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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Seligpreisungen aus der Bergpredigt Jesu, insbesondere um die sechste Seligpreisung: „Glückselig sind die, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“ Der Sprecher erklärt, was ein reines Herz im biblischen Sinne bedeutet und wie es durch Gottes Wirken und unseren Glauben entsteht. Er beleuchtet die Bedeutung von Reinheit des Herzens im Alten und Neuen Testament und wie sie mit Heiligung und der Fähigkeit, Gott zu sehen, zusammenhängt.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:36] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid, schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Und wir wollen heute weitermachen mit den Seligpreisungen. Wir sind das letzte Mal, wenn ich mich richtig erinnere, bis zur fünften gekommen und haben heute 6, 7 und 8 vor uns. Wir haben ja gelernt, die Seligpreisungen sind im Grunde genommen eine Kurzbeschreibung des gesamten christlichen Lebens, eine Erklärung des Reiches Gottes, werden wir heute noch mal genauer sehen. Und Jesus hat in diesen Seligpreisungen eigentlich nichts Neues gesagt. Er hat sich auf den Berg begeben, um dort die Zehn Gebote eigentlich zu erklären, die wir im Laufe der Zeit dann noch feststellen werden und hat anhand von bestimmten alttestamentlichen Prinzipien, zum Teil fast wörtlich zitiert, den Weg der Bekehrung eigentlich aufgezeigt. Und da wollen wir heute jetzt das letzte Drittel anschauen. Bevor wir beginnen, lade ich euch ein, niederzuknien für ein Anfangsgebet.

[1:43] Lieber Vater im Himmel, danke. Danke, dass dein Wort solche tiefe Kraft hat, solche Weisheit in sich trägt. Aber am meisten möchten wir dir danken, dass dein Wort so klar über dich spricht und über den Weg, den wir gehen können, um mit dir zu leben. Wenn wir jetzt diesen Weg in der Bergpredigt uns genauer anschauen, dann möchten wir dich bitten, dass wir erkennen, wie das, was wir lesen, was Jesus damals gesagt hat, auf unser persönliches Leben zutrifft und wir die einzelnen Schritte an seiner Hand gehen können und die ganze Fülle der Freude des Evangeliums erfahren können. Sei mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig und erfüll uns mit aller Weisheit, die du für uns vorgesehen hast. Und wir danken dir, dass du es gerne tun möchtest. Im Namen Jesu beten wir dich. Amen.

[2:39] Gut, kurze Wiederholung. Wir haben festgestellt, Jesus hält die Bergpredigt auf einem Berg. Könnt ihr mir noch mal kurz zur Wiederholung sagen, was hat er vorher getan, bevor er die Bergpredigt auf diesem Berg gehalten hat? Kurz den chronologischen Hintergrund noch mal vergegenwärtigen, den wir aus Markus und Lukas uns in den Folgen zuvor zusammen äh gebaut haben, weil es hilft uns noch mal ähm uns zu fokussieren. Was hat er direkt vor der Bergpredigt getan?

[3:14] Wir hatten gelernt, er hatte ja Heilung. Er hat die ganze Zeit geheilt. Ja, also er war so berühmt, er ist ja durch die Gegend gezogen und die Leute kamen von, wir haben gelernt, sie kamen von überall, ja, von Galiläa, von Judäa, von Samaria, von Jerusalem. Sie kamen sogar von Tyrus und Süden und Phönizien. Sie kamen aus Idumea, aus Syrien, aus allen Herrenländern. Und Jesus war zum Teil so bedrängt, haben wir gelernt, dass er dann an einem Tag sich entschieden hat: "Ich kann nicht mehr hier predigen, ich muss auf ein Boot gehen, ja, und vom Boot aus dann predigen, weil die Leute ihn alle anfassen wollten." Spätestens da wird ihm aufgegangen sein: "So geht's nicht weiter. Das Werk ist zu groß für einen Menschen, selbst für Jesus." Und so ist quasi der logische nächste Schritt gewesen, jetzt mit der Organisation der Kirche, der Gemeinde zu beginnen. Und bevor er das gemacht hat, hat er eine ganze Nacht lang gebetet und zwar auf dem Berg, den Berg neben dem See Genezareth. Da hat er eine ganze Nacht gebetet. Als die Sonne aufgeht, die ersten Morgenstrahlen da über den See äh gesehen worden sind, hat er die Jünger, wie viele an der Zahl?

[4:22] Alle Jünger auf den Berg gerufen. Genau. Und aus diesen Jüngern dann 12 Apostel gewählt, die sozusagen die Säulen, die Stützen waren, als das Äquivalent zu den 12 Patriarchen, die dann das Volk Israel ähm gegründet haben. Und äh diese Apostel sollten Gesandte sein, delegierte Botschafter, die das reden sollten, was Jesus gesagt hat und das tun sollten, was Jesus getan hat. Ja, sie sollten bei ihm sein und dann verkündigen und äh er hat sie ordiniert, nicht wahr, formal ordiniert mit Händeauflegung und hat sie dann mit den anderen Jüngern wieder Berg runtergenommen. Und da kam wieder die ganzen Massen. Ja, die haben wieder, er hat wieder geheilt, hat wieder gepredigt und alle wollten ihn anrühren. Gleiches Drama wie den Tag zuvor, aber diesmal ist er nicht aufs Boot, sondern diesmal entschied er sich direkt wieder auf den Berg zurückzugehen. Und für die Jünger, die bei ihm waren, war das natürlich jetzt signifikant, weil es war derselbe Ort, wo er für sie gebetet hatte, als sie geschlafen haben. Das hat er ihnen wahrscheinlich gesagt. Und derselbe Ort, an dem sie gerade erst ihre Ordination empfangen haben, um als Stellvertreter für Jesus das Reich Gottes zu verkündigen. Ja, und demzufolge haben sie natürlich erwartet, dass er ihnen jetzt das Reich Gottes in Fülle erklärt.

[5:42] Und äh schon die ganze Art und Weise, wie das Matthäus anfängt: "War er er lehrte sie und und er er tat seinen Mund auf und zu einer Rede und lehrte sie und sprach", macht deutlich, dass er sich auf die Zehn Gebote bezogen hat, haben wir haben wir gelernt. Und ähm die die Apostel waren direkt um ihn, dann die Jünger und dann das ganze Volk. Die Bergpredigt ist eigentlich für Jünger, für die Jünger gedacht gewesen. Es war keine evangelistische Predigt. Ja. Und dann hat er in einigen wenigen Seligpreisungen begonnen, sehr zum Erstaunen der Zuhörer, die Prinzipien des Reiches Gottes aufzuzählen. Ja, wir haben gelernt, "glückselig" ist ein Begriff aus den Psalmen, der da oft verwendet wird. Und vielleicht gehen wir ganz kurz noch mal wiederholungsweise durch. Was war die erste Seligpreisung? Glückselig sind die, die geistlich armen.

