[0:30] Die Bergpredigt abschließen. Wir haben jetzt tatsächlich ein ganzes Schuljahr die Bergpredigt studiert. Wir haben letztes Jahr im September angefangen, habe ich geschaut, und werden heute damit zu Ende gehen. Und ich weiß nicht, wie es euch gegangen ist, aber ich habe die Bergpredigt nochmal viel, viel mehr lieb gewonnen. Das ist eine unglaublich interessante Predigt mit so vielen spannenden Dingen für unser praktisches Leben und auch für unseren Glauben. Und das endet jetzt hier an dieser Stelle auch mit einem sehr mächtigen Aufruf. Ihr wisst ja, eine Predigt sollte immer einen Aufruf haben, einen Appell. Ohne Appell, ohne Aufruf, keine Predigt. Und Jesus war ein Meisterprediger. Nicht nur hat er unglaublich interessante Bilder verwendet, hat sehr eindrücklich gepredigt, sehr einfach verständlich. Er hat am Ende auch einen mächtigen Aufruf gemacht. Und den wollen wir uns heute anschauen. Bevor wir den aber anschauen, wollen wir gemeinsam niederknien und beten, wo es möglich ist. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt die Bergpredigt noch einmal uns anschauen dürfen, die letzten Verse. Und wir möchten dich vor allem bitten, dass diese mächtigen Verse heute unser Herz erreichen, die wir hier sind, die wir jetzt zuschauen über das Internet, später das Video anschauen, dass dein Heiliger Geist direkt in unser Herz hinein spricht und wir Entscheidungen fällen, die für die Ewigkeit bestimmt sind. Das bitten wir und danken, dass dein Heiliger Geist das tun wird. Im Namen Jesu, Amen.
[2:14] Matthäus 7 und dort Vers 24. Erinnert euch? Letztes Mal haben wir gesagt, dass Jesus gesprochen hat über die vielen Menschen, die am Ende der Zeit an jenem Tag zu ihm sagen werden: Herr, Herr. Nicht wahr? Könnt ihr euch daran erinnern? Und wir haben gesehen, das ist das Gleiche wie in dem Gleichnis von den zehn Jungfrauen, wo dann die fünf törichten Jungfrauen auch sagen: Herr, Herr, mach uns auf. Entscheidend ist nicht, dass wir große Dinge für Jesus getan haben. Nicht der wird gerettet, der Prophet gewesen ist oder der Dämonen ausgetrieben hat. Wir haben auch gesehen, dass das durchaus auch auf echte Wunder zutreffen kann, sondern derjenige, der durch den Glauben Gottes Gesetz hält. Jesus sagt zu denen, die das nicht getan haben: Weicht von mir, ihr Gesetzlosen. Und wir haben deswegen gesehen, dass das ganze Ziel der Bergpredigt, das ganze Ziel des Evangeliums darin besteht, Gottes Gesetz tatsächlich zu halten und nicht nur oberflächlich, nicht nur den Buchstaben nach, sondern dem Geist nach. Die ganze Bergpredigt hat dieses eine Ziel, den Menschen zu erklären, wie man durch das Evangelium, durch die Gnade Gottes, durch den Glauben und durch den Heiligen Geist das Gesetz tatsächlich halten kann.
[3:42] Nun Vers 24: „Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.“ Frage an euch: Als Jesus sagte: „Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut“, was meint Jesus mit „diese Worte“? Er meint die Bergpredigt. Also natürlich meint er in einem weiteren Sinne auch alles, was er jemals gesagt hat, aber es bezieht sich eigentlich speziell auf die Bergpredigt. Er sagt: Wer diese Worte – also Kapitel 5, Kapitel 6 und Kapitel 7, die Seligpreisung und das Licht und Salz der Erde und die Goldene Regel und das Vaterunser und all die Dinge – wer diese Worte hört und tut. Also er gibt hier einen ganz entscheidenden Punkt. Er sagt: Hört und tut. Den will ich mit einem, was für einem Mann vergleichen? Mit einem klugen Mann.
[4:50] Jetzt später gibt er in diesem Aufruf zwei Gruppen: die, die hören und tun, und dann später werden wir lesen von denen, die hören, aber nicht tun. Wie werden die genannt, die hören, aber nicht tun? Die sind wie ein törichter Mann. Also wir haben klug und töricht. Woher kennen wir noch diese Einteilung in klug und töricht? Die zehn Jungfrauen. In den zehn Jungfrauen haben wir auch die klugen und die törichten, und das ist kein Zufall, weil bei den törichten Jungfrauen haben wir auch dieses „Herr, Herr“. Also diese Idee mit dem „Herr, Herr“ und dann diesem Haus auf dem Sand, das ist eng miteinander verknüpft. Es geht hier also um genau das gleiche wie bei den klugen Jungfrauen und den törichten Jungfrauen. Alle Jungfrauen haben das Wort Gottes ja gehört oder und auch behauptet, dass sie daran glauben. Mit anderen Worten, diese Verse, die wir jetzt studieren wollen, sind eine andere Perspektive auf das gleiche Thema wie bei den zehn Jungfrauen.
