[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zu einer weiteren Folge unseres Reformationsspeziales, unseres Fair2Fair Studiums durch den Römerbrief, der so eine gewaltige Wirkung auf das Leben von Martin Luther gehabt hat und auch eine große Kraft in unserem persönlichen Glaubensleben entfalten kann und darf und soll. Wir wollen heute den nächsten Abschnitt betrachten. Wir haben das letzte Mal aufgehört in Römer 3, in Römer 4 und dort in Vers 8. Wir haben das letzte Mal so einige wesentliche Hauptpunkte gesehen. Wir haben gesehen, wie der Paulus nachweist, dass alle Menschen, Juden wie Heiden, Sünder sind. Wir haben gesehen, wie er das biblisch mit Versen aus den Psalmen und aus Jesaja belegt hat und wie er dann gezeigt hat, dass außerhalb der Bibel, durch die Person Jesus Christus, aber bezeugt durch das Wort Gottes, die Versöhnung schlechthin geschaffen worden ist. Dass durch den Glauben an das, was Jesus am Kreuz getan hat, jeder, egal ob Jude als auch Heide, gerettet werden kann, sodass niemand sich rühmen kann, weil es eben nicht aus eigener Leistung geschieht. Paulus hat dann die Frage beantwortet, ob damit das Gesetz, das Alte Testament, aufgehoben sei. Ganz im Gegenteil hat er gesagt, es wird bestätigt. Und dann hat er als Beweis dafür zunächst einmal die Geschichte von Abraham angeführt und dann den Psalm 32 von David. An der Stelle wollen wir jetzt in Römer 4, Vers 9 weitermachen. Aber bevor wir unser Bibelstudium beginnen, möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam mit einem Gebet starten.
[2:13] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für den Römerbrief. Wir danken dir für das Evangelium, das dort so klar und so schön und so kraftvoll beschrieben ist. Und wir möchten dich bitten, dass was wir lesen auch heute, dass wir das nicht nur theoretisch verstehen, sondern dass dein Heiliger Geist uns zeigt, wie das in unserem Leben eine Realität werden kann. Dass wir die Kraft, die du hineingelegt hast, ja erleben können. Wir bitten dich, dass du uns gutes Verständnis schenkst und die Weisheit, die du allein geben kannst, damit wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[2:51] Römer 4 und dort Vers 9. Dort heißt es: Gilt nun diese Seligpreisung den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen? Paulus fragt, ob die gerade zuvor aus Psalm 32 zitierte Seligpreisung des David für die Menschen, die glückselig sind, weil ihre Sünden vergeben worden sind und sie vor Gott jetzt gerechter stehen, ob diese Seligpreisung auch für die Unbeschnittenen gilt oder nur auf die Beschnittenen. Und er beantwortet diese Frage, indem er noch einmal auf die Geschichte von Abraham verweist. Es heißt dann in Vers 9b: Wir sagen ja, dass dem Abraham der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet worden ist. Also die Frage, die jetzt diskutiert werden soll: Wenn der David sagt, glückselig sind diejenigen, denen die Gesetzlosigkeit und die Sünden vergeben worden sind, gilt das auch für die Unbeschnittenen? Und Paulus sagt: Lasst uns die Geschichte von Abraham anschauen, der ja denselben Glauben hatte wie David.
[4:04] Schon vorher hat er ja in Vers 29 und 30 in Römer 3 deutlich gemacht, dass Heiden wie auch Juden durch den Glauben allein gerettet werden sollen. Was er jetzt tut, ist quasi eine biblische Bestätigung dessen, was er vorher in Kapitel 3 schon behauptet hat. Wiederum bezieht er sich ja hier auf das, was die Bibel sagt, nämlich in Vers 3, dass Abraham Gott glaubte und dass ihm das zur Gerechtigkeit angerechnet wurde.
[4:31] In Vers 10 macht Paulus jetzt den entscheidenden biblischen Punkt. Wie wurde er ihm nun angerechnet? Als er beschnitten oder als er noch unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war. Paulus sagt, 1. Mose 15, Vers 6 fand statt, als Abraham noch nichts von der Beschneidung wusste. Tatsache ist, da liegen zwischen 1. Mose 15, was er zitiert hat, und 1. Mose 17, wo dann die Beschneidung eingeführt wird, mindestens 14 Jahre. Die Gerechtigkeit aus dem Glauben, die Abraham erlebte, hatte nichts mit seiner Beschneidung zu tun. Bei Gott zählt nur der durch Liebe wirksame Glaube, so sagt es ja auch Galater 5, Vers 6.
[5:19] Damit ist deutlich, dass die Beschneidung keine Notwendigkeit für die Rechtfertigung darstellen kann. Und damit bestätigt also das Evangelium von Paulus das Gesetz, das Alte Testament, Vers 11. Was ist jetzt also der Sinn der Beschneidung, könnte man fragen. Paulus beantwortet diese nicht direkt gestellte Frage in Vers 11. Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er schon im unbeschnittenen Zustand hatte, damit er ein Vater aller unbeschnittenen Gläubigen sei, damit auch ihnen die Gerechtigkeit angerechnet wurde. Das heißt, die Beschneidung sollte ein äußeres Zeichen sein, um die Glaubensgerechtigkeit, die Abraham schon hatte, einfach nur noch mal zu bestätigen, ihn daran zu erinnern, dass nämlich die ganze Sache der Verheißung aus Glauben geschieht und nicht aus seinen eigenen Werken. Das war auch der Sinn in 1. Mose 17, als Gott ihm sagte, nicht der Ismael, der durch deine eigene fleischliche Aktion entstanden ist, sondern der Sohn der Verheißung soll der Erbe sein.
[6:31] Ein weiteres Zeichen, das in der Bibel als Zeichen so benannt wird, ist das Blut an den Türpfosten beim Passah. Auch dort wird von einem Zeichen gesprochen und auch dort war es ein Ausdruck des Glaubens an das, was Gott noch tun würde durch den kommenden Erlöser.
[6:51] Diese Gerechtigkeit aus dem Glauben, die hat er ja vorher in Römer 3, Vers 22 beschrieben und auch immer wieder in anderen Stellen deutlich gemacht. Diese Gerechtigkeit, die durch Christus in unser Leben kommt. Interessant ist, dass er hier von dem Vater spricht. Wenn wir schon Kapitel 4, Vers 1 gesehen haben, war der Abraham so eine Art Vaterfigur, schon im Alten Testament so bezeichnet. An anderer Stelle in Galater sagt dann Paulus, dass derjenige, der biblisch glaubt, ein Nachkomme Abrahams ist und das kann man auch in Galater 3, Vers 29 dann nachvollziehen.
[7:31] Das heißt, Abraham ist dann ein Vater der unbeschnittenen Gläubigen, wenn sie Glauben haben. Die können ihn tatsächlich ihren Vater nennen. Wenn ihnen die Gerechtigkeit angerechnet wird, dann gilt auch für sie die Seligpreisung aus Vers 6. Denn dort hieß es ja: Ebenso preist auch David den Menschen glückselig, dem Gott ohne Werke Gerechtigkeit anrechnet. Was David sagte, gilt nicht nur für die Juden, sondern auch für die Heiden. Das hat Paulus jetzt eindeutig nachgewiesen.
