In dieser Lektion wird beleuchtet, wie man den Heiligen Geist betrüben und sich ihm widersetzen kann. Anhand biblischer Texte wie der Predigt von Stephanus und den Briefen des Paulus wird erklärt, was Halsstarrigkeit und ein unbeschnittenes Herz bedeuten. Es wird gezeigt, wie wichtig das Hören auf Gottes Wort ist und wie man durch Rebellion und Vergessen der vergangenen Wunder Gottes Herz betrübt. Die Lektion betont, dass Gott uns trotz unserer Schwächen retten möchte, aber wir mit ihm zusammenarbeiten müssen.
Der Heilige Geist (CSH 2017 Q1): 11. Den Heiligen Geist betrüben und sich ihm widersetzen
Lukas Hermann · Cannstatt Study Hour 2017 Q1: Der Heilige Geist und das geistliche Leben ·Themen: 1. Thessalonicher, Apostelgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Epheser, Hebräer, Markus, Neues TestamentWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q1: Der Heilige Geist und das geistliche Leben
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen auf joelmedia.de und auch an alle Zuschauer von Amazing Discoveries TV.
[0:29] Heute zu unserer Sabbatschul-Lektion. Wir sind immer noch beim Thema des Heiligen Geistes. Heute Lektion 11: Den Heiligen Geist betrüben und sich ihm widersetzen.
[0:41] Bevor wir einsteigen in dieses schwerwiegende Thema in der Bibel, möchte ich kurz die Augen schließen und ein kleines Gebet sprechen. Großer Vater im Himmel, ich möchte dir danken, Vater, dass wir dein Wort öffnen können. Ich bitte dich jetzt, dass du alles Störende fernhältst und dass du uns etwas aus deinem Wort beibringst. Amen.
[1:05] Bei dem Thema den Heiligen Geist betrüben und sich ihm widersetzen, da kommt vor allem ein Text in unser Augenmerk und das ist der Text, den Jesus gesagt hat zu den Pharisäern, als er gesagt hat: Sünde oder böses Wort gegen den Sohn Gottes, das wird einem vergeben, aber die Sünde gegen den Heiligen Geist, das ist eine Sünde, die einem nicht vergeben werden kann.
[1:34] Und viel Konstruktion wurde um diesen Text gemacht in der Christenheit. Viele haben auch die Angst: Habe ich diese Sünde begangen? Wann habe ich die Sünde begangen? Oder bin ich schon drüber, habe ich diese Sünde schon begangen? Gott kann mir nicht mehr vergeben, gerade wenn man neu bekehrt ist. Mir ging es auch so. Ich erinnere mich zum Beispiel an das Buch von John Bunyan, der die Pilgerreise geschrieben hat. Der hat in seiner eigenen Bekehrungsgeschichte auch so etwas erlebt, dass er einmal so einen ganz schlechten Gedanken hatte Gott gegenüber und gedacht hat: Jetzt habe ich drüber, jetzt bin ich über das Limit hinausgegangen und Gott kann mir nicht mehr vergeben. Und hat dann wochenlang und monatelang mit dieser Sünde und mit dieser Enttäuschung gekämpft, bis er in der Bibel gefunden hat, was eigentlich die Sünde gegen den Heiligen Geist ist und warum wir Hoffnung haben können, dass Gott wirklich alles versucht, um uns zu retten.
[2:43] Wir steigen gleich ein, denn wir haben einiges vor uns. Nicht mit dem Vers, den wir gerade erwähnt haben, der kommt ganz am Schluss erst in der Sabbatschul-Lektion, sondern mit Apostelgeschichte 7, Vers 51. Und wir machen eine kleine Anatomie dieses Textes, weil der uns einen sehr guten Einstieg gibt in das Thema und uns schon eigentlich das meiste zeigt.
[3:05] Apostelgeschichte 7, Vers 51: Die Predigt von Stephanus, als er vor seinen Anklägern steht, bevor er gesteinigt wird. Und an diesem Punkt erzählt er ja die Geschichte von dem Volk Israel und es scheint so, als ob er plötzlich unterbricht im Vers 51 hier und dann diesen Ausruf macht, der folgendermaßen geht: Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren, ihr widerstrebt allzeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, so auch ihr.
[3:48] Und wir gehen jetzt hier einfach mal mikroskopisch durch und schauen uns an, was Stephanus hier eigentlich sagt. Er fängt an und nennt die Israeliten halsstarrig. Und bevor wir kurz in das Halsstarrig reingehen, interessant von dem ganzen Sinn dieses Verses: Stephanus sagt im Prinzip: Schaut, es ist nicht neu, dass ihr dem Heiligen Geist widerstrebt. Warum widerstrebt ihr dem Heiligen Geist? Natürlich, sie haben Jesus umgebracht. Das ist die Hauptanklage. Es gibt noch eine andere ganz interessante Anklage, die Stephanus in seiner Predigt benennt. Das ist zum Beispiel im Vers, das darf ich nicht verwechseln, wo habe ich es aufgeschrieben? Vers 39, gerade ein paar Verse vorher, da steht: Denn unsere Väter wollten nicht gehorsam sein, sondern sie stießen ihn von sich und wandten sich mit ihren Herzen nach Ägypten. Das ist die Geschichte, als die Israeliten in Ägypten waren und sie haben sich abgewandt von den Wegen, die Gott eigentlich mit ihnen vorhatte. Und sie wollten wieder zurück zu den Fleischstöpfen Ägyptens. Und Stephanus nimmt das so als Hauptbeispiel und sagt: Schaut, wie schon in der Vergangenheit immer wieder euch diesem Heiligen Geist widersetzt haben.