[5:55] Nun, die ganze Idee ist ja hier von Menschen, die ein Haus bauen und dann kommt eine Krise, dann kommt das Wasser. Und als Grundlage dafür scheint ein Text in den Sprüchen zu dienen. Schaut mal in die Sprüche, Sprüche Kapitel 10 und dort Vers 25. Sprüche 10 Vers 25 beschreibt das, was Jesus hier am Ende dieser Bergpredigt sagt, mit einem Wort. Sprüche 10 Vers 25: „Wenn ein Sturm vorüberfährt, so ist der Gottlose nicht mehr da, der Gerechte aber ist für die Ewigkeit gegründet.“ Der Gottlose und der Gerechte, beide stehen und dann kommt der Sturm. Was passiert mit dem Gottlosen? Der ist weggespült. Und der Gerechte steht in Ewigkeit. Das heißt, die Unterscheidung zwischen dem Klugen und dem Törichten ist eigentlich die Unterscheidung zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen. Nun, der Gottlose kennt aber Gott, er redet von Gott, er spricht von Gott, und er hat die ganze Bergpredigt gehört, mindestens zehnmal. Er hat vielleicht sogar Wunder getan, hat Weissagungen gegeben, er hat Großes getan, aber er hält nicht Gottes Gesetz, er ist nicht gehorsam. Und deswegen sagt Jesus: Ich kenne dich nicht. Das heißt, dieser Vers von Sprüche 10 ist eigentlich so die Grundlage, auf der Jesus jetzt diesen kleinen Vergleich, dieses Gleichnis aufbaut.
[7:31] Also schauen wir uns das mal genauer an. Der kluge Mann, der macht was? Wo baut er sein Haus hin? Auf den Felsen. Jetzt interessant ist, wenn man dazu den Parallelbericht in Lukas studiert. Schaut mal in Lukas und dort Lukas 6. Vielleicht kennt ihr auch diese Bilder aus den Kinderbibeln. Meistens wird das ja so erklärt, dass nicht mal der eine baut sein Haus auf den Sand ganz unten und der andere baut sein Haus auf den Felsen ganz oben. Das ist ja durchaus nicht verkehrt, aber es gibt hier einen Aspekt, der manchmal etwas vernachlässigt wird. In Lukas 6 und dort Vers 47: „Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut, ich will euch zeigen, wem er gleich ist. Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute und dazu was tat? Tief grub und den Grund oder das Fundament auf den Felsen legte.“ Als nun eine Überschwemmung entstand, da brandete der Strom gegen dieses Haus, und er konnte es nicht erschüttern, weil es auf den Felsen gegründet war.
[8:44] Nun, um das Haus auf den Felsen zu bauen, was musste der Mann tun? Musste auf einen Felsen klettern? Was musste er tun, um das Haus auf den Felsen zu bauen? Graben. Also wir haben die Idee, es gibt hier sozusagen einen Sandboden. Beide Häuser sind eigentlich auf der, man könnte sagen, auf derselben Ebene, aber in einem Fall gibt es hier unten einen großen, starken Felsen. Ein Mann sagt, der kluge Mann sagt: Es wird vielleicht irgendwann mal ein Unwetter geben. Ich brauche einen festen Grund. Was macht er? Er fängt an zu graben. Er gräbt sich hier rein. Er gräbt hier rein. Er öffnet dann sozusagen hier das und baut hier auf den Felsen. Er gräbt tief. Wörtlich sind es eigentlich sogar zwei Aktionen: Das heißt, er grub und er vertiefte. Er grub und er vertiefte. Wie lange gräbt er? Bis er Felsen gefunden hat. Er gräbt nicht nur ein bisschen zum Schein, er gräbt so lange, bis er einen Felsen gefunden hat und auf diesen Felsen baut er jetzt ein Haus. Das sieht nicht besonders architektonisch aus, aber das Haus steht auf dem Felsen.
[10:18] Nun, das ist anstrengend, so viel Erde wegzutun. Es ist anstrengend. Er hat sich überlegt, er hat gegraben und gründlich gearbeitet, damit, wenn er das Haus baut, es ein festes Fundament hat. Was hat der andere gemacht? Dem anderen wäre es vielleicht auch ein Felsen gewesen. Aber das interessiert ihn nicht, weil er denkt: Meine Güte, das dauert zu lange. Ich baue das Haus einfach so. Sieht doch genauso aus, oder? Also kein großer Unterschied, oder? Also ich meine, er macht sich schon auch Mühe, denn ein Haus zu bauen ist nicht einfach. Aber er macht sich nicht extra Mühe, um es sicher zu machen. Übrigens, hatten die Jungfrauen alle Öl? Aber was war der Unterschied zwischen den Klugen und den Törichten? Die Klugen hatten extra Öl. Und er macht sich extra Mühe. Er möchte tief graben, er möchte sein Haus auf den Felsen bauen.
[11:30] Das heißt, solange es keine Krise gibt, sehen die beiden gleich aus. Beide haben die Bergpredigt gehört, beide gehen zur Gemeinde, beide hören Predigten, beide können die Goldenen Regeln zitieren, beide können das Vaterunser beten oder singen, beide kennen die Reihenfolge der Seligpreisung. Sie alle kennen das. Aber der eine hat sich gründliche Mühe gemacht, hat sich selbst hinein vertieft in diese Predigt, hat diese Worte gründlich untersucht, er hat geforscht, er hat den Boden selbst so lange umgegraben, er hat die Bibel so lange studiert, bis er festen Boden unter den Füßen hatte. Und der andere kam jeden Sabbat zur Gemeinde und hat sich eine Predigt nach der anderen angehört und hat gedacht: Das reicht. Ihr Lieben, das ist ein unfassbar wichtiges Thema. Der hat genauso viele Predigten gehört wie der, aber der saß zu Hause und hat gesagt: Ich bin nicht mit Jesus verbunden, wenn ich nicht selbst für mich persönlich den Erlöser kennengelernt habe. Er hat so lange gegraben und studiert, so lange die Seiten gewälzt, Vers mit Vers verglichen, so lange diese extra Mühe sich gemacht, das Wort zu studieren und zu beten und zu ringen, bis er es für sich selbst wusste und ein festes Fundament hatte. Er hat nicht nur gehört, er hat es auch getan.
