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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2017-1st-Nr-8

Diese Lektion der Cannstatt Study Hour befasst sich mit dem Heiligen Geist und den geistlichen Gaben. Es wird betont, dass Gott über den Gaben steht und dass die Beziehung zum Geber wichtiger ist als die Gaben selbst. Die Lektion erklärt die Unterscheidung zwischen der Frucht des Geistes und den Werken des Fleisches und beleuchtet die Bedeutung der Liebe als Grundlage für die Ausübung der geistlichen Gaben. Es wird auch darauf hingewiesen, dass Gaben zum allgemeinen Nutzen und zur Erbauung der Gemeinde dienen und dass Gott uns befähigt, seinen Auftrag auszuführen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q1: Der Heilige Geist und das geistliche Leben

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour mit dem Thema der Heilige Geist. Wir befinden uns in der achten Lektion dieses Quartals und das Thema für heute ist der Heilige Geist und die geistlichen Gaben.

[0:39] Bevor wir in die Lektion eintauchen, möchten wir ein kurzes Gebet sprechen und danach das Wort Gottes gemeinsam studieren. Unser Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir jetzt aus deinem Wort lesen dürfen, dass du es uns geschenkt hast und ich möchte dich bitten, dass du uns von deinem Geist erfüllst, dass du uns Weisheit schenkst, dass wir nicht unsere Gedanken denken, sondern dass wir deine erkennen und deine Wege. Verändere uns durch dein Wort und sei du bei uns und wir danken dir dafür, im Namen Jesu Christi. Amen.

[1:11] Wir beginnen diese Woche mit dem ersten Korintherbrief. Unser Merkvers steht nämlich in 1. Korinther 12, in dort die Verse 4 bis 6 und dort möchten wir einfach mal gemeinsam lesen in Vers 4. Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch es ist derselbe Geist. Auch gibt es unterschiedliche Dienste, doch es ist derselbe Herr. Und auch die Kraftwirkungen sind unterschiedlich, doch es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt. Das sind drei sehr interessante Verse und ich glaube, es gibt eine Grundaussage, die sie haben: Gott, und das ist eigentlich offensichtlich, aber es ist dennoch wichtig, es zu wiederholen, Gott steht über den Gaben. Es geht nicht primär um die Gaben, sondern es geht um den, der die Gaben gibt und das müssen wir uns immer wieder in Erinnerung rufen.

[2:16] In der christlichen Welt werden oft die Gaben vorangestellt und die Beziehung mit Gott wird hinten angestellt, aber es ist wichtiger, den Geber der Gaben zu kennen, als die Gaben zu haben. Die Gaben sind wichtig, die Gaben sind gut, aber selbst wenn ich keine großen Gaben bekommen habe, weil es gerade nicht notwendig ist, gehen wir noch ein, ist es am wichtigsten, eine lebendige Beziehung zu Gott zu haben.

[2:43] Über dieses Kapitel des Korintherbriefs gibt es zwei sehr interessante Zitate von Ellen White, die ich euch gerne vorlesen möchte. Das erste steht im Brief 19 aus dem Jahr 1901 und dort steht: Studiere dieses Kapitel, es spricht von 1. Korinther 12. Daraus wirst du entnehmen, dass ein Mensch, der wahrhaft mit Christus vereint ist, niemals handeln wird, als wäre er in sich selbst ein vollständiges Ganzes. Die Vollkommenheit der Gemeinde hängt nicht davon ab, dass die Glieder einander haargenau gleichen. Gott ruft jeden persönlich auf, seinen entsprechenden Platz einzunehmen, auf seinem Posten zu stehen, um sein zugewiesenes Werk nach den Fähigkeiten zu verrichten, die ihm gegeben sind.

[3:29] Ellen White macht hier sehr deutlich: Wenn du wirklich das Ganze, wie das funktioniert mit den Gaben und in der Gemeinde und wie die Struktur funktioniert, wenn du das wirklich verstehst, wenn du das wirklich studiert hast, dann wird es keinen geben, der allein sozusagen vorausgeht, der allein alles machen will, sondern Gott in seinem Wesen teilt seine Aufgaben mit anderen Menschen, mit den Engeln, mit anderen Wesen und so sollen auch wir nicht alles allein machen wollen, sondern genauso wie Gott alles aufteilt, sollen auch wir die Aufgabe aufteilen, sodass jeder ein bisschen arbeiten muss, keiner muss sich überarbeiten. Es gibt das manchmal in der Gemeinde, dass es manche Leute gibt, die gerne alle Verantwortung haben und das ist nicht gut, das sehen wir ganz deutlich hier.

[4:20] Und das zweite Zitat ist aus dem Manuskript 82 aus dem Jahr 1898 und sie schreibt: Das zwölfte und dreizehnte Kapitel sollten auswendig gelernt und im Sinn und Herz geschrieben werden. Durch seinen Diener Paulus stellt der Herr uns diese Themen vor Augen, damit wir darüber nachdenken und die, die das Vorrecht haben, im Gemeindedienst zusammenzukommen, werden bewusst und verständlich vereint sein. Das Bild der Glieder, auf denen der Leib besteht, stellt die Gemeinde Gottes dar und auch die Beziehung seiner Glieder zueinander.

[5:01] Das ist etwas sehr Wichtiges, genau, 1. Korinther 12, 4 bis 6 und ich würde noch gern den Vers 7 lesen. Dort steht: Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum allgemeinen Nutzen verliehen und das ist etwas sehr Wichtiges. Wir haben schon gelesen, über allen Gaben steht Gott und die Gaben dienen nicht mir, die Gaben dienen nicht dazu, dass wir uns gegenseitig bespaßen in der Gemeinde, die Gaben dienen zum allgemeinen Nutzen, die Gaben dienen nie mir, sondern immer anderen Menschen. Und das ist etwas, das sollten wir nicht vergessen.

[5:33] Noch eine Anregung zum Studium, ich habe das selbst jetzt nicht studiert, aber ich finde es sehr interessant und zwar in Vers 4 wird gesagt: Doch es ist derselbe Geist. Dann Vers 5: Es ist derselbe Herr. Und Vers 6: Es ist derselbe Gott. Und ich glaube, es ist interessant, diese Formulierung zu studieren.

[5:54] Dann lasst uns direkt einsteigen und zum Sonntag gehen. Im Sonntag geht es um die Frucht des Geistes, die haben wir schon letzte Woche studiert. Ich wollte einfach noch mal kurz darauf eingehen. Die Frucht des Geistes finden wir in Galater 5 und was so damit zu tun hat, finden wir in Vers 16 bis 22 und wir wollen jetzt mal die Verse 16 bis 18 gemeinsam lesen. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen, denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.

[6:40] Paulus macht gleich am Anfang deutlich: Es gibt das Fleisch und es gibt den Geist. Das ist ein Kontrast. Es gibt nicht ein bisschen von diesem oder ein bisschen von jedem. Sie widerstreben einander. Es ist wichtig zu verstehen, was ist das Fleisch? Wir alle sind aus Fleisch und Blut. Wir essen, wir trinken. Das ist hier nicht gemeint. Wir werden auch noch im Himmel essen vom Baum des Lebens. Wir sind keine Geisterwesen in dem Sinne. Aber das Fleisch ist die sündige Natur, das Prinzip des Egoismus, das von Natur aus in unseren Herzen herrscht und das wir aufgeben müssen. Und Paulus sagt hier: Das funktioniert nicht zusammen. Es gibt nicht ein wenig Fleisch, ein wenig Geist.

[7:24] Und wo das noch klarer wird, ist im Römerbrief. Können wir mal aufschlagen. Römer 8 und dort Vers 8. Dort steht: Und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen. Es ist nicht okay, wenn wir sagen, ich bin 99 Prozent im Geist, aber ein Prozent im Fleisch. Wenn wir auch nur einen Prozent im Fleisch sind, wenn wir auch nur diese eine Sache haben, die an der wir so sehr hängen, dann können wir Gott nicht gefallen. Und das ist wichtig zu verstehen.

