In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung von Christen als „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“. Er erklärt, wie diese biblischen Metaphern die Rolle der Gläubigen in der Welt beschreiben, um Verfall aufzuhalten und die Wahrheit zu verkünden. Die Ausführungen basieren auf Jesu Worten in der Bergpredigt und werden durch biblische Beispiele und Verweise auf das Alte und Neue Testament vertieft.
Der Ersehnte: 72. „Salz der Erde“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:36] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr heute Abend da seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Und falls ihr später dieses Video anschaut, auch euch herzliches Willkommen.
[0:50] Heute wollen wir weiter studieren an der Bergpredigt. Wir haben die letzten Wochen uns intensivst mit den Seligpreisungen beschäftigt. Ich könnte wahrscheinlich alle auswendig, hoffentlich. Aber heute wollen wir weitermachen. Was hat Jesus nach den Seligpreisungen gesagt? Das geht um einige Verse, die oft zitiert werden. Ich würde behaupten, nicht immer richtig verstanden werden oder zumindestens etwas oberflächlich verstanden werden. Spannende Verse, die uns ganz persönlich betreffen.
[1:17] Bevor wir beginnen, wollen wir mit einem kurzen Gebet starten, zu dem ich euch einlade, niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir jetzt hier sein dürfen. Wir danken dir, dass du uns hierher gerufen hast, damit wir gemeinsam dein Wort studieren können, von deinem Heiligen Geist unterrichtet werden können, um zu lernen, was es bedeutet, ein Jünger Jesu zu sein. Bitte sprich du zu unseren Herzen, erfüll uns mit deinem Heiligen Geist und schenk du uns die Weisheit, die nur du schenken kannst. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.
[1:59] Matthäus Kapitel 5. In den ersten 12 Versen haben wir die Seligpreisungen gesehen, acht an der Zahl. Letztes Mal haben wir dann noch die zusätzlichen Seligpreisungen und Wehe-Rufe in Lukas studiert, die das Ganze noch von der etwas praktischeren Seite beleuchtet haben. Aber in diesen acht Seligpreisungen zeigt ja Jesus die acht Schritte der Erlösung. Wer da gewesen ist, kann sich erinnern, die ersten vier Seligpreisungen beschreiben quasi eigentlich die Rechtfertigung und die anderen vier dann die Heiligung bis dahin, dass ein Mensch, der im ersten Schritt feststellt, ich bin auf der falschen Seite, ich bin geistlich arm, irgendwann einmal so erfüllt ist mit der Gerechtigkeit Gottes, dass obwohl er verfolgt wird, er immer noch im Heiligen Geist sich freuen kann und Gott die Ehre geben kann.
[2:47] Die Frage ist, was hat Jesus jetzt auf dieses Gesamtbild des Evangeliums weitergehend den Jüngern mitgegeben? Es folgen ab Vers 13 ganz bekannte Verse, die ihr sicherlich schon hunderte Male gehört habt und in Predigten diskutiert bekommen habt. Schaut mal in Vers 13. Wir haben schon gelernt, Jesus spricht in der Bergpredigt nicht einfach an alle Menschen, sondern er predigt vor allem an wen? Oder wer ist seine die Jünger, die Apostel? Ja. Dass die anderen mithören dürfen, ist grundsätzlich die Natur von Jesus gewesen. Er hat die Botschaft niemals versteckt. Aber es geht eigentlich um die Jünger, vor allem auch um die Apostel, die auf diesem Berg zuvor ordiniert worden sind. Er sagt zu seinen Jüngern: "Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt so nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird."
[3:42] Und dann kommt natürlich die berühmte zweite Aussage: Ihr seid das Licht der Welt. Also er sagt zwei Bilder, die uns gut bekannt sind: Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt. Welches von diesen beiden Bildern gefällt euch persönlich oder mit welchem könnt ihr mehr anfangen? Welches euch klarer?
[4:02] Licht. Ja. [Gelächter] So ging es mir auch immer, nicht wahr? Licht ist klar, nicht wahr, weiß man. Dunkelheit, Licht, das scheint, nicht wahr? Das Licht des Evangeliums scheint in die Finsternis. Wir sind die Lichtträger. Da gibt's viele Bibelverse. Das ist total klar. Vers 13 war mir immer so ein bisschen unklar. Das Salz der Erde. Es gibt so viele Leute, die dann immer predigen: Na ja, wir Christen sind das Salz in der Suppe. Ja, wir müssen uns einfach unter die Leute mischen und dann ist das Leben irgendwie schöner. Aber das ist offensichtlich nicht genau das, was Jesus sagen wollte.
[4:38] Was bedeutet das, dass er sagt, ihr seid das Salz der Erde? Jesus hat ja nicht zu Menschen gesprochen, die in den Supermarkt gehen konnten und 30 verschiedene Marken Salz ausprobieren konnten. Salz war damals etwas wertvolles, so wertvoll, dass die römischen Soldaten zum Teil sogar damit bezahlt worden sind.
[5:03] Jetzt, wofür haben die Menschen damals Salz verwendet? Zum Kochen. Okay. Zum Konservieren. Eine der wichtigsten Aufgaben des Salzes. Ist ja heute immer noch meine Aufgabe, aber die viel wichtigere damals im Alltag war, ist das Salz sollte Lebensmittel konservieren. Die Idee bei Salz war weniger, oh, es schmeckt jetzt besser, sondern es hält länger. Es hat eine Dauer.