[6:35] Der erste Schritt ist zu erkennen, mir fehlt etwas. Wenn ich nicht weiß, dass mir etwas fehlt, werde ich vom Evangelium nie davon profitieren können. Ja, und wer glaubt, dass er reich ist und nichts braucht, an dem kann die gesamte Weise des Himmels vorüberziehen und er kann hat nichts davon, wie die Pharisäer. "Geistliche Armut, ihrer ihnen gehört das Himmelreich." Zweite Seligpreisung, zweiter Schritt.

[7:01] Die Trauernden. Warum? Weil sie über ihre Sünde traurig sind. Ja, der Heilige Geist, der sie überzeugt, führt sie zu dem Punkt, dass sie mit ihrem alten Leben nichts mehr zu tun haben wollen.

[7:13] Dritter Punkt. Selig sind die, die sanftmütigen. Aber Sanftmut kann auch übersetzt werden mit demütig oder schlimmer als der andere. Na ja. Hm. Oder die Elenden, das heißt diejenigen, die nicht mehr hoch von sich denken, so wie Jesus, der sagt: "Lernt, kommt her zu mir, alle, die mühselig und beladen seid, und lernt von mir, mein Joch ist leicht, und ich bin von Herzen sanft, ich bin sanftmütig, von Herzen demütig." Jesus hat nicht selbst hoch von sich gedacht. Ja. Und wer jetzt versteht, dass er auf der falschen Seite ist und versteht, dass er eigentlich nichts ist, so wie Jakob, der ist jetzt bereit, haben wir gelernt. Die Elenden und Sanftmütigen, sie hungern oder sie sehnen sich nach Gerechtigkeit, wenn euch erinnern könnt.

[8:04] Und im vierten Schritt kommt jetzt der Hunger nach Gerechtigkeit und der Durst nach Gerechtigkeit. Na ja. Und was heißt es bei der vierten Seligpreisung? "Selig sind, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden." Und ihr könnt euch erinnern, dass all diese Seligpreisungen auf Bibelverse basieren. Ja, auf Jesaja 61, auf Psalmenverse, auf Sprücheverse. Hier auch Jesaja 54: "Die kommt her, die hungrig und und lustig seid, kauft ohne ähm Geld."

[8:44] Hier erreichen sie Gerechtigkeit, aber es geht noch weiter. Die fünfte Seligpreisung sagt: "Selig sind die Barmherzigen." Barmherzigkeit erweisen und auch mit anderen Worten, die jetzt bereit sind, dieselbe Gnade, die sie erlebt haben, auch anderen weiterzugeben. Ja, also bis vier geht's eigentlich vor allem um meine Beziehung zu Gott. Und wir werden sehen, jetzt ab fünf hat es auch was damit zu tun, wie ich jetzt sozusagen den anderen gegenüber lebe, wie sozusagen jetzt die Frucht des Geistes in meinem Leben sich zeigt. Die Erlösung ist bei Schritt vier, man würde sagen technisch, ja, die Theologen würden sagen, ist alles gut, ja, man hat die Gerechtigkeit, man ist satt, ja, man ist gerecht, aber das ist erst die Hälfte. Ja. Ähm, die Seligpreisungen haben nicht nur damit zu tun, wie ich gerecht werde, sondern wie man die Gerechtigkeit in meinem Leben sich auswirkt. Ähm, wer nicht Barmherzigkeit zeigt, hat eigentlich diese anderen vier Schritte auch nicht wirklich erlebt.

[9:43] Damit kommen wir jetzt zum sechsten Punkt, Vers 8. Matthäus 5, Vers 8: "Glückselig sind die, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." Ein reines Herz. Das ist interessant, oder?

[10:05] Kennt ihr Bibelstellen aus dem Alten Testament, wo es um das reine Herz geht? Bibelstellen im Alten Testament, wo es um ein reines Herz geht, ein gereinigtes Herz sein. Psalm 51 ist ganz bekannt. Psalm 51 geschrieben von David, nachdem er von Nathan konfrontiert worden ist wegen seiner Sünde mit Batseba. Und da heißt es hier in Vers 12, ganz bekannter Vers, das ist so ein Abschnitt, den den muss man als Christ kennen. Ja, das ist eine der der wichtigsten Verse fast des ganzen Alten Testamentes. "Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz." Damit wird deutlich, dass auch bei Schritt Nummer 6 es nicht unser eigenes Werk ist.

[11:00] Ja. Ähm, das, was Gott für uns tut, ist bei jedem Schritt, bei jeder Seligpreisung ist es das, was Gott tut. Nur Gott kann mir ein reines Herz schenken, auch wenn ich in Sünde gefallen bin. Ähm, das Ziel des Evangeliums ist nicht nur, dass Gott mir vergibt, dass er mich wieder gerecht ansieht, sondern dass ich wirklich dann ein reines Herz habe. Und äh schauen wir uns noch ein paar andere fallen, noch andere Texte ein, außer diesem, das ist ja relativ bekannt, sehr wichtig. Gott sagt, er will uns ein reines Herz erschaffen. Andere Verse über die Reinheit des Herzens sprechen.

[11:38] Gibt noch einen interessanten, den auf jeden Fall äh dazu nehmen sollte, weil er so ein bisschen eigentlich auch die Gedankenführung der Seligpreisung widerspiegelt in Psalm 24.

[11:49] Also, wie heißt es noch mal? "Selig sind, die ein rein die reinen Herzen sind, denn sie werden Gott schauen." Ja, sie werden bei Gott sein. Sie werden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Schaut mal in Psalm 24 und dort ab Vers 3, da wird diese Frage gestellt: "Wer darf auf den Berg des Herrn steigen und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen?" Das wird ja öfter mal in der Bibel gefragt, ja? Wer auch in Offenbarung, wer kann bestehen? Ja, wer wer kann Gott von Angesicht zu Angesicht quasi sehen? Ähm, auch bei Jesaja und Joel findet man, dass wer kann bei der heiligen Glut, bei der ewigen Glut wohnen? Und dann kommt die Antwort in Vers 4: "Wer unschuldige Hände hat und ein reines Herz." Ja, das steht zwar nicht "Gott schauen", aber der Kontext macht ganz deutlich. Nur wer ein reines Herz hat, wer reine Hände hat, unschuldige Hände hat, der kann bei Gott wohnen. Hier geht's also bisschen auch um die Fitness, sagt "the fitness for Heaven", also die die Fähigkeit im Himmel leben zu können, sozusagen. Ja, das eine ist die Vergebung meiner Schuld, meines alten Lebens, aber dann auch die Heiligung, die mich bewegt, in einem heiligen Himmel bei heiligen Wesen leben zu können, oder?