[13:13] Der Unterschied ist also nicht zwischen dem einen, der sagt: Ich glaube, Stein ist besser, und der andere sagt: Nee, nee, ich glaube, Sand ist besser, sondern der Unterschied ist zwischen dem einen, der es wirklich gründlich macht, der es nachhaltig macht, der ein Werk machen möchte, das Bestand hat, und der andere, der so ein bisschen nachlässig ist, der denkt: Naja, wenn man nur immer dabei ist, dann wird es ja schon reichen, oder? Der macht sich Sorgen, ob er erlöst wird, der denkt, es wird schon passen. Und am Ende werden nur die den Himmel erreichen, die sich selbst persönlich interessiert haben, die dann, wenn kein anderer da gewesen ist, auf den Knien gefragt haben: Was soll ich tun? Die das Wort selbst gelesen haben und die sich selbst Gedanken gemacht haben, die nicht von den Worten anderer abhängig gewesen sind. Der Unterschied zwischen diesen beiden, den Klugen und den Törichten, ist letztendlich der: Die Klugen haben etwas investiert, um Gott kennenzulernen.
[14:27] Ja, ganz genau. Jetzt werden wir über dieses Hören und Tun. Kennt ihr andere Bibelstellen, die deutlich machen, dass wir nicht nur, also Jesus, wo Jesus vielleicht auch sagt, dass wir nicht nur hören sollen, sondern dass wir ihm auch gehorchen sollen? Jakobus sagt, dass wir nicht nur Hörer des Wortes sein sollen, sondern Täter, oder? Was war das? Ja, genau. Er sagt auch, dass ein Glaube ohne Werke tot ist, genau. Kennt ihr andere Worte von, auch aus dem Neuen Testament, die das Ähnliche sagen? Dass man das tun soll, was man sagt, was man hört? Jesus sagt: Ja, genau. Das ist die Goldene Regel, genau. Das sagt man Johannes 13, Johannes 13, Johannes 13, Vers 17. Johannes 13, Vers 17: „Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut.“ Johannes 14, Vers 15: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote.“ Johannes 15, Vers 14: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete.“ Also immer und immer wieder sagt Jesus: Nicht nur hier, am Ende zählt nicht, was du weißt, am Ende zählt das, was du umsetzt, was du tust.
[15:51] Schaut mal Galater 5, das ist auch ein ganz toller Vers hier. Galater 5 und dort Vers 6 und 7. Galater 5, Vers 6 und 7. Man liest oft nur 6, aber eigentlich gehören 6 und 7 interessanterweise zusammen. Schaut mal Galater 5, Vers 6 und 7: „Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.“ Ihr lest gut. „Wer hat euch aufgehalten, dass ihr der Wahrheit nicht…“ Ihr seht weiter, dass ihr der Wahrheit nicht gehorcht. Also der Glaube, der durch die Liebe wirksam wird, der führt zu was? Der führt zu Gehorsam. Könnt ihr das sehen? Der Paulus sagt: Ihr, die ihr nicht mehr auf den Glauben vertraut, ihr habt aufgehört zu gehorchen. Also dieses Tun hier ist nicht Werksgerechtigkeit, sondern es ist das Tun durch den Glauben, durch die Liebe, die wirkt, die etwas tut.
[17:06] Ja, ganz genau, ganz genau. Schaut mal 2. Petrus 1, Vers 10.
[17:19] 2. Petrus 1, Vers 10. Dort heißt es: „Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung festzumachen, denn wenn ihr diese Dinge wisst, richtig, wenn ihr diese Dinge bekennt, nein, wenn ihr diese Dinge tut, dann wird was passieren? Dann werdet ihr niemals zu Fall kommen.“ Was passiert mit dem klugen Mann, der sein Haus auf den Felsen baut? Er wird nicht fallen. Das Haus wird nicht fallen. Die Verheißung ist, dass wenn wir Gottes Wort ernst nehmen und das tun, was er sagt, brauchen wir nicht fallen, müssen wir nicht fallen, werden wir nicht fallen. Das hat eine unglaubliche Dynamik für die Endzeit, wenn wir das gleich sehen. Wer diese Dinge tut – Petrus sagt, die Dinge, die ich euch schreibe, dieses Evangelium, diese Leiter Petrus, nicht wahr, mit den verschiedenen Schritten, mit der Bruderliebe und der Erkenntnis und der Mäßigung und am Ende der Liebe – diese Schritte, es reicht nicht, wenn ihr sie auswendig kennt, es reicht nicht, wenn ihr sie erklären könnt. Ihr müsst es tun. Ihr müsst tatsächlich Eifer haben, ihr müsst tatsächlich Tugend haben, Erkenntnis, ihr müsst euch selbst beherrschen, ihr müsst ausharren, ihr müsst Geduld haben. Ohne das geht es nicht. Nur wer diese Dinge tut, kann bestehen.
[18:39] Und das führt uns zu einem ganz wichtigen Punkt. Wie viele Christen, wie viele Menschen, die vorgeben, der Bibel zu folgen, kennen das alles, aber tun es zu Hause nicht. Und wenn man es kennt, aber nichts zu Hause tut, gehört man zu den Törichten und letztendlich eigentlich zu den Gottlosen. Man würde ja nicht denken, dass wenn man jeden Sabbat zum Gottesdienst kommt, man zu den Gottlosen gehört, oder? Aber die Krise zeigt, wer einfach mitgelaufen ist und sich nicht viel investiert hat in seinen Glauben und wer wirklich gegraben hat. Also das ist ja der weise Mann, nicht wahr?
[19:10] Schaut mal mit mir in Psalm 119. Was ist Weisheit? Wie kommt man zu Weisheit? Psalm 119 und dort Vers 99.