[7:57] Denn wir wollen uns nicht selbst belügen und wir sollten uns immer und immer wieder selbst prüfen. Wir sollen uns nicht um uns selbst drehen. Natürlich nicht. Aber wir sollten trotzdem evaluieren, wo wir stehen, damit wir nicht wirklich anfangen, uns selbst zu belügen und weiter zu lügen und so weiter. Ellen White schreibt an einer Stelle, ich weiß gerade nicht, wo sie schreibt, man sollte jede Woche kurz vor Sabbat oder am Sabbat prüfen, wie die Woche verlaufen ist, ob sie uns näher zu Gott gebracht hat oder eher weiter weg. Also es gibt schon dieses Prinzip der Selbstevaluation.

[8:30] Genau. Und dann gehen wir weiter in Galater 5. Paulus hat also klargemacht, es gibt das Fleisch, es gibt den Geist und die passen nicht zusammen. Und dann lesen wir in Vers 19: Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche es sind, dann seht ihr all die Werke auf und dann lesen wir in Vers 21: Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.

[9:02] Er sagt hier nicht, dass manche die solche Dinge tun. Er sagt hier eine Voraussage. Alle, die solche Dinge tun, die, die diesen Prinzipien folgen, werden es nicht erben. Und es ist wichtig, dass wir wirklich uns dessen bewusst sind, dass es einfach eine eine eine Folge des Lebens ist, dass man gelebt hat.

[9:24] Also ja, genau, noch wichtig, diese Liste ist keine vollständige Liste, Paulus schreibt: Und dergleichen. Zum Beispiel steht nirgends in dieser Liste Lügen. Aber wenn ich lüge, folge ich demselben Prinzip. Und eine Liste, die ein paar Sachen aufzählt, die wir machen, wenn wir einem bestimmten Prinzip folgen. Und das sollten wir natürlich nicht tun.

[9:47] Und dann lesen wir in Vers 22, kommen wir zum schöneren Teil von der Frucht des Geistes. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Ich schätze, man könnte eine Predigt halten zu jedem einzelnen dieser Punkte, steckt unglaublich viel drin. Ich möchte euch ermutigen, jeden einzelnen dieser Punkte zu studieren, wie Jesus diesen Punkt ausgelebt hat, wie wir ihn in anderen Geschichten sehen, wie wir ihn ganz praktisch ausleben können. Aber für jetzt lesen wir es einfach so.

[10:21] Wir haben das ja letzte Woche schon näher studiert. Und dann möchte ich mal schnell zu Vers 25 springen. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. Eine andere Übersetzung wäre auch, die das vielleicht noch deutlicher macht: Wenn wir durch den Geist leben haben, dann lasst uns auch durch den Geist wandeln.

[10:41] Paulus sagt hier eigentlich oder vielleicht davor so: Was ist der Unterschied zwischen den Gläubigen und den Ungläubigen? Denn Gott hat jedem einzelnen Menschen Leben gegeben. Hitler hat Jahrzehnte gelebt, weil Gott ihm das Leben gegeben hat. Der Unterschied zwischen den Gläubigen und den Ungläubigen ist, dass wir es einfach nur wissen. Wir sind nicht besonders oder herausragend oder sonst irgendwas. Wir wissen einfach nur, dass Gott uns am Leben erhält, weil er ein allmächtiger, barmherziger, liebender Gott ist. Und Paulus sagt hier: Hey, wenn ihr wisst, dass ihr wegen Gott lebt, dass ihr überhaupt wegen Gott am Leben seid, warum wandelt ihr nicht so? Das ist eine interessante Frage, die wir uns stellen sollten.

[11:28] Genau, was wir jetzt gesehen haben, in Vers 19 sagt er: Offenbar sind die Werke des Fleisches. Und dann sagt er in Vers 22: Aber nicht die Werke des Geistes, sondern es ist die Frucht des Geistes. Und da gibt es etwas mit dieser Frucht, das unglaublich wichtig ist.

[11:46] Wenn wir in Matthäus 7 schauen, dann sehen wir, dass Jesus sagt, Matthäus 7 und da Vers 15 bis 23, da geht es um diese ganzen Warnungen und da sagt Jesus immer wieder: An ihren Früchten werdet ihr erkennen. So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen und so weiter. Gott sagt, die Frucht wird kommen und du wirst jemanden an seiner Frucht erkennen, nicht an den Wundertaten und so weiter.

[12:26] Und das Böse, die Werke, das kommt aus mir. Das kann ich auch selber. Aber das Gute, die Frucht des Geistes, kann ein Apfelbaum sich hinstellen und sehr anstrengend und dann Früchte bringen. Das funktioniert so nicht. Gott hat da was anderes reingelegt. Er hat da einen Mechanismus reingelegt, einen Automatismus und zwar dieses Wachstum.

[12:48] Und er selbst spricht davon in Markus und zwar in Markus 4 und dort Vers 28. Und das sagt er: Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Keim, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Gott hat in das Leben ein Mechanismus zum Wachstum gelegt. Er hat nicht in uns ewiges Leben an sich gelegt. Er gibt uns Leben. Wir sind abhängig. Aber er hat einen Mechanismus des Wachstums hineingelegt.

[13:19] Und mit dem Wachstum einer Frucht haben verschiedene Dinge etwas zu tun. Der Boden hat etwas damit zu tun und das Wetter, das Sonnenlicht und das Wasser. Und wir können auch als Christen nicht erwarten, dass wir gute Früchte bringen, wenn wir uns nicht auf den richtigen Boden gründen, wenn wir kein Fundament in Christus haben. Wir können nicht erwarten, dass wir verändert werden, wenn wir nicht auf das Licht Gottes schauen, wenn wir nicht auf Jesus schauen, auf sein Wort, auf seine Gebote. Und wir können es auch nicht erwarten, wenn wir nicht den Heiligen Geist haben. Aber wenn all diese Dinge da sind, dann wird es automatisch gute Früchte bringen, denn der Baum kann sich nicht anstrengen und dann Äpfel wachsen lassen, sondern es ist ein Automatismus.

[14:08] Und ich möchte zu diesem Thema noch ein Vers mit euch anschauen, zwar in Matthäus 12, die Verse 43 bis 45. Und das ist vielleicht an der Stelle, mag es etwas hart erscheinen, aber ich glaube dennoch, dass es wichtig ist, sich das bewusst zu machen. Und zwar sagt Jesus hier: Wenn aber der unreine Geist von den Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er wasserlose Städte und sucht Ruhe und findet sie nicht. Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich gegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es leer, gesäubert und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er. Und sie ziehen ein und wohnen dort. Und es wird zuletzt mit diesem Menschen schlimmer als zuerst. So wird es auch mit diesem bösen Geschlecht sein.

[14:59] Ich glaube, dass zu viele Christen meinen, dass ein oberflächliches Glaubensleben genug sei, dass sie sagen: Ja, wir säubern unser Leben oberflächlich. Wir lassen das, dass zu viele Adventisten vielleicht meinen, dass, wenn sie ordentlich gekleidet sind und keinen Kaffee trinken, es genug sei. Aber wir können nicht einfach bestimmte, wir können keiner Liste folgen. Aber Jesus erfüllt uns nicht. Wisst ihr, was ich meine? Wenn Jesus uns nicht erfüllt und wir einen Platz freilassen, dann wird jemand anders ihn füllen. Und wenn ich ihm nicht mein ganzes Herz zur Verfügung stelle, dann kann ich auch nicht im Geist sein.

