Johannes der Täufer gepredigt, im Herbst 27 wird Jesus getauft. Dann geht er in die Wüste, nicht wahr, 40 Tage und dann kommt diese Erfahrung mit den ersten Jüngern, die er dort in Johannes 1 hat und so weiter. Dann beginnt das Jahr 28, also unser Jahr 28, nicht wahr, für den anderen Kalender. Und dann war er in Jerusalem. Wann war er in Jerusalem? In Johannes 2. Wenn wir die Geschichte in Jerusalem angeschaut, als er nach Jerusalem ging in den Tempel, das war zu welcher Zeit? Wenn wir vor lauter Bäumen, die wir anschauen, den Wald nicht aus den Augen verlieren, nicht wahr? Im Frühling, das war nämlich welches Fest dort bei der Tempelreinigung? Passafest, okay. Passafest. Also 27 Herbsttaufe, dann ungefähr anderthalb Monate in der Wüste, dann die ersten Jünger, dann bleibt er eine Zeit lang leer. Dann ein halbes Jahr später, im Frühjahr 28, geht er in Johannes 2 zum Tempel, reinigt den Tempel. Dann kommt noch die Geschichte mit Johannes 3 und dann Johannes 4 spielt schon am Ende des Jahres. Könnt ihr das sehen? Dezember, weil es sind ja noch vier Monate bis zur nächsten Ernte nur noch. Das heißt, von Johannes 2 bis Johannes 4 sind acht Monate. Was hat eigentlich die Zeit über gemacht? Könnt ihr euch erinnern? Ja, das war da, wo er einfach getauft wird am Jordan und wo es diesen Streit dann gab mit den Jüngern des Johannes, wo uns fast nichts berichtet ist. Also was ich damit euch nur sagen würde, es gibt viele Geschichten über Jesus, aber die meisten sind in einem späteren Zeitraum. Es gibt hier monateweise, wo wir fast keine Geschichten von ihm haben. Zwischen Johannes 2, 3 und 4 liegen jetzt hier acht Monate schon. Diese Anfangsphase von Jesus ist in den Evangelien eher spärlich bezeugt, hier und dort einige Geschichten. Das meiste kommt dann später in Galiläa, nur dass man ein bisschen mal so ein Gefühl dafür hat, wie dieser Dienst von Jesus so gegliedert gewesen ist. Wir werden das immer mal wieder machen. Das heißt, zu diesem Zeitpunkt, relativ früh noch in seinem Dienst, sind jetzt schon über ein Jahr vergangen.

[9:14] Okay, aber lassen wir die Kalenderrechnerei und gehen zurück zu Johannes 4. "Sagt ihr nicht, es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte." Und dann sagt er was Interessantes. Er sagt: "Ich sage euch, hebt eure Augen auf." Warum sagt Jesus, hebt eure Augen auf? Haben die alle nach unten geschaut? Betreten. Warum sagt er, hebt eure Augen auf? Was meint er? Er sagt: "Hebt eure Augen auf." Kennt ihr vielleicht eine andere Geschichte in der Bibel, wo es auch heißt, dass jemand seine Augen erhob? Offenbarung. Du meinst wahrscheinlich, alle Augen werden ihn sehen. Geschichten in der Bibel, wo es heißt, dass jemand die Augen erhob.

[10:22] Also eine ganz bekannte Geschichte ist in 1. Mose 22. Abraham, genau. 1. Mose 22 und dort Vers 4. Das ist eine ganz bestimmte Phrase, die in der Bibel immer wieder kommt und zwar bei ganz besonderen Momenten eigentlich auch. 1. Mose 22, Vers 4 zum Beispiel: "Am dritten Tag erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von ferne." 1. Mose 22 ist die Geschichte von, was ist das für eine Geschichte? Genau, Abraham und Isaak. Und den Ort, den er sieht, ist jetzt den Ort, den Gott ihm genannt hat. Der Berg, wie hieß er nochmal? Moria, genau. Er erhebt seine Augen und sieht diesen bedeutungsschwangeren Ort. Er hat also nicht einfach nur herumgeschaut und mal einen Berg gesehen, weil da waren viele Berge. Im Bergland von Judäa gibt es viele Berge, aber er erhob seine Augen und er sieht diesen ganz besonderen, ganz bestimmten Ort. Noch interessanter ist, dass es in 1. Mose 13 ist.

[11:38] Ja, ja, ja. 1. Mose 13, schaut mal. Also, als Rebekah kommt. Das kann sein. Warte, dass wir kurz schauen. Ja, nicht direkt. Das heißt, Rebekah blickt auf. Rebekah hat ihre Augen aufgehoben. Also, das auch. Rebekah hat ihre Augen aufgehoben, als sie den Isaak gesehen hat. Und 1. Mose 13, schaut mal. 1. Mose 13 und dort Vers 10. Das ist jetzt sehr interessant.

[12:15] Also, die Urbedeutung der Worte "seine Augen aufheben", was bedeutet das? Im einfachsten deutschen Sinne, was bedeutet, dass die Augen aufheben? Was zu sehen. Genau, das bedeutet, hochzuschauen. Ich habe nach unten geschaut, ich schaue nach oben. Jetzt schaut mal 1. Mose 13 und dort Vers 10. "Da hob Lot seine Augen auf und sah die ganze Jordanaue." Frage: Hat er hochgeschaut? Der Jordan ist der tiefste Punkt auf der Erde. Er stand auf dem Berg, er hat nach unten geschaut und trotzdem sagt die Bibel, er erhob seine Augen. Das heißt, hier seht ihr ganz deutlich, es bedeutet nicht einfach eine physische Beschreibung, wie jemand seinen Kopf hebt. Warum hat der Lot seine Augen erhoben?

