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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt werden die Verse 22 und 23 aus Offenbarung 18 beleuchtet, die das Ende von Babylon und das Verstummen aller Freuden und Künste beschreiben. Christopher Kramp analysiert die biblischen Bezüge, insbesondere die Rolle von Musik und Kunst in der Endzeit, und erklärt die Bedeutung des griechischen Wortes „Pharmakäa“ im Kontext von Zauberei und nicht von moderner Pharmazie. Die Predigt ermutigt dazu, sich vor den Verführungen Babylons zu hüten und stattdessen das Licht Gottes in unserem Leben leuchten zu lassen.

In dieser Folge von „Offenbarung Vers für Vers“ werden die Verse 18:22-23 aus der Offenbarung beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die Bedeutung von Musik, Handwerk und anderen Künsten im Kontext des Falls von Babylon. Er geht auf die biblischen Bezüge in Jesaja und Jeremia ein und vergleicht die endgültige Vernichtung Babylons mit früheren Gerichten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Interpretation des Wortes „Pharmakäa“ und dessen Verbindung zu Medizin und Zauberei, wobei die Gefahr des Fanatismus betont wird.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:46] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt und schön, dass ihr da seid. Heute zu unserer wahrscheinlich vorletzten Folge über Offenbarung 18. Heute wollen wir zwei Verse anschauen, Verse 22 und 23. Bevor wir beginnen, möchten wir, wie wir es gewohnt sind, niederknien und beten.

[1:06] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir auch heute zu dir kommen können, um dein Wort zu studieren. Wir möchten dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist uns diese Verse aufschließt, dass wir verstehen, was sie für uns bedeuten und dass wir erkennen, wie du in der Offenbarung wichtige Wahrheiten für uns gegeben hast. Bitte gib, dass wir sehen, wie das praktisch in unserem Leben dann uns helfen kann. Und sei dir uns ganz nahe durch dein Wort. Im Namen Jesu. Amen.

[1:37] Offenbarung 18. Wir sind jetzt fast am Ende dieses langen Klageliedes über Babylon. Wir wollen heute Verse 22 und 23 anschauen, die auch so ein bisschen zusammengehören. Weiß jemand noch, was in Vers 21 beschrieben worden war, was wir letzte Woche angeschaut haben, ohne dass ihr den ganzen Vers nochmal lest? Worum ging es in Vers 21?

[2:17] Das freut euch, war in Vers 20, wo die Himmeln sich freuen sollen, die Apostel, die Propheten. Genau, da war dieser starke Engel, der einen Stein aufgehoben hat, nicht mehr so groß wie ein Mühlstein, ins Meer geworfen hat und gesagt hat: So wie der im Meer versinkt, so soll Babylon mit Wucht hinuntergeschleudert werden und nicht mehr gefunden werden. Und jetzt lesen wir mal weiter in Vers 22. Es geht also wieder um dieses Gericht an Babylon und dieses endgültige, unaufhaltsame Vernichtetwerden.

[2:52] Vers 22. Und der Klang der Harfenspieler und Sänger und Flötenspieler und Trompeter wird nicht mehr in dir gehört werden und kein Künstler irgendeiner Kunst wird mehr in dir gefunden werden. Und der Klang der Mühle soll nicht mehr in dir gehört werden.

[3:11] Vers 23. Und das Licht des Leuchters wird nicht mehr in dir scheinen und die Stimme des Bräutigams und der Braut nicht mehr in dir gehört werden. Denn deine Kaufleute waren die große Erde, denn durch deine Zauberei wurden alle Völker verführt.

[3:24] Also auf den ersten Blick gibt es jetzt eigentlich gar nicht so viel Neues. Vieles von dem, was hier steht, haben wir in den Versen vorher schon gehabt. Trotzdem gehören die beiden Verse heutzutage oft zu den meistzitierten Versen aus Offenbarung 18, vor allem aus der zweiten Hälfte. Woran könnte das liegen, dass viele diese beiden Verse besonders interessant finden im heutigen Offenbarungsstudium? Woran, meint ihr, können sich einige besonders gerne orientieren? Oder was spricht wahrscheinlich so meine ich in Offenbarungslese hier in diesen beiden Versen an? In der heutigen Endzeit?

[4:02] Ja, genau, also wir haben es hier mit der Musik zu tun. Das ist ein Element, das wir vorher noch nicht so hatten, von dem wir aber auch Hinweise haben, dass es in der Endzeit nicht ohne Bedeutung ist. Dazu gleich noch mehr. Also die Musik, da werden wir gleich mehr dazu sagen. Was könnte noch vielleicht von Interesse sein hier?

[4:26] Handwerk, okay, ja. Gut, das ist auch eine gute Beobachtung. Das ist jetzt meistens nicht so im Fokus der Leute, die sich auf diese Verse stürzen.

[4:38] Braut und Bräutigam, ja. Ich sage euch, es gibt noch einen anderen Grund.

[4:44] Größte Mühle, ja, das auch. Es gibt noch einen Grund, den sieht man im Deutschen nicht gleich sofort. Ja, ja, ja, einen Moment. Und zwar ist das das Wort Zauberei. Und das, was viele hier besonders aufgeregt macht und förmlich ausflippen lässt, ist der Gedanke, dass das griechische Wort für Zauberei, was ist jemand, wie das heißt?

[5:10] Genau, das ist Pharmakäa. Und jetzt müsst ihr nur bis drei zählen zu überlegen, warum hier Leute diesen Vers ganz toll finden, weil Pharmazie, ja, das ist hier quasi die Zauberei Babylons. Und da werden wir nachher noch drüber sprechen, inwieweit das sinnvoll ist, das so zu sehen. Aber das sind zwei Verse, die in der heutigen Zeit öfter mal besonders zitiert werden, weil man natürlich, das Thema Musik ist ein heiß debattiertes Thema, ja, und dann mit der Pharmazie kommen wir auch noch dazu.

[5:39] Jetzt fangen wir mal an mit Vers 22, erstmal ganz simpel. Es geht ja hier um die Musik. Dieser ganze Abschnitt hat natürlich auch wieder sein Echo im Alten Testament. Schauen wir mal ein paar Bibelstellen erstmal an, in Jesaja 24. Jesaja 24 und dort Vers 8 und 9.

[6:06] Jesaja 24, Vers 8 und 9. Da heißt es: Der Jubel der Paukenschläger ist vorbei, das Geschrei der Frohlockenden ist verstummt und die Freude des Laudenspiels hat ein Ende. Man singt nicht mehr beim Weintrinken, wer noch Rauschtrank zu sich nimmt, dem schmeckt es bitter.

[6:39] Also womit wird hier die Musik verknüpft in Jesaja 24? In diesem apokalyptischen Bild.