[15:42] Ich möchte euch davon dafür ein Zitat vorlesen von Ellen White, schreibt sie in My Life Today in dem Anlages Buch auf Seite 45. Und sie schreibt: Halten wir unsere Augen stets auf den auf den Erlöser gerichtet und vertrauen in seine Kraft. So wird uns ein Gefühl der Sicherheit erfüllen, denn die Gerechtigkeit Jesu wird unsere Gerechtigkeit. Die Frucht kommt dadurch, dass ich meinen Blick stets auf Jesus halte, so wie in in in wo steht das in 1. Korinther 3 Vers 18, dass wir verändert werden, nicht sofort, wie Jesus gesagt hat. Die Frucht ist nicht plötzlich, das ist kein Wunderwerk, dass die Frucht plötzlich da ist. Aber doch liegt ein Wunder darin, dass sie in sich dieses Wachstum Schritt für Schritt geht. Und so werden auch wir verändert von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Wir werden nicht plötzlich die Supermenschen, aber Schritt für Schritt für Schritt führt Gott uns.

[16:37] Und schaue mal mit mir in 5. Mose 7, die Verse 12 bis 15. Gott sagt hier eigentlich in diesen Versen, was er für uns möchte, sagt: Und es wird geschehen, wenn ihr auf diese Rechtsbestimmung hört, sie bewahrt und tut, so wird der Herr dein Gott auch dir den Bund und die Gnade bewahren, die er deinen Vätern geschworen hat. Und er wird dich lieben und dich segnen und mehr. Er wird segnen, die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes, dein Korn, dein Öl und so weiter. Vers 14: Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern. Kein unfruchtbarer, nicht mal beim Vieh. Der Herr wird jede Krankheit von dir abwenden. Er wird keine der bösen Seuchen Ägyptens auf dich legen, die du kennst, sondern er wird sie auf alle diejenigen bringen, die dich hassen.

[17:30] Ich will kein Reichtumsevangelium predigen, aber ich will ganz einfach sagen: Gott möchte nicht, dass es uns schlecht geht, weder körperlich noch mental, noch sonst irgendwie. Gott möchte für uns nur das Beste. Gibt es einen Vater, der will, dass sein Kind leidet? Das macht keinen Sinn, wisst ihr? Wir sollen uns nicht selbst kasteien oder wir sollen nicht traurig sein oder so traurig schauen, immer also fromm aussehen, sondern wir sollen glücklich sein. Wir sollen glücklich sein mit den Dingen, die Gott uns gibt. Und er kümmert sich um uns und er möchte, dass es uns wirklich gut geht, damit dann Leute zu uns kommen und fragen: Warum? Warum seid ihr nicht krank? Warum geht es euch so gut? Warum sind eure Kinder so pflichtbewusst und machen nicht immer Quatsch? Warum laufen eure Schulen besser? Warum laufen eure Sanatorien besser und eure Krankenhäuser? Und warum funktioniert das alles so gut bei euch? Und dann können wir sagen: Wenn wir einen guten Vater im Himmel haben, so soll unser Licht scheinen, damit die Leute den Vater im Himmel preisen. Und das sollten wir nicht vergessen, dass wir eine Aufgabe haben, für andere Menschen auch Gott darzustellen.

[18:39] Christen sollen also an ihren Früchten erkannt werden, an der Frucht und vielleicht noch ganz kurz: In Matthäus steht ja nicht an der Frucht allein, sondern es gibt Früchte. Und interessanterweise dazu. Mir ist aufgefallen, dass wenn da ging es ja ganz besonders um Propheten. Mir ist aufgefallen, dass wenn Leute teilweise Sachen lesen aus der Bibel und sie nicht in den Kontext bringen, dass es leicht in den Fanatismus geht. Wisst ihr, wie ich meine? Wo zum Beispiel steht, dass man in Sprüchen gibt es so ein Vers, dass man das Kind mit der Rute bestrafen soll, nicht bestrafen, aber mir fällt es gerade nicht ein. Und wenn man aber im Kontext liest und schaut, wie Gott das mit uns macht, dann sieht man, dass es aus Liebe ist und dass das oft andere Wege sein können und so weiter.

[19:42] Und mir ist aufgefallen, dass wenn man das Gleiche auch mit Ellen White tut, wenn man Ellen White liest und dann im Kontext betrachtet, wie war ihr Leben, im Kontext betrachtet, was sagt die Bibel dazu? Wie haben wir das bei Jesus gesehen? Dann wird man sehr ausgeglichen. Und das finde ich eine schöne Sache. Es gibt viele, viele andere Propheten. Dazu kommen wir später noch, die gleichzeitig, nicht gleichzeitig, aber ungefähr um die gleiche Zeitspanne auch aufgekommen sind. Und oft werden ganze Grundsätze aus der Bibel völlig vergessen. Aber bei Ellen White ist es ein sehr ausgewogenes religiöses Verständnis, ein sehr ausgewogener Glaube. Wir schauen uns das später noch genauer an.

[20:26] Genau, die Christen sollen also an ihren Früchten erkannt werden. Und jetzt gibt es wahrscheinlich unter Adventisten nicht so oft, aber unter anderen anderen Denominationen oft so, dass das den Gedanken, dass man jemanden an den Gaben erkennen soll. Zum Beispiel wird bei Christ Martin oft so in etwa gesagt: Wenn du nicht heilen kannst, dann bist du nicht wirklich gläubig, dann fehlt dir der Glaube. Und wir wollen mal anschauen, wie Jesus reagiert hat, wenn das mit, wie Jesus reagiert hat, wenn, wenn das jemand zu ihm gesagt hat oder wenn er damit konfrontiert worden ist und schlagt man mit mir auf Markus 8.

[21:07] Und ich finde die Stelle toll, weil es ist ein bisschen ironisch. Markus 18 bis 13. Und sogleich stieg er mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die Gegend von der Manuta. Und die Pharisäer gingen hinaus und fingen an, mit ihm zu streiten, indem sie von ihm ein Zeichen vom Himmel forderten, um ihn zu versuchen. Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Warum fordert dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben werden. Und er ließ sie stehen, stieg wieder in das Schiff und fuhr ans jenseitige Ufer.

[21:40] Wenn man das so liest. Jesus steigt in das Schiff, fährt wohin. Er steigt aus dem Schiff aus. Irgendwelche Leute nerven ihn mit den Wundern und er sagt, das bringt nichts und geht wieder. Und das ist so. Wir denken oft, wir müssen irgendwelche Streitigkeiten bis also auszehren und bis zum geht nicht mehr. Wir sollten uns ein Beispiel nehmen, wenn wir merken, die Person macht nicht auf, wenn wir merken, die Person hat kein Interesse am Glauben, sondern will nur diskutieren und sucht nur Streit. Und es ist oft besser, wegzugehen und zu sagen: Vielleicht reden wir mal anders darüber. Oder vielleicht muss eine andere Person darüber sprechen.

[22:16] Und noch eine Stelle in Lukas 16. Lukas 16 Vers 31. Er aber sprach zu ihm, das ist bei dem Gleichnis von dem armen Lazarus. Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie auch nicht überzeugen, überzeugt werden, wenn einer aus den Toten auferstände.

[22:38] Gott sagt eigentlich, der richtige Glaube gründet sich nicht auf Wunder, nicht auf Erfahrung, sondern der richtige Glaube gründet sich auf das Wort Gottes. Genauso wie bei den Jüngern, die nach Emmaus gingen. Jesus hat sich ihnen nicht direkt offenbart. Auf wundervolle Weise hätte er das tun können. Natürlich. Aber er hat sich ausgelegt. Er hat gesagt, wo die Schriften von Mose bis zu den Propheten, wo die Schriften auf ihn zeigten, damit sie den den den Glauben aus dem Wort schöpfen, diese Taufe des Wortes. Und das sollten auch wir so tun. Wunder sind schön und gut. Und ich glaube, Gott gibt sie auch gerne. Aber der wahre, das wahre Fundament unseres Glaubens ist das Wort.