[19:28] „Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach.“ Wie wird man klug? Indem man über Gottes Wort, das Fundament, selbst nachdenkt. Kein Mensch auf dieser Welt, auch nicht der Klügste, wird zu einem klugen Mann, wenn er nur hört. Und wenn er die besten Predigten hört und die besten Ausarbeitungen hört und die besten Vorträge hört und wenn diese Vorträge alle theologisch perfekt sind. Sie können nicht theologisch perfekter sein als die Bergpredigt, oder? Selbst wenn man die Bergpredigt hört, nützt es einem nichts, wenn man nicht selbst gräbt, nachdenkt, nachsinnt. Was heißt die Goldene Regel in meinem Leben? Was bedeutet dieser Satz „Vater unser“ für mich persönlich? Welche der Seligpreisungen beschreibt gerade meinen Zustand? Wenn wir dieses Nachsinnen nicht machen über die Bergpredigt, überhaupt über die Bibel, stehen wir nicht auf festem Grund.
[21:11] Nun, solange der Sturm nicht kommt, glaubt er auch, dass er festen Boden zu den Füßen hat. Er glaubt, dass es nicht unbedingt notwendig ist, dass jedes Haus so tief fundamentiert sein muss. Ich war, steht doch gerade, ist doch alles gut. Aber wenn die Krise kommt, zeigt sich, wer seine Bibel kennt, wer seinen Gott kennengelernt hat, wer weiß, warum er glaubt, was er glaubt.
[21:36] Schaut mal, Sprüche 10, wir waren schon mal in Sprüche 10 und dort Vers 8. Sprüche 10 und dort Vers 8.
[21:53] Sprüche 10 und dort Vers 8: „Wer ein weises Herz hat, was tut der? Der nimmt Gebote an.“ Der kluge Mann, der weise Mann, der tut, was Gott sagt. Wer weise ist, der nimmt die Gebote an. Wer sagt: Ich glaube an Jesus, die Gebote sind zweitrangig. Hauptsache, ich glaube. Hauptsache, ich habe Liebe. Gehorsam ist nicht so wichtig. Wer das sagt, ist töricht. Er ist nicht weise, denn der Weise nimmt die Gebote an. Christen, die großen Respekt für die Bibel bezeugen, aber sich um den Gehorsam drücken wollen, die sind auf dem Holzweg. Und die ganze Bergpredigt ist weit davon entfernt, die Gesetze abzuschaffen, das Alte Testament. Im Gegenteil, wie wir hoffentlich in den Monaten gesehen haben, nimmt Jesus ein alttestamentliches Beispiel nach dem anderen, um deutlich zu machen, wie man überhaupt Gottes Gesetz halten kann. Das ist der ganze Sinn der Bergpredigt.
[23:03] Du hast schon gesagt, das wahre von der, ja? Ganz genau.
[23:17] Also ich meine, das ist ja ganz offensichtlich. Ohne den Geist können wir die Gebote nicht halten. Ohne den Geist können wir gar nicht sein Wort verstehen. „Öffne mir die Augen, dass ich Wunder sehe in deinem Gesetz.“ Der Geist offenbart uns ja, was eigentlich gemeint ist, ja?
[23:41] Das heißt also, Zwischenfazit: Der kluge Mann ist derjenige, der etwas investiert. Jetzt, wie auch immer das Haus auf dem Felsen sein muss, ob der Felsen tief unten ist und ich muss graben, oder ob der Felsen nach oben ist und ich muss mein Haus da aufbauen. In jedem Fall, wenn mein Haus auf dem Felsen ist, muss ich was investieren, oder? Es ist nicht schnell gebaut, es ist nicht so nebenbei gebaut. Ich kann das nicht so noch als so eine nebensächliche Sache machen. Es muss meine Zeit in Anspruch nehmen. Nur der ist ein kluger Mann, der wirklich etwas investiert in seinen Glauben.
[24:18] Jetzt kommt Vers 25, Matthäus 7, Vers 25: „Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht, denn es war auf den Felsen gegründet.“ Also wie viele Attacken kommen auf dieses Haus zu? Was sind die drei Attacken? Also einmal ist es Wasser von Regen, einmal ist es Regen, und dann ist es ein Wasserstrom, und dann haben wir Wind. Früher dachte ich mir, naja, das ist irgendeine Art Unwetter. Also kommt so Unwetter, Sommerunwetter, und dann kracht es und donnert es und regnet. Aber schaut mal in Lukas 6. In Lukas 6 wird uns gesagt, was es eigentlich wirklich ist.
[25:08] Lukas 6 und dort Vers, Vers 48. Lukas 6, Vers 48: „Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute und dazu tief grub und den Grund auf den Felsen legte. Als nun eine…“ Was eine? Was ist das nächste Wort? Eine? Eine Flut. Ja, bei mir steht eine Überschwemmung. Ellen White beschreibt das so: Es gab in Galiläa natürlich Hügel und Berge, und wenn wir Hügel und Berge haben, dann gibt es auch Bäche, die so Flussbäche, die so die Berge hinabkommen. In manchen Zeiten, wenn es so dürr ist wie jetzt, was passiert mit den Flussbetten? Ganz dünn, vielleicht sind sie ganz trocken. Aber wenn dann die Regenzeit ist oder die Schneeschmelze, dann verwandeln sich damals, dann haben sich diese Flussbetten oft in reißende Ströme verwandelt. Und ihr habt alle schon mal so Bilder gesehen von Überflutung, oder? Wenn es Überschwemmungen sind, wenn Flüsse über ihre Ufer steigen.
[26:26] Das hat auch mit dem Regen zu tun. Ja, es regnet, aber das Problem ist nicht eigentlich der Regen so sehr. Es gibt wenig Häuser, die allein wegen Regen eingehen, oder? Weil das Haus, das Dach ist schon ganz gut gedeckt. Das Problem ist, das Problem ist diese enorme Wasserkraft der Überflutung, der Überschwemmung, dieser Wasserdruck. Ihr habt vielleicht schon gesehen, wenn so Überschwemmungen sind, wie dann ganze Häuser mitgerissen werden, oder? Und genau das passiert. Es regnet und es stürmt, aber das, was eigentlich die Katastrophe ist, ist die Überschwemmung, die jetzt quasi hier entlang geht. Und dieses Haus steht fest auf dem Felsen, deswegen bleibt es stehen. Und dieses Haus, das hat nur Sand. Was macht jetzt das Wasser mit dem Sand, wenn jetzt Überschwemmung kommt und der Sand kommt? Das wird alles weggeschwemmt, weggeschwemmt, weggeschwemmt. Und dann fällt das Haus, es wird weggerissen. Sein Einsturz ist groß, ist eine Überschwemmung. Und dieses Bild von Überschwemmung kommt oft vor.