[6:50] Ja, es ist ein Gericht, es ist ein Gericht. Man spricht zu diesem Kapitel von Jesaja 24, dem nächsten Kapitel als die Apokalypse des Jesaja, da geht es eigentlich um die ganze Welt auch. Wenn man nachher Jesaja 25 anschaut, da geht es um die Wiederkunft. Also es ist ein Gericht, okay. Womit ist die Musik hier verknüpft?

[7:06] Es gibt Pauken und... genau?

[7:10] Ja, mit Wein, oder? Die spielen Musik nicht einfach, die machen kein philharmonisches Konzert hier, wo sie einfach dem Kunstgenuss wegen Musik hören, sondern die singen beim Weintrinken. Und dann ist vermutlich auch das Lautenspielen und das Geschreien, ich weiß, die Paukenschläger sind alles, was mit diesem Wein zu tun. Das ist natürlich deswegen interessant, das ist nicht schwer zu sehen, warum ist das interessant, wenn hier Musik und Wein miteinander verknüpft sind in Jesaja 24?

[7:43] Ja, okay, Musik kann eine ähnliche Wirkung haben wie Wein, das stimmt. Es gibt sozusagen auch musikalischen Traubensaft und musikalischen Wein. Ja, genau, diese Verbindung von Musik und Wein haben wir auch in Offenbarung 18. Da haben wir auch die Idee des Babylons, das Volk trunken macht. Wein und Musik, okay.

[8:04] Schauen wir noch in Jeremia 25. Jeremia 25 und dort Vers 10 und 11.

[8:16] Jeremia 25 Vers 10 und 11 ist eigentlich auch eine ganz interessante Passage. Jeremia 25 Vers 10 und 11. Dort heißt es: Und ich will unter ihnen aufhören lassen das Jubel- und Freudengeschrei, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut, das Klappern der Mühle.

[8:37] Da haben wir es, nicht wahr? Das haben wir auch, die Mühle in Offenbarung 18. Ihr seht, wie sehr das hier auf dem Alten Testament abhängt. Und das Licht der Lampe. Also wir haben das Geschrei, die Braut und Bräutigam, Klappern der Mühle und das Licht der Lampe.

[8:52] Jetzt von wem spricht das hier in Jeremia 25? Spricht das von Babylon?

[9:02] Es spricht zwar auch von Babylon, aber es ist nicht das Gericht über Babylon, sondern Babylon ist hier derjenige oder dasjenige, das das Gericht bringt. Das wird jetzt deutlich in Vers 11, nicht wahr? Und dieses ganze Land soll zu Trümmerhaufen, zur Wüste werden. Und diese Völker sollen dem König von Babel dienen, 70 Jahre lang. Es geht hier um Juda, das ins Exil geführt wird. Das heißt, dieses Bild, die Musik hört auf. Es gibt keine Hochzeiten mehr. Alle sind traurig, wenn sie überhaupt noch da sind. Es ist ein allgemeines Bild, das immer dann verwendet wird, wenn irgendwie eine Katastrophe eintritt. Ja, wir haben ja auch so ähnliche Bilder auch in Joel 1 gehabt. Also hier geht es um Israel oder um Juda.

[9:40] Jetzt gibt es aber, wenn man Jeremia weiterverfolgt, eine interessante Entwicklung. Also in Jeremia 25 steht, Juda wird gefangen genommen werden. Juda wird besiegt werden. Die Musik wird aufhören. Es wird keine Hochzeiten mehr geben. Ja, die Mühle wird nicht mehr malen. Keiner macht mehr Handwerk. Keiner arbeitet mehr. Alles verwüstet. Aber wenn man ein paar Kapitel weiterliest, acht Kapitel weiter in Jeremia 33.

[10:02] Jeremia 33 und dort Vers 11. Jeremia 31, 32 und 33 sind ganz, ganz wunderbare Kapitel. Da geht es ja auch um den neuen Bund. Das sind so diese Wiederherstellungskapitel. Schaut man in Jeremia 33 und dort, wir lesen mal Vers 10 und 11.

[10:19] Jeremia 33, 10 und 11. So spricht der Herr an diesem Ort, von dem ihr sagt, dass er verlassen sei von Menschen und Vieh, nämlich in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems, die verwüstet sind, ohne Menschen und ohne Vieh, da soll man wiederum Jubel und Freudengeschrei vernehmen, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut, die Stimme derer, die sagen: Dank dem Herrn der Herrscher, denn der Herr ist gütig und seine Gnade währt ewiglich. Und die Stimme derer, die Trankopfer bringen ins Haus des Herrn, denn ich will das Geschick des Landes wenden, dass es wieder sei, wie im Anfang, spricht der Herr.

[10:54] Also hier in Jeremia 33 haben wir die Idee, dass der Zustand von Jeremia 25, 10 und 11 jetzt wieder umgekehrt wird. In Jeremia 25 heißt es, Juda wird besiegt, Jerusalem wird eingenommen, deswegen hört die Musik auf, es gibt keine Freude mehr, es gibt kein Glück mehr, aber Gott stellt das Ganze wieder her.

[11:19] Was ist der offensichtliche Unterschied zu Offenbarung 18? Offenbarung 18 ist endgültig. Also wir sehen, was hier beschrieben wird in Offenbarung 18 ist erstmal nicht so besonders, es ist nichts Außergewöhnliches, das ist schon bei vielen anderen Gelegenheiten gesagt worden. Doch das Besondere an Offenbarung ist, dass hier eine endgültige Vernichtung vorgenommen wird.

[11:47] Nun, gehen wir zur Offenbarung 18 und schauen uns hier was Interessantes an. Welche musikalischen Elemente werden denn genannt?

[12:02] Also wir haben Harfe, genau, Flöte, genau, wir haben Trompete und Gesang.

[12:13] Also die Harfe, das ist eigentlich die griechische Kithara, da kommt dann eigentlich das deutsche Wort Gitarre her, das war natürlich keine Gitarre, wie wir sie kennen, aber so ein Holzinstrument, das man so ähnlich wie eine Harfe oder Gitarre gespielt hat.

[12:27] Weiß jemand von euch was über Flöten, Flötenspieler im Zusammenhang hier mit den Dingen, die hier beschrieben werden? Flötenspieler, griechische Kultur, Flötenspieler. Schon mal was gelesen, gehört, gesehen?

[12:47] Ja genau, also die Flöten haben eine große Bedeutung auch in der Mythologie. Viel Mystik auch in der griechischen Mythologie hat mit Flöten zu tun und Flötenspieler waren ein unabkömmliches Bestandteil von jedem Festgelage. Also wenn immer mal ein Trinkgelage stattfand, man hat Gäste eingeladen und wollte sich volllaufen lassen, dann hat man immer Flötenspiele dabei gehabt. Das ist also gar nicht so unwichtig, dass hier die Flötenspiele erwähnt werden, im Zusammenhang dann auch mit dem Wein und dem Trunken machen. Es ging dann so weit, dass man gesagt hat, naja, da gibt es so Berichte von griechischen Philosophen, die gesagt haben, wenn die Griechen zusammenkommen und alle sich betrinken, können die nicht mehr reden, damit es überhaupt noch irgendwelche vernünftigen Töne gibt, hat man halt die Flötenspieler, die dann halt noch so ein bisschen Flöte spielen. Also das ist ganz typisch eigentlich so für das griechische musikalische Denken.

