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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Der Ersehnte“ vergleicht Christopher Kramp die Seligpreisungen in Matthäus mit denen in Lukas. Er beleuchtet die Unterschiede, wie die Reduzierung auf vier Seligpreisungen und die Einführung von Weherufen, die einen starken Kontrast bilden. Dabei wird deutlich, dass Lukas einen stärkeren Fokus auf die praktischen und materiellen Aspekte des Lebens legt, insbesondere im Hinblick auf Reichtum und Verfolgung.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:37] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de.

[0:49] 71. Folge. Wir sind immer noch in der Bergpredigt, haben wir gerade erst angefangen und wollen heute noch mal über die Seligpreisungen sprechen. Wir haben ja in der letzten Folge die achte Seligpreisung eigentlich erreicht, haben diesen ganzen Weg der Erlösung in den Seligpreisungen beschrieben und studiert und wollen heute einen Blick werfen, nicht auf die Seligpreisung, wie sie Matthäus aufschreibt, sondern auf die selten studierten Seligpreisungen bei Lukas. Lukas gibt nämlich auch einige Ausschnitte aus der Bergpredigt wieder, längst nicht so ausführlich wie Matthäus, aber im Falle der Seligpreisung ist das so spezifisch anders auch, dass es sich lohnt, das noch mal extra anzuschauen.

[1:34] Bevor wir beginnen, möchte ich euch einladen, dass wir niederknien für ein Anfangsgebet.

[1:45] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir hier sein dürfen, dein Wort studieren können, dass du deinen Heiligen Geist verheißen hast, um uns in alle Wahrheit zu führen und dass du in dieser Bergpredigt zu uns sprichst. Bitte schenkt uns jetzt die Weisheit, die wir brauchen und ein offenes Herz, um die Botschaft wirklich zu empfangen und umzusetzen durch deine Kraft, die du uns heute geben möchtest. Und wir danken dir, dass du uns neuerkenntnis schenken möchtest aus deinem Wort im Namen Jesu. Amen.

[2:17] Also Lukas Kapitel 6 und dort Vers 20 bis 26 ist die lukanische Variante sozusagen der Seligpreisung, und die ist relativ unbekannt. Und wir werden versuchen jetzt auch gleich herauszufinden, warum. In vielen anderen Stellen ist die Lukasvariante der Bergpredigt relativ parallel zu der Matthäusvariante. Man kann die nebeneinander legen, aber wir werden gleich sehen, was hier der Fall ist.

[2:50] Wir lesen mal ausnahmsweise gleich den ganzen Abschnitt und dann frage ich euch, was euch auffällt, was sozusagen an diesem Abschnitt der Seligpreisung anders ist, als man ihn gewöhnlich aus Matthäus 5 kennt, so wie es in den letzten drei Folgen studiert haben. Also Lukas 6, Vers 20. Und er, das ist Jesus, hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: "Glückselig seid ihr, amen, denn das Reich Gottes ist euer. Glückselig seid ihr, die ihr jetzt hungert, denn ihr sollt gesättigt werden. Glückselig seid ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen, um des Menschensohnes willen. Freut euch an jedem Tag und hüpft, denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel, denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht. Aber wehe euch ihr Reichen, denn ihr habt euren Trost schon empfangen. Wehe euch, die ihr satt seid, denn ihr werdet hungern. Wehe euch, die jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen. Wehe euch, wenn alle Leute gut von euch reden, denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht."

[4:06] Sammeln wir mal. Was fällt euch auf an diesem Abschnitt? Was ist anders, als man es aus den Seligpreisungen aus Matthäus 5 kennt?

[4:24] Es sind weniger. Wie viel Seligpreisung haben wir hier?

[4:32] Vier. Wir haben nur vier Seligpreisung statt acht. Ja, wir haben letzt mal gesehen, Jesus gibt acht Seligpreisungen in Matthäus, aber hier werden nur vier erwähnt. Okay, was fällt euch noch auf?

[4:48] In der Arme Reich Gottes ist. Ja, das ist in Matthäus 5 auch, nicht wahr? Da heißt es auch: "Glückselig sind die geistlich armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel."

[5:04] Matthäus berichtet nicht davon, dass Jesus nicht nur Seligpreisungen gesagt hat, "glückselig ist", sondern auch Weherufe. Er sagt nicht nur "glückselig ist", sondern er sagt auch "Wehe". Das gibt natürlich einen starken Kontrast.

[5:31] Wie viel Weherufe haben wir auch? Vier. Aha, also vier Seligpreisung, vier Weherufe. Gibt's da vielleicht irgendwas, was man sich denken könnte? Was könnte man für eine Schlussfolgerung ziehen?

[5:45] Dass sie vielleicht parallel sind. Wie könnten die denn parallel sein? Schau die Seligpreisung an und dann die Weherufe.

[5:56] Ah, wir haben also: Selig sind die Armen und Wehe den Reichen. Und dann: Selig sind die Hungernden und dann: Wehe den Satten. Okay. Dann: Selig die Weinenden. Okay. Und: Wehe denen, die lachen. Okay. Und dann: Wehe, wenn man beliebt ist. Ja, also bei allen so, ne.

[6:37] Also könnt ihr sehen, dass hier offensichtlich jeweils vier Paare da sind. Selig sind die Armen, wehe den Reichen. Selig sind die Hungernden, wehe den Satten. Selig sind die Weinenden, wehe den Lachenden. Selig sind die Verfolgten. Wehe denen, die über die alle gut reden.

[6:53] Fällt euch noch was auf, bevor wir das interpretieren, warum das so ist? Wir sammeln erstmal. Wir haben also weniger Seligpreisungen, dafür genauso viele Weherufe. Diese Seligpreisungen, Weherufe sind nicht einfach so zufällig, ja, sondern die sind gut strukturiert, sind in Kontrasten. Was fällt noch auf?

[7:19] Gibt's noch was? Dass die Verfolgung bei Lukas am längsten ist.

