In dieser Cannstatt Study Hour-Episode taucht Ronny Schreiber tief in die Ereignisse von Pfingsten ein, wie sie in der Apostelgeschichte beschrieben werden. Er beleuchtet die biblische Bedeutung von Pfingsten, beginnend mit symbolischen Ereignissen im Alten Testament wie dem Passalamm und dem Auszug aus Ägypten. Der Vortrag erklärt die Ausgießung des Heiligen Geistes, die Wunder und Zeichen, die damit verbunden waren, und die Bedeutung der Sprachengabe. Besonderes Augenmerk wird auf die Unterscheidung zwischen der biblischen Sprachengabe und modernen Interpretationen gelegt, sowie auf die Rolle des Heiligen Geistes im neuen Bund und die Bedeutung der Auferstehung Jesu. Abschließend wird die Verbindung zwischen der Salbung Jesu im Himmel und der Ausgießung des Geistes auf die Jünger sowie die Bedeutung der Erstlingsfrüchte und des Spätregens für die heutige Zeit thematisiert.
Die Apostelgeschichte (CSH 2018 Q3): 2. Pfingsten
Ronny Schreiber · Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte ·Themen: Altes Testament, Apostelgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Joel, Johannes, Neues Testament, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Cannstatt Study Hour
Wir laden verschiedene Sprecher ein um mit uns gemeinsam die Studienhefte der Sabbat Schule des aktuellen Quartals zu studieren. Neue Folgen wöchentlich!
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
- Cannstatt Study Hour 2017 Q4: Der Römerbrief (Reformations-Spezial)
- Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens
- Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte
- Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus
- Cannstatt Study Hour 2019 Q1: Die Offenbarung
- Cannstatt Study Hour 2019 Q2: Familien Zeiten
- Cannstatt Study Hour - Spezial 2019 Q4: Esra & Nehemia
- Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?
Weitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir behandeln in diesem Quartal die Apostelgeschichte und wollen uns heute ganz besonders mit dem Thema Pfingsten beschäftigen und mal schauen, was dort eigentlich passiert ist an Pfingsten. Dazu gucken wir zuerst in den Merkvers hinein. Der Merkvers heißt ja Merkvers, aber war relativ schwer sich zu merken, wie ich fand, zumindest in meiner Übersetzung. Dort heißt es: "Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen. Nachdem er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen hat von dem Vater, hat er dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört." Das ist der Merkvers. Und wir erkennen schon an diesem Merkvers, dass da irgendwas damit zu tun hat. Es wurde etwas ausgegossen und diese Ausgießung brachte jede Menge Zeichen und Wunder hervor, was sie sehen konnten, aber auch Dinge, die sie hören konnten. Also diese Ausgießung hat bewirkt, dass besondere Dinge verkündet worden sind. Und damit wollen wir uns heute beschäftigen mit Pfingsten, bevor wir die Bibel aufschlagen und uns mal die Texte angucken. Lasst uns gemeinsam mit einem Gebet starten. Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir dankbar dafür, dass wir gemeinsam studieren dürfen. Wir möchten dich bitten und dich einladen, dass dein Heiliger Geist mitten unter uns ist. Bitte führe du uns durch dein Wort und hab Dank dafür. Im Namen Jesu. Amen.
[1:40] Nun gemeinsam wollen wir zunächst mal die Bibel aufschlagen im Alten Testament und wir gehen mal ins zweite Buch Mose und dort ins zwölfte Kapitel. 2. Mose 12. Wir können uns eine kleine Vorgeschichte angucken. 2. Mose 12 und wir lesen die ersten sieben Verse. Hier heißt es: "Und der Herr redete zu Mose und Aaron im Land Ägypten und sprach: Dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein. Er soll für euch der erste Monat des Jahres sein. Redet zu der ganzen Gemeinde Israels und sprecht: Am zehnten Tag dieses Monats nehmen sich jeder Hausvater ein Lamm, ein Lamm für jedes Haus. Wenn aber das Haus zu klein ist für ein Lamm, so nehmen er es gemeinsam mit seinem Nachbarn, der am nächsten bei seinem Haus wohnt. Nach der Zahl der Seelen, dabei solltet ihr die Anzahl für das Lamm berechnen, je nachdem jeder zu essen vermag. Dieses Lamm aber soll makellos sein, männlich und einjährig, von den Schafen oder Ziegen solltet ihr es nehmen. Und ihr solltet es auch bewahren bis zum vierzehnten Tag dieses Monats. Und die ganze Versammlung der Gemeinde Israel soll es zur Abendzeit schächten. Und sie sollen von dem Blut nehmen und die beiden Türpfosten und die Oberschwelle der Häuser bestreichen, in denen sie essen." Nun, hier wird beschrieben, wie damals das Passalamm geschlachtet wurde. Es wurde von Gott eine Vorsorge getroffen im Lande Ägypten für sein Volk Israel. Sie sollten an dem Tag, an dem Gott das große Gericht über die Ägypter hereinbrechen lässt, also der Engel, der durch die Straßen zieht und die Erstgeburt in jedem Haus schlägt, zu dem Zeitpunkt sollten sich die Israeliten vorbereitet sein, indem sie sich vorher die Türpfosten und die Oberschwelle ihres Hauses mit dem Blut des Lammes bestreichen. Haben sie das gemacht, zieht dieser Engel des Todes an ihrem Haus vorbei und das Gericht trifft sie nicht. Nun, wir wissen, dass dieses Lamm natürlich ein Symbol ist für das Lamm Gottes, von dem Johannes der Täufer sprach, also von Christus. Können wir in Johannes 1, Vers 29 sehen. Jesus Christus, das Lamm Gottes, sein Blut sollte sein Volk vom Gericht bewahren. Das ist das Evangelium, das wir kennen. Nun, das ist damals passiert in Ägypten. Sie zogen jetzt danach aus, der Pharao ließ sie ziehen, mehr