[23:22] Genau, dann möchte ich mit euch diese Abschnitte anschauen, die über die geistlichen Gaben sprechen. Aber ich möchte sie gar nicht, gar nicht alle lesen im Moment, sondern einfach nur mal schauen, wie der Kontext immer so ist. Wir finden in Römer 12, 3 bis 8, dass Paulus über die geistlichen Gaben spricht. In 9 und 10, Römer 12, 9 und 10 spricht er dann über die Liebe. Wir finden auch in Epheser 4, 11 bis 13 geht es wieder um die geistlichen Gaben und dann in den Versen 15 und 16 geht es wieder um die Liebe. Und Erste Korinther 12, wie auch Kapitel 14 behandeln wieder die geistlichen Gaben und dann in Kapitel 13 steht das bekannte Hohelied der Liebe.

[24:10] Und warum ist das so? Es scheint so, als haben die geistlichen Gaben unmittelbar etwas mit der Liebe zu tun. Und wenn wir gerade das in Erste Korinther 13 anschauen, wer ist denn die Liebe? Gott ist die Liebe. Und in diesem Kapitel zeigt er ein Stück weit seinen Charakter. Und wenn wir es ganz einfach ausdrücken: Zuerst kommt die Frucht des Geistes. Gott arbeitet Stück für Stück, damit wir die Frucht des Geistes bringen. Und dann bekommen wir die geistlichen Gaben. Wir haben schon gesehen, die geistlichen Gaben sind zum allgemeinen Nutzen da, sind für andere da. Dann bekommen wir die geistlichen Gaben und wir setzen sie ein, damit mehr Menschen von Gott erfahren und folglich auch die Frucht des Geistes bringen.

[24:55] Und die Frucht des Geistes ist nichts anderes als das Reich Gottes jetzt schon in unserem Herzen. Gott pflanzt ein Stück weit das Reich Gottes hier ein bisschen und da ein bisschen in das Herrschaftsgebiet Satans. Wir wissen, Gott ist der wahre Herrscher. Er hat gesagt, er ist der Fürst dieser Welt. Und das Interessante ist, dass es schon mal passiert. Luzifer im Himmel hat das Gleiche gemacht. Er hat ein bisschen hier und ein bisschen dort seinen Charakter, sein Reich in die Herzen der Engel eingepflanzt. Und Gott kehrt das um. Gott pflanzt sein Reich jetzt schon hier auf Erden an, dass er zeigt, dieses Reich kann selbst existieren, wenn es von Sünde umgeben ist. Und diese Frucht kann selbst dann gebracht werden. Und so verändert er Stück für Stück die einzelnen Menschen, damit er uns schlussendlich zu sich holen kann.

[25:54] Die geistlichen Gaben gehen unmittelbar, gehen Hand in Hand mit der Liebe Gottes. Und wir sehen, es gibt auch Wunder und Taten, aber wenn sie nicht mit dem Charakter Gottes vereint sind, wenn sie nicht mit dem wahren Gott vereint sind, dann wird Jesus sagen: Ich habe dich nie gekannt. Er ist wichtiger, Gott zu kennen, wichtiger, das Wort und den Verfasser zu kennen.

[26:16] Und da habe ich einen tollen Satz gelesen, der heißt: Durch die Frucht verändert, durch die Gaben befähigt. Und ich finde das sehr passend. Durch die Frucht werden wir verändert, aber die Gaben befähigen uns dann, Gottes Auftrag auszuführen, wo er uns hinsenden will.

[26:34] Und wenn wir auf das Beispiel Moses schauen, er dachte, er sei bereit, aber dann war er doch nicht so bereit und musste er 40 Jahre in die Wüste. Und eigentlich hatte er die Ausbildung der Gaben, die er brauchte, als Hirte. Er hat Geduld gelernt und Langmut und Selbstaufopferung, fast alle Gaben. Aber er kommt zurück und er fühlt sich nicht ausgestattet, weil er nicht sprechen kann. Er hat die Sprache verloren. Er konnte nicht mehr so gut kommunizieren. Also also er konnte die Sprache der Ägypter nicht mehr in der Sprache der Ägypter nicht mehr gut kommunizieren. Und ich bin davon überzeugt, dass Gott ihm die Gabe der Sprachen geben hätte können. Aber Moses hat daran bezweifelt und so hat Aaron diesen diesen Part übernommen. Und ich glaube, Gott hätte ein Wunder getan. Moses durfte noch viel andere Wunder sehen.

[27:27] Aber ja, gut, dann lasst uns in den Montag einsteigen. Montag geht es um. Epheser und wir wollen da mal anfangen und Epheser 4 aufschlagen. Und die Verse 7 und 8 gemeinsam lesen. Jeden einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus. Darum heißt es: Erst im vorgestiegen zur Höhe hat Empfang Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben. Die Gabe des Christus ist die Erlösung. Wenn wir das an anderen Stellen auch studieren und wenn wir erlösen, können wir diese Gaben empfangen.

[28:13] Uns interessant: Nicht nur der Heilige Geist gibt Gaben, sondern wir sehen hier, dass auch Christus Gaben gibt an die Menschen in Vers 8. Und wenn wir Jakobus 1 Vers 17 lesen, wenn wir jetzt nicht hier tun, dann sehen wir, dass auch der Vater Gaben gibt. Das heißt, die Gaben werden nicht einfach nur von einer Person der Gottheit willkürlich verteilt, sondern es ist ein Zusammenschluss. Alle drei können die Gaben geben und es ist nach einem Willen. Wisst ihr, wie ich meine?

[28:48] Dann gibt es noch einen wichtigen Exkurs, den wir kurz machen sollten. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen Talenten, Begabungen und den Gaben des Geistes. Wenn jemand talentiert für etwas ist oder begeistert für etwas, einfach gut ist und etwas, dann kommt das natürlich von Gott. Alle guten Dinge kommen von Gott. Aber es heißt nicht, dass es eine geistliche Gabe ist.

[29:12] David hatte zum Beispiel das Verlangen, die Begeisterung dafür, Gott einen Tempel zu bauen. Und das war nichts, was er aus Eigennutz wollte. Das war wirklich einfach nur Bestreben, Gott zu dienen. Aber obwohl es wirklich ehrlich aufrichtig war, hat Gott gesagt: Nein, hat ihn nicht dazu berufen, sondern Salomon dazu berufen. Und ich denke, dass wir in der Gemeinde Arbeit oft mit menschlichem Blick Dinge sehen. Wenn jemand in seinem alten Leben gut in etwas war und dann in die Gemeinde kommt, dann denken wir: Ja, die Person kann sich doch jetzt damit in die Gemeinde einbringen. Aber es kann sein, dass die Person das gar nicht mehr weiter verfolgen soll. Es gibt Dinge, die müssen an sich nicht mal schlecht sein, aber die belasten die Person zu sehr, ziehen sie zu sehr in das alte Leben, belasten sie zu sehr damit. Und Gott möchte vielleicht gar nicht, dass diese Dinge weitergeführt werden. Und Gott möchte auch oft, dass wir gerade da, wo wir schwach sind, die Gaben empfangen, damit damit man einfach sieht, dass es von Gott kommt, dass wir nicht in diese Gefahr fallen, zu denken, dass wir das aus uns können.

[30:23] Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Judas. Judas. Jesus wusste, dass als Judas zu ihm kommen, wusste Jesus, dass er Probleme mit Geld hat, wusste, dass er Probleme mit Habgier hat. Und das Erste, was er zu ihm gesagt hat, als Judas ihm gesagt hat: Ich will dir nachfolgen, war: Du wirst bei mir keinen irdischen Reichtum finden. Du wirst keine weltliche Größe finden, als er das gesagt hat. Du bist ja mit denen, mit den Füchsen und den Bauern. Und er hat gesagt: Das gibt es bei mir nicht. Und dann hat er Judas dort eingesetzt, wo er am schwächsten war, hat ihn zum Schatzmeister gemacht und Judas hatte die Möglichkeit, sich von Gott zu verändern, verändern zu lassen. Er hatte die Möglichkeit, dass Gott ein Wunder an ihm tut und ihm das nimmt. Und ich bin mir sicher, wäre wirklich gut darin gewesen, weil es nicht aus seiner Kraft, sondern aus Gottes Kraft gewesen wäre. Aber er hat es leider nicht zugelassen.