[7:24] Genau. Also beide haben hier quasi den Schwerpunkt auch. Äh achso, du meinst zwischen Matthäus und Lukas? Das ist bei beiden am längsten. Bei beiden am längsten und bei Lukas noch länger als bei Matthäus. Ja, also dieser Aspekt von der Verfolgung nimmt einen noch stärkeren Aspekt ein bei Lukas als bei Matthäus. Das stimmt. Ja, ist quasi dieser echte Höhepunkt.

[7:46] Fällt noch was auf?

[7:52] Wie ist das mit den Seligpreisungen? Sind die in der richtigen Reihenfolge hier, wie wir sie kennen?

[8:06] Wir haben uns ja dreimal getroffen, um die Seligpreisungen zu studieren. Ich weiß die Seligpreisungen Matthäus 5 auswendig. Kurzer Test. Erste Seligpreisung. Selig sind die...

[8:14] ...zweite Seligpreisung.

[8:16] Hunger.

[8:18] Hunger. Zweite Seligpreisung.

[8:20] Nicht nachgucken. Nicht nachgucken.

[8:21] Selig sind die geistlich armen?

[8:24] Nee, die trauern.

[8:25] Richtig. Selig sind die Trauernden, die über ihre Sünde traurig sind. Dann selig die Sanftmütigen, die elend sind, nicht wahr? Die demütig sind. Die deswegen...

[8:38] ...viertens selig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten. Ihr euch nicht wah nur als Wiederholung, nicht?

[8:47] Ähm, wir müssen feststellen, dass wir geistlich arm sind, dann werden wir traurig sein über die Sünde. Wir werden feststellen, dass wir nicht aus eigener Kraft legen können: Demut, Sanftmut, Elend sein. Wir werden nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten. Schritt Nummer fünf. Selig sind die Barmherzigen, denn die werden Barmherzigkeit erlangen. Dann sechstens: Selig sind die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. Und dann: Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen. Und selig sind die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden. Das waren die diese zweiten vier, waren quasi das, was der Mensch dann tut. Ja, die Barmherzigkeit, über den Frieden, den er stiftet und die Verfolgung, die er erleidet. Also quasi die Rechtfertigung und die Heiligung. Also: Selig sind die Armen ist Seligpreisung Nummer eins. Selig sind die Hungernden wäre dann hätte was zu tun mit vier, aber selig die Weinenden ist dann zwei und das ist dann acht. Ja, also mit anderen Worten, die Seligpreisungen sind nur auf vier reduziert und sie werden nicht einmal in der, in Anführungsstrichen, richtigen Reihenfolge hier gegeben.

[9:50] Das heißt, man könnte hier jetzt nicht so unbedingt eine geistliche Reihenfolge entwickeln. Seht ihr das? So wie offensichtlich in Matthäus diese acht Seligpreisungen aufeinander aufbauen und sich ineinander entwickeln. Hier sind quasi vier ausgewählt nach einem anderen Schema angeordnet.

[10:07] Das heißt, Lukas hat jetzt nicht den Ansatz hier, den Erlösungsplan Schritt für Schritt zu erklären. Ähm, die Frage ist, was er da will. Gibt's noch was, was euch auffällt, wenn ihr die jetzt hier so anschaut?

[10:25] Gibt's noch irgendeine Beobachtung, die dich auffällt?

[10:34] Den Mensch, also Sachen auf, also...

[10:36] ...ah, was, was vermutlich meinst, ist bei Matthäus werden die Seligpreisungen ganz bewusst geistlich ausgedrückt. Da steht z.B. "selig sind die geistlich arm" oder "selig nach Gerechtigkeit hungern und dürsten". Das steht bei Lukas nicht.

[10:56] Bei Lukas steht nur: "Selig sind die Armen, selig Hungernden." Und jetzt ist die Frage aller Fragen: Meint Lukas dieselben Seligpreisungen und hat halt einfach sie nur kürzer formuliert, oder meint er vielleicht sogar noch etwas anderes?

[11:19] Also meinte hier auch: Selig sind die geistlich armen und selig sind die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten und selig sind die weinen über ihre Sünde? Oder was meint er? Oder meint er hier buchstäblich: Sind die tatsächlich Armen? Selig sind die buchstäblich Hungrigen. Selig sind die buchstäblich Weinenden.

[11:42] Was meint ihr? Geistlich oder eher buchstäblich?

[11:49] Okay, machen wir Abstimmung. Wer sagt geistlich? Ihr traut euch nicht. Wer sagt buchstäblich?

[12:09] Schaut mal die Weherufe an. "Wehe den Reichen." Ist das buchstäblich gemeint oder symbolisch?

[12:14] Geistlich.

[12:23] Gibt's geistlich reiche Menschen? Ja oder nein? Müsste es geben. Jesus sagt: "Kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst." Also, wenn ein Mensch geistlich reich ist, würde dann Gott glückselig oder weh sagen?

[12:48] Wenn also Gott sagt: "Wehe euch Reichen", bezieht sich der Reichtum offensichtlich auf echten, buchstäblichen Reichtum. Wenn das also wirklich als Parallele gedacht ist, geht es hier also zunächst einmal tatsächlich um die materiell Armen.

[13:07] Und ihr werdet gleich sehen, warum. Selig sind, die jetzt arm sind, denn sie werden mal reich werden. Wehe denen, die jetzt reich sind, denn sie werden einmal arm sein, sozusagen. Ja, selig sind, die jetzt weinen, wehe denen, die jetzt buchstäblich lachen.

[13:30] Es scheint so zu sein, dass Jesus, ich meine, die Predigt von Jesus war ja wahrscheinlich sehr viel länger, als man jetzt braucht, um die Bergpredigt zu lesen. Ja, wenn man die Bergpredigt so liest von A bis Z, weiß nicht, wie lange das dauert, 20 Minuten, wenn man Matthäus 5, 6, 7 liest, geht schnell vorbei. Jesus hat den ganzen Tag gepredigt. Ja, und es ist gut möglich, dass Jesus über dieses Thema von verschiedenen Seiten ausgepredigt hat. Das macht man heute auch in der Predigt. Ja, man erklärt das sozusagen ein Thema von der geistlichen Seite. Man erklärt ein Thema auch von der praktischen Seite.

