[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserer zweiten Lektion in diesem Jahr 2018. Unser Thema ist immer noch die Haushalterschaft, Motive des Herzens, und wir werden diese Woche die Lektion 2 behandeln, welche sagt: Ich sehe, ich will, ich nehme. Und der Merkvers für diese Woche ist aus Matthäus 13, Vers 22. Unter die Dornen gesät, aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. Wir können eine eigene Lektion halten, ein eigenes Studium nur über diesen Merkvers. Wir werden aber etwas näher an der Lektion bleiben diese Woche und bevor wir gemeinsam starten in das Studium, möchte ich gerne mit euch ein Gebet sprechen. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir so sehr für dieses neue Jahr. Ich danke dir für die Möglichkeit, dass wir dein Wort studieren dürfen. Heiland, ich danke dir, dass wir in einem Land leben dürfen, in dem es keine Verfolgung gibt, keine offene zumindest. Heiland, ich bitte dich, gib uns die rechte Kraft und den rechten Willen, dein Wort hinauszutragen. Und Heiland, lass uns am Anfang dieses Jahres 2018 unsere Herzen prüfen, ob es dir nachfolgt. Heiland, oder ob wir charakterliche Schwächen haben, die es wert sind und die wichtig sind, ausgeräumt zu werden. Heiland, dafür bitte ich im Namen Jesu. Amen.
[1:59] Unser Thema für diese Woche wird sein: Ich sehe, ich will, ich nehme. Das scheint schon dieses Credo dieser Welt zu sein. Und ich möchte mit euch folgende Themenabschnitte heute behandeln. Das ist einmal ein falsches Evangelium, verschwommenes geistliches Sehvermögen, die Stufen der Habsucht oder der Habgier und die Lösung, die wir finden müssen. Und das erste ist das falsche Evangelium. Welches Evangelium unter anderem heute gepredigt wird. Aus der Drei-Engels-Botschaft wissen wir, dass ein ewiges Evangelium gepredigt werden soll. Aber der Feind hat nicht geruht. Er hat auch ein Evangelium, das er predigt, durch seine Handlanger. Und dieses Evangelium ist das sogenannte Wohlstandsevangelium. Es ist ein Evangelium, das letztendlich die Aussage hat: Wenn du Gott treu bist, so wirst du viel finanziellen Segen erhalten. In den USA ist das ein ganz großes Thema, dass Prediger sagen: Gebt uns das Geld und Gott wird segnen. Oder gebt uns das Geld und er wird euch gesund machen. Dieses Evangelium ist gefährlich auf zweierlei Hinsicht. Die erste Sparte, die es gefährlich macht, ist, du möchtest gerne materialistisch eingestellt sein in deinem Herzen, aber dich dabei gut fühlen. Das ist kein Problem. Wir haben hier ein Evangelium für dich. Das heißt, der Mensch wird in seinem gefallenen Zustand gelassen und es wird ihm sogar noch suggeriert, dass es gut so wie es ist. Das zweite ist, dass Gott als Automat angesehen wird. Das heißt, ich gehe hin und schmeiße irgendwas hinein, treue, gehorsam, Geld und bekomme etwas dafür heraus, nämlich Segnungen in Form von Wohlstand oder von Gesundheit. Und diese Theologie ist eine sehr gefährliche Theologie.
[4:11] Ich möchte hier eine Geschichte von einem Freund erzählen. Es ist ein guter Freund von mir, schon seit der frühen Schulzeit. Dieser Freund hat geglaubt und ist ins Schwanken geraten. Einer der Punkte für ihn war der Zehnt. Er hat gesagt: Ich habe meinen Zehnt immer gegeben, aber ich wurde nie finanziell erfolgreich. Bei mir war es so, dass ich Auto gefahren bin und um eine gute Fahrt gebeten habe und ich hatte einen Unfall. Und wo ist denn Gottes Segen? Und ich habe ihn gefragt: Hast du eine einzige Verletzung aus diesem Unfall mitgetragen? Und er sagte: Nein, das habe ich nicht. Und ich sage: Siehst du denn Gottes große Segnung nicht? Du könntest tot sein. Du könntest Millionen auf dem Konto haben, aber tot sein. Was würde dir das Geld nutzen? Er hat diesen Segen nicht angenommen. Für ihn ist Gott einer, der sagt: Nö, bekommst du nicht. Ich mag andere mehr als dich. Er hat eine falsche Sichtweise auf die Dinge. Auf diese Sichtweise möchte ich später noch genauer kommen, aber behalte diese Geschichte von meinem Freund im Hinterkopf.
