In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um das wichtige Thema der Sünde gegen den Heiligen Geist. Er erklärt, was diese Sünde bedeutet und warum sie so schwerwiegend ist. Dabei zieht er Parallelen zu biblischen Begebenheiten und verdeutlicht, dass es nicht um einzelne Sünden geht, sondern um einen fortgesetzten Widerstand gegen Gottes Geist. Die Predigt beleuchtet auch die Bedeutung von Sammlung und Zerstreuung im biblischen Kontext und wie wichtig es ist, sich nicht von Gott abzuwenden.
Der Ersehnte: 104. „die Lästerung des Geistes“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf Joel Media TV. Wir wollen heute das Thema zu Ende führen, das wir eigentlich letzte Woche schon machen wollten, aber irgendwie sind wir gar nicht durchgekommen, gab so viel Spannendes zu entdecken. Wir wollen heute sprechen über die Sünde gegen den Heiligen Geist. Ein wichtiges Thema, über das vielleicht auch zu wenig gepredigt wird. Das zwar immer wieder im Kopf der Gläubigen, der Geschwister da ist und immer wieder auch Menschen sich fragen: Habe ich vielleicht die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen? Wobei die Leute, die sich das fragen, eigentlich am wenigsten gefährdet sind. Es gibt viele Menschen, die sich diese Frage nicht stellen und sehr viel gefährdeter sind, eventuell. Und das wollen wir heute studieren. Bevor wir das tun, wollen wir natürlich Gott einladen, bei uns zu sein und wir möchten dazu nicht erknien.
[1:27] Lieber Vater im Himmel, danke für dein Wort und danke für deinen Heiligen Geist, den du gesandt hast und der in unserer Mitte ist, um uns dieses Wort auszulegen und zu erklären und uns praktisch zu zeigen, wie es umgesetzt werden kann in unserem Leben, um dieses Wort in uns zu erfüllen. Und Herr, wir möchten unser Herz dir öffnen, denn das ist das, worum es geht. Wir müssen dich nicht überzeugen, dass du uns belehren sollst, sondern wir möchten uns dir hingeben, dass du jetzt zu uns sprechen kannst. Und wir danken dir, dass dein Heiliger Geist uns in alle Wahrheit führen möchte. Wir möchten dich bitten, dass wir lernen, wie wir im alltäglichen Leben auch seine Stimme noch so viel genauer und besser hören können und mit ihm besser zusammenarbeiten können, dass du das in uns vollbringen kannst, was du vorhast. Und wir danken dir dafür im Namen Jesu.
[2:25] Wir sind immer noch in Matthäus 12 und den zugehörigen Parallelversen. Wir haben ja über eine Heilung gesprochen und vor allem über die Reaktion danach. Ihr erinnert euch, da ist jemand geheilt worden, der war taub und der war stumm und blind und Dämonen besessen. Und Jesus heilt diesen Menschen. Die Volksmenge ist völlig außer sich. Ja, ihr wisst, währenddessen sind seine Verwandten unterwegs, nicht wahr? Sie sind auf dem Weg, um ihn zu kriegen, weil er angeblich von Sinnen ist. Und was sagt die Volksmenge, als sie dieses gigantische Wunder hört, dass er zum wiederholten Mal stattfindet? Was war die Reaktion der Volksmenge, wenn ihr euch erinnern könnt? Was haben die gesagt? Was hat die Volksmenge gesagt, als sie sieht, dass Jesus einen Menschen heilt, der nicht reden kann, nicht sehen kann, nicht mal denken kann und er befreit ihn von dem Dämon? Was sagt die Volksmenge? Was sagt die Volksmenge? Matthäus 12, kommt gleich, kommt gleich.
[3:32] Die Volksmenge sagte Matthäus 12, Vers 23: "Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids?" Und das, was schon die zwei Blinden einige Zeit vorher gesagt hatten: "Du Sohn Davids", nicht wahr, dass die auch geheilt worden waren. Das sagt jetzt die ganze Volksmenge. Und eine andere Gruppe, nämlich die Pharisäer, die Schriftgelehrten aus Jerusalem, die sagen etwas ganz anderes. Deren Theorie ist: Jesus treibt die Dämonen durch andere Dämonen aus, den Beelzebub, den Gott Ekons. Und dann gibt Jesus diese lange, diese ausführliche Erklärung und sagt: Das ist Unsinn, weil dieser Dämon ist wirklich ausgetrieben worden. Wenn ich durch einen Dämon arbeite und der ist mein Feind, dann ist und ich böse bin, dann ist der Dämon gut. Also es gibt nur zwei Parteien und der Satan ist nicht gegen sich selbst. Und dann sagt er: Ihr könnt ja wählen, entweder ich treibe die Dämonen durch einen Dämon aus, dann ist jede Dämonenaustreibung böse und dann ist die Frage, warum macht ihr das selbst? Eure Söhne werden eure Richter sein. Oder aber, das ist eine echte Dämonenaustreibung gewesen und dann ist wer am Wirken hier? Was hat er gesagt? Ich treibe die Dämonen aus durch den Geist Gottes. Und er sagt, wenn der Geist Gottes am Wirken ist, dann ist was gekommen? Das Reich Gottes. Wir haben gelernt, wenn der Geist Gottes wirkt, muss der Satan fliehen.