oder weniger freiwillig. Gott hatte ein großes Gericht verhängt über den Pharao, denn das ganze Heer ist im Roten Meer ertrunken und Israel wurde befreit. Sie zogen also Richtung gelobtes Land. Nach ihrem Auszug sind sie eine ganze Weile gezogen und nach 50 Tagen kamen sie an den Fuße des Berges Sinai und dort hatten sie jetzt nach diesen sieben Siebenheiten, nach diesen sieben mal sieben, also nach sieben Wochen, 49 Tagen, feierten sie dort das sogenannte Wochenfest. Das Wochenfest war interessant, denn wenn wir das Wochenfest genau betrachten, das Volk Israel war versammelt am Fuße des Sinai und plötzlich gab es dieses Brausen, ein Sturm zog heran und es fiel Feuer vom Himmel auf den Berg. Es war genau dort, wo Gott die zehn Gebote mit seinem Finger geschrieben hatte. Nun wenn wir weiterlesen, was dann passiert ist und wir gehen mal in 2. Mose 19, 2. Mose 19, 16 und 17. Da heißt es: "Und es geschah, als der dritte Tag kam und es noch früh am Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke lag auf dem Berg und zertönte ein sehr lauter Schall von Schofahörnern. Da erschrak das ganze Volk, das im Lager war und Mose führte das Volk aus dem Lager entgegen und sie stellten sich unten am Berg auf." Mose hat jetzt das Volk Richtung Gott gebracht und zwar nur bis zum Fuße des Berges. Gott selber wollte ja oben auf dem Berge sein und dort Mose empfangen und das Volk zog da jetzt hin und sie stellten sich unten am Berg auf und es heißt dann: "Aber der ganze Berg Sinai rauchte, weil der Herr im Feuer auf ihn herabstieg und sein Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens und der ganze Berg erbebte heftig und der Hörnerschall wurde immer stärker." Mose redete und Gott antwortete ihm mit lauter Stimme. Jetzt werden Mose und Gott gleich miteinander sprechen und dann werden diese Gesetztafeln empfangen, die 10 Gebote werden dem Volk Israel überreicht, sie werden Mose geben, er gibt sie dem Volk. Das ist die damalige Geschichte, es soll so ein bisschen Vorgeschichte sein von dem, was wir später in der Apostelgeschichte lesen, denn in der Apostelgeschichte passierte was ganz ähnliches. Nämlich damals war das Passalamm geschlachtet worden, ein Symbol für Christus und 50 Tage später waren sie unten am Sinai und hatten dort ihre Versammlung, das Wochenfest. Drei Tage später gab es dieses Rauschen, dieser Sturm und die Gebote wurden geschrieben. Wenn wir uns das jetzt angucken, symbolisch, wofür das eigentlich steht. Also wir verlassen erst den Schatten, die schattenhafte Deutung im Alten Testament und schauen uns mal an, worauf das hindeutete. Dann kommen wir in Apostelgeschichte 2 und die behandeln wir zurzeit in der Sabbatschule Apostelgeschichte 2 und lesen die Erfüllung dessen, was eigentlich passiert ist. Apostelgeschichte 2 und zwar die Verse 1, 2 und 3. "Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten." Nun, es war genau der Tag des Wochenfestes. Israel wollte jetzt das Wochenfest feiern, aber den Jüngern passierte was Eigenartiges. Es war jetzt ja 50 Tage nach Passa, also Christus war gestorben, das Lamm wurde geschlachtet, jetzt 50 Tage weiter oder 50 Tage nach den Erstlingsfrüchten, passiert es jetzt, dass wieder so ein Brausen war, wieder dieser gewaltige Sturm, wie schon damals in der Wüste und wieder fiel Feuer vom Himmel, diesmal nicht auf den Sinai, sondern auf die Berge Zions, also auf das Volk Gottes. Und jetzt schrieb Gott die zehn Gebote, wie damals auf Stein, aber dieses Mal in die Herzen der Jünger. Der Geist bewirkte also eine Herzensumkehr. Der Geist Gottes verändert die Herzen der Jünger. Und es ist was Besonderes. Wir schauen uns das mal an, 2. Korinther 3, Vers 3. 2. Korinther 3, 3, hier schreibt Paulus: "Es ist ja offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, durch unseren Dienst ausgefertigt, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens." Also wieder wurden diese zehn Gebote geschrieben, aber dieses Mal nicht einfach auf Stein und die Israeliten sollten versuchen, sich aus eigener Kraft daran zu halten, was sie ja damals im alten Bund versprochen hatten. "Alles, was der Herr sagt, das wollen wir tun", hatten sie damals geantwortet und stellten doch fest, sie waren nicht in der Lage dazu. Jetzt durch die Ausgießung des Heiligen Geistes in ihre Herzen hinein, waren sie plötzlich in der Lage dazu, denn ihre Herzen wurden verändert vom Geist. Der Regen fiel, der Geist kam und plötzlich wurde der Bund erfüllt, den Gott verheißen hatte, der neue Bund. Der neue Bund aus Hebräer 10, Vers 16 und 17 sagt ja: "Ich möchte meine Gesetze in ihre Herzen schreiben und an ihre Missetaten will ich nicht mehr gedenken." Und diese beiden Dinge, diese beiden Dinge sind der neue Bund. Einmal die Sündvergebung und das andere ist das Gesetz ins Herz, also die Heiligung. So haben wir Rechtfertigung und Heiligung. Und diese beiden Dinge sind der neue Bund, den Gott mit seinem Volk machen möchte. Und das sollte jetzt Pfingsten passieren. Dieser neue Bund trat in Kraft, dieser neue Bund wurde plötzlich umgesetzt, man sah es, man konnte es richtig, man konnte sogar hören, wie das Rauschen des Windes, wie ein gewaltiger Sturm aufkam. Man konnte es sogar sehen, wie diese Feuerflammen auf die Jünger fielen, wie der Finger Gottes, der Geist Gottes das Gesetz hineinschrieb. Also es gab eine Großveränderung am Pfingsttag zu der Zeit davor und zwar auch in den Jüngern und in den Menschen, die es hörten. Es veränderte sich etwas. Und eine Besonderheit, die alle hat erstaunen lassen damals, war die