Veröffentlicht am
1.459 Klicks

Diese Lektion der Cannstatt Study Hour befasst sich mit der Frucht des Heiligen Geistes, wie sie in Galater 5 beschrieben wird. Die Sprecherin Jennifer D’Ambrosio erklärt die Bedeutung von Tugenden wie Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Sie betont, dass diese Eigenschaften nicht aus eigener Kraft erworben werden können, sondern ein Geschenk Gottes sind, das durch ein Leben in Christus und im Gehorsam gegenüber seinem Wort wächst.

Die Lektion beleuchtet auch die biblischen Grundlagen für jede dieser Früchte und vergleicht sie mit den oft oberflächlichen oder fehlgeleiteten Vorstellungen von diesen Eigenschaften in der heutigen Welt. Es wird hervorgehoben, wie wichtig es ist, diese göttlichen Eigenschaften im eigenen Leben zu kultivieren, um ein authentisches christliches Zeugnis zu geben und die Liebe Gottes in die Welt zu tragen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q1: Der Heilige Geist und das geistliche Leben

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Ein herzliches Willkommen bei der Cannstatt Study Hour, heute mit der Lektion Nummer sieben. Es geht heute oder diese Woche um den Heiligen Geist und die Frucht des Geistes. Es gibt einen ganz bekannten Text, den wir in der Bibel kennen, beziehungsweise der Leittext, der uns auch in dieser Lektion diese Woche führen wird, den wir in Galater 5, Kapitel 5 finden und dort die Verse 22 bis 23. Das sind die berühmten Geistesfrüchte.

[0:54] Bevor wir anfangen und diese Lektion miteinander betrachten, möchte ich dich einladen zu einem Gebet. Lieber Vater, wir danken dir, dass wir dein Wort studieren dürfen und wir bitten dich, dass du uns durch diese Lektion führen wirst. Herr, lass uns erkennen, was es bedeutet, die Früchte des Heiligen Geistes in unserem Leben zu besitzen. Und Herr, zeig uns auch, warum es so wichtig ist, dass wir sie als Christen besitzen. Herr, wir danken dir für deine Liebe. Amen.

[1:26] Wenn wir uns die Früchte oder diese Geistesfrüchte in Galater 5 anschauen oder miteinander betrachten, dann können wir ja sagen, dass all diese Eigenschaften Tugenden sind. Nun, was ist eine Tugend? Das ist so ein Wort, das man heute nicht mehr so in Gebrauch nimmt, wenn man miteinander redet. Aber Tugenden, das Wort leitet sich aus dem lateinischen Begriff Virtus und aus dem altgriechischen Arete. Und wenn man die ursprüngliche Bedeutung oder diese Grundbedeutung betrachtet, bedeutet es Tugend, Virtus, Tauglichkeit oder Tüchtigkeit. Unter Tugend versteht man eine hervorragende Eigenschaft oder vorbildliche Haltung. Die Frucht oder Früchte des Heiligen Geistes, das ist das wahre Wesen, wenn wir über das christliche Leben sprechen.

[2:33] Tugenden, das sind so Eigenschaften, oder dieses Wort ist in der heutigen Zeit ziemlich verloren gegangen. Denn wer ist denn heute noch darauf bedacht, Tugenden hervorzubringen? Gute Tugenden, hervorragende Eigenschaften oder hervorragende, ja, vorbildliche Haltung zu zeigen? In einer Welt, die dem moralischen Verfall richtig entgegengeht heute, spricht kein Mensch mehr über eine Tugend oder über Tugenden. Heute lebt doch jeder Mensch nach seinen eigenen Vorstellungen, Prinzipien und nach seinem, ja, nach seinem besten in Anführungszeichen Gewissen oder auch nicht. Aber die Bibel sagt uns, und diese Woche wollen wir sehen, warum es so wichtig ist, im Leben eines Christen diese Tugenden zu haben und zu besitzen. Denn all diese Tugenden sind nichts anderes als der Charakter Gottes. Und Jesus Christus möchte oder Gott möchte, dass wir seinen Charakter hier auf dieser Erde widerspiegeln.

[3:39] Ich möchte mit euch diesen Text in Galater 5 und dort die Verse 22 und 23 miteinander lesen. Galater Kapitel 5 und dort die Verse 22 und 23. Und da heißt es: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.“ Nun, der Apostel Paulus hat diese neun Eigenschaften oder Tugenden aufgezählt und beschrieben. Sie sind sehr wichtig, denn wie wir schon vorhin gesagt haben, ist diese Welt dem moralischen, lebt nach ihrer Vorstellung und nach ihrer Moral, und teilweise gibt es ja keine Moral mehr. Und wenn wir sagen, dass Tugenden Eigenschaften sind, die Gottes Wesen ausmachen, und wenn wir Menschen sind, die nach dem Bilde Gottes geschaffen worden sind, dann ist es umso wichtiger, dass wir die Eigenschaften Gottes in unserem Leben besitzen.

[4:50] Was wir vielleicht verstehen müssen, ist, dass wir diese Eigenschaften, die Frucht des Heiligen Geistes, diese Früchte, dass wir sie uns nicht selber aneignen können. Vielleicht ist es euch passiert oder vielleicht hört ihr oft Menschen, die sehr human oder humanitäre Hilfe leisten, die sehr human sind, die sehr hilfsbereit sind. Und das ist ja alles gut, wir sollen ja so sein. Aber das ist nicht das, was Gott meint. Gott meint mit den Tugenden nicht irgendetwas, was wir uns abgucken von jemandem, auch wie schön er spricht oder wie freundlich er ist oder wie zuvorkommend er ist oder wie hilfsbereit, wie selbstlos. Es gibt ja Menschen, die sehr selbstlos sind, die ihr letztes Hemd geben würden für einen anderen. Davon ist nicht die Rede. Diese Eigenschaften sind Eigenschaften, und das werden wir jetzt in den nächsten Tagen, die wir jetzt miteinander betrachten, auch sehen. Diese Eigenschaften sind Eigenschaften, die uns nur der Heilige Geist schenken kann.