[13:09] Und äh interessant auch, wer seine Seele nicht auf Trug richtet und nicht falsch schwört. Was meint eigentlich ein reines Herz?

[13:18] Ja, ein oft gebrauchter Begriff in der Christenheit im Allgemein, nicht wahr? Ein reines Herz. Hm.

[13:26] Wir haben kein reines Herz gereinigt. Also ein reines Herz im Sinne eines gereinigten Herzens. Ja, immer eine neue Schöpfung und das ist eigentlich Christus in uns, eine neue Schöpfung. Ja, Christus und uns. Also für jemand, der vielleicht sich mit biblischer Terminologie nicht so gut auskennt, wie könnte man das beschreiben? Was ist ein reines Herz so auf klardeutsch?

[13:52] Was ist das? Ein reines Herz. Weil wenn ich jetzt überlege, mein Herz pumpt Blut nach oben und nach unten, oder weiß nicht welche Richtung. Das wird ja immer blutig bleiben, oder? Also was bedeutet das? Also woher weiß ich jetzt, ob ich ein reines Herz habe oder nicht? Also ja, also das Gegenteil von Markus 7, 21 bis 23, wo Jesus sagt, alles Böse kommt aus dem Herzen, nämlich Leid und so weiter. Das heißt, ein reines Herz ist, wenn es völlig auf Gott fokussiert ist, also wenn die Gedanken und die Motive rein sind.

[14:30] Okay, danke schön. Das ist das, was ich gesucht habe. Das Herz ist das, was ich denke, was ich plane, was ich empfinde. Ein reines Herz ist nicht eingebildete Frömigkeit. Ein reines Herz bedeutet, dass auf meiner gedanklichen Ebene ich rein bin.

[14:54] Das ist anders als die Pharisäer das gedacht haben, weil die Pharisäer haben gedacht, das kann man ja sehr schön auch bei Paulus sehen. Der sagte: "Ich lebte nach dem Gesetz untadelig, bis das Gesetz kam." Ja, an einer Stelle sagt: "Ich war untadelig nach dem Gesetz", und dann sagt er an anderer Stelle: "Ich lebte eigentlich ohne Gesetz", weil alles, wonach das Gesetz beurteilt hat, war nur die äußerlichen Taten. Da hat er nichts falsches gemacht. Und was aber innerlich in seinem Gehirn abging, was er sich so vorgestellt hat, was sich gewünscht hat, das hat er völlig aus Acht gelassen. Aber das Evangelium nach Jesus, das Reich Gottes, das er in uns sein soll, soll nicht nur unser Verhalten verändern, es soll verändern, wie wir über Menschen denken, wie wir über Gott denken, wie wir über Taten denken. Und deswegen sagt ja David ganz deutlich: "Erschaffe mir ein reines Herz." Denn das, was er getan hat, war zwar eine Tat, aber die Tat war nur noch die Auswirkung von Gedanken, die lange vorbegannen. Und er hat verstanden, wenn ich die Wurzel, wenn ich die Pflanze nicht bei der Wurzel rausreiße oder wenn sie nicht bei der Wurzel rausgerissen wird für mich, kommt das immer wieder. Ja, wenn es zu oberflächlich abschneidet, kommt das wieder und wieder und wieder. Ich brauche ein neues Herz, denn mein Problem war nicht die Batseba, das Problem war mein Herz. Ja, und ähm.

[16:07] Übrigens, Hesekiel 36 passt an der Stelle auch ganz gut, auch wenn da nicht, ja, da steht im Prinzip nicht das Wort "reines Herz", aber die Idee ist ja sehr deutlich von Reinigung und Herz, nicht? Hesekiel 36, Vers 25: "Und ich will reines Wasser über euch sprengen und ihr werdet rein sein von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen." Übrigens, sehr schöne Verheißung, dass Gott uns nicht nur von einigen Dingen frei macht und von einigen Dingen reinigt, sondern er reinigt uns von allen Dingen. Vers 26: "Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen." Ihr könnt ihr sehen, es muss ein gereinigtes Herz sein. Ja, ein neues Herz ist ein reines Herz. "Ich werde bewirken, dass das steinende Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischendes Herz geben und so weiter und so fort."

[17:00] Übrigens, wurde ich wird das Herz gereinigt? Wie, welche Bußübung muss ich tun, damit das Herz gereinigt wird?

[17:10] Also angenommen, ich stelle fest, ich habe kein reines Herz. Was muss ich tun, damit ich ein reines Herz bekomme, dass damit das hier durch den Heiligen Geist geschehen kann?

[17:18] [Gelächter] Ja, genau. Ja, schaut mal mit mir in Apostelgeschichte. Das fand ich sehr schön. Apostelgeschichte 15, Vers 9. Da heißt es: "Und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen." Ja, da geht's dann auch um den um die Heiden, nachdem er ihre Herzen durch den, wie heißt es da? Durch den Glauben gereinigt hatte. Interessant, oder? Also, damit ist nicht gemeint, dass mein Glaube mein Herz reinigt, sondern das Herz wird gereinigt natürlich durch den Heiligen Geist. Aber was ich tun muss, ist, ich muss das glauben. Jeder einzelne Schritt ist ein Glaubensakt.

[18:16] Das Herz wird durch Glauben gereinigt. Indem ich glaube, dass Gott mein Herz reinigen kann, reinigt er es. Das ist die die simple, aber sehr kraftvolle Idee.

[18:26] Übrigens, wenn es heißt, "der wird Gott sehen". Kennt im Alten Testament irgendjemand, der gesagt hat: "Ich werde Gott sehen"?

