In dieser Predigt wird die Bedeutung von Worten als Spiegelbild unseres Herzens beleuchtet. Anhand von biblischen Beispielen aus Matthäus, Lukas und anderen Büchern wird erklärt, wie unsere Rede unsere innere Haltung offenbart und welche Konsequenzen dies für unser geistliches Leben hat. Es wird betont, wie wichtig es ist, ein reines Herz zu haben, das gute Worte hervorbringt, und wie wir durch Jesus Christus diese Veränderung erfahren können.
Der Ersehnte: 105. „nach deinen Worten“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
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[7:00] Was ist der größte Kontext von Matthäus 7? Die Bergpredigt. Die Bergpredigt ist ja noch gar nicht so lange her gewesen. Da haben wir vor einigen Wochen noch über die Bergpredigt gesprochen. Kurz zuvor, oder einige Wochen, ich weiß nicht genau, wie lange dazwischen war, aber Jesus hatte vor kurzem erst in der Bergpredigt über dasselbe Thema gepredigt. Dann ist er vom Berg herab gekommen, dann waren die ganzen Ereignisse mit dem Hauptmann und der Witwe von Nain usw.
[7:30] Was sagt Jesus in Vers 16 von Matthäus 7? "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch von Trauben Dornen oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte und der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen." Das ist wie Johannes der Täufer. Vers 20: "Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen."
[7:55] Jetzt halten wir fest: Johannes der Täufer deutet das an, dann haben wir Jesus in der Bergpredigt. Wer hört Jesus in der Bergpredigt zu? An wen hält Jesus die Bergpredigt? Vor allem an die Jünger. Das ist eine große Volksmenge, aber es sind vor allem die Apostel und die Jünger, zu denen er predigt. Aber bei der Bergpredigt hören vor allem Leute zu, die waren gekommen, um ihm zuzuhören. Die waren eher positiv. Das war eine Predigt, da gab es nicht viel Interaktion.
[8:34] Nach der Bergpredigt ist Jesus mit seinen Jüngern unterwegs gewesen. Jetzt in Matthäus 12 gibt es eine Situation, wo Menschen schlechte Früchte bringen. Sie behaupten nämlich, dass das Wirken des Heiligen Geistes das Wirken eines Dämonen ist. Und sie kämpfen gegen Jesus. Und Jesus zeigt jetzt seinen Jüngern: "Das habe ich in der Bergpredigt gemeint." Er wiederholt, was er in der Bergpredigt gesagt hat, im konkreten Beispiel.
[9:07] In der Bergpredigt sagt er: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." Jetzt ist er mit seinen Jüngern unterwegs und trifft auf Menschen, deren Früchte böse sind. Und er wiederholt seine Lehre. Das ist nicht nur für die Pharisäer, es ist auch für die Jünger, die jetzt sehen sollen: "Das habe ich gemeint bei der Bergpredigt."
[9:27] Es ist also eine Sache, dass man Dinge predigt, eine andere Sache ist es, dass man die Dinge, die man gepredigt hat, dann in der konkreten Situation auch wiederholt. Das ist ein ganz entscheidendes Prinzip, das wir von Jesus lernen können. Jesus hat sich nicht nur hingestellt und gesagt: "Ich halte eine Predigt", sondern die Prinzipien, die er gepredigt hat, hat er in der konkreten Situation wiederholt.
[9:49] Also zum Beispiel, wenn ich eine Predigt halte und sage: "Man darf nicht lästern", und jetzt bin ich aber drei Wochen später in der Gemeinde und ein Bruder und eine Schwester fängt an, über einen zu lästern, dann muss ich das, was ich gepredigt habe, wiederholen und in der konkreten Situation anwenden. Und das fehlt oft. Deswegen sind wir oft Meister der Theorie, aber nicht so besonders gut in der praktischen Anwendung. Aber das ist, was wir von Jesus sehen.
[10:17] Wenn wir das lesen, denken wir: "Ach, wieso holt er das jetzt wieder? Wieso sagt er das nochmal?" Er sagt es nochmal, weil hier ist es quasi die Theorie der Bergpredigt, hier ist es die konkrete Situation, wo das anzuwenden ist. Und Jesus zeigt jetzt, dass er wirklich das meint, was er sagt.
[10:32] Nun, schaut mal in Matthäus 7 nochmal. Worum geht es denn in Matthäus 7 im direkten Kontext, wenn er jetzt hier sagt: "Ihr sollt an ihren Früchten erkennen"? Von wem spricht denn Jesus hier? Wenn ihr einen Vers vorher schaut, vor Vers 16. Es geht um falsche Propheten. Wie nennt er die falschen Propheten? Reißende Wölfe in... Ja, die kommen nicht und sagen: "Ich bin ein reißender Wolf." Die reißenden Wölfe kommen in Schafskleidern. Und Jesus sagt: "Die reißenden Wölfe in Schafskleidern erkennt ihr an den bösen Früchten, an den schlechten Früchten."