[27:27] Schaut mal in Jesaja 59. Jesaja 59 und dort Vers 19: „Dann wird man im Westen den Namen des Herrn fürchten und im Osten seine Herrlichkeit. Wenn der Bedränger kommt wie ein Wasserstrom, wird der Hauch des Herrn ihn in die Luft schlagen.“ Habt ihr auch Hauch des Herrn? Oder was habt ihr für eine Übersetzung? Odem des Herrn, genau. Das ist der Geist des Herrn. Ja, der Geist, Odem. Wenn der Feind kommt wie ein Wasserstrom, das heißt diese Überschwemmung, also der Wind weht, ein Ungewitter, es regnet, regnet, und das bedeutet, dass die Flüsse über ihre Ufer steigen. Jetzt kommt diese gesamte Wassermacht auf das Haus zu. Das ist ein Symbol für wen? Für den Feind. Es gibt Zeiten in unserem Leben, da kommt der Feind wie eine Überschwemmung und reißt alles mit sich. Und wer kann allein bestehen? Wer kann dem Feind widerstehen? Ja, genau. Aber hier in dem Vers, wer kämpft gegen den Feind? Wer wird ihn in die Flucht schlagen? Der Hauch des Herrn, der Geist des Herrn. Was macht der Geist? Der Geist bewirkt Gehorsam. Wenn der Feind kommt wie eine Flut, können nur die bestehen, die vom Geist erfüllt sind. Wenn der Geist kommt wie eine Flut, wenn der Feind kommt wie eine Flut, dann müssen wir den Geist haben, denn dann können wir bestehen, dann können wir durch den Glauben gehorsam sein.
[29:22] Dieses Bild von der Überschwemmung und dem Feind kommt oft vor in der Bibel. Schaut man mit mir zum Beispiel in Nahum. Nahum, Kapitel 1, und dort Vers 8.
[29:50] Nahum 1 und dort Vers 8: „Aber mit überströmender Flut wird er die Städte jener Widersacher verwüsten und seine Feinde in die Finsternis jagen.“ Die Idee ist, wenn Gott Gericht hält oder wenn überhaupt Gericht über irgendjemanden stattfindet, dann wird das oft mit einer Flut verglichen. Vielleicht kennt ihr in Daniel 9, wo es heißt, dass das Ende in einer überströmenden Flut ist. Könnt ihr euch daran erinnern? Daniel 9? Schauen wir mal kurz nach, wenn ihr es nicht im Hinterkopf habt.
[30:26] Daniel 9, Vers 26. Daniel 9, Vers 26: „Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und ihm wird nichts zuteil werden. Die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören und sie geht unter in der was? In der? In der?“ Versteht ihr es bei euch nicht? „Die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören und sie geht unter in der überströmenden Flut.“ Steht das nicht bei euch? Wie steht es bei dir? Verheerung, okay. Verheerung ist ein bisschen altes Deutsch. Aber die Idee ist eine überströmende Flut.
[31:15] Frage: Ist Jerusalem durch eine Wasserflut vernichtet worden? Nicht punktstäblich, oder? Wie ist Jerusalem vernichtet worden? Hier, durch die Römer, durch Krieg, durch Angriff. Aber dieser Angriff auf Jerusalem, jetzt Achtung, diese Zerstörung Jerusalems wird verglichen mit einer überströmenden Flut. Da kommen die römischen Armeen, die werden verglichen wie mit einer Überschwemmung, die alles mit sich reißt. Jetzt, wir wissen, die Zerstörung Jerusalems ist ein Symbol oder ein Typus für die Endzeit. Und hier geht es ja am Ende auch. Als wenn Jesus sagt, wenn der Wind bläst und der Platzregen fällt und die Wasserströme kommen, ist das ja nicht nur für die persönlichen Krisen in unserem Leben. Es geht hier um die Endzeit. Hier an dieser Stelle zeigt sich jetzt die enorme Endzeitrelevanz der Bergpredigt.
[32:21] Lass mich das kurz erklären. Ach, übrigens noch ein Satz vorher. Psalm 32 und dort Vers 6.
[32:35] „Darum soll jeder Getreue dich bitten zu der Zeit, da du zu finden bist. Wenn dann was? Große Wasser einherfluten, werden sie ihn gewiss nicht erreichen.“ Was ist das Mittel, um in der Zeit der Wasserflut bestehen zu können? Beten. Übrigens, was für ein Gebet wird hier in den Versen vorher gesprochen? Das Schuldbekenntnis: „Ich will dem Herrn meine Übertretung bekennen.“
[33:04] Einer der wesentlichen Aspekte, ihr Lieben, schaut mal zu. Einer der wesentlichen Aspekte des Tiefgrabens ist nicht nur, dass ich möglichst viele Parallelverse lese und sage: Oh, ich habe jetzt alle Parallelverse zu dem Text gelesen. Das bedeutet auch nicht, dass ich jetzt der beste Student bin und weiß, wo alle Orte der Bibel sind und alle Zeitalter und alle Daten kenne. Der wesentliche Aspekt dieses Grabens ist, dass ich meine eigenen Sünden bekenne, die mir das Wort zeigt. Dass ich mit meiner Seele aufrichtig handle, wie Ellen White sagt. Dass ich nicht nur nach außen etwas vorgebe und nach unten hin sozusagen in die Tiefen des Herzens nicht vorgestoßen bin. Gründliche Selbsterforschung. Nicht nur die Schrift erforschen, sondern auch sich selbst erforschen. Herzensdurchforschung. Die Bibel auf das Herz richten lassen, nicht nur auf den Verstand, auf das Herz, damit es durchleuchtet. All die dunklen Kammern, all das Böse, all das Hässliche, was da verborgen ist, damit Gottes Geist es wegnehmen kann. Wer das tut, wer seine Sünden vor der großen Krise ins Heiligtum bringt, der steht sicher. Und nur der.