[13:50] Trompete ist, glaube ich, relativ klar. Aber also würdet ihr sagen, dass die Instrumente, wie sie hier sind, jetzt eigentlich irgendwie negativ sind an sich?

[14:01] Also wenn jetzt hier Pauken gestanden hätte, hätte man vielleicht irgendwie sagen können, ja, das ist sicher nicht wahr, Babylon-Pauken, aber die Pauken waren hier in Jerusalem, aber die waren nicht hier in Babylon. Das heißt, was ist, da kommen wir vielleicht noch gleich dazu, noch ein Satz zum Wort Gesang, noch ein bisschen griechisch.

[14:22] Das griechische Wort für Gesang, ich hoffe, ihr könnt das lesen, sieht so aus. Kann das jemand lesen?

[14:37] Musikos. Und Musikos heißt eigentlich was?

[14:42] Ja, da kommt unsere Musik her. Aber eigentlich heißt das Wort Musikos oder Musik hat eigentlich noch eine, weiß jemand von euch, warum Musik eigentlich Musik heißt?

[14:53] Von den Musen, genau, habt ihr von den Musen gehört? Ja, wofür stehen die Musen?

[15:02] Genau, also es ist nicht nur die Tonkunst, sondern das hat alles was irgendwie was mit Dichtung, mit Sprache, mit Literatur, mit Musik, all dem zu tun, alles was so künstlerisch ist. Das heißt, wenn hier eigentlich in der deutschen Schlacht davon Gesang die Rede ist, könnte man eigentlich auch sehr viel weiter so Kunst sagen, bis er noch später auch nochmal kommt. Das heißt, es geht nicht nur um Musik, das ist vielleicht auch ganz wichtig zu wissen, sondern Babylon hat seine Finger in allen Arten von Kunst. Nur weil jetzt hier quasi die Musikinstrumente benannt werden, kann man nicht sagen, dass Babylon sich allein auf Musik spezialisiert hat. Es ist halt ein viel weiterer Bereich.

[15:49] Jetzt vielleicht mal ganz praktisch gefragt, was würdet ihr sagen, in der Endzeit, welche Verbindung besteht zwischen Babylon und den Künsten? Vielleicht auch unter besonderer Beachtung der Musik, aber vielleicht auch ganz allgemein. Welche Verbindung besteht eurer Meinung nach zwischen Babylon und der Musik oder den Künsten?

[16:17] Wir haben ja schon den Staat gehabt, wir haben die Wirtschaft gehabt. Welche Verbindung besteht da zu den Künsten?

[16:24] Daniel 3, ihr kennt alle die Geschichte, oder?

[16:39] Daniel 3, welche Bedeutung hat da die Musik?

[16:47] Eine Hilfe zur Anbetung. Hilfe ist gut formuliert. Es ist ein Zeichen zur Anbetung. Was für eine Anbetung ist damit verknüpft hier?

[17:01] Es ist eine falsche Anbetung, es ist eine Götzenanbetung, aber das ist nicht alles. Die Anbetung hat zwei wesentliche Merkmale. Eine davon ist, dass sie falsch ist, dass sie Götzen sieht. Okay, sie vereint.

[17:22] Zwang, es ist eine erzwungene Anbetung. Das ist nämlich sehr entscheidend. Ganz kurz gefragt, warum ist es so wichtig, dass wir in Daniel 3 betonen, dass es nicht nur eine falsche Anbetung ist, sondern auch eine erzwungene Anbetung? Warum ist das wichtig?

[17:39] In der Endzeit geht es nicht nur um falsche Anbetungen, es geht um falsche erzwungene Anbetungen im Malzeichen des Tieres. Das sind die beiden Elemente, die da zusammenkommen. Und die Musik wird jetzt hier eingesetzt um falsche erzwungene Anbetungen. Und zwar von, wer wird da vereint? Welche Gruppe von Menschen wird dort zusammengefasst durch die Musik?

[18:11] Alle Leiter von, ja von wo?

[18:16] Ja genau, schaut mal in Vers 4. Also in Vers 2 werden die einzelnen Titel benannt. Ich war bei Vers 4, da heißt es: Da rief der Herold mit gewaltiger Stimme, und er sagte: Lasst euch gesagt sein, ihr Völkerstämme und Sprachen. Und das ist nicht ohne Grund dort. Natürlich hat Babylon nicht die gesamte Welt beherrscht, aber das, was damals so mehr oder weniger unter ihrer Herrschaft war. Aber dieser Begriff Völkerstämme und Sprachen kommt dann wörtlich wovor?

[18:48] Auf Markus 14. Und da geht es auch um eine falsche Anbetung der dritten Engelsbotschaft, die erzwungen ist.

[18:55] Jetzt, was ist genau die Funktion der Musik hier in Daniel 3?

[19:07] Also sie führt zur falschen Anbetung, oder?

[19:10] Sie führt dazu. Die Musik selbst ist nicht das eigentliche Hauptproblem. Die Musik hat diese Wirkung, dass sie zu der falschen Anbetung führt.

[19:20] Führt sie zwangsweise zur falschen Anbetung?

[19:26] Nein. Ah, okay. Man kann also der Musik ausgesetzt sein und trotzdem nicht falsch anbeten.

[19:35] Woher wissen wir das? Da gibt es drei Leute. Drei Leute, die stehenbleiben, die jetzt nicht die Musik selbst aufgelegt haben, aber sie sind quasi der Musik hilflos ausgeliefert und es schadet ihnen nichts. Das ist deswegen wichtig, weil es manche Leute gibt, die glauben, dass Musik sozusagen wie eine magische Wirkung hat. Ich kann mich erinnern, bei einer Konferenz, da gab es die Frage: Was mache ich dann, wenn ich jetzt in ein Kaufhaus gehe und da wird plötzlich irgendwelche Rockmusik gespielt? Werde ich dann dadurch irgendwie negativ geistlich beeinflusst?

[20:07] Nun, natürlich ist das kein guter Einfluss in dem Sinne, aber ich muss jetzt nicht glauben, nur weil ich, ohne dass ich was dafür kann, schlechte Musik mir entgegenströme, dass ich deswegen automatisch irgendwie in die Irre gehe, sondern, wie wir hier sehen können, wenn ich das nicht freiwillig gewählt habe, hat die Musik keine Wirkung, also keine negative Konsequenz für mich. Das ist, glaube ich, sehr wichtig, wenn man darüber nachdenkt, dass Musik jetzt nicht irgendwie automatisch einen verführt oder so. Aber trotzdem war das keine einfache Sache, dort stehen zu bleiben, sicherlich.