[11:11] Und die Jünger haben vielleicht gedacht: "Oh, werden wir das jemals erkennen? Was wird eine schlechte Frucht sein? Woran sollen wir das jetzt festmachen?" Jesus begegnet jetzt Menschen, die sind falsche Propheten sozusagen. Die sind reißende Wölfe in Schafspelzen, die Pharisäer wollen ihn umbringen. Und indem Jesus jetzt dieselben Worte quasi wiederholt, mit Baum und Frucht und so weiter, sagt er den Jüngern: "Schaut mal, das ist ein Beispiel, die habe ich gemeint. Die Pharisäer sind solche Wölfe im Schafspelz." Und das ist also diese Lektion für die Jünger.
[11:46] Jetzt gehen wir zurück zu Matthäus 12. Was bietet denn Jesus an? Und was sagt Jesus den Pharisäern hier in Vers 33 von Kapitel 12? Wenn er den Anfang des Vers anschaut, was sagt er ihnen? Gibt er ihnen noch einen Rat? Was macht er in Vers 33? Eine Entscheidung. Er sagt: "Ihr müsst euch entscheiden. Entweder ihr pflanzt einen guten Baum oder ihr pflanzt einen schlechten Baum."
[12:24] Wer trifft die Entscheidung? Gott? Der Mensch? Jesus sagt den Pharisäern: "Ihr habt die Wahl. Wenn ihr einen guten Baum pflanzt, werdet ihr auch gute Früchte ernten. Wenn ihr einen schlechten Baum pflanzt, werdet ihr schlechte Früchte ernten." Das heißt im Kontext, wenn jemand die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen hat, wenn er am Ende verloren geht, dann deswegen, weil er den falschen Baum gepflanzt hat. Kein Mensch geht verloren, obwohl er den richtigen Baum gepflanzt hat. Sondern ein Mensch geht verloren, weil er den falschen Baum gepflanzt hat. Wir können uns entscheiden.
[12:54] Welche Entscheidung sollen wir treffen? Schauen wir mal in Hesekiel 18, Vers 31. Was heißt es, einen guten Baum zu pflanzen? Hesekiel 18, Vers 31. Schaut mal in Hesekiel 18, Vers 31. Dort heißt es: "Werft alle eure Treulosigkeiten, die ihr verübt habt, von euch ab und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist." Wow! "Denn warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?" Also Gott sagt den Menschen: "Schafft euch ein neues Herz, schafft euch einen neuen Geist."
[13:40] Kann man sich ein neues Herz schaffen? Was sagt David in Psalm 51? "Erschaffe du mir ein neues Herz." Also, was meint er hier, wenn er sagt: "Erschaffe mir ein neues Herz"? Wir können es nicht mit eigener Kraft. Aber warum? Ja genau, die neue Gesinnung kommt von Gott. Also, was müssen wir dann tun? Wir müssen irgendwas tun. Er sagt ja...
[14:07] Genau, schaut mal, wir können keinen Baum erschaffen, oder? Aber wir können einen Baum pflanzen. Wir können den Baum nicht zum Wachsen bringen, aber wir können ihn pflanzen und wir können helfen, dass er wächst. Wir können mit der Schöpfung Gottes kooperieren. Gott hat den Baum geschaffen, Gott bringt das Wachstum, Gott bringt den Sonnenschein, Gott versorgt die Pflanze mit den Nährstoffen, Gott sendet den Regen. Aber wir können uns entscheiden, den Baum zu pflanzen. Wir können sagen: "Diesen Baum, den Gott geschaffen hat, der soll in meinem Garten wachsen."
[14:42] Und genau so ist es auch mit dem neuen Herz. Ich kann mir kein neues Herz geben, aber ich kann Gott sagen: "Dieses neue Herz, das du durch das Blut von Golgatha möglich machen möchtest, das möchte ich hier hinein gepflanzt haben. Ich möchte es hier pflanzen, ich möchte es hier haben. Gib mir ein neues Herz."
[15:01] Diese Entscheidung für Jesus ist entscheidend, um nicht die Sünde gegen den Heiligen Geist zu begehen. Denn wir haben ja letztes Mal gesehen, selbst die Juden, das Volk Israel, hat am Ende die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen, obwohl sie so viel von der Bibel wussten. Sie haben nicht den richtigen Baum gepflanzt. Ellen White sagt in "Schritte zu Jesus": "Viele Menschen wünschen sich Christen zu sein und werden es nie, weil sie sich nicht entscheiden. Sie treffen keine Entscheidung für das Richtige."
[15:32] Das gibt es also in dieser Frage auch von der Sünde gegen den Heiligen Geist etwas, was wir Menschen tun können und müssen. Wir müssen eine Entscheidung fällen. Wir können unsere Worte nicht kontrollieren, alleine, aber wir können entscheiden, welchen Baum wir haben wollen. Und wenn wir den richtigen Baum pflanzen, wird er auch die richtigen Früchte bringen.
[15:51] Ja, das ist interessant. Im Lukas 6, ich weiß nicht, ob du das im Visier dieses Textes studiert hast. Es gibt keinen guten Baum, der faule Früchte bringt, keine faule Baum, der gute Früchte bringt. Genau, das haben wir gerade in Matthäus auch gelesen. Matthäus 7 sagt ja genau das Gleiche: Kein guter Baum bringt schlechte Früchte, kein schlechter Baum bringt gute Früchte.