[4:58] Und dann vergleicht, das haben wir das letzte Mal ausführlich angeschaut, Jesus den Heiligen Geist mit einem interessanten Symbol. Er sagt, der Heilige Geist ist der Finger Gottes. Und wir haben gelernt, der Finger Gottes, woran hat Jesus gedacht bei diesem Wort und woran haben all die anderen, auch die Pharisäer gedacht? Der Finger Gottes steht für was? Was soll der Finger Gottes symbolisieren? Das dürfen wir nicht vergessen. Macht, genau. Was für eine Macht? Nicht nur irgendeine Macht, sondern was für eine Macht symbolisiert der Finger Gottes? Die Macht des Heiligen Geistes, das stimmt. Was für eine Macht hat der Heilige Geist? Erinnert euch daran, wo kam der Finger Gottes zum ersten Mal vor? Genau das machte der Gebot Gottes, aber wo kam er zum ersten Mal vor? Bei den Plagen in Ägypten, nämlich bei welcher Plage? Bei der dritten Plage, weil bei der ersten und zweiten Plage konnten die Wahrsager, die Zauberer mit ihren dämonischen, okkulten Künsten das noch imitieren. Aber die dritte Plage, also die erste Plage war Wasser zu Blut. Zweite Plage war Frösche. Und die dritte Plage, die sie nicht mehr imitieren konnten, die Mücken. Und da sagen die Schriftgelehrten, die Wahrsager, die Zauberer: "Das ist der Finger Gottes." Und warum sagen sie das? Sie sagen, das ist die Macht, die durch okkulte Künste nicht imitiert werden kann. Erinnert euch, das war 1 zu 1, 2 zu 2. Und dann macht Gott 3 zu 2, 4 zu 2, 5 zu 2, 6 zu 2, 7 zu 2, 8 zu 2, 9 zu 2, 10 zu 2. Gott gewinnt gegen den Satan nicht knapp, sondern mit großem Abstand. Am Anfang sah es noch so aus, nicht wahr, alles, was Gott gemacht hat, kann der Satan irgendwie imitieren, auch wenn es gar nicht real ist, aber es sieht so aus, als ob es imitiert werden kann. Aber dann kommt, je länger das geht, desto deutlicher wird, welche Macht der Heilige Geist hat und welche Macht Satan hat.
[7:01] Und dann haben wir gelernt, das ist der Grund, warum die Zehn Gebote mit dem Finger Gottes geschrieben werden. Denn ich war der Finger Gottes, schreibt die Zehn Gebote, weil die Zehn Gebote nicht nur den Charakter Gottes beschreiben, sondern auch die Macht, die der Heilige Geist hat, sie in mir zu vollbringen. Das heißt, die Macht Gottes, dass ich gehorsam sein kann, ist unvorstellbar größer als die Macht Satans, mich zu verführen. Und das haben wir gelernt und ich hoffe, ihr habt das nicht vergessen. Eine ganz praktische Sache, weil wir oft im Leben vielleicht den Eindruck haben, der Satan hat so eine gigantische Kraft, mich zu verführen. Und das stimmt auch. Er hat eine größere Kraft als ich, ihm zu widerstehen. Aber wenn man die Macht Satans und die Macht des Heiligen Geistes vergleicht, ist die Macht des Heiligen Geistes unendlich stärker. Es ist eigentlich viel einfacher, gehorsam zu sein durch den Heiligen Geist, als ungehorsam zu sein durch den Satan und durch die Verführung. Und das war diese Idee von dem Finger Gottes.
[8:00] Und dann haben wir gesehen, ja, ganz genau. Und dann haben wir gelesen in Matthäus 12, Verse 29: "Oder wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Erst dann kann er sein Haus berauben." Und da haben wir gelesen, Jesus bezieht sich auf eine Prophezeiung, ein Vers in Jesaja, wo steht: Jesaja 49: "Kann denn der Starke beraubt werden? Ja, können rechtmäßig Gefangene freigelassen werden?" Und dann sagt Gott: "Ja, denn ich selbst werde gegen den kämpfen, der gegen dich kämpft." Wir können den Satan nicht besiegen, aber Gott kann ihn besiegen. Und Jesus sagt hier ganz deutlich, der Heilige Geist ist diese Waffe, die den Satan besiegt. Und plötzlich konnte er reden und sprechen und er konnte denken. Der war völlig wiederhergestellt. Also mit anderen Worten, um das mal noch mal bildlich zu erklären, bevor wir weitergehen: Stellt euch vor, ihr seid in einem Gefangenenlager. Da kommt ein großer König, der greift ein anderes Volk an und nimmt Leute gefangen und der hat die in seinem Gefangenenlager. Jetzt stellt euch vor, ihr seid ein Prediger und geht in dieses Gefangenenlager und sagt den Leuten: "Werdet frei!" Dann können die wie viel machen? Gar nichts. Und genauso ist es auch, wenn wir die Theorie des Evangeliums Leuten predigen, ohne die Kraft des Heiligen Geistes. Ein Gefangener wird nicht alleine frei. Der Heilige Geist, der Finger Gottes, Gott selbst hat das Volk frei gemacht aus Ägypten. Ja, das ist der Finger Gottes, sagen die Wahrsager. Genauso hier, der Geist Gottes hat Jesus gesalbt, der mit der Gefangenenbefreiung verkündet und den zerbrochenen Herzen, dass sie geheilt werden und so weiter. Und was damit eigentlich ausgedrückt werden soll, ist die enorme Kraft des Heiligen Geistes.