[5:17] Bedeutet auch, der Heilige Geist, der hat schon immer an den Menschen gewirkt. Während der ganzen Periode dieser Welt wirkt der Heilige Geist an uns. Und tragischerweise während der ganzen Zeit widersetzen sich Menschen diesem Heiligen Geist. Und eine Sache, die ich entdeckt habe oder die ich auch herausgefunden habe erst kürzlich, ist, dass Gott, vielleicht soll das nicht so überraschend sein, aber Gott ist es nicht unbekannt. Selbst von Anfang an, kurz nachdem er das Gesetz gegeben hat am Berg Sinai, hier im 5. Mose, wo es dann nochmal erzählt wird von Moses. 5. Mose Vers, Kapitel 5. Und da Vers, ich habe es gleich, 29. Da spricht Gott direkt zu Mose. Und er sagt folgendes über die Kinder Israel: Oh, wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und alle meine Gebote allzeit zu halten, damit es ihnen gut ginge und ihren Kindern ewiglich. Das sagt Gott direkt nach dieser Aussage des Volkes Israels, dass sie Gottes Gebote halten werden, dieses Versprechens. Und da kommt Gott mit dieser Aussage. Und diese Aussage, die zeigt einem schon so, dass es quasi rhetorisch zu verstehen ist. Gott sagt: Oh, wenn sie doch immer so ein Herz hätten. Und Gott zeigt uns sehr deutlich, dass er weiß, die Menschen haben eben so ein Herz nicht. Sie sind rebellisch. Und ich weiß jetzt schon, dass sie mir nicht gehorchen werden, dass sie ihr eigenes Versprechen nicht halten werden und sich mir widersetzen werden. Also Gott wusste das schon. Für Gott war das nichts Neues, dass sich hier die Kinder Israel immer wieder übersetzen. Und die Geschichte zeigt es.
[7:19] Jetzt zum Thema Halsstarrig. Wann werden in der Bibel Menschen als halsstarrig beschrieben? Was muss man tun, damit man halsstarrig ist? Wir schauen in gerade in 5. Mose, am Anfang der Bibel. Und eine gute Idee, wenn man die Bibel studiert und ein Thema studiert, dass man möglichst am Anfang der Bibel anfängt, um die Grundpfeiler sich erstmal klar zu machen. 5. Mose 9, Vers 6. Da steht: So sollst du nun erkennen, dass der Herr, dein Gott, dir dieses gute Land nicht um deiner Gerechtigkeit willen gibt, damit du es in Besitz nimmst. Denn du bist ein halsstarriges Volk.
[8:07] Das heißt, das Volk hier war halsstarrig und Gott sagt etwas sehr Interessantes. Er sagt: Schaut, ich führe euch hier in dieses gelobte Land und ich gebe euch dieses große Versprechen. Und ihr sollt eins wissen: Ich gebe euch dieses Versprechen nicht, weil ihr so ein gutes Volk seid, sondern ich gebe euch dieses Versprechen, weil ich euch erwählt habe. Weil ihr etwas ganz Besonderes für mich seid. Nicht wegen eurer Tolligkeit – das ist gar kein deutsches Wort – sondern weil ich euch erwählt habe. Er sagt: Die Wahrheit ist, dass ich euch das Land gebe, trotz eurer Halsstarrigkeit.
[8:47] Und wenn wir das für uns sehen, dann sehen wir ein großes Versprechen auch für uns. Denn wir haben auch ein Land, das uns Gott versprochen hat. Das Land des Himmels, das tatsächliche Kanaan. Und auch Gott sagt zu uns: Ich gebe dir dieses Land nicht, ich möchte dir den Himmel nicht geben, weil du so ein treuer und toller Mensch bist, sondern weil ich dich erwählt habe und weil ich dir dieses Land geben will. Das bedeutet nicht, dass wir hingehen können und uns einfach in der Sünde belustigen und dann sagen: Gott rettet uns doch sowieso, Gott bringt uns sowieso in den Himmel. So wie es die evangelische Kirche zum Beispiel hauptsächlich glaubt. Sondern das bedeutet, dass wir ein sehr großes Vertrauen in Gottes Kraft setzen können, damit, obwohl wir momentan immer noch mit unseren Schwachheiten zu kämpfen haben, dass Gott möchte, dass wir gerettet sind und dass er wirklich alles tut, damit wir dorthin kommen.
[9:55] Aber wir haben natürlich ein Problem, das uns in 2. Mose beschrieben wird. 2. Mose 33, Vers 3. Denn da sagt Moses: In das Land, in dem Milch und Honig fließt, denn ich will nicht in deiner Mitte hinaufziehen. Nicht Moses sagt das, sondern Gott. Denn ich will nicht in deiner Mitte hinaufziehen, weil du ein halsstarkes Volk bist. Ich würde dich sonst unterwegs vertilgen. Das heißt, Gott kann nicht unter einem halsstarken Volk sein. Er kann nicht mit denen mitgehen. Wenn wir halsstark Gott gegenüber sind, wenn wir halsstark dem Heiligen Geist gegenüber sind, dann kann der Heilige Geist nicht in uns sein, nicht bei uns sein. Und dem sollten wir uns bewusst sein, dass es nicht ist, dass Gott nicht will, er möchte, aber er kann nicht. Also die Warnung sei uns gegeben.
[10:55] Und es scheint so von diesen Versen, wie wenn Gott es ja beweint, dass wir so halsstark sind. Und es ist seit dem Sündenfall im Herzen des Menschen ein großer Fehler, damit wir uns immer diese Tendenz haben, Tendenz zu haben scheinen. Und du weißt es in deinem eigenen Leben genauso wie ich, dass es uns von Gott wegzieht. Dass es uns wegzieht, treu zu sein, seine Gebote zu halten, dass es uns wegzieht, die Bibel zu lesen und immer hin zur Welt, immer hin. Es ist wie so ein Strom, der bergabwärts fließt und wir müssen immer konstant dagegen ankämpfen, um nahe bei Gott zu sein. Das ist ein biblisches Konzept und sehr real und wir sollten uns dessen bewusst sein. Und nicht denken: Moment mal, das kann ja gar nicht sein, das christliche Leben muss doch ganz einfach sein. Einfach nur hinlegen und es muss doch den Weg geben, der ganz leicht ist. Nein, die Bibel macht das ganz klar. Unsere Tendenz ist immer weg von Gott. Und der Weg hin zu Gott ist steinig, ist schmal und ist schwierig.