[16:10] Wenn Christus im Herzen ist, kann es gleichzeitig Rebellion gegen Gott sein. Und wenn Rebellion gegen Gott da ist, kann es keine gottwohlgefälligen Werke geben. Schauen wir mal weiter in Matthäus 12, Vers 34. Jesus wird jetzt sehr, sehr deutlich. Schaut mal in Vers 32, Vers 34. Dort sagt Jesus zu den Pharisäern: Wie nennt er sie im ersten Wort? Nattern gezücht oder Schlangenbrut. Ja, Schlangenbrut.
[16:41] Nun, wir wissen, wenn Jesus solche Worte gesagt hat, hat er immer Tränen in den Augen gehabt. Aber das ändert nichts an der Dramatik der Worte, denn Schlangenbrut heißt, ihr seid Kinder der Schlange. Wer ist die Schlange? Der Teufel, der Satan. Wer hat dieselben Menschen schon mal Schlangenbrut genannt? War Jesus der Erste, der auf die Idee kam, die Pharisäer? Johannes der Täufer.
[17:02] Schaut mal in, lesen wir jetzt den Satz zu Ende. Er sagt: "Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund." Er sagt also Schlangenbrut. Und dann stellt er eine Frage, oder? Er stellt eine Frage. Und jetzt schaut mal in Matthäus 3, Vers 7. Da sehen wir, dass Johannes genau dasselbe tut. Schaut mal in Vers 7.
[17:28] "Als aber viele von den Pharisäern und Sadduzeern zu seiner Taufe kamen, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut, wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen?" Auch er sagt Schlangenbrut und stellt eine Frage. Johannes stellt die Frage: "Schlangenbrut, wer hat euch eingeredet, ihr könntet entfliehen?" Jesus sagt: "Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid?"
[17:50] Und dann gibt es noch eine gleiche Stelle in Matthäus 23. Also wir haben Matthäus 3, 12 und Matthäus 23. Also Matthäus 3, Matthäus 12 und Matthäus 23. Jedes Mal diese Kombination: Schlangenbrut und eine Frage. Matthäus 23 ist das in Vers 33. Da sagt Jesus in seiner großen Rede gegen die Pharisäer: "Ihr Schlangen, ihr Otterngezücht, wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen?"
[18:23] Also fassen wir zusammen. Johannes sagt: "Ihr Schlangenbrut, wer hat euch eingeredet, dass ihr dem Gericht entfliehen könnt?" Matthäus 12: Jesus sagt: "Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid?" Matthäus 23: "Ihr Schlangen, ihr Otterngezücht, wie wollt ihr dem Gericht entfliehen oder entgehen?"
[18:45] Jetzt Achtung: In allen drei Fällen, bei den ersten beiden ist es besonders deutlich, aber in allen drei Fällen drückt die Frage etwas aus, das unter den gegenwärtigen Umständen unmöglich ist. Die Idee ist jedes Mal: Ihr seid eine Schlangenbrut, deswegen werdet ihr nicht entfliehen. Ihr könnt gar nicht entfliehen, solange ihr Schlangenbrut seid. Er stellt eine quasi rhetorische Frage: "Wie wollt ihr entfliehen?" So fragt der Johannes auch: "Wer hat euch eingeredet, dass ihr entfliehen könnt?" Glaubt ihr etwa, ihr könnt entfliehen?
[19:15] Und so muss man jetzt diese Frage in Matthäus 12 verstehen. Wenn Jesus fragt: "Wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid?", sagt er ihnen mit anderen Worten: "Es ist unmöglich, dass ihr Gutes redet, solange ihr böse seid. Ihr könnt gar nicht gut reden." Der Text sagt nicht: "Moment mal, ihr redet gut, wie ist das möglich?" Nein, nein, nein, sondern der Text sagt: "Weil ihr böse seid, ist es unmöglich, dass ihr Gutes redet." Fällt euch das nicht auf, dass ihr gar nicht Gutes reden könnt? Wie könnt ihr Gutes reden?
[19:48] Das heißt, was Jesus hier deutlich macht ist: Menschen, Kinder des Satans sozusagen, sind absolut unfähig, gut zu reden. Sie sind unfähig, gute Werke zu bringen. Das ist übrigens auch der Beweis, warum man nicht durch Werke gerechtfertigt werden kann. Denn wenn man auch ein Kind des Satans ist, kann man gar keine guten Werke bringen, die einen irgendwie vor Gott gerecht machen könnten. Es geht gar nicht.
[20:15] Er sagt: "Wie könnt ihr gute Werke bringen, wie könnt ihr gute Worte reden?" Weil solange euer Herz böse ist, werden eure Worte böse sein. Vers 10, oder? Sehr gut, der kommt jetzt auch als nächstes bei mir. 1. Johannes 3, Vers 10. "Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar." Also 1. Johannes 3, Vers 10.
[20:40] Die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels sind offenbar, woran? "Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt." Also, woran erkennt man die Schlangenbrut? Das sind diejenigen, die nicht Gerechtigkeit üben. Wie nennt man das, wenn man nicht Gerechtigkeit übt? Die Ungerechten, oder? Ungerechtigkeit ist Sünde, jede Ungerechtigkeit ist Sünde. Die an der Sünde festhalten, die Sünde gerne tun. Die Sündigen, die Schlangenbrut.