[10:01] Jetzt gehen wir weiter in Vers 30. Matthäus 12, Vers 30: "Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut." Ganz interessanter Vers. Was will Jesus jetzt den Pharisäern sagen, wenn er sagt: "Entweder seid mit mir oder seid gegen mich"? Was will er ihnen damit sagen? Entweder ihr seid für mich oder ihr seid gegen mich. Was will er ihnen damit sagen? Warum sagt er das denn nicht? Es gibt in diesem Kampf genau zwei Seiten. Es gibt keine dritte Partei. Man kann nicht einen neutralen Grund haben. Gibt es noch andere Aussagen von Jesus, wo er etwas Ähnliches sagt, dass es nur zwei Parteien gibt, dass wenn man auf der einen Seite steht, man automatisch gegen die andere ist? Genau, wo sagt er das? "Man kann nur einem Herrn dienen." Matthäus 6, genau in der Bergpredigt. Schauen wir mal ganz kurz, das finden.
[11:10] Matthäus 6 und dort Vers 24: "Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben." Also, was Jesus sagt, mit anderen Worten, wenn ihr mich – also das sagt er nicht, aber zwischen den Zeilen sagt er – wenn ihr mich hasst, wie könnt ihr Gott lieben? Das geht nicht. Ihr könnt nicht sozusagen, genau, wenn er den einen hasst, wird er den anderen lieben. Er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Mit anderen Worten, wer Jesus hasst, liebt wen? Den Teufel.
[11:52] Jetzt, was hat Jesus gerade damit gemacht, mit diesem Argument? Was haben die Pharisäer ihm vorgeworfen? Die Pharisäer haben vorgeworfen: "Du bist vom Teufel besessen." Und Jesus sagt: "Schau her, also entweder bin ich vom Teufel besessen, dann seid ihr auch vom Teufel besessen, weil ihr versucht auch die Dämonen auszutreiben. Eure Söhne werden eure Richter sein. Aber wenn das tatsächlich ein echtes Wunder war, dann bin ich mit dem Heiligen Geist. Und wenn ihr gegen mich seid, dann seid ihr für wen? Seid ihr für den Teufel?" Ein ganz interessantes Prinzip. Leute, die Leute, die Jesus vorwerfen, mit dem Teufel im Bund zu sein, waren diejenigen, die mit dem Teufel im Bund waren. Merken wir, in 95 Prozent aller Fälle trifft das, was Leute anderen vorwerfen, auf sie selbst zu. Vielleicht 90 Prozent, aber ziemlich oft. Wenn Leute behaupten, was weiß ich was, der lästert immer, dann lästern sie selbst. Wenn sie jemanden vorwerfen, der ist untreu, sind sie wahrscheinlich selbst untreu. Das passiert ganz oft. Dinge, die man anderen vorwirft, macht man meistens selbst noch schlimmer. Das ist genau ein ganz gutes Beispiel. Die sind selbst mit dem Satan in Zusammenarbeit.
[12:58] Schaut mal, 2. Korinther 6 und dort Vers 15 und 16. Das hat auch von ziemlich praktischer Bedeutung für uns. 2. Korinther 6, Vers 15 und 16: "Wie stimmt Christus mit Belial überein? Noch so ein Name für den Satan. Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit den Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will in ihnen wohnen, unter ihnen wandeln, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein." Also, wir haben die Wahl. Am Ende gibt es nur zwei Parteien, oder? Im Himmel gab es nur zwei Parteien und auch wenn es manchmal so aussieht, als ob es grauen Grund gibt, ist das eigentlich nur unserem schwachen geistlichen Unterscheidungsvermögen zu schreiben.
[13:50] Ja, ganz genau. Ja, absolut. Jetzt schaut mal in Matthäus 6, sagt ja noch mehr. Sagt nicht nur, wer mit mir ist, wer nicht mit mir ist, gegen mich. Er sagt auch noch etwas Interessantes, Matthäus 12. Er sagt: "Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut." Es gibt also zwei Bewegungen. Die eine ist der Sammlung und die andere ist Zerstreuung. Das sind auch zwei interessante Konzepte, wenn man die durch die Bibel verfolgt. Sammlung und Zerstreuung. Jesus sammelt, der Satan zerstreut. Wenn man sammelt, was macht man mit den Elementen? Wenn man etwas sammelt, was macht man mit den Elementen, die man sammelt? Also, wenn man Briefmarken sammelt, oder was macht man damit? Man bewahrt sie auf, man behandelt sie sorgfältig und was macht man noch? Man bringt sie alle an einem Ort zusammen, oder? Wenn man Briefmarken sammelt, sind die alle irgendwo in einem Ordner vielleicht. Wenn jemand Kaffee sammelt, sind die alle in einem Schrank. Wer sammelt, bringt sie aus verschiedensten Orten alle an einen Ort und versammelt. Er vereint sie, oder? Jetzt, jemand, der zerstreut, macht das Gegenteil.
[15:17] Ja, ganz genau. Jetzt schauen wir mal ein bisschen über das Sammeln noch. Da gibt es eine interessante Stelle und zwar im Buch Hosea. Schaut mal in Hosea, Kapitel 2. Hosea hat ja ein, lesen wir das erstmal. Hosea und dort in Kapitel 2 und dort Vers 1. Dort heißt es: "Und doch wird die Zahl der Kinder Israels werden wie der Sand am Meer, den man nicht messen noch zählen kann. Und es soll geschehen an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, da sollen sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden. Dann werden die Söhne Judas und die Söhne Israels sich einmütig versammeln und über sich ein einziges Haupt setzen und werden aus dem Land heraufziehen, denn der Tag von Israel wird groß sein."
[16:28] Worauf bezieht sich diese Prophezeiung hier in Hosea 2, Vers 1 und 2, wenn er sagt: "Die, die nicht mein Volk genannt wurden, werden mein Volk genannt werden"? Worauf bezieht sich diese Prophezeiung hier in Hosea 2, Vers 1 und 2, wenn er sagt: "Die, die nicht mein Volk genannt wurden, werden mein Volk genannt werden"?