[8:08] Aber er geht noch einen Schritt weiter. In Vers 12 sagt er: Und auch ein Vater der Beschnittenen, aber jetzt kommt eine Qualifikation, eine Begrenzung, die nicht nur aus der Beschneidung sind, sondern auch wandeln in den Fußstapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham hatte, als er noch unbeschnitten war. Also die traditionelle Lehrmeinung der Juden war, wenn du beschnitten bist, bist du ein Nachkomme Abrahams. Paulus sagt jetzt nicht nur, auch die Unbeschnittenen können Kinder Abrahams sein, wenn sie glauben. Er sagt, wenn du nur beschnitten bist, aber keinen Glauben hast, bist du gar kein Kind Abrahams. Es ist entscheidend, dass zu der Beschneidung, ob sie da ist oder nicht, auf jeden Fall notwendigerweise der Glaube dazukommt.
[8:56] Und wir hatten ja schon gesehen, dass an vielen Stellen Johannes der Täufer, Jesus und auch andere, die Juden davor warnen, ihr Heil allein in der ethnischen Abstammung zu suchen. Matthäus 3, Vers 9, Johannes 8 ist da auch ganz wichtig zu nennen. In Galater 4, Vers 25 macht Paulus deutlich, dass nicht das Paar Isaak und Sarah, sondern Ismael und Hagar der Typus sind für die Beschnittenen, die allerdings ungläubig sind. Und das war natürlich ein Schlag ins Gesicht für das Verständnis des jüdischen Volkes zu der damaligen Zeit. Aber für Paulus dieser Punkt ganz entscheidend: Der Glaube allein ist das, was uns rettet.
[9:45] Vers 13: Nicht die Verheißungen, die Abraham erhielt, erhielt er nicht erst, als er beschnitten war. Er hielt sie auch nicht durch schriftliche Offenbarung, die er gelesen hat und gesagt hat: Jetzt habe ich ein schriftliches Wort Gottes vor mir. Jetzt bin ich wohl Erbe. Nein, er erhielt sie lange davor. Und diese Verheißungen basieren immer auf dem, was Christus tun würde.
[10:23] Interessant ist, dass Psalm 2, Verse 7 und 8 deutlich macht, dass der eigentliche Erbe der Welt der Sohn Gottes ist. An anderer Stelle wird auch der König Israels als Herrscher der Welt dargestellt. Aber auch der König Israels, der Gesalbte, ist nur ein Typus auf den Messias. Und in diesem Sinne kann dann Paulus tatsächlich sagen, dass alle, die Christus angehören, tatsächlich Erben der Verheißungen sind. Interessanterweise wird Jesus in Matthäus 1, Vers 1 Sohn Abrahams und Sohn Davids genannt. Abraham hat die Verheißung bekommen, Erbe der Welt zu sein. Die Könige Israels, von denen David der Wichtigste war, waren in den Psalmen immer wieder auch als diejenigen beschrieben, denen die Welt zufallen würde. Und interessanterweise hat Paulus sowohl den Abraham als auch den David hier als Zeugen für die Glaubensgerechtigkeit ausgewählt.
[11:24] Das führt uns zu Vers 14. Denn wenn die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube wertlos geworden und die Verheißung unwirksam gemacht. Paulus sagt, was wäre, wenn die Juden doch recht hätten? Die logische Konsequenz wäre, dass wenn die Erbschaft davon abhängt, ob man das schriftliche Wort Gottes einfach besitzt und Teil dieses Volkes ist, dass dann der Glaube überflüssig ist. Er ist wertlos und die Verheißung ist aufgehoben. Interessanterweise sagt er ja vorher, dass durch den Glauben das Gesetz bestätigt wird. Wenn aber durch das Gesetz die Verheißung kommt, ist der Glaube aufgehoben. Sehr interessante Kombination. Hebräer 7, Vers 19 sagt, das Gesetz hat nichts zur Vollkommenheit gebracht. Oder Vers 28: Im Gesetz gibt es nur unvollkommene Hohepriester. Galater 2, Vers 21: Wenn Gerechtigkeit aus dem Gesetz kommt, dann war Jesu Tod umsonst. Da schon das Alte Testament sagt, Jesaja 55, Vers 11, dass Gottes Wort nicht leer zurückkehrt, dass es nicht aufgehoben werden kann, kann also die Theorie der Juden gar nicht wahr gewesen sein, weil lange vor Einführung der Beschneidung, lange vor Einführung des schriftlichen Gesetzes Gottes am Sinai schon die Verheißungen Gottes gegeben worden waren, nicht nur für die Beschnittenen oder die, die das Gesetz Gottes haben, sondern für letztlich alle Völker.
[12:53] Vers 15: Hier beschreibt Paulus noch einmal die Funktion des Gesetzes, so wie er das an anderer Stelle schon auch gemacht hat in Römer 3, Verse 19 und 20. Da heißt es: Das Gesetz bewirkt nämlich Zorn. Denn wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung. Das Gesetz zeigt uns die Sünde und zeigt uns damit, warum Gott gerechterweise zornig ist, wie wir das ja in Römer 1 und Römer 2 beschrieben haben. Hiermit bestätige ich erneut die biblische Definition der Sünde, von der 1. Johannes 3, Vers 4 sagt, dass es Gesetzlosigkeit ist. Denn nur so macht es Sinn, dass ohne Gesetz keine Übertretung da ist. Mit anderen Worten sagt er, das Gesetz zeigt mir, dass ich aufgrund meiner Sünde, so wie ich bin, nicht erben kann. Das ist die Funktion des Gesetzes. Ich komme zum Gesetz und das Gesetz sagt mir: So wie du bist, Christopher, kannst du nicht erben. Es wäre deswegen töricht, sich allein auf das Gesetz zu verlassen, denn das Gesetz tut nichts weiter, als mir zu sagen: Du kannst nicht erben, so wie du bist. Aber wenn ich zum Gesetz komme, erkenne ich, dass ich jemanden brauche, durch den ich erben kann. Und das ist Christus.
[14:12] Der Zorn Gottes, so sagt uns Johannes 3, Vers 36, ist das Gegenteil vom ewigen Leben. Und Johannes 15, Vers 22 macht deutlich: Fehlverhalten ist dann Sünde, wenn Gott sich offenbart hat und den wahren Weg zeigt. Der Zorn Gottes richtet sich gegen Ungehorsam, Epheser 5, Vers 6. Und das Gesetz wurde dann hinzugefügt, damit die Sünde noch klarer als Sünde erkannt wird, so Galater 3, Vers 19.
[14:43] Was der Paulus hier auch deutlich macht, ist, dass wenn das Gesetz jemals abgeschafft worden wäre, dann hätte es keine Sünde mehr gegeben. Weil aber Paulus ja gerade nachweisen will, dass die Sünde das Grundproblem aller Menschen ist, so wie der Luther auch in dem Eingang seiner Römerbriefvorlesung gesagt hat, dass die Summe dieses Briefes ist, die Sünde aufzurichten, hat der Paulus mit Sicherheit nicht gemeint, dass das Gesetz abgeschafft ist.