[21:09] Und was bedeutet es, den Bruder nicht zu lieben? Es bedeutet sozusagen, dass diese Liebe, die Gott eigentlich zu mir hat, ich nicht zu anderen Menschen weitergebe. Daran erkennt man das böse Herz, den bösen Baum, den schlechten Baum. Der schlechte Baum, der gepflanzt wird, ist, wenn ich die Sünde liebe, aber nicht meinen Bruder. Wenn ich die Sünde liebe, aber meinen Bruder hasse, dann ist das der schlechte Baum.
[21:40] Was ist der gute Baum? Den Bruder lieben und die Sünde hassen. Die Gerechtigkeit lieben. Das wäre der gute Baum und der kann nur durch Jesus kommen. Übrigens, die Bibel spricht viel über das Reden. 1. Samuel 24, Vers 14. Diese Idee ist im Alten Testament schon deutlich ausgesprochen. 1. Samuel 24, Vers 14.
[22:20] Wie man nach dem alten Sprichwort sagt: "Von den Gottlosen kommt die Gottlosigkeit." Das ist ein altes Sprichwort, sagt der David zum Saul. Das war schon zu der Zeit von David gut bekannt. Gottlose produzieren Gottlosigkeit. Sünder produzieren Sünde. Das ist ein sehr interessanter Vers, auch wenn man an die Endzeit denkt, wenn wir verwandelt werden sollen. Wenn ein Mensch beständig immer nur sündigt, dann zeigt das, dass sein Herz unverwandelt ist.
[22:53] Da gehen wir noch ein paar Verse. Psalm 64, Verse 3 und 4. Da geht es um die Übeltäter. Psalm 64, Verse 3 und 4. "Verbirg mich vor dem geheimen Rat der Bösen, vor der Rotte der Übeltäter, die ihre Zunge geschärft haben wie ein Schwert, die mit giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen."
[23:40] Wer schießt mit bösen Worten? Wer schießt mit bösen Worten, mit giftigen Worten? Bösewichte. Böse Worte offenbaren ein böses Herz. Das, was Jesus sagt, was das Alte Testament sagt. Es sind die Übeltäter, die giftige Worte sprechen, die verwunden wollen, die mit ihren Worten andere verletzen wollen. Wenn ein Mensch durch seine Worte andere verletzen möchte, offenbart das ein böses Herz.
[24:14] Nun, wen betrifft das? Schauen wir mal in Römer. Römer 3, und dort ab Vers 10. Wer ist von diesem Problem betroffen? Römer 3, ab Vers 10. "Wie geschrieben steht: Es ist keiner gerecht, auch nicht einer. Es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott wacht. Es ist keiner, der Gutes tut, das ist auch nicht einer. Ihre Kehle ist ein offenes Grab, ihre Zungen betrügen. Sie ottern Gift ist unter ihren Lippen. Ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit."
[24:51] Also hier sieht man, alle Menschen haben das Problem, dass ihr Herz böse ist, was sich an ihren Worten zeigt. Und die Lösung des Problems ist natürlich nur, dass wir ein neues Herz brauchen, dass der neue Baum gepflanzt wird, der dann gute Früchte bringt.
[25:04] Noch eine interessante Erfüllung, ein interessanter alttestamentlicher Text zu diesem Thema in Jesaja. Jesaja 32, und dort Vers 6. Da sagt er Jesaja: "Denn der gemeine Mensch redet, was redet er?" Ja, genau. "Der gemeine Mensch redet Gemeinheit und sein Herz bereitet Böses vor, indem er ruchlos handelt, und jetzt Achtung, und irreführendes ausspricht über den Herrn, indem er die hungrige Seele leerlässt und dem Durstigen das Trinken verwehrt."
[25:57] Ganz interessanter Vers, habe ich vorher noch nie so richtig gelesen. Dieser Vers sagt also, dass es dort Menschen gibt, die, weil sie böse sind, etwas Falsches sagen. Über wen reden sie etwas Falsches? Über den Herrn. Was haben wir gerade in Matthäus 12 gesehen? Wer hat dort gesprochen? Die Pharisäer. Über wen haben sie gesprochen? Über Jesus, über den Herrn. Was haben sie über den Herrn gesagt? Er hätte einen Dämon.
[26:31] Das ist also etwas Irreführendes, oder? Also wir sehen hier, genau die Erfüllung von diesem Vers. Diese bösen Menschen, diese gemeinen Menschen, reden etwas Irreführendes über den Herrn. Sie behaupten, es wird Beelzebul im Bund. In Wirklichkeit ist es ihr eigenes böses Herz, das sich dort offenbart. Und es passt übrigens auch sehr gut zu den Pharisäern, dass sie den Durstigen das Trinken verwehrt haben, oder? Jesus sagt an anderer Stelle: "Ihr geht selbst nicht in das Reich Gottes und schließt den anderen auch zu. Ihr gebt ihnen nicht das, was sie brauchen." Die Pharisäer haben nicht das Wort Gottes gepredigt.
[27:09] Nun, zurück zu Matthäus 12. Das bringt uns natürlich jetzt zu der Frage: Was müssen wir tun? Wie ist es mit unseren Worten sozusagen? Also in Vers 34 haben wir gelesen, am Ende: "Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund."