[17:06] Übrigens, nebenbei gesagt, interessant ist, warum das Wort steht: Jezreel. Weiß jemand, was Jezreel heißt? "Der Tag von Jezreel wird groß sein." Was heißt Jezreel übersetzt?
[17:22] Das Wort Jezreel heißt streuen. Das kommt nämlich vom Säen. Wenn man jetzt auf einem Feld geht und sät, was macht man? Man streut den Samen. Und deswegen sagt er, der Tag von Jezreel wird groß sein, weil Jezreel bedeutet Zerstreuung. Und deswegen, wenn ihr das studiert in Kapitel 1, Vers 4, da kommt Jezreel schon vor und in der Talibne von Jezreel soll Israel vernichtet werden. Er soll zerstreut werden. Und dann ist das Wortspiel quasi mit diesem Jezreel: Es soll zerstreut werden, es soll wieder gesammelt werden. Durch Gericht wird das Volk zerstreut. Übrigens, das heißt, wenn Gott Gericht hält, dann zerstreut sich das Volk. Wenn Gott das Volk segnet, versammelt er sich. Das könnt ihr sehen im Alten Testament immer und immer wieder. Wenn sie sündigen und abfallen, zerstreuen sie sich ins Exil nach Babylon, nicht wahr, oder wo auch immer. Wenn Gott sie segnet, sammelt er wieder. Übrigens, die ganze Adventbewegung per Definition ist eine Sammlungsbewegung. Aus allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen aus Babylon heraus. Im Mittelalter ist das Volk Gottes zerstreut worden, nicht wahr. Jetzt sammelt Gott es wieder ein. Das heißt also, wer nicht mitsammelt, macht was?
[18:50] Okay, jetzt kommt mal ein ganz praktischer Punkt. Wer nicht sich an der Mission beteiligt, der ist, man kann in der Gemeindearbeit eigentlich nicht neutral sein. Denn entweder sammelt man. Nun, nicht jeder kann predigen oder nicht jeder ist vielleicht vorneweg beim Büchertisch oder was weiß ich, aber entweder unser Einfluss tendiert zum Sammeln. Und wenn er nicht zum Sammeln tendiert, dazu, dass Menschen sich zu Jesus bekehren, tendiert er automatisch dazu, Menschen von Jesus wegzubringen. Das ist interessant. Es gibt nicht den Punkt, wo ich sage: Egal was ich mache, es hat keine Auswirkung. Entweder ich sammle für Jesus, oder ich zerstreue die Israeliten. Und der entscheidende Punkt, was zwischen Zerstreuung und Sammlung immer gewechselt hat, war Sünde oder Bekehrung. Haben sie gesündigt, nicht wahr, wie hier Israel, Schlacht, Zerstreuung, Exil. Durch das Evangelium können sie gesammelt werden. Wenn sie nicht mit Jesus sind, die Pharisäer, dann zerstreuen sie. Sie sind die Führer des Volkes gewesen und haben doch dazu geführt, dass das Volk Gottes nicht gesammelt wurde, sondern zerstreut wurde.
[20:03] Schaut mal in Johannes 11, Vers 51 und 52. Johannes 11, Vers 51 und 52, auch eine interessante Stelle. Das ist die Stelle, wo der Hohe Rat den Mordplan ausführt, nicht wahr. Und dann der Kaiphas sagt sogar, was vom Heiligen Geist inspiriert. Aber nicht, weil er ein guter Mensch war, sondern weil er ein Hohepriester war. Vers 51: "Dies redete er aber nicht auf sich selbst, sondern weil er in jenem Jahr Hohepriester war, weiß, sagte er, denn Jesus sollte für das Volk sterben und nicht für das Volk allein, sondern auch um die zerstreuten Kinder Gottes in einen zusammenzubringen."
[20:43] Das ist interessant, oder? Das heißt, die Menschen, die noch gar nichts von Jesus wussten, konnten trotzdem Kinder Gottes sein, oder? Sie waren Kinder Gottes, aber zerstreut. Erinnert euch das an eine Stelle in der Offenbarung? Kinder Gottes, die zerstreut sind, das steht nicht zerstreut, ich weiß, aber die noch gesammelt werden müssen. Kinder Gottes, kommt aus ihr heraus, mein Volk, die in der Verwirrung in Babylon zerstreut sind. Das heißt, jetzt Achtung: Wer mit Jesus arbeitet, jetzt angewandt auf die Endzeit, wer mit Jesus arbeitet, wird aus Babylon herausrufen in die Sammlung. Wer das nicht macht oder bekämpft, wer den Ruf aus Babylon herauszugehen, wer den bekämpft und als Fanatismus bezeichnet, der zerstreut, selbst wenn er ein Leiter der Gemeinde ist. Weil das ist genau das, was hier passiert ist. Jesus hat uns als prophetische Autorität die Sammlungsbewegung gemacht und sie haben gesagt: "Das ist zu extrem, das wollen wir nicht. Wo ist dein theologischer Ziel? Du hast gar nicht studiert, hast nicht mal eine Grundschule, was kannst du schon? Du bist okkult." Aber das war er nicht. Im Gegenteil, er hat genau das gemacht, was das Evangelium andeutet: die Menschen zu sammeln.
[22:00] Ja, da geht es vermutlich eher darum, dass die geografisch zerstreut waren in der ganzen Welt, aber die Idee ist natürlich auch im Neuen Testament immer gefallen, da hast du recht. Jetzt gehen wir zu Matthäus 12 und schauen mal Vers 31.