[15:08] Vers 16. Die Gnade muss die Erlösung, die Basis der Erlösung sein. Und auf dieser Basis können wir uns sicher sein, dass ganz egal, ob jetzt geistlich oder geistlich und ethnisch wir Kinder Abrahams sind, dass wir wirklich Erlösung haben.
[16:01] Interessant ist, dass dieses Wort, dass die Verheißung dem ganzen Samen sicher sei, im Griechischen das Gegenteil ist von dem Wort unwirksam, Vers 14. Also durch Gesetzesgerechtigkeit wird der Glaube und die Verheißung unwirksam, aber durch den Glauben wird die Verheißung bestätigt, sie wird sicher. Der ganze Same, das erneut der Hinweis auf Galater 3, Vers 29, wo alle, die Christus angehören, sind Same Abrahams. Und im Grunde genommen hat Paulus hier auch die Gedanken von Römer 3, Vers 24 wieder aufgegriffen, dass alle ohne Verdienst gerechtfertigt werden.
[16:51] Die These, dass Abraham tatsächlich der Vater aller Glaubenden ist, wird von Paulus jetzt auch noch einmal biblisch belegt in Vers 17. Da sagt er zunächst einmal: Wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht. Das ist ein Zitat aus 1. Mose 17, Vers 15. Und diese Verheißung ist in 1. Mose 17 verbunden mit einer Namensänderung. Abraham, was hebräisch bedeutet: Vater ist erhaben, Vater Rams erhöht, wird Abraham, der Vater einer Menge. Das heißt, diese Idee war für Gott sehr entscheidend, so entscheidend, dass sogar der Name Abrams sich änderte. Er sollte der Vater vieler Völker werden, nicht nur eines einzelnen definierten.
[17:59] Und in 1. Mose 17, Verse 14 und 15 ist diese Verheißung an den Bund gebunden, den Gott mit Abraham eingeht. Dieser Bund ist natürlich nicht der Alte Bund, der erst am Sinai entstanden ist, sondern letztlich der Neue Bund, der auf Christus hingewiesen hat, so wie Galater 3, Vers 16 sagt.
[18:23] Paulus geht dann weiter, um ganz praktisch zu beschreiben, wie denn der Abraham geglaubt hat. Was hat diesen Glauben ausgemacht? Denn nachdem Paulus jetzt deutlich und unmissverständlich klar gemacht hat, dass nur durch den Glauben wir die Gerechtigkeit Gottes erhalten können, sollten wir auch genau wissen, was dieser Glaube ist, wie der praktisch aussieht.
[18:47] Zunächst einmal sagt er hier im zweiten Teil von Vers 17: Vor Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und der ruft, was nicht ist, als wäre es da. Die Basis des Glaubens Abrahams war nicht das, was Abraham dachte, sondern was Gott kann, was Gott bewirken kann. Denn Abraham glaubte tatsächlich, so lesen wir in Hebräer 11, Vers 19, dass Gott Tote auferwecken kann. Das ist etwas, was Jesus auch von sich selbst in Anspruch genommen hat, dass sowohl Gott, der Vater, als auch er, der Sohn Gottes, Tote auferwecken werden. Und Johannes 6, Vers 63, sagt Jesus, dass seine Worte lebendig sind und lebendig machen.
[19:32] Gottes Wort hat eine enorme Kraft. Wenn er ruft, entsteht das, was vorher nicht da war. Wenn er spricht, wird das Tote lebendig. Hier beschreibt der Paulus anschaulich die Kraft, die im Evangelium zu finden ist. Dass Paulus in Römer 1, Vers 16 sagen kann: Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft, hängt damit zusammen. Er glaubt nämlich nicht an jemanden, der nur gut ist, sondern der aus dem Nichts etwas schaffen kann. Und deswegen auch aus einem Sünder einen Gerechten machen kann. Aus jemandem, der tot ist in Übertretung, jemand, der lebendig ist im Glauben. Das ist also die Basis des Glaubens, den Abraham gehabt hat.
[20:19] Und sein Glaube wird jetzt genauer in den nächsten Versen beschrieben.
[20:23] Vers 18. Der Glaube des Abrahams ist deswegen so besonders, weil er in einer Situation zum Tragen kam, wo es eigentlich nicht viel mehr Hoffnung gab. Interessanterweise zitiert Paulus jetzt wieder hier aus 1. Mose 15. Er zitiert im Grunde genommen 1. Mose 15, Vers 5. Das ist der Vers, auf den dann danach folgt in Vers 6: Und Abraham glaubte Gott und das wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet. Menschlich gesehen gab es keine Hoffnung mehr und trotzdem hat Abraham dem Wort geglaubt. Der rettende Glaube ist der, der an einem Wort Gottes festhält und es beim Wort nimmt, auch wenn menschlich gesehen keine Hoffnung mehr besteht.
[21:28] In Hesekiel 37 haben wir das Bild von den toten Gebeinen, die so trocken sind, dass die Israeliten glauben, als Bild für den Zustand der Israeliten, dass man sie nicht mehr retten kann. Und Gott sagt: Gibt es noch Hoffnung? Und selbst Hesekiel, der Prophet, kann sich das kaum noch richtig vorstellen. Und dann kommt der Geist Gottes in diesem Bild, in dieser Vision und macht aus den trockenen, toten Gebeinen wieder eine lebendige Armee.
[21:55] Paulus war ein Beispiel für solchen Glauben, der inmitten des Sturmes in Apostelgeschichte 27 fest davon ausging, dass alle überleben würden und auf einer Insel sich retten würden, weil Gott ihm das gesagt hatte.
[22:09] Vers 19. Und er wurde nicht schwach im Glauben und zog nicht seinen Leib in Betracht, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, auch nicht den erstorbenen Mutterleib der Sarah. Die biologischen Umstände von Abraham waren wirklich entmutigend. Er war fast hundert Jahre alt. Seine Frau konnte keine Kinder mehr gebären. Es war biologisch unmöglich. Und trotzdem ließ sich Abraham nicht davon abbringen, das, was biologisch, naturwissenschaftlich unmöglich war, trotzdem zu glauben, weil Gott es gesagt hatte. Er wurde nicht schwach im Glauben. Die Jünger Jesu werden ja manchmal als die Kleingläubigen bezeichnet, weil sie zweifeln. Matthäus 8, 26 oder Matthäus 14, 31.
[22:55] Interessanterweise gibt es hier für diesen Vers einige Übersetzungsvarianten. Während die Schlachter übersetzt: und zog nicht seinen Leib in Betracht, übersetzen Luther oder auch die Elberfelder: Und nicht schwach im Glauben sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war. Das heißt, nach einigen Manuskripten muss man eigentlich so übersetzen, dass er sehr wohl sah, dass er hundert Jahre alt war und sehr wohl sah, dass seine Frau nicht mehr gebären konnte. Dass ihm das bewusst war, dass er das in Erwägung zog und trotzdem sich entschied zu glauben. Diese Idee scheint wohl die richtigere zu sein, denn in 1. Mose 17, Vers 17 lesen wir, dass Abraham diese Dinge durchaus auch gedanklich bewirkte und diese Gedanken dann aber aufgab, weil er unerschütterliches Vertrauen in Gott hatte. Übrigens sagt die Bibel auch, dass Sarah durch den Glauben schwanger geworden ist, so in Hebräer 11, Vers 11.