sogenannte Sprachengabe. Und das gucken wir uns mal an. Wir gehen zurück in die Apostelgeschichte, Kapitel 2. Plötzlich wird so eine Sprachengabe verliehen, die ja bis heute für viel Diskussion sorgt. Wir wollen sie uns mal kurz angucken. Apostelgeschichte 2, wir lesen Vers 5 bis 12. "Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer aus allen Heidenvölkern unter dem Himmel. Als nun dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt. Denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Sind diese, die da reden, nicht alle Galiläer? Wieso hören wir sie denn jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden? Parter und Meder und Elamiter und wir Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und von den Gegenden Libyens und Kyrene und die hier weilenden Römer, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden. Und sie entsetzten sich alle und gerieten in Verlegenheit und sprachen einer zum anderen: Was soll das wohl sein?" Nun, die Apostel redeten hier plötzlich durch den Heiligen Geist und hatten diese Sprachgabe. Also sie sprachen hier nicht in irgendwelchen wirren Sprachen oder in irgendeinem Kauderwelsch, sondern was sie machten, sie sprachen hier in Sprachen, die sie vorher nie erlernt haben. Also das Wort Sprache, hier Lingua oder Zunge, sie redeten in Zungen. Sie redeten plötzlich in Sprachen, die sie nicht kannten. Welche Sprachen immer diese Völker gesprochen haben, die Menschen aus diesen Völkern bezeugen, dass die Apostel genau ihre Sprache sprechen. Und es war eine echte, realistische, erlernbare Sprache. Eine Grammatik gab es. Also es war tatsächlich das, was wir eine Sprache nennen.
[12:13] Nun, im Laufe der Kirchengeschichte hat sich ja bis heute hin etwas erhalten, was sich manchmal Zungenrede nennt, aber gar nichts mit der eigentlichen Sprachengabe der Bibel zu tun hat. Heute gibt es das manchmal in sehr charismatischen Gemeinden, dass es passiert, dass manchmal etwas dem Geist zugeschrieben wird, was gar nicht vom Geist Gottes kommt, sondern von einem Geist, den der Verführer geschickt hat. Der Geist Gottes lässt die Menschen in vernünftigen Sprachen reden, auch in vielen Fremdsprachen. Und das war damals wichtig, denn diese ganzen Fremdsprachen wurden ja gebraucht, um die große Missionsarbeit jetzt voranzubringen. Ohne diese Sprachen wäre es der Gemeinde schwergefallen, die verschiedenen Aufgaben in den ganzen Gebieten der damals bekannten Welt auszuführen. Sie hätten ja kaum mit den Menschen sprechen können. Und so viel lieh Gott an Pfingsten eine Sprachgabe. Also sie sprachen plötzlich Sprachen, die sie vorher nie erlernt hatten. Das war ein Wunder. Heute in manchen Gemeinden werden eher Laute benutzt anstatt Sprachen. Es wird ein Kauderwelsch gesprochen und es heißt, der Heilige Geist hat das getan. Kuriose Dinge geschehen manchmal zusammen mit dieser Sprachgabe, indem Menschen sich fallen lassen, umherrollen, sich sogar einnässen. Also ganz gruselige Szenen. Aber es wird dem Geist Gottes zugeschrieben und es heißt, es war eine Sprachgabe. Aber eigentlich war es ein Kauderwelsch und keine Sprache, die dabei herauskam. Wissenschaftler haben das mal überprüft und sich gefragt, war das jetzt wirklich eine Sprache, was da gesprochen wurde. Und sie stellten fest, es war keine. Und ganz oft passierte sowas, aber der Geist, der das bewirkt, ist nicht der Geist Gottes, sondern der Geist des großen Verführers. Nun, wenn wir dazu Ellen White lesen, in Zeugnisse 145, gleich im ersten Absatz, da schreibt sie: "Geistliche Übungen, angeblich auf Gaben gegründet, die der Herr der Gemeinde verordnet hätte, werden von einigen dieser Gläubigen abgehalten. Sie sprechen ein sinnloses Kauderwelsch, das sie die unbekannte Zunge heißen, die allerdings nicht nur bei den Menschen, sondern auch bei Gott und dem ganzen Himmel unbekannt ist. Solche Gaben werden von Männern und Frauen hervorgebracht, deren Helfer der große Verführer ist. Fanatismus, religiöse Ekstase, falsches Zungenreden und geräuschvolle Gottesdienste sieht man als von Gott gesetzte Gnadengaben an. Hierin lassen sich manche täuschen. Die Früchte all dieser Erscheinungen sind nicht gut. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen (Matthäus 7, Vers 16). Fanatismus und großer Aufwand dürfen nicht als besondere Kennzeichen des Glaubens aufgefasst werden." Also schon zu Ellen White Zeiten wurde gewarnt, dass hier etwas verändert wird. Es entsteht Fanatismus hier in einigen Gemeinden und es wird ein sinnloses Kauderwelsch gesprochen und das wird dann dem Wirken des Geistes Gottes zugeschrieben. Ist aber religiöse Ekstase und Fanatismus und sie warnt davor. Nun, dennoch gibt es heute immer noch so Gemeinden, die versuchen, das Gleiche zu machen, also in diese religiöse Ekstase hineinzukommen, indem sie Kauderwelsch sprechen. Und wenn wir uns das angucken, worauf sich begründen, dann müssten wir in 1. Korinther, ins 14. Kapitel gehen und da lesen wir diese Sprachengabe. Wir gucken uns das mal an, einige Verse daraus. 1. Korinther 14 und wir beginnen mal, die Verse 26 bis 28 zu lesen. Paulus sagt hier, wie sich die Gemeinde verhalten soll. Und er sagt: "Wenn jemand in einer Sprache reden will, so sollen es zwei, höchstens drei sein und der Reihe nach. Und einer soll es auslegen. Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde. Er mag aber für sich selbst und zu Gott reden. Propheten aber sollen zwei oder drei reden und die anderen sollen es beurteilen." Nun Paulus spricht hier davon, dass wenn jemand in der Gemeinde ist und er diese Sprachgabe, also er beherrscht mehrere Sprachen, mehrere Fremdsprachen, die er auf wundersame Art und Weise erlernt hat, nicht durch jahrelanges Studium, sondern er hat sie von Gott eingegeben bekommen. Wie damals im Turmbau zu Babel sich die Sprachen alle verwirrten und Gott von jetzt auf gleich all den Menschen neue Sprachen gegeben hat, so hat er das auch jetzt Pfingsten getan, da hat er den Menschen von jetzt auf gleich neue Sprachen gegeben. Und zwar Sprachen, die es überall auf der Welt schon gibt, die Sprachen der Völker. Jetzt wenn hier in der Gemeinde Korinth zum Beispiel oder in einer anderen Gemeinde jemand auftaucht und in einer Sprache reden möchte, dann macht es nur Sinn, sagt Paulus, wenn es übersetzt werden kann, also ausgelegt werden kann. Es macht ja keinen Sinn, dass ich jetzt hier stehe und Chinesisch rede und keiner von euch versteht das. Also müsste jetzt hier jemand neben mir sein, wenn ich auf die Idee käme, Chinesisch zu reden, dass hier jemand ist, der mich übersetzt, damit es ein Segen auch für die Hörer sein kann. Also es muss ausgelegt werden. Wird es nicht ausgelegt und ich rede hier das schönste Chinesisch, ich lese die Bibel, bete und singe vielleicht sogar auf Chinesisch und keiner versteht, was ich eigentlich mache. Denn er baut es die Gemeinde kein bisschen. Das sieht vielleicht witzig aus, weil ich hier vorne in seltsamen Sprachen rede, die keiner versteht. Aber wenn kein Chinese hier ist oder keiner, der das übersetzen kann, dann ist es völlig sinnlos, das zu tun. Also diese Sprachengabe ist an sich etwas, was für die Mission gebraucht wird und nicht für die Gemeinde. Also man kann wohl Sprecher haben, die in einer anderen Zunge reden, aber man muss jemanden haben, der es auslegen kann. Sonst ist es sinnlos. Wir gehen noch mal in eine andere Verse und lesen mal die Verse 32 und 33 hier. Paulus sagt: "Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens, wie in allen Gemeinden der Heiligen. Und der Geist ist den Propheten untertan." Das heißt, die Geistesgaben, die ich bekomme, die kann ich auch einsetzen nach meinem Gutdünken. Also ich kann in einer Sprache reden oder ich kann in einer Fremdsprache reden oder mit einer verständlichen Sprache reden. Ich kann prophetisch reden oder ich kann es auch sein lassen, wenn ich diese Gabe habe. Ich kann Kranke heilen oder ich kann es nicht tun. Diese Geistesgabe ist sozusagen von demjenigen, der sie empfängt, auch beherrschbar. Und das ist wichtig, denn manchmal in den Gemeinden sieht man, dass es andersrum ist. Nicht die Geister sind den Propheten untertan, sondern manchmal sieht es andersrum aus. Dass der Geist sie beherrscht und in wilde Ekstase bringt. Das ist dann aber nicht der Geist Gottes, wenn das passiert. Gott ist ein Gott der Ordnung. Er möchte, dass es ordentlich zugeht in seiner Gemeinde und dass da keine Ekstase, kein Fanatismus entsteht. Wir lesen nochmal im ersten Korinther 14, die Verse 2, 3 und 4. Paulus sagt: "Denn wer in Sprachen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott. Denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist. Wer aber weiß sagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost. Wer in einer Sprache redet, er baut sich selbst. Wer aber weiß sagt, er baut die Gemeinde." Nun, wenn da jetzt jemand vorne steht und er spricht in einer Sprache, also er predigt in einer Sprache, in einer Sprache, die niemand versteht von den Anwesenden, dann macht es keinen Sinn. Es erbaut die Gemeinde nicht. Steht da vorne aber jemand, der in einer verständlichen Sprache, also die alle Zuhörer auch kennen, spricht, also er weiß sagt, er predigt, dann erbaut es die Gemeinde. Es macht also mehr Sinn, sagt Paulus, hier in einer richtigen Sprache zu sprechen, die alle verstehen, als in einer Fremdsprache zu sprechen, die niemand versteht, der Anwesenden. Diese Fremdsprache ist nicht für das Predigen in der Gemeinde gemacht. Man kann es wohl machen, aber nur dann, wenn da jemand ist, der es auslegen kann. Selbst wenn diese Sprache durch ein Wunder gegeben worden ist und ich plötzlich Hebräisch sprechen kann, bringt es der Gemeinde nichts, wenn ich vor der Gemeinde stehe und plötzlich auf Hebräisch spreche, auch wenn es eine Geistesgabe von Gott war. Dann hat er mir diese Gabe gegeben, um die auch dort im Missionsfeld einzusetzen. Es dient vielleicht meiner eigenen Erbauung, wenn ich auch beten kann in verschiedenen Sprachen. Das kennen wir vielleicht, wenn wir manchmal auf Englisch beten oder auf Deutsch und wir wechseln, wir variieren in diesen Sprachen. Das kann erbaulich sein, ja, aber es macht keinen Sinn, in einer Gemeinde in England, wenn ich da plötzlich anfange, Deutsch zu reden oder eine andere Sprache benutze und niemand mich versteht. Es muss zur Erbauung der Gemeinde dienen und da dient natürlich die Predigt, die Weissagung und nicht die Sprache als Gabe. Im ersten Korinther 14, 22 ist es auch interessant, dass da steht: "Darum dient die Sprache als ein Zeichen und zwar nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen. Die Weissagung aber ist nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen." Also es gibt ja einen Unterschied zwischen der Sprache, die in der Gemeinde hat sich nichts zu suchen, die Fremdsprache, in der ich predigen kann, sondern sie dient als Zeichen für die Äußeren. Das prophetische Wort oder die Weissagung, die verständliche Predigt, die macht Sinn in der Gemeinde. Also so zur Gemeinde zu sprechen, dass die Gemeinde erbaut wird, dass die Gemeinde das versteht, das