[22:22] "Darum sage ich euch", das heißt, dieser oft zitierte Vers von der Sünde gegen den Heiligen Geist gehört eigentlich in diesen Kontext hinein, weil es nur diese zwei Parteien gibt und weil der Heilige Geist eine solche Kraft hat. Das ist jetzt der Punkt. Weil Jesus vorher gesagt hat: "Durch den Heiligen Geist treibe ich die Dämonen aus, der Heilige Geist ist der Finger Gottes, durch den Heiligen Geist kommt das Reich Gottes." Weil das so ist: "Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden."
[23:02] Könnt ihr mir mal Bibelstellen nennen, aus dem Ärmel geschüttelt sozusagen, die deutlich machen, dass jede Sünde vergeben werden kann? Also, jemand fragt euch und sagt: "Ich habe eine Sünde begangen, kann mir vergeben werden?" Welche Bibelstellen würden euch einfallen, die deutlich machen, egal was wir getan haben, wir können bei Jesus Vergebung bekommen?
[23:21] Erstes Johannes 1, Vers 9: "Wenn wir unsere Sünde bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." Ganz wertvoller Text, unbedingt merken. Welche Texte kennt ihr noch?
[23:37] Das ist auch in Erstes Johannes gleich daneben. Erstes Johannes 2, Vers 1: "Ich schreibe euch, liebe Kinder, damit ihr nicht sündigt. Aber wenn jemand sündigt, so haben wir einen hohen Priester im Himmel, genau, einen Fürsprecher."
[23:57] Ich möchte jetzt gerade die Verse haben, die euer Leben retten werden. Ihr Lieben, wir brauchen eine Anzahl von Bibelfersen, genau diese, die uns deutlich machen, egal was wir getan haben, wir können Vergebung haben. Glaubt mir, es kommt der Zeitpunkt in eurem Leben, da rettet es euer Leben. Wir brauchen solche Verse, die müssen wir fest im Kopf haben, davon hängt unser ewiges Leben ab, egal was wir sonst theologisch wissen, wir brauchen Verse, die wir auch anderen weitergeben können, die deutlich machen, wie sehr Gott sie liebt.
[24:32] Kennt ihr noch Bibelfersen, die wirklich diese fundamentale Wahrheit sagen? Es reicht nicht, wenn wir einfach nur wissen, dass das theoretisch so ist, es kommt der Zeitpunkt. Wisst ihr, in der Trübsalszeit, in der Angst in Jakob, wird der Satan uns an diesem Punkt versuchen. Und wehe uns, wenn wir dann nicht wissen, dass unsere Sünden vergeben sind, weil wir diese Texte kennen und zu unseren eigenen gemacht haben.
[24:56] Welche Texte kennt ihr noch? Nennt mir Texte, die ihr wisst, die ihr jetzt einem Menschen sagen könntet.
[25:10] Ganz genau, sehr gut. Weiß jemand von euch, wo das steht? Jesaja 1, genau, danke schön. Jesaja ist statistisch schon ein guter Tipp, aber Jesaja 1, genau.
[25:20] Jesaja 1 und dort Vers 18: "Kommt doch, wir wollen miteinander rechnen. Sprich daher: Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee. Wenn sie rot sind wie Karmin, sollen sie weiß wie Wolle werden." Okay, also wir haben jetzt 1. Johannes 1, Vers 9, 1. Johannes 2, Vers 1, wir haben Jesaja 1, Vers 18. Welche Verse kennt ihr noch?
[25:39] Ja, genau, Hosea zum Beispiel, ja, sehr gut. Micha: "Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht alle Zeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat? Er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetaten bezwingen."
[26:16] Ja, du wirst all ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen. Toller Vers, oder? Übrigens, das heißt im Hebräischen, er wird unsere Sünden niedertreten, ja, kämpft richtig, passt eigentlich auch zum Thema vorher.
[26:29] Noch Texte, lass uns ein bisschen sammeln. Was ist genau? Klagelieder 3, da heißt es: "Genau, Gnadenbeweise des Herrn sind, dass wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende, sie ist jeden Morgen neu und deine Treue ist groß."
[26:47] Sehr gut, was haben wir noch? Richtig, das gehört dann zu Erstes Johannes 1, Vers 9: "Wer seine Sünden bekennt und lässt, der findet Gnade." Ja, ganz entscheidend.
[27:03] Was haben wir noch? Das ist Evangelium, nicht wahr? Das ist das, was, also, wenn man danach sucht in der Bibel, es ist fast schwer, Seiten zu finden, wo es nicht einen Satz darüber gibt. Also, ich habe irgendwann angefangen, mir Verse zu markieren, einfach nur nach solchen Versen, weil die einfach die wichtigsten sind, die man immer braucht, ja.
[27:28] "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Ja, ganz genau. Sammeln wir weiter, jetzt wo wir schon mal in Fahrt sind.
[27:46] Ja, das ist ein guter Vers, aber jetzt suchen wir nur Verse, die uns sagen, Jesus vergibt jede Sünde, egal was es ist. Schaut mal, Jesaja 55, noch ein Beispiel. Also, wir könnten hier den ganzen Abend damit füllen, aber damit wir mal so eine Idee bekommen.
[27:54] Jesaja 55, Vers 7: "Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn erbarmen und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung."
[28:16] Ja, genau. Also, sucht mal, sucht mal die Psalmen. Also, wenn ihr so Verse findet, auch bei unserem Bibelstudium, markiert ihr euch, schreibt euch irgendwo auf. Das gibt unglaublich viel Kraft und ihr könnt anderen Menschen sehr viel mehr helfen. Und es kommt die Zeit, wo ich es euch sage, da hängt euer Leben davon ab, dass wir solche Verse kennen.