[13:18] Okay, in dem Sinn, ja. Ja, ähnlich wie bei Abram bedeutet die Augen erheben, etwas erkennen. Für ihn war das zum Beispiel jetzt die Jordanaue, Sodom und Gomorra, das sah so schön aus, das sah aus wie der Garten des Herrn, das sah aus wie das Paradies. Es war etwas Besonderes, was er dort sah. Also immer, wenn dieses Vorkommen ist, "erhob die Augen und sah", dann steht oft diese Besonderheit dessen im Vordergrund, was er dort gesehen hat. Und das finde ich so interessant, weil Jesus jetzt auch sagt: "Schaut mal, erhebt eure Augen." Die Jünger hatten ja nicht auf den Boden geschaut, sie haben auch gesehen, was kommt. Sie haben die Menschen auch gesehen, aber Jesus sagt: "Schaut doch mal, seht ihr nicht die Bedeutung dessen?" Für sie waren das vielleicht einfach nur Menschen. "Erhebt eure Augen, seht ihr nicht die Ernte?" Also Jesus hat da wieder versucht, so ein bisschen die Bedeutung herauszustellen.

[14:21] Gehen wir zurück zu Johannes 4. Und übrigens, Ellen White beschreibt das so schön, vielleicht habt ihr es mal gelesen, wie sie sagt, dass er so über die Felder geschaut hat und die Felder waren eindeutig noch nicht reif. War noch ganz frisches Grün, keine Ähren zu sehen und er sagt: "Ihr sagt, in vier Monaten kommt die Ernte, aber hebt eure Augen auf, seht ihr nicht schon die Ernte?" Weil mitten durch die Felder, mitten durch dieses unreife Getreide, kamen die sehr viel reiferen Samariter. Seht ihr nicht, hebt eure Augen auf. Die hatten halt einfach ein Brett vor dem Kopf, die Jünger.

[14:52] Johannes 4, Vers 35: "Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte. Siehe, ich sage euch, hebt eure Augen auf und seht die Felder, sie sind schon weiß zur Ernte." Weiß konnte man gar nicht sehen. Das ist wieder so ein Beispiel dafür, dass es hier nicht um das Physische geht. Da war nichts weiß im Feld, da waren Menschen. Aber Jesus sagt, die Menschen sind schon reif.

[15:14] Und dann sagt er in Vers 36: "Und wer erntet, übrigens, woher weiß man eigentlich, dass wann Erntezeit ist?" Genau, Jesus hat deutlich gesagt später in Markus 4, 29: "Wenn die Frucht es zulässt, bringt der Mensch sogleich die Sichel hin, weil die Stunde des Erntens ist gekommen." Und wie wir schon am Sabbat kurz erwähnt haben, eine der ganz entscheidenden Dinge im Leben ist es, zu entdecken oder zu lernen, wann ein Mensch reif ist, reif zur Entscheidung. Und Jesus hat diese Kunst beherrscht und die Jünger noch überhaupt gar nicht.

[15:59] Vers 36: "Wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich der Seemann und der Schnitter miteinander freuen." Also jetzt spricht er hier davon, wie Menschen gewonnen werden. Kennt ihr andere Bibelstellen, die davon sprechen, dass diejenigen, die Menschen gewinnen für Jesus, dass die einen Lohn haben, dass die belohnt werden, dass die Freude haben? Genau, das sagt die Ellen White. Alle werden mindestens einen haben, nicht wahr?

[16:39] Ja, kennt ihr noch Stellen in der Bibel, wo Verse, die davon sprechen, dass derjenige, der Menschen zu Jesus bringt, der Menschen erntet, dass der Freude hat, dass der Lohn empfängt? Er sagt beides, aber er sagt es an verschiedenen Orten. Er sagt, er möchte Menschenfischer machen und er sagt auch, dass sie schon in diesem Leben hundertfach empfangen werden und im ewigen Leben halt. Schauen wir uns mal die Texte an. Die Bibel spricht einiges darüber.

[17:12] In Sprüche 11 und dort Vers 30. Sprüche 11 und dort Vers 30. Sprüche 11, Vers 30: "Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und der Weise gewinnt Seelen." Ganz schöner Vers. Wenn jemand wirklich weise ist, wenn jemand die Weisheit von Christus im Herzen hat, dann wird er Menschen gewinnen und die Frucht ist ein Baum des Lebens. Baum des Lebens, ewiges Leben, neue Erde. Der Weise gewinnt Seelen. Manche Menschen halten sich für besonders weise und schotten sich von der Welt ab, weil sie dann mehr Zeit zum Meditieren oder zum Nachdenken haben. Aber wer wirklich weise ist, der wird andere Menschen zu Jesus führen. Das ist ein ganz toller Vers, den ihr euch merken könnt.

[18:14] Noch einer, der ganz berühmt ist, Daniel 12. Daniel 12, Vers 3. Und vielleicht hast du den auch so ein bisschen im Hinterkopf gehabt. Daniel 12, Vers 3. Dort heißt es: "Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich." Auch hier werden diejenigen belohnt, die andere zur Gerechtigkeit weisen. Also Seelengewinnung ist keine dröge Pflicht, sondern verbunden mit einem großen Lohn.

[18:59] Einer, der das wirklich verstanden hat, das ist der Paulus. Schaut mal, 2. Timotheus. Das schreibt er an den Timotheus. 2. Timotheus, Kapitel 4. 2. Timotheus 4, und dort Vers 7 und 8. 2. Timotheus 4, Vers 7 und 8. Paulus sagt: "Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt." Was hat er denn so die letzten, also die Jahre zuvor getan? Was bestand in seinem Kampf, seinem Lauf als Christ? Er hat sein ganzes Leben, egal ob er als Feldmacher gearbeitet hat oder gerade als Apostel unterwegs war, sein ganzes Leben dieser Aufgabe verschrieben, Menschen zu Jesus zu führen. Gesagt: "Ich versuche alles, damit ich wenigstens einige gewinnen kann", sagt er im Korintherbrief. Und dann sagt er: "Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird. Nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben." Der Paulus erinnert uns daran, dass wenn wir den guten Kampf kämpfen, wenn wir das tun, wozu Gott uns berufen hat, dann haben wir einen großen Lohn vor uns.