[5:53] Wenn wir uns den Sonntagsabschnitt anschauen, wenn wir den miteinander betrachten, da geht es um den Zustand bei Fruchtlosigkeit, beziehungsweise wie sieht der Zustand eines Menschen aus, wenn diese Früchte nicht in seinem Leben sind. Und dazu schlagt bitte auf in Johannes Kapitel 15 und dort die Verse 1 bis 11. Johannes Kapitel 15 und dort die Verse 1 bis 11.

[6:28] In Johannes Kapitel 15 und dort die Verse 1 bis 11 heißt es: „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg. Jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Gleich wie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebe. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt. Und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer und sie brennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden. Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet. Gleich wie mich der Vater liebt, so liebe ich euch. Bleibt in meiner Liebe. Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleich wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.“ Vers 11: „Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde.“

[7:59] Das Geheimnis ist, dass wir im Worte Gottes bleiben. Dieses Kapitel hier, dieses Kapitel in Kapitel 15, enthüllt das Geheimnis eines erfolgreichen Christenlebens. Denn wenn das Wort hier sagt, dass wir getrennt von Gott nichts tun können, was ist dann die logische Schlussfolgerung? Dass wenn wir in Jesus Christus bleiben, wir alles vollbringen können. Und dieses Geheimnis ist wichtig, dass wir es entschlüsseln, beziehungsweise dass wir das Wort Gottes lesen und dass wir es in unserem Leben umsetzen. Die Früchte des Heiligen Geistes können wir nur in unserem Leben, können nur Frucht bringen, wenn wir am wahren Weinstock bleiben. Und das ist das Geheimnis, das wir entschlüsselt haben. Wir brauchen uns nicht irgendetwas anzueignen oder künstlich uns etwas abzugucken, sondern Gott schenkt sie uns, wenn wir in ihm bleiben, wenn wir in seinem Wort bleiben, wird uns diese Geistesgabe übertragen. Und das ist wichtig, denn getrennt von ihm, wiederhole ich noch mal, können wir gar nichts tun. Wir können gute Menschen sein, aber wir können nicht wie Christus sein, denn diese Geistesgaben, und das sagt schon dieses Wort, Geistesgaben, Geistesfrüchte, kommen vom Heiligen Geist. Und das bedeutet, dass Christus in mir das bewirkt.

[9:41] Und da kommen wir schon zum Montagsabschnitt, wo es um die Frucht der Liebe geht. Nun, Liebe ist so ein großes Wort, das wir oft im Munde nehmen. Und morgen zum Beispiel ist Valentinstag, und da redet jeder von Liebe. Aber ist das die Liebe, die Jesus Christus meint? Wenn wir in 1. Korinther 13 lesen, und dieses Kapitel ist eines der beliebtesten Kapitel auf Hochzeiten oder bei Vermählungen, oder wenn wir über die Liebe sprechen. Aber ist diese Liebe, die wir hier haben, die wir in der Bibel finden, die Liebe Gottes, mit der menschlichen Liebe zu vergleichen? Mit diesen Valentinstagsherzen oder Valentinstagssprüchen? Ist das die Liebe, die Jesus Christus meint, die wir Menschen oft meinen oder fühlen? Wir werden sehen, was 1. Korinther 13 über die Liebe sagt. Bitte schlagt auf 1. Korinther und dort Kapitel 13.

[10:44] In 1. Korinther 13 finden wir diese wunderbaren Worte, diese Worte, die so klar ausdrücken, was die Liebe ist. Und in 1. Korinther 13 heißt es: „Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingelnde Schelle. Und wenn ich Weissagungen hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingebe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe beneidet nicht. Die Liebe prahlt nicht. Sie bläht sich nicht auf. Sie ist nicht unanständig. Sie sucht nicht das Ihre. Sie lässt sich nicht erbittern. Sie rechnet das Böse nicht zu. Sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit. Sie freut sich aber an der Wahrheit. Sie erträgt alles. Sie glaubt alles. Sie hofft alles. Sie erduldet alles. Die Liebe hört niemals auf. Aber seien es Weissagungen, sie werden weggetan werden. Seien es Sprachen, sie werden aufhören. Sei es Erkenntnisse, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise.“ Ich überspringe Vers 13. „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Die größte aber von diesen ist die Liebe.“

[12:28] Wenn wir diese Worte lesen, sind das nicht Worte, die uns ein bisschen so ins Herz treffen? Wir könnten alle Sprachen dieser Welt sprechen. Wir könnten das prophetische Wort austeilen, sprechen. Wir könnten alle Gaben, Geistesgaben haben. Aber wenn wir die Liebe nicht hätten, dann ist alles vergänglich. Und es ist interessant, dass wir mit der Liebe, wenn wir über die Früchte des Heiligen Geistes sprechen, dass wir mit der Liebe beginnen. Denn die Liebe ist der Türöffner, ihr Lieben. Wenn wir die Menschen in die Gemeinde hinein lieben, haben wir sie gewonnen. Wenn wir die Wahrheit haben und wir haben das prophetische Wort, aber wir haben die Liebe nicht, das erkennen die Menschen. Und wenn ihr das auch realisiert habt heute oder wenn ihr das erkannt habt, die Menschen heute suchen nach jemandem, der sie liebt. Und nicht umsonst verfallen die Menschen heute in Süchte, weil sie eine Leere, ein Grundbedürfnis ausfüllen wollen. Und wisst ihr, welches Grundbedürfnis der Mensch hat? Das ist die Liebe, geliebt zu werden.