[28:47] Jetzt, ja, ganz genau. Jetzt kommt aber die Frage: Jesus spricht von der einen Sünde, die nicht vergeben werden kann. Und bevor wir dazu gehen, schaut mal mit mir zu Hebräer 10, weil das ist ein Vers, mit dem viele Christen, wenn sie das lesen, so ein bisschen, die wünschen sich, die würden das nicht lesen.
[29:03] Hebräer 10, Vers 26. Der Vers hat es in sich. Da heißt es nämlich: "Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig." Und ich habe schon viele Leute getroffen, die gesagt haben: "Ich wusste die Wahrheit, ich kannte Jesus und dann habe ich eine Sünde begangen und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich sie aus Überzeugung begangen. Jetzt kann ich nicht mehr gerettet werden, oder?" Was würdet ihr dem sagen, wenn jemand sagt: "Ich habe aus voller Entscheidung diese Sünde getan, ich kannte schon Jesus, jetzt bin ich verloren." Was würdet ihr sagen?
[29:50] Er erkennt Gott, dass wir etwas Gutes machen und er merkt, wenn er sagt, ich habe etwas gemacht, dann wird Gott ergeben. Er wird das tun, was Gott sagt. Wie ist das denn zu den Menschen? Ja?
[30:31] Ganz genau. Wolltest du es auch sagen? Ganz genau.
[30:47] Also, das heißt, der Kontext hier ist nicht von der einen Sünde, die aus Mutwillen oder aus Versehen oder aus Schwäche oder auch was auch immer geschieht, sondern es heißt, Vers 24: "Lasst uns aufeinander acht geben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken." Übrigens, auch ein wichtiger Punkt, wir sollten uns anspornen zur Liebe. Indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen. Und das umso mehr, als ihr den Tag herannahen seht. Denn, wenn wir mutwillig sind, das heißt, wenn wir die Versammlung verlassen, wenn wir nicht bei dem bleiben, was wir gelernt haben. Fest 28: "Wenn jemand das Gesetz Moses verwirft, so muss er ohne Erbarmen sterben, auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin. Wie viel schlimmere Strafe jetzt kommt? Meint ihr, wird derjenige schuldig geachtet werden, der den Sohn Gottes, was macht, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht?"
[31:42] Das heißt, hier ist nicht damit gemeint, ich habe eine Sünde begangen und ich wusste sogar, dass es eine Sünde ist, sondern hier ist damit gemeint, ich habe eine Sünde getan und ich will nicht zu Jesus kommen. Ich glaube und möchte nicht von ihm gerettet werden. Ich glaube nicht, dass er mich retten kann und ich wehre mich gegen den Einfluss des Heiligen Geistes. Da sagt der Paulus: "Wenn wir uns gegen den Einfluss des Heiligen Geistes wehren, dann gibt es kein Opfer für die Sünde. Denn das einzige Opfer, das es gibt, ist Jesus und der Einzige, der dieses Opfer uns erklärt und in uns wirksam macht, ist der Heilige Geist. Ohne Heiligen Geist gibt es keine Erlösung."
[32:19] Es gibt ein Text in Hebräer 3, genau, da steht in Hebräer 3, 13: "Das ist auch wieder Warnung. Ermahnt euch einander jeden Tag, solange es heute heißt, damit nicht jemand von euch verhärtet wird durch den Betrug der Sünde." Das ist die Verhärtung der Sünde und das ist auch in der Bibel.
[32:48] Wie kann man die Sünde gegen den Heiligen Geist anschaulich erklären? An welcher Geschichte kann man die Sünde gegen den Heiligen Geist erklären?
[32:58] Er sagte Psalm 51, ja genau, aber er hat die Sünde nicht begangen. Er hat die Sünde nicht begangen, okay, gut. Pharao, Saul, Hesephos, ganz genau, also mehrere Geschichten.
[33:25] Die vielleicht eindrucksvollste ist die Geschichte vom Volk Israel. Wann ist das Volk Israel erlöst worden? Aus Ägypten, das war 1450 vor Christus. Als sie erlöst worden sind, haben sie danach ein heiliges Leben gelebt? Nein, wie oft haben sie gesündigt die ersten 40 Jahre? Genau. Dann in der zweiten Generation ging es ein bisschen besser? Oh ja, ging ziemlich gut. Und zwar wie lange? Und die, die ihn noch kannten. Und dann nächste Generation, Singflug, bis fast an den Boden. Sodom und Gomorra noch schlimmer. Dann kommt Samuel, geht ein bisschen besser. Und dann kommt David, dann kommt Salomon und dann geht es wieder weg ab. Und dann kommen die Propheten, was machen die mit den Propheten? Gesteinigt. Dann gehen sie ins Exil, dann kommt die Sammlung, geht ein bisschen besser. Und dann haben sie es gelernt und sind jetzt tolle Nachfolger Gottes. Jetzt begehen sie keine offene Sünde mehr, sondern sind völlig verhärtet, nicht wahr, in sich geschlossen und wollen niemandem das Evangelium sagen.
[34:35] Jetzt kommt Johannes der Täufer, was machen sie mit dem? Viele sind begeistert, aber die Führer lehnen ihn ab, nicht wahr. Dann kommt Jesus, nachdem sie jeden Propheten bisher getötet haben. Was machen sie mit Jesus? Sie wollen auch, dass er stirbt und er stirbt auch. Frage: Welche Sünde hatten die bisher in all diesen Jahrhunderten noch nicht begangen? Also, egal welche Sünde man sich überlegt, Israeliten haben sie begangen, oder? Götzendienst, Mord, Diebstahl, Katastrophe, okkulte Sünden, noch und noch.
