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In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour geht es um die Ergebnisse der Haushalterschaft. Monja Ströck beleuchtet drei zentrale Aspekte, die sich im Leben eines Haushalters zeigen: Frömmigkeit, Zufriedenheit und Vertrauen. Anhand biblischer Beispiele wird erklärt, wie diese Eigenschaften unser Handeln prägen und wie sie uns befähigen, Gott zu ehren und ein Zeugnis für andere zu sein.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens

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Transkript

[0:00] Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von der Cannstatt Study Hour. Wir wollen uns heute mit der letzten Lektion beschäftigen, die Lektion Nummer 13. Und zwar haben wir das ganze Quartal über die Haushalterschaft studiert. Und heute ist unser Thema die Ergebnisse der Haushalterschaft. Und wir wollen das ganze Quartal zu einem Ende bringen.

[0:42] Und bevor wir tiefer in den Text eintauchen, möchte ich zu Beginn beten. Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass wir uns über das Thema Haushalterschaft Gedanken machen dürfen. Ich möchte dir danken, dass du uns weise Ratschläge in deinem Wort gibst, die wir umsetzen dürfen und dass du uns die Kraft dazu gibst. Und ich möchte dich bitten, dass du unsere Herzen weit machst, wenn wir jetzt das letzte Thema in der Lektion studieren, dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst und dass du uns zeigst, welche Punkte wir in unserem Leben verändern dürfen. Und ich danke dir dafür und bete im Namen Jesu. Amen.

[1:19] Der Merkvers für diese Woche steht in 1. Petrus 2, und dort Vers 12. 1. Petrus 2, Vers 12. Dort steht: "Und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung." Als Haushalter sind wir Zeugen für Gott. Und als Haushalter haben wir einen Einfluss auf andere Menschen. Und wie der Text sagt, sollen wir einen guten Wandel haben. Wir sollen einen guten Einfluss haben. Warum? Andere Menschen sehen uns, sie beobachten uns und sie sehen unsere Motive und Gedanken, wie wir sie ausführen. Und das ist oft ein größeres Zeugnis als alle Worte, die wir reden. Oder aber sie sehen, dass die Taten unsere Worte unterstreichen.

[2:22] Und in vielen Stellen der Bibel werden wir aufgefordert, Licht zu sein. So zum Beispiel in Epheser 5, Vers 8. Epheser 5, Vers 8. Dort sagt Paulus: "Denn ihr wart einst Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts." Jetzt ist die Frage, was bedeutet es, dass wir Kinder des Lichts sind? Und dazu wollen wir mal Johannes 8, Vers 12 aufschlagen. Johannes 8, Vers 12. Dort steht: "Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben." Also hier sagt Jesus, dass er selbst das Licht ist und seine Nachfolger, die sich für ihn entschieden haben, werden auch das Licht haben. Also werden wir Jesus in dieser Welt scheinen.

[3:26] Und weil wir das Licht haben, sollen wir es auch scheinen lassen. So steht es in Matthäus 5, Vers 16. Matthäus 5, Vers 16. "So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." Lasst uns mal lesen Titus 2, Vers 7. Titus 2, Vers 7. "In allem mache dich selbst zu einem Vorbild guter Werke. In der Lehre erweise Unverfälschtheit, würdigen Ernst, Unverderbtheit." Also wie wir hier in dem ersten Satz sehen, "in allem mache dich selbst zu einem Vorbild guter Werke." Und wie wir jetzt auch schon in den vergangenen Versen gesehen haben, ist es wichtig, dass wir unser Licht leuchten lassen in der Welt. Und dies zeigt sich in den guten Werken, die wir dann natürlicherweise vollbringen.

[4:37] Und wenn uns die Leute dann fragen, wenn ihnen auffällt, dass wir vielleicht anders handeln wie sie oder anders handeln wie andere Menschen und dass sie ins Fragen bringt, dann sollen wir bereit sein, Rechenschaft darüber abzulegen und ihnen von der Hoffnung zu erzählen, die in uns ist. Das sagt 1. Petrus 3, Vers 15. Lasst uns den Vers auch noch lesen. 1. Petrus 3, Vers 15. Da steht: "Sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen. Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert, über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung." Und hier schließt sich der Kreis zu unserem Merkvers. Wir haben gesehen, dass es wichtig ist, dass wir gute Werke haben, dass wir Gott damit preisen und dabei, dass es ein Zeugnis ist für die Mitmenschen und dass sie in uns die Hoffnung sehen sollen, die wir haben.