[5:35] Schauen wir mal zwei Texte an, die interessanterweise in diese Richtung gehen. Erstmal in 2. Mose Kapitel 2 und dort Vers 13. Wusstet ihr, dass Salz eine Rolle im Heiligtumsdienst gespielt hat? Wird meistens in den Heiligtumspredigten, die wir halten, nicht so erwähnt, aber es gab keinen Heiligtumsdienst ohne Salz.
[6:13] 2. Mose Kapitel 2, Vers 13. Da heißt es: "Alle deine Speisopfergaben sollst du mit Salz würzen und darfst das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen und einem Speisopfer, sondern zu allen deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen." Also biblisch vom Heiligtum her gesehen war das Salz ein Symbol für was?
[6:43] Fall, also erstmal, was da steht. Wofür war das Salz ein Symbol? Das Salz des Bundes. Könnt ihr das sehen? Das Salz war nicht einfach nur Salz, damit es besser schmeckte, sondern das Salz war das Salz des Bundes. Das Salz repräsentierte den Bund.
[7:07] Also, wenn Jesus sagt zu den Jüngern, ihr seid das Salz der Erde, sagt er mit anderen Worten, ihr seid diejenigen, die den Bund repräsentieren. Ähnlich wie beim Volk Israel hatte Gott auch gesagt: Die ganze Erde gehört mir, ihr aber seid mir ein auserwähltes Geschlecht, ein Königreich von Priestern, ein Volk zum Eigentum. Mit euch schließlich einen Bund, damit ihr der ganzen Welt sagt, wie ich bin. Ich schließe einen Bund mit euch, damit ihr dann das Evangelium allen Menschen sagt. Das hat er dem, das war die Idee am Sinai. Ihr seid mein Bundesvolk, damit ihr das Evangelium verbreitet. Das ist die Idee im Neuen Testament. Ihr seid das Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis gerufen hat in sein wunderbares Licht.
[7:50] Also, da gibt's eine Verbindung zwischen: Ihr seid das Salz der Erde, ihr steht im Bund mit Gott, und ihr seid das Licht der Welt.
[7:58] Noch mehr zu diesem Salzbund. Kennt ihr noch eine Stelle, wo in der Bibel von diesem Salzbund als Wasser war und dann kam ein Prophet? Vielleicht auch das meinst du, Elisa? Weißt du, wo die Stelle ist, die du meinst? Aber doch tatsächlich. Ja, genau. Ja, du hast recht. Genau. 2. Könige 2. Das genau da ging er hin aus der Wasserquelle und warf das Salz hinein und sprach: "So spricht der Herr, ich habe dieses Wasser gesund gemacht. Es soll von dort weder Tod noch Unfruchtbarkeit ausgehen." Sehr gut. Schöne Stelle. Ja, also hatte ich gar nicht im Blick. Also Salz, das hier gesund macht. Ja, das Wasser gesund macht. Sehr gut.
[9:12] Noch Stellen, wo Salz. Ja, 2. Chronik 13. Genau. Schaut mal, da kommt diese Idee mit dem Bund noch mal vor.
[9:24] Chronik 13, Vers 5. Chronik 13, Vers 5. Da heißt es: "Wisst ihr nicht, dass der Herr, der Gott Israels, das Königtum über Israel David gegeben hat auf ewige Zeiten, ihm und seinen Söhnen durch einen Salzbund?"
[9:47] Was bedeutet der Salzbund hier? Was soll der Salzbund darstellen? Warum sagt er, Gott hat das Königreich dem David als einen Salzbund gegeben? Ja, zum Erhalten. Genau. Die Dauer, es sollte andauern. Es sollte nicht schnell verloren gehen. Es sollte also konserviert werden.
[10:15] Also die Idee des Konservierens. Hier geht's nicht darum, dass der König, dass dieses Königreich besser schmecken soll oder irgendwie schöner ist. Es geht darum, dass es andauernd ist, dass es konserviert werden soll.
[10:25] Also halten wir fest: Als Jesus sagte, ihr seid das Salz der Erde, ging es nicht darum, die Erde schmackhafter zu machen. Es ging nicht darum, dass das Leben in der Welt schmackhafter wird.
[10:42] Es ging darum, also wir haben gesagt, dass Salz konserviert. Was mit anderen Worten, wovor bewahrt es? Also, wenn ich jetzt Fleisch habe, es bewahrt vor dem Verderben. Mit anderen Worten, wenn ich Fleisch habe und ich habe kein Salz, verdirbt es schnell. Wenn ich Salz dran tue, dann wird das aufgehalten, dieser Prozess.
[11:12] Wir Christen sind aufgerufen, die Nachfolger Jesu sind aufgerufen, die Menschen vor dem schnellen Verderben zu bewahren.
[11:21] Jetzt, damit das Salz die Lebensmittel bewahren kann, was muss das Salz tun, um die Lebensmittel zu bewahren? Ja, es muss Kontakt mit dem Lebensmittel haben. Ja, das Salz kann das Fleisch nur beschützen, wenn es mit dem Fleisch im Kontakt ist. So können auch Menschen anderen helfen, nur wenn sie im Kontakt mit ihnen sind.