[34:40] Ganz genau, ja, Angst und Jakob. Da gibt es viele Beispiele in der Bibel. Ganz genau. Schaut mal mit mir in Apostelgeschichte.
[34:47] Apostelgeschichte 14, Vers 22. Apostelgeschichte 14 und dort Vers 22. Da gibt es einen interessanten Satz, den man sich merken sollte: „Dabei stärkten sie die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben und sagten ihnen, dass wir durch was? Durch viele Trübsale oder viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen dürfen, können, sollen, müssen.“ Das heißt, die Wasserflut ist keine Option, die ein paar Unglückliche trifft. Jeder muss früher oder später in seinem Leben auf so eine Wasserflut treffen, die ihn mitreißt, wenn er nur ein Mitläufer, ein Heuchler gewesen ist, der alles weiß, aber nicht tut. Der in der Gemeinde den Eindruck erweckt, als wäre ein guter Christ, aber es hat kein Fundament, hat keine Basis, weil er nicht extra Zeit genommen hat, nicht extra Mühe darauf verwandt hat, wirklich für sich selbst zu wissen.
[35:54] Und ihr Lieben, die ihr hier seid oder auch dir zuschaut, nichts ist so wichtig, als dass ich und du, jeder Einzelne von uns, dass wir uns Zeit nehmen, täglich den Schacht tiefer zu graben, dass wir uns Zeit nehmen für die Bibel und für Jesus, über ihn nachdenken, dass wir jeden Tag aufs Neue und sicher sein können, dass wir auf dem Felsen stehen.
[36:23] Ganz genau. Wir sollen uns selbst erforschen, ob wir im Glauben sind oder nicht. Nun, müssen wir dabei verzweifeln? Nein, keineswegs. Wir sollen nur so lange, wir sollen halt nicht oberflächliche Christen sein, sondern so lange, bis wir das feste, das feste Fundament Christus in unserem Leben haben, wenn wir wissen: Ich habe Jesus. Denn wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht. Okay, ich habe eine Frage an euch. Ja, genau. Hier, oder? Hören und tun. Ja, ganz genau. Wir haben es dir schon gesagt, genau.
[37:14] Stellt euch vor, ihr könntet eine kleine Broschüre erwerben. Stellt euch vor, ein kleines Traktat mit zwei, drei, vier Seiten, wo ganz komprimiert zusammengefasst wird, alle Dinge, die absolut notwendig sind, um in der Trübsalszeit bestehen zu können. Also quasi eine Handlungsanweisung: Was muss ich tun für die Trübsalszeit? Ganz kurzgefasst, drei, vier Seiten, okay? Mit dem Entscheidendsten überhaupt. Wie viel Geld wärt ihr bereit, für so eine Broschüre auszugeben? Also eine Broschüre mit solchen Informationen, dass ihr die Garantie habt, wenn ihr das tut, was da drin steht, werdet ihr auf jeden Fall durch die Trübsalszeit hindurchgehen und werdet auf jeden Fall gerettet werden. Würdet ihr so eine Broschüre kaufen? Wie viel Geld wärt ihr bereit, dafür auszugeben? Wie wichtig wäre euch das? Also wie viel wert wäre euch das? So eine Broschüre, drei, vier Seiten, wo alles drin steht, was ihr für die Endzeit wissen müsst. Würdet ihr etwas dafür, ein bisschen Geld locker machen?
[38:20] Ihr Lieben, ihr habt es umsonst in eurer Bibel. Wie heißt die Broschüre? Matthäus 5, Matthäus 6, Matthäus 7. Denn Jesus sagt, jetzt hört gut zu: „Wer diese Worte hört und tut, der hat sein Haus auf dem Fels gebaut.“ Wenn dann die Trübsalszeit kommt, wenn dann es regnet, der Wasserstrom, wenn Offenbarung 13 sich erfüllt, das Malzeichen kommt, die ganze Welt das Tier anbetet, die Wunde geheilt ist, wenn die ganze Welt zusammenbricht, wird derjenige, der Matthäus 5, Matthäus 6 und Matthäus 7 gehört hat und tut, der bleibt stehen. Das heißt, die wichtigste Vorbereitung für Offenbarung 13, die wichtigste Vorbereitung für Offenbarung 14, 15, 16, 17 ist die Seligpreisung, das Vaterunser, die Goldene Regel. Ihr habt gehört, was gesagt ist, ich immer sage euch: „Ihr sollt vollkommen sein.“ Und all diese Dinge, die wir studiert haben. Also, wenn ihr noch mal einen Kursus belegen wollt, wie bin ich fest für die Endzeit, müsst ihr einfach noch mal die Dienstagabende des letzten Jahres einfach noch mal anschauen, denn in nur drei Kapiteln in der Bergpredigt hat Jesus alles offenbart, was wichtig ist. Wenn wir es tun und beherzigen, dann sind wir sicher.