[5:32] Ich möchte mit euch schauen in 2. Korinther 8, Verse 1 bis 7. 2. Korinther 8, Verse 1 bis 7, und dort finden wir eine Geschichte über die Mazedonier. 2. Korinther, Kapitel 8, Verse 1 bis 7. Wir wollen euch aber, ihr Brüder, von der Gnade Gottes berichten, die den Gemeinden Mazedoniens gegeben worden ist. In einer großen Prüfung der Bedrängnis hat ihre überfließende Freude und ihre tiefe Armut die Schätze ihrer Freigebigkeit zutage gefördert. Denn nach ihrem Vermögen, ja, ich bezeuge es, über ihr Vermögen hinaus waren sie bereitwillig. Und sie baten uns mit vielen Zureden, dass wir die Liebesgabe und ihre Gemeinschaft an Dienst für die Heiligen annehmen sollten. Und sie gaben nicht nur so, wie wir es erhofften, sondern sich selbst gaben sie hin. Zuerst dem Herrn, dann uns, durch den Willen Gottes. Sodass wir Titus zuredeten, dieses Liebeswerk, bis er es angefangen hatte, nun auch bei euch zu vollenden. Aber wie ihr ihnen in allem reich seid, im Glauben, im Wort, in der Erkenntnis und in allem Eifer, sowie in der Liebe, die ihr zu uns habt, so möge auch dieses Liebeswerk bei euch reichlich ausfallen. Wir sehen hier, dass es eine Gemeinde gab, die großzügig war, sogar über ihre Maße hinaus. Sie hatten materiell nicht viel, das ist in Mazedonien heute noch so. Aber das, was sie hatten, sogar mehr als sie hatten, waren sie bereit für Gott und für den Dienst auf Erden auszugeben. Diese Gemeinde entlarvt das Wohlfahrtsevangelium als falsch. Das ist nur eines der Beispiele, die wir in der Bibel finden, die dieses falsche Evangelium einfach zeigen. So ist es nicht. Das ist, wie der Mensch gerne sein möchte, aber er möchte ja reich sein. Aber es ist nicht, wie Gott uns möchte. Gott möchte nicht primär, dass wir reich werden.
[8:03] Und die Lektion hat eine super interessante Frage gestellt, die ich gerne an euch weitergeben möchte. Und zwar: Welche Beispiele für Menschen kennst du, die gott-treu sind, aber nicht reich an weltlichem Besitz? Und ich möchte hier eine Erfahrung erzählen von den Anfängen meines Glaubens. Ich habe Gott gefunden und mein Leben ist auseinandergebrochen, das habe ich euch schon mal erzählt. Unter anderem ist mir die Wohnung weggekündigt worden. Und ich habe gesagt: Gott wird sich schon darum kümmern, wer weiß, wo ich hinkomme. Und das waren die Anfänge, wo ich auch angefangen habe, die Adventgemeinde zu besuchen. Und es gab eine Familie, die ist in Potsdam zu Hause. Die hat von meiner Situation erfahren. Und sie haben gesagt: Boris, wenn du möchtest, kannst du bei uns wohnen. Und ich habe ein bisschen überlegt und gebetet und habe mich schließlich entschlossen, dem nachzukommen. Und ich habe gesehen, diese Familie, sie hatte wirklich nicht viel an weltlichen Gütern. Von dem wenigen, das sie haben, haben sie mir überreichlich abgegeben. Ich kann euch sagen, dort wird das Evangelium gelebt. Und ich bin nicht der Einzige, der dort untergekommen ist. Im Laufe der kurzen Zeit, die ich da gewohnt habe, circa ein Jahr, habe ich gesehen, wie vier, fünf andere Leute aus Osteuropa oder sonst woher dort Unterschlupf bekommen haben, Nahrung bekommen haben. Und ich muss euch sagen, mich hat das tief beeindruckt, dass ich gesehen habe, hier wird Christentum gelebt, in einer Tiefe, wie wir es uns nicht vorstellen können.