[13:47] Nun, jetzt suchen manche Menschen diese Leere, indem sie Dinge konsumieren, in Alkohol oder in Essen, emotionaler Hunger stillen. Und es gibt Menschen, die es zum Beispiel versuchen, indem sie von einer Beziehung in die andere springen, um diese Leere auszufüllen. Aber die Liebe, die Gott hier beschreibt, ist eine Liebe, die man nicht vergleichen kann mit diesen Gefühlen, die Menschen füreinander empfinden. Denn die Liebe eines Menschen ist vergänglich, weil wir Sünder sind. Aber die Liebe Gottes ist etwas, was beständig ist. Und das ist was, was wahren Frieden bringt. Das verstehen nun die Menschen heutzutage mal nicht oder interpretieren die Liebe oder verstehen die Liebe heute anders. Ja, heute wird Liebe oft mit Sexualität oder mit Sex verwechselt und viele Menschen verletzen sich selbst. Aber die Liebe Gottes ist das, was dir den Wert gibt. Du bist teuer erkauft, du bist zum Bilde Gottes geschaffen worden. Das ist Liebe.

[14:56] Ich habe heute ein bisschen Radio gehört. Durch meinen Beruf, ich arbeite mit Menschen zusammen, die nicht christlich sind. Und da laufen manchmal, läuft halt das Radio. Und da sagt ja ein Sprecher etwas ganz Interessantes. Das waren so die fünf Minuten Andachten oder zwei Minuten Andachten, so nennen die das. Es ging um den Begriff Sünde. Und er sagte, Sünde ist eine böse Tat, die man vollbringt. Zum Beispiel ein Stück Schokolade zu viel essen oder schlechte Gedanken über jemanden hegen. Und er sagte aber auch, dass Sünde bedeutet, das Ziel zu verfehlen. Ist das nicht die biblische Definition, die wir von Sünde geben? Und er beschrieb die Sünde folgendermaßen. Ich habe das gleich aufgeschrieben. Ich fand das so treffend. Er sagte, es ist wie ein Formel 1 fahren. Also man kommt von der Piste ab und landet in den Graben. Genau das ist Sünde. Am Ziel vorbei. Und genau so ist es, ihr Lieben. Wenn wir das Ziel, wenn wir Sünde tun, wenn wir keine Liebe füreinander haben, ist es auch Sünde. Denn Jesus sagt, wir können in allen Sprachen der Welt sprechen. Aber wenn wir die Liebe nicht haben, ist es vergänglich. Und Jesus sagt auch, wir sollen den Nächsten lieben wie uns selbst. Es ist ein Gebot. Und wenn wir das verfehlen, verfehlen wir das Ziel. Und die Liebe ist entscheidend. Denn ich und du, wir wollen geliebt werden. Aber wir wollen richtig geliebt werden. Und kein Mensch kann uns so lieben, wie Gott uns liebt. Und das ist wichtig, dass wir das verstehen. Die Menschen wollen geliebt werden, aber wir können die Menschen nur so lieben, wenn wir an Jesus Christus bleiben. Er zeigt uns, wie man wahre Liebe ausübt.

[16:45] Und die Liebe Gottes ist das Fundament und die Quelle aller Güter. Denn in 1. Johannes 4, Vers 8 heißt es: „Gott ist die Liebe.“ Und das ist ganz wichtig, dass wir das verstehen. Dass Gott Liebe ist und dass sein Gesetz Liebe ist. Und dass in erster Linie Gott Liebe ist. Und dann alles andere: Herrscher, Schöpfer. In erster Linie ist er der Gott der Liebe. Und das ist doch eine tolle Botschaft. Und genau diese Liebe sollten wir in unseren Herzen tragen. Und die können wir nur haben, wenn wir das Wort Gottes studieren. Wenn wir in Jesus Christus bleiben.

[17:32] Schauen wir uns aber die anderen Geistesgaben an. Im Dienstagsabschnitt, da geht es um die Freude, um den Frieden und um die Geduld. Heutzutage ist Freude ja oft an weltlichen Dingen geknüpft. Ich habe heute ein neues Auto gekauft. Ich habe einen Freund oder eine Freundin. Ich habe mir ein Haus gekauft oder ich bin sehr erfolgreich in meinem Beruf. Ich wurde befördert. Das verbinden wir heute mit Freude. Aber die Freude, die die Bibel meint, ist eine Freude, die alles Weltliche übertrifft. Es ist etwas, was uns eine Sicherheit gibt in einer Welt, die außer Kontrolle geraten ist, wo es alles andere gibt außer Sicherheit. Auch wenn die Welt, wenn wir die Nachrichten einschalten, immer wieder über Sicherheit gesprochen wird. Wir wollen die Kontrollen verschärfen. Wir wollen die Sicherheit verschärfen. Aber ist es diese Freude, Frieden und Geduld, die die Welt verheißt?

[18:38] Wenn wir uns die Freude anschauen, ist es eine Freude, die geknüpft ist an die Verheißungen, die Gott uns gegeben hat. Wir Christen, manchmal habe ich das Gefühl, dass wir das nicht richtig verstehen, warum es wichtig ist, freudige Christen zu sein. Wir Lieben, manchmal sind wir so abschreckend für die Welt. Manchmal laufen wir mit einem Gesicht oder wir gucken auf den Boden. Wir empfinden überhaupt keine Freude mehr. Aber die Menschen, die beobachten uns und die sehen, ob wir Menschen sind, die wirklich Freude haben in ihren Herzen, ob sie wirklich Jesus Christus lieben, weil sie Jesus Christus in ihrem Leben angenommen haben, weil sie wirklich von dieser Liebe Gottes schöpfen und weil sie wirklich das gefunden haben, was nicht mit irdischen Dingen zu vergleichen ist. Wisst ihr, die Menschen beobachten uns und die Menschen wollen in uns Jesus Christus erkennen. Und Jesus war, obwohl er durch viel Leid gegangen ist, ein freudiger Mensch. Und genau so sollen wir es auch sein. Freudige Christen.