[39:48] Also jeder, der die Bergpredigt umsetzt, das sagt Jesus, der sie umsetzt durch den Heiligen Geist, der steht auf festem Boden. Selbst wenn ich nicht genau wüsste, was einzelne Daten oder Tiere oder Hörner oder sonst was in Offenbarung bedeuten. Es gibt nämlich viele hier, die wissen ganz genau, wie lange die Zeiten sind und wie die Hörner heißen und die wissen das alles. Aber wenn die Flut kommt und das Horn angreift, das Tier wie ein Drache spricht, reißt es sie weg. Aber diejenigen, die die Bergpredigt praktizieren, die können nicht bewegt werden.
[40:20] Denn wisst ihr, Ellen White spricht von denen, von wem spricht Ellen White als von denen, die nicht mehr bewegt werden können? Intellektuell und emotional, wisst ihr das? Sie spricht von einer Gruppe von Menschen, die nicht mehr bewegt werden können, die nicht weg bewegt werden können, weder intellektuell noch emotional. Ganz genau, die Versiegelten. Man könnte also mit anderen Worten sagen: Willst du versiegelt werden? Praktiziere Matthäus 5, 6 und 7. Praktiziere die Bergpredigt. Das ist der direkte Weg zur Versiegelung. Und wir denken immer: Naja, die Bergpredigt, das ist vielleicht für alle Christen irgendwie ja schon ganz gut und schön, so vielleicht Anfangsgrund für die Christen. Aber dann kommt die adventistische Sonderlehre, das ist ganz entscheidend, ist ganz wichtig. Aber wer die Bergpredigt praktiziert, der ist bereits fest in Christus. Alles andere ist, man kann da oben drauf bauen, man kann noch Stockwerke drauf bauen und dies und jenes und Türme. Aber entscheidend ist das Fundament und das Fundament ist die Bergpredigt, das, was Jesus über das Reich Gottes sagt.
[41:19] Nun schauen wir mal in Epheser 3, Vers 17. Da heißt es, dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr in was gewurzelt und gegründet? In Liebe. Also wir haben hier, das ist Christus, nicht wahr? Es ist die Liebe, auf die wir bauen müssen, nicht wahr? Deswegen spricht da Jesus in der Bergpredigt von der Liebe deiner Feinde. Nur wer das praktiziert, ist in der Liebe gegründet und gewurzelt.
[42:08] Noch ein Vers, Kolosser 2, Vers 7: „gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, und seid daran überfließend dankbar.“ Also der Glaube ist dieses Fundament, ja? Also Christus, Glaube, Liebe. Das sind die Fundamente. Die müssen wir decken. Wir müssen die Liebe selbst entdeckt haben, wir müssen den Glauben selbst entdeckt haben, wir müssen Christus selbst in unserem Leben, in unserem Herzen haben. Das Wort Gottes selbst erforscht haben, ja?
[42:51] Genau. Dieses Fest ist bei Paulus ganz oft, dass er möchte, dass die Leute nicht einfach nur was hören, sondern sich so lange damit beschäftigen, bis sie fest sind darin, ja? Ja, die Waffen aus dem Gott, ganz genau, danke schön.
[43:20] Zurück zu Matthäus, gehen wir ganz kurz. Matthäus 7, Vers 26 und 27: „Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. Als er unter Platzregen fiel und die Wasserströme kamen, die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein und sein Einsturz war gewaltig.“ Weil jetzt, wenn der Sturz gewaltig ist, was können wir das Haus sagen? War es klein oder groß? Das Haus war groß. Mit anderen Worten, es war groß und prächtig, weil ansonsten würde der Einsturz auch nicht gewaltig sein. Mit anderen Worten, es war kein kleines Haus, nicht mickrig, nicht so nur drei, sondern das war groß und prächtig und deswegen ist der Sturz so gewaltig. Mit anderen Worten, je höher man ist, desto heftiger ist der Fall, oder? Die Idee von der Fallhöhe. Wenn man nur halb über dem Boden ist und dann fällt, ist es nicht viel. Wenn man hoch oben ist und dann fällt, ist es gewaltig. Dieses Haus stand dem anderen an Schönheit und an Größe nicht nach, aber sein Fall ist gewaltig.
[44:37] Schaut mal in Lukas 6.
[44:37] Lukas 6 und dort Vers 49: „Wer aber hört und nicht tut, der ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf das Erdreich baute, also Sand ist nicht ein Beispiel, aber auf das Erdreich baute und zwar ohne den Grund zu legen, also ohne Fundament.“ Das ist das Problem. Das Problem ist nicht der Sand, weil auch hier bei dem Haus ist ein bisschen Sand an dem Haus. Das ist ja nicht das Problem, sondern das Problem ist, hier hat es ein Fundament und da hat es kein Fundament.
[45:20] Was passiert mit dem? „Ohne den Grund zu legen, und der Strom brandete gegen dasselbe.“ Habt ihr wieder die Überschwemmung, oder? Und es stürzte wann ein? Sofort ein. Und der Zusammenbruch dieses Hauses war gewaltig. Interessant ist, das Haus stürzt sofort ein. Das erinnert ein bisschen an, kennt ihr das Gleichnis vom Sämann? Da heißt es bei Markus, denen, die auf den felsigen Boden fielen: „Sobald es Anstoß gibt, Verfolgung, nehmen sie sofort Anstoß und verlassen.“ Das ist genau dasselbe Idee hier. Sobald es eine Verfolgung gibt, sobald es Druck gibt, nehmen sie sofort Anstoß und verlassen die Gemeinde.
[45:56] Schauen wir mal in Hesekiel 33 und dort Vers 31.