[20:22] Aber der Lohn ist nicht nur im zukünftigen Leben, ist nicht nur die die Krone des ewigen Lebens, sondern in der Bibel steht auch, dass man schon in dem jetzigen Leben eine echte Freude hat. Kann man Jesaja lesen? Schaut mal, Jesaja 60 und dort Vers 3 und 5. Das ist dieses Kapitel, das geht mit diesen berühmten Worten los: "Mache dich auf, werde Licht! Ja, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir." Das war der Missionsbefehl, nicht an die Jünger, sondern an die Israeliten. Gilt auch für uns noch heute. Und da heißt es als Resultat von diesem Missionsbefehl, Vers 3: "Und Heidenvölker werden zu deinem Licht kommen und Könige zu dem Glanz, der über dir aufgeht." Mit anderen Worten, Menschen werden gewonnen und dann Vers 5 steht die Folge davon: "Wenn du dies siehst, wirst du vor Freude was tun? Strahlen und dein Herz wird klopfen und weit werden." Habt ihr das mal erlebt, dass euer Herz geklopft hat, weil Menschen sich für Jesus entschieden haben oder dass das Herz weit wird, dass man so richtig die ganze Welt umarmen könnte, weil man sich so sehr freut, dass jemand den Weg des Lebens gefunden hat? Ich glaube, wenn man Missionen vernachlässigt, wenn man es vernachlässigt, Menschen zu Jesus zu führen, dann ist es keine Wohltat, dass das Herz immer enger wird, dass man immer engstirniger wird in seinen Ansichten, wie man mit anderen umgeht. Das Herz wird weit, indem ich ein Licht bin. Jeder, der ein Licht ist, wird ein weites Herz bekommen und wird ein Lächeln auf den Lippen haben und wird fröhlich sein. Vielleicht ist das Hauptproblem von grießgrämigen Christen, die durch die Welt gehen, als müssten sie beweisen, dass das Leben als Christ besonders dramatisch schlimm ist, daran, dass sie nicht Menschen zu Jesus führen, dass sie nicht ernten, dass sie nicht sehen. Sie vielleicht versuchen, alles richtig zu machen, aber es ist genau die Mission, die uns hilft, diese Freude zu haben. Also Gott wünscht sich fröhliche Christen, fröhliche Menschen. Das ist der Lohn eines Seelengewinners.

[22:37] Zurück zu Johannes 4. Und dort kommen wir zu einigen interessanten Aussagen von Jesus in Bezug auf die Mission. Johannes 4 und dort Vers 36, 37: "Wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben." Übrigens, er hatte ja schon der Frau am Samariterbrunnen vom ewigen Leben, vom Jakobsbrunnen, vom ewigen Leben gesprochen, oder? Er hat gesagt, das Wasser des ewigen Lebens würde er anbieten. Hier spricht er von der Frucht des ewigen Lebens. Und dann sagt er, Vers 37: "Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet." Vers 36 endet ja damit: "damit der Seemann und der Schnitter miteinander sich freuen." Jesus erinnert die Jünger oder versucht, ihnen etwas beizubringen, erinnert sie daran, dass es in der Mission, in der Seelengewinnung, verschiedene Phasen gibt. Und verschiedene Phasen haben manchmal verschiedene Ausführende. Und wenn ein Mensch zu Jesus findet, dann ist das selten nur wegen einer einzigen Person. Also wir sagen ja manchmal, hast du schon einen Menschen zu Jesus geführt und damit meinen wir auch, etwas Gutes. Aber es ist eigentlich nicht ganz korrekt, weil es kommt relativ selten vor, dass eine einzelne Person einen Menschen von Anfang bis Ende zu Jesus führt. Meistens ist das eine Mischung aus verschiedenen Dingen, oder?

[24:04] Genau, also es ist ja auch so, ich meine, es gibt auch Menschen, die können vielleicht aufgrund bestimmter Beschränkungen gar nicht das volle Programm einer vollen Mission durchführen. Gott ist ein sehr fairer Gott, aber Gott möchte damit deutlich machen, dass jeder, der bekehrt ist, sich an der Seelengewinnung beteiligen wird. Aber wie du richtig gesagt hast, jeder und jeder von uns weiß, den Weg, den wir zu Jesus gefunden haben, den haben wir gefunden, weil verschiedene Menschen zu verschiedenen Zeitpunkten mit verschiedenen Perspektiven etwas dazu beigetragen haben. Und das ist sehr wichtig und deswegen hat Gott eine Gemeinde, weil in der Gemeinde die verschiedenen Gaben und Fähigkeiten da am besten zusammenkommen.

[25:06] Der Paulus musste das den Korinthern mal auseinanderdröseln, weil die das genau missverstanden haben. Die haben gedacht, Paulus und Kephas und Apollos, das sind drei verschiedene Parteien und jeder kann sich einen aussuchen, so wie man gehört, und haben sich gestritten. Schaut mal in 1. Korinther 3 und da erklärt ihn jetzt Paulus dieses Prinzip. In 1. Korinther 3 und dort ab Vers 5: "Wer ist denn Paulus und wer Apollos? Was sind sie anderes als Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, und zwar wie es der Herr jedem gegeben hat?" Also, wer ist derjenige, der letztendlich die Menschen zu Jesus führt? Jesus selbst, der zieht sie zu sich und er benutzt Diener und diese Diener sollen niemals über Jesus erhoben werden.

[25:59] Vers 6: "Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Gedeihen gegeben." Ohne Gott kann Paulus predigen, was er will und Apollos kann predigen, was er will. Es bringt gar nichts. Vers 7: "So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, noch der, welcher begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt." Der aber, welcher pflanzt und der, welcher begießt, sind eins. "Jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen, jetzt kommt die Antwort auf deine Frage, entsprechend seiner eigenen Arbeit." Das heißt, ich werde Lohn bekommen, weil ich gesät habe oder weil ich gegossen habe oder weil ich geerntet habe oder weil ich das geerntete Getreide in die Scheune gebracht habe. Jeder hat seinen Anteil und wird Lohn entsprechend bekommen.