[19:41] In Römer 14, Vers 17, Römer Kapitel 14 und dort den Vers 17. Und da heißt es: Römer Kapitel 14 und dort Vers 17: „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.“ Also ihr seht, dass auch diese Eigenschaft, diese Tugend, Freude zu haben, nicht eine Freude ist, in der man sich das aneignet und sagt: „Okay, ich versuche, strenge mich heute an, ich nehme mir das vor, ich will freudig sein.“ Das funktioniert eine Woche, das funktioniert zwei Wochen, aber irgendwann mal fallen wir wieder in ein Loch. Freude ist etwas, was kontinuierlich, was konstant in unserem Leben vorhanden ist. In guten wie in schlechten Tagen. Und das Leben meines Christen besteht oftmals aus vielen, wie soll ich sagen, Tagen, wo es vielleicht einem nicht so gut geht, weil der Druck auf uns Menschen, auf uns Christen einfach manchmal sehr hoch ist. Wir haben es nicht einfach in dieser Welt, aber diese Freude, diese kontinuierliche Freude in uns zu haben, ist etwas, was Gott uns schenken kann, wenn wir in Christus bleiben. Und wir Christen sollten einen Geist pflegen, also einen freudigen Geist pflegen. Unser Auftreten, unsere Erscheinung, so wie wir sind, sollte freudig sein. Es ist nicht so einfach, aber das können wir durch Jesus Christus uns schenken lassen.

[21:28] Wenn wir weitergehen, wenn wir uns den Frieden anschauen. Jesus sagt in Johannes 14, Vers 27: „Den Frieden hinterlasse ich euch.“ Lasst es uns mal lesen in Johannes Kapitel 14 und dort in Vers 27. Johannes Kapitel 14 und dort Vers 27. Da heißt es: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht.“ Sind das nicht wunderbare Worte? In einer Welt, wo es keinen Frieden mehr gibt, in einer Welt, wo man einfach nicht hoffen kann, dass es irgendwann mal hier auf dieser Erde Frieden geben wird. Jesus Christus sagt aber: „Frieden hinterlasse ich euch, nicht wie die Welt euch den Frieden versprochen hat oder verspricht.“ Und ich glaube, der Frieden ist etwas, was wir Menschen haben sollten. Denn es ist sehr wichtig, dass wir als Christen Frieden im Herzen haben. Deine Sünden sind dir vergeben. Du darfst Frieden haben. Dieses Erkennen des eigenen Zustandes und zu Gott kommen ist sehr wichtig. Denn wenn du so, wie du bist, zu Gott gehst und wenn du erkennst, dass du ihn brauchst und dass du abhängig bist von ihm, dann schenkt er dir den Frieden, er schenkt dir die Vergebung. Und wenn Jesus Christus dir vergibt, was ist dann das Resultat der Vergebung? Friede. Du hast einen Frieden im Herzen, den dir keiner geben kann und der keiner dir schenken kann. Nicht einmal, nicht einmal dein Partner, nicht einmal dein bester Freund, nicht einmal deine Kinder, niemand außer Jesus Christus.

[23:17] Und das Ergebnis, das Ergebnis eines Lebens, welches gerechtfertigt ist aus dem Glauben, das ist Friede, ihr Lieben. In Philipper 4, Vers 9 gibt es auch einen Vers, der den Frieden beschreibt, den wir in unserem Herzen haben sollten. Philipper, Kapitel 4 und dort die Verse 9, da heißt es: „Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut, und der Gott des Friedens wird mit euch sein.“ Das, was ihr gelernt und empfangen habt, das, was ihr an mir gesehen habt, das tut. Mit anderen Worten, so wie ich gelebt habe, genauso tut es auch, macht es mir genauso nach, wie ich es getan habe. Und Jesus hat alles andere als ein friedvolles Leben gehabt. Wenn wir das Leben Jesu betrachten und Ellen White beschreibt es vortrefflich. Jesus hat ein Leben des Trübsals oft gehabt. Jesus wurde in seiner eigenen Familie nicht angenommen. Jesus wurde von seinen Stiefgeschwistern nicht angenommen. Er hat alles andere als Frieden auf Erden gehabt, denn er hatte die Pharisäer, die ihm in den Nacken saßen. Er hatte die Sadduzeer, die Schriftgelehrten. Er hatte alles andere als Frieden auf Erden. Dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir Christen die gleichen Herausforderungen heute, im Jahr 2017, aber schon seit Beginn, seit es Sünde gibt, haben. Wir haben keinen Frieden. Diese Welt hat keinen Frieden, seit es Sünde gibt. Dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir durch Ähnliches in unserem Leben gehen werden. Diese Welt kann dir keinen Frieden geben. Du kannst es noch so suchen. Jesus sagt: „Ich hinterlasse euch Frieden, nicht wie die Welt ihn gibt.“

[25:12] Aber wir können heute ein Stück Himmel auf Erden haben, wenn wir, wir haben es gelesen aus Johannes, wenn wir am Weinstock bleiben. Und wenn wir das jetzt praktisch sagen, wenn wir in Jesus Christus bleiben, wenn wir jeden Tag mit Gott leben, dann können wir Frieden haben. Ansonsten werden wir mitgerissen in einer Welt, wo es keinen Frieden gibt. In einer Welt, die so schnell, so schnell und schnell, ja, wo wir einfach alles, ja, so schnell erleben, wo wir den Moment nicht festhalten können, weil alles einfach so schnell an uns vorbeizieht und wir manchmal ausgepowert sind. Darum bin ich Gott so dankbar, dass wir den Sabbat haben, denn der Sabbat ist so eng verknüpft mit dem Frieden Gottes. Sabbat, Ruhe, ist nichts anderes als Frieden, den Gott uns schenken möchte. Und am Sabbat dürfen wir aufatmen, am Sabbat dürfen wir regeneriert werden durch das Wort Gottes und Frieden haben durch Jesus Christus.