[14:08] Und offensichtlich berichtet Jesus Lukas von einem Predigtteil, den Matthäus nicht erwähnt. Das als Jesus über diese Seligpreisung spricht, der auch einen Abschnitt einfügt, wo er über das materielle Leben jetzt hier spricht. Schaut uns das mal ein bisschen genauer an.

[14:25] In Lukas 6, Vers 21, 22. Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: "Glückselig seid ihr, amen, denn das Reich Gottes ist euer. Glückselig seid ihr, die ihr jetzt hungert, denn ihr sollt gesättigt werden. Glückselig seid ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen."

[14:53] Welches Wort ist hier besonders betont, was in Matthäus nicht vorkommt jetzt? Also, die Idee ist: "Glückselig seid ihr in dem Zustand jetzt." Lukas bezieht sich auf eine, oder Jesus benutzt dieses Wort "jetzt".

[15:12] Jetzt im Vergleich zu was?

[15:13] Zu später. Genau. Aber was für ein Später? Wie sieht dieses Später aus?

[15:18] Das Reich Gottes. Jesus ist ja gekommen, um hier das Reich Gottes zu beschreiben. Aber Jesus weiß auch, dass das Reich Gottes noch nicht Realität ist. Er sagt ja auch, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.

[15:34] Es geht also jetzt um die Frage, wie leben die Gläubigen auf dieser Welt, solange das Reich Gottes noch nicht volle Realität ist, also im Jetzt.

[15:49] Und das stellt Jesus fest: Die Gläubigen sind in der Regel arm, hungrig, weinen und verfolgt, während die Nichtgläubigen in der Regel reich, satt, lachend und überaus beliebt sind.

[16:05] Aber er sagt, das ist jetzt so, das wird sich hundertprozentig ändern.

[16:07] Schauen wir mal paar Beispiele an. Geh mal Vers 22.

[16:12] Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausschließen.

[16:25] Bei Matthäus war dieses Wort "ausschließen" jetzt nicht so explizit erwähnt.

[16:36] Kann es sein, dass man für den Glauben ausgeschlossen wird? Kann es sein, dass man für den Glauben sogar von anderen Gläubigen ausgeschlossen wird?

[16:46] Schaut mal ein Bibeltext an, der ganz interessant ist zu dem Thema. Jesaja 66 und dort Vers 5.

[17:11] Hört das Wort des Herrn, ihr, die ihr erzittert vor seinem Wort. Es sagen eure Brüder, die euch hassen und euch verstoßen, um meines Namens willen: "Der Herr möge sich doch verherrlichen, damit wir eure Freude sehen können", aber sie werden sich schämen müssen. Dieser Text spricht davon, wie selbsterkannte Gläubige oder Menschen, die sich für gläubig halten, ihre Geschwister ausstoßen.

[17:45] Wisst ihr, welcher unserer Pioniere von diesem Vers sehr viel Ermutigung empfangen hat? Das war Ellen White, als die ausgestoßen worden sind von den Methodisten. Da schreibt sie, dass sie, dieser Vers hat die Familie White. Nee, Quatsch. So, so Quatsch. Nicht White, Harmon natürlich. Sie ja damals noch die Familie Harmon hat sich an diesem Vers festgeklammert, wenn auch die Brüder uns hassen und uns ausstoßen, um Jesu Namen zu willen.

[17:18] Noch ein paar Beispiele. Kennt ihr noch Leute, die ausgestoßen worden sind aus der Gemeinde, weil sie an Jesus geglaubt haben in der Bibel?

[18:29] Menschen, die ausgestoßen worden sind, die aus der Gemeinde...

[18:31] ...Johannes 9. Wer ist ausgestoßen worden?

[18:34] Genau. Was war sein Verbrechen? Gegen welche Gemeinde-Vorsitzende hat er verstoßen?

[18:42] Er ist geheilt worden. Genau. Er ist geheilt worden und das als blind geworden. Johannes 9, Vers 34.

[18:54] Sie antworteten und sprachen zu ihm: "Du bist ganz in Sünden geboren und willst uns lehren." Und sie stießen ihn hinaus, weil er mit Jesus, weil er an Jesus geglaubt hat. Ja, weil er Jesus in seinem Herzen hatte, weil er ein Wunder mit Jesus erlebt hatte und sich nicht von Jesus distanzieren wollte, wurde er ausgestoßen.

[19:16] Übrigens, diese Gefahr, verfolgt zu werden auch in der Gemeinde, hält viele davon ab, wirklich ihren Glauben zu bekennen. Schaut mal Johannes 12.

[19:25] Johannes 12, Vers 42.

[19:29] Doch glaubten sogar von den obersten Führern ihn, aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht. Warum? Damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen würden. Weil alles so Untergrundjünger, ja, die haben an Jesus geglaubt, haben sich nicht offiziell bekannt, weil sie Angst gehabt haben, ausgeschlossen zu werden.

[19:55] Aber selig ist, wer in dem Fall ausgeschlossen wird. Selig ist, wer sich zu Jesus bekennt, der die Konsequenzen, auch die sozialen Konsequenzen nicht fürchtet.

[20:09] Jesus hat seine Jünger gewarnt. Schaut mal Johannes 16.

[20:12] Johannes 16 und dort Vers 2.

[20:21] Jesus sagt nicht, na ja, mal sehen, was da kommt. Er sagt, er sagt ihnen vor im Vorhinein, was passieren wird.

[20:26] Johannes 16, Vers 2. "Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen." Das steht nicht vielleicht, wenn ihr euch schlecht benimmt. Er sagt: "Sie werden euch ausschließen."

[20:36] Es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meint, wird Gott einen Dienst zu erweisen. Kommt die Stunde noch mal?

[20:44] Die Stunde kommt noch mal. Und deswegen ist die Bergpredigt nicht nur, was das den persönlichen Erlösungsplan angeht, so bedeutsam, sondern auch sie gibt uns ein Bild davon, wie Menschen, die das Reich Gottes jetzt im Herzen haben, aber noch in dieser Welt leben, noch nicht im Reich Gottes sozusagen, wie sie leben.