[18:36] Hiob. Genau. Wo hat Hiob gesagt: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt." Steht in Hiob, steht auch im Messias. Anfang dritter Teil, aber Hiob 19, auch eine schöne Stelle, die man sich merken kann. Hiob 19 und da heißt es: Übrigens, Hiob hatte ein reines Herz, nicht? Ja. Und weil er ein reines Herz hatte, konnte er sagen: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt." Vers 25. "Und zuletzt wird er sich über den Staub erheben und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich von meinem Fleisch los." Ist eigentlich schlecht übersetzt, eigentlich wörtlich: "Aus meinem Fleisch heraus Gott schauen." Also nicht ich habe nicht von meinem Fleisch getrennt, sondern in meinem Fleisch, aus meinem Fleisch heraus schauend, werde ich Gott sehen. Ja, also ist eine Idee, die schon im Alten Testament deutlich war. Wer ein reines Herz hat, wird Gott sehen können.

[19:45] Schon mein 1. Mose 32. Die berühmte Geschichte von Jakob, nicht? Jakob, der mit wem ringt am Jabok? Mit dem Engel des Herrn, mit Jesus, den er zunächst mal für einen Kanaanäer hält. Aber schaut mal, was er sagt. Wir werden nicht die ganze Geschichte anschauen, wohl die so spannend ist, aber schaut mal in Vers 30, Vers 31. "Jakob aber nannte den Ort Pniel, denn er sprach: 'Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und meine Seele ist gerettet worden.'" Er nennt Jesus Gott und das tut er erst nach seiner Bekehrung, an dem Moment.

[20:32] Und der Punkt, den man vielleicht hier mal machen sollte, ist der: Jemand, der ein reines Herz hat, ein gereinigtes Herz hat, der ist plötzlich in der Lage, Jesus als den zu identifizieren, der Jesus wirklich ist, nämlich als Gott. Ja, er hat schon geahnt, dass ein göttliches Wesen, ja, durch die Verletzung, aber als ihm vergeben worden ist, als er einen neuen Namen bekommt, als er Israel ist, ja, der Überwinder, da stellt er fest: "Ich habe mit Gott bekämpft." Hat in Jesus dann Gott gesehen. Aber ein noch ein anderer Punkt dann, den man da weiterführen könnte, aber die Zeit haben wir leider nicht.

[21:06] Schaut mal Hebräer 12, Vers 14. Die Idee, dass die Heiligung und das das reine Herz mit unserer damit mit der Wiederkunft zu tun hat, wird sehr deutlich in Hebräer 12, Vers 14. Den kennt ihr bestimmt auch, oder? "Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird." Das heißt, dieses reine Herz spricht eigentlich wirklich von der Heiligung. Also, wenn wenn Jesus sagt: "Selig sind, die ein reines Herz haben", meint es nicht nur den momentanen Zustand im Taufwasser, sondern auch das Beibehalten des reinen Herzens oder das Herz wieder wieder gereinigt bekommen im Zuge der Heiligung. Ja, ist also nicht dasselbe einfach nur wie Schritt vier, obwohl die natürlich zusammenhängen und aufeinander aufbauen und so weiter, aber und scheinbar scheint es so zu sein, dass man dieses reine Herz nicht auf Dauer bewahren kann, wenn man nicht auch anderen Barmherzigkeit gibt. Ja, nur wer für andere da ist und für andere anderen dient und sie liebt, kann auch ein reines Herz haben. Es gibt immer wieder diese Idee, dass Menschen glauben, dass sie allein für sich selbst heilig werden können, wenn sie nur weit genug weg von der Zivilisation leben, die so böse ist.

[22:21] der Zivilisation leben, die so böse ist. Ja, und es ist schon immer gescheitert, seit die ersten Kirchenväter da in die ägyptische Wüste gegangen sind. Scheitert jedes Mal. Also, so viel zur sechsten Seligpreisung.

[22:32] Schauen wir weiter, was jetzt der nächste Schritt ist, und das wird ebenfalls interessant. Matthäus Kapitel 5, Vers 9, Seligpreisung Nummer 7. Selig sind die, die friedfertigen. Hat jemand noch eine andere Übersetzung? Friedfertige? Friedensstifter? Ja, das ist ein bisschen anders. Ja, also hier geht es eigentlich auch vom griechischen her nicht so sehr darum, dass ich friedlich bin. Ja, keine Friedfertigkeit, keine Friedenspflicht Leid tue, sondern dass ich aktiv für Frieden sorge, mich für Frieden einsetze, was auf der anderen Seite bedeutet, dass ich Streit und Krieg und Auseinandersetzungen zu minimieren suche.

[23:24] Das ist deswegen interessant, weil nicht jeder, sagen wir so, nicht jeder bibeltreue Christ und konservative Bibelleser immer dazu geneigt ist, die Kontroversen zu minimieren. Ja, da hat man noch mal auch so richtige Streithähne dabei, ja, die im Namen der Wahrheit jeden Streit noch vergrößern wollen. Aber das Reich Gottes ist friedensstiftend. Friedensstiften ist keine liberale Idee. Friedensstiften ist das Wesen Gottes. Und das wollen wir kurz anschauen.

[23:59] Was ist denn das Gegenteil von Friedenstiften? Streitzetteln. Und da sind wir bei einem ganz bekannten, berühmten Kapitel am Ende der Bibel. Wer war der erste, der den Streit angezettelt hat? Satan. Genau. Offenbarung 12, Vers 7. Und es entstand ein Kampf im Himmel. Das Wort, das Wort ist eindeutig. Es stand nicht, es war schon immer Kampf im Himmel. Im Anfang war der Kampf. Nein, es entstand ein Kampf. Das heißt, irgendjemand hat irgendwie Krieg und Kampf und Auseinandersetzung angefangen. Und wir wissen aus unserem Bibelstudium, wir wissen aus der Theologie der Bibel, wer das war. Das war der Satan.

[24:45] Wie viel Reiche gibt es im Universum? Zwei. Also, ich meine, zwei. Es gibt nur zwei Seiten im Konflikt. Vers 7 sagt deutlich, das Michael und das der Drache. Wenn es stimmt, dass wir gesagt haben, dass das Reich Gottes in diesen acht Seligpreisungen erklärt wird, macht es Sinn, dass jetzt gegen Ende quasi das Wurzelproblem angegangen wird, denn das Reich Satans begann damit, dass er Krieg begonnen hat.

[25:29] Jeder, der auf der Seite Gottes steht, wird genau das Gegenteil tun. Friedenstiften ist nicht einfach nur eine romantische Sache, wo man sagt, na ja, da können wir als Christen uns mal in die Gesellschaft einbringen. Lass uns Friedenstifter sein. Ja, auch schön. Friedenstiften hat eine ganz tiefe theologische Bedeutung, weil Friedenstiften ist die Natur Gottes, gegen die der Satan kämpft. Das ist eigentlich hier der große Kampf. Punkt Nummer 7.