[12:09] Jetzt natürlich noch die Frage: Was bedeutet es hier, halsstark zu sein? Da gibt es einen sehr guten Vers, der das gut erklärt, im Jeremia. Da gehen wir kurz hin. Jeremia 17, Vers 23. Jeremia 17, Vers 23. Ist immer ein bisschen schwieriger, wenn man gerade moderiert und die Bibel selber aufschlägt, dann dauert das ein bisschen. Jeremia 17, Vers 23. Und hier steht: Aber sie sind nicht gehorsam gewesen und haben ihre Ohren nicht zu mir geneigt, sondern sie haben sich hartnäckig geweigert zu gehorchen oder Zucht anzunehmen.
[12:52] Also, wann ist die Person hartnäckig in Gottes Augen? Wann ist die Person hier nicht hartnäckig? Denn der Rest des Vers erklärt ja schon, was es eigentlich bedeutet. Und zwar bedeutet es, wie wir am Anfang lesen, dass es nicht gehorsam zu sein bedeutet und vor allem am Ende die Zucht nicht anzunehmen. Das heißt ganz einfach: Die Kinder Israels waren halsstarrig, weil sie erstens gegen das rebelliert haben, was Gott ihnen gesagt hat. Und zweitens, wenn Gott sie zurechtweisen wollte, sagt: Schaut, hier ist der rechte Weg, dann haben sie diese Zucht, diese Zurechtweisung, diese Instruktion nicht angenommen.
[13:37] Und das ist genau auch der Kern von dem Heiligen Geist folgen oder den Heiligen Geist abwehren, sich dem Heiligen Geist widersetzen. Das ist genau dieser Knackpunkt, wenn Gott zu dir kommt in deinem Leben und dir zeigt: Hier hast du was falsch gemacht. Hier hast du die falsche Abbiegung genommen in den Weg, den du mit mir gehst. Und dich bittet quasi, den Weg zu korrigieren. Mir fehlt gerade das deutsche Wort dafür, wie heißt das? Buße zu tun, ja. Buße zu tun heißt nichts anderes als hinzugehen und sagen: Hier ist mein Weg, aber Gott möchte, dass ich auf diesen Weg gehe und seinen Weg zu korrigieren. Und wenn immer wir das tun, dann zeigt es, dass der Heilige Geist durch uns wirken kann und in uns wirken kann. Und wenn immer wir halsstarrig vorwärts gehen in dem Weg, in dem wir sind, obwohl uns Gott gezeigt hat oder zeigen möchte, dass ein anderer Weg richtig ist, dann sind wir nicht, also das Gegenteil von halsstarrig, dann hören wir auf den Heiligen Geist.
[14:48] Und eine Sache, die immer wieder betont werden sollte: Wie spricht der Heilige Geist zu uns? Zacharias, unter den kleinen Propheten, fast ganz hinten. Das sage ich mir auch selber, damit ich mein Buch schnell finde. Zacharias 7, die Verse 11 und 12. Hier steht: Aber damals weigerten sie sich, darauf zu achten, und sie waren halsstarrig und verstopften ihre Ohren, um nichts zu hören. Und sie machten ihre Herzen so hart wie Diamant und wollten das Gesetz nicht hören, noch die Worte, die der Herr der Herrscharen durch seinen Geist, durch die früheren Propheten gesandt hatte. Daher kam ein großes Zorngericht von Seiten des Herrn der Herrscharen über sie.
[15:39] Das heißt, wie tut Gott seinen Willen kund? Natürlich, es gibt oft diese Tendenz zu sagen: Gott spricht zu mir persönlich. Das tut er auch. Und der Heilige Geist wirkt in uns allen ganz individuell. Aber die größte und lauteste Stimme Gottes, die vor allem alles andere übertönen kann, darf und sollte, ist, was Gott durch seine Propheten gesagt hat. Und das steht unter anderem in der Bibel. Und wir als Adventisten haben auch Ellen White, in der aufgeschrieben wurde, was Gott durch sie gesagt hat. Und das ist unsere Autorität. Wenn immer wir vom Weg abgekommen sind, ist das die erste Stelle, mit der Gott uns eigentlich warnen möchte, indem er uns die Bücher vorlegt und sagt: Hier steht es geschrieben, lies es dir ganz ruhig durch und tu, was da steht.
[16:36] Den zweiten Punkt, den Stephanus hier erwähnt in seinem Vers, da geht es ja um das Beschnitten sein. Und er sagt ganz interessant: Ihr Unbeschnittenen an Herz und Ohren. Gott erwähnt es hin und wieder mal mit diesen Herzen, dass die Beschneidung von Anfang an eigentlich nur ein Symbol für das beschnittene Herz war. Aber hier steht auch die beschnittenen Ohren. Wie interessant. Da gibt es einen ganz interessanten Zusammenhang. Und zwar steht er in Jeremia, Kapitel 6, Vers 10. Jeremia, Kapitel 6, Vers 10. Ich werde mich ein bisschen beeilen, aber das ist eine wirklich gute Grundlage, um die anderen Texte, die wir noch lesen von der Lektion, um die gut zu verstehen. Deswegen nehme ich uns ein bisschen mehr Zeit. Jeremia 6, Vers 10. Da steht es folgende: Zu wem soll ich reden? Wem Zeugnis ablegen, dass sie darauf hören? Siehe, ihr Ohr ist unbeschnitten. Sie können nicht darauf achten. Siehe, das Wort des Herrn ist ihnen zum Hohn geworden. Sie haben keine Lust daran.
[17:46] Gott beklagt sich, dass die Israeliten unbeschnittene Ohren haben. Sie hören ihn nicht. Er kann sagen, er kann schreiben, er kann seine Propheten schicken. Sie hören ihn einfach nicht. Und warum ist das Hören so wichtig? Warum ist es wichtig, an den Ohren beschnitten zu sein? Vielleicht erinnerst du dich ein bisschen daran, dass Jesus immer wieder gesagt hat: Wer Ohren hat, der höre. Was ganz Wichtiges für ihn. Warum? Das hat damit zu tun, was wir in einem ganz berühmten und bekannten Vers in der Offenbarung lesen. Und zwar Offenbarung 3, Vers 18. Offenbarung 3, Vers 18. Schlagen wir kurz auf, ganz hinten. Offenbarung 3, Vers 18. Die Kenner der Bibel wissen natürlich gleich, hier geht es um Laodizea. Und nicht nur irgendein Satz, sondern natürlich der Vers aus dieser Sendbotschaft an Laodizea. Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst. Und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird. Und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst. Scheinbar gibt es hier keine Verbindung, aber gucken wir hier. Gott rät uns, Gold zu kaufen, damit wir, wie heißt es hier so schön, Gold im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst. Wir geben etwas aus, um Gold zu kaufen, damit wir reich werden.