[31:18] Und vielleicht noch ganz kurz. Wir können 92 lesen. 92 hat Mose geschrieben. Und in 92 schildert Mose, was die Lebenserwartung zu seiner Zeit war, nämlich in Vers 10 schreibt er: Unser Leben wird 70 Jahre und wenn es hochkommt, so sind es 80 Jahre. Das heißt, Mose sagt also, die Leute, die hier so am ältesten werden, sind 80 Jahre. Nun, während war Mose am Brennenden Busch, war es 40. Danach war er 40 Jahre in Midian und dann kam er zurück. Wir wissen, dass noch 40 weitere Jahre Jahre vor ihm liegen sollten, aber das wusste er nicht. Und als Gott ihm sagte: Jetzt bist du bereit, war Mose wahrscheinlich von der Einstellung her bereit, demnächst zu sterben. Er dachte, sein Leben würde demnächst zu Ende gehen.

[32:15] Dann, wenn wir am schwächsten sind, gebraucht Gott uns am größten.

[32:21] Genau, dann lasst uns mal in erster Korinther schauen. Erster Korinther 12. Und dort die Verse 14 bis 31. Wir lesen das jetzt nicht alles, aber hier vergleicht Paulus den Leib, den Körper mit der Gemeinde. Und er sagt in Vers 18: Nun aber hat Gott die Glieder jedes Einzelnen von ihnen so am Leib eingefügt, wie er es gewollt hat.

[32:49] Und das ist wichtig zu verstehen. Gott hat manche Mechanismen in unseren Körper gelegt, die uns vielleicht nicht gefallen, um mit der Sünde klarzukommen. Wisst ihr, wie ich meine? Zum Beispiel ist es vielleicht nicht das Tollste, wenn man im Sommer schwitzen muss. Aber Gott wusste, dass durch die veränderten Klima Erscheinungen, dass durch das veränderte Wetter es Zeiten gibt, da wird es zu warm. Und er wusste, dass das ein Mechanismus ist, der für uns notwendig ist. Und so gibt es auch bestimmte Gemeinde Strukturen, die Gott eingesetzt hat, die uns vielleicht nicht immer gefallen. Aber dennoch sollten wir sie respektieren.

[33:27] Und ganz einfaches Beispiel, das uns allen wahrscheinlich schon zu den Ohren raushängt. Mir ist aufgefallen, wann immer man mit jemandem über das Thema der Frauenordination spricht. Es oft so einen, so eine Route nimmt, wo Leute ziemlich persönlich werden, wo Leute plötzlich sagen Dinge wie: Ja, aber ich bin alleinerziehende Mutter. Wo es plötzlich einen ganz persönlichen Touch gibt und du merkst, dass es, dass es weniger ein Anliegen ist, was ist, was sagt jetzt die Bibel, sondern dass es oft mehr ein Anliegen ist, was, was habe ich in meinem Leben erfahren? Wie sehe ich das? Wie will ich das sehen? Und Gott? Natürlich gibt es alleinerziehende Mütter und ich glaube, Gott kümmert sich darum. Das ist nicht ihre Schuld. Wisst ihr, was ich meine? Aber das ist nicht die Norm. Und also, also alleinerziehende Mütter im Sinne von der Mann als Vorstand der Familie, dass dann dieser Mann nicht da ist. Und genauso ist es auch mit der Gemeinde.

[34:29] Es kommt ganz oft dann das Wort auf: Gott ist doch nicht ungerecht. Aber was haben wir schon für ein Verständnis von Gerechtigkeit? Wir sollten einfach schauen, was die Bibel sagt. Nur nur als Beispiel. Wir müssen immer schauen, was ist der Wille Gottes auch für die Gemeindestrukturen, auch für die Ämter, wie sie eingesetzt sollen, wie sie besetzt werden sollen, damit wir und wir sollten uns vom Geist führen lassen, auch willig sein, das zu tun. Vielleicht auch, wenn es dann nicht unserem Wunsch entspricht.

[34:55] Genau, dann lesen wir Vers 20, dass es viele Glieder sind, aber nur ein Leib und in Vers 22 und 23 etwas sehr Gutes und Wichtiges. Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig. Und die Glieder am Leib, die wir für weniger ehrbar halten, umgeben wir mit desto größere Ehre und um und unsere weniger Anständigen erhalten umso größere Anständigkeit. Ich habe mich gefragt, wie die, die weniger ehrbar sind, erhalten mehr Ehre und die unanständigen. Hallo. Aber wenn man diese Worte mal schaut, wie sie benutzt werden. Ehrbar wird zum Beispiel verwendet in Matthäus 13 57, als Jesus sagt: Der Prophet wird in seinem in seiner Heimat nicht geehrt bzw. verachtet. Das ist das gleiche Wort. Und anständig wird übersetzt mit angesehen.

[35:48] Und genau, das ist wichtig zu verstehen. Die Leute, die von weltlichen, von weltlicher Vorstellung her nicht die tollsten und größten sind, die kein Arzt sind und kein Rechtsanwalt und nicht alles auf der Welt ihnen zu Füßen liegt, sondern die, die es vielleicht schwerer haben, die vielleicht nicht aus dem guten Hintergrund kommen. Genau die will Gott umso mehr ehren. Und der Geringere empfängt größere Ehre. Das ist ein Prinzip, das sehen wir immer und immer wieder. Ich gebe euch ein paar Verse: Matthäus 23 Vers 11 und 12. Matthäus 20 Vers 28 und Römer 12 Vers 16 zum Um damit zusammen zu lesen.

[36:31] Und dann lesen wir in Vers 25: Damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen. Wir sollen füreinander sorgen und schaut mal schnell mit mir. Lasst den Finger drin und schaut mit mir in Epheser 4 Vers 1 bis 3. Schreibt Paulus: So ermahne ich euch nun, ich, der gebundene Herr, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.

[37:08] Wir sollen eifrig bemüht sein. Wir sollen. Wir sollen Friedensstifter sein eigentlich und wir sollen uns einander in Liebe ertragen, mit aller Demut, mit aller Langmut und. Das ist sehr wichtig, uns immer wieder in Erinnerung zu rufen, weil Gemeinde ist eine Familie. Wir sind Brüder und Schwestern und man kriegt viel voneinander mit und die. Das Tolle besteht nicht darin, zu sagen, die Person, die mich immer anlächelt und die Person, die immer so toll aussieht und die immer so nett ist und alles, die zu lieben ist leicht. Aber die Person zu lieben, mit der ich vielleicht aneinander gerate, mit der ich vielleicht nicht übereinstimme, die zu lieben, das ist das, wozu wir Gottes Hilfe brauchen. Und Jesus hat gesagt: Darin wird man erkennen, dass ihr meine Jünger seid, indem ihr die Liebe habt untereinander.

[38:01] Und das im Zusammenhang damit, dass wir eifrig bemüht sein sollen um die Einheit des Geistes durch das Band des Friedens, wenn wir Gerüchte hören, wenn wir irgendwelche Dinge, die passieren, vor uns kommen. Ich weiß, manchmal ist es notwendig, bestimmte Dinge zu besprechen. Aber es ist sehr, sehr wichtig, dass man das in einer bestimmten Richtung tut, auf eine bestimmte Intention hat. Ich habe letztens eine Predigt von Randy Skeet gehört, da hat er gesagt: Du hast nicht das Recht, jemanden zu kritisieren, für den du nicht betest. Und dieser Satz ist mir wirklich hängen geblieben, weil oft glaube ich, dass wir Leute kritisieren, für die wir nicht beten, die uns nicht wirklich am Herzen liegen. Wisst ihr, wie ich meine? Und wir sollten anfangen, genau für diese Leute zu beten, uns wirklich zu sagen, um diese Leute zu ringen und wirklich sie vor Gott zu bringen.