[10:00] Und die Frage ist, warum sehen wir das nicht alle so? Wir vor der Kamera oder ich? Warum ist mein Herz nicht direkt bereit, Leute aufzunehmen? Und Schuld ist ein verschwommenes Sehvermögen. Ich möchte mit euch gerne in die Offenbarung gehen, und zwar in Offenbarung 3, Verse 17 und 18. Offenbarung 3, Verse 17 spricht über den Zustand von Laodizea. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss und mir mangelt es an nichts, und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich, arm, blind und entblößt bist. Und Jesus sagt auch, was Laodizea tun sollte, und das ist: Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird, und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst. Ich möchte auf den Aspekt der Augensalbe mit euch eingehen. Das Problem von Laodizea ist nicht, dass sie blind sind. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass sie es nicht erkennen. Gott sagt: Kommt zu mir, kauft Augensalbe und ihr werdet sehen. Das Problem ist, dass sie blind sind und das nicht erkennen.
[11:52] Der Schlüssel liegt in der Motivation, und ich möchte mit euch 2. Korinther 4, Vers 8, 18 lesen. 2. Korinther, Kapitel 4, Vers 18. Dort steht: Da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich. Was aber unsichtbar ist, das ist ewig. Hier sagt uns Paulus, dass wenn wir auf Weltliches schauen, das ist vergänglich. Aber wenn wir auf das Unsichtbare schauen, das ist ewig. Und das Unsichtbare ist unter anderem unser Charakter. Das Unsichtbare noch ist das himmlische Jerusalem, in dem wir eins sein sollen. Und Gott will uns alle da haben. Das sind die Dinge, auf die wir unser Auge richten sollen. Ganz hart gesprochen: Gott möchte es hinbekommen, dass wenn hier in Deutschland unvorstellbar irgendwann eine große Hungersnot ausbricht, wegen Krieg, Krise, irgendwas, und wir haben einen Laib Brot für unsere Familie, weil sie hungrig ist, und wir sehen jemanden, der mit seiner Familie hungert und am Sterben ist, dass wir die Herzensgüte entwickeln, dieses Brot abzugeben und zu sagen: Nimm du es, denn ich habe Gott, der auf mich aufpasst.
[13:32] Dieses Evangelium bedeutet nicht, dass wir arm wie Kirchenmäuse sein müssen. Gott möchte uns überreich beschenken. Er liebt uns, aber er würde es uns niemals geben, wenn es uns schadet. Und ich möchte mit euch zusätzlich noch Matthäus 6, Vers 33 lesen. Matthäus 6, Vers 33 sagt: Trachtet zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit, und alles andere fällt euch damit zu. Das zeigt uns, Gott möchte uns beschenken und zwar überreich. Er möchte, dass wir glücklich und zufrieden sind, auch an weltlichen Gütern. Er hat gesagt, er gibt uns noch viel mehr als den Heiden. Das ist die Verheißung, die wir haben, und diese Verheißung sollten wir uns zu Herzen nehmen. Es ist nicht schlecht, reich zu sein, es ist aber schlecht, wohlhabend oder reich zu sein und das Geld nur für sich zu verwenden. Und das kann nicht passieren, wenn unser Herz bei Gott ist, wenn wir zuerst nach den himmlischen Dingen trachten. Dann wird uns unser Reichtum zum Segen, weil wir es weitergeben.