[35:18] Wie oft hat Gott zu seinem Volk gesagt: "Jetzt seid ihr nicht mehr mein Volk?" Es gab immer eine kontinuierliche Linie des Volkes Gottes. Er hat zum Teil das Nordreich, dann hat er sich davon geschieden. Aber das Südreich, das genauso schlimm war, es gab nie einen Zeitpunkt, wo nicht irgendein Israelit Volk Gottes war. Kontinuierlich. Egal was die gemacht haben, egal wie schwer die Sünde war, es war noch nicht ausreichend genug, dass Gott sagt: "Ihr seid nicht mehr mein Volk."
[35:56] Das ist jetzt ein ganz wichtiger Punkt, weil alle fünf Jahre steht irgendeiner, ein Verblendeter auf, der meint, viel Licht von Gott erhalten zu haben und der dann irgendwelche Sünden in der Adventgemeinde aufdeckt oder vermeintliche Sünden und manchmal auch ganz reale Sünden und meint deswegen beweisen zu können, dass die Gemeinde nicht mehr Gottes Gemeinde ist. Aber schaut die Geschichte Israel an. Selbst als sie Jesus gekreuzigt haben, waren sie immer noch das Volk Gottes.
[36:21] Ab welcher Tat hat sozusagen den Schlussstein gesetzt? Mit welcher Tat haben sie ihre Rolle als Volk Gottes verloren? Stephanus haben sie gesteinigt. Aber was war an Stephanus so besonders? War Stephanus besser als Jesus? Wichtiger als Jesus?
[36:45] Ja, genau. Die Gnadenzeit endet aber. Die endet ja nur deswegen, weil Gott ja schon wusste, dass das dann passiert. Also, es ist ja nicht so, dass Gott sagt: "Aus irgendeinem Grund dachte ich, dreieinhalb Jahre sind cool und dann Ende." Aus welchem Grund sind das dreieinhalb Jahre? Also, warum ist es ausgerechnet die Steinigung von Stephanus, die hätte ja auch theoretisch vier Jahre sein können. Es waren natürlich dreieinhalb Jahre, aber was war an der Steinigung von Stephanus so besonders, dass Gott sagt: "Jetzt weißt du nicht mehr, was ich machen soll." Denn es stimmt ja, selbst nach der Kreuzigung hatten die Israeliten immer noch Gnadenzeit. Denn was sagt Jesus: "Selbst ein Wort gegen den Sohn des Menschen soll vergeben werden." Selbst eine Sünde gegen Jesus wird vergeben.
[37:26] Was war das Besondere an Stephanus an dem Moment? Stephanus war voll des Heiligen Geistes und eigentlich sprach da gar nicht Stephanus, sondern wer? Der Heilige Geist. Da sprach der Heilige Geist. Denn nach der Kreuzigung hat Jesus den Heiligen Geist ausgegossen, mehr als jemals zuvor. Also, die Idee ist quasi, Gott sendet einen Propheten nach dem anderen. Ich war von Mose angefangen über die ganzen Richter und dann Samuel und die ganzen Propheten und Elia und Elisa und Jesaja und Jeremia und die töten jeden. Und Gott sagt: "Okay, ich habe noch einen Ass im Ärmel, ich habe noch jemanden, ich habe noch jemanden. Vielleicht klappt es mit Daniel, vielleicht klappt es mit Hesekiel, vielleicht klappt es mit Zacharia, vielleicht klappt es mit Haggai, vielleicht klappt es mit Maleachi." Und dann kommt Jesus und dann sagt Gott: "Ich habe nur noch eine einzige Karte auf der Hand, sozusagen. Ich habe nur noch eine einzige Möglichkeit, nämlich den Heiligen Geist. Und als sie den ablehnen, gibt es buchstäblich nichts mehr, was Gott für sie tun kann."
[38:30] Schaut mal die Predigt von Stephanus an, ist ganz interessant. Kennt ihr die Predigt? Bestimmt, oder? Apostelgeschichte 7. Was ist sein Predigtthema? Das Alte Testament. Heute halte ich an der Predigt für das Alte Testament. Fängt an bei Abram, oder? Und geht durch die ganze Geschichte. Patriarch nach Patriarch und vielleicht ist es hier auch nur zusammengefasst. Und wie lange kommt er so voran in seiner alttestamentlichen Predigt? Er kommt bis, genau, bis zu welcher Person? Er kommt bis Salomo. Ist Salomo die letzte Person des Alten Testamentes? Warum hört er hier auf? Warum bricht er plötzlich ab? Ihr könnt ja lesen. Er predigt und predigt und predigt. Und dann in Vers 51 heißt es: "Ihr Halsstarren und unbeschnittenen Herzen und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, so auch ihr."
[39:32] Ellen White sagt, er hat in seine Zuhörerschaft geblickt. Er hat die Leute angeschaut, hat gemerkt, die hören gar nicht zu. Ellen White sagt, er wollte noch weiter predigen. Er wollte noch ganz andere Sachen predigen. Er war mittendrin in seinem Manuskript und merkt: Kein Mensch hört mir zu. Die planen gerade nur, wie groß die Steine sein sollen, die sie auf mich werfen. Und da bricht er seine Predigt ab, sagt Ellen White. Er bricht seine Predigt ab und sagt: "Ihr sündigt gegen den Heiligen Geist. Ihr widerstrebt dem Heiligen Geist, ihr seid unbeschnitten an Herz und Ohren." Und bricht seine Predigt ab und sagt: "Ihr begeht die Sünde gegen den Heiligen Geist." Und was ist ihre Reaktion darauf? Die schreien halt nicht die Ohren zu. Als Ausdruck der Bestätigung, was Stephanus gerade gesagt hat. Sie wollen nicht hören. Das ist in Vers 51, sie hörten das. Schnitt ist in sein Herz, sie knirschten mit den Zähnen über ihn. Und dann in Vers 57, sie schrien mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu, stürmten einmütig auf ihn zu.