[23:52] Der Glaube des Abrahams wird weiter erläutert in Vers 20. Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab. Das Wort zweifeln hier impliziert einen mentalen Kampf. In der Zeit von Elisa zweifelte ein Offizier, ob Gott wirklich eine Rettung so über Nacht schenken könnte. Jesaja 7, Vers 9 sagt, dass ohne Glauben hat man keinen Bestand. Und übrigens zweifelte er auch Zacharias, als er im Tempel stand und der Engel ihm die Geburt eines biologisch scheinbar unmöglichen Sohnes ankündigte.
[24:28] Diese Formulierung: wurde stark im Glauben, ist eigentlich im Passiv im Griechischen, müsste also am besten übersetzt werden mit: er wurde gestärkt im Glauben. Und hier gibt es eine ganze Reihe von Bibelfersen. 2. Timotheus 2, Vers 1: Wir sollen stark sein in der Gnade Christi. Epheser 6, Vers 10: Wir sollen stark sein im Herrn und in seiner Kraft. 2. Korinther 12, Vers 10: Wenn wir schwach sind, dann sind wir stark. 1. Korinther 16, Vers 13: Wir sollen fest im Glauben stehen und stark sein.
[25:02] Dieser Glaube Abrahams war kein Hoffen im Sinne von: Naja, mal sehen, vielleicht wird es ja doch was.
[25:10] Vers 21. Und völlig überzeugt war, dass er das, was er verheißen hat, auch zu tun vermag. Das war also sein Glaube, mit dem er Gott die Ehre gab. Wir werden übrigens in Offenbarung 14, Vers 7 aufgefordert, Gott die Ehre zu geben. Und hier sehen wir, was das praktisch bedeutet, welches für ein Glauben Gott sich von uns wünscht. Abram glaubte, dass wenn Gott etwas sagt, er das auch tun kann. So glaubte er, dass die Toten lebendig werden können, obwohl zu dem Zeitpunkt noch nie ein Toter auferweckt worden war. Und er war vollkommen überzeugt, so sagt es uns der Text. Eigentlich müsste man besser übersetzen, nicht dass Gott es auch zu tun vermag, sondern dass er mächtig ist, es zu tun. Das ist im Griechischen eigentlich noch stärker. So fragt ja Gott selbst, also der Sohn Gottes, in 1. Mose 18, Vers 14: Ist irgendetwas zu schwer für Gott? Wir finden diese Idee immer wieder im Alten Testament. Jeremia 32: Für Gott ist nichts unmöglich. So auch bei Jesus in Matthäus 19, Vers 26: Selbst das, was für Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich.
[26:21] Wenn ich das glaube, besteht die Möglichkeit, dass die Gerechtigkeit Gottes mir angerechnet wird, oder dann wird sie mir angerechnet. Und dann macht Paulus in Vers 22 eine enorm wichtige Schlussfolgerung. Er sagt: Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet. Also er hat 1. Mose 15, Vers 5 zitiert, hat gesagt, obwohl Abraham selbst 100 Jahre alt war, obwohl seine Frau biologisch keine Kinder mehr bekommen konnte und obwohl Abraham all das wusste, glaubt er trotzdem Gott. Er war fest davon überzeugt, dass Gott einen Weg finden würde, wie das geschehen kann. Und dieser Glaube führt zur Gerechtigkeit. Nach Römer 4, Vers 6 war das derselbe Glaube, den auch David gehabt hat. Und das ist der rettende Glaube, den wir alle brauchen.
[27:13] Dieser Glaube ist nicht ein Fürwahrhalten, nicht ein sagen: Naja, ich habe ja die Bibel, da ist mein Glaube so beschrieben. Das wäre die Einstellung der Juden, die in Römer 3 ganz deutlich zurückgewiesen wird. Der wahre Glaube ist davon überzeugt, dass was immer Gott sagt, er in meinem Leben tun möchte und tun kann.
[27:37] Die nächsten drei Verse benutzt Paulus jetzt, um deutlich zu machen, dass die Geschichte von Abraham nicht nur zu unserer Unterhaltung da ist, sondern für uns gilt.
[27:47] Vers 23: Es steht aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, dass es ihm angerechnet worden ist. Die biblischen Geschichten sind zu unserer Belehrung aufgeschrieben. Römer 15, Vers 4, 1. Korinther 10, Vers 11: Die Geschichten sind Warnungen für das Ende der Welt. 2. Timotheus 3, Verse 16 und 17: Alle Texte der Bibel sind inspiriert und haben wichtige Lektionen für uns, sodass wir ausgerüstet sind für das Werk Gottes. Paulus sagt also mit anderen Worten: Was wir hier beim Abrahamleben lesen, das gilt für uns, das ist das Evangelium für uns praktisch illustriert.
[28:23] Vers 24: Sondern auch um unseretwillen, denen es angerechnet werden soll, wenn wir an den glauben, der unseren Herrn Jesus aus den Toten auferweckt hat. Abraham musste glauben, dass Gott ein biologisches Wunder vollbringt und eine bereits nicht unfruchtbare und nicht mehr gebärfähige Frau noch zu einer Mutter macht. Wir glauben, dass Gott ein noch größeres Wunder vollbracht hat, indem nämlich Jesus von den Toten auferstanden ist und den Tod selbst besiegt hat.
[28:55] Ohne Glauben kann man nicht gerettet werden, sagt Markus 16, Vers 6, und jeder, der an den Opfertod Jesu glaubt, wird gerettet. Und 1. Petrus 1, Vers 21 sagt uns, dass die Auferstehung Jesu von den Toten unseren Glauben auf Gott richtet. Wir hatten ja schon in Römer 1, Vers 4 gesehen, dass die Auferstehung Jesu die Demonstration seiner Göttlichkeit war und damit ein Eckpfeiler in dem Evangelium, das Paulus entsprechend des Alten Testamentes darlegt.
[29:28] Noch einmal fasst Paulus dann in Vers 25 das Evangelium zusammen, wenn er sagt: Ihn, der um unsere Übertretung willen dahingegeben und um unsere Rechtfertigung willen auferweckt worden ist. Er ist für unsere Sünden gestorben und auferweckt worden, damit wir gerechtfertigt, das heißt, damit wir nicht verurteilt werden. Das bedeutet, die Auferstehung Jesu ist für die Erlösung des Menschen unabdingbar. Über die Erlösung durch das Blut war ja schon in Römer 3, Vers 25 deutlich ausgeführt worden. Und es scheint so, dass Paulus hier Jesaja 53, Vers 5 vor Augen gehabt hat. Daniel 9 spricht davon, dass er, der Messias, Übertretung ein Ende machen wird. Matthäus 20: Jesus gibt sein Lösegeld für viele, er starb für unsere Sünden. 1. Korinther 15, Verse 3 und 4: und wurde auferweckt und so weiter und so fort. Es gibt viele Texte, die wir hier im Sendemanuskript noch haben, die ihr dann anschauen könnt.