[27:29] Habt ihr schon mal erlebt, dass Leute gar nicht aufhören können zu reden von dem, was sie begeistert? Also, wenn Leute Fußballfans sind und ihr Verein hat gewonnen, dann reden die darüber. Wenn Leute verliebt sind, dann kannst du die gar nicht stoppen. Die reden von der Person, die sie gerade lieben. Wenn Leute Jesus mögen, reden die ohne Ende von Jesus. Aber wenn die Christen nie von Jesus reden, vielleicht ist Jesus gar nicht in ihrem Herzen. Das ist, was hier eigentlich der Vers auch mitsagt.
[28:04] Vers 35: "Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor." Also Jesus sagt, das, was am Ende beim Menschen rauskommt, das hat seine Wurzel wo? Im Herzen.
[28:19] Jetzt interessant ist, das klingt ja so ein bisschen so, als ob der Mensch in sein Herz hineinfässt, oder? Er bringt aus seinem Schatz des Herzens etwas hervor. Ich dachte immer bei dem Vers, naja, da muss man irgendwie da hineingehen, aus dem Schatz was rausholen und dann präsentieren. Aber das Griechische sagt eigentlich das ein bisschen anders. Im griechischen Original heißt es quasi, dass sozusagen das gute Herz oder der Schatz des guten Herzens, der wirft das Gute heraus, wie ein Vulkan sozusagen. Das kann man gar nicht aufhalten. Und das böse Herz wirft das Böse raus.
[29:58] Also die Idee ist, da ist so viel Druck im Herzen, wenn es gut ist, kommt automatisch Gutes raus. Und wenn da Böses ist, kommt automatisch Böses raus. Man muss gar nicht erst noch viel machen. Das wird quasi wie rausgedrückt. Und das ist sehr interessant. Das heißt nämlich, dass eigentlich wir gar nicht uns darum kümmern müssen, was wir sagen, so sehr. Denn wenn unser Herz böse ist, können wir unsere Worte eh nicht kontrollieren. Unsere erste Priorität muss sein, wir müssen uns fragen, ob unser Herz rein ist. Denn wenn das Herz rein ist, wirft es, drückt es sowieso Gutes hervor. Und wenn das Herz böse ist, können wir sonst uns anstrengen, wie wir wollen. Es wird immer das Böse herausdrücken. Wie so eine Zahnpastatube. Da kommt immer das raus, was drin ist sozusagen.
[29:50] Ja, aber in der Großdarstellung der Züge, vielleicht kommt es auch auf die Züge erwischen, dass wir trotzdem, dass wir auch Menschen mit einem Geist unter dem Jesus trotzen, aufpassen. Auch in der Züge, dass nicht erfahren wird. Ja, genau. Warum müssen wir aufpassen? Warum müssen wir aufpassen? Wir müssen aufpassen deswegen, da ist uns das schon mal passiert, dass wir, obwohl wir viel mit Jesus verbringen, trotzdem ab und zu etwas Unangemessenes sagen. Das passiert uns, oder? Das sagt uns das. Das sagt uns, dass wir für einen Moment unseren Halt in Jesus verloren haben. Oder?
[30:27] Denn wenn ich jetzt einfach unbedacht rede, dann ja nur deswegen, weil ich ja gerade eigentlich nicht an Jesus gedacht habe. Ich habe meinen Kontakt zu Jesus ein bisschen verloren. Ich kann wieder zum Zurückkehren, er wird mir auch vergeben. Deswegen muss ich auf meine Zunge achten. Ja, genau. Wenn man zu viel redet.
[30:48] Die Zunge ist quasi wie ein Lackmustest. Die Zunge zeigt mir an, wie mein geistlicher Zustand ist. Deswegen müssen wir auf unsere Zunge achten. Nur, es reicht nicht, wenn ich meine Worte kontrolliere. Ich muss auf meine Worte achten, weil sie zeigen mir, wie mein Herz ist. Wenn meine Worte falsch sind, weiß ich, ich brauche ein neues Herz. Und wenn meine Worte gut sind, dann ist das ganze Universum ein Beweis dafür, dass Jesus in meinem Herzen wohnt. Das ist sozusagen der Punkt. Deswegen müssen wir auf die Zunge achten.
[31:21] Interessant ist, dass auch diese Idee natürlich aus der Bergpredigt kommt. Schaut mal in Lukas 6, und dort Vers 45. Auch dieser Satz war in der Bergpredigt schon gefallen. Lukas 6, Vers 45. "Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor. Und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor. Wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund." Das ist an einer anderen Stelle passiert. Also das ist in der Bergpredigt gewesen. Jesus wiederholt seine Sätze. Ist euch das aufgefallen?
[32:05] Vers 45, Lukas 6. Entschuldigung, Lukas 6, Vers 45. Jesus wiederholt die Dinge, die er gesagt hat, immer und immer wieder. Man würde ja denken, dass Jesus immer von einem Thema zum nächsten gegangen ist. Aber Jesus hat nicht nur die Bergpredigt einmal gehalten. Er hat die Dinge aus der Bergpredigt immer und immer wieder wiederholt. Das ist auch wichtig für uns. Wir müssen nicht immer nur nach neuem Licht forschen. Wir müssen die wichtigen Dinge immer und immer wiederholen, weil wir nur so in ihr gefestigt sind. Jesus war sich nicht zu schade, auch Dinge, die er schon gesagt hat seinen Jüngern, wieder zu wiederholen. Und das war hier eine Gelegenheit.