[19:23] Wie kaufen wir dieses Gold, das wir hier kaufen sollten, gemäß Jesus in der Offenbarung? Die Antwort steht in Jesaja 55, die ersten drei Verse. Und hier steht es, ich kriege das hier raus. Hier steht Jesaja 55, die ersten drei Verse. Ups, zu weit geblättert. Wohlan, ihr Durstigen, alle, kommt her zum Wasser. Und ihr, die kein Geld habt, kommt her und kauft, esst. Kommt her und kauft ohne Geld, umsonst Wein und Milch. Auch hier sagt die Bibel: Kauft etwas. Gott sagt: Kauft von mir das lebendige Wasser. Kauft von mir Essen, das richtige Essen. Aber wie? Er sagt ja noch: Kauft, die ihr kein Geld habt. Genauso wie in der Offenbarung. Obwohl wir arm, bloß und miserabel sind, sollen wir hier dieses Gold kaufen.
[20:19] Wie kaufen wir dieses Gold? Wie kaufen wir Gottes Botschaft, Gottes Erlösung? Es geht weiter. Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Hört darauf mich. So sollt ihr gutes Essen und eure Speise soll sich laben an fetter Speise. Ihre Seele sollte sich laben an fetter Speise. Und jetzt kommt es: Neigt eure Ohren und kommt her zu mir. Hört, so wird eure Seele leben. Denn ich will euch einen ewigen Bund gewähren, die Gnadengüter Davids zuverlässig sind.
[20:55] Moment, ich habe mich verlesen. Die Gnadengüter Davids, die zuverlässig sind. Das heißt, wie können wir Gold kaufen, gemäß der Bibel? Indem wir Gott zuhören. Im Englischen gibt es ein ganz interessantes Wort oder eine Redewendung, die man sagt, wenn jemand etwas sagt und man möchte, dass die andere Person aufpasst, ganz genau aufpasst, dann nennt man das "to pay attention". Wörtlich übersetzt würde das heißen: Aufmerksamkeit zahlen. Ich zahle meine Aufmerksamkeit jemandem, der spricht. Also ich höre ganz genau zu. Und das kommt genau hier aus diesem Bibelfers, denn wir zahlen mit unserer Aufmerksamkeit und erhalten von Gott dieses Gold oder in anderen Worten die Erlösung und den Heiligen Geist von ihm. Deswegen ist es so wichtig, dass unsere Ohren beschnitten sind, denn das Hören ist eins der Punkte, wie Gott zu uns spricht, durch den Heiligen Geist, durch sein Wort. Und deswegen ist es so wichtig, dass wir mit unserer Aufmerksamkeit, mit unseren Ohren, mit unserem Hören quasi die Erlösung erkaufen. Und ihr hattet gedacht, Erlösung sei nicht käuflich. Die Bibel sagt was anderes.
[22:20] Und dann kommt natürlich noch der letzte Vers, den das letzte Wort des Stephanus hier verwendet. Und zwar, zurück in Vers 51. Also halsstarrig, unbeschnitten mit Herzen und Ohren, und ihr widerstrebt dem Heiligen Geist. Genau, das ist ja das Thema: Wie widerstreben wir denn dem Heiligen Geist?
[22:43] Apostelgeschichte 6, Vers 10, gibt uns darüber ein bisschen Aufschluss. Zurückblättern, 6, Vers 10, die gleiche Predigt, auch von Stephanus. Hier sagt er: Und sie konnten der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, nicht widerstehen. Ich finde das einen sehr interessanten Zusammenhang. Denn Stephanus quasi klagt die Pharisäer, die Israeliten an: Ihr, das heißt halsstarrig, ihr widersteht dem Heiligen Geist ständig. Und er ist ja voll des Heiligen Geistes, deswegen wurde er damals als Diakon gewählt, weil er voll des Heiligen Geistes war. Und dann steht hier, dass das Volk ihm nicht widerstehen konnte, weil er gerade voll des Heiligen Geistes war. In anderen Worten, sie konnten nichts gegen ihn sagen, oder sie konnten keine Argumente gegen ihn finden, weil seine Worte vom Geist geleitet waren. Ist es nicht interessant, dass derjenige, der dem Geist nicht widersteht, dem kann quasi niemand anderes widerstehen, während die, die dem Geist widerstehen, quasi nicht denen widerstehen können, die den Geist haben. Das war kompliziert genug, um ein bisschen drüber nachdenken zu müssen.
[24:06] Und deswegen gehen wir gleich weiter zu unserem nächsten Bibelfers. In Jesaja 63, Vers 10, den haben wir gerade schon, nein, den haben wir nicht gelesen, wir haben Jeremia 6, Vers 10 gelesen. Sieht ähnlich aus. Jesaja 63, Vers 10. Da schlage ich auf und da steht folgendes: Jesaja 63, Vers 10. Sie aber waren widerspenstig und betrübten seinen Heiligen Geist. Da wurde er ihnen zum Feind und kämpfte selbst gegen sie.
[24:44] Vielleicht eine kurze Fußnote an dieser Stelle. Ich studiere meine Sabbatschule immer in Englisch und auch mit einer englischen Bibel. Ich mag das sehr, ich finde, Englisch ist eine tolle Sprache, um die Bibel zu verstehen. Und es kommt manchmal vor, dass in der deutschen Bibel Sachen etwas anders übersetzt werden. Und das ist nicht immer ein Problem, denn das zeigt, dass viele Worte in der Bibel relativ nah miteinander verbunden sind. Und man Konzepte gar nicht so einfach trennen kann. Man kann nicht einfach nur sagen: Okay, hier steht ein anderes Wort wie da, das heißt, hier geht es um etwas komplett anderes. Hier in diesem Vers, 63, Vers 10, da geht es darum, dass das Volk wiederum Gott widersteht. Und im Deutschen wird einfach ein anderes Wort verwendet. Hier steht: Sie trübten den Heiligen Geist. Aber die Frage für uns ist nicht so sehr, ob das oder das Wort verwendet wird, sondern wie trüben oder widerstehen sie dem Heiligen Geist? Und die Antwort heißt: Sie waren widerspenstig. Und im Englischen fand ich es noch klarer, da stand "rebellisch". Sie waren rebellisch.