[30:30] Interessant ist, dass, wie wir gerade gesagt haben, die Auferstehung unerlässlich ist. 1. Korinther 15, Vers 57 wird deutlich: Wenn Jesus nicht auferstanden wäre, wären die Gläubigen nicht von ihren Sünden befreit, trotz des Kreuzes. Das heißt, das Kreuz allein befreit nicht von den Sünden, sondern es ist die Kombination von dem Opfertod Jesu am Kreuz und seiner Auferstehung, das uns wirklich von den Sünden befreit, sodass wir nicht verurteilt werden im Gericht.
[31:02] An der Stelle macht Paulus jetzt ein Resultat, eine Zusammenfassung und möchte jetzt zeigen, was die Konsequenzen dieser erlebten Rechtfertigung durch den Glauben sind.
[31:16] Kapitel 5, Vers 1: Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Diese Gerechtfertigung aus dem Glauben haben wir jetzt sehr ausführlich beschrieben, kann man nochmal nachlesen in Römer 3 und Römer 4. Und etwas, das wir auch Jesus selbst erwähnte, als er sagte, dass wer an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben. Und wer an Gott glaubt und auf Jesus hört, kommt nicht in das Verurteilungsgericht, in Johannes 5, Vers 24, sondern hat ewiges Leben.
[31:56] Interessant ist dieser Friede. In Psalm 85, Verse 9 bis 11 gibt es eine ganz interessante Passage, die deutlich macht, dass Gott seinem Volk Frieden geben will und zwar durch die Rettung, die er anbietet, bei der sich Gerechtigkeit und Frieden küssen. In der Rechtfertigung trifft sich die Gerechtigkeit Gottes, der die Sünde tatsächlich bestraft, mit seiner Gnade, indem er dem Sünder vergibt. Und dadurch entsteht Frieden. Jesaja 27, Vers 5: Man macht Frieden mit Gott, indem man seinen Schutz ergreift. Jesaja 32, Vers 17: Das Werk der Gerechtigkeit ist Frieden. Und wenn das Wort wirkt, Jesaja 55, dann haben wir Freude und Frieden. In Christus haben wir Frieden. Und Kolosser 1, Vers 20: Durch sein Blut hat Jesus am Kreuz Frieden gemacht. Er ist der Gott des Friedens, so sagte uns 1. Thessalonicher 5, Vers 23 und andere Stellen.
[33:03] Zu Jesus wird noch etwas mehr erläutert hier dann in Vers 2: Durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Durch Jesus haben wir Zugang zu der Gnade, er ist die Tür, er ist der Weg. Durch ihn haben wir Zugang zu dem Vater. Epheser 2, Vers 18: Er hat einen Weg für uns geheiligt. Indem wir stehen bedeutet, wir haben das ewige Leben bereits. Wie Johannes 5, Vers 24 sagt, wir stehen im Evangelium. 1. Petrus 1, Vers 4: Das Erbe ist im Himmel für uns schon aufbewahrt. Die Herrlichkeit Gottes ist ja das, wonach wir nach Römer 2, Vers 7 durch das beständige, ausdauernde Gutes tun, streben. Durch die Sünde mangelt es uns an ihr. Gottes Herrlichkeit ist sein Charakter. Aber die Bibel sagt auch, er wird uns in Herrlichkeit aufnehmen. Die ewige Herrlichkeit, 2. Korinther 4, Vers 17, übertrifft alle unsere Sorgen hier.
[34:01] Das heißt, Paulus sagt, jetzt wo wir gerechtfertigt sind, wo wir Frieden haben mit Gott, wo wir nicht mehr im Krieg mit ihm sind, können wir uns darauf freuen, auf das, was er einmal im Himmel für uns vorbereitet hat.
[34:14] Aber die Freude des gerechtfertigten Christen bezieht sich nicht nur auf den Himmel, sondern auch jetzt schon auf die Erde mit all ihren Schwierigkeiten, Vers 3. Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen. Warum? Warum rühmt sich der Paulus als Gerechtfertigter nicht nur dessen, was im Himmel auf ihn wartet, sondern auch der Schwierigkeiten jetzt auf der Erde? Weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt. Die Folge der Erlösung ist, dass man sogar in der Verfolgung Freude hat, so sagt uns die Bergpredigt. Und Paulus freute sich über Schwächen und Schwierigkeiten, 2. Korinther 12, weil sich dann die Kraft Christi zeigt. Wer an Christus glaubt, wird auch für Christus leiden. Und Jakobus macht in seinem Brief, Kapitel 1, Verse 2 und 3, dieselbe Aussage wie der Paulus hier.
[35:04] Paulus schreibt dann weiter über die Folgen der Bedrängnis, die bewirkte Ausharren, das standhafte Ausharren, aber Bewährung, die Bewährung, aber Hoffnung. Und dann in Vers 5: Die Hoffnung aber lässt nicht zu Schanden werden. Das heißt, die Hoffnung, die wir haben durch den Glauben, die führt nicht zu einer Enttäuschung. Und das ist ein sehr wichtiger Punkt. Wer an Gott glaubt, wird eine Sicherheit haben. Hebräer 6, Verse 18 und 19: Die christliche Hoffnung ist wie ein Anker und basiert auf der Tatsache, dass Gott nicht lügt und sich mit einem Eid verpflichtet hat. Das hängt zusammen mit der Liebe Gottes, über die jetzt Paulus in den nächsten Versen ausführlicher spricht.
[35:46] Er sagt: Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen, durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Gott hat uns zuerst geliebt, deswegen können wir ihn überhaupt lieben. 1. Johannes 4, Vers 19. Und Hebräer 8, Vers 10 sagt uns, dass Gott sein Gesetz in unsere Herzen schreiben will, durch den Heiligen Geist. 2. Korinther 3, Vers 3. Das bedeutet also, dass tatsächlich die Liebe Gottes, die unveränderlich ist, im tiefsten Sinne sein eigentliches Gesetz ist. Und das ist in Übereinstimmung mit dem, was Jesus gesagt hat, als er gesagt hat, dass die Summe des Gesetzes die Liebe zu Gott von ganzem Herzen und die Liebe zum Nächsten darstellt. Diese Liebe soll in unser Herz gegossen werden, wenn wir Frieden mit Gott haben.
[36:36] Der Heilige Geist war ja schon im Alten Testament verheißen. Er bringt Friede und Liebe, das ist die Frucht des Heiligen Geistes. Er verändert uns Stück für Stück und auch versiegelt uns, so dass wir diese Sicherheit haben, nicht zu Schanden kommen zu müssen.