[14:52] Und auch hier gibt die Lektion eine äußerst wichtige Frage und zwar: Auf welche Weise kannst du in deinem eigenen Leben den Betrug des Reichtums sehen? Wie können wir diese Augensalbe kaufen, die Gott uns dringend empfiehlt? Und ich möchte euch jetzt etwas an die Hand geben, wo ihr bitte wirklich, wirklich aufpasst und euer Herz erforscht. Es funktioniert nur durch Gebet. Wenn ihr Gott bittet, dass er diese Liebe zum Geld, diesen Betrug des Reichtums, dass ihr nicht in diese Falle fallt, bittet Gott, dass er die Umstände so lenkt und leitet, dass euer Herz gereinigt wird. Es gibt da zwei große Möglichkeiten, wenn euer Gebet aufrichtig ist. Die erste Möglichkeit ist, es funktioniert alles. Das heißt, euer Herz ist nicht darauf fixiert. Gott sieht keine Notwendigkeit, dort einzugreifen. Jetzt zu dem anderen Fall: Euer Herz hängt am Reichtum und ihr bittet Gott, euch das zu zeigen und dagegen anzukämpfen. Dann wird er euch in Situationen führen, dass zum Beispiel alles um euch herum kaputt geht und euer Angespartes aufgebraucht wird, oder ihr werdet sogar eure Arbeitsstelle verlieren. Das sind Zeitpunkte, wo es wirklich um Vertrauen geht, um wirkliche Herzenserforschung. Ihr braucht euch keine Sorgen machen. Gott wird euch eine andere Arbeit, eine bessere Arbeit geben. Gott wird euch wieder zu Wohlstand verhelfen. Das ist alles nicht die Problematik, aber die Sache ist, diese Zeit tut weh, weil wir uns verändern lassen müssen. Und liebe Geschwister, das ist ein ernstes Gebet. Bittet vor allem auch um Kraft, dass Gott euch da durchführt. Aber es ist notwendig, damit wir das himmlische Jerusalem einmal von innen sehen dürfen. Deshalb möchte ich euch das ganz stark ans Herz legen.
[17:18] Und diese verschwommene Sicht liegt an unserer Habsucht. Es gibt verschiedene Stufen der Habsucht, und die Bibel gibt mehrere Beispiele, wo Habsucht ein schlechtes Ende genommen hat. Das erste Beispiel aus Zeitgründen werde ich mit euch die Texte nicht lesen. Ich biete euch aber an, haltet das Video an und lest die Texte schnell für euch selber, wenn ihr sie nun nicht kennen solltet. Und ich werde sie einfach nennen, wo sie sind. Das erste ist in 1. Mose 3, Verse 1 bis 6. Dort geht es um Eva und die Versuchung, wo sie gesehen hat, dass die Frucht schön zu essen wäre, dass sie weise macht, dass sie sein könnte wie Gott. In ihr wurde etwas eingepflanzt, und zwar, dass sie mit dem Zustand, wie es jetzt ist, nicht zufrieden ist, sondern mehr wollte. Ein zweites Beispiel finden wir in 1. König 21, das ganze Kapitel. Dort geht es um Ahab, der Nabots Weinberg gesehen hat und es ihm umgetrieben hat und er diesen Weinberg haben wollte und das schließlich zum Mord geführt hat, nur damit er diesen Weinberg haben konnte. Das dritte Beispiel ist in Josua 7, Verse 20 bis 22, wo Achan, nachdem sie die Stadt geplündert haben, einen Mantel Gold und Silber zurückbehalten hat und wegen seinem Vergehen Landsleute von ihm sterben mussten. Wir sehen, dass diese Habsucht eine Charaktereigenschaft ist, die dazu führt, dass Sünde offenbar wird und dass Sünde ins Volk kommt.