[26:47] Vers 9: "Denn wir sind Gottes Mitarbeiter, ihr aber seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau." Die Frage ist also, auch wenn wir unterschiedliche Fähigkeiten haben, sollte doch jeder irgendwo seinen Platz haben in diesem großen Ackerbau. Was ist deine Gabe? Bist du jemand, der sät? Bist du jemand, der gießt? Bist du jemand, der erntet? Wir brauchen alles und ich glaube, eine wichtige Aufgabe als Christus ist herauszufinden, wo meine Nische ist, wo mein Scharnier ist, welches Glied ich in der Kette bin. Bin ich jemand, der vielleicht gut darin ist, Menschen erstmal einen ersten Kontakt zu Menschen zu machen und sie in die Gemeinde zu bringen? Bin ich gut darin, Bibelstunden zu geben? Bin ich gut darin, vielleicht einen Menschen vor die Entscheidung zu stellen? Alles wird gebraucht und das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass Menschen jetzt anfangen, einen Einzelnen, der vielleicht einen größeren zeitlichen Anteil oder qualitativen Anteil hat, höher zu stellen, als es gebührt. Aus Gottes Augen ist es vielleicht sogar wichtiger, dass jemand eingeladen wird, als dass jemand eine Predigt hat. Es ist vielleicht wichtiger das kleine Gespräch nach der Predigt als der große Vortrag und wir machen oft den Fehler, dass wir, ähnlich wie auch die Korinther, den Paulus und den Apollos auf ein Podest heben, wo es gar nicht hingehört und das führt dann zu Streit. Also, es kommt auf die Arbeitsteilung an und wie viele Jünger haben die Aufgabe nicht zu tun? Keiner. Ellen White sagt: "Gott erwartet von jedem einen individuellen Dienst."

[28:34] Und wir müssen alle gemeinsam zusammenarbeiten. Okay, zurück zu Johannes 4 und schauen wir da zu Vers 38. Johannes 4 und dort Vers 38: "Ich habe euch ausgesandt zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt. Andere haben gearbeitet und ihr seid in ihre Arbeit getreten." Okay, mal ganz praktisch. Was ist die Ernte, von der Jesus hier spricht? Er sagt, ich habe euch ausgesandt. Das Wort Apostel heißt ja Ausgesandter. Ihr seid meine Apostel, seid meine Gesandten, um zu ernten. Von welcher Ernte spricht er hier ganz konkret? Was ist die Ernte, die er hier meint? Welche Ernte werden die Jünger, also Petrus und Johannes und Jakobus einfahren?

[29:40] Ja, ja, ja, aber konkret, wann haben die Jünger wirklich geerntet? Wann sind die Entscheidungen gefallen? Zu Pfingsten, das ist die Ernte, oder? Pfingsten war die Ernte. Pfingsten haben sie die Sichel rausgenommen und haben einmal gemacht und 3.000 Menschen waren bekehrt. Und Jesus fängt sehr früh an, ihnen zu sagen, wenn Pfingsten passieren wird und 3.000 sich bekehren und ein paar Tage später die Gemeinde auf 5.000 gewachsen ist und kein Gebäude der Welt diese Gemeinde behalten kann, dann erinnert euch daran, dass ihr nicht die Einzigen gewesen seid. Ihr wart nur der letzte Schritt in einer langen Kette von Ereignissen, weil glaubt ihr nicht auch, dass man, wenn man 3.000 Leute tauft, man plötzlich denkt, man ist besonders wichtig? Das hat noch keiner von uns erlebt, oder? Eine Predigt zu halten und 3.000 Menschen bekehren sich, da könnte man schnell denken, dass man unverzichtbar ist im Werk Gottes und Jesus weiß das und er sagt: "Ihr werdet Erfolg haben, ihr werdet sogar gewaltigen Erfolg haben, aber denkt daran, ihr seid nur das letzte Glied in der Kette." Und ich glaube, das ist wichtig, weil wir in einer ähnlichen Situation sind. Die Bibel sagt uns, wir werden gewaltigen Erfolg haben. Die Bibel sagt uns, dass das Evangelium in die ganze Welt gehen wird, dass sich Tausende bekehren werden, Massenbekehrungen und wie ich uns alle kenne, glaube ich, sind wir alle in der Gefahr, dass wir dann denken, meine Güte, was haben wir Großes hier vollbracht und deswegen können wir vielleicht von Anfang an diese Lektion hier in unserem Kopf speichern.

[31:13] Wer waren denn die Menschen, die bereits vor den Jüngern gearbeitet haben, wenn Jesus sagt: "Andere haben gearbeitet, ihr seid in ihre Arbeit eingetreten." Wessen Arbeit haben die dann übernommen? Johannes der Täufer hatte vor ihnen gearbeitet. Wie wir gesagt haben, das ging ja schon los 2.000 Jahre vorher, als dort an dieser selben Stelle der Abraham mit seiner Karawane dort zum ersten Mal aufschlug und sagte: "Hier, ich komme aus dem fernen Land und ich verkündige euch den wahren Gott." Und all die Jahrhunderte, all die Propheten waren alle schon Arbeiter.

[31:58] Jetzt schaut man mit mir in 1. Petrus 1, da wird ganz deutlich, dass all diese Propheten, die Gott gesandt hat, vorgearbeitet haben auf ein Ziel hin, das sie selbst nie so ganz gesehen haben. 1. Petrus 1 und dort Vers 11 und 12. 1. Petrus 1, Vers 11 und 12, sprechend von den Propheten hier: "Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte. Ihnen wurde offenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern wem dienten? Euch oder uns." Genau, dienten mit dem, was euch jetzt bekannt gemacht worden ist durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt wurde. Dinge, in welche auch die Engel hinein zu schauen begehren." Petrus hat die Lektion verstanden. Er sagt, was wir jetzt verkündigen, das haben die schon verkündigt, die lange vor uns gewesen sind und sie haben das Resultat nie gesehen, sondern Gott hat ihnen gesagt: "Ihr arbeitet jetzt und zu einem späteren Zeitpunkt, hunderte Jahre später, vielleicht tausende Jahre später, wird die Frucht davon zu sehen sein."

[33:15] Es ist eine Sache, für Gott zu arbeiten, wenn man sofort die Frucht sieht. Es ist eine andere Sache, für Gott zu arbeiten, wenn man von vornherein weiß, ich werde die Frucht nicht mehr sehen. Klar, natürlich, klar, natürlich, in gewisser Weise, aber manche sehr wenig. Wir sind auch, ganz genau, also in gewisser Weise, keiner ist ohne Frucht geblieben, aber wenn ich an den Jeremia denke oder so, ja, also manche haben wirklich ein hartes Los gehabt als Propheten oder die meisten Menschen, die Hiob gewonnen hat, die hat er nie getroffen.