[25:53] Das heißt, wie widerstehen wir dem Heiligen Geist? Die Antwort ist sehr simpel. Die Bibel ist wirklich simpel. Die Bibel ist einfach zu verstehen. Wir widerstehen dem Heiligen Geist, indem wir schlicht und ergreifend uns Gott widersetzen, rebellieren.
[26:07] So, jetzt kommen wir zu dem nächsten Vers, der auch in der Sabbat Schule erwähnt wird, und zwar Epheser 4, Vers 30. Ich schlage den mal kurz auf und lese den mit euch zusammen. Epheser 4, Vers 30. Denn hier schreibt Paulus folgendes: Epheser 4, Vers 30. Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung.
[26:39] Betrübt haben wir gerade gelesen im Jesaja. Jetzt ist hier natürlich die große Frage: Wie betrübt man den Heiligen Geist? Wie macht man das? Wir haben gerade schon gesehen, durch Rebellion. Können wir das noch ein bisschen genauer sehen? Und wiederum ist es gut, an den Anfang der Bibel zu gehen und zu schauen, was war das erste Mal, als Gottes Geist betrübt war. Wir schlagen auf Genesis oder 1. Mose, Kapitel 6, Vers 6. Genesis, Kapitel 6, Vers 6. Hier steht: Da reute es den Herrn, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. Gott war betrübt zum ersten Mal, oder zumindest zum ersten Mal, dass die Bibel es so ganz ausdrücklich erwähnt. Und warum? Was ist der Grund für diese Betrübtheit? Der Grund ist, was im Prinzip vorher passiert ist. Wir können vielleicht noch lesen in Vers 5: Als aber der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde, und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allzeit nur Böse.
[28:02] Was ist hier der Unterschied zwischen einer kleinen Sünde bzw. einem falschen Schritt eines Menschen und diesem Zustand, über den Gott betrübt ist? Der Unterschied ist, dass hier alle Menschen und ein Großteil der Menschen, eine große Bevölkerungsmehrheit, nicht nur einmal etwas falsch gemacht hat, sondern kontinuierlich sich den Geboten Gottes widersetzt. Ja, schon gar willentlich sich Gott widersetzt. Und es ist schon schön formuliert, dass alles Trachten der Gedanken, dass alles, was sie eigentlich tun wollten, sich Gott widersetzt hat. Und als dieser Zustand erreicht war, sagt die Bibel zu uns: Gott war betrübt in seinem Herzen.
[29:04] Das heißt, wann ist der Heilige Geist betrübt über uns? Nicht, wenn wir einmal etwas falsch machen und Gott uns immer noch korrigieren kann, sondern wenn wir so wiederholt und wiederholt und wiederholt uns Gott widersetzen, dass unsere Gedanken schon in die Richtung gehen. Dass Gott weiß, jetzt ist er in die Rebellion so tief hineingegangen, dass er nur noch daran denkt. Und dann, dann ist der Punkt erreicht, wenn wir den Heiligen Geist betrüben.
[29:45] Ich gucke kurz auf meine Notizen, damit ich nichts vor der Zeit sage. Genau. Ich glaube, das überspringen wir. Nein, das ist eigentlich noch ganz interessant, weil das noch ein anderer Aspekt ist. Schauen wir noch in Psalm 48. Wir behalten das jetzt im Hintergrund, weil das kommt nachher nochmal hoch. Also, wie wir den Heiligen Geist betrüben und gucken uns jetzt noch einen anderen Aspekt an in Psalm 78. Wie oft lehnten sie sich gegen ihn auf in der Wüste und betrübten ihn in der Einöde. Und sie versuchten Gott immer wieder und bekümmerten den Heiligen Israels. Sie gedachten nicht an seine Hand an den Tag, als er sie von dem Feind erlöste.
[30:54] Das heißt, Israel hat Gott hier in der Wüste betrübt. Sie haben sich immer wieder gegen ihn zur Wehr gesetzt, wollten immer wieder zurück nach Ägypten, haben sich immer wieder gegen Mose aufgelehnt. Aber ein Fakt, der hier erwähnt wird, ist sehr interessant. Es heißt: Sie gedachten nicht seiner Hand an den Tag, als er sie von dem Feind erlöste.
[31:16] Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, warum, wenn die Israeliten doch dieses Wunder gesehen haben, der Meeresteilung, der Feuersäule, haben sie gegen Gott rebelliert. Die gleiche Frage können wir uns auch stellen: Warum, wenn wir doch schon so oft Gottes Hand in unserem Alltag gesehen haben, rebellieren wir irgendwann doch wieder gegen Gott? Die Antwort ist die gleiche: Weil wir schlicht und ergreifend vergessen, was Gott für uns in der Vergangenheit getan hat. Und das ist der andere Grund, warum wir Gott betrüben können. Indem wir vergessen, die Wunder, die er schon für uns getan hat. Indem wir an einen Punkt kommen, wo wir Gott vertrauen müssten, wie die Israeliten, die an die Stelle kamen in der Wüste, wo es kein Wasser gab. Und anstatt Gott zu vertrauen, sich beschweren. Und dazu auch wir: Wenn wir wieder mal an eine Stelle kommen, an einen Test, den Gott mit uns schon einmal gemacht hat. Und statt zurückzuschauen und zu wissen: Gott hat mich früher schon mal durchgebracht und er wird es auch jetzt wieder tun. Beschweren wir uns wieder und sagen: Gott, warum, warum bringst du mich an diese Stelle? Und das betrübt Gottes Herz, wenn wir wieder und wieder, wenn er uns an den gleichen Test schickt und wir wieder und wieder am gleichen Test versagen. Und nicht aus der Vergangenheit lernen und nicht aus der Vergangenheit neuen Glauben schöpfen. Und zu wissen: Gott hat uns einmal gerettet aus dieser Situation, Gott hat uns einmal geholfen. Er kann es wieder tun und wieder und wieder und es gibt keinen Grund, warum er das nicht tun sollte. Das hat er von Israel erwartet, das erwartet er von uns. Und so erzieht er uns auch. Und deswegen sollten wir uns auch nicht zurückziehen, wenn Tests und Herausforderungen kommen in unserem Leben, sondern wissen, dass Gott uns beibringen möchte, mehr und mehr in ihn zu vertrauen. Dass wir irgendwann mal an diese Punkte kommen und schon wissen: Wir brauchen nichts zu befürchten, denn Gott hat alles in seiner Hand, auch wenn es nicht so aussieht.