[26:06] Was heißt es von denen, die Friedenstiften? Selig sind die Friedensstifter oder die friedfertigen, denn sie werden – sehr interessant jetzt. Wie werden sie genannt? Die Friedenstifter, die friedfertigen, die den Frieden fördern und damit den Streit ausrotten wollen. Sie werden genannt, die sie werden denn sie sollen Söhne Gottes heißen.

[26:33] Jetzt habe ich eine Frage an euch. Wer sind nach der Bibel die Söhne Gottes? Die kommen wir öfter mal vor. Die Söhne Gottes oder gibt's, manche sagen, die Söhne Gottes sind immer die Engel oder andere sagen, die Söhne Gottes, das sind vielleicht die Bewohner ungefallener Welten. Aber ganz allgemein gesagt, wer qualifiziert sich als ein Sohn Gottes? Die, die Gott nachfolgen. Ja. Ja. Gut. Die von Ja, oder? Ja, gut. Ich meine, die Engel sind nicht von einem geboren, sind trotzdem Söhne Gottes. Die waren richtig, genau. Die also richtig geboren sind. Also biblisch ausgedrückt, wer sind die Söhne Gottes? Gibt's eine Definition?

[27:12] Die Gehorsam. Ja. Schaut mal Römer 8, 14 ist die Definition für die Söhne Gottes. Übrigens hilfreich bei einigen Stellen im Alten Testament, wenn man die mal in Bibelstunden zu erklären sucht. Römer 8, Vers 14: "Denn alle, die durch den Geist geleitet werden, die sind Söhne Gottes." Wer ist ein Sohn Gottes? Es sind die, die durch den Heiligen Geist geleitet werden.

[27:42] Und jetzt kommen wir zu einer interessanten Beobachtung. Alle, die durch den Heiligen Geist geleitet werden, die also Heiligung erleben. Ja, er 1 bis 4, die Rechtfertigung vor Gott und dann 5, 6, 7, das Wesen der Heiligung, Barmherzigkeit, ein reines Herz, Friedenstiften. Jeder, der vom Heiligen Geist geleitet ist, wird versuchen für den Frieden zu sein.

[28:06] Es gibt zu viele, die Heiligung beanspruchen und die behaupten, vom Heiligen Geist geführt zu sein und die einen Streit nach dem anderen suchen. Das ist, glaube ich, ein sehr wichtiges Unterscheidungskriterium. Wir brauchen in dieser Zeit, in der wir leben, brauchen wir Unterscheidungsbewusstsein, wer wirklich vom Heiligen Geist geleitet ist. Und wir denken manchmal, weil jemand viel Bibel zitiert, weil er viel Ellenweit zitiert und weil er für alle Reformen ist, die es auf dem Planeten gibt, ja, und sie gut heißt, muss er doch vom Heiligen Geist geführt sein, oder? Nein, muss er gar nicht. Das Kennzeichen, ob jemand vom Heiligen Geist geführt ist, ist unter anderem, ob er Frieden stiftet von seiner von seinem ganzen Wesen, von seiner Natur aus. Ja, dann wirkt nämlich Gottes Geist in dem, denn Gottes Geist ist gegen Krieg.

[28:58] Nun, jetzt könnte man sagen, ja, ist das nicht schon der halbe Schritt zur Ökumene? [Gelächter] Warte noch, es kommt ja noch Schritt Nummer 8. Ja, vor Schritt Nummer 8 stellt Gott ganz deutlich fest, jemand, der auf der Seite Gottes ist, ist immer für den Frieden. Er ist nie für den Krieg. Man kann eigentlich sagen, in Schritt Nummer 1 ist der Mensch völlig auf der Seite Satans und erkennt, dass er auf der falschen Seite ist.

[29:23] Und all diese Schritte führen dazu, dass man jetzt Schritt für Schritt die Seiten wechselt, dass man aus dem Reich Satans in das Reich Gottes überwechselt. Das ist quasi die Idee. Ja, das ist Bekehrung vom Reich der Finsternis ins Reich des Lichtes. Und jemand, der jetzt auf der Seite Gottes ist, kann nicht mehr so handeln wie jemand, der auf der Seite Satans ist. Der auf der Seite Satans ist, der fördert Krieg und beginnt Streit und Auseinandersetzung.

[29:52] Jetzt schaut mal die achte Seligpreisung an in Matthäus 5, Vers 10. Da heißt es nämlich: "Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel." Was fällt euch auf an dieser Seligpreisung? Irgendwas, was sich auffällt? So als äh Beobachter der Bibel, erwarten, dass...

[30:30] Genau. Also erstens sehen wir ganz deutlich, der Kampf ist nicht vorbei. Seht ihr das? Vers 7 macht nicht deutlich, dass der Kampf vorbei ist. Seligpreisung 7 sagt nur, dass jemand, der bekehrt ist, von sich aus nicht mehr kämpft. Aber der Kampf ist immer noch real. Er richtet sich jetzt gegen einen. Ja, wer auf der Seite Satans ist, der kämpft und und schadet den Unschuldigen. Wer auf der Seite Gottes ist, der empfängt die Verfolgung Satans. Ja, denn der Satan führt Krieg gegen Gott. Übrigens, wie hat Gott den Satan besiegt?

[31:18] So mal in die Runde geworfen. Durch durch am Kreuz, indem er sich hat attackieren lassen. Er hat sich indem sich verfolgen hat lassen und sich in seine Hände begeben hat, quasi, ja, und gezeigt hat, dass trotzdem die Liebe stärker ist, ja, und der Wille zur Versöhnung stärker ist als der Hass, wenn man so will, ja.

[31:44] Ist noch was aufgefallen, weswegen werden die in Vers 8 hier verfolgt? Genau. Was ist irgendeine Beobachtung, die ihr machen könnt jetzt, wenn wir die acht Seligpreisungen als Ganzes nehmen? So, wenn wir den mal mikroskopisch drauf schauen, was, welche Schlussfolgerung können wir ziehen, wenn sie hier wegen ihrer Gerechtigkeit verfolgt werden?