[21:04] In aller Regel, wenn man nicht Abraham ist und Nikodemus, in aller Regel, obwohl Nikodemus dann auch arm wurde, hat sein ganzes Geld investiert. In aller Regel wird man eher arm sein. In aller Regel wird man eher Mangel leiden, in aller Regel wird man eher trauern, in aller Regel wird man eher verfolgt sein.

[21:30] Apostelgeschichte 9. Und äh Jesus sagt das an allen Gelegenheiten, nicht nur seinen Aposteln. Schaut mal Apostelgeschichte 9, Vers 16.

[21:42] Denn ich, also Jesus spricht ja zu dem äh Ananias über Paulus, denn ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss.

[21:55] Und meines Namens willen: Selig sind die Verfolgten.

[21:57] Kein Mensch ist selig und kommt an diesen Punkten so vollkommen vorbei. Kein Mensch kann sein ganzes Leben lang das hier erleben und gleichzeitig sein, weil wir in einem großen Kampf sind. Ja.

[22:17] Gehen wir noch einen Schritt weiter. Jesus kommt, das ganz genau. Wenn Jesus kommt, wird das wird die Gerechtigkeit dafür gesorgt. Genau.

[22:30] Schaut mal in Lukas 6 noch über diese Freude, die wir schon auch in der achten Seligpreisung gehabt haben. Lukas 6, Vers 23.

[22:38] "Freut euch an jenem Tag und hüpft." Wie stand das in Matthäus? Äh, wenn es heißt: "Glückselig seid ihr, wenn sie euch verfolgen und jegliches Wort lügnerisch gegen euch reden und meines Namens willen, freut euch."

[22:56] Wie sagt Matthäus 5: "Freut euch und jubelt." Genau Matthäus 5, Vers 12: "Freut euch und jubelt." Aber hier steht nicht: "Freut euch und jubelt", sondern "freut euch und hüpft".

[23:04] Das Interessante ist, dieses griechische Wort für "hüpfen" kommt nur noch in einer einzigen Geschichte in der Bibel vor, nämlich in Lukas. In Lukas Kapitel 1, ohne dass ihr nachschaut, wisst ihr, wer in Lukas Kapitel 1 hüpft?

[23:20] Ja, der Johannes, der kleine Johannes, der hüpft im Bauch. Und warum hüpft er denn?

[23:29] Warum freut er sich? Weil Jesus ihm nahe ist, obwohl er ihn gar nicht sieht. Ja, also hier ist der kleine Embryo Johannes, nicht mal, der ist noch nicht genau da, wo er eigentlich sein soll. Der ist noch quasi in der ist noch nicht in der Welt, wo er eigentlich hingehört. Er ist noch quasi so im Vorstadium. Aber Jesus ist ihm schon nahe und er hüpft. Ja, interessantes Bild. Dasselbe Wort wird verwendet für diejenigen, die in dieser Welt, die ja nur für kurze Zeit ist, so wie auch der das embryonale Stadium für eine kurze Zeit ist, die noch nicht Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen, die aber auch in der Verfolgung wissen dürfen, wenn sie wissen, das ist jetzt nur für eine kurze Zeit, Jesus ist mir nahe, so wie damals dem Embryo Johannes im...

[24:22] Ganz genau. "Freut euch und hüpft." Übrigens, das Hüpfen kommt in der Bibel einigermaßen oft vor. Also nicht mit dem Wort, aber mit anderen Worten. Kennt ihr noch andere Personen, die so gehüpft sind vor Freude?

[24:34] David, als er die Bundeslade nach Jerusalem gebracht hat, oder übrigens, da ist er auch verachtet worden von seiner Frau Michal, nicht? Wer hat noch gehüpft?

[24:43] Personen, die gehüpft haben. Kommt öfter im Neuen Testament vor, wenn dann so Gelähmte geheilt sind, dann gehen die nicht einfach nur ganz gemächlich, sondern die hüpfen und springen so vor sich hin. Ja, weil sie sich so freuen.

[24:57] Ja, der Gelähmte. Genau auch in der Apostelgeschichte 3. Das heißt, die Idee ist, dieses Hüpfen auch ein Symbol für oder ein Symbol, ein Ausdruck von Freude, weil Gott etwas tut in unserem Leben und...

[25:17] ...wollten das machen. Mhm.

[25:20] Das, also ihr seht, hier geht's um praktische Dinge. Ich möchte noch die verbleibende Zeit nutzen, vor allem über die Weherufe zu sprechen, weil die jetzt Dinge ansprechen, die in den Seligpreisungen fast gar nicht angesprochen worden sind. Ähm, sozusagen von der anderen Seite aus betrachtet. "Wehe den Reichen." Fangen wir da mal an in Vers 24. Lukas 6, Vers 24.

[25:42] "Wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt euren Trost schon empfangen."

[25:51] Warum ist Reichtum gefährlich?

[25:59] Damit ich nicht deinen Namen vergesse, dein...

[26:03] ...Merkmal und warte bis zum nächsten Weheruf. Was hast du gesagt?

[26:07] Wenn man ihn für sich behält. Wenn Reichtum für sich behält. Genau.

[26:10] Schauen wir mal in Lukas 18, 24 und 25. Jesus sagt, ganz berühmte Geschichte. Als aber Jesus ihn so sah, dass er ganz traurig geworden war, sprach er: "Wie schwer werden die Reichen ins Reich Gottes hineinkommen? Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt."

[26:39] Versteht ihr jetzt, warum Jesus sagt: "Wehe den Reichen"? Das ist nicht geistlich gemeint. Das ist keine keine hohe Allegorie. Das ist ganz praktisch. Na, denn die Bibel sagt auch, die Geldliebe ist...

[26:46] Die Bibel sagt auch, die Geldliebe ist die Wurzel allen Übels. Ja, also eine Wurzel. Ja. Ja.

[26:53] Eine Wurzel. Ja. Ja. Ist wichtig, wie man das geht, oder gibt man die Arme? Genau.

[26:58] Genau. Die Idee ist sozusagen, wenn ich ein Kanal bin der Liebe Gottes, kann Gott mich auch mit viel materiellem Segen segnen, weil ich ihn auch weitergebe.