[19:21] Und eines der bekanntesten Beispiele für Habsucht finden wir in Matthäus 26, die Geschichte mit Judas. Judas, einer der Jünger, einer der Nachfolger Jesu, einer der zwölf, die das große Vorrecht hatten, mit Jesus wandeln zu dürfen. Liebe Freunde, das ist ein Vorrecht, das nur wenige Menschen auf dieser Welt hatten. Ich selber wünsche mir ab und zu: Wäre ich doch dabei gewesen. Hätte sich doch Jesus erkannt als das, was er ist, und dass er meine Charakterschwächen direkt ansprechen kann, auf eine Art und Weise, wie nur er es kann. Dieser Judas ist mit Jesus gewandelt, aber sein Herz gehörte nicht ganz Jesus. Und das sieht man in dieser Prüfung, dass er den Heiland verraten hat für den Preis eines Sklaven, für 30 Silberlinge. Hier sehen wir, wozu die Habsucht führt. Und Egoismus, also das Selbstzentrierte, ist eine Sünde. Und die Habgier ist die häufigste Erscheinungsform des Egoismus, weil die Habgier, ich will haben, dient nur dazu, das Ich zu fördern. Und das ist eine Eigenschaft, die so nicht sein sollte. Aber wir finden diese Eigenschaft, dass sie so tief in unserem Wesen verankert ist.
[20:59] Und dazu möchte ich mit euch drei Texte gemeinsam lesen. Der erste ist in 2. Timotheus 3. 2. Timotheus 3. Na komm. Verse 1 und die ersten Worte von Vers 2. Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden, denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein. Er zählt noch andere Punkte auf, aber diese Punkte sind wichtig für unser Studium. Das heißt, in den letzten Tagen wird es so sein. Die Menschen haben schon immer sich selbst geliebt und waren geldgierig, aber nie schien es so schlimm zu sein, wie heute. Dass selbst in der Familie um Geld geizt wird. Das beste Beispiel ist, wenn wir in die Welt schauen und Erbstreitigkeiten sehen. Da ist Mord und Totschlag wegen ein paar Euros. So ist die Welt und so sind auch wir in der Gemeinde. Ich denke, keine Gemeinde ist davon ausgeschlossen. Auch wenn ich meine Geschwister liebe, nur wenige sind so wie die Familie, die ich vorhin schildern durfte.
[22:22] Lasst uns weitergehen in Jakobus. Jakobus Kapitel 1 Vers 15. Jakobus Kapitel 1 Vers 15. Danach, wenn er die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde. Die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Das heißt, wir haben eine Begierde, die in uns ist und die führt zur Sünde. Als Judas in sich hatte: Ich möchte gerne finanziellen Wohlstand haben, war das in ihm noch nicht zutage getreten. Es war nach außen gesehen nicht so schlimm. Aber das ist in ihm gegärt. Und wir haben dann gesehen, als ich die Möglichkeit geboten hatte, das Richtige zu tun oder dem Geld nachzufolgen, hat er sich für das Geld entschieden. Das heißt, dadurch, dass es in ihm schon herangewachsen ist, hat es dann die Frucht gebracht. Und darin ist eine große Gefahr.
[23:29] Und diese Gefahr hat schon Salomo gesehen. Lasst uns zusammen in die Sprüche gehen. Sprüche Kapitel 5 Vers 22. Sprüche Kapitel 5 Vers 22. Den Gottlosen nehmen seine eigenen Missetaten gefangen und von den Stricken seiner Sünde wird er festgehalten. Das gilt auch für uns. Wenn wir in einer Sünde sind, kommen wir alleine nicht raus. Die Sünde ist eine Falle. Sie bindet uns. Wir sind verloren, wenn wir nicht die Lösung hätten.
[24:22] Und die Lösung dieses Problems, das in uns ist, möchte ich mit euch jetzt studieren. Und zwar müssen wir auf Jesus schauen. Und nicht nur auf Jesus schauen, sondern uns auf Jesus fokussieren. Nehmen wir die Geschichte von Judas heran. Wie hat sich Jesus ihm gegenüber verhalten? Jesus war geduldig. Jesus hat das von Anfang an gewusst, dass er verraten werden würde. Und er hat sehr früh gewusst, dass es von Judas sein wird, weil er diese Charakterschwäche gesehen hat. Und Judas wurde immer mal wieder angerührt durch die Gleichnisse, die Jesus gesprochen hat, durch die stillen Rügen. Aber er hat seinen Charakter nicht verändern lassen. Und da sehen wir, wie wichtig es für uns ist, den Charakter durch Jesus verändern zu lassen.