[11:50] Übrigens, was bedeutet es dann, wenn es heißt, wenn das Salz fade geworden ist? Also mit anderen Worten, wenn es nicht mehr salzt. Worin, wenn also das Salz bewirkt, dass Menschen vor dem Verfall, vor dem Verderben bewahrt werden, worin besteht dann die Salzigkeit sozusagen, die Wirkung des Salzes?
[12:16] Also das Salz selbst bedeutet, wir als Christen, als Salz bewahren Menschen vor dem schnellen Verderben, ja, durch unsere Gegenwart in ihrem Leben. Aber was bewirkt das? Was ist eigentlich die Kraft des Salzes sozusagen?
[12:37] Ganz genau. Woran also, wenn ich das jetzt ins Bild übertrage, was ist es an einem Christen, das den Menschen vor dem schnellen Verderben bewahrt? Die Kraft des Heiligen Geistes oder was noch? Die Kraft des Heiligen Geistes, das Evangelium.
[13:03] Sagte, dass unsere Rede auch mit gewürzt sein. Ja, genau. Also unsere Rede soll mit Salz gewürzt sein, damit wir im Geiste Jesu antworten. Das heißt, bei der Salzigkeit des Salzes sozusagen, bei der Wirkung des Salzes, geht es um all das, was wirklich Menschen vor dem Verderben bewahrt. Und das sind nicht meine Worte und meine Ideen und meine Kraft, sondern die Kraft des Heiligen Geistes, die Liebe Gottes, die durch meine Worte und meine Taten hindurchdringt.
[13:36] Wichtige Gedanke: Was ist also dann ein Salz, das nicht mehr salzt? Wofür würde dann ein Salz stehen, das fade geworden ist?
[13:50] Das wären Christen, die ohne den Heiligen Geist, ohne die Liebe Jesu im Herzen immer noch sagen, dass sie Christen sind. Die zwar behaupten, dass sie Jünger Jesu sind und die auch zur Kirche gehen und in der Bibel lesen, aber wo die bewahrende Kraft, die vor der Sünde bewahrt, vor dem Verderben bewahrt, diese gute Kraft, die andauern lässt, nicht mehr spürbar ist. Und Jesus sagt, so ein Salz, das ist zwar noch physisch da, ist aber nutzlos.
[14:25] Christen, die keinen positiven Einfluss auf ihre Umwelt haben, haben keinen Nutzen sozusagen in dem Sinn. Ja, also sie erfüllen ihren Zweck.
[14:37] Ja, das ist die ganz genau. Mit anderen Worten, es sieht zwar noch aus wie Salz, aber es wirkt nicht mehr wie Salz. Auch wir können aussehen wie Christen und tun wie Christen, aber nicht mehr wie Christen wirken.
[14:55] Also in diesem Sinne, allein schon in diesem Sinne sollte jeder Christ sein. Ich we sollte [Gelächter] Menschen vor dem Verfall, den Verfall, das Verderben aufhalten und positiv auf sie eingehen.
[15:10] Also, das ist ein bisschen auch die Idee von 1. Korinther 13. Lass wir das kurz aufschlagen, auch wenn da die Idee von Salz nicht drin ist. Aber ihr kennt das ja, wo Paulus sagt in 1. Korinther 13, Vers 1: "Wenn ich in Sprachen der Menschen und in der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts."
[15:37] Ja, das heißt, all das Christsein, das Nachfolger Jesu sein, das Apostel sein, nützt nichts, wenn nicht die Wirkung da ist. Und die Wirkung ist die Wirkung des Heiligen Geistes, die Wirkung der Liebe Jesu. Ellenweiz sagt, Jesus hat hier eigentlich die Pharisäer beschrieben, die von Religion geredet haben, die das Gesetz Gottes im Mund geführt haben, die sich aber weit entfernt haben von den Sündern und damit keinen rettenden, keinen bewahrenden Einfluss auf die Sünder ausgeübt haben.
[16:13] Und man kann es nicht gebrauchen. Übrigens, Jesus macht ganz ähnliche Aussagen über Laodizäer, wenn er sagt: "Ich spucke dich aus." Ja, das Salz wird weggeworfen. Laodizäer wird ausgespuckt, weil Laodizäer zwar die Wahrheit bekennt, aber die Wahrheit nicht wirken kann. Ja.
[16:33] Und ähm, also das Salz ist hier wirklich eine ganz interessante Symbolik. Eigentlich lohnt sich noch mehr darüber nachzudenken, aber wir gehen bisschen weiter. Matthäus 5, Vers 14.
[16:42] Nicht nur sind wir das Salz der Erde, das heißt, wir sind berufen, den Verfall der Welt aufzuhalten, den Menschen einen rettenden Einfluss zu üben, auszuüben. In Vers 14 heißt es: "Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben."
[16:57] Bleiben wir kurz bei dem Licht. Kennt ihr jemand im Neuen Testament, von dem es explizit hieß, dass er ein Licht war? Johannes der Täufer. Wo sagt das Jesus, dass Johannes ein Licht war? Ihr habt vollkommen recht. Haben wir auch schon gehabt hier vor vielen Monaten. Und zwar in Johannes 5. Schaut mal Johannes 5.