[33:30] Und eine gute Warnung finden wir im Buch Jakobus? Nein, Judas. Ganz am Ende, kurz vor der Offenbarung. Die man als Christ doch manchmal fast vergessen kann. Judas Vers 5. Ich will euch aber daran erinnern, obgleich ihr dies ja schon wisst, dass der Herr, nachdem er das Volk aus dem Land Ägypten errettet hatte, das zweite Mal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten.
[34:08] In anderen Worten, obwohl Gott die Israeliten errettet hat durch große Wunder aus Ägypten und sie danach rebelliert haben, hat er sie doch dann in der Wüste sterben lassen. Und das ist eine wichtige Botschaft, die wir auch vorher schon mal gelesen haben. Gott gibt den Israeliten das gelobte Land nicht, weil die Israeliten so gut sind, sondern weil er sie erwählt hat. Und auch wenn Gott mit uns große Wunder getan hat, können wir uns nicht darauf ausruhen und sagen: Ja, warum soll er mich jemals im Stich lassen? Ist das falsche Wort. Aber wie könnte er mich jemals verweigern? Wie könnte er jemals sein Gesicht vor mir verbergen, jetzt, wo Gott mich doch einmal akzeptiert hat? Die Wahrheit ist: Wenn wir rebellieren, dann könnte der Punkt kommen, dass Gott seine Gunst von uns zurückzieht und sagt: Mit ihm ist es genug.
[35:10] Es gibt einen ganz interessanten Vers in der Bibel genau zu dem Thema, und zwar im Hosea 4, Vers 17, den ich kurz noch mit euch teilen möchte. Hosea, und das ist immer so ein Suchbuch, denn man muss immer ein bisschen die Bibel durchsuchen, bis man es findet. Es ist nämlich hier, kurz vorm Joel. Hosea 4, Vers 17, da sagt Gott zu dem Volk Israel, zu dem Nordreich, folgendes: Ephraim ist an die Götzen gebunden, lass ihn in Ruhe.
[35:50] In anderen Worten, es kommt der Punkt, an dem Gott sagt: Er hat genug rebelliert, lass ihn in Ruhe. Es ist genug. Das sollte uns eine Warnung sein.
[36:05] Nochmal kurz zurück zum Epheser, oder nicht nur kurz, sondern lang zurück zum Epheser. Denn hier haben wir gesehen, wie wir Gott, den Heiligen Geist betrüben. Oder was wir tun, um ihn zu betrüben. Da gibt es aber einen zweiten Teil dieses Verses, der vielleicht auch noch ganz interessant ist, mal kurz anzugucken. Ich blätter hier wieder von links nach rechts. Epheser, Kapitel 4, und es war der Vers 30. Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid, für den Tag der Erlösung.
[36:42] Was bedeutet versiegelt? Eine Erklärung finden wir, ich tu mal hier was rein, dass ich das gleich nachher finde. Eine Erklärung finden wir im zweiten Korinther. Viel zu weit geblättert. Im zweiten Korinther 1, Vers 22 steht folgendes: Er hat uns auch versiegelt und das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben. Hier ist eine Stelle, die ich finde, ist im Deutschen etwas unglücklich übersetzt. Ich habe mal nachgeguckt in anderen Übersetzungen. In der Elberfelder Bibel steht die Anzahlung. Er hat uns auch versiegelt und den Heiligen Geist als Anzahlung gegeben.
[37:35] Das heißt, Gott gibt uns den Heiligen Geist und gibt uns sozusagen eine Art Garantie. Schau, ich gebe dir den Heiligen Geist, das ist schon mal die Garantie. Ich will dich in meinem Reich haben. Paulus warnt: Lehne dich nicht auf gegen den Heiligen Geist. Lehne ihn nicht ab, rebelliere nicht gegen ihn. Denn er ist diese Garantie, die Gott dir gegeben hat, dass du eines Tages im Königreich sein wirst. Aber die Garantie bedeutet nicht, dass wir blindes Augen und Ohren zu durch das Leben gehen können. Sondern die Garantie bedeutet, dass Gott möchte und uns retten kann. Aber nur, wenn wir mit ihm zusammenarbeiten.
[38:22] Und auch im Römer zum Beispiel sagt Paulus, dass die Beschneidung damals, als Abraham beschnitten wurde, die Beschneidung war ein Siegel dafür, dass Abraham die Gerechtigkeit des Glaubens hatte. Das bedeutet, das Siegel ist immer eine Garantie. Wie den Brief, den man mit seinem Siegel verschließt. Und man gibt eine Garantie, dass das, was da drin ist, wirklich von mir kommt. So gibt Gott uns eine Garantie mit dem Heiligen Geist, dass er uns retten möchte und uns retten kann. Auch wenn wir unsere Herausforderungen haben. Auch wenn der Lebensweg mit Gott ein steiniger ist.
[39:10] Jetzt geht die Sabbatschule nochmal etwas genauer ein auf diese Verse im Epheser. Ich hab hier meinen Zettel rein. Wo ist er drin? So. Und wir schauen uns die mal kurz etwas genauer durch. Es startet im Vers 25 und es ist eine Reihe von Dingen, im Prinzip, die wir können, tun sollten, tun dürfen, um den Heiligen Geist nicht zu betrüben. Das habe ich jetzt vielleicht etwas komisch formuliert. Ich starte nochmal von vorne. Also die Frage ist: Was können wir tun, um den Heiligen Geist nicht zu betrüben, sondern um mit dem Heiligen Geist zusammenzuarbeiten? Und hier macht Paulus eine Liste davon. Vers 25 starten wir.