[5:51] Und gleichzeitig wird das bewirken, dass unsere Werke so gut sind, dass sie uns eigentlich nicht anklagen können, weil sie keinen Grund finden, außer wenn sie anfangen, irgendwie zu lügen oder uns in irgendwelche Fallen zu locken versuchen. Jetzt wollen wir uns in dieser Lektion anschauen, was die Menschen an uns sehen. Und in der Lektion werden drei Bereiche genannt, die wir uns jetzt näher anschauen, und zwar die Frömmigkeit, die Zufriedenheit und das Vertrauen. Ich denke, es gibt noch viel mehr Bereiche, die Menschen an uns sehen, aber wir wollen unseren Fokus jetzt auf die drei Bereiche legen.

[6:33] Und wir fangen mal an mit der Frömmigkeit. Dazu lesen wir einen Text in Titus 2. Titus 2 und dort elf bis zwölf. "Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen. Sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit." Hier sehen wir, dass die Gnade Gottes in uns bewirkt, dass wir ein frommes Leben führen. Und wir wollen uns anschauen, wie sich ein frommes Leben zeigt. Und dazu nehmen wir erst mal ein Negativbeispiel.

[7:23] Und zwar gehen wir in 2. Timotheus 3 und dort die Verse 1 bis 9. 2. Timotheus 3 und dort die Verse 1 bis 9. Da steht: "Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen. Sie lieben das Vergnügen mehr als Gott. Dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab. Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und die leichtfertigen Frauen einfangen, welche mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden, die immer zu lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. Auf dieselbe Weise aber wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese Leute der Wahrheit. Es sind Menschen mit völlig verdorbener Gesinnung, untüchtig zum Glauben. Aber sie werden es nicht mehr viel weiter bringen, denn ihre Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war."

[8:47] Also wie wir hier in den Versen gesehen haben, warnt uns Paulus vor Heuchelei. Vor allem Vers 5: "Dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie." Von solchen wende dich ab. Also nach außen hin scheinen sie ein gottesfürchtiges Leben zu führen, scheinen sie in Einklang zu leben mit dem Schöpfer. Aber sie verleugnen die Kraft, die von ihm kommt. Und es gibt ein Vers in Epheser, der diese Kraft ganz gut beschreibt. Und den wollen wir jetzt mal lesen zusammen. Und zwar Epheser 3 Vers 14 bis 19. Epheser 3 Vers 14 bis 19. Und da steht: "Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält. Dass er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen. Dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr in Liebe gewurzelt und gegründet dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei. Und die Liebe des Christus zu erkennen, die durch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes."

[10:13] Hier sehen wir, dass die Kraft, von der die Rede ist, war in Timotheus, dass das der Heilige Geist ist. Dass das der Heilige Geist ist, der in unserem Leben kommen will, der in uns kommen möchte und durch den alles geschieht. Und somit ist unsere Frömmigkeit nicht nur ein äußerer Schein, der sich in vermeintlichen Taten zeigt, sondern es ist unser Charakter. Er formt unseren Charakter, er verändert uns, damit durch uns die Frömmigkeit und das Leben von Jesus wiedergespielt wird. Und wie der Text hier sagt, wohnt Christus in unserem Herzen, wenn wir erfüllt sind mit dem Heiligen Geist. Wir sind in der Liebe gewurzelt und gegründet. Wir begreifen die Ausmaße der Liebe Jesu und wir haben die ganze Fülle Gottes.

[11:17] Und wenn dies der Fall ist, dann zeigt sich ein frommes Leben in allen Lebensbereichen. Und davon ist die Haushalterschaft eines. Wir wollen uns das an einem Beispiel anschauen in der Bibel, und zwar an Hiob. Schlagt mal mit mir auf Hiob 1, Vers 1. Hiob 1, Vers 1. "Es war ein Mann im Land Uz, der hieß Hiob. Der war ein untadeliger und rechtschaffender Mann, der Gott fürchtete und das Böse mied." Also hier wird Hiob beschrieben. Er war untadelig, er war rechtschaffend, er fürchtete Gott und er mied das Böse. Und in den nächsten Versen wird beschrieben, wie er sein Leben gestaltete.