[17:28] Da sagt er in Johannes 5 und dort in Vers 35 über Johannes den Täufer: "Jener war die brennende und scheinende Leuchte. Ihr aber wolltet euch nur eine Stunde an ihrem Schein erfreuen." Äh, Johannes 5, Vers 35. Also, wenn wir ein Beispiel dafür wollen, wer ist, wie es was es bedeutet, ein Licht der Welt zu sein, Johannes der Täufer ist ein gutes Beispiel. Johannes der Täufer war ein Licht.
[17:57] Schauen wir Römer 2, Vers 19. Was bedeutet es, ein Licht der Welt zu sein? Römer 2, Vers 19. Da wird diese Metapher ein bisschen genauer beschrieben, was das praktisch bedeutet. Ja, was bedeutet es, dass ich ein Licht der Welt sein soll?
[18:18] Vers 19, Römer 2, Vers 19: "Und traust dir zu, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in der Finsternis sind, ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, der den Inbegriff der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat." Das heißt, wer ein Licht in der, in der Paulus verwendet das hier von den Juden, die das nur für sich in Anspruch nehmen, aber gar nicht sind, weil sie das Gesetz nicht befolgen. Ja, aber die Idee bleibt: ein Licht in der Finsternis zu sein, bedeutet ein Lehrer zu sein, anderen die Wahrheit zu predigen und wenn man den Text weiterliest, dann natürlich auch selbst zu leben und nicht nur ein Heuchler zu sein. Ja, also es bedeutet tatsächlich den Unwissenden das Wort des Lebens weiterzugeben, das Licht der Welt.
[19:00] Epheser 5, Vers 8. Wir den Vers noch mit. Epheser 5, Vers 8. Wie werden wir Licht?
[19:14] Epheser 5, Vers 8: "Denn ihr wart einst Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn."
[19:24] Es gibt nur eine Möglichkeit, wie wir das Licht der Welt sein können, nämlich wenn wir, wenn Jesus in uns ist, denn er hat von sich gesagt: "Ich bin das Licht der Welt." Ja, und wenn wir erst Finsternis waren und dann Licht werden soll in Jesus, was muss geschehen? Jesus muss hinein. Genau.
[19:42] Wie kommt Licht in die Finsternis? So biblisch gesprochen, wie kommt das Licht in die Finsternis? Gott sprach: "Es werde Licht und es wurde Licht." Wir können niemals das Licht der Welt sein, wenn wir nicht selbst dem Licht erlauben, zu uns zu sprechen und uns zu verändern.
[20:07] Es gibt manche, die wollen unbedingt das Licht der Welt sein für andere, wie die Juden auch. Ja, sie wollten gern andere unterrichten, haben sich aber nicht selbst belehren lassen durch das Wort. Die, die wirklich Licht der Welt sind, müssen selbst Licht sein.
[20:21] Jesus sagt ja auch, dass er das Licht der Welt ist und er ist Licht auch innerlich. Ja.
[20:29] Eine ganz praktische Beschreibung dessen findet man in Philipper. Philipper 2, Vers 15 und 16 ist vielleicht so die eindeutigste Beschreibung, was es heißt, ein Licht zu sein in dieser Welt.
[20:44] Philipper 2, Vers 15 und 16: "Damit ihr untadelig und lauter seid, untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt, indem ihr das Wort des Lebens darbietet."
[21:04] Also, was bedeutet es ganz praktisch, ein Licht in der Welt zu sein nach diesen beiden Versen hier? Es bedeutet, dass man erstens inmitten einer bösen Welt, was sagt der Paulus, welche Charaktereigenschaften hat?
[21:27] Ohne Tadel, unsträflich, lauter ist. Also das eine ist das charakterliche Licht, und zwar inmitten einer finsteren Welt. Und ich finde es sehr, sehr praktisch für die Endzeit, weil die Endzeit sagt uns eine sehr finstere Zeit. Die Bergpredigt hat eine ganz praktische Anwendung für uns. Wir leben jetzt schon in einer finsteren Zeit und Gott möchte, dass wir in dieser finsteren Zeit, wo die Versuchung um uns herum immer schlimmer werden, dass wir untadelig sind, unsträflich und dann aber nicht nur selbst ein Licht sind, indem wir unsträflich sind, sondern auch das Wort Gottes weitergeben.
[22:06] Also innerlich ein Licht, äußerlich das Licht weiter. Beides gehört dazu. Ihr seid das Licht der Welt, wenn wir es innerlich mit unserem Charakter sind und gleichzeitig das Wort weitergeben.
[22:20] Ganz genau, wo es heißt, dass die Gerechten leuchten werden wie die Sterne immer und ewig am Firmament, die vielen zur Gerechtigkeit geführt haben. Ganz genau.
[22:31] Übrigens auch nicht nur in Daniel, auch in der Offenbarung. Wie werden denn die sieben Gemeinden beschrieben? Mit welchem Symbol? Sieben Sterne. Die sieben Sterne sind die Engel der Gemeinden. Aber die sieben Gemeinden werden beschrieben als Leuchter. Jede einzelne Gemeinde ist ein Leuchter.
[22:47] Simple Frage: Wozu braucht man Leuchte? Ja, wenn es dunkel ist, um Licht zu geben. Ja, jede Gemeinde, egal ob Ephesus oder Sardes oder Thyatira oder Laodizäa, jede Gemeinde ist berufen, Licht zu geben. Ja.