[20:40] Also, wie würdet ihr, was glaubt ihr, was für eine Art von Musik ist das gewesen?

[20:48] Schöne Musik? Ja, also es gibt keinen Grund zu glauben, dass sie jetzt so bewusst hässlich gespielt hätten. Sollt ihr auch irgendwie repräsentieren, den König und sein Standbild?

[21:05] Eine verführerische Musik, das wäre natürlich jetzt spannend herauszufinden, woran man eine verführerische Musik erkennt.

[21:19] Ah, okay. Also, vielleicht stellen wir die Frage nochmal kurz zurück und gehen mal zu dem, was du gesagt hast. Der Satan hatte, oder, nicht der Satan, aber wer war Leiter der himmlischen Chöre?

[21:30] Ja, Lucifer nicht mal, nicht der Satan. Und das steht in Hesekiel. Ja, da steht zwar nicht, dass er Leiter der himmlischen Chöre war, aber dass er ein Musiker war. Ja, das mit den himmlischen Chören, das stehen wir nur bei Ellen White, aber Hesekiel 28 sagt, dass er ein Musiker war.

[21:46] Ganz genau, da haben wir sie. Und das ist noch verwirrender auf den ersten Blick, weil die Tambourinen im Himmel sind. Die waren von Gott geschaffen. Aber das könnte man ein andermal drüber sprechen. Aber Hesekiel 28 und dort in Vers 13.

[22:00] Hesekiel 28, Vers 13 und vielleicht spielen wir hier wirklich in ein paar Minuten noch einen kurzen Exkurs zur Musik ein. Hesekiel 28, Vers 13. In Eden, im Garten Gottes warst du, mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt, mit Sardes, Topas, Diamant, Chrysolit, Onyx, Jasper, Safir, Karfunkels, Marag und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tambourine und Flöten waren bei dir, am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet.

[22:24] Hat jemand von euch zufällig eine andere Übersetzung als diese? Was sagt die Elberfelder?

[22:30] Genau, Ohrringe und Perlen. Jetzt, woran liegt das? Können die Leute die Bibel nicht übersetzen?

[22:36] Nein, also hier ist folgende Sache. Ohrringe und Perlen. Genau, das erkläre ich jetzt. Wie kommt das? Manchmal, das passiert ja manchmal, man möchte jetzt sozusagen sagen, man möchte jemandem zeigen, schau her, hier steht das, und dann merkt man, oh, das steht da gar nicht, ja, warum ist meine Bibel anders als die andere? Es gibt dort zwei hebräische Worte, ich sage jetzt einfach mal Wort A und Wort B. Wort A und Wort B.

[23:07] Und das erste Wort, das ist Torfet, das ist an jeder anderen Stelle, wo es vorkommt im Alten Testament, ich habe die alle mal nachgeschaut, ist es immer ohne Zweifel Tambourine. Ohne Zweifel, immer das Gleiche.

[23:26] Das andere Wort kommt nur ein einziges Mal in der Bibel vor. Und wenn da sowas passiert, dann wisst ihr schon, dann ist das alles so ein bisschen schwammig, dann weiß man die so genau. Es gibt ja auch relativ, eigentlich so gut wie keine anderen Bücher in Althebräisch neben der Bibel. Aus der Zeit hat man eigentlich sonst keine anderen Schriften. Das heißt, man kann es so gut wie mit nichts vergleichen. Und wörtlich müsste man, hat das eigentlich was zu tun mit Öffnen oder mit Öffnung, eine Öffnung.

[23:57] Jetzt könnt ihr mir raten, warum die Schlachter übersetzt Flöte. Oder was übersetzt sie? Ja, Flöte. Warum übersetzt sie Flöte?

[24:07] Genau, weil man überlegt, okay, wenn Tambourine, wenn das eine Tambourine ist, ist wahrscheinlich das andere auch ein Instrument. Und welches Instrument hat eine Öffnung? Da gibt es mehrere, da könnte man also Flöte nehmen. Das ist aber ein bisschen unsicher. Das könnte ja auch eine Trompete sein, theoretisch. Es ist jedenfalls nicht das gewöhnliche Wort für Flöte, das gewöhnliche Wort für Trompete. Vielleicht ist es auch irgendein Instrument, das wir heute so nicht mehr kennen, mit irgendeiner Öffnung.

[24:35] Jetzt, wie kommt dagegen die Elberfelder? Die waren ja auch nicht schlechter im Hebräisch, wie kommen die darauf da jetzt Ohrringe zu übersetzen?

[24:52] Ja, wie kommen die auf Ohrringe? Die sagen Öffnen. Vorher, vor den beiden Worten, worum geht es die ganze Zeit? Worum geht es die ganze Zeit in dem Vers?

[25:04] Um Schmuck. Ja, alle anderen Worte vorher sind Schmuck. Die ganzen Karfunkels und Diamanten, Chrysoliten und hast du nicht gehört, alles Schmuck. Und dann sagen die, ah, wahrscheinlich, wenn das immer um Schmuck geht und hier was mit Öffnen ist, dann vielleicht geht es hier um was, wo das durchstochen ist, dann ist das hier ein Ohrring. Also ihr seht schon manchmal, wie vage eigentlich Übersetzung ist, wenn man nicht weiß, wie es vorangeht. Und dementsprechend sagt sich dann die Elberfelder, na, wenn das ein Schmuckstück ist, vielleicht hat das Wort noch eine zweite Bedeutung, die wir sonst nirgendwo finden. Vielleicht hat es auch sozusagen, was ist nochmal Ohrringe und?

[25:43] Perlen, genau. Tambourin ist rund, nicht wahr? Perle ist vielleicht auch rund, und dann übersetzt man quasi rückwärts sozusagen und sagt, dann könnte das vielleicht irgendwas anderes sein, vielleicht so eine Art Perle.

[25:57] Jetzt würde ich mal Folgendes sagen. Dieser Schritt hier ist Unsinn. Weil wenn das Wort immer Tambourine heißt, sollte man auf jeden Fall Tambourine übersetzen. Das ist, glaube ich, die richtige Übersetzung. Bei der Sache würde ich sagen, keine Ahnung. Da würde ich nicht darauf bestehen, dass es Flöte ist oder dass es Ohrring ist, also Ohrring würde ich nicht nehmen. Wahrscheinlich nicht. Aber vielleicht könnte es irgendwas anderes sein. Wir wissen einfach nicht genau, was es ist. Brauchen wir aber nicht, weil wenn wir schon ein musikalisches Instrument haben, wissen wir, er hat eine musikalische Funktion.

[26:33] Es gibt übrigens auch die Idee, dass einige Leute sagen, vielleicht hat das was mit den Stimmlippen zu tun, die sich so öffnen. Dass er sozusagen hier eine besondere Gesangsgabe gehabt hat, das könnte dann sozusagen die goldene Brücke sein zu Ellen Whites Aussage vom Chorleiter. Aber die hebräischen Kenntnisse sind nicht so weit vorgerückt, dass man das entscheiden kann. Also lasst euch nicht wundern, warum das liegt. Dann versteht man, warum dann Übersetzer zu unterschiedlichen Ideen kommen. Aber eins ist auf jeden Fall sicher, er war ein Musiker.