[32:49] Also noch ein bisschen über das Reden. Sprüche 16, Vers 23. Die Sprüche sind voll von so guten Ratschlägen bezüglich der Zunge. Sprüche 16, Vers 23. Dort heißt es: "Wer ein weises Herz hat, spricht vernünftig und mehrt auf seinen Lippen die Belehrung." Ein weises Herz spricht vernünftig. Oder wenn wir zu Sprüche 25 gehen. Sprüche 25, Verse 11 und 12. Das ist ganz toll. "Wie goldene Äpfel in silbernen Schalen, so ist ein Wort gesprochen zur rechten Zeit. Wie ein goldener Ring und Schmuck aus feinem Gold, so passt eine weise Mahnung zu einem aufmerksamen Ohr." Und so weiter und so fort.
[33:37] Im Neuen Testament haben wir ebenfalls diese Idee. Schaut mal in Epheser 4, Vers 29. Unsere Worte sind ganz entscheidend. Epheser 4 und dort Vers 29. Dort sagt der Paulus: Wie viele schlechte Worte sollen aus unserem Mund kommen? "Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe."
[34:04] Also die Frage, die ich mir stellen muss und die wir uns alle stellen müssen ist: Wenn ich so den Tag über rede, baut es andere Menschen auf und bringt es ihnen Gnade? Oder sind es schlechte Worte? Diese Frage müssen wir uns stellen, weil sie sind ein Indikator, was unser Herz betrifft.
[34:20] Kolosser 4, Vers 6. Kolosser 4 und dort Vers 6. Euer Wort sei alle Zeit in was? Kolosser 4, Vers 6. "Euer Wort sei alle Zeit in Gnade." Oder lieblicher: "Euer Wort sei alle Zeit in Gnade mit Salzgewürz, damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt."
[34:48] Wenn also meine Worte aus Gnade sein sollen, was muss ich dann im Herzen haben? Gnade. Nicht wahr? Denn was im Herzen ist, das sagt das Wort. Wenn meine Worte in Gnade sein sollen, brauche ich Gnade im Herzen. Wo kommt die Gnade her? Von Gott, nicht von mir selbst. Ich kann mich nicht selbst begnadigen. Das heißt, ich muss also die Gnade Gottes haben, um überhaupt richtig antworten zu können, um überhaupt richtig reden zu können, wie Gott es möchte. Wir brauchen Gnade im Herzen. Das ist der gute Baum, den wir pflanzen müssen, damit unsere Worte entsprechend sind.
[35:19] Zurück zu Matthäus 12. Wir sind gleich am Ende. Noch zwei Verse. Matthäus 12, Vers 36. Jesus sagt jetzt hier, sehr interessant: "Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von was?" Von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben. Sehr interessanter Vers.
[35:39] Also halten wir erstmal fest. Jesus predigt von einem Untersuchungsgericht. Jesus predigt von einem Gericht, wo die Werke aufgetan werden. Das haben nicht die Adventisten erfunden. Das hat Jesus schon gesagt. Ich meine, das hat Jesus nicht erfunden. Das hat schon, also Jesus hat es erfunden, im Himmel natürlich. Aber das steht so im Alten Testament. Der Salomo sagt in Prediger 12, Vers 14, dass Gott wie viel Werke ins Gericht bringen wird? Alle Werke, jedes Werk, es sei gut oder böse. Nicht wahr, Gott fürchtet Gott und halte seine Gebote, nicht wahr und so weiter. Das macht den ganzen Menschen aus, denn Gott wird jedes Werk in ein Gericht bringen, es sei gut oder böse.
[36:09] Dieses Gericht ist nicht das Gericht, als Jesus am Kreuz starb. Das war das Gericht am Satan, nicht wahr. Aber der Paulus sagt im Römerbrief, dass das Gericht noch zukünftig ist. Er sagt: "Nach meinem Evangelium wird Gott richten." Das heißt, zum Evangelium, das Jesus gepredigt hat, und zum Evangelium, das Paulus gepredigt hat, gehört ein Gericht, in dem jedes Wort aufgedeckt wird.
[36:33] Wann beginnt das Gericht? 1844, nicht wahr. Das ist dieses Gericht, von dem Jesus hier spricht. Jedes Wort. Wir wissen aus Offenbarung 14, 7, Daniel 8, Vers 14, die Stunde des Gerichts 1844. Das heißt, das ist jetzt etwas, was uns auch sehr besonders betrifft. Denn wenn es heißt: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen", dann ist das hier gegenwärtige Wahrheit, was Jesus sagt. Und wir wissen, wir leben in einer Zeit, wo die Sünde gegen den Heiligen Geist ein großes Thema sein wird. Viele Menschen werden sie begehen.