[27:06] Ja, aber das passiert halt so selten. Deswegen schaut mal, was der Ratschlag ist in Timotheus. 1. Timotheus 6, Vers 17.

[27:35] Den Reichen jetzt, Achtung auf dieses Wort in der jetzigen Weltzeit. Das ist die gleiche Idee wie hier in Lukas. Ja, in der im jetzt ja den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuss da.

[27:56] Also die Idee ist, warum ist der Reichtum gefährlich? Weil, weil, weil er böse ist. Ist das Gold böse? Nein, Gott hat das Gold geschaffen. Warum? Was ist gefährlich am Reichtum?

[28:08] Ja, man darf aber warum, warum darf man die Hoffnung nicht drauf setzen? Warum es vergänglich, unbeständig? Das ist ein Fundament, das nicht hält, weil erstens schon in dieser Welt Geld seinen Wert verliert und dann, wenn Jesus wiederkommt, also nach, also wenn das zweite Mal wiederkommt, wird das alles alles verbrannt. Es wird alles das bleibt nicht.

[28:34] Übrigens, der Lohn für die Armen ist ja nicht nur geistlicher Reichtum, sondern am Ende tatsächlich buchstäblicher, echter Reichtum. Edelsteine, Gold, Silber in Hülle und Fülle für alle Ewigkeit beständig. Eine goldene Stadt auf festen Fundamenten.

[28:47] Das heißt am Ende, so wichtig das Geistliche ist, geht es auch um die ganz konkreten Dinge des Lebens. Wir werden reich sein, nicht jetzt, aber dann.

[28:58] Und das, also, wenn man sich das überlegt, ist eigentlich die Bergpredigt sehr praktisch. Sie sagt, du kannst dich entscheiden, willst du jetzt für ein paar Jahrzehnte reich sein und dann für immer arm, nämlich tot, oder willst du jetzt ein wenig arm sein, um danach für immer reich zu sein?

[29:13] Reich, ja, gesagt, wenn das das Jesus alle und das ist das traurig. Ja, der reiche Jüngling. Ganz genau.

[29:26] Jetzt habt ihr gelesen, wie es heißt: "Wehe euch Reichen, wie den Reichen, denn sie haben ihren Trost schon empfangen."

[29:34] Sie haben ihren, das würde man denken, aber das steht nicht da, denn sie haben ihren. Schaut genau mal hin, es lohnt sich genau hinzuschauen. "Wir den Reichen, denn sie haben ihren Trost schon empfangen."

[29:44] Ha, Trost. Dieses Wort Trost ist interessant. Das ist nämlich das griechische Wort.

[30:01] Hat jemand von euch schon mal irgendwo bei irgendjemandem ein ähnliches Wort gehört in einer Predigt, wo jemand übers Griechisch spricht? Parakles?

[30:12] Genau. Man spricht mal von dem Parakleten. Habt ihr das gehört? Der Paraklet. Paraklet ist das Wort, das Jesus immer verwendet für den Tröster.

[30:20] Und wenn Jesus von dem Tröster spricht, von dem Parakleten, das heißt eigentlich wörtlich der zur Unterstützung herbeigerufene. So quasi, wenn ich Hilfe brauch, so also, wenn ich also die Idee ist, wenn ein Mensch irgendwie alleine ist, er hat, er ist in Not und er ruft: "Kannst du mir helfen? Komm mal her, hilf mir."

[30:41] Ja, dann Para heißt ähm herbei und Kles ist rufen. Also jemand, der herbeigerufen ist, der mich tröstet.

[30:49] Wenn Jesus von dem Parakletos, dem Tröster spricht, wen meint er da?

[30:54] Er sagt, der Heilige Geist ist der Tröster, der herbeigerufen ist, der gesandt wird, um euch zu helfen. Aber er sagt, der Heilige Geist ist ein anderer Tröster. Wer ist denn der erste Tröster?

[31:06] Also der Heilige Geist ist ein Tröster, aber wird genannt ein anderer Tröster, ein quasi ein zweiter Tröster. Es gibt schon einen ersten Tröster. Jesus selbst wird auch Paraklet genannt.

[31:14] Das heißt, Jesus ist unser Trost, unser Tröster. Der Heilige Geist ist unser Tröster.

[31:20] Wenn wir selig sind. Aber die haben auch einen Trost, das Geld.

[31:28] Jetzt, wenn ihr wählen könnt, den Heiligen Geist als euren Tröster oder die Moneten auf der Bank als euren Tröster.

[31:34] Das ist interessant. Das heißt nämlich, was für den Gläubigen seine Beziehung zu Gott, ist für den Reichen seine Hoffnung auf totes Metall.

[31:46] Und das zeigt eigentlich, wie absurd das ist.

[31:50] Sie haben ihren Trost schon empfangen.

[31:56] Übrigens, ähm, die Idee wird deutlich in Matthäus 6, Vers 2. Schaut mal Matthäus 6, Vers 2.

[32:01] Die Bibel sagt nicht, dass ein Ungläubiger nie Trost bekommen wird. Sagt auch nicht, dass ein Ungläubiger nie Lohn haben wird.

[32:08] Schaut mal Matthäus 6, Vers 2. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen.

[32:28] Worht der Lohn eines Heuchlers, der durch die Straßen geht mit Posun? Ja.

[32:34] Und sagt: "Schaut her, ich gebe all Mosen. Schaut her, ich gebe all Mosen."

[32:36] Schaut genau hin. Worin besteht sein Lohn?

[32:40] Ja, dass die Leute stehen und sagen: "Wow, super, ein Pharisäer, das machst du toll. Das ist ein Lohn."

[32:51] Das Lob von Menschen ist ein Lohn. Er wird belohnt. Aber ganz ehrlich, das Lob von Menschen fühlt sich zwar in dem Moment ganz toll an, oder?

[33:00] Seid ihr schon mal gelobt worden? Schon von vielen Menschen gelobt worden. Da fühlt man sich so.

[33:06] Das Problem ist nur, die Menschen vergessen das relativ schnell wieder. Ja, das ist kein ähnlich wie das Geld, das ist kein Fundament.