[27:04] Jetzt gehen wir nochmal zu Hesekiel 28 allgemein. Warum hat Lucifer seine Position als Musiker verloren? Er war ja Musiker offensichtlich. Frage, wo hat er denn Musik gemacht? Wo war der Ort?

[27:24] Ja, auf dem Berg Gottes, genau. Und wo noch?

[27:29] Also es gibt mehrere Begriffe, die ja wichtig sind. Wo hat er Musik gemacht? Der Feuerstein, genau. Wie war er im Heiligtum noch präziser?

[27:39] Am Thron Gottes, woher wissen wir das? Warum am Thron Gottes? Er war nicht nur ein Cherub, er war ein schützender Cherub. Und der schützende, schirmende Cherub steht am Thron Gottes. Und was ist am Thron Gottes?

[27:56] Das Gesetz, genau, die Bundeslade, das Gesetz. Und das ist eine ganz fundamentale Sache in der Bibel. Ihr werdet sehen, dass ganz, eigentlich wenn es um göttliche Musik oder Musik, die Gott wohlgefällig ist, geht, gibt es immer diese Verknüpfung Musik-Heiligtum beziehungsweise Musik-Bundeslade, beziehungsweise Musik-Gesetz.

[28:16] Musik ist ursprünglich mal geschaffen worden, denn das sagt er ja, es ist geschaffen worden. Du bist geschaffen worden mit deinen Tambourinen. Musik ist geschaffen worden für die Anbetung Gottes, und zwar nicht einfach so, wie ich denke, sondern die Anbetung Gottes, wie er sich im Heiligtum auf seinem Thron offenbart, in seinem Königreich, auf der Grundlage seines Gesetzes.

[28:38] Und das ist jetzt sehr interessant, weil, warum verliert der Luzifer seine Position als Musiker, als besonderer Musiker im Heiligtum? Weil er gegen das Gesetz ist. Weil er gegen das Gesetz ist und nicht. Also sobald er hier sozusagen nicht mehr beeinträchtigt, kann er auch nicht mehr Musik machen.

[28:58] Das heißt also, und das ist nur nochmal vielleicht eine von euch Erinnerung, verantworte vielleicht auch die Zuschauer neu, die Frage, ob eine Musik Gott wohlgefällig ist oder nicht, hat weniger was mit ihrem Tempo zu tun, wie schnell sie gespielt wird oder wie hoch man singen muss, und auch weniger was mit dem konkreten Rhythmus zu tun, als vielmehr mit dem Gesetz Gottes.

[29:23] Also mit anderen Worten, man kann wirklich eine schöne Musik machen, wenn man aber gegen Gott rebellisch ist, nützt die schönste Musik nichts. Und dann gibt es übrigens auch Musik, die erfunden worden ist, um Gesetzlosigkeit zu fördern. Also Rockmusik wäre ein Beispiel dafür. Rockmusik ist erfunden worden, um Rebellion auszudrücken. Da gibt es gar keine Möglichkeit, das irgendwie einzukristianisieren. Aber das ist sozusagen die eigentliche Verbindung. Und das hilft uns sozusagen in der Musikfrage sehr viel weiter, weil nicht jeder von uns kann Synkopen und Harmonien durchschauen, aber jeder von uns hat eine Vorstellung vom Gesetz Gottes und von Rebellion oder Gehorsam.

[30:02] Ein interessanter Gedanke in Psalm 94, Vers 20, ist ein Hinweis auf den Thron des Satans, den auch das Gesetz versteht. Hat der Mensch auch nie den Thron des Verderbens, denn das Gesetz missbraucht und das Unheil schafft. Und in Psalm 94 ist ein Hinweis auf den Thron des Verderbens, um in der Zukunft das Gesetz zu fördern.

[30:25] Ja, Dankeschön, ganz genau. Noch ein Gedanke zur Musik, der, glaube ich, hier noch angebracht ist. Schaut mal mit mir in Jesaja.

[30:41] Jesaja 23. Und vielleicht kennt der ein oder andere es auch schon. Aber ich wollte das hier nicht unerwähnt lassen, weil vielleicht auch der ein oder andere sich dieses Video deswegen anschaut, weil es um Musik geht.

[30:57] Jesaja 23. Und wir lesen ab Vers 15. Und ihr wisst ja schon, wir haben das ja studiert, dass Babylon und Tyrus auch in Offenbarung 18, dass sowohl aus den Prophezeiungen über Babylon als auch aus den Prophezeiungen über Tyrus in Offenbarung 18 gegriffen wird. Dass die beiden in den alttestamentlichen Prophezeiungen recht austauschbar sind.

[31:22] Jesaja 23. Und dort Vers 15. Und es wird geschehen, also Vers 15 und folgende. Und es wird geschehen, an jenem Tag, da wird Tyrus für 70 Jahre in Vergessenheit geraten, solange ein König regieren kann. Am Ende von 70 Jahren aber wird es Tyrus ergehen, wie es in dem Lied von der Hure heißt: Nimm die Laute, ziehe in der Stadt herum. Du vergessene Hure, spiele gut, singe Lied auf Lied, dass man wieder an dich denkt.

[31:55] Also, analysieren wir das ganz kurz. Um wen geht es hier? Es geht hier um...

[32:01] Es geht hier um wen?

[32:03] Um Tyrus. Und Tyrus ist wer oder was?

[32:08] Genau, ein Königreich. Was wird mit dem Königreich passieren?

[32:13] Es wird untergehen. Für wie lange?

[32:19] 70 Jahre, okay. Und was wird danach passieren?

[32:26] Was wird danach passieren?

[32:31] Das Königreich wird wieder irgendwie zur Macht kommen, oder? Macht das Sinn? Also für 70 Jahre...

[32:38] Für 70 Jahre wird es in Vergessenheit geraten, aber wenn die 70 Jahre vorbei sind, hört auch die Vergessenheit auf, dann ist es wieder bekannt. Das heißt, irgendwie wird es wieder zur Macht kommen, oder so. Also ein Königreich, das für eine gewisse Zeit an Macht verliert, das in Vergessenheit gerät und dann wieder kommt.

[32:55] Jetzt diese Prophezeiung von einem Königreich, das seine Macht verliert und wieder bekommt, wird illustriert durch ein Gleichnis. Und von wem handelt das Gleichnis?

[33:09] Von einer Hure. Und die Hure ist ein Symbol für Tyrus, oder?

[33:18] Mitdenken, eine Hure, die jetzt für ein Königreich steht. Was wird von der Hure gesagt? Gehen wir mal das Geschehen der Hure chronologisch durch. Was macht die Hure zuerst?