[32:11] Genau. Und was bedeutet das? Das bedeutet, dass diese Seligpreisungen wirklich chronologisch sein müssen, denn man kann nicht gleichzeitig nach Gerechtigkeit hungern und dürsten und dann erstattet werden und dann wegen der Gerechtigkeit, die man hat, verfolgt werden. Mit anderen Worten, selbst wenn wir Ellenweit nicht hätten, die uns sagt, diese acht Seligpreisungen sind Schritte, die aufeinander folgen, könnte man allein aus dem Text deutlich machen. Bei Schritt vier haben sie noch keine Gerechtigkeit. Sie hungern und dürsten danach. Ja, aber in der achten sind sie satt geworden. Sie haben es und werden dafür verfolgt. Ja, man sieht im Text einen Hinweis darauf, dass diese Seligpreisungen aufeinander aufbauen und dass hier eine Reihenfolge ist, seine Beschreibung.

[32:50] Also die Verfolgung der Gerechten. Schaut mal Psalm 37. Psalm 37 und dort Vers 12. Das ist einer von vielen Versen der Bibel, die man hier anführen könnte. Psalm 37, Vers 12. "Der Gottlose heckt Pläne aus gegen den Gerechten und knirscht gegen ihn mit den Zähnen."

[33:25] Ich sehr interessant. Kennt ihr Beispiele aus der Bibel, wo der Gottlose gegen den Gerechten mit den Zähnen geknirscht hat und Pläne ausgeheckt hat gegen ihn? Stephanus. Ja, die Pharisäer, die Gottlosen, den unschuldigen Friedensstifter Stephanus haben sie gesteinigt. Wo haben die Gottlosen in der Bibel Pläne ausgeheckt und mit den Zähnen geknirscht? Also jetzt im übertragenen Sinne gegen heißt auch, dass sie Pläne geschmiedet haben. Ja, die die Juden, äh die die Pharisäer, die die Jesus umbringen wollten, haben auch Pläne geschmiedet. Okay.

[34:05] Also jetzt muss nicht mehr da stehen, dass die Zähne geknirscht haben, war so diese Idee, also dass man Pläne schmiedet und dann... Gileam, ja, Verfolgung der Israeliten. Okay. Wo kam das zum ersten Mal vor? Kain und Abel. Ja. Der Kain hat sich überlegt, was mache ich mit ihm? Plan ausgeheckt, aufs Feld geführt, mit den Zähnen geknirscht, zugeschlagen, tot war er. Das ist ein Phänomen, das auf dieser Erde nicht aufhören wird.

[34:39] Man beachte, das Zielpunkt des Evangeliums auf dieser Erde ist Verfolgung. Das ist übrigens der Beweis, dass man auf der Seite Gottes vollständig steht. Denn wer auf der Seite Gottes steht, wird jetzt angegriffen. Denn der Drache kämpfte nicht nur gegen Michael, sondern auch gegen die Engel des Michael, die mit ihm waren. Ja, Michael kämpft, Drache kämpft gegen Michael und seine Engel. Wenn ich also auf der Seite des Drachen stehe, brauche ich vom Drachen relativ wenig zu befürchten, außer mal ein paar Schläge, nicht wahr? Und ein bisschen so Unterdrückung. Ja. Aber wenn ich die Seiten gewechselt habe...

[35:27] Schaut mal in 2. Timotheus 3, Vers 12. Auch ein wichtiger Vers in dem Zusammenhang. 2. Timotheus 3, Vers. Da heißt es: "Und alle, wie viele? Alle, die gottesfürchtig leben wollen, mit anderen Worten, die auf der richtigen Seite stehen wollen, die mit in Gottes Reich leben wollen, in Christus Jesus werden Verfolgung erleiden."

[36:00] Das ist ganz deutlich, da kommt niemand drum herum. Die Verfolgung haben wir am Sabbat gelernt, kann unterschiedlich sein. Ja, manche sind getötet worden, manche nur verspottet worden. Aber ein christliches Leben, indem man nicht attackiert wird, gibt es nicht. Es würde bedeuten, dass es den großen Kampf nicht gibt. Ja, und dann werden wir ohnehin verführt.

[36:21] Verfolgung. Schaut mal in Matthäus 5, Vers 11. Jesus nimmt diese eine Seligpreisung, die letzte und wendet sie direkt noch mal praktisch auf die Jünger an. Ja, bei allen anderen sagt er nur: "Selig sind die, selig sind die", und dann sagt er bei der achten, vermutlich, weil die am schwersten zu schlucken ist oder alle anderen sind ja relativ schön so. Ja, also das war natürlich ungewöhnlich, man hatte sowas nicht erwartet, aber dann, wenn man drüber nachdenkt, denkt man, ja schön, kann ich gerne annehmen. Aber die achte ist vielleicht ein bisschen schwieriger und deswegen bezieht er sich noch mal explizit darauf, als er sagte Matthäus 5, Vers 11: "Glückselig seid ihr." Er meint, also ihr Jünger, es betrifft euch. Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch Jesus wirkliches böse Wort gegen euch reden, um meinet Willen.

[37:15] Und dann lesen Vers 12 dazu: "Freut euch und jubelt." Das sehr interessanteste Verse überhaupt im Neuen Testament. Freut euch und jubelt. War das letzte Mal, dass du durch die Gegend gehüpft bist, weil jemand über dich gelästert hat? Das letzte Mal, wo man gesagt hat: "Preis den Herrn, ich habe meine Arbeit verloren wegen dem Sabbat." Oder wo man vielleicht in der Gemeinde Probleme bekommen hat, weil man sich für die Wahrheit eingesetzt und man man freut sich und preist den Herrn und jubelt. Ja.

[37:47] "Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel." Kennt ihr Menschen in der Bibel, die sich gefreut haben, als sie verfolgt wurden? Petrus im Gefängnis. Petrus und Silas im Gefängnis oder die haben die haben gesungen. Ja, Ketten konnten sich kaum bewegen. Hat jede Bewegung hat weh getan, nicht wahr? Die Metallen und haben gesungen und gepriesen. Preis den Herrn.

[38:07] Nicht wahr? Noch ein Beispiel. Apostelgeschichte 5. Apostelgeschichte 5. Die Jünger, die haben das bei denen ist das wirklich hängen geblieben. Apostelgeschichte 5, das ist, als sie vor dem Hohen Rat sind, nicht wahr? Vers 41, wo dann eingetrichtert wird, ihr dürft nicht mehr predigen, bekommen alle Redeverbot, äh dürfen nicht mehr predigen. Und dann heißt es hier Vers 41: "Sie nun gingen voll Freude vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um seines Namens willen." Und ich glaube hier, die haben ein bisschen diese Bergpredigt verstanden, diese Seligpreisung. Wenn ich angegriffen werde wegen des Evangeliums durch Methoden, die offensichtlich satanisch sind, wie üble Nachrede, äh Falschzeugnis geben und so weiter, dann gibt es eine relativ große Sicherheit, dass sie auf der richtigen Seite stehen.