[12:08] Wir lesen mal weiter bis Vers 5. "Und ihm wurden sieben Söhne und drei Töchter geboren. Und an Herden besaß er siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, fünfhundert Jochrinder und fünfhundert Eselinnen. Und seine Dienerschaft war sehr groß, sodass der Mann größer war als alle Söhne des Ostens. Seine Söhne aber pflegten einander zu besuchen und ein festliches Mahl zu bereiten, jeder in seinem Haus und an seinem Tag. Und sie sandten hin und luden auch ihre drei Schwestern ein, um mit ihnen zu essen und zu trinken. Wenn man die Tage des Festmahls zu Ende war, ließ Hiob sie holen und heiligte sie. Er stand früh am Morgen auf und brachte Brandopfer da für jeden von ihnen. Denn Hiob sagte sich, vielleicht könnten meine Kinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von Gott losgesagt haben. So machte es Hiob alle Zeit."

[13:02] Also was wir hier in den Versen gesehen haben, war, dass er auf der einen Seite Wohlstand hatte, mit dem er weise umgegangen ist, und auf der anderen Seite aber, dass der Glaube ein zentraler Bestandteil in seinem Leben war. Und ich denke, wir wissen alle, was Hiob dann in den nächsten Versen zutrifft. Satan klagt Gott an und er behauptet, dass er seine Frömmigkeit nur habe aufgrund von dem Wohlstand, den er hat. Und daraufhin verliert Hiob alles. Er verliert seine Kinder, er verliert seinen Besitz und schließlich auch seine Gesundheit.

[13:37] Und wenn wir jetzt schauen, was Hiob in Kapitel 2 Vers 3 sagt, also Hiob 2 Vers 3, da sprach der Herr zum Satan: "Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenden Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet. Und er hält immer noch fest an seiner Tadellosigkeit, obwohl du mich gereizt hast, ihn ohne Ursache zu verderben." Also was hier über Hiob gesagt wird, ist, dass er immer noch festhält an seiner Tadellosigkeit, dass er immer noch ein untadeliger und rechtschaffender Mann ist.

[14:21] Und jetzt ist die Frage, was ihm die Hoffnung gibt in einem Leben, wo eigentlich alles danach aussieht, als ob es dem Untergang geweiht ist. Was gab ihm die Hoffnung, da durchzuhalten und immer noch untadelig und rechtschaffend bezeichnet zu werden? Und wenn wir jetzt weiterschauen in Hiob 19 Vers 25, dann haben wir die Lösung. Hiob 19 Vers 25. "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und zuletzt wird er sich über den Staub erheben." Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Das war die Hoffnung, die Hiob hatte. Und das war das, was sein Leben bestimmt hat.

[15:00] Das heißt, sein Fokus war auf Gott gerichtet und er war erfüllt mit der Fülle Gottes. Und das hat ihm die Kraft gegeben, jede Situation in seinem Leben anzunehmen, Gott damit zu preisen und auch vor allem im Leid, wenn alle gegen ihn sind, immer noch die Liebe Gottes zu erkennen und auf ihn gerichtet zu leben und zu wissen, dass er hier auf Erden nur lebt mit dem Ziel, einmal im Himmel bei Gott zu sein.

[15:40] Wir wollen zum zweiten Punkt gehen, der Zufriedenheit. Und bevor wir uns in das Bibelstudium begeben, möchte ich dir zwei Fragen stellen zum Nachdenken. Die eine ist, wie zufrieden bist du mit deinem Leben? Und die andere Frage ist, wie gehst du mit Dingen um, die du dir anders gewünscht hast? In Philipper 4 Vers 11 sagt Paulus einen Satz, der mich oft zum Nachdenken bringt. Philipper 4 Vers 11, den wollen wir zusammen lesen. Philipper 4 Vers 11. "Nicht wegen des Mangels sage ich das. Ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde."

[16:19] Paulus spricht hier von einer inneren Zufriedenheit. Er spricht hier, dass er in jeder Lage zufrieden ist. Das heißt, wenn er reich ist, wenn er alles im Überfluss hat, aber auch wenn er verfolgt wird, und das wurde er oft in seinem Leben, wenn er Schiffbruch erlitten hat oder wenn er alles verloren hat, kann er immer sagen, er ist zufrieden. Und wenn wir weiterschauen in 1. Timotheus 6. 1. Timotheus 6 Vers 6. "Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird." Und weiter in Vers 8: "Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen."