[33:34] Das steht nicht so genau da, ich gebe es zu.

[33:38] Ja, genau, genau. Also, das steht nicht da, aber das ist quasi impliziert. Die Hure war lange Zeit nicht in der Stadt, oder? Das ist eine Hure, die war lange Zeit nicht in der Stadt, solange, dass sie vergessen worden ist. Also eine Wanderhure, die umher geht und die schon ewig nicht mehr in der Stadt gewesen ist und jetzt kommt sie nach langer Zeit wieder. Und dieser Moment sich wieder bekannt zu machen, das entspricht dem sozusagen.

[34:06] Dieser Moment sich bekannt zu machen, geschieht durch ein Lied, also durch Musik. Oder durch Lieder, nicht wahr? Also die Hure singt, nachdem sie lange Zeit vergessen gewesen ist, durch die Musik macht sie sich wieder bekannt und dieses Singen der Hure, diese Musik der Hure, ist ein Symbol für das Wiederaufleben eines Königreiches, das in Vergessenheit geraten war, das seine Macht verloren hatte.

[34:34] Und das ist sehr interessant, weil diese ganzen Elemente, ein Königreich, eine Hure, Musik und man verliert Macht und bekommt plötzlich Macht wieder zurück. Das erinnert sehr deutlich woran?

[34:48] Ja, ein bisschen konkreter, woran erinnert es in Offenbarung? Welche Macht verliert? Da gibt es eine tödliche Wunde in Offenbarung 13 und da verliert ein Königreich, das auch als Hure bezeichnet wird, nämlich Babylon, also Rom, verliert seine Macht, nicht für 70 Jahre, das ist natürlich etwas anderes, aber es bekommt die Macht wieder und was diese Prophezeiung sagt ist, dass dieses Bekanntwerden verglichen wird mit Musik zu einer Hure.

[35:19] Und das ist interessant, weil in Offenbarung 18 dann wie gesagt gesagt wird, dass Babylon, das ja dann von der tödlichen Wunde heilt und noch einmal die ganze Welt verführt, nachdem es dann gerichtet ist, hört die Musik auf. Was also impliziert, dass vorher, als es gerade mächtig war, da ordentlich Musik gemacht worden ist, ja viel Musik.

[35:38] Und der nächste Vers zeigt, wie stark das eigentlich an Offenbarung 18 angelehnt hier ist. Denn es heißt: Denn es wird geschehen am Ende der 70 Jahre, da wird der Herr Tyrus heimsuchen und sie wieder zu ihrem Hurenlohn kommen und wird mit ihnen, mit allen Königreichen der Erde, die auf der Erde ansässig sind, Hurerei treiben. Das wird fast wörtlich zitiert in Offenbarung 18.

[35:59] Das bedeutet, wenn wir also sagen, Musik spielt in der Endzeit eine Rolle, dann haben wir Jesaja 23 hinter uns, wir haben insbesondere Daniel 3 hinter uns, was auch ein ganz deutlicher Typus ist auf die Endzeit.

[36:17] Vielleicht noch eine Idee dazu? Ne, Zeit erlaubt es nicht. Jetzt haben wir nicht die Zeit, jetzt ausführlich über die verschiedenen Musikarten zu sprechen, die jetzt dafür in Frage kämen. Aber ich denke, das renne ich bei euch sowieso offene Türen ein. Aber nur, dass ihr seht, dass allein aus der Bibel deutlich wird, dass Babylon in der Endzeit Musik verwenden wird. Und die Musik, die Babylon verwenden wird, das wird die Musik sein, die in Babylon gespielt wird. Da muss man sich also anschauen, wer ist Babylon? Also wenn man diese Musik identifizieren will, muss man zwei Fragen stellen. Die erste Frage ist, wer ist Babylon? Und dann, welche Musik wird dort gemacht? Aber die Musik Babylon ist eigentlich gar nicht so schwer.

[36:58] Okay, gehen wir noch zu Vers 23 und schauen uns das nochmal kurz an. In Offenbarung 18 Vers 23, da wird ja davon gesprochen, dass kein Licht mehr sein soll. Heißt auf Deutsch, wenn das Licht, das Leuchters nicht mehr in dir scheint, dann ist es wie dunkel, finster. Und das ist diese ganz alte Symbolik von Licht und Finsternis, die kommt schon vom ersten Schöpfungstag. Dunkel ist Chaos, ohne Gottes Gegenwart oder ohne Gottes schöpferische Gegenwart. Und das Licht ist ein Symbol für das Wort Gottes und für die schöpferische Kraft Gottes.

[37:35] Sprüche 4 Vers 18 und 19 bringt uns da noch etwas diesem Gedanken näher. Sprüche 4 Vers 18 und 19. Vers 18 kennt man gut, aber Vers 19 manchmal nicht so sehr.

[37:50] Sprüche 4 Vers 18 und 19. Aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag. Der Weg der Gottlosen ist was?

[38:02] Dichte Finsternis. Sie wissen nicht, worüber sie straucheln.

[38:08] Übrigens, gibt es in Offenbarung 18 auch irgendwo einen Hinweis auf Licht? Wir haben hier in Sprüchen 4 Vers 18 und 19 den Weg der Gerechten.

[38:22] Genau, ganz am Anfang von Offenbarung 18. Da heißt es nämlich von dem Licht, oder was steht da in Offenbarung 18 Vers 1?

[38:30] Genau, die Herrlichkeit Gottes wird die ganze Erde erleuchten. Wir sehen hier sozusagen, wie in Offenbarung 18 diese beiden Sprüche zu ihrer vollen Erfüllung kommen. Da gibt es die Gerechten, die Reformation über Reformation erlebt haben, Jahrhundert für Jahrhundert, bis die ganze Wahrheit wiederhergestellt ist. Und zwar nicht nur theologisch, sondern auch im Leben. Und so die Herrlichkeit Gottes die ganze Welt erleuchtet. Der volle Tag. Und gleichzeitig die Gottlosen sind so sehr von Gott abgefallen, dass es jetzt absolute Finsternis ist. Licht und Finsternis. Am Anfang von Offenbarung 18 und am Ende von Offenbarung 18. Das ist eigentlich sehr schön zu sehen.

[39:05] Genau, sollen wir noch? Ich meine, in Offenbarung 18 über die Kaufleute brauchen wir nicht viel sprechen. Die haben wir ja schon lang und breit uns angeschaut. Wir haben ja gesehen, wie sehr das mit Offenbarung 13 zu tun hat. Dass in Offenbarung 13 Kaufen und Verkaufen mit dem Sonntagsgesetz verbunden ist und deswegen die Wirtschaft mit Babylon zusammenarbeiten wird mit den Kirchen. Aber ich wollte noch kurz ein paar Gedanken zu Pharmakäa.

[39:31] Was würdet ihr sagen, wenn euch jemand sagt, weil hier in Offenbarung 18 das Wort Pharmakäa steht und ja offensichtlich das Wort Pharmazie von Pharmakäa herkommt, deswegen sind Medikamente grundsätzlich babylonisch und zu meiden?