[26:29] Eine andere Geistesgabe ist die Geduld. Heute in einer Zeit, wo Geduld, wo Zeit Geld ist, gibt es keine Geduld. Bist du beim Arzt, hast du vielleicht nur fünf Minuten Gesprächszeit, denn der nächste Patient muss gleich reinkommen, damit der Arzt auf sein Pensum kommt, ja, dass er der Krankenkasse Zahlen bringen kann. Bist du irgendwo ein Ingenieur, dann muss es schnell gehen auf der Baustelle, du musst schnell die Leute einweisen. Bist du, gehst du essen, muss es schnell gehen. Bist du bei der Bank oder bei der Post, muss es schnell gehen. Welcher Mensch hat denn heute noch Geduld? Und wenn wir über Familie sprechen, Erziehung, wer hat heute noch Geduld mit seinen Kindern, Teenager, Jugendlichen oder die Kinder oder die Jugendlichen mit ihren Eltern? Hast du Geduld mit deinem Partner? Oft kommen wir an unsere Grenzen, wenn wir in einer Partnerschaft, in einer Ehe leben. Hast du noch Geduld mit deinem Partner nach zehn oder 15 oder 20 Jahren Ehe?

[27:26] Geduld ist etwas, was wir besitzen müssen, und das sage ich müssen, sage ich mit Absicht. Denn wenn wir heute das Ziel erreichen wollen, und das Ziel eines Christen sollte sein, bei Jesus zu sein, wenn wir das erreichen wollen, brauchen wir heute extra Geduld. Denn wir leben in einer Zeit, wo wir sehr angefochten werden, wo die Kämpfe innerhalb, aber auch außerhalb auf uns zuströmen. Und wir brauchen sehr, sehr viel Geduld, denn das Gebet wird nicht immer so erhört, wie wir es uns wünschen. Und nicht immer kommen wir aus einer Situation heraus, so wie wir es uns wünschen. Und oft erleben wir Dinge, die wir nicht verstehen können. Und wir beten und wir hören Gottes Stimme nicht. Da brauchen wir Geduld. Und wenn wir diese Geduld nicht üben, hier, jetzt, in unserem Alltäglichen, wie möchten wir geduldig auf Jesus Christus warten, wenn wir in die Enge getrieben werden?

[28:36] Nicht umsonst sagt Jesus in Offenbarung 14, Vers 12, ein uns bekannter Text, den wir oft zitieren, wenn es um das Volk Gottes geht, wenn es um die Übrigen geht. Denn es ist eine Eigenschaft, die die Übrigen haben werden. In Offenbarung 14 und dort die Verse 12 heißt es: „Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus Christus bewahren.“ Hier ist das standhafte, in meiner Übersetzung heißt es, Ausharren, was nichts anderes bedeutet, als Geduld zu haben. Die Geduld ist eine Eigenschaft, die das Volk Gottes, die Übrigen, besitzen werden. Und das ist etwas, was wir heute lernen müssen. Und das ist auch wieder eine Tugend, die nur Gott schenken kann, die auch eine Frucht des Heiligen Geistes ist, eine Konsequenz ist von einem Leben mit Gott.

[29:43] Und Freude, Friede und Geduld sind Tugenden, die heute in unserer Welt ziemlich verloren gegangen sind. Denn es gibt heute nicht eine wahre Freude. Es gibt heute keinen wahren Frieden und es gibt heute keine Geduld. Die Menschen haben keine Geduld mehr und suchen sich, so wie wir das heute, wenn wir mit weltlichen Worten sprechen, suchen den Kick heute. Ständig irgendetwas haben, was dir Adrenalin zuflößt und zuströmt. Geduld ist heute kein Thema mehr. Aber es ist fundamental, wenn wir zu den Übrigen gehören wollen.

[30:39] Wenn wir den Mittwoch miteinander betrachten, da geht es um die Freundlichkeit, die Güte, die Treue. Freundlichkeit ist auch eine Eigenschaft, eine Tugend, die uns Gott schenken kann. Ich rede nicht von der Freundlichkeit, indem wir Manieren haben am Tisch, Tischmanieren oder Manieren haben, wie wir in der Relation, wie wir mit Menschen umgehen. Diese Relation zwischen mir und dem Nächsten, in dem ich freundlich bin. Oder wenn ich in einem Callcenter arbeite und ständig freundlich am Telefon bin. Nein, hier geht es um eine Freundlichkeit, die zum Wesen eines Christen gehört. Wir haben vorhin gesagt, dass die Menschen uns beobachten. Und ich weiß nicht, vielleicht kommt es euch auch oder passiert es euch auch oft, man spricht mit Menschen. Wir leben ja in einer Welt, wo wir es mit Menschen zu tun haben. Und wenn wir mit Menschen zu tun haben und wir Christen sind, dann kommt es früher oder später zum Thema, dass wir Christen sind. Weil es irgendeinen Gesprächsstoff gibt oder irgendein Gesprächsthema, wo es dann unausweichlich ist, dass wir dann bezeugen, wer wir sind und an was wir glauben. Ich setze das voraus als Christ, dass wir das tun. Es ist wichtig, dass wir zeigen, wer wir sind.

[32:01] Eine Freundlichkeit, die göttlich ist, kann nur Gott schenken. Das sagt es ja schon, das Wort allein, göttlich. Eine Freundlichkeit, die Menschen anzieht, genauso zu sein. Und ich weiß, das ist ein Begriff, den wir oft hören, dieses authentisch sein. Aber es ist wirklich so. Ein Mensch, der mit Gott lebt, kann nicht vorspielen, dass er freundlich ist. Es ist etwas, was in dir ist und du widerspiegelst das. Du bist es vom Wesen her. Und wenn du es nicht bist, dann kann Gott dir das schenken. Bist du diese Geistesgaben, diese Frucht des Heiligen Geistes, diese Früchte, vielleicht denkt der ein oder andere: „Ich besitze das aber nicht. Und das auch nicht. Und das auch nicht. Und das auch nicht.“ Dann verzweifle nicht. Denn Gott kann dir das schenken. Vielleicht hast du die ein oder andere Gabe. Vielleicht hast du die eine oder andere Frucht schon. Und vielleicht hast du nur eine von diesen neun. Oder vielleicht hast du noch keine. Dann möchte ich dich dazu ermutigen, dass du nicht verzweifelst. Denn Gott ist ja mit dir noch nicht am Ende. Allein die Tatsache, dass du darüber nachdenkst, bedeutet, dass der Heilige Geist in dir wirkt und dass er dir zeigen möchte, dass er dich da verändern möchte.