ist hilfreich und sinnvoll. Mit einer unbekannten Sprache ins Missionsfeld zu laufen und diese für eine fremde Sprache dort zu sprechen, die die Menschen nicht verstehen, ist völlig sinnfrei. Wenn Gott mir eine Sprachengabe gibt, in einer fremden Sprache zu reden, zum Beispiel Persisch, dann macht es Sinn für mich, dass ich Missionsarbeit irgendwo dort mache, wo Persisch gesprochen wird. Denn ich habe diese Gabe bekommen und ich kann sie einsetzen. Ich spreche jetzt Persisch, Deutsch und Englisch und dann kann ich auch beten auf Deutsch oder auf Englisch oder auf Persisch. Aber es macht nur Sinn dort, wo es eingesetzt wird. Es ist für die Heiden gegeben, diese Sprache. Und würden wir das nicht tun, kämen wir jetzt auf die Idee, dass wir alle in unseren Gemeinden mit den Sprachgaben sprechen, die wir bekommen haben, welche Gabe das auch immer ist, also welche Sprache, und es kämen Besucher und die würden sich das angucken und würden sich wundern, was predigt der da vorne, was erzählt der da. Einer redet Mongolisch, der andere Persisch, der dritte Arabisch und einer vielleicht noch Russisch dazwischen. Und die Leute würden denken, wir sind verrückt, was machen die da, die verstehen sich überhaupt nicht und jeder redet da irgendwas. Die Leute würden uns zurecht für verrückt halten, wenn wir Sprachen sprechen, die keiner versteht. Dafür ist es nicht da. Davor warnte Paulus hier auch in der Gemeinde. Die Sprachengabe dient, wenn ich in dieser Sprache spreche, bestenfalls mir selbst oder wenn ich es im Missionsfeld gebrauche, es dient den Heiden. Und dafür ist sie auch gegeben. Leider, leider gibt es heute ganz viele Kirchen, die nicht nur die wirkliche Sprachengabe vom Geist Gottes benutzen und Fremdsprachen vorne predigen, die kein Mensch versteht, sondern die noch etwas Verrückteres machen. Die begeben sich in eine Art Ekstase hinein und geben nur noch Laute von sich, so fast wie Tiere. Wiederholen Dinge, schwanken hin und her, versuchen ihren Kopf irgendwie frei zu bekommen, dass sich die Gedanken lösen und dass sie nur noch Kauderwelsch hervorbringen. Wenn das passiert, und das sehen Leute von außen, denken sie, das ist verrückt. Seltsam, dass die Menschen in der Gemeinde sagen, das ist vom Heiligen Geist. Und dann passiert nicht das, was wir als Ordnung kennen, sondern es herrscht eine riesen Unordnung in der Gemeinde. Das ist genau das Gegenteil von dem, was wir hier eigentlich lesen in 1. Korinther 14. Diese Sprachengabe, die damals Pfingsten verdient wurden, das waren richtige, echte, nachsprechbare Sprachen. Und kein Kauderwelsch, vor dem auch Ellen White hier warnt.
[24:35] Nun gehen wir weiter in der Apostelgeschichte und schauen uns mal die Predigt von Petrus an, die er darauf hinspricht. Nun spricht Petrus ja einer Sprache, die auch einige Zuhörer verstehen, und wir schauen uns das mal an. Was sagt er da? 2. Vers 17. Petrus predigt nun und er zitiert hier und sagt: "Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben." Da war eine Prophezeiung, die Petrus hier zitiert, aus dem Alten Testament. Und er greift hier etwas aus, was er in seine Predigt einbaut, aus dem Buch Joel. Also eine alte Verheißung, eine Prophezeiung auf etwas, was kommen soll. "Ich werde mein Geist ausgießen in jenen Tagen." Und Petrus benutzt das hier, um den Frühregen zu beschreiben, obwohl der Text in Joel hier das Spätregen beschreibt. Wir gucken uns mal an. Wir gehen mal in das Buch Joel, ins dritte Kapitel und lesen die ersten fünf Verse. Joel 3, 1 bis 5. Und hier kommt das Zitat von Petrus. Joel sagt hier: "Und nach diesem wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen. Und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen. Und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden, Blut und Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Und es wird geschehen, jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der Herr verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der Herr beruft." Also hier wird schon gesprochen, Joel, der kündigt hier schon an und sagt, schon Jahrhunderte vor dem eigentlichen Ereignis, also vor Pfingsten, kündigt er hier schon an, dass Gott sein Geist ausgießen wird. Also wir sehen hier drinnen aber den Spätregen und wir sehen hier drinnen auch den Frühregen, von dem Petrus spricht. Nun Gottes Geist wurde damals über seine Diener ausgegossen und das befähigte diese Diener zu großen Wundertaten. Sie taten nicht nur Wunder, sondern sie predigten auch in Vollmacht und sie wurden selbst auch Überwinder. Also der Geist half ihnen, ihr Leben zu verändern, der Geist half ihnen, mit Vollmacht zu predigen und der Geist half ihnen, diese Wundertaten zu vollbringen, die wir später in der Apostelgeschichte lesen. All das war auf den Geist, der jetzt ausgegossen wurde, zurückzuführen. Und das war der Frühregen, nur ein Symbol für das, was am Ende nochmal passieren wird. Der Frühregen wurde ausgegossen und es geschah ein Wunder. Am Ende der Zeiten wird der Spätregen ausgegossen, also nochmal der Geist Gottes wird nochmal über die Gemeinde kommen und was ganz Ähnliches wird wieder passieren. Also wieder in Vollmacht wird die Gemeinde das Werk verkündigen. Wir kennen es im Spätregen in Offenbarung 18, wie der Engel mit Vollmacht und mit lauter Stimme ruft und den ganzen Erdball erhält. Und das ist das Wirken des Spätregens. Damals, durch das Wirken des Frühregens, wurde auch die damals bekannte Welt in ganz kurzer Zeit missioniert. Es war gewaltig, aber der Spätregen wird noch stärker werden.