[39:53] Ja, das wäre tatsächlich Fanatismus. Sehr gut, was würdet ihr noch sagen?

[39:59] Ich würde jetzt fragen, warum Pharmazie? Weil das Wort war ja zuerst da.

[40:05] Okay, das Wort war zuerst da.

[40:07] Ja, das wäre eine interessante Frage. Das ist eher der Wirkungsgrad. Was das ausdichtet, wie das ausdichtet. Was man benutzt wird, um überhaupt Menschen so zu beeinflussen, damit sie in diesen Kaufplänen eingehen, die das Handelsgeschehen, was die Kaufleute ja praktizieren. Dann benutzen sie dieses Werkzeug und das Werkzeug bringt ja die Menschen dazu, die Pläne einzugehen. Das heißt, es ist eine Art Methode, die angewandt wird, die das Handelsgeschehen beeinflusst.

[40:42] Mhm, ja.

[40:53] Okay, das wäre schon mal ein interessantes Argument. Musik ist nicht deswegen böse, weil es Musik in Babylon gibt. Es gibt auch gute Musik. Und es gibt auch gutes Handwerk. Es gab auch gute Könige. Und es gibt gute Kaufleute und gute Seeleute. Also, das ist so ein bisschen wie die Idee. Ihr wisst ja, wer war der erste Mensch, der Musikinstrumente erfunden hat? Der erste Mensch, der Musikinstrumente auf dieser Erde erfunden hat?

[41:25] Ja, genau. Schaut mal ganz kurz. Erste Mose 4. Da gibt es den Jubal.

[41:36] Jubal, der hat die Harfen und Flöten erfunden. Das heißt, er ist der Vater aller Flöten- und Harfenspieler. Was nicht heißt, dass es nur seine Kinder Musiker waren. Was übrigens auch wieder schön ist. Man könnte andersrum sagen, das ist übrigens auch sehr schön, man könnte sagen, alle Musiker sind Söhne Jubals. Obwohl sie keine ethnischen Söhne sind. Ihr wisst schon, worauf ich anspiele. Aber es ist deswegen alle Musik böse, nur weil aus der Linie keins kommt.

[42:05] Natürlich nicht, weil, was hat sein Bruder erfunden? Der Tubal-Kain. Was hat der erfunden? Der Tubal-Kain Vers 22, der hat Erz und Eisen erfunden. Metallhandwerk. Und sein anderer Bruder, der Jabal, der hat das Nomadenleben erfunden. In Zelten zu leben. Aber das hat der Abraham auch gemacht. Obwohl es erfunden worden ist von Nachkommen Kains, die wohl auch sehr böse waren, heißt das nicht, dass die Sachen an sich automatisch auch böse waren.

[42:40] Genau.

[42:42] Ja, ganz genau.

[42:44] Ganz genau, die Tiere, die sie gehalten haben, haben wir auch von Gott geschaffen. Ja, ganz genau. Also, das würde also schon mal beweisen oder zeigen, dass die Tatsache, dass das Wort hier erwähnt wird, noch nicht bedeutet, dass es grundsätzlich in allen Formen böse gemeint ist.

[42:59] Nur das Wort, das ist jetzt sehr interessant, das Wort Pharmakea bedeutet in seiner ursprünglichen Bedeutung tatsächlich Medizin oder Drogen. Was ja auch leider heute manchmal immer noch dasselbe ist. Medizin und Drogen. Aber, und das ist jetzt etwas sehr Wichtiges, das kennen wir aus anderen Sprachen auch, ein Wort entwickelt sich im Laufe der Zeit auch weiter. Worte sind nicht nur für ihren eigentlichen Gegenstand gedacht, sondern sie entwickeln dann so ein Eigenleben. Ich weiß nicht, kennt ihr irgendein deutsches Wort, das so einen übertragenen Sinn bekommen hat? Es gibt wahrscheinlich tausende Beispiele, fällt euch etwas ein? Versuchen wir mal ein deutsches Beispiel.

[43:47] Also, wenn ich zum Beispiel sage, der Matthias hat den Hut auf in dieser Runde, dann ist das Wort Hut nicht mehr ein Wort, das den tatsächlichen buchstäblichen Hut beschreibt, sondern etwas, was sich daraus ableitet. Etwas Allgemeines sozusagen. Das ist sozusagen eine sekundäre, eine zweite Bedeutung. Und die steht dann für sich. Und genauso ist im Griechischen aus dem Wort für Medizin und Drogen das Wort für Zauberei geworden.

[44:16] Kann jemand von euch ahnen, warum das so gekommen ist? Warum die Griechen irgendwann für Zauberei das Wort benutzt haben, das sie sonst früher für Medizin und Drogen verwendet haben? Warum haben die das allgemein auf alle Art von Zauberei ausgedehnt?

[44:36] Die wurden dann Hexen genannt? Ja, okay, es gab sowieso diese Verbindung. Ich war Leute, die mit Medizin zu tun hatten, hatten Anspielungen auf Hexen.

[44:52] Genau, und das meiste, was es damals an Medizin war, war ja auch keine naturwissenschaftliche Medizin. Das war ja ohnehin mehr so ein, die Götter sagen mir, ich muss jetzt ein bisschen Blut vom Stier nehmen. Es waren ja diese Medizinmänner, wenn man jetzt so an alte Stämme denkt. Das war halt so relativ natürlich für sie, dass sie sozusagen hier an Zauberei gedacht haben. Und in diesem Sinne wird in der Bibel das Wort Pharmakäa verwendet. Es bezeichnet eigentlich nach den meisten Wörterbüchern tatsächlich wie, und deswegen wird es auch so übersetzt, es bedeutet Zauberei.

[45:26] Und da gibt es ein paar Beispiele für Zauberei. Das ist vielleicht ganz interessant. Schaut mal mit mir in 2. Könige 9, Vers 22. Und da kann man dann allein, auch wenn man jetzt kein Griechisch kann oder so, sehen, dass es hier eigentlich nicht um Medizin geht, sondern um echte Zauberei. Schaut mal mit mir in 2. Könige 9.

[45:52] Das ist natürlich jetzt hier nicht mehr Griechisch, aber schaut mal in 2. Könige 9, Vers 22. Als nun Joram den Jehu sah, sprach er: Jehu, bedeutet das Frieden? Er versprach: Was? Friede? Bei all den Hurereien und Zaubereien deiner Mutter Isebel.

[46:22] Wer macht hier Zauberei? Okay, und was macht die Isebel noch? Gibt es irgendeine mögliche Verbindung zu Babylon hier? Wie die Offenbarung?

[46:39] Ja, genau. Gibt es irgendeine Verbindung zwischen Isebel und Babylon? Gibt es irgendeine Verbindung, von der wir sagen könnten, Isebel wäre auch ein Typus auf das endzeitliche Babylon?