[17:06] Also hier in dem Vers wird deutlich, dass die Folge von Frömmigkeit, was wir uns gerade angeschaut haben, Zufriedenheit ist. Und jetzt wollen wir nochmal zurückgehen in Philipper 4, weil in den Versen davor, bevor Paulus sagt, dass er mit allen Lebenslagen zufrieden ist, gibt er uns ein paar praktische Anweisungen, wie wir da hinkommen können. Und wir fangen an und lesen in Philipper 4, ab Vers 4. Da heißt es: "Freut euch im Herrn allezeit, abermals sage ich, freut euch. Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren, der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus. Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht. Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut. Und der Gott des Friedens wird mit euch sein."

[18:25] "Ich habe mich aber sehr gefreut im Herrn, dass ihr euch wieder so weit erholt habt, um für mich sorgen zu können. Ihr habt doch sonst daran gedacht, aber ihr wart nicht in der Lage dazu. Nicht wegen des Mangels sage ich das. Ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde. Denn ich verstehe mich aufs Armsein. Ich verstehe mich aber auch aufs Reichsein. Ich bin mit allem und jedem vertraut, sowohl satt zu sein, als auch zu hungern, sowohl Überfluss zu haben, als auch Mangel zu leiden. Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus."

[18:59] Hier sagt Paulus viele Ratschläge oder er gibt praktische Hinweise. Und wir wollen Stück für Stück die mal durchgehen und mal benennen. Effekt an den Vers 4: "Freut euch im Herrn allezeit." Abermals sage ich, freut euch. Hier spricht er das Freuen an. Worüber kann ich fröhlich sein? Ich kann fröhlich sein über materielle Dinge, die ich habe oder über Erfolg oder was ich erreicht habe. Oder aber ich kann fröhlich sein über Erlösung. Ich kann dankbar sein, dass Jesus mich erlöst hat und am Kreuz gestorben ist. Ich kann fröhlich sein darüber, dass ich jeden Morgen aufwachen darf. Ich kann fröhlich sein über die Schöpfung. Vielleicht ist gutes Wetter oder mich faszinieren die verschiedenen Grüntöne im Wald oder die Stimmung, die der Himmel gerade ausdrückt.

[20:02] Und wenn ich über solche Sachen fröhlich bin, dann hängt die Fröhlichkeit nicht an irgendwelchen Gefühlen, Empfinden oder Umständen ab, sondern ich bin fröhlich über Tatsachen, die ich nicht beeinflussen kann. Und die Freude ist nicht mehr gekoppelt an irgendwas, was mir vielleicht zustößt oder was ich erreicht habe, was vielleicht auch mal auf der anderen Seite abkippen kann.

[20:33] Wir wollen weiterschauen in Vers 5. Da heißt es: "Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren. Der Herr ist nahe." Es heißt, Paulus sagt, wir sollen sanftmütig sein. Das heißt, er sagt, wir sollen eine gute Gemeinschaft mit den Mitmenschen haben. Es heißt auch, "so viel an euch liegt, habt mit allen Menschen Frieden." Also wir sollen gute soziale Beziehungen pflegen und Freude haben an unseren Mitmenschen.

[20:59] Im nächsten Vers heißt es: "Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kund werden." Wir sollen uns um nichts sorgen. Das ist vielleicht manchmal leichter gesagt wie getan. Aber hier sagt Paulus uns ein Gedanken. Er sagt, wir dürfen mit Gebet und Flehen zu Gott kommen. Wir dürfen Gott alles sagen, was uns auf der Seele liegt, alles sagen, was uns belastet, was uns traurig macht. Und wir dürfen es ihm auch so sagen, wie es uns tangiert. Wir dürfen ihm alle Emotionen sagen, die in uns vorherrschen und sie alle vor Gott bringen. Und dann, dann dürfen wir sie bei Gott lassen und dürfen sagen, wir sorgen uns um nichts, weil sie nun bei Gott sind, weil Gott sich darum kümmert und weil wir Verheißungen haben, dass Gott sich darum kümmern wird und wir darauf vertrauen dürfen.