[37:02] Also müssen wir uns die Frage stellen: Haben wir den richtigen Baum gepflanzt? Denn nur wenn der richtige Baum gepflanzt ist, werden wir die richtigen Früchte ernten. Und das kann man erkennen, weil man könnte ja verzweifeln und sagen: "Oh meine Güte, wie soll ich das wissen, ob ich bekehrt bin oder nicht?" Schau mal, was du so den ganzen Tag redest. Sind deine Worte in Gnade, in Salz, oder sind sie schlecht? Verwunden sie andere? Das ist ein guter Indikator, dann kann ich sehen, weil ich kann ja mein Herz nicht ergründen, aber meine Worte geben Auskunft über mein Herz. Fast so ein bisschen wie wir gesehen haben, ich war Jesus, das Wort Gottes gibt Auskunft über Gott. Meine Worte geben Auskunft über mein Herz.
[37:39] Was heißt unnütze Worte? Was stellt ihr euch denn da vor, oder unnützen Worten? Muss ich jetzt überlegen, ob ich dieses Wort überhaupt sagen darf, weil ich nicht genau weiß, ob es nützlich ist? Sollten wir am besten lieber schweigen, damit wir keine unnützen Worte sagen? Was heißt unnütze Worte? Das ist ja wichtig, nicht wahr? Über jedes unnütze Wort müssen wir Rechenschaft abgeben.
[38:07] Das interessante ist, das Wort unnütz ist das Wort "argos". Und "argos" kommt von "a" und "ergon". "Ergon" heißt Werk. Und was heißt "a"? Das wisst ihr bestimmt, oder? Wenn zum Beispiel ein Atheist ist, dann ist man immer dagegen. Ein Theist ist jemand, der an Gott glaubt, ein Atheist ist jemand, der nicht an Gott glaubt. Ein "a ergon" ist ein Nichtwerk, etwas, das nichts bewirkt, das keine Wirkung hat, das quasi arbeitslos ist. Ein unnützes Wort ist ein Wort, das beim anderen nichts Gutes bewirkt.
[38:57] Denn eigentlich sollen wir ja, wie wir gesehen haben, Worte reden, die aufbauen. Das müssen nicht nur ernste Worte sein. Das kann auch mal ein fröhliches Wort sein. Auch fröhliche Worte haben ihre Notwendigkeit. Das ist ganz wichtig. Wir wollen ja den anderen aufbauen, bedeutet ja, ihm auch Freude machen. Das heißt, wir müssen uns nicht die Frage stellen: "Jetzt habe ich jemandem Freude gemacht, aber war das wirklich so notwendig?" Nein, nein, nein. Aber diese unnützen Worte sind Worte, die nichts Gutes bewirken. Sie haben keinerlei Funktion. Sie schaden eigentlich nur.
[39:44] Und warum? Weil ihr Herz verändert ist. Wenn ihr Herz vollständig verändert ist, werden sie auch keine unnützen Worte mehr sagen. Das ist, was Jesus sagt. Das heißt, sie müssen nicht erst ein Herz verändern und dann den Sieg erringen, sondern sie müssen ihr ganzes Herz verändern, weil was im Herzen ist, kommt raus. Das drückt raus. Das ist das Ding. Und deswegen werden sie den Sieg über jedes Wort, über jede Tat, über alles haben. Gedanken. Weil alles ist der Ausfluss dessen, was im Herzen ist.
[40:09] Letzter Vers, Vers 37. "Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt. Was für ein interessanter Vers. Und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden."
[40:23] Ja, genau. Und jetzt ist die Frage, was bedeutet das? Bedeutet das also, dass wenn ich richtige Worte sage, dass Gott sagt: "Okay, die Worte haben mir gefallen, dir vergebe ich?" Nein, nein, nein, nein, nein. Es bedeutet genau das, was wir aus Jakobus 2 kennen. Ihr kennt die Geschichte, die da steht, oder? Jakobus 2. Wer ist dort gerechtfertigt worden in Jakobus 2? Der Abraham. Wodurch ist Abraham gerechtfertigt worden? Lesen wir Vers 21.
[40:53] "Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar da brachte?" Siehst du, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde? Also, warum hat er den Isaak gebracht? Wollte Gott was beweisen? Nein, warum hat er den Isaak gebracht? Er hat Gott geglaubt. Aus Glauben hat er ihn gebracht. Aus Glauben. Der Hebräer sagt ganz deutlich: Aus Glauben brachte Abraham den Isaak da.
[41:28] Jetzt kommt es: Weil er geglaubt hat, hat er gehandelt. Es war eigentlich nicht Glaube und dann Werke, sondern es ist Glaube, der Werke automatisch produziert. Das ist, was der Jakobus hier sagt. Schaut mal weiter. "Und so erfüllt sich die Schrift, die spricht: Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Und er wurde ein Freund Gottes genannt. So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein."
[42:00] Warum? Weil wenn er nur geglaubt hätte, aber nicht gegangen wäre, wäre es gar kein Glaube gewesen. Mit anderen Worten, das Handeln, das... Es waren ja die Worte von Abraham, nicht wahr? Er hat gesagt: "Gott wird sich ein Lamm ersehnen." Abraham hat gesagt: "Wir werden hingehen und wir werden zurückkehren." Darin offenbaren seine Worte seinen Glauben.