[33:12] Die Menschen sind nicht verlässlich. Ja, ihr lobt einen Tag, loben sie nicht. Das nächste Tag kritisieren sie nicht.

[33:17] Wer darauf sein Leben baut und übrigens die meisten Menschen tun das. Die Menschen, meisten Menschen bauen ihr Leben auf die Anerkennung von anderen Menschen.

[33:25] Deswegen sagt der Paulus in Römer 2: Wer im Herzen beschnitten ist, dessen Anerkennung kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.

[33:34] Und so wie hier in dem Beispiel sozusagen der Lohn daran besteht, dass man mal applaudiert bekommt, so besteht der Lohn eines Reichen, dass er sich einiges leisten kann.

[33:41] Ja, der kann sich einiges leisten ein paar Jahrzehnte lang und dann ist er tot. Und die hier, die warten, die glauben, dass sie mal ganz reich werden und zwar in der Ewigkeit sich alles leisten können.

[34:03] Reichtum gab auch noch der Leben uns treffen.

[34:04] Hm.

[34:05] Hm. Reichtum, wir leben noch, sind wir reich und dann kommt etwas so.

[34:13] So, man kann plötzlich den Reichtum verlieren. Verlieren, aber Gott verli.

[34:18] Okay, jetzt wehe die satt sind, heißt es nicht wahr? Wehe euch, die ihr satt seid, denn ihr werdet Hunger.

[34:29] Hat den jetzt eine Stunde. Der Verspricht nicht weiß. Der Vers in Sprüche 3 Vers 8 bis 9. Ganz genau. Sprüche 30 Vers 8 und 9.

[34:46] Und hier geht's nicht um die das geistliche Sattsein, denn wir haben ja gesagt, selig, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden. Ja, Gott wünscht sich ja, dass wir satt sind an Gerechtigkeit.

[34:54] Wir haben gelernt, dass wir sollen sogar richtig satt sein. Ja, so satt, dass man fast sich schon gemästet fühlt. Aber hier geht es um tatsächlich um ein buchstäbliches Sattsein. Hier geht's um Lebensstil. Hier geht es um zu viel Essen.

[35:07] Schaut mal Sprüche 30, Vers 8 und 9. "Falschheit und Lügenwort entferne von mir. Armut und Reichtum gibt mir nicht. Nähre mich mit dem mir beschiedenen Brot, dass ich nicht aus Übersättigung dich verleugne und sage: 'Wer ist der Herr?'"

[35:27] Dass ich aber auch nicht aus lauter Armut stehle und mich am Namen meines Gottes vergreife.

[35:34] Das heißt, wenn Jesus sagt: "Wehe denen, die ihr satt seid", dann meint er ziemlich buchstäblich, dass we euch, die ihr keine Kontrolle über euren Appetit habt.

[35:49] Warum? Was sagt der Vers? Was passiert, wenn ich zu viel esse? Regelmäßig verliere meine Beziehung zu Gott.

[35:58] Denn was wir tun, wir essen oder trinken oder tun, hat alles etwas zu tun mit der Ehre Gottes. Ein Mensch, der sich so sehr überisst regelmäßig, ja, dass er nicht mehr klar denken kann, der verhindert, dass der Heilige Geist in seinem Herzen wirken kann, das Reich Gottes, das Gesetz Gottes aufschreiben kann.

[36:19] Noch ein Beispiel, 5. Mose 6, Vers 11 und 12.

[36:40] Da heißt es dann nicht wahr? "Wenn du gute Städte gefunden hast, die du nicht gebaut hast und Häuser voll von allem Guten, die du nicht gefüllt hast und ausgehauene Zisternen, die du nicht ausgehauen hast, Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast. Und wenn du isst und satt geworden bist, hüte dich davor, den Herrn zu vergessen, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt hat."

[37:02] Gott hat gewusst, dass die Gefahr besteht, wenn es einem gut geht, dass man dazu neigt, Gott zu vergessen.

[37:10] Und wenn wir darum bitten, dass Gott uns helfen soll, ihn nicht zu vergessen, dürfen wir davon ausgehen, dass er ab und zu die Maßnahme greifen muss, uns in Schwierigkeiten zu bringen, damit wir nicht vergessen.

[37:22] Weil wir oft, wenn es uns gut geht, irgendwie die Notwendigkeit nicht mehr sehen, uns ganz von ihm abhängig zu machen.

[37:35] Also heißt natürlich nicht, dass wir ständig hungern sollen, aber es macht einen ganz entscheidenden Punkt.

[37:43] Über unser praktisches Leben. Nächster Punkt. Wehe denen, die lachen. Lukas 6, Vers 25. "Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen."

[37:58] Kennt ihr Bibeltexte, die darüber sprechen über das schädliche Lachen?

[38:03] Ist Lachen, ich meine, Freude ist ja was biblisches, nicht? Kennt der Bibeltexte davon sprechen, dass man nicht, dass es gefährlich, also dass eine bestimmte Art von Lachen gefährlich ist.

[38:20] Geb mal ein paar Beispiele. Psalm 22, drei Beispiele über drei Negativbeispiele über das Lachen. Okay.

[38:27] Psalm 22, Vers 7.

[38:50] Hussen im Psalm 2.

[39:00] Also im Psalm 22 geht es um die messianische Weissagung, dass Jesus am Kreuz sterben wird. Ja, sieht man in Vers 2: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" St. Vers 7: "Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk."

[39:15] Als Jesus am Kreuz starb, haben viele Menschen gelacht. Sie haben über Jesus gelacht.

[39:21] Übrigens ist bis heute der Fall, dass viele Menschen, die sich besonders so ähm ja für für Witz und äh ja Sarkasmus interessieren, dass sie auch keine Achtung vor Religion haben. Ja, also das ist wichtiger Punkt.

[39:40] Sprüche 14, Vers 13. Hier geht's um. Schau mal, der Vers ist ganz interessant. Sprüche 14, Vers 13.

[39:48] "Auch beim Lachen kann das Herz Kummer empfinden und die Freude endet in Traurigkeit."

[39:56] Beschreibt eigentlich so ein oberflächliches Lachen, so ein oberflächliche Freude, die nicht die Probleme des Herzens löst.