[39:04] Nun, man darf das nicht ins Extrem ziehen und denken, hoffentlich werde ich angegriffen. Ja. Aber ich glaube zu wissen, dass das die notwendige Folge ist. Hilft uns in der Situation, wenn dann, wenn man sich ja schon beleidigt fühlt oder wenn man wenn man beleidigt ist, wenn man dann versteht, nein, es geht gar nicht um mich, es geht um diesen großen Kampf. Ich bin auf der Seite Gottes.

[39:28] Und er sagt, Jesus sagt in Matthäus 5, ach übrigens, müssen noch lesen Römer 5. Römer 5 und dort Vers 3. Da sagt der Paulus: "Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren wirkt."

[39:44] Frage an euch: Wo oder wer könnte standhaftes Ausharren gebrauchen? Genau. Zu welcher Zeit könnte man standhaftes Ausharren gebrauchen? In der Zeit der dritten Engelsbotschaft. Hier sind die, halten die Gebote Gottes, haben die glauben das standhafte Ausharren der Heiligen, die verfolgt werden.

[40:10] Und die Frage ist, die viele Adventisten sich stellen: Wie schaffen wir es durch die Endzeit, wenn dann das Mahlzeichen kommt und wenn man kaufen, verkaufen können, wenn wir fliehen müssen, wenn wir verfolgt werden in dem Ausmaß, wie er selten da gewesen ist in dieser Welt? Wie kommen wir dahin durch? Die Bergpredigt gibt eigentlich die Antwort. Ich werde nicht die Verfolgung dadurch besser bestehen, wenn ich jetzt schon aus allen Kanonen schieße und um mich schlage und versuche irgendwie zu beweisen, dass ich recht habe, sondern wenn ich versuche, Frieden zu stiften.

[40:40] Mit dieser Einstellung kann ich sehr viel. Diese Einstellung ist dann das echte Fundament, auf dem ich dann die Verfolgung erleiden kann. Das glaube ich, ein sehr wichtiger Punkt, weil es gibt durchaus die Tendenz, mal sich so sehr auf die Verfolgung zu konzentrieren, dass man die anderen sieben Punkte aus dem Blickfeld verliert und dann so eine Defensivhaltung kommt. Ja, wie werde ich das schaffen? Ja, nein.

[41:10] Was sagt Jesus? "Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel." Die Idee von dem Lohn im Himmel geht zurück. Wer war der erste, der gesagt bekommen hat: "Du wirst reichlich belohnt werden"? Nicht der erste vielleicht, aber der erste, von dem wir es in der Bibel lesen, wo Gott gesagt hat: "Ich bin dein Schutz und dein Schild und ein sehr großer Lohn." Wisst ihr, zu wem Gott das gesagt hat? "Ich bin dein sehr großer Lohn." Abraham. Genau. Mose 15:1, wo Abraham sich fragt, was wird aus meiner Zukunft, werde ich ein Kind haben und so weiter. Gott sagte: "Ich keine keine Sorge, ich bin dein Schutz und dein Schild und ich bin dein sehr großer Lohn."

[41:48] Der Lohn im Himmel, das sind nicht nur die goldenen Fenstersimse und nicht nur die goldenen Kronen. Der Lohn im Himmel ist Gott selbst. Und deswegen kann er sagen: "Denn euer Lohn ist groß im Himmel", weil die die goldenen Kronen sind zwar toll und die neue Stadt ist ganz großartig, aber nichts ist so groß wie Gott. Wir haben wirklich den größten Lohn, den es überhaupt gibt.

[42:10] Und dann sagt er: "Denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind." Kurze Runde. Welche Propheten kennt ihr, die verfolgt worden sind? Gibt's ein paar, die euch einfallen? Elia. Elia, Jesaja, Jeremia. Jeremia, den haben sie auch, da haben sie auch den, den Tod geplant. Isebel hat den Tod für Elia geplant, bevor Elia verfolgt worden ist. Johannes der Täufer, dann aber vor Elia, direkt alle anderen Propheten oder Isabel hat alle Propheten umgebracht bis auf 100, die gerettet wurden durch Obadja und dann Elia. Ähm, andere Propheten noch.

[42:44] Da gibt's noch den Sacharja, der in ich habe sag die die ähm in der Gesch in der Predigt kurz erwähnt von dem König Joas, der so guter König war, bis dann der der Jojada stirbt und er den Sohn des Jojada, den Propheten umbringen lässt. Ja, also Propheten hatten keinen leichten Stand.

[43:04] Und schaut mal, was in 2. Chronik 36 steht. Zweite Chronik 36, Vers 16. "Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verlachten seine Propheten, bis der Zorn des Herrn über sein Volk so hochstieg, dass keine Heilung mehr möglich war." Mit anderen Worten, wenn Satan die Gläubigen bis zu diesem Punkt hier verfolgt, ist irgendwann finito. Ja, das irgendwann der der Kelch zum Überlaufen gebracht. Das ist der Grund, warum dann auch Gott einschreitet. Ja, wenn die Verfolgung sich so stark wird, dass nichts mehr die Menschen erreicht, das ist vorbei.

[44:10] Übrigens, Jesus ist ein sehr gutes Beispiel auch für das Verhalten und der Verfolgung, oder? Und ähm im Grunde genommen zeigt Jesus hier Schritt für Schritt sein Wesen eigentlich und gibt uns damit genau die Schritte vor, die wir gehen müssen. Ich würde behaupten, dass wenn ein Mensch nur diese acht Dinge versteht und sie konsequent praktiziert, ist er total total sicher. Ja, egal ob er prophetische Daten kennt oder nicht, das würde ausreichen, das würde ihn durch die durch die Verfolgung hindurchtragen oder würde im Himmel den Rest erklärt bekommen. Deswegen ist diese Bergpredigt wirklich entscheidend. Ja, kann man nicht einfach so als nebensächlich abtun.