[40:06] Und daraus, da ist eine Sache davon, oder ein Seitenaspekt, ist zum Beispiel nicht hinter dem Rücken über andere zu reden. Ganz wichtig, vor allem innerhalb einer Gemeinde. Denn wenn immer wir hinter jemand, über jemand reden, vor allem noch schlecht, dann führt es immer zu Entzweiung. Und das merken wir in jeder Gemeinde. Als ich damals ein Jahr in die Mission ging, hat unser Missionsleiter immer, also als erstes, ich kann mich daran erinnern, als erstes, was er zu uns gesagt hat: Niemals hinter dem Rücken über einen anderen Missionar reden. Niemals. Denn er weiß, worüber er redet und er weiß, wie Satan in seinem Werk gewirkt hat und wie genau dieser Punkt immer, immer wieder Sachen gekippt hat und große Schwierigkeiten verursacht hat.
[41:01] Zürnt ihr, so sündigt nicht. Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn. Also auch interessante Botschaft hier. Zorn, eine Emotion, ist keine Sünde. Aber sie kann zur Sünde führen. Und wenn wir Zorn, wenn wir darin uns suhlen und weiter darin uns erzürnen, dann ist es eine Sünde. Aber wenn wir versuchen, uns zu versöhnen und vor Sonnenuntergang, bevor die Nacht anbricht noch, mit den Menschen oder mit der Sache, über die wir erzürnt sind, uns wieder versöhnen, dann ist es keine Sünde.
[41:34] Gebt auch nicht Raum dem Teufel, indem wir die Sachen tun. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern bemühe sich vielmehr, mit den Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem Bedürftigen etwas zu geben habe. Wieder der Gedanke von vorher. Falscher Weg. Gott sagt: Richtiger Weg. Und ich wende mich. Und das ist die Sache, die Gott gutheißen kann. Also, falls wir gestohlen haben, ändere deinen Weg. Und falls du jemals gestohlen hast, jetzt ist der Zeitpunkt. Ändere deinen Weg. Und fang an, mit deinen Händen etwas Gutes zu arbeiten. Und gib das zurück, was du gestohlen hast.
[42:13] Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe. Und betrübt sie den Heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung. Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit. Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig. Vergebt einander, gleich wie Gott auch euch vergeben hat in Christus.
[42:42] Bitterkeit ist das, was oft bei uns aufkommt. Gerade wenn man was gegen jemand anderen hat oder man hat was gesehen. Ihr wisst, diese zwischenmenschlichen Geschichten. Da kommt ganz einfach, ganz schnell Bitterkeit hoch, weil wir es nicht aussprechen. Wir haben Zorn in unserem Herzen und es frisst sich so rein. Die Bibel hat ein Gegenmittel gegen Bitterkeit. Leider haben wir nicht mehr die Zeit, genau da reinzugehen. Wer es gerne mal für sich selber studieren und lesen möchte, es steht im Hebräer 12, Vers 15. Das Gegenmittel gegen Bitterkeit. Und wer es nicht rausfindet, kann mir auch gerne eine E-Mail schreiben über Joel Media.
[43:21] Und wir wollen auf jeden Fall noch die zwei letzten Verse anschauen, die in der Sabbatschul-Lektion thematisiert werden. Im 1. Thessalonicher 5, bevor wir die Sendung beenden. 1. Thessalonicher 5, Vers 19 und 21. Nein, 19 bis 21. Gegen einen Ältesten. Nimm keine. Ich bin mit dem Timotheus, deswegen hört sich das so komisch an. 5, Vers 19 bis 21. Den Geist dämpft nicht. Die Weissagung verachtet nicht. Prüft alles. Das Gute behaltet.
[44:01] Im Englischen steht hier: Den Geist erlösche nicht. Hier ist wieder der Gedanke, dass der Geist brennt in einem. Und wir sehen auch hier, dass Paulus erwartet, dass jeder Heilige, jeder, der sich bekehrt hat, den Heiligen Geist hat. Es sind nicht nur irgendwelche ausgewählten Propheten, sondern jeder hat den Heiligen Geist. Und wir können den Heiligen Geist dämpfen. Und das ist die Idee, Stück für Stück ihn zurückzudrängen und abzudämpfen. Oder wenn wir das erlöschen als Wort nehmen, Stück für Stück auszumachen. Und wir sollen das nicht tun.
[44:39] In Nehemia steht hierzu ein sehr schönes Versprechen von Gott. Nehemia 9, Vers 30. Wo haben wir es? Wahrscheinlich steht da woanders ein Versprechen, so eine böse Warnung. Und ich habe mir das gerade falsch gemerkt, aber ich werde es trotzdem lesen. Nehemia 9, Vers 30. Du aber hattest viele Jahre lang Geduld mit ihnen und hast gegen sie Zeugnis ablegen lassen, durch deinen Geist, durch deine Propheten. Aber sie wollten nicht hören, darum hast du sie in die Hand der Völker des Landes gegeben.
[45:25] Also doch ein Versprechen. Und das ist etwas sehr Interessantes. Wir dämpfen ja oft den Heiligen Geist. Wir machen oft Dinge, die dem Heiligen Geist nicht gefallen. Und hier ist es einfach dieses glorreiche Versprechen. Nehemia sagt: Schau, Gott hat so viel Geduld mit uns. Immer wieder schickt er uns Botschaften. Immer wieder möchte er uns aufwecken aus unserem geistlichen Schlaf. Immer wieder sagt er: Nein, ich gebe ihm noch eine Chance. Ich möchte, dass er gerettet ist. Ich glaube an ihn, ich habe ihn nicht nur einfach so bekehrt. Ich weiß, dass er ins Königreich kommen kann. Aber dann gibt es doch den Punkt und irgendwann sagt Gott: Lass ihn in Ruhe. Denn er hat sich der Rebellion angeschlossen.