[33:53] Mit anderen Worten, was wäre, wenn wir wüssten, dass Jesus erst in tausend Jahren wiederkommt? Wären wir trotzdem so aktiv in der Mission? Also, versteht ihr, was ich meine? Wir haben immer diesen besonderen Zug, wir glauben, Jesus kommt sehr bald, wir sehen die Prophezeiungen erfüllen sich vor uns und es könnte in unserer Lebenszeit geschehen und das heißt, die Ausgießung des Spätregens und die Massenbekehrung sind um die Ecke, ja, aber stellt euch vor, wir wären Waldenser und wir wüssten aus der Prophetie, es dauert noch tausend Jahre, bis überhaupt erst mal jetzt mal die Endzeit beginnt, dann hat man schon eine andere Perspektive, oder?

[34:31] Ja, aber ich denke, das liegt daran, welche Position man eigentlich hat, weil wenn ich mir vorstelle, dass mein Leben endlich ist, dass ich ja nicht nur für die tausend Jahre hinweg arbeite, ich arbeite ja auch mit Gott zusammen für mein ewiges Leben und wenn ich davon ausgehe, dass ich ja nun in der Grenzzeit auf dieser Erde leben muss, das heißt, in dem Moment, wenn ich sterbe, ist Jesus Christus für mich da, dann ist er gekommen, fertig.

[34:56] Klar, natürlich, ich wollte trotzdem nur damit zeigen, die Mission, die wir tun, ist unabhängig davon, ob ich jetzt gleich Resultate sehe oder nicht und das ist ein sehr wichtiges Prinzip, weil wir oftmals in der Mission so erfolgsorientiert denken. Der Noah war eigentlich relativ erfolglos, oder? Aber wie viele Millionen Menschen werden im Himmel sein wegen der Geschichte von Noah? Und in dem Sinne, glaube ich, lohnt es sich, darüber nachzudenken.

[35:38] Jesus hat dreieinhalb Jahre gearbeitet und just in dem Moment, wo er hätte die Ernte einfahren können, hat er anderen die Ernte überlassen. Das ist auch ein interessantes Prinzip, weil manchmal sind wir, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber da gibt es vielleicht so eine Art, wie soll ich das sagen, so einen heiligen, frommen Stolz, dass man jemanden zu Jesus geführt hat. Mein Dienst, meine Bibelstunde, mein Ministry, meine Predigt, meine Einladung, mein Kuchen, meine Gastfreundschaft, mein Gebet, aber Jesus hat ganz bewusst auf alles verzichtet, was ihn in den Vordergrund gestellt hätte bezüglich der Ernte. Er hat gearbeitet, hat sich abgerackert und just als die Ernte kam, war er weg im Himmel. Keiner konnte ihn sehen. Die Jünger haben quasi seine Lorbeeren geerntet. Und das zeigt auch etwas über den Charakter Jesu. Und das steckt hier drin.

[36:30] "Ihr seid in die Arbeit eingetreten."

[36:41] Ja, danke schön. Ein ganz wichtiges Prinzip, danke, dass du es erwähnst, doch ergänzt. Da gehört auch dazu, dass man bereit ist, abzugeben, anderen auch etwas zu delegieren. Ein meistgesehener Fehler im Werk Gottes ist, dass man versucht, zu sehr alles auf sich selbst zu konzentrieren. Vielleicht hat man schon Erfahrung, man weiß, wie es geht. Man müsste andere einlernen, die sind vielleicht dann nicht unerfahren, die sind nicht vertrauenswürdig usw. Aber das ist ein wichtiges Prinzip. Ich bin nur ein Glied in der Kette. Die anderen müssen ohnehin arbeiten, dann lasst sie doch gleich mitmachen. Ganz, ganz entscheidend.

[37:20] Und übrigens, was noch interessant ist, noch ein anderer Aspekt. Als die Jünger jetzt ihre Augen aufheben, wen sehen sie da kommen? Und die Stadt besteht aus? Menschen, die aus solchen vollkommen aus Samaritern. Und Jesus sagt dann Dinge, die darauf schließen lassen, dass diese Menschen gerettet werden. Er sagt: "Schaut, das ist die Ernte, da werden Menschen jetzt geerntet." Zu einem sehr frühen Zeitpunkt haben die Jünger mal diese beiden Ideen miteinander verknüpft bekommen. Ernte von Menschen, also Samariter, das war für die unvorstellbar.

[37:57] Übrigens, als dann die ganzen Menschen kommen, warum sind sie gekommen? Aufgrund des Zeugnisses einer Frau. War die Frau die erste Möglichkeit für diese Menschen Jesus kennenzulernen? Nur wenige Minuten vorher waren etliche Jünger von Jesus in der Stadt. Dieselben Menschen, die jetzt aufgrund des Zeugnisses von Jesus kommen, die hatten ja vorher Kontakt mit den Jüngern, aber die Jünger sind in die Stadt gegangen, lediglich um einzukaufen. Sie waren die Jünger Jesu, sie waren seine Repräsentanten. Sie haben nicht eine Sekunde darüber nachgedacht, diesen Menschen vielleicht etwas von Jesus zu erzählen. Ich kann mir vorstellen, die haben sich vielleicht ein bisschen komisch gefühlt, als sie jetzt alle kommen zu Jesus. Das ist ungefähr so, stellt euch vor, ihr habt einen Nachbarn seit Jahren und der kommt plötzlich in die Gemeinde, aber nicht, weil ihr ihm etwas gesagt habt, sondern weil sein anderer Nachbar im Internet ein Video gesehen hat. Jetzt kommt er in die Gemeinde und findet euch da.

[39:06] Diese Sünderin ist effektiver, was Jesus damit auch sagt. Ihr steht hier rum und denkt ans Essen. Die Frau arbeitet schon und ihr werdet mal ihre Frucht ernten. Seid nicht zu erhaben über sie.