[33:32] In 1. Korinther 13 und dort Vers 4, wir haben es vorhin schon gelesen, aber ich möchte es nochmal mit euch betrachten. In 1. Korinther Kapitel 13 und dort Vers 4 heißt es: „Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.“ Freundlichkeit ist auch so ein Türöffner, wie wir an Menschen herankommen. Wenn wir mit Menschen reden und wir nehmen eine Haltung ein, die die Menschen abschreckt, dann haben wir die Menschen verloren. Das ist wie ein Vertreter, der ein Staubsauger-Vertreter ist oder eine Tupperware vertritt. Der macht das ja auch nicht mit einer bösen oder schroffen Miene oder mit einer schroffen Art. Jemand, der etwas verkaufen will, ein Produkt verkaufen will, der nimmt als sich zur Waffe die Freundlichkeit. Und erfahrungsgemäß kaufen wir doch bei Menschen, die freundlich sind. Manchmal kaufen wir auch Dinge bei einem Vertreter, obwohl wir gewisse Dinge gar nicht brauchen. Aber weil der einfach so freundlich ist oder die Dame einfach so freundlich ist, dann kaufen wir es einfach, weil sie einfach so freundlich ist. Versteht ihr, was ich meine? Dieses Prinzip der Freundlichkeit, es zieht Menschen an. Und die Freundlichkeit, die aber Jesus Christus hier meint, ist eine Freundlichkeit, die von Herzen kommt. Es ist etwas, was Gott dir schenkt. Es ist nicht etwas, was du von einem Mentor lernst, um ein Produkt zu verkaufen. Wir wollen hier nichts verkaufen. Wir wollen Menschen für Jesus Christus gewinnen. Und das können wir nur tun, wenn wir authentisch sind, wenn Christus in mir lebt.

[35:20] Ein anderer Begriff, eine andere Frucht, die Güte. Die Güte manifestiert sich im praktischen Leben. Wenn wir das Leben Jesu betrachten, dann war Jesus gütig. Jesus Christus war nicht nur gütig, er hat mehr gegeben, als er geben konnte. Das Leben Jesu beschreibt Jesus, das Leben Jesu in den Anfangszeiten, als Jesus noch nicht seinen Dienst begonnen hat, als ein Mensch, der gütig war. Ich weiß noch, ich habe gelesen, der Geist der Weissagung sagt im Buch das Leben Jesu, dass Jesus oft, wenn er den ganzen Tag gearbeitet hat und müde war und mit den anderen gegessen hatte, saß er oft da und hat von seinem Letzten, was er besaß, von seinem Essen, den Armen gegeben. Er hat das, was er hatte, weitergegeben. Er hat geteilt, beziehungsweise er hat mehr gegeben. Er hat alles gegeben. Er hat nicht einmal geteilt. Er war oft hungrig, weil er den anderen zu essen gab. Und das ist Güte. Güte bedeutet sein letztes Hemd geben, auch wenn du es am dringendsten brauchst.

[36:38] Güte ist etwas, was heute verloren gegangen ist. Denn heute herrscht der Egoismus in dieser Welt. Und oft müssen wir uns an unsere eigenen Ohren schnappen, weil wir manchmal auch sehr egoistisch sind, wenn wir ehrlich zueinander sind und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind. Aber Güte ist wichtig, denn es ist eine Eigenschaft, eine Tugend, die Jesus Christus besaß. Und in Epheser Kapitel 5 und dort Vers 9, in Epheser Kapitel 5 und dort Vers 9, da heißt es: „Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ In lauter Güte. Güte ist wichtig, weil sie uns praktisch, wenn wir vom christlichen Leben, vom praktischen Leben sprechen, ist die Güte fundamental. Es ist eines der Eigenschaften, die wichtig sind, die uns charakterisieren. Die machen den Unterschied zwischen einem Christen und einem Nicht-Christen. Die Güte, die wir untereinander haben.

[38:04] Und eine weitere Geistes- oder Frucht, eine andere Gabe, die wir hier in diesem Mittwochsabschnitt finden, ist die Treue. Auch so ein Begriff, der heute fast nicht mehr existiert. In einer Zeit, wo die Ehen auseinanderfallen, wo Ehebruch überhand nimmt, wo Versprechen, die man sich gegeben hat, man nicht mehr hält. Treue ist etwas, was auch viel mit Loyalität zu tun hat. Treue ist ein Begriff, das heute in unserer Zeit verloren gegangen ist. Aber Jesus Christus ist uns immer treu geblieben. Vom Beginn dieser Weltgeschichte bis zum Schluss wird Jesus Christus immer treu bleiben zu seinem Wort, zu seinen Verheißungen, Versprechen und zu seinem Volk. Und Jesus Christus ruft uns auf, solche Menschen zu sein, die treu sind. Treu zu ihrem Gott.

[39:06] Und eines der Tests in dieser Welt, die wir als Christen bestehen müssen, ein Treue-Test, wird der Sabbat sein. Es geht nicht, und das ist ein anderes Thema, wenn wir über den Sabbat sprechen, geht es nicht darum, dass wir diesen Tag halten, weil der Sabbat uns retten wird. Es geht um die Treue. Denn Jesus hat gesagt, der Sabbat ist der Tag des Herrn und nicht ein anderer Tag. Das wissen wir alle. Aber dieses Prinzip müssen wir verstehen. Wenn Jesus etwas sagt, dass wir das, genau das und nichts anderes tun und da treu sind, egal ob die Welt verkehrt herum denkt, wir übernehmen das Denken Jesu. Und das tun wir, weil wir ihm treu bleiben wollen. Und es ist nichts anderes, was wir einem Partner versprechen, wenn wir ihn heiraten. Wir versprechen ihm in guten wie in schlechten Tagen, egal was die Umstände, die vielleicht eine Ehe bedrohen können, da sind. Versteht ihr, was ich meine? Es können Umstände im Leben kommen, die wir nicht jetzt voraussehen können. Aber dennoch stehe ich treu zu meinem Partner. Und genau diese Treue sollten wir zu Jesus Christus haben, zu dem Wort Gottes. Gott hat etwas gesagt, auch wenn die Welt anders denkt. Aber weil es Gott gesagt hat, darum will ich ihm die Treue schwören. Und alles andere ist Ehebruch oder Verrat an Gott.