[25:18] Und wenn wir auf Jesus schauen, sehen wir tolle Eigenschaften. Die erste möchte ich euch zeigen in 2. Korinther 8, Vers 9. 2. Korinther, Kapitel 8, Vers 9. Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet. Das ist auch buchstäblich gemeint. Ich meine, Jesus hatte kein Kopfkissen für seinen Kopf. Er hatte kein Haus, wo er drin schlafen konnte. Jesus, der Schöpfer des Universums, der in der Herrlichkeit war, hat das für uns auf sich genommen, damit wir diese Herrlichkeit haben dürfen. Ich meine, wie wird es im Himmel sein, wenn wir unser eigenes Haus haben und unseren eigenen Weinberg und wir sagen: Ich möchte ein schönes Regal aus Gold haben. Dann sagen wir Gott: Gott, ich möchte gerne ein bisschen Material haben. Wo finde ich das denn? Im arbeitsintensivsten Fall sagt Gott: Da ist das Gold, holt es euch. Im einfachsten Fall sagt er: Ich stelle es euch vor die Haustür. So wird es einmal sein, weil wir nicht mehr auf das Gold schauen werden, weil uns das nur noch gefallen wird vom Anblick, aber wir unser Herz nicht mehr daran hängen. Das ist die Sache, die Gott für uns erreichen will.
[27:08] Und wir sollten dieses Charakterbild hier noch mal genauer anschauen, und das finden wir in Philipper 2, Verse 5 bis 8. Philipper 2, die Verse 5 bis 8. Dort steht geschrieben: Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war. Der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie ein Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod. Ja, bis zum Tod am Kreuz. Das war der Charakter Christi.
[27:57] Und die Frage, die wir uns stellen müssen, ist: Wie kann dieser Charakter in uns heranreichen und herbeigeführt werden? Wie können wir so werden wie er? Und ich möchte mit euch drei wichtige Texte dazu lesen. Der erste ist in Apostelgeschichte 24, Verse 24 bis 26. Apostelgeschichte, Kapitel 24, Verse 24 bis 26. Dort steht geschrieben: Nach etlichen Tagen aber kam Felix mit seiner Frau Drusilla, die eine Jüdin war, und ließ den Paulus holen und hörte über ihn den Glauben an Christus. Als er aber von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und dem zukünftigen Gericht redete, wurde Felix von Furcht erfüllt und er antwortete: Für diesmal kannst du gehen, wenn du aber gelegene Zeit findest, will ich dich wieder rufen lassen. Zugleich hoffte er aber auch, dass er von Paulus Geld erhalten würde, damit er ihn frei ließe. Darum ließ er ihn auch öfters kommen und besprach sich mit ihm.
[29:10] Ich möchte mit euch die anderen Texte auch noch lesen und dann besprechen wir sie gemeinsam. Der zweite ist in 2. Petrus 1, Verse 5 bis 9. 2. Petrus 1, Verse 5 bis 9. So setzt eben deshalb allen Eifer daran und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis, in der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren, im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht, in der Gottesfurcht aber die Bruderliebe, und in der Bruderliebe die Liebe. Wir haben hier eine christliche Leiter, die wir auch schon mal besprochen haben. Und als letztes möchte ich mit euch Galater 5, Verse 22 bis 25 lesen. Galater 5, Verse 22 bis 25. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
[30:46] Nachdem Gott uns eine neue Gesinnung schenkt, müssen auch wir was tun und zwar diese drei Texte haben einen Begriff, der in allem übereinstimmt und zwar Enthaltsamkeit beziehungsweise Selbstbeherrschung. Es ist ein wahnsinnig wichtiger Punkt in unserem Leben, diese Selbstbeherrschung, diese Mäßigung in unserem Leben durchzusetzen. Wir als Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten kommen aus einer Mäßigkeitsbewegung heraus, weil wir eben nicht in diesen Konsum fallen möchten, weil wir unseren Geist woanders hinlenken möchten. Da kommen wir her und wir sehen, dass die Selbstbeherrschung ein Teil der christlichen Leiter ist. Wir sehen, dass die Selbstbeherrschung ein Teil der Frucht des Geistes ist. Und auch Paulus hat von Enthaltsamkeit und Gerechtigkeit gepredigt, und Felix hat Furcht bekommen, weil er gemerkt hat, seine Herzenseinstellung ist eine andere.