[39:22] Also ganz interessant, die Jünger haben viel zu lernen. Vers 39, Johannes 4, Vers 39, da heißt es jetzt: "Aus jener Stadt aber glaubten viele Samariter an ihn, um des Wortes der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe." Also diese Frau, schwere Sünderin, nicht aus dem Volk Gottes, limitierte Bibelkenntnis, nämlich nur erste fünf Bücher Mose, wird nicht mal über Nacht, es ist noch nicht mal Nacht gewesen, wird noch am selben Tag zu einer effektiven Bibelarbeiterin. Da kann mir keiner sagen, dass man ein langes Seminar besuchen muss und irgendwie viel Ausbildung braucht. Diese Frau konnte es auch. Viele Menschen glauben an ihr Wort.

[40:14] Und naja, jetzt schauen wir mal in Vers 40, was dort passiert. "Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben, und er blieb dort zwei Tage." Ellen White beschreibt das so schön, was sie gemacht haben. Die ganzen Leute kamen jetzt, sie waren interessiert und sie kommen zum Brunnen und Jesus steht und sie stellen ihm alle möglichen Fragen und Jesus beantwortet sie und sie sind ganz erstaunt, weil die Antworten so anders sind als das, was die normalen Juden immer sagen. Und kennt ihr das, wenn man jemandem stundenlang zuhören könnte und man könnte ihm noch eine Frage stellen, noch eine Frage stellen, noch eine Frage stellen, dann sagt er: "Jesus, bleib doch. Wir haben nämlich noch so viel zu fragen, wir wollen noch so viel wissen, bleib doch bitte bei uns."

[41:01] Kennt ihr noch jemanden, der in der Bibel gesagt hat: "Jesus, bleib, geh nicht." Jakob hat das gesagt am Jabok, nicht wahr? Als Jesus sagt: "Lass mich gehen." Was hat er gesagt? "Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich." Okay, kennt ihr noch jemanden? Oder noch Bibeltexte, wo das?

[41:32] Die Heilung eines Besessenen, ja. Ja, als Abraham sagt: "Bleib hier."

[41:48] Ja, da war es so, Jesus musste sie da vertreiben, weil sie zum König krönen wollten.

[42:09] Ah, ja, ja, ja, genau. Jetzt haben wir noch einen interessanten Vers, den ich gefunden habe in Jeremia. In Jeremia 14, Jeremia 14 und dort Vers 8. Jeremia 14, Vers 8. Interessanter Vers, habe ich vorher noch nie so richtig bewusst gelesen. Jeremia 14, Vers 8. "Du Hoffnung Israels", also das spricht von Gott. "Du Hoffnung Israels, der du sein Retter bist zur Zeit der Not. Warum willst du sein wie ein Fremdling im Land und wie ein Wanderer, der nur zum Übernachten sein Zelt aufschlägt?" Also diese Idee ist hier, Gott sei nicht nur jemand, der mal so ein Tagesgast ist, der mal flüchtig meinem Leben vorbeischaut.

[42:54] Bleib. Ja, ganz interessanter Vers, weil es oft in unserem Leben vorkommt, dass wir Gott nur erlauben, so ein Tagesgast zu sein. Er kommt, meistens am Sabbat ist er ein beliebter Tagesgast, da kommt er und dann darf er wieder gehen, weil wir ihn nicht einladen, bei uns zu bleiben. Diese Samariter sagen: "Herr, bleibe bei uns."

[43:19] Und übrigens, wir haben ja schon gelernt, dass die Samariter ein anderes Verständnis vom Messias gehabt haben als die Juden. Wir haben auch schon gelernt, dass sie hatten ein besseres Verständnis. Ich habe noch was bei Ellen White gelesen, das fand ich wirklich interessant. Wusstet ihr, warum die Samariter alle Bücher ab Mose so abgelehnt haben, die ganzen Propheten, und nur die fünf Bücher Mose behalten haben? Es gab einen besonderen Grund, warum sie gesagt haben, Jesaja, Jeremia, Ezechiel, Daniel ist nicht die Bibel. Habt ihr euch schon mal darüber Gedanken gemacht, warum die dazu auf die Idee gekommen sind? Ich glaube, du hast es schon mal gesagt. Habe ich vielleicht schon mal gesagt? Dann solltet ihr es ja recht wissen.

[44:10] Hier ist der Grund. In den prophetischen Büchern gibt es, anders als in den fünf Büchern Mose, den zusätzlichen Aspekt, dass der kommende Messias ein König sein wird. In den fünf Büchern Mose steht das nicht. In den fünf Büchern Mose steht nur, dass in ihm alle Völker gesegnet werden. Dass ihm alle Völker gehorsam sind, der Schilo. Dass er ein Lehrer sein wird, 5. Mose 18. Aber bei Jesaja findet sich die Idee nicht wahr, dass er der König ist, der Sohn Davids, dass er auf einem Maultier, auf einem Esel einreiten wird in Jerusalem. "Dein König kommt zu dir, der König der Gerechtigkeit." Und die Juden haben diese Verse wie interpretiert? Als den weltlichen König.

[44:54] Also hier ist, was passiert ist, wenn ein Samariter mit einem Juden sich treffen. Der Samariter sagt: "Schau, der Messias wird ein Lehrer sein. Alle Menschen aller Nationen werden an ihn glauben." Der Jude sagt: "Nein, nein, nein, nein. Das ist nur, weil du die meisten Bücher der Bibel nicht kennst. Schau mal, hier steht, er wird ein König sein. Er wird in Zion regieren. Er wird die Feinde vertreiben." Der Samariter sagt: "Aber das stimmt nicht mit 1. Mose und 2. Mose und 3. Mose überein. Demzufolge sind deine prophetischen Bücher falsch." Ellen White sagt, sie haben die meisten biblischen Bücher abgelehnt, wegen der falschen Interpretation, die die Juden draufgelegt haben. Und sie sagt, als die Samariter jetzt kommen und hören, das ist der Messias. Und sie sagen: "Jetzt wollen wir mal wissen, wie der ist." Er ist so, wie sie erwartet haben. Ein Lehrer, der kein König, kein weltliches Königtum anstrebt. Aber er ist Jude. Deswegen fragen sie: "Weißt du nicht, was deine Leute lernen?" Und dann sagt Jesus: "Schau mal, was sie lernen, ist alles Unfug. Das stimmt nicht, das stimmt auch nicht. Der Bibelforscher meint etwas ganz anderes." Und er fängt jetzt sozusagen an, ihnen zu erklären, was eigentlich Jesaja und Jeremia und Ezechiel und Daniel gemeint haben. Und wenn es heißt, viele glaubten an ihn, bedeutet es ja auch, dass sie jetzt anfingen, die biblischen Propheten anzunehmen. Da kann man mal wieder sehen, wie wichtig es ist, die Bibel richtig auszulegen, weil ansonsten man Menschen von der Wahrheit abhält.