[36:51] Diese Liebe von Gott wird jetzt durch Paulus etwas mehr erläutert in Vers 6. Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. In den Sünden sind wir geistlich tot, sagt Epheser 2, Vers 1. Und die bestimmte Zeit hier ist ein Hinweis auf die Prophezeiung in Daniel 9, wo ein konkreter Zeitpunkt für das Erlösungswerk Gottes angegeben worden war. Er ist für Gottlose gestorben. Wir hatten in Römer 4, Vers 5 gelesen, dass Gott den Gottlosen rechtfertigt durch den Glauben. Und Gottlosigkeit ist ein Begriff, der in der Bibel für die vorsintflutliche Welt verwendet wird, der für Sodom und Gomorra verwendet wird. Und übrigens nach 2. Petrus 3, Vers 7 werden die Gottlosen, die das Kreuz nicht annehmen, tatsächlich auch umkommen.
[37:42] Paulus vergleicht diese Liebestat Gottes mit dem, was ein Mensch tun würde in Vers 7. Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten. Für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben. Wir haben die Helden Davids in 2. Samuel 23, die für ihren geliebten Anführer ihr Leben riskieren. Aber das ist eher die Ausnahme und auch nur ab und zu der Fall. Sein Leben für einen Freund zu geben, ist der größte Liebesbeweis nach Johannes 15, Vers 13. Und wenn Jesus für mich starb, lieber Freund, liebe Freundin, dann muss Jesus mein bester Freund sein.
[38:17] Die Liebe Gottes geht viel tiefer als das, was Menschen tun würden, Vers 8. Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. In diesem Sinne beweist übrigens unsere Ungerechtigkeit die Gerechtigkeit Gottes, wie Römer 3, Vers 5 sagt. Das ist die Erklärung. Obwohl wir Sünder sind, liebt er uns trotzdem und am Kreuz zeigt sich seine Liebe und seine Gerechtigkeit. Dieses Wort "beweist" bedeutet im Griechischen einen andauernden Vorgang, nicht nur punktuell, sondern das Kreuz sendet konstant diese Botschaft aus: Gott liebt mich.
[38:54] Diese Gnade Gottes, sagt Epheser 2, Vers 7, wird noch durch die Zeitalter hindurch in Ewigkeit immer mehr entfaltet werden. Und tatsächlich 1. Petrus 3, Vers 18: Der Gerechte litt für die Ungerechten.
[39:06] Paulus zieht jetzt eine gewaltige Schlussfolgerung in Vers 9. Wie viel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden? Wenn Gott uns so sehr liebt, wie wir gerade es erläutert haben, dass wir durch das Blut Jesu Vergebung erhalten, wird er dann nicht umso mehr dafür sorgen, dass das Zorngericht über die Sünde, das ja nach Römer 1 und Römer 2 kommen wird, uns nicht treffen wird. Durch sein Blut, 1. Johannes 1, Vers 7, sagt uns, dass das Blut Jesu von aller Sünde reinigt. Johannes 9, Vers 14: Das Blut Jesu reinigt unser Gewissen von toten Werken. Und 1. Thessalonicher 1, Vers 10: Jesus errettet uns vor dem zukünftigen Zorn.
[39:52] Die Gedanken, die er gerade ausgeführt hat, wiederholt er noch einmal und bekräftigt in Vers 10 jetzt. Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben? Der gerechtfertigte Christ muss keine Angst vor dem Gericht haben. Man könnte Paulus' Argument so zusammenfassen: Wenn Gottes Liebe so groß ist, dass sein Sohn vor uns starb, als wir noch Gottes Feinde waren, wird er uns dann zurückweisen im Gericht, wenn wir Versöhnte sind und der lebendige Jesus im himmlischen Heiligtum für uns eintritt?
[40:30] Diese feindliche Gesinnung gegenüber Gott, die zeigte sich ja in gottlosen Werken, so sagt Kolosser 1. Das Wort "versöhnt" ist interessant, das bedeutet einen Austausch. Im Grunde bedeutet es an dieser Stelle, dass wir die Positionen im großen Kampf getauscht haben. Wir waren als Sünder im Krieg mit Gott, den Krieg, den Satan angefangen hat im Himmel, und sind jetzt im Frieden mit ihm, in Römer 5, Vers 1. Wir haben sozusagen in diesem Kampf, der nur zwei Seiten hat, die Seiten gewechselt. Und dieser Seitenwechsel, den hat Gott initiiert, aus reiner Liebe. Er hat uns geliebt, als wir noch auf der falschen Seite waren, auf der gegnerischen Seite. Und er bietet jedem Feind an, auf seine Seite zu kommen.
[41:11] Sollten wir dann wirklich glauben, dass nachdem wir die Seiten gewechselt haben, wir plötzlich von Gott nicht mehr geliebt werden und er plötzlich uns vielleicht wieder verurteilen möchte? Sollten wir wirklich glauben, dass wir weniger ihm auf der Seite Gottes geliebt werden, als wir von ihm geliebt wurden, als wir auf der Seite des Gegners waren? Durch sein Leben kann er uns für immer retten, weil er immer lebt, sagt die Bibel. In Hebräer 7, Vers 25, Johannes 14, 19. Weil Jesus lebt, dürfen auch wir leben, denn er hat Leben in sich selbst.
[41:42] Vers 11. Also, Paulus kehrt wieder zum ursprünglichen Gedanken zurück. Als gerechtfertigter Christ, der die Freude der Erlösung hat, darf ich mich nicht nur freuen auf die zukünftige Herrlichkeit im Himmel, ich darf mich nicht nur freuen über die Schwierigkeiten, weil sie meinen Glauben stärken jetzt auf der Erde, ich darf mich auch freuen, dass Gott mein Gott ist. Die Juden hatten sich auch des Gottes gerühmt, in Römer 2, Vers 17, aber ohne echte Grundlage. Dieser Ruhm, den kann man nur für sich in Anspruch nehmen, wenn man wirklich durch Jesus gerechtfertigt ist, wenn die Verurteilung aufgehoben ist, weil man den stellvertretenden Tod Jesu in Anspruch genommen hat.
[42:36] Übrigens, immer wieder lesen wir in der Bibel, dass Menschen sich im Herrn gefreut haben. Hanna, 1. Samuel 2, Vers 1. Der gerechtfertigte David in Psalm 32, der beschreibt diese Freude an dem Herrn. Oder Jesaja 61: Wer mit dem Kleid der Gerechtigkeit bekleidet ist, der freut sich und er jubelt in dem Herrn. Habakuk frohlockte über den Gott seines Heils und Paulus sagt den Philipper, dass die Gläubigen sich allezeit im Herrn freuen dürfen.
[43:02] Vers 12 beginnt jetzt nochmal ein neuer Gedankengang, in dem jetzt Paulus den Adam mit Christus vergleicht. Es geht um den Vergleich zwischen Adam, von dem alle Menschen abstammen, und Christus, durch den alle Menschen ewiges Leben haben können. In Vers 12 macht Paulus zunächst einmal einige wichtige Punkte. Wir lesen: Also halten wir fest, die Sünde kam durch Adam in die Welt. Das wird deutlich, wenn man dann Vers 14 noch hinzunimmt. Interessanterweise nicht Eva, sondern Adam. Und die Folge der Sünde war der Tod. Und dieser Tod betrifft alle Menschen, weil alle Menschen gesündigt haben.