[40:04] Und deswegen warnt die Bibel vor Albernheit. Wusstet ihr das? Das ist interessant. Noch. Ich habe noch nie eine Predigt drüber gehört. Vielleicht müssen wir eine drüber halten.

[40:15] In Epheser 5, Vers 4.

[40:20] Das ist ein interessanter Vers, Epheser 5, Vers 4. "Auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleihen, die sich nicht gehören, sondern viel mehr Danksagung."

[40:34] Das ist interessant, oder? Heißt nicht, dass wir ständig nur traurig umherlaufen müssen, aber die Bibel warnt uns vor einem oberflächlichen, sarkastischen, albernen Geist, der es nicht möglich macht, dass der Heilige Geist unserem Herzen wirkt.

[40:53] Mit anderen Worten, Reichtum und zu viel Essen und albernes Rumwitzeln haben ähnliche Funktionen.

[41:07] Sie blockieren quasi die Wirksamkeit des Heiligen Geistes. Denn wer reich ist, der denkt, hat alles im Griff. Braucht nicht Gott.

[41:12] Wer satt ist, nicht? Wer sich überisst, da kann der Geist gar nicht wirken. Ja, wer ständig nur über alles sich lustig macht und Witze macht, der kann irgendwann nicht mehr ernste Gedanken denken.

[41:23] Ja, also ganz, ganz praktische Punkte und sicherlich hat der ein oder andere mit der ein oder anderen mehr zu kämpfen und äh diese praktische Seite wird sich gleich weiterführen.

[41:31] Ganz kurz nur, kennt ihr jemanden, das heißt, "Wehe euch, ihr Lachenden, denn ihr werdet trauern?" Kennt ihr jemand, der gelacht hat und gespottet hat und äh sich äh lustig gefühlt hat und plötzlich traurig wurde?

[41:46] In der Bibel, der so null, nichts von ganz lustig und lachend und halb besoffen in du zu ganz nüchtern und zitternd und weinend und klagend geworden ist.

[42:00] Belsa, genau. Der hat, der hat getrunken und der hat er hat gespottet. Der hat ja sogar die, er hat's ja die die heiligen Gefäße genommen und hat die mit Wein gefüllt. Ich meine, das ist ja, das war Spott der höchsten Kategorie. Ja, das haben die nicht nur so gemacht.

[42:10] Die werden das kommentiert haben, die werden sich lustig gemacht haben über diese komischen Juden mit ihrem komischen Tempel, mit ihrem komischen Gott. Ja, und plötzlich zittert er und die Bibel sagt, ich war seine Knie, die die klappern zueinander.

[42:23] Warum? Was passiert? Gott hält Gericht.

[42:31] Ja, Gottes Wort sagt, du bist gewogen, du bist zu leicht befunden. Und das ist der Punkt. Der Reichtum endet, wenn Gott Gericht hält. Die Sättigung endet, wenn Gott Gericht hält. Dieses oberflächliche, witzige Lachen endet, wenn Gott Gericht hält.

[42:54] Was sagt Jesus? Was werden die Menschen tun, die in die äußerste Finsternis geworfen werden, wenn Gott Gericht hält?

[43:00] Da wird sein Kn heulen und Zähne knirschen. Die werden weinen.

[43:05] Ähm, und schaut man Offenbarung 18.

[43:08] Tatsächlich in der Endzeit, also Offenbarung 18 beschreibt jetzt sozusagen in dem prophetischen Kontext das, was Jesus hier andeutet in der Bergpredigt. "Wehe euch, ihr Lachenden, denn ihr werdet trauern."

[43:21] Offenbarung 18, Vers 9. Offenbarung 18 ist das Gericht an Babylon.

[43:25] Und es werden sie beweinen und sich ihretwegen an die Brust schlagen, die Könige der Erde, die mit ihr unsittlich getrieben und üppig gelebt haben, wenn sie den Rauch ihrer Feuersbrunst sehen.

[43:38] Übrigens, in dem Kapitel geht's um den Reichtum, nicht wahr, der kaputt geht. Es geht darum, dass man üppig gelebt hat, satt gewesen ist, dass man äh gelacht hat und jetzt weint.

[43:50] Also, all die Punkte werden hier in Offenbarung 18 eigentlich auch angedeutet.

[43:54] Letzte Werruf ganz kurz in Lukas 6.

[44:01] "Wehe euch, wenn alle Leute gut von euch reden." Das ist ein interessanter Vers, oder?

[44:10] Nun, da steht nicht: "Glückselig bist du, wenn du so lebst, dass äh möglichst viele dich kritisieren."

[44:16] Es ist nicht unser Ziel, dass andere uns nicht mögen, sondern das Ziel eines Christen ist, so viel an mir liegt, mit allen Menschen im Frieden zu leben.

[44:28] Aber wie wir gelernt haben, wir sind im großen Kampf, das ist gar nicht möglich, weil irgendjemand ist immer auf der Seite Satans.

[44:34] Deswegen wehe, wenn alle gut von dir reden.

[44:40] Übrigens, äh, warum ist das so? Schaut mal Johannes 15, Vers 19.

[45:09] Johannes 15, Vers 19. "Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt herauserwählt habe, darum hasst euch die Welt."

[45:21] Also unter welcher Voraussetzung passiert es, dass mich alle gern haben? Wann passiert das, dass alle Menschen gut von mir reden?

[45:33] Okay, dieser Fall ist hypothetisch. Das wird nie eintreten, dass alle Menschen gläubig sind, der wenn man von der Welt ist.

[45:38] Weil jetzt denk mal, denk mal scharf nach, wer aus der Welt ist. Die Menschen, die Welt redet gut über die, die aus der Welt sind.

[45:49] Die Gläubigen reden auch gut über die, die in der Welt sind, die wahrhaft gläubig. Wer also in der Welt ist, der wird von allen, der der könnte es theoretisch erleben, dass alle gut von ihm reden, aber es wäre eine falsche Sicherheit.

[46:08] Wer aber auf der Seite Gottes ist, wird definitiv Verfolgung erleiden, weil der Satan nicht in der Lage ist, das oder die die Armee Satans ist nicht in der Lage, dauerhaft freundlich zu sein zu jemandem, der auf Gottes Seite steht.