[39:03] Und wenn wir über andere Menschen reden, wenn es notwendig ist, dann sollten wir es immer mit dem Ziel tun, nicht einfach nur Informationen auszutauschen, sondern zu sagen: Wie können wir ihnen helfen? Wie können wir das Beste daraus machen? Wie können wir sie näher zu Gott bringen? Und genau, Jesus sagt, daran wird man es erkennen, an unserer Liebe.

[39:19] Wenn ein Gast in die Gemeinde kommt, dann hat er wahrscheinlich noch nie was vom Ende der Gnadenzeit gehört, hat wahrscheinlich auch noch nichts von der Dreieinigkeit gehört, auch noch nichts von Frauenordination, er hat keine Ahnung, warum wir alle Vegetarier sind. Aber ich will nicht sagen, dass die Sachen unwichtig sind. Sie sind sehr wichtig, aber sie sind nicht wichtiger als die Liebe. Und das ist es, was die anderen sehen: Werde ich respektvoll in Ehre mit jemandem reden, der nicht meine Meinung teilt? Werde ich wirklich in Liebe mit anderen reden oder nur, weil ich jetzt meinen Weg, meinen Willen voranbringen will? Das sind Dinge, die müssen wir jetzt immer wieder in Erinnerung rufen.

[40:02] Und genau, wir sollen uns einfach eifrig darum bemühen. Es ist kein passiver Zustand, es ist nicht einfach nur hinsitzen, abwarten. Wir sollen aktiv Friedensstifter sein.

[40:12] Noch ein Zitat von Ellen White in Manuscript 67, 1907, da schreibt sie: Im vierten Kapitel des Epheserbriefs wird der Plan Gottes so deutlich und einfach offenbart, dass alle seine Kinder die Wahrheit erfassen können. Hier wird das Mittel deutlich erklärt, dass Gott dazu bestimmt hat, die Einheit in seiner Gemeinde zu wahren, damit die Gemeindeglieder der Welt eine gesunde, religiöse Erfahrung vermitteln können.

[40:43] Wir sollen nicht fanatisch sein, wir sollen nicht zu weit rechts und nicht zu weit links sein. Wir sollen eine gesunde, religiöse Erfahrung vermitteln, sodass Leute denselben Gott anbeten wollen, dass Leute sich fragen: Was ist anders an dem Leben dieser Person? Gott möchte für uns nicht, dass wir mentale Probleme haben, möchte keine Depressionen für uns. Er möchte kein, wie sagt man, kein Neid, keine Streitigkeiten. Das alles möchte er nicht. Er möchte, dass wir beisammen sind, dass wir glücklich sind und dass wir uns lieben können, auch wenn wir nicht übereinstimmen.

[41:19] Und noch ein Punkt dazu. Schaut mal mit mir in Matthäus 11 und dort die Verse 29 bis 30. Und vielleicht scheint es nicht so, als ob es was damit zu tun hat auf den ersten Blick. Aber denkt mal drüber nach. Nehmt auf euch meinen Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

[41:46] Diesen Grundsatz wenden wir manchmal überall an, außer in der Gemeinde. Wenn irgendeine Versuchung kommt, sagen wir: Nein, nein, nein, Jesus hat dasselbe. Wenn irgendwie Bedrängnis kommt wegen dem Sabbat und irgendwas in Gefahr steht, sagen wir: Okay, Jesus hat das Gleiche durchgemacht. Wenn wenn irgendwie jemand uns nicht leiden kann wegen unseres Glaubens, dann wissen wir: Ja, ja, bei Jesus war das auch so. Und wir sind die treuesten und fremdsten Menschen. Und und versteht mich nicht falsch, das ist gut. Aber wenn es dann zur Gemeindearbeit kommt, ist euch das schon mal so gegangen, dass jemand einen Vorschlag hatte und dann kommen fünf Leute und sagen: Mit der Gemeinde funktioniert das nie. Sagen: Nein, nein, nein, nein, nein, das, das, das kannst du vergessen. Das, das klappt nicht. Das bringt nichts. Wir führen die Gemeinde nicht.

[42:36] Wir haben Verantwortung bekommen und die sollen wir wahrnehmen. Das sollen wir nachgehen. Wir sollen ringen und tun. Aber die Gemeinde liegt nicht in unserer Hand. Es ist nicht unsere Aufgabe, die Geschwister in allem zu prüfen. Wir sollen Gott in dem gehorsam sein, was er uns gesagt hat, was er uns gezeigt hat. Und nicht Eva, wir sollen uns selbst evaluieren, wir sollen keine Statistiken aufstellen, wie treu die Gemeinde ist. Wisst ihr, wie ich meine? Es kann uns zum Verhängnis werden, wenn wir es tun.

[43:08] Gott hat uns etwas verheißen. Er hat uns verheißen, wie die Gemeinde aussehen wird. In Offenbarung 14 12. Er hat uns verheißen, dass es aus Laodicea einen Ausweg gibt. Und alles, was wir tun können, ist das Gleiche, was Jesus getan hat. Jesus, der Beginn der Gemeinde, waren die Jünger. Und Jesus hat mit seinen Jüngern so gewirkt. Er hat sie immer und immer wieder erinnert. Er ist ihnen nachgegangen. Er hat im Gebet um sie gerungen, hat um sie geweint, war immer da, hat ihnen geholfen. So ist es.

[43:38] Es geht nicht mit Druck ausüben. Es geht nicht mit Zwang. Wir sind nicht größer als Gott. Wenn Gott das nicht macht, dann haben wir erst recht kein Recht dazu. Wir sollen uns klar sein, dass der Heilige Geist die Menschen überzeugt. Er bekehrt die Herzen. Das ist nicht unsere Aufgabe. Das können wir nicht.

[43:57] Und der letzte Vers zu diesem Thema. Erster Petrus 5 und dort Vers 5. Dort schreibt Petrus: Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter. Ihr sollt alle euch gegenseitig unterordnen und mit Demut begleiten. Denn Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen, aber gibt er Gnade.

[44:24] Das ist ein sehr gutes Prinzip. Wenn wir in Demut zueinander kommen, wird unser Leben um einiges leichter. Und wann hat sich ein Jünger überhoben? Denkt an Petrus, als er auf dem Wasser ging, als er zu Jesus ging, hat auf Jesus geschaut. Und wenn wir den Bericht von Ellen White parallel dazu lesen, sehen wir, er hat auf Jesus geschaut und dann hat er seinen Blick abgewandt. Und dann hat er zu den Jüngern geschaut, ob sie sehen, wie toll er auf dem Wasser laufen kann, hat sich überhoben. Und er hat sofort begonnen zu sinken. Und dann hat er schnell wieder zu Jesus gekauft, er ist ins Schwanken gekommen, er ist nach rechts und nach links gerutscht. Und oft ist es ja so, dass Leute, die sehr fanatisch in einem Punkt sind, andere Punkte überhaupt gar nicht beachten. Wisst ihr, wie ich meine? Es gibt diese Sachen, man schwankt nicht einfach nach rechts oder nach links und dann war es das. Es ist immer so ein bisschen ein Hin und Her, so wie der Schilf oder wie der Weizen.