[43:55] Es stimmt zwar, dass Eva zuerst aß, so sagt uns 1. Mose 3, Vers 6, und dann dem Adam gab. Aber 1. Timotheus 2, Vers 14 sagt, dass Eva verführt war und Adam nicht. Das heißt, Adam aß in offener Rebellion. Und offensichtlich hat dies dazu geführt, dass die Natur des Menschen dauerhaft allgemein verdorben worden ist. Gott hatte deutlich vor der Konsequenz der Sünde gewarnt, dass der Tod die Folge der Sünde sei und das Leben auf Dauer nur bei Gott zu haben ist. Und tatsächlich sind dann die Menschen nach dem Sündenfall gestorben. Sie wurden von dem Baum des Lebens getrennt als Zeichen dafür, dass das ewige Leben jetzt nicht mehr zu ihnen gehörte, nicht mehr für sie in Reichweite war, getrennt von Gott.
[44:39] Durch einen Menschen kam der Tod, so auch 1. Korinther 15, Vers 21. Die Sünde gebiert den Tod, Jakobus 1, Vers 15. Und Adams Sünde hat natürlich nicht alle Menschen automatisch schuldig gemacht. Das macht Hesekiel 18, Vers 4 ganz deutlich. Sondern wie wir gelesen haben, alle haben gesündigt, so auch Römer 3, Vers 23. Und wer dies leugnet, der macht sich selbst zum Betrüger und Gott zum Lügner. Dass alle gesündigt haben, ist auch nicht weiter verwunderlich, weil wir schon in Vers 6 gelesen haben, dass die Menschen ohne Gott kraftlos sind, sie können gar nicht das Richtige tun. Das wird dann später nochmal ausführlicher behandelt.
[45:19] Und jetzt macht Paulus in Vers 13 bis 17 einen längeren Einschub. Schauen wir mal den genauer an.
[45:27] Schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt, wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt. Was also Paulus sagt, ist, dass das Gesetz, und hier meint er wie bisher eigentlich immer im Römerbrief, die schriftliche Niederschrift des Wortes Gottes im Alten Testament, besonders die Tora und dann natürlich auch die 10 Gebote. Schon vor dem Sinai-Ereignis gab es Sünde in der Welt. Aber Sünde würde ja nicht geahndet werden, wenn es kein Gesetz gibt. Also scheint Paulus jetzt zeigen zu wollen, dass es auch schon vor der Niederschrift der 10 Gebote auf Steintafeln, vor der Entstehung des Alten Testamentes durch Mose, schon Sünde gab und deswegen auch ein Gesetz gegeben worden ist. Denn nur wenn es ein Gesetz gegeben hat, gegen das rebelliert worden ist, dann kann man sagen, dass Adam und die nachfolgenden Generationen Sünder sind. Das bedeutet also, dass das Problem von Sünde und Erlösung weit vor dem Sinai-Ereignis begann. Und wenn die Juden jetzt glauben, dass alles, was sie tun müssen, einfach nur das zu befolgen, was am Sinai gegeben worden ist, verstehen sie nicht die Tragweite und die Intensität des eigentlichen Problems. Und dass Sünde vor dem Sinai, das schon existierte, das kann man sehr schnell durch ein Überfliegen von 1. Mose erkennen.
[46:51] Das Gesetz Gottes zeigt Übertretungen auf, aber wir haben ja auch schon gesehen in Römer 2, dass das Gesetz durchaus auch im Herzen sein kann, dass Gott durch das Gewissen spricht, sodass alle ohne Entschuldigung sind.
[47:09] Vers 14. Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht mit einer gleichartigen Übertretung gesündigt hatten wie Adam, der ein Vorbild dessen ist, der kommen sollte. Paulus macht jetzt diesen entscheidenden Punkt. Der Tod herrschte bis zu Mose über Jahrhunderte, wenn es also Sünde gegeben hat. Deswegen muss es Sünde gegeben haben, weil nämlich der Tod die Folge von Sünde ist. Und demzufolge muss es ein Gesetz gegeben haben, weil Sünde Übertretung des Gesetzes ist. Das heißt, das ergibt sich jetzt ganz logisch aus Vers 12 und 13. Damit belegt Paulus hier ganz mächtig, dass das Gesetz Gottes älter ist als das, was Mose auf Steintafeln bekam am Sinai. Das Gesetz Gottes begann nicht mit Mose. Mose hat nicht den Erlösungsplan erfunden. Das geht alles schon viel weiter zurück. Und deswegen reicht es nicht, sich einfach nur mit der schriftlichen Offenbarung Gottes am Sinai zufriedenzugeben.
[48:08] Der Tod der Menschen lässt sich auch nicht damit erklären, dass alle einfach den Befehl oder das Gebot an Adam missachtet haben, nicht von der Frucht zu essen, sondern die Übertretungen waren sehr verschiedener Art. Sie waren nicht dieselbe Übertretung wie Adam. Was Paulus meint ist, wenn alle Menschen dann von der verbotenen Frucht gegessen hätten, dann könnte man sagen, naja, die haben alle gesündigt, weil da gab es ein ausgesprochenes Gebot. Das haben sie nicht gehalten. Aber viele der Sünden waren Sünden gegen Gebote, die nicht, zumindest ist uns das nicht bekannt, buchstäblich ausgesprochen worden sind oder irgendwo schriftlich nieder lagen. Das heißt, da muss es ein geistliches Gesetz geben, das über das hinausgeht, was mit Buchstaben auf Steintafeln festzuhalten ist.
[48:58] Interessanterweise sagt er, der Tod herrschte und wer das mal in 1. Mose 5 sieht, sieht deutlich: Alle sind gestorben. Adam ist ein Vorbild, ein Typos, so sagt das originale Griechisch. Das heißt, er ist ein Sinnbild, auf den der kommen sollte. Und der, der kommen sollte, ist ein Hinweis auf 1. Mose 3, Vers 15, auf den Erlöser, der kommen sollte, um der Schlange den Kopf zu zertreten, um damit die Sünde und den Tod zu besiegen.
[49:24] Vers 15. Was Paulus sagt ist, zwischen dem Geschenk Gottes und der Sünde besteht ein Unterschied. Wenn schon alle Menschen durch die Sünde eines Einzelnen mit dem Tod konfrontiert worden sind, ist es nicht selbstverständlich, dass die Gnade Gottes und das Geschenk der Erlösung erst recht und noch viel intensiver für alle Menschen zur Verfügung stehen. Im Grunde genommen will dieser Vers eigentlich wiederum das Denken der Juden unterminieren. Die sagen, die Erlösung ist nur für die beschnittenen Juden. Wenn das stimmen würde, hätte nämlich die Sünde Adams einen größeren Einfluss gehabt als die Erlösung, die Gott bewirkt. Und das kann ja nicht sein, denn die Erlösung Gottes ist wichtiger und größer als die Sünde Adams. Und demzufolge, wenn schon der Tod, wenn die Sünde Adams auf alle Menschen einen Einfluss hatte, muss dann nicht die Erlösung, die Gott bringt, umso mehr für alle Menschen gelten. Gottes Gedanken sind viel größer als unsere. Hier sagt Jesus 55: Gott liebt die ganze Welt. Johannes 3, Vers 16. Und so wie alle Menschen durch Adams Sünde sterblich wurden, können alle Menschen durch Jesus, den zweiten Adam, ewiges Leben haben.