[32:02] Und wir müssen diesen geistigen Kampf verstehen, der in uns tobt. Wir wissen alle vom großen Kampf zwischen Satan und Jesus, der auf dieser Welt tobt, der aber auch in uns tobt. Wir müssen verstehen, dass zu jedem Zeitpunkt böse Engel und gute Engel um uns herum sind, die um unseren Geist streiten. Und die Gedanken gehen hin und her, und unsere Gedanken mit unserer Willenskraft zusammen führen zu Entscheidungen. Entscheidungen führen zu Taten. Taten führen zu Gewohnheiten, und Gewohnheiten formen unseren Charakter. Es ist so wichtig zu verstehen, dass wir diese Habgier schon im Keim ersticken müssen, und das ist eine Sache. Gott befähigt uns dazu. Gott schenkt uns einen neuen Geist und ein neues Herz. Darum, wo der Psalmist darum bittet, das schenkt uns Gott. Und mit diesem neuen Willen, ich möchte der Habgier feind sein, werden unsere Entscheidungen beeinflusst und unser Leben verändert sich.
[33:27] Liebe Geschwister, wenn wir sehen, unser Denken dreht sich nur noch um das liebe Geld, Andachten sind uns nicht so wichtig, Zeit mit der Familie ist uns nicht so wichtig, sondern wir zermatern uns über das Geld, dann sind wir auf einem gefährlichen Weg. Dann sind wir auf einem Weg, der uns das ewige Leben kosten könnte. Bitte, wenn du dich angesprochen fühlst, leg es nicht einfach beiseite und sag: Was will mir der junge Mann schon erzählen? Gehe ernstlich ins Gebet zu Gott und bitte ihn, dir ein neues Herz zu schenken. Buße tut weh, weil sie unseren Stolz überwinden muss, aber sobald das geschafft ist, blüht uns ein Leben in Glückseligkeit, nicht nur auf der neuen Erde, sondern auch hier.
[34:33] Liebe Freunde, liebe Zuschauer, liebe Geschwister, wenn es euer Wunsch ist, dass Gott uns zeigt, was falsch in unserem Herzen ist, ich bitte euch, geht da, wo ihr seid, vor dem Fernseher, in der Gemeinde, im Bett, geht auf die Knie und bittet Gott mit mir, dass er uns hilft zu erkennen, wo unsere charakterlichen Defizite sind und dass wir immun werden vor dem Betrug des Reichtums und vor den Sorgen dieser Weltzeit. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir so sehr für dein Wort, das du uns gegeben hast. Ich danke dir, dass dein Geist durch die Seiten dieses wunderbaren Buches durchbricht und uns erhellt. Heiland, wir sehen, wie es in der Welt ist, und wir sehen, dass das nicht gut ist. Heiland, ich bitte dich, lass uns nicht Laodizea sein, sondern lass uns erkennen, wo es in unserem Leben mangelt an der Erkenntnis und Weisheit von dir. Heiland, ich bitte dich, dass du uns aufzeigst, wo wir dir nicht nachfolgen und besonders, wenn unser Herz gefangen ist durch die Reichtümer dieser Welt. Großer Gott, bitte löse du uns davon, und wir klammern uns an die Verheißung, die du gegeben hast, dass zu jeder Versuchung, die kommt, du auch einen Ausweg bereithältst und uns niemals über unsere Kraft hinaus versuchen wirst oder in Versuchung geraten lässt. Heiland, ich danke dir für deine Treue und deine Güte und deine Liebe und deine Geduld mit uns irrenden Wesen. Heiland, hab Dank und so bitten wir im Namen Jesu. Amen. Ihnen und euch wünsche ich jetzt eine schöne Woche, und wir sehen uns nächste Woche mit der Lektion 3 wieder auf JOL Media TV. Vielen Dank.