[22:04] Und dann im nächsten Vers: "Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus." Also dann wird der Friede Gottes in unsere Herzen einziehen und wir werden zufrieden sein. Wir sind glücklich. Wir haben gesehen, dass wir uns freuen können, auch wenn vielleicht die Umstände nicht dem scheinen, weil unsere Freude auf andere Dinge gerichtet ist. Wir haben gute Gemeinschaft mit Mitmenschen, wenn wir mit allen Menschen in Frieden und Harmonie versuchen zu leben, so viel es an uns liegt. Und wir sorgen uns um nichts. Das heißt, drei grundlegende Bereiche sind in Einklang und dann haben wir Frieden.

[22:52] Weiter geht's. In Vers 8 gibt Paulus weitere Ratschläge. "Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht." Also Paulus sagt hier, wir sollen uns im Klaren sein, worauf wir unsere Gedanken setzen. Und er sagt, wir sollen unsere Gedanken auf das setzen, was gut ist. Und ich habe dazu ein interessantes Zitat gefunden. In "Intellekt, Charakter und Persönlichkeit" steht: "Die ungeschriebene Geschichte eines einzigen Tages besteht aus vielen Gedanken. Und alle diese Gedanken haben eine Auswirkung auf unseren Charakter. Wir müssen sehr darauf achten, was wir denken. Denn ein einziger, unsörberer Gedanke hinterlässt eine tiefe Spur in unserer Seele. Ein böser Gedanke lässt einen schlechten Eindruck zurück. Reine heilige Gedanken verbessern einen Menschen. Denn dadurch wird er geistlich angeregt und seine Fähigkeit, Gutes zu tun, nimmt zu." Also lasst uns im Klaren sein, worüber wir uns Gedanken machen und worauf wir unsere Gedanken setzen.

[24:07] In Vers 9 geht es weiter: "Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut. Und der Gott des Friedens wird mit euch sein." Hier sagt Paulus, wir sollen das, was wir gelernt haben, das, was wir gehört haben, auch umsetzen. Und man kann noch so viel hören, noch so viel Predigten anhören oder auch in der Bibel lesen. Der schlussendliche Knackpunkt ist, dass man das, was man erkannt hat, das, was man gehört hat, das, was einem bewusst geworden ist, dass man das auch umsetzen kann oder umsetzen muss mit der Hilfe Gottes. Und dann ist das Ergebnis, dass man in allem zufrieden ist. So wie es Vers 11 bis 13 ausdrückt. Warum? Alle Bereiche sind abgedeckt. Die sozialen Bereiche. Wir haben die Dankbarkeit, die durch die Freude entspringt und wir haben ein sorgenfreies Leben. Unsere Gedanken sind auf das Gute gerichtet und wir können Gott loben mit unserem Leben.

[25:10] In Römer 8 Vers 28 besteht eine Verheißung für uns. "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Denen, die nach dem Vorsatz berufen sind." Wir haben erfahren und wir vertrauen darauf, dass Gottes Kinder alles zum Besten dient. Auch wenn es vielleicht in der Situation nicht ganz danach aussieht. Aber wir können trotzdem zufrieden sein, weil unsere Zufriedenheit nicht mehr an die Situation geknüpft ist, sondern unsere Zufriedenheit ist an den Zustand geknüpft, wie Gott uns sieht. Und wir können in der Dankbarkeit zu Gott leben.

[25:57] Also wir hatten als ersten Punkt die Frömmigkeit. Das heißt, der Heilige Geist erfüllt uns mit aller Fülle, verändert unseren Charakter und das wird sichtbar in unseren Handlungen und Taten, was die Menschen sehen. Und im zweiten Punkt haben wir gesehen, dass wir zufrieden sein können, weil unsere Gedanken sich nicht nur mit der Situation beschäftigen und die Zufriedenheit nicht an den Situationen hängt, sondern wir uns mit dem beschäftigen, was Gott für uns tut und uns daran freuen und dankbar sind und weil wir alle Sorgen bei ihm abladen können.

[26:43] Jetzt kommen wir zum dritten Punkt. Das ist das Vertrauen. Und ich glaube, ihr kennt alle den Vers aus Sprüche 3. Sprüche 3 und da Vers 5. Sprüche 3 Vers 5. "Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand." Also hier spricht es davon, dass wir Gott vertrauen sollen und nicht auf unseren eigenen Verstand. Und ich glaube, auch das ist etwas, was uns geläufig ist und was wir eigentlich doch alle wissen. Und wir wollen uns jetzt drei Punkte anschauen, wie das ganz praktisch aussehen kann.