[23:05] Jesus versucht es noch ein bisschen deutlicher auszudrücken. In Matthäus 5, Vers 14 sagt er ja, eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Ja, ist ganz, ganz simpel, nicht wahr? Da oben ist ein Berg und auf dem Berg ist eine Stadt, dann kann man die nicht verbergen.
[23:22] Welche Idee wollte damit Jesus ausdrücken, wenn er sagt, es kann eine Stadt, die auf den Berg liegt, nicht verborgen bleiben? Was wollte er damit sagen?
[23:31] Genau, es gibt keine unbekannten Christen. Entweder bist ein Christ und andere merken es, oder du denkst, du bist ein Christ. Wenn du ein Christ bist, kann das nicht verborgen bleiben. Niemand kann über lange Zeit rum Christ sein und keiner merkt's. Das ist die Idee. Es kann zwar sein, dass man negative Reaktionen bekommt, aber wer ein Christus ist, der fällt als Christ auf, in dem wie er redet, wie er spricht, was er tut. Man kann nicht an der Cover Christ sein, sozusagen.
[24:03] Mhm. Ganz genau. Leuchttürme. Ja.
[24:10] Ganz genau. Schauen wir mal weiter in Vers 15. Jesus gibt noch ein zweites, eine zweite Illustration dafür. Er sagt: "Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Schäffel, sondern auf den Leuchter. So leuchtet es allen, die im Haus sind."
[24:27] Was ist denn eigentlich ein Schäffel? Was ist ein Schäffel? Man zündet nicht ein Licht an und setzt es unter einen Schäffel. Oft zitiert, selten drüber nachgedacht. Was ein Schäffel?
[24:40] Hm. Das ein Tongefäß. Genau. Eigentlich im Urtext steht ein Modius. Ein Modius war ein lateinisches, ein römisches Gefäß für 8, 9 oder so. Ja, so ungefähr 8 Liter. Also nicht zu groß, kleines Gefäß. Und das heißt, die Idee ist, stell dir vor, du nimmst eine Kerze, machst sie an und dann nimmst du so ein 8-Liter-Gefäß, so ein...
[25:04] Dann nimmst du so ein 8-Liter-Gefäß, so ein Tonkrug oder was immer. Ja, und tust den drüber. Das wäre ziemlich dumm. Er sagt, niemand tut so etwas. Er sagt das immer mal wieder in seinen Predigten, auch in Lukas später, in Lukas 8 und Lukas 11. Niemand zündet ein Licht an und stellt es dann dorthin, wo ihn niemand sehen kann. Die meinen ihr und denn niemand zählt auch Gott. Ist mit niemand auch Gott inbegriffen? Noch mal die Frage, nachdenken. Ist mit niemand auch Gott einbegriffen? Oder ist Gott eine Ausnahme für diesen Vers? Wenn er sagt niemand, weil man man zündet auch nicht steht, vergess die Frage in den Parallelversen. Sagt es niemand zündet ein Licht an. Vergiss die Frage. Also die Idee ist, das gilt auch für Gott. Auch Gott zündet nicht ein Licht an und stellt es danach oder ein Schäffel. Gott schenkt uns niemals Erkenntnis der Wahrheit, Erkenntnis seines Charakters und sagt dann, du brauchst nichts tun. Das gibt's gar nicht.
[26:02] Genauso wenig wie es jemanden gibt, der eine Kerze anzündet und danach was drüber setzt. Das ist absurd. Das Problem war aber, die Juden haben genauso gedacht, oder? Die Juden haben gedacht, Gott hat uns die zehn Gebote gegeben, Gott hat uns das mosaische Gesetz gegeben, Gott hat uns das Heiligtum gegeben, wir behalten es für uns. Kommt uns ja nicht nah. Das ist absurd. Und es kann auch uns Christen so gehen, dass wir sagen, na ja, Hauptsache, ich habe die Wahrheit, ich weiß, wie ich erlöst werde, ich will aber den anderen nichts davon erzählen. Ja, ich bleib schön für mich. Was macht Gott nicht? Wenn wir Nachfolger Jesu sein wollen, wenn wir im Reich Gottes leben wollen. Wir haben ja gesagt, die Bergpredigt beschreibt, wie das Reich Gottes funktioniert, dann müssen wir verstehen, Jesus zündet und an, damit wir Licht weitergeben. Diese acht Schritte der Selbsterkenntnis, unserer persönlichen Bekehrung sind dazu da, damit wir ein Licht sind und niemals, damit wir es nicht sind.
[26:59] Ähm, weiter, Vers 16. Jesus gibt jetzt quasi die Zusammenfassung davon noch mal. Vers 16. Diese beiden Gleichnisse von der Stadt und von dem Leuchter, ähm, die wendet er jetzt an. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
[27:21] Kennt ihr eigentlich Stellen im Alten Testament, wo die Gläubigen aufgerufen worden waren, ein Licht zu sein? Du hast schon Daniel 12 erwähnt, aber kennt ihr doch andere Stellen, wo die Gläubigen, wo das Volk Israel aufgerufen worden ist. Sei ein Licht. Jesaja. Genau. Wo? Jesaja 60. 60. 60. Mache dich auf. Schauen wir mal kurz Jesaja 60. Mache dich auf. Werde Licht, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. Sieht man sehr schön, nicht? War das ist ein Licht. Wir sollen Licht sein, aber nicht mit dem Licht, das aus uns selbst herauskommt, sondern mit dem Licht, dass Gott, die Herrlichkeit des Herrn über uns ist. Vers 2. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tief ist dunkel die Völker, aber über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir und Heidenvölker werden zu deinem Licht kommen und Könige zu dem Glanz, der über dir aufgeht.