[28:06] Wir gehen nochmal in Apostelgeschichte 2 zurück und schauen uns mal an, was passiert ist im Frühregen, nachdem der Geist ausgegossen worden ist. Wie schnell die Dinge da ging. Apostelgeschichte 2, und wir lesen jetzt Verse 22 bis 32. Apostelgeschichte 2, 22 bis 32. Petrus predigt also und er sagt: "Ihr Männer von Israel, hört diese Worte. Jesus, der Nazarener, ein Mann, der von Gott euch gegenüber beglaubigt wurde, durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn eurer Mitte wirkte, wie ihr auch selbst wisst, diesen, der nach Gottes festgesetzten Ratschluss und Vorsehung dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet. Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass er von ihm festgehalten würde. David nämlich sagt von ihm: Ich sah den Herrn allezeit vor mir. Der ist zu meiner Rechten, dass ich nicht wanke. Darum freute sich mein Herz und meine Zunge frohlockte. Zudem wird auch mein Fleisch auf Hoffnung ruhen. Denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und nicht zulassen, dass dein Heiliger die Verwesung sieht. Du hast mir die Wege des Lebens gezeigt. Du wirst mich mit Freude erfüllen vor deinem Angesicht. Ihr Männer und Brüder, es sei mir erlaubt, freimütig zu euch zu reden, von dem Stammvater David. Er ist gestorben und begraben und sein Grab ist unter uns bis zu diesem Tag. Da er nun ein Prophet war und wusste, dass Gott ihn mit seinem Eid verheißen hatte, dass er aus der Frucht seiner Lenden dem Fleisch nach den Christus erwecken werde, damit er auf seinem Thron sitze, hat er vorausschauend von der Auferstehung des Christus geredet, dass seine Seele nicht dem Totenreich preisgegeben worden ist und auch sein Fleisch die Verwesung nicht gesehen hat. Diesen Jesus hat Gott auferweckt. Dafür sind wir alle Zeugen. Nachdem er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen hat von dem Vater, hat er dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört. Denn nicht David ist in den Himmel aufgefahren, sondern er sagt selbst: Der Herr sprach zu meinem Herrn, setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße. So soll das ganze Haus Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt." Nun ausgestattet mit Vollmacht aus der Höhe ist Petrus dabei, mächtige Worte zu sprechen. Es ist die berühmte Pfingstpredigt. Die Pfingstpredigt, wo das Volk war, zusammen und jetzt wird von Petrus hier in Vollmacht verkündet. Er bekennt, wer Christus ist und er erklärt ihm, dass Christus gekreuzigt worden ist und dass es schon im alten Testament geschrieben stand, dass er auferstehen wird. Und Petrus gibt es hier ein gewaltiges Zeugnis. Und er macht deutlich, dass Christus buchstäblich und wirklich aus dem Tode auferstanden ist. Denn es gab damals ja, gerade wenn viel Volk anwesend war, es war die Zeit, in der die griechische Philosophie hochgehalten wurde. Und jeder Römer, der was auf sich hielt, konnte auch Griechisch sprechen. Und diese griechische Philosophie, die neigt dazu, viele Dinge als ideologisch zu betrachten. Also zum Beispiel wäre eine Auferstehung von Christus eher betrachtet worden als, ja, er ist also erst gestorben, aber seine Idee lebt weiter. Und diese Idee lebt jetzt in den Herzen der Jünger weiter und deswegen kann man hier von einer Auferstehung dieser gefallenen Botschaft sprechen. Und das ist völliger Nonsens. Denn Christus ist buchstäblich auferstanden. Das erzählt Petrus hier. Er sagt, glaub nicht daran, an irgendwas, was vielleicht hätte sein können. Denn wir sind alle Zeugen dafür. Wir haben gesehen, dass der Messias auferstanden ist. Er kam aus dem Grab hervor. Das ist unsere große Hoffnung. Es hat nichts mit irgendeiner Philosophie zu tun, sondern es ist real passiert.