[46:09] Naja, die haben ihm zugehört, zwei Tage lang. Und da wäre ich auch gerne dabei gewesen, wie er das alles so erklärt hat. Übrigens, wisst ihr, was noch total interessant ist? Wenn wir über diese Bekehrung der Stadt Sychar nachdenken. Ich weiß nicht, ob euch das aufgefallen ist. Es gibt etwas unglaublich Bemerkenswertes an dem, was Jesus tut, oder eher gesagt, was er nicht tut, was er sonst regelmäßig getan hat. Schaut mal auf den Text. Es gibt etwas, was Jesus hier in Sychar nicht getan hat und trotzdem glaubt am Ende fast die ganze Stadt an ihn. Er hat keine Wunder getan. Das ist einer der wenigen Stellen der Bibel, wo Menschen in Scharen ihm glauben, ohne dass er Wunder getan hat. Könnt ihr euch noch erinnern, was das Problem war von den Juden im Tempel? Johannes 2, Vers 23: "Als er aber am Passahfest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, weil sie seine Zeichen sahen, die er tat." Und dann haben wir gelesen, wie es heißt: "Jesus aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte." Also da haben wir damals gelernt, Jesus hatte kein Vertrauen in ihren Glauben, sondern er wollte einen Glauben, der basiert auf dem Wort Gottes. Aber die Juden haben nur so einen halben Glauben gehabt, so einen oberflächlichen Glauben, der an Wunder festgehalten hat. Deswegen sagt der Nikodemus: "Du bist ein Lehrer von Gott gesandt, weil wer könnte solche Wunder tun?" Und die ganze Zeit versuchte er immer den Nikodemus und auch seine Jünger an das Wort zu binden. Das Wort ist die Kraft.

[47:47] Und jetzt, was sagt der Text hier in Johannes 4? Warum glauben die Samariter? Glauben sie wegen der vielen Wunder? Kein einziges Geschehen. Um seines Wortes willen. Genau das, was er sich immer gewünscht hat von den Juden, geschieht hier. Wisst ihr, was das bedeutet? Wunder sind eigentlich nur ein Hilfsmittel. Wir denken immer, wenn wir mehr Glauben hätten, dann würden mehr Wunder geschehen, dann würden wir Menschen gerettet werden. Wenn Jesus konnte, hat er am liebsten die Leute ohne Wunder bekehrt. Das war der Idealfall. Aber eigentlich hat er doch 100 Jahre lang gewünscht, dem Wohle der Menschen. Klar, natürlich. Er hat aber nur Kranke geheilt. Der Wunder hatte den sonst geheilt. Er hat sie gespeist und er hat Kranke geheilt. Er ist aus dem Wasser gegangen. Dämonen ausgetrieben, aus dem Wasser gegangen. Das stimmt. Aber der Punkt ist der, wir neigen oft dazu, das Übernatürliche als ein besonderes Beweis des Glaubens zu sehen. Aber hier ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Predigt des Wortes schon alles war, was gebraucht wurde. Worte, keine Wunder. Es gab bestimmt auch Kranke in Sychar, oder? Können wir drüber nachdenken. Und das heißt ja nicht, dass es ihm egal war. Aber es ging um das Wort.

[48:58] Schaut nach Vers 41. "Und noch viel mehr Leute glaubten um seines Wortes willen." Das ist jetzt interessant. Diesen Vers muss man in Verbindung mit Vers 39 lesen. Vers 39 sagt: "Aus jeder Stadt aber glaubten viele Samariter an ihn, um des Wortes der Frau willen." Und Vers 41 sagt: "Und noch viel mehr Leute glaubten, um seines Wortes willen." Das heißt, die Idee ist, viele Menschen glauben erst einmal, weil die Frau das sagt, aber als sie ihn dann selbst hören, als er selbst predigt, das Griechische sagt, also viel mehr, also bei weitem noch mehr, also nicht noch drei, vier mehr, sondern eine noch viel größere Menge als in Vers 39, glaubt jetzt in Vers 41. Das kann man etwas Wichtiges entnehmen. Nämlich, wenn Menschen die Gelegenheit haben, sich mit Jesus selbst zu befassen, dann wird ihr Glaube tiefer, intensiver und standhafter und breitet sich viel mehr aus.

[50:10] Übrigens, die Frau hat schon auf diesen Prozess hingewiesen. Was war das Zeugnis der Frau? Worin bestand ihr Zeugnis nochmal? "Er hat mir alles gesagt." Das heißt, die Sache war nicht: Schaut mal, er hat etwas Tolles getan, schaut mal, er hat mich geheilt, sondern schaut mal, er hat gesprochen, seine Worte. Das Zeugnis der Frau hat die Menschen auf das Wort von Jesus hingewiesen. Und deswegen heißt es dann, dass sie später sich mit dem Wort beschäftigt haben und aufgrund seines Wortes geglaubt haben. Also das eine ist natürlich, dass wir erzählen sollen, was Jesus in unserem Leben gewirkt hat, aber dann dürfen wir nicht verpassen, die Menschen auf seine Worte hinzuweisen. Das Wort Gottes, das Wort Jesu.

[50:57] Vers 42. Das ist eine der schönsten Verse, fast im ganzen Neuen Testament. Hier sprechen Samariter. Und schaut mal, was sie sagen. Sie sagen: "Nun glauben wir nicht mehr." Was impliziert das? Genau. Und es ist auch gar nicht schlimm, ist auch vollkommen in Ordnung. Hier sieht man die zwei Stadien oder zwei Phasen des Glaubens. Die erste Phase ist, jemand erzählt mir von Jesus. Das ist total spannend, ist total begeisternd. Ich finde das toll. Ich glaube auch an Jesus, weil man kann schon an Jesus glauben, ohne die ganze Bibel gelesen zu haben. Man kann an Jesus glauben, auch wenn man so einen allerersten Kontakt gemacht hat. Aber dann fängt man an, sich mit ihm zu beschäftigen. Dann fängt man an, sein Wort zu lesen. Dann fängt man an, seine Prophezeiungen zu studieren. Und dann glaubt man nicht mehr wegen anderen Menschen.