[28:16] Jesus sagt hier wiederum nichts Neues. Das haben wir die letzten Wochen gesehen in der Bergpredigt. Wiederholt Jesus nur Dinge aus dem Alten Testament, fügt sie nur zusammen. Auch die Idee, ihr seid das Licht der Welt, war keine Idee von Jesus, die plötzlich kam. Er hat eigentlich nur den Israeliten das gesagt, was die schon längst in der Bibel hatten, stehen haben. Ja, ihr seid das Licht der Welt. Ihr könnt nicht Jesaja zitieren und dann als Pharisäer leben. Ja, abgesondert. Das geht nicht.
[28:47] Danke schön. Das wäre der nächste Vers gewesen. Jesaja 60 ist bekannt, aber Jesaja 58 ist mindestens genauso wichtig. Schaut mal in Jesaja 58 und dort Vers erstmal Vers 8. Da heißt es in Jesaja 58, Vers 8: "Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen. Deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen und die Herrlichkeit des Herrn wird deine Nahut sein." Äh, da wird also beschrieben, wie diese dieser Zustand Licht der Welt zu sein sehr schnell erreicht werden kann. Ja, für die Gerechtigkeit uns bekleidet. Aber wichtig an diesem Vers ist, welches Wort?
[29:23] Welches Wort ist besonders wichtig hier? Dann, wenn man dann hat, dann ist das die Antwort auf welche Frage?
[29:38] Ja, wann wann ist die Frage? Ja, wann wird dein Licht hervorbrechen? Ja, wann wird das geschehen? Ja, die Antwort ist jetzt dann.
[29:46] Also müssen wir wohin schauen? Die Verse davor. Schauen wir Vers 6. Ist nicht das ein Fasten, an dem ich gefallen habe, dass ihr ungerechte Fesseln losmacht, dass ihr die Knoten des Jochs löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch zerbrecht? Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und Arme, Verfolgte in dein Haus führst, dass wenn du einen Blößen siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst.
[30:09] Das heißt, worin besteht dieses Licht der Welt sein? Nächstenliebe.
[30:16] Ellenweit würde sogar so weit gehen und dieses Kapitel als ein Musterbeispiel für medizinische Missionsarbeit beschreiben. Medizinische Missionsarbeit, die nicht beschränkt ist nur auf Krankenschwestern, sondern auf alles, was wirklich echte medizinische Missionsarbeit ist. Und wenn ihr Elenweitlich wisst, ihr medizinische Missionsarbeit ist.
[30:39] Ja, das Jesaja 58, wenn Elwe über medizinische Missionsarbeit spricht, das ist Jesaja 58, ihr Standardkapitel. Ja. Und das meint also, ihr kennt ja, ihr erinnert dafür an die Predigt, auch das Holzhacken für den Nachbarn ist medizinische Missionsarbeit. Ja, im weitesten Sinne. Anderen Menschen helfen, selbstlos für andere da sein. So wie Jesus selbstlos für andere da war, das Licht der Welt war, so sollen auch wir selbstlos da sein. Und äh, das ist also äh die Idee.
[31:09] Interessanterweise sagt die Bibel, dass wenn wir das Licht der Welt sind, wird die Gerechtigkeit Gottes uns umkleiden. Und wenn wir zurückgehen zu Matthäus, stellen wir fest in Matthäus 5, Vers 16, dass wenn wir leuchten, dann werden die Menschen was sehen.
[31:23] Gute Worte, gute Werke. Das heißt, das Licht, das am Ende leuchtet, ist das, was wir tun, nicht was von nicht nur, was wir vorgeben, was wir sind, sondern was wirklich in Taten sichtbar wird an Nächstenliebe, an Charakter.
[31:44] Das ist sehr wichtig, weil wenn man jetzt nur die Selbsterkenntnis nehmen würde, könnte man ja vielleicht denken, na ja, äh, wir werden umsonst gerechtfertigt, nicht wahr? Jeder, der hungrig ist nach Gerechtigkeit, der wird satt werden. Ähm, muss ich dann gar keine guten Werke tun? Jesus zeigt sehr deutlich, dass jemand, der gerechtfertigt worden ist, der das Evangelium aus Gnade angenommen hat, der wird leuchten und der kann gar nicht anders als gute Werke tun. Äh, Epheser macht das schön deutlich, das kennt ihr wahrscheinlich in äh Epheser Kapitel 2, Vers 10.
[32:25] Epheser Kapitel 2 und dort ah, lesen wir vorher vielleicht schon Galater Epheser 2 Vers 8 bis 10. Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es nicht aus Werken, damit niemand sich rühme, denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott vorbereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.
[32:57] Also die guten Werke sind eigentlich gar nicht meine Werke, sondern es sind Gottes Werke, die wir tun. Ja, das ist die Idee. Wir sollen Werke tun. Also, die Frage ist nicht Werke ja oder Werke nein, sondern die Frage ist, wessen Werke? Meine eigenen Werke oder Gottes Werke tun müssen wir auf jeden Fall was.