[31:59] Auch heute gibt es immer noch Menschen, die sagen, naja, das mit Christus ist eine schöne Sache, aber auferstanden ist er nicht. Und ohne Auferstehung fehlt uns die Hoffnung. Würden wir das glauben? Würden wir sagen, wir sind Christen, aber wir glauben nicht daran, dass Christus auferstanden ist? Dann wären wir die elendsten aller Menschen, sagt Paulus. Schaut euch mal an, wie Paulus das formuliert. 1. Korinther 15 und hier Vers 12-19. 1. Korinther 15, 12-19. Paulus geht genau auf das ein. Er sagt: "Wenn aber Christus verkündet wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen dann etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden. Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich und vergeblich auch euer Glaube. Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig. So seid ihr noch in euren Sünden. Dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. Wenn wir nun in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die Elendsten unter allen Menschen." Und Paulus sagt hier, wenn es diese Auferstehung nicht gäbe, also es wäre rein ideologisch, Christus hat eine gute Lehre gehabt und dann ist er gestorben und wir tragen diese Lehre im Herzen weiter und richten uns danach, dann wären wir die Elendsten aller Menschen. So eine Art halbe Christen. Das würde heißen, ich habe mit meinem irdischen Leben abgeschlossen und habe gesagt, ich möchte mein irdisches Leben von mir tun. Der alte Ronny soll sterben. Ich möchte zu einem neuen Menschen auferstehen. Jetzt habe ich mich also von der Welt getrennt. Ich möchte ein neuer Mensch werden, aber dieser neue Mensch wird kein ewiges Leben sehen. Also ich gehöre weder zum Himmel, noch gehöre ich zur Erde, von der ich mich losgesagt habe. Jetzt haben wir gar keine Heimat mehr, weder den Himmel noch die Erde. Paulus sagt, wenn das der Fall wäre, werdet ihr die Elendsten aller Menschen. Die aller Elendsten. Denn die anderen Menschen, die haben wenigstens noch das Leben auf der Erde, von dem ihr euch losgesagt habt. Ohne Auferstehung ist die christliche Botschaft nichts wert. Wir wären die Elendsten aller Menschen.
[34:35] Jetzt schauen wir uns mal das Donnerstagsthema an. Am Mittwoch heißt es die Erhöhung Jesu. Wir schauen uns das mal an, indem wir nur ein Bibeltext lesen, vielleicht zwei. Und zwar den Psalm 133. Geh mal mit mir dahin, den Psalm 133. Wir sagen immer Pfingsten, das war die Ausgießung des Heiligen Geistes. Und da hat die Gemeinde die Vollmacht aus der Höhe empfangen. Und von da an ist die Gemeinde in Vollmacht vorangegangen, hat Missionsarbeit gemacht. Das stimmt, das war die Ausgießung des Geistes. Aber die Ausgießung des Geistes war eigentlich eine Folge von etwas, was im Himmel passierte. Wir lesen mal Psalm 133, Verse 1, 2 und 3. Also den ganzen Psalm. "Siehe, wie fein und wie lieblich ist's, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind. Wie das feine Öl auf dem Haupt, das herabfließt in den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt bis zum Saum seiner Kleider. Wie der Tau des Hermon, das herabfließt auf die Berge Zions, denn dort hat der Herr den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit." Nun hier wird gesprochen von Aaron. Aaron ist ein Symbol für Christus. Das heißt, so wie Aaron gesalbt wurde, wie das Öl auf dem Haupt Aarons ausgegossen wurde und von seinem Haupt in seinen Bart floss, dort in seine Gewänder, und unten vom Saum seiner Gewänder herablief, wie der Tau, der von dem großen Berg von dem Hermon herabfällt, auf die Berge Zions. So wird es hier verglichen. Die Salbung Aarons war so, als wenn der Tau vom Hermon auf die Berge Zions fällt. Nun, was war denn da passiert? Aaron war der Hohepriester, ein Symbol für Christus. Am Wochenfest, also zu Pfingsten, das war das Jahr 31 nach Christus, wurde Christus im Himmel, er war ja aufgefahren in den Himmel, und im Himmel wurde Christus jetzt zum Hohepriester gesalbt. Er war ja unser Lamm, unser Opferlamm, er starb am Kreuz, wurde begraben, und er brachte dieses Opfer in den Himmel. Und dort wurde er gesalbt zum Hohepriester. Was eigentlich interessant ist, wenn man sich das anguckt, Christus war unser Diener, als er als Lamm für uns starb, und er ist heute unser Diener, weil er im Himmel für uns dient. Später wird er der König werden. Er war das Opferlamm, und er wurde jetzt zum Hohepriester gesalbt. Gesalbt wurde er mit dem Öl, ein Symbol für den Geist Gottes. Und dieses Öl lief an ihm runter durch sein Gewand, und vom Saum seines Gewandes fiel es herab. Und hier sagt der Psalmist, es war so, wie der Tau, der vom Hermon, also von diesem hohen Berg im äußersten Norden in Israel, herabfällt auf die Berge Zions. Nun, der Berg im äußersten Norden ist ein Symbol für den Thron Gottes. Im äußersten Norden der Berg, von dort fiel Tau herunter und traf die Berge Zions. Nun, die Berge Zions sind ein Symbol für das Volk Gottes, für seine Kirche, für seine Gemeinde. Also kam von Gottes Thron Tau oder Regen, der das Volk Gottes getroffen hatte. Das war genau Pfingsten passiert. Vom Thron Gottes, als Christus eingesetzt wurde zum Hohepriester, kam dieser Geist, der Christus gesalbt hat, jetzt auch auf seine Jünger. Der Tau kam vom Hermon und fiel auf das Volk Gottes, auf die Berge Zions. Denn es heißt ja in diesem Psalm hier, er fängt ja so an: "Siehe, wie fein und wie lieblich ist es, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind." Ja, genau das kennen wir ja aus Apostelgeschichte 2, Vers 1, wenn die Brüder in Eintracht beisammen sind. Wie herrlich ist es. Genau da ist es passiert. Ist ein interessantes Symbol. Die Brüder waren einträchtig beisammen und der Geist kam, der Frühregen. Ähnlich wird es auch im Spätregen sein. Es muss erst diese Eintracht hergestellt werden. Das Volk muss zusammenkommen.