[27:20] Der erste Punkt ist Gehorsam sein. Nicht zweifeln. Wir schauen dazu in Jakobus 1. Jakobus 1 und dort die Verse 5 bis 6. "Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird es ihm gegeben werden. Erbitte aber im Glauben und zweifle nicht, denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin und her geworfen wird." Also hier heißt es, wir sollen gehorsam sein. Wir sollen nicht zweifeln. Wir dürfen Gott zum Beispiel um Weisheit bitten und dann sollen wir vertrauen, dass er sie uns auch geben wird, weil er es verheißen hat.

[28:14] Der zweite Punkt ist Zuversicht haben. Hebräer 11 und dort Vers 1 bis 3. "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Durch diesen haben die Alten ein gutes Zeugnis erhalten. Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, sodass die Dinge, die man sieht, aus Sichtbaren entstanden sind." Zuversicht haben, Vertrauen, dass Gott seine Verheißungen auch erfüllen wird.

[28:49] Und der letzte Punkt, im Glauben vorwärts gehen. Da wollen wir als Beispiel Abraham nehmen. Wir bleiben in Hebräer 11 und wir lesen Vers 8. Hebräer 11 Vers 8. "Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach dem Ort auszuziehen, den er als Erbteil empfangen sollte. Und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen werde."

[29:13] Dieser Vers zeigt eigentlich alle drei Punkte, die wir angesprochen haben. Noch einmal. Gott sprach zu Abraham und Abraham gehorchte. Punkt 1. Er ist ausgezogen. Er ist im Glauben vorwärts gegangen. Das war Punkt 3. Und er hatte die Zuversicht, die feste Gewissheit, dass Gott ihn führen wird und dass Gott seine Verheißungen wahr macht. Punkt 2.

[29:45] Was wir hier sehen, ist, dass Vertrauen eine Entscheidung ist. Und Vertrauen wird wachsen, je mehr wir in unserem Leben voranschreiten und je mehr wir gelernt haben, Gott zu vertrauen in den Bereichen unseres Lebens, weil wir erlebt haben, dass man Gott vertrauen kann, dass er vertrauenswürdig ist und dass er uns nie enttäuscht. Und diese Erlebnisse geben uns wieder Kraft, Sicherheit und Hoffnung für die nächsten Erlebnisse, die wir machen werden, für die nächsten Herausforderungen oder für die nächsten Situationen, die wir nicht ganz einordnen können.

[30:29] Wenn wir an den Sprüchevers denken, dann heißt er: "Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen." Dieses von ganzem Herzen bedeutet, dass unser ganzer Charakter, unsere ganzen Motive, unsere ganzen Absichten Gott vertrauen zeigen. Es ist das, was wir in der Frömmigkeit besprochen haben, dass der Heilige Geist uns erfüllt und dass unser ganzes Wesen fromm ist und dass wir nicht nur irgendwie mit unserem Mund meinen, wir vertrauen Gott, aber unsere Taten zeigen etwas anderes. Nein, es soll alles umfassen.

[31:15] Gott setzt nicht äußerlich an und versucht uns irgendwie äußerlich zu verändern oder uns schön zu machen. Nein, er setzt am Kern an. Er setzt ganz innen drin an, damit von innen nach außen alles verändert wird und die gute Frucht dann nachher erscheinen kann. In Matthäus 22, Vers 37, Matthäus 22, Vers 37, das verdeutlicht dieses Prinzip auch nochmal. Matthäus 22, Vers 37. Und Jesus sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken." Also Gott lieben mit allem, was du hast und mit allem, was du bist.

[32:02] Als Gotteskinder leben wir hier auf der Erde in der Hoffnung, einmal im Himmel bei Gott zu sein. Lass uns dazu Hebräer 11 lesen. Hebräer 11 und dort die Verse 13 bis 14. Hebräer 11, 13 bis 14. "Diese alle sind in Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von Ferne gesehen und waren davon überzeugt und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden. Denn die solches sagen, geben damit zu erkennen, dass sie ein Vaterland suchen."