[41:00] Diejenigen, die treu sind, werden auch die Dinge ausführen, die sie versprochen haben zu tun. Wenn ich dir etwas verspreche, dass ich etwas tun werde, dann ist es ein Versprechen, eine Art der Treue. Und das ist wichtig, denn in unserer Treue, in diesem Treusein reflektieren wir das Bild Gottes in unserem Leben. Und wir Menschen, wir müssen den Unterschied heute machen. Deshalb sind wir so herausgefordert, wenn wir über Treue auch sprechen in dieser Welt. Wir sind als Christen herausgefordert, denn wir müssen den Unterschied machen. Und der Druck ist ziemlich groß heute. Aber es ist nicht unmöglich, denn im Wort Gottes heißt es: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ Und ich hoffe, dass du daran glaubst.

[41:56] Am Donnerstag, wenn wir den Donnerstagsabschnitt betrachten, und das ist somit die letzte Frucht, die letzten Früchte, die wir miteinander betrachten, geht es einmal um die Sanftmut und um die Selbstbeherrschung. Nun, Sanftmut wird heute sehr falsch interpretiert. Denn ein Mensch, der heute sanftmütig ist, wird heute wie gesehen in der Welt? Als schwach, als Schwäche. Aber die Sanftmut, die Jesus Christus hier meint, ist keine Schwäche, sondern eigentlich eine Stärke. Denn ein Mensch, der heute sanftmütig ist, in einer Welt, wo nur das hier, dieses Ellenbogenkämpfen, diese Einstellung heute herrscht, ist Sanftmut, ein Mensch, der Sanftmut beherrscht, ein Mensch, der innere Stärke hat. Denn es ist nicht so einfach heute, wenn man, wie wir schon gesagt haben, in einer Gesellschaft lebt, wo nur der Stärkere, ja, und Stärke bedeutet heute, wenn wir mit weltlichen Worten sprechen, wenn wir das mit weltlichen Begriffen definieren wollen, bedeutet Stärke heute: Ich mache den anderen nieder. Das ist heute Stärke. Und Sanftmut wird heute nun mal wirklich als Schwäche gesehen. Ein Mensch, der sanftmütig ist, wird als schwach gesehen, als labil oder als soft, wenn wir das so mit unseren Worten heute sagen wollen.

[43:36] Aber Jesus Christus sagt, dass die Sanftmut etwas Wichtiges ist. Denn wenn wir Matthäus 5, Vers 5 lesen, Matthäus Kapitel 5 und dort die Verse 5, Matthäus Kapitel 5, Vers 5, da heißt es: „Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.“

[44:13] Glückselig sind die Sanftmütigen, Sanftmut, denn sie werden das Land erben. Von welchem Land sprechen wir denn hier? Wir sprechen hier von der neuen Erde. Die Menschen, die sanftmütig sind, werden Bewohner der neuen Erde sein. Und wenn du sanftmütig bist heute, dann hast du das Anrecht, ein Bürger Gottes zu sein. Versteht ihr, warum es so wichtig ist, dass wir sanftmütige Menschen sind? Versteht ihr, warum es so wichtig ist und weil wir so herausgefordert sind in dieser Welt, wo es ziemlich schwierig ist, wenn wir mit Menschen zu tun haben, die es nicht sind, die nicht sanftmütig sind, die uns niedermachen wollen? Ein großer Begriff ist heute Mobbing. Menschen, die sanftmütig sind, werden heute gemobbt, rausgeekelt aus dem Beruf, aus dem Betrieb, aus dem Arbeitsleben. Aber auch wenn wir in dieser Familienkonstellation leben, wo ein Ehepartner gläubig ist und der andere nicht und der andere versucht, sanftmütig zu sein, damit er seinem Partner den Charakter Gottes zeigt, dann bist du heute sehr angefochten, auch heute. Aber Jesus sagt, diese Tugend der Sanftmütigkeit ist wichtig, damit wir Bürger werden in der neuen Erde.

[45:39] Und dann haben wir ein großes Beispiel in der Bibel von einem Mann, der alles andere war als schwach. Ein Mann, der sehr intelligent war und der eine hohe Position verlassen hat, um sich zu erniedrigen, um in der Wüste zu leben, um Gott, Gottes Diener zu werden, um ein Führer zu werden, der viele, viele, viele Herausforderungen hatte. Ein Führer, der Verantwortung hatte über ein Volk, das oft undankbar war. Ein Mann, der auch an seine Grenzen gestoßen ist. Ein Mensch, der auch Fehler gemacht hat. Ein Mensch, der auch die Gebote Gottes nicht immer befolgt hat. Ein Mann, der ein Sünder war, aber ein Mann, wo es in 4. Mose 12, Vers 3 mit folgenden Worten beschrieben wird: „Aber Mose war ein sehr sanftmütiger Mann, sanftmütiger als alle Menschen auf Erden.“

[46:53] Wisst ihr, ihr Lieben, Sanftmütigkeit oder Sanftmut bedeutet nicht, dass wir perfekte Menschen sind. Menschen, die nie Fehler gemacht haben, Menschen, die nie an ihre Grenzen stoßen. Wir leben alle und wir stehen alle vor diesem Prozess der Heiligung. Und dieser Prozess läuft jeden Tag. Versteht ihr? Und dennoch sagt die Bibel, dass Mose der sanftmütigste Mensch auf dieser Welt war. Mose hatte auch Fehler gemacht. Sanftmütigkeit ist wichtig. Das ist etwas, was wir lernen jeden Tag, wenn wir in Jesus Christus bleiben. Dieses Geheimnis hatten wir schon gelüftet.