[45:27] Und was war die Rettung für Petrus? Es war wieder auf Jesus zu schauen. Und es ist nicht so, dass hier die Heiligen sind und hier sind die, die es halt irgendwie immer nicht hinkriegen. Sonst kann jedem passieren. Wir sehen, dass Petrus wirklich ein guter Junge war. Wir wissen, er hat oft mal dieses und jenes, aber er war im engsten Kreis Jesu. Und obwohl er Jesus später verleugnet hat, hat er doch noch die Kurve gekriegt. Wie? Indem er auf Jesus geschaut hat. Und so können auch wir verändert werden, wenn du in deinem Leben das Problem hast, Schwierigkeiten damit hast, dich unterzuordnen. Wenn es immer wieder Streitigkeiten gibt, schau auf Jesus. Das ist das einzige Heilmittel, das einzige Medikament, das wir haben.

[46:22] Und dann wollen wir weitergehen zum Dienstag. Dienstag geht es um den Zweck der Gaben. Und da gehen wir direkt mal in Römer 12 und lesen die Verse 4. Römer 12 und lesen die Verse 4 bis 5. Und dort steht: Denn gleich wie wir an einem Leib viele Glieder, denn gleich wie wir an einem Leib viele Glieder besitzen, nicht alle Glieder aber dieselbe Tätigkeit haben. So sind auch wir, die vielen ein Leib in Christus und als einzelne untereinander Glieder.

[47:00] Wir haben in der Gemeinde verschiedene Menschen mit verschiedenen Gaben und verschiedenen Persönlichkeiten und Gott benutzt das. Und jetzt mal schauen, wann hat Gott speziell Gaben gegeben? Wir haben einmal in Apostelgeschichte 2, 4 bis 6, dass viele heidnische Juden nach Jerusalem kamen und die Gabe der Sprache wurde gebraucht, damit alle erreicht werden könnten. Und Gott gab die Gabe der Sprachen. Es war damit, dass Evangelium vorangetrieben würde.

[47:29] Und in Apostelgeschichte 7 in den Versen 54 bis 56 geht es um die Steinigung des Stephanus. Und auch hier bekommt Stephanus plötzlich die Gabe der der der Prophetie, die Weishagen hat plötzlich eine Vision. Und auch das hatte einen bestimmten Zweck, damit erkannt würde, dass die Gnadenzeit für das Volk der Juden wirklich vorbei war.

[47:56] Und in Apostelgeschichte 21 Vers 18 sehen wir, dass Philippus plötzlich als Evangelist beschrieben wird. Er war aber zuvor in Apostelgeschichte 6 Vers 5 als Diakon gewählt worden. Das heißt, wir sehen auch hier, dass als er reiste und predigte, wurde er von Gott mit dieser Gabe ausgestattet, dass er verkündigen könne.

[48:18] Wir leben in verschiedenen Ländern mit ganz, ganz unterschiedlichen Schwierigkeiten. In Entwicklungsländern braucht man ganz andere Gaben, ganz andere Mittel, um Menschen zu erreichen als zum Beispiel in Deutschland. Und so gibt Gott verschiedene Gaben, aber es ist ein Geber.

[48:34] Genau. Und dann lasst uns mal in Epheser schauen. Epheser 4, die Verse 11 und 11 bis 13. Genau. Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, als Evangelisten, als Hirten und Lehre zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christus. Bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus.

[49:10] Zur Zurüstung der Heiligen. Dieses Wort, diese Zurüstung ist ein interessantes Wort und wir finden es in Matthäus 4, 21, als die Jünger, die vor der Überrufung ihre Netze pflegten. Es ist das gleiche Wort und wir finden es auch in 1. Korinther 10, als es darum geht, dass der, das kann mir ganz kurz aufschlagen, ich kann mich nicht an den genauen Wortlaut erinnern, 1. Korinther 1, Vers 10. Finden wir irgendwo im zweiten Teil, genau, sondern vollkommen zusammengefügt Zeit in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung.

[49:48] Auch hier ist es wieder das Gleiche, vollkommen zusammengefügt. Gott behandelt uns als Individuen wie Netze, die gepflegt werden müssen. Da gibt es Schwachheiten, da gibt es Unzulänglichkeiten und Gott pflegt uns Stück für Stück und er bereitet uns zu, er rüstet uns zu, um dann die Gemeinde zusammenzusetzen und auch die Gemeinde zu pflegen. Versteht ihr den Sinn? Gott weiß, dass wir es nicht allein können, aber er sagt: Ich helfe euch, ich mache euch ganz, ich helfe euch, das zu machen. Er stattet uns aus mit allem, was wir brauchen und für den, der gepflegt wird, für das Netz, das Netz pflegt sich nicht selber, es ist ein passiver Prozess und es geht von Gott aus, es ist nicht durch unsere Kraft und wenn Gott uns ruft, dann können wir nichts sagen, dass wir nicht gehen können, weil wir nicht ausgestattet sind, weil Gott ja gesagt hat, er wird uns ausstatten. Das heißt, wenn Gott dich wirklich ruft, dann wird er dir auch die Gaben geben.

[50:49] Genau, dann wollen wir noch in 1. Petrus 4, Vers 10 schauen. Genau, 1. Petrus 4, Vers 10 und anschauen, wozu die Gaben gegeben werden. 1. Petrus 4, Vers 10: Dient einander jeder mit den Gnaden, mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalte der mannigfachen Gnade Gottes. Vers 11: Wenn jemand redet, so rede er als Aussprüche Gottes, wenn jemand dient, so tue er es aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

[51:30] Der Zweck der Gaben ist, damit Gott verherrlicht wird. Mit jeder Gabe ist ein Dienst oder eine Verantwortung verbunden, das sehen wir hier ganz deutlich. Und dann können wir mal in 1. Korinther schauen, 1. Korinther 14 und die Verse 12 und 26 lesen. Und dort lesen wir: Also auch ihr, da ihr eifrig nach Geisteswirkung trachtet, strebt danach, dass ihr zur Erbauung der Gemeinde Überfluss habt. 2. Korinther 26: Wie ist es nun, ihr Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch etwas, einen Psalm, eine Lehre, eine Sprachenrede, eine Offenbarung, eine Auslegung. Alles lasst zur Erbauung geschehen.

[52:11] Gott sagt, was auch immer wir darbringen, was auch immer er uns schenkt, soll zur Erbauung dienen. Wir sollen selbst, wenn wir jemanden ermahnen müssen, sollen wir es nicht einfach tun: Hey, du machst das schlecht und ich mache es toll, sondern wir sollen einen Ausweg zeigen. Das und das geht vielleicht leichter, wenn du es so und so versuchst. Wisst ihr, wie ich meine? Wir sollen nicht kritisierend reden, wir sollen erbauend sprechen.

[52:36] Und die Gaben, wir haben in Vers 12 gesehen, dass die Gaben nicht mir dienen, sondern sie dienen der Erbauung der Gemeinde. Die Gaben dienen immer den anderen.

[52:46] Dann lasst uns schnell zum Mittwoch gehen. Da bleiben wir in 1. Korinther 14 und lesen Vers 1. Strebt nach der Liebe, doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkung, am meisten aber, dass ihr weissagt. Und ich habe mich gefragt, wir haben gelesen oder wir lesen in 1. Korinther 12, Vers 11: Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will. Und ich habe mich gefragt, wie können wir nach mehr Gaben streben, wenn Gott entscheidet, wer welche Gaben kriegt. Und ich bin zu folgendem Schluss gekommen, was aber kein, ja, ich denke, da gibt es mehrere Wege, wie Gott das meinen kann. Aber ich glaube, dass mit größeren Gaben größere Verantwortung kommt.

[53:34] Und in Lukas 16, Vers 10 lesen wir: Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. Und dieses Prinzip ist, dass wir dort, wo wir sind, in unserer Arbeit, in unserem Alltag, in der Gemeinde, in den Aufgaben, die wir haben, treu sein sollen. Wir sollen uns bewähren, dass Gott uns größere Verantwortung verantworten kann oder da reichen kann, dass wir uns weiter bewähren.