[40:29] Worin besteht die Sünde gegen den Heiligen Geist? Sie wollen nicht hören. Ich würde behaupten, diese Leute haben nicht mehr Sünden begangen als Manasse. Aber Manasse ist im Himmel. Jetzt noch nicht, er wird im Himmel sein. Manasse wird im Himmel sein, er ist im himmlischen Buch aufgezeichnet. Aber Manasse wird im Himmel sein. Aber die nicht. Die Sünde Sauls war weniger schwerwiegend als die Sünde Davids. Aber David wird im Himmel sein. Und Saul nicht.
[41:05] Die Sünde gegen den Heiligen Geist besteht nicht in der Schwere der Sünde, sondern in dem fortgesetzten Widerstand gegen den Heiligen Geist. Warum ist das so schlimm? Weil der Heilige Geist der Einzige ist, der den Satan besiegen kann, wie wir gesehen haben, nicht wahr? Ein Mensch kann den Satan nicht besiegen. Der Einzige, der den Satan besiegen kann, ist der Heilige Geist, weil er der Finger Gottes ist. Und wer gegen den Heiligen Geist redet und sich dem Heiligen Geist entzieht, den Heiligen Geist nicht wirken lässt, der kann nicht gerettet werden. Und das ist die Frage, ihr Lieben. Was, wie können wir sicherstellen, dass der Heilige Geist Zugang zu unseren Herzen hat? Der hat vielleicht unbequeme Wahrheiten, aber er braucht Zugang zu unseren Herzen. Denn nur dann kann uns das nicht passieren.
[41:47] Schauen wir noch ganz kurz in Matthäus 12, Vers 32. Matthäus 12 und dort Vers 32 sind gleich am Ende. Matthäus 12 und dort Vers 32, da sagt Jesus dann:
[42:00] "Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden. Wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit, noch in der zukünftigen." Aus dem einfachen Grund: ihm kann nicht vergeben werden. Nicht wahr?
[42:17] Am 29. Juni 1897 steht da in die Leitung: "Niemand braucht die Sünde wider den Heiligen Geist als etwas Geheimnisvolles und Unbescheidliches zu betrachten. Die Sünde wider den Heiligen Geist sind die Sünde der wissentlichen Ablehnung, die Heilung zu ihm herabschreibt." Ja, ganz genau.
[42:37] Vielleicht erinnert euch daran, dass wir gesagt haben, letztes Mal die Pharisäer, die mussten sich anstrengen, nicht vom Heiligen Geist überführt zu werden. Sie sagten, sie mussten viele Barrieren aufbauen, weil der Heilige Geist so mächtig an ihnen gewirkt hat. Es war schwer, die Sünde gegen den Heiligen Geist zu begehen, weil irgendwo spricht Gottes Stimme doch immer wieder zu uns.
[42:53] Jetzt schauen wir noch zum Schluss in den Parallelbericht in Markus 3, nur zwei Verse. In Markus 3 Vers 29 und 30. Das heißt es:
[43:03] "Wer, Markus 3 Vers 29 und 30, wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung", also da gibt es keine Möglichkeit für den, "sondern er ist, Achtung, einem ewigen Gericht verfallen."
[43:20] Das tolle hier ist, oder das tolle, aber das interessante ist, das griechische Wort für "verfallen" heißt, er ist im Griff von einem ewigen Gericht. Das ist also das griechische Wort für verfallen. Das griechische Wort für verfallen heißt, er ist im Griff von einem ewigen Gericht. Das ist, als wenn jemand einen anderen im Griff hat. Und er sagt:
[43:46] Ja, genau. Was dieser Vers 29 sagt ist, wer die Sünde gegen den Heiligen Geist begeht, der befindet sich im Griff eines ewigen Gerichtes. Der kommt da nicht raus. Das Gericht, das ewige Gericht heißt natürlich das Gericht mit den ewigen Konsequenzen, logischerweise. Das hat ihn gepackt. Und, ihr kennt vielleicht auch diesen Vers in den Sprüchen, wo es heißt, in Sprüche 5 ist das, "den Gottlosen dem in seiner eigenen Missetaten gefangen. Und von den Stricken seiner Sünde wird er festgehalten." Der ist im Griff. Und der Einzige, der ihn lösen kann, ist der Heilige Geist.
[44:36] Ja, das Wort sündig hier ist eigentlich das Wort Gericht sozusagen. Und jetzt als letztes Vers, Vers 30. Schaut mal, was ist der Grund? Das ist sehr interessant jetzt, denn sie sagten, worin besteht, lass mich mal raten, ob ihr das Thema verstanden habt, worin besteht ihre Sünde in diesem Vers? Was ist die Sünde hier?
[44:58] Ja, also, wenn ich jetzt einmal sage, der Heilige Geist ist schlecht, habe ich die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen? Nein.
[45:08] Hm? Die wiederholen sich. Ich gebe zu, das ist nicht so leicht zu erkennen. Im Griechischen steht hier, sie sagten beständig, immer wieder. Erinnert euch daran, dass sie das Gleiche schon mal gesagt hatten bei der anderen Heilung, in Matthäus 9, als auch ein stummer Besessener geheilt wurde. Da hatten sie schon mal.
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