[46:09] Und doch wieder können wir frohen Mutes sein. Denn überlegen wir mal, habe ich den Vers hier nicht, dass ich jetzt vorgreife? Ich glaube, der Vers kommt doch. Ja, der Vers kommt doch. Also gehen wir zum nächsten Vers und dann kann ich das abschließen, den Gedanken. Matthäus 12, Vers 31. Auf den Vers haben wir natürlich alle noch gewartet. Matthäus 12, Vers 31. Und hier erwähnt Christus folgendes: Darum sage ich euch, jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden. Aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.
[46:49] Also, es gibt eine Sünde, die einem nicht vergeben werden kann. Und es gibt andere Verse in der Bibel, die das tatsächlich nochmal aufgreifen. Unter anderem Hebräer 10, den ich mit euch lesen möchte. Und auf den ich gerade eben schon hinaus wollte. Hebräer 10, Vers 26. Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig.
[47:28] Die Idee hier ist, dass es im Opferdienst von Israel viele Opfer gab. Viele verschiedene Versionen. Es gab ein Opfer für das und für das. Und für alle möglichen Eventualitäten hatte man also sein Opferritual. Aber, Paulus zeigt uns hier ganz deutlich, und er war von der Zeit, er muss es wissen, es gab kein Opfer für eine mutwillige Sünde. Wenn du was getan hast, aus Versehen, und es ist dir passiert, dann gab es dafür ein Opfer und dir konnte vergeben werden. Aber für die mutwillige Sünde, sagt Paulus hier, da gibt es kein Opfer. Es gibt keine Vergebung.
[48:07] Jetzt geht natürlich weiter hier der Vers. Sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts und ein zornes Eifer des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird. Also in anderen Worten, wir können nur warten auf die Vernichtung. Wenn jemand das Gesetz Moses verwirft, muss er ohne Erbarmen sterben, auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin. Das war das Gesetz damals, wenn zwei oder drei Zeugen anwesend waren, die Aussagen konnten, dass eine Person gegen das Gesetz Moses verstoßen hat, dann wurde die Todesstrafe vollstreckt, oder die entsprechende Strafe, die eben im Gesetz darüber stand. Und Paulus verwendet das hier und sagt: Schaut, wenn jemand bekehrt wurde, und aber an diesem Punkt kam, dass er dann doch wieder das Gesetz verstößt, auf die Seite lässt, oder ab, wie hat es Paulus hier ausgedrückt, sondern das Gesetz Moses verwirft. Dann hat er den Punkt überschritten und es bleibt nur noch das Gericht übrig.
[49:20] Und wir haben das vorher schon gesehen, wie langsam aber sicher die Kinder Israels in die Rebellion gingen und auch wir manchmal in die Rebellion gehen und Gott uns immer wieder versucht zu helfen. Lesen wir noch fertig, Vers 29. Wie viel schlimmere Strafe, meint ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein geachtet, den Geist der Gnade geschmäht. Genau unser Thema.
[49:53] Und doch wieder diese Ermutigung, die Gott uns gibt. Denn überlegen wir mal, zum Beispiel diese Geschichte mit David. Als David den Urija umbringen ließ und die Batseba dann zu sich geholt hat in den Palast, das war ganz klar eine mutwillige Sünde und Nathan hat ihn ja konfrontiert damit und hat gesagt, in dieser Parabel, man sollte ihn umbringen. Auf jeden Fall hat er die Strafe ausgesprochen über diesen schlechten Menschen im Gleichnis und somit auch über sich selbst. Und er wurde auch bestraft mit dem Gesetz, aber Gott hat ihn trotzdem weiterleben lassen. Und Gott hat ihn trotzdem noch als treuen Menschen am Ende zu sich geholt. Beziehungsweise wird ihn am Ende der Zeit zu sich holen. Das zeigt uns auch, dass selbst wenn wir diesen Punkt übertreten haben, selbst wenn wir mutwillig sündigen, dass Gott trotzdem noch zu uns seine Hand ausstreckt. Obwohl Gott sagt: Hier ist ein Limit, ist unser Gott so gut, dass er manchmal sogar noch über das Limit hinaus seine Hand reicht, um uns wieder zurückzuholen.
[51:13] Und ich möchte abschließen mit dem Vers in Ezekiel 33, Vers 11. Tut mir leid, dass es ein bisschen länger geworden ist. Ezekiel 33, Vers 11. Aber jetzt sind wir tatsächlich am Ende angekommen. Und hier steht folgendes: Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr, ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern daran, dass der Gottlose umkehre von seinem Weg und lebe. Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben, oh Haus Israel?
[51:58] Und so möchte ich auch jetzt zu dir und zu mir selber sagen: Bist du auf dem falschen Weg? Bist du auf einem Weg, der nicht gerecht ist, wo du weißt, er geht nicht in die Richtung, die Gott dich haben möchte? Du weißt, es geht nicht in die Richtung, die dem Geist wohlgefällig ist, sondern du betrübst den Heiligen Geist. Du weißt ganz genau, ob du auf so einem Pfad bist. Und ich weiß, dass ich in meinem Leben Dinge habe, wo ich unbedingt Gottes Hilfe brauche. Und ich flehe dich an und flehe mich an, jeden Tag, dass wir zu Gott kommen und uns all das zurücklassen und wissen, dass er uns retten möchte, denn er hat kein Gefallen am Tod der Gottlosen, sondern er möchte uns retten und ins ewige Leben bringen. Nimm Gott an und folge ihm nach und rebelliere nicht.
[52:54] Im Namen Jesu beenden wir mit einem Gebet. Vater im Himmel, wir danken dir, dass du uns retten möchtest. Vater, beschütze uns, dass wir nicht über das Limit gehen, sondern leite uns auf dem gerechten Weg. Wir vertrauen dir und wissen, dass du uns erlösen kannst. Im Namen Jesu beten wir. Amen.
[53:20] Ich lade euch wieder ein nächste Woche mit dem letzten Thema für die jetzige Sabbatschul-Lektion, bevor wir dann in die nächste einsteigen. Und schaut auch ruhig mal auf Joel Media vorbei, jetzt, wo die Seite wieder funktioniert. Wir haben einige interessante Sachen vorbereitet. Und Gottes Segen an euch alle und einen wunderschönen Sabbat. Amen.
Lizenz
Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.