[46:26] Übrigens, es heißt der denn so bei der Seligpreisung: "Selig seid ihr, wenn ihr verfolgt werdet, denn so haben sie wen behandelt? Die Propheten." Und bei den Wehrrufen heißt es: "Selig, wehe euch, die alle von euch gut reden, denn so haben sie es mit den falschen Propheten gemacht."

[46:43] Schaut mal dazu noch einen vorletzten Vers in Jeremia 5, Vers 31.

[46:49] Man würde ja denken, dass das Volk Gottes was gegen falsche Propheten hatte. Weit gefehlt. Die waren ganz beliebt, wirklich.

[47:04] Scha mal Jeremia 5, Vers 31. "Die Propheten weissagen falsch und die Priester herrschen mit ihrer Unterstützung und mein Volk liebt es so."

[47:15] Was wollt ihr aber tun, wenn das Ende von all dem kommt?

[47:20] Das Volk hat es geliebt, wenn die falschen Propheten gesprochen haben.

[47:23] Und die Propheten, die falschen Propheten waren äußerst beliebt. Ja.

[47:29] Kennt ihr in der Endzeit irgendjemand, der von allen bewundert wird?

[47:42] Offenbarung 13. Das Tier und das Bild des Tieres. Das heißt, die ganze Erde sah ihnen verwundert nach und sagte: "Wer ist wie das Tier?" Mal abgesehen von einer kleinen Gruppe von Menschen, die sagen, wir beten sie nicht an, sind liebe nette Menschen, Gott möchte sie retten, aber wir wollen die nicht gehen. Ja.

[48:00] Werden alle Menschen das Tier und sein Bild bewundern und gut davon reden?

[48:08] Wehe ihnen, denn sie so haben es schon die Menschen früher mit den falschen Propheten gemacht.

[48:12] Das Bild des Tieres wird tatsächlich genannt der falsche, nee, nicht das Bild, also der zweite, das zweite Tier aus Offenbarung wird genannt der falsche Prophet.

[48:21] Also diese Bergpredigt hat Implikationen bis in Offenbarung 13 hinein. Und ich finde auch, wenn natürlich die Matthäus Variante oder den den Abschnitt, den Matthäus aufschreibt, diesen diesen achtseligpreisung, dem Weg der Lösung, wie wunderbar das ist, hat auch dieser Abschnitt von Lukas wirklich interessante Dinge, die vielleicht etwas zu kurz kommen manchmal.

[48:43] Und Lukas beschreibt hier äh in diesen Worten von Jesus, die Jesus offensichtlich vielleicht davor oder danach oder wie auch immer äh an die Menschen gerichtet hat, ein paar praktische Aspekte, was es bedeutet.

[48:56] Jetzt in einer Welt zu leben, wo das Reich Gottes noch nicht sichtbar ist, aber darauf zu hoffen, dass es einmal anders wird, während alle, die jetzt schon diese Dinge haben wollen, enttäuscht sein werden, denn alle werden irgendwann mal reich, satt, lachend und beliebt sein.

[49:13] Die Frage ist nur jetzt für ein paar Jahrzehnte oder dann für die Ewigkeit?

[49:19] Das ist die Frage, die Jesus uns quasi stellt in der Bergpredigt. Sagt: "Ich bin gekommen, um euch das für die Ewigkeit zu bieten."

[49:26] Selig seid, wenn ihr es jetzt noch nicht habt in der in dieser falschen Welt, sondern erst, wenn ich komme.

[49:32] Also mit anderen Worten, während Matthäus eigentlich das beschreibt, das Reich Gottes im Herzen der Bekehrung, beschreibt Lukas jetzt das Reich Gottes quasi, was kommen wird bei der Wiederkunft, das buchstäbliche, was dann tatsächlich materiell auch greifbar ist.

[49:47] Und deswegen gehören die eigentlich zusammen. Das sind wie zwei Aspekte, wie zwei Seiten derselben Medaille und zeigen, dass auch Jesus auch in seinen Predigt nicht nur von seiner Zeit gesprochen hat, sondern auch von dem, was kommen wird, von diesem zweiten Kommen Jesu, auf das die Juden eigentlich mehr gewartet haben.

[50:09] Dann muss man jeden Tag in Gott sein. Das meine ich mal sind noch eine Stunde.

[50:12] Ja.

[50:18] Oder etwas, aber dann ist zu spät. Und deswegen müssen wir jeden Tag uns neu entscheiden, dort sein zu wollen, wo Gott ein selig sprechen kann und das zu meiden, wo Gott sagt, weh.

[50:31] Kann uns segnen, hier nicht. Hier kann der Heilige Geist mögen, da nicht. Und wenn wir jetzt das erleben, dürfen wir das später mit Gott in der Ewigkeit haben.

[50:44] Und die Frage ist, ob wir ihm das glauben oder ob wir es nicht glauben und sagen, wer weiß, ob.

[50:47] es nicht glauben und sagen, wer weiß, ob es stimmt, dann will ich es lieber jetzt machen. Es ist also wirklich eine Frage des Glaubens. Glaube ich Gott, dass das kommen wird oder glaube ich es ihm nicht und will es lieber jetzt schnell ausprobieren, damit ich wenigstens einmal irgendwas gehabt habe? Ja, aber wer glaubt, verzichtet auf manche Dinge jetzt, weil er weiß, er wird sie wirklich haben in alle Ewigkeit.

[51:09] Lieber Vater im Himmel, was für ein Vorrecht ist es, dass wir von dir lernen können, dass du zu uns sprichst, wo wir so unwürdig sind und dass du uns den Weg des Lebens Schritt für Schritt zeigst. Danke für diese Bergpredigt, die wir studieren können, die uns praktische Hinweise gibt, wie unser Leben als Gläubiger mit dir gelingen kann. Und wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass das Dinge sind, die wir in unserem Herzen bewahren, darüber nachdenken und Tag für Tag durch deinen Heiligen Geist auch umsetzen. Danke, dass du uns so sehr segnest. Im Namen Jesu beten wir. Amen.


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