[33:13] Dann versuch mal nichts zu tun. Ja, man kann ja gar nichts tun, das geht gar nicht. Man kann immer nur entweder seine eigenen Werke tun oder das tun, was Jesus getan hat im Glauben an ihn.
[33:28] Übrigens heißt dieser dieser Ausspruch von Jesus, dass wenn wir etwas Gutes tun, die Menschen sofort immer Gott preisen werden.
[33:35] Habt ihr schon mal erlebt, dass ihr gute Taten tut getan habt und die Leute haben ihn nicht sofort gepriesen, den Vater im Himmel? Es gibt interessante Textstelle dazu. Schaut mal erste Petrus 2, Vers 12, die erklärt das noch ein bisschen genauer. Natürlich stimmt es, dass wenn wir Gutes tun, dass auch jetzt schon viele Menschen dadurch zu Gott geführt werden. Aber schaut mal 1. Petrus 2, Vers 12.
[33:58] 12. Petrus 2 und dort Vers 12, da heißt es: "Und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verläumten. Doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen wann?"
[34:25] Am Tag der Untersuchung. Das heißt, wenn Jesus sagt, lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, dass wenn sie eure guten Werke sehen, sie den Vater preisen, meint das einmal, ja, viele Menschen werden direkt durch die guten Werke bekehrt werden, zu Jesus kommen und erlöst werden. Oder aber andere Menschen werden nicht beeindruckt sein. Erst einmal, sie werden uns weiter verfolgen, sie werden uns verläumden, aber dann nach der Wiederkunft, ja, oder dann nach den 1000 Jahren, wenn dann alles offenbar wird, werden sie sich daran erinnern, wie unser Charakter im Gegensatz zu ihrem Charakter gewesen ist und sie werden dann Gott preisen.
[35:08] Ihr wisst, die Bibel sagt, dass alle Knie sich beugen werden und bekennen werden, Gott hat recht gehabt mit seinem Gesetz. Gott hat recht gehabt mit seinem Wort. Wort Gottes. Er hat recht gehabt mit dem Evangelium. Das war wirklich das Beste, was es gibt. Und in der Hinsicht, das ist interessanter Gedanke, dass letztendlich, wenn ich mit Jesus lebe, irgendwann mal jeder einzelne Mensch, mit dem ich in Kontakt bin, bekennen wird, dass das beste Leben war.
[35:37] Manche werden es jetzt schon bekennen und dadurch gerettet werden. Andere werden es erst später einsehen. Aber niemand wird auf ewig verloren gehen, ohne vorher bekannt zu haben, dass so wie die Gerechten gelebt haben, dass die das beste Leben war, das man leben konnte.
[35:55] Und ich glaube, das ist ganz interessant, weil wir kommen eine Zeit hinein, in der wir verläumdet werden, in der wir verfolgt werden, wo die besten Motive, die wir haben, falsch dargestellt werden. Ja, Jesus warnt ja seine seine Gläubigen, seine Jünger und sagt, ihr werdet verfolgt werden. Und äh noch ein Punkt dazu, vielleicht ganz wichtig, die guten Werke, von denen Jesus hier spricht, sind nicht die guten Werke, die wir die vielleicht auch so Stars und äh große Persönlichkeiten tun, wenn sie dann einmal im Jahr bei einer Spendengala im Fernsehen da irgendwie das Geld locker machen und sich preisen lassen dafür. Ja, wenn man ab und zu mal was Gutes tut, das gibt eigentlich Gott nicht wirklich die Ehre, oder? Weil das kann auch ein Gottloser, auch ein Gottloser kann ab und zu mal was Gutes tun, so im Sinne von schau mal, ich bin ja nett.
[36:51] Aber es gibt eine Art von Gutes tun, die so außergewöhnlich ist, dass ähm Menschen sagen werden, das ist nicht normal, das ist nicht menschlich. Welche Art von Gutes tun könnte damit gemeint sein?
[37:07] Ja, ganz genau. Das kommt später in der Bergpredigt noch mal. Schaut mal Matthäus Matthäus äh 5 Vers 44 bis 46. Matthäus 5, Vers 44. Ich aber sage euch, liebt eure Feinde, segnet die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid.
[37:39] Was sagt Jesus in Matthäus 5, Vers 16? Lasst euer Licht leuchten, äh, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Das heißt, sie werden nur unseren Vater im Himmel preisen können, wenn er unser Vater ist. Aber er ist nur unser Vater.
[37:57] Vers, wenn wir die Menschen bedingungslos lieben. Warum? Weil er uns auch bedingungslos liebt. Es steht nämlich weiter hier. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?
[38:18] Mit anderen Worten, seine Freunde zu lieben macht nicht einen Jünger Jesu aus. Das können auch Hindus, auch Moslems. Jeder Mensch hat ein bisschen Liebe. Ja, Hitler hat seinen Schäferhund geliebt. Aber Christen, die Jesus wirklich nachfolgen, die haben eine andere Art von Liebe. Eine Liebe, die nicht abhängig ist davon, ob ich wieder zurückgeliebt werde. Eine Liebe, die bedingungslos ist. Eine Liebe, die sich an alle richtet. Eine Liebe, die nicht sagt, tu mir was Gutes, dann tue ich dir auch was Gutes. Eine Liebe, die bereit ist zu geben, den anderen höher einzuschätzen als sich selbst. Diese Art von Liebe ist ein Licht. Das leuchtet in die Finsternis von Egoismus unserer Welt.