[54:08] Und er sagt hier: Am meisten aber, dass ihr weissagt. Ich glaube, ein Prophet hat eine außerordentlich große Verantwortung. Schaut euch mal an, über Mose. Ellen White schreibt in Patriarchen und Propheten auf Seite 458. So starb Mose, der Knecht des Herrn, dasselbst im Lande Moab nach dem Wort des Herrn. Und er begrub ihn im Tal im Lande Moab gegenüber Beth-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren, bis auf den heutigen Tag. Das war Zitat aus 5. Mose 34, 5 und 6. Und jetzt schreibt sie: Viele, die nicht auf Mose hören wollten, solange er bei ihnen waren, wären jetzt in der Gefahr, Abgötterei mit seinem Leichnam zu treiben, wenn sie sein Grab gekannt hätten. Deshalb blieb es den Menschen verborgen. Engel Gottes legten seinen treuen Diener ins Grab und bewachten die einsame Stätte.

[55:04] Es war die Gefahr, wenn Mose sich ein bisschen überhoben hätte. Es war die Gefahr, dass die Menschen kommen und ihn anbeten würden anstatt Gott. Er hat all diese Wunder gemacht und so weiter. Sie haben schon beim goldenen Kalb, haben sie schon, bevor das stattfand, haben sie schon gesagt: Wo ist der Mose, der uns rausgeführt hat? Sie haben nicht verstanden, dass es wirklich Gott war, der sie herausgeführt hat. Und ich denke, es ist eine unglaublich große Verantwortung.

[55:28] Wenn wir aber im Kleinen treu sind, so formt Gott unseren Charakter immer weiter. Mose wurde auch 40 Jahre geformt, Stück für Stück für Stück. Damit wir im Großen treu sind. Nun wird uns an diesem Tag ein Vergleich der Gaben gezeigt. Wir sehen diese verschiedenen Gaben in 1. Korinther 12, 7-11, 27-31, in Römer 12, 3-8 und Epheser 4, 11 und 12. Und die Frage ist: Gab es diese Gaben schon im Alten Testament? Und das gab es. Zum Beispiel gab es Apostel im Alten Testament. Vielleicht nicht direkt, aber Ellen White sagt das so, wie es die zwölfe Apostel gab, gab es im Alten Testament die zwölf Patriarchen, als Vertreter Israels steht im Leben Jesu auf Seite 279. Gab es die Weisheit, denkt an Salomo. Die Wunderkräfte gab es, da brauche ich gar keine Beispiele. Die Erkenntnis können wir vielleicht an Hiob denken.

[56:26] Und jetzt gibt es einige Leute, die sagen, in 1. Korinther 13, 10 steht: Wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk weggetan. Und dann sagen sie: Naja, das Vollkommene ist das Wort Gottes, das jetzt vollkommen ist und darum brauchen wir keine Gaben mehr. Aber in der Bibel steht nirgends, dass das Vollkommene das Wort Gottes ist. Das Vollkommene ist Gottes Reich, beziehungsweise wenn wir vollkommen sind und so weiter. Es gibt ganz viele Beispiele, die könnt ihr mal studieren. Eins ist zum Beispiel in Kolosser 4, Vers 12. Und Jesus warnt in Matthäus 24 vor falschen Propheten, Zeichen und Wundern. Wenn es gar keine mehr gäbe, dann würde er allgemein davon warnen, nicht von den falschen. Das heißt, es wird diese Sachen noch geben.

[57:12] Und dann sehen wir auch aus dem Vers 1, den wir vorhin gelesen haben, 1. Korinther 14, Vers 1, dass Gott wusste, dass diese Gaben wichtig sind und er ermutigt die Kirche danach zu streben, weil es der Erbauung der Gemeinde dient. Das heißt, wann immer Gott will, dass die Gemeinde wächst, und das will er immer, sollen wir nach diesen Gaben streben, die das unterstützen. Und in Matthäus 24, Vers 11 werden wir davor gewarnt, von falschen Propheten verführt zu werden und nicht von Propheten allgemein. Das heißt, es wird richtige und falsche Propheten geben.

[57:55] Dann schaut noch kurz mit mir in 1. Korinther 12, und dort Vers 10. Dort schreibt Paulus, er zählt verschiedene Gaben auf, und dann sagt er: Einem anderen Wirkungen von Wunderkräften, einem anderen Weissagung, einem anderen Geister der Unterscheidung. Und das ist wichtig zu verstehen. Wir haben am Donnerstag das Studium der Unterscheidung, die Gabe der Unterscheidung. Und hier steht es eng miteinander verbunden mit Wundern und mit Weissagungen. Und hat Jesus gesagt, es wird falsche Wunder geben? Hat er gesagt. Hat er gesagt, es wird falsche Propheten, also falsche Weissagungen geben? Hat er auch gesagt. Wenn ich jetzt ein Prophet bin und ich weissage, dann kann ich mich nicht selbst prüfen. Aber ein anderer muss kommen, mich prüfen. Das heißt, wo Gott die Gabe der Weissagungen gibt und wo Gott die Gabe von Wunderkräften gibt, da wird er auch die Gabe der Unterscheidung geben, weil man unterscheiden muss: Ist es ein richtiger Prophet, ist es ein falscher Prophet.

[59:00] Und in 1. Johannes 4, Vers 1 lesen wir: Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind. Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. Prüft die Geister, ob sie von Gott sind. Es gibt welche, die sind von Gott, es gibt welche, die sind nicht von Gott. Und diese Gabe der Unterscheidung geht Hand in Hand mit dem Wort Gottes. Es ist nicht so, dass Gott hier so inspiriert und dort so. Es wird immer miteinander übereinstimmen, wenn es wirklich von Gott ist. Nur manchmal müssen wir ein bisschen tiefer graben dafür.

[59:32] Ich möchte dieses Studium abschließen mit einem Zitat von Ellen White. Und das steht hier in der Lektion auf Seite 100. Das ist der Donnerstag unserer Lektion. Und dort schreibt sie: Wer Zeichen und Wunder zum Echtheitsbeweis und zum Maßstab für den Glauben macht, wird erleben müssen, dass Satans Täuschungen erstaunlich echt erscheinen. Nutzt jeden Tag und jede Gelegenheit, den Herrn von ganzem Herzen mit allen Sinnen und von ganzer Seele zu suchen. Wenn wir uns der Wahrheit nicht auf diese Weise öffnen, geraten wir in die Gefahr, getäuscht zu werden. In der letzten Zeit werden ungewöhnliche Dinge geschehen, die so aussehen, als wären sie von Gott gewirkt. In Wirklichkeit ist aber Satan, der Vater der Lüge, ihr Urheber. Menschen werden unter der Regie satanischer Geister Wundertaten vollbringen.

[1:00:20] Und so möchte ich einigen von uns dazu aufrufen, tiefer in das Bibelstudium zu gehen, um wirklich den Willen Gottes zu verstehen, täglich die Taufe des Wortes zu erfahren und täglich näher zu Jesus heranzuwachsen, damit wir diese Frucht bringen, damit er uns auch die Gaben zuteilen kann. Und ich möchte euch einleiten, noch gemeinsam mit mir zu beten. Unser Herr und Gott im Himmel, ich möchte dir danken für dieses Studium. Ich möchte dir danken für all die Bereicherung, die du uns geschenkt hast mit deinem Wort. Und ich möchte dich bitten, dass wir das nicht nur gehört haben, sondern dass du in unseren Herzen diese Entscheidung befestigst, dass wir wirklich täglich in deinem Wort studieren, dass wir dir treu sind, im Kleinen wie auch im Größeren, dass du uns immer mehr Verantwortung auftragen kannst und dass wir nicht zweifeln, dass du uns die Gaben, die wir benötigen, geben wirst. Ich möchte dich bitten, dass du mich und auch jeden, der das jetzt gehört und mitstudiert hat, segnest, dass du uns die Umsetzung schenkst und entzweifelst von deinem Geist. Ich danke dir dafür und bete im großen Namen Jesu. Amen.


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