[47:43] Und dann geht es um die Selbstbeherrschung. Und wenn wir heute mit Menschen reden, die lachen vielleicht über uns, weil die Menschen heute nach ihren Leidenschaften und Gelüsten leben. Wer beherrscht sich denn selbst heute? Selbstbeherrschung, das Wort bedeutet, die Herrschaft über sich haben, die Kontrolle über sich haben. Wir leben ja in einer Welt, wo der Mensch sich gerne gehen lässt. Aber Jesus sagt, wir sollen uns selbst beherrschen.

[48:15] In Sprüchen 16 Vers 32 steht ein ganz, ganz wichtiger Vers. Und dieser Vers hat mir sehr gut gefallen, denn er beschreibt in der vollsten Bedeutung, was es bedeutet, selbstbeherrscht zu sein. Und es ist sehr interessant, was in Sprüchen 16 Vers 32 steht. Es ist eine total starke und tolle Aussage. In Sprüchen 16 Vers 32 heißt es: „Besser ein Langmütiger als ein Starker, und wer sich selbst beherrscht, als wer eine Stadt bezwingt.“

[48:55] Ihr Lieben, wir können heute Positionen einnehmen, wir können Herrscher über, ich weiß nicht, über Welten haben, über Kontinente. Wir können, ich weiß nicht, Unternehmen führen. Aber wenn wir uns nicht selbst beherrschen können, dann ist es alles umsonst. Selbstbeherrschung ist eine Eigenschaft, eine Tugend, die wir als Christen heute üben müssen und die uns Gott schenken kann. Denn wenn wir jetzt die Ernährungsbotschaft, die Gesundheitsbotschaft betrachten, da wird auch über Selbstbeherrschung gesprochen. Wenn wir diese New Start Prinzipien betrachten, gehört Selbstbeherrschung unter anderem unter diesen acht Ärzteprinzipien.

[49:44] Die Selbstbeherrschung ist wichtig, weil sie viel mit geistlichem Leben zu tun hat. Ich kann ein vorbildlicher Christ sein, aber wenn ich mich nicht selbst beherrschen kann, dann stimmt was mit meinem Glaubensleben, mit meinem geistlichen Leben nicht. Wenn ich keine Mäßigkeit habe, keine Selbstbeherrschung in meiner Nahrungszufuhr oder mit dem, was ich esse. Ich kann gesund essen, aber ich kann es übertreiben. Ich habe, ich verliere die Kontrolle über mich, dann werde ich schwach, dann bin ich schwach. Dann kann ich geistlich nicht zur Erkenntnis kommen und geistlich die Dinge nicht erkennen, die vielleicht Gott mir zeigen möchte. Wenn ich keine Selbstbeherrschung habe, auch in meinem intimen Leben und da spreche ich jetzt von Ehepartnern, die miteinander in ihrer Ehe keine Selbstbeherrschung haben, dann versündigen wir uns auch. Wenn wir keine Selbstbeherrschung haben, indem wir vielleicht zu viel arbeiten, dann übertreten wir auch eines der Prinzipien, die Gott uns gegeben hat, die wichtig sind. Ich kann auch von dem Guten zu viel haben. Es ist genauso schlecht. Deshalb ist Selbstbeherrschung sehr, sehr wichtig, auch wenn wir über Charakter, wenn wir über Charakterentwicklung sprechen.

[51:10] Selbstbeherrschung ist etwas, was wir unseren Kindern eigentlich in die Wiege legen. Das fängt schon in der Schwangerschaft an, wenn wir jetzt über Frauen sprechen. Selbstbeherrschung ist etwas sehr, sehr Wichtiges, was die Kinder von uns lernen. In dieser Gesellschaft geht es nur darum, dass wir uns selber befriedigen, dass wir unseren Gelüsten und unseren Leidenschaften Freiraum geben, Platz geben. Aber das Evangelium sagt genau das Gegenteil. Er sagt, dass wenn wir uns selbst beherrschen, dass wir Menschen sind, die eigentlich stark sind. „Besser ein Langmütiger als ein Starker, und wer sich selbst beherrscht, als wer eine Stadt bezwingt.“

[52:02] Das sind alles Geistesgaben, alles Früchte, die wir nicht auf einmal, wenn wir uns taufen lassen, wenn wir die Taufe vollziehen, die haben wir nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess jeden Tag. Wenn wir aber in Christus bleiben, dann werden wir die Früchte genießen in unserem Leben. Und ich hoffe, wir konnten durch diese Lektion, diese Woche, mit Sicherheit gibt es noch so viel selber zu studieren. Am besten ist es, wenn wir das, was wir heute studiert haben, praktisch in unserem Leben von Gott erfragen. Wir fragen Gott, dass er uns diese Gaben gibt und wenn wir sie für uns selber vertiefen. Und ich bin mir sicher, dass Gott einem jeden das schenken wird, der es von ganzem Herzen von Gott erbittet. Und wie gesagt, wir haben das Geheimnis gelüftet: Christus in uns wird das in unserem Leben vollbringen, dass diese Früchte in unserem Leben nicht nur heranreifen, aber dass sie in unserem Leben vorhanden sind. Wir sollten in unserem Leben oder unser Leben überdenken und Jesus Christus einladen, dass er diese Früchte uns schenkt.

[53:31] In einer Welt, wo all diese Früchte, diese Tugenden verloren gegangen sind, wo der Mensch nur nach seinen Vorstellungen lebt. Aber wir sind ja zum Bilde Gottes geschaffen. Wir haben eine Verantwortung in dieser Welt. Ich hoffe, dass wir das erkannt haben und dass uns diese Lektion ermutigt, dass wir Menschen werden, die diese Früchte in unserem Leben haben, tragen, weitertragen und dass wir sie von Gott erfragen. Ich wünsche dir Gottes Segen und schön, dass du auch heute dabei warst.


Lizenz

Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.