[32:43] Also dieses Leben, das wir hier auf Erden leben, ist eine Charakterschule für uns. Es ist eine Charakterschule für den Himmel. Tagtäglich neu lernen wir irgendwie irgendwelche Lektionen, haben irgendwelche Übungen, die uns auf den Himmel vorbereiten. Es ist manchmal nicht leicht, aber es ist wichtig, damit unser Charakter geformt wird und veredelt wird. Und unser Leben ist gleichzeitig eine Entscheidung für oder gegen Gott. Also ob wir einmal bei Jesus sein wollen oder ob wir es nicht wollen. Das wird ganz deutlich in Matthäus 12, Vers 13 beschrieben. Matthäus 12, Vers 13. Dann sprach er zu den Menschen. Entschuldigung, Matthäus 12, Vers 30. "Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut."

[33:54] Also es gibt zwei Möglichkeiten der Entscheidung für oder gegen Gott. Und ganz am Ende wird jeder Mensch eine der zwei Sätze hören. Entweder Matthäus 25, Vers 21. Matthäus 25, Vers 21. Da sagte sein Herr zu ihm: "Recht so, du guter und treuer Knecht. Du bist über Wenigem treu gewesen. Ich will dich über Vieles setzen. Geh ein zur Freude deines Herrn." Also wir waren über wenig treu. Gott wird uns zu vielem einsetzen. Oder aber der andere Satz. Matthäus 7, Vers 23. Matthäus 7, Vers 23. Und dann werde ich ihn bezeugen: "Ich habe euch nie gekannt. Weicht von mir, ihr Gesetzlosen."

[34:41] Und warum hat Gott sie nie gekannt? Das steht an den Versen davor. Vers 21: "Nicht jeder, der zu mir sagt, Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut." Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: "Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweißackt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?" Gott hat sie nicht gekannt, weil sie nicht den Willen des Vaters getan haben.

[35:17] Jetzt ist die Frage, was ist der Wille Gottes? Und dazu wollen wir Micha 6, Vers 8 lesen. Micha 6 und dort Vers 8. Micha 6, Vers 8. "Es ist dir gesagt, oh Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts anderes als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott." Also der Wille Gottes ist, dass wir Recht tun, dass wir Liebe üben, dass wir demütig wandeln mit Gott.

[35:51] Und diese drei Punkte lassen sich auch in der Haushalterschaft finden. Haushalterschaft ist der Umgang mit den Dingen, die Gott mir anvertraut hat. Und wenn ich Recht tue, dann verwalte ich die anvertrauten Dinge verantwortungsbewusst. Wenn ich Liebe übe, dann sehe ich die Bedürfnisse und Nöte meines Nächsten und nehme sie wahr und reagiere vielleicht dementsprechend auch. Und wenn ich demütig wandle mit Gott, dann stelle ich mich täglich unter die Führung Gottes und bin bereit, mich von ihm verändern zu lassen und habe die Fülle Gottes, von der wir vorher geredet haben.

[36:39] Und wenn ich dies tue, dann ist die Haushalterschaft ein Bereich, in dem ich Gott ehre und gleichzeitig aber auch ein Zeugnis bin für die Menschen. Weil folgende drei Bereiche sichtbar werden, die wir uns in der ganzen Lektion angeschaut haben. Die Frömmigkeit, dass Gott mich umwandeln darf, dass er mich erfüllen darf und von innen die Kraft gibt, die ich brauche. Die Zufriedenheit. Wir haben gesehen, dass wenn wir auf Jesus blicken und auf den Schatz, den wir einmal im Himmel haben werden, dass wir dankbar sein können und jede Situation zufrieden annehmen können. Und Vertrauen. Wir haben gesehen, Vertrauen kommt durch Gehorsam, durch das im Glauben vorangehen und Vertrauen wächst mit den Erfahrungen, die wir machen auf unserem Lebensweg.

[37:40] Und ich möchte mit drei Fragen abschließen, die dich zum Nachdenken bringen sollen. Und zwar, was hat Gott dir anvertraut? Wie setzt du die anvertrauten Dinge ein und aus welcher Kraft handelst du? Und in Psalm 139, Verse 23 und 24 steht ein Gebet, das wir auch zu unsermachen können, damit Gott uns seine tiefen Gedanken offenbart. Da heißt es: "Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne, wie ich es meine, und siehe, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf dem ewigen Weg." Amen.

[38:30] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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