[46:10] „Und sie werden zu dir kommen, sagt Gott zu Hesekiel, wie das Volk zusammenkommt und werden als mein Volk vor dir sitzen und deine Worte hören, aber nicht danach handeln. Denn wenn sie auch mit dem Mund ihre Liebe bekunden, so läuft ihr Herz doch hinter dem Gewinn her.“ Gott sagt dem Hesekiel: Weißt du, es wird viele Menschen geben, die werden dir auf die Schulter klopfen und sagen: Tolle Predigt. Die werden gerne kommen, werden zuhören, werden begeistert sein, aber sie tun nicht, was gesagt wird. Und der größte Wunsch, den ich haben kann, den der Hesekiel haben konnte, den jener haben konnte, der das Wort Gottes predigt, ist, dass Menschen es nicht nur hören, sondern das auch tun. Wir alle müssen das, was wir sagen, auch tun. Und daran mangelt es am allermeisten. Es mangelt nicht an Erkenntnis, es mangelt nicht am Wissen, es mangelt an der Umsetzung.
[47:08] Bevor wir zum Schluss kommen, Sprüche 14 Vers 1.
[47:18] „Die Weisheit baut ihr Haus, die Torheit reißt es ein mit eigenen Händen.“ Der Kluge baut ein Haus auf dem Sand, der Kluge baut ein Haus auf dem Felsen, der Törichte baut ein Haus auf dem Sand. Die Klugheit baut auf, die Torheit reißt ein. Wenn wir dumme Entscheidungen in unserem Leben fällen, dann führt das immer zur Katastrophe, oder? Dann führt das immer dazu, dass etwas eingerissen wird und nicht aufgebaut wird.
[47:54] Letzter Vers für heute, 1. Johannes 2 und dort Vers 4. 1. Johannes 2 und dort Vers 4. Merkt euch diesen Satz: „Wer sagt, ich habe ihn erkannt und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein was? Ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht.“ Das entscheidende Merkmal, ob ein Mensch gegründet ist auf Christus, ist nicht, ob er Prophezeiungen hat, nicht ob er Dämonen austreibt, nicht ob er große Wunder tut, sondern ob er Gottes Wort tut, ob er es auslebt, ob er aus Glaube und Liebe gehorsam ist durch den Heiligen Geist. Das ist der schlussendliche Test.
[48:50] Und damit endet die Bergpredigt. Jesus stellt diese beiden Gruppen auf und sagt: Ihr könnt entweder hören und tun, oder nur hören. Wenn ihr es tut, kann nichts in der Endzeit euch vom Weg abbringen. Wenn ihr es nicht tut, werdet ihr sogar ziemlich bald die Gemeinde verlassen. Und interessant ist, er endet die Predigt mit dem negativen Beispiel, nicht mit dem positiven. Das letzte Wort der Bergpredigt ist: „Der Einsturz war gewaltig.“ Und damit endet die Predigt. Ziemlich beeindruckend auch, wenn man sich das vorstellt, wie man als Zuhörer da sitzt und sagt: Das letzte, was man hört nach dieser Bergpredigt, ist die Idee von diesem einstürzenden Haus.
[49:35] Ihr Lieben, ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich möchte nicht, dass mein Haus einstürzt. Ich möchte nicht, dass, wenn die Wasserströme von Offenbarung 13 und 14 kommen, mein Haus nachgibt. Das heißt, was müssen wir tun? Ich muss und du musst. Das kann niemand für den anderen tun. Erinnert euch, dass die jungen Frauen sagen: „Wir können nicht das euch abgeben.“ Es muss jeder für sich selbst persönlich wissen, dass Jesus sein eigener Erlöser ist. Er muss eine Erfahrung mit Jesus haben und Gottes Wort kennen.
[50:14] Ganz genau. Die Frage ist und die bleibt am Ende der Bergpredigt bestehen: Ist es für dich nur eine schöne Predigt, oder möchtest du Matthäus 5, 6 und 7 durch Gottes Gnade und Geist umsetzen? Möchtest du die Seligpreisung umsetzen, die Goldene Regel ausleben und all das, was er gesagt hat, tun? Ist das dein Wunsch? Ich möchte mir vornehmen, Gottes Wort noch viel genauer zu studieren und noch viel genauer mein Herz zu erforschen, damit das, was Jesus in der Bergpredigt sagt, in meinem Herzen so fest verankert ist, dass kein Strom der Welt es begeißen kann. Ist das euer Wunsch?
[51:10] Lass uns das noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für die Bergpredigt. Danke, dass wir in wenigen Seiten alles finden, was wir brauchen, um in dieser letzten Trübsalszeit bestehen zu können. Danke, dass du uns es nicht schwierig gemacht hast, sondern eigentlich relativ einfach, dass niemand irre gehen muss, sondern dass es absolut klar ist, was wir tun müssen. Wir müssen dir trauen, wir müssen dir vertrauen, dir glauben und einfach das tun, was du uns sagst. Herr, vergib uns, dass wir uns so oft nicht nach der Bergpredigt orientiert haben, so oft etwas anderes getan haben, als das, was du uns eigentlich dort angeboten hast und gezeigt hast. Herr, wir bitten dich, so wie wir es in Psalm 32 gelesen haben, vergib uns unsere Sünden, reinige uns von aller Schuld, dass wir rein vor dir stehen können, jeden Tag aufs Neue und eine Gewissheit haben können, dass unsere Füße auf dem Felsen sind, so dass wir wie David singen können: „Der Herr ist mein Fels.“ Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen, dass du treu bist. Auch wenn wir untreu gewesen sind, kannst du dich nicht verleugnen, du bist treu und du bietest uns ein festes Fundament an, jedem, der dich sucht, der von ganzem Herzen nach dir forscht. Jeder, der nach dir forscht, wie nach Schätzen, nach Gold und nach Silber, der wird die Erkenntnis des Herrn gewinnen, so sagt es Psalm 2. Und Herr, ich wünsche mir so sehr, dass noch so viele diesen Schatz finden, dass so viele noch erkennen, dass ganz persönlich du sie liebst und dass sie ihr Haus auf diesem Felsen bauen. Herr, wir danken dir für alles, was du tust und dass dein Geist allein das in uns möglich machen kann. Habt Dank dafür. Amen.
[53:24] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!