[38:48] Nun schauen wir mal uns das Donnerstagsthema an, das da heißt, die Erstlingsfrüchte. Apostelgeschichte 2, wir gehen wieder zurück, wir lesen ja die Apostelgeschichte und starten in Vers 37 und lesen bis 41. Apostelgeschichte 2, 37 bis 41. Christus hatte ja verheißen, dass seine Jünger nicht eher ausziehen sollen, bevor sie die Kraft aus der Höhe empfingen. Die hatten sie jetzt bekommen. Petrus predigte in solcher Vollmacht wie noch nie zuvor. Und was passierte? Apostelgeschichte 2, 37 bis 41. "Die Zuhörer nun standen um ihn herum und es heißt hier: Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder? Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden. So werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung, euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele der Herr unser Gott herzurufen wird. Und noch mit vielen anderen Worten gab er Zeugnisse und er mahnte und sprach: Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht. Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen und es wurden an jedem Tag etwa 3000 Seelen hinzugetan." Und Petrus predigte und er verkündete in so einer Vollmacht, dass die Menschen ergriffen waren und sagten, was sollen wir tun? Was können wir noch machen? Sie waren sich ja bewusst, wir haben Christus gekreuzigt. Was können wir noch tun? Und Petrus sagt: Keine Angst, tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen. So werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Und diese Verheißung gilt nicht nur der Generation, sondern auch allen ihren Nachkommen, auch den Menschen in der Fremde, also auch uns heute. Auch wir gehören dazu und diese Verheißung gilt auch uns. Tut Buße, ein jeder von euch lasse sich taufen, dann wird die Kraft aus der Höhe empfangen. Wenn es damals im Frühregen schon so war, dann wird es im Spätregen auch so sein. Wenn das Volk Gottes Buße tut, sich taufen lässt, also das alte Leben aufgibt, zu einem neuen Leben aufbricht, also Heiligung umsetzt im Leben, Buße tut, dann kann der Spätregen kommen. Das ist eine sehr merkwürdige Sache. Wir sollten uns das merken, in welcher Reihenfolge das hier passiert ist. Buße, Umkehr, also Taufe und dann der Heilige Geist. Diese Reihenfolge wird es am Ende auch geben. Wenn Gottes Volk Buße tut, sie kommen zusammen, sie vergeben einander, sie bringen ihr Leben zu Gott und sagen: Bitte hilf, wir sind verkehrt und wir möchten doch dein Volk sein. Und sie zur Umkehr kommen, also zur Taufe, sie wirklich einen Schritt wagen und sagen: Ich möchte mein altes Leben aufgeben und ich möchte nochmal neu anfangen. Ich möchte Heiligung in meinem Leben umsetzen. So lange habe ich gelebt und die guten Dinge gewusst und doch habe ich sie nicht getan. Ich habe mich immer irgendwie so ein bisschen durch manövriert und obwohl ich die Wahrheit kannte, habe ich sie nie ganz umgesetzt. Wenn Gottes Volk damit anfängt, das zu tun, in einer Zeit der Buße, dann wird noch einmal der Regen ausgegossen, aber nicht der Frühregen, sondern der Spätregen und darauf warten wir. Denn wenn dieser Spätregen ausgegossen wird, dann wird die Verkündigung noch mächtiger sein, als sie zur Zeit von Pfingsten war im Frühregen. Und damals wurde schon die damals bekannte Welt erreicht. Die Mission ging herum und die Völker wurden Windeseile mit dem Evangelium vertraut gemacht. In der Zeit des Spätregens in Offenbarung 18 geschieht das noch schneller und noch umfassender. Lasst uns dabei sein, lasst uns vorbereiten auf diese Zeit, damit der Spätregen kommen kann, damit wir die Völker endlich erreichen können. So viele Menschen sind heute in Not und Kummer, weil sie das Evangelium nicht kennen und wir schaffen es kaum, es voranzubringen. Wir schaffen es kaum, es in die ganzen Völker zu bringen, den Menschen um uns herum noch nicht mal kundzutun. Lasst uns unser Leben heiligen, einen Entschluss treffen. Ich möchte Gott folgen mit dem, was ich weiß. Das soll mein Leben widerspiegeln und wenn wir das tun, wenn wir diesen Entschluss haben und die Schritte anfangen zu gehen, dann kann der Regen kommen. Und wenn wir diesen Spätregen erhalten, den Geist in uns, dann können wir unglaublich schnell Missionsarbeit machen und Wunder und Zeichen werden uns begleiten und die Welt wird gerufen zur Umkehr, zur Buße und zur Rettung. Lasst uns das tun und daran treu sein.
[43:40] Ich würde gern noch zum Abschluss beten. Unser lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken dafür, dass du deinen Geist gegeben hast, damit dein Wort verkündet werden kann. Du hast deinen Jüngern damals eine unglaubliche Vollmacht verliehen und sie waren so schnell und so stark in dem Werk, in ihrem Herzen, aber auch in der Mission. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass wir das auch können in diesen Tagen, dass wir diesen Drang haben, Menschen des Evangeliums zu bringen, dass wir den Drang haben, unser Leben zu heiligen. Und lieber Vater, lass uns als Gemeinde dort zusammenstehen, als Einheit und gieß du deinen Heiligen Geist über uns her, damit wir das Werk vollenden können. Und wir danken dir dafür. Im Namen Jesu. Amen.
[44:21] Vielen Dank, dass wir gemeinsam dieses Thema studieren durften. Ich würde mich freuen, wenn wir uns nächste Woche wiedersehen und das nächste Thema behandeln, wenn wir uns nochmal in die erste Gemeinde hineinbegeben und das Leben in der ersten Gemeinde uns anschauen. Wie lebten die Menschen eigentlich damals? Was war das Besondere an ihnen? Was waren die Kennzeichen dieser Gemeinde? Herzliche Einladung dazu. Ich würde mich freuen, wenn wir das gemeinsam studieren können. Gott segne euch.
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