[51:59] Beide Phasen sind wichtig, aber sie müssen auch beide aufeinander folgen. Wir glauben entweder am Anfang aufgrund unserer Eltern, aufgrund eines Pastors, aufgrund unserer Freunde, aufgrund von Gemeindekirchenstern. Jemand, der uns zuerst das Wort sagt. Das hat seine Richtigkeit und seine Bedeutung. Aber es muss einen Schritt weitergehen. Und es gibt zu viele Christen, es gibt zu viele Glieder in der Gemeinde, die an Jesus glauben, weil sie noch in Phase 1 sind, weil ihnen das andere erzählt haben. Und die Frage, die wir uns heute stellen müssen, das kann ich wirklich sagen, ich habe selbst gehört und ich habe selbst erkannt. Ja, ich kann mich erinnern, da gab es begeisternde Leute, die haben mich da auf den Trichter gebracht, die haben mich angeschubst, die haben mir den Weg gewiesen. Aber ich habe selbst gelesen, ich kenne die Worte Jesu, er hat mir selbst sein Wort erklärt. Ich weiß, er ist der Erretter der Welt.

[52:58] Und das hätte ein Jude nie gesagt. Die Juden wären höchstens so weit gekommen, zu sagen, naja, er ist der Retter Israels. Aber die Samariter gingen so weit, zu sagen, er ist der Retter der Welt. Da muss den Jüngern die Ohren geschlackert haben. Und Jesus hat sich gefreut, deswegen wollte er unbedingt, dass sie kommen, weil er das gesehen hat. Er hat kommen sehen, dass sie ihn als den Retter der Welt annehmen.

[53:27] Nun, zum Abschluss dieser Geschichte. Johannes 3 und Johannes 4, wir haben das ja schon mehrmals gesagt, sind ganz bewusst von Johannes, obwohl sie so weit auseinander sind, nebeneinander gestellt worden. Beides sind wahrscheinlich die intensivsten und tiefgründigsten Predigten, die Jesus jemals gehalten hat. Und interessanterweise hat er beide gehalten an Einzelpersonen. Ellen White sagt, er hat nie darauf gewartet, dass erst eine Menge zusammenkommt. Manche denken, ich predige nur, wenn da mindestens 50 Leute kommen. Ich habe schon mal Gemeinden eingeladen und gefragt, wie viele Leute müssen da sein, damit du kommst. Egal, wenn einer da ist. Es gibt diese Vorstellung, es lohnt sich nicht, wenn da nur 20 sitzen. Es lohnt sich nicht, es müssen mindestens so und so viele sein, damit sich das lohnt. Nein, für Jesus hat es sich gelohnt, wenn einer gefragt hat. Wann immer wir die Gelegenheit haben, egal ob nachts über Nikodemus oder tagsüber über der Frau. Egal, ob die Person hochgebildet oder verabscheut. Egal, ob aus dem Volk Gottes oder Heiden. Jesus hat jede sich bietende Gelegenheit genutzt, die Wahrheit weiterzugeben. Und diese beiden Predigten, die eigentlich theoretisch keiner mitbekommen hat, weil sie einmal nachts waren und einmal war keiner da, sind die Predigten, die wahrscheinlich am meisten überhaupt zitiert werden in der ganzen Welt. Von allen Predigten von Jesus wären Johannes 3 und Johannes 4 am meisten auf der ganzen Welt zitiert. Die haben sich bis in alle Ewigkeit verbreitet. Und ich denke, das ist ein wichtiges Prinzip für uns auch. Der höchste Dienst, den wir tun können, ist der eins zu eins. Es braucht auch die Predigt zu einer Masse, braucht auch den Hauskreis. Aber das größte, den größten Dienst als Missionare ist immer eins zu eins. Und da kann man wirklich von Jesus lernen.

[55:18] Und in dem Sinne, vielleicht können wir noch zum Abschluss einen Vers lesen, der die Erfahrung der Samariter hier auf den Punkt bringt. 1. Johannes 4, 1. Johannes 4 und dort Vers 14. Sie sagen ja: "Wir haben gehört und erkannt, gesehen." In 1. Johannes 4, Vers 14. Die Jünger sind später auch mal darauf gekommen. Hat ein bisschen länger gedauert. Da sagen sie jetzt in Johannes, 1. Johannes 4, Vers 14: "Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt." Sie sind ein bisschen später auf die zur gleichen Überzeugung gekommen und haben gesagt, wir können das bezeugen. Und heute fragt Gott uns, ob wir nicht auch für ihn bezeugen können, dass wir gesehen haben, dass wir gehört haben, dass wir uns mit Jesus selbst beschäftigt haben, dass Jesus wirklich unser guter Freund geworden ist, dass wir wissen, er ist mein Retter, er ist dein Retter und er ist der Retter der Welt. Wenn wir das als Zeugnis nicht nur in die ganze Welt tragen, sondern auch in die Stadt, in der wir wohnen, so wird die Frau.

[56:31] Lass uns noch gemeinsam beten und dazu nehmen wir Knie. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in dieser Geschichte in Johannes 4 so wertvolle Prinzipien lernen können über die Ernte von Menschen. Du hast diesen großen Wunsch, dass so viele Menschen wie möglich dich und dein Wesen und deinen Charakter kennenlernen. Und wir möchten dich bitten, dass wir lernen von dieser Frau und dass wir vor allem lernen von Jesus, wie er Menschen gewonnen hat, wie er Menschen mit Takt und Überlegung und Geduld und Liebe zur Wahrheit das Evangelium nahegebracht hat. Bitte gib, dass auch wir diese Erfahrung Tag für Tag machen, dass wir dich persönlich kennen und auch bezeugen können. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[57:44] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2016 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.