[44:54] Übrigens, jetzt zum Schluss vielleicht noch eine Idee, bevor wir abschließen. Wir haben gesagt, sind acht Schritte, die letztendlich das Reich Gottes beschreiben. Es Schritt eins beschreibt die Tatsache, dass ich erkenne, dass ich nicht im Reich Gottes bin. Schritt zwei beschreibt die Tatsache, dass ich traurig bin über das, was ich getan habe, nicht wahr? Dass ich ähm, dass ich feststelle, dass ich äh dann schon drei, dass ich nicht nicht würdig bin, dass ich mich aber nach diesem Reich Gottes sehne, dass ich dorthin gebracht werde und wenn ich jetzt dieses Reich Gottes kennenlerne, dass ich bereit bin, andere auch nicht mal dahinzuleiten, bis ich dann für meinen Stand von der gegnerischen Seite verfolgt werde.

[45:33] Die beste Zusammenfassung über das Reich Gottes in einem einzigen Vers findet sich in Römer 14. Schaut mal Römer 14, Vers 17. Und ob ihr es glaubt oder nicht, dieser Vers ist die gesamte Zusammenfassung der Seligpreisung. Können wir direkt sehen. Römer 14 und dort Vers 17. Kennt ihr vielleicht auch, denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken. Deswegen hat Jesus auch nichts über Essen und Trinken hier diesen Apreisung. Ja, wie wichtig auch sein mag, ist nicht das Reich Gottes besteht nicht aus, aber es besteht aus drei.

[46:07] Nicht aus, aber es besteht aus drei Dingen, nämlich aus Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. Und jetzt schaut euch mal die Seligpreisung an. Die ersten vier Seligpreisung, wenn ich sie zusammenfasse, haben, was für ein Thema.

[46:27] Genau. Ich stelle fest, mir fehlt Gerechtigkeit. Ich bin traurig über meine Ungerechtigkeit. Weil es so ist, bin ich nicht mehr stolz, sondern ich hunger und durste nach der Gerechtigkeit. Und nach Schritt Nummer 4 kann ich sagen, ich habe Gerechtigkeit.

[46:41] Ja, jetzt was ist das nächste? Gerechtigkeit und Friede. Ja, das heißt 5, 6, 7 zielt, also die ersten vier zielen auf Gerechtigkeit, die nächsten 5 zielen auf Friede.

[46:57] Und was ist der dritte Schritt? Freude im Heiligen Geist. Da denken vielleicht manche, oh, das bedeutet, dass ich, wenn ich vom Heiligen Geist erfüllt bin, dann hüpfe ich und springe ich die ganze Zeit. Nein, nein, nein. Das ist vor dem Heiligen Geist. Was sagt die achte Seligpreisung? Glückselig seid ihr, wenn sie euch verfolgen und schmähen. Jubelt und freut euch. Das ist eine Freude. Kann das ein Mensch aus eigener Kraft machen?

[47:25] Also, wenn die Lieblingsmannschaft ein Tor schießt, muss man nicht vom Heiligen Geist inspiriert sein. Man freut sich auch so, wenn man zum Geburtstag eine leckere Torte bekommt, freut man sich so, wenn die heimliche Geliebte sich zu einem bekennt. Ja, also nicht also die Frau, die man liebt, hätte ich besser sagen sollen, ja, das war missverständlich. Also dann freut man sich, aber dazu brauche ich nicht den Heiligen Geist notwendigerweise. Aber für diese Art von Freude und der Verfolgung dankbar und freudig zu sein, das geht nicht ohne Heiligen Geist.

[48:02] Mit anderen Worten, wer unter Verfolgung noch singen kann, wer unter Verfolgung noch seine Feinde segnen kann, der muss zwangsläufig vom Heiligen Geist erfüllt sein. Und dann sind die drei Elemente, nämlich Gerechtigkeit, Friede und Freude, aber nicht allgemeine Freude, sondern Freude im Heiligen Geist. Die sind alle drei gegenwärtig.

[48:26] Könnt ihr sehen, dass eigentlich die Seligpreisung nicht weiter sind als in drei großen Schritten: Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Das ganze Reich Gottes, dass sie so zusammenfassen.

[48:38] Nächstes Mal machen wir dann das, was wir heute nicht mehr geschafft haben, nämlich wir schauen uns die Seligpreisung bei Lukas an und stellen fest, dass sie da einen ganz anderen Schwerpunkt haben, dass wir noch mal eine ganz andere Facette dann bringen. Aber Matthäus zeigt hier, wie Jesus das Evangelium darstellt in acht Schritten. Ist Paulus noch mal zusammenfasst auf drei Schritte, und ich glaube, wir tun gut daran, diese Dinge immer wieder uns vor Augen zu führen. Das sind Verse, die kann man nicht einmal abhaken nach dem Motto: Habe ich gelesen, kenne ich. Das sind Verse, die müssen uns tag für Tag nicht begleiten, immer wieder drüber nachdenken und wir uns die Frage stellen: Trifft das auf mich zu? Gehe ich diese Schritte? Ja, wo stehe ich vielleicht gerade? Welchem Punkt habe ich Herausforderung? Und Gott bitten, dass er mich durch seinen Heiligen Geist führt, auf den nächsten Schritt zu gehen, damit wir schlussendlich allamt selbst in der Verfolgung noch Gott loben und preisen können und als die 144.000 ein Spektakel sein werden für die Welt und das Universum.

[49:35] Noch gemeinsam beten. Lass uns nieder gehen dazu.

[49:46] Lieber Vater im Himmel, danke für diesen wunderschönen Abschnitt der Seligpreisung. Danke, dass Jesus das so klar und so einleuchtend und einprägsam formuliert hat. Danke, dass du das Evangelium so einfach gemacht hast, dass niemand verloren gehen muss und doch so tiefgründig, dass wir unser Leben lang immer neue Schönheiten und Details und Tiefen der Erkenntnis erleben können. Wir möchten dich bitten nicht um große theologische Erkenntnis, sondern viel mehr darum, dass wir tagtäglich praktizieren durch deinen Heiligen Geist, was wir heute gesagt haben, dass wir wirklich ein reines Herz haben.

[50:27] Herr, reinige du unsere Gedanken von allem, was dort nicht hingehört und schenk uns, dass wir reine Gedanken auch dauerhaft haben können.

[50:36] Lass uns echte Friedensstifter sein und lass unser Ich so verborgen sein in dir, dass uns jeder Angriff, egal von woher kommt, nicht aus der Bahn wirft, sondern dass wir dich auch dann loben und preisen, wenn Menschen schlecht mit uns umgehen. Wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du das durch deinen Heiligen Geist tun kannst und dass das krönende Beispiel sein wird, dass der Heilige Geist wirklich unser Leben verändert hat.

[51:06] Wir danken dir, dass du uns führen und leiten wirst. Amen.


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