[42:27] Was sagt der Hebräer? "Im Glauben hat er angenommen, dass wenn er ihn tötet, Gott ihn auferwecken wird." Seine Worte haben Gott nicht überzeugt, sondern seine Worte haben seinen Glauben offenbart. Und deswegen konnte er aufgrund seiner Worte gerechtfertigt werden. Gott hat nicht gesagt: "Oh, deine Worte haben mir gut gefallen, die hast du toll formuliert. Jetzt werde ich dich retten." Nein. Sondern anhand der Worte konnte das gesamte Universum sehen, der Abraham glaubt. Und der Glaube rettet ihn.
[42:58] Warum rettet ihn der Glaube? Weil die Werke den Glauben offenbaren. Und genau das meint Jesus, wenn er sagt: "Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden." Denn deine Worte offenbaren, was im Herzen drin ist. Deine Worte offenbaren, ob dein Herz gut ist. Deine Worte offenbaren, ob dein Herz schlecht ist.
[43:16] Kann ich mein Herz verändern? Nein. Kann ich mein Herz besser machen? Nein. Das kann allein Jesus. Aber ich kann mich für Jesus entscheiden. Und wenn das Herz verändert ist, wird es gute Worte hervorbringen.
[43:32] Noch ein letzter Gedanke. Ellen White sagt noch in dem Zusammenhang etwas sehr Interessantes. Sie sagt nämlich, dass nicht nur das Herz unsere Worte bestimmt, sondern auch die Worte, die wir ausgesprochen haben, wieder auf unser Herz zurückwirken. Mit anderen Worten, wenn ich jetzt eigentlich an Gott glaube, aber so eine kleine Idee, einen kleinen Zweifel habe, und ich diesen Zweifel ausspreche, dann wirkt der ausgesprochene Zweifel wieder zurück auf mein Herz und verstärkt den Zweifel. Deswegen warnt sie davor, dass wir die Dinge, die wir vielleicht so denken, die nicht gut sind, noch aussprechen. Weil die Dinge, die ich ausspreche, die fange ich an auch wieder zu glauben.
[44:15] Vielleicht kennt ihr das. Jemand sagt so ohne nachzudenken etwas, und dann stellt er fest, es ist eigentlich verkehrt, aber er ist zu stolz, es zuzugeben und verteidigt das. Und dann ist es wie ein Teufelskreis. Man gräbt sich immer tiefer hinein. Das ist oft mit Irrlehren so. Man hat irgendwas behauptet und dann stimmt es gar nicht, aber man verteidigt das auch stolz. Auch deswegen sollen wir überlegen, was wir sagen, weil unsere Worte eine Rückkopplung haben. Unsere Worte bestimmen wieder, was wir denken. Da sollte man mal drüber nachdenken, weil das eine wirklich bedeutende Sache ist.
[44:54] Da kommen wir wieder zu dem, was Herr Jakobus sagt, dass wir unseren Worten Acht geben sollen. Wir denken vielleicht: "Ich habe mein Herz im Griff, ich kann jetzt einfach mal das so sagen." Ich glaube, das ist einer der Gründe, warum Ellen White zum Beispiel auch Schauspiel und solche Dinge verurteilt. Wenn man quasi in die Rolle von anderen schlüpft und Dinge sagt, die man eigentlich gar nicht selbst meint, kann man das trotzdem nicht von seinem eigenen Charakter trennen. Das wirkt wieder auf einen selbst zurück. Man wird verändert durch das, was man sagt. Ganz egal, wie man es gemeint hat. Und deswegen soll man die Worte gut wägen, gut abwägen und wählen.
[45:30] Das zeigt uns also etwas sehr Praktisches hier. Das Evangelium wird sehr sichtbar daran, wie wir sprechen, in welchem Ton wir sprechen, was der Inhalt ist, ob unsere Worte anderen helfen oder unsere Worte andere zerstören. Daran erkennen wir oder daran kann das Herz erkannt werden. Und ich denke, das ist eine Sache, die enorm praktisch ist für unser geistliches Leben. Lasst uns doch in den kommenden Tagen einfach darauf achten, was wir so reden und ob das wirklich so nach Jesu Willen ist. Und wenn wir merken, die Früchte sind nicht so toll, wie sie sein müssen, lasst uns doch Jesus bitten, dass er in uns so einen guten Baum pflanzt, dass wir ein gutes Herz haben, das gute Worte hervorbringt. Amen.
[46:15] Lasst uns doch gemeinsam wieder knien und beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast und danke, dass wir sehen konnten, dass wir an unseren Worten auch erkennen können, was in unserem Herzen ist und wir sehen, welche Macht das Wort hat, wie sehr wir uns selbst auch beeinflussen können, selbst täuschen können durch unsere eigenen Worte. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir mit deiner Hilfe einen guten Baum pflanzen können. Wir möchten diese Entscheidung fällen, ein reines Herz zu haben. Du hast uns verheißen, dass du uns ein reines, ein neues Herz geben möchtest und das möchten wir auch heute in Anspruch nehmen. Wir brauchen deine Hilfe, deine Kraft, deine Gnade jeden Tag, auch heute. Und möchten dich bitten, dass du uns dieses reine Herz schenkst, das sich auch in guten, in erbaulichen, in fröhlichen und in geisterfüllten Worten zeigt. Lass unser Herz und unsere Worte ein Spiegelbild dessen sein, was du bist. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen im Namen unseres Erlösers Jesus. Amen.
[47:40] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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