[50:51] Das Gnadengeschenk. Die Bibel sagt sehr deutlich, Epheser 2, Vers 8, dass die Erlösung durch den Glauben Gottes Geschenk ist. Es ist ein unaussprechliches Geschenk. 2. Korinther 9, Vers 15. In Christus haben wir das ewige Leben. 1. Johannes 5, Vers 11. Zu den vielen gekommen, bis sie am Ende heißt, bezieht sich auf Jesaja 53, wo es heißt, dass Jesus, der Gerechte, indem er die Sünden anderer trägt, viele gerecht machen wird. Bei Gott ist viel Vergebung. Jesus ist das Sündopfer der ganzen Welt. 1. Johannes 2, Vers 2.
[51:23] Vers 16. Und es verhält sich mit dem Geschenk nicht so wie mit dem, was durch den einen kam, der sündigte. Denn das Urteil führt aus der einen Übertretung zur Verurteilung. Die Gnadenabgabe aber führt aus vielen Übertretungen zur Rechtfertigung. Noch in einem anderen Sinne sind das Geschenk der Erlösung und die Folgen der Sünde Adams unterschiedlich. Paulus stellt Parallelen auf, die aber kontrastieren. Die Folge der einen Sünde Adams ist es, dass Menschen aufgrund ihrer Sünde verurteilt werden. Also alles das, was die Sünde Adams an Folgen hervorbringt, ist Verurteilung und Verurteilung und Verurteilung. Während das Geschenk Gottes das genaue Gegenteil bringt, nämlich die Rechtfertigung, von der wir gelernt haben, dass sie das Gegenteil von Verurteilung ist. Mit anderen Worten, wenn man das bisherige zusammenfasst: Wer aus Adam lebt, der wird sterben und er wird verurteilt. Wer aus Christus lebt, im Geist, der wird ewig leben und nicht verurteilt werden, weil ihm durch die Gnade Gottes vergeben ist. Das ist eigentlich der Grundgedanke in diesen etwas schwierig anmutenden Versen.
[52:49] Interessant ist, dass aus den vielen Übertretungen trotzdem die Rechtfertigung möglich ist. Denn egal wie viel wir gesündigt haben, egal wie schmutzig unsere Sünde ist, Jesaja 1, Vers 18 sagt, sie kann werden weiß wie Schnee. Gott tilgt unsere Sünden aus, er wird sich nicht mehr daran erinnern. Jesaja 43. Aber der Vers hat noch einen anderen Kontrast. Aufgrund der Vererbung müsste man vielleicht sagen, ist es so, dass eine einzige rebellische Sünde des Adam sich weiter vererbt, oder die Natur so sehr verdirbt, was dann weiter vererbt wird, besser gesagt. Sodass alles, was daraus folgt, nur noch Verurteilung ist. Das heißt, was menschliche Vererbung, was ethnische Abstammung leisten kann, worauf ja die Juden so wahnsinnig Wert gelegt haben, ist nichts weiter, als dass Verurteilung entsteht. Was aber Gottes Geschenk bewirkt ist, dass sogar viele Sünden, die geschehen sind, trotzdem nichts zur Verurteilung bringen. Also wenn man auf das Gesetz der Vererbung, auf das Gesetz der Abstammung, auf das Gesetz der ethnischen, biologischen Fortpflanzung setzt, wie die Juden, die glaubten, dass sie erlöst, weil sie Abrams Kinder sind, dann muss man festhalten, dass schon Adam gesündigt hat und er deswegen einen schwachen, kraftlosen, moralisch verdorbenen, menschliche Natur weiter vererbt hat, sodass das aufgrund der einen Sünde nur noch zur Verurteilung führen kann. Aber bei Jesus ist das Gnadengeschenk so groß, dass selbst wenn man viele Sünden begangen hat, trotzdem man nicht verurteilt werden muss.
[54:31] Letzter Vers für heute, Vers 17. Denn wenn in Folge der Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft kam, durch den einen, wie viel mehr werden die, welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen Jesus Christus. Adams Sünde hat den Tod zum Herrscher gemacht. Übrigens nicht den Satan selbst, denn der Satan wird tausend Jahre auf der Erde sein und trotzdem nicht herrschen. Der Tod wird ihm die Lebensumstände diktieren. Er kann das, was der Tod bewirkt hat, nicht umkehren. Der Tod steht über ihm. Er ist Sklave. Durch Adams Sünde ist der Tod zum Herrscher gemacht worden. Und deswegen kam Jesus, um nicht nur den Satan zu besiegen, sondern den letztendlichen Feind, den Tod. Sodass denen, die durch Jesus gerechtfertigt werden, wieder die Krone aufgesetzt werden kann, die Adam und die nachfolgenden Generationen verloren haben. Durch Jesus werden wir wieder zu Priestern und Königen. Durch Jesus können wir mit ihm herrschen.
[55:45] Übrigens noch einmal zurück zu Vers 14. Dort heißt es ja, dass der Tod herrschte bis Mose. Jesus hat das, was wir gerade gesagt haben, am Leben von Mose und an seinem Tod exemplarisch belegt. Mose starb, aber Jesus hat dort im Leben von Mose zum ersten Mal demonstriert, dass er den Tod besiegen kann und dass er aus Gnade dem Menschen ewiges Leben schenkt. An der Stelle werden wir das nächste Mal weitermachen.
[56:18] Und ich hoffe, liebe Freunde, dass wir durch dieses gründliche Studium wirklich besser verstehen, dass Herr Paulus vielleicht viele schwierige Worte verwendet, aber eigentlich ein sehr einfaches, ein sehr klares, ein sehr lichterfülltes Evangelium uns deutlich machen möchte. Es geht darum, unter keinen Umständen auf irgendetwas Menschliches zu vertrauen, sondern die Erlösung durch Jesus Christus anzunehmen, weil wir dadurch Frieden haben, dadurch gereinigt werden, dadurch Sicherheit haben, dadurch Hoffnung haben, sogar in Bedrängnissen stehen können. Menschliche Abstammung kann uns nichts nützen, aber durch den Heiligen Geist wird uns die Liebe Gottes in das Herz gegossen. Wenn er uns so sehr geliebt hat, als wir noch seine Feinde waren, was wird er nicht alles für uns tun? Denn wir nehmen sein Geschenk der Erlösung an. Lieber Freund, liebe Freundin, nimm sein Geschenk an und dann darfst du Hoffnung haben, dann darfst du sicher sein, dann brauchst du keine Angst mehr vor dem Gericht haben, sondern darfst du wissen, dass er, der für dich gestorben ist, mit seinem Leben dich auch durch das Gericht erst recht hindurch tragen wird. Gottes Segen für deine Entscheidung, Gottes Segen für dein Leben mit Jesus und nächste Woche sehen wir uns hier wieder zum Studium seines Wortes. Amen.
[57:31] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!