[47:09] Ja, genau, richtig. Die Isebel hat den wahren Propheten 3,5 Jahre verfolgt. In Offenbarung, wo wird die katholische Kirche Isebel genannt? In einer der sieben Gemeinden, in welcher?

[47:23] Thyatira. In Thyatira wird dasselbe Babylon, was sonst Babylon genannt wird, Isebel genannt. Und was hier interessant ist, Isebel macht auch Hurerei. Aber dieser Text ist hebräisch und nicht griechisch. Im Hebräischen steht hier nicht Medizin, Drogen oder Medikamente, sondern hier steht tatsächlich Zauberei. Das heißt, diese Zauberei, Hurerei, Isebel, das ist eigentlich das, was mit Babylon verbunden ist. Also würde ich jetzt davon ausgehen, wenn ich mich entscheiden muss, hier bei Pharmakea, und das wäre nicht ganz klar, soll ich jetzt Medizin übersetzen, oder Zauberei, würde ich sagen, aufgrund des Typus, müsste es eigentlich Zauberei sein.

[48:02] Das wird noch deutlicher, wenn man den Jesaja anschaut, Jesaja 47, weil dort in Jesaja 47 eigentlich der tatsächliche Hintergrund ist. Das eigentliche Grundvers hinter dem, auf den Offenbarung 18 Vers 22, 23 aufbauen.

[48:24] Jesaja 47 Vers 9, dort heißt es: Dennoch wird dir beides begegnen. Das ist jetzt der Fall Babylons hier im Alten Testament. Dennoch wird dir beides begegnen in einem Augenblick an einem Tag. Das klingt so ähnlich wie Offenbarung 18. Ihre Plagen sind gekommen an einer Stunde in einem Tag. Die Kinder werden dir geraubt und Witwe wirst du sein. Mit großer Macht werden sie über dich kommen, trotz der Menge deiner Zaubereien und der großen Anzahl deiner Beschwörungen.

[48:50] Also hier wird jetzt ganz deutlich wiederum, hier geht es um den Fall Babylons, hier ist genau das die Grundlage für Offenbarung 18. Und hier wird wiederum nicht von Medikamenten gesprochen, sondern von Zauberei. Und für den Fall, dass man sich nicht sicher ist, ob Zauberei richtig übersetzt wird, heißt es auch noch Beschwörung. Und Beschwörung hat jetzt weniger was mit Medikamenten in der Packung zu tun, sondern mehr mit Zauberei, Beschwörung.

[49:11] Das heißt, man könnte jetzt argumentieren, rein vom griechischen Wort her könnte es beides bedeuten, aber biblisch gesehen ist es eindeutig in Offenbarung 18 Zauberei und nicht Medikamente, nicht Pharmazie sozusagen.

[49:25] Ich möchte noch etwas zu den Pharma- und Kaufleuten sagen. Ich glaube, es ist eine Verbindung und wir wissen, dass wir die reichesten Leute in der Welt sind. Die Pharmaindustrie ist nicht der Bibelgrund dazu, dass wir das nicht machen.

[49:39] Genau, also dass die Pharmaindustrie mit ihren großen Dingen nicht besser ist als Unternehmen wie Google oder Facebook oder irgendwelche anderen Großunternehmen oder Monsanto, vollkommen klar, dass das schlimme Kapitalisten sind, die die Welt ausbeuten und ohne Frage. Wenn man sie jetzt biblisch einordnen würde, würde man sie einfach bei den Kaufleuten der Erde einordnen, die mit dem Babylon Handel treiben und alle quasi mit da drin sind.

[50:06] Was man aber nicht machen kann, dafür möchte ich noch mal sozusagen werben, auch für alle, die zuschauen und das vielleicht mal gehört haben, weil ich habe das auch schon mal in anderen Situationen tatsächlich auch mir gegenüber geäußert gehört, dass Leute gesagt haben: Ich kann meiner Mutter keine Medikamente geben, weil Offenbarung 18 sagt, hier ist Pharmakie, Pharmazie. Das hält biblisch nicht stand. Das ist schon von der Sprache her zweifelhaft, aber der biblischen Definition oder der biblischen Typologie geht das nicht.

[50:34] Offenbarung 18 basiert auf, wie wir gesagt haben, Jesaja, was haben wir zitiert, Jesaja 47 Vers 9 und da ist es eben nicht Medikamente, sondern es ist eindeutig Beschwörung und Zauberei, Magie und das passt ja auch ganz genau letztendlich zu dem, was in Rom passiert. Die katholische Kirche ist nicht die Erfinderin der Medizin, aber hat sehr viel mit Magie und mit Exorzismus und all diesen Dingen zu tun. Allein wenn ihr an die Eucharistie denkt, das ist ja eigentlich praktizierte Magie. Man beschwört ein Stück Brot und denkt, das wird Fleisch oder so. Darum geht es.

[51:15] Nur wenn ihr das mal hört, dass ihr dann informiert seid. Man kann gegen die Pharmaindustrie sein, man sollte nur die Bibel nicht missbrauchen dafür, weil dann kommt es nämlich zum Fanatismus und das ist sehr wichtig.

[51:27] Okay ihr Lieben, soviel zu Offenbarung 18 Vers 22 und 23. Lasst uns hüten vor der Musik Babylons und das nächste Mal werden wir dann Vers 24 anschauen und damit Offenbarung 18 beenden.

[51:40] Praktisch können wir für heute lernen, dass es eine ganze Reihe von Dingen gibt, die Babylon ins Feld führt, aber am Ende wird alles vernichtet werden ohne Wiederherstellung. Aber wir, selbst wenn wir als Gläubige eine große Niederlage erlitten haben, haben wir durch das Evangelium immer die Möglichkeit wiederhergestellt zu werden. Und das ist letztendlich das, was wir wissen dürfen.

[52:00] Wollen wir noch gemeinsam niederknien und beten?

[52:08] Lieber Vater im Himmel, danke so sehr, dass wir in deinem Wort praktische Unterweisung bekommen und auch lernen dürfen, was dein Wort wirklich meint. Bewahre uns vor Fanatismus, vor falschen Ideen und bewahre uns auch vor den Schlingen des Satans und seinen Verführungen. Wir haben heute auch über die Musik gesprochen. Es gibt auch in vielen anderen Kunstrichtungen und verschiedenen Lebensbereichen Dinge, die der Satan erfunden hat, um uns zu Fall zu bringen. Wir möchten dich bitten, dass du jeden Tag aufs Neue uns mit dem Heiligen Geist erfüllst, unsere Augen auf dich richtest, damit wir vor seinen Anschlägen bewahrt bleiben und in dir wachsen, dass in uns das Licht, wie wir gerade in Sprüche gelesen haben, bis zum hellen Tag immer heller scheint und die ganze Erde erleuchtet wird mit deiner Herrlichkeit im Namen Jesu. Amen.


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