[39:04] Ja, ganz genau. Das ist das ist ja die Idee, wenn Jesus der Ehebrecherin sagt, ich bin das Licht der Welt oder kurz, also der Ehebrecherin sagt, ich verurteile dich nicht. Nicht weil Jesus nimmt er die Strafe auf sich, damit sie frei gehen kann. Dann sagt, ich bin das Licht der Welt. Er nimmt ein Opfer auf sich selbst, um einem anderen Menschen das Leben zu ermöglichen. Darin besteht das Licht. Ähm, und Jesus tut das für die Sünder, die seine Feinde sind.
[39:29] Wenn Jesus uns also auffordert, Salz und Licht der Erde zu sein, dann möchte er, dass jeder, der Jesus nachfolgt, der ein Jünger ist, ein deutliches Zeichen in die Welt gibt, ein spürbares Zeichen, ja, dass er im Kontakt mit der Welt positiven Eindruck hinterlässt.
[39:50] Entweder da, dass Menschen jetzt schon gerettet werden können, aber zumindestens dann auch für die Ewigkeit.
[39:57] Und die Frage ist, die ich mir stellen muss, die wir uns alle stellen müssen, auch die wir zuschauen, wenn wir so durchs Leben gehen, nicht am Dienstagabend und nicht am Samstag, Samstag früh, aber so, wenn wir nicht mit anderen Gläubigen zusammen sind, wenn wir einfach nur für uns selbst sind inmitten dieser großen dunklen Welt, sind wir wirklich Salz? Sind unsere Worte mit Salz gewürzt? Sind unsere Worte so, dass wir andere Menschen vor dem Verderben bewahren?
[40:28] Sind wir wirklich ein Licht durch die Art, wie wir sind, was wir sagen, was wir tun, wird der Weg der anderen Menschen heller, wenn wir in ihrer Nähe sind? Wird ihr werden sie etwas aufgehalten auf dem Weg Richtung Verderben, wenn wir in ihrer Nähe sind? Dafür hat Jesus uns berufen. Ja.
[41:00] Sch, dass wir sie lieben, da konnten sie nichts machen. Ja, das haben sie gesehen seine haben sie gesehen, was sie gemacht und wo sie sich schuldig wissen, weil wir der von schlimm tut und so, dass man zurückzieht, das ist ganz genau in diesem Sinne.
[41:34] Ja, dass er den Leuchter, wenn sie die, wenn sie nicht zur ersten Liebe zurückkehren, wird er den Leuchter wegnehmen. Das ist genau die richtige Idee. Da gibt's eine Gemeinde, die sehr viel tut, die sehr aktiv ist, die macht und die auch theologisch sehr richtig steht, aber der die erste Liebe fehlt. Und ohne Liebe wird der Leuchter weggenommen, denn ohne Liebe kein echtes Licht, wie wir gesehen haben. Dann taugt das Salz nichts mehr.
[42:04] Und in diesem Sinne sehen wir, was passiert, wenn Menschen diese Seligpreisung wirklich annehmen. Wenn sie wirklich echte Herzensbekehrung erleben, die Salzte Erde, Licht der Welt. Er sagt ja nicht, ihr werdet mal das, ihr seid das Licht der Welt, ihr seid das Salz der Erde.
[42:20] Und nächstes Mal werden wir sehen, was das mit dem Gesetz Gottes zusammenhängt. Denn diese guten Werke, von denen er spricht, die haben natürlich mit dem Gesetz Gottes zu tun. Und dann werden wir nächstes Mal schauen, was er dazu zu sagen hat. Sind sehr interessante Verse.
[42:31] Ähm, aber dazu dann das nächste Mal mehr. Wer von euch möchte sagen, ich möchte mir vornehmen, jeden Tag, egal was passiert, ich möchte Salz und Licht sein in meinem Alltag. Da wollen noch gemeinsam beten und dazu niederknien.
[42:50] Lieber Vater im Himmel, herzlichen Dank möchten wir dir sagen für diese Worte, die so ermutigend sind, dass wir wissen dürfen, dass wenn wir mit dir leben, wir einen positiven, einen rettenden, einen bewahrenden Einfluss auf andere Menschen um uns herum ausüben. Vielleicht sehen wir das nicht immer und vielleicht ist uns das nicht bewusst. Aber du versprichst uns, dass wenn wir unser ganzes Leben dir in die Hände geben, wenn wir uns erfüllen lassen von deinem Heiligen Geist, dann werden wir anderen zum Segen sein.
[43:20] Danke, dass wir wissen dürfen, dass du niemanden anzündest und dann ihn versteckst, sondern dass du jeden, den du hier hergerufen hast, jeden, den du mit einer Erkenntnis deiner Wahrheit ausgestattet hast, dass du jeden einzelnen benötigst, dass du jeden gebrauchen willst und dass du mit jedem einen Plan hast, um das Licht der Wahrheit in die Welt zu tragen. Wir möchten dich bitten, dass wir tagtäglich im Sinne Salz und Licht für diese Welt sein können und danken dir, dass du durch uns wirken wirst, damit deine Werke, die wir tun, die du in uns tust durch den Heiligen Geist zu einem Segen werden für viele